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26. Januar 1976 - Pioniere an der Heimatfront
An die Anhänger Bahá'u'lláhs in Deutschland

Liebe Bahá’í-Freunde,

Wir haben mit größtem Interesse den Fortschritt des Fünfjahresplanes in Deutschland verfolgt und sind äußerst ermutigt von dem Geist der Begeisterung und der Ergebenheit, den Sie zeigen, vom Umfang der Aktivitäten, die Sie regelmäßig unternehmen, und von der einfallsreichen Planung Ihres Nationalen Geistigen Rates und seiner Ausschüsse. Die Fortschritte, die die Sache in Deutschland innerhalb der letzten Jahre gemacht hat, sind ein offenkundiger Beweis dafür, daß die deutsche Bahá'í-Gemeinde in ein neues Stadium eingetreten ist, das eine noch nie dagewesene Ausbreitung des Glaubens und einen Zuwachs an Fähigkeiten und Erfahrungen verspricht, die es ihr ermöglichen werden, mit stetig wachsendem Erfolg die Dienste fortzuführen, die sie weit über die Grenzen ihres Heimatlandes hinaus zu vollbringen bestimmt ist.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es die große Herausforderung, der sich die Anhänger Bahá'u'lláhs im Herzen Europas gegenübersehen, die klar bestimmten Ziele zur Bildung von örtlichen Geistigen Räten zu erfüllen, die Ihr Nationaler Geistiger Rat für Ridván 133 gesetzt hat. Die kraftvollen Lehrpläne, die für die Zielstädte erstellt worden sind, werden entscheidend dazu beitragen, daß dieses Ziel erreicht wird; aber sie bedürfen dringend der Verstärkung durch eine beispiellose Flut von Pionieren an der Heimatfront. In Deutschland gibt es ein großes Potential an persischen Freunden, die ohnehin schon fern von ihrer Heimat leben. Diese sollten mit sich selbst zu Rate gehen und den Entschluß fassen, sich zu erheben und, wo immer es geht, in die Zielstädte ihrer neuen nationalen Gemeinde zu ziehen. Damit werden zwei wichtige Zwecke erreicht. Erstens wird das Licht der Sache in vielen weiteren Orten verstärkt, und in vielen neuen Städten kann die göttliche Institution des örtlichen Geistigen Rates ins Leben gerufen werden; zweitens werden sich die Zusammenballungen persischer Freunde an ein und demselben Ort auflösen, wo sie durch ihre Überzahl gegenüber den einheimischen Gläubigen in der Öffentlichkeit den völlig abwegigen Eindruck erwecken können, der Bahá'í-Glaube sei eine ausländische Religion, die sich zwar für Perser hervorragend eigne, aber für Europäer nicht gemacht sei.

Diese Botschaft richtet sich jedoch nicht allein an die persischen Gläubigen; denn nichts kann den selbstlosen, aufopferungsvollen Aufbruch der deutschen Freunde selbst ersetzen, die in neue Gebiete ihres eigenen Vaterlandes ziehen, um den wartenden Massen ihrer begabten, fleißigen Landsleute die göttliche Botschaft zu bringen, welche allein ihre Schwierigkeiten lösen und ihnen Rettung bringen kann vor der Flut des Materialismus, die sie zu verschlingen droht.

Unser inbrünstiges Gebet und unsere brennende Hoffnung ist es, daß wir sehen, wie die deutschen Bahá'í Hand in Hand mit den Freunden aus Persien, den Vereinigten Staaten und anderen Ländern, die gemeinsam mit ihnen die deutsche Bahá'í-Gemeinde bilden, in einer Woge des Pionierens und Lehrens voranstürmen, die Ziele des Fünfjahresplanes schnell erfüllen, den administrativen Rahmen ihrer Gemeinde ganz wesentlich stärken und von dieser Woge mit unverminderter Kraft zu Siegen emporgetragen werden, deren Herrlichkeit ihre kühnsten Träume übertrifft.


Gez. Das Universale Haus der Gerechtigkeit

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