Read: 14 2.Chronik


Buch 14 (DAS ZWEITE BUCH DER CHRONIK)



1

1 (Salomos Opfer und sein Gebet um Weisheit) (vgl. 1. Kšn 3,1-15) Und Salomo, der Sohn Davids, wurde mŠchtig in seinem Kšnigtum, und der HERR, sein Gott, war mit ihm und machte ihn immer grš§er. 1. Kšn 2,12.46)

2 Und Salomo redete mit ganz Israel, mit den Obersten Ÿber tausend und Ÿber hundert, mit den Richtern und mit allen FŸrsten in Israel, mit den HŠuptern der Sippen,

3 da§ sie hingingen, Salomo und die ganze Gemeinde mit ihm, zu der Hšhe, die bei Gibeon war; denn dort war die StiftshŸtte Gottes, die Mose, der Knecht des HERRN, in der WŸste gemacht hatte. 1. Chr 16,39)

4 - Nur die Lade Gottes hatte David heraufgebracht von Kirjat-Jearim an den Ort, den er ihr bereitet hatte; denn er hatte ihr ein Zelt aufgeschlagen zu Jerusalem. - 1. Chr 13,6; 15,3.28; 16,1)

5 Auch der kupferne Altar, den Bezalel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, gemacht hatte, war dort vor der Wohnung des HERRN. Und Salomo und die Gemeinde pflegten ihn aufzusuchen. 2. Mose 38,1-8)

6 Und Salomo opferte vor dem HERRN tausend Brandopfer auf dem kupfernen Altar, der vor der StiftshŸtte stand.

7 In derselben Nacht aber erschien Gott dem Salomo und sprach zu ihm: Bitte, was ich dir geben soll.

8 Und Salomo sprach zu Gott: Du hast gro§e Barmherzigkeit an meinem Vater David getan und hast mich an seiner Statt zum Kšnig gemacht.

9 So la§ nun, HERR, Gott, dein Wort an meinen Vater David wahr werden; denn du hast mich zum Kšnig gemacht Ÿber ein Volk, das so viel ist wie Staub auf Erden.

10 So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, da§ ich vor diesem Volk aus- und eingehe; denn wer kann dies dein gro§es Volk richten?

11 Da sprach Gott zu Salomo: Weil du dies im Sinn hast und nicht gebeten um Reichtum noch um Gut noch um Ehre noch um deiner Feinde Tod noch um langes Leben, sondern hast um Weisheit und Erkenntnis gebeten, mein Volk zu richten, Ÿber das ich dich zum Kšnig gemacht habe,

12 so sei dir Weisheit und Erkenntnis gegeben. Dazu will ich dir Reichtum, Gut und Ehre geben, wie sie die Kšnige vor dir nicht gehabt haben und auch die nach dir nicht haben werden.

13 So kam Salomo von der Hšhe, die bei Gibeon war, von der StiftshŸtte, nach Jerusalem und regierte Ÿber Israel.

14 (Salomos Heeresmacht und Reichtum) (vgl. 1. Kšn 10,26-29) Und Salomo brachte Wagen und Reiter zusammen, so da§ er tausendvierhundert Wagen und zwšlftausend Reiter hatte, und legte sie in die WagenstŠdte und zum Kšnig nach Jerusalem.

15 Und der Kšnig brachte es dahin, da§ es in Jerusalem so viel Silber und Gold gab wie Steine und so viele Zedern wie MaulbeerbŠume im HŸgelland.

16 Und man brachte Salomo Pferde aus €gypten und aus Ko‘; die Kaufleute des Kšnigs kauften sie aus Ko‘ zu ihrem Preis;

17 aus €gypten aber brachten sie herauf den Wagen fŸr sechshundert SilberstŸcke und das Pferd fŸr hundertfŸnfzig. Dann fŸhrten sie diese wieder aus an alle Kšnige der Hetiter und an die Kšnige von Aram.

18 (Salomos Vertrag mit Hiram von Tyrus) (vgl. 1. Kšn 5,15-32) *Und Salomo gedachte dem Namen des HERRN ein Haus zu bauen und auch ein Haus fŸr sich als Kšnig. (*Abweichende VerszŠhlung statt 1,18 - 2,17: 2,1-18.)



2

1 Und Salomo zŠhlte siebzigtausend ab, die Lasten tragen, und achtzigtausend, die im Gebirge Steine hauen sollten, und dreitausendsechshundert Aufseher Ÿber sie.

2 Und Salomo sandte zu Hiram, dem Kšnig von Tyrus, und lie§ ihm sagen: Wie du mit meinem Vater David tatest und ihm Zedern sandtest, da§ er sich ein Haus baute, in dem er wohnte, - 1. Chr 14,1)

3 siehe, ich will dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus bauen, das ihm geheiligt werde, um gutes RŠucherwerk vor ihm darzubringen und stŠndig Schaubrote zuzurichten und Brandopfer am Morgen und am Abend, an den Sabbaten und Neumonden und an den Festen des HERRN, unseres Gottes, wie es allezeit fŸr Israel gilt.

4 Und das Haus, das ich bauen will, soll gro§ sein; denn unser Gott ist grš§er als alle Gštter. Ps 86,8)

5 Aber wer vermag es, ihm ein Haus zu bauen? Denn der Himmel und aller Himmel Himmel kšnnen ihn nicht fassen. Wer bin ich denn, da§ ich ihm ein Haus baue, es sei denn, um vor ihm zu opfern? Kap 6,18; 1. Kšn 8,27)

6 So sende mir nun einen tŸchtigen Mann, der mit Gold, Silber, Kupfer, Eisen, rotem Purpur, Scharlach und blauem Purpur arbeiten kann und der Bildwerk zu schnitzen versteht zusammen mit den Meistern, die bei mir in Juda und Jerusalem sind und die mein Vater David bestellt hat.

7 Und sende mir Zedern-, Zypressen- und Sandelholz vom Libanon; denn ich wei§, da§ deine Leute verstehen, das Holz auf dem Libanon zu hauen. Und siehe, meine Leute sollen mit deinen Leuten sein,

8 da§ man mir viel Holz zubereite; denn das Haus, das ich bauen will, soll gro§ und prŠchtig sein.

9 Und siehe, ich will den Holzhauern, deinen Leuten, die das Holz behauen, zweihunderttausend Scheffel Weizen und zweihunderttausend Scheffel Gerste und zwanzigtausend Eimer Wein und zwanzigtausend Eimer …l zur Speise geben.

10 Da antwortete Hiram, der Kšnig von Tyrus, in einem Brief und sandte zu Salomo: Da der HERR sein Volk liebt, hat er dich zum Kšnig Ÿber sie gemacht.

11 Und Hiram schrieb weiter: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der Himmel und Erde gemacht hat, da§ er dem Kšnig David einen weisen, klugen und verstŠndigen Sohn gegeben hat, der dem HERRN ein Haus bauen will und auch ein Haus fŸr sich als Kšnig!

12 So sende ich nun einen tŸchtigen und verstŠndigen Mann, Hiram, meinen Berater; 1. Kšn 7,13)

13 er ist der Sohn einer Frau von den Tšchtern Dan, und sein Vater ist ein Tyrer gewesen. Der versteht zu arbeiten mit Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Steinen, Holz, rotem und blauem Purpur, feiner Leinwand und Scharlach, und Bildwerk zu schnitzen und alles, was man ihm aufgibt, kunstreich zu machen mit deinen Meistern und mit den Meistern meines Herrn, des Kšnigs David, deines Vaters. 2. Mose 31,2-6)

14 Mein Herr sende nun seinen Leuten, wie er gesagt hat, Weizen, Gerste, …l und Wein,

15 so wollen wir das Holz hauen auf dem Libanon, soviel du bedarfst, und wollen es auf Flš§en Ÿbers Meer nach Jafo bringen. Von da mu§t du es hinauf nach Jerusalem schaffen.

16 Und Salomo lie§ alle Fremdlinge im Lande Israel zŠhlen, nachdem schon sein Vater David sie gezŠhlt hatte, und es fanden sich 153600. (16 und 17) 1. Chr 22,2)

17 Und er machte von ihnen 70000 zu TrŠgern und 80000 zu Steinhauern im Gebirge und 3600 zu Aufsehern, die die Leute zum Dienst anhielten.



3

1 (Der Bau des Tempels) (vgl. 1. Kšn 6) Und Salomo fing an, das Haus des HERRN zu bauen in Jerusalem auf dem Berge Morija, wo der HERR seinem Vater David erschienen war, an der StŠtte, die David auf der Tenne Araunas, des Jebusiters, zubereitet hatte. 1. Chr 21,18-26)

2 Im zweiten Monat am zweiten Tage im vierten Jahr seiner Herrschaft fing er an zu bauen.

3 Und dies sind die Ma§e, nach denen Salomo das Haus Gottes baute: die LŠnge sechzig Ellen nach altem Ma§, die Breite zwanzig Ellen.

4 Und die Vorhalle, die sich davor befand, war nach der Breite des Hauses zwanzig Ellen lang, die Hšhe aber war hundertzwanzig* Ellen, und er Ÿberzog sie innen mit lauterem Gold. (*Nach anderer †berlieferung: zwanzig Ellen.)

5 Die gro§e Halle aber tŠfelte er mit Zypressenholz und Ÿberzog sie mit dem besten Gold und brachte darauf Palmen und Blumenwerk an.

6 Und er zierte die Halle mit edlen Steinen zum Schmuck, das Gold aber war Parwajim-Gold.

7 Und er Ÿberzog die Halle, die Balken und die Schwellen samt ihren WŠnden und TŸren mit Gold und lie§ auf die WŠnde Cherubim schnitzen.

8 Er machte auch den Raum des Allerheiligsten. Dessen LŠnge war zwanzig Ellen nach der Breite des Baues, und seine Breite war auch zwanzig Ellen, und er Ÿberzog ihn mit dem besten Gold, an sechshundert Zentner;

9 und er gab auch fŸr die NŠgel fŸnfzig Lot Gold an Gewicht und Ÿberzog die ObergemŠcher mit Gold.

10 Er machte auch im Raum des Allerheiligsten zwei Cherubim, kunstreiche Werke, und Ÿberzog sie mit Gold.

11 Und die LŠnge der FlŸgel der Cherubim war zwanzig Ellen, so da§ ein FlŸgel fŸnf Ellen hatte und die Wand des Hauses berŸhrte und der andere FlŸgel auch fŸnf Ellen hatte und den FlŸgel des andern Cherubs berŸhrte.

12 So hatteauch der eine FlŸgel des andern Cherubs fŸnf Ellen und berŸhrte die Wand des Hauses, und sein anderer FlŸgel hatte auch fŸnf Ellen und berŸhrte den FlŸgel des andern Cherubs,

13 so da§ diese FlŸgel der Cherubim zwanzig Ellen weit ausgebreitet waren. Und sie standen auf ihren FŸ§en, und ihr Antlitz war zur Halle hingewandt.

14 Er machte auch einen Vorhang von blauem und rotem Purpur, von Scharlach und feiner Leinwand und brachte Cherubim darauf an. 2. Mose 26,31)

15 (Die beiden SŠulen vor dem Tempel) (vgl. 1. Kšn 7,15-22) Und er machte vor dem Hause zwei SŠulen, fŸnfunddrei§ig Ellen hoch, und den Knauf oben darauf fŸnf Ellen

16 und machte Ketten zum Gitterwerk und tat sie oben an die SŠulen und machte hundert GranatŠpfel und tat sie an die Ketten

17 und richtete die SŠulen auf vor dem Tempel, eine zur Rechten und die andere zur Linken, und nannte die zur Rechten Jachin und die zur Linken Boas.



4

1 (Beschreibung einzelner GerŠte des Tempels) (vgl. 1. Kšn 7,23-51) Er machte auch einen kupfernen Altar, zwanzig Ellen lang und breit und zehn Ellen hoch. Kap 7,7)

2 Und er machte das Meer, gegossen, von einem Rand zum andern zehn Ellen breit, ganz rund, fŸnf Ellen hoch, und eine Schnur von drei§ig Ellen konnte es umspannen.

3 Und unter ihm umgaben es ringsum Gestalten, Rindern vergleichbar; und es waren um das Meer her zehn Knoten je Elle; zwei Reihen bildeten die Knoten, die bei dem Gu§ mit angegossen waren.

4 Es stand aber auf zwšlf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach SŸden und drei nach Osten, und das Meer stand oben auf ihnen; und ihre Hinterteile waren alle nach innen gekehrt.

5 Die StŠrke seiner Wand war eine Hand breit, und sein Rand war wie eines Bechers Rand, wie eine aufgegangene Lilie, und es fa§te dreitausend Eimer.

6 Und er machte zehn Kessel. Von ihnen stellte er fŸnf zur Rechten und fŸnf zur Linken, um in ihnen zu waschen - nŠmlich was zum Brandopfer gehšrt, sollte man darin abspŸlen -; das Meer aber stellte er auf, da§ sich die Priester darin waschen sollten.

7 Er machte auch zehn goldene Leuchter, wie sie sein sollten, und stellte sie in die Tempelhalle, fŸnf zur Rechten und fŸnf zur Linken, 2. Mose 37,17-24)

8 und machte zehn Tische und tat sie in die Tempelhalle, fŸnf zur Rechten und fŸnf zur Linken, und machte hundert goldene Schalen.

9 Er machte auch einen Vorhof fŸr die Priester und einen gro§en Vorhof und TŸren fŸr den Vorhof und Ÿberzog die TŸren mit Kupfer

10 und setzte das Meer rechts vor das Haus nach SŸden hin.

11 Und Hiram machte Tšpfe, Schaufeln und Becken. Danach vollendete Hiram die Arbeit, die er fŸr den Kšnig Salomo tat am Hause Gottes,

12 nŠmlich die zwei SŠulen mit den kugligen KnŠufen oben auf beiden SŠulen und die zwei Gitterwerke, zu bedecken beide kugligen KnŠufe oben auf den SŠulen,

13 und die vierhundert GranatŠpfel an den beiden Gitterwerken, zwei Reihen GranatŠpfel an jedem Gitterwerk, zu bedecken beide kugligen KnŠufe, die oben auf den SŠulen waren.

14 Auch machte er die Gestelle und die Kessel auf den Gestellen

15 und das Meer und die zwšlf Rinder darunter;

16 dazu machte Hiram, sein Berater, dem Kšnig Salomo Tšpfe, Schaufeln, Gabeln samt allen GefŠ§en fŸr das Haus des HERRN von geglŠttetem Kupfer. Kap 2,12)

17 In der Gegend des unteren Jordans lie§ sie der Kšnig gie§en in der Gie§erei von Adama, zwischen Sukkot und Zereda.

18 Und Salomo machte sehr viele von allen diesen GerŠten, so da§ das Gewicht des Kupfers nicht zu erforschen war.

19 Und Salomo machte alles GerŠt fŸr das Haus Gottes, nŠmlich den goldenen Altar und die Tische mit den Schaubroten darauf,

20 die Leuchter mit ihren Lampen von lauterem Gold, da§ sie brennen vor dem Chorraum nach der Ordnung.

21 Und die Blumen und die Lampen und die Scheren waren golden, das war alles ganz aus Gold;

22 auch die Messer, Schalen, Lšffel und Pfannen waren von lauterem Gold. Und an den EingŠngen des Hauses waren die inneren TŸren zum Allerheiligsten und die TŸren zur Tempelhalle aus Gold.



5

1 Also wurde alle Arbeit vollbracht, die Salomo am Hause des HERRN tat. Und Salomo brachte hinein alles, was sein Vater David geheiligt hatte, und legte das Silber und Gold und alle GerŠte in den Schatz im Hause Gottes. 1. Chr 18,11, 1. Chr 29,2-4)

2 (Einweihung des Tempels) (vgl. 1. Kšn 8,1-11) Da versammelte Salomo alle €ltesten Israels, alle HŠupter der StŠmme und die FŸrsten der Sippen Israels in Jerusalem, damit sie die Lade des Bundes des HERRN hinaufbrŠchten aus der Stadt Davids, das ist Zion.

3 Und es versammelten sich beim Kšnig alle MŠnner Israels zum Fest, das im siebenten Monat gefeiert wird. 3. Mose 23,34)

4 Und es kamen alle €ltesten Israels, und die Leviten hoben die Lade auf

5 und brachten sie hinauf samt der StiftshŸtte und allem heiligen GerŠt, das in der StiftshŸtte war; es brachten sie hinauf die Priester und Leviten.

6 Aber der Kšnig Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die bei ihm vor der Lade versammelt war, opferten Schafe und Rinder, so viel, da§ es niemand zŠhlen noch berechnen konnte.

7 So brachten die Priester die Lade des Bundes des HERRN an ihre StŠtte, in den Chorraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die FlŸgel der Cherubim,

8 da§ die Cherubim ihre FlŸgel ausbreiteten Ÿber die StŠtte der Lade. Und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von obenher.

9 Die Stangen aber waren so lang, da§ man ihre Enden vor dem Chorraum in der Tempelhalle sah, aber von au§en sah man sie nicht. Und sie war dort bis auf diesen Tag.

10 Und es war nichts in der Lade au§er den zwei Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit Israel geschlossen hatte, als sie aus €gypten zogen. 5. Mose 10,5; Hebr 9,4)

11 Und die Priester gingen heraus aus dem Heiligtum - denn alle Priester, die sich eingefunden hatten, hatten sich geheiligt, ohne da§ sie sich an die Ordnungen hielten -, Kap 8,14; Lk 1,8.9)

12 und alle Leviten, die SŠnger waren, nŠmlich Asaf, Heman und Jedutun und ihre Sšhne und BrŸder, angetan mit feiner Leinwand, standen šstlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertundzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen. 1. Chr 15,19, 1. Chr 16,37, 1. Chr 16,41.42)

13 Und es war, als wŠre es einer, der trompetete und sŠnge, als hšrte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte: ÈEr ist gŸtig, und seine Barmherzigkeit wŠhrt ewigÇ, da wurde das Haus des HERRN erfŸllt mit einer Wolke, 1. Chr 16,34; Ps 106,1)

14 so da§ die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfŸllte das Haus Gottes. Kap 7,1-3; 2. Mose 40,35)



6

1 (Salomos Gebet bei der Einweihung des Tempels) (vgl. 1. Kšn 8,12-53) Da sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.

2 So habe ich nun ein Haus gebaut dir zur Wohnung und einen Sitz, da du ewiglich wohnest.

3 Und der Kšnig wandte sein Antlitz und segnete die ganze Gemeinde Israel, wŠhrend sie stand,

4 und sprach: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der durch seinen Mund meinem Vater David zugesagt und es mit seiner Hand erfŸllt hat, als er sagte:

5 Seit der Zeit, da ich mein Volk aus €gyptenland gefŸhrt habe, habe ich keine Stadt erwŠhlt aus allen StŠmmen Israels, ein Haus zu bauen, da§ mein Name daselbst sein sollte, und habe auch keinen Mann erwŠhlt, da§ er FŸrst sein sollte Ÿber mein Volk Israel;

6 aber Jerusalem habe ich erwŠhlt, da§ mein Name daselbst sei, und David habe ich erwŠhlt, da§ er Ÿber mein Volk Israel Herr sei.

7 Und als mein Vater David im Sinn hatte, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen, 2. Sam 7,2-13)

8 sprach der HERR zu meinem Vater David: Du hast wohlgetan, da§ du im Sinn hast, meinem Namen ein Haus zu bauen.

9 Doch nicht du sollst das Haus bauen, sondern dein Sohn, der von dir kommen wird, soll meinem Namen das Haus bauen.

10 So hat nun der HERR sein Wort wahr gemacht, das er geredet hat; denn ich bin zur Macht gekommen an meines Vaters David Statt und sitze auf dem Thron Israels, wie der HERR zugesagt hat, und habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus gebaut Sach 4,9)

11 und habe die Lade hineingebracht, in der die Tafeln des Bundes des HERRN sind, den er mit den Israeliten geschlossen hat. 5. Mose 9,9; 10,5)

12 Und er trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine HŠnde aus

13 - aber Salomo hatte eine Kanzel aus Kupfer gemacht und mitten in den Vorhof gestellt, fŸnf Ellen lang und breit und drei Ellen hoch; auf diese trat er und fiel nieder auf seine Knie angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine HŠnde aus gen Himmel -

14 und sprach: HERR, Gott Israels, es ist kein Gott dir gleich weder im Himmel noch auf Erden, der du hŠltst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen.

15 Du hast deinem Knecht David, meinem Vater, gehalten, was du ihm zugesagt hast; mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfŸllt, so wie es heute ist.

16 Nun, HERR, Gott Israels, halte deinem Knecht David, meinem Vater, was du ihm zugesagt hast: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann, der vor mir steht, der auf dem Thron Israels sitzt, sofern deine Sšhne ihren Weg bewahren, da§ sie wandeln in meinem Gesetz, wie du vor mir gewandelt bist. 2. Sam 7,16)

17 Nun, HERR, Gott Israels, la§ dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht David zugesagt hast.

18 Aber sollte Gott wirklich bei den Menschen auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel kšnnen dich nicht fassen; wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? Kap 2,5)

19 Wende dich aber, HERR, mein Gott, zu dem Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, da§ du erhšrest das Bitten und Beten deines Knechtes vor dir!

20 La§ deine Augen offen sein Ÿber diesem Hause Tag und Nacht, Ÿber der StŠtte, von der du gesagt hast, du wollest deinen Namen daselbst wohnen lassen, da§ du hšrest das Gebet, das dein Knecht an dieser StŠtte beten wird. 2. Mose 20,24)

21 So hšre nun das Flehen deines Knechts und deines Volkes Israel, wenn sie bitten werden an dieser StŠtte; hšre es von der StŠtte deiner Wohnung, vom Himmel her, und wenn du es hšrst, wollest du gnŠdig sein!

22 Wenn jemand an seinem NŠchsten sŸndigt und es wird ihm ein Fluch auferlegt, sich selbst zu verfluchen, und er kommt und verflucht sich vor deinem Altar in diesem Hause, 5. Mose 27,26, 2. Mose 22,10)

23 so wollest du hšren im Himmel und Recht schaffen deinen Knechten, da§ du den Frevler als Frevler erkennen und seine Tat auf sein Haupt kommen lŠ§t, den aber, der im Recht ist, gerecht sprichst und ihm gibst nach seiner Gerechtigkeit.

24 Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie an dir gesŸndigt haben, und sie bekehren sich dann und bekennen deinen Namen, bitten und flehen vor dir in diesem Hause, 5. Mose 28,25)

25 so wollest du hšren vom Himmel her und vergeben die SŸnde deines Volkes Israel und sie in das Land zurŸckbringen, das du ihnen und ihren VŠtern gegeben hast.

26 Wenn der Himmel verschlossen ist, da§ es nicht regnet, weil sie an dir gesŸndigt haben, und sie beten dann an dieser StŠtte und bekennen deinen Namen und bekehren sich von ihren SŸnden, weil du sie bedrŠngt hast, 5. Mose 28,23.24)

27 so wollest du hšren im Himmel und vergeben die SŸnde deiner Knechte und deines Volkes Israel, da§ du sie den guten Weg lehrest, auf dem sie wandeln sollen, und regnen lassest auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast.

28 Wenn eine Hungersnot im Lande sein wird oder Pest oder DŸrre, Getreidebrand, Heuschrecken, Raupen, oder wenn sein Feind im Lande seine StŠdte belagert oder irgendeine Plage oder Krankheit da ist, -

29 wer dann bittet oder fleht, es seien einzelne Menschen oder dein ganzes Volk Israel, wenn jemand seine Plage und Schmerzen fŸhlt und seine HŠnde ausbreitet zu diesem Hause,

30 so wollest du hšren vom Himmel her, vom Sitz deiner Wohnung, und gnŠdig sein und jedermann geben nach all seinem Wandel, wie du sein Herz erkennst - denn du allein erkennst das Herz der Menschenkinder -, Ps 139,1-4.23)

31 damit sie dich fŸrchten und wandeln in deinen Wegen alle Tage, solange sie in dem Lande leben, das du unsern VŠtern gegeben hast.

32 Auch wenn ein Fremder, der nicht von deinem Volk Israel ist, aus fernen Landen kommt um deines gro§en Namens und deiner mŠchtigen Hand und deines ausgereckten Arms willen und zu diesem Hause hin betet,

33 so wollest du hšren vom Himmel her, vom Sitz deiner Wohnung, und alles tun, worum er dich anruft, auf da§ alle Všlker auf Erden deinen Namen erkennen und dich fŸrchten wie dein Volk Israel und innewerden, da§ dein Name Ÿber diesem Hause genannt ist, das ich gebaut habe.

34 Wenn dein Volk auszieht in den Krieg gegen seine Feinde auf dem Wege, den du sie senden wirst, und sie zu dir beten nach dieser Stadt hin, die du erwŠhlt hast, und nach dem Hause hin, das ich deinem Namen gebaut habe, Dan 6,11)

35 so wollest du ihr Gebet und Flehen hšren vom Himmel her und ihnen zu ihrem Recht helfen.

36 Wenn sie an dir sŸndigen werden - denn es gibt keinen Menschen, der nicht sŸndigt - und du Ÿber sie zŸrnst und sie vor ihren Feinden dahingibst und diese sie gefangen wegfŸhren in ein fernes oder nahes Land

37 und sie nehmen es sich dann zu Herzen in dem Lande, in dem sie gefangen sind, und bekehren sich und flehen zu dir im Lande ihrer Feinde und sprechen: ÈWir haben gesŸndigt, Ÿbel getan und sind gottlos gewesenÇ, Dan 9,5)

38 und sich von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu dir bekehren im Lande ihrer Feinde, in dem man sie gefangen hŠlt, und sie beten nach ihrem Lande hin, das du ihren VŠtern gegeben hast, und nach der Stadt hin, die du erwŠhlt hast, und nach dem Hause hin, das ich deinem Namen gebaut habe,

39 so wollest du ihr Gebet und Flehen hšren vom Himmel her, vom Sitz deiner Wohnung, und ihnen zu ihrem Recht helfen und deinem Volk vergeben, das an dir gesŸndigt hat.

40 So la§ nun, mein Gott, deine Augen offen sein und deine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser StŠtte.

41 Und nun mache dich auf, HERR, Gott, zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Macht. La§ deine Priester, HERR, Gott, mit Heil angetan werden und deine Heiligen sich freuen des Guten. Ps 132,8)

42 Du, HERR, Gott, weise nicht ab das Antlitz deines Gesalbten! Gedenk an die Gnaden, die du deinem Knechte David verhei§en hast. Ps 89,4.5)



7

1 (Salomos Festopfer) (vgl. 1. Kšn 8,54-66) Und als Salomo sein Gebet vollendet hatte, fiel Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer, und die Herrlichkeit des HERRN erfŸllte das Haus, 3. Mose 9,24; 1. Kšn 18,38, 2. Mose 40,34)

2 so da§ die Priester nicht ins Haus des HERRN hineingehen konnten, weil des HERRN Herrlichkeit das Haus des HERRN fŸllte.

3 Und alle Israeliten sahen das Feuer herabfallen und die Herrlichkeit des HERRN Ÿber dem Hause, und sie fielen auf ihre Knie mit dem Antlitz zur Erde aufs Pflaster und beteten an und dankten dem HERRN, da§ er gŸtig ist und seine Barmherzigkeit ewiglich wŠhrt. Kap 5,13.14; Ps 106,1)

4 Der Kšnig aber und das ganze Volk opferten vor dem HERRN;

5 zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe opferte der Kšnig Salomo. Und so weihten der Kšnig und das ganze Volk das Haus Gottes ein.

6 Die Priester aber Ÿbten ihren Dienst aus, und die Leviten standen dabei mit den Saitenspielen des HERRN, die der Kšnig David hatte machen lassen, dem HERRN zu danken, da§ seine Barmherzigkeit ewiglich wŠhrt, mit den Psalmen Davids, die sie sangen. Und die Priester bliesen Trompeten ihnen gegenŸber, und ganz Israel stand.

7 Und Salomo weihte die Mitte des Vorhofes, der vor dem Hause des HERRN war; denn er hatte dort Brandopfer und das Fett der Dankopfer dargebracht. Denn der kupferne Altar, den Salomo hatte machen lassen, konnte nicht alle Brandopfer, Speisopfer und das Fett fassen. Kap 4,1)

8 Und Salomo hielt damals das Fest sieben Tage lang und ganz Israel mit ihm, eine sehr gro§e Gemeinde, von Hamat an bis an den Bach €gyptens.

9 Am achten Tage aber hielten sie eine Versammlung; denn die Einweihung des Altars hielten sie sieben Tage und das Fest auch sieben Tage. 4. Mose 7,10)

10 So lie§ er am dreiundzwanzigsten Tage des siebenten Monats das Volk fršhlich heimgehen und guten Mutes Ÿber all das Gute, das der HERR an David, Salomo und seinem Volk Israel getan hatte.

11 So vollendete Salomo das Haus des HERRN und das Haus des Kšnigs. Und es gelang ihm, alles, was ihm in den Sinn gekommen war, am Hause des HERRN und an seinem Hause auszufŸhren.

12 (Gottes Antwort auf Salomos Gebet) (vgl. 1. Kšn 9,1-9) Und der HERR erschien Salomo des Nachts und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet erhšrt und diese StŠtte mir zum Opferhaus erwŠhlt. 5. Mose 12,5.6; Jes 56,7; Mk 11,17; Joh 2,16)

13 Siehe, wenn ich den Himmel verschlie§e, da§ es nicht regnet, oder die Heuschrecken das Land fressen oder eine Pest unter mein Volk kommen lasse

14 und dann mein Volk, Ÿber das mein Name genannt ist, sich demŸtigt, da§ sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bšsen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hšren und ihre SŸnde vergeben und ihr Land heilen.

15 So sollen nun meine Augen offen sein und meine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser StŠtte. Kap 6,40)

16 So habe ich nun dies Haus erwŠhlt und geheiligt, da§ mein Name dort sein soll ewiglich, und meine Augen und mein Herz sollen dort sein allezeit.

17 Und wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt ist, da§ du alles tust, was ich dich hei§e, und meine Gebote und Rechte hŠltst,

18 so will ich den Thron deines Kšnigtums bestŠtigen, wie ich mit deinem Vater David einen Bund geschlossen habe und gesagt: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann, der Ÿber Israel Herr sei. Kap 6,16)

19 Werdet ihr euch aber abkehren und meine Rechte und Gebote, die ich euch vorgelegt habe, verlassen und hingehen und andern Gšttern dienen und sie anbeten,

20 so werde ich Israel ausrei§en aus meinem Lande, das ich ihnen gegeben habe, und dies Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht verwerfen und werde es zum Hohn machen und zum Spott unter allen Všlkern. 5. Mose 28,63; 1. Kšn 14,15)

21 Und vor diesem Hause, das so hoch erhoben wurde, werden sich entsetzen alle, die vorŸbergehen, und sagen: Warum ist der HERR mit diesem Lande und mit diesem Hause so verfahren? (21 und 22) 5. Mose 29,23-28; Jer 22,8.9)

22 Und man wird sagen: Weil sie den HERRN, den Gott ihrer VŠter, verlassen haben, der sie aus €gyptenland gefŸhrt hat, und sie sich an andere Gštter gehŠngt und sie angebetet und ihnen gedient haben, darum hat er all dies Unheil Ÿber sie gebracht.



8

1 (Salomos weitere Ma§nahmen) (vgl. 1. Kšn 9,10-28) Und nach zwanzig Jahren, in denen Salomo des HERRN Haus und sein Haus gebaut hatte

2 - er hatte auch die StŠdte, die Hiram Salomo gegeben hatte, ausgebaut und lie§ die Israeliten darin wohnen -,

3 da zog Salomo gegen Hamat-Zoba und eroberte es.

4 Er baute Tadmor in der WŸste aus und alle StŠdte mit Kornspeichern, die er in Hamat angelegt hatte;

5 auch das obere und untere Bet-Horon, da§ sie feste StŠdte wurden mit Mauern, Toren und Riegeln;

6 dazu Baalat und alle StŠdte mit Kornspeichern, die Salomo hatte, und alle Wagen- und ReiterstŠdte und alles, was Salomo in Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft zu bauen wŸnschte.

7 Alles Volk, das noch Ÿbrig war von den Hetitern, Amoritern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, die nicht zu Israel gehšrten

8 - ihre Nachkommen, die im Lande Ÿbriggeblieben waren, die Israel nicht vertilgt hatte -, machte Salomo zu Fronarbeitern bis auf diesen Tag. Jos 16,10)

9 Aber von den Israeliten machte Salomo keinen zum Knecht fŸr sein Werk, sondern sie waren Kriegsleute, seine Obersten und Ritter und Hauptleute Ÿber seine Wagen und Reiter.

10 Und es waren zweihundertundfŸnfzig oberste Amtleute des Kšnigs Salomo, die Ÿber die Leute geboten.

11 Und Salomo fŸhrte die Tochter des Pharao herauf aus der Stadt Davids in das Haus, das er fŸr sie gebaut hatte. Denn er sprach: Eine Frau soll mir nicht wohnen im Hause Davids, des Kšnigs von Israel; denn es ist geheiligt, weil die Lade des HERRN hineingekommen ist. 1. Kšn 3,1)

12 Von da an opferte Salomo dem HERRN Brandopfer auf dem Altar des HERRN, den er gebaut hatte vor der Vorhalle, Kap 4,1)

13 wie es vorgeschrieben war im Gesetz des Mose, zu opfern an jedem Tag, an den Sabbaten, Neumonden und Festen des Jahres dreimal, nŠmlich am Fest der ungesŠuerten Brote, am Wochenfest und am LaubhŸttenfest. 3. Mose 23; 4. Mose 28,2.9.11.17.26; 29,12)

14 Und er bestellte die Ordnungen der Priester zu ihrem Amt, wie es sein Vater David bestimmt hatte, und die Leviten zu ihrem Dienst, da§ sie lobten und dienten vor den Priestern, wie es jeder Tag erforderte, und die TorhŸter nach ihren Ordnungen, jede an ihrem Tor. Denn so hatte es David, der Mann Gottes, befohlen. 1. Chr 23 - 26)

15 Und man wich in keiner Hinsicht vom Gebot des Kšnigs Ÿber die Priester und Leviten, auch nicht bei den SchŠtzen.

16 So wurde alles Werk Salomos ausgefŸhrt von dem Tage an, da des HERRN Haus gegrŸndet wurde, bis er das Haus des HERRN ganz vollendet hatte.

17 Zu der Zeit zog Salomo nach Ezjon-Geber und nach Elat am Ufer des Meeres im Lande Edom.

18 Und Hiram sandte ihm durch seine Leute Schiffe und auch Leute, die des Meeres kundig waren, und sie fuhren mit den Leuten Salomos nach Ofir und holten von da vierhundertundfŸnfzig Zentner Gold und brachten's dem Kšnig Salomo.



9

1 (Besuch der Kšnigin von Saba) (vgl. 1. Kšn 10,1-13) Und als die Kšnigin von Saba die Kunde von Salomo vernahm, kam sie mit einem sehr gro§en Gefolge nach Jerusalem, mit Kamelen, die viel Spezerei und Gold trugen und Edelsteine, um Salomo mit RŠtselfragen zu prŸfen. Und als sie zu Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie sich vorgenommen hatte. Mt 12,42)

2 Und der Kšnig gab ihr Antwort auf alles, was sie fragte, und es war Salomo nichts verborgen, was er ihr nicht hŠtte sagen kšnnen.

3 Und als die Kšnigin von Saba die Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte,

4 die Speisen fŸr seinen Tisch, die Rangordnung seiner Gro§en, das Aufwarten seiner Diener und ihre Kleider, seine Mundschenken mit ihren Kleidern und seine Brandopfer, die er im Hause des HERRN darbrachte, da geriet sie vor Staunen au§er sich

5 und sprach zum Kšnig: Es ist wahr, was ich in meinem Lande von deinen Taten und von deiner Weisheit gehšrt habe.

6 Ich aber wollte es nicht glauben, bis ich gekommen bin und es mit meinen Augen gesehen habe. Und siehe, nicht die HŠlfte von deiner gro§en Weisheit hat man mir gesagt. Du bist grš§er, als die Kunde sagte, die ich vernommen habe.

7 GlŸcklich sind deine MŠnner und glŸcklich diese deine Gro§en, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hšren.

8 Der HERR, dein Gott, sei gelobt, der dich lieb hat, da§ er dich auf seinen Thron gesetzt hat zum Kšnig des HERRN, deines Gottes. Weil dein Gott Israel lieb hat, auf da§ er es ewiglich bestehen lasse, darum hat er dich Ÿber sie zum Kšnig gesetzt, da§ du Recht und Gerechtigkeit Ÿbest. 1. Chr 29,23)

9 Und sie gab dem Kšnig hundertzwanzig Zentner Gold und sehr viel Spezerei und Edelsteine. Es gab keine Spezerei wie diese, die die Kšnigin von Saba dem Kšnig Salomo gab.

10 Die Leute Hirams und die Leute Salomos, die Gold aus Ofir einfŸhrten, brachten auch Sandelholz und Edelsteine.

11 Und Salomo lie§ aus dem Sandelholz Treppen im Hause des HERRN und im Hause des Kšnigs machen und Harfen und Zithern fŸr die SŠnger. Solches Holz hatte man frŸher im Lande Juda nie gesehen.

12 Und der Kšnig Salomo gab der Kšnigin von Saba alles, was ihr gefiel und was sie erbat, mehr als die Gastgeschenke, die sie dem Kšnig gebracht hatte. Und sie wandte sich und zog in ihr Land mit ihrem Gefolge.

13 (Salomos Reichtum) (vgl. 1. Kšn 10,14-29) Und es war das Gewicht des Goldes, das Salomo in einem Jahr gebracht wurde, sechshundertsechsundsechzig Zentner,

14 au§er dem, was die HŠndler und Kaufleute brachten. Auch alle Kšnige der Araber und die Statthalter brachten Gold und Silber zu Salomo.

15 Daraus machte der Kšnig Salomo zweihundert gro§e Schilde von bestem Gold, so da§ sechshundert Lot Gold auf einen Schild kam,

16 und dreihundert kleine Schilde von bestem Gold, so da§ dreihundert Lot Gold auf einen kleinen Schild kam. Und der Kšnig brachte sie in das Libanon-Waldhaus. 1. Kšn 7,2)

17 Und der Kšnig machte einen gro§en elfenbeinernen Thron und Ÿberzog ihn mit lauterem Gold.

18 Und der Thron hatte sechs Stufen und einen goldenen Fu§schemel am Thron, und er hatte Lehnen auf beiden Seiten am Sitz, und zwei Lšwen standen neben den Lehnen.

19 Und zwšlf Lšwen standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten. Dergleichen ist nicht gemacht worden in irgendeinem Kšnigreich.

20 Und alle TrinkgefŠ§e des Kšnigs Salomo waren aus Gold, und alle GefŠ§e des Libanon-Waldhauses waren aus lauterem Gold - denn das Silber wurde zur Zeit Salomos fŸr nichts geachtet -.

21 Denn die Schiffe des Kšnigs, die mit den Leuten Hirams nach Tarsis fuhren, kamen in drei Jahren einmal und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.

22 So wurde der Kšnig Salomo grš§er an Reichtum und Weisheit als alle Kšnige auf Erden.

23 Und alle Kšnige auf Erden begehrten, Salomo zu sehen, um seine Weisheit zu hšren, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte.

24 Und sie brachten ihm jŠhrlich ein jeder sein Geschenk, silberne und goldene GefŠ§e, Kleider, Waffen, Spezerei, Rosse und Maultiere.

25 Und Salomo hatte viertausend Pferde und Wagen und zwšlftausend Reiter, und man legte sie in die WagenstŠdte und zu dem Kšnig nach Jerusalem. (25-28) Kap 1,14-17; 1. Kšn 5,6)

26 Und er war ein Herr Ÿber alle Kšnige vom Euphrat an bis zu dem Land der Philister und bis zu der Grenze €gyptens.

27 Und der Kšnig brachte es dahin, da§ es in Jerusalem so viel Silber gab wie Steine und so viele Zedern wie MaulbeerbŠume im HŸgelland.

28 Und man fŸhrte fŸr Salomo Rosse ein aus €gypten und aus allen LŠndern.

29 (Salomos Tod) (vgl. 1. Kšn 11,41-43) Was aber mehr von Salomo zu sagen ist, das FrŸhere und das SpŠtere, siehe, das steht geschrieben in der Geschichte des Propheten Nathan, sowie in den Prophezeiungen Ahijas von Silo und in den Gesichten des Sehers Jedo gegen Jerobeam, den Sohn Nebats. 1. Kšn 11,29-39)

30 Und Salomo regierte zu Jerusalem Ÿber ganz Israel vierzig Jahre.

31 Und Salomo legte sich zu seinen VŠtern, und man begrub ihn in der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Rehabeam wurde Kšnig an seiner Statt. 1. Kšn 14,21)



10

1 (Israels Abfall vom Hause David) (vgl. 1. Kšn 12,1-24) Rehabeam zog nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum Kšnig zu machen.

2 Und als das Jerobeam hšrte, der Sohn Nebats, der in €gypten war, wohin er vor dem Kšnig Salomo geflohen war, kam er aus €gypten zurŸck. 1. Kšn 11,40)

3 Und sie sandten hin und lie§en ihn rufen. Und Jerobeam kam mit ganz Israel und sie redeten mit Rehabeam und sprachen:

4 Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht. So erleichtere nun du den harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das er auf uns gelegt hat, so wollen wir dir untertan sein.

5 Er sprach zu ihnen: Kommt nach drei Tagen wieder zu mir! Und das Volk ging hin.

6 Und der Kšnig Rehabeam hielt einen Rat mit den €ltesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch am Leben war, und sprach: Wie ratet ihr, da§ ich diesem Volk Antwort gebe?

7 Sie sprachen zu ihm: Wirst du zu diesem Volk freundlich sein und sie gŸtig behandeln und ihnen gute Worte geben, so werden sie dir untertan sein allezeit.

8 Er aber lie§ au§er acht den Rat der €ltesten, den sie ihm gegeben hatten, und hielt einen Rat mit den JŸngeren, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm standen,

9 und sprach zu ihnen: Was ratet ihr, da§ wir diesem Volk antworten, das zu mir gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat?

10 Die JŸngeren aber, die mit ihm aufgewachsen waren, sprachen zu ihm: So sollst du sagen zu dem Volk, das zu dir gesprochen hat: ÈDein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht; mach du unser Joch leichterÇ - so sollst du zu ihnen sagen: Mein kleiner Finger soll dicker sein als meines Vaters Lenden.

11 Hat nun mein Vater auf euch ein schweres Joch gelegt, so will ich euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezŸchtigt, ich will euch mit Skorpionen zŸchtigen.

12 Als nun Jerobeam und alles Volk am dritten Tage zu Rehabeam kam, wie der Kšnig gesagt hatte: ÈKommt wieder zu mir am dritten TageÇ,

13 antwortete ihnen der Kšnig hart. Und der Kšnig Rehabeam lie§ au§er acht den Rat der €ltesten

14 und redete mit ihnen nach dem Rat der JŸngeren und sprach: Hat mein Vater euer Joch schwer gemacht, so will ich's noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezŸchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen zŸchtigen.

15 So hšrte der Kšnig nicht auf das Volk; denn es war so von Gott bestimmt, damit der HERR sein Wort wahr machte, das er durch Ahija von Silo zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, gesagt hatte. 1. Kšn 11,29.31)

16 Als aber ganz Israel sah, da§ der Kšnig nicht auf es hšrte, antwortete das Volk dem Kšnig und sprach: Was haben wir fŸr Teil an David oder Erbe am Sohn Isais? Jedermann von Israel, auf zu seiner HŸtte! So sorge nun du fŸr dein Haus, David! - Und ganz Israel ging heim,

17 so da§ Rehabeam nur Ÿber die Israeliten regierte, die in den StŠdten Judas wohnten.

18 Und als der Kšnig Rehabeam den Fronvogt Adoniram sandte, steinigten ihn die von Israel zu Tode. Aber der Kšnig Rehabeam stieg eilends auf seinen Wagen und floh nach Jerusalem.

19 Also fiel Israel ab vom Hause David bis auf diesen Tag.



11

1 Und als Rehabeam nach Jerusalem kam, sammelte er das Haus Juda und Benjamin, hundertundachtzigtausend streitbare MŠnner, um gegen Israel zu kŠmpfen, damit sie das Kšnigtum an Rehabeam zurŸckbrŠchten. (1-4) 1. Kšn 12,21-24)

2 Aber des HERRN Wort kam zu Schemaja, dem Mann Gottes:

3 Sage Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem Kšnig von Juda, und all denen von Israel, die in Juda und Benjamin wohnen:

4 So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen und gegen eure BrŸder kŠmpfen. Ein jeder gehe wieder heim; denn das ist von mir geschehen! - Sie gehorchten den Worten des HERRN, kehrten um und zogen nicht gegen Jerobeam.

5 (Rehabeams erste Regierungsjahre) Rehabeam aber wohnte in Jerusalem und baute StŠdte in Juda zu Festungen aus,

6 nŠmlich: Bethlehem, Etam, Tekoa,

7 Bet-Zur, Socho, Adullam,

8 Gat, Marescha, Sif,

9 Adorajim, Lachisch, Aseka,

10 Zora, Ajalon und Hebron. Das waren die festen StŠdte in Juda und Benjamin.

11 Und er machte die Festungen stark und setzte Hauptleute Ÿber sie und legte Vorrat von Speise, …l und Wein,

12 sowie Schilde und Spie§e in alle StŠdte; so machte er sie sehr stark. Und Juda und Benjamin waren ihm untertan.

13 Die Priester aber und die Leviten von ganz Israel hielten sich zu ihm aus ihrem ganzen Gebiet;

14 denn die Leviten verlie§en ihre Ortschaften und ihre Habe und kamen nach Juda und Jerusalem. - Denn Jerobeam und seine Sšhne hatten sie versto§en, da§ sie das Priesteramt vor dem HERRN nicht mehr ausŸben konnten, Kap 13,9)

15 und er bestellte sich Priester fŸr die Hšhen und die Feldgeister und fŸr die KŠlber, die er machen lie§. - 1. Kšn 12,31)

16 Und die den HERRN, den Gott Israels, von Herzen suchten, folgten den Leviten aus allen StŠmmen Israels nach Jerusalem, da§ sie opferten dem HERRN, dem Gott ihrer VŠter. 1. Kšn 12,26.27)

17 So machten sie das Kšnigreich Juda mŠchtig und stŠrkten Rehabeam, den Sohn Salomos, fŸr drei Jahre; denn drei Jahre wandelten sie in dem Wege Davids und Salomos.

18 Und Rehabeam nahm zur Frau Mahalat, die Tochter Jerimots, des Sohnes Davids, und der Abihajil, der Tochter Eliabs, des Sohnes Isais. 1. Sam 16,6)

19 Die gebar ihm diese Sšhne: J‘usch, Schemarja und Saham.

20 Nach ihr nahm er Maacha, die Tochter Abischaloms, zur Frau; die gebar ihm Abija, Attai, Sisa und Schelomit.

21 Aber Rehabeam hatte Maacha, die Tochter Abischaloms, lieber als alle seine Frauen und Nebenfrauen; denn er hatte achtzehn Frauen und sechzig Nebenfrauen und zeugte achtundzwanzig Sšhne und sechzig Tšchter.

22 Und Rehabeam setzte Abija, den Sohn der Maacha, als Ersten unter seinen BrŸdern, als Thronfolger, ein; denn er gedachte, ihn zum Kšnig zu machen.

23 Und er handelte klug und verteilte alle seine Sšhne in die Gebiete von Juda und Benjamin, in alle festen StŠdte, und gab ihnen Nahrung in Menge und verschaffte ihnen viele Frauen. Kap 21,3)



12

1 (Rehabeams DemŸtigung vor Gott) (vgl. 1. Kšn 14,25-31) Als aber das Kšnigtum Rehabeams sich gefestigt hatte und er mŠchtig war, verlie§ er das Gesetz des HERRN und ganz Israel mit ihm.

2 Da zog im fŸnften Jahr des Kšnigs Rehabeam herauf Schischak, der Kšnig von €gypten, gegen Jerusalem - denn sie hatten sich am HERRN versŸndigt -

3 mit tausendzweihundert Wagen und mit sechzigtausend Reitern; und das Volk war nicht zu zŠhlen, das mit ihm aus €gypten kam, Libyer, Sukkijiter und Kuschiter.

4 Und er nahm die festen StŠdte ein, die in Juda waren, und kam bis vor Jerusalem. Kap 11,5-10)

5 Da kam der Prophet Schemaja zu Rehabeam und zu den Obersten Judas, die sich in Jerusalem aus Furcht vor Schischak versammelt hatten, und sprach zu ihnen: So spricht der HERR: Ihr habt mich verlassen; darum habe ich euch auch verlassen und in Schischaks Hand gegeben.

6 Da demŸtigten sich die Obersten in Israel mit dem Kšnig und sprachen: Der HERR ist gerecht.

7 Als aber der HERR sah, da§ sie sich demŸtigten, kam das Wort des HERRN zu Schemaja: Sie haben sich gedemŸtigt; darum will ich sie nicht verderben, sondern ich will sie in KŸrze erretten, da§ mein Grimm sich nicht durch Schischak auf Jerusalem ergie§e.

8 Doch sollen sie ihm untertan sein, damit sie innewerden, was es hei§t, mir zu dienen oder den Kšnigreichen der LŠnder.

9 So zog Schischak, der Kšnig von €gypten, gegen Jerusalem herauf und nahm die SchŠtze im Hause des HERRN und die SchŠtze im Hause des Kšnigs; alles nahm er weg, auch die goldenen Schilde, die Salomo hatte machen lassen.

10 An ihrer Statt lie§ der Kšnig Rehabeam kupferne Schilde machen und Ÿbergab sie den Obersten der Leibwache, die das Tor am Haus des Kšnigs bewachte.

11 Und sooft der Kšnig in des HERRN Haus ging, kam die Leibwache und trug sie und brachte sie dann wieder in ihre Kammer.

12 Und weil er sich demŸtigte, wandte sich des HERRN Zorn von ihm, da§ er ihn nicht ganz verdarb; denn auch in Juda war noch manches Gute. Kap 32,26)

13 Und der Kšnig Rehabeam wurde wieder mŠchtig in Jerusalem und regierte weiter. Einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, als er Kšnig wurde, und regierte siebzehn Jahre zu Jerusalem in der Stadt, die der HERR erwŠhlt hatte aus allen StŠdten Israels, da§ er seinen Namen daselbst wohnen lasse. Seine Mutter hie§ Naama, eine Ammoniterin. Kap 6,20)

14 Aber er tat Ÿbel und richtete sein Herz nicht darauf, da§ er den HERRN suchte.

15 Die Geschichte Rehabeams aber, die frŸhere und die spŠtere, steht geschrieben in den Geschichten des Propheten Schemaja und des Sehers Iddo, ebenso auch die Kriege zwischen Rehabeam und Jerobeam, die sie ihr Leben lang fŸhrten. Kap 13,22)

16 Und Rehabeam legte sich zu seinen VŠtern und wurde begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Abija wurde Kšnig an seiner Statt.



13

1 (Abija) (vgl. 1. Kšn 15,1-8) Im achtzehnten Jahr des Kšnigs Jerobeam wurde Abija Kšnig Ÿber Juda

2 und regierte drei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie§ Michaja, eine Tochter Uri‘ls, aus Gibea. Es war aber Krieg zwischen Abija und Jerobeam.

3 Und Abija rŸstete sich zum Kampf mit einem Heer von Kriegsleuten, vierhunderttausend Mann, auserlesenen Leuten. Jerobeam aber rŸstete sich, gegen ihn zu kŠmpfen, mit achthunderttausend auserlesenen Leuten, streitbaren MŠnnern.

4 Und Abija stellte sich hin oben auf den Berg Zemarajim, der im Gebirge Ephraim liegt, und sprach: Hšrt mir zu, Jerobeam und ganz Israel!

5 Wisset ihr nicht, da§ der HERR, der Gott Israels, das Kšnigtum Ÿber Israel David gegeben hat ewiglich, ihm und seinen Sšhnen durch einen Salzbund? 3. Mose 2,13; 4. Mose 18,19)

6 Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, des Sohnes Davids, erhob sich und wurde seinem Herrn abtrŸnnig.

7 Und es schlugen sich auf seine Seite ruchlose Leute, bšse Menschen, und wurden mŠchtiger als Rehabeam, der Sohn Salomos; denn Rehabeam war noch jung und zaghaft, so da§ er sich nicht gegen sie wehrte.

8 Nun denkt ihr euch zu empšren gegen das Kšnigtum des HERRN, das in der Hand der Sšhne Davids ist, weil ihr ein gro§er Haufe seid und die goldenen KŠlber bei euch habt, die euch Jerobeam zu Gšttern gemacht hat. 1. Kšn 12,28)

9 Habt ihr nicht die Priester des HERRN, die Sšhne Aaron, und die Leviten versto§en und euch eigene Priester gemacht wie sonst die Všlker in den LŠndern? Wer da kam mit einem jungen Stier und sieben Widdern, um sich die Hand fŸllen zu lassen, der wurde Priester derer, die nicht Gštter sind. 2. Mose 28,41, Kap 11,15)

10 Wir aber sind gewi§: Der HERR ist unser Gott; ihn haben wir nicht verlassen; denn die Priester, die dem HERRN dienen, sind die Sšhne Aaron, und die Leviten stehen in ihrem Amt,

11 um dem HERRN alle Morgen und alle Abende Brandopfer darzubringen, dazu das gute RŠucherwerk, und Brote aufzulegen auf den Tisch aus reinem Gold und den goldenen Leuchter anzuzŸnden mit seinen Lampen alle Abende; denn wir halten die Gebote des HERRN, unseres Gottes, ihr aber habt ihn verlassen. 4. Mose 28,3-8)

12 Siehe, mit uns ist an der Spitze Gott und seine Priester und die Kriegstrompeten, um sie gegen euch zu blasen. Ihr Israeliten, streitet nicht gegen den HERRN, den Gott eurer VŠter; denn es wird euch nicht gelingen! 4. Mose 10,9)

13 Aber Jerobeam legte einen Hinterhalt, da§ er ihnen in den RŸcken fiele, so da§ sie vor Juda waren und der Hinterhalt hinter Juda.

14 Als sich nun Juda umwandte, siehe, da wurden sie von vorn und von hinten angegriffen. Da schrien sie zum HERRN, und die Priester bliesen die Trompeten,

15 und die MŠnner von Juda erhoben das Kriegsgeschrei. Und als sie schrien, schlug Gott Jerobeam und ganz Israel vor Abija und Juda.

16 Und Israel floh vor Juda, und Gott gab sie in ihre HŠnde,

17 so da§ Abija mit seinem Volk sie hart schlug, und es blieben von Israel erschlagen liegen fŸnfhunderttausend auserlesene Leute.

18 Also wurden die MŠnner von Israel zu der Zeit gedemŸtigt, aber die MŠnner von Juda blieben unverzagt; denn sie verlie§en sich auf den HERRN, den Gott ihrer VŠter.

19 Und Abija jagte Jerobeam nach und gewann ihm StŠdte ab: Bethel mit seinen Ortschaften, Jeschana mit seinen Ortschaften und Efron mit seinen Ortschaften,

20 so da§ Jerobeam keine Macht mehr hatte, solange Abija lebte. Und der HERR schlug ihn, da§ er starb.

21 Abija aber wurde mŠchtig. Und er nahm vierzehn Frauen und zeugte zweiundzwanzig Sšhne und sechzehn Tšchter.

22 Was aber mehr von Abija zu sagen ist, sein Wandel und seine Worte, das steht geschrieben in der Geschichte des Propheten Iddo. Kap 12,15)

23 *Und Abija legte sich zu seinen VŠtern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Asa wurde Kšnig an seiner Statt. Zu dessen Zeiten hatte das Land zehn Jahre Ruhe. (*Abweichende VerszŠhlung statt 13,23: 14,1.)



14

1 (Asas erste Regierungsma§nahmen) (vgl. 1. Kšn 15,9-12) *Und Asa tat, was recht war und dem HERRN, seinem Gott, wohlgefiel, (*Abweichende VerszŠhlung statt 14,1-14: 14,2-15.)

2 und entfernte die AltŠre der fremden Gštter und die Opferhšhen und zerbrach die Steinmale und hieb die Bilder der Aschera um

3 und gebot Juda, da§ sie den HERRN, den Gott ihrer VŠter, suchten und tŠten nach dem Gesetz und Gebot.

4 Und er entfernte aus allen StŠdten Judas die Opferhšhen und die RauchopfersŠulen; und das Kšnigreich hatte Ruhe unter ihm.

5 Und er baute feste StŠdte in Juda, weil das Land Ruhe hatte und in diesen Jahren kein Krieg gegen ihn war; denn der HERR hatte ihm Ruhe gegeben. Kap 15,15)

6 Und er sprach zu Juda: La§t uns diese StŠdte ausbauen und um sie Mauern herumfŸhren mit TŸrmen, Toren und Riegeln, solange das Land noch unser ist; denn wir haben den HERRN, unsern Gott, gesucht, und er hat uns Ruhe gegeben ringsumher. - Also bauten sie, und es ging glŸcklich vonstatten.

7 Und Asa hatte eine Heeresmacht, aus Juda dreihunderttausend, die gro§e Schilde und Spie§e trugen, und aus Benjamin zweihundertachtzigtausend, die kleine Schilde trugen und mit dem Bogen schie§en konnten; und diese alle waren starke Kriegsleute.

8 (Asas Sieg Ÿber die Kuschiter) Es zog aber gegen sie Serach, der Kuschiter, mit einer Heeresmacht von tausendmal tausend, dazu dreihundert Wagen, und sie kamen bis nach Marescha.

9 Und Asa zog ihm entgegen; und sie rŸsteten sich zum Kampf im Tal Zefata bei Marescha.

10 Und Asa rief den HERRN, seinen Gott, an und sprach: HERR, es ist dir nicht schwer, dem Schwachen gegen den Starken zu helfen. Hilf uns, HERR, unser Gott; denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gekommen gegen diese Menge. HERR, du bist unser Gott, gegen dich vermag kein Mensch etwas. 1. Sam 14,6)

11 Und der HERR schlug die Kuschiter vor Asa und vor Juda, so da§ sie flohen.

12 Und Asa samt dem Volk, das bei ihm war, jagte ihnen nach bis nach Gerar. Und die Kuschiter fielen, so da§ keiner von ihnen am Leben blieb, sondern sie wurden zerschlagen vor dem HERRN und vor seinem Heer. Und Juda trug sehr viel Beute davon.

13 Und sie schlugen alle StŠdte um Gerar her; denn der Schrecken des HERRN kam Ÿber sie. Und sie plŸnderten alle StŠdte; denn es war viel Beute darin.

14 Auch schlugen sie die Zeltlager der Hirten und fŸhrten eine Menge Schafe und Kamele weg und kamen wieder nach Jerusalem.



15

1 (Der Prophet Asarja und Asas Reformen) Und auf Asarja, den Sohn Odeds, kam der Geist Gottes.

2 Da zog er hinaus Asa entgegen und sprach zu ihm: Hšret mir zu, Asa und ganz Juda und Benjamin! Der HERR ist mit euch, weil ihr mit ihm seid; und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen. Werdet ihr ihn aber verlassen, so wird er euch auch verlassen.

3 Lange Zeit hindurch war Israel ohne rechten Gott, ohne Priester, der da lehrte, und ohne Gesetz. Hos 3,4)

4 Als sie sich aber in ihrer Not zu dem HERRN, dem Gott Israels, bekehrten und ihn suchten, lie§ er sich von ihnen finden. Jer 29,13.14)

5 Zu der Zeit gab es keine Sicherheit fŸr den, der aus- und einging; denn es war gro§e Verwirrung bei allen, die in diesen LŠndern wohnten.

6 Denn ein Volk zerschlug das andere und eine Stadt die andere; denn Gott erschreckte sie mit €ngsten aller Art. Lk 21,10)

7 Ihr aber, seid getrost und la§t eure HŠnde nicht sinken; denn euer Werk hat seinen Lohn. 1. Kor 15,58)

8 Als aber Asa diese Worte hšrte und die Weissagung, die der Prophet Asarja, der Sohn Odeds, gesprochen hatte, ward er getrost, und er tat weg die greulichen Gštzen aus dem ganzen Lande Juda und Benjamin und aus den StŠdten, die er auf dem Gebirge Ephraim erobert hatte, und erneuerte den Altar des HERRN, der vor der Vorhalle des HERRN stand.

9 Und er versammelte ganz Juda und Benjamin und alle aus Ephraim, Manasse und Simeon, die bei ihnen wohnten; denn es fiel ihm eine gro§e Menge aus Israel zu, als sie sahen, da§ der HERR, sein Gott, mit ihm war. Kap 11,16; Jer 41,5)

10 Und sie versammelten sich in Jerusalem im dritten Monat des fŸnfzehnten Jahres der Herrschaft Asas

11 und opferten dem HERRN am selben Tage von der Beute, die sie hergebracht hatten, siebenhundert Rinder und siebentausend Schafe.

12 Und sie traten in den Bund, den HERRN, den Gott ihrer VŠter, zu suchen von ganzem Herzen und von ganzer Seele. Jos 24,25)

13 Wer aber den HERRN, den Gott Israels, nicht suchen wŸrde, sollte sterben, klein und gro§, Mann und Frau.

14 Und sie schworen dem HERRN mit lauter Stimme, unter Freudengeschrei und unter Trompeten- und Posaunenschall.

15 Und ganz Juda war fršhlich Ÿber den Schwur; denn sie hatten geschworen von ganzem Herzen, und sie suchten den Herrn mit ganzem Willen, und er lie§ sich von ihnen finden. Und der HERR gab ihnen Ruhe ringsumher. Kap 14,5.6; 20,30)

16 Auch setzte der Kšnig Asa seine Mutter Maacha ab, da§ sie nicht mehr Herrin war, weil sie der Aschera ein Greuelbild gemacht hatte. Und Asa zerschlug ihr Greuelbild und zermalmte es und verbrannte es am Bach Kidron. (16-18) 1. Kšn 15,13-15)

17 Aber die Opferhšhen in Israel wurden nicht entfernt; doch war das Herz Asas rechtschaffen sein Leben lang.

18 Und er brachte ins Haus Gottes, was sein Vater geheiligt und was er geheiligt hatte, Silber, Gold und GefŠ§e.

19 Und es war kein Krieg bis in das fŸnfunddrei§igste Jahr der Herrschaft Asas.



16

1 (Asas Abfall und Tod) (vgl. 1. Kšn 15,16-24) Im sechsunddrei§igsten Jahr der Herrschaft Asas zog Bascha, der Kšnig von Israel, herauf gegen Juda und baute Rama aus, damit niemand bei Asa, dem Kšnig von Juda, aus- und eingehen sollte.

2 Aber Asa nahm aus dem Schatz im Hause des HERRN und aus dem Schatz im Hause des Kšnigs Silber und Gold und sandte zu Ben-Hadad, dem Kšnig von Aram, der zu Damaskus herrschte, und lie§ ihm sagen:

3 Es ist ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem und deinem Vater. Darum schicke ich dir Silber und Gold, da§ du den Bund mit Bascha, dem Kšnig von Israel, aufgibst, damit er von mir abzieht.

4 Ben-Hadad hšrte auf die Bitte des Kšnigs Asa und sandte seine Obersten gegen die StŠdte Israels; die schlugen Ijon, Dan und Abel-Majim und von Naftali alle StŠdte mit Kornspeichern.

5 Als Bascha das hšrte, lie§ er ab, Rama auszubauen, und hšrte auf mit seinem Werk.

6 Aber der Kšnig Asa bot ganz Juda auf, und sie nahmen die Steine und das Holz von Rama weg, womit Bascha gebaut hatte, und er baute damit Geba und Mizpa aus.

7 Zu der Zeit kam der Seher Hanani zu Asa, dem Kšnig von Juda, und sprach zu ihm: Weil du dich auf den Kšnig von Aram verlassen hast und nicht auf den HERRN, deinen Gott, darum ist das Heer des Kšnigs von Aram deiner Hand entronnen.

|P Jer 17,5)

8 Hatten nicht die Kuschiter und Libyer eine gro§e Heeresmacht mit sehr viel Wagen und Reitern? Doch der HERR gab sie in deine Hand, da du dich auf ihn verlie§est. Kap 14,8-12)

9 Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, da§ er stŠrke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. Du hast tšricht getan, darum wirst du auch von nun an Krieg haben. Spr 15,3)

10 Aber Asa wurde zornig Ÿber den Seher und legte ihn ins GefŠngnis; denn er grollte ihm darŸber. Auch bedrŸckte er zu dieser Zeit einige vom Volk. Kap 18,26; Mt 14,3)

11 Die Geschichte Asas aber, die frŸhere und die spŠtere, siehe, die steht geschrieben im Buch der Kšnige von Juda und Israel.

12 Und Asa wurde krank an seinen FŸ§en im neununddrei§igsten Jahr seiner Herrschaft, und seine Krankheit nahm sehr zu; und er suchte auch in seiner Krankheit nicht den HERRN, sondern die €rzte.

13 So legte sich Asa zu seinen VŠtern und starb im einundvierzigsten Jahr seiner Herrschaft.

14 Und man begrub ihn in seinem Grabe, das er sich in der Stadt Davids hatte aushauen lassen. Und sie legten ihn auf sein Lager, das man mit gutem RŠucherwerk und allerlei kunstvoll zubereiteter Spezerei gefŸllt hatte, und sie machten ihm zu Ehren einen sehr gro§en Brand. Kap 21,19; Jer 34,5)



17

1 (Joschafats Regierung) Und sein Sohn Joschafat wurde Kšnig an seiner Statt und wurde mŠchtig gegenŸber Israel. 1. Kšn 15,24)

2 Er legte Kriegsvolk in alle festen StŠdte Judas und setzte Amtleute ein im Lande Juda und in den StŠdten Ephraims, die sein Vater Asa erobert hatte.

3 Und der HERR war mit Joschafat; denn er wandelte wie vormals sein Vater David und suchte nicht die Baale,

4 sondern den Gott seines Vaters und wandelte in seinen Geboten und nicht so wie Israel.

5 Darum stŠrkte der HERR das Kšnigtum in seiner Hand. Und ganz Juda gab Joschafat Geschenke, und er hatte gro§en Reichtum und viel Ehre. Kap 18,1)

6 Und als er in den Wegen des HERRN noch mutiger wurde, entfernte er wieder die Opferhšhen und die Ascherabilder aus Juda.

7 Im dritten Jahr seiner Herrschaft sandte er seine Oberen Ben-Hajil, Obadja, Secharja, Netanel und Michaja, da§ sie in den StŠdten Judas lehren sollten,

8 und mit ihnen die Leviten Schemaja, Netanja, Sebadja, Asa‘l, Schemiramot, Jonatan, Adonija, Tobija und Tob-Adonija und mit ihnen die Priester Elischama und Joram.

9 Und sie lehrten in Juda und hatten das Gesetzbuch des HERRN bei sich und zogen in allen StŠdten Judas umher und lehrten das Volk.

10 Da kam der Schrecken des HERRN Ÿber alle Kšnigreiche der LŠnder, die um Juda herum lagen, so da§ sie nicht gegen Joschafat kŠmpften.

11 Sogar einige von den Philistern brachten Joschafat Geschenke und Silber als Abgabe; auch die Araber brachten ihm siebentausendundsiebenhundert Widder und siebentausendundsiebenhundert Bšcke. 1. Kšn 5,1)

12 So wurde Joschafat immer mŠchtiger. Und er baute in Juda Burgen und StŠdte mit Kornspeichern

13 und hatte viel Vorrat in den StŠdten Judas und Kriegsleute, streitbare MŠnner, zu Jerusalem.

14 Und dies war ihre Ordnung nach ihren Sippen: in Juda waren Oberste Ÿber tausend: Adna, der Oberste, und unter ihm dreihunderttausend streitbare MŠnner;

15 neben ihm Johanan, der Oberste, und unter ihm zweihundertundachtzigtausend;

16 neben ihm Amasja, der Sohn Sichris, der sich freiwillig in den Dienst des HERRN gestellt hatte, und unter ihm zweihunderttausend streitbare MŠnner;

17 und aus Benjamin: Eljada, ein streitbarer Mann, und unter ihm zweihunderttausend, die mit Bogen und Schild gerŸstet waren;

18 neben ihm Josabad und unter ihm hundertundachtzigtausend zum Kampf gerŸstete MŠnner.

19 Diese alle dienten dem Kšnig au§er denen, die der Kšnig in die festen StŠdte von ganz Juda gelegt hatte.



18

1 (Joschafats Verbindung mit Ahab von Israel) (vgl. 1. Kšn 22) Und Joschafat hatte gro§en Reichtum und viel Ehre und verschwŠgerte sich mit Ahab. Kap 17,5)

2 Und nach einigen Jahren zog er hinab zu Ahab nach Samaria. Und Ahab lie§ fŸr ihn und fŸr das Volk, das bei ihm war, viele Schafe und Rinder schlachten. Und er beredete ihn, da§ er hinaufzšge nach Ramot in Gilead.

3 Ahab, der Kšnig von Israel, sprach zu Joschafat, dem Kšnig von Juda: Willst du mit mir nach Ramot in Gilead ziehen? Er sprach zu ihm: Ich bin wie du und mein Volk wie dein Volk; wir wollen mit dir in den Kampf.

4 Aber Joschafat sprach zum Kšnig von Israel: Frage doch zuerst nach dem Wort des HERRN! 2. Kšn 3,11)

5 Und der Kšnig von Israel versammelte vierhundert Propheten und sprach zu ihnen: Sollen wir nach Ramot in Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich's lassen? Sie sprachen: Zieh hinauf! Gott wird es in des Kšnigs Hand geben.

6 Joschafat aber sprach: Ist nicht noch irgendein Prophet des HERRN hier, da§ wir durch ihn den Herrn befragen?

7 Der Kšnig von Israel sprach zu Joschafat: Es ist noch ein Mann hier, durch den man den HERRN befragen kann; aber ich bin ihm gram, denn er weissagt Ÿber mich nichts Gutes, sondern immer nur Bšses, nŠmlich Micha, der Sohn Jimlas. Joschafat sprach: Der Kšnig rede so nicht.

8 Und der Kšnig von Israel rief einen seiner KŠmmerer und sprach: Bringe eilends her Micha, den Sohn Jimlas!

9 Und der Kšnig von Israel und Joschafat der Kšnig von Juda, sa§en ein jeder auf seinem Thron, mit ihren kšniglichen Kleidern angetan. Sie sa§en aber auf dem Platz vor dem Tor von Samaria, und alle Propheten fingen an, vor ihnen zu weissagen.

10 Und Zedekia, der Sohn Kenaanas, machte sich eiserne Hšrner und sprach: So spricht der HERR: Hiermit wirst du die AramŠer niedersto§en, bis du sie aufreibst. Vers 23)

11 Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Zieh hinauf nach Ramot in Gilead! Es wird dir gelingen, der HERR wird es in des Kšnigs Hand geben.

12 Und der Bote, der hingegangen war, um Micha zu rufen, sprach zu ihm: Siehe, die Worte der Propheten sind einmŸtig gut fŸr den Kšnig. La§ doch auch dein Wort wie ihr Wort sein und rede Gutes.

13 Micha aber sprach: So wahr der HERR lebt: was mein Gott sagen wird, das will ich reden.

14 Und als er zum Kšnig kam, sprach der Kšnig zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramot in Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich's lassen? Er sprach: Ja, zieht hinauf! Es wird euch gelingen, sie werden in eure HŠnde gegeben werden.

15 Aber der Kšnig sprach zu ihm: Wie oft soll ich dich beschwšren, da§ du mir im Namen des HERRN nichts als die Wahrheit sagst!

16 Da sprach er: Ich sah ganz Israel zerstreut auf den Bergen wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und der HERR sprach: Diese haben keinen Herrn. Ein jeder kehre wieder heim mit Frieden! - Mt 9,36)

17 Da sprach der Kšnig von Israel zu Joschafat: Sagte ich dir nicht: Er weissagt nichts Gutes Ÿber mich, sondern nur Bšses?

18 Micha aber sprach: Darum hšret des HERRN Wort! Ich sah den HERRN sitzen auf seinem Thron, und das ganze himmlische Heer stand zu seiner Rechten und zu seiner Linken. Jes 6,1)

19 Und der HERR sprach: Wer will Ahab, den Kšnig von Israel, betšren, da§ er hinaufziehe und falle bei Ramot in Gilead? Und als dieser so und jener anders redete,

20 trat ein Geist vor und stellte sich vor den HERRN und sprach: Ich will ihn betšren. Der HERR aber sprach zu ihm: Womit? Hiob 1,6)

21 Er sprach: Ich will ausfahren und ein LŸgengeist sein in aller seiner Propheten Mund. Und der Herr sprach: Du wirst ihn betšren und wirst es ausrichten; fahr hin und tu das!

22 Nun siehe, der HERR hat einen LŸgengeist in den Mund dieser deiner Propheten gegeben, und der HERR hat Unheil gegen dich geredet.

23 Da trat herzu Zedekia, der Sohn Kenaanas, und schlug Micha auf die Backe und sprach: Auf welchem Wege sollte der Geist des HERRN von mir gewichen sein, um nun durch dich zu reden? Vers 10)

24 Micha sprach: Wahrlich, an jenem Tage wirst du's sehen, wenn du von einer Kammer in die andere gehst, um dich zu verstecken.

25 Aber der Kšnig von Israel sprach: Nehmt Micha und bringt ihn zu Amon, dem Stadthauptmann, und zu Joasch, dem Sohn des Kšnigs,

26 und sagt: So spricht der Kšnig: Legt diesen ins GefŠngnis und speist ihn nur kŠrglich mit Brot und Wasser, bis ich wiederkomme mit Frieden! Kap 16,10)

27 Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der HERR nicht durch mich geredet. Und er sprach: Hšret, alle Všlker!

28 So zogen der Kšnig von Israel und Joschafat, der Kšnig von Juda, hinauf nach Ramot in Gilead.

29 Und der Kšnig von Israel sprach zu Joschafat: Ich will mich verkleiden und in den Kampf ziehen, du aber behalte deine kšniglichen Kleider an! Und der Kšnig von Israel verkleidete sich, und sie zogen in den Kampf.

30 Aber der Kšnig von Aram hatte den Obersten Ÿber seine Wagen geboten: Ihr sollt nicht kŠmpfen gegen Geringe und Hohe, sondern allein gegen den Kšnig von Israel.

31 Als nun die Obersten der Wagen Joschafat sahen, dachten sie, es sei der Kšnig von Israel, und umringten ihn, um gegen ihn zu kŠmpfen. Aber Joschafat schrie, und der HERR half ihm, und Gott lockte sie von ihm weg.

32 Denn als die Obersten der Wagen merkten, da§ er nicht der Kšnig von Israel war, wandten sie sich von ihm ab.

33 Es spannte aber ein Mann seinen Bogen von ungefŠhr und scho§ den Kšnig von Israel zwischen Panzer und WehrgehŠnge. Da sprach er zu seinem Wagenlenker: Wende um und fŸhre mich aus dem Kampf; denn ich bin verwundet!

34 Aber der Kampf nahm immer mehr zu an jenem Tage, und der Kšnig von Israel blieb in seinem Wagen stehen gegenŸber den AramŠern bis zum Abend; und er starb, als die Sonne unterging.



19

1 Joschafat aber, der Kšnig von Juda, kam wieder heim mit Frieden nach Jerusalem.

2 Und es ging ihm der Seher Jehu, der Sohn Hananis, entgegen und sprach zum Kšnig Joschafat: Sollst du so dem Gottlosen helfen und die lieben, die den HERRN hassen? Darum kommt Ÿber dich der Zorn vom HERRN.

3 Etwas Gutes ist aber doch an dir gefunden, da§ du die Bilder der Aschera aus dem Lande ausgetilgt und dein Herz darauf gerichtet hast, Gott zu suchen. Kap 17,3.6)

4 (Joschafat ordnet die Rechtsprechung) Und Joschafat blieb in Jerusalem. Und er zog wieder im Volk umher von Beerscheba an bis auf das Gebirge Ephraim und brachte sie zurŸck zu dem HERRN, dem Gott ihrer VŠter.

5 Und er bestellte Richter im Lande in allen festen StŠdten Judas, Stadt fŸr Stadt,

6 und sprach zu den Richtern: Seht zu, was ihr tut! Denn ihr haltet Gericht nicht im Namen von Menschen, sondern im Namen des HERRN, und er ist bei euch, wenn ihr Recht sprecht. 5. Mose 1,17)

7 Darum la§t die Furcht des HERRN bei euch sein, haltet und tut das Recht; denn bei dem HERRN, unserm Gott, ist kein Unrecht, weder Ansehen der Person noch Annehmen von Geschenken. 2. Mose 18,21, 5. Mose 10,17; Ršm 2,11)

8 Auch bestellte Joschafat in Jerusalem einige aus den Leviten und Priestern und SippenhŠuptern Israels fŸr das Gericht des HERRN und fŸr die StreitfŠlle der Einwohner Jerusalems. 5. Mose 17,8.9; 19,17)

9 Ihnen gebot er und sprach: Tut also in der Furcht des HERRN, in Treue und mit ganzem Herzen!

10 In allen StreitfŠllen, die vor euch kommen von euren BrŸdern, die in ihren StŠdten wohnen, es gehe um Bluttat, um Gesetz und Gebot, um Satzungen und Rechte, da sollt ihr sie unterrichten, da§ sie sich nicht am HERRN verschulden und ein Zorn Ÿber euch und eure BrŸder komme. Tut also, so werdet ihr euch nicht verschulden.

11 Siehe, der Hohepriester Amarja ist Ÿber euch bestellt in allen Sachen des HERRN, und Sebadja, der Sohn Jismaels, der Vorsteher im Hause Juda, in allen Sachen des Kšnigs; und als Amtleute habt ihr die Leviten bei euch. Geht unverzagt ans Werk, und der HERR wird mit dem Guten sein.



20

1 (Joschafats Sieg Ÿber die Ammoniter und Moabiter) Danach kamen die Moabiter, die Ammoniter und mit ihnen auch M‘uniter, um gegen Joschafat zu kŠmpfen.

2 Und man kam und sagte zu Joschafat: Es kommt gegen dich eine gro§e Menge von jenseits des Salzmeeres, von Edom, und siehe, sie sind schon in Hazezon-Tamar, das ist En-Gedi.

3 Joschafat aber fŸrchtete sich und richtete sein Angesicht darauf, den HERRN zu suchen; und er lie§ in ganz Juda ein Fasten ausrufen.

4 Und Juda kam zusammen, den HERRN zu suchen; auch aus allen StŠdten Judas kamen sie, den HERRN zu suchen. Kap 15,9-15)

5 Und Joschafat trat hin unter die Gemeinde Judas und Jerusalems im Hause des HERRN vorn im neuen Vorhof

6 und sprach: HERR, du Gott unserer VŠter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher Ÿber alle Kšnigreiche der Heiden? Und in deiner Hand ist Kraft und Macht, und es ist niemand, der dir zu widerstehen vermag. 1. Mose 18,25, 1. Chr 29,12)

7 Hast du, unser Gott, nicht die Bewohner dieses Landes vertrieben vor deinem Volk Israel und hast es den Nachkommen Abrahams, deines Freundes, gegeben fŸr immer?

8 Und sie wohnten darin und haben dir ein Heiligtum fŸr deinen Namen gebaut und gesagt:

9 Wenn UnglŸck, Schwert, Strafe, Pest oder Hungersnot Ÿber uns kommen, werden wir vor diesem Hause und vor dir stehen - denn dein Name ist in diesem Hause - und zu dir schreien in unserer Not, und du wirst hšren und helfen. Kap 6,28-30)

10 Nun siehe, die Ammoniter, Moabiter und die vom Gebirge Se•r, durch die du Israel nicht hindurchziehen lie§est, als sie aus €gyptenland kamen - sondern sie mu§ten vor ihnen weichen und durften sie nicht ausrotten -, 5. Mose 2,4.5.9.19)

11 siehe, sie lassen uns das entgelten und kommen, uns auszutreiben aus deinem Eigentum, das du uns gegeben hast.

12 Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft gegen dies gro§e Heer, das gegen uns kommt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir.

13 Und ganz Juda stand vor dem HERRN mit seinen Alten, Frauen und Kindern.

14 Aber der Geist des HERRN kam mitten in der Gemeinde auf Jahasi‘l, den Sohn Secharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehi‘ls, des Sohnes Mattanjas, den Leviten aus den Sšhnen Asaf.

15 Und Jahasi‘l sprach: Merket auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, Kšnig Joschafat! So spricht der HERR zu euch: Ihr sollt euch nicht fŸrchten und nicht verzagen vor diesem gro§en Heer; denn nicht ihr kŠmpft, sondern Gott. (15-17) 2. Mose 14,13.14)

16 Morgen sollt ihr gegen sie hinabziehen. Wenn sie den Hšhenweg von Ziz heraufkommen, werdet ihr auf sie treffen, wo das Tal endet, vor der WŸste Jeru‘l.

17 Aber nicht ihr werdet dabei kŠmpfen; tretet nur hin und steht und seht die Hilfe des HERRN, der mit euch ist, Juda und Jerusalem! FŸrchtet euch nicht und verzaget nicht! Morgen zieht ihnen entgegen! Der HERR ist mit euch.

18 Da beugte sich Joschafat mit seinem Antlitz zur Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor dem HERRN nieder und beteten den HERRN an.

19 Und die Leviten von den Sšhnen Kehat und von den Sšhnen Korach schickten sich an, den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit laut schallender Stimme.

20 Und sie machten sich frŸh am Morgen auf und zogen aus zur WŸste Tekoa. Und als sie auszogen, trat Joschafat hin und sprach: Hšret mir zu, Juda und ihr Einwohner von Jerusalem! Glaubet an den HERRN, euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glaubet seinen Propheten, so wird es euch gelingen. Jes 7,9; 28,16)

21 Und er beriet sich mit dem Volk und bestellte SŠnger fŸr den HERRN, da§ sie in heiligem Schmuck Loblieder sŠngen und vor den Kriegsleuten herzšgen und sprŠchen: Danket dem HERRN; denn seine Barmherzigkeit wŠhret ewiglich. Ps 106,1)

22 Und als sie anfingen mit Danken und Loben, lie§ der HERR einen Hinterhalt kommen Ÿber die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirg Se•r, die gegen Juda ausgezogen waren, und sie wurden geschlagen.

23 Es stellten sich die Ammoniter und Moabiter gegen die Leute vom Gebirge Se•r, um sie auszurotten und zu vertilgen. Und als sie die Leute vom Gebirge Sei‘r alle aufgerieben hatten, kehrte sich einer gegen den andern, und sie wurden einander zum Verderben.

24 Als aber Juda an den Ort kam, wo man in die WŸste sehen kann, und sie sich gegen das Heer wenden wollten, siehe, da lagen nur Leichname auf der Erde; keiner war entronnen.

25 Und Joschafat kam mit seinem Volk, die Beute auszuteilen, und sie fanden Vieh in Menge und GŸter und Kleider und kostbare GerŠte und nahmen sich so viel weg, da§ es kaum zu tragen war, und teilten drei Tage die Beute aus; denn es war viel.

26 Am vierten Tage aber kamen sie zusammen im Lobetal; denn dort lobten sie den HERRN. Daher hei§t die StŠtte ÈLobetalÇ bis auf diesen Tag.

27 So kehrte jedermann von Juda und Jerusalem wieder um und Joschafat an der Spitze, da§ sie nach Jerusalem zšgen mit Freuden; denn der HERR hatte ihnen Freude gegeben an ihren Feinden.

28 Und sie zogen in Jerusalem ein mit Psaltern, Harfen und Trompeten zum Hause des HERRN.

29 Und der Schrecken Gottes kam Ÿber alle Kšnigreiche der LŠnder, als sie hšrten, da§ der HERR gegen die Feinde Israels gestritten hatte.

30 Also hatte das Kšnigreich Joschafats Frieden, und sein Gott gab ihm Ruhe ringsumher. Kap 15,15)

31 (Joschafats Vertrag mit Ahasja von Israel) (vgl. 1. Kšn 22,41-50) Und Joschafat regierte Ÿber Juda; er war fŸnfunddrei§ig Jahre alt, als er Kšnig wurde; und er regierte fŸnfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie§ Asuba, eine Tochter Schilhis.

32 Und er wandelte in dem Wege seines Vaters Asa und lie§ nicht davon ab und tat, was dem HERRN wohlgefiel.

33 Nur die Opferhšhen wurden nicht entfernt; denn das Volk hatte sein Herz noch nicht ganz zu dem Gott seiner VŠter gewandt.

34 Was aber mehr von Joschafat zu sagen ist, die frŸhere und die spŠtere Geschichte, siehe, das steht geschrieben in den Geschichten Jehus, des Sohnes Hananis, die aufgenommen sind in das Buch der Kšnige von Israel.

35 Danach schlo§ Joschafat, der Kšnig von Juda, einen Vertrag mit Ahasja, dem Kšnig von Israel, der gottlos war in seinem Tun. 1. Kšn 22,52-54)

36 Er kam mit ihm Ÿberein, Schiffe zu bauen, um nach Tarsis zu fahren; und sie bauten die Schiffe in Ezjon-Geber.

37 Aber Eli‘ser, der Sohn Dodawas von Marescha, weissagte gegen Joschafat und sprach: Weil du mit Ahasja Ÿbereingekommen bist, zerstšrt der HERR dein Werk. Und die Schiffe zerschellten und konnten nicht nach Tarsis fahren.



21

1 (Jorams gottlose Regierung) (vgl. 1. Kšn 22,51; 2. Kšn 8,16-22) Und Joschafat legte sich zu seinen VŠtern und wurde begraben bei seinen VŠtern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Joram wurde Kšnig an seiner Statt.

2 Und Joram hatte BrŸder, Joschafats Sšhne: Asarja, Jehi‘l, Secharja, Asarja, Michael und Schefatja; diese alle waren Sšhne Joschafats, des Kšnigs von Juda.

3 Und ihr Vater gab ihnen viele Gaben an Silber, Gold und Kleinoden, dazu feste StŠdte in Juda; aber das Kšnigtum gab er Joram; denn der war der Erstgeborene.

4 Als aber Joram das Kšnigtum seines Vaters Ÿbernommen hatte und mŠchtig wurde, erschlug er alle seine BrŸder mit dem Schwert, dazu auch einige Obere in Israel.

5 Zweiunddrei§ig Jahre alt war Joram, als er Kšnig wurde; und er regierte acht Jahre zu Jerusalem

6 und wandelte in dem Wege der Kšnige von Israel, wie das Haus Ahab getan hatte; denn Ahabs Tochter war seine Frau. Und er tat, was dem HERRN mi§fiel.

7 Aber der HERR wollte das Haus David nicht verderben um des Bundes willen, den er mit David geschlossen hatte, und wie er ihm zugesagt hatte, ihm eine Leuchte zu geben und seinen Sšhnen immerdar. 2. Sam 7,12, 1. Kšn 11,36; Ps 132,17)

8 Zu seiner Zeit fielen die Edomiter von Juda ab und setzten einen Kšnig Ÿber sich.

9 Da zog Joram hin mit seinen Obersten und alle Wagen mit ihm, und er machte sich des Nachts auf und schlug die Edomiter, die ihn umringt hatten, und die Obersten Ÿber die Wagen.

10 Doch blieben die Edomiter abtrŸnnig von Juda bis auf diesen Tag. Zur selben Zeit fiel Libna auch von ihm ab; denn er hatte den HERRN, den Gott seiner VŠter, verlassen.

11 Auch machte er Opferhšhen in den StŠdten Judas und verleitete die Einwohner von Jerusalem zur Abgštterei und verfŸhrte Juda.

12 Es kam aber ein Brief zu ihm von dem Propheten Elia, der lautete: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Weil du nicht gewandelt bist in den Wegen deines Vaters Joschafat und nicht in den Wegen Asas, des Kšnigs von Juda,

13 sondern wandelst in dem Wege der Kšnige von Israel und verleitest Juda und die Bewohner von Jerusalem zur Abgštterei nach der Abgštterei des Hauses Ahab und weil du dazu erschlagen hast deine BrŸder, deines Vaters Haus, die besser waren als du,

14 siehe, so wird dich der HERR mit einer gro§en Plage schlagen an deinem Volk, an deinen Kindern, an deinen Frauen und an aller deiner Habe.

15 Du aber wirst viel Krankheit haben in deinen Eingeweiden, bis Ÿber Jahr und Tag deine Eingeweide vor Krankheit heraustreten.

16 Und der HERR erweckte gegen Joram den Geist der Philister und Araber, die neben den Kuschitern wohnen.

17 Und sie zogen herauf und brachen in Juda ein und fŸhrten alle Habe weg, die vorhanden war im Hause des Kšnigs, dazu seine Sšhne und seine Frauen, so da§ ihm kein Sohn Ÿbrigblieb au§er Joahas, seinem jŸngsten Sohn.

18 Und nach dem allen plagte ihn der HERR mit einer Krankheit in seinen Eingeweiden; die war nicht zu heilen.

19 Und als das Ÿber Jahr und Tag wŠhrte, bis die Zeit von zwei Jahren um war, traten in seiner Krankheit seine Eingeweide heraus, und er starb unter schlimmen Schmerzen. Und man machte keinen Brand ihm zu Ehren, wie man seinen VŠtern getan hatte. Kap 16,14)

20 Zweiunddrei§ig Jahre alt war er, als er Kšnig wurde; und er regierte acht Jahre zu Jerusalem und ging dahin unbedauert. Und sie begruben ihn in der Stadt Davids, aber nicht in den GrŠbern der Kšnige. Kap 24,25)



22

1 (Ahasjas gottlose Regierung) (vgl. 2. Kšn 8,25-29) Und die Einwohner von Jerusalem machten Ahasja, Jorams jŸngsten Sohn, zum Kšnig an seiner Statt; denn die streifende Rotte, die mit den Arabern ins Lager gekommen war, hatte die Šlteren Sšhne alle erschlagen. Darum wurde Ahasja Kšnig, der Sohn Jorams, des Kšnigs von Juda.

2 Zweiundzwanzig Jahre alt war Ahasja, als er Kšnig wurde; und er regierte ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter hie§ Atalja, die Tochter Omris.

3 Und auch er wandelte in den Wegen des Hauses Ahab; denn seine Mutter hielt ihn dazu an, gottlos zu sein.

4 Darum tat er, was dem HERRN mi§fiel, wie das Haus Ahab; denn sie waren seine Ratgeber nach seines Vaters Tod, ihm zum Verderben.

5 Er wandelte nach ihrem Rat; denn er zog hin mit Joram, dem Sohn Ahabs, dem Kšnig von Israel, in den Kampf nach Ramot in Gilead gegen Hasa‘l, den Kšnig von Aram. Aber die AramŠer verwundeten Joram,

6 so da§ er umkehrte, um sich in Jesreel heilen zu lassen von den Wunden, die ihm bei Rama geschlagen waren, als er mit Hasa‘l, dem Kšnig von Aram, kŠmpfte. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der Kšnig von Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen, weil er krank lag;

7 denn es war von Gott Ÿber Ahasja zu seinem Verderben beschlossen, da§ er zu Joram kŠme. Und als er kam, zog er mit Joram aus gegen Jehu, den Sohn Nimschis, den der HERR gesalbt hatte, um das Haus Ahab auszurotten. 1. Kšn 19,16, 2. Kšn 9,6.7)

8 Als nun Jehu die Strafe am Hause Ahab vollzog, traf er auf einige Obere aus Juda und auf die Sšhne der BrŸder Ahasjas, die Ahasja dienten, und er tštete sie. 2. Kšn 10,12-14)

9 Und er suchte Ahasja, und man fing ihn in Samaria, wo er sich versteckt hatte, und er wurde zu Jehu gebracht. Der tštete ihn, und man begrub ihn; denn sie sprachen: Er ist Joschafats Sohn, der von ganzem Herzen den HERRN suchte. Und es war niemand mehr aus dem Hause Ahasjas, der zum Kšnigtum tŸchtig war. 2. Kšn 9,27-29)

10 (Joasch wird gegen Atalja zum Kšnig erhoben) (vgl. 2. Kšn 11) Als aber Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, da§ ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte um alle vom kšniglichen Geschlecht im Hause Juda.

11 Aber Joscheba, eine Kšnigstochter, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der Sšhne des Kšnigs, die getštet wurden, und brachte ihn mit seiner Amme in die Bettenkammer. So verbarg ihn Joscheba, die Tochter des Kšnigs Joram, die Frau des Priesters Jojada, - denn sie war Ahasjas Schwester - vor Atalja, so da§ er nicht getštet wurde.

12 Und er war bei ihnen im Hause Gottes versteckt sechs Jahre, solange Atalja im Lande Kšnigin war.



23

1 Aber im siebenten Jahr fa§te Jojada Mut und schlo§ einen Bund mit den Hauptleuten Ÿber hundert, nŠmlich mit Asarja, dem Sohn Jerohams, Jismael, dem Sohn Johanans, Asarja, dem Sohn Obeds, Maaseja, dem Sohn Adajas, und Elischafat, dem Sohn Sichris.

2 Die zogen umher in Juda und brachten die Leviten aus allen StŠdten Judas zusammen und die HŠupter der Sippen in Israel, da§ sie nach Jerusalem kŠmen.

3 Und die ganze Gemeinde schlo§ einen Bund im Hause Gottes mit dem Kšnig. Und Jojada sprach zu ihnen: Siehe, des Kšnigs Sohn soll Kšnig sein, wie der HERR den Sšhnen David zugesagt hat.

4 So sollt ihr nun tun: Ein Drittel von euch, den Priestern und Leviten, die am Sabbat ihren Dienst antreten, soll Wache halten an den Toren

5 und ein Drittel im Hause des Kšnigs und ein Drittel am Grundtor; aber alles Volk soll in den Vorhšfen am Hause des HERRN sein.

6 Und da§ niemand in das Haus des HERRN gehe! Nur die Priester und die Leviten, die Dienst tun, die sollen hineingehen, denn sie sind heilig; und alles Volk tue nach dem Gebot des HERRN.

7 Und die Leviten sollen sich rings um den Kšnig herumstellen, ein jeder mit seiner Waffe in der Hand. Und wer in das Haus des Herrn geht, der sei des Todes! Und sie sollen um den Kšnig sein, wenn er aus- und eingeht.

8 Und die Leviten und ganz Juda taten, wie der Priester Jojada geboten hatte, und ein jeder nahm seine Leute, die am Sabbat antraten, samt denen, die am Sabbat abtraten. Denn der Priester Jojada lie§ die Abteilungen nicht auseinandergehen.

9 Und der Priester Jojada gab den Hauptleuten Ÿber hundert die Spie§e und Schilde und Waffen des Kšnigs David, die im Hause Gottes waren,

10 und stellte alles Volk auf, einen jeden mit seiner Waffe in der Hand, von der rechten Seite des Hauses im SŸden bis zur linken Seite im Norden vor dem Altar und dem Hause um den Kšnig herum.

11 Und sie fŸhrten den Sohn des Kšnigs heraus und setzten ihm die Krone auf und gaben ihm die Ordnung und machten ihn zum Kšnig. Und Jojada und seine Sšhne salbten ihn und sprachen: Es lebe der Kšnig!

12 Als aber Atalja das Geschrei des Volks hšrte, das herzulief und den Kšnig umjubelte, ging sie zum Volk in das Haus des HERRN.

13 Und sie sah, und siehe, der Kšnig stand an seiner StŠtte im Eingang und die Oberen und die Trompeter um den Kšnig, und alles Volk des Landes war fršhlich, und man blies die Trompeten, und die SŠnger mit allerlei Saitenspiel standen da und gaben das Zeichen zum Jubel. Da zerri§ Atalja ihre Kleider und rief: Aufruhr, Aufruhr!

14 Aber der Priester Jojada gebot den Hauptleuten Ÿber hundert, die Ÿber das Heer gesetzt waren: FŸhrt sie zwischen den Reihen hinaus, und wer ihr nachfolgt, den soll man mit dem Schwert tšten! Denn der Priester hatte befohlen, man sollte sie nicht tšten im Hause des HERRN.

15 Und sie legten die HŠnde an sie, und als sie zum Eingang des Ro§tors kam am Hause des Kšnigs, tšteten sie sie dort.

16 Und Jojada schlo§ einen Bund zwischen dem HERRN und dem ganzen Volk und dem Kšnig, da§ sie des HERRN Volk sein sollten. Kap 15,12)

17 Da ging das ganze Volk in das Haus Baals und brach es ab, und seine AltŠre und Bilder zerbrachen sie und tšteten Mattan, den Priester Baals, vor den AltŠren.

18 Und Jojada bestellte die €mter am Hause des HERRN aus den Priestern und den Leviten, die David fŸr das Haus des HERRN verordnet hatte, dem HERRN Brandopfer zu bringen, wie es geschrieben steht im Gesetz des Mose, mit Freuden und mit Liedern, nach Davids Weisung, Kap 7,6; 29,25-30)

19 und er stellte Wachen an die Tore am Hause des HERRN, da§ niemand hineinkŠme, der sich an irgend etwas unrein gemacht hatte.

20 Und er nahm die Hauptleute Ÿber hundert und die MŠchtigen und die Herren im Volk und alles Volk des Landes und fŸhrte den Kšnig vom Hause des HERRN hinab; und sie zogen durch das obere Tor in das Haus des Kšnigs und lie§en den Kšnig sich auf den kšniglichen Thron setzen.

21 Und alles Volk des Landes war fršhlich, aber die Stadt blieb still, obwohl Atalja mit dem Schwert erschlagen war.



24

1 (Joaschs Sorge fŸr den Tempel) (vgl. 2. Kšn 12,1-17) Joasch war sieben Jahre alt, als er Kšnig wurde; und er regierte vierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie§ Zibja, aus Beerscheba.

2 Und Joasch tat, was dem HERRN wohlgefiel, solange der Priester Jojada lebte.

3 Und Jojada nahm zwei Frauen fŸr Joasch, und er zeugte Sšhne und Tšchter.

4 Danach nahm sich Joasch vor, das Haus des HERRN zu erneuern,

5 und versammelte die Priester und Leviten und sprach zu ihnen: Zieht hin in alle StŠdte Judas und sammelt Geld aus ganz Israel, um jŠhrlich das Haus eures Gottes auszubessern, und eilet, solches zu tun! Aber die Leviten eilten nicht.

6 Da rief der Kšnig den Hohenpriester Jojada und sprach zu ihm: Warum hast du nicht acht auf die Leviten, da§ sie von Juda und Jerusalem die Steuer einbringen, die Mose, der Knecht des HERRN, und die Gemeinde fŸr die StiftshŸtte zu sammeln Israel geboten haben? 2. Mose 30,12.13)

7 Denn die gottlose Atalja und ihre Sšhne haben das Haus Gottes verfallen lassen, und alles, was dem Hause des HERRN geheiligt war, haben sie an die Baale gebracht. Kap 22,3.4)

8 Da befahl der Kšnig, da§ man eine Lade machte, und man stellte sie au§en ins Tor am Hause des HERRN;

9 und sie lie§en in Juda und Jerusalem ausrufen, da§ man dem HERRN die Steuer bringen solle, die in der WŸste von Mose, dem Knecht Gottes, auf Israel gelegt war.

10 Da freuten sich alle Oberen und alles Volk und brachten's und warfen's in die Lade, bis sie voll wurde.

11 Und wenn man die Lade durch die Leviten zur Verwaltung des Kšnigs brachte und man sah, da§ viel Geld darin war, so kam der Schreiber des Kšnigs und der Beauftragte des Hohenpriesters, und man schŸttete die Lade aus, und sie trugen sie wieder hin an ihren Ort. So taten sie alle Tage und brachten viel Geld zusammen.

12 Und der Kšnig und Jojada gaben es den Werkmeistern, die am Hause des HERRN arbeiteten. Diese stellten Steinmetzen und Zimmerleute an, um das Haus des HERRN zu erneuern, und auch Meister in Eisen und Kupfer, um das Haus des HERRN auszubessern.

13 Und die Werkmeister sorgten dafŸr, da§ durch sie die Ausbesserung fortschritt, und so stellten sie das Haus Gottes nach seinem alten Ma§ wieder her.

14 Und als sie es vollendet hatten, brachten sie das Ÿbrige Geld vor den Kšnig und Jojada. Davon machte man GerŠte fŸr das Haus des HERRN, GerŠte fŸr den Dienst und fŸr die Brandopfer, Lšffel und goldene und silberne GerŠte. Und sie opferten Brandopfer im Hause des HERRN allezeit, solange Jojada lebte.

15 Und Jojada ward alt und lebenssatt und starb und war hundertunddrei§ig Jahre alt, als er starb. 1. Chr 29,28)

16 Und sie begruben ihn in der Stadt Davids bei den Kšnigen, weil er an Israel und an Gott und seinem Hause wohlgetan hatte.

17 (Joasch' Abfall und Ende) Und nach dem Tode Jojadas kamen die Oberen Judas und huldigten dem Kšnig; da hšrte der Kšnig auf sie.

18 Und sie verlie§en das Haus des HERRN, des Gottes ihrer VŠter, und dienten den Bildern der Aschera und den Gštzen. Da kam der Zorn Ÿber Juda und Jerusalem um dieser ihrer Schuld willen.

19 Der HERR aber sandte Propheten zu ihnen, da§ sie sich zum HERRN bekehren sollten, und sie ermahnten sie, aber sie nahmen's nicht zu Ohren.

20 Und der Geist Gottes ergriff Secharja, den Sohn des Priesters Jojada. Der trat vor das Volk und sprach zu ihnen: So spricht Gott: Warum Ÿbertretet ihr die Gebote des HERRN, so da§ ihr kein Gelingen habt? Denn ihr habt den HERRN verlassen, darum wird er euch auch verlassen. (20 und 21) Mt 23,35; Hebr 11,37)

21 Aber sie machten eine Verschwšrung gegen ihn und steinigten ihn auf Befehl des Kšnigs im Vorhof am Hause des HERRN.

22 Und der Kšnig Joasch gedachte nicht an die Barmherzigkeit, die Jojada, der Vater Secharjas, an ihm getan hatte, sondern tštete seinen Sohn. Der aber sprach, als er starb: Der HERR wird es sehen und strafen. Kap 23)

23 Und als das Jahr um war, zog herauf das Heer der AramŠer, und sie kamen nach Juda und Jerusalem und brachten alle Oberen im Volk um, und all ihren Raub sandten sie dem Kšnig von Damaskus. (23-27) 2. Kšn 12,18-22)

24 Denn obwohl das Heer der AramŠer mit wenigen MŠnnern kam, gab der HERR ein sehr gro§es Heer in ihre Hand, weil Juda den HERRN, den Gott ihrer VŠter, verlassen hatte. Damit vollzogen sie an Joasch die Strafe.

25 Und als sie von ihm zogen, lie§en sie ihn in gro§er Krankheit zurŸck. Es machten aber seine Gro§en eine Verschwšrung gegen ihn um der Blutschuld willen an dem Sohn des Priesters Jojada und tšteten ihn auf seinem Bett, und er starb. Und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber nicht in den GrŠbern der Kšnige. Kap 21,20)

26 Diese aber machten die Verschwšrung gegen ihn: Josachar, der Sohn der Schimat, der Ammoniterin, und Josabad, der Sohn der Schomer, der Moabiterin.

27 Aber seine Sšhne und die Menge der Steuern, die er veranla§te, und der Bau des Hauses Gottes, siehe, das steht geschrieben in den Geschichten im Buch der Kšnige. Und sein Sohn Amazja wurde Kšnig an seiner Statt.



25

1 (Amazja) (vgl. 2. Kšn 14,1-20) FŸnfundzwanzig Jahre alt war Amazja, als er Kšnig wurde; und er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie§ Joaddan, aus Jerusalem.

2 Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, doch nicht von ganzem Herzen.

3 Als er nun das Kšnigtum fest in der Hand hatte, tštete er seine Gro§en, die den Kšnig, seinen Vater, erschlagen hatten. Kap 24,25)

4 Aber ihre Sšhne tštete er nicht; denn so steht es geschrieben im Gesetz, im Buch des Mose, wo der HERR gebietet: Die VŠter sollen nicht sterben fŸr die Kinder und die Kinder nicht fŸr die VŠter, sondern ein jeder soll nur um seiner SŸnde willen sterben. 5. Mose 24,16)

5 Und Amazja bot Juda auf und ordnete sie, ganz Juda und Benjamin, nach ihren Sippen unter die Obersten Ÿber tausend und unter die Hauptleute Ÿber hundert und musterte sie von zwanzig Jahren an und darŸber, und es fanden sich dreihunderttausend auserlesene Leute, die in den Krieg ziehen und Spie§ und Schild fŸhren konnten.

6 Dazu warb er aus Israel hunderttausend Kriegsleute fŸr hundert Zentner Silber.

7 Es kam aber ein Mann Gottes zu ihm und sprach: Kšnig, la§ nicht das Heer Israels mit dir ziehen, denn der HERR ist nicht mit Israel, mit allen MŠnnern von Ephraim;

8 denn wenn du denkst, mit ihnen stark zu sein zum Kampf, so wird Gott dich vor den Feinden fallen lassen. Denn bei Gott steht die Kraft zu helfen und fallen zu lassen.

9 Amazja sprach zu dem Mann Gottes: Was soll man dann tun mit den hundert Zentnern, die ich den Kriegsleuten aus Israel gegeben habe? Der Mann Gottes sprach: Es steht beim HERRN, dir mehr zu geben als dies.

10 Da sonderte Amazja die Kriegsleute ab, die zu ihm aus Ephraim gekommen waren, da§ sie wieder heimkehrten. Da entbrannte ihr Zorn sehr gegen Juda, und sie zogen zurŸck an ihren Ort mit grimmigem Zorn.

11 Und Amazja ward getrost und fŸhrte sein Volk aus und zog ins Salztal und erschlug zehntausend MŠnner von Se•r.

12 Und die MŠnner von Juda fingen zehntausend von ihnen lebendig; die fŸhrten sie auf die Spitze eines Felsens und stŸrzten sie von der Spitze des Felsens, da§ sie alle zerschellten.

13 Aber die Kriegsleute, die Amazja hatte ziehen lassen, da§ sie nicht mit seinem Volk in den Kampf zšgen, fielen in die StŠdte Judas ein von Samaria bis nach Bet-Horon und erschlugen dreitausend Mann von ihnen und gewannen viel Beute.

14 Und als Amazja vom Siege Ÿber die Edomiter wiederkam, brachte er die Gštter der Leute von Se•r mit und stellte sie sich als Gštter auf und betete sie an und opferte ihnen.

15 Da entbrannte der Zorn des HERRN Ÿber Amazja, und er sandte einen Propheten zu ihm. Der sprach zu ihm: Warum suchst du die Gštter des Volks, die ihr Volk nicht aus deiner Hand erretten konnten?

16 Und als er so mit ihm redete, sprach der Kšnig zu ihm: Hat man dich zu des Kšnigs Ratgeber gemacht? Hšre auf! Warum willst du getštet werden? Da hšrte der Prophet auf und sprach: Ich merke wohl, da§ Gott beschlossen hat, dich zu verderben, weil du solches getan und auf meinen Rat nicht gehšrt hast.

17 Und Amazja, der Kšnig von Juda, entschlo§ sich, hinzusenden zu Joasch, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem Kšnig von Israel, und lie§ ihm sagen: Komm, wir wollen uns miteinander messen!

18 Aber Joasch, der Kšnig von Israel, sandte zu Amazja, dem Kšnig von Juda, und antwortete ihm: Der Dornstrauch im Libanon sandte zur Zeder im Libanon und lie§ ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zur Frau! Aber das Wild im Libanon lief Ÿber den Dornstrauch und zertrat ihn. Ri 9,14)

19 Du denkst: Siehe, ich habe die Edomiter geschlagen. DarŸber erhebt sich dein Herz, und du suchst noch mehr Ruhm. Bleib doch daheim. Warum suchst du dein UnglŸck, da§ du zu Fall kommst und Juda mit dir?

20 Aber Amazja hšrte nicht darauf; denn es geschah von Gott, um sie in die Hand des Joasch zu geben, weil sie die Gštter der Edomiter gesucht hatten.

21 Da zog Joasch, der Kšnig von Israel, herauf, und sie ma§en sich miteinander, er und Amazja, der Kšnig von Juda, bei Bet-Schemesch, das in Juda liegt.

22 Aber Juda wurde vor Israel her geschlagen, und sie flohen, ein jeder in sein Haus.

23 Aber Amazja, den Sohn des Joasch, den Kšnig von Juda, nahm Joasch, der Sohn des Joahas, der Kšnig von Israel, bei Bet-Schemesch gefangen und brachte ihn nach Jerusalem und ri§ die Mauer von Jerusalem ein vom Tor Ephraim bis an das Ecktor, vierhundert Ellen lang.

24 Und alles Gold und Silber und alle GerŠte, die im Hause Gottes unter der Obhut von Obed-Edom vorhanden waren, und die SchŠtze im Hause des Kšnigs und die Geiseln nahm er mit sich nach Samaria. 1. Chr 26,13.15)

25 Und Amazja, der Sohn des Joasch, der Kšnig von Juda, lebte nach dem Tode des Joasch, des Sohnes des Joahas, des Kšnigs von Israel, noch fŸnfzehn Jahre.

26 Was aber mehr von Amazja zu sagen ist, die frŸhere und die spŠtere Geschichte, siehe, das steht geschrieben im Buch der Kšnige von Juda und Israel.

27 Und von der Zeit an, da Amazja von dem HERRN wich, machten sie eine Verschwšrung gegen ihn in Jerusalem. Er aber floh nach Lachisch. Da sandten sie hinter ihm her nach Lachisch und tšteten ihn dort. Kap 24,25)

28 Und sie brachten ihn auf Rossen und begruben ihn bei seinen VŠtern in der Stadt Davids.



26

1 (Usija) (vgl. 2. Kšn 14,21.22; 15,1-7) (

Da nahm das ganze Volk von Juda den Usija - der war sechzehn Jahre alt -, und sie machten ihn zum Kšnig an seines Vaters Amazja Statt.

2 Der baute Elat aus und brachte es wieder an Juda, nachdem der Kšnig sich zu seinen VŠtern gelegt hatte.

3 Sechzehn Jahre alt war Usija, als er Kšnig wurde; und er regierte zweiundfŸnfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie§ Jecholja, aus Jerusalem.

4 Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater Amazja getan hatte. Kap 25,2)

5 Und er suchte Gott, solange Secharja lebte, der ihn unterwies in der Furcht Gottes; und solange er den HERRN suchte, lie§ es ihm Gott gelingen.

6 Er zog aus und kŠmpfte gegen die Philister und ri§ nieder die Mauer von Gat und die Mauer von Jabne und die Mauer von Aschdod und baute Festungen um Aschdod und im Philisterland;

7 denn Gott half ihm gegen die Philister, gegen die Araber, die in Gur-Baal wohnten, und gegen die M‘uniter.

8 Und die Ammoniter gaben Usija Geschenke, und er wurde berŸhmt bis hin nach €gypten; denn er wurde immer mŠchtiger.

9 Und Usija baute TŸrme in Jerusalem am Ecktor und am Taltor und am Winkel und befestigte sie.

10 Er baute auch TŸrme in der WŸste und grub viele Brunnen; denn er hatte viel Vieh sowohl im HŸgelland wie in der Ebene, auch Ackerleute und WeingŠrtner auf den Bergen und am Karmel; denn er hatte Lust am Ackerbau.

11 Und Usija hatte ein kriegstŸchtiges Heer, das in Abteilungen in den Kampf zog, nach seiner Zahl aufgestellt durch den Schreiber Je•‘l und den Amtmann Maaseja unter dem Befehl Hananjas, eines der Obersten des Kšnigs.

12 Und die Zahl der HŠupter der Sippen unter den Kriegern war 2600,

13 und unter ihrem Befehl stand eine Heeresmacht von 307500 sehr kriegstŸchtigen MŠnnern, um dem Kšnig gegen die Feinde zu helfen.

14 Und Usija beschaffte fŸr das ganze Heer Schilde, Spie§e, Helme, Panzer, Bogen und Schleudersteine

15 und machte in Jerusalem kunstvolle GeschŸtze, die auf den TŸrmen und Ecken stehen sollten, um mit Pfeilen und gro§en Steinen zu schie§en. Und sein Name drang weit hinaus, weil ihm wunderbar geholfen wurde, bis er sehr mŠchtig war.

16 Und als er mŠchtig geworden war, Ÿberhob sich sein Herz zu seinem Verderben; denn er verging sich gegen den HERRN, seinen Gott, und ging in das Haus des HERRN, um auf dem RŠucheraltar zu rŠuchern. Kap 25,19)

17 Aber der Priester Asarja ging ihm nach und achtzig Priester des HERRN mit ihm, zuverlŠssige Leute,

18 und sie traten Usija, dem Kšnig, entgegen und sprachen zu ihm: Es gebŸhrt nicht dir, Usija, dem HERRN zu rŠuchern, sondern den Priestern, den Sšhnen Aaron, die geweiht sind zu rŠuchern. Geh hinaus aus dem Heiligtum; denn du vergehst dich, und es wird dir keine Ehre bringen vor Gott, dem HERRN. 4. Mose 18,7, 2. Mose 30,7)

19 Da wurde Usija zornig, als er bereits ein RŠuchergefŠ§ in der Hand hatte, um zu rŠuchern; und wie er so Ÿber die Priester zornig wurde, brach der Aussatz aus an seiner Stirn vor den Augen der Priester im Hause des HERRN am RŠucheraltar.

20 Und der Hohepriester Asarja wandte das Angesicht ihm zu und alle Priester, und siehe, da war der Kšnig aussŠtzig an seiner Stirn. Und sie stie§en ihn fort, und er eilte auch selbst hinauszugehen; denn seine Plage war vom HERRN.

21 So war der Kšnig Usija aussŠtzig bis an seinen Tod und wohnte als AussŠtziger in einem besonderen Hause; denn er war versto§en vom Hause des HERRN. Jotam aber, sein Sohn, stand dem Hause des Kšnigs vor und richtete das Volk des Landes. 4. Mose 5,2)

22 Was aber mehr von Usija zu sagen ist, die frŸhere und die spŠtere Geschichte, hat beschrieben der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz. Jes 6,1, Jes 1,1)

23 Und Usija legte sich zu seinen VŠtern, und sie begruben ihn bei seinen VŠtern auf dem Felde neben der GrabstŠtte der Kšnige; denn sie sprachen: Er ist aussŠtzig. Und sein Sohn Jotam wurde Kšnig an seiner Statt.



27

1 (Jotam) (vgl. 2. Kšn 15,32-38) Jotam war fŸnfundzwanzig Jahre alt, als er Kšnig wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie§ Jeruscha, eine Tochter Zadoks.

2 Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater Usija getan hatte, nur drang er nicht in den Tempel des HERRN ein. Das Volk aber handelte noch immer bšse. Kap 26,16)

3 Er baute das obere Tor am Hause des HERRN, und an der Mauer des Ofel baute er viel

4 und baute StŠdte auf dem Gebirge Juda, und in den WŠldern baute er Burgen und TŸrme. Kap 26,10)

5 Auch kŠmpfte er mit dem Kšnig der Ammoniter und unterwarf sie, so da§ ihm die Ammoniter in diesem Jahr hundert Zentner Silber, hunderttausend Scheffel Weizen und hunderttausend Scheffel Gerste gaben. So viel gaben ihm die Ammoniter auch im zweiten und im dritten Jahr.

6 So wurde Jotam mŠchtig; denn er wandelte recht vor dem HERRN, seinem Gott.

7 Was aber mehr von Jotam zu sagen ist und alle seine Kriege und wie er wandelte, siehe, das steht geschrieben im Buch der Kšnige von Israel und Juda.

8 FŸnfundzwanzig Jahre alt war er, als er Kšnig wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem.

9 Und Jotam legte sich zu seinen VŠtern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Ahas wurde Kšnig an seiner Statt.



28

1 (Ahas) (vgl. 2. Kšn 16) Ahas war zwanzig Jahre alt, als er Kšnig wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Er tat nicht, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David,

2 sondern wandelte in den Wegen der Kšnige von Israel. Dazu machte er den Baalen gegossene Bilder

3 und opferte im Tal Ben-Hinnom und verbrannte seine Sšhne im Feuer nach den greulichen Sitten der Heiden, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte, 5. Mose 18,9-12)

4 und opferte und rŠucherte auf den Hšhen und auf den HŸgeln und unter allen grŸnen BŠumen. 1. Kšn 14,22.23)

5 Darum gab ihn der HERR, sein Gott, in die Hand des Kšnigs von Aram, da§ sie ihn schlugen und eine gro§e Menge der Seinen gefangen wegfŸhrten und nach Damaskus brachten. Auch wurde er in die Hand des Kšnigs von Israel gegeben; der schlug ihn hart;

6 denn Pekach, der Sohn Remaljas, schlug in Juda hundertundzwanzigtausend streitbare MŠnner auf einen Tag, weil sie den HERRN, den Gott ihrer VŠter, verlassen hatten.

7 Und Sichri, ein Kriegsmann aus Ephraim, erschlug Maaseja, den Kšnigssohn, und Asrikam, den Vorsteher des Kšnigshauses, und Elkana, den Ersten nach dem Kšnig.

8 Und die von Israel fŸhrten von ihren BrŸdern zweihunderttausend Frauen, Sšhne und Tšchter gefangen weg und nahmen dazu gro§e Beute von ihnen und brachten sie nach Samaria.

9 Es war aber dort ein Prophet des HERRN, der hie§ Oded. Der ging hinaus dem Heer entgegen, das nach Samaria kam, und sprach zu ihnen: Siehe, weil der HERR, der Gott eurer VŠter, Ÿber Juda zornig ist, hat er sie in eure HŠnde gegeben; ihr aber habt sie mit solcher Wut erschlagen, da§ es gen Himmel schreit. (9-15) 3. Mose 19,18)

10 Nun gedenkt ihr, die Leute von Juda und Jerusalem zu unterwerfen, da§ sie eure Sklaven und Sklavinnen seien. Ist denn das nicht Schuld bei euch gegenŸber dem HERRN, eurem Gott?

11 So hšrt nun auf mich und bringt die Gefangenen wieder hin, die ihr aus euren BrŸdern weggefŸhrt habt; denn des HERRN Zorn ist Ÿber euch entbrannt.

12 Da traten auf einige SippenhŠupter von Ephraim - Asarja, der Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Meschillemots, Jehiskija, der Sohn Schallums, und Amasa, der Sohn Hadlais - gegen die, die aus dem Kampf kamen,

13 und sprachen zu ihnen: Ihr sollt die Gefangenen nicht hierherbringen; denn ihr bringt Schuld vor dem HERRN Ÿber uns, so da§ ihr unsere SŸnde und Schuld nur noch grš§er macht. Es ist schon genug der Schuld, und der Zorn des HERRN ist Ÿber Israel entbrannt.

14 Da gaben die Kriegsleute die Gefangenen und die Beute frei vor den Obersten und vor der ganzen Gemeinde.

15 Und jene MŠnner, die mit Namen genannt sind, nahmen die Gefangenen und bekleideten alle, die blo§ unter ihnen waren, mit Kleidern aus der Beute und zogen ihnen Schuhe an und gaben ihnen zu essen und zu trinken und salbten sie, und alle, die schwach waren, fŸhrten sie auf Eseln und brachten sie nach Jericho, zur Palmenstadt, zu ihren BrŸdern und kehrten nach Samaria zurŸck. 2. Kšn 6,22; Spr 25,21.22)

16 Zu derselben Zeit sandte der Kšnig Ahas zu dem Kšnig von Assur, da§ er ihm helfe.

17 Und es kamen abermals die Edomiter und schlugen Juda und fŸhrten einige weg.

18 Auch die Philister fielen ein in die StŠdte im HŸgelland und im SŸdlande Judas und eroberten Bet-Schemesch, Ajalon, Gederot und Socho mit seinen Ortschaften und Timna mit seinen Ortschaften und Gimso mit seinen Ortschaften und wohnten darin; Jos 15,10)

19 denn der HERR demŸtigte Juda um des Ahas willen, des Kšnigs von Juda, weil er in Juda ein zuchtloses Wesen aufkommen lie§ und sich am HERRN versŸndigte.

20 So zog auch gegen ihn Tiglat-Pileser, der Kšnig von Assur; der bedrŠngte ihn und half ihm nicht;

21 denn obwohl Ahas das Haus des HERRN und das Haus des Kšnigs und die HŠuser der Oberen plŸnderte und es dem Kšnig von Assur gab, half es ihm nichts.

22 Dazu versŸndigte sich der Kšnig Ahas in seiner Not noch mehr am HERRN

23 und opferte den Gšttern von Damaskus, die ihn geschlagen hatten, und sprach: Die Gštter der Kšnige von Aram helfen ihnen; darum will ich ihnen opfern, da§ sie mir auch helfen. Aber diese brachten ihn und ganz Israel zu Fall.

24 Und Ahas brachte die GerŠte des Hauses Gottes zusammen und zerschlug sie und schlo§ die TŸren zu am Hause des HERRN und machte sich AltŠre in allen Winkeln Jerusalems.

25 Und in den StŠdten Judas hin und her machte er Hšhen, um andern Gšttern zu opfern, und reizte den HERRN, den Gott seiner VŠter.

26 Was aber mehr von ihm zu sagen ist und sein ganzer Wandel, der frŸhere und der spŠtere, siehe, das steht geschrieben im Buch der Kšnige von Juda und Israel.

27 Und Ahas legte sich zu seinen VŠtern, und sie begruben ihn in der Stadt, in Jerusalem; denn sie brachten ihn nicht in die GrŠber der Kšnige von Israel. Und sein Sohn Hiskia wurde Kšnig an seiner Statt. Kap 21,20)



29

1 (Hiskia stellt den rechten Gottesdienst wieder her) (vgl. 2. Kšn 18,1-6) Hiskia war fŸnfundzwanzig Jahre alt, als er Kšnig wurde; und er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie§ Abi, eine Tochter Secharjas.

2 Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David.

3 Er tat auf die TŸren am Hause des HERRN im ersten Monat des ersten Jahres seiner Herrschaft und besserte sie aus Kap 28,24)

4 und lie§ die Priester und Leviten kommen und versammelte sie auf dem Platz im Osten

5 und sprach zu ihnen: Hšrt mir zu, ihr Leviten! Heiligt euch nun, da§ ihr weihet das Haus des HERRN, des Gottes eurer VŠter, und tut heraus den Unrat aus dem Heiligtum.

6 Denn unsere VŠter haben sich versŸndigt und getan, was dem HERRN, unserm Gott, mi§fŠllt, und haben ihn verlassen und haben ihr Angesicht von der Wohnung des HERRN abgewandt und ihr den RŸcken zugekehrt;

7 sie haben sogar die TŸren an der Vorhalle zugeschlossen und die Lampen ausgelšscht und kein RŠucherwerk gerŠuchert und dem Gott Israels kein Brandopfer im Heiligtum dargebracht.

8 Daher ist der Zorn des HERRN Ÿber Juda und Jerusalem gekommen, und er hat sie dahingegeben zum Entsetzen und zum Erschrecken, da§ man sie verspottet, wie ihr mit euren Augen seht;

9 denn siehe, um dessentwillen sind unsere VŠter durchs Schwert gefallen und unsere Sšhne, Tšchter und Frauen weggefŸhrt. Kap 28,5-8)

10 Nun habe ich im Sinn, einen Bund zu schlie§en mit dem HERRN, dem Gott Israels, da§ sein Zorn und Grimm sich von uns wende.

11 Nun, meine Sšhne, seid nicht lŠssig; denn euch hat der HERR erwŠhlt, da§ ihr zum Dienst vor ihm stehen sollt und da§ ihr seine Diener seid und ihm Opfer bringt!

12 Da machten sich auf die Leviten Mahat, der Sohn Amasais, und Joel, der Sohn Asarjas, aus den Sšhnen Kehat; aus den Sšhnen Merari aber Kisch, der Sohn Abdis, und Asarja, der Sohn Jehallelels; und aus den Sšhnen Gerschon Joach, der Sohn Simmas, und Eden, der Sohn Joachs;

13 aus den Sšhnen Elizafan Schimri und Je•‘l; aus den Sšhnen Asaf Secharja und Mattanja;

14 aus den Sšhnen Heman Jehi‘l und Schimi; aus den Sšhnen Jedutun Schemaja und Usi‘l.

15 Sie versammelten ihre BrŸder und heiligten sich und gingen hinein, um das Haus des HERRN zu reinigen, wie der Kšnig nach dem Wort des HERRN geboten hatte.

16 Die Priester aber gingen ins Innere des Hauses des HERRN, um es zu reinigen, und taten alles Unreine, das im Tempel des HERRN gefunden wurde, auf den Vorhof am Hause des HERRN, und die Leviten nahmen es auf und trugen es hinaus an den Bach Kidron.

17 Mit der Weihe aber fingen sie am ersten Tage des ersten Monats an, und am achten Tage des Monats gingen sie in die Vorhalle des HERRN und weihten das Haus des HERRN acht Tage lang, und am sechzehnten Tage des ersten Monats vollendeten sie das Werk.

18 Und sie gingen hin zum Kšnig Hiskia und sprachen: Wir haben gereinigt das ganze Haus des HERRN, den Brandopferaltar und alle seine GerŠte, den Tisch der Schaubrote und alle seine GerŠte;

19 und alle GerŠte, die der Kšnig Ahas, als er Kšnig war, hatte wegwerfen lassen, als er sich versŸndigte, die haben wir wieder aufgestellt und geweiht; siehe, sie sind vor dem Altar des HERRN.

20 Da machte sich der Kšnig Hiskia frŸh auf und versammelte die Oberen der Stadt und ging hinauf zum Hause des HERRN.

21 Und sie brachten herzu sieben junge Stiere, sieben Widder, sieben LŠmmer und sieben Ziegenbšcke zum SŸndopfer fŸr das Kšnigreich, fŸr das Heiligtum und fŸr Juda, und er sprach zu den Priestern, den Sšhnen Aaron, da§ sie auf dem Altar des HERRN opfern sollten.

22 Da schlachteten sie die Rinder, und die Priester nahmen das Blut und sprengten es an den Altar, und sie schlachteten die Widder und sprengten das Blut an den Altar, und sie schlachteten die LŠmmer und sprengten das Blut an den Altar.

23 Und sie brachten die Bšcke zum SŸndopfer vor den Kšnig und die Gemeinde und legten ihre HŠnde auf sie; (23 und 24) 3. Mose 16,15-22)

24 und die Priester schlachteten sie und taten ihr Blut zur EntsŸndigung an den Altar, um SŸhne zu schaffen fŸr ganz Israel; denn der Kšnig hatte befohlen, Brandopfer und SŸndopfer darzubringen fŸr ganz Israel.

25 Und er stellte die Leviten auf im Hause des HERRN mit Zimbeln, Psaltern und Harfen, wie es David befohlen hatte und Gad, der Seher des Kšnigs, und der Prophet Nathan; denn es war des HERRN Gebot durch seine Propheten. 1. Chr 25,1)

26 Und so standen die Leviten mit den Saitenspielen Davids und die Priester mit den Trompeten.

27 Und Hiskia gebot, das Brandopfer auf dem Altar darzubringen. Und um die Zeit, da das Brandopferanfing, begann auch der Gesang fŸr den HERRN und die Trompeten und dazu die mancherlei Saitenspiele Davids, des Kšnigs von Israel. 1. Chr 23,5)

28 Und die ganze Gemeinde betete an, und der Gesang erscholl und die Trompeten ertšnten; und das alles wŠhrte so lange, bis das Brandopfer vollendet war.

29 Als nun das Brandopfer verrichtet war, beugten der Kšnig und alle, die sich bei ihm befanden, die Knie und beteten an.

30 Und der Kšnig Hiskia samt den Oberen gebot den Leviten, den HERRN zu loben mit den Liedern Davids und des Sehers Asaf. Und sie lobten mit Freuden und neigten sich und beteten an. Kap 23,18)

31 Und Hiskia hob an und sprach: Nun habt ihr fŸr den HERRN eure HŠnde gefŸllt. Tretet herzu und bringt die Schlachtopfer und Lobopfer zum Hause des HERRN! Und die Gemeinde brachte herzu Schlachtopfer und Lobopfer, dazu jeder, der willigen Herzens war, Brandopfer.

32 Und die Zahl der Brandopfer, die die Gemeinde brachte, war siebzig Rinder, hundert Widder und zweihundert LŠmmer, dies alles zum Brandopfer fŸr den HERRN.

33 Es waren aber der geweihten Tiere sechshundert Rinder und dreitausend Schafe.

34 Aber die Priester waren zu wenig, um allen Brandopfern die Haut abziehen zu kšnnen. Darum halfen ihnen ihre BrŸder, die Leviten, bis die Arbeit verrichtet war und bis sich die Priester geheiligt hatten; denn die Leviten waren williger gewesen als die Priester, sich zu heiligen. Kap 30,3.16.17)

35 Auch waren es viele Brandopfer mit dem Fett der Dankopfer und mit den, Trankopfern zu den Brandopfern. So wurde der Dienst am Hause des HERRN geordnet. 3. Mose 3,16, 4. Mose 15,4-10)

36 Und Hiskia freute sich samt allem Volk Ÿber das, was Gott dem Volke bereitet hatte; denn es war unvermutet schnell gekommen.



30

1 (Hiskias Erneuerung des Passafestes) Und Hiskia sandte hin zu ganz Israel und Juda und schrieb Briefe an Ephraim und Manasse, da§ sie zum Hause des HERRN nach Jerusalem kommen sollten, Passa zu halten dem HERRN, dem Gott Israels. Kap 35,1)

2 Und der Kšnig beriet sich mit seinen Oberen und der ganzen Gemeinde in Jerusalem, das Passa erst im zweiten Monat zu halten; Vers 15)

3 denn sie konnten's nicht zur rechten Zeit halten, weil sich nicht genug Priester geheiligt hatten und das Volk noch nicht nach Jerusalem zusammengekommen war.

4 Das gefiel dem Kšnig und der ganzen Gemeinde gut,

5 und so beschlossen sie, durch ganz Israel von Beerscheba an bis nach Dan auszurufen, da§ man kommen sollte, dem HERRN, dem Gott Israels, Passa zu halten in Jerusalem; denn es war nicht von der ganzen Menge gehalten worden, wie es geschrieben steht.

6 Und die LŠufer gingen hin mit den Briefen von der Hand des Kšnigs und seiner Oberen durch ganz Israel und Juda nach dem Befehl des Kšnigs und sprachen: Ihr Israeliten, kehret um zu dem HERRN, dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels, so wird er sich zu den Erretteten kehren, die die Kšnige von Assur von euch Ÿbriggelassen haben;

7 und seid nicht wie eure VŠter und BrŸder, die sich am HERRN, dem Gott ihrer VŠter, versŸndigt haben, so da§ er sie in die VerwŸstung dahingab, wie ihr selber seht.

8 So seid nun nicht halsstarrig wie eure VŠter, sondern gebt eure Hand dem HERRN und kommt zu seinem Heiligtum, das er geheiligt hat fŸr alle Zeit, und dienet dem HERRN, eurem Gott, so wird sich sein grimmiger Zorn von euch wenden;

9 denn wenn ihr euch bekehrt zu dem HERRN, so werden eure BrŸder und Kinder Barmherzigkeit finden bei denen, die sie gefangen halten, so da§ sie in dies Land zurŸckkehren. Denn der HERR, euer Gott, ist gnŠdig und barmherzig und wird sein Angesicht nicht von euch wenden, wenn ihr euch zu ihm bekehrt.

10 Und die LŠufer gingen von einer Stadt zur andern im Lande Ephraim und Manasse und bis nach Sebulon. Aber die verlachten und verspotteten sie.

11 Doch einige von Asser und Manasse und Sebulon demŸtigten sich und kamen nach Jerusalem. Kap 11,16)

12 Auch war Gottes Hand Ÿber Juda, da§ er ihnen einerlei Sinn gab zu tun, wie der Kšnig und die Oberen geboten hatten nach dem Wort des HERRN.

13 Und es kam viel Volk in Jerusalem zusammen, um im zweiten Monat das Fest der ungesŠuerten Brote zu halten, eine sehr gro§e Gemeinde.

14 Und sie machten sich auf und entfernten die AltŠre, die in Jerusalem waren; und alles, was man zum RŠuchern braucht, taten sie weg und warfen es hin an den Bach Kidron.

15 Und sie schlachteten das Passa am vierzehnten Tage des zweiten Monats. Und die Priester und Leviten bekannten ihre Schuld und heiligten sich und brachten die Brandopfer zum Hause des HERRN 4. Mose 9,10-13)

16 und stellten sich an ihren Platz, wie sich's gebŸhrt nach dem Gesetz des Mose, des Mannes Gottes. Und die Priester nahmen das Blut aus der Hand der Leviten und sprengten es;

17 denn es waren viele in der Gemeinde, die sich nicht geheiligt hatten; darum schlachteten die Leviten das Passa fŸr alle, die nicht rein waren, da§ sie dem HERRN geheiligt wŸrden.

18 Denn eine Menge Volk, vor allem von Ephraim, Manasse, Issachar und Sebulon, hatte sich nicht gereinigt und a§ das Passa nicht so, wie geschrieben steht. Doch Hiskia betete fŸr sie und sprach: Der HERR, der gŸtig ist, wolle gnŠdig sein 2. Mose 12)

19 allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen, den HERRN, den Gott ihrer VŠter, auch wenn sie nicht die fŸr das Heiligtum nštige Reinheit haben.

20 Und der HERR erhšrte Hiskia und vergab dem Volk. Kap 7,14)

21 So hielten die Israeliten, die in Jerusalem versammelt waren, das Fest der ungesŠuerten Brote sieben Tage lang mit gro§er Freude. Und die Leviten und Priester lobten den HERRN alle Tage mit den mŠchtigen Saitenspielen des HERRN.

22 Und Hiskia redete herzlich zu allen Leviten, die sich gut auf den Dienst des HERRN verstanden hatten. Und sie a§en das Fest Ÿber, sieben Tage lang, und opferten Dankopfer und dankten dem HERRN, dem Gott ihrer VŠter.

23 Und die ganze Gemeinde beschlo§, noch weitere sieben Tage zu halten, und sie hielten auch diese sieben Tage mit Freuden.

24 Denn Hiskia, der Kšnig von Juda, spendete fŸr die Gemeinde tausend junge Stiere und siebentausend Schafe. Die Oberen aber spendeten fŸr die Gemeinde tausend junge Stiere und zehntausend Schafe. Auch von den Priestern hatten sich viele geheiligt.

25 Und es freute sich die ganze Gemeinde Judas, die Priester und die Leviten und die ganze Gemeinde, die aus Israel gekommen war, und die Fremdlinge, die aus dem Lande Israel gekommen waren, und die, die in Juda wohnten.

26 Und es war eine gro§e Freude in Jerusalem; denn seit der Zeit Salomos, des Sohnes Davids, des Kšnigs von Israel, war solches in Jerusalem nicht geschehen.

27 Und die Priester und die Leviten standen auf und segneten das Volk, und ihre Stimme wurde erhšrt, und ihr Gebet kam in Gottes heilige Wohnung im Himmel.



31

1 Und als dies alles vollendet war, zog ganz Israel, soweit es sich versammelt hatte, in die StŠdte Judas, und sie zerbrachen die Steinmale und hieben die Bilder der Aschera um und brachen ab die Opferhšhen und AltŠre in ganz Juda, Benjamin, Ephraim und Manasse, bis sie alles vernichtet hatten. Und die Israeliten zogen alle wieder heim zu ihrem Besitz in ihre StŠdte. Kap 29, 5. Mose 7,5; 2. Kšn 18,4)

2 (Hiskia ordnet die Versorgung der Priester und Leviten) Hiskia aber stellte die Priester und Leviten nach ihren Ordnungen auf, einen jeden nach seinem Amt, Priester und Leviten, fŸr die Brandopfer und Dankopfer, da§ sie dienten, dankten und lobten in den Toren des Lagers des HERRN.

3 Und der Kšnig gab von seiner Habe seinen Anteil fŸr die Brandopfer am Morgen und am Abend und fŸr die Brandopfer an den Sabbaten und an den Neumonden und Festen, wie es geschrieben steht im Gesetz des HERRN. 4. Mose 28; 29)

4 Und er sagte dem Volk, das in Jerusalem wohnte, da§ auch sie ihr Teil den Priestern und Leviten geben sollten, damit diese um so besser sich an das Gesetz des HERRN halten kšnnten.

5 Und als dies Wort erging, gaben die Israeliten reichlich die Erstlinge von Getreide, Wein, …l, Honig und allem Ertrag des Feldes; und auch den Zehnten von allem brachten sie in Menge. 2. Mose 23,19, 5. Mose 14,22.23)

6 Und die von Israel und Juda, die in den StŠdten Judas wohnten, brachten auch den Zehnten von Rindern und Schafen und den Zehnten von dem Geweihten, das sie dem HERRN, ihrem Gott, geweiht hatten, und legten es in Haufen zusammen. 3. Mose 27,32)

7 Im dritten Monat fingen sie an es aufzuhŠufen, und im siebenten Monat vollendeten sie's.

8 Und als Hiskia mit den Oberen hinging und sie die Haufen sahen, lobten sie den HERRN und sein Volk Israel.

9 Und Hiskia befragte die Priester und Leviten wegen der Haufen.

10 Und der Priester Asarja, der Erste im Hause Zadok, sprach zu ihm: Seit der Zeit, da man angefangen hat, die Abgaben ins Haus des HERRN zu bringen, haben wir gegessen und sind satt geworden, und es ist noch viel Ÿbriggeblieben; denn der HERR hat sein Volk gesegnet, darum ist so viel Ÿbriggeblieben.

11 Da befahl der Kšnig, da§ man Kammern herrichten sollte am Hause des HERRN. Und sie richteten sie her

12 und taten die Abgaben, die Zehnten und das Geweihte gewissenhaft hinein. Und Vorsteher darŸber wurde der Levit Konanja und als Zweiter sein Bruder Schimi.

13 Und Jehi‘l, Asasja, Nahat, Asa‘l, Jerimot, Josabad, Eli‘l, Jismachja, Mahat und Benaja wurden Aufseher unter Konanja und seinem Bruder Schimi nach dem Befehl des Kšnigs Hiskia und Asarjas, des Vorstehers im Hause Gottes.

14 Und der Levit Kore, der Sohn Jimnas, der TorhŸter am Osttor, wurde Ÿber die freiwilligen Gaben fŸr Gott gesetzt, da§ er ausgebe die Abgaben fŸr den HERRN und das Hochheilige.

15 Und ihm zur Seite standen Eden, Minjamin, Jeschua, Schemaja, Amarja und Schechanja in den StŠdten der Priester, um ihren BrŸdern nach ihren Ordnungen gewissenhaft auszugeben, dem Kleinen wie dem Gro§en,

16 allen denen, die aufgezeichnet waren als mŠnnlich, drei Jahre alt und darŸber, allen, die in das Haus des HERRN gingen, je an ihrem Tage zu ihrem Amt in ihrem Dienst nach ihren Ordnungen. -

17 Die Priester waren aufgezeichnet nach ihren Sippen und die Leviten von zwanzig Jahren an und darŸber nach ihrem Dienst in ihren Ordnungen. -

18 Und man zeichnete sie auf mit allen Alten, Frauen, Sšhnen und Tšchtern fŸr die ganze Gemeinde; denn in ihrer Treue heiligten sie sich fŸr das Heilige.

19 Auch waren MŠnner namentlich bestellt fŸr die Sšhne Aaron, die Priester, in dem Gebiet ihrer StŠdte, fŸr jede Stadt, da§ sie Anteile ausgŠben allem, was mŠnnlich war unter den Priestern, und allen, die als Leviten aufgezeichnet waren.

20 So tat Hiskia in ganz Juda; er tat, was gut, recht und wahrhaftig war vor dem HERRN, seinem Gott.

21 Und alles, was er anfing fŸr den Dienst des Hauses Gottes nach dem Gesetz und Gebot, seinen Gott zu suchen, tat er von ganzem Herzen, und es gelang ihm. Ps 1,3)



32

1 (Jerusalem wird von Sanherib belagert und wunderbar errettet) (vgl. 2. Kšn 18,13 - 19,37; Jes 36; 37) Nach solch treuem Verhalten kam Sanherib, der Kšnig von Assur, und zog heran gegen Juda und lagerte sich vor die festen StŠdte und gedachte, sie an sich zu rei§en. Kap 31,20.21)

2 Und als Hiskia sah, da§ Sanherib kam und willens war, gegen Jerusalem zu kŠmpfen,

3 beriet er sich mit seinen Obersten und Kriegshelden, ob man die Wasserquellen verdecken sollte, die drau§en vor der Stadt waren; und sie stimmten ihm zu.

4 Und es versammelte sich viel Volk, und sie verdeckten alle Quellen und den Bach, der durch die Erde geleitet wird, und sprachen: Da§ die Kšnige von Assur nur kein Wasser finden, wenn sie kommen! Vers 30)

5 Und Hiskia ward getrost und besserte alle Mauern aus, wo sie LŸcken hatten, und fŸhrte TŸrme auf und baute drau§en noch eine andere Mauer und befestigte den Millo an der Stadt Davids und machte viele Waffen und Schilde Kap 25,23)

6 und setzte Hauptleute Ÿber das Kriegsvolk und sammelte sie zu sich auf dem Platz am Tor der Stadt und redete ihnen zu Herzen und sprach:

7 Seid getrost und unverzagt, fŸrchtet euch nicht und verzaget nicht vor dem Kšnig von Assur noch vor dem ganzen Heer, das bei ihm ist; denn mit uns ist ein Grš§erer als mit ihm. 5. Mose 32,39)

8 Mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der HERR, unser Gott, da§ er uns helfe und fŸhre unsern Streit. Und das Volk verlie§ sich auf die Worte Hiskias, des Kšnigs von Juda. Jer 17,5.7)

9 Danach sandte Sanherib, der Kšnig von Assur, seine Gro§en nach Jerusalem - denn er lag vor Lachisch und seine ganze Heeresmacht mit ihm - zu Hiskia, dem Kšnig von Juda, und zu ganz Juda, das in Jerusalem war, und lie§ ihm sagen:

10 So spricht Sanherib, der Kšnig von Assur: Worauf wollt ihr euch verlassen, die ihr in dem belagerten Jerusalem wohnt?

11 Hiskia verfŸhrt euch und gibt euch in den Tod durch Hunger und Durst, wenn er spricht: Der HERR, unser Gott, wird uns erretten aus der Hand des Kšnigs von Assur. -

12 Ist das nicht der Hiskia, der die Opferhšhen und AltŠre seines Gottes entfernt und zu Juda und Jerusalem gesagt hat: Vor einem Altar sollt ihr anbeten und darauf opfern?

13 Wi§t ihr nicht, was ich und meine VŠter getan haben allen Všlkern in den LŠndern? Haben die Gštter der Všlker in den LŠndern ihr Land erretten kšnnen aus meiner Hand?

14 Wo ist einer unter allen Gšttern dieser Všlker, die meine VŠter mit dem Bann geschlagen haben, der sein Volk hŠtte erretten kšnnen aus meiner Hand, da§ euer Gott euch aus meiner Hand sollte erretten kšnnen?

15 So la§t euch nun von Hiskia nicht betrŸgen und la§t euch dadurch nicht verfŸhren und glaubt ihm nicht; denn wenn kein Gott eines Volkes und Kšnigreichs sein Volk aus meiner und meiner VŠter Hand hat erretten kšnnen, so wird euch auch euer Gott nicht erretten aus meiner Hand.

16 Dazu redeten seine Gro§en noch mehr gegen Gott, den HERRN, und gegen seinen Knecht Hiskia.

17 Auch schrieb er einen Brief, um dem HERRN, dem Gott Israels, hohnzusprechen, und redete gegen ihn: Wie die Gštter der Všlker in den LŠndern ihr Volk nicht aus meiner Hand errettet haben, so wird auch der Gott Hiskias sein Volk nicht erretten aus meiner Hand. -

18 Und sie riefen mit lauter Stimme auf hebrŠisch zum Volk von Jerusalem, das auf der Mauer war, um sie furchtsam zu machen und zu erschrecken, damit sie die Stadt eroberten,

19 und redeten gegen den Gott Jerusalems wie gegen die Gštter der Všlker auf Erden, die doch Werke von MenschenhŠnden waren.

20 Aber der Kšnig Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, beteten gegen solche LŠsterung und schrien gen Himmel.

21 Und der HERR sandte einen Engel; der vertilgte alle Kriegsleute und Obersten und Hauptleute im Lager des Kšnigs von Assur, da§ er mit Schanden wieder in sein Land zog. Und als er in seines Gottes Haus ging, fŠllten ihn dort durchs Schwert seine Sšhne, die von seinem eigenen Leibe gekommen waren.

22 So half der HERR dem Hiskia und denen zu Jerusalem aus der Hand Sanheribs, des Kšnigs von Assur, und aus der Hand aller andern und gab ihnen Ruhe ringsumher,

23 da§ viele dem HERRN Geschenke brachten nach Jerusalem und Kleinode fŸr Hiskia, den Kšnig von Juda. Und er wurde danach hoch erhoben vor allen Heiden.

24 (Das Ende der Regierung Hiskias) (vgl. 2. Kšn 20; Jes 38; 39) Zu dieser Zeit wurde Hiskia todkrank; und er betete zum HERRN. Der redete mit ihm und tat an ihm ein Wunder.

25 Aber Hiskia vergalt nicht nach dem, was ihm geschehen war; denn sein Herz Ÿberhob sich. Darum kam der Zorn Ÿber ihn und Ÿber Juda und Jerusalem. Kap 26,16)

26 Da demŸtigte sich Hiskia darŸber, da§ sein Herz sich Ÿberhoben hatte, samt denen in Jerusalem. Darum kam der Zorn des HERRN nicht mehr Ÿber sie, solange Hiskia lebte.

27 Und Hiskia hatte sehr gro§en Reichtum und Ehre und sammelte sich SchŠtze von Silber, Gold, Edelsteinen, Spezerei, Schilden und allerlei kostbarem GerŠt

28 und baute VorratshŠuser fŸr den Ertrag an Getreide, Wein und …l und StŠlle fŸr die verschiedenen Arten von Vieh und HŸrden fŸr die Schafe.

29 Und er baute sich StŠdte und hatte Vieh die Menge an Schafen und Rindern; denn Gott gab ihm sehr gro§es Gut.

30 Das ist der Hiskia, der die obere Wasserquelle des Gihon verschlo§ und sie hinunterleitete westwŠrts zur Stadt Davids; denn es gelangen Hiskia alle seine Werke.

31 Als aber die Botschafter der FŸrsten von Babel zu ihm gesandt waren, um nach dem Wunder zu fragen, das im Lande geschehen war, verlie§ ihn Gott, um ihn zu versuchen, damit kundwŸrde alles, was in seinem Herzen war.

32 Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist, und seine barmherzigen Taten, siehe, das steht geschrieben in den Geschichten des Propheten Jesaja, des Sohnes des Amoz, im Buch der Kšnige von Juda und Israel.

33 Und Hiskia legte sich zu seinen VŠtern, und sie begruben ihn Ÿber den GrŠbern der Sšhne Davids. Und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem gaben ihm Ehre bei seinem Tod. Und sein Sohn Manasse wurde Kšnig an seiner Statt. Kap 16,14)



33

1 (Manasse) (vgl. 2. Kšn 21,1-18) Manasse war zwšlf Jahre alt, als er Kšnig wurde; und er regierte fŸnfundfŸnfzig Jahre zu Jerusalem

2 und tat, was dem HERRN mi§fiel, nach den greulichen Sitten der Heiden, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte. 5. Mose 18,9)

3 Er baute die Opferhšhen wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstšrt hatte, und errichtete den Baalen AltŠre und machte Bilder der Aschera und betete das ganze Heer des Himmels an und diente ihnen. 2. Kšn 18,4)

4 Er baute auch AltŠre im Hause des HERRN, von dem doch der HERR gesagt hatte: Zu Jerusalem soll mein Name sein ewiglich, 5. Mose 12,5.11; 1. Kšn 9,3)

5 und baute AltŠre dem ganzen Heer des Himmels in beiden Vorhšfen am Hause des HERRN.

6 Und er lie§ seine Sšhne durchs Feuer gehen im Tal Ben-Hinnom und achtete auf Zeichen und Vogelgeschrei und trieb Zauberei und bestellte Geisterbeschwšrer und Zeichendeuter und tat viel, was dem HERRN mi§fiel, um ihn zu erzŸrnen. Kap 28,3, 3. Mose 20,6)

7 Er stellte auch das Bild des Gštzen, das er machen lie§, ins Haus Gottes, von dem Gott zu David gesagt hatte und zu seinem Sohn Salomo: In diesem Hause zu Jerusalem, das ich erwŠhlt habe vor allen StŠmmen Israels, will ich meinen Namen wohnen lassen ewiglich

8 und will nicht mehr den Fu§ Israels weichen lassen von dem Lande, das ich ihren VŠtern bestimmt habe, sofern sie halten und alles tun, was ich ihnen durch Mose geboten habe, nach dem ganzen Gesetz, den Geboten und Rechten.

9 Aber Manasse verfŸhrte Juda und die Einwohner von Jerusalem, da§ sie es Šrger trieben als die Heiden, die der HERR vor den Israeliten vertilgt hatte.

10 Und wenn der HERR zu Manasse und seinem Volk reden lie§, merkten sie nicht darauf.

11 Darum lie§ der HERR Ÿber sie kommen die Obersten des Heeres des Kšnigs von Assur; die nahmen Manasse gefangen mit Fesseln und legten ihn in Ketten und brachten ihn nach Babel.

12 Und als er in Angst war, flehte er zu dem HERRN, seinem Gott, und demŸtigte sich vor dem Gott seiner VŠter.

13 Und als er bat, lie§ sich der HERR erbitten und erhšrte sein Flehen und brachte ihn wieder nach Jerusalem in sein Kšnigreich. Da erkannte Manasse, da§ der HERR Gott ist. 1. Kšn 18,39)

14 Danach baute er die Šu§ere Mauer an der Stadt Davids westwŠrts zum Gihon hin im Tal und wo man zum Fischtor hineingeht, und fŸhrte sie um den Ofel und machte sie sehr hoch. Und er legte Hauptleute in alle festen StŠdte Judas. Kap 27,3)

15 Er entfernte die fremden Gštter und den Gštzen aus dem Hause des HERRN und alle AltŠre, die er gebaut hatte auf dem Berge des Hauses des HERRN und in Jerusalem, und warf sie hinaus vor die Stadt.

16 Und er stellte den Altar des HERRN wieder her und opferte darauf Dankopfer und Lobopfer und befahl Juda, da§ sie dem HERRN, dem Gott Israels, dienen sollten.

17 Aber das Volk opferte noch auf den Hšhen, jedoch dem HERRN, ihrem Gott.

18 Was aber mehr von Manasse zu sagen ist, und sein Gebet zu seinem Gott und die Reden der Seher, die zu ihm redeten im Namen des HERRN, des Gottes Israels, siehe, das alles steht in den Geschichten der Kšnige von Israel.

19 Und sein Gebet und wie der HERR ihn erhšrte und alle seine SŸnde und Missetat und die StŠtten, wo er die Opferhšhen baute und die Bilder der Aschera und Gštzenbilder aufstellte, ehe er sich demŸtigte, siehe, das steht geschrieben in den Geschichten der Seher.

20 Und Manasse legte sich zu seinen VŠtern, und sie begruben ihn in seinem Hause. Und sein Sohn Amon wurde Kšnig an seiner Statt.

21 (Amon) (vgl. 2. Kšn 21,19-26) Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er Kšnig wurde; und er regierte zwei Jahre zu Jerusalem

22 und tat, was dem HERRN mi§fiel, wie sein Vater Manasse getan hatte. Und Amon opferte allen Gštzen, die sein Vater Manasse gemacht hatte, und diente ihnen.

23 Aber er demŸtigte sich nicht vor dem HERRN, wie sich sein Vater Manasse gedemŸtigt hatte, sondern hŠufte noch mehr Schuld auf.

24 Und seine Gro§en machten eine Verschwšrung gegen ihn und tšteten ihn in seinem Hause.

25 Da erschlug das Volk des Landes alle, die die Verschwšrung gegen den Kšnig Amon gemacht hatten. Und das Volk des Landes machte seinen Sohn Josia zum Kšnig an seiner Statt.



34

1 (Josia rottet den Gštzendienst aus) (vgl. 2. Kšn 22,1.2; 23,4-14) Acht Jahre alt war Josia, als er Kšnig wurde; und er regierte einunddrei§ig Jahre zu Jerusalem

2 und tat, was dem HERRN wohlgefiel, und wandelte in den Wegen seines Vaters David und wich weder zur Rechten noch zur Linken. Kap 29,2)

3 Im achten Jahr seiner Herrschaft fing er an, obwohl er noch jung war, den Gott seines Vaters David zu suchen, und im zwšlften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem zu reinigen von den Opferhšhen und den Bildern der Aschera, von den Gštzen und gegossenen Bildern. (3 und 4) 3. Mose 26,30)

4 Und er lie§ vor seinen Augen abbrechen die AltŠre der Baale, und die RauchopfersŠulen oben darauf hieb er ab, und die Bilder der Aschera und die geschnitzten und gegossenen Gštzenbilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute ihn auf die GrŠber derer, die ihnen geopfert hatten,

5 und verbrannte die Gebeine der Priester auf ihren AltŠren und reinigte so Juda und Jerusalem. 1. Kšn 13,2)

6 So tat er auch ringsumher in den StŠdten Manasses, Ephraims, Simeons und bis nach Naftali auf ihren PlŠtzen. Kap 31,1)

7 Und als er im ganzen Lande Israel die AltŠre und Bilder der Aschera abgebrochen und die Gštzenbilder zertrŸmmert und zermalmt und alle RauchopfersŠulen umgehauen hatte, kehrte er zurŸck nach Jerusalem.

8 (Das Gesetzbuch wird gefunden und das Volk darauf verpflichtet) (vgl. 2. Kšn 22,3-20; 23,1-3) Im achtzehnten Jahr seiner Herrschaft, als er das Land und das Haus des Herrn gereinigt hatte, sandte er Schafan, den Sohn Azaljas, und den Stadthauptmann Maaseja und den Kanzler Joach, den Sohn des Joahas, das Haus des HERRN, seines Gottes, auszubessern.

9 Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkija, und man gab ihnen das Geld, das zum Hause Gottes gebracht war und das die Leviten, die an der Schwelle Wache hielten, von Manasse, Ephraim und von allen in Israel †briggebliebenen gesammelt hatten und von ganz Juda und Benjamin und von denen, die in Jerusalem wohnten.

10 Und sie gaben's in die HŠnde der Werkmeister, die bestellt waren am Hause des HERRN; und diese, die da arbeiteten am Hause des HERRN, da§ sie das Haus ausbesserten und instand setzten,

11 gaben's den Zimmerleuten und Bauleuten, um gehauene Steine zu kaufen und Holz zu Klammern und Balken fŸr die GebŠude, die die Kšnige von Juda hatten verfallen lassen.

12 Und die MŠnner arbeiteten am Werk auf Treu und Glauben. Und es waren Ÿber sie gesetzt als Aufseher Jahat und Obadja, die Leviten von den Sšhnen Merari, Secharja und Meschullam von den Sšhnen der Kehatiter. Und die Leviten - alle waren kundig des Saitenspiels -

13 waren Ÿber die LasttrŠger gesetzt und waren auch Aufseher Ÿber die Arbeiter bei jedem Werk; einige der Leviten waren Schreiber, Amtleute und TorhŸter.

14 Und als sie das Geld herausnahmen, das zum Hause des HERRN gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des HERRN, das durch Mose gegeben war.

15 Und Hilkija hob an und sprach zu dem Schreiber Schafan: Ich habe dies Gesetzbuch gefunden im Hause des HERRN. Und Hilkija gab das Buch Schafan.

16 Schafan aber brachte es zum Kšnig und gab ihm Bericht und sprach: Alles, was deinen Knechten befohlen ist, tun sie.

17 Sie haben das Geld ausgeschŸttet, das im Hause des HERRN gesammelt ist, und haben's denen gegeben, die bestellt sind, und den Arbeitern.

18 Und der Schreiber Schafan sagte dem Kšnig: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Schafan las vor dem Kšnig daraus vor.

19 Und als der Kšnig die Worte des Gesetzes hšrte, zerri§ er seine Kleider.

20 Und der Kšnig gebot Hilkija und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem KŠmmerer des Kšnigs, und sprach:

21 Geht hin, befragt den HERRN fŸr mich und fŸr die †briggebliebenen von Israel und Juda Ÿber die Worte des Buches, das gefunden ist; denn gro§ ist der Grimm des HERRN, der Ÿber uns entbrannt ist, weil unsere VŠter nicht gehalten haben das Wort des HERRN und nicht alles taten, was geschrieben steht in diesem Buch.

22 Da ging Hilkija samt den andern, die der Kšnig gesandt hatte, hin zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums, des Sohnes Tokhats, des Sohnes Harhas, des KleiderhŸters, die in Jerusalem wohnte im zweiten Bezirk der Stadt, und sagten ihr dies.

23 Und sie sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:

24 So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil bringen Ÿber diesen Ort und seine Einwohner, alle die FlŸche, die geschrieben stehen in dem Buch, aus dem man vor dem Kšnig von Juda gelesen hat, 5. Mose 28,15-68)

25 weil sie mich verlassen und andern Gšttern geopfert haben, um mich zu erzŸrnen mit allen Werken ihrer HŠnde. Und mein Grimm soll Ÿber diesen Ort entbrennen und nicht ausgelšscht werden.

26 Und zum Kšnig von Juda, der euch gesandt hat, den HERRN zu befragen, sollt ihr so sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was die Worte angeht, die du gehšrt hast:

27 ÈWeil du im Herzen betroffen bist und dich gedemŸtigt hast vor Gott, als du seine Worte hšrtest gegen diesen Ort und gegen seine Einwohner, und dich vor mir gedemŸtigt hast und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint, so habe ich dich auch erhšrt, spricht der HERR. Kap 33,12.13)

28 Siehe, ich will dich versammeln zu deinen VŠtern, da§ du mit Frieden in dein Grab kommst und deine Augen nicht sehen all das Unheil, das ich Ÿber diesen Ort und seine Einwohner bringen will.Ç Und sie sagten's dem Kšnig wieder.

29 Da sandte der Kšnig hin und lie§ zusammenkommen alle €ltesten Judas und Jerusalems.

30 Und der Kšnig ging hinauf ins Haus des HERRN und alle MŠnner Judas und die Einwohner von Jerusalem, die Priester, die Leviten und alles Volk, klein und gro§, und es wurden vor ihren Ohren gelesen alle Worte aus dem Buch des Bundes, das im Hause des HERRN gefunden war.

31 Und der Kšnig trat an seinen Platz und schlo§ einen Bund vor dem HERRN, da§ man dem HERRN nachwandeln und seine Gebote, Ordnungen und Rechte von ganzem Herzen und von ganzer Seele halten wolle, zu tun nach allen Worten des Bundes, die geschrieben stehen in diesem Buch. Kap 15,12)

32 Und er lie§ hintreten alle, die in Jerusalem und in Benjamin waren. Und die Einwohner von Jerusalem taten nach dem Bund Gottes, des Gottes ihrer VŠter.

33 Und Josia entfernte alle greulichen Gštzen aus allen Gebieten Israels und brachte es dahin, da§ alle in Israel dem HERRN, ihrem Gott, dienten. Solange Josia lebte, wichen sie nicht von dem HERRN, dem Gott ihrer VŠter.



35

1 (Josia hŠlt Passa nach dem Gesetz Gottes) (vgl. 2. Kšn 23,21-23) Und Josia hielt dem HERRN Passa in Jerusalem, und sie schlachteten das Passa am vierzehnten Tage des ersten Monats. 2. Mose 12,6)

2 Und er bestellte die Priester zu ihrem Dienst und ermutigte sie zu ihrem Amt im Hause des HERRN

3 und sprach zu den Leviten, die ganz Israel lehrten und dem HERRN geheiligt waren: Bringt die heilige Lade ins Haus, das Salomo, der Sohn Davids, des Kšnigs von Israel, gebaut hat. Nun sollt ihr sie nicht mehr auf den Schultern tragen. So dient nun dem HERRN, eurem Gott, und seinem Volk Israel Kap 5,4.5; 1. Chr 23,26.28, 2. Mose 25,13-15)

4 und seid bereit nach euren Sippen in euren Ordnungen, wie sie aufgeschrieben sind von David, dem Kšnig von Israel, und seinem Sohn Salomo, 1. Chr 23)

5 und stellt euch im Heiligtum auf, entsprechend den Abteilungen der Sippen eurer BrŸder aus dem Volk je eine Abteilung einer Sippe der Leviten,

6 und schlachtet das Passa und heiligt euch und bereitet es fŸr eure BrŸder, da§ sie tun nach dem Wort des HERRN durch Mose.

7 Und Josia gab als Opfergabe fŸr das Volk LŠmmer und junge Ziegen - alles zu dem Passa fŸr alle, die sich versammelt hatten - an Zahl drei§igtausend, und dreitausend Rinder, alles von dem Gut des Kšnigs.

8 Seine Oberen aber gaben als Opfergabe freiwillig fŸr das Volk und fŸr die Priester und Leviten. Hilkija, Secharja und Jehi‘l, die Vorsteher im Hause Gottes, gaben den Priestern zum Passa zweitausendsechshundert LŠmmer und Ziegen, dazu dreihundert Rinder.

9 Konanja aber und seine BrŸder, Schemaja und Netanel, sowie Haschabja, Je•‘l und Josabad, die Vorsteher der Leviten, gaben als Opfergabe den Leviten zum Passa fŸnftausend LŠmmer und Ziegen und dazu fŸnfhundert Rinder.

10 So wurde der Gottesdienst geordnet. Und die Priester standen an ihren PlŠtzen und die Leviten in ihren Abteilungen nach dem Gebot des Kšnigs.

11 Und sie schlachteten das Passa, und die Priester nahmen das Blut aus der Hand der Leviten und sprengten, und die Leviten zogen die Haut ab.

12 Und die Brandopfer sonderten sie ab, um sie den Abteilungen der Sippen des Volkes zu geben, damit diese dem HERRN opferten, wie es geschrieben steht im Buch des Mose. So taten sie auch mit den Rindern.

13 Und sie kochten das Passa am Feuer, wie sich's gebŸhrt. Aber was geheiligt war, kochten sie in Tšpfen, Kesseln und SchŸsseln und brachten es schnell allem Volk. 2. Mose 12,3-10)

14 Danach aber bereiteten sie auch fŸr sich und fŸr die Priester; denn die Priester, die Sšhne Aaron, hatten mit dem Brandopfer und dem Fett bis in die Nacht zu tun; darum mu§ten die Leviten fŸr sich und fŸr die Priester, die Sšhne Aaron, zubereiten.

15 Und die SŠnger, die Sšhne Asaf, standen an ihren PlŠtzen nach dem Gebot Davids und Asafs und Hemans und Jedutuns, der Seher des Kšnigs, und die TorhŸter an allen Toren, und sie wichen nicht von ihrem Dienst; denn die Leviten, ihre BrŸder, bereiteten auch fŸr sie zu. 1. Chr 25, 1. Chr 26,1-19)

16 So wurde geordnet aller Gottesdienst des HERRN an diesem Tage, um hinfort Passa zu halten und Brandopfer darzubringen auf dem Altar des HERRN nach dem Gebot des Kšnigs Josia.

17 So hielten die Israeliten, die sich versammelt hatten, zu dieser Zeit das Passa und das Fest der ungesŠuerten Brote sieben Tage lang.

18 Man hatte aber kein Passa gehalten in Israel wie dies von der Zeit des Propheten Samuel an, und kein Kšnig in Israel hatte das Passa so gehalten, wie Josia Passa hielt, mit den Priestern, Leviten, ganz Juda und allen, die von Israel sich versammelt hatten, und den Einwohnern von Jerusalem. Kap 30,26)

19 Im achtzehnten Jahr der Herrschaft Josias wurde dies Passa gehalten.

20 (Josias Tod im Kampf gegen den Pharao Necho) (vgl. 2. Kšn 23,28-30) Nachdem aber Josia das Haus des Herrn hergerichtet hatte, zog Necho, der Kšnig von €gypten, herauf, um Krieg zu fŸhren bei Karkemisch am Euphrat. Und Josia zog aus ihm entgegen.

21 Aber Necho sandte Boten zu ihm und lie§ ihm sagen: Was hab ich mit dir zu tun, Kšnig von Juda? Ich komme jetzt nicht gegen dich, sondern gegen das Kšnigreich, mit dem ich Krieg habe, und Gott hat gesagt, ich soll eilen. Vergreif dich nicht an Gott, der mit mir ist, da§ er dich nicht verderbe!

22 Aber Josia lie§ nicht ab von ihm, sondern schickte sich an, mit ihm zu kŠmpfen, und hšrte nicht auf die Worte Nechos, die Gott zu ihm gesprochen hatte, und kam, mit ihm zu kŠmpfen in der Ebene von Megiddo.

23 Aber die SchŸtzen schossen auf den Kšnig Josia, und der Kšnig sprach zu seinen MŠnnern: FŸhrt mich fort; denn ich bin schwer verwundet!

24 Und seine MŠnner hoben ihn von dem Wagen und brachten ihn auf einen von seinen andern Wagen und fŸhrten ihn nach Jerusalem. Und er starb und wurde begraben in den GrŠbern seiner VŠter. Und ganz Juda und Jerusalem trugen Leid um Josia.

25 Und Jeremia sang ein Klagelied Ÿber Josia, und alle SŠnger und SŠngerinnen klagten in ihren Liedern Ÿber Josia bis auf diesen Tag, und das wurde zum festen Brauch in Israel. Siehe, diese Lieder stehen geschrieben unter den Klageliedern.

26 Was aber mehr von Josia zu sagen ist und seine barmherzigen Taten, wie sie dem Gesetz des HERRN entsprachen,

27 und seine Geschichte, die frŸhere und die spŠtere, siehe, das alles steht geschrieben im Buch der Kšnige von Israel und Juda.



36

1 (Joahas, Jojakim, Jojachin) (vgl. 2. Kšn 23,30 - 24,17) Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias, und machte ihn zum Kšnig an seines Vaters Statt zu Jerusalem.

2 Dreiundzwanzig Jahre alt war Joahas, als er Kšnig wurde; und er regierte drei Monate zu Jerusalem;

3 denn der Kšnig von €gypten setzte ihn ab in Jerusalem und legte eine Geldbu§e auf das Land von hundert Zentnern Silber und einem Zentner Gold.

4 Und der Kšnig von €gypten machte Eljakim, seinen Bruder, zum Kšnig Ÿber Juda und Jerusalem und wandelte seinen Namen um in Jojakim. Aber seinen Bruder Joahas nahm Necho und brachte ihn nach €gypten. Jer 22,10-12)

5 FŸnfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, als er Kšnig wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem und tat, was dem HERRN, seinem Gott, mi§fiel.

6 Und Nebukadnezar, der Kšnig von Babel, zog gegen ihn herauf und legte ihn in Ketten, um ihn nach Babel zu fŸhren. Jer 22,18)

7 Auch brachte Nebukadnezar einige GerŠte des Hauses des HERRN nach Babel und tat sie in seinen Tempel in Babel. Esr 1,7)

8 Was aber mehr von Jojakim zu sagen ist, und seine Greueltaten, die er tat, und was ihm sonst widerfuhr, siehe, das steht geschrieben im Buch der Kšnige von Israel und Juda. Und sein Sohn Jojachin wurde Kšnig an seiner Statt.

9 Achtzehn Jahre alt war Jojachin, als er Kšnig wurde; und er regierte drei Monate und zehn Tage zu Jerusalem und tat, was dem HERRN mi§fiel.

10 Als aber das Jahr zu Ende ging, sandte Nebukadnezar hin und lie§ ihn nach Babel holen mit den kostbaren GerŠten aus dem Hause des HERRN und machte seinen Bruder Zedekia zum Kšnig Ÿber Juda und Jerusalem. Jer 22,24-30)

11 (Zedekia und die WegfŸhrung nach Babel) (vgl. 2. Kšn 24,18 - 25,21; Jer 52,1-30) Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, als er Kšnig wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem

12 und tat, was dem HERRN, seinem Gott, mi§fiel, und demŸtigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, der da redete, wie der HERR zu ihm gesprochen hatte. Jer 37; 38)

13 Auch wurde er abtrŸnnig von Nebukadnezar, dem Kšnig von Babel, der einen Eid bei Gott von ihm genommen hatte, und wurde halsstarrig und verstockte sein Herz, so da§ er sich nicht bekehrte zu dem HERRN, dem Gott Israels.

14 Auch alle Oberen Judas und die Priester und das Volk versŸndigten sich noch mehr mit all den greulichen Sitten der Heiden und machten unrein das Haus des HERRN, das er geheiligt hatte in Jerusalem. 5. Mose 18,9)

15 Und der HERR, der Gott ihrer VŠter, lie§ immer wieder gegen sie reden durch seine Boten; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung. Jer 25,4)

16 Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und verhšhnten seine Propheten, bis der Grimm des HERRN Ÿber sein Volk wuchs und es kein Vergeben mehr gab. Lk 20,10-12; Apg 7,52)

17 Da fŸhrte er gegen sie heran den Kšnig der ChaldŠer und lie§ ihre junge Mannschaft mit dem Schwert erschlagen im Hause ihres Heiligtums und verschonte weder die JŸnglinge noch die Jungfrauen, weder die Alten noch die Greise; alle gab er sie in seine Hand.

18 Und alle GerŠte im Hause Gottes, gro§e und kleine, die SchŠtze im Hause des HERRN und die SchŠtze des Kšnigs und seiner Oberen, alles lie§ er nach Babel fŸhren.

19 Und sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer Jerusalems ein, und alle ihre BurgtŸrme brannten sie mit Feuer aus, so da§ alle ihre kostbaren GerŠte zunichte wurden. Jer 26,6)

20 Und er fŸhrte weg nach Babel alle, die das Schwert Ÿbriggelassen hatte, und sie wurden seine und seiner Sšhne Knechte, bis das Kšnigtum der Perser zur Herrschaft kam,

21 damit erfŸllt wŸrde das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias. Das Land hatte die ganze Zeit Ÿber, da es wŸste lag, Sabbat, bis es an seinen Sabbaten genug hatte, auf da§ siebzig Jahre voll wurden.

|P Jer 25,11, 3. Mose 26,34; Klgl 2,6)

22 (Ende der babylonischen Gefangenschaft) (vgl. Esr 1,1-3) Aber im ersten Jahr des Kyrus, des Kšnigs von Persien, erweckte der HERR - damit erfŸllt wŸrde das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias - den Geist des Kyrus, des Kšnigs von Persien, da§ er in seinem ganzen Kšnigreich mŸndlich und auch schriftlich verkŸnden lie§: (22 und 23) Jer 29,10; Jes 44,28)

23 So spricht Kyrus, der Kšnig von Persien: Der HERR, der Gott des Himmels, hat mir alle Kšnigreiche der Erde gegeben und hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem in Juda. Wer nun unter euch von seinem Volk ist, mit dem sei der HERR, sein Gott, und er ziehe hinauf!

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