Read: 1988 Mai 09, 29 Bezugnahmen


Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Weltzentrum
Sekretariatsabteilung

9. Mai 1988

An den Nationalen Geistigen Rat
der Bahá’í von Deutschland

Liebe Bahá'í-Freunde,

für die für den Versand zuständige Abteilung überrascht, aus Ihrem Brief vom 19. April 1988 zu erfahren, daß Sie das Material, welches sich auf "Das Schicksal der deutschen Bahá'í-Gemeinde" bezieht, und das Ihnen mit separater Post am 15. Februar zugesandt wurde, nicht erhalten haben.
Ein Exemplar der autorisierten Übersetzungi von 29 Bezugnahmen auf die Bestimmung Deutschlands, gefunden in den unveröffentlichten Sendschreiben Ábdu'l-Bahás, liegt hier bei.


Mit herzlichen Bahá’í-Grüßen
Sekretariatsabteilung

Anlagen (7)


1) O ihr himmlischen Freunde!
Ich habe euren Brief, der das Datum des Jahrestages der Erklärung des Erhabenen (des Báb), möge mein Leben ein Opfer für Ihn sein, trägt, sorgfältig gelesen. Ihr hattet eure Zungen im Dankesgebet für die Offenbarung göttlicher Segnungen und die mannigfaltigen Gnadengaben Gottes gelöst, und hattet euch im Geiste höchster Verbundenheit vereinigt, während eure Stimmen sich zu Seinem Lobpreis und Seiner Verherrlichung erhoben. Solch ein Ausdruck von Dankbarkeit wird ohne Zweifel die Gaben des unvergleichlichen Herrn vermehren.
In eurem Brief habt ihr gesagt: Wir hegen die Hoffnung, daß wir diese Gunst würdigen können. Diese Äußerung ziemt sich, und das Zeichen ihrer Verwirklichung wird sein, daß ihr euch erhebt, die Ermahnungen des Herrn des Königreiches zu beherzigen, und daß ihr euch jeden Tag darum bemüht, dafür zu sorgen, daß Bahá'í-Versammlungen in Deutschland dem Körper der Menschheit als Lebenshauch dienen. Dies ist wahre Danksagung für Seine göttliche Führung, dies ist wahrer Lobpreis und Verherrlichung des Namens des einzigartigen Herrn. Ich würde gerne hoffen, daß euch, wie ihr selbst gesagt habt, gnädig geholfen werde, selbstaufopfernd zu sein, um Gottes Willen völlig selbstauslöschend zu werden, euer Selbst zu vergessen, eure Bemühungen dem Dienst an der Heiligen Schwelle zu widmen, die süßen Düfte des Allherrlichen überall zu verbreiten und den Geist vollkommener Einheit, Harmonie und Verbundenheit offenkundig zu machen. Ich flehe den Allmächtigen an, daß euch gnädig geholfen werde, diese Tugenden und himmlischen Gaben zu erwerben. Wenn ihr diese Eigenschaften erlangt, werden Seine himmlischen Bestätigungen und barmherzigen Blicke sicherlich auf euch gelenkt werden.

2) Ich erflehe für euch göttliche Bestätigung und unvergängliche Herrlichkeit, damit ihr durch Seine Gnade so gestärkt werdet, daß ihr völlig losgelöst und frei von allem werdet, was der Welt der Schöpfung zugehört, so daß eure irdischen Sorgen und Verhaftungen in Wohlbehagen und Ruhe verwandelt werden mögen. Ich werde diese Stadt niemals vergessen, da göttliche Düfte von ihren Bewohnern geatmet werden. Anders als die Bewohner gewisser Städte, sind die Bewohner dieses Ortes nicht im Meere des Materialismus versunken. Sie sind ausgestattet mit Beständigkeit und geistigem Wahrnehmungsvermögen. Es gibt jedoch einige Städte, deren Bewohner so tief in die Welt der Schöpfung versunken sind, daß sie geistiger Wahrnehmungsfähigkeit völlig beraubt sind. Sie befassen sich mit Essen, Ruhen, Tanzen und Vergnügungen. Sie sind sich des himmlischen Königreiches gänzlich unbewußt. Aber Stuttgart ist nicht solch eine Stadt. Daher hoffe ich aufrichtig, daß sie erleuchtet werden möge.

3) O Du strahlende Seele!
Ich werde niemals den Tag vergessen, den ich in Stuttgart in Deiner Gesellschaft verbrachte, denn die ganze Zeit war der Verbreitung des belebenden Odems des Heiligen Geistes gewidmet. Jene wundervollen Versammlungen waren von dem wogenden Geist göttlicher Bestätigungen erfüllt, die aus der Gegenwart Bahá'u'lláhs strömten. Das Licht des Königreiches strahlte aus dem Reiche der Herrlichkeit hervor, Sein unsichtbarer Beistand wurde unaufhörlich gewährt, die Herzen waren mit Freude erfüllt, die Seelen frohlockten durch die Offenbarung der himmlischen frohen Botschaften, und jeder der geliebten Freunde strahlte wie eine Kerze. Darum sollten diese Tage niemals vergessen werden. Nun hoffe ich inbrünstig, daß das Feuer der Liebe Gottes nach meiner Abreise stärker denn je entflammt werde und daß ihr bei jeder Versammlung eine himmlische Melodie anstimmt. Ich bin sehr zufrieden mit den Geliebten Gottes in Stuttgart und ihnen zutiefst dankbar. Sie sind in der Tat gesegnete Seelen. Ich werde sie niemals vergessen. Mich ihrer zu erinnern, ist mir immer eine Quelle der Freude. Übermittle in meinem Namen an alle Freunde dort wärmste Abhá-Grüße.

4) O ihr geliebten Freunde Ábdu'l-Bahás!
Ihr habt euch selbst die Aufgabe auferlegt, das Bahá'í-Magazin "Sonne der Wahrheit" herauszubringen. Ihr habt in der Tat einen ausgezeichneten Titel dafür gewählt. Ich flehe Gott an, zu gewähren, daß der Gegenstand die Richtigkeit seines Titels bestätige, daß das Licht der Wahrheit mit solcher Intensität davon ausstrahlt, daß es das ganze Land erleuchte. Möge es den Grund für die Einheit der Menschheit legen. Möge es die Ideen des einen Heimatlandes, der einen Nation und der grundsätzlichen Einheit aller Religionen fördern. Möge es die Wurzel von Meinungsverschiedenheiten und Kampf verbannen, eine Grundlage für Frieden und Aussöhnung schaffen, den Geist der Verbundenheit unter den Menschenkindern nähren und mithelfen, alle Völker und Nationen unter dem Tabernakel der Harmonie und Wahrhaftigkeit zu versammeln. Möge es ein Zeichen wahrer Führung und ein Mittel zur Anziehung der Segnungen der himmlischen Heerscharen werden. Möge es den göttlichen Geist in die Seelen der Menschen hauchen und das Licht der Einheit der Menschheit strahlend leuchten lassen. Möge es dazu dienen, alle Menschen von der Welt des Stoffes und der Verderbtheit zu befreien, und den menschlichen Tempel mit dem Gewand des Königreiches zu bekleiden. Das ist die Sehnsucht Ábdu'l-Bahás. Das sind die Dinge, die das Herz Ábdu'l-Bahás erfreuen würden.
Und auf euch ruhe die Herrlichkeit des Allherrlichsten.

5) O Schar des Lichtes!
Herr und Frau Bosch sind nun im Heiligen Land angekommen. Während sie zum Lobe der Geliebten Gottes in Heilbronn sprachen, sagten Sie: Diese geistigen Seelen sind mit göttlichen Vollkommenheiten ausgestattet. Während sie der Welt und allem, was darinnen ist, entsagt haben, sind sie in das himmlische Königreich eingetreten. Durch die Ausgießungen der Gnade Bahá'u'lláhs sind sie wie Blumen auf der Wiese der Wahrheit erblüht, geschmückt mit geistigen Vollkommenheiten. Diese frohe Botschaft hat den Herzen der Freunde im Heiligen Land unermeßliche Freude gebracht, da Heilbronn, gelobt sei Gott, die Stadt der Bewohner des Königreiches und der Wohnsitz der himmlischen Engel wurde. In der Tat sind himmlische Seelen wie die Engel des Paradieses und wie duftende Rosenknospen, die in diesem Garten aufbrechen. Es ist meine aufrichtige Hoffnung, daß ihr durch die mannigfaltigen Gunstbezeigungen Bahá'u'lláhs Tag für Tag duftender und blühender werdet.

6) Die Bahá'i-Freunde in Stuttgart sind wahrhaft geistig und strahlend, sie sind äußerst ergeben und aufrichtig. Ich bin sehr zufrieden mit ihnen. Sie werden zweifellos von den Bestätigungen des Abhá-Königreiches überschattet und das strahlende Licht der Sonne der Wahrheit wird seinen Glanz über diese Gegend verströmen. Daher obliegt es euch, die größtmögliche Zuneigung und Güte füreinander an den Tag zu legen, einander mit Herz und Seele zu lieben, euch auf das Äußerste zu bemühen, einander zu Hilfe zu kommen und standhaft festzuhalten am Bund Gottes und Seinem Testament, da der Geist der dieses Zeitalter belebt, die Kraft des Bundes und Testamentes Gottes ist. Er ist wie eine pulsierende Arterie im Körper der Welt. Ihr solltet dieses wichtige Thema auf jeder eurer Zusammenkünfte und Versammlungen erwähnen und ihr solltet jeden ermahnen, fest und standhaft im Bund zu bleiben. Wisset, daß falls jemand das geringste Zeichen des Zaudern im Bund bekunden sollte, sein Niedergang drohte, selbst wenn man ihn zu den hervorragendsten Personen zählte, denn schließlich werden die schädlichen Folgen des Bundesbruches augenscheinlich werden. Daher müßt ihr bezüglich dieser Angelegenheit äußerste Sorgfalt walten lassen. Ich werde immer inbrünstig zum Abhá-Königreich beten, und erflehe göttlichen Beistand und göttliche Segnungen für die geliebten Freunde in Stuttgart.

7) O ihr hervorragenden Söhne und geliebten Töchter Ábdu'l-Bahás!
Wann immer ich mir die wundervolle Zeit ins Gedächtnis rufe, während der ich nahe Gemeinschaft und Verbindung mit euch hatte, schwingt mein Herz vor Freude. Welch gesegnete Tage waren das, und was für herrliche Nächte. Ich werde sie niemals vergessen. Jeden Morgen, wenn ich mich von meinem Bett erhebe, wenden sich meine Gedanken euch zu, und jeden Abend, wenn ich mein Antlitz in inbrünstigem Gebet und demütiger Bitte dem Abhá-Königreich zuwende, stimme ich eine neue Melodie an, und erflehe für euch göttlichen Beistand und göttliche Bestätigung. Ich würde gerne hoffen, daß die Standarten Seiner Zeichen in Stuttgart aufgerichtet werden, daß die Flamme der Liebe Gottes so heftig lodere, daß die ganze Gegend aufgewühlt werde und daß jede einzelne dieser gesegneten Seelen einer funkelnden Sonne gleich werde, welche das Licht göttlicher Führung über alle Gebiete verströmt.

8) O ihr Bewohner des Königreiches!
Wie viele gibt es, die ihr Leben frommer Anbetung und Asketentum widmen, wobei sie ein heftiges Verlangen nach Einlaß ins Königreich hegen. Und doch scheiterten sie alle. Ihr aber habt dieses Ziel erreicht und seid ohne Mühen und Härten in das Königreich eingetreten, so wie in den Tagen Christi den Pharisär und Priestern der Zugang zum Königreich verweigert wurde, während Petrus, Johannes und Andreas dahin gelangten, obwohl sie weder fanatische Anbeter noch Asketen waren. Erweist daher Gott Dankbarkeit, der euch mit dem Diadem ewiger Herrlichkeit krönte und euch diese unendlichen Gunstbezeigungen gewährte. Es ist höchste Zeit, daß ihr eure Herzen in Anerkennung dieser mannigfachen Gnadengaben fest auf Ihn setzt, euch näher zu Seinem Hofe hinbewegt und so bezaubert und entflammt werdet, daß die Musik der Hymnen, die ihr zum Lobe des Ersehnten singt, zu den himmlischen Heerscharen aufsteigen mögen, daß jeder von euch wie eine Nachtigall Melodien zur Verherrlichung des Herrn der Heerscharen trällere und befähigt werde, die Erziehung der ganzen Menschheit zu fördern.

9) Es gibt klare Zeichen, die darauf hindeuten, daß das strahlende Licht der Sonne der Wahrheit nicht nur im Bereich von Stuttgart, sondern in ganz Deutschland mit äußerster Intensität hervorleuchten wird, daß der belebende Odem des Heiligen Geistes dort großen Einfluß ausüben und die durchdringende Gnade der Worte Gottes weit verbreitet werden wird. Laßt mich euch diese frohe Botschaft bringen: Ihr werdet erhabene Höhen im Königreich Gottes erreichen, und die Tore des Königreiches sind weit geöffnet für die Menschen in Deutschland. Laßt uns schauen, wer die anderen überstrahlen wird. Es ist meine aufrichtige Hoffnung, daß alle, die in Deutschland berufen sind, zu den Auserwählten gehören mögen. Darum solltet ihr niemals ausruhen, sondern euch Tag und Nacht bemühen, die Menschen zu führen, den Blinden Sehvermögen zu geben, die Toten zu beleben und ewiges Leben zu spenden.

10) Gelobt sei Gott, daß die Ausgießungen der Gnade aus dem Abhá-Königreich die Umgebung von Stuttgart wie Frühlingsregen erfrischt und belebt und ihr Schönheit und Frische verliehen haben. Einige der Freunde dort sind so ergeben, daß sie bereits Einlaß ins Königreich gefunden haben, an den Ausgießungen Seiner unvergänglichen Freigebigkeit teilhaben und nun Tag für Tag hervorragende Fortschritte machen.
O Ihr Geliebten Gottes! In dieser vergänglichen Welt soll nichts von Dauer sein. Alle Menschen bieten für kurze Zeit ein gewisses Maß an Anstrengungen auf, doch ohne Ergebnis. Schließlich nehmen sie ihren Wohnsitz in der Stadt der Stille, unter Schichten von Staub, regungslos, wertlos, fruchtlos und nutzlos, und haben ihr Leben völlig verschwendet. Die Kinder des Königreiches sind jedoch damit beschäftigt, die Saat im Felde der Wahrheit zu säen, auf daß sie reiche Ernte einbringen, immerwährende Gunst und Segnungen erlangen, am ewigen Leben teilhaben, unvergänglichen Nutzen ernten mögen und strahlend wie die Sterne vom Horizonte des Königreiches her scheinen.

11) O ihr Söhne und Töchter des Königreiches!
Oh, wie glücklich waren die Tage meines Aufenthaltes in Stuttgart, und wie strahlend waren die Zusammenkünfte mit den Freunden. Himmlische Bestätigungen waren offenbar, der Odem des Heiligen Geistes wogte hervor und die Stimme aus dem Abhá-Königreich erscholl hinauf in den Himmel. Wann immer ich mich dieser herrlichen Augenblicke erinnere, hüpfen mein Herz und meine Seele vor Freude. Gesegnet ist der Herr der Heerscharen, Der den Ruf zum Königreich in diesem Land erhoben hat, Der die Herzen vor Freude schwingen ließ, Der die Seelen erfreute und die Sinne durch die Offenbarung der göttlichen frohen Botschaften erquickte. Ich hoffe aufrichtig, daß die Bestätigungen Bahá'u'lláhs eine nach der anderen aufscheinen mögen, daß in jedem Augenblick ein neues Zeichen des göttlichen Geistes erscheine, damit die Botschaft vom Königreich Gottes ohne Verzögerung verbreitet werde und die frohen Botschaften vom Kommen Bahá'u'lláhs die Völker überall erneuern mögen.
Jene Tage, die ich in eurer Gesellschaft verbrachte, waren in der Tat herrlich und voller Geist. Die Speise, die vom Himmel herabkommt, war bereitet, die Ausgießungen Seiner immerwährenden Gnade waren offenkundig, die Emanationen des Geistes waren unendlich. Die Augen waren getröstet und die Ohren tief bewegt vom Widerhall der Melodien der Reiche der Höhe. Ich flehe den Allmächtigen an, daß diese himmlische Gnade ununterbrochen gewährt werde und daß die Wirklichkeit der Lehren Bahá'u'lláhs Gestalt annehme, damit ihr durchdringender Einfluß die Herzen anziehe und die Seelen durch den Odem des Heiligen Geistes belebt werden mögen.

12) O ihr Söhne und Töchter des Königreiches!
Euer Brief vom 30. September dieses Jahres ist angekommen und aus seinem Inhalt wurde klar und augenscheinlich, daß das Feuer der Liebe Gottes in dieser Gegend eine Flamme hervorbrechen ließ, eine Flamme, welche die ganze Welt erleuchten und den Osten und den Westen in ein Feld für die Ritter des Königreiches verwandeln kann.
Bedenke, wie alle Völker der Welt auf dem Lager der Nachlässigkeit schlummern, aber, gelobt sei Gott, ihr seid erwacht. Alle Menschen blieben in Achtlosigkeit versunken, aber ihr habt schnell begriffen. Sie sind der Segnungen der Königreiches beraubt, aber ihr gehört zu den Begünstigten. Weder die Krähe, noch der Rabe können an den Freuden des strahlenden Rosengartens teilhaben; der Liebreiz und die Vollkommenheit der Rose sind wie Nahrung für die mit einer melodischen Stimme begabte leidenschaftliche Nachtigall. Die Sphäre des Königreiches ist wie die Quelle des Lebens und ihr seid wie die Fische, sehr durstig und ruhelos.
Erweist Gott Dankbarkeit, weil ihr am Tage des Kommens des Königreiches so nahe zu Seinem Hofe hingezogen und so sehr an der Schwelle des liebenden Herrn begünstigt wurdet. Daher steht es euch an, euch mit Herz und Seele zu bemühen, auf daß die Menschenwelt strahlend scheine, die Grundlage von Haß und Feindschaft von der Erde ausgelöscht werde und die ganze Menschheit in Einheit und Harmonie lebe, in äußerster Liebe und Verbundenheit.

13) O ihr wahren Freunde Gottes!
Obwohl meine Korrespondenz mit dir einen Rückschlag erlitten hat, sind doch meine Gedanken stets bei dir und ich bete dafür, daß die Bestätigungen des Königreiches und der Hauch des Heiligen Geistes euch gewährt werden mögen, denn die Ausgießungen der göttlichen Gnade sind unendlich, sie haben weder einen Anfang, noch haben sie ein Ende. Die Tore des Königreiches sind weit geöffnet und das innere Ohr ist beständig eingestimmt auf die Stimme des Herrn der Heerscharen.
Freudige Neuigkeiten erhalten wir nun von den Freunden in Deutschland, die zeigen, daß die Freunde durch die Gnade Gottes äußerst fest und standhaft, und ihre Herzen zum Königreich Gottes hingezogen sind. Es ist meine glühende Hoffnung, daß die Kraft des Heiligen Geistes dieses Land in ein Paradies verwandeln möge, und daß die glänzenden Strahlen der Sonne der Wahrheit dieses Gebiet erleuchten mögen, damit es in jeder Hinsicht geistiger Entwicklung voranschreite, damit das Licht göttlicher Führung hervorleuchte, die belebenden Düfte des Rosengartens der Liebe Gottes darüber hinwehen und die Wolken Seiner gnädigen Gunst herabregnen mögen, um so diesen Gebieten Frische und Schönheit zu spenden.
Übermittle jedem der Freunde den Ausdruck meiner leidenschaftlichen Ungeduld.

14) Gelobt sei Gott, ihr seid alle wie leuchtende Kerzen und wie die Bäume des Abhá-Königreiches. Ábdu'l-Bahá hegt eine zärtliche Zuneigung für die Geliebten Gottes in Stuttgart. Der Wohlgeruch dieser Blumen steigt ihm in die Nase, und sein Herz ist durch den Liebreiz und die Schönheit dieser gesegneten Seelen voller Freude. Es besteht kein Zweifel, daß die Lehren Bahá'u'lláhs sich in diesen Gegenden überall verbreiten, und diese Seelen, die wie leuchtende Kerzen strahlend scheinen, Erleuchtung über die umliegenden Gebiete verströmen werden. Darum laßt mich diese Freudenbotschaft verkünden: Der Glanz Gottes liebender Güte ist auf euch gerichtet, und die Pracht der Sonne der Wahrheit schmückt eure Herzen.

15) Kurz, Deutschland wird strahlend scheinen, insofern seine Bewohner religiös gesinnt sind. Sie dienen nicht der Welt des Seins, denn Seelen, die in die stoffliche Welt versunken sind, gleichen vermodernden Körpern und bleiben vom belebenden Hauch des Geistes unberührt.
Gelobt sei Gott, daß ihr befähigt wurdet, hervorragende Dienste zu leisten und das Licht der Führung vor dem Angesicht aller Menschen zu offenbaren. Ich hoffe leidenschaftlich, daß eure Bemühungen bedeutsame Ergebnisse hervorbringen werden. Die deutschen Freunde sind in der Tat hell entflammt vom Feuer der Liebe und fest und standhaft in der Sache Gottes. Daher wird ihr Einfluß stark zunehmen.

16) Preis sei Gott, der erneuernde Hauch des Lebens weht über diese Stadt, das strahlende Licht der Sonne der Wahrheit scheint hervor und himmlische Wolken regnen hernieder, und lassen Rosen und Hyazinthen wie euch wachsen.
Ganz gewiß wird diese Stadt wie das Abhá-Paradies werden und der Baum des Lebens wird dort erblühen und seinen Schatten über all diese Gegenden werfen. Ich bin völlig sicher, daß diese Stadt als Ergebnis eurer Ergebenheit und Liebe, eurer Beständigkeit und Standhaftigkeit schließlich erleuchtet werden wird, und die Leuchten göttlicher Führung darin mit äußerster Stärke scheinen werden.

17) Du hast geschrieben, daß der Bahá'í-Rat in Esslingen sich ständig entwickelt. Diese freudigen Nachrichten haben meinem Herzen unendliche Freude gebracht. Ich hoffe leidenschaftlich, daß Esslingen zu einem führenden Zentrum von Bahá'í-Unternehmungen wird, daß die Sache Gottes dort Tag für Tag voranschreitet und daß die Seelen durch den Hauch des Heiligen Geistes belebt werden, daß die Lehren Bahá'u'lláhs überall verbreitet werden, das Licht der Einheit der Menschheit hervorscheine, die strahlende Pracht des Königreiches ihren Strahlenglanz verströme und höchste Freude und Glückseligkeit euch alle umgebe.

18) O ihr Geliebten Gottes und Dienerinnen des Barmherzigen!
Euren Brief haben wir erhalten. Jedes Wort, und jeder zum Ausdruck gebrachte Gedanke zeigte eure geistige Empfänglichkeit. Preis sei Gott, daß himmlische Segnungen über diesem Land herabgeregnet sind, daß das Banner göttlicher Wahrheit entfaltet ist, die Wolken leerer Einbildung verschwinden und das aufdämmernde Licht des himmlischen Morgens nun über dem Horizont Seiner Offenbarung anbricht. Mein Antlitz dem wahren Himmel zuwendend beschwöre ich den Herrn der Heerscharen und flehe Ihn inbrünstig und unter Tränen an zu gewähren, daß die fleckenlosen Seelen dieser Geliebten immer vom Strahlenglanz der Sonne der Wahrheit erleuchtet werden mögen, daß Sein wohlriechender Hauch den Freunden Gottes in die Nase steigen möge und daß die Herzen Tag für Tag strahlender und die Seelen mehr entzückt werden.

19) O ihr Kinder des Königreiches Gottes!
In Deutschland gibt es eine große geistige Aufnahmefähigkeit. Viele Seelen zeigen eine besondere Veranlagung, die Ausgießungen der himmlischen Gnade zu empfangen. Sie haben das Fassungsvermögen, um zu Empfängern der göttlichen Lehren zu werden. Daher werden Einige vom Prinzip der Einheit der Menschheit angezogen und behandeln alle Völker und Verwandten auf Erden im Geiste der Eintracht und Verbundenheit. Ich hege die Hoffnung, daß sie sich völlig von religiösen, rassischen, nationalen, wirtschaftlichen und politischen Vorurteilen loslösen, so daß sie die Menschenwelt als eine Familie betrachten, weil sie mit scharfsichtigen Augen und aufmerksamen Ohren begabt sind. Daher bewahrt Ábdu'l-Bahá zu diesen Seelen endlose Liebe. Obwohl dieses Land gegenwärtig in Verzagtheit und Lethargie versunken ist, würde ich gerne hoffen, daß der belebende Hauch Seiner liebenden Güte wehen, und allen Seelen neues Leben verleihen möge. Kurz, es obliegt euch, euch auf das Äußerste anzustrengen, allen Völkern der Erde, sowie den Anhängern aller Religionen größtmögliche Liebe und Verbundenheit zu erweisen.

20) Preis sei Gott, ihr habt euch mit Hingabe und Liebe geschmückt und seid dem Dienst an der Sache des Königreiches verpflichtet. Himmlische Segnungen werden gewiß auf euch herabkommen und das Königreich Gottes wird sicherlich in der Fülle seiner Herrlichkeit in diesem Land errichtet werden. Setzt euer ganzes Vertrauen in göttliche Bestätigungen. Ich hege die Hoffnung, daß das Tabernakel der Einheit der Menschheit in diesem Land aufgerichtet wird. Ich liebe euch alle mit der ganzen Zuneigung meines Herzens und meiner Seele und erflehe wahre Glückseligkeit und Wohlstand für jeden von euch.

21) Das Land Deutschland ist wie ein Lampenschirm und die Geliebten Gottes dort sind wie ihr glänzendes Licht. Dieses Land wird darum zweifellos erleuchtet werden.

22) Ich hege die größte Zuneigung für die Geliebten Gottes in Deutschland und erflehe leidenschaftlich göttliche Bestätigungen und Segnungen für sie. Der in diesem Land verkündete Ruf des Königreiches wird in Zukunft sicherlich gewaltige Ergebnisse zeitigen.

23) Dein Brief ist angekommen und ich habe inbrünstig darum gefleht, daß diese gesegnete Gemeinde in Deutschland Tag für Tag wachsen und gedeihen möge und daß durch eure Bemühungen Deutschland wiedergeboren werde und die Ausgießungen der Gnade aus den Reichen der Höhe empfangen möge, damit das ganze Land in den vor uns liegenden Jahren Ruhe und Frieden erlange, da künftige Ereignisse in Europa angefüllt sind mit Drangsalen. Vielleicht werden die Freunde dort die Lage verbessern und so bewirken, daß Frieden und Freundschaft die Oberhand behalten.

24) Die Sache Gottes wird in Deutschland große Fortschritte machen. Es wird alle anderen Gegenden übertreffen.

25) Die Liebe, die ich für die deutschen Freunde hege, ist so stark, daß sie durch die Berührung mit einer Flamme dieser Liebe selbst völlig entflammt würden ...
Jetzt ist die Zeit des Aufbaus. Jeder Stein mag im Gefüge des Baus gebraucht werden. Aber ihr deutschen Freunde solltet als Eckstein des Gebäudes dienen. Ihr solltet die grundlegenden Prinzipien der Sache Gottes allen Völkern und Geschlechtern verkünden.

26) Es ist bis jetzt noch nicht bekannt, welch großes Maß himmlischer Gnade Stuttgart zuteil wurde. Später wird es offensichtlich werden. Ebenso kann niemand, wenn die Wolken den Frühlingsregen ausgießen und die Sonne strahlend scheint, die Bedeutung dieser Gunst erfassen. Wenn aber die Blüten hervorbrechen, wird alles sichtbar.

27) Ich liebe die Stuttgarter Freunde herzlich. Wohin auch immer ich im Verlaufe dieser Reise ging, habe ich bekräftigt, daß die deutschen Freunde sehr aufrichtig und standhaft, und stark zum Glauben hingezogen waren. Daher naht die Stunde, da die Sache Gottes in ihrem Land an Einfluß gewinnt. Sobald ich in Stuttgart ankam, atmete ich dort den süßen Odem göttlicher Düfte.

28) Wegen eurer geistigen Aufnahmefähigkeit hat mich Gott nach Stuttgart gesandt, um das Königreich Bahá'u'lláhs zu verkünden. Wie unermeßlich herrlich ist dieser Tag. Oh, wie hocherfreut bin ich, euch zu treffen. Bedenkt die wunderbare Zeit des Jahres, zu der wir ankamen. Es ist der Beginn des Frühlings, wenn alle Gärten und Felder grünen und blühen. Sobald ich hier ankam, fühlte ich mich in der Tat sehr glücklich. Dies ist ein deutliches Zeichen, daß diese Stadt erleuchtet werden wird.

29) Die Menschen in Stuttgart und Esslingen sind sehr warmherzig, aufrichtig und ernsthaft zur Sache hingezogen. Sie werden alle anderen Europäer übertreffen und große Aufregung in Europa hervorrufen; sie werden den ganzen Kontinent aufwühlen.


i Anmerkung des deutschen Übersetzers: Autorisiert ist Übersetzung ins Englische. Die hier vorliegende deutsche Übersetzung ist nicht autorisiert.



Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 9. Mai 1988 an den Nationalen Geistigen Rat von Deutschland




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