Read: 1995 Dez 24, ITC, Der Einzelne


E-mail-Abschrift

24. Januar 1995

Herrn
Foad Kazemzadeh
Kontinentales Berateramt
in Europa

Innig geliebter Mitarbeiter,

in der ganzen Welt haben die Anhänger Bahá’u’lláhs ihr Interesse gezeigt, den Beitritt in Scharen zu fördern und während des letzten Jahres haben sie ernsthaft die Zusammenstellung über dieses Thema, die vom Bahá’í-Weltzentrum verschickt wurde, studiert.

Der halbe Weg des Dreijahresplanes ist vorrüber, und in seinem Brief vom 20. Oktober 1994 an die Bahá’í der Welt sagte das Universale Haus der Gerechtigkeit:

Besonders appellieren wir an unsere Mitgläubigen allüberall, eine stärkere Anstrengung als jemals zuvor zu unternehmen, um die Botschaft Bahá’u’lláhs einer zunehmenden Zahl ihrer Mitbürger darzureichen und sie einzuladen, Seine Sache zu studieren und sie anzunehmen.

Wir sind überzeugt, daß die Gläubigen eifrig und bereit sind, ihr Interesse in Taten umzusetzen, aber daß einige noch zögern oder unsicher sind, wie vorzugehen sei, und wir möchten Sie auf die lebenswichtige Beziehung des einzelnen Bahá’í zu Kraft und Tat aufmerksam machen, zusammen mit der Funktion der Institutionen, diese Bewegung zu leiten, zu führen, zu ermutigen und anzuspornen.In einem Brief vom 1. Oktober 1969 schrieb das Haus der Gerechtigkeit an das Kontinentale Berateramt und die Nationalen Geistigen Räte:

Autorität und Leitung gehen von den Räten aus, während die Kraft, die Aufgaben zu erfüllen, vorwiegend in der gesamten Körperschaft der Gläubigen liegt. Es ist die vordringliche Aufgabe der Hilfsämter, bei der Erweckung und Befreiung dieser Kräfte mitzuhelfen.

Wir freuen uns, einige ausgewählte Zitate beizufügen, die sich auf die Verbindung des einzelnen Gläubigen zu Taten beziehen. Die Zitate sind Ihnen zum ausgiebigen Gebrauch durch die Hilfsämter und deren Assistenten zur Verfügung gestellt, in der Hoffnung, daß sie während der verbleibenden Monate des Planes helfen werden, die einzelnen Gläubigen zu begeistern, sich - unterstützt und gefördert durch die Institutionen - mit Vertrauen und Entschlossenheit zu erheben und herausragende Lehrer der Sache zu werden. Unser Brief vom 9. Juli 1992 über die Einladung an den Sucher, dem Glauben beizutreten, wird ebenfalls diese Bemühung unterstützen. Da die Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten die Freunde in der Lehrarbeit führen sollen, wird deren Beispiel, die Kunst des Lehrens erfolgreich zu entwicklen, einen weitreichenden Einfluß haben.

Mit liebevollen Bahá’í-Grüßen


Das Inernationale Lehrzentrum

cc: Kontinentales Berateramt in Europa (e-mail)




Bei der Gerechtigkeit Gottes! Wer an diesem Tage seine Lippen öffnet und den Namen seines Herrn erwähnt, auf den werden die Scharen göttlicher Eingebung aus dem Himmel Meines Namens, der Allwissende, der Allweise, herabkommen. Zu ihm wird auch die Versammlung der Höhe herabsteigen, und jeder aus ihr wird einen Kelch reinen Lichtes vorantragen. So wurde es vorherbestimmt im Reiche der Offenbarung Gottes, auf Befehl des Allherrlichen, des Machtvollsten.
(Bahá’u’lláh, Ährenlese; Bahá’í-Verlag 3. Auflage 1980 -137, Kap. 129)

Was nötig ist, um Erfolg auf dem Feld des Lehrens zu haben, ist eine vollständige Hingabe seitens des Einzelnen, sich der glorreichen Aufgabe, den Glauben zu verbreiten, zu widmen, sowie das Leben des Bahá’í-Lebens, denn das erzeugt den Magneten für den Heiligen Geist, und es ist der Heilige Geist, der die neue Seele belebt. Somit soll der Einzelne wie ein Kanal sein, durch den der Heilige Geist fließt, um der suchenden Seele neues Leben zu geben.
(High Endeavours: Botschaften an Alaska (NGR von Alaska, 1976, S. 54)

... Das Schicksal der gesamten Gemeinde hängt von den einzelnen Gläubigen ab. Ohne die großzügige Unterstützung jedes einzelnen der Freunde ist jede ergriffene Maßnahme, egal wie wohlüberlegt, zum Scheitern verurteilt.
(Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 1968-1973)

Der Einzelne muß selbst entscheiden, wie er der Sache am besten dienen kann.
(Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit Bd. II, S. 89)

Jetzt ist es eine Verpflichtung für jeden Bahá’í, für sich selbst individuelle Lehrziele zu setzen...
(Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit Bd. II, S. 101, 2. Absatz)


Während die Menschheit tiefer und tiefer in jenen Zustand hineingerät, von dem Bahá’u’lláh schrieb, „ihn jetzt zu enthüllen, wäre nicht passend und geziemend“, müssen die Gläubigen immer mehr hervorstechen als zuversichtliche, klar bestimmte und von Grund auf glückliche Wesen, die sich einer bestimmten Norm anpassen, welche in direktem Gegensatz zu der niedrigen und amoralischen Verhaltensweise der modernen Gesellschaft steht und damit die Quelle ihrer Ehre, Stärke und Reife ist. Es ist dieser ausgeprägte Unterschied zwischen der Stärke, Einheit und Disziplin der Bahá’í-Gemeinde einerseits und der wachsenden Verwirrung, Verzweiflung und dem fieberhaften Tempo einer dem Untergang geweihten Gesellschaft andererseits, der während der kommenden turbulenten Jahre die Augen der Menschheit auf das Heiligtum des welterlösenden Glaubens Bahá’u’lláhs lenken wird.
(Ridván-Botschaft 1966 - aus Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit Band I,Seite50 herausgegeben vom NGR der Bahá’í in Deutschland, 1981)

Die Lehrarbeit - sowohl die durch die Institutionen des Glaubens organisierte als auch die als Frucht persönlicher Initiative geleistete - muß tatkräftig fortgesetzt werden, so daß die Zahl der Gläubigen steigt und weitere Länder das Stadium des Beitritts in Scharen und schließlich der Massenbekehrung erreichen.
( Das Universale Haus der Gerechtigkeit - Naw-Rúz-Botschaft 1979 zitiert in Zusammenstellung über Beitritt in Scharen S. 33)

Unser Appell um sofortige, verdoppelte und nachhaltige Tätigkeit unter allen Aspekten des Planes richtet sich in erster Linie an den einzelnen Gläubigen an jedem Ort, tragen doch jeder und jede in sich selbst das rechte Maß an derjenigen Initiative, die für den Erfolg jedes weltumspannenden Bahá’í-Vorhabens die Gewähr bietet. Von ihm und von ihr hängt, wie unser geliebter Hüter klar zum Ausdruck bringt, „letztenendes das Schicksal der ganzen Gemeinde ab“.1 Leicht werden die Ziele des Dreijahresplanes nicht zu gewinnen sein, aber sie müssen großartig erreicht werden, welches Opfer auch immer vonnöten sei. Die einzelnen Bahá’í und die Geistigen Räte sollten sich deshalb unverzüglich diesen Planzielen zuwenden, damit die Probleme der Menschheit nicht ungezügelt in den Himmel wachsen oder eine interne Krise aufkommt und uns bremst. Lassen Sie uns immer bewußt sein, daß wir unsere Siege durch Leid und Prüfungen erringen. Wir verwandeln eine Krise in einen Fortschritt, wenn wir die sich bietende Gelegenheit beim Schopf packen, indem wir die Anwendbarkeit und die gewinnende Kraft unserer Grundsätze unter Beweis stellen.
(Das Universale Haus der Gerechtigkeit - Ridván-Botschaft 1993)

Der Schlüssel zur Bekehrung von Menschen zum Glauben ist die Tat des einzelnen Bahá’í, der dem Sucher den Glaubensfunken vermittelt, seine Fragen beantwortet und ihn in seinem Verständnis der Lehren vertieft.
(Beitritt in Scharen, S. 40, Abs. 43)

Die administrativen Organe einer göttlich geplanten administrativen Ordnung, die errichtet und nahezu vollendet sind, brauchen dringend die einzelnen Gläubigen, die sich erheben, diese Organe mit unbeirrbarer Absicht, ernsthaftem Vertrauen und beispielhafter Hingabe zu nutzen.
(Citadel of Faith, Botschaften an Amerika 1947-57)

Das Bahá’í-Zeitalter ist somit das Zeitalter der individuellen Verantwortung - das Zeitalter, in dem jeder aufgerufen ist, die Verbreitung des Glaubens als seine heiligste und lebenswichtigste Pflicht anzusehen.
(Dawn of a New-Day, New Delhi 1970)

Jeder einzelne Gläubige - Männer wie Frauen, Jugendliche wie Kinder - ist auf dieses Feld der Handelns gerufen, denn es liegt an der Initiative und dem entschlossenen Willen des Einzelnen, zu lehren und zu dienen, von dem der Erfolg der gesamten Gemeinde abhängt. Wohlbegründet im mächtigen Bündnis Bahá’u’lláhs , gefestigt durch tägliches Gebet und Lesen des Heiligen Wortes, gestärkt durch das fortwährende Streben ein tieferes Verständnis der göttlichen Lehren zu erreichen, erleuchtet durch das ständige Bemühen, diese Lehren mit den Themen der Zeit in Beziehung zu setzen, genährt durch die Beachtung der Gesetze und Prinzipien Seiner wunderbaren Weltordnung, kann jeder einzelne ein wachsendes Maß an Erfolg im Lehren erreichen. Der letztliche Triumph der Sache ist, zusammengefaßt, durch jenes „eine“, und nur jenes „eine“ zugesichert, das von Shoghi Effendi so eindringlich betont wurde, nämlich „das Ausmaß, in dem unser eigenes inneres Leben und unser persönlicher Charakter in ihren vielfältigen Ausprägungen den Glanz jener ewigen, von Bahá’u’lláh verkündeten Prinzipien widerspiegeln“.
(Das Universale Haus der Gerechtigkeit - Ridván-Botschaft 1988)

Vor allen Dingen sollten die Freunde in jeder Phase des Lehrens Vertrauen in die wiederbelebende Kraft des Wortes Gottes haben, Hilfe von den Heerscharen des göttlichen Beistandes erbitten und zuversichtlich die Gnadengaben erwarten, die beständig auf sie herabströmen werden. Der Aufbau einer neuen Welt ist keine leichte Aufgabe. Der Weg ist steinig und von Hindernissen verstellt, aber die Reise ist unendlich lohnend.
(Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 9. Nov. 93 an alle Naitonalen Geistigen Räte - in Broschüre, Beitritt in Scharen)
1 Brief vom 28. Juli 1954, in Citadel of Faith, Messages to America 1947-1957, Wilmette 1980, S. 130
Der Einzelne und das Lehren - Zusammenstellung des Internationalen Lehrzentrums vom 24.1.95



Hamburg, den 10.06.2003 Datei: itc95124.doc Seite: 1

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