Read: 17 Ester


Buch 17 (DAS BUCH ESTER)


1

1 (Der Kšnig Ahasveros verstš§t seine Gemahlin) Zu den Zeiten des Ahasveros*, der Kšnig war vom Indus bis zum Nil Ÿber hundertundsiebenundzwanzig LŠnder, (*Griechisch: Xerxes)

2 als er auf seinem kšniglichen Thron sa§ in der Festung Susa,

3 im dritten Jahr seiner Herrschaft, machte er ein Festmahl fŸr alle seine FŸrsten und Gro§en, die HeerfŸhrer von Persien und Medien, die Edlen und Obersten in seinen LŠndern,

4 damit er sehen lie§e den herrlichen Reichtum seines Kšnigtums und die kšstliche Pracht seiner MajestŠt viele Tage lang, hundertundachtzig Tage.

5 Und als die Tage um waren, machte der Kšnig ein Festmahl fŸr alles Volk, das in der Festung Susa war, vom Grš§ten bis zum Kleinsten, sieben Tage lang im Hofe des Gartens beim kšniglichen Palast.

6 Da hingen wei§e, rote und blaue TŸcher, mit leinenen und scharlachroten SchnŸren eingefa§t, in silbernen Ringen an MarmorsŠulen. Da waren Polster, golden und silbern, auf grŸnem, wei§em, gelbem und schwarzem Marmor.

7 Und die GetrŠnke trug man auf in goldenen GefŠ§en, von denen keins wie das andere war, kšniglichen Wein in Menge nach kšniglicher Weise.

8 Und man schrieb niemand vor, was er trinken sollte; denn der Kšnig hatte allen Vorstehern in seinem Palast befohlen, da§ jeder tun sollte, wie es ihm wohlgefiele.

9 Und die Kšnigin Wasti machte auch ein Festmahl fŸr die Frauen im kšniglichen Palast des Kšnigs Ahasveros.

10 Und am siebenten Tage, als der Kšnig guter Dinge war vom Wein, befahl er Mehuman, Biseta, Harbona, Bigta, Abagta, Setar und Karkas, den sieben KŠmmerern, die vor dem Kšnig Ahasveros dienten,

11 da§ sie die Kšnigin Wasti mit ihrer kšniglichen Krone holen sollten vor den Kšnig, um dem Volk und den FŸrsten ihre Schšnheit zu zeigen; denn sie war schšn.

12 Aber die Kšnigin Wasti wollte nicht kommen, wie der Kšnig durch seine KŠmmerer geboten hatte. Da wurde der Kšnig sehr zornig, und sein Grimm entbrannte in ihm.

13 Und der Kšnig sprach zu den Weisen, die sich auf die Gesetze verstanden - denn des Kšnigs Sachen mu§ten vor alle kommen, die sich auf Recht und Gesetz verstanden;

14 unter ihnen aber waren ihm am nŠchsten Karschena, Schetar, Admata, Tarsis, Meres, Marsena und Memuchan, die sieben FŸrsten der Perser und Meder, die das Angesicht des Kšnigs sehen durften und obenan sa§en im Kšnigreich -:

15 Was soll man nach dem Gesetz mit der Kšnigin Wasti tun, weil sie nicht getan hat, wie der Kšnig durch seine KŠmmerer geboten hatte?

16 Da sprach Memuchan vor dem Kšnig und den FŸrsten: Die Kšnigin Wasti hat sich nicht allein an dem Kšnig verfehlt, sondern auch an allen FŸrsten und an allen Všlkern in allen LŠndern des Kšnigs Ahasveros.

17 Denn es wird diese Tat der Kšnigin allen Frauen bekanntwerden, so da§ sie ihre MŠnner verachten und sagen: Der Kšnig Ahasveros gebot der Kšnigin Wasti, vor ihn zu kommen; aber sie wollte nicht.

18 Dann werden die FŸrstinnen in Persien und Medien auch so sagen zu allen FŸrsten des Kšnigs, wenn sie von dieser Tat der Kšnigin hšren; und es wird Verachtung und Zorn genug geben.

19 GefŠllt es dem Kšnig, so lasse man ein kšnigliches Gebot von ihm ausgehen und unter die Gesetze der Perser und Meder aufnehmen, so da§ man es nicht aufheben darf, da§ Wasti nicht mehr vor den Kšnig Ahasveros kommen dŸrfe und der Kšnig ihre kšnigliche WŸrde einer andern geben solle, die besser ist als sie. Dan 6,9)

20 Und wenn dieser Erla§ des Kšnigs, den er geben wird, bekannt wŸrde in seinem ganzen Reich, welches gro§ ist, so wŸrden alle Frauen ihre MŠnner in Ehren halten bei Hoch und Niedrig.

21 Das gefiel dem Kšnig und den FŸrsten, und der Kšnig tat nach dem Wort Memuchans.

22 Da wurden Schreiben ausgesandt in alle LŠnder des Kšnigs, in jedes Land nach seiner Schrift und zu jedem Volk nach seiner Sprache, da§ ein jeder Mann der Herr in seinem Hause sei. Kap 3,12; 8,9)


2

1 (Der Kšnig sucht eine neue Gemahlin) Nach diesen Geschichten, als der Grimm des Kšnigs Ahasveros sich gelegt hatte, dachte er an das, was Wasti getan hatte und was Ÿber sie beschlossen war.

2 Da sprachen die MŠnner des Kšnigs, die ihm dienten: Man suche dem Kšnig schšne Jungfrauen,

3 und der Kšnig bestelle MŠnner in allen LŠndern seines Kšnigreichs, da§ sie alle schšnen Jungfrauen zusammenbringen auf das Schlo§ zu Susa ins Frauenhaus unter die Hand Hegais, des kšniglichen KŠmmerers, des HŸters der Frauen, und da§ man ihre Schšnheit pflege;

4 und das MŠdchen, das dem Kšnig gefŠllt, werde Kšnigin an Wastis Statt. Das gefiel dem Kšnig, und er tat so.

5 Es war ein jŸdischer Mann im Schlo§ zu Susa, der hie§ Mordechai, ein Sohn Ja•rs, des Sohnes Schimis, des Sohnes des Kisch, ein Benjaminiter, 1. Sam 9,1)

6 der mit weggefŸhrt war von Jerusalem, als Jechonja*, der Kšnig von Juda, durch Nebukadnezar, den Kšnig von Babel, in die Gefangenschaft gefŸhrt wurde. 2. Kšn 24,15) (*Vgl. Anmerkung zu Jer 24,1.)

7 Und er war der Pflegevater der Hadassa, das ist Ester, einer Tochter seines Oheims; denn sie hatte weder Vater noch Mutter. Und sie war ein schšnes und feines MŠdchen. Und als ihr Vater und ihre Mutter starben, nahm sie Mordechai als Tochter an. Kap 8,1)

8 Als nun das Gebot und Gesetz des Kšnigs bekannt wurde und viele Jungfrauen zusammengebracht wurden auf das Schlo§ zu Susa unter die Hand Hegais, wurde auch Ester in des Kšnigs Palast geholt unter die Hand Hegais, des HŸters der Frauen.

9 Und das MŠdchen gefiel Hegai, und sie fand Gunst bei ihm. Und er beeilte sich, ihre Schšnheit zu pflegen und ihr genŸgend Speise zu geben und dazu sieben auserlesene Dienerinnen aus dem Palast des Kšnigs. Und er brachte sie mit ihren Dienerinnen an den besten Ort im Frauenhaus.

10 Aber Ester sagte ihm nichts von ihrem Volk und ihrer Herkunft; denn Mordechai hatte ihr geboten, sie solle es nicht sagen.

11 Und Mordechai kam alle Tage am Hof des Frauenhauses vorbei, um zu erfahren, ob's Ester gut gehe und was mit ihr geschehen wŸrde.

12 Wenn aber die bestimmte Zeit fŸr eine jede Jungfrau kam, da§ sie zum Kšnig Ahasveros kommen sollte, nachdem sie zwšlf Monate nach der Vorschrift fŸr die Frauen gepflegt worden war - denn ihre Pflege brauchte so viel Zeit, nŠmlich sechs Monate mit Balsam und Myrrhe und sechs Monate mit kostbarer Spezerei und was sonst zur weiblichen Pflege gehšrt -,

13 dann ging die Jungfrau zum Kšnig, und alles, was sie wollte, mu§te man ihr geben, da§ sie damit vom Frauenhaus in den Palast des Kšnigs ginge.

14 Und wenn sie am Abend hineingegangen war, ging sie am Morgen von ihm in das andere Frauenhaus, unter die Hand des Schaaschgas, des kšniglichen KŠmmerers, des HŸters der Nebenfrauen. Und sie durfte nicht wieder zum Kšnig kommen, es sei denn, sie gefiele dem Kšnig und er lie§e sie mit Namen rufen.

15 (Ester wird Kšnigin) Als nun fŸr Ester, die Tochter Abihajils, des Oheims Mordechais, die er als Tochter angenommen hatte, die Zeit herankam, da§ sie zum Kšnig kommen sollte, begehrte sie nichts, als was Hegai, des Kšnigs KŠmmerer, der HŸter der Frauen, sagte. Und Ester fand Gunst bei allen, die sie sahen.

16 Es wurde aber Ester zum Kšnig Ahasveros gebracht in den kšniglichen Palast im zehnten Monat, der da hei§t Tebet, im siebenten Jahr seiner Herrschaft.

17 Und der Kšnig gewann Ester lieber als alle Frauen, und sie fand Gnade und Gunst bei ihm vor allen Jungfrauen. Und er setzte die kšnigliche Krone auf ihr Haupt und machte sie zur Kšnigin an Wastis Statt.

18 Und der Kšnig machte ein gro§es Festmahl fŸr alle seine FŸrsten und Gro§en, das Festmahl Esters, und gewŠhrte den LŠndern Steuererla§ und teilte kšnigliche Geschenke aus.

19 (Mordechai entdeckt eine Verschwšrung gegen den Kšnig) Und als man nun die Ÿbrigen Jungfrauen in das andere Frauenhaus brachte, sa§ Mordechai im Tor des Kšnigs.

20 Und Ester hatte noch nichts gesagt von ihrer Herkunft und von ihrem Volk, wie ihr Mordechai geboten hatte; denn Ester tat nach dem Wort Mordechais wie zur Zeit, als er ihr Pflegevater war.

21 In jenen Tagen, als Mordechai im Tor des Kšnigs sa§, gerieten zwei KŠmmerer des Kšnigs, Bigtan und Teresch, die die TŸr hŸteten, in Zorn und trachteten danach, Hand an den Kšnig Ahasveros zu legen. (21-23) Kap 6,1.2)

22 Als das Mordechai zu wissen bekam, sagte er es der Kšnigin Ester, und Ester sagte es dem Kšnig in Mordechais Namen.

23 Und als man nachforschte, wurde es als richtig befunden, und sie wurden beide an den Galgen gehŠngt. Und es wurde aufgezeichnet im Buch der tŠglichen Meldungen fŸr den Kšnig.


3

1 (Hamans Anschlag zur Vertilgung der Juden) Nach diesen Geschichten erhob der Kšnig Ahasveros den Haman, den Sohn Hammedatas, den Agagiter, und machte ihn gro§ und setzte seinen Stuhl Ÿber alle FŸrsten, die bei ihm waren. 1. Sam 15,32, 2. Mose 17,14-16)

2 Und alle Gro§en des Kšnigs, die im Tor des Kšnigs waren, beugten die Knie und fielen vor Haman nieder; denn der Kšnig hatte es so geboten. Aber Mordechai beugte die Knie nicht und fiel nicht nieder. Mt 4,9.10)

3 Da sprachen die Gro§en des Kšnigs, die im Tor des Kšnigs waren, zu Mordechai: Warum Ÿbertrittst du des Kšnigs Gebot?

4 Und als sie das tŠglich zu ihm sagten und er nicht auf sie hšrte, sagten sie es Haman, damit sie sŠhen, ob solch ein Tun Mordechais bestehen wŸrde; denn er hatte ihnen gesagt, da§ er ein Jude sei.

5 Und als Haman sah, da§ Mordechai nicht die Knie beugte noch vor ihm niederfiel, wurde er voll Grimm.

6 Aber es war ihm zu wenig, da§ er nur an Mordechai die Hand legen sollte, denn sie hatten ihm gesagt, von welchem Volk Mordechai sei; sondern er trachtete danach, das Volk Mordechais, alle Juden, die im ganzen Kšnigreich des Ahasveros waren, zu vertilgen.

7 Im ersten Monat, das ist der Monat Nisan, im zwšlften Jahr des Kšnigs Ahasveros, wurde das Pur, das ist das Los, geworfen vor Haman, von einem Tage zum andern und von Monat zu Monat, und das Los fiel auf den dreizehnten Tag im zwšlften Monat, das ist der Monat Adar. 2. Mose 13,4; 12,2, Kap 9,24)

8 Und Haman sprach zum Kšnig Ahasveros: Es gibt ein Volk, zerstreut und abgesondert unter allen Všlkern in allen LŠndern deines Kšnigsreichs, und ihr Gesetz ist anders als das aller Všlker, und sie tun nicht nach des Kšnigs Gesetzen. Es ziemt dem Kšnig nicht, sie gewŠhren zu lassen. 5. Mose 4,5-8)

9 GefŠllt es dem Kšnig, so lasse er schreiben, da§ man sie umbringe; so will ich zehntausend Zentner Silber darwŠgen in die Hand der Amtleute, da§ man's bringe in die Schatzkammer des Kšnigs. Kap 4,7)

10 Da tat der Kšnig seinen Ring von der Hand und gab ihn Haman, dem Sohn Hammedatas, dem Agagiter, dem Feind der Juden. Kap 8,2; 1. Mose 41,42)

11 Und der Kšnig sprach zu Haman: Das Silber sei dir gegeben, dazu das Volk, da§ du mit ihm tust, was dir gefŠllt.

12 Da rief man die Schreiber des Kšnigs am dreizehnten Tage des ersten Monats; und es wurde geschrieben, wie Haman befahl, an die FŸrsten des Kšnigs und an die Statthalter hin und her in den LŠndern und an die Obersten eines jeden Volks in den LŠndern hin und her in der Schrift eines jeden Volks und in seiner Sprache, im Namen des Kšnigs Ahasveros und mit des Kšnigs Ring gesiegelt.

13 Und die Schreiben wurden gesandt durch die LŠufer in alle LŠnder des Kšnigs, man solle vertilgen, tšten und umbringen alle Juden, jung und alt, Kinder und Frauen, auf einen Tag, nŠmlich am dreizehnten Tag des zwšlften Monats, das ist der Monat Adar, und ihr Hab und Gut plŸndern.

14 Eine Abschrift des Schreibens sollte als Gesetz erlassen werden in allen LŠndern, um allen Všlkern zu eršffnen, da§ sie sich auf diesen Tag bereithalten sollten.

15 Und die LŠufer gingen eilends aus nach des Kšnigs Wort, und in der Festung Susa wurde das Gesetz angeschlagen. Und der Kšnig und Haman sa§en und tranken; aber die Stadt Susa war bestŸrzt.


4

1 (Mordechai bestimmt Ester, beim Kšnig fŸr die Juden einzutreten) Als Mordechai alles erfuhr, was geschehen war, zerri§ er seine Kleider und legte den Sack an und tat Asche aufs Haupt und ging hinaus mitten in die Stadt und schrie laut klagend

2 und kam bis vor das Tor des Kšnigs; denn es durfte niemand in das Tor des Kšnigs eintreten, der einen Sack anhatte.

3 Und in allen LŠndern, wohin des Kšnigs Wort und Gebot gelangte, war ein gro§es Klagen unter den Juden, und viele fasteten, weinten, trugen Leid und lagen in Sack und Asche.

4 Da kamen die Dienerinnen Esters und ihre KŠmmerer und erzŠhlten ihr davon. Da erschrak die Kšnigin sehr. Und sie sandte Kleider, da§ Mordechai sie anzšge und den Sack ablegte; er aber nahm sie nicht an.

5 Da rief Ester Hatach, einen von des Kšnigs KŠmmerern, der ihr diente, und gab ihm Befehl wegen Mordechai, um zu erfahren, was das sei und warum er so tue.

6 Da ging Hatach hinaus zu Mordechai auf den Platz der Stadt, der vor dem Tor des Kšnigs war.

7 Und Mordechai sagte ihm alles, was ihm begegnet war, auch die Summe des Silbers, das Haman versprochen hatte in des Kšnigs Schatzkammer darzuwŠgen, wenn die Juden vertilgt wŸrden, Kap 3,9)

8 und gab ihm eine Abschrift des Gesetzes, das in Susa angeschlagen war, sie zu vertilgen, damit er's Ester zeige und es ihr sage und ihr gebiete, da§ sie zum Kšnig hineingehe und zu ihm flehe und bei ihm FŸrbitte tue fŸr ihr Volk.

9 Und als Hatach hineinkam und Ester die Worte Mordechais sagte,

10 sprach Ester zu Hatach und gebot ihm, Mordechai zu sagen:

11 Es wissen alle Gro§en des Kšnigs und das Volk in den LŠndern des Kšnigs, da§ jeder, der ungerufen zum Kšnig hineingeht in den inneren Hof, Mann oder Weib, nach dem Gesetz sterben mu§, es sei denn, der Kšnig strecke das goldene Zepter gegen ihn aus, damit er am Leben bleibe. Ich aber bin nun seit drei§ig Tagen nicht gerufen worden, zum Kšnig hineinzukommen. Kap 5,2; 8,4)

12 Und als Esters Worte Mordechai gesagt wurden,

13 lie§ Mordechai Ester antworten: Denke nicht, da§ du dein Leben errettest, weil du im Palast des Kšnigs bist, du allein von allen Juden.

14 Denn wenn du zu dieser Zeit schweigen wirst, so wird eine Hilfe und Errettung von einem andern Ort her den Juden erstehen, du aber und deines Vaters Haus, ihr werdet umkommen. Und wer wei§, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur kšniglichen WŸrde gekommen bist? 1. Mose 45,7)

15 Ester lie§ Mordechai antworten:

16 So geh hin und versammle alle Juden, die in Susa sind, und fastet fŸr mich, da§ ihr nicht e§t und trinkt drei Tage lang, weder Tag noch Nacht. Auch ich und meine Dienerinnen wollen so fasten. Und dann will ich zum Kšnig hineingehen entgegen dem Gesetz. Komme ich um, so komme ich um.

17 Mordechai ging hin und tat alles, was ihm Ester geboten hatte.


5

1 (Ester geht zum Kšnig und lŠdt ihn und Haman zum Mahle) Und am dritten Tage zog sich Ester kšniglich an und trat in den inneren Hof am Palast des Kšnigs gegenŸber dem Palast des Kšnigs. Und der Kšnig sa§ auf seinem kšniglichen Thron im kšniglichen Saale gegenŸber dem Tor des Palastes.

2 Und als der Kšnig die Kšnigin Ester im Hofe stehen sah, fand sie Gnade vor seinen Augen. Und der Kšnig streckte das goldene Zepter in seiner Hand gegen Ester aus. Da trat Ester herzu und rŸhrte die Spitze des Zepters an. Kap 4,11)

3 Da sprach der Kšnig zu ihr: Was hast du, Ester, Kšnigin? Und was begehrst du? Auch die HŠlfte des Kšnigreichs soll dir gegeben werden. Mk 6,23)

4 Ester sprach: GefŠllt es dem Kšnig, so komme der Kšnig mit Haman heute zu dem Mahl, das ich bereitet habe.

5 Der Kšnig sprach: Eilt und holt Haman, damit geschehe, was Ester gesagt hat! Als nun der Kšnig und Haman zu dem Mahl kamen, das Ester bereitet hatte,

6 sprach der Kšnig zu Ester, als er Wein getrunken hatte: Was bittest du, Ester? Es soll dir gegeben werden. Und was begehrst du? WŠre es auch die HŠlfte des Kšnigreichs, es soll geschehen.

7 Da antwortete Ester: Meine Bitte und mein Begehren ist:

8 Hab ich Gnade gefunden vor dem Kšnig und gefŠllt es dem Kšnig, meine Bitte zu gewŠhren und zu tun nach meinem Begehren, so komme der Kšnig mit Haman zu dem Mahl, das ich fŸr sie bereiten will. Morgen will ich dann tun, was der Kšnig gesagt hat. Kap 6,14)

9 (Haman beschlie§t, sich an Mordechai zu rŠchen) Da ging Haman an dem Tage hinaus fršhlich und guten Mutes. Aber als er Mordechai im Tor des Kšnigs sah, wie er nicht aufstand und sich nicht vor ihm fŸrchtete, wurde er voll Zorn Ÿber Mordechai.

10 Aber er hielt an sich. Und als er heimkam, sandte er hin und lie§ seine Freunde holen und seine Frau Seresch

11 und zŠhlte ihnen auf die Herrlichkeit seines Reichtums und die Menge seiner Sšhne und alles, wie ihn der Kšnig so gro§ gemacht habe, und da§ er Ÿber die FŸrsten und Gro§en des Kšnigs erhoben sei.

12 Auch sprach Haman: Und die Kšnigin Ester hat niemand kommen lassen mit dem Kšnig zum Mahl, das sie bereitet hat, als nur mich, und auch morgen bin ich zu ihr geladen mit dem Kšnig.

13 Aber das alles ist mir nicht genug, solange ich den Juden Mordechai sitzen sehe im Tor des Kšnigs.

14 Da sprachen zu ihm seine Frau Seresch und alle seine Freunde: Man mache einen Galgen, fŸnfzig Ellen hoch, und morgen frŸh sage dem Kšnig, da§ man Mordechai daran aufhŠnge. Dann geh du mit dem Kšnig fršhlich zum Mahl. Das gefiel Haman gut, und er lie§ einen Galgen aufrichten.


6

1 (Haman mu§ Mordechai ehren) In derselben Nacht konnte der Kšnig nicht schlafen und lie§ sich das Buch mit den tŠglichen Meldungen bringen. Als diese dem Kšnig vorgelesen wurden, (1 und 2) Kap 2,21-23)

2 fand sich's geschrieben, da§ Mordechai angezeigt hatte, wie die zwei KŠmmerer des Kšnigs, Bigtan und Teresch, die an der Schwelle die Wache hielten, danach getrachtet hatten, Hand an den Kšnig Ahasveros zu legen.

3 Und der Kšnig sprach: Welche Ehre und WŸrde hat Mordechai dafŸr bekommen? Da sprachen die Diener des Kšnigs, die um ihn waren: Er hat nichts bekommen.

4 Und der Kšnig sprach: Wer ist im Vorhof? Haman aber war in den Vorhof gekommen drau§en vor des Kšnigs Palast, um dem Kšnig zu sagen, da§ man Mordechai an den Galgen hŠngen sollte, den er fŸr ihn aufgerichtet hatte. Kap 5,14)

5 Und des Kšnigs Diener sprachen zu ihm: Siehe, Haman steht im Vorhof. Der Kšnig sprach: La§t ihn hereintreten.

6 Und als Haman hereinkam, sprach der Kšnig zu ihm: Was soll man dem Mann tun, den der Kšnig gern ehren will? Haman aber dachte in seinem Herzen: Wen anders sollte der Kšnig gern ehren wollen als mich?

7 Und Haman sprach zum Kšnig: Dem Mann, den der Kšnig gern ehren will,

8 soll man kšnigliche Kleider bringen, die der Kšnig zu tragen pflegt, und ein Ro§, darauf der Kšnig reitet und dessen Kopf kšniglichen Schmuck trŠgt, Dan 5,29)

9 und man soll Kleid und Ro§ einem FŸrsten des Kšnigs geben, da§ er den Mann bekleide, den der Kšnig gern ehren will, und ihn auf dem Ro§ Ÿber den Platz der Stadt fŸhren und vor ihm her ausrufen lassen: So tut man dem Mann, den der Kšnig gern ehren will. 1. Mose 41,42.43)

10 Der Kšnig sprach zu Haman: Eile und nimm Kleid und Ro§, wie du gesagt hast, und tu so mit Mordechai, dem Juden, der im Tor des Kšnigs sitzt, und la§ nichts fehlen an allem, was du gesagt hast.

11 Da nahm Haman Kleid und Ro§ und zog Mordechai an und fŸhrte ihn Ÿber den Platz der Stadt und rief aus vor ihm her: So geschieht dem Mann, den der Kšnig gern ehren will.

12 Und Mordechai kam wieder zum Tor des Kšnigs. Haman aber eilte nach Hause, traurig und mit verhŸlltem Haupt,

13 und erzŠhlte seiner Frau Seresch und allen seinen Freunden alles, was ihm begegnet war. Da sprachen zu ihm seine Freunde und seine Frau Seresch: Ist Mordechai, vor dem du zu fallen angefangen hast, vom Geschlecht der Juden, so vermagst du nichts gegen ihn, sondern du wirst vor ihm vollends zu Fall kommen.

14 Als sie aber noch mit ihm redeten, kamen des Kšnigs KŠmmerer und geleiteten Haman eilends zu dem Mahl, das Ester bereitet hatte. Kap 5,8)


7

1 (Haman wird an den Galgen gehŠngt) Und als der Kšnig mit Haman zu dem Mahl kam, das die Kšnigin Ester bereitet hatte,

2 sprach der Kšnig zu Ester auch an diesem zweiten Tage, als er Wein getrunken hatte: Was bittest du, Kšnigin Ester, das man dir geben soll? Und was begehrst du? WŠre es auch das halbe Kšnigreich, es soll geschehen.

3 Die Kšnigin Ester antwortete: Hab ich Gnade vor dir gefunden, o Kšnig, und gefŠllt es dem Kšnig, so gib mir mein Leben um meiner Bitte willen und mein Volk um meines Begehrens willen.

4 Denn wir sind verkauft, ich und mein Volk, da§ wir vertilgt, getštet und umgebracht werden. WŠren wir nur zu Knechten und MŠgden verkauft, so wollte ich schweigen; denn die BedrŠngnis wŠre nicht so gro§, da§ man den Kšnig darum belŠstigen mŸ§te.

5 Der Kšnig Ahasveros antwortete und sprach zu der Kšnigin Ester: Wer ist der oder wo ist der, der sich hat in den Sinn kommen lassen, solches zu tun?

6 Ester sprach: Der Feind und Widersacher ist dieser niedertrŠchtige Haman! Haman aber erschrak vor dem Kšnig und der Kšnigin.

7 Und der Kšnig stand auf vom Weingelage in seinem Grimm und ging in den Garten am Palast. Aber Haman trat vor und bat die Kšnigin Ester um sein Leben; denn er sah, da§ sein UnglŸck vom Kšnig schon beschlossen war.

8 Und als der Kšnig zurŸckkam aus dem Garten am Palast in den Saal, wo man gegessen hatte, lag Haman vor dem Lager, auf dem Ester ruhte. Da sprach der Kšnig: Will er auch der Kšnigin Gewalt antun bei mir im Palast? Als das Wort aus des Kšnigs Munde gekommen war, verhŸllten sie Haman das Antlitz.

9 Und Harbona, einer der KŠmmerer vor dem Kšnig, sprach: Siehe, es steht ein Galgen beim Hause Hamans, fŸnfzig Ellen hoch, den er fŸr Mordechai aufgerichtet hat, der doch zum Wohl des Kšnigs geredet hat. Der Kšnig sprach: HŠngt ihn daran auf!

10 So hŠngte man Haman an den Galgen, den er fŸr Mordechai aufgerichtet hatte. Da legte sich des Kšnigs Zorn.


8

1 (Die Wendung zugunsten der Juden) An dem Tage schenkte der Kšnig Ahasveros der Kšnigin Ester das Haus Hamans, des Judenfeindes. Und Mordechai wurde vom Kšnig empfangen; denn Ester hatte ihm gesagt, wie er mit ihr verwandt sei. Kap 2,7)

2 Und der Kšnig tat ab seinen Fingerreif, den er Haman genommen hatte, und gab ihn Mordechai. Und Ester setzte Mordechai Ÿber das Haus Hamans. Kap 3,10)

3 Und Ester redete noch einmal vor dem Kšnig und fiel ihm zu FŸ§en und weinte und flehte ihn an, da§ er zunichte mache die Bosheit Hamans, des Agagiters, und seine AnschlŠge, die er gegen die Juden erdacht hatte.

4 Und der Kšnig streckte das goldene Zepter gegen Ester aus. Da stand Ester auf und trat vor den Kšnig Kap 4,11; 5,2)

5 und sprach: GefŠllt es dem Kšnig, und habe ich Gnade gefunden vor ihm, und dŸnkt es den Kšnig recht, und gefalle ich ihm, so mšge man die Schreiben mit den AnschlŠgen Hamans, des Sohnes Hammedatas, des Agagiters, widerrufen, die er geschrieben hat, um die Juden umzubringen in allen LŠndern des Kšnigs.

6 Denn wie kann ich dem Unheil zusehen, das mein Volk treffen wŸrde? Und wie kann ich zusehen, da§ mein Geschlecht umkŠme?

7 Da sprach der Kšnig Ahasveros zur Kšnigin Ester und zu Mordechai, dem Juden: Siehe, ich habe Ester das Haus Hamans geschenkt, und ihn hat man an einen Galgen gehŠngt, weil er seine Hand an die Juden gelegt hat.

8 So schreibt nun ihr wegen der Juden, wie es euch gefŠllt, in des Kšnigs Namen und siegelt's mit des Kšnigs Ring. Denn ein Schreiben, das in des Kšnigs Namen geschrieben und mit des Kšnigs Ring gesiegelt war, durfte niemand widerrufen.

9 Da wurden gerufen des Kšnigs Schreiber zu jener Zeit im dritten Monat, das ist der Monat Siwan, am dreiundzwanzigsten Tage, und es wurde geschrieben, wie Mordechai gebot, an die Juden und an die FŸrsten, Statthalter und Obersten in den LŠndern vom Indus bis zum Nil, hundertundsiebenundzwanzig LŠndern, einem jeden Lande in seiner Schrift, einem jeden Volk in seiner Sprache und auch den Juden in ihrer Schrift und Sprache.

10 Und es wurde geschrieben in des Kšnigs Ahasveros Namen und mit des Kšnigs Ring gesiegelt. Und man sandte die Schreiben durch reitende Boten auf den besten Pferden.

11 Darin gab der Kšnig den Juden, in welchen StŠdten sie auch waren, die Erlaubnis, sich zu versammeln und ihr Leben zu verteidigen und alle Macht des Volks und Landes, die sie angreifen wŸrden, zu vertilgen, zu tšten und umzubringen samt den Kindern und Frauen und ihr Hab und Gut zu plŸndern Kap 3,13; 9,7-10.15.16)

12 an einem Tag in allen LŠndern des Kšnigs Ahasveros, nŠmlich am dreizehnten Tage des zwšlften Monats, das ist der Monat Adar.

13 Eine Abschrift des Schreibens aber sollte als Gesetz erlassen werden in allen LŠndern, um allen Všlkern zu eršffnen, da§ die Juden sich fŸr diesen Tag bereithalten wŸrden, sich zu rŠchen an ihren Feinden.

14 Und die reitenden Boten auf den besten Pferden ritten aus schnell und eilends nach dem Wort des Kšnigs, und das Gesetz wurde in der Festung Susa angeschlagen.

15 Mordechai aber ging hinaus von dem Kšnig in kšniglichen Kleidern, blau und wei§, und mit einergro§en goldenen Krone, angetan mit einem Mantel aus Leinen und Purpurwolle. Und die Stadt Susa jauchzte und war fršhlich.

16 FŸr die Juden aber war Licht und Freude und Wonne und Ehre gekommen.

17 Und in allen LŠndern und StŠdten, an welchen Ort auch immer des Kšnigs Wort und Gesetz gelangte, da war Freude und Wonne unter den Juden, Gastmahl und Festtag; und viele aus den Všlkern im Lande wurden Juden; denn die Furcht vor den Juden war Ÿber sie gekommen.


9

1 (Die Juden rŠchen sich an ihren Feinden) Im zwšlften Monat, das ist der Monat Adar, am dreizehnten Tage, als des Kšnigs Wort und Gesetz ausgefŸhrt werden sollte, eben an dem Tage, als die Feinde der Juden hofften, sie zu ŸberwŠltigen, und sich's wandte, da§ nun die Juden ihre Feinde ŸberwŠltigen sollten,

2 da versammelten sich die Juden in ihren StŠdten in allen LŠndern des Kšnigs Ahasveros, um Hand anzulegen an die, die ihnen Ÿbelwollten. Und niemand konnte ihnen widerstehen; denn die Furcht vor ihnen war Ÿber alle Všlker gekommen.

3 Auch alle Obersten in den LŠndern und die FŸrsten und Statthalter und Amtleute des Kšnigs halfen den Juden; denn die Furcht vor Mordechai war Ÿber sie gekommen.

4 Denn Mordechai war gro§ am Hof des Kšnigs, und die Kunde von ihm erscholl in allen LŠndern, wie er immer mŠchtiger werde.

5 So schlugen die Juden alle ihre Feinde mit dem Schwert und tšteten und brachten um und taten nach ihrem Gefallen an denen, die ihnen feind waren.

6 Und in der Festung Susa tšteten und brachten die Juden um fŸnfhundert Mann.

7 Dazu tšteten sie Parschandata, Dalfon, Aspata,

8 Porata, Adalja, Aridata,

9 Parmaschta, Arisai, Aridai und Wajesata,

10 die zehn Sšhne Hamans, des Sohnes Hammedatas, des Judenfeindes. Aber an die GŸter legten sie ihre HŠnde nicht. 1. Mose 14,21-24)

11 Zu derselben Zeit kam die Zahl der Getšteten in der Festung Susa vor den Kšnig.

12 Und der Kšnig sprach zu der Kšnigin Ester: Die Juden haben in der Festung Susa fŸnfhundert Mann getštet und umgebracht, auch die zehn Sšhne Hamans; was werden sie getan haben in den andern LŠndern des Kšnigs? Was bittest du, da§ man dir's gebe? Und was begehrst du mehr, da§ man's tue?

13 Ester sprach: GefŠllt's dem Kšnig, so lasse er auch morgen die Juden in Susa tun nach dem Gesetz fŸr den heutigen Tag, aber die zehn Sšhne Hamans soll man an den Galgen hŠngen.

14 Und der Kšnig befahl, so zu tun. Und das Gesetz wurde zu Susa gegeben, und die zehn Sšhne Hamans wurden gehŠngt.

15 Und die Juden in Susa versammelten sich auch am vierzehnten Tage des Monats Adar und tšteten in Susa dreihundert Mann; aber an ihre GŸter legten sie die HŠnde nicht.

16 Auch die andern Juden in den LŠndern des Kšnigs kamen zusammen, um ihr Leben zu verteidigen und sich vor ihren Feinden Ruhe zu verschaffen, und tšteten fŸnfundsiebzigtausend von ihren Feinden; aber an die GŸter legten sie die HŠnde nicht.

17 (Die Stiftung des Purimfestes) Das geschah am dreizehnten Tage des Monats Adar, und sie ruhten am vierzehnten Tage desselben Monats. Den machten sie zum Tage des Festmahls und der Freude.

18 Aber die Juden in Susa waren zusammengekommen am dreizehnten und vierzehnten Tage und ruhten am fŸnfzehnten Tage, und diesen Tag machten sie zum Tage des Festmahls und der Freude.

19 Darum machen die Juden, die in den Dšrfern und Hšfen wohnen, den vierzehnten Tag des Monats Adar zum Tag des Festmahls und der Freude und senden einer dem andern Geschenke.

20 Und Mordechai schrieb diese Geschichten auf und sandte Schreiben an alle Juden, die in allen LŠndern des Kšnigs Ahasveros waren, nah und fern,

21 sie sollten als Feiertage den vierzehnten und fŸnfzehnten Tag des Monats Adar annehmen und jŠhrlich halten,

22 als die Tage, an denen die Juden zur Ruhe gekommen waren vor ihren Feinden, und als den Monat, in dem sich ihre Schmerzen in Freude und ihr Leid in Festtage verwandelt hatten: da§ sie diese halten sollten als Tage des Festmahls und der Freude und einer dem andern Geschenke und den Armen Gaben schicke.

23 Und die Juden nahmen es an als Brauch, was sie angefangen hatten zu tun und was Mordechai an sie geschrieben hatte:

24 wie Haman, der Sohn Hammedatas, der Agagiter, der Feind aller Juden, gedacht hatte, alle Juden umzubringen, und wie er das Pur, das ist das Los, hatte werfen lassen, um sie zu schrecken und umzubringen; Kap 3,7)

25 und wie Ester zum Kšnig gegangen war und dieser durch Schreiben geboten hatte, da§ die bšsen AnschlŠge, die Haman gegen die Juden erdacht, auf seinen Kopf zurŸckfielen, und wie man ihn und seine Sšhne an den Galgen gehŠngt hatte. Kap 7,10)

26 Daher nannten sie diese Tage Purim nach dem Worte Pur. Und nach allen Worten dieses Schreibens und nach dem, was sie selbst gesehen hatten und was sie getroffen hatte,

27 beschlossen die Juden und nahmen es an als Brauch fŸr sich und fŸr ihre Nachkommen und fŸr alle, die sich zu ihnen halten wŸrden, da§ sie nicht unterlassen wollten, diese zwei Tage jŠhrlich zu halten, wie sie vorgeschrieben und bestimmt waren,

28 da§ diese Tage nicht zu vergessen, sondern zu halten seien bei Kindeskindern, bei allen Geschlechtern, in allen LŠndern und StŠdten. Es sind die Purimtage, die nicht Ÿbergangen werden sollen unter den Juden, und ihr Andenken soll nicht untergehen bei ihren Nachkommen.

29 Und die Kšnigin Ester, die Tochter Abihails, und Mordechai, der Jude, schrieben mit ganzem Ernst ein zweites Schreiben Ÿber das Purimfest, um es zu bestŠtigen.

30 Und man sandte die Schreiben allen Juden in den hundertundsiebenundzwanzig LŠndern des Kšnigreichs des Ahasveros mit Gru§worten des Friedens und der Treue:

31 da§ sie annŠhmen die Purimtage auf ihre bestimmte Zeit, wie sie Mordechai, der Jude, und die Kšnigin Ester fŸr sie festgesetzt hatten, und wie sie fŸr sich selbst und fŸr ihre Nachkommen die Einsetzung der Fasten und ihrer Klage festgesetzt hatten.

32 Und der Befehl der Ester bestŠtigte die Einsetzung dieser Purimtage. Und es wurde in ein Buch geschrieben.


10

1 (Mordechais Ansehen bei Persern und Juden) Und der Kšnig Ahasveros legte eine Steuer aufs Land und auf die Inseln im Meer.

2 Aber alle Taten seiner Herrschaft und Macht und die gro§e Herrlichkeit Mordechais, die ihm der Kšnig gab, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Kšnige von Medien und Persien. Kap 8,2.15)

3 Denn Mordechai, der Jude, war der Erste nach dem Kšnig Ahasveros und gro§ unter den Juden und beliebt unter der Menge seiner BrŸder, weil er fŸr sein Volk Gutes suchte und redete, was seinem ganzen Geschlecht zum Besten diente.

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