Read: 1999 Mai 25, An ausgewaehlte NGR



Aufruf des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

Mit einer Botschaft an alle Nationalen Geistigen Räte richtet das Universale Haus der Gerechtigkeit die
Aufmerksamkeit der Bahá'í-Freunde auf die dringenden Bedürfnisse des Internationalen Fonds. Deutschland
zählt zu jenen Ländern, deren allgemeiner Lebensstandard um ein mehrfaches höher liegt als in den meisten
anderen Ländern der Erde. Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung für unsere Gemeinde ab; dies
kommt auch in einem zweiten Schreiben des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einige wenige Natio-
nale Räte, so auch an den deutschen Rat, zum Ausdruck.
Ihr Nationaler Geistiger Rat


Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Bahá'í-Weltzentrum
Sekretariatsabteilung

An ausgewählte Nationale Geistige Räte

25. Mai 1999

Liebe Bahá'í-Freunde, wir fügen die Kopie eines Briefes bei, der jetzt im Auftrag des Universalen Hauses
der Gerechtigkeit an alle Nationalen Geistigen Räte gesandt wird und sie über die Bedürfnisse des Internati-
onalen Bahá'í-Fonds unterrichtet. Es ist die zuversichtliche Erwartung des Hauses der Gerechtigkeit, daß die
Freunde in allen Teilen der Welt positiv darauf antworten werden und daß der Fortschritt in Richtung auf das
Ziel universeller Beteiligung am Spenden für die Fonds des Glaubens weitergehen wird.
Das Universale Haus der Gerechtigkeit hat uns gebeten Sie darüber zu informieren, daß Ihre Ba-
há'í-Gemeinden in seinen Augen eine besondere Rolle spielen, die darüber hinausgeht, daß die Menge der
Gläubigen sich in breitem Umfang an der Unterstützung des Fonds beteiligt.
Ein nennenswerter Teil der Mitglieder des Glaubens in ihrem Gebiet verfügt über Mittel, welche die der
lieben Freunde in anderen Teilen der Welt, die unter Verhältnissen materieller Entbehrungen zu kämpfen
haben, bei weitem übertreffen. Ohne Druck oder Bitten ausgesetzt zu sein, sollte ihnen geholfen werden, den
Grad ihrer Verantwortung zu erkennen, in beträchtlichem Umfang mit ihren Spenden den internationalen
Bedarf des Glaubens zu decken.
Zu dieser Zeit, da die Beanspruchung des Bahá'í-Fonds auf allen Ebenen seiner Tätigkeit die verfügbaren
Beträge bei weitem übersteigt, ist ein gutes Urteilsvermögen bei der Zuteilung der finanziellen Mittel des
Glaubens besonders gefragt. Zwei Extreme müssen vermieden werden: erstens dort, wo die Aufmerksamkeit
gänzlich auf den internationalen Bedarf gerichtet ist und die Entwicklung an der Heimatfront gelähmt wird.
Das andere Extrem entsteht, wenn örtlichen und nationalen Bedürfnissen, wie dem Ankauf teurer Ba-
há'í-Zentren, eine übermäßige Priorität eingeräumt und internationale Verantwortung außer acht gelassen
wird. Durch Ihre weise Führung der Bahá'í-Gemeinde und durch die fortwährende Entwicklung eines Welt-
bewußtseins in den Gläubigen kann das rechte Gleichgewicht gefunden und aufrecht erhalten werden.
Es ist sicherlich für jeden Beobachter von Weltereignissen offensichtlich, daß menschliche Angelegenhei-
ten zur Zeit unbeständig und Gegenstand plötzlicher, unvorhersehbarer Veränderungen sind. Die Freunde
haben die Möglichkeit sicherzustellen, daß ihre Mittel zum dauerhaften Besten des Glaubens eingesetzt wer-
den, durch ihre aufopferungsvollen und großzügigen Anstrengungen bei der Unterstützung seiner globalen
Aktivitäten zu dieser Zeit, da ihre finanziellen Umstände so günstig sind.

Die demütigen Gebete des Hauses der Gerechtigkeit werden in ihrem Namen an der Heiligen Schwelle
dargebracht.

Mit liebevollen Bahá'í-Grüßen
Für die Sekretariatsabteilung


Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Bahá'í-Weltzentrum
Sekretariatsabteilung

An alle Nationalen Geistigen Räte

25. Mai 1999

Liebe Bahá'í-Freunde, während der Vierjahresplan rasch seinem Abschluß entgegengeht, hat das Universale
Haus der Gerechtigkeit beschlossen, daß es erforderlich ist, Ihnen Informationen über die internationalen
Fonds des Glaubens zu übermitteln. Wir wurden beauftragt, folgendes mitzuteilen.

Als ein Ergebnis der aufopferungsvollen Spenden von Gläubigen überall her über ein Jahrzehnt hinweg
bewegt sich das gewaltige Bauprojekt auf dem Berg Karrnel mit beispielloser Geschwindigkeit auf seinen
Abschluß zu. Das Haus der Gerechtigkeit ist davon überzeugt, daß Bahá'í auf der ganzen Welt weiterhin den
in seinem Brief vom 20. Juni 1995 an Sie zum Ausdruck gebrachten Bedarf an Spenden von 10 Millionen
Dollar jährlich bis zum Ende des Jahrhunderts dekken werden.

Eine neue Herausforderung ist als Ergebnis des Fortschritts des Glaubens sowohl am Weltzentrum als
auch auf dem gesamten Planeten zum Vorschein gekommen. Es wird offensichtlich, daß die Höhe der Auf-
wendungen, die dem Internationalen Bahá'í-Fonds abverlangt werden, aufgrund einer Kombination nachfol-
gender Faktoren steil ansteigt. Die Gebäude und Terrassen auf dem Berg Karmel müssen auf einem Niveau
erhalten werden, das ihrem Charakter und der Würde des Glaubens entspricht. Auch müssen Maßnahmen
ergriffen werden, um in angemessener Weise mit der zu erwartenden stark ansteigenden Zahl von Menschen
umzugehen, die die Terrassen besuchen werden, und den Schutz vor Schäden zu gewährleisten. Das Ent-
stehen des administrativen Weltzentrums in all seinem Glanz auf dem Berg Gottes zieht zunehmende Auf-
merksamkeit auf den Glauben und schafft so neue Möglichkeiten zur Ausweitung des Einflusses der Sache.
Die Errungenschaften derjenigen, die den Vierjahresplan in allen Teilen des Planeten energisch und hin-
gebungsvoll durchführen und dabei neue Institutionen des Glaubens errichten und seine menschlichen Hilfs-
quellen ausweiten, haben das Tempo der administrativen Aktivitäten am Weltzentrum erhöht und erfordern
die Zuteilung weiterer Mittel um sicherzustellen, daß die Arbeit effizient und schnell ausgeführt wird. Die
Notwendigkeit, in den Regionen Haifa und 'Akká zur Sicherung der ruhigen Umgebung der Heiligen Stätten
Gelände zu erwerben, auf die in einem früheren Brief Bezug genommen wurde, bleibt dringlich, da sich der
Prozeß der städtischen Entwicklung in diesen Gebieten beschleunigt.

Das Haus der Gerechtigkeit lenkt ihre Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit der verstärkten Unterstüt-
zung der Bahá'í-Fonds auf internationaler Ebene, in der festen Überzeugung, daß der beeindruckende Nach-
weis an aufopferungsvollen Anstrengungen seitens der Gläubigen durch ihre Antwort auf die hier beschrie-
bene Situation aufrechterhalten wird. Die Aufstellung von Budgets auf nationaler und örtlicher Ebene sollte
im Lichte dieser Voraussetzungen durchgeführt werden. Vor allem sollte es keine Unterbrechung Ihrer an-
haltenden Bemühungen geben, den Freunden Ihres Gebiets dabei zu helfen, ein tieferes Verständnis für die
geistige Verpflichtung des Spendens für die Bahá'í-Fonds zu erwerben, die für alle, ungeachtet ihrer finan-
ziellen Verhältnisse, bindend ist. Besonders diejenigen Gläubigen, die mit materiellen Mitteln gesegnet wur-
den, die die wesentlichen Lebensbedürfnisse übersteigen, sollten tief über die Verantwortung nachdenken,
die zu dieser Zeit, da die Erfordernisse der Sache so dringlich sind, auf ihnen liegt.

Die Gebete des Universalen Hauses der Gerechtigkeit für die Bestätigung ihrer Bemühungen, den Fort-
schritt des Glaubens zu unterstützen, werden an den Heiligen Schreinen dargebracht.

Mit liebevollen Bahá'í-Grüßen
Für die Sekretariatsabteilung


Vertiefung: Aufruf des Universalen Hauses betreffs Mittel für den Fonds aus BN Aug. 1999


Hamburg, den 10.06.2003 Datei: D:\Winword2\UHG\uhg990525-Fonds.doc Seite: 1 von 2

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