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2. Deutschland


Aus den Schriften ‘Abdu’l-Bahás

Du berichtest über das Wachstum der Sache Gottes in deinem Land. Zweifellos wird der Glaube Gottes in jenem Land von Tag zu Tag Fortschritte machen, denn er wird durch die kraftspendendende Macht des Heiligen Geistes und die Bestätigung des Wortes Gottes unterstützt. Ebenso besteht kein Zweifel, daß sich Mitglieder der christlichen Geistlichkeit mit unerbittlicher Feindseligkeit gegen ihn erheben werden, euch beleidigen und unterdrücken wollen und Zweifel in euere Herzen zu säen hoffen, denn die Verbreitung der Sache Gottes wird ihren Stern sinken lassen - wie einst der Stern der Pharisäer verblaßte - und den Verlust an Würde und Ansehen, deren sie sich heute unter den Menschen erfreuen, zur Folge haben.

Denke nach über die Zeit von Jesus und die Taten der jüdischen Geistlichen und Pharisäer. Solche Taten werden in unserer Zeit von diesen christlichen Geistlichen wiederholt werden. Sei jedoch nicht beunruhigt; bleibe fest und standhaft, denn eine Schar von Seelen wird sich mit unendlicher Liebe erheben und das Königreich Gottes betreten. Diese Seelen werden dir alle Qualen, jede Demütigung und alle Schmach vergelten, denen du durch die Geistlichen ausgesetzt warst. Auf jede ihre Kränkungen werden diese Seelen mit Taten voll Güte antworten, bis endlich - wie die Erfahrung früherer Zeiten zeigt - die Kinder des Königreichs die Oberhand gewinnen und den Sieg davontragen. Vertraue darauf.
(Aus einem Tablet an einen einzelnen Gläubigen - aus dem Persischen übersetzt, veröffentlicht in „Krise und Sieg“, zusammengestellt von der Forschungsabtei lung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit (Oakham: Bahá’í Publishing Trust, 1988), Abschnitt 50, Seiten 24-25) In der deutschen Ausgabe Seiten 35- 36
(88)

Die Bahá’í-Freunde in Stuttgart sind wirklich geistig und strahlend, sie sind sehr ergeben und aufrichtig. Ich bin sehr zufrieden mit ihnen. Sie werden zweifellos von der Bestätigung des Abhá-Königreiches überschattet werden und das glänzende Licht der Sonne der Wahrheit wird seinen Strahlenglanz über jene Region ergießen. Deshalb ist es euere Pflicht, einander äußerste Zuneigung und Freundlichkeit zu erzeigen, einander von Herz und Seele zu lieben, die äußerste Anstrengung zu unternehmen, um euch gegenseitige Hilfe angedeihen zu lassen und euch fest an den Bund Gottes und Sein Testament zu halten, um so mehr, da der Geist, der dieses Zeitalter belebt, die Kraft von Gottes Bund und Testament ist.. Sie ist wie eine pulsierende Ader im Körper der Welt. Ihr solltet dieses wichtige Thema in jeder euerer Versammlungen und Konferenzen erwähnen, und ihr solltet jeden ermahnen, fest und standhaft im Bund zu bleiben. Wißt, daß wenn ein Mensch nur das geringste Zeichen von Unschlüssigkeit im Bund bekunden sollte, sein Sturz nahe bevorsteht, selbst wenn er zu den Ausgezeichnetsten zählte, denn am Ende werden die schädlichen Folgen des Bundesbruches offenbar. Deshalb müßt ihr im Zusammenhang mit dieser Thematik äußerste Vorsicht üben ... Ich werde immer flehentlich zum Abhá-Königreich beten und inständig um göttlichen Beistand und Segen für die geliebten Freunde in Stuttgart bitten.
(Aus einem Tablet an einen einzelnen Gläubigen - aus dem Persischen übersetzt)
(91)

Es gibt klare Zeichen, die darauf hinweisen, daß das strahlende Licht der Sonne der Wahrheit weiterhin mit äußerster Helligkeit nicht nur auf die Region um Stuttgart, sondern auf ganz Deutschland scheinen, daß der belebende Atem des Heiligen Geistes dort großen Einfluß ausüben und die alles durchdringende Gunst des Wortes Gottes weit verbreitet wird. Laßt mich euch diese frohe Botschaft verkünden. Ihr werdet große Höhen im Königreich Gottes erreichen, und die Tore des Königreiches stehen für das Volk der Deutschen weit offen. Laßt uns sehen, wer die anderen überstrahlt. Es ist meine ernste Hoffnung, daß alle, die in Deutschland den Ruf hören, unter den Auserwählten sind. Deshalb solltet ihr nicht ruhen, sondern Tag und Nacht danach streben, die Menschen zu führen, dem Blinden Auge zu sein, die Toten zu beleben und ihnen ewiges Leben zu verleihen.
(Aus einem Tablet an die Bahá’í in Stuttgart - aus dem Persischen übersetzt)
(92)

Preis sei Gott, ihr seid alle wie leuchtende Kerzen und Bäume des Abhá-Königreiches. ‘Abdu’l-Bahá hegt zärtliche Zuneigung zu den Geliebten Gottes in Stuttgart. Seine Nase ist von den Wohlgerüchen des Duftes dieser Blumen erfüllt, und sein Herz ist voll seliger Freude über den Liebreiz und die Schönheit dieser gesegneten Seelen. Es gibt keinen Zweifel, daß sich die Lehren Bahá’u’lláhs in diesen Regionen weit und breit ausdehnen werden und daß Seelen, die wie strahlende Kerzen glänzend leuchten, Erleuchtung über die Umgebung ausgießen werden. Deshalb laßt mich euch diese frohe Botschaft verkünden: Gottes Augen sind mit liebevoller Güte auf euch gerichtet, und der Glanz der Sonne der Wahrheit ziert euere Herzen.
(Aus einem Tablet an die Bahá’í in Stuttgart - aus dem Persischen übersetzt)
(93)

In Deutschland gibt es große geistige Aufnahmefähigkeit. Viele Seelen zeigen eine besondere Art, die Ausgießung himmlischer Gnade zu empfangen. Sie haben die Fähigkeit, zu Empfängern der göttlichen Lehren zu werden. Einige von ihnen werden von dem Prinzip der Einheit der Menschheit und davon, alle Menschen und Bewohner der Erde im Geiste der Eintracht und Kameradschaft zu behandeln, angezogen. Ich hege die Hoffnung, daß sie sich vollkommen von religiösen, rassischen, nationalen, wirtschaftlichen und politischen Vorurteilen lösen und die Menschenwelt wie eine Familie ansehen mögen, sind sie doch mit empfänglichen Augen und aufmerksamen Ohren begabt. Deshalb hegt ‘Abdu’l-Bahá unendliche Zuneigung zu diesen Seelen. Obwohl dieses Land gegenwärtig in Verzagtheit und Lethargie versunken ist, würde ich gerne hoffen, daß die belebende Brise Seiner liebevollen Güte wehen und allen Seelen neues Leben verleihen möge. Kurz gesagt, ist es euere Pflicht, euch auf das äußerste anzustrengen, allen Menschen der Erde und den Anhängern aller Religionen unübertroffene Liebe und Kameradschaft zu erzeigen.
(Aus einem Tablet an die Bahá’í in Deutschland - aus dem Persischen übersetzt)
(95)

Die Liebe, die ich für die deutschen Freunde hege, ist so intensiv, daß, wenn sie eine Flamme dieser Liebe berühren würden, sie gänzlich in Flammen aufgingen ...

Jetzt ist es Zeit für den Aufbau. Jeden Stein kann man für das Gefüge des Gebäudes brauchen. Aber ihr, die deutschen Freunde, solltet die Ecksteine des Gebäudes bilden. Ihr solltet die grundlegenden Prinzipien der Sache Gottes allen Menschen und Gleichgesinnten verkünden.
(Aus einem Tablet - aus dem Persischen übersetzt)
(100)


Aus Briefen Shoghi Effendis

O ihr geistigen Brüder und Schwestern, denkt eine Weile über die Zeichen der Größe, der Überlegenheit und des Sieges nach, die sich in diesem ersten Jahrhundert der Bahá’í-Offenbarung auf den beiden Kontinenten Europa und Amerika und in der Tat auf der ganzen Welt gezeigt haben. Dies ist einzig das Ergebnis der machtvollen Wirkung der bitteren Grausamkeit, die alle jenen wie Honig schmeckte, die von der Drangsal aus den Händen der Feinde in diesem bös heimgesuchten Land überwältigt wurden.

Durch das Vergießen des heiligen Blutes der Märtyrer in Persien wandte sich das erhabene Herz Ihrer Majestät, der Königin (Königin Maria von Rumänien), dieser frisch gesprossenen Pflanze Gottes zu und veranlaßte sie, die ganze Welt durch ihre einander folgenden und bewegenden Botschaften die ganze Welt zu erwecken und zu warnen.

Durch das Vergießen des heiligen Blutes der Märtyrer in Persien wurden die Ritter auf dem Schauplatz des Dienstes für Gott befähigt, die Ehre zu gewinnen, im Herzen Amerikas das prächtige und gepriesene Gebäude des ersten Mashriqu’l-Adhkár der westlichen Welt zu beginnen und zu vollenden, sodaß eine große Anzahl verschiedenster Menschen von unterschiedlichen Rassen, Religionen, Sekten und Bevölkerungsschichten von diesem offenbaren Zeichen, diesem sicheren Himmel, diesem hinreißenden Tempel der Sache des Herrn der Welten fasziniert und hingerissen wurde.

Durch das Vergießen des heiligen Blutes der Märtyrer in Persien wurde den Bannerträgern dieser unterdrückten Gemeinde im entlegensten Westen Führung und Hilfe zuteil, um hervorragende administrative Institutionen zu errichten, Bahá’í-Stiftungen zu gründen, öffentliche Anerkennung durch Menschen von hohem Ansehen zu erlangen, göttliche Gesetze und Verordnungen wirksam werden zu lassen und eine Satzung für Nationale Geistige Räte zu formulieren.

Durch das Vergießen des heiligen Blutes der Märtyrer in Persien erhoben sich jene in Deutschland , die sich mit solcher Beharrlichkeit und Festigkeit am starken Griff des Glaubens festhielten, daß sie im Angesicht der bitteren Stürme der Prüfungen und den hitzigen Gewittern der wahnsinnigen Aufschreie der Feinde, die - mit Ausnahme Amerikas - niemals mit solcher Wut über den Westen hinzogen, felsenfest jedem Unruhestifter widerstanden und ihr Fuß auf dem schmalen Pfad niemals strauchelte. Nein, es war eher so, daß ihre Inbrunst, ihre Kühnheit, ihre Ausdauer und ihre Hilfe füreinander nur noch zunahm und sie sich mehr denn je anstrengen, in ihrem Land den Horizont für die Sache Gottes und den Bestand der Bahá’í-Publikationen zu erweitern und so die Institutionen des Glaubens zu festigen.
(21. April 1932 an die Bahá’í des Ostens - aus dem Persischen übersetzt)
(108)

Über den Erhalt Ihres Briefes war ich sehr erfreut. Ich sehne mich danach, ausführlicher und öfters von Ihnen zu hören. Sie sind ein Turm der Stärke und ein Pfeiler Seines Glaubens in jenem Land. Deutschland hat unter dem Banner des Glaubens Bahá’u’lláhs eine glorreiche Zukunft. Es ist seine Sendung, für die Sache in Europa anzutreten und sie im Herzen des Kontinents fest zu gründen. Die Prüfungen und Versuchungen, die den Glauben in diesem Land heimgesucht haben, waren notwendig und von der göttlichen Vorsehung bewirkt. Es ist nun an den deutschen Gläubigen, die den Sturm überstanden haben, sich zu erheben und die Sache voranzubringen, den nicht politischen Charakter ihres Glaubens zu verkünden, die entstehenden Institutionen fest zu gründen und durch Worte und Taten zu beweisen, daß sie frei von jedem Makel der Parteilichkeit und der Vorurteile sind.
(16. Mai 1933, von Shoghi Effendi handschriftlich einem Brief in seinem Auf trag an einen einzelnen Gläubigen beigefügt, veröffentlicht in „The Light of Divine Guidance: Die Botschaften des Hüters des Bahá’í-Glaubens an die Bahá’í in Deutschland und Österreich“, Ausgabe 1, Seiten 47-48)
(109)

Eine weitere Angelegenheit von lebenswichtiger Bedeutung, die einen bleibenden Einfluß auf das augenblickliche Geschick der deutschen Bahá’í-Gemeinde ausüben wird, ist die Ausarbeitung von Maßnahmen, um den Glauben in die benachbarten Gebiete zu tragen, so etwa die Übersetzung von Bahá’í-Literatur in Russisch und die Sprachen, die in den baltischen Staaten gesprochen werden, und das Erforschen eines Weges, der es deutschen Bahá’í-Pionieren möglich macht, diesen gewaltigen, diesen historischen und verdienstvollen Feldzug über die östlichen Grenzen ihres Vaterlandes hinaus in Gang zu setzen.
(21. Juni 1965, von Shoghi Effendi handschriftlich einem Brief in seinem Auf trag an den Nationalen Geistigen Rat von Deutschland und Österreich beige fügt, veröffentlicht in „The Light of Divine Guidance: Die Botschaften des Hüters des Bahá’í-Glaubens an die Bahá’í in Deutschland und Österreich“, Ausgabe 1, Seite 268)
(122)

Aus Briefen im Auftrage Shoghi Effendis

Die geographische Lage Deutschlands hat ihm eine einzigartige Stellung in der Ausbreitung der Sache Gottes in Europa verliehen. Es liegt wirklich inmitten des Kontinents und von da aus können sich Zweige ausbreiten, die nach und nach ganz Europa verbinden. Die Zeichen dafür, daß es eine solche Aufgabe wahrnehmen kann, sind deutlich. Dort lebt die größte Anzahl der europäischen Bahá’í, die meisten davon aktiv und vielversprechend. Die einzige Sache dabei ist, daß sie, je einiger sie sind, je standhafter und ergebener im Glauben sie werden, umso schneller werden sie ihr Ziel erreichen und ihre Aufgabe erfolgreich und glorreich zuende bringen.
(28. Juni 1926 an die Bahá’í in Esslingen, veröffentlicht in „The Light of Divine Guidance: The Messages from the Guardian of the Bahá’í Faith to the Bahá’í in Deutschland und Österreich“, Ausgabe i, Seite 31)
(124)

Aus einer Zusammenstellung über Europa vom Weltzentrum - über das Kontinentale Berateramt vom 10. Oktober 1990
Auszüge aus einer Zusammenstellung aus den Schriften über Europa vom Weltzentrum - 10. Okt. 1990


Hamburg, den 12.10.2000 E:\Winword2\uhg\Deutschland\Deutschland.doc Seite: 1 von: 4

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