Read: 2001 Jan 14, Konferenz Einweihung ITC


DAS UNIVERSALE HAUS DER GERECHTIGKEIT

14.Januar 2001



An die Konferenz
anlasslich der Einweihung
des Internationalen Lehrzentrums



Innig geliebte Freunde,

1) wenn wir uber die Bedeutung des Einzuges des Internationalen Lehrzentrums in seinen standigen Sitz auf dem Berge des Herrn nachsinnen, sind wir von einem Gefuhl des Triumphes erfullt. Dieser Anlaß kennzeichnet den Beginn dessen, was zukunftige Generationen als strahlendes Kapitel in den Annalen unseres Glaubens betrachten werden.

2) Was fur eine Freude, daß die Hande der Sache Gottes, 'Ali-Akbar Furutan und 'Ali-Muhammad Varqa, an diesem Ereignis teilnehmen konnen. Wir anerkennen die große Dankesschuld, die wir gegenuber ihnen und den bereits Hingeschiedenen ihres hohen Ranges haben, fur so vieles, das wir feiern konnen.

3) Und wie erfreulich ist es, daß die Kontinentalen Berater und ihre Hilfskrafte von funf Kontinenten anwesend sind und Zeugnis ablegen fur einen solch vielversprechenden Beginn! Die Anwesenheit der Hilfsamtsmitglieder ist ein so außergewohnlicher Glanzpunkt, daß wir uns veranlaßt fuhlen, uns besonders an sie zu wenden. In der Tat waren in der Vergangenheit noch bei keiner Gelegenheit die wichtigen Mitarbeiter der Institution des Berateramtes im Heiligen Land versammelt.

4) Mit freudigem Herzen heißen wir jedes einzelne Hilfsamtsmitglied besonders und liebevoll willkommen. Wir begrußen freudig die Gelegenheit, die Offiziere einer Institution zu bewillkommnen und ihnen zu danken, einer Institution, deren entscheidende Bedeutung und deren lebenswichtige Rolle beim Fortschritt der Sache Gottes sich bei zunehmender Entfaltung des Gottlichen Planes erweisen. Sollten wir in einem solchen Augenblick nicht vor allem die Erinnerung an ihn wachrufen, in dessen gottlich inspirierter Vorstellung das Konzept des Hilfsamtes Gestalt annahm? Bis zu seinem Hinscheiden 1957 hatte Shoghi Effendi dazu aufgefordert, 72 dieser Offiziere zu ernennen, gleichmaßig zwischen den beiden Amtern und auf jedem der funf Kontinente verteilt; mit der Entwicklung der Institution, die seither stattgefunden hat, ist die Anzahl auf fast tausend angestiegen.

5) Mit der Stellung des Internationalen Lehrzentrums im Herzen einer verzweigten, weltweiten Institution, konnen wir ohne weiteres die Fruchte des Systems erkennen, das in der Zukunft die unterschiedlichen Funktionen der Verbreitung und des Schutzes - ursprunglich den Handen der Sache ubertragen - noch ausweiten wird, ein System, das seine Triebkraft aus der Fuhrung und dem Beispiel jener herleitet, die Shoghi Effendi ernannt hat, und die nicht zu ersetzen sind. Diese Leistung ist an sich schon ein packendes Zeichen dafur, wie gut die Sache vorangeht.

6) In Ihnen, den Hilfsamtsmitgliedern, die hier versammelt sind, spiegelt sich die ganze Menschheit wider. Sie ubermitteln Gruße von weit entfernten Regionen und kulturellen Hintergrunden. Dadurch sind Sie reprasentativ fur einen Querschnitt der menschlichen Familie. Ihr Kommen bestatigt ein weiteres Mal das Vorhandensein einer dynamischen weltweiten Gemeinde und laßt die Moglichkeit fur den Fortschritt des Beitritts in Scharen erkennen, der weit uber das bisher Verzeichnete hinausgeht. Im Hinblick auf das Letztgenannte kann der Wert Ihrer Dienste in unmittelbarer Zukunft nicht hoch genug eingeschatzt werden.

7) Die schreiende Notwendigkeit der gottlich verordneten Arznei fur die Welt zeigt sich klar in den Krankheiten, die die Gesellschaft auf allen Ebenen und in allen Teilen des Planeten heimsuchen. Wir mussen uns schnell um diese Not kummern. Ob dies zu vollbringen ist, hangt zum großen Teil von der umwalzenden Vision, dem schopferischen Schwung und dem systematischen Bemuhen der Hilfsamtsmitglieder und ihrer Assistenten ab, die Einzelne, Institutionen und Gemeinden veranlassen und ermutigen, mit Schnelligkeit, Bestandigkeit und Begeisterung zu handeln. Ihre Arbeit an den Graswurzeln, an der unmittelbaren Quelle individueller und gemeinsamer Aktivitat, macht die Erfullung dieser druckenden Notwendigkeit erreichbar.

8) In Erwagung des großartigen Zieles, das uns heute zusammengefuhrt hat, finden wir keine Worte, unsere Verwunderung uber die Beweise von Baha'u'llahs Werk angemessen zu beschreiben. Wir sind dem Augenblick zu nahe, um das Ausmaß dessen zu begreifen, was so staunenswert erreicht wurde. Wenn man jedoch die Umstande bedenkt, die die zukunftsweisenden Ereignisse der Vergangenheit begleiteten, wird in uns allen ein Gefuhl der Dankbarkeit fur ihre wundervollen Konsequenzen fur unsere Zeit wach. Die Offenbarung des Karmel Tablets, die Beisetzung der sterblichen Uberreste des zum Martyrer gewordenen Vorlaufers Baha'u'llahs in dem Grabmal, das vom geliebten Meister errichtet wurde, der Entwurf des Bogens auf dem Berg Gottes von unserem lieben Huter - die Betrachtung solch historischer Meilensteine erhellt unser Verstandnis und ruft Dankbarkeit in uns wach.

9) Die Reise, die Sie in diese heiligen Bezirke gefuhrt hat, fuhrt Sie auch zu geistigen Abenteuern, die in kommenden Zeiten als dem Fortschritt der Sache neue Schwungkraft verleihende gefeiert werden. Dies ist die Hoffnung und die Erwartung, die wir hegen. Denn wenn Sie den besonderen Geist der Heiligen Schreine in sich aufnehmen und sich die Fuhrung zu eigen machen, die den Beratungen, an denen Sie teilnehmen, entstromt, werden Sie sich mit neuer Zuversicht und neuer Kraft ausgestattet finden. Wie konnen Ihre Bemuhungen mit einer so reichen Ausstattung fehl gehen? Ganz bestimmt werden Sie mit neuer Inbrunst und neuer hingebungsvoller Anstrengung an die zwingenden, veredelnden Aufgaben herangehen, deren Erfullung Sie zu diesem entscheidenden Zeitpunkt in der Entwicklung unseres glorreichen Glaubens zugestimmt haben.

10) Unsere Gebete vereinen sich mit den Ihren, die Gesegnete Schonheit moge Sie in Seinem Dienst reich bestatigen.


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