Read: Ridvan Botschaften 1988-2004


Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
an die Bah‡Õ’ der Welt

einschlie§lich:
Die Ridv‡n-Botschaften ab 1988 zusammen mit der Satelliten-Botschaft
des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an die Bah‡Õ’ der Welt
vom 26. November 1992

Zusammengestellt vom
Nationalen Vertiefungsausschuss Deutschlands

(diese Zusammenstellung basiert auf der Erstausgabe des Konitnentalen Berateramtes mit den Botschaften von 1988 bis 1996 und wurde in den folgenden Jahren jeweils aktualisiert)

Inhaltsangabe

Ridv‡n-Botschaft 2004 (161 BE)
Ridv‡n-Botschaft 2003 (160 BE)
Ridv‡n-Botschaft 2002 (159 BE)
Ridv‡n-Botschaft 2002 (159 BE)
Ridv‡n-Botschaft 2001 (158 BE)
Ridv‡n-Botschaft 2000 (157 BE)
Ridv‡n-Botschaft 156 BE (1999)
Ridv‡n-Botschaft 155 BE (1998)
Ridv‡n-Botschaft 154 BE (1997)
Ridv‡n-Botschaft 153 BE (1996)
Ridv‡n-Botschaft 152 BE (1995)
Ridv‡n-Botschaft 151 BE (1994)
Ridv‡n-Botschaft 150 BE (1993)
Satelliten-Botschaft 26.November 1992
Ridv‡n-Botschaft 1992 (149 BE)
Ridv‡n-Botschaft 1991 (148 BE)
Ridv‡n-Botschaft 1990 (147 BE)
Ridv‡n-Botschaft 1989 (146 BE)
Ridv‡n-Botschaft 1988 (145 BE)


Ridv‡n 2004 (161 BE)

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

Ridv‡n 2004

An die Bah‡Õ’ der Welt

Innig geliebte Freunde,

drei Jahre des FŸnfjahresplanes sind vergangen. Die im Vierjahresplan in Gang gesetzten Prozesse, die im Zwšlfmonatsplan durch die besondere Beachtung der Bah‡Õ’-Erziehung von Kindern verstŠrkt und in den letzten Jahren unermŸdlich fortgesetzt wurden, erfŸllen nun die gro§en Hoffnungen, mit denen sie begonnen wurden. Die drei am Plan beteiligten Ebenen Ð der Einzelne, die Gemeinde und die Institutionen Ð, von denen jede eine unverwechselbare Rolle spielt, verstŠrken in allen Teilen der Welt gegenseitig ihre AktivitŠten. Die KernaktivitŠten der Studienkreise, Kinderklassen und Andachtsversammlungen sind zu wesentlichen Aspekten und zu sich gegenseitig verstŠrkenden Errungenschaften geworden, die allen anderen Elementen des Bah‡Õ’-Gemeindelebens grš§ere Kraft und zunehmenden Erfolg verleihen. Personelle Ressourcen werden in steigendem Ma§e geschaffen,Ê und die šrtlichen Geistigen RŠte stellen sich den neuen Anforderungen dieser wachsenden Lebenskraft.

Die weltweit fŸr die Bah‡Õ’-Erziehung von Kindern gebildeten KapazitŠten sind au§erordentlich beeindruckend. Erste BemŸhungen um die geistige Bildung der Junioren zeitigen Erfolge. Der Aufstieg von Regionalbereichen von einem AktivitŠtsstadium zum nŠchst hšheren ist in vollem Gange, und in seinem Verlauf schlie§en sich dem Kern der bekennenden GlŠubigen grš§ere Kreise von Menschen an, die noch nicht Bah‡Õ’ sind, aber an den KernaktivitŠten des Planes mit Begeisterung teilnehmen. In einigen fortgeschrittenen Regionalbereichen zeigen sich bereits Strukturen fŸr die BewŠltigung des intensiven Wachstums. Indem sich Nationale Geistige RŠteÊ mit den Belangen aller Regionalbereiche in ihren LŠndern befassen, haben sie gelernt, wie wertvoll es ist, besondere Aufmerksamkeit auf vielversprechende Regionalbereiche mit hoher PrioritŠt zu richten. Diese werden ermutigt und weiterentwickelt, bis die personellen Ressourcen, die sie mit Hilfe der Trainingsinstitute aufgebaut haben, es ihnen ermšglichen, zu Zentren raschen und nachhaltigen Wachstums zu werden.

Wie vorausgesehen, erweist sich das Trainingsinstitut als ein Wachstumsmotor. Bei der EinschŠtzung der Mšglichkeiten und BedŸrfnisse ihrer jeweiligen Gemeinden haben sich die meisten Nationalen Geistigen RŠte dafŸr entschieden, das vom Ruhi-Institut ausgearbeitete Kursmaterial einzusetzen, da es ihrer Meinung nach den Erfordernissen des Planes am besten gerecht wird. Dies hat den zusŠtzlichen Vorteil, dass das gleiche Material in viele Sprachen Ÿbersetzt worden ist und dass wohin Bah‡Õ’ auch reisen, sie auf andere Freunde treffen, die denselben Weg gehen und mit denselben BŸchern und Methoden vertraut sind.

Eine chaotische internationale Gesellschaft, hin- und hergerissen von widerstreitenden Vorstellungen und Interessen, ist zunehmend dem Terrorismus, der Gesetzlosigkeit und Korruption ausgesetzt und wird durch wirtschaftlichen Niedergang, durch Armut und Krankheit untergraben. In ihrer Mitte gewinnt die Bah‡Õ’-Gemeinde zunehmend an Kontur, inspiriert von einer gšttlich offenbarten Vision, auf solidem Grund bauend, und sie gewinnt an Kraft durch die Prozesse, die jetzt im Gange sind Ð unbeeindruckt von scheinbaren RŸckschlŠgen. Vor einem Jahr, als unŸbersehbare Gefahren es erforderlich machten, die Internationale Tagung abzusagen, bot die Bah‡Õ’-Welt ein Beispiel fŸr ihre FŠhigkeit, auf unerwartete UmstŠnde zu reagieren. Die Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit wurde ordnungsgemŠ§ durchgefŸhrt, und der Plan ging ohne die geringste BeeintrŠchtigung voran. Gleichzeitig war es mšglich, trotz des zerrŸtteten und chaotischen Lebens im Irak, den Kontakt zu den Bah‡Õ’ in diesem Land herzustellen und ihre Geistigen RŠte wieder zu bilden. Nun geben wir mit gro§er Freude bekannt, dass an diesem Ridv‡n der Nationale Geistige Rat der Bah‡Õ’ von Irak gewŠhlt wird und somit, nach mehr als drei§ig Jahren schwerster UnterdrŸckung, wieder errichtet wird, um seinen rechtmŠ§igen Platz in der internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde einzunehmen.

In dieser Phase erfordert der Gšttliche Plan, dass wir in der eingeschlagenen Richtung vertrauensvoll und dynamisch voranschreiten, unbeeindruckt von StŸrmen, die der Menschheit schwer zusetzen. Seien Sie versichert, dass die Gesegnete Schšnheit Ihre Schritte fŸhren wird und dass die Himmlischen Heerscharen jede Ihrer BemŸhungen um den Fortschritt des Glauben bestŠtigen werden.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit




Ridv‡n 2003 (160 BE)

An die Bah‡'’ der Welt

Innig geliebte Freunde,

1 WŠhrend der FŸnfjahresplan in sein drittes Jahr eintritt, gewinnt er an Schwungkraft: Was im gerade zu Ende gegangenen Jahr erreicht wurde, Ÿbertrifft die Errungenschaften der zwšlf Monate zuvor bei weitem. Diese Schwungkraft verdankt ihre IntensitŠt ebenso sehr der zunehmenden Stimmigkeit der einzelnen Elemente des Plans wie auch der antreibenden Wirkung des Geistes der Unruhe, der den ganzen Planeten umfŠngt.

2 Die UmstŠnde, die den Beginn dieses neuen administrativen Jahres begleiten, sind in ihrer Bedeutung zugleich kritisch, herausfordernd und au§erordentlich. Das vergangene Jahr durchzog von Anfang bis Ende eine Reihe von Krisen, die schlie§lich im Ausbruch des Krieges im Nahen Osten gipfelten. Was aus all dem erwŠchst, ist fŸr den Fortschritt der Gemeinde des Grš§ten Namens nicht weniger bedeutsam wie fŸr die Entwicklung einer zunehmend globalen Gesellschaft, die sich in den Wirren einer turbulenten Umbruchszeit befindet. Zeitpunkt, Ausma§ und Richtung dieses Umbruchs waren natŸrlich nicht vorhersehbar. Wie rasch hat sich doch der gegenwŠrtige Wandel in den Geschicken der Welt vollzogen! In dem sich daraus ergebenden Konflikt, in den so augenfŠllig jene LŠnder verwickelt sind, in denen die FrŸhgeschichte des Glaubens Gestalt annahm, sehen wir eine erneute Erinnerung an Bah‡'u'll‡hs Warnung, dass "die Welt [...] aus dem Gleichgewicht geraten [ist] durch die Schwungkraft dieser grš§ten, dieser neuen Weltordnung". Dass die Ereignisse dieser Krise sich direkt in einem Gebiet abspielen, dem der Glaube ein so reiches Erbe verdankt, wie dem Irak, ist besonders beachtenswert.

3 Die Zerrissenheit, die hierdurch wie auch durch andere ZustŠnde in der Welt hervorgerufen wurde, deutet zum einen darauf hin, dass ein neues Kapitel aufgeschlagen wird in der Geschichte der hochgeschŠtzten aber so schmerzlich unterdrŸckten Bah‡'’-Gemeinde eines Landes, in dem sich die Manifestation Gottes fŸr diesen Tag ein ganzes Jahrzehnt aufhielt. Zum anderen hat sie die Vorbereitungen auf die Neunte Internationale Tagung am Weltzentrum unseres Glaubens zunichte gemacht. Doch wie gro§ die EnttŠuschung hierŸber auch sein mag, es ist kein Anlass zur BestŸrzung. Wenn der Grš§ere Plan Gottes Seinen Geringeren Plan beeintrŠchtigt, dann wird zweifellos die Vorsehung zu gegebener Zeit einen Weg zu gro§artigen Mšglichkeiten eršffnen, die Interessen Seiner glorreichen Sache voranzubringen.

4 Die Sorgen, €ngste und Verwirrungen, welche dieser jŸngste Konflikt im Zuge der Entfaltung des Geringeren Friedens hervorgerufen hat, haben den Missmut und die Empšrung angesichts der wiederkehrenden Krisen, die den Planeten aufrŸhren, noch verstŠrkt. Die €ngste zahlreicher Menschen weltweit entladen sich nun šffentlich in wŸtenden Demonstrationen, die zu ŸberwŠltigend sind, um ignoriert zu werden. Die Themen ihres Protests und die hervorgerufenen Emotionen tragen oftmals noch zu dem Chaos und der Verwirrung bei, die sie durch solche šffentlichen Bekundungen zu Ÿberwinden hoffen. FŸr die Freunde Gottes gibt es eine unzweideutige ErklŠrung fŸr alles was da geschieht; sie mŸssen sich nur die Vision und die Prinzipien vergegenwŠrtigen, die der Glaube aufweist, wenn sie den Herausforderungen des Umsichgreifens von Elend und Schrecknissen wirkungsvoll begegnen wollen. Sie sollten sich bemŸhen, die betreffenden Lehren noch grŸndlicher zu verstehen, indem sie die Briefe Shoghi Effendis studieren, die in der "Weltordnung Bah‡'u'll‡hs" veršffentlicht sind, insbesondere jene mit der †berschrift "Das Ziel: die neue Weltordnung", "Amerika und der Grš§te Friede" und "Die Entfaltung der Weltkultur".

5 WŠhrend die Welt ihren tumultartigen Kurs fortsetzt, hat der FŸnfjahresplan ein Leistungsvermšgen erreicht, das unsere Gemeinde befŠhigt, mit Riesenschritten auf ihr Hauptziel, nŠmlich den Prozess des Beitritts in Scharen voranzubringen, hin zu bewegen. Die Einzelheiten dieses so ermutigenden Standes der Angelegenheiten des Glaubens auf allen fŸnf Kontinenten sind bereits in unserem Brief vom 17. Januar dargelegt worden; wir laden Sie ein, ihn eingehender zu studieren. Nur einige SchlŸsselelemente sollen hier herausgestellt werden: In 179 LŠndern ist die Aufteilung in Cluster abgeschlossen; es gibt etwa 17.000 dieser Keimzellen der Ausbreitung. Beratungstreffen auf Cluster-Ebene sind zu einem kraftvollen Mittel geworden, um Ÿber Institutionen und Ortschaften hinaus Einheit im Denken und Handeln herzustellen; in einem Geist gegenseitiger UnterstŸtzung liefern sie wirkungsvolle Anregungen fŸr Initiativen von Institutionen und Einzelnen. Noch deutlicher als zuvor hat der Institutsprozess seinen Einfluss als treibende Kraft fŸr Ausbreitung und Festigung bewiesen. Die KernaktivitŠten des Planes haben ein Ausma§ erreicht, welches das Ma§ des vergangenen Jahres weit Ÿbersteigt. Als ein Ergebnis sind nun weltweit immer mehr Freunde aktiv am Lehren und an der Verwaltungsarbeit beteiligt und zeigen jenen ansteckenden Geist der Zuversicht, der den Enthusiasmus ihrer BemŸhungen nŠhrt. Jugendliche und Kinder werden systematischer in die Programme der Gemeinde eingebunden, und Nicht-Bah‡'’ nehmen zahlreicher an Studienkreisen, Andachtsversammlungen und Kinderklassen teil. Es ist in der Tat ermutigend zu sehen, wie sich in der kurzen Zeit seit Beginn des Planes diese drei KernaktivitŠten, die zuvor in vielen Gemeinden nur sporadisch stattfanden, vervielfacht haben und zu festen Bestandteilen des Gemeindelebens geworden sind. Dies ist also die Momentaufnahme einer Weltgemeinde, konzentriert und in Bewegung wie nie zuvor.

6 WŠhrend dieses Muster des Wachstums in der AusfŸhrung des Planes fester verankert wurde, vollzogen sich im vergangenen Jahr noch andere wichtige Entwicklungen. Auf dem Feld der Au§enbeziehungen waren die Einrichtungen der Internationalen Bah‡'’-Gemeinde an AktivitŠten beteiligt, zu zahlreich und vielfŠltig, um es hier beschreiben zu kšnnen; dennoch waren die Auswirkungen insgesamt zu eindrucksvoll, um sie hier gŠnzlich unerwŠhnt zu lassen. Hšhepunkt dieser AktivitŠten war die Botschaft, die wir im letzten April an die religišsen FŸhrer der Welt gerichtet haben. Dies brachte einen neuen Impuls fŸr das Vorgehen der Bah‡'’-Gemeinde, um die Aufmerksamkeit der einflussreichsten Teile der Gesellschaft auf solche Themen zu lenken, die fŸr die Sicherung des Friedens in der Welt von entscheidender Bedeutung sind. Durch die Koordination seitens des BŸros fŸr …ffentlichkeitsarbeit der Internationalen Bah‡'’-Gemeinde und die unverzŸgliche AusfŸhrung seitens der Nationalen Geistigen RŠte wurde die Botschaft in kurzer Zeit an die hšchsten WŸrdentrŠger und weiteren Ebenen religišser Gemeinschaften weltweit verteilt. Der Zweck der Initiative besteht darin, die Aufmerksamkeit aller Betroffenen auf die dringende Notwendigkeit zu lenken, dass sich die FŸhrung der Religionen mit dem Problem religišser Vorurteile befasst, welches zu einer zunehmend grš§eren Gefahr fŸr das menschliche Wohlergehen wird. Die unmittelbare Reaktion zahlreicher EmpfŠnger deutet darauf hin, dass die Botschaft ernst genommen wird und sie an einigen Orten den interreligišsen AktivitŠten sogar neue Perspektiven verleiht.

7 Auf dem Gebiet sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung wurde ein Tempo erreicht, welches den Ergebnissen institutioneller wie individueller Anstrengungen, ob auf die innere Entwicklung der Gemeinde oder auf die Zusammenarbeit der Gemeinde mit anderen gerichtet, immer tiefer seinen Stempel aufdrŸckt. Das BŸro fŸr soziale und wirtschaftliche Entwicklung berichtet, dass im zweiten Jahr des Planes acht neue Bah‡'’-inspirierte Einrichtungen ins Leben gerufen wurden, die auf so unterschiedlichen Gebieten wie der Fšrderung der Frauen, Gesundheit, Landwirtschaft, Kindererziehung und StŠrkung der Jugend tŠtig sind.

8 Im Heiligen Land wurde die englische †bersetzung des als Jav‡hiru'l-Asr‡r bekannten arabischen Sendschreibens Bah‡'u'll‡hs unter dem Titel "Gems of Divine Mysteries" veršffentlicht. Die Restaurierung der Zelle Bah‡'u'll‡hs im GefŠngnis von 'Akk‡ wurde abgeschlossen und die Arbeit an dem restlichen oberen Stockwerk im Bereich der GefŠngniszelle begonnen. Von der kommenden Pilgersaison an, die im Oktober 2003 beginnt, wird die Zahl der Pilger in jeder Gruppe von 150 auf 200 erhšht.

9 Des Weiteren waren die BemŸhungen um die Entfaltung der Institutionen am Weltzentrum besonders deutlich in der anhaltenden Entwicklung der Institution der Huqœqu'll‡h unter der herausragenden FŸhrung des TreuhŠnders, der Hand der Sache Gottes 'Al’-Muhammad Varq‡, sichtbar. Durch sein weises Handeln und stŠndiges BemŸhen hat Dr. Varq‡ die Unterweisung der Freunde allerorten hinsichtlich des Gesetzes der Huqœqu'll‡h angeregt. In den zehn Jahren seitdem dieses Gesetz weltweite Anwendung gefunden hat, wurde ein Netzwerk nationaler und regionaler TreuhŠnderŠmter geschaffen, das den Dienst einer wachsenden Zahl von TreuhŠndern und BevollmŠchtigten koordiniert und anleitet. Die Kenntnis dieses bedeutenden Gesetzes hat sich weithin verbreitet, und auf allen Kontinenten folgen ihm die Freunde mit einem Geist der Hingabe, der, wie der TreuhŠnder hofft, jene berŸhren wird, die noch nicht an den verhei§enen Segnungen teilhaben, welche die Befolgung dieses Gesetzes mit sich bringt.

10 In den annŠhernd zwei Jahren seitdem wir bekannt gegeben haben, dass die angemessene Instandhaltung der GebŠude und GŠrten am Weltzentrum besonderer finanzieller UnterstŸtzung bedarf, wurde der Weltzentrum-Stiftungsfonds eingerichtet. Die BeitrŠge haben noch nicht die Hšhe des jŠhrlichen Bedarfs erreicht. Wir fŸhlten uns jedoch verpflichtet, fŸnf Millionen Dollar der eingegangenen Spenden als zweckgebundenen Fonds fŸr den Grundstock eines Anlagevermšgens vorzusehen, dessen ErtrŠge dem ursprŸnglichen Zweck dienen sollen. HierfŸr haben wir Mittel aus dem Internationalen Bah‡Õ’-Fonds herangezogen, um zur Deckung der notwendigen Ausgaben beizutragen, wobei AktivitŠten auf anderen Gebieten, die andernfalls durchgefŸhrt worden wŠren, aufgeschoben wurden.

11 Mit gro§er Freude geben wir bekannt, dass Architekten und Konstrukteure aus aller Welt dem Aufruf des Nationalen Geistigen Rates von Chile gefolgt sind und 185 EntwŸrfe fŸr den Muttertempel SŸdamerikas, der in Santiago errichtet werden soll, eingereicht haben. Zu gegebener Zeit wird die Entscheidung bekannt gegeben.

12 Liebe Freunde: Erfreut Ÿber die weit und breit deutlich sichtbaren Anzeichen des Fortschritts vertrauen wir auf die fortdauernden BestŠtigungen unseres Hšchsten Herrn fŸr Ihre ergebenen BemŸhungen im Rahmen des FŸnfjahresplanes Ð eines Planes, der den Erfordernissen dieser Zeit entsprechend angelegt ist. Mšge Ihre Beharrlichkeit bei seiner Umsetzung jene noch gezŸgelten KrŠfte freisetzen, die durch die Gnade und Gunst der Abh‡-Schšnheit in mŠchtigen SchŸben den Prozess des Beitritts in Scharen in jedem Land voranbringen kšnnen.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit




Ridv‡n 2002 (159 BE)

An die Bah‡'’ der Welt

Innig geliebte Freunde,

der Ansturm der Ereignisse innerhalb wie au§erhalb des Glaubens zu Beginn der FŸnften Epoche des Gestaltenden Zeitalters bietet ein Ehrfurcht einflš§endes Schauspiel. Innerhalb der Sache hinterlie§ die historische Bedeutung der Ereignisse im Mai vergangenen Jahres, mit denen die Vollendung der GebŠude auf dem Berg Karmel vollzogen wurde, einen tiefen Eindruck, wurde doch deren Wirkung durch SatellitenŸbertragungen und durch die bisher umfassendste Medienberichterstattung, die je einem Bah‡'’-Ereignis zuteil wurde, unmittelbar auf der ganzen Erde verbreitet. Indem die jŸngsten Zeugnisse der sichtbaren Entfaltung der Tafel vom Karmel in atemberaubendem Glanz vor den Augen der Welt enthŸllt wurden, erstieg die Sache Bah‡'u'll‡hs in ihrem fortgesetzten Hervortreten aus der Verborgenheit neue Hšhen. Ein unauslšschlicher Eindruck wurde so in den Annalen dieser Sendung hinterlassen.

Dieser sichtbare Beweis fŸr die Lebenskraft, die unseren unaufhaltsamen Glauben beseelt, fand ihr GegenstŸck in der Schubkraft der inneren Entwicklungen, die seit Beginn des FŸnfjahresplanes zu Ridv‡n des vergangenen Jahres am Werk sind. Wir laden daher die bei den Nationaltagungen versammelten Abgeordneten und alle anderen AnhŠnger Bah‡'u'll‡hs in der ganzen Welt von Herzen ein, gemeinsam mit uns Ÿber einige wenige besonders eindrucksvolle Hšhepunkte in der Entfaltung des Planes wŠhrend seines ersten Jahres nachzudenken - Hšhepunkte, die zwangslŠufig die Herzen erfreuen und Vertrauen einflš§en in die unabsehbaren Mšglichkeiten, welche die eingeschlagene Richtung des Planes in sich birgt.

In ihrem Eifer, den Erfordernissen des Planes Rechnung zu tragen, trafen sich vor und kurz nach Ridv‡n die Nationalen Geistigen RŠte mit den Kontinentalen Beratern zu einer Reihe von Planungssitzungen. Diese Sitzungen bestimmten das Tempo fŸr einen energischen Start des Planes, gekennzeichnet durchÊ Schritte zur Entfaltung eines neuen Merkmals im Prozess des Beitritts in Scharen. In jeder nationalen Gemeinde begannen die Bah‡'’-Institutionen damit, sich der Aufgabe einer systematischen geographischen Aufteilung ihres Landes anzunehmen mit dem Ziel, es in Regionalbereiche einzuteilen, wobei Grš§e und Zusammensetzung jedes Regionalbereichs die DurchfŸhrung von AktivitŠten zum Zwecke des Wachstums und der Entwicklung zulassen. Eine solche Aufteilung, wie sie bereits aus etwa 150 LŠndern berichtet wird, ermšglicht es, ein gut durchdachtes Schema der Ausbreitung und Festigung in die Tat umzusetzen. Dies schafft auch eine Perspektive oder Vision systematischen Wachstums, die von Regionalbereich zu Regionalbereich Ÿber das ganze Land hin aufrechterhalten werden kann. GemŠ§ dieser Perspektive werden noch unerschlossene Regionalbereiche, so wie die unerschlossenen Gebiete frŸherer Kampagnen, zu Zielen fŸr Inlandspioniere, wŠhrend sich bereits erschlossene Regionalbereiche auf ihre interne Entwicklung konzentrieren, die durch die drei sich gegenseitig stŠrkendenÊ Beteiligten des Planes in Gang gesetzt wird: den Einzelnen, die Institutionen und die Gemeinde.

Es ist Šu§erst ermutigend zu beobachten, dass der Fortschritt dieser Arbeit durch den Institutsprozess, der im vergangenen Jahr in vielen LŠndern durch Kampagnen zur Erhšhung der Anzahl ausgebildeter Tutoren betrŠchtlich gestŠrkt wurde, mit Tatkraft erfŸllt wird. Wo ein Trainingsinstitut gut etabliert und durchgŠngig tŠtig ist, haben sich die drei KernaktivitŠten - Studienkreise, Andachtsversammlungen und Kinderklassen - relativ mŸhelos vervielfacht. TatsŠchlich ist diesen AktivitŠten dadurch eine neue Dimension verliehen worden, dass sie auf Einladung von Bah‡'’ verstŠrkt von Interessenten besucht wurden, was im Ergebnis zu neuen ErklŠrungen gefŸhrt hat. Hier zeigt sich zweifellos eine vielversprechende Richtung fŸr die Lehrarbeit. Diese KernaktivitŠten, die zu Beginn hauptsŠchlich zum Nutzen der GlŠubigen selbst entwickelt wurden, werden auf natŸrliche Weise zu Pforten fŸr den Beitritt in Scharen. Indem Studienkreise, Andachtsversammlungen und Kinderklassen in Regionalbereichen miteinander kombiniert wurden, ist ein Modell aufeinander abgestimmter TŠtigkeitsstrŠnge geschaffen worden, das bereits willkommene Ergebnisse zeitigt. Eine weltweite Anwendung dieses Modells, dessen sind wir sicher, birgt in sich unermessliche Mšglichkeiten fŸr den Fortschritt der Sache in den kommenden Jahren.

Diese mitrei§enden Aussichten wurden zu erheblichem Teil durch die gewaltige Energie ermšglicht, die das Internationale Lehrzentrum darauf verwandte, in der Weltgemeinde das VerstŠndnis fŸr systematisches Wachstum zu stŠrken. Das Lehrzentrum machte sich die kŸrzlich begonnene neue Amtszeit der Hilfsamtsmitglieder zunutze, indem es zu sechzehn regionalen Orientierungskonferenzen aufrief, die in den letzten Monaten des Jahres abgehalten wurden. Zu jeder Konferenz entsandte es jeweils zwei seiner Mitglieder. Diese Konferenzen, an denen bis auf ganz wenige alle Hilfsamtsmitglieder der Welt teilnahmen, konzentrierten sich auf das Thema "Trainings-Institute und systematisches Wachstum" und vermittelten den Teilnehmern eine FŸlle von Informationen, die durch ihre unermŸdliche Arbeit das gesamte GefŸge der Gemeinde durchdringen werden.

Eine so reich ausgestattete, so erfahrene und auf einen gšttlich inspirierten Plan zum Handeln ausgerichtete Gemeinde schaut nach au§en auf eine Welt, deren Bewohner seit den Ereignissen im Heiligen Land im Mai 2001 noch tiefer in einen Sumpf vielfacher Verirrungen gesunken sind. Und dennoch, gerade unter diesen anscheinend unwirtlichen Bedingungen ist die Sache dazu ausersehen voranzuschreiten und zu gedeihen. The Summons of the Lord of Hosts1 , der kŸrzlich veršffentlichte Band mit der englischen †bersetzung des vollstŠndigen Textes der Sendschreiben Bah‡'u'll‡hs an die Kšnige und Herrscher der Welt, kommt als eine passende Erinnerung an die tragischen Folgen der Missachtung Seiner Warnungen vor Ungerechtigkeit, Tyrannei und Korruption. Die gewaltsamen ErschŸtterungen, die das Bewusstsein der Menschen Ÿberall belasten, unterstreichen die Dringlichkeit des Heilmittels, das Er verschrieben hat. Wir, die verstreuten Scharen Seiner treuen Diener, sind somit erneut an einem Zeitpunkt unwiderstehlicher Gelegenheiten angekommen - Gelegenheiten, Seine Sache zu lehren, Sein wundersames System zu errichten und in aufopferungsvoller Weise die dringend benštigten materiellen Mittel bereitzustellen, von denen der Fortschritt und die AusfŸhrung geistiger TŠtigkeiten zwangslŠufig abhŠngig sind.

Unsere unausweichliche Aufgabe besteht darin, die gegenwŠrtige Verwirrung ohne Angst und Zšgern zu nutzen, um die verwandelnde Kraft der einen Botschaft zu verbreiten und zu demonstrieren, die alleine den Frieden der Welt sichern kann. Hat uns die Gesegnete Schšnheit nicht mit machtvollen Worten befŠhigt und ermutigt? "Lasst nicht die Geschehnisse der Welt euch betrŸben," rŠt Er uns auf liebevolle Weise. "Ich schwšre bei Gott," fŠhrt Er fort, "Das Meer der Freude sehnt sich danach, in eure Gegenwart zu gelangen, denn alles Gute wurde fŸr euch erschaffen und wird euch den Notwendigkeiten der Zeiten entsprechend offenbart werden."

Daher eilt, unbeeintrŠchtigt von jedweden Zweifeln und ungehindert von jeglichen Hindernissen, voran -Ê mit dem Plan in der Hand.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

DAS UNIVERSALE HAUS DER GERECHTIGKEIT


Ridv‡n 2001 (158 BE)

An die Bah‡Õ’ der Welt

Innig geliebte Freunde,

freudigen Herzens und mit gro§en Erwartungen nŠhern wir uns den Ridv‡n-Tagen zu einer Zeitwende, da eine neue Geisteshaltung bei uns allen erkennbar ist. †berall in unserer Weltgemeinde gibt es ein verstŠrktes Bewusstsein fŸr die Bedeutung von Prozessen, die Notwendigkeit der Planung und die Bedeutung systematischen Handelns bei der Fšrderung des Wachstums und der Entwicklung menschlichen Potentials; durch sie wird die Verbreitung des Glaubens fortgesetzt und die Festigung sichergestellt. Ein klares VerstŠndnis dieser Voraussetzungen fŸr den Fortschritt kann nicht Ÿberbewertet werden; genauso wenig kann ŸberschŠtzt werden, wie wichtig es ist, sie durch ein gut durchdachtes Training aufrechtzuerhalten. Es ist daher von grš§ter Bedeutung fŸr uns, dass unsere Gemeinde jetzt ein solches Bewusstseinsstadium erreicht hat. Wir sind der Gesegneten Schšnheit zutiefst dankbar, dass wir dies erkennen und ganz zu Beginn des weltweiten Unternehmens, das an diesen Festtagen in Gang gesetzt wird, freudig begrŸ§en kšnnen.

Die durch dieses Bewusstsein erzeugte Willenskraft kennzeichnete auch die Konferenz der Kontinentalen Berater und der Mitglieder ihrer HilfsŠmter, die sich im Januar dieses Jahres im Heiligen Land versammelt hatten. Dieses Ereignis war so aufschlussreich, dass es den Eintritt der Sache Gottes in eine neue Epoche, die fŸnfte ihres Gestaltenden Zeitalters, ankŸndigte. Bei dieser historischen Versammlung kam eine so frische Lebenskraft zum Vorschein, dass sie als ein Zeichen verbesserter QualitŠt der AktivitŠten in der gesamten Gemeinde erkannt wurde. Das Streben der Freunde im vergangenen Jahr, die wesentlichen Vorbedingungen fŸr den Fortschritt des Prozesses des Beitritts in Scharen zu schaffen, bestŠtigt diese Beobachtung. Auf diese Weise wurde der Weg fŸr den FŸnfjahresplan geebnet, das erste Unternehmen in der FŸnften Epoche.

Nachdem im vorausgegangenen Vierjahresplan mehr als 300 Trainings-Institute entstanden waren, verstŠrkte noch der Zwšlfmonateplan diese beachtlichen BemŸhungen und erfŸllte so seinen Zweck. DarŸber hinaus erlangte er dadurch Bedeutung, dass Institutionen und Einzelne Šu§erst positiv auf den Ruf antworteten, der geistigen Erziehung der Kinder und der Einbindung der Junioren in das Gemeindeleben grš§ere Beachtung zu schenken. Die Ausbildung von Kinderklassenlehrern und die Einbeziehung der Junioren in den Institutsprozess sind in einer Reihe von LŠndern zu einem regelmŠ§igen Bestandteil von Bah‡Õ’-AktivitŠten geworden. Trotz seiner KŸrze gewann der Zwšlfmonateplan auch Ÿber die ihm ausdrŸcklich zugewiesenen Ziele hinaus an Bedeutung. Der Plan wurde zu einem dynamischen Bindeglied zwischen einer hšchst ereignisreichen Epoche der Bah‡Õ’-Geschichte und den besonders vielversprechenden Aussichten einer neuen Epoche, fŸr die seine Errungenschaften die Gemeinde so gut vorbereitet haben. Er hat sich unseren Annalen auch durch die dauerhaften Auswirkungen der AktivitŠten des Glaubens am Ende des 20. Jahrhunderts eingeprŠgt. †ber dieses Jahrhundert sollte jeder Bah‡Õ’ nachdenken, der sich bemŸht, die turbulenten KrŠfte, die das Leben des Planeten beeinflussen, und die in der Sache selbst ablaufenden Prozesse in einer kritischen Phase der sozialen und geistigen Evolution der Menschheit zu verstehen. Als Hilfsmittel fŸr diese verdienstvolle Bestrebung wurde Century of Light (Jahrhundert des Lichts) - ein †berblick Ÿber das 20. Jahrhundert - auf unsere Veranlassung hin und unter unserer Aufsicht verfasst.

WŠhrend dieser einjŠhrigen Unternehmung rŸckten die diplomatischen AktivitŠten des Bah‡Õ’-Glaubens bei mehreren Gelegenheiten besonders in den Vordergrund. Beachten Sie z.B., wie sich Bah‡Õ’-Vertreter an hervorragender Stelle im Mai, August und September an den Millenniums-Veranstaltungen beteiligten, die auf DrŠngen des GeneralsekretŠrs der Vereinten Nationen durchgefŸhrt wurden. Die Auswirkungen einer so starken, deutlich sichtbaren Beteiligung der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde an den Prozessen des Geringeren Friedens wird man erst im Laufe der Zeit richtig verstehen. Ein weiterer Hšhepunkt war das kontinentale Kolloquium, das in Indien vom ãInstitut fŸr Studien zum Globalen WohlstandÒ organisiert wurde, einer unter der Schirmherrschaft der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde tŠtigen neuen Einrichtung. An der Konferenz zum Thema ãWissenschaft, Religion und EntwicklungÒ nahmen fŸhrende Nicht-Regierungs-Organisationen aus Indien wie auch so angesehene Institutionen wie die UNESCO, UNICEF, WHO und die Weltbank teil. Im Oktober wurde der Bah‡Õ’ World News Service (BWNS) (Bah‡Õ’-Weltnachrichtendienst) ins Internet gestellt, womit das Bah‡Õ’- und das Nicht-Bah‡Õ’-Publikum mit Nachrichten und Berichten Ÿber Entwicklungen in der ganzen Bah‡Õ’-Welt versorgt werden soll.

†ber die intensive TŠtigkeit am Bah‡Õ’-Weltzentrum wŠhrend des letzten Jahres wurden die Freunde schon weitgehend durch frŸhere Berichte informiert, die sich unter anderem auf solche Errungenschaften beziehen, wie den Einzug des Internationalen Lehrzentrums in seinen stŠndigen Sitz am Berge Karmel, die Konferenz der Kontinentalen Berater und der Mitglieder ihrer HilfsŠmter im Heiligen Land im Januar dieses Jahres und die Fertigstellung der Projekte am Berge Karmel, die jetzt im Rahmen der Vorbereitungen auf die Einweihungsfeiern im Mai den letzten Schliff erhalten. Im Oktober vorigen Jahres wurden zum ersten Mal Pilger und Besucher im neuen, jetzt voll funktionsfŠhigen Empfangszentrum in Haifa begrŸ§t. In Bahji wird die Verschšnerung der heiligen StŠtten durch die Entwicklung der Gartenanlagen bestŠndig weitergefŸhrt. Diese BemŸhungen erhielten jetzt neuen Auftrieb; denn im vergangenen Jahr begann man mit dem neuen Projekt, im nšrdlichen Teil des GelŠndes, jenseits des Collins-Tores, ein Besucherzentrum zu erbauen. Die Fertigstellung ist fŸr die nŠchsten Monate vorgesehen, der Rohbau ist fertiggestellt und die Arbeiten gehen in allen Bereichen des Innenausbaus und der Gartengestaltung weiter. Die neue Einrichtung wird die Mšglichkeiten des Weltzentrums verbessern, eine zunehmende Zahl von Pilgern, kurzfristigen Bah‡Õ’-Besuchern und besonderen GŠsten zu empfangen.

Zum Abschluss dieser JahresŸbersicht freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu kšnnen, dass der Nationale Geistige Rat der Bah‡Õ’ von Indonesien nach einer Unterbrechung von fast drei Jahrzehnten am letzten Ridv‡n bei der Nationaltagung in Jakarta wieder gebildet wurde. Ein im August 1962 ausgesprochenes Verbot fŸr alle Bah‡Õ’-AktivitŠten hatte die TŠtigkeit der indonesischen Bah‡Õ’ wŠhrend dieser Zeit stark eingeschrŠnkt, aber sie blieben standhaft und verhielten sich in dieser langen Leidenszeit weise, bis verŠnderte UmstŠnde in diesem Land zur Aufhebung des Verbotes fŸhrten. Kšnnen wir da nicht zu hoffen wagen, dass ein Šhnlich erfreulicher Bericht Ÿber unsere heimgesuchten GlaubensbrŸder in Iran, €gypten und anderen LŠndern nicht mehr zu lange auf sich warten lŠsst?

Liebe Freunde, in zwei Jahrzehnten wird die Bah‡Õ’-Welt den hundertsten Jahrestag des Beginns des Gestaltenden Zeitalters feiern. Heute schauen wir auf den Anbruch jenes Zeitalters aus dem Blickwinkel von Errungenschaften, die zu Beginn kaum vorstellbar waren. Vor uns šffnen sich Horizonte, die die Gemeinde in der kurzen Zeit, die uns von der Jahrhundertfeier trennt, dringend zu noch grš§eren Leistungen aufrufen. Diese Hšhen kšnnen und mŸssen erreicht werden. Wir rufen die Freunde in der ganzen Welt auf, dem FŸnfjahresplan ihre ungeteilte und nachhaltige Aufmerksamkeit zu schenken, ist er doch dazu bestimmt, dieser Herausforderung gerecht zu werden. Er bildet die erste einer Reihe von Kampagnen, die in diesen zwanzig Jahren durchgefŸhrt werden sollen. Dieser Plan ist die nŠchste Phase und hat zum Ziel, einen beachtlichen Fortschritt bei dem Prozess des Beitritts in Scharen zu erreichen. Er erfordert eine Beschleunigung dieses lebenswichtigen Prozesses und legt darŸber hinaus den Nachdruck darauf, dass seitens der drei Beteiligten, des Einzelnen, der Institutionen und der Gemeinde, das systematische BemŸhen kontinuierlich erfolgt.

Es ist nicht nštig, ausfŸhrlich auf die Erfordernisse des Planes einzugehen, denn sie wurden in der Botschaft an die im Heiligen Land versammelten Berater dargelegt und anschlie§end allen Nationalen Geistigen RŠten mitgeteilt. Schon bald nach ihrer Konferenz begannen die Berater, mit den Nationalen RŠten Ÿber die AusfŸhrung des Planes in ihren Amtsbereichen zu beraten. Die Richtung des Planes ist daher den Freunden Ÿberall bekannt, zumal regionale und šrtliche Vorbereitungen zur Verfolgung seines Hauptziels bereits im Gang sind. Es hat sich inzwischen ein allgemeines Bewusstsein gebildet, dass man sich darum bemŸhen muss, dass der Glaube in den einzelnen LŠndern in zunehmend mehr Regionen immer tiefer vordringt. So wird man zum Beispiel, wo es die UmstŠnde erlauben, benachbarte Gemeinden dazu aufrufen, sich an intensiven Wachstumsprogrammen zu beteiligen. Ein anderes Vorgehen erfordert die planmŠ§ige Eršffnung neuer Gebiete, fŸr die Inlandspioniere sich mit der gleichen Hingabe erheben mŸssen, die jene beseelte, die sich in frŸheren Zeiten weit und breit verstreuten, um unerschlossene Gebiete quer durch Kontinente und Ozeane zu eršffnen. Kurz: der Prozess innerhalb dieses gšttlich gefŸhrten Plans wird sich erweitern, wenn weitere Ma§nahmen schrittweise eingefŸhrt und systematisch integriert werden.

Ein besonderes Kennzeichen der FŸnften Epoche wird die Bereicherung des Andachtslebens der Gemeinde durch den Bau nationaler HŠuser der Andacht sein, je nach dem, wie es die UmstŠnde in den nationalen Gemeinden zulassen. Der Zeitplan fŸr diese Projekte wird vom Universalen Haus der Gerechtigkeit unter BerŸcksichtigung des Fortschritts beim Prozess des Beitritts in Scharen in den einzelnen LŠndern festgelegt werden. Diese Entwicklung wird sich in aufeinanderfolgenden Phasen von `AbduÕl-Bah‡s Gšttlichem Plan fortsetzen. Unmittelbar nach der Fertigstellung des Muttertempels des Westens begann der HŸter mit einem Plan zum Bau von Kontinentalen HŠusern der Andacht. Die ersten waren damals die MashriquÕl-Adhk‡r in Kampala, Sydney und Frankfurt, die in ErfŸllung der Ziele des Zehnjahresplanes gebaut wurden. Das Universale Haus der Gerechtigkeit verfolgte mit dem Bau der Tempel in Panama City, Apia und New Delhi dieselbe Linie. Diese kontinentale Phase ist aber noch zu vervollstŠndigen: Ein weiteres GebŠude muss noch errichtet werden. Mit tiefer Dankbarkeit und Freude verkŸnden wir in diesem verhei§ungsvollen Augenblick die Entscheidung, dieses letzte Projekt in Angriff zu nehmen. WŠhrend des FŸnfjahresplans wird mit dem Bau des Muttertempels von SŸdamerika in Santiago, Chile, begonnen und damit ein von Shoghi Effendi klar ausgesprochener Wunsch erfŸllt.

Es ist nun an der Zeit, weitere Schritte am Weltzentrum zu unternehmen, um die Funktionen der Institutionen mit Sitz in den neuen GebŠuden am Bogen zu entwickeln. Nach beachtlichen Fortschritten des Internationalen Lehrzentrums wird man jetzt besondere Aufmerksamkeit darauf verwenden, die Arbeit des Zentrums fŸr das Studium der Texte zu organisieren. Die †bersetzung weiterer Heiliger Texte ins Englische wird dabei von besonderer Bedeutung sein. Die Aufgabe dieser Institution ist es, das Universale Haus der Gerechtigkeit dabei zu unterstŸtzen, die Heiligen Schriften zu Rate zu ziehen und †bersetzungen und Kommentare zu den autoritativen Texten des Glaubens zu verfassen. DarŸber hinaus wird man sich im Heiligen Land stŠndig darum bemŸhen, es zu ermšglichen, dass die Anzahl der Pilger und Besucher am Bah‡Õ’-Weltzentrum weiter ansteigen kann.

Vor fŸnf Jahren kŸndigten wir in unserer Ridv‡n-Botschaft eine Gro§veranstaltung am Weltzentrum an, welche aus Anlass der Fertigstellung der Projekte am Berg Karmel und der Eršffnung der Terrassen am Schrein des B‡b fŸr die …ffentlichkeit stattfinden wird. Dieser Augenblick ist nun gekommen, und wir freuen uns in der Erwartung, Freunde aus eigentlich allen LŠndern bei einem Programm zu begrŸ§en, das sich Ÿber fŸnf Tage vom 21. bis zum 25. Mai erstrecken wird. Wir sind auch glŸcklich mitteilen zu kšnnen, dass Vorbereitungen getroffen werden, um die Bah‡Õ’-Welt durch Live-†bertragungen im World Wide Web und per Satellit an den Veranstaltungen teilnehmen zu lassen. Informationen darŸber folgen noch. WŠhrend das Weltzentrum sich hierauf konzentriert, wird auch die Erwartung der Menschen in Haifa immer grš§er, wo die stŠdtischen Behšrden ein Buch mit dem Titel: Bah‡Õ’ Shrine and Gardens on Mount Carmel, Haifa, Israel: A Visual Journey veršffentlichen wollen, das gleichzeitig mit den Veranstaltungen erscheinen soll. Ferner betreibt die Postbehšrde von Israel den Plan, zur gleichen Zeit eine Gedenkmarke herauszugeben, welche die Terrassen darstellt. Die Bedeutung des Ereignisses liegt im Wesentlichen darin, dass es uns erlaubt innezuhalten, um die beachtliche Wegstrecke zu Ÿberblicken, die der Glaube in seiner Entwicklung im 20. Jahrhundert zurŸckgelegt hat. Es ist auch an der Zeit, die kŸnftigen Auswirkungen dieser gewaltigen Leistungen zu bedenken, die durch die Errichtung der imposanten Bauwerke auf Gottes heiligem Berge symbolisiert werden Ð Bauwerke, die die geistigen und administrativen Zentren unseres Glaubens den Blicken der Welt šffnen.

WŠhrend unsere Gemeinde sich dieser begeisternden Betrachtungen erfreut, mšge jedes Mitglied bedenken, dass wir keine Zeit haben, uns auf Lorbeeren auszuruhen. Die Menschheit befindet sich in einer so verzweifelten Lage, dass wir keinen Augenblick zšgern dŸrfen, das Brot des Lebens zu Ÿberreichen, das in unserer Zeit vom Himmel kam. Dulden Sie daher keinen Aufschub, den erfolgversprechenden Prozess voranzutreiben, wenn es darum geht, alle jene, die nach der Wahrheit dŸrsten, zu der Festtafel des Herrn der Heerscharen zu fŸhren.

Mšge Er, der Ÿber das Schicksal Seines gšttlichen Systems wacht, jede BemŸhung fŸhren, lenken und bestŠtigen, die Sie unternehmen, um die vor Ihnen liegenden drŠngenden Aufgaben zu bewŠltigen.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

Bah‡'’-Weltzentrum



Ridv‡n 2000 (157 BE)

An die Bah‡'’ der Welt

Innig geliebte Freunde,

1. Wir verbeugen uns in Dankbarkeit vor dem Herrn der Heerscharen und unsere Herzen flie§en Ÿber vor Freude, da wir Zeuge dessen sind, welch wunderbaren Unterschied die vier Jahre seit dem Beginn des globalen Planes bewirkt haben, der nun an diesem Fest des Glanzes abgeschlossen wird. So deutlich ist der in dieser Zeit erreichte Fortschritt, dass unsere Weltgemeinde Hšhepunkte erreicht hat, von denen aus neue leuchtende Horizonte fŸr ihre kŸnftigen gro§en Errungenschaften klar erkennbar sind.

2. Der zahlenmŠ§ige Zuwachs ergab sich hauptsŠchlich aus einer entscheidenden QualitŠtssteigerung. Die Kultur der Bah‡'’-Gemeinde hat einen Wandel erlebt. Dieser Wandel ist erkennbar an erweiterten FŠhigkeiten, der Methodik zielgerichteten Handelns und der daraus resultierenden gewachsenen Zuversicht der drei am Plan beteiligten Ebenen - dem Einzelnen, den Institutionen und der šrtlichen Gemeinde. Dies ist so, weil die Freunde sich nachhaltiger damit befassten ihre Kenntnis der gšttlichen Lehren zu vertiefen und weil sie viel - und dies systematischer als zuvor - darŸber gelernt haben, wie diese bei der Verbreitung der Sache Gottes, bei individuellen und gemeinschaftlichen AktivitŠten und bei der Zusammenarbeit mit ihren Nachbarn angewandt werden kšnnen. Mit einem Wort, sie begaben sich auf einen anwendungsorientierten Lernprozess, von dem aus zielgerichtetes Handeln verfolgt wurde. Die treibende Kraft dieses Wandels war das System der Bah‡'’-Institute, die in der ganzen Welt mit gro§er Geschwindigkeit errichtet wurden - eine Leistung, die sich auf dem Gebiet der Ausbreitung und Festigung als das grš§te VermŠchtnis des Vier-Jahres-Planes qualifizierte.

3. Durch die gesteigerte BefŠhigung der Einzelnen den Glauben zu lehren, was sich in dem neuen Schwung individueller Initiativen zeigt; durch die verbesserte FŠhigkeit der Geistigen RŠte, Regionaler RŠte und AusschŸsse, die BemŸhungen der Freunde zu leiten; durch die EinfŸhrung neuer Denk- und Handlungsmuster, die das gemeinschaftliche Verhalten der šrtlichen Gemeinden beeinflusste - in all diesen Beziehungen bewies das System der Bah‡'’-Institute seine Unverzichtbarkeit als ein Motor im Prozess des Beitritts in Scharen. Viele Institute haben ihre FŠhigkeit vergrš§ert, weite Regionen mit ihren Programmen zu versorgen, indem sie ihr Wirkungsfeld durch šrtliche Studienkreise erweiterten. So hat zum Beispiel die Mongolei 106 Studienkreise eingerichtet und verzeichnete als Ergebnis einen beachtlichen Zuwachs an neuen GlŠubigen. Gleichzeitig zu derartigen Entwicklungen richteten die Mitglieder unserer weltweiten Gemeinschaft mehr Aufmerksamkeit darauf, auf die Macht des Gebets zu vertrauen, Ÿber das heilige Wort Gottes zu meditieren und die geistigen Wohltaten aus der Teilnahme an Andachten zu beziehen. Durch das Zusammenwirken dieser Elemente einer intensivierten Transformation des Einzelnen und der Gemeinschaft wŠchst tatsŠchlich die Grš§e der Gemeinde. Obgleich die Zuwachsrate neuer GlŠubiger bis jetzt nur geringfŸgig die der vergangenen Jahre Ÿbertraf, ist es doch ungemein erfreulich zu sehen, dass diese Zunahme geographisch weit gestreut ist, immer grš§ere Teile der Gemeinde engagiert und erfolgreich NeuerklŠrte in das Leben der Sache Gottes integriert.

4. Ein so gesunder und vielversprechender Zustand des Glaubens verdankt unermesslich viel der Institution der Berater; ihrem beratenden Einfluss, ihrer Rolle in der Zusammenarbeit und ihrer praktischen Arbeit. Die Zahl der Berater wurde im Hinblick auf die Errichtung und Funktion der Institute vergrš§ert, was den rechtzeitig gegebenen Ansporn durch ein pulsierendes und immer wachsames Internationales Lehrzentrum widerspiegelte.

5. Das zentrale Thema des Vier-Jahres-Planes - der Fortschritt beim Prozess des Beitritts in Scharen - erzeugte ein hohes Ma§ an Integration des Denkens und Handelns. Es konzentrierte die Aufmerksamkeit auf eine bedeutende Entwicklungsstufe in der Evolution der Bah‡'’-Gemeinde, die wŠhrend des Gestaltenden Zeitalter erlangt werden muss; denn ehe nicht in hohem Ma§e fŸr den Beitritt von Scharen gesorgt wird, werden die Bedingungen nicht reif sein fŸr MassenerklŠrungen, jenem Durchbruch, den Shoghi Effendi in seinen Schriften verhei§t. Der thematische Brennpunkt des Planes erzeugte Auswirkungen auf alle Arten von Bah‡'’-AktivitŠten; er benštigte eine Klarheit des VerstŠndnisses, die systematische und strategische Planung als Voraussetzung fŸr individuelles und gemeinschaftliches Handeln mšglich machte. Die Mitglieder der Gemeinde begannen allmŠhlich zu begreifen, wie Systematisierung die Prozesse des Wachstums und der Entwicklung ermšglicht. Dieser Aufschwung des Bewusstseins war ein gewaltiger Schritt zu einem Anstieg der LehraktivitŠten und zur VerŠnderung der Gemeindekultur.

6. Die gesamten Aspekte des Themas wurden bei den BemŸhungen zur Planung, zum Aufbau institutioneller KapazitŠt und zur Entwicklung menschlicher Ressourcen deutlich. Die Verbindungslinien zwischen ihnen kšnnen vom Beginn des Planes bis zu seinem Ende verfolgt werden. Die Konferenz der Kontinentalen BeraterŠmter im Dezember 1995 im Heiligen Land bildete den Anfang. Dort wurden die Berater in die besonderen Merkmale des Planes eingefŸhrt. Danach wurde mit den Nationalen Geistigen RŠten in nationalen Planungssitzungen hierŸber beraten; die Beratungen wurden auf regionaler Ebene fortgesetzt, bei denen dann Hilfsamtsmitglieder, …rtliche Geistige RŠte und ihre AusschŸsse beteiligt waren. So wurden Elemente der Bah‡'’-Administration in den Planungsprozess einbezogen. Sie gelangten darŸber hinaus zur Stufe der Umsetzung, auf der die institutionelle KapazitŠt geschaffen werden musste, um mit dem Beitritt in Scharen umgehen zu kšnnen. In diesem Zusammenhang wurden zwei wichtige Ma§nahmen ergriffen: Eine war die Errichtung von Bah‡'’-Instituten; die andere war die formelle Errichtung und weit verbreitete EinfŸhrung von Regionalen Bah‡'’-RŠten. Sie sind administrative Einrichtungen zwischen der šrtlichen und der nationalen Ebene, um die administrativen FŠhigkeiten solcher Gemeinden zu stŠrken, in denen die zunehmend komplexen Angelegenheiten, vor die sich die Nationalen Geistigen RŠte gestellt sahen, diese Entwicklung erforderlich machten. Von gleicher Bedeutung fŸr die Verbindung der wesentlichen Elemente des Prozesses waren die fŸr die Arbeit fŸr soziale und wirtschaftliche Entwicklung - einem entscheidenden Teil der Festigung - und fŸr auswŠrtige Angelegenheiten definierten Strategien. Diese werden es als einem lebenswichtigen Faktor dem Glauben ermšglichen, die Folgen seines Hervortretens aus der Verborgenheit zu bewŠltigen. Die hieraus erzielten ŸberwŠltigenden Ergebnisse aufzuzŠhlen, wŸrde den Rahmen dieser Seiten bei weitem sprengen. Wir fŸhlen uns jedoch bewegt, gewisse Glanzpunkte zu nennen, die das Ausma§ der Errungenschaften innerhalb des Plans illustrieren.

7. Im Heiligen Land wurde der Bau der Terrassen und der GebŠude am Bogen mit der Gewissheit fortgesetzt, dass - wie angekŸndigt - der Termin zu ihrer Fertigstellung am Ende dieses gregorianischen Jahres eingehalten wird. DarŸber hinaus wird das GebŠude in Haifa, das wir in unserer letzten Ridv‡n-Botschaft im Zusammenhang mit der Vergrš§erung der Pilgergruppen erwŠhnten, zu diesem Ridv‡n bereit fŸr die Nutzung sein. Im selben Zusammenhang wurden ArchitektenplŠne fŸr in Bahj’ zu bauende Einrichtungen genehmigt, die dringend benštigt werden, um Pilger und andere Bah‡'’- und Nicht-Bah‡'’-Besucher unterzubringen. Die †bersetzung der Texte fŸr den zu erwartenden neuen Band von Bah‡'u'll‡hs Schriften wurde fertiggestellt; seine Veršffentlichung wird derzeit vorbereitet.

8. Fortschritte bei der Ausbreitung und Festigung waren auch auf noch nicht erwŠhnten Gebieten erkennbar: beim Pionieren, der Proklamation, der Veršffentlichung von Literatur, dem Einsatz der KŸnste, der Bildung von Geistigen RŠten und bei den Gesellschaften fŸr Bah‡'’-Studien. Etwa 3.300 GlŠubige siedelten sich als Lang- und Kurzzeitpioniere international an. Dass viele LŠnder, die normalerweise Pioniere erhalten, selbst Pioniere ins Ausland schickten, ist ein weiteres Anzeichen fŸr den Reifungsprozess von nationalen Gemeinden. Treu dem ihnen Ÿbertragenen Auftrag ragen die Gemeinden von Kanada und den Vereinigten Staaten durch die Zahl der Pioniere, die ihr Land verlie§en, besonders hervor. Dies gilt auch fŸr die viel grš§ere Anzahl von Reiselehrern, wobei die Jugend in bedeutsamer Weise vertreten war. Besonders beachtlich war auch die ermutigende Reaktion der GlŠubigen afrikanischen Ursprungs in den Vereinigten Staaten auf den Aufruf, als Bah‡'’-Lehrer nach Afrika zu reisen.

9. Die Proklamation der Sache Gottes geschah durch vielfŠltige Aktionen, wobei ein weites Spektrum von Gelegenheiten als Anlass dienten - Jahrestage, Gedenktage, Diskussionsgruppen, Ausstellungen und Šhnliches. Hierdurch lernte eine gro§e Zahl von Menschen die Lehren des Glaubens kennen. Die HŠuser der Andacht waren magnetische Anziehungspunkte fŸr Besucher, die in zunehmender Zahl eintraten, besonders in Indien, wo im letzten Jahr etwa fŸnf Millionen Menschen begrŸ§t wurden. Zu solchen AktivitŠten kam noch die vielfŠltige Nutzung der Medien hinzu, um die Bah‡'’-Botschaft zu Ÿbermitteln. In den Vereinigten Staaten gab es 60.000 Anfragen als Reaktion auf eine Medienkampagne, die vom Nationalen Lehrausschuss entworfen worden war. In der ganzen Welt verbreitete sich die Kenntnis Ÿber den Glauben durch wohlwollende Artikel in den Druckmedien, die hŠufiger als bisher unaufgefordert erschienen. Es gab auch eine Šhnlich breitere PublizitŠt durch die Bereitschaft seitens Radio- und Fernsehstationen, regelmŠ§ige Bah‡'’-Programme aufzunehmen; dies war der Fall in LŠndern wie der Demokratischen Republik des Kongo und Liberia. Solch gŸnstige Entwicklungen wurden gekršnt durch die unabhŠngige Wahl internationaler Medieneinrichtungen, den Schrein des B‡b und die Terrassen als Standort eines Fernsehbeitrags aus dem Heiligen Land fŸr weltweite Medienprogramme zu nutzen, die das Kommen des Jahres 2000 feierten.

10. Die Einbeziehung der Kunst wurde zu einem wichtigen Faktor bei der Proklamation, dem Lehren, der Vertiefung und den Andachten der weltweiten Gemeinde. Die KŸnste zogen junge Leute an, die sie in ihren Lehr- und VertiefungsaktivitŠten verwendeten, hauptsŠchlich in den zahlreichen aktiven Drama- und Tanzworkshops in vielen Teilen der Welt. Aber der Schwung der KŸnste fŸhrte jenseits des Singens und Tanzens zu einem weiten Spektrum einfallsreicher AktivitŠten, die den Menschen die Grundlagen der Sache Gottes vermittelte. Dort, wo Volkskunst eingesetzt wurde, besonders in Afrika, wurde die Lehrarbeit sehr aufgewertet. So wurde zum Beispiel in Ghana und Liberia ein Projekt "Licht der Einheit" gestartet, um die KŸnste beim Lehren zu fšrdern. In Indien verfolgte die "Communal Harmony Group" ein Šhnliches Ziel.

11. HauptsŠchlich auf Betreiben der Berater und mit UnterstŸtzung des Kontinentalen Fonds wurde der †bersetzung und Veršffentlichung von Bah‡'’-Literatur besonders in Afrika und Asien Aufschwung verliehen. Au§erdem erschien der Kit‡b-i-Aqdas in einer vollstŠndigen arabischen Ausgabe und in anderen Sprachen.

12. Obwohl die BeschrŠnkung der Bildung von …rtlichen Geistigen RŠten auf den ersten Ridv‡ntag, was seit 1997 gilt, die Zahl dieser Institutionen erwartungsgemŠ§ absinken lie§, so war die Abnahme doch nicht erheblich. Seitdem blieb die Zahl konstant, und ein gesunder Prozess der Festigung hat stattgefunden. Acht neue Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit wurden errichtet, wodurch die Gesamtzahl von 181 Nationalen Geistigen RŠten erreicht wurde.

13. Besonders erfreulich wŠhrend dieser vier Jahre war der zunehmende Schwung, mit dem die AktivitŠten der Bah‡'’-Gelehrsamkeit mit ihrer lebenswichtigen Aufgabe voranschritten, die intellektuellen Grundlagen fŸr die Arbeit des Glaubens zu stŠrken. UnschŠtzbare Ergebnisse waren zum einen die beeindruckende Erweiterung der Bah‡'’-Literatur und zum zweiten die Verfassung verschiedener Dissertationen, die unterschiedliche Probleme unserer Zeit im Lichte der Bah‡'’-Prinzipien untersuchten. Das Netzwerk der Gesellschaften fŸr Bah‡'’-Studien, das in diesem Jahr seinen 25. Jahrestag begeht, konnte im Laufe des Planes fŸnf neue Schwestergesellschaften begrŸ§en. Die auf diesem Feld des Dienstes sichtbare Vielfalt und KreativitŠt zeigt sich darin, dass die erste Konferenz fŸr Bah‡'’-Studien in Papua-Neuguinea abgehalten wurde und dass die japanische Gesellschaft in bahnbrechender Weise ihre Aufmerksamkeit auf die geistigen UrsprŸnge der traditionellen japanischen Gelehrsamkeit richtete.

14. Auf dem Gebiet der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung fand ein eindeutiger qualitativer Fortschritt statt, obgleich die Zahlen, die eine Zunahme der Projekte ausweisen, auch beeindruckend sind. Die jŠhrlich gemeldeten AktivitŠten steigerten sich von etwa 1.350 zu Beginn des Planes auf mehr als 1.800 an seinem Ende. Zunehmend systematisches Vorgehen blieb das vorherrschende Kennzeichen bei dieser Arbeit wŠhrend dieser Zeit. Um die Beratung Ÿber die Prinzipien der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung und ihre DurchfŸhrung zu fšrdern, fŸhrte das BŸro fŸr Soziale und Wirtschaftliche Entwicklung am Weltzentrum 13 regionale Seminare durch, an denen schŠtzungsweise 700 Vertreter aus 60 LŠndern teilnahmen. Dieses BŸro kŸmmerte sich auch darum, Pilotprojekte und geeignetes Material zu entwickeln, mit denen organisierte Kampagnen gestartet werden konnten, um Jugendliche unter anderem im Lesen und Schreiben zu unterrichten, um Mitarbeiter im Gesundheitswesen der Gemeinde auszubilden, um Frauen zu fšrdern und um moralische Erziehung anzubieten. Ein Beispiel ist das Programm in Guyana, das mehr als 1.500 Helfer fŸr die Alphabetisierung ausbildete; ein weiteres ist die Fertigstellung von acht Lehreinheiten zur Fšrderung der Frauen in Malaysia. Diese wurden auch zur Grundlage fŸr Ausbildungsveranstaltungen in Afrika, Asien und SŸdamerika. Im Guaymi-Bezirk von Panama wurde ein Plan in Angriff genommen, Bah‡'’-Radiostationen mit der Arbeit der Bah‡'’-Institute zu verbinden. Da Institute das Potenzial besitzen, Ausbildung fŸr soziale und wirtschaftliche Projekte zu leisten, bemŸhte sich ein Dutzend von ihnen in dieser Richtung und ist dabei, auf den Gebieten der Alphabetisierung, der Ausbildung zum GemeindesanitŠter und beruflicher Ausbildung zu experimentieren. Eine Reihe von durch die Bah‡'’ gefšrderten und inspirierten Initiativen haben ihre Energie Projekten gewidmet wie zum Beispiel einem, das mit der Weltgesundheitsorganisation zusammenarbeitet, um die Fluss-Blindheit in Kamerun zu bekŠmpfen; dort erhielten mehr als 30.000 Menschen durch dieses Bah‡'’-Projekt die nštigen Medikamente. Ein weiteres Beispiel ist die PrivatuniversitŠt in €thiopien, Unity College, die inzwischen 8.000 Studenten hat, ferner die Landegg Akademie in der Schweiz, die neben der Ausweitung und Konsolidierung ihrer StudienplŠne wertvolle Hilfe bei der anhaltenden Suche nach einer Lšsung der ungeheuren sozialen Folgen des Balkankonflikts geleistet hat. Auch die Nœr-UniversitŠt in Bolivien, die in einem gemeinsamen Projekt mit Ecuador eine Ausbildung fŸr mehr als 1.000 Lehrer in einem Programm Ÿber moralische FŸhrung anbieten konnte, ist ein weiteres Beispiel hierfŸr. Auf dem Gebiet der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung waren solche Beweise des Ausbaus von FŠhigkeiten von gro§em Vorteil, um die Ziele des Planes zu verwirklichen.

15. GefŸhrt durch die den Nationalen Geistigen RŠten 1994 Ÿbermittelte Strategie in auswŠrtigen Angelegenheiten hat sich die LeistungsfŠhigkeit der Gemeinde auf dem Gebiet der diplomatischen und šffentlichen Information ebenfalls in erstaunlicher Weise gesteigert, wobei die Bah‡'’-Gemeinde in eine dynamische Beziehung zu den Vereinten Nationen, Regierungen, Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und den Medien getreten ist. Die Strategie konzentrierte sich auf internationaler und nationaler Ebene auf zwei wichtige Ziele: die Prozesse in Richtung auf den Weltfrieden zu beeinflussen und die Sache Gottes zu schŸtzen. Durch die Ma§nahmen zur Verteidigung unserer geliebten GlaubensbrŸder im Iran gewann die Internationale Bah‡'’-Gemeinde ein neues Ma§ an Achtung und UnterstŸtzung. Daraus ergaben sich Gelegenheiten, andere Ziele dieser Strategie zu verfolgen. Um sich der Herausforderung der hartnŠckigen Situation im Iran zu stellen, entwickelten unsere Institutionen und Vertretungen fŸr auswŠrtige Angelegenheiten neue Vorgehensweisen, um verfŸgbare Instrumentarien von Regierungen und den Vereinten Nationen zu aktivieren. Die Verfolgungen im Iran beschŠftigten die hšchsten Instanzen auf unserem Planeten. Die Nachricht, dass ein iranischer Gerichtshof Todesurteile gegen zwei der Freunde bestŠtigt und ein Šhnliches Urteil gegen einen dritten ausgesprochen hatte, rief sogar eine scharfe Reaktion durch den PrŠsidenten der Vereinigten Staaten hervor, der an den Iran eine deutliche Mahnung richtete. Als Auswirkung der Interventionen von politischen FŸhrern in der Welt und der Vereinten Nationen hšrten die Hinrichtungen von iranischen Bah‡'’ praktisch auf und ging die Zahl der zu langjŠhrigen GefŠngnisstrafen Verurteilten drastisch zurŸck.

16. Wir begrŸ§en diese Interventionen und preisen zugleich den aufopfernden Geist, die SeelenstŠrke und den unbeugsamen Glauben unserer BrŸder und Schwestern im Iran, die all diesen BemŸhungen StŠrke verliehen haben. Diese offenkundigen Eigenschaften der Seele bringen ihre Landsleute durch ihre Standhaftigkeit zum Staunen, mit der sie den tŸckischen und mitleidslosen Angriffen widerstehen. Wie sonst kšnnte man erklŠren, dass es so wenigen mšglich war, sich so lange gegen so viele zu behaupten? Wie sonst hŠtten sie die Sorge der Welt und aktive Reaktionen auslšsen kšnnen, sobald auch nur ein Einziger von ihnen mit dem Tode bedroht war? Es ist die Tragšdie des Iran, dass die Angreifer es bis jetzt nicht eingesehen haben, dass die gšttlichen Prinzipien, fŸr die die Verfolgten ihren Besitz und sogar ihr Leben opfern, genau jene Lšsungen enthalten, die die SehnsŸchte der Bevšlkerung in dieser Stunde der Unzufriedenheit befriedigen wŸrden. Es besteht jedoch nicht der geringste Zweifel, dass die systematische WillkŸrherrschaft, der unsere iranischen Freunde so grausam ausgesetzt sind, schlie§lich der Macht des AllmŠchtigen weichen wird, die den geheimnisvollen Verlauf der Dinge seiner verhei§enen Bestimmung in all seiner Herrlichkeit entgegenfŸhrt.

17. Das zweite Ziel der Strategie fŸr auswŠrtige Angelegenheiten bezog sich auf vier Themen - Menschenrechte, der Stellung der Frau, globales Wohlergehen und moralische Entwicklung. Unsere Berichte zeugen von einem gewaltigen Fortschritt bei der Arbeit fŸr Menschenrechte und die Stellung der Frau. Zu ersteren fŸhrte das BŸro bei den Vereinten Nationen ein kreatives Programm fŸr die Erziehung zu Menschenrechten durch, das bis jetzt dazu beitrug, bei nicht weniger als 99 Nationalen Geistigen RŠten die FŠhigkeit zur diplomatischen Arbeit aufzubauen. BezŸglich der Stellung der Frau zeigen 52 nationale BŸros fŸr den Fortschritt von Frauen, die BeitrŠge zahlreicher Bah‡'’ Frauen und MŠnner bei Konferenzen und Arbeitskreisen auf allen Ebenen, die Wahl von Bah‡'’-Vertretern in FŸhrungspositionen bei wichtigen NGO-AusschŸssen - so auch beim Entwicklungsfonds fŸr Frauen der Vereinten Nationen -, wie die AnhŠnger Bah‡'u'll‡hs beharrlich fŸr Sein Prinzip der Gleichberechtigung von Frau und Mann eintreten.

18. Gleichzeitig verbreiten eine ganze Reihe von Initiativen Informationen Ÿber die Bah‡'’-Religion an verschiedenste Gruppen in der …ffentlichkeit. Zu diesen innovativen Ma§nahmen gehšren: der Start einer Web-site "The Bah‡'’ World", die im Durchschnitt schon 25.000 mal im Monat besucht wird; die Herausgabe des Statements "Wer schreibt die Zukunft?", das den Freunden in der ganzen Welt hilft, Ÿber zeitgenšssische Themen zu sprechen; die Sendung des persischen Radioprogrammes "Payam-e-Doost", das fŸr eine Stunde pro Woche im Bereich von Washington D.C. ausgestrahlt wird und das Ÿber das Internet seit letztem November jederzeit in der ganzen Welt verfŸgbar ist; die DurchfŸhrung eines hšchst originellen Fernsehprogramms, in dem moralische Prinzipien auf tŠgliche Probleme angewandt werden und das von Regierungsstellen in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Ungarn, RumŠnien, Slowenien und der frŸheren jugoslawischen Republik Mazedonien wŠrmstens befŸrwortet wird.

19. Ein PhŠnomen, das sich gegen Ende des Jahrhunderts verstŠrkt zeigt, ist das BemŸhen der Menschen weltweit, ihre SehnsŸchte durch sogenannte "Organisationen der Zivilgesellschaft" auszudrŸcken. Es muss fŸr die Bah‡'’ Ÿberall eine Quelle grš§ter Genugtuung sein, dass die Internationale Bah‡'’-Gemeinde, die als eine Nicht-Regierungsorganisation einen Querschnitt der ganzen Menschheit darstellt, als eine einheitsstiftende Kraft in bedeutenden Diskussionen, die die Zukunft der Menschheit gestalten, solches Vertrauen gewonnen hat. Unser Hauptvertreter bei den Vereinten Nationen wurde zum gleichberechtigten Vorsitzenden des Ausschusses fŸr Nicht-Regierungsorganisationen ernannt, der vom Wirtschafts- und Sozialrat eingerichtet wurde - eine Stellung, die der Internationalen Bah‡'’-Gemeinde eine FŸhrungsrolle bei der Organisation des Millennium-Forums einrŠumt. Diese von Kofi Annan, dem GeneralsekretŠr der Vereinten Nationen fŸr kommenden Mai einberufene Versammlung, wird den Organisationen der Zivilgesellschaft Gelegenheit geben, ihre Ansichten und VorschlŠge zu globalen Fragen zu formulieren. Diese werden dann von dem im September dieses Jahres folgenden Millennium-Gipfel aufgenommen werden, bei dem sich Staats- und Regierungschefs treffen.

20. Dass die Menschheit sich der geistigen Dimension des Wandels in der Welt bewusst wird, hat fŸr Bah‡'’ eine besondere Bedeutung. Der interreligišse Dialog hat sich intensiviert. WŠhrend des Vier-Jahres-Planes war der Glaube in zunehmendem Ma§e als anerkannter Partner daran beteiligt. Das Parlament der Weltreligionen fŸhrte im letzten Dezember in Kapstadt 6.000 Teilnehmer zusammen, darunter eine starke Bah‡'’-Delegation. Bah‡'’ waren im sŸdafrikanischen und internationalen Leitungsgremium an der Planung der Veranstaltung beteiligt. FŸr die Bah‡'’ ergab sich ein besonderes Interesse an dieser Veranstaltung aus der Tatsache, dass der Name Bah‡'u'll‡hs šffentlich zum ersten Mal im Westen beim Parlament in Chicago 1893 erwŠhnt worden war. Auf zwei im letzten November in Jordanien abgehaltenen interreligišse Veranstaltungen wurden Bah‡'’ als geladene Teilnehmer empfangen; es waren dies die Konferenz Ÿber Konflikte und Religionen im Nahen Osten und die Jahrestagung der Weltkonferenz fŸr Religion und Frieden (WCRP). Bah‡'’-Vertreter nahmen auch an Veranstaltungen in der Vatikanstadt und in Neu Delhi teil, die von der ršmisch-katholischen Kirche veranstaltet wurden. Beim zweiten Anlass war Beraterin Zena Sorabjee eine der Vertreterinnen von Religionen, die in Gegenwart von Papst Johannes Paul II zur Versammlung sprachen. Im Vereinigten Kšnigreich trat der Glaube in die šffentliche Arena, als Bah‡'’-Vertreter mit Mitgliedern von acht anderen gro§en Religionen zu einer interreligišsen Milleniumsfeier in der Kšniglichen Galerie im Westminster-Palast zusammenkamen, wo in Gegenwart von Mitgliedern des Kšnigshauses, des Premierministers, des Erzbischofs von Canterbury und anderen hervorragenden Persšnlichkeiten auf die Versammlung der "neun gro§en Religionen des Vereinigten Kšnigreiches" Bezug genommen wurde. In Deutschland wurden die Bah‡'’ zum ersten Mal am interreligišsen Dialog beteiligt. Damit Šnderte sich eine langjŠhrige Einstellung der christlichen Konfessionen, die wegen eines von einem Bundesbrecher geschriebenen und von einem lutherischen Verlag 1981 herausgegebenen Buches die BerŸhrung mit dem Glauben vermieden hatten. Abhilfe erfolgte durch eine 600 Seiten starke von drei Bah‡'’ geschriebene wissenschaftliche Widerlegung, die in einem fŸhrenden Nicht-Bah‡'’-Verlag 1995 erschien, was einen au§ergewšhnlichen Sieg fŸr die deutsche Bah‡'’-Gemeinde darstellt. Eine englische †bersetzung wurde im letzten Jahr des Planes herausgegeben. In ungewšhnlicher Form fand ein interreligišser Dialog statt, als 1998 Vertreter der Weltbank und von neun gro§en Religionen im Lambeth-Palast eine Veranstaltung abhielten, die zur Bildung eines Entwicklungsdialogs der Weltreligionen fŸhrte. Es ist das vom Dialog verkŸndete Ziel zu versuchen, den Graben zwischen den Religionsgemeinschaften und der Weltbank zu ŸberbrŸcken, um ihnen eine wirkungsvollere Zusammenarbeit bei der †berwindung der Armut in der Welt zu ermšglichen. Die HŠufigkeit und der umfassende Charakter dieser interreligišsen Versammlungen ist ein neues PhŠnomen in den Beziehungen der Religionen untereinander. Es ist offensichtlich, dass sich die verschiedenen Religionsgemeinschaften darum bemŸhen, den Geist der Freundlichkeit und BrŸderlichkeit untereinander zu erreichen, den Bah‡'u'll‡h Seine AnhŠnger aufgerufen hat, den AnhŠngern anderer Religionen gegenŸber an den Tag zu legen.

21. WŠhrend dieser vier Jahre spielten sich die konzentrierten BemŸhungen der Bah‡'’ zu einer Zeit ab, da die Gesellschaft im Allgemeinen mit einer Flut widerstreitender Interessen zu kŠmpfen hatte. In dieser kurzen aber Šu§erst bewegten Zeitspanne schritten die in der Bah‡'’-Gemeinde und in der Welt waltenden KrŠfte mit unerbittlicher Beschleunigung voran. In ihrem Sog offenbarten sich die sozialen PhŠnomene, auf die Shoghi Effendi hingewiesen hatte, klarer als je zuvor. Vor mehr als 60 Jahren zog er die Aufmerksamkeit auf "diese gleichzeitigen VorgŠnge des Aufstieges und des Unterganges, des Zusammenschlusses und des Auseinanderfallens, der Ordnung und des Chaos mit ihren stŠndigen und wechselseitigen Auswirkungen aufeinander". Diese zwei Prozesse spielten sich nicht isoliert von jenen ab, die fŸr die Bah‡'’-Gemeinde typisch waren, sondern fŸhrten, wie schon gezeigt wurde, zur direkten Beteiligung des Glaubens. Sie scheinen auf der anderen Seite des gleichen Zeitkorridors zu laufen. Auf der einen Seiten wŸteten an etwa 40 Stellen Kriege, die von religišsen, politischen, rassischen oder Stammeskonflikten geschŸrt wurden; ein plštzlicher totaler Zusammenbruch der bŸrgerlichen Ordnung lŠhmt eine Reihe von LŠndern; Terrorismus als politische Waffe wurde zur Epidemie; eine Woge internationaler krimineller Netzwerke versetzte die Menschen in Schrecken. Auf der anderen Seite jedoch gab es ernsthafte Versuche, Methoden der kollektiven Sicherheit auszuarbeiten und umzusetzen, was Bah‡'u'll‡hs Vorschriften fŸr die Erhaltung des Friedens in Erinnerung ruft; es gab einen Aufruf, einen internationalen Strafgerichtshof einzurichten, eine weitere Ma§nahme, die mit den Erwartungen der Bah‡'’ Ÿbereinstimmt. Um die Aufmerksamkeit auf die dringende Notwendigkeit, ein angemessenes System zur Lšsung von globalen Fragen einzurichten, haben sich die FŸhrer der Welt auf einem Millennium-Gipfel verabredet; neue Kommunikationsmethoden haben den Weg dafŸr frei gemacht, dass jeder mit jedem auf diesem Planten in Verbindung treten kann. Wirtschaftliche Auflšsungserscheinungen in Asien drohten die Weltwirtschaft zu destabilisieren, fŸhrten aber zu BemŸhungen, die unmittelbare Gefahr zu beheben und Methoden zu entwickeln, einen Sinn fŸr Gerechtigkeit in den Bereich des internationalen Handels und der Finanzen einzufŸhren. Dies sind nur einige Beispiele fŸr die beiden gegensŠtzlichen aber aufeinander einwirkenden Tendenzen der Zeit, die Shoghi Effendis inspirierte Zusammenfassung Ÿber die KrŠfte, die in Gottes Grš§erem Plan am Werke sind, bestŠtigen, "dessen letztes Ziel die Einheit und der Frieden der gesamten Menschheit ist".

22. Zum Abschluss dieser vier ereignisreichen Jahre kommen wir an ein gewaltiges Zusammentreffen von AbschlŸssen und AnfŠngen in der gregorianischen Zeitrechnung und der Bah‡'’-€ra. In einem Sinne bedeutet dieses Zusammentreffen das Ende des zwanzigsten Jahrhunderts und in einem anderen eršffnet es eine neue Stufe in der Entfaltung des Gestaltenden Zeitalters. Die Perspektive dieser zwei Zeitrahmen veranlasst uns, Ÿber eine Vision von weltgestaltenden Entwicklungen nachzudenken, die zeitlich zusammenfallen; wir tun dies unter BerŸcksichtigung der Einsicht, die von Shoghi Effendi so plastisch bei der GrŸndung des von ihm entworfenen Bogens am Berge Carmel dargelegt wurde. Im Verlauf des Planes gewann diese Vision eine leuchtende Klarheit, als die Bauprojekte am Berge Carmel voranschritten, als die FŸhrer der Welt kŸhne Schritte in Richtung auf die Gestaltung eines weltweiten politischen Friedens unternahmen, und als šrtliche und nationale Bah‡'’-Institutionen ein neues Niveau in ihrer Evolution erreichten. Wir tragen mit uns eine heilige und dauerhafte Erinnerung an das zwanzigste Jahrhundert in uns, die unsere Energien weckt und uns den Weg vorzeichnet: Zu ihm gehšrt jener zukunftsweisende Augenblick in der Geschichte der Menschheit, als der Mittelpunkt des Bundes Bah‡'u'll‡hs im Laufe einer Amtszeit, die ohne Parallele ist, die Struktur der neuen Weltordnung entwarf und als anschlie§end im Verlauf einiger seiner verheerendsten Jahre der HŸter des Glaubens seine Šu§erste Energie darauf verwendete, die Struktur eines administrativen Systems zu errichten, das am Ende des Jahrhunderts in der Ganzheit seiner essenziellen Form vor den Augen der Welt ausgebreitet liegt. Wir stehen damit an einer BrŸcke zwischen den Zeiten. Die FŠhigkeiten, die im Laufe eines Jahrhunderts der heftigen Anstrengungen und Opfer von einer Handvoll von der Liebe zu Bah‡'u'll‡h berauschter GlŠubiger entwickelt wurden, mŸssen jetzt auf die fŸr das Gestaltende Zeitalter unausweichlich verbleibenden Aufgaben angewandt werden; die zahlreichen Epochen unermŸdlicher Arbeit dieses Zeitalters werden schlie§lich zum Goldenen Zeitalter unseres Glaubens fŸhren, wenn der Grš§te Friede die Erde umfassen wird.

23. An diesem Ridv‡n beginnen wir einen Zwšlf-Monate-Plan. So kurz er auch ist, muss und wird er ausreichen, gewisse lebenswichtige Aufgaben zu erfŸllen und das Fundament fŸr den nŠchsten zwanzig Jahre andauernden Vorsto§ des Gšttlichen Planes des Meisters zu legen. Was vor vier Jahren so sorgfŠltig begonnen wurde - die systematische Aneignung von Kenntnissen, QualitŠten und Dienstfertigkeit - muss erweitert werden. Wo immer es sie gibt, mŸssen nationale und regionale Institute die Programme und Systeme, die sie eingefŸhrt haben, in vollem Umfang zur Anwendung bringen. Neue Institute mŸssen gebildet werden, wo der Bedarf danach erkannt wurde. Grš§ere Schritte mŸssen unternommen werden, um die Lehrarbeit zu systematisieren, die durch individuelle Initiative und durch institutionelle Fšrderung unternommenen wird. Es ist teilweise zu diesem Zweck, dass die Berater und die Nationalen RŠte in verschiedenen Gegenden jedes Kontinents "Regionale Wachstumsprogramme" aufgestellt haben. Die Ergebnisse werden einen Erfahrungsschatz liefern, der fŸr zukŸnftige PlŠne nŸtzlich sein wird. Der Einzelne, die Institutionen und die šrtlichen Gemeinden werden dringend gebeten, ihre Aufmerksamkeit auf diese wesentlichen Aufgaben zu richten, damit sie fŸr das nŠchste FŸnf-Jahres-Unternehmen, das zu Ridv‡n 2001 beginnt, voll gerŸstet sind - eine Unternehmung, die die Bah‡'’-Welt zur nŠchsten Phase beim Fortschritt im Prozess des Beitritts in Scharen fŸhren wird.

24. Aber jenseits der Aufmerksamkeit, die auf diese Aufgaben gerichtet wird, gibt es noch eine dringende Herausforderung, vor der wir stehen: Unsere Kinder mŸssen geistig genŠhrt und in das Leben der Sache Gottes integriert werden. Man sollte darf zulassen, dass sie ziellos in einer Welt umherirren, die voll von moralischen Gefahren ist. Im gegenwŠrtigen Zustand der Gesellschaft sehen sich die Kinder einem grausamen Schicksal gegenŸber. Millionen und Abermillionen von ihnen sind in allen LŠndern sozial entwurzelt. Die Kinder sind ihren Eltern und der Erwachsenenwelt gegenŸber entfremdet, ob sie nun unter armen oder reichen Lebensbedingungen leben. Diese Entfremdung hat ihre Wurzeln in der Selbstsucht, die aus dem Materialismus entsteht, welcher sich im Kern der Gottlosigkeit befindet, die die Herzen der Menschen Ÿberall erfasst. Die soziale Entwurzelung der Kinder unserer Zeit ist ein sicheres Anzeichen einer Gesellschaft des Niedergangs; dieser Zustand beschrŠnkt sich jedoch nicht auf eine Rasse, Klasse, Nation oder wirtschaftliche Bedingung - er betrifft alle. Es betrŸbt unsere Herzen zutiefst festzustellen, dass in vielen Teilen der Welt Kinder als Soldaten benutzt, als Arbeiter ausgebeutet, in die Sklaverei verkauft, in die Prostitution gezwungen, zum Objekt fŸr Pornographie herabgewŸrdigt, von Eltern, deren Denken nur um ihre eigenen Begierden kreist, verlassen werden oder auf andere Arten - zu zahlreich, um sie aufzuzŠhlen - zu Opfern gemacht werden. Viele dieser Schrecken fŸgen Eltern selbst den eigenen Kindern zu. Der hieraus entstehende geistige und psychologische Schaden kann Ÿberhaupt nicht abgeschŠtzt werden. Unsere weltweite Gemeinde kann den Folgen dieser ZustŠnde nicht entfliehen. Das Bewusstsein dieser Tatsache sollte uns alle zu dringlichen und bestŠndigen Anstrengungen fŸr die Interessen von Kindern und der Zukunft antreiben.

25. Obgleich AktivitŠten fŸr Kinder auch ein Teil frŸherer PlŠne waren, haben sie dem tatsŠchlichen Bedarf auf diesem Feld nicht annŠhernd entsprochen. Geistige Erziehung von Kindern und Junioren ist von grš§ter Bedeutung fŸr den weiteren Fortschritt der Gemeinde. Es ist daher geboten, Abhilfe fŸr diesen Mangel zu schaffen. Die Institute mŸssen sicherstellen, dass ihre Programme die Ausbildung von Kinderklassenlehrern mit einschlie§en, die dann den šrtlichen Gemeinden ihre Dienste zur VerfŸgung stellen kšnnen. Aber wenn auch eine geistige und schulische Ausbildung fŸr Kinder wesentlich ist, bildet dies doch nur einen Teil dessen, was in die Entwicklung ihres Charakters und in ihre Persšnlichkeitsbildung einflie§en muss. Es ist notwendig, dass der Einzelne und die Institutionen auf allen Ebenen, d. h. die Gemeinde als Ganzes, Kindern gegenŸber eine angemessene Haltung zeigen und sich allgemein fŸr ihr Wohlergehen interessieren. Eine solche Einstellung sollte sich všllig abheben von derjenigen einer schnell zerfallenden Ordnung.

26. Kinder sind der kostbarste Schatz, den eine Gemeinde besitzen kann, denn in ihnen liegt die Verhei§ung und die Garantie fŸr die Zukunft. In ihnen liegt keimhaft der Charakter der zukŸnftigen Gesellschaft, der im Wesentlichen durch das gebildet wird, was die Erwachsenen der Gemeinde fŸr die Kinder tun oder zu tun versŠumen. Sie sind ein Pfand, das keine Gemeinde ungestraft vernachlŠssigen darf. Eine allumfassende Liebe fŸr die Kinder, die Art, wie man sie behandelt, die QualitŠt der ihnen geschenkten Aufmerksamkeit, der Geist, mit dem sich Erwachsene ihnen gegenŸber verhalten - dies alles gehšrt zu den lebenswichtigen Aspekten der erforderlichen Einstellung. Liebe erfordert Disziplin, den Mut, Kinder an MŸhsal zu gewšhnen, nicht allen ihren Launen nachzugeben und sie nicht ihren eigenen Neigungen ganz zu Ÿberlassen. Es muss eine AtmosphŠre gewahrt werden, in der Kinder fŸhlen, dass sie zur Gemeinde gehšren und sich an ihrem Ziel beteiligen. Sie mŸssen liebevoll aber nachdrŸcklich dahin gefŸhrt werden, nach den Bah‡'’-Ma§stŠben zu leben und die Sache Gottes in einer Weise zu erforschen und zu lehren, wie es ihrem Lebensumfeld entspricht.

27. Unter den Jugendlichen in der Gemeinde sind auch die Junioren, im Alter etwa zwischen 12 und 15. Sie bilden eine besondere Gruppe, die besondere BedŸrfnisse hat, da sie sich irgendwo zwischen Kindheit und Jugend befinden und viele VerŠnderungen in ihnen vorgehen. In schšpferischer, hingebungsvoller Aufmerksamkeit gilt es, sie an Programmen fŸr AktivitŠten zu beteiligen, sie dabei mit ihren Interessen einzubeziehen, ihre BefŠhigungen fŸr das Lehren und den Dienst zu bilden und sie in die sozialen Interaktionen mit Šlteren Jugendlichen einzubinden. Die Einbeziehung der KŸnste in ihren verschiedenen Formen kann in solchen AktivitŠten von gro§em Wert sein.

28. Und nun mšchten wir einige Worte an Eltern richten, die bei der Erziehung ihrer Kinder die Hauptverantwortung tragen. Wir rufen sie auf, ihre stŠndige Aufmerksamkeit auf die geistige Erziehung ihrer Kinder zu richten. Es scheint, dass einige Eltern annehmen, dies liege ausschlie§lich in der Verantwortung der Gemeinde; andere glauben, dass die UnabhŠngigkeit der Kinder bei der Erforschung der Wahrheit gewahrt bleiben mŸsse und deshalb der Glaube ihnen nicht gelehrt werden dŸrfe. Wiederum andere fŸhlen sich unfŠhig, diese Aufgabe zu bewŠltigen. Nichts davon trifft zu. Der geliebte Meister sagte: "Vater und Mutter sind verpflichtet, Tochter und Sohn mit grš§ter Anstrengung auszubilden", und fŸgte hinzu: "Wer diese Aufgabe vernachlŠssigt, der wird in Gegenwart des gestrengen Herrn zur Rechenschaft gezogen und mit VorwŸrfen ŸberhŠuft werden." UnabhŠngig vom Niveau ihrer eigenen Ausbildung sind Eltern in der entscheidenden Lage, die geistige Entwicklung ihrer Kinder zu formen. Sie sollten unter keinen UmstŠnden ihre FŠhigkeit, den moralischen Charakter ihrer Kinder zu bilden, unterschŠtzen. Denn sie Ÿben einen unersetzbaren Einfluss durch die hŠusliche Umgebung aus, die sie bewusst durch ihre Liebe zu Gott, ihr BemŸhen, sich an Seine Gesetze zu halten, ihren Geist des Dienstes fŸr Seine Sache, ihre nicht fanatische Einstellung und ihre Freiheit von den zersetzenden Wirkungen der Ÿblen Nachrede schaffen. Jeder Elternteil, der an die Gesegnete Schšnheit glaubt, hat die Verantwortung sich in solcher Weise zu benehmen, wodurch bei den Kindern spontan der Gehorsam gegenŸber den Eltern entsteht, dem die Lehren solch hohen Wert beimessen. NatŸrlich sollten die Eltern zusŠtzlich zu ihrem BemŸhen im Hause die von der Gemeinde eingerichteten Bah‡'’-Kinderklassen unterstŸtzen. Man muss auch daran denken, dass die Kinder in einer Welt leben, die sie durch den direkten Kontakt mit den Schrecken, die wir beschrieben haben, und durch die unvermeidliche †berflutung der Massenmedien Ÿber die rauhen RealitŠten informiert. Viele von ihnen werden daher zwangslŠufig vorzeitig reif, und unter diesen gibt es solche, die nach Ma§stŠben und einer Disziplin suchen, nach der sie ihr Leben ausrichten kšnnen. Auf diesem dŸsteren Hintergrund einer dekadenten Gesellschaft sollten Bah‡'’-Kinder als die Sinnbilder einer besseren Zukunft strahlen.

29. Wir hegen die lebhaftesten Erwartungen, wenn wir daran denken, dass die Kontinentalen Berater sich im Januar 2001 aus einem Anlass versammeln werden, bei dem wir den Einzug des Internationalen Lehrzentrums in seinen stŠndigen Sitz am Berge Gottes feiern werden. Hilfsamtsmitglieder aus der ganzen Welt werden mit ihnen an einer Versammlung teilnehmen, die sich zweifellos als eines der historischen Ereignisse des Gestaltenden Zeitalters erweisen wird. Die Zusammenkunft eines solchen Kreises von Bah‡'’-AmtstrŠgern muss allein naturgemŠ§ fŸr eine Gemeinde, die dann kurz vor dem Ende eines Planes und dem Eintritt in einen neuen Plan stehen wird, zahllose Wohltaten bringen. WŠhrend wir Ÿber diese Auswirkungen nachsinnen, wenden wir uns mit dankbaren Herzen an die geliebten HŠnde der Sache Gottes 'Al’-Akbar Furœtan und 'Al’ Muhammad Varq‡, die durch ihren Aufenthalt im Heiligen Land die Fackel des Dienstes hochhalten, die der geliebte HŸter in ihren Herzen entzŸndet hat.

30. Mit diesem Zwšlf-Monate-Plan Ÿberqueren wir eine BrŸcke, zu der wir niemals zurŸckkehren werden. Wir beginnen diesen Plan in der Abwesenheit von 'Amatu'l-Bah‡ Rœh’yyih Kh‡num aus diesem irdischen Dasein. Sie blieb bei uns praktisch bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts als ein Strahl jenes Lichtes, das wŠhrend jener unvergleichlichen Periode in der Geschichte der Menschheit schien. In den Sendschreiben zum Gšttlichen Plan beklagte der Meister Seine UnfŠhigkeit, durch die Welt zu reisen, um den gšttlichen Ruf zu erheben, und da er Seine EnttŠuschung so intensiv fŸhlte, schrieb Er die Hoffnung nieder: "Es mšge Gott gefallen, dass ihr es erreicht!" 'Amatu'l-Bah‡ reagierte darauf mit grenzenloser Energie, berŸhrte weit verstreute Gegenden dieser Erde in den 185 LŠndern, die dazu ausersehen waren, ihre unvergleichlichen Geschenke zu erhalten. Ihr Beispiel, das fŸr immer seinen Glanz behalten wird, erleuchtet die Herzen von Tausenden und Abertausenden auf dem ganzen Erdball. Da jede andere Geste unangemessen erscheint, sollten wir nicht alle wŠhrend dieses Planes unsere demŸtigen BemŸhungen dem Gedenken jener widmen, fŸr die Lehren das oberste Ziel, die vollkommenste Freude des Lebens war?

Das Universale Haus der Gerechtigkeit




Ridv‡n 1999 (156 BE)

An die Bah‡Õ’ der Welt

Innig geliebte Freunde,

WŠhrend wir betrachten, was in dem Jahr erreicht wurde, das dem schicksalsschweren, letzten Zeitraum der ErfŸllung des Vierjahresplanes vorausgeht, glŸhen unsere Herzen vor Hoffnung. Seit dem schwungvollen Jahresbeginn mit der Achten Internationalen Bah‡Õ’-Tagung hat die Bah‡Õ’-Welt das Tempo ihrer AktivitŠten beschleunigt und aufrechterhalten, das deutlich den Prozess des Beitritts in Scharen gefšrdert hat. Unsere Gemeinde ist betrŠchtlich gewachsen, ihre menschlichen Hilfsquellen wurden gestŠrkt. Von Expansionsprojekten bis zu FestigungsbemŸhungen, von sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung bis zur …ffentlichkeitsarbeit und den Au§enbeziehungen, von Diensten der Jugend bis zu Ausdrucksformen in den KŸnsten, vom Weltzentrum des Glaubens bis zu abgelegenen Dšrfern und StŠdten Ð von welchem Blickwinkel aus man die Gemeinde auch betrachtet Ð es wurden Fortschritte gemacht. Die Aussichten fŸr den Plan spornen an.

Der Impuls, der von der Internationalen Tagung ausging, durchzog auch die unmittelbar folgende Konferenz des Berateramts, gab den unermŸdlichen Teilnehmern weiteren Auftrieb und beflŸgelte die im Mai abgehaltenen Nationaltagungen, inklusive der in Sabah, Sarawak und der Slowakei, die auf ihrer ersten Tagung ihre Nationalen Geistigen RŠte bildeten. Dieselbe Energie erfŸllte das Internationale Lehrzentrum, das in der kurzen Zeit seiner sechsten Amtsperiode, die mit dem Jahrestag der ErklŠrung des B‡b begann, eine bemerkenswerte Kraft gezeigt hat. Auf die Vervollkommnung und Festigung ihrer Organisation konzentriert, haben die Mitglieder des Lehrzentrums auf ihre Ÿblichen Reisen wŠhrend dieses ersten Jahres verzichtet; nach dieser Phase ist jedoch zu erwarten, dass sie ihre Besuche in den verschiedenen Teilen der Welt wieder aufnehmen, um ihren belebenden Einfluss auf die erfolgreiche Beendigung des Vierjahresplanes zu verstŠrken.

ZusŠtzlich zu jenen Ereignissen im Heiligen Land schreiten die Bauprojekte auf dem Berg Karmel, die von den Delegierten auf der Internationalen Tagung mit solch freudigem Erstaunen betrachtet wurden, weiter voran bis zu ihrer planmŠ§igen Vollendung zum Ende des Jahrhunderts. Mit dem Beginn aller Ÿbrigen Bauma§nahmen seit letztem Ridv‡n hat das Arbeitstempo einen neuen Hšhepunkt erreicht. Das Zentrum fŸr das Studium der Schriften und die Erweiterung des ArchivgebŠudes werden in den nŠchsten Wochen bezugsfertig sein; die Au§enfassade des Internationalen Lehrzentrums ist mit Marmor verkleidet und die abschlie§enden Innenarbeiten schreiten auf allen Ebenen voran. Das Absenken der Hatzionut Avenue zur Einpassung der BrŸcke, die jetzt die Terrassen des Schreins des B‡b zu beiden Seiten der Stra§e miteinander verbindet, wurde fertiggestellt und der normale Stadtverkehr wieder aufgenommen. Die sich entfaltende Pracht der Terrassen hat derartige Aufmerksamkeit in der …ffentlichkeit gefunden, dass die neunzehnte Terrasse auf dem Gipfel des Berges bereits tŠglich fŸr Besucher gešffnet wurde und begeisterte Reaktionen einer dankbaren Bevšlkerung hervorgerufen hat. Als Teil einer Kampagne mit dem Ziel, internationale Aufmerksamkeit auf die Stadt zu ziehen, hat die Stadtverwaltung von Haifa eine bebilderte BroschŸre des Schreins des B‡b und der Terrassen herausgebracht, die neben HebrŠisch in fŸnf weiteren Sprachen erhŠltlich ist.

Wir fŸhlen uns veranLasst, noch zwei weitere Entwicklungen im Weltzentrum zu erwŠhnen, die ganz anderer Art sind: Erstens, die Entscheidung, die Anzahl der Pilger fŸr jede Gruppe von 100 auf 150 zu erhšhen; diese wird in Kraft treten, wenn die derzeitige Renovierung des neu erworbenen GebŠudes, das sich gegenŸber dem Weg zur RuhestŠtte des Grš§ten Heiligen Blattes befindet, vollendet ist und dort ein Pilgerraum sowie andere Einrichtungen zum Abhalten eines erweiterten Pilger-Programms zur VerfŸgung stehen. Zweitens ist der bedeutende Fortschritt zu nennen, der - trotz der unvermeidlichen Langsamkeit des Prozesses - in dem Vorhaben gemacht wird, Texte der Schriften Bah‡ÕuÕll‡hs zu Ÿbersetzen, mit der Absicht, einen neuen englischen Band Seiner Werke herauszugeben. Es werden Anstrengungen unternommen, vollstŠndige Versionen solch bedeutender Tablets wie der Sœriy-i-Mulœk und der Sœriy-i-Haykal, sowie die vollstŠndigen Texte von Tablets an einzelne Kšnige und Herrscher bereitzustellen. Auch die Sœriy-i-Ra'’s, das Lawh-i-Ra'’s und das Lawh-i-Fu'‡d sollen darin enthalten sein.

Die Sache Bah‡ÕuÕll‡hs schreitet unablŠssig voran, gestŠrkt durch die zunehmende Anwendung eines systematischen Ansatzes zur Entfaltung und Nutzung menschlicher Hilfsquellen. Die weitere Einrichtung von nationalen und regionalen Bah‡Ô’-Instituten, jetzt 344 an der Zahl, hat diese Entwicklung vorangetrieben, mit dem Ergebnis, dass - abgesehen von Nordamerika und Iran, wo zahlreiche Kurse gegeben wurden - etwa 70.000 Personen bereits zumindest einen Institutskurs abgeschlossen haben. All dies trŠgt zu einer wachsenden Zahl von gefestigten, aktiven AnhŠngern der Sache bei. Das unerme§liche Potential dieses Fortschritts wird durch Berichte wie dem aus dem Chad illustriert, wo in einem mit einem Institut ausgestatteten Gebiet mehr als 1000 Menschen durch die individuellen BemŸhungen der Institutsteilnehmer den Glauben annahmen. Das VerstŠndnis fŸr die Notwendigkeit der systematischen Entwicklung menschlicher Hilfsquellen etabliert sich Ÿberall.

Zeitgleich mit der erwiesenen Wirksamkeit der Institute entstehen, pragmatisch begrŸndet, Regionale Bah‡Õ’-RŠte in ausgewŠhlten LŠndern, in denen die UmstŠnde die Einrichtung dieser Institutionen notwendig und realisierbar gemacht haben. Wo es enge Interaktionen zwischen einem Regionalen Rat und einem Institut gibt, ist die BŸhne frei fŸr eine stimulierende VerknŸpfung der Prozesse, welche effektive Ausbreitung und Festigung in einer Region bewirken, und fŸr ein praktisches Anpassen der Institutsausbildung an die EntwicklungsbedŸrfnisse der šrtlichen Gemeinden. Au§erdem lassen die Richtlinien, Ÿber die das Kontinentale Berateramt und die Regionalen RŠte direkten Zugang zueinander haben, eine weitere institutionelle Beziehung aufkommen, die unter Einbeziehung der Verbindung der Regionalen RŠte mit den Nationalen und šrtlichen Geistigen RŠten zu einer dynamischen Integration der Funktionen auf regionaler Ebene fŸhrt.

Die sich stŠndig ausweitende soziale und wirtschaftliche Entwicklungsarbeit profitiert ebenfalls von der Arbeit solcher Bah‡Õ’-Institute, die Themen wie Alphabetisierung, grundlegende GesundheitsfŸrsorge und Fšrderung von Frauen Aufmerksamkeit schenken. Die mehr in die Breite gehenden BemŸhungen des BŸros fŸr Soziale und Wirtschaftliche Entwicklung, einen weltweiten Proze§ des Lernens und Erfahrens Ÿber relevante Bah‡Õ’-Prinzipien voranzutreiben, werden sowohl durch die Arbeit solcher Institute, als auch durch das Entstehen von Bah‡Õ’-inspirierten Organisationen, die Ÿber den ganzen Planeten verstreut sind, verstŠrkt. Sicherlich wird damit die institutionelle FŠhigkeit, solche Entwicklungsprogramme durchzufŸhren, an StŠrke gewinnen. Dies tritt in Projekten zutage, die von Bah‡Õ’-Institutionen getragen oder von einzelnen durch die Inspiration des Glaubens initiiert wurden. Ein herausragendes Beispiel hierfŸr ist das Unity College, das erste und seit Ende 1998 das einzige private College des Landes, das von einer Familie in €thiopien gegrŸndet wurde und dessen Studentenzahl wŠhrend des letzten Jahres auf Ÿber 5.000 anstieg. Ein weiteres Beispiel, viel kleiner aber nichtsdestotrotz bedeutend, ist die Initiative einer Familie in Buffalo, New York; in ihrem Haus helfen sie Dutzenden Kindern und Jugendlichen aus der Innenstadt dabei, durch die geistigen und ethischen Bah‡Õ’-Lehren Verhaltensweisen zu entwickeln, die sie befŠhigen werden, auf Armut und Rassismus gewachsene selbstzerstšrerische Einstellungen zu Ÿberwinden.

Im Bereich der …ffentlichkeitsarbeit und Au§enbeziehungen wurden die nachdrŸcklichsten Aktionen von zwei tragischen Ereignissen im Iran ausgelšst. Die plštzliche Hinrichtung von Rœhu'll‡h Rawh‡n’ in Mashhad Ende Juli, die erste offizielle Aktion solcher Art seit sechs Jahren, war ein Schock, der einen weltweiten und unvorhergesehenen Schrei der Empšrung seitens Regierungen und Organisationen der Vereinten Nationen hervorrief. Ende September lancierte der Iranische Geheimdienst einen geplanten Angriff auf die Bah‡Õ’-Hochschule, in dessen Verlauf 36 Mitglieder des Lehrkšrpers inhaftiert und mehr als 500 HŠuser im ganzen Land geplŸndert wurden. Letzterer Vorfall rief eine weltweite, immer noch andauernde Protestkampagne hervor, an der akademische Institutionen und Einrichtungen, Lehrer und Studentengruppen teilgenommen haben und an der die Presse ein spezielles Interesse zeigte, was sich im Erscheinen bedeutender Artikel in Le Monde, The New York Times und anderen gro§en Zeitungen niederschlug. Die erfolgreiche Verabschiedung einer weiteren Resolution zum Iran durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen im letzten Dezember, in der die Bah‡Õ’ besonders erwŠhnt werden, war sicherlich beEinflusst von diesen zwei auffallenden Beispielen einer unvermindert fortdauernden religišsen Verfolgung.

So intensiv die Anforderungen an die Freunde in allen Teilen der Welt auch waren, unsere bedrŠngten MitglŠubigen zu verteidigen, wurde zugleich doch viel Aufmerksamkeit einem breiten Spektrum von anderen …ffentlichkeitsaktivitŠten gewidmet. Die viermonatige Reise eines Entsandten des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, Herrn Giovanni Ballerio, zu den Pazifischen Inseln, wo er mit 22 StaatsoberhŠuptern, 5 RegierungsoberhŠuptern und Ÿber 40 hochrangigen Beamten zusammentraf, die BemŸhungen einer Anzahl Nationaler Geistiger RŠte, sich auf die Aufforderung der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde bei den Vereinten Nationen hin fŸr die Menschenrechtserziehung einzusetzen, die Teilnahme von ReprŠsentanten der dazu eingeladenen Bah‡Õ’-Gemeinde SŸdafrikas an der Arbeit der sŸdafrikanischen Wahrheitskommission, in der sie ihre unerschrockene UnterstŸtzung der Einheit der Rassen wŠhrend der Jahre der Apartheid darstellen konnten, der kŸrzliche Erfolg der Gemeinden in Australien, Brasilien, Finnland und Portugal im Einholen der Erlaubnis von Erziehungsbehšrden, Kurse Ÿber den Bah‡Õ’-Glauben in die LehrplŠne von Grund- und Realschulen zu integrieren, - diese, und nicht zuletzt die Projekte, die eine Bekanntmachung in allen Mediensparten bewirkten, sind Beispiele fŸr die breit angesetzten Unternehmungen im Bereich der …ffentlichkeitsarbeit und der Au§enbeziehungen, welche die Energien der Gemeinden gebunden haben.

Eine begleitende Flut an AktivitŠten berŸcksichtigte den Einsatz der KŸnste; darunter stellten die musikalischen und anderen kŸnstlerischen PrŠsentationen wŠhrend der Feierlichkeiten in Paris zum hundertjŠhrigen Bestehen des Glaubens in Europa ein herausragendes Ereignis dar. Der Voices-of-Bah‡-Chor, mit 68 Mitgliedern aus Europa, Nord- und SŸdamerika, begeisterte das Publikum in acht europŠischen StŠdten und machte den Glauben vielen bekannt. "Light and Fire", der vollendete Teil einer Oper mit Ballett, geschrieben von dem Bah‡Õ’-Komponisten Lasse Thoresen aus Norwegen, wurde auf einem weithin angesehenen Musik-Festival in Polen, bekannt als Warschauer Herbst, das von der Kšnigin von Schweden eršffnet wurde, im letzten September erfolgreich aufgefŸhrt. Das Werk basiert auf dem heroischen Verhalten der MŠrtyrer im Iran in jŸngster Zeit und brachte somit das Publikum mit dem Glauben in BerŸhrung. Bezeichnend fŸr Europas offensichtliche FŸhrerschaft bei solcherart Bestrebungen war auch das šsterreichische Kammermusik-Festival, auf dem das …sterreichische Verdienstkreuz fŸr Wissenschaft und KŸnste - die hšchste Auszeichnung dieser Art in …sterreich - an Herrn Bijan Khadem-Missagh, einen Bah‡Õ’-Violinisten und Dirigenten, durch den BundesprŠsidenten der Republik …sterreich verliehen wurde. In einem Programmpunkt desselben Festivals wurden AuszŸge aus den Bah‡Õ’-Schriften und anderen Heiligen Schriften rezitiert. Es muss aber auch ein Wort der Anerkennung ausgesprochen werden fŸr die herausragende Rolle, die von der Jugend auf der ganzen Welt bei der Einbeziehung der KŸnste in die Lehrarbeit gespielt wird. Insbesondere die Auftritte ihrer Tanzgruppen haben sich einen Namen innerhalb wie au§erhalb der Bah‡Õ’-Gemeinde erworben.

Deshalb betreten wir diese Ridv‡n-Zeit als eine Gemeinde in einem dynamischen Stadium der Transformation, die sich einer Geschlossenheit der Vision und AktivitŠt erfreut, die in Einklang mit dem Ziel der Fšrderung des Prozesses zum Beitritt in Scharen steht. Und wir beginnen das letzte Jahr des Planes mit einem Schub an administrativer StŠrke, denn drei europŠische LŠnder Ð Lettland, Litauen und Mazedonien2 Ð halten ihre ersten Nationaltagungen zur Bildung von Nationalen Geistigen RŠten ab und erhšhen somit die Anzahl der Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit auf 1823. Aber nach diesem festlichen Moment bricht eine zeitliche Abfolge von Erwartungen an, an deren erster Stelle zunŠchst der Abschluss des Vierjahresplanes zu Ridv‡n 2000 steht. Dem folgt mit dem Tag des Bundes in jenem Jahr der Beginn einer neuen Amtsperiode fŸr das Kontinentale Berateramt, deren Mitglieder bald danach zu einer Konferenz ins Weltzentrum gerufen werden, auf der Ð neben anderen Themen Ð die GrundzŸge des nŠchsten weltweiten Verbreitungs- und Festigungsplanes eršrtert werden. Die Konferenz der Berater wird den Einzug des Internationalen Lehrzentrums in seinen dauerhaften Amtssitz kennzeichnen, ein Anla§, zu dem die Hilfsamtsmitglieder auf der ganzen Welt eingeladen werden, sich den Beratern im Heiligen Land anzuschlie§en. Die Projekte am Berg Karmel werden bis dahin abgeschlossen sein und die Vorbereitungen zu den Einweihungsfeiern, geplant fŸr den 22. und 23. Mai 2001, zu denen eine Anzahl von Vertretern aus jeder nationalen Bah‡Õ’-Gemeinde eingeladen werden, sind dann schon weit fortgeschritten. Einzelheiten zu diesen Ereignissen werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Diese Vorausschau auf gewichtige Ereignisse fŸhrt Ÿber die Zeitenteilung zwischen dem - gemŠ§ der allgemeinen Zeitrechnung - 20. Jahrhundert und dem neuen Jahrtausend hinweg. Es ist eine Vorausschau, die den Kontrast zwischen der zuversichtlichen Vision, die eine erleuchtete Gemeinde zu konstruktiven Vorhaben beflŸgelt, und den verwirrten €ngsten unterstreicht, die Millionen Ÿber Millionen ergriffen haben, die sich des Tages, an dem sie leben, nicht bewusst sind. Echter FŸhrung beraubt, verweilen sie in den Schrecken des Jahrhunderts, in Verzweiflung darŸber, was diese fŸr die Zukunft bedeuten kšnnten, kaum wahrnehmend, dass eben dieses Jahrhundert ein Licht enthŠlt, das auf zukŸnftige Jahrhunderte scheinen wird. Schlecht ausgerŸstet fŸr das VerstŠndnis der sozialen UmwŠlzung, die den gesamten Planeten erfa§t hat, hšren sie auf die Experten des Irrtums und sinken immer tiefer in einen Sumpf der Hoffnungslosigkeit. Beunruhigt von den Voraussagen des Untergangs, kŠmpfen sie mit den Phantomen falsch genŠhrter Vorstellungen. In Unkenntnis der verwandelnden Vision, die der Herr des Zeitalters gewŠhrt hat, stolpern sie vorwŠrts, blind gegenŸber der Einzigartigkeit des neuen Tages Gottes.

Die beklagenswerten VerhŠltnisse, die solch ein Herzens- und Geisteszustand nach sich zieht, mŸssen uns zwangslŠufig zum Handeln bewegen, zu unablŠssigem Handeln, um die Absicht eines Planes zu erfŸllen, dessen Hauptziel es ist, die Prozesse zu beschleunigen, die es einer wachsenden Zahl der Weltbevšlkerung ermšglichen, das Ziel ihrer Suche zu finden und ein Leben in Einheit, Frieden und Wohlergehen zu fŸhren.

Liebe Freunde, die Tage vergehen so schnell wie das Aufblitzen eines Sterns. Setzen Sie jetzt Ihr Zeichen, an diesem kritischen Wendepunkt einer Zeit, dergleichen niemals wiederkehren wird. Setzen Sie dieses Zeichen mit Taten, die Ihnen himmlische Segensgaben bringen werden Ð sichern Sie sich und der ganzen Menschheit eine Zukunft, die Ÿber jegliche irdische Vorstellung hinausreicht.

DAS UNIVERSALE HAUS DER GERECHTIGKEIT

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

Bah‡Õ’-Weltzentrum


Ridv‡n 1998 (155 BE)

An die Bah‡Õ’ der Welt

Innig geliebte Freunde!

Freudigen Herzens bestaetigen wir zu dieser Halbzeit des Vier-Jahres-Planes, dass die weltweite Bah‡Õ’-Gemeinschaft in dieser dynamischen Etappe ihrer Entwicklung dabei ist, neue Wege zu bahnen. Der Proze§ des Beitritts in Scharen, auf den sich ihre Energien konzentrieren, macht deutliche Fortschritte.

Drei Entwicklungen geben unseren Erwartungen Zuversicht. Die eine besteht in den soliden Ergebnissen, die Ÿberall dort, wo Bah‡Õ’-Institute arbeiten, hervorgerufen werden. Zehntausende Freunde haben wŠhrend der letzten zwei Jahre wenigstens einen Institutskurs abgeschlossen. Die unmittelbaren Auswirkungen auf sie waren ein deutlich gefestigter Glaube, ein grš§eres Bewusstsein ihrer geistigen IdentitŠt und ein stŠrkeres Engagement im Dienst an der Bah‡Õ’-Sache. Die zweite betrifft eine bemerkenswerte Verbesserung der Bedingungen bei der Bildung und Wiederbildung von šrtlichen Geistigen RŠten. 1997 wurde die Entscheidung wirksam, diese Institutionen nur noch am ersten Ridv‡n-Tag und hauptsŠchlich auf Initiative der Gemeinde selbst zu bilden. Obgleich die Zahl der šrtlichen RŠte weltweit daraufhin abnahm, was nicht unerwartet war, blieb doch der RŸckgang gering, in einigen LŠndern wurde sogar eine Zunahme verzeichnet. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass der Reifeproze§ dieser gšttlich verordneten Institutionen in den richtigen Bahnen verlŠuft. Die dritte Entwicklung besteht darin, dass ein neues Vertrauen in die Lehrarbeit die Freunde beseelt, was in verschiedenen Gegenden beeindruckende Ergebnisse zeitigt. Das Potential fŸr einen stetigen und stŠndig zunehmenden Zustrom von neuen GlŠubigen war immer vorhanden, und wir kšnnen vertrauensvoll sagen, dass die FŠhigkeit es zu verwirklichen mit der Umsetzung des gegenwŠrtigen Planes mehr denn je methodisch entwickelt wird.

ZusŠtzlich zu diesen Zeichen des Fortschritts freuen wir uns Ÿber die bewundernswerte Geschwindigkeit, mit der die Bauprojekte am Berge Karmel vorangeschritten sind, um den fŸr das gerade vergangene Jahr gesteckten Zeitplan zu erfŸllen. Die Bildung von drei neuen Nationalen Geistigen RŠten - Sabah, Sarawak und Slowenien Ð sowie die Wiedererrichtung des Nationalen Geistigen Rates von Liberia steht im Mai bevor. Damit erhšht sich die Zahl der Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit auf 179. WŠhrend wir Ÿber die gšttlichen Gnadengaben nachsinnen, die unserer Gemeinde verliehen werden, anerkennen wir mit tiefster Dankbarkeit die bestŠndigen Dienste, die von den einzelnen HŠnden der Sache Gottes, dem Internationalen Lehrzentrum, den Beratern und ihrer HilfsŠmter auf allen Kontinenten geleistet werden. Die zunehmende StŠrke von Nationalen Geistigen RŠten festigt unsere Gewi§heit Ÿber das unmittelbare Eintreten ŸberwŠltigender Siege.

Vor dem chaotischen Hintergrund eines Planeten, der mit sich selbst uneins ist, hebt sich dieses erfreuliche Bild der Zukunftsaussichten der Gemeinde ab. Und doch ist offensichtlich, dass inmitten der verbreiteten Trostlosigkeit des menschlichen Geistes sich in irgendeiner Schicht des Bewusstseins unter den Všlkern der Welt ein wachsendes GefŸhl dafŸr regt, dass die Bewegung in Richtung auf globale Einheit und Frieden unwiderstehlich ist. Dieses GefŸhl wird in dem Masse geweckt, wie die materiellen Schranken zwischen den Všlkern faktisch durch die atemberaubenden Fortschritte in den Wissenschaften und ihren Anwendungen beseitigt werden. Trotzdem bleibt die Menschheit durch eine Serie von welterschŸtternden Heimsuchungen und weltgestaltenden Entwicklungen gegenwŠrtig noch benommen und verwirrt. Was an Sturm und UngestŸm das soziale Gewebe zur Zeit aufpeitscht, ist fŸr alle unverstŠndlich au§er fŸr jene relativ wenigen Bewohner des Planeten, die Gottes Absicht fŸr diesen Tag erkannt haben.

†berall sind unsere Mitmenschen, ohne sich dessen gewahr zu sein, zur gleichen Zeit widersprŸchlichen Emotionen unterworfen, hervorgerufen von den fortgesetzten Auswirkungen simultaner Prozesse Ódes Aufstiegs und des Verfalls, des Zusammenschlusses und der Auflšsung, der Ordnung und des ChaosÓ. Shoghi Effendi hat sie als Aspekte des Grš§eren und Geringeren Planes Gottes bezeichnet, die zwei bekannten Wege, durch die sich Seine Absicht fŸr die Menschheit vollzieht. Zum Grš§eren Plan gehšren Umbruch und katastrophale ErschŸtterungen und er schreitet mit scheinbar planloser WillkŸr voran, aber in Wirklichkeit treibt er die Menschheit unerbittlich zur Einheit und Reife. Das bewirken zum grš§ten Teil Menschen, die seine Bahn nicht kennen und seinem Ziel sogar feindlich gegenŸberstehen. Shoghi Effendi hat schon darauf hingewiesen, dass Gottes Grš§erer Plan Óin Seinem die Welt gestaltenden Spiel sowohl die MŠchtigen wie die Niedrigen als Figuren benutzt, um Seinen unmittelbaren Zweck zu erreichen und schlie§lich Sein Kšnigreich auf Erden zu errichten.Ó Die durch ihn erzeugte Beschleunigung der Prozesse gibt Entwicklungen neuen Schwung, die bei allem anfŠnglichen Schmerz und Kummer wir Bah‡Õ’ als Anzeichen dafŸr erkennen, dass der Geringere Frieden in Erscheinung tritt.

Anders als Sein Grš§erer Plan, der auf geheimnisvolle Weise wirkt, ist Gottes Geringerer Plan klar aufgezeichnet, er vollzieht sich Ÿber systematische und uns bekannte Prozesse und wurde uns zur AusfŸhrung Ÿbertragen. Sein Endziel ist der Grš§te Friede. Der vierjŠhrige Feldzug, dessen Halbzeit wir erreicht haben, stellt die gegenwŠrtige Phase des Geringeren Planes dar. Auf das Erreichen seiner Ziele mŸssen wir daher unsere ganze Aufmerksamkeit und Energie richten.

Gelegentlich mag es scheinen, dass der Verlauf des Grš§eren Planes eine Stšrung im Ablauf des Geringeren Planes bewirkt, aber die Freunde haben allen Grund, unverzagt zu bleiben. Denn sie erkennen den Ursprung des in der Welt wiederholt auftretenden Aufruhrs und ÓbejahenÓ, wie schon Shoghi Effendi sagte, Óseine Notwendigkeit, beobachten zuversichtlich seinen geheimnisvollen Verlauf, flehen um Milderung seiner Strenge, mŸhen sich einsichtig um eine AbschwŠchung seines WŸtens und richten ihren ungetrŸbten Blick voraus auf das Ende der Schrecknisse und die Hoffnungen, das es zwangslŠufig zeitigen muss.Ó

Auch eine flŸchtige Betrachtung der Weltszenerie in den letzten Jahren kann nur zu solchen Beobachtungen fŸhren, die fŸr einen Bah‡Õ’-Betrachter besonders bedeutungsschwer sind. Zum einen kann man selbst im Getšse einer im Aufruhr befindlichen Gesellschaft eine unmissverstŠndliche Tendenz in Richtung auf den Geringeren Frieden erkennen. Einen faszinierenden Hinweis liefert das grš§ere Engagement der Vereinten Nationen an ŸberfŠlligen drŠngenden Weltproblemen, wobei sie von mŠchtigen Regierungen unterstŸtzt werden; ein weiterer ergibt sich in allerletzter Zeit aus der Tatsache, dass fŸhrende Politiker in dramatischer Weise erkennen, was die enge VerknŸpfung aller Nationen auf dem Gebiet des Handels und der Finanzen tatsŠchlich bedeutet - eine Vorbedingung, die Shoghi Effendi schon lange als einen wesentlichen Aspekt fŸr eine organisch geeinte Welt erkannt hatte. Aber eine fŸr die Bah‡Õ’-Gemeinschaft noch viel bedeutsamere Entwicklung besteht darin, dass eine beachtliche Zahl von Menschen jetzt nach geistiger Wahrheit sucht. Mehrere kŸrzlich veršffentlichte wissenschaftliche Studien sind diesem PhŠnomen gewidmet. Ideologien, die den grš§ten Teil dieses Jahrhunderts beherrschten, haben sich erschšpft; mit ihrem Schwinden in den letzten Jahren des Jahrhunderts wŠchst ein Hunger nach Sinn, eine Sehnsucht der Seele.

Dieser geistige Hunger ist durch Ruhelosigkeit und durch eine sich steigernde Unzufriedenheit mit dem moralischen Zustand der Gesellschaft gekennzeichnet. Er zeigt sich auch in einem aufbrechenden Fundamentalismus bei verschiedenen religišsen Sekten und einer Vervielfachung von Bewegungen, die sich als Religionen ausgeben oder deren Platz einzunehmen streben. Dies sind Beobachtungen, durch die man die Interaktion zwischen den zwei auf dem Planeten am Werk befindlichen gšttlich vorangetriebenen Prozessen klar erkennen kann. Die durch die Vorsehung gebotenen vielfŠltigen Gelegenheiten, die Botschaft BahaÕuÕllahs suchenden Seelen zu Ÿbermitteln, schaffen fŸr den Bah‡Õ’-Lehrer Situationen voller Mšglichkeiten. Die Folgerungen fŸr die vor uns liegende Aufgabe sind ungeheuer ermutigend.

Unsere Hoffnungen kšnnen erfŸllt, unsere Ziele erreicht und unsere Mšglichkeiten des Fortschritts kšnnen verwirklicht werden, wenn wir unsere BemŸhungen auf das Hauptziel des Gšttlichen Planes in seiner gegenwŠrtigen Phase richten: einen bedeutenden Fortschritt beim Prozess des Beitritts in Scharen zu erreichen. Dieser Herausforderung kšnnen wir begegnen, indem wir uns geduldig und ausdauernd bemŸhen. Der Beitritt in Scharen liegt fŸr unsere Gemeinschaft in greifbarer NŠhe. Beharrlicher Glaube, Gebet, die Eingebungen der Seele, Gšttlicher Beistand - diese gehšren als wesentliche Bestandteile zu jeder Bah‡Õ’-Unternehmung. Um den Beitritt in Scharen zu erreichen, sind jedoch eine realistische Vorgehensweise und systematisches Handeln von gleicher Wichtigkeit. Auf diesem Weg gibt es keine AbkŸrzungen. Systematisches Vorgehen stellt sicher, dass die Handlungslinien folgerichtig sind und auf wohldurchdachten PlŠnen basieren. Allgemein gesagt, bedeutet es, in allem, was Bah‡Õ’-Dienst anbetrifft, methodisch vorzugehen, ob es sich um das Lehren oder die Administration, um individuelles oder gemeinschaftliches BemŸhen handelt. WŠhrend individuelle Initiative und SpontaneitŠt ihren Platz haben, legt doch die Notwendigkeit nahe, eine klaren Kopf zu behalten, methodisch, effizient, bestŠndig, ausgewogen und harmonisch zu sein. Systematisierung ist eine notwendige Funktionsweise, die von der Dringlichkeit zum Handeln beseelt ist.

Um eine systematische Entwicklung der Gemeinde sicherzustellen, besteht eine der Aufgaben der Bah‡Õ’-Institutionen darin, den Proze§ der Entwicklung von menschlichen Hilfsquellen zu organisieren und aufrecht zu erhalten, durch den Bah‡Õ’ - neue und altgediente in gleicher Weise - die Kenntnisse und FŠhigkeiten erwerben kšnnen, eine stŠndige Ausbreitung und Festigung der Gemeinde zu unterstŸtzen. Zu diesem Zweck ist die Errichtung von Bah‡Õ’-Instituten entscheidend, da sie Zentren sind, durch die eine gro§e Anzahl von Personen ihre FŠhigkeit, den Glauben zu lehren und zu verwalten, erwerben und verbessern kšnnen. Allein ihr Bestehen unterstreicht die Wichtigkeit, Wissen Ÿber den Glauben zu haben als eine Kraftquelle, um das Leben der Bah‡Õ’-Gemeinde und der sie bildenden Menschen anzuregen.

Die vorliegenden Fakten bestŠtigen, dass der Vier-Jahres-Plan dort funktioniert, wo ein systematisches Vorgehen verstanden und angewandt wird. Die gleichen Fakten zeigen auch, dass die Institutionen des Glauben in ihren vereinten BemŸhungen auf nationaler, regionaler und šrtlicher Ebene sich eindeutig an diese Bedingungen gehalten haben. Bei den einzelnen jedoch, auf denen der schlie§liche Erfolg des Planes beruht, ist dieses VerstŠndnis weniger ausgeprŠgt. Aus diesem Grunde mŸssen wir unseren MitglŠubigen gegenŸber betonen, wie wichtig dieses Erfordernis fŸr ihre persšnlichen BemŸhungen ist, um Erfolge beim Lehren und bei anderen Unternehmungen zu haben.

In dem Ma§e wie er von nationalen und šrtlichen Institutionen in Programme und Projekte umgesetzt wird, gibt der Plan u.a. die Richtung an, bezeichnet Ziele, regt zu BemŸhungen an und liefert eine Vielzahl von benštigten Gelegenheiten und Materialien, aus denen die Arbeit der Lehrer und Administratoren Nutzen ziehen kann. Das ist fŸr ein ordnungsgemŠ§es Funktionieren der Gemeinde natŸrlich notwendig, aber es bleibt ohne Folgen, wenn nicht die einzelnen Mitglieder durch eine aktive Beteiligung darauf reagieren. Indem er oder sie so reagiert, muss auch jeder einzelne eine bewusste Entscheidung treffen, was er oder sie im Dienst an dem Plan tun wird und wie, wo und wann dieses Tun erfolgen soll. Diese Entscheidung macht es dem einzelnen mšglich, den Fortschritt seines Tuns zu ŸberprŸfen und - falls nštig - die zu unternehmenden Schritte teilweise abzuwandeln. Wenn er sich an ein solches Verfahren des systematischen BemŸhens gewšhnt, verleiht jeder Bah‡Õ’ seinem Leben Bedeutung und ErfŸllung.

Der einzelne muss nicht nur auf den Aufruf der Institutionen reagieren, er ist darŸber hinaus von Bah‡ÕuÕll‡h Selbst mit der heiligen Pflicht betraut, Seine Sache zu lehren, was von Ihm als Ódie verdienstvollste aller TatenÓ bezeichnet wird. Solange es noch Seelen gibt, die der Erleuchtung bedŸrfen, bleibt diese Pflicht sicherlich die stŠndige BeschŠftigung jedes GlŠubigen. Was ihre ErfŸllung anbetrifft, so ist jeder einzelne direkt BahaÕuÕllah gegenŸber verantwortlich. ÓLasst ihn nichtÓ, rŠt Shoghi Effendi dringend, Óauf irgendwelche Anweisungen warten oder irgendeine Ermutigung von seiten der gewŠhlten Vertreter seiner Gemeinde erwarten, noch sollte er durch die Hindernisse abgeschreckt werden, die seine Verwandten oder MitbŸrger geneigt sein mšgen, ihm in den Weg zu legen, noch sollte er den Tadel seiner Kritiker oder Feinde beachten.Ó Die Schriften der Zentralgestalten und unseres HŸters sind Ÿberreich an RatschlŠgen und Ermahnungen, was die unersetzliche Rolle des einzelnen beim Fortschritt des Glauben betrifft. Es ist daher unvermeidlich, dass wir uns an diesem besonderen Zeitpunkt im Leben der gesamten Menschheit dazu gedrŠngt fŸhlen, an jedes einzelne Mitglied unserer Gemeinde zu appellieren und es zu bitten, die dringliche Situation zu bedenken, der wir uns alle als Helfer der Abh‡-Schšnheit gegenŸbersehen.

Es ist unser Schicksal, liebe BrŸder und Schwestern, dass wir bewusst an einem ungeheuren historischen Proze§ beteiligt sind, dergleichen noch nie von irgendeinem Volk erlebt wurde. Als eine Weltgemeinschaft haben wir bisher einen einzigartigen und gro§artigen Erfolg errungen, indem wir - dank der unschŠtzbaren Opfer von Leben, MŸhen und Wertvollem, die viele Tausende unserer geistigen Vorfahren willig dargebracht haben - das ganze Spektrum der Menschheit reprŠsentieren. Es gibt keine andere menschliche Vereinigung, die beanspruchen kann, ein System errichtet zu haben, das die FŠhigkeit unter Beweis gestellt hat, Gottes Kinder in einer weltumspannenden Ordnung zu vereinen. Diese Leistung verleiht uns nicht nur eine Position unvergleichlicher StŠrke, sondern legt uns auch eine unausweichliche Verantwortung auf. Hat nicht daher jeder von uns eine gšttliche Verpflichtung wahrzunehmen, eine heilige Pflicht zu erfŸllen gegenŸber jedem anderen, der sich des Rufes Gottes jŸngster Offenbarung noch nicht bewusst ist? Die Zeit bleibt nicht stehen und wartet nicht. In jeder verrinnenden Stunde ereilt eine neue Heimsuchung eine aufgewŸhlte Menschheit. Wagen wir es da zu zaudern?

In nur zwei Jahren geht der Vier-Jahres-Plan zu Ende, nur wenige Monate vor dem Abschluss eines unverge§lichen Jahrhunderts. Eine zweifache Begegnung mit dem Schicksal steht uns bevor. Indem Er das beispiellose Potential des 20. Jahrhunderts pries, bekrŠftigte der geliebte Meister, dass es auf ewig Spuren hinterlassen werde. Im Besitz einer solchen Vision mŸssen sich im Geist eines achtsamen AnhŠngers der Gesegneten Schšnheit zweifellos bange Fragen regen, welche Rolle er oder sie in diesen dahinschwindenden Jahren spielen wird und ob er oder sie am Ende dieser zukunftstrŠchtigen Zeit unter den dauerhaften Spuren, die der Meister vorhersah, ein Zeichen hinterlassen haben wird. Um einer die Seele befriedigenden Antwort sicher zu sein, ist vor allem eines nštig: handeln, jetzt handeln und bestŠndig handeln.

Wir beten innig an der Heiligen Schwelle fŸr uns alle, dass wir in allem was wir tun, um die dringlichen Ziele des Gšttlichen Planes in einem so schicksalstrŠchtigen Augenblick der Menschheitsgeschichte zu erfŸllen, gšttliche Hilfe und reiche BestŠtigung erhalten.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

Bah‡'’-Weltzentrum


Ridv‡n 1997 (154 BE)

An die Bah‡Õ’s der Welt

Innig geliebte Freunde!

Voll Freude und mit dankbaren Herzen begrŸ§en wir den begeisterten Widerhall, den der letzten Ridv‡n begonnene Vier-Jahres-Plan auf allen Kontinenten hervorgerufen hat.

Beratungen zwischen den Kontinentalen Beratern und den Nationalen Geistigen RŠten setzten einen ausgedehnten Planungsprozess in Gang, an dem auch Hilfsamtsmitglieder und šrtliche Geistige RŠte beteiligt waren. Durch diesen Prozess nahmen die nationalen und regionalen PlŠne Gestalt an. Aber diese weltumspannende Ma§nahme hat mehr bewirkt als nur unterschiedliche PlŠne fŸr die verschiedenen LŠnder hervorzubringen; sie hat auch der Beziehung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Armen der administrativen Ordnung Auftrieb gegeben, ein hšchst begrŸ§enswertes Vorzeichen fŸr die noch kommenden Siege.

Ein Zeichen fŸr die unmittelbare Auswirkung des Planes war die Geschwindigkeit, mit der wŠhrend der letzten zwšlf Monate Schritte zur Errichtung von fast 200 Bah‡Õ’-Instituten unternommen wurden. Viele von ihnen gingen weit Ÿber den Entwurf ihrer organisatorischen Abwicklung hinaus; sie funktionieren bereits und haben ihre ersten Kurse angeboten. DarŸber hinaus war eine Bewegung von Pionieren und Reiselehrern an der Heimatfront und auf dem internationalen Feld zu verzeichnen; einzelne schenkten der UnterstŸtzung von Lehrern der Sache erhšhte Aufmerksamkeit; Vorkehrungen wurden getroffen, um sicherzustellen, dass šrtliche Geistige RŠte nur am ersten Ridv‡n-Tag gebildet werden; es gab verstŠrkt BemŸhungen, regelmŠ§ige Andachten abzuhalten; und man war zunehmend bestrebt, die KŸnste bei der Lehrarbeit und den GemeindeaktivitŠten einzusetzen - in all diesen Bereichen war zu erkennen, dass die Freunde sich sehr deutlich der Wichtigkeit bewusst sind, sich auf die Erfordernisse des Hauptzieles des Planes zu konzentrieren, nŠmlich beachtliche Fortschritte beim Prozess des Beitritts in Scharen zu bewirken.

Auch dŸrfen wir nicht versŠumen, andere Entwicklungen wŠhrend des letzten Jahres anzuerkennen, die den gro§en Wert der vielfŠltigen BemŸhungen bestŠtigten, die unsere Weltgemeinde unternahm, und die Erfolge, die erreicht wurden. Hierzu gehšren, um nur einige zu nennen, der Erwerb der Wohnung im Hause Nr. 4 der Avenue de Camoens in Paris, in der der geliebte Meister, ÔAbduÕl-Bah‡ , wŠhrend seines historischen Besuches in jener Stadt wohnte; die besondere Sitzung des brasilianischen Abgeordnetenhauses in WŸrdigung des 75.Jahrestages der EinfŸhrung des Bah‡Õ’ Glaubens in jenem Lande - ein einzigartiger offizieller Anla§, bei dem auch ÔAmatuÕl-Bah‡ Rœh’yyih Kh‡num als Ehrengast anwesend war; der Start der Seite der Internationalen Bah‡'’-Gemeinde im World Wide Web im letzten Juli, die unter dem Namen "The Bah‡Õ’ World" bis auf die Erfordernisse des Hauptzieles des Planes zu konzentrieren, nŠmlich beachtliche Fortschritte beim Proze§ des Beitritts in Scharen zu bewirken.

Auch dŸrfen wir nicht versŠumen, andere Entwicklungen wŠhrend des letzten Jahres anzuerkennen, die den gro§en Wert der vielfŠltigen BemŸhungen bestŠtigten, die unsere Weltgemeinde unternahm, und die Erfolge, die erreicht wurden. Hierzu gehšren, um nur einige zu nennen, der Erwerb der Wohnung im Hause Nr. 4 der Avenue de Camoens in Paris, in der der geliebte Meister, ÔAbduÕl-Bah‡, wŠhrend seines historischen Besuches in jener Stadt wohnte; die besondere Sitzung des brasilianischen Abgeordnetenhauses in WŸrdigung des 75.Jahrestages der EinfŸhrung des Bah‡Õ’ Glaubens in jenem Lande - ein einzigartiger offizieller Anlass, bei dem auch ÔAmatuÕl-Bah‡ Rœh’yyih Kh‡num als Ehrengast anwesend war; der Start der Seite der Internationalen Bah‡'’-Gemeinde im World Wide Web im letzten Juli, die unter dem Namen "The Bah‡Õ’ World" bis heute mehr als 50.000 mal in 90 LŠndern und Territorien genutzt wurde, was im Durchschnitt etwa 200 mal pro Tag bedeutet.

Ebenso herausragend wie diese Errungenschaften verlaufen die Bauprojekte am Berge Karmel weiterhin mit ŸberwŠltigendem Schwung, wobei die Fertigstellung der Marmorarkaden am Zentrum fŸr das Studium der Texte, die Errichtung der siebten Etage des Internationalen Lehrzentrums und das fortschreitende Sichtbarwerden der weitreichenden Gestalt der Terrassen am Schrein des B‡b besondere Hšhepunkte bilden. In diesem Zusammenhang muss auch die teilweise Absenkung jenes Abschnitt der šffentlichen Durchgangsstra§e genannt werden, Ÿber den der Terrassenverlauf fŸhren soll, sowie der Erwerb und die anschlie§ende Abtragung de GebŠudes am Fu§e des Berges das als letztes Hindernis Ÿberwunden werden musste, und die Vollendung der unteren Terrassen zu ermšglichen Ÿber die der prŠchtige Pfad sich bis zum Heiligen GebŠude und darŸber hinaus bis zum Kamm des Berge Gottes erhebt.

FŸr den hier beschriebenen Fortschritt war es auch von entscheidende Bedeutung, dass das Spendenausma§ fŸr die Projekte am Bogen des Karmel, womit das Ziel des letzten Jahres erreicht wurde, auch weiterhin beibehalten werden konnten. Es ist offensichtlich dass die diesbezŸglichen finanzielle Anforderungen mit ununterbrochenen Heldenmut von Armen und Reichen erfŸllt werden und dies in den verbleibenden Jahren weiter aufrechterhalten werden muss. Gleichzeitig jedoch sollten - ebenso energisch und anhaltend - parallele Anstrengungen von den RŠten und Freunden in der ganzen Welt gemeinsam unternommen werden, um den ernsten Erfordernissen des Internationalen Bah‡'’-Fonds zu entsprechen.

Bestimmt wird ein solch vielversprechender Anfang des Vier-Jahres-Planes, wie wir ihn erlebt haben, den Herzen der Mitglieder unserer Weltgemeinschaft Vertrauen einflš§en, dass sie vollends dafŸr gerŸstet sind, um den Anforderungen gerecht zu werden, die in den Botschaften zu Beginn des Planes umrissen und in den von den jeweiligen RŠten verabschiedeten PlŠnen ausgefŸhrt sind. Ein weiterer und besonders geschŠtzter Antrieb zu Beginn des zweiten Jahres besteht darin, dass die UmstŠnde an diesem Ridv‡n die berechtigt sein werden, auf Wiedererrichtung des Nationalen Geistigen Rates von Ruanda ermšglicht haben. Dieser Sieg Ÿber die Krise erhšht die Zahl der Nationalen Geistigen RŠte, die am nŠchsten Ridv‡n bei der achten Internationalen Bah‡Õ’-Tagung am Bah‡Õ’-Weltzentrum wahlberechtigt sein werden, auf 175. Wir hoffen instŠndig, dass dann zur Halbzeit des Planes die Baha'i-Welt bei der Vervielfachung der menschlichen Hilfsquellen, dem Reifeprozess der Geistigen RŠte und der Entwicklung der šrtlichen Gemeinden einen gro§en Sprung nach vorne getan haben wird!

Die Gelegenheit, die sich in der kurzen Zeitspanne bis zum Ende des Jahrhunderts bietet, ist Ÿber alle Ma§en kostbar. Nur ein vereintes und anhaltendes BemŸhen seitens der Freunde Ÿberall, den Prozess des Beitritts in Scharen voranzutreiben, kann solch einem historischen Augenblick gerecht werden. Auf jeder Institution, auf jedem Mitglied einer Gemeinde, die ihrem von Gott verhei§endem Schicksal zustrebt, liegt eine gro§e und unausweichliche Verantwortung. Da der Zeitraum, in dem sehr viel erreicht werden muss, nur kurz ist, darf keine Zeit vergeudet, keine Gelegenheit ausgelassen werden. Seien Sie dessen gewiss, liebe Freunde, dass die Heerscharen des Kšnigreiches Abh‡ bereit stehen, um zur UnterstŸtzung eines jeden Menschen herbeizueilen, der sich erhebt, um seinen Anteil am Dienst fŸr das sich entfaltende geistige Drama dieser bedeutungsvollen Tage beizutragen.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit




Ridv‡n 1996 (153 BE)

An die Bah‡Õ’s der Welt

Innig geliebte Freunde,

Mit vor Dankbarkeit zur Gesegneten Schšnheit Ÿberflie§enden Herzen erkennen wir die Ÿberreichen Zeichen Seiner Gnade wŠhrend des Drei-Jahres-Planes, der mit dem diesjŠhrigen Ridv‡n-Fest zu Ende geht. Der belebende Geist des Heiligen Jahres, der dem Beginn des Planes zu Ridv‡n 1993 den Schwung gab, durchzog diese Zeit der konzentrierten Anstrengungen und verlieh unserer Weltgemeinde grš§ere Festigkeit, Spannkraft, Reife und Zuversicht als je zuvor. Gleichzeitig ist das Ansehen der Gemeinde stark gestiegen. Wenn dieser Plan auch nicht mit einer dramatischen zahlenmŠ§igen Ausbreitung endet, gleichwohl es in einigen LŠndern eine beachtliche Zunahme an Mitgliedern gab, so ist das Ergebnis doch eine mit neuen QualitŠten bereicherte Gemeinde, eine Gemeinde, die darauf vorbereitet ist, die unmittelbar vor uns liegenden Aussichten auf den Fortschritt des Glaubens voll auszuschšpfen.

Die gro§artige Entwicklung der Projekte am Berge Karmel fallen unter den messbaren Leistungen dieser Zeit besonders ins Auge. Trotz zahlreicher Schwierigkeiten wurden die in unserer Botschaft zum Drei-Jahres-Plan vorhergesehenen Errungenschaften gŠnzlich erreicht. Alle Phasen des Baus sind eingeleitet. Der Rohbau des Zentrums zum Studium der Texte und der Erweiterung des Internationalen ArchivgebŠudes wurde errichtet, die Arbeiten an diesen GebŠuden sind bis zur Inangriffnahme des Innenausbaus und der Fassadenarbeiten fortgeschritten. Die Errichtung des stŠndigen Sitzes des Internationalen Lehrzentrums, dem dritten im Bau befindlichen GebŠude am Bogen, macht schnelle Fortschritte. Sieben Terrassen unterhalb des Schreines des B‡b sind vollendet und lassen schon den sich abzeichnenden Strahlenglanz vom Fu§ bis zum Gipfel von Gottes Heiligem Berg erkennen. Eine aufmerksame …ffentlichkeit ist beeindruckt von der Schšnheit, die sich wie ein Teppich Ÿber den Hang des Berges ausbreitet.

Die greifbare RealitŠt des Fortschritts, der bisher so wunderbar verwirklicht wurde, ist Beweis einer noch grš§eren Errungenschaft, nŠmlich die vereinte Zielrichtung, die in der gesamten globalen Gemeinde bei der Verfolgung dieser gigantischen gemeinsamen Unternehmung erreicht wurde. Das Ausma§ des hervorgerufenen Interesses und der UnterstŸtzung hat seinen Ausdruck in einem nie dagewesenen Zustrom von BeitrŠgen gefunden, die einen Grad an Opferbereitschaft widerspiegeln, der wiederum von der Beschaffenheit des Glaubens sowie der Gro§zŸgigkeit des Herzens der Liebenden Bah‡ÕuÕll‡hs auf dem ganzen Erdball Zeugnis ablegt. Dass die BeitrŠge fŸr die Projekte am Berg Karmel das Drei-Jahres-Ziel von 74 Millionen US-Dollar erreicht haben, ist eine zweite messbare und au§ergewšhnliche Leistung, die zuversichtlich macht, dass die notwendige finanzielle UnterstŸtzung fŸr diese Projekte bis zu deren Fertigstellung am Ende des Jahrhunderts andauern wird.

Die Zeichen des Fortschritts waren in den vergangenen drei Jahren in weiten und vielfŠltigen Bereichen offenkundig. Die bemerkenswerten BemŸhungen um die Ausbreitung und Festigung der Gemeinde, die vermehrten Unternehmungen im Bereich der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung und ein beispielloser Vorsto§ auf dem Gebiet der …ffentlichkeitsarbeit und Au§enbeziehungen ergeben das Bild einer Gemeinde, die mit neuen FŠhigkeiten begabt ist.

Neue Lehrmethoden

Auf dem Feld des Lehrens gab es eine allgemeine Zunahme der AktivitŠten, was sich in der Bildung zwšlf neuer Nationaler Geistiger RŠte im Verlauf des Planes und im Anstieg der Pionier- und ReiselehrertŠtigkeit zeigte. In vielen LŠndern waren die GlŠubigen entflammt von der neuen Herangehensweise, die in dem wŠhrend des Planes veršffentlichten Pionieraufruf vorgeschlagen wurde. Die Zahl der Pioniere aus und in verschiedene LŠnder war hoch, und es gab eine wahre Flut von Reiselehrern, die sowohl im Heimatland wie auch im Ausland tŠtig waren. Systematische AnsŠtze zu gemeinsamen LehraktivitŠten und gezielt konzipierten langfristigen Lehrprojekten zeigten FrŸchte und lie§en sich deutlicher als je zuvor in vielen LŠndern erkennen. Die Energie und KreativitŠt, die die verschiedenen Entwicklungen in der Ausbreitung und Festigung begleiteten, ist in hohem Ma§e auf den vom Internationalen Lehrzentrum bewiesenen Unternehmungsgeist zurŸckzufŸhren. Seine stŠndige Anleitung und Ermutigung der Kontinentalen BeraterŠmter; seine Empfehlung neuer Methoden fŸr die Aussendung von Pionieren, wie sie vom Universalen Haus der Gerechtigkeit in seinem in den ersten Monaten des Planes veršffentlichten Pionieraufruf bestŠtigt wurden, und seine regelmŠ§ige UnterstŸtzung der ihrer Obhut unterstellten Kontinentalen PionierausschŸsse; seine unermŸdliche Aufmerksamkeit auf den Bedarf an Erziehung und Vertiefung in der Gemeinde, die in seinem Austausch und seiner Arbeit mit Beratern zum Ausdruck kam, wenn es darum ging, in Lehrprojekte auch Vertiefungsprogramme fŸr neuerklŠrte GlŠubige einzufŸgen, Kurse und Arbeitsgruppen fŸr die Heranbildung verschiedener FŠhigkeiten zu entwickeln, Lehrer fŸr Kinder auszubilden und die Zahl der Kinderklassen zu erhšhen; seine Ermutigung von BemŸhungen, Fortbildungsinstitute in verschiedenen Teilen der Welt zu errichten - all das hat widerhallende Ergebnisse gezeitigt. Besondere Anerkennung muss dem Lehrzentrum auch fŸr den Einfluss gezollt werden, den es Ÿber die Berater auf die EinfŸhrung von Basis-Literaturprogrammen in immer mehr LŠndern ausŸbte. Durch solche Programme wurden einige fŸr die Verbreitung des Glaubens und die Vertiefung der GlŠubigen wesentliche Titel ausgewŠhlt, in gro§er Zahl gedruckt und zu ermŠ§igten Preisen verfŸgbar gemacht. Der au§ergewšhnliche Fortschritt in der Entwicklung dieser so wichtigen, am Weltzentrum wirkenden Institution war deutlich spŸrbar bei der Beraterkonferenz im vergangenen Dezember, die den Kurs fŸr die Arbeit dieser hochrangigen AmtstrŠger des Glaubens in den unmittelbar vor uns liegenden Jahren absteckte.

Eine bedeutsame Entwicklung ist darin zu sehen, dass die einheimischen GlŠubigen in verstŠrktem Ma§e die Verantwortung fŸr die Lehr- und Vertiefungsarbeit in ihren LŠndern Ÿbernahmen. In sehr unruhigen Gebieten wie Angola, Kambodscha, Liberia und Sierra Leone errangen die Freunde wichtige Siege, entweder bei den LehraktivitŠten, die zu etlichen ErklŠrungen fŸhrten, oder bei der Errichtung und Wiedererrichtung von Bah‡Õ’-RŠten sowie beim Aufbau und der WeiterfŸhrung von Entwicklungsprojekten. In Gegenden, wo Nationale Geistige RŠte erst kŸrzlich gebildet wurden, wie in den LŠndern des ehemaligen Ostblocks, haben die Freunde ein bewundernswertes Vermšgen bewiesen, die Angelegenheiten des Glaubens zu verwalten. Ein Glanzpunkt dieser Zeit war die plštzliche Steigerung der Tatkraft, des Muts und der KreativitŠt der Bah‡Õ’-Gemeinden auf Inseln in der ganzen Welt. Die TŠtigkeitsbereiche waren weit gefŠchert und umfassten das Heranziehen von ortsansŠssigen Lehrern, die Ausbildung und Aussendung von mehreren Dutzend Reiselehrern zu benachbarten Inseln, die Eršffnung von Grundschulen, die vielfŠltigen Gelegenheiten fŸr die Proklamation des Glaubens wie auch die TrŠgerschaft von Veranstaltungen, an denen hochrangige Beamte und Einflussreiche Persšnlichkeiten teilnahmen. Dass in den vergangenen Jahren Staats- und RegierungsoberhŠupter von Inselstaaten das Bah‡Õ’-Weltzentrum besucht haben, ist ein Anzeichen fŸr die lebhaften AktivitŠten der GlŠubigen in diesen kleinen, Ÿber die sieben Meere verstreuten LŠndern. Betrachtet man die genannten Beispiele fŸr die Einstellung und BemŸhungen der Freunde in unterschiedlichen Umfeldern, dann bezeugen sie alle eine verstŠrkte Hingabe an die Lehrarbeit, eine wachsende Reife und flexible BestŠndigkeit. Das spiegelt die Glaubenstiefe wider, die Bah‡Õ’ aus verschiedstenen Volksgruppen bewegt.

Der Beitrag der Jugend

Im Einklang mit diesen Beobachtungen stehen die hervorragenden BeitrŠge der Jugend zur Verbreitung und Festigung. Ihre AktivitŠten haben in der Drei-Jahres-Periode neue Dimensionen erreicht. Von Jugendkonferenzen und anderen, ihre Interessen berŸcksichtigenden ZusammenkŸnften angetrieben, hat die Jugend in der ganzen Welt ungeheure Mengen an Zeit, Energie und Eifer fŸr die Lehrarbeit als Reiselehrer innerhalb und au§erhalb ihrer LŠnder und als Teams in gemeinsamen Lehrprojekten eingesetzt, wodurch sie Hunderte von NeuerklŠrungen und die Bildung von vielen šrtlichen Geistigen RŠten bewirkte. Mit Hilfe der Musik und der KŸnste die Sache zu proklamieren und zu lehren zeichnete ihre Anstrengungen in vielen Orten aus. Die Ausbreitung von Tanz und Theaterworkshops war besonders wirkungsvoll. Die Beteiligung der Jugend bei den Au§enbeziehungen und Verbindungen zu anderen Gruppen hat dem Glauben auf diesem Gebiet neue Mšglichkeiten eršffnet. Die Verpflichtung zu einem Jahr des Dienstes hat sich weiter verbreitet. Gleichzeitig hat die Zahl der Jugendlichen merklich zugenommen, die eine berufliche Ausbildung abschlossen und akademische, fachliche und berufliche Auszeichnung erlangten. All das sind Anzeichen dafŸr, dass die Jugend im direktem Dienst am Glauben mehr tut, wŠhrend sie gleichzeitig ihren Teil zur allgemeinen Entwicklung der Gesellschaft beitrŠgt.

Zeichen fŸr die Konsolidierung der Gemeinde lie§en sich auch darin erkennen, dass die Freunde sich stŠrker an sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen beteiligten, besonders auf dem Gebiet der Erziehung. In einem herausragenden Fall hat eine Regierung die Bah‡Õ’ gebeten, die Verantwortung fŸr die Leitung von sieben Grundschulen zu Ÿbernehmen. Sie taten das auch mit der UnterstŸtzung des BŸros fŸr soziale und wirtschaftliche Entwicklung am Weltzentrum. Beachtenswert ist auch, dass in Afrika Bah‡Õ’-Gemeinden, die wegen politischer Unruhen in ihrem Heimatland im Exil leben, weiterhin landwirtschaftliche und andere Projekte entwickeln, die ihnen weitgehende wirtschaftliche UnabhŠngigkeit sichern. BemŸhungen, die Stellung der Frauen zu verbessern, gewinnen in einer Reihe von LŠndern an Schwung, wo die Bah‡Õ’-Institutionen, zusŠtzlich zu der Beteiligung von Bah‡Õ’ an Projekten, die von anderen Organisationen gefšrdert werden, eigene AusschŸsse und BŸros einrichteten, um die Interessen der Frauen wahrzunehmen. Als Symbol dieses Aufschwungs ist das BŸro fŸr die Fšrderung der Frauen der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde eingerichtet worden.

In einigen LŠndern gab es auch eine beachtliche Beteiligung der Bah‡Õ’ an offiziell gefšrderten Programmen zur Hebung des Gesundheitszustands. In anderen FŠllen haben Bah‡Õ’ selbst solche Programme angeregt und durchgefŸhrt. Die Arbeit im Bereich der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung ermšglichte auch die dauerhafte Errichtung und Konsolidierung von grš§eren Projekte und Organisationen. Drei Pilotprojekte setzten den ersten Schritt in einer Alphabetisierungskampagne, die das BŸro fŸr soziale und wirtschaftliche Entwicklung Ÿber die ganze Welt auszudehnen beabsichtigt. Die GrŸndung und das Betreiben von Entwicklungsprojekten durch Bah‡Õ’ fŸhrten auch zu einer Proklamation des Glaubens, indem sie die Beteiligung der Bevšlkerung und das Interesse der Massenmedien erweckten.

Ein Vorsto§ in der …ffentlichkeitsarbeit und bei den Au§enbeziehungen, der alle zuvor verzeichneten Erfolge in einem vergleichbaren Zeitabschnitt Ÿbertrifft, hat der Proklamation des Glaubens gro§en Auftrieb gegeben. Gewaltige Anstrengungen Ÿberall in der Welt fŸhrten dazu, dass der Glaube viel stŠrker ins Blickfeld trat als je zuvor und verhalfen der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde zu einem entsprechend hšheren Ansehen. In gro§en ZŸgen kann man den Fortschritt daran erkennen, dass gro§e und kleine Bah‡Õ’-Gemeinden wie selbstverstŠndlich šffentliche Veranstaltungen unterstŸtzten oder an ihnen teilnahmen, dass die Bah‡Õ’ als eine gesellschaftliche Kraft von Regierungsstellen und Nicht-Regierungs-Organisationen sowie von prominenten Persšnlichkeiten anerkannt wurden und leichten Zugang zu den Medien hatten. Die Berichterstattung Ÿber Bah‡Õ’-Veranstaltungen und -Interessen in der Presse und den elektronischen Kommunikationsmedien Ÿbertraf bei weitem alle Erwartungen.

Unter den AktivitŠten in der ganzen Welt ragen einige besondere Entwicklungen heraus: die HŠufigkeit, mit der hohe Beamte Bah‡Õ’ zur Teilnahme an Veranstaltungen und Projekten einluden oder sie um Hilfe baten; die erfolgreichen Initiativen von Bah‡Õ’ bei der Beeinflussung von Regierungsma§nahmen; die Einrichtung von Bah‡Õ’-Studienprogrammen und Kursen an Bildungseinrichtungen und UniversitŠten und die EinfŸhrung von Unterrichtsmaterial durch šffentliche Schulen; der Einsatz der KŸnste durch Bah‡Õ’-Institutionen, Gruppen und einzelne bei Proklamationsveranstaltungen.

Im Laufe des Jahres 1995 verdeutlichten zwei bedeutende UN-Ereignisse das sich beschleunigende Aufkeimen der Einheit im Denken bei Weltunternehmungen, was wiederum die Aufmerksamkeit und Beteiligung der Bah‡Õ’-Gemeinde beanspruchte. Zuerst waren am Weltgipfel fŸr Sozialentwicklung im MŠrz in Kopenhagen 250 Freunde aus mehr als 40 LŠndern beteiligt, die beeindruckende Anstrengungen unternahmen, um die Teilnehmer des Gipfels und des dazugehšrigen Forums mit den Lehren bekanntzumachen. Bei dieser Gelegenheit wurde das vom BŸro fŸr …ffentlichkeitsarbeit der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde erarbeitete Statement "Entwicklungsperspektiven fŸr die Menschheit" zum ersten Mal verteilt und diskutiert. FolgeaktivitŠten Ÿberall in der Welt waren Konferenzen und Seminare sowie die Verteilung des Statements. Sodann zogen die Vierte Weltfrauenkonferenz in Beijing im September und das parallel verlaufende NRO-Forum zusŠtzlich zur offiziellen Delegation der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde Ÿber 500 Bah‡Õ’ aus aller Welt an. Im selben Jahr veranlasste der 50. Jahrestag der GrŸndung der Vereinten Nationen das BŸro der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde bei den UN, eine Stellungnahme "Wendezeit fŸr die Nationen" herauszugeben und zu verteilen, die VorschlŠge fŸr die Weiterentwicklung der Weltorganisation enthŠlt.

Mehr …ffentlichkeitsarbeit

Zwei Ereignisse sind besonders hervorzuheben, bei denen ÔAmatuÕl-Bah‡ Rœh’yyih Kh‡num in herausragender Weise beteiligt war. Im vergangenen Herbst leitete sie eine Delegation von vier offiziellen Bah‡Õ’-Vertretern beim Gipfeltreffen der "Alliance between Religions and Conservation", die unter der Schirmherrschaft Seiner Kšniglichen Hoheit Prinz Philip stand und auf Schloss Windsor stattfand. Im Oktober trat Rœh’yyih Kh‡num als Hauptrednerin beim Vierten Internationalen Dialog zum †bergang zur Weltgesellschaft auf, der unter der Schirmherrschaft der UNESCO (der Internationalen Organisation fŸr Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen) vom Bah‡Õ’-Lehrstuhl fŸr Weltfrieden und dem Fachbereich Geschichte der UniversitŠt von Maryland veranstaltet wurde.

Nicht unerwŠhnt bleiben sollten manch andere bedeutsame Kennzeichen des besprochenen Zeitraums. So wurde eine Ausgabe des Kit‡b-i-Aqdas in der Originalsprache Arabisch veršffentlicht, erstmals mit Anmerkungen in Persisch, die den Text wie in der englischen Ausgabe ergŠnzen. Das Gesetz der Huququ'llah ist tiefer in den Herzen der GlŠubigen in der ganzen Welt verwurzelt. WŠhrend des letzten Jahres des Planes hat der TreuhŠnder der HuqœqÕull‡h, die Hand der Sache Gottes 'Ali-Muhammad Varq‡, seinen Wohnsitz in das Heilige Land verlegt. Dieser wichtige Schritt bedeutet auch, dass alle drei HŠnde der Sache Gottes ÔAmatuÕl-Bah‡ Rœh’yyih Kh‡num , 'Ali-Akbar Furœtan und Dr. Varq‡ - nun am Weltzentrum wohnen und Pilgern, Besuchern und den in Haifa dienenden Freunden Inspiration vermitteln.

Vor diesem Hintergrund ermutigender Entwicklungen begeben wir uns nun zum diesjŠhrigen Ridvan in einen Vier-Jahres-Plan, der uns bis Ridv‡n 2000 begleiten wird. Ernsthaft und liebevoll rufen wir unsere BrŸder und Schwestern in allen LŠndern auf, mit uns gemeinsam Anstrengungen in Gang zu setzen, die den Generationen des nahenden 21. Jahrhunderts eine Ÿberreiche und dauerhafte Erbschaft sichern.

Der Vier-Jahres-Plan hat ein Hauptziel: einen bedeutenden Fortschritt beim Proze§ des Beitritts in Scharen. Wie wir schon bei anderer Gelegenheit feststellten, soll solch ein Fortschritt durch eine deutliche Steigerung bei den AktivitŠten und der Entwicklung des einzelnen GlŠubigen, der Institutionen und der šrtlichen Gemeinde erreicht werden.

Die Gemeinde muss grš§er werden

Die Ausdrucksweise "Fortschritt beim Prozess des Beitritts in Scharen" enthŠlt die Vorstellung, dass die gegenwŠrtigen UmstŠnde es erfordern und die bestehenden Gelegenheiten es auch zulassen, dass die Bah‡Õ’-Weltgemeinde sich in bedeutendem Ma§e nachhaltig vergrš§ert; dass dieser Aufschwung angesichts der Weltsituation nštig ist; dass die drei beim Aufbau der Ordnung Bah‡ÕuÕll‡hs Beteiligten - der einzelne, die Institutionen und die Gemeinde - ein solches Wachstum fšrdern kšnnen, indem sie zunŠchst geistig und innerlich eine solche Mšglichkeit akzeptieren und dann darauf hinarbeiten, eine gro§e Anzahl neuer GlŠubiger aufzunehmen und dabei die Mittel fŸr die Sicherstellung ihrer geistigen und administrativen Schulung und Entwicklung in die Wege zu leiten. Dadurch wird die Zahl der kenntnisreichen, aktiven GlŠubigen - sowohl im Bereich des Lehrens als auch in der Administration - vervielfacht, deren engagierte Teilnahme an der Arbeit des Glaubens wieder den stŠndigen Zustrom neuer AnhŠnger, einen stŠndigen Zustrom neuer AnhŠnger, eine ununterbrochene Entfaltung von Bah‡Õ’-RŠten und eine stete Festigung der Gemeinde gewŠhrleisten wird.

DarŸber hinaus bedeutet das Bewirken des Fortschritts des Prozesses, dass jener Proze§ bereits im Gange ist und dass šrtliche und nationale Gemeinden sich dabei in unterschiedlichen Phasen befinden. Alle Gemeinden stehen nun vor der Aufgabe, Schritte zu unternehmen und sich nachhaltig zu bemŸhen, um ein Ausma§ an Ausbreitung und Festigung zu erreichen, das ihren Mšglichkeiten entspricht. Der einzelne und die Institutionen, obgleich sie in unterschiedlichen Bereichen tŠtig sind, werden aufgerufen, sich zu erheben und den Erfordernissen dieser kritischen Zeit im Leben unserer Gemeinde und in den Geschicken der Menschheit gerecht zu werden.

Die Rolle des einzelnen ist bei der Arbeit des Glaubens von einzigartiger Wichtigkeit. Es ist der einzelne, der die Lebendigkeit des Glaubens zum Ausdruck bringt, von der wiederum der Erfolg bei der Lehrarbeit und die Entwicklung der Gemeinde abhŠngen. Bah‡ÕuÕll‡hs Gebot an jeden GlŠubigen, Seine Sache zu lehren, erlegt eine unausweichliche Verantwortung auf, die nicht auf irgendeine Institution des Glaubens Ÿbertragen oder von dieser Ÿbernommen werden kann. Nur der einzelne kann das Potential hierfŸr freisetzen wie etwa die FŠhigkeit, Initiative zu ergreifen, Gelegenheiten wahrzunehmen, Freundschaften zu schlie§en, persšnlich mit anderen in Kontakt zu treten, Beziehungen aufzubauen, die Zusammenarbeit anderer im gemeinsamen Dienst am Glauben und an der Gesellschaft zu gewinnen und die von den beratenden Kšrperschaften getroffenen Entscheidungen in die Tat umzusetzen. Es ist die Pflicht des einzelnen, "sorgfŠltig jeden Weg der AnnŠherung in Betracht zu ziehen, den er bei seinen persšnlichen Versuchen nutzen mšchte, um bei jenen, die er in die schŸtzende Obhut seines Glaubens einreihen mšchte, Aufmerksamkeit zu erwecken, das Interesse wachzuhalten und ihren Glauben zu vertiefen."1)

Um diese FŠhigkeiten voll zu nutzen, bezieht der einzelne Kraft aus seiner Liebe zu Bah‡ÕuÕll‡h, aus der Macht des Bundes, aus der Dynamik des Gebets, der aus dem regelmŠ§igen Lesen und Studieren der Heiligen Texte abgeleiteten Inspiration und Erziehung und der auf seine Seele einwirkenden verŠndernden KrŠfte bei seinem BemŸhen, sich gemŠ§ den gšttlichen Gesetzen und Prinzipien zu verhalten. Da er mit der Pflicht betraut ist, die Sache zu lehren, wird er darŸber hinaus mit der FŠhigkeit begabt, die von Bah‡ÕuÕll‡h verhei§enen besonderen Segnungen anzuziehen. "Wer an diesem Tage seine Lippen šffnet und den Namen seines Herrn erwŠhnt, auf den werden die Scharen gšttlicher Eingebung aus dem Himmel Meines Namens, der Allwissende, der Allweise, herabkommen. Zu ihm wird auch die Versammlung der Hšhe herabsteigen, und jeder aus ihr wird einen Kelch reinen Lichtes vorantragen."2)

Individuelle Initiativen nštig

Shoghi Effendi hat die absolute Notwendigkeit individueller Initiative und Tat unterstrichen. Er erklŠrte, dass ohne die UnterstŸtzung durch den einzelnen, die "gleichzeitig aus ganzem Herzen, ausdauernd und gro§zŸgig" sein soll, jede Ma§nahme und jeder Plan des Nationalen Geistigen Rates "zum Scheitern verurteilt", die Absicht des Gšttlichen Planes des Meisters "behindert" seien. †berdies wird die "stŸtzende Kraft Bah‡ÕuÕll‡hs Selbst jedem einzelnen vorenthalten werden, wenn er auf lange Sicht versŠumt, sich zu erheben und seine Rolle zu spielen."3) Daher ist der Kernpunkt jedes zu erzielenden Fortschritts der einzelne GlŠubige, der Ÿber die Macht des Handelns verfŸgt, die auch nur er durch seine eigene Initiative und ausdauernde Tat freisetzen kann. Was nun das GefŸhl der UnzulŠnglichkeit betrifft, die manchmal die individuelle Initiative hemmt, so vermittelt ein in seinem Auftrag geschriebener Brief den Rat des HŸters: "Sie erwŠhnen besonders den Mangel an Mut und Initiative seitens der GlŠubigen und ein GefŸhl der Minderwertigkeit, was sie am šffentlichen Reden hindert. Es sind genau diese SchwŠchen, von denen er wŸnscht, dass die Freunde sie Ÿberwinden, denn sie lŠhmen nicht nur ihre Anstrengungen, sondern bewirken sogar, dass die Flamme des Glaubens in ihren Herzen erstickt wird. Nicht ehe die Freunde sich dessen bewusst werden, dass jeder von ihnen fŠhig ist, die Botschaft seinem eigenen Ma§ entsprechend zu Ÿberbringen, kšnnen sie je hoffen, die ihnen von einem liebenden und weisen Meister gesteckten Ziele zu erreichen.... Jeder ist ein potentieller Lehrer. Man muss nur von dem Gebrauch machen, was Gott einem gegeben hat, und sich so Seines Vertrauens wŸrdig erweisen."4)

Was die Institutionen anbelangt, so wird der Beitritt in Scharen auf sie ebenso Auswirkungen haben wie sie umgekehrt auf ihn. Die Entfaltung der šrtlichen und Nationalen Bah‡Õ’-RŠte erfordert jetzt eine neue Geisteshaltung seitens ihrer Mitglieder wie auch seitens derer, die sie wŠhlen, denn die Bah‡Õ’-Gemeinde befindet sich in einem enormen historischen Prozess, der jetzt in eine entscheidende Phase tritt. Bah‡ÕuÕll‡h hat der Welt Institutionen gegeben, die in einer neuen Ordnung tŠtig sein sollen, die dazu bestimmt ist, die KrŠfte einer neuen Kultur zu kanalisieren. Fortschritte in Richtung auf die Verwirklichung dieses gro§artigen Zieles erfordern eine bedeutende und fortlaufende Ausdehnung der Bah‡Õ’-Gemeinde, so dass ein angemessener Entwicklungsraum fŸr den Reifeprozess dieser Institutionen zur VerfŸgung steht. Diese Angelegenheit ist von unmittelbarer Wichtigkeit fŸr die erklŠrten AnhŠnger Bah‡ÕuÕll‡hs in allen LŠndern.

Damit eine solche Ausdehnung angeregt und dann auch verkraftet wird, mŸssen sich Geistige RŠte auf ein neues Niveau erheben, um ihre Verantwortung als KanŠle der gšttlichen FŸhrung, Planer der Lehrarbeit, Entwickler der menschlichen FŠhigkeiten, Erbauer von Gemeinden und liebevolle Hirten der Menschen wahrzunehmen. Sie kšnnen diese Mšglichkeiten dadurch verwirklichen, dass sie die FŠhigkeit ihrer Mitglieder verbessern, gemeinsam gemŠ§ den Prinzipien ihres Glaubens Rat zu halten und mit den Freunden in ihrem Amtsbereich zu beraten, dass sie den Geist des Dienstes fšrdern, dass sie spontan rnit den Kontinentalen Beratern und ihren HilfsŠmtern zusammenarbeiten, und dass sie ihre Au§enbeziehungen pflegen. Der Fortschritt in der Entfaltung der Institutionen muss sich vor allem darin zeigen, dass sich die Zahl der Orte vervielfacht, in denen die Funktionsweise der Geistigen RŠte die FŠhigkeit des einzelnen GlŠubigen, dem Glauben zu dienen, erhšht und einmŸtiges Handeln fšrdert. Mit einem Wort, der Reifegrad des Geistigen Rates sollte nicht nur daran gemessen werden, wie regelmŠ§ig er zu Sitzungen zusammenkommt und wie effizient er funktioniert, sondern auch an der bestŠndig wachsenden Bah‡Õ’-Mitgliederzahl, der EffektivitŠt der Wechselbeziehung zwischen dem Rat und den Mitgliedern seiner Gemeinde, der QualitŠt des geistigen und sozialen Lebens der Gemeinde und der allgemeinen Lebendigkeit der Gemeinde beim Prozess einer dynamischen, stŠndig fortschreitenden Entwicklung.

IdentitŠt der Gemeinde

Die Gemeinde ihrerseits gewinnt - gesondert vom einzelnen und den Institutionen betrachtet - einen eigenen Charakter und eine eigene IdentitŠt, wŠhrend sie an Grš§e zunimmt. Dies ist eine notwendige Entwicklung, die besondere Aufmerksamkeit verlangt, sowohl im Hinblick auf Gegenden, wo NeuerklŠrungen in gro§em Ma§e stattgefunden haben, wie auch in Erwartung und Vorbereitung auf sich zahlreicher ereignende FŠlle von Beitritt in Scharen. Eine Gemeinde ist natŸrlich mehr als nur die Summe ihrer Mitglieder; sie ist eine umfassende Einheit der menschlichen Gesellschaft, die sich aus einzelnen, Familien und Institutionen zusammensetzt, die mit einer gemeinsamen Absicht zum Wohl der Menschen innerhalb und au§erhalb ihrer eigenen Grenzen zusammenarbeiten; sie besteht aus einer Vielfalt von interagierenden Teilnehmern, die in einer stŠndigen Suche nach geistigem und sozialem Fortschritt eine Einheit herstellen. Da die Bah‡Õ’ Ÿberall erst am Beginn des Prozesses der Gemeindebildung stehen, mŸssen auf diese vordringliche Aufgabe enorme Anstrengungen verwendet werden.

In einer frŸheren Botschaft haben wir schon darauf hingewiesen, dass das AufblŸhen der Gemeinde vor allem auf šrtlicher Ebene eine entscheidende Verbesserung der Verhaltensweisen erfordert: jener Verhaltensweisen, durch die der kollektive Ausdruck der Tugenden der einzelnen Mitglieder und die Funktionsweise der Geistigen RŠte sich in der Einheit und Freundschaft innerhalb der Gemeinde und in der Dynamik ihrer AktivitŠten und ihres Wachstums zeigen. Das erfordert die Integration der sie bildenden Elemente - Erwachsene, Jugendliche, Kinder - in geistige, soziale, erzieherische und administrative AktivitŠten und ihre Beteiligung an šrtlichen Lehr- und EntwicklungsplŠnen. Dazu gehšren ein kollektiver Wille und die Ausrichtung auf das Ziel, den Geistigen Rat durch jŠhrliche Wahlen fortbestehen zu lassen. Es schlie§t die AusŸbung gemeinsamer Andachten ein. Daher ist es fŸr das geistige Leben der Gemeinde wesentlich, dass die Freunde regelmŠ§ige Andachtsversammlungen abhalten, in šrtlichen Bah‡Õ’-Zentren - dort, wo sie zur VerfŸgung stehen - oder anderswo, die Wohnungen der Freunde inbegriffen.

GrŸndung von Instituten

Um die Mšglichkeiten der Ausbreitung und Festigung umzusetzen, die der Beitritt in Scharen mit sich bringt, muss eine entschlossene weltweite Anstrengung zur Entwicklung von menschlichen FŠhigkeiten unternommen werden. Das BemŸhen einzelner, in ihren HŠusern Studienkreise zu leiten, gelegentliche Vertiefungskurse durch die Institutionen sowie die informellen AktivitŠten der Gemeinde sind, obgleich wichtig, nicht ausreichend fŸr die Erziehung und Schulung einer sich rasch ausbreitenden Gemeinde. Daher ist es hšchst wichtig, systematisch neue Methoden zu entwickeln, eine gro§e Zahl von GlŠubigen in den Grundwahrheiten des Glaubens zu unterrichten und sie auszubilden und ihnen zu helfen, dem Glauben mit den ihnen von Gott verliehenen FŠhigkeiten zu dienen. Es sollten daher ohne Verzug stŠndige Institute mit dem Ziel errichtet werden, nach einem regelmŠ§igen Zeitplan gut organisierte, streng methodisch gefŸhrte Ausbildungsprogramme anzubieten. Das Institut muss natŸrlich Ÿber RŠumlichkeiten verfŸgen kšnnen, ohne jedoch unbedingt ein eigenes GebŠude zu haben.

Diese Angelegenheit erfordert eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Kontinentalen Beratern und den Nationalen Geistigen RŠten. Der Erfolg dieser Fortbildungs-Institute wird nŠmlich in einem sehr gro§en Ma§e von der aktiven Beteiligung der Kontinentalen Berater und der Hilfsamtsmitglieder an der DurchfŸhrung dieser Institute abhŠngen. Insbesondere wird nštig sein, dass die Hilfsamtsmitglieder in einer engen Arbeitsbeziehung zu den Instituten und natŸrlich zu den šrtlichen Geistigen RŠten stehen, deren Gemeinden Nutzen aus den Programmen ziehen werden. Da die Institute als Studienzentren zu betrachten sind und da sie ihrem Wesen nach mit der Verantwortung der Hilfsamtsmitglieder auf dem Gebiet der Bildung und Erziehung Ÿbereinstimmen und diesen den Wirkungskreis fŸr die AusŸbung ihrer Verantwortung bieten, sollte die enge Beteiligung - dieser AmtstrŠger des Glaubens an der Arbeit der Institute ein Teil ihrer sich ausweitenden Funktionen werden. FŸr die Entwicklung und Umsetzung der Instituts-Programme wird es auch entscheidend sein, auf die Talente und FŠhigkeiten von immer mehr Freunden zurŸckzugreifen.

Da der Ausdruck "Institut" in der Bah‡Õ’-Gemeinde in verschiedener Weise gebraucht wird, bedarf es einer Klarstellung. Die nŠchsten vier Jahre stellen eine au§ergewšhnliche Zeitspanne in der Geschichte des Glaubens dar, einen Wendepunkt epochalen Ausma§es. Was die Freunde in der ganzen Welt jetzt tun sollten, ist, sich selbst, ihre materiellen Mittel, ihre FŠhigkeiten und ihre Zeit fŸr die Entwicklung eines Netzwerkes an Fortbildungs-Instituten einzubringen. Diese Zentren der Bah‡Õ’-Studien werden auf ein sehr praktisches Ergebnis zielen, nŠmlich das Heranziehen einer gro§en Zahl von GlŠubigen, die darin ausgebildet sind, den Proze§ des Beitritts in Scharen wirksam und liebevoll zu fšrdern und zu erleichtern.

"Sammelt euere KrŠfte fŸr die Verbreitung des Glaubens Gottes, " hat Bah‡ÕuÕll‡h Seine Diener angewiesen und hinzugefŸgt, "Wer immer einer so hohen Berufung wŸrdig ist, der mache sich auf, den Glauben zu fšrdern. Wer dies nicht vermag, hat die Pflicht, jemanden zu bestimmen, der statt seiner diese Offenbarung verkŸndet..."5) Ebenso wie man jemanden bestimmen kann, an der eigenen Stelle zu lehren, indem man die Ausgaben eines Pioniers oder Reiselehrers deckt, so kann man auch einen Lehrer an ein Institut abordnen, der dann natŸrlich ein Lehrer von Lehrern ist. Dazu kann man zweckbestimmte BeitrŠge an den Kontinentalen Bah‡Õ’-Fonds ebenso wie an die šrtlichen, nationalen und internationalen Fonds leisten.

Die Rolle der KŸnste

Bei all ihren BemŸhungen, das Ziel des Vier-Jahres-Planes zu erreichen, bitten wir die Freunde auch, dem Einsatz der KŸnste stŠrkere Aufmerksamkeit zu schenken, nicht nur im Rahmen der Proklamation, sondern auch bei der Verbreitung und Festigung. Die graphischen und darstellenden KŸnste und die Literatur haben bei der Ausweitung des Einflusses des Glaubens eine wichtige Rolle gespielt und kšnnen es auch weiterhin tun. Auf der Ebene der Volkskunst kann dieser Mšglichkeit in allen Teilen der Welt, ob in Dšrfern oder StŠdten, nachgegangen werden. Shoghi Effendi setzte hohe Erwartungen in die KŸnste als ein Mittel, Aufmerksamkeit auf die Lehren zu ziehen. Ein in seinem Auftrag an einen einzelnen GlŠubigen geschriebener Brief vermittelt die Ansicht des HŸters: "Es wird die Zeit kommen, da der Glaube sich wie ein Lauffeuer verbreiten wird, da sein Geist und seine Lehren auf der BŸhne oder in der Kunst und Literatur als ganzes dargestellt werden wird. Die Kunst kann besser solche edlen GefŸhle wecken als kalte, rationale ErklŠrungen, besonders unter der Masse der Bevšlkerung."6)

WŠhrend die Freunde und die Institutionen ihre Anstrengungen Ÿberall darauf richten, den Erfordernissen des Planes zu entsprechen, wird die Arbeit an den gro§en Projekten am Berge Karmel fortgefŸhrt bis zu ihrer am Ende des Jahrhunderts erhofften Vollendung. Mit dem Ende des Planes zu Ridv‡n 2000 werden das Zentrum zum Studium der Texte und die Erweiterung des Archivs funktionsfŠhig sein; das GebŠude des Internationalen Lehrzentrums wird bis zur Abschlussphase vorangeschritten sein. Der Abschnitt der šffentlichen Stra§e, die den Verlauf der Terrassen oberhalb des Schreines des B‡b unterbricht, wird abgesenkt und eine breite VerbindungsbrŸcke mit ihren eigenen GŠrten gebaut worden sein; fŸnf der oberen Terrassen werden ebenfalls vollendet sein. Die verbleibenden vier oberen Terrassen und die zwei am Fu§e des Berges werden sich in einem fortgeschrittenen Bauzustand befinden. Ebenso werden andere besondere BemŸhungen am Weltzentrum fortgesetzt. Aufmerksamkeit wird dabei solchen Angelegenheiten geschenkt wie der allgemeinen Anwendung weiterer Gesetze des Kit‡b-i-Aqdas, der Vorbereitung eines neuen Bandes von ausgewŠhlten Schriften Bah‡ÕuÕll‡hs in Englisch, der weiteren Entwicklung der Aufgaben des Internationalen Lehrzentrums und der Erkundung von Ma§nahmen, wie man die Zahl der Pilger und Besucher am Weltzentrum erhšhen kann.

Die Bah‡Õ’-Weltgemeinschaft wird ihre BemŸhungen sowohl im Bereich der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung als auch der …ffentlichkeitsarbeit und Au§enbeziehungen ausdehnen und die direkte Zusammenarbeit mit jenen KrŠften fortsetzen, die zur Errichtung von Ordnung in der Welt fŸhren. Das BŸro fŸr wirtschaftliche und soziale Entwicklung wird durch Verbesserung seiner KoordinationsfŠhigkeiten und im Rahmen seiner Mittel und Mšglichkeiten dabei mithelfen, auf dem in Hunderten von Entwicklungsprojekten in aller Welt erreichten Fortschritt aufzubauen. Auf der BŸhne der …ffentlichkeitsarbeit und Au§enbeziehungen werden sich die Anstrengungen darauf richten, die Prozesse in Richtung Weltfrieden zu beeinflussen, insbesondere durch die Beteiligung der Gemeinde an der Fšrderung der Menschenrechte, der Stellung der Frauen, des weltweiten Wohlstands und der moralischen Entwicklung. Indem es diese Themen verfolgt, wird das BŸro der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde bei den Vereinten Nationen nach Wegen suchen, um die Bande zwischen den Bah‡Õ’ und den Vereinten Nationen zu festigen. Ebenso wird das BŸro fŸr …ffentlichkeitsarbeit die Bah‡Õ’-Institutionen dabei unterstŸtzen, diese Themen fŸr eine umfassendere Proklamation des Glaubens zu nutzen. Die Verteidigung der Rechte der Bah‡Õ’ im Iran und zunehmende Anstrengungen zur Befreiung des Glaubens in jenem Land und anderen LŠndern, in denen er verboten ist, werden einen wesentlichen Teil unserer Beziehungen mit Regierungen und Nicht-Regierungsorganisationen ausmachen. In all diesen Aspekten sind die Bah‡Õ’-Freunde und Institutionen dringend aufgefordert, sich der Wichtigkeit von AktivitŠten im Bereich der …ffentlichkeitsarbeit und der Au§enbeziehungen klar bewusst zu sein und ihnen erneut Aufmerksamkeit zu widmen.

Die Bildung von zwei Nationalen Geistigen RŠten zu diesem Ridvan verleiht dem Vier-Jahres-Plan einen gŸnstigen Anfang. Wir sind hocherfreut anzukŸndigen, dass unsere beiden Vertreter bei den ersten Nationaltagungen die Hand der Sache Gottes ÔAmatuÕl-Bah‡ Rœh’yyih Kh‡num in Moldavien und Fred Schechter, Berater am Internationalen Lehrzentrum, in Sao Tome und Principe sein werden. Bedauerlicherweise kšnnen die Nationalen Geistigen RŠte von Burundi und Ruanda aufgrund von UmstŠnden, die sich ihrer Kontrolle všllig entziehen, dieses Jahr nicht wieder gewŠhlt werden. Die Anzahl dieser Institutionen wird demzufolge weltweit weiterhin 174 betragen.

Ausblick auf das neue Jahrtausend

Ridv‡n 2000, der Zeitpunkt, an dem der Vier-Jahres-Plan beendet wird, befindet sich Monate vor dem Ende des zwanzigsten Jahrhunderts. In jenem Augenblick wird die Bah‡Õ’-Welt in dankbarer Anerkennung auf die au§erordentlichen Entwicklungen und die erstaunlichen Errungenschaften zurŸckblicken, welche die Annalen der Sache Bah‡ÕuÕll‡hs wŠhrend dieses ereignisreichen Zeitraums ausgezeichnet haben werden - eines Zeitraums, der von ÔAbduÕl-Bah‡ als "Jahrhundert des Lichtes"7) bezeichnet wurde. Eine der bedeutendsten Leistungen, die dann bewundert werden mŸssen, wird die Vollendung der Projekte am Berg Karmel sein, die zusammen mit den anderen GebŠuden auf jenem heiligen Berg als ein Denkmal fŸr den Fortschritt stehen werden, den die administrative Ordnung zu jenem Zeitpunkt im Gestaltenden Zeitalter erlangt haben wird. Der Hšhepunkt einer solchen WŸrdigung wird, so Gott will, eine Gro§veranstaltung am Weltzentrum sein, mit der die Vollendung der GebŠude des Bogens und die Eršffnung der Terrassen des Schreines des B‡b fŸr die …ffentlichkeit begangen werden sollen.

Geliebte Freunde, wir beginnen diesen Plan inmitten der Unruhe einer Zeit des sich beschleunigenden †bergangs. Der durch die Wucht der Offenbarung Bah‡ÕuÕll‡hs hervorgerufene Zwillingsprozess schreitet rasch voran, wobei er eine Dynamik annimmt, die, in den Worten Shoghi Effendis, "jene MŠchte, die das Antlitz unseres Planeten umgestalten, zu einem Hšhepunkt fŸhren (wird)".8) Der eine ist ein Prozess der Integration, der andere ist zerrŸttend. Aus der "umfassenden GŠrung", die durch diese Prozesse verursacht wird, geht der Frieden schrittweise hervor, wodurch die einigenden Auswirkungen eines wachsenden Bewusstseins von WeltbŸrgertum offenkundig werden.

Im Hinblick auf dieses Ziel waren die jŸngsten Entwicklungen in der Welt paradoxerweise zugleich schockierend und beruhigend. Einerseits erzeugt die Unordnung in den menschlichen Angelegenheiten ein tŠgliches Ma§ des Schreckens, welches die Sinne betŠubt, andererseits unternehmen die FŸhrer der Welt oft gemeinsame Aktionen, die dem Bah‡Õ’-Beobachter eine Tendenz hin zu einer gemeinsamen AnnŠherung der Nationen an eine Lšsung fŸr die Probleme der Welt anzeigen. Bedenken Sie zum Beispiel die ungewšhnliche HŠufung von weltweiten AnlŠssen, zu denen sich diese FŸhrer seit dem Heiligen Jahr vor vier Jahren versammelt haben, wie zur Feier des fŸnfzigsten Jahrestages der Vereinten Nationen, auf der die teilnehmenden StaatsoberhŠupter und Regierungschefs ihre Verpflichtung zum Weltfrieden erklŠrt haben. ErwŠhnenswert sind auch die Bereitwilligkeit und die SpontaneitŠt, mit der diese Regierungschefs als Antwort auf eine Reihe von Krisen in verschiedenen Teilen der Welt gemeinsam gehandelt haben. Solche Tendenzen fallen mit dem aus aufgeklŠrten Kreisen stŠrker werdenden Ruf zusammen, der Mšglichkeit, zu einer Art globalen Regierungsform zu finden, Beachtung zu schenken. DŸrfen wir nicht in diesen sich rasch entwickelnden Ereignissen das Walten der Hand der Vorsehung sehen, ja, den eigentlichen Vorboten fŸr das in unseren Schriften vorhergesagte gewaltige Ereignis?

Obgleich die Errichtung des Geringeren Friedens nicht von irgendeinem Plan oder einer Aktion der Bah‡Õ’ abhŠngig ist und nicht das letzte Ziel darstellt, das der Menschheit im Goldenen Zeitalter zu erreichen bestimmt ist, liegt auf unserer Gemeinde doch die Verantwortung, den Prozessen in Richtung auf jenen Frieden den geistigen Impuls zu verleihen. Genau jetzt ist es nštig, dass wir unsere BemŸhungen beim Aufbau des Bah‡Õ’-Systems so intensivieren, dass wir die BestŠtigungen Bah‡ÕuÕll‡hs anziehen und somit eine geistige AtmosphŠre schaffen, die zu einer Beschleunigung dieser Prozesse fŸhren wird. Vor uns liegen zwei entscheidende Herausforderungen: Die eine besteht darin, eine Lehrkampagne in Gang zu setzen, an der die ganze Gemeinde begeistert, systematisch und persšnlich teilnimmt und bei der die Aktivierung eines umfassenden Fortbildungsprogramms sicherstellt, dass menschliches Potential in reichem Ma§e entwickelt wird. Die zweite ist die Fertigstellung der Bauprojekte am Berge Karmel, fŸr die jedes nur erdenkliche Opfer gebracht werden muss, um einen freigebigen Fluss materieller Mittel bereitzustellen. Wenn wir diese zwei Brennpunkte entschlossen anpeilen, werden Bedingungen geschaffen, die dazu fŸhren, dass sich aufgestaute KrŠfte freisetzen, die einen Wandel in der Ausrichtung der menschlichen Angelegenheiten auf dem ganzen Planeten herbeifŸhren werden.

Die Opposition wird kommen

Wie kurz der Weg zum Frieden auch sein mag, er wird verschlungen sein. Wie verhei§ungsvoll das erwartete Ereignis auch sein mag, das seinen Kurs bestimmen wird, er muss in einer langen Entwicklungszeit reifen, und dazu gehšren PrŸfungen, RŸckschlŠge und Konflikte bis zu dem Augenblick, da er unter dem direkten Einfluss des gšttlichen Glaubens als der Grš§te Friede in Erscheinung tritt. Inzwischen werden die Menschen Ÿberall sich der Verzweiflung und Verwirrung gegenŸbersehen, ehe es ihnen gelingt, den stattfindenden †bergang zu wŸrdigen. Wir, die wir von der neuen Offenbarung erleuchtet sind, haben das Heilige Wort, das uns Zuversicht gibt, einen Gšttlichen Plan zu unserer FŸhrung, eine Geschichte voller Heldenmut zu unserer Ermutigung. Wir wollen daher Mut fassen, nicht nur aus dem Wort, das wir hochhalten, sondern auch aus den Heldentaten und Opfern, die auch heute noch hell aus jenem Lande leuchten, in dem unsere Religion geboren wurde.

Siebzehn Jahre lang haben unsere verfolgten GlaubensbrŸder und -schwestern im Iran eine Glaubenstreue und einen Mut gezeigt, die eine unermessliche Proklamation des Glaubens bewirkten und ihn aus der Verborgenheit zwangen. Hierin liegt in unseren eigenen Tagen der lebendige Beweis fŸr die gewaltigen KrŠfte von Krise und Sieg. So Gott will, wird es nicht zu lange dauern, bis unsere iranischen MitglŠubigen von dem Joch erlšst werden, das sie tragen, und dann zu einem ruhmreichen, wunderbaren Sieg gefŸhrt werden, wie nur die Gesegnete Schšnheit ihn verleihen kann. Ihre Erfahrung ist ein Zeichen und ein Beispiel fŸr uns alle, wo immer wir auch leben; denn schlie§lich, so hat es uns der Meister gesagt, wird die Opposition ihr Haupt auf allen Kontinenten erheben. Zwar mag sie von Ort zu Ort unterschiedlich sein, intensiv wird sie jedoch gewiss sein. Aber dank der stŠrkenden Gnade Bah‡ÕuÕll‡hs und der demonstrierten Standhaftigkeit jener edlen Freunde werden wir wissen, wie man den Speeren des Feindes ohne Furcht standhŠlt. Der Herr der Heerscharen hat wahrlich versprochen, sein Volk zu einem ŸberwŠltigenden und entscheidenden Triumph zu fŸhren.

Da die Menschheit von den verheerenden Auswirkungen einer au§er Kontrolle geratenen Zivilisation geschŸttelt und gequŠlt wird, Lasst uns unseren Verstand und unsere Herzen auf die vor uns liegenden gšttlichen Aufgaben richten. Denn inmitten dieses Aufruhrs wird es Ÿberreichlich Gelegenheiten geben, die ausgeschšpft werden mŸssen, "um das Wissen um die erlšsende Macht des Glaubens Bah‡ÕuÕll‡hs nah und fern zu verbreiten und frische StreitkrŠfte fŸr das stŠndig wachsende Heer Seiner Gefolgschaft zu gewinnen."9) Dieser Plan, dem wir uns jetzt verschrieben haben, ist zu einem der kritischsten Momente im Leben des Planeten aufgestellt worden. Er soll unsere Gemeinde darauf vorbereiten, die sich beschleunigenden VerŠnderungen zu meistern, die sich in der Welt um uns vollziehen, und die Gemeinde in die Lage versetzen, sowohl der Wucht der damit verbundenen PrŸfungen und Herausforderungen zu widerstehen als auch ein funktionierendes Modell deutlicher sichtbar zu machen, dem sich die Welt um Hilfe suchend und als Beispiel in den Nachwehen eines tumultartigen †bergangs zuwenden kann. Auf diese Weise nimmt dieser Plan eine besondere Stelle im Zeitplan der Bah‡Õ’ und der Weltgeschichte ein. Jene unter uns, die fŸr die Vision des Glaubens empfŠnglich sind, genie§en das besondere Vorrecht, bewusst an BemŸhungen beteiligt zu sein, die dazu bestimmt sind, solche Prozesse anzuregen und schlie§lich voranzutreiben.

Mšgen Sie alle sich erheben und die Aufgaben dieses entscheidenden Augenblickes in Angriff nehmen. Mšge jeder von Ihnen einer kurzen Zeitspanne, die voller Mšglichkeiten und Hoffnungen fŸr die Menschheit steckt, sein oder ihr Siegel aufdrŸcken. Rufen Sie sich stets den Ratschlag Shoghi Effendis, der uns unfehlbar leitet, ins GedŠchtnis, auf dass Sie nicht von den drastischen Ereignissen dieser †bergangszeit abgelenkt und ŸbermŠ§ig beunruhigt werden: "Es ist nicht an uns, die wir winzige Sterbliche sind, in einem so kritischen Abschnitt der langen, buntbewegten Menschheitsgeschichte zu versuchen, zu einem genauen und befriedigenden VerstŠndnis der Schritte zu gelangen, welche eine blutende Menschheit, die ihren Gott erbŠrmlich vergessen und Bah‡ÕuÕll‡h nicht beachtet hat, nach und nach von ihrem Golgatha zu ihrer endlichen Auferstehung fŸhren....Wie verwirrt der Schauplatz, wie trŸbe der gegenwŠrtige Ausblick, wie engbegrenzt die uns verfŸgbaren Hilfsmittel auch seien, unser ist die Pflicht, heiter, vertrauensvoll und unaufhšrlich zu arbeiten und, auf welche Weise auch immer die UmstŠnde uns dazu befŠhigen mšgen, unseren Anteil zu geben fŸr das Wirken der KrŠfte, die, von Bah‡ÕuÕll‡h geleitet und gelenkt, die Menschheit aus dem Tal des Elends und der Schmach auf die erhabensten Hšhen der Macht und Herrlichkeit fŸhren."10)

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

1) ÒThe Advent of Divine JusticeÓ (Wilmette: Bah‡Õ’-Publishing Trust, 1990) p. 51 2) €hrenlese aus den Schriften Bah‡ÕuÕll‡hs, Nr. 129 3) ÒCitadel of Faith: Messages to America 1947-1957Ó pp. 130-131 4) Aus einem Brief, geschrieben im Namen Shoghi Effendis vom 1.9.1933 an einen einzelnen GlŠubigen 5) €hrenlese Kap. 96 6) Aus einem Brief, geschrieben im Namen Shoghi Effendis vom 10.10.1932 an einen einzelnen GlŠubigen 7) Selections from the Writings of ÔAbduÕl-Bah‡ p. 32 8) ÒThe World Order of Bah‡ÕuÕll‡h: Selected Letters (Wilmette: Bah‡Õ’ Publishing Trust 1990) p. 48 9) ÒDas Kommen Gšttlicher Gerechtigkeit S.48 amerik. Ausgabe 1990 10) ÒDer Verhei§ene Tag ist gekommenÓ S.124 amerik. Ausgabe 1980

(Die †berschriften und Zitatangaben fehlen in der Originalausgabe)


Ridv‡n 1995 (153 BE)

An die AnhŠnger Bah‡ÕuÕll‡hs in Europa

Innig geliebte Freunde,

Vor 43 Jahren, als sich die europŠischen Bah‡Õ’ auf der Stockholm-Konferenz versammelten, die der geliebte HŸter zum Auftakt des gro§en Zehnjahres-Kreuzzuges auf Ihrem Kontinent einberufen hatte, gab es drei Nationale Geistige RŠte - den der Britischen Inseln, den von Deutschland und …sterreich sowie den von Italien und der Schweiz - au§erdem einige sich langsam entwickelnde šrtliche Gemeinden in anderen LŠndern Westeuropas. Im Osten, der durch politische Barrieren abgeschottet war, existierten winzige †berreste von Gemeinden, die in frŸheren Jahren errichtet worden waren, und in der benachbarten TŸrkei mŸhte sich eine kleine nationale Gemeinde. Und als die europŠischen GlŠubigen der damaligen Zeit die ehrfurchtgebietenden Aufgaben betrachteten, die vor ihnen lagen, hšrten sie die Worte des HŸters, der die historische Bedeutung jenes Kontinents erlŠuterte, in dem sie die Institutionen von Bah‡ÕuÕll‡hs embryonaler Weltordnung aufbauen sollten:

"Ein Kontinent, der solch eine zentrale und strategische Position fŸr den ganzen Planeten einnimmt, so reichhaltig und ereignisreich in seiner Geschichte, so vielfŠltig in seinen Kulturen, aus dessen Boden die Hellenische als auch die Ršmische Kultur entsprang, die treibende Kraft einer Kultur, der Bah‡ÕuÕll‡h Selbst in einigen ihrer GrundzŸge Anerkennung gezollt hat, an dessen sŸdlichen KŸsten das Christentum erstmals eine Heimat fand, auf dessen šstlichen Wegen die mŠchtigen KrŠfte des Kreuzes und des Halbmondes so oft aufeinander stie§en, auf dessen sŸdwestlichem AuslŠufer die schšnsten FrŸchte einer sich schnell entwickelnden islamischen Kultur reiften, in dessen Herzen das Licht der Reformation so hell schien, dass deren Strahlen auch die entlegensten Regionen des Globus erreichten ..."

Dieser Ihr Kontinent, dessen Boden durch die Fu§spuren Bah‡ÕuÕll‡hs gesegnet wurde, der zweimal von ÔAbduÕl-Bah‡ auf Seinen epochalen Reisen nach der Befreiung aus der Gefangenschaft besucht wurde, dessen Reisende und Gelehrte sich schon frŸh dem heraufdŠmmernden Licht von Bah‡ÕuÕll‡hs Offenbarung šffneten, von dem aus zwei Regierungen wŠhrend des heroischen Zeitalters dem Glauben eine helfende Hand darboten und dessen Nationen in jŸngsten Jahren so erfolgreich zur Verteidigung der verfolgten Bah‡Õ’ im Iran interveniert haben, hat reichlich die FŠhigkeit seiner Bewohner demonstriert, sich unter dem Banner der Sache Gottes zu versammeln, sobald ihre Herzen berŸhrt werden und ihr Verstand fŸr seine Botschaft geweckt wird.

Im Laufe dieser 43 Jahre haben die europŠischen Bah‡Õ’-Gemeinden gro§e VitalitŠt gezeigt. Die Zahl der Nationalen Geistigen RŠte hat sich auf 34 erhšht, die auf dem ganzen Kontinent verteilt sind, und die - wie im Falle von Russland - riesige Gebiete umfassen und bis an den Pazifischen Ozean reichen. Durch europŠische Pioniere wurden fŸr den Glauben in Afrika, im Pazifik, der Karibik und auf Gršnland gro§e Siege errungen. Ihre Institutionen haben sich im Bereich der …ffentlichkeitsarbeit hervorgetan. Ihre Gemeinden weisen hervorragende Gelehrte im Glauben, Musiker, KŸnstler, Wissenschaftler und Freunde auf, die sich um die Anwendung der Bah‡Õ’-Lehren im GeschŠfts- und Wirtschaftsbereich bemŸhen. Sie haben besondere Anstrengungen unternommen, die Frauen zu fšrdern und das Familienleben zu stŠrken. Der EuropŠische Jugendrat ist Mittelpunkt und Quelle fŸr die Stimulation der Jugend in allen Teilen Europas geworden, und wird ergŠnzt durch ein Netz von nationalen und šrtlichen JugendausschŸssen, die eng zusammenarbeiten und von ihren Nationalen und šrtlichen Geistigen RŠten unterstŸtzt werden. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir auf diese Errungenschaften aufbauen, indem wir alle unsere Anstrengungen auf das wesentliche Ziel konzentrieren, die Botschaft Bah‡ÕuÕll‡hs einer geistig ausgehungerten Bevšlkerung zu Ÿberbringen.

Die erste Aufgabe Ihrer Nationalen Geistigen RŠte sofort nach Ridv‡n wird es sein, Land fŸr Land und in Beratung mit den Mitgliedern des Berateramts die Details des Vier-Jahres-Planes zu formulieren. Die Beteiligung der šrtlichen Geistigen RŠte und einzelner GlŠubiger im Ausarbeiten ihrer eigenen šrtlichen PlŠne und in der Ausrichtung auf klar zu formulierende Handlungsvorgaben wird fŸr die erfolgreiche ErfŸllung der hohen Ziele in diesem Stadium der Umsetzung des Gšttlichen Planes von ÔAbduÕl-Bah‡ unverzichtbar sein.

Europa ist ein Kontinent voller Vielfalt, und jeder Ihrer Nationalen RŠte wird sorgfŠltig die erforderlichen Prozesse und Leistungen erforschen mŸssen, die fŸr die Entwicklung der Sache Gottes in ihrem Gebiet in den kommenden vier Jahren notwendig sind. Die augenblickliche Situation seiner Gemeinde, das Gebiet, in dem er arbeitet und Bereiche potentieller Zusammenarbeit mit anderen Bah‡Õ’-Gemeinden mŸssen berŸcksichtigt werden. Besondere Aufmerksarnkeit sollte der offiziellen Anerkennung in den LŠndern, in denen die Institutionen des Glaubens noch nicht rechtlich anerkannt sind, gewidmet werden, au§erdem der Errichtung von Nationalen Geistigen RŠten in bestimmten unabhŠngigen Gebieten und auf wichtigen Inseln - wie beispielsweise den Faršer Inseln -, die dies noch nicht erreicht haben. Es gibt jedoch bestimmte Elemente einer noch weiter reichenden Vision, die berŸcksichtigt werden mŸssen, da sie auf einzelne LŠnder, auf LŠndergruppen und ganze Kontinente zutreffen.

Es gibt Gebiete, die dringend Pioniere und Reiselehrer benštigen; man denke beispielsweise an die Arbeit mit den Sami und anderen Všlkern der Arktis und subarktischen Regionen, nšrdlich bis nach Spitzbergen hinaufreichend. Wir denken an die Bedeutung des Lehrens des Glaubens auf den Mittelmeerinseln, den Atlantikinseln und den Nordseeinseln; die Wichtigkeit der Roma fŸr den ganzen Kontinent, die eine gro§e Aufnahmebereitschaft fŸr die Botschaft Bah‡ÕuÕll‡hs zeigen; die Chance fŸr die europŠischen Bah‡Õ’-Gemeinden, das heilsame Wesen der Lehren in Bezug auf Minderheiten aller Art zu demonstrieren; die besonderen Aufgaben, die der geliebte HŸter als Bestimmung ausgewŠhlter Gemeinden beschrieben hat, und ihre Verantwortung in fernen LŠndern, in denen ihre Sprachen gesprochen werden; die Konsequenzen des Fortschritts des Glaubens in Italien, wo sich "das Herz und die Hochburg der leitenden, der altehrwŸrdigsten und mŠchtigsten Kirche des Christentums" befindet; die Notwendigkeit, die Zahl von Bah‡Õ’-Zentren in den riesigen Gebieten der Ukraine und des europŠischen Teils von Ru§land zu erhšhen; und darŸber hinaus die besondere Verantwortung und Herausforderung der Bah‡Õ’-Gemeinde der Russischen Fšderation, deren grš§ter Teil in Asien liegt, und die sowohl von der Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden in Zentral-, SŸd- und Ostasien profitieren muss als auch von der mit Alaska, Kanada und den Vereinigten Staaten. Das sind nur einige Beispiele fŸr die Herausforderungen, denen Sie in den kommenden Jahren gegenŸberstehen.

Das zentrale Ziel des Vier-Jahres-Planes, ein bedeutender Fortschritt im Prozess des Beitritts in Scharen, ist fŸr Europa von besonderer Bedeutung. Sie sollten keine Befangenheit und Vorbehalte haben - es ist ein Proze§, der in allen Teilen Europas voranschreiten kann, im Westen und im Osten. Sie sollten alle erkennen, dass der Beitritt in Scharen eine unumgŠngliche Entwicklungsstufe fŸr die Sache ist. Die Merkmale dieser Entwicklung sind in der Zusammenstellung zu diesem Thema beschrieben worden. Daraus wird offensichtlich, dass das beabsichtigte Ergebnis - ein anhaltender Beitritt in Scharen - durch eine blo§e Abfolge von sporadischen, unkoordinierten Anstrengungen - wie enthusiastisch auch immer - nicht zustandekommen kann. Vertrauen; Einheit in der Vision; systematische, realistische und dennoch kŸhne Planung; Akzeptanz der Tatsache, dass man Fehler machen wird, und der Wille, aus diesen Fehlern zu lernen; und - Ÿber allem - Vertrauen auf die FŸhrung und stŸtzenden BestŠtigungen Bah‡ÕuÕll‡hs werden den Fortschritt dieses Prozesses beschleunigen.

Die Einrichtung von Fortbildungs-Instituten in verschiedenen Orten wird im Vier-Jahres-Plan betont, denn die derzeitigen Methoden - so wertvoll sie in sich auch sein mšgen - sind nicht angemessen, um den Herausforderungen dieses neuen Wachstumsstadiums der Sache zu begegnen. Die Gestalt und Struktur der Institute mŸssen den jeweiligen Bedingungen des Landes und der Region angepasst werden. Es ist klar, dass die Form eines Instituts in Europa nicht mit der eines in den lŠndlichen Gebieten Indiens identisch sein kann. Ihre Hauptfunktion jedoch ist dieselbe. Sie sind dazu da, die Festigung einer Bah‡Õ’-IdentitŠt der Teilnehmer zu fšrdern: die BefŠhigung, die Welt und ihren Zustand eher aus dem Blickwinkel der Lehren zu sehen als aus Sicht der eigenen NationalitŠt oder vor dem jeweiligen Nicht-Bah‡Õ’-Hintergrund. Sie werden dabei helfen, in jedem Teilnehmer eine tiefe Liebe zu Bah‡ÕuÕll‡h zu entwickeln, ein gutes VerstŠndnis Seiner wesentlichen Lehren und das Bewusstsein fŸr die Wichtigkeit der Entwicklung des geistigen Lebens fŸr jedes Individuum durch Gebet, Meditation und Versenkung in die Heiligen Schriften fšrdern. Sie werden auch solch praktische Dinge enthalten wie das Lehren des Glaubens, denn es gibt zu viele, die aus Mangel an Vertrauen in ihre diesbezŸglichen FŠhigkeiten zšgern, die Botschaft weiterzugeben. Die Wandlung, die eine solche Vertiefung im Glauben hervorruft, wird sicherlich die Herzen der einzelnen Freunde dafŸr entflammen, die Botschaft mit allen sie umgebenden Menschen zu teilen, und dies ist die Saat fŸr den Erfolg beim Lehren. Jene, die an einem Institut teilgenommen haben, kšnnen den anderen Bah‡Õ’ sowohl den neuen als auch den langjŠhrigen - helfen, ihr Potential fŸr das Lehren zu entwickeln, und somit der Sache, in der jeder GlŠubige ein Lehrer ist, eine zunehmende Zahl aktiver Mitarbeiter zufŸhren.

Das Lehren der Sache durch die Freunde in Europa muss an Umfang zunehmen, es muss in der Bandbreite vielfŠltig, spontan und individuell auf der einen Seite und konzentriert, vereint und einander unterstŸtzend auf der anderen Seite sein. Es muss sowohl inspirierend als auch praktisch sein und muss vor allem vom reinen Glauben an die Macht Bah‡ÕuÕll‡hs beseelt sein. Sie sollten das Feld ihrer Lehrarbeit erweitern und darin die Landbevšlkerung einschlie§en als auch die Massen der Arbeitenden in den StŠdten, Menschen mit geringer Bildung als auch Intellektuelle in UniversitŠtsstŠdten. Sie sollten ganz bewusst jede Gesellschaftsschicht ansprechen, Ihre Methoden entsprechend anpassen, Literatur und audio-visuelles Material fŸr jeden Zuhšrer haben. Beides, Kopf und Herz, mŸssen genŠhrt werden; beides, geistige KrŠfte und intellektuelle Klarheit, mŸssen als wichtige Elemente der Lehrarbeit erkannt werden. Sie haben sich bereits ausgezeichnet durch den Einsatz der KŸnste in der Proklamation, der Ausbreitung und Festigung des Glaubens; dies ist ein SchlŸssel zum …ffnen vieler TŸren, und er sollte ermutigt und gefšrdert werden. Ihre Einheit, Ihre Begeisterung, Ihr Vertrauen und Ihre Ausdauer - durch die Kraft des Gebetes gestŠrkt und gefŸhrt - werden unausweichlich zu einem Kanal fŸr gšttliche BestŠtigungen, die wiederum suchende Seelen anziehen werden.

Wir unsererseits werden inbrŸnstig an der Heiligen Schwelle dafŸr beten, dass Sie, die Sie solch historische Siege in Ihren HeimatlŠndern und auf der ganzen Welt errungen haben, wŠhrend des Vier-Jahres-Planes in eine Phase noch grš§erer Errungenschaften eintreten, die die noch unvorstellbaren Triumphe ankŸndigen, die sich der Bestimmung nach im einundzwanzigsten Jahrhundert entfalten werden.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

K: Die HŠnde der Sache Gottes

Internationales Lehrzentrum

Kontinentales Berateramt von Europa und Asien

Alle Berater in Europa und Asien

EuropŠischer Bah‡Õ’-Jugendrat


Ridv‡n 1994 (152 BE)

An die Bah‡Õ’s der Welt

Herzlich geliebte Freunde,

Zu dieser ganz besonderen Jahreszeit grŸ§en wir Sie in tiefer Freude Ÿber die verstŠrkten AktivitŠten der ganzen Bah‡Õ’-Gemeinde wŠhrend des gerade vergangenen Jahres und mit den hšchsten Erwartungen fŸr das, was im letzten Drittel des Drei-Jahres-Planes geleistet werden muss und kann. Wir empfinden gleicherma§en Sorge wie Hoffnung angesichts der Verzweiflung, die die FŸhrer der Nationen und Všlker bei ihrer Suche nach Lšsungen fŸr die drŠngenden sozialen Probleme bedrŠngt. Ein solches verzweifeltes BemŸhen ist gleichbedeutend mit einem weltweiten Ruf nach den Lehren Bah‡ÕuÕll‡hs - fŸr verantwortungsbewusste Bah‡Õ’-Institutionen und GlŠubige wahrlich eine Herausforderung und eine Verhei§ung, die nicht ignoriert werden darf.

Bei keiner Gelegenheit wurde diese dŸstere Perspektive deutlicher als neulich beim Weltgipfel fŸr Sozialentwicklung, der jŸngsten in einer Reihe von den Vereinten Nationen einberufener internationaler ZusammenkŸnfte der FŸhrer der Welt. Wie gering auch immer der unmittelbare Einfluss derartiger Ereignisse auf die Politik von Regierungen sein mag, wie wenig die gro§e Masse der Weltbevšlkerung ihnen auch Beachtung schenken oder sich ihrer bewusst sein mag - die Aufeinanderfolge dieser Ereignisse bedeutet fŸr jeden Bah‡Õ’-Beobachter eine schrittweise Bewegung in Richtung auf die schlie§liche ErfŸllung des Wunsches Bah‡ÕuÕll‡hs, dass die Herrscher der Welt sich versammeln mšgen, um Ÿber die wichtigen Fragen, die eine zunehmend globale Gesellschaft betreffen, zu beraten und zu entscheiden.

Durch eine besondere Gunst der Stunde konnten sich bei diesem bedeutenden Anlass in Kopenhagen etwa 250 Freunde aus mehr als 40 LŠndern an den Bah‡Õ’-BemŸhungen beteiligen, die Teilnehmer des Gipfels und des dazugehšrigen NGO-Forums mit den durch den Gšttlichen Arzt verschriebenen Heilmitteln bekannt zu machen. Diese BemŸhungen nahmen nach dem Gipfel einen noch grš§eren Umfang an und werden auch jetzt noch an vielen Orten auf der ganzen Welt fortgesetzt. Mit tief empfundener Dankbarkeit beglŸckwŸnschen wir die Bah‡Õ’-Institutionen, ihre Abteilungen und die einzelnen Freunde, die diese Flut von Aktionen vor, wŠhrend und nach dem Gipfel erzeugten, denn dadurch bekundete sich sowohl der weiterhin gewachsene Einfluss unserer Weltgemeinde auf die Prozesse, die zum Geringeren Frieden fŸhren, als auch die immer vielfŠltiger werdenden Gelegenheiten zur weiteren Verbreitung der umgestaltenden Botschaft Bah‡ÕuÕll‡hs. In dem Ma§e, wie diese Weltereignisse sich mehren und die Bah‡Õ’-Gemeinde ihre Ziele mit verstŠrkter IntensitŠt verfolgt, kšnnen wir deutlicher wahrnehmen, wie die parallelen Prozesse, von denen Shoghi Effendi vor mehreren Jahrzehnten sprach, enger zusammengefŸhrt werden: Der eine zielt auf eine politische Vereinigung der Nationen, der andere auf die schlie§liche Vereinigung der Herzen in einem gemeinsamen Glauben.

Wir machen diese Beobachtungen vor dem Hintergrund einer ermutigenden Entwicklung in der Bah‡Õ’-Gemeinde wŠhrend des zweiten Jahres des Drei-Jahres-Planes. Noch begeisternder als der Entwicklungssprung bei den AktivitŠten in auswŠrtigen Angelegenheiten auf šrtlicher und nationaler Ebene sind die Beweise einer qualitativen VerŠnderung in der Reaktion der GlŠubigen Ÿberall auf den Ruf zum Lehren. Der gestiegenen LehraktivitŠt ist ein tieferes VerstŠndnis fŸr diese unausweichliche Aufgabe eines jeden einzelnen zu entnehmen. Dies ist eine ermutigende Situation, die sich aus einer Reihe stimulierender Faktoren ergibt, die allesamt als gute Vorzeichen fŸr den lange erwarteten Zustrom von Scharen neuer GlŠubiger gelten kšnnen. Zu diesen Faktoren gehšren die Aufmerksamkeit, die der Textzusammenstellung Ÿber den Beitritt in Scharen gezollt wird, die jetzt in einer wachsenden Zahl von Sprachen erscheint, die Reisen der Internationalen und Kontinentalen Berater durch die ganze Welt, die Entwicklung der Arbeitsweise der Hilfsamtsmitglieder und ihrer Assistenten, die Auswirkungen der besonderen Betonung der Kindererziehung und der Schwung der Jugend bei der Inangriffnahme von Lehrprojekten und bei ihrer Beteiligung an einer Reihe anderer Bah‡Õ’-AktivitŠten.

Beigetragen zu diesem positiven Bild hat die wachsende StŠrke der Geistigen RŠte, die aufgerufen sind, sich vielfŠltigen Herausforderungen zu stellen, wŠhrend sie sich gleichzeitig in erster Linie auf die Lehrarbeit konzentrieren. Wir sind uns in besonderem Ma§e der Last bewusst, die Nationale Geistige RŠte tragen, da die ihrer Amtsgewalt zugeordneten Gemeinden in ihrer Zusammensetzung vielgestaltiger und in ihren AnsprŸchen an die FŸhrung und Hilfe dieser Institutionen komplexer werden.

Die verschiedenen Entwicklungsstadien, in denen sich die Gemeinde befindet, vermitteln insgesamt den Eindruck, dass starke BemŸhungen den drei Hauptthemen des Planes gewidmet werden, die fordern, dass die Glaubenskraft der einzelnen GlŠubigen gestŠrkt, die menschlichen Potentiale der Sache bedeutend entwickelt und die korrekte Arbeitsweise der šrtlichen und nationalen Institutionen gefšrdert werden. Auf diesen Gebieten ist noch viel zu tun. Eine deutlichere Reaktion der einzelnen und der Institutionen ist erforderlich, wenn unsere Gemeinde die verheerenden Auswirkungen eines zŸgellosen moralischen Verfalls bekŠmpfen, eine schlagkrŠftige Armee ergebener Seelen fŸr das Lehren und die Verwaltung des Glaubens aufstellen und unsere Institutionen fŸr die Aufgaben vorbereiten soll, die sich gewiss durch eine plštzliche Zunahme der Grš§e unserer Gemeinden ergeben werden.

Die wirksame Antwort auf die unmittelbaren Herausforderungen, vor denen die Gemeinde steht, hat einige wesentliche Voraussetzungen, die vor allem von jedem einzelnen und von den šrtlichen Geistigen RŠten erfŸllt werden mŸssen: Auf der einen Seite bedarf es der Initiative fŸr das Lehren des Glaubens und den Erwerb eines vertieften VerstŠndnisses fŸr Sinn und Zweck des Glaubens. Es ist die Pflicht und das Vorrecht jedes einzelnen, diese Initiative zu ergreifen. Zugleich besteht die Notwendigkeit, dass der einzelne an gemeinsamen Unternehmungen der Gemeinde, an Projekten und Veranstaltungen mitwirkt. Andererseits ist es die Aufgabe des šrtlichen Geistigen Rates, die Initiativen des einzelnen GlŠubigen zu begrŸ§en, ihn dazu zu ermutigen und ihnen Raum zu geben, soweit das nur irgend mšglich ist. Der Rat hat au§erdem die Verantwortung, PlŠne zu entwickeln und zu fšrdern, die die Talente und FŠhigkeiten der Mitglieder der Gemeinde nutzen und die einzelnen in gemeinsame Aktionen einbinden, wie etwa Lehr- und Entwicklungsprojekte, Institute und andere GruppenaktivitŠten. Es wird die Auswirkung von gewissenhaften BemŸhungen zur ErfŸllung dieser untrennbaren Erfordernisse sein, dass die Gemeinde sich ausbreitet und festigt und dass ein Klima einmŸtigen Handelns entsteht.

WŠhrend des vergangenen Jahres nahmen die Besuche hochrangiger Regierungsbeamter, anderer WŸrdentrŠger und Medienvertreter am Weltzentrum stark zu, was beweist, dass das geistige und administrative Zentrum des Glaubens in den Augen der Welt wachsende Bedeutung erlangt. Es unterstreicht auch die Tendenz, dass das sich entwickelnde Zentrum einer Weltreligion bei den Regierungen der Welt einen immer grš§eren Bekanntheitsgrad erlangt. Wenn wir diese Tendenz vom Berge Gottes aus betrachten, dem Ort der gegenwŠrtigen Bauprojekte, und gleichzeitig die Entwicklung berŸcksichtigen, die in šrtlichen und nationalen Bah‡Õ’-Gemeinden stattfindet, kšnnen wir angemessener abschŠtzen, wie die von Shoghi Effendi geschaute Vision Wirklichkeit wird. Indem er die Tragweite erlŠuterte, die der Entstehung der GebŠude zukommt, die den Weltverwaltungssitz des Glaubens Bah‡ÕuÕll‡hs bilden werden, sagte er: "Dieses ungeheure, unwiderstehliche Geschehen wird zeitlich mit zwei nicht minder bedeutsamen Entwicklungsabschnitten zusammenfallen, nŠmlich mit der BegrŸndung des Geringeren Friedens und mit der Entfaltung der nationalen und šrtlichen Bah‡Õ’-Institutionen." In Anbetracht der Lage der Welt ist dies eine Vision, die die planmŠ§ige Vollendung der Projekte am Berg Karmel zwingend erfordert.

Diese Projekte gehen mit bemerkenswerter Geschwindigkeit voran. Sie setzen Pilger, Touristen und Anwohner durch ihre Ausma§e und ihre schon erkennbare Pracht in Erstaunen. Die Bauarbeiten erfolgen an allen Stellen gleichzeitig. An sieben Terrassen unterhalb und an fŸnf oberhalb des Schreins des B‡b wird voll gearbeitet. Im Verlauf dieses Jahres sind mehr BauvertrŠge abgeschlossen worden als jemals zuvor. Dazu gehšren die VertrŠge mit einer italienischen Firma zur Lieferung des Marmors fŸr die GebŠude am Bogen. Es ist offensichtlich, dass die Arbeiten in einer Weise in Gang gekommen sind, die keine Verzšgerung duldet. Der Spendenstrom braucht daher unbedingt einen entsprechenden Impuls, wenn von den fŸr das Ziel des Drei-Jahres-Planes vorgesehenen 74 Millionen Dollar die verbleibenden 40 Millionen Dollar bis Ridv‡n 1995 zur VerfŸgung stehen sollen.

Das neue Jahr beginnt mit gŸnstigen Vorzeichen, die durch die Bildung von fŸnf Nationalen Geistigen RŠten an diesem Ridvan gesetzt werden. Unsere Vertreter bei den ersten Nationaltagungen sind die Hand der Sache Gottes AmatuÕl-Bah‡ Rœh’yyih Kh‡num in Armenien und Georgien; die Hand der Sache Gottes 'Ali-Muhammad Varq‡ in Wei§ru§land und Sizilien; und Berater Hushang Ahdieh in Eritrea. Weiterhin werden sich in dieser Zeit die Gemeinden von Bophuthatswana, Ciskei, SŸdafrika und Transkei unter der Jurisdiktion des Nationalen Geistigen Rates von SŸdafrika zusammenschlie§en und so die vor kurzem erfolgte politische Vereinigung der Region widerspiegeln. Als Ergebnis all dessen wird sich die Zahl der Nationalen Geistigen RŠte in der Welt von 172 auf 174 erhšhen.

Geliebte Mitarbeiter: †ber die Notwendigkeit hinaus, dass wir unsere Ziele erreichen mŸssen, fordert uns die gegenwŠrtige Misere der Menschheit zu verstŠrktem Handeln auf. Die Ÿber dem Schicksal einer verstšrten Welt hŠngenden Wolken der Verzweiflung kŸnden ganz deutlich den FrŸhlingsregen an, der den geistigen und materiellen Durst eines jeden Volkes stillen kann. Diese Wolken mŸssen nur durch stŠndige und zuversichtliche Lehrma§nahmen befruchtet werden. Die DurchfŸhrung solcher AktivitŠten liegt in erster Linie in den HŠnden der einzelnen Bah‡Õ’, obwohl sie von einer VerstŠrkung abhŠngig sind, die von den Bah‡Õ’-Institutionen kommt.

Lassen Sie es nicht zu, dass Ÿbertriebene Selbstkritik oder GefŸhle der UnzulŠnglichkeit, UnfŠhigkeit oder Unerfahrenheit Sie behindern oder Sie beunruhigen. Bedecken Sie Ihre €ngste mit den Zusicherungen Bah‡ÕuÕll‡hs. Hat Er nicht erklŠrt, dass auf jeden, der Seinen Namen erwŠhnt, die "Scharen gšttlicher Eingebung" herabsteigen und dass auf einen solchen "auch die Versammlung der Hšhe" niederkommen wird, "jeder aus ihr einen Kelch reinen Lichtes vorantragend"? Betretet also die Arena, in die alle Seine Geliebten in gleicher Weise gerufen, in gleicher Weise herausgefordert und Ÿberreichlich gesegnet werden. Lehren, versichert Bah‡ÕuÕll‡h Selbst, bedeutet, die "verdienstvollste aller Taten" zu tun. Und in diesem au§ergewšhnlichen Augenblick der Geschichte dieses Planeten ist nichts, aber auch gar nichts von grš§erer Bedeutung, als Menschen jeder Art und jeder BefŠhigung zur Festtafel des Herrn der Heerscharen einzuladen.

Indem wir Ihnen diese Botschaft senden, steht uns deutlich die Vision unerme§licher Siege vor Augen, die darauf warten, errungen zu werden. Wir sind sicher, dass Sie unzŠhlige davon in der verbleibenden Zeit des Drei-Jahres-Planes verwirklichen kšnnen. Danach mŸssen wir streben, um fŸr das nŠchste weltweite Unternehmen, das zu Ridvan 1996 in Angriff genommen werden soll, die Voraussetzungen zu schaffen. Dann wird eine weltumspannende Kampagne einsetzen, die ein angemessenes Crescendo in den Leistungen dieses Jahrhunderts sicherstellt - eines Jahrhunderts, das von niemand geringerem als ÔAbduÕl-Bah‡ Selbst als eine Zeit angesehen wurde, die "ewig wŠhrende Spuren" hinterlassen wird.

Mit liebevollen Bah‡Õ’-GrŸ§en

Das Universale Haus der Gerechtigkeit


Ridv‡n 1994 (151 BE)

An die Bah‡Õ’s der Welt

Herzlich geliebte Freunde,

Ein Jahr des Dreijahresplanes liegt jetzt hinter uns, ein Jahr, in dem die Wirren der Welt in den Herzen und Gedanken sowohl, Hoffnung als auch Furcht hervorriefen, Optimismus wie Verzweiflung, Bewunderung fŸr menschlichen Mut und Scham Ÿber die Grausamkeit, in die die Menschheit versinken kann. Die AnhŠnger Bah‡ÕuÕll‡hs streben inmitten dieser Heimsuchungen nach vorne, mit einer klaren Vision und voll Zuversicht, den Rahmen des Kšnigreichs Gottes aufbauend, die Gesellschaft mit neuem Geist belebend und allen Všlkern die wiederbelebende Wirkung der gšttlichen Lehren aufzeigend.

Im Weltzentrum begann am 23. Mai (1993) ein neuer FŸnf-Jahres-Turnus der Mitgliedschaft im Internationalen Lehrzentrum. In unserer ersten gemeinsamen Sitzung begrŸ§ten wir die zahlreichen Initiativen, die es in der vergangenen Amtsperiode ins Leben rief, und drŠngten auf deren Fortentwicklung. Unter diesen Initiativen ist die FŸhrung herausragend, die den Kontinentalen Beratern zur Fšrderung der Beratung auf šrtlicher und nationaler Ebene und zwischen Institutionen und GlŠubigen vermittelt wurde. Dies fŸhrte zur BegrŸndung und BestŠrkung des Wachstums der Bah‡Õ’-Gemeinde. Ebenso ist die fortschreitende Verdeutlichung verschiedener AnsŠtze zur Lehrarbeit zu nennen. Diese Aktionen fŸhrten im Laufe des Jahres zu einem grš§eren Schwung, der der Entwicklung des Glaubens und seiner Institutionen durch die Berater, die Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten gegeben wurde, was wiederum zur StŠrkung der Einsicht und Ermutigung fŸhrte, die sie Nationalen und …rtlichen Geistigen RŠten und den GlŠubigen Ÿbermittelten.

Das wachsende Ansehen des Glaubens in den Augen der Welt und die Aufmerksamkeit, die dies auf das Weltzentrum lenkt, untermauern die Bedeutung der Fertigstellung der Terrassen am Schrein des Bab und der GebŠude des administrativen Weltzentrums der Sache Bah‡ÕuÕll‡hs. Nach der Bekanntgabe des besonderen Aufrufs an die Bah‡Õ’ der Welt, 74 Millionen Dollar wŠhrend des Dreijahresplanes fŸr dieses Projekt zu sammeln, ist die Reaktion herzerwŠrmend gewesen. Es ist unsere innige Hoffnung, dass die FortfŸhrung dieses Opfergeistes eine rasche ErfŸllung dieses Zieles ermšglichen, einen ununterbrochenen Fortschritt der Arbeiten sicherstellen und die bewundernden Blicke der Besucher und Anwohner gleicherma§en anziehen wird.

Das Studium des Kit‡b-i-Aqdas erhellt das Leben aller GlŠubigen. Das Bewusstsein fŸr die Bedeutung der Aufrechterhaltung der GrundsŠtze des Glaubens und des Gehorsams gegenŸber seinen Geboten wŠchst. Die weltweite Anwendung des Gesetzes des HuqœqÕull‡h hat eine enthusiastische Reaktion hervorgerufen. Die Aufmerksamkeit der Freunde gegenŸber ihrer persšnlichen Verpflichtung, den Glauben zu lehren, steigt. WŠhrend sie ihren geistigen Verpflichtungen nachkommen und eine stŠrkere AbhŠngigkeit von den BestŠtigungen Bah‡ÕuÕll‡hs erlernen, entdecken sie, dass ihr Glaube eine neue Lebenskraft gewinnt, ihre Herzen voll neuem Selbstvertrauen. All dies sind Bereiche, in denen die AktivitŠten des einzelnen nicht auf DrŠngen oder Hilfe zu warten brauchen. Alleine auf sich gestellt, unterstŸtzt nur durch die Kraft des AllmŠchtigen, ist jeder GlŠubige herausgefordert, diese geistigen StŠrken zu entwickeln, die Ÿber jedes Ma§ hinaus zur Evolution der Gemeinde beitragen werden.

Die Mitgliedschaft der Sache nimmt auf zwei Wegen zu. Menschen mit herausragenden FŠhigkeiten werden bewegt, den Glauben anzunehmen und stŠrken so jene, die bereits in ihm dienen. Letztere werden fŸr ihren Teil in ihrer Erfahrung bereichert und erwerben grš§ere FŠhigkeiten durch ein tieferes Studium der Lehre und ihrem Ausdruck im Handeln. Die Freunde haben mit bemerkenswertem Erfolg stŠrkeren Gebrauch von Workshops und Institutionen gemacht und so die Notwendigkeit einer systematischeren Vertiefung ihres VerstŠndnisses der Lehre und ihrer Anwendung auf die Gesellschaft anerkannt. Im vor uns liegenden Jahr mŸssen diese beiden sich gegenseitig ergŠnzenden VorgŠnge - Menschen mit besonderen FŠhigkeiten anzuziehen sowie unsere eigenen zu erweitern - weiter ausgebaut werden. So werden persšnliches Handeln und die harmonische Entwicklung einer gro§en Bandbreite von AktivitŠten zur Fšrderung des Glaubens angeregt.

Wie sich das Potential der GlŠubigen entfaltet, so werden auch die šrtlichen und nationalen Bah‡Õ’-Institutionen die FŠhigkeit erwerben, um die LebensqualitŠt ihrer Gemeinden zu erhšhen und einfallsreiche Programme zu entwerfen und einzufŸhren. …rtliche Geistige RŠte haben in zahlreichen Gebieten in regionaler Lehrarbeit zusammengearbeitet. Auch die Nationalen Geistigen RŠte haben neuartige Projekte ins Leben gerufen, um die durch die au§erhalb des Glaubens sich ergebenden Gelegenheiten auszunutzen. Einige Beispiele dafŸr sind das Projekt des Offenen Briefes in Albanien, die Antwort auf die au§ergewšhnliche EmpfŠnglichkeit der Behšrden und der breiten Bevšlkerung in den Republiken von Sakha und Buryat in Sibirien und die zwischen dem Nationalen Geistigen Rat der Marshall-Inseln und der šrtlichen Verwaltung des Majuro-Atolls unterzeichnete Vereinbarung, mit der auf Bitten der Landesregierung die Bah‡Õ’-Gemeinde die Verantwortung fŸr fŸnf staatliche Grundschulen Ÿbernahm.

Die Entwicklung šrtlicher und nationaler Bah‡Õ’-Institutionen ermšglichte in verstŠrktem Ausma§ eine Dezentralisierung der Verwaltung. Jedoch besteht in den meisten LŠndern die entscheidende Voraussetzung fŸr die Ausweitung dieses segensreichen Prozesses darin, die Funktionsweise der šrtlichen Geistigen RŠte rasch zu verbessern. Dies erfordert die wache Aufmerksamkeit eines jeden GlŠubigen. Die šrtlichen Bah‡Õ’-Institutionen, die im Kit‡b-i-Aqdas selbst eingesetzt wurden, bilden einen Fundus an StŠrke und FŸhrung, der die EffektivitŠt der Arbeit fŸr die Sache im Laufe ihrer Reifung vergrš§ert.

Wir leben inmitten einer Bevšlkerung, die die Botschaft Bah‡ÕuÕll‡hs verzweifelt benštigt. Es ist unsere Pflicht, sie klar und Ÿberzeugend so vielen Seelen wie mšglich zu Ÿberbringen. Dunkel und Leid um uns herum sind nicht nur Zeichen der Not, sondern vermitteln eine Gelegenheit, die wir nicht versŠumen dŸrfen. Das †berbringen der Botschaft ist nur der allererste Schritt. Nach ihm mŸssen wir sicherstellen, dass sie verstanden und angewandt wird, lesen wir doch in einem im Auftrage des HŸters geschriebenen Brief: "Solange die …ffentlichkeit in der Bah‡Õ’-Gemeinde nicht das echte Muster von etwas besserem als sie bereits besitzt, erkennt, und zwar in Aktion, wird sie auf den Glauben nicht in grš§erer Zahl reagieren." Wenn die Menschen die Sache annehmen, sollten sie dann mit Hilfe der Lehre ihre Beziehung untereinander wie mit ihren MitbŸrgern entwickeln, um die wahre Bah‡Õ’-Gemeinschaft schrittweise aufzubauen, als Licht und Zuflucht fŸr die BestŸrzten.

Nach den glorreichen Ereignissen des Heroischen Zeitalters des Glaubens erfolgte der Eintritt in Scharen durch die Všlker der Welt in die Sache Gottes zuerst in Afrika wŠhrend der Amtszeit Shoghi Effendis, um sich dann in andere Gebiete auszudehnen. Die Bah‡Õ’-Gemeinden in diesen Regionen lernen allmŠhlich durch ihre Erfahrung und entwickeln Methoden und Programme mit dem Ziel, gro§e Zahlen von GlŠubigen zu funktionierenden Gemeinden zusammenzubringen und starke Zentren andauernden Wachstums zu bilden. Die Textzusammenstellung Ÿber "Die Fšrderung des Eintritts in Scharen" wurde veršffentlicht, um diese Gemeinden in ihren BemŸhungen zu unterstŸtzen, um den Bah‡Õ’ in anderen LŠndern zu helfen, den gleichen Vorgang in Gang zu setzen und aufrechtzuerhalten, und um Mi§verstŠndnisse aus dem Weg zu rŠumen, die ein so herausforderndes Konzept unausweichlich begleiten. Das Studium und die Anwendung der darin erlŠuterten Prinzipien und AnsŠtze wird zweifellos fŸr jeden Bah‡Õ’-Lehrer und jede Gemeinde hilfreich sein, sei es in einem Gebiet, in dem der Eintritt in Scharen seit Jahren RealitŠt ist, oder dort, wo es noch keine Anzeichen hierfŸr gibt. Im letzteren Falle wird es den einzelnen GlŠubigen von der RealitŠt und GŸltigkeit dieses Prozesses Ÿberzeugen und die Bah‡Õ’-Gemeinden befŠhigen, sich selbst geistig und materiell auf diesen VorwŠrtsschub vorzubereiten, sein Auftauchen sehnsŸchtig zu erwarten, jene Schritte zu ergreifen, die seinen Beginn fšrdern, und die Ma§nahmen sicherzustellen, die sein Wachsen beschleunigen.

Der bemerkenswerte Zuwachs internationaler Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, die Niederlassung von Pionieren und der stete Fluss von Reiselehrern haben das Gewebe der Bah‡Õ’-Gemeinde noch enger geknŸpft. FŸhrend hierbei ist ÔAmatuÕl-Bah‡ Rœh’yyih Kh‡num, die zur Ermutigung der GlŠubigen und VerkŸndigung des Glaubens eine mŸhsame Reise nach Russland und andere im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion liegende LŠnder unternahm, und zwar vom Westen, dem Baltikum, bis ganz in den Osten, nach Sibirien; sowie vom SŸden, den Zentralasiatischen Republiken, bis in den Norden nach St. Petersburg und Yakutsk.

Sieben erstmalige Nationaltagungen werden an diesem Ridv‡n stattfinden. Unsere ReprŠsentanten bei diesen historischen Ereignissen sind die Hand der Sache Gottes ÔAmatuÕl-Bah‡ Rœh’yyih Kh‡num zur Wahl des Nationalen Geistigen Rates der Bah‡Õ’ in Kambodscha, in Phnom Penh, und des Nationalen Geistigen Rates der Bah‡Õ’ in der Mongolei, in Ulan Bator; die Hand der Sache Gottes 'Ali-Muhammad Varq‡ fŸr die Wahl des Regionalen Geistigen Rates der Bah‡Õ’ in Slowenien und Kroatien, in Ljubljana; Beraterin Lauretta King fŸr die Wahl des Nationalen Geistigen Rates der Bah‡Õ’ in Kasachstan, in Alma-Ata, und des Nationalen Geistigen Rates der Bah‡Õ’ in Kirgisistan, in Bishkek; und Berater Shapoor Monadjem fŸr die Wahl des Nationalen Geistigen Rates der Bah‡Õ’ in Tadschikistan, in Dushanbe, und des Nationalen Geistigen Rates der Bah‡Õ’ in Usbekistan, in Taschkent. Der derzeitige Regionale Geistige Rat von Zentralasien mit seinem Sitz in Ashkhabad wird umbenannt in den Nationalen Geistigen Rat der Bah‡Õ’ in Turkmenistan.

Das Ende dieses Jahrhunderts nŠhert sich rasch. So wenig Zeit verbleibt, so viel ist noch zu tun. Wir rufen jeden AnhŠnger der Sache Bah‡ÕuÕll‡hs auf, die allergrš§ten Anstrengungen den beiden Hauptaufgaben zu widmen, und zwar dem Lehren des Glaubens gegenŸber jeder dŸrstenden Seele und der Ausstattung materieller Mittel zur Fertigstellung der gewaltigen Projekte am Berge Karmel. Wie immer sich die Šu§ere Lage der Menschheit in den vor uns liegenden Jahren entwickelt, die Bah‡Õ’-Gemeinde muss an StŠrke gewinnen, sie muss deutlicher den sich unterscheidenden Charakter ihrer Lebensauffassung demonstrieren, zu Proklamation und Lehre der Botschaft zuversichtlich ausschwŠrmen und in immer grš§erem Ausma§ die bestŠtigende UnterstŸtzung der Himmlischen Heerscharen an sich ziehen. Es ist der einzelne Bah‡Õ’, der in jedem Aspekt dieser Arbeit den SchlŸssel zum Erfolg in HŠnden hŠlt.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit



Ridv‡n 1993 (150 BE)

An die Bah‡Õ’s der Welt

Innig geliebte Freunde,

1 In der unverminderten Glut der wundersamen Segnungen des soeben zu Ende gebrachten Heiligen Jahres sind wir beim Kšnig der Feste angelangt, neu bestŠtigt und aufgeladen mit neuer Kraft fŸr unsere heiligen Bestrebungen. War es doch eine Zeit, in der Er, die Schšnheit Abh‡, Seine weltweite Gemeinde in reicher FŸlle mit dem Glanz Seiner Gnade Ÿbergro§, als Er die BemŸhungen Seiner AnhŠnger, die bedeutsame zweifache Jahrhundertfeier Seines Hinscheidens und der Einsetzung Seines Bundes wŸrdig zu begehen, mit erstaunlichen Erfolgen kršnte. Als Gedenkpause geplant, brachte dieses Jahr eine Proklamation des Grš§ten Namens zuwege, die wie nie zuvor auf der ganzen Erde widerhallte; aber was so klare Šu§ere Zeichen setzte, war ganz ausgeprŠgt der Widerschein einer inneren Errungenschaft: eines bislang unerreicht tiefen VerstŠndnisses fŸr unsere Beziehung zu Bah‡ÕuÕll‡h. In uns selbst sind wir der weltumspannenden Wirklichkeit unserer Gemeinde noch klarer bewusst geworden und haben erlebt, wie sie den ersten, alles Ÿberragenden Grundsatz Seines Glaubens verkšrpert. Das hat unseren Herzen einen neuen, vorwŠrtstreibenden Eindruck aufgeprŠgt. Die Wirkungen dieses klareren Bewusstseins haben die GedŠchtnisfeier im Mai des vergangenen Jahres im Heiligen Land und noch breiter angelegt der Weltkongress im November eindrucksvoll hervorgekehrt, als sollte damit in dieser verzweiflungsvoll unruhigen Zeit unsere Zuversicht bekrŠftigt werden, dass die Menschenwelt unerbittlich ihrem immer noch schwer fassbaren Schicksal der Einheit und des Friedens entgegengeht. Die FlŸgel des Geistes haben uns fŸrwahr wŠhrend des Heiligen Jahres auf einen Gipfel getragen, der uns eine Schau ermšglichte auf die volle Herrlichkeit der rasch nahenden, seit unvordenklichen Zeiten gŸltigen Verhei§ung des Herrn, eines Tages werde die ganze Menschheit vereinigt werden.

2 Zu zahlreich sind die begeisternden Einzelheiten bei den Veranstaltungen dieses Jahres, als dass sie hier beschrieben werden kšnnten. Allgemein wurde empfunden, wie der Heilige Geist wirkte und die TŠtigkeiten der Freunde mit geheimnisvoller Kraft durchtrŠnkte. So mšge es genŸgen, an gewisse Glanzpunkte zu erinnern: im Mai 1992 die Versammlung der grš§ten jemals zu einer Veranstaltung im Heiligen Land zusammengekommenen Anzahl von Bah‡Õ’, die Vertreter ausnahmslos jeder Nation auf Erden, wie sie den Schrein Bah‡ÕuÕll‡hs umschritten, die Anwesenheit der meisten lebenden Ritter Bah‡ÕuÕll‡hs bei der Niederlegung der Ehrenrolle unter der Schwelle zum Hochheiligen Schrein, der noch nie dagewesene Umfang des Weltkongresses und die bunte Vielfalt seiner Teilnehmer einschlie§lich einer gro§en Zahl von Jugendlichen mit ihren eigenen Nebenprogrammen, der Vorbeimarsch der Vertreter aller Rassen und Nationen der Welt bei dieser spektakulŠren Gelegenheit, die SatellitenŸbertragung, die den Kongress und das Weltzentrum mit allen Erdteilen verband. All dies waren Erlebnisse von hšchst seltener Art, sie haben das Gedenken an die Jahrhundert-Feierlichkeiten unsterblich gemacht.

3 Die unzŠhligen phantasiereichen BemŸhungen der Freunde rund um die Welt, von den entlegensten Dšrfern bis in die gro§en StŠdte, zur Feier dieser bedeutsamen Jahrestage zeigen erneut, wie grŸndlich der Glaube Bah‡ÕuÕll‡hs gefestigt worden ist. In vielen Gebieten entfaltete sich dadurch die Lehrarbeit mit au§ergewšhnlichen, ja Ÿberraschenden Ergebnissen. In den Massenmedien kleiner wie gro§er LŠnder fand das Heilige Jahr eine noch nie dagewesene Aufmerksamkeit, gesetzgebende Kšrperschaften und politische AmtstrŠger nahmen das JubilŠum wahr, Regierungsstellen brachten ihre Anerkennung und WertschŠtzung des Glaubens zum Ausdruck, die Bah‡Õ’-Weltgemeinschaft wurde in gro§e Veranstaltungen auf Weltebene einbezogen, darunter die Konferenz der Vereinten Nationen fŸr Umwelt und Entwicklung vergangenen Juni in Rio de Janeiro, in deren Zusammenhang an šffentlicher Stelle ein Denkmal mit einem Text aus Bah‡ÕuÕll‡hs Schriften und einem gro§en Abbild des Grš§ten Namens eingeweiht wurde diese Entwicklungen zeigten, dass die Gemeinde sich in den Augen der …ffentlichkeit deutlich stŠrker profiliert hat.

4 Abgesehen von all diesen herausragenden Ereignissen und Entwicklungen, aber von noch grš§erer Bedeutung wegen der weitreichenden Folgen fŸr das ganze Menschengeschlecht, war zum Naw-Rœz-Fest die Herausgabe der mit Anmerkungen versehenen englischen †bersetzung des Kit‡b-i-Aqdas, des Hochheiligen Buches. Wir kommen damit der Zeit einen Schritt nŠher, von der ÔAbduÕl-Bah‡ voraussagt: ÒWenn die Gesetze des Hochheiligen Buches in Kraft getreten sind,... wird der Weltfriede sein Zelt inmitten dieser Erde aufpflanzen; der gesegnete Baum des Lebens wird so wachsen und sich ausbreiten, dass er den Osten wie den Westen Ÿberschattet."1)

5 Das Heilige Jahr war auch eine Zeit, in der die gro§e Weltlage noch wirrer und widersprŸchlicher wurde. Zur gleichen Zeit gab es Zeichen der Ordnung und des Chaos, der Verhei§ung und der Entmutigung. Mitten in dieser wirren gegenwŠrtigen Weltlage, aber mit den vom Heiligen Jahr entflammten GefŸhlen des Staunens und der Freude, des Mutes und des Glaubens im Herzen, beginnen wir mit diesem Ridv‡n-Fest im hundertfŸnfzigsten Jahr unseres Glaubens einen Dreijahresplan. Seine KŸrze wird uns von den rasch wechselnden Gezeiten unserer Tage aufgenštigt; aber sein Hauptzweck ist unabdingbar fŸr die Zukunft der Sache Gottes und der ganzen Menschheit. Er ist die nŠchste Stufe in der Entfaltung der gšttlichen Charta der Lehrarbeit, wie sie der Mittelpunkt des Bundes mit Seiner Feder aufgezeichnet hat. Der Plan wird das Richtma§ unserer Entschlossenheit sein, auf die unermesslichen Mšglichkeiten dieses kritischen Augenblicks in der gesellschaftlichen Evolution des Planeten unsere Antwort zu geben. Die entschlossene Verfolgung und die volle Verwirklichung der festgeschriebenen Planziele, die den UmstŠnden jeder nationalen Gemeinde angepasst sind, werden den Weg freimachen fŸr einen angemessenen Vorrang der Rolle unseres Glaubens angesichts der unausweichlichen Herausforderungen, denen die ganze Menschheit gegen Ende des rasch entfliehenden, schicksalsschweren zwanzigsten Jahrhunderts gegenŸbersteht.

6 Weit Ÿber alle bisherigen Zahlen hinaus muss eine massive Ausdehnung der Bah‡Õ’-Gemeinde erreicht werden. Die Botschaft muss unter der Menschheit im allgemeinen, in Dšrfern, Marktflecken und StŠdten rasch und verstŠrkt verbreitet werden. Das ist fŸr den Fortgang entscheidend; denn ohne diese Expansion fehlt den mŸhsam aufgebauten Werkzeugen der Verwaltungs- und Gesellschaftsordnung das Wirkungsfeld, in dem sie ihre eigenstŠndige FŠhigkeit, den himmelschreienden Nšten der Menschheit in der Stunde ihrer tiefsten Verzweiflung abzuhelfen, entwickeln und angemessen unter Beweis stellen kšnnen. Dazu muss die Wechselwirkung zwischen Lehr- und Verwaltungsarbeit voll verstanden und stark betont werden, denn beides verstŠrkt sich gegenseitig. Die Probleme der Gesellschaft, von denen unsere Gemeinde mitbetroffen ist, und die Probleme, die innerhalb der Gemeinde naturgegeben entstehen, seien sie gesellschaftlicher, geistiger, wirtschaftlicher oder verwaltungstechnischer Art, werden in dem Ma§e lšsbar sein, wie sich unsere Zahlen und Hilfsmittel vervielfachen und die Freunde auf allen Ebenen der Gemeinde ihre FŠhigkeit und Willigkeit, ihren Mut und ihre Entschlossenheit entwickeln, den Gesetzen zu gehorchen, die GrundsŠtze anzuwenden und die Angelegenheiten des Glaubens nach den gšttlichen Geboten zu regeln.

7 Der neue Plan dreht sich um ein dreifaches Thema: die Lebenskraft des Glaubens des einzelnen GlŠubigen zu stŠrken, das in der Gemeinde vorhandene Potential stark zu entwickeln, die korrekte Arbeitsweise der šrtlichen und nationalen Bah‡Õ’-Institutionen zu fšrdern. Damit treten, wŠhrend die mannigfachen Ziele dieses Planes inmitten unserer wirren ZeitlŠufe verfolgt werden, die Vorbedingungen bleibenden Erfolges in den Mittelpunkt.

8 Vor dem Hintergrund der deutlichen Zeichen eines Sittenverfalls, der Tag fŸr Tag die Grundlagen zivilisierten Lebens zernagt, gewinnen Bah‡ÕuÕll‡hs bildhafte Worte hšchste Dringlichkeit: "Die Lebenskraft des Glaubens der Menschen an Gott stirbt aus in allen Landen. Nur Seine heilende Arznei kann sie jemals wiederherstellen. Der Rost der Gottlosigkeit frisst sich in das Triebwerk der menschlichen Gesellschaft. Was au§er dem Heiltrank Seiner machtvollen Offenbarung kann sie reinigen und neu beleben?") Derartige Worte bringen fŸr das Handeln eines jeden, der den Herrn des Zeitalters anerkannt hat, besondere Weiterungen mit sich. Eine entscheidende Folge aus dieser Anerkennung ist eine GlŠubigkeit, die zur Entgegennahme Seiner Befehle drŠngt. Die nštige Glaubenstiefe beruht auf der inneren Verwandlung, dem heilsamen Erwerb eines geistig-sittlichen Charakters, der sich aus dem Gehorsam gegen die gšttlichen Gesetze und GrundsŠtze ergibt. Zu diesem Zweck bringt die englische Veršffentlichung des mit Anmerkungen versehenen Kit‡b-i-Aqdas, der bald Ausgaben in anderen wichtigen Sprachen folgen werden, ein machtvolles Einflš§en gšttlicher FŸhrung zur Verwirklichung eines lebendigen Glaubens, wie er fŸr die geistige Wohlfahrt und GlŸckseligkeit der einzelnen Bah‡Õ’ und fŸr das gestŠrkte Netzwerk der Gemeinde notwendig ist. Ebenso notwendig fŸr die Aufrechterhaltung dieser Lebendigkeit ist es, einen Sinn fŸr Geistigkeit zu kultivieren, jenes mystische GefŸhl, das den Menschen mit Gott vereint und durch Meditation und Gebet erlangt wird.

9 Zur Entwicklung des fŸr den Fortschritt der Sache Gottes erforderlichen menschlichen Potentials ist es unabdingbar, die Freunde und deren BemŸhen durch ernsthafte persšnliche Studien, durch den Erwerb von Wissen Ÿber den Glauben, durch die Anwendung seiner GrundsŠtze und die Verwaltung seiner Angelegenheiten auszubilden. Wissen allein reicht nicht aus; unabdingbar muss die Ausbildung vermittelt werden in einer Weise, die zu Liebe und Hingabe begeistert, Festigkeit im Gottesbund bewirkt und den einzelnen Bah‡Õ’ dazu bewegt, aktiv an der Arbeit fŸr die Sache Gottes teilzunehmen und brauchbare Initiativen zur Fšrderung ihrer Interessen zu entfalten. Besondere BemŸhungen, befŠhigte Menschen fŸr den Glauben zu gewinnen, laufen ebenfalls in die Richtung der Beschaffung des in dieser Zeit so dringend benštigten menschlichen Potentials. †berdies werden solche BemŸhungen bei den Geistigen RŠten die FŠhigkeit anregen und verstŠrken, ihre gewichtige Verantwortung zu Ÿbernehmen.

10 Die korrekte Arbeitsweise der Institutionen hŠngt weitgehend davon ab, dass sich ihre Mitglieder bemŸhen, mit ihren Pflichten vertraut zu werden und sich sowohl in ihrem persšnlichen Verhalten als auch bei ihren Amtspflichten gewissenhaft an die GrundsŠtze zu halten. Von erheblicher Bedeutung sind auch ihre Entschlossenheit, alle Spuren von Entfremdung und Sektierertum aus ihrer Mitte zu tilgen, sowie ihre FŠhigkeit, die Zuneigung und UnterstŸtzung der Freunde unter ihrer Obhut zu gewinnen und so viele Menschen wie mšglich in die Arbeit fŸr die Sache Gottes einzubeziehen. Wenn sie bestŠndig das Ziel vor Augen haben, ihre Leistungen zu verbessern, wird die von ihnen gefŸhrte Gemeinde einen Lebensstil widerspiegeln, der dem Glauben Ansehen eintrŠgt, und wird als eine willkommene Konsequenz unter den immer tiefer entmutigten Zeitgenossen neue Hoffnung entzŸnden.

11 WŠhrend die Nationalen Geistigen RŠte mit der prompten Hilfe der Kontinentalen Berater den in dieser kurzen Zeitspanne einzuschlagenden Kurs festlegen, befasst sich das Weltzentrum mit der Abstimmung vielschichtiger TŠtigkeiten auf dem ganzen Planeten und gibt, nachdem die Bah‡Õ’-Weltgemeinschaft immer tiefer in den Umgang mit Weltproblemen einbezogen wird, weitere Anweisungen zu den auswŠrtigen Angelegenheiten des Glaubens. Gleichzeitig werden die riesenhaften Bauvorhaben an Gottes heiligem Berg ohne Hast fortgefŸhrt, sind sie doch Teil eines Prozesses, den Shoghi Effendi mit zwei ebenso wichtigen Entwicklungen zusammenfallen sah: mit der Errichtung des Geringeren Friedens und der Entwicklung der nationalen und šrtlichen Bah‡Õ’-Institutionen. Zum Ende des Planes werden alle verbleibenden Bauphasen der Berg-Karmel-Projekte in Angriff genommen sein; die Rohbauten des Internationalen Lehrzentrums, des Zentrums fŸr das Studium der heiligen Texte und der Erweiterung des Internationalen Archivs werden ausgefŸhrt sein; sieben Terrassen unterhalb des Schreins des B‡b sind dann fertiggestellt.

12 Der dramatisch ausgeweitete Arbeitsumfang der Sache Gottes und die wŠhrend dieses neuen Planes erwarteten Entwicklungen erfordern materielle Mittel. Eine Zeitlang waren sie unzureichend, obwohl erheblich grš§ere BeitrŠge zu den Bah‡Õ’-Fonds geleistet wurden. Die aus vielen Weltteilen berichtete Wirtschaftskrise scheint sich zu verschlimmern, aber letztlich kann die Menschheit weder ihre wirtschaftlichen noch ihre anderen drŠngenden Probleme lšsen, ehe die Nationen und Všlker der Sache Bah‡ÕuÕll‡hs die nštige Beachtung schenken und ehe diese Sache von ihren Ÿberzeugten AnhŠngern die angemessene materielle UnterstŸtzung erfŠhrt. Mšgen die Freunde Ÿberall, gemeinsam mit ihren Bah‡Õ’-Institutionen und einzeln fŸr sich, unbeirrt von den die Nationen heimsuchenden Ungewissheiten, Gefahren und finanziellen EngpŠssen, abwŠgen, was jeder einzelne und alle zusammen zu tun haben, um ihrer unausweichlichen, geheiligten Pflicht nachzukommen.

13 Unser Appell um sofortige, verdoppelte und nachhaltige TŠtigkeit unter allen Aspekten des Planes richtet sich in erster Linie an den einzelnen GlŠubigen an jedem Ort, tragen doch jeder und jede in sich selbst das rechte Ma§ an derjenigen Initiative, die fŸr den Erfolg jedes weltumspannenden Bah‡Õ’-Vorhabens die GewŠhr bietet. Von ihm und von ihr hŠngt, wie unser geliebter HŸter klar zum Ausdruck bringt, "letzten Endes das Schicksal der ganzen Gemeinde ab".3) Leicht werden die Ziele des Dreijahresplanes nicht zu gewinnen sein, aber sie mŸssen gro§artig erreicht werden, welches Opfer auch immer vonnšten sei. Die einzelnen Bah‡Õ’ und die Geistigen RŠte sollten sich deshalb unverzŸglich diesen Planzielen zuwenden, damit die Probleme der Menschheit nicht ungezŸgelt in den Himmel wachsen oder eine interne Krise aufkommt und uns bremst. Lassen Sie uns immer bewusst sein, dass wir unsere Siege durch Leid und PrŸfungen erringen. Wir verwandeln eine Krise in einen Fortschritt, wenn wir die sich bietende Gelegenheit beim Schopf packen, indem wir die Anwendbarkeit und die gewinnende Kraft unserer GrundsŠtze unter Beweis stellen. Auf der Woge des Fortschritts der Sache Gottes haben sich Krise und Sieg immer abgelšst und als die Haupterzeugnisse dieses Fortschritts erwiesen. WŠhrend wir die Triumphe des Heiligen Jahres auskosten, wollen wir nicht vergessen, wie real diese immer wiederkehrende Erfahrung ist. Wir wollen uns auch bewusst sein, dass unsere Segnungen unseren Herausforderungen entsprechen, wie es unsere ruhmreiche Geschichte wiederholt gezeigt hat.

14 Liebe Freunde, seien Sie nicht verzweifelt oder verschreckt! Schšpfen Sie Mut aus der Sicherheit von Gottes Gesetz und Gebot! Jetzt sind die dunkelsten Stunden vor dem Morgengrauen. Der verhei§ene Friede wird kommen, wenn die Nacht vorŸber ist. DrŠngen Sie voran, dem DŠmmerlicht entgegen!

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

1. Beantwortete Fragen 12:4

2. €hrenlese 99

3. Brief vom 28. Juli 1954, in Citadel of Faith. Messages to America

1947-1957, Wilmette 1980, S. 130

(Die Absatznumerierung fehlt in der Originalausgabe und ebenso die Zitatangaben)



Satelliten-Botschaft 26. November 1992

An die Bah‡Õ’s der Welt

1 Ein volles Jahrhundert ist verflossen, seitdem Bah‡ÕuÕll‡hs Bund errichtet und in Gang gesetzt wurde. Wir Ÿbermitteln unsere liebevollen GrŸ§e den Mitgliedern Seiner Gemeinde, die heute beim Weltkongress in New York und den Nebenkonferenzen in allen Erdteilen versammelt sind oder anderweitig der Feier dieses Jahrhundert-Ereignisses beiwohnen.

2 Besonders freut es uns, dass wir eine einzigartige Gelegenheit erhalten, einen Augenblick innezuhalten, um gemeinsam mit unseren GlaubensbrŸdern und -schwestern unsere Gedanken zu sammeln und zu Ÿberlegen, wie es uns seit 1892 ergangen ist und was vor uns liegt. Das versetzt uns in die Lage, einen symbolischen Akt zu vollziehen, der seinem Wesen nach die Absicht des Gottesbundes verdeutlicht eines Bundes, den sein gšttlicher Urheber zur Vereinigung der Rassen und Nationen dieser Erde bestimmt hat.

3 Hehre GefŸhle wogen in unseren Herzen, wenn wir die dramatische Geschichte und den erstaunlichen Fortschritt dieser hundert Jahre vor unserem geistigen Auge vorŸberziehen lassen. Als Bah‡ÕuÕll‡h hinschied, erstreckte sich die Bah‡Õ’-Gemeinde auf lediglich fŸnfzehn LŠnder; die gro§e Mehrheit ihrer Mitglieder lebte in Bah‡'u'll‡hs Heimat Iran. Heute umspannt die Gemeinde den ganzen Planeten. Wir sind beglŸckt Ÿber den Geist der Einheit, bewiesen durch die stetige Festigung dieser Gemeinde in der Arbeit der Verwaltungs- und Gesellschaftsordnung, die aus dem Bunde Gottes geboren ist. Die so bewirkte echte Einheit bestŠrkt unsere Erwartung, dass die ganze Menschheit vereint werden kann und wird.

4 Wir mŸhen uns um den Aufbau einer Gemeinschaft zu einer Zeit, da die Welt Zeuge bestŸrzender VerŠnderungen ist, die die Gesellschaft in ihrem Charakter von Grund auf verŠndern und sie in einen noch nie dagewesenen Zustand der Qual und der Verwirrung versenken. In der Tat hat die Welt in diesem Zustand ihre Orientierung verloren, und zwar durch KrŠfte, die sie weder versteht noch beherrscht. Es ist ein Geschichtsabschnitt, in dem gro§e Reiche und Herrschergeschlechter in rascher Folge zusammenbrachen, in dem mŠchtige Ideologien die Herzen von Millionen gefangenhielten, nur um sang- und klanglos zu verlšschen, in dem zwei Weltkriege das kultivierte Leben, wie es das beginnende zwanzigste Jahrhundert kannte, všllig verwŸsteten.

5 Im Verlauf solcher furchtbarer UmbrŸche gab es in den Bereichen der Wissenschaft, der Technik und der gesellschaftlichen Organisation beispiellose Fortschritte, eine wahre Explosion des Wissens. Noch bemerkenswerter ist die Art und Weise, wie die bislang als schlafend empfundenen Massen der Menschheit erwachen und sich erheben, um nunmehr den ihnen zustehenden Platz im stark erweiterten Kreis der Nationen einzufordern. Gleichzeitig entwickelte sich die Kommunikation mit Lichtgeschwindigkeit, der Verkehr mit Schallgeschwindigkeit, und so ist die Welt zu einer Nachbarschaft zusammengeschrumpft, in der die Menschen sofort erfahren, was bei anderen vorgeht, und unmittelbaren Zugang zueinander haben. Und doch, trotz solcher wunderbarer Errungenschaften, trotz der Entfaltung internationaler Organisationen, trotz tapferer Versuche und strahlender Erfolge bei der internationalen Zusammenarbeit streiten die Nationen auf jŠmmerliche Weise miteinander, werden die Všlker von wirtschaftlichen UmbrŸchen erschŸttert, fŸhlen sich die Rassen schlimmer entfremdet als je zuvor und sind alle erfŸllt von Misstrauen, Niedergeschlagenheit und Angst.

6 Einher ging mit diesen VerŠnderungen ein Zusammenbruch der religišsen und politischen Institutionen, die seit alters Wegweiser fŸr eine stabile Gesellschaft waren. Selbst Institutionen, die nicht unterzukriegen scheinen, verlieren ihre GlaubwŸrdigkeit in dem Ma§e, wie sie mit ihrer inneren Unordnung befa§t sind. Das wirft ein Schlaglicht auf die Leere der moralischen Landschaft und auf ein GefŸhl der Sinnlosigkeit, welches das persšnliche Leben aus dem Gleichgewicht wirft. Nachdenkliche Beobachter schreiben besorgt Ÿber den Niedergang der Kultur, Ÿber den daraus folgenden Werteverlust, Ÿber die verlorene FŸlle des Innenlebens, Ÿber eine technische Zivilisation, die in einer immer schwereren Krise steckt. Sie schreiben weiter Ÿber die Gattung Mensch, die mit ihrer Weisheit am Ende ist, unfŠhig zur Selbstkontrolle, Ÿber die Notwendigkeit gšttlicher Weisheit und FŸrsorge und Ÿber die Verlorenheit der Menschenseele, die weit davon entfernt ist, derartige Notwendigkeiten zu erkennen.

7 Solche schicksalsschweren Zeugnisse spiegeln die allgemeinen Folgen des UnverstŠndnisses fŸr Gottes Absicht mit der Menschheit. Genau in dieser Hinsicht aber verbreitet Bah‡ÕuÕll‡h mit Seiner Offenbarung neues Licht, erfrischt unser Denken, klŠrt und erweitert unsere Vorstellung. Seine Lehren erfŸllen uns mit Gottes reicher Liebe fŸr Seine Geschšpfe, prŠgen uns die Gerechtigkeit in den menschlichen Beziehungen als etwas Unausweichliches ein und betonen, wie wichtig es ist, in allen Dingen diesem Prinzip zu folgen. Sie lassen uns wissen, dass "alle Menschen erschaffen wurden, eine stŠndig fortschreitende Kultur voranzutragen", und dass "die Tugenden, die der WŸrde" des Menschen "anstehen, Geduld, Erbarmen, Mitleid und GŸte fŸr alle Všlker und Geschlechter der Erde" sind. 1)

8 In dem Ma§e, wie die Mitglieder unserer Gemeinde ihre LehrplŠne fŸr den Glauben Bah‡ÕuÕll‡hs verfolgen, verstehen sie immer genauer den Sinn hinter den vielfŠltigen Wandlungsprozessen, die auf den Verlauf dieses Jahrhunderts einwirken. "Diese gleichzeitigen Prozesse des Aufstiegs und des Untergangs, des Zusammenschlusses und des Auseinanderfallens, der Ordnung und des Chaos mit ihren stŠndigen wechselseitigen Auswirkungen aufeinander sind," so versichern uns die Bah‡Õ’-Lehren, "nur Aspekte eines grš§eren, einzigen, unteilbaren Planes, dessen Quell Gott und dessen Verfasser Bah‡ÕuÕll‡h ist, eines Planes, der sich auf dem ganzen Planeten als Schauplatz verwirklicht und dessen letztes Ziel die Einheit und der Frieden der gesamten Menschheit ist."

9 Uneinigkeit ist das GrundŸbel fŸr die Probleme, die unseren Planeten so hart bedrŠngen. Uneinigkeit durchdringt die menschliche Haltung in allen Lebensbereichen. Sie ist der Kern aller grš§eren Konflikte zwischen Všlkern und Nationen. Und was noch schlimmer ist: Uneinigkeit ist allgegenwŠrtig in den Beziehungen zwischen den Religionen und innerhalb der Religionen; sie verdirbt den geistig-moralischen Einfluss, den auszuŸben ihr hšchster Zweck ist. "WŸrde die Lampe der Religion verdunkelt," versichert Bah‡ÕuÕll‡h, "so wŠren Chaos und Verwirrung die Folge, und die Lichter der Redlichkeit und Gerechtigkeit, der Ruhe und des Friedens wŸrden nicht lŠnger scheinen."3)

10 In einer Ausarbeitung Ÿber solche furchtbaren Folgen stellen unsere Lehren fest: "...wenn als Ergebnis menschlicher Verderbtheit das Licht der Religion in den Menschenherzen erlischt,... setzt ein beklagenswerter Niedergang sofort ein und... zieht alle †bel nach sich, die eine widerspenstige Seele zu enthŸllen vermag. Die Verderbnis der menschlichen Natur, die Erniedrigung des menschlichen Verhaltens, die Entartung und Auflšsung menschlicher Institutionen offenbaren sich unter solchen UmstŠnden in ihren schlimmsten, absto§endsten Bildern. Der menschliche Charakter wird entwŸrdigt, jedes Vertrauen wird erschŸttert, die NervenstrŠnge der Zucht und Ordnung erschlaffen, die Stimme des menschlichen Gewissens wird zum Schweigen gebracht, der Sinn fŸr Scham und Anstand wird verdunkelt, die Vorstellungen von Pflicht, Zusammenhalt, Gegenseitigkeit und Treue werden verdreht, das Empfinden fŸr Friedfertigkeit, Freude und Hoffnung wird nach und nach ausgelšscht."4)

11 Das ist unglŸckseligerweise der Zustand, zu dem die Menschen und die Institutionen in unserer Zeit abgesunken sind. Vor diesem Hintergrund erlangen die Erfordernisse des Gottesbundes eine noch entscheidendere Bedeutung als je zuvor. Ohne jeden Zweifel muss unsere Gemeinde, wenn sie mit dieser Situation fertig werden will, rasch zur nŠchsten Stufe ihrer Entwicklung fortschreiten. Das wird eine Phase sein, in der Bah‡ÕuÕll‡hs Glaube sich unausweichlich auf eine tiefgreifende Begegnung mit denjenigen KrŠften einstellen muss, die mit derart bestŸrzendem UngestŸm in der ganzen Welt am Werk sind. Lassen Sie uns deshalb heute die gŸnstige Gelegenheit nutzen, die Vorkehrungen zu betrachten, mit der Gottes Bund unsere TŠtigkeiten hervorbringt und abstŸtzt.

12 Unser Glaube ist gegrŸndet auf die Anerkennung der SouverŠnitŠt Gottes, der unerkennbaren Wesenheit, des hšchsten Schšpfers, und auf unsere Unterwerfung unter Seinen Willen, wie ihn Bah‡ÕuÕll‡h fŸr unser Zeitalter offenbart hat. Den Boten Gottes an Seinem Tag anzunehmen und sich Seinem Gebot zu fŸgen, sind zwei wesentliche, untrennbare Pflichten; jede Seele ist dazu erschaffen, diese Pflichten zu erfŸllen. Der Mensch erfŸllt diese doppelte Pflicht nach eigener Wahl; wenn er dies tut, vollbringt er einen Akt, der als hšchster Ausdruck des freien Willens, mit dem der allliebende Schšpfer jedes menschliche Wesen ausgestattet hat, betrachtet werden kann. In diesem leuchtenden Zeitalter ist Bah‡ÕuÕll‡hs Bund das Fahrzeug fŸr die praktische ErfŸllung der beiden Pflichten, das Werkzeug fŸr die Umsetzung des Glaubens an Bah‡ÕuÕll‡h in schšpferische Taten.

13 Die Einheit der Menschheit ist das Angelprinzip und hšchste Ziel der Sendung Bah‡ÕuÕll‡hs. Dieses Prinzip bedeutet weit mehr, als den Geist der BrŸderlichkeit und des guten Willens unter den Menschen wiederzuerwecken: Es "verlangt eine organische, strukturelle VerŠnderung der heutigen Gesellschaft, eine VerŠnderung, wie sie die Welt noch nicht erlebt hat". ) Bah‡ÕuÕll‡hs Bund verkšrpert Geist, Mittel und Methode zur Erreichung dieses Zieles. †ber die in Seinem Buch der Gesetze niedergelegten Grundlagen einer neuen Weltordnung hinaus hat Bah‡ÕuÕll‡h im Buch Seines Bundes die Ernennung Seines Sohnes 'AbduÕl-Bah‡ zum Ausleger Seiner Worte und zum Mittelpunkt Seines Bundes bestŠtigt. Als Ausleger wurde 'AbduÕl-Bah‡ der lebendige Mund des Buches Gottes, der ErklŠrer des Wortes Gottes; als Mittelpunkt des Bundes wurde Er der unbestechliche Mittler fŸr die Anwendung des Wortes auf praktische Ma§nahmen zum Aufbau einer neuen Weltkultur. Gottes Bund ist deshalb eine einmalige Erscheinung des Gšttlichen: Bah‡ÕuÕll‡h hat 'Abdu'l-Bah‡ nicht nur die nštige Amtsgewalt fŸr die ErfŸllung der Anforderungen Seiner einzigartigen Aufgabe Ÿbertragen, Er hat Ihm auch die Tugenden eines vollkommenen persšnlichen wie gesellschaftlichen Verhaltens verliehen, damit die Menschheit ein dauerhaftes Modell habe, dem sie nacheifern kann. In keinen Annalen der Vergangenheit findet sich eine derartige Vorsehung, die Absicht der Manifestation Gottes abzusichern.

14 Dieser Bund Gottes ist die GewŠhr gegen Spaltungen, der Grund, warum alle, die hier und da versucht haben, einen Keil in die Gemeinde zu treiben, auf lange Sicht gescheitert sind. Auch die unablŠssige Verfolgung der Gemeinde im Geburtsland Bah‡ÕuÕll‡hs war au§erstande, ihre IdentitŠt zu zerstšren oder ihre organische Einheit zu untergraben. Letzte ruhmreiche Wirkung dieser Vorsehung wird die sichere Errichtung des Reiches Gottes auf Erden sein, wie sie in den alten heiligen BŸchern verhei§en und von Bah‡ÕuÕll‡h verkŸndet ist.

15 "Der Tag der Verhei§ung ist gekommen," erklŠrt Er in aller Deutlichkeit, "und Er, der Verhei§ene, verkŸndet laut vor allen im Himmel und auf Erden: Wahrlich, es gibt keinen Gott au§er Ihm, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden! Ich schwšre bei Gott! Was seit Ewigkeit in der Weisheit Gottes, des Kenners des Sichtbaren wie des Unsichtbaren, verwahrt war, ist offenbart. GlŸcklich das Auge, das Gottes Antlitz sieht, und das Angesicht, das sich Ihm, dem Herrn allen Seins, zuwendet!"6)

16 In der Tat fŸhrte Bah‡ÕuÕll‡hs Kommen die Welt in ein neues Zeitalter und ermšglichte eine všllig neue Beziehung zwischen der Menschheit und ihrem allhšchsten Schšpfer. Die Wesensmerkmale dieser Beziehung sind in dem Bunde zusammengefa§t, der mit Seinem Hinscheiden vor einem Jahrhundert begann. Seine geistige Dynamik, seine Bindekraft, seine vereinenden GrundsŠtze und praktisch institutionellen Vorkehrungen sind ein Muster fŸr die Heilung der Krankheiten unserer zertrŸmmerten Gesellschaften und unserer mangelhaften Sozialsysteme. Bah‡ÕuÕll‡hs Bund gibt der wechselvollen Menschheitsgeschichte neuen Sinn; er verleiht dem menschlichen Streben frischen Antrieb. "Wie eine Schlagader", sagt ÔAbduÕl-Bah‡, "bebt und pulsiert er im Leibe der Welt."7) Sein durchdringender Einfluss trifft das Durcheinander der menschlichen Angelegenheiten mitten ins Herz und treibt den immer schnelleren †bergang der alten Ordnung zu der von Bah‡ÕuÕll‡h geschauten neuen Weltordnung voran. "Bald," schreibt Er, "wird die heutige Ordnung aufgerollt und eine neue an ihrer Statt entfaltet werden."8) Und Er erlŠutert dazu: "Die Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten durch die Schwungkraft dieser grš§ten, dieser neuen Weltordnung. Das geregelte Leben der Menschheit ist aufgewŸhlt durch das Wirken dieses einzigartigen, dieses wundersamen Systems, desgleichen kein sterbliches Auge je gesehen hat."9)

17 Mšgen alle, die sich um den Zustand und das Schicksal der Welt Sorgen machen, den AnsprŸchen Bah‡ÕuÕll‡hs die nštige Beachtung schenken. Mšgen sie erkennen, dass die gegen die Grundmauern der Gesellschaft anrennenden StŸrme nicht zur Ruhe kommen werden, sofern und ehe nicht bei der Suche nach Lšsungen fŸr gesellschaftliche Probleme geistige GrundsŠtze aktiv eingesetzt werden. Lassen Sie uns als AnhŠnger Bah‡ÕuÕll‡hs unsere BemŸhungen verdoppeln, um unsere heilige Pflicht zu erfŸllen und die ganze Menschheit mit der belebenden Absicht von Bah‡ÕuÕll‡hs "weltweitem Gesetz" vertraut zu machen. Lassen Sie alle entdecken, dass es, "weit davon entfernt, auf den Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung abzuzielen, ihre Grundlagen zu erweitern (und) ihre Institutionen in einer Weise umzugestalten sucht, die mit den BedŸrfnissen einer stets sich wandelnden Welt in Einklang steht."10) Lassen Sie uns in Geduld und Demut antworten auf herausfordernde oder skeptische Fragen, wŠhrend wir die Absichten dieses Gesetzes darlegen. Lassen Sie alle wissen, dass es "mit keiner rechtmŠ§igen Untertanenpflicht in Widerspruch sein und wirkliche Treue untergraben" kann. Seine Absicht ist weder, die Flamme einer vernŸnftigen Vaterlandsliebe in den Herzen der Menschen zu ersticken, noch das System nationaler SelbstŠndigkeit abzuschaffen, das so wesentlich ist, wenn die †bel Ÿbertriebener Zentralisation vermieden werden sollen."

18 Lassen Sie uns durch Wort und Beispiel zeigen, dass dieses Gesetz "weder die Verschiedenheiten der všlkischen Herkunft, des Klimas, der Geschichte, Sprache und †berlieferung, des Denkens und der Gewohnheit Ÿbersieht, die die Všlker und LŠnder der Welt unterschiedlich gestalten, noch sie auszumerzen versucht." Und lassen Sie schlie§lich alle wŸrdigen, dass es "nach grš§erer Treue ruft, nach stŠrkerem BemŸhen als irgendein anderes, das je die Menschenwelt beseelt hat", dass es "auf der Unterordnung nationaler Regungen und Belange unter die zwingenden AnsprŸche einer geeinten Welt besteht", dass es "einerseits die Ÿbersteigerte Zentralisation verwirft und zum anderen allen Versuchen der Gleichmacherei entsagt", dass mit einem Wort "seine Losung Einheit in der Mannigfaltigkeit" ist.

19 Es ist besonders bemerkenswert, dass das heilige Bah‡Õ’-Jahr mit Gedenkfeiern zu anderen welterschŸtternden Ereignissen zusammenfŠllt, Ereignissen, die vor vielen Jahrhunderten Prozesse in Gang setzten, die ihre ruhmreiche Vollendung am verhei§enen Tag Gottes finden sollen. Die letztendliche Lšsung der tiefgreifenden Fragen, welche von diesen Ereignissen aufgeworfen wurden und im Laufe der Zeit herangereift sind, ist in der schlie§lichen Verwirklichung des weltumspannenden Systems Bah‡ÕuÕll‡hs erkennbar.

20 Unsere Gedanken wenden sich der Geschichte von 'Abdu'l-Bah‡s heldenhafter Reise in den Westen zu, besonders nach Nordamerika, wo er in New York Seinen westlichen JŸngern die Tragweite des Bundes Bah‡ÕuÕll‡hs enthŸllte. Das war in gewissem Sinn ein Akt der Erneuerung, eine Vorschau auf die gefestigte Einheit der Alten mit der Neuen Welt in einer weltweiten Gestaltung. Von 'Abdu'l-Bah‡ "Stadt des Bundes" benannt, hallt New York wider von den Wirkungen dieser Erfahrung vor achtzig Jahren. Damals war die Stadt das wichtigste Tor zum "Land der Verhei§ung" fŸr Millionen Menschen, die neue Horizonte suchten. Heute ist sie ein anerkannter Treffpunkt fŸr die FŸhrer der Nationen, ein internationaler Schauplatz fŸr BemŸhungen um die Einheit im politischen Bereich. Ihre Luft vibriert von den Hoffnungen einer Welt, die ihre Angelegenheiten zu ordnen sucht. Die Herzen aller Bah‡Õ’ rund um die Erde sind heute auf diese Stadt des Bundes gerichtet, wo sich viele tausend ihrer GlaubensbrŸder und -schwestern aus allen Teilen des Planeten zum zweiten Bah‡'i-Weltkongress versammelt haben. Dass dort die Menschheit in so gro§er Mannigfaltigkeit vertreten ist, bekrŠftigt die einende Macht des Gottesbundes, den zu feiern dieser Kongress einberufen wurde.

21 In dieser Jahreszeit des Neubeginns und des Gedenkens an neue AnfŠnge setzen wir Bah‡Õ’ uns einen neuen Ma§stab des BemŸhens, wagemutiger und beharrlicher als je zuvor. Mšgen unsere Worte verkŸnden und unsere Taten beweisen, dass es nur einen Gott gibt, nur eine Religion, nur eine Menschenrasse. So wenig wir auch sind, mšgen wir auf diese Weise unsere Pflicht vor Bah‡ÕuÕll‡h, Seinem Bund und fŸrwahr der ganzen Menschheit erfŸllen.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

1. Bah‡'u'll‡h, €hrenlese 109:2 2. Shoghi Effendi, Das Kommen gšttlicher Gerechtigkeit, 1969-126, S. 114 3. Botschaften aus 'Akk‡ 8:53 4. Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bah‡ÕuÕll‡hs, 1977-134, S. 270 f 5. Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bah‡ÕuÕll‡hs, 1977-134, S. 70 6. Bah‡'u'll‡h, zitiert in Shoghi Effendi, Das Kommen gšttlicher Gerechtigkeit, 1969- 126, S. 122 7. Star of the West, Vol.10, No. 12 (16. Okt. 1919), p. 233 8. €hrenlese 4:2 9. €hrenlese 70:1 10. Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bah‡ÕuÕll‡hs, 1977-134, S. 67 11. Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bah‡ÕuÕll‡hs 1977-134, S. 68

(Die Absatznumerierung fehlt in der Originalausgabe und ebenso die Zitatangaben)


Ridv‡n 1992 (149 BE)

An die Bah‡Õ’s der Welt

Innig geliebte Freunde,

1 in dieser Ridv‡n-Zeit mit all ihrem Glanz als Anbruch au§ergewšhnlicher, ereignisreicher Tage sind unsere Herzen tief bewegt, und andŠchtig knien wir vor dem Herrn der Herrlichkeit, durch dessen Gnade wir an einem glŸckverhei§enden Kreuzweg in der Geschichte Seiner Sache angelangt sind.

2 Vom Gipfel des zu Ende gegangenen Sechsjahresplanes gelangen wir jetzt an die Schwelle des Heiligen Jahres, ehrfŸrchtig erschauernd beim blo§en Gedanken an die einzigartige Bedeutung dieser geheiligten Zeit der RŸckbesinnung, da vor hundert Jahren Bah‡'u'll‡h, der Verhei§ene aller Zeitalter, vom Erdenleben Abschied nahm. Die Sonne der Wahrheit jedoch ging nur unter, um fŸr immer und ewig vom "Reich unvergŠnglicher Herrlichkeit"1) zu scheinen und hinfort den Strahlenglanz ihrer erneuernden Macht auf die ganze Welt zu ergie§en. Hinweggegangen aus diesem Dasein ist der Urheber einer Offenbarung von "unfassbarer Grš§e", in der "alle Sendungen der Vergangenheit ihre hšchste, letzte Vollendung erreicht" haben, 2) der BegrŸnder eines neuen Menschheitszyklus, "der sich Ÿber einen Zeitraum von mindestens fŸnfhunderttausend Jahren erstrecken muss",3) der Stifter einer Weltordnung, eines "Systems, desgleichen kein sterbliches Auge je gesehen hat".4) Ja, mehr noch, Er war der DŠmmerort des Tages Gottes, des Tages, da Gottes vortrefflichste Gunstbezeigungen Ÿber die Menschen ausgeschŸttet wurden".5) Das ist die alles Ÿberragende Wirklichkeit, auf die unsere Betrachtungen zu dieser besonderen Jahresfeier an einem so kritischen Zeitpunkt in den Geschicken der Menschheit gerichtet sind.

3 So erfŸllt sind wir von den geweihten Erinnerungen dieses Heiligen Jahres, dass wir Sie alle einladen mšchten innezuhalten, wenn Sie in diese Periode der Besinnung eintreten, diese Zeit erneuter Hinwendung, diese Etappe der Vorbereitung auf noch zu leistende Aufgaben, auf noch zu erklimmende Gipfel, auf noch zu entschleiernde Pracht. Denn wenn wir nun zurŸckschauen auf hundert Jahre einer beispiellosen Geschichte unaufhšrlichen Fortschritts, dann blicken wir zugleich voraus auf viele Jahrhunderte einer sich entfaltenden ErfŸllung der Gšttlichen Absieht, und wie die Erfahrung zeigt, wird diese ErfŸllung immer stŠrker bewirkt durch systematisch fortschreitende PlŠne, aber auch durch immer neue Epochen wundersamer SprŸnge und SchŸbe.

4 Was uns in der Tat mitten in dieses verhei§ungsvolle Heilige Jahr hineinfŸhrt, ist die Schau neuer Horizonte, wie sie der triumphale Abschluss des Sechsjahresplanes eršffnet, der mit der Eršffnungsphase der vierten Epoche im Gestaltenden Zeitalter unseres Glaubens zusammenfiel. Triumphal ist alles in allem nicht so sehr der Zuwachs in Zahlen, wenngleich sich die Gemeinde an vielen Orten zu bestimmten Zeiten ungewšhnlich stark ausweitete. Der Triumph offenbart sich in einer neuen Vielfalt von Siegen, in neuen AnfŠngen, frischen Initiativen und ausgereiften institutionellen Entwicklungen, die dem Erfolg bei den sieben Hauptzielen des Planes gleichsam den Stempel aufdrŸcken. So unmšglich es auch ist, auf diesen wenigen Seiten die Ergebnisse des Planes aufzulisten, verdienen doch die wichtigsten Entwicklungstrends wŠhrend dieser bemerkenswert dynamischen Zeit hervorgehoben zu werden. Die Bah‡Õ’-Gemeinde hat sich in den letzten sechs Jahren auffallend verŠndert. Die wichtigsten Anzeichen dafŸr sind zweifellos fŸr die Freunde allŸberall wahrnehmbar und kšnnen wie folgt zusammengefasst werden:

5 Erstens: Bah‡ÕuÕll‡hs Glaube ist in jedem Land der Erde vertreten. Der plštzliche Wandel des politischen Klimas, ohne Zweifel durch Gottes Gro§en Plan bewirkt, hat riesige Gebiete fŸr die Durchdringung mit den gšttlichen Lehren eršffnet, vor allem in der vormaligen Sowjetunion und den frŸheren OstblocklŠndern. Die durch diesen Wandel geschaffenen Mšglichkeiten fŸhrten dazu, dass Ritter Bah‡ÕuÕll‡hs die letzten aus Shoghi Effendis Zehnjahres-Weltkreuzzug verbliebenen unberŸhrten Gebiete besetzten. Diese Mšglichkeiten veranlassten auch dazu, an Ridv‡n 1990 den Zweijahres-ErgŠnzungsplan fŸr diese Gebiete zu beginnen, was zu einem aufsehenerregenden Erfolg fŸhrte, nicht nur bei der Ausbreitung in den vielen betroffenen LŠndern, sondern auch bei der Vielgestalt der von den neuen GlŠubigen dieser LŠnder vertretenen Gesellschaftsschichten, beim Umfang und der Vielschichtigkeit des Bah‡Õ’-Schrifttums sowie bei der Zahl der in dieser kurzen Zeit errichteten Bah‡Õ’-Institutionen. Die Bah‡Õ’-Welt sah sich durch diese Entwicklungen stark angeregt; auch anderswo verzeichneten einige LŠnder bedeutende Erfolge in der Lehrarbeit. Die bis jetzt im Weltzentrum verfŸgbaren Zahlen vermelden, dass wŠhrend des Sechsjahresplanes mehr als anderthalb Millionen Seelen der Sache Gottes beigetreten sind. †beraus interessant ist das besondere dreijŠhrige Lehrprojekt in Guyana, das zu einem Wachstum der Bah‡Õ’-Gemeinde bis auf sechs Prozent der Bevšlkerung fŸhrte.

6 Zweitens: Auf der ganzen Welt erreichte die Proklamation des Glaubens eine všllig neue Stufe. Inspiriert durch die Jahrhundertfeier der VerkŸndigung Bah‡ÕuÕll‡h an die Kšnige und Herrscher der Menschheit, war 1967 ein Proklamationsfeldzug eingeleitet worden, der 1979 mit der Woge von Verfolgungen der iranischen Bah‡Õ’-Gemeinde an Schwungkraft gewann und neuerdings mit der Verteilung der "Verhei§ung des Weltfriedens" stark ausgeweitet wurde. Kšnige und Kšniginnen, PrŠsidenten und Premierminister, Gesetzgeber, Juristen, Akademiker, verschiedenartigste Institutionen und Organisationen wurden der Botschaft Bah‡ÕuÕll‡hs gewahr. Die KreativitŠt, mit der sich Ÿberall die Gemeinden in die offene Verbreitung der Sache Gottes einŸbten, wurde zu einer Triebkraft fŸr den Plan und erregte in betrŠchtlichem Ausma§ bei Organisationen, MeinungstrŠgern und Medien das Interesse an den Problemlšsungen, die unser Glaube einer seltsam verwirrten Welt zu bieten hat. Begeistert von der Sto§wirkung der fŸr die Glaubensproklamation getroffenen Ma§nahmen sowie der fortgesetzten BemŸhungen zur Verteidigung der schwer verfolgten iranischen Bah‡Õ’-Gemeinde haben nationale wie šrtliche Geistige RŠte im Umgang mit der …ffentlichkeit eine eindrucksvolle KŸhnheit und OriginalitŠt entfaltet, und sie tun es weiterhin. Dies zeigt sich in ihren unzŠhligen Kontakten zu Beamten auf allen staatlichen Ebenen, in ihren Verbindungen zu einem sich ausweitenden Spektrum von Organisationen und in ihrem immer gewandteren Umgang mit den Medien.

7 Drittens: Im Dezember 1986 brachte die Einweihung des Muttertempels fŸr den indischen Subkontinent der Lehr- und Proklamationsarbeit des Glaubens einen neuen KrŠfteschub. Als ein Bauwerk von seltener Schšnheit und Vollkommenheit gewann der "Lotostempel" breite Zustimmung und fand gleichzeitig bei gro§en Besucherzahlen ungewšhnlichen Anklang. Sein Ruhm als architektonisches Wunderwerk verbreitete sich wie ein Lauffeuer, ebenso sein geistiger Einfluss. Es ist keine †bertreibung, wenn man feststellt, dass unter allen Bah‡'’-HŠusern der Andacht dieser Tempel heutzutage der wirksamste stumme Lehrer ist; Jahr fŸr Jahr zieht er mit durchschnittlich 20.000 Besuchern pro Tag mehr Menschen an als alle anderen Bah‡Õ’-Tempel zusammengenommen. Zu den Besuchern aus vielen LŠndern gehšren einige der prominentesten Persšnlichkeiten der Welt. Als Gegenstand von gro§em Medieninteresse wurde der Tempel selbst in russischen und chinesischen Fernsehprogrammen dargestellt. Sein Erfolg in dieser Hinsicht hat unermesslich zu der starken šffentlichen Aufmerksamkeit fŸr den Glauben beigetragen.

8 Viertens: Das weitere Hervortreten des Glaubens aus der Verborgenheit spiegelt sich auf verschiedenartige Weise. In gebildeten Kreisen, in Nachschlagewerken und in den Medien wird der Glaube Bah‡ÕuÕll‡hs mehr und mehr als eine der "wichtigen" oder "Haupt"-Religionen in der Welt bezeichnet. Durch die verstŠrkte Proklamation der Freunde werden die GlaubenstŠtigkeiten in den Medien immer ausgiebiger behandelt; aber noch wichtiger ist die Tatsache, dass die Medien von sich aus Interesse an der Bah‡Õ’-Gemeinde zeigen und in weiten Teilen der Welt Kontakt zu ihr suchen. Einflussreiche Segmente der …ffentlichkeit auf Gebieten wie Friedensarbeit, Umwelt, Stellung der Frau, Erziehungswesen und Alphabetisierung sind in wachsendem Ma§e den Bah‡Õ’-Ideen ausgesetzt; deren Reaktion bewirkte, dass die Bah‡Õ’ mehr und mehr zur Teilnahme an weitverzweigten Projekten im Verbund mit staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen aufgerufen sind.

9 †berdies wŠchst dadurch, dass das šffentliche Bewusstsein den Bah‡Õ’-Ideen ausgesetzt ist, die Erkenntnis, dass der Glaube Bah‡'u'll‡hs Antworten auf die Weltprobleme hat, aber auch die Erwartung, dass die Bah‡Õ’-Gemeinde in den šffentlichen Dingen eine immer aktivere Rolle spielt. Der beachtliche Erfolg des UmweltbŸros der Bah‡Õ’-Weltgemeinschaft, das wŠhrend des Planes errichtet wurde, verdeutlicht das Wesen dieser Entwicklung. Auch die formellen Beziehungen, welche die Bah‡Õ’-Weltgemeinschaft mit dem Netzwerk fŸr Religion und Bewahrung der Schšpfung beim Weltweiten Fonds fŸr die Natur (WWF) sowie mit der Weltkonferenz fŸr Religion und Frieden geknŸpft hat, spiegeln in Verbindung mit den zahlreichen gleichartigen Beziehungen der nationalen und šrtlichen Geistigen RŠte in ihrem jeweiligen ZustŠndigkeitsbereich einen Trend im Hervortreten des Glaubens als ein Gebilde, mit dem man rechnen muss. Insgesamt fŸhrt die Sto§kraft des weitverzweigten Proklamationsfeldzuges zu einem šffentlichen Echo auf den Glauben Bah‡ÕuÕll‡hs; man kann jetzt sagen, dass Bah‡'u'll‡hs Glaube den wichtigsten šffentlichen Institutionen und den prominentesten Persšnlichkeiten auf Erden bekannt ist.

10 FŸnftens: Die Bah‡Õ’-Projekte der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung haben sich vervielfacht und mit ihren an zahlreichen Orten gegebenen Beispielen fŸr die Macht der Gruppeninitiative sowie der freiwillig beratenden TŠtigkeit der Gemeinde einen guten Ruf gebracht. Es handelt sich um mehr als tausend Projekte auf den Gebieten des Erziehungswesens, der Landwirtschaft, der GesundheitsfŸrsorge, der Alphabetisierung, der Umwelt und der verbesserten Stellung der Frauen. In etlichen FŠllen kam diesen Projekten die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und internationalen nichtstaatlichen Organisationen zugute, so zum Beispiel bei dem Projekt fŸr die verbesserte Stellung der Frauen, das fŸnf nationale Geistige RŠte mit der finanziellen UnterstŸtzung des Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen fŸr die Frauen (UNIFEM) eingeleitet haben; Projekte auf anderen Gebieten wurden durch die kanadische, die indische, die deutsche und die norwegische Regierung unterstŸtzt. Einige Projekte brachten so ausgezeichnete Ergebnisse, dass sie durch lobende ErwŠhnung sowie Preisverleihungen seitens Regierungen und internationaler nichtstaatlicher Organisationen šffentliche Aufmerksamkeit erregten.

11 Sechstens: Die Jugendarbeit nahm durch die Idee eines Jahrs des Dienstes fŸr die Jugend einen besonderen Charakter an. Der Einbezug der Jugend in den Sechsjahresplan als Kurzzeit-Pioniere, Reiselehrer und Projektbeteiligte wirkte sich grŸndlich auf die Lehrarbeit allŸberall aus und federte die BemŸhungen einer wachsenden Zahl von nationalen wie šrtlichen Gemeinden um soziale und wirtschaftliche Entwicklung ab. An den vielen Siegen in den ehemals kommunistischen LŠndern waren die Jugendlichen stark beteiligt. Ihre Mitarbeit bei Projekten der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung zog in mehreren FŠllen die Aufmerksamkeit von Regierungen und Entwicklungsorganisationen auf sich. Die Bildung des EuropŠischen Bah‡Õ’-Jugendrates spornte dort die AktivitŠten der Jugend an, was wiederum den Schub der Lehrarbeit in diesem Erdteil wŠhrend der letzten Jahre des Planes machtvoll unterstŸtzte. Ein bedeutsamer Wesenszug der Jugendarbeit ist der Beitrag von Kurzzeit-Freiwilligen aus allen Teilen des Planeten zur Arbeit des Weltzentrums, wo ihre Dienste von unschŠtzbarem Wert waren.

12 Siebtens: Die Fortschritte bei der Festigung des Bah‡Õ’-Verwaltungssystems treten mit der deutlichen Verbesserung der inneren Entwicklung und mit den BemŸhungen seiner beiden Arme um enge Zusammenarbeit klar zutage. Die hei§ geliebten, unerschrockenen HŠnde der Sache Gottes verfolgen, getreu ihrer Bindung an ihren geliebten HŸter, weiterhin ihre einzigartigen Dienste und Ÿberraschen die Gemeinde mit ihrer nie versiegenden Kraft. Wachsende Kraft und Zuversicht bei den BeraterŠmtern und ihren HilfsŠmtern, unterstŸtzt von einem verstŠrkten, tatkrŠftigen Internationalen Lehrzentrum, verschafft den Geistigen RŠten, die anzuregen und zu beraten ihre Aufgabe ist, eine Untermauerung, die fŸr die Wohlfahrt des ganzen Systems unabdingbar ist, wŠhrend die erweiterten TŠtigkeiten der nationalen und šrtlichen Geistigen RŠte, die ihrerseits die Geschicke ihrer Gemeinden zu leiten haben, die Basis des Systems betrŠchtlich in die Breite wachsen lie§. Seite an Seite haben diese Institutionen mit ihrer Arbeit die Entwicklung der Verwaltungs- und Gesellschaftsordnung erleichtert und angekurbelt. Mehr noch: Sie zeigen eine schšpferische Kraft, die fŸr ihren weiteren Reifungsproze§ Gutes verspricht.

13 Achtens: Die gro§en Bauvorhaben am Berg Gottes, von Bah‡ÕuÕll‡h im Tablet vom Karmel vorausgeschaut, von ÔAbduÕl-Bah‡ mit dem Bau des Schreins des B‡b begonnen und nach den PlŠnen Shoghi Effendis fortgesetzt, haben jetzt eine neue Stufe erreicht. Die Arbeit begann im Mai 1990 mit der VerstŠrkung und Erweiterung der Hauptterrasse um den Schrein des B‡b als erstem Schritt zur Verwirklichung des architektonischen Konzepts fŸr die ErfŸllung der Vision 'Abdu'l-Bah‡s mit Terrassen vom Fu§ bis zum Kamm des Berges. Im September des folgenden Jahres wurden die Erdarbeiten am Bau des Zentrums fŸr das Studium der heiligen Texte und an der Erweiterung des Internationalen ArchivgebŠudes in Angriff genommen. Diesen Bauten folgt die Errichtung der anderen GebŠude am Bogen: der Sitz des Internationalen Lehrzentrums sowie zu gegebener Zeit die Internationale Bah‡Õ’-Bibliothek.

14 Alle diese Entwicklungen machen offenkundig, dass das fŸr den weiteren Fortschritt der Bah‡Õ’-Gemeinde zusammenkommende Potential kaum abzuschŠtzen ist. Die verŠnderte Lage innerhalb und zwischen den Nationen und die vielen gesellschaftlichen Probleme vergrš§ern dieses Potential zusŠtzlich. Dieser ganze Wandel vermittelt den Eindruck, dass der Geringere Friede nahegekommen ist. Aber gleichzeitig flackern GegenkrŠfte wieder auf. Die neue Flutwelle politischer Freiheit, ausgelšst durch den Zusammenbruch der Bollwerke des Kommunismus, fŸhrte zu einer Explosion des Nationalismus. Der damit wieder einhergehende Rassismus in vielen Gebieten ist zum Gegenstand ernster globaler Sorge geworden. Vermischt werden diese beiden Elemente in einem aufwallenden religišsen Fundamentalismus, der die Brunnen der Toleranz vergiftet. Der Terrorismus grassiert. Weitverbreitete Unsicherheit Ÿber die wirtschaftlichen ZustŠnde weisen auf eine tiefgreifende Unordnung bei der Steuerung der materiellen Angelegenheiten des Planeten, was das GefŸhl der Frustration und der Zwecklosigkeit im politischen Bereich nur verschlimmern kann. Alarmierend ist der verschlechterte Zustand der Umwelt sowie der Gesundheit weiter Bevšlkerungskreise. Und doch gehšren zu den Elementen des Wandels auch erstaunliche Fortschritte der Kommunikationstechnik, welche die rasche †bermittlung von Informationen und Ideen von einem Teil der Welt zum anderen ermšglichen. Diese "gleichzeitigen VorgŠnge des Aufstiegs und des Untergangs, des Zusammenschlusses und des Auseinanderfallens, der Ordnung und des Chaos mit ihren fortgesetzten, wechselseitigen Auswirkungen aufeinanderÓ6) sind der Hintergrund, vor dem sich eine Myriade neuer Mšglichkeiten fŸr die nŠchste Stufe in der Entfaltung des Gšttlichen Planes unseres geliebten Meisters anbietet.

15 Die mit Bah‡ÕuÕll‡hs Offenbarung erwachten linden LŸfte schienen mit dem NŠherrŸcken des Heiligen Jahres den Charakter eines Sturms anzunehmen, der durch die Ÿberlebten Strukturen der alten Ordnung fegt, mŠchtige StŸtzen umlegt und den Baugrund fŸr neue EntwŸrfe gesellschaftlicher Organisation freimacht. Der Ruf nach Einheit, nach einer neuen Weltordnung, ist aus vielen Richtungen zu hšren. Der Wandel der Weltgesellschaft zeichnet sich durch eine unglaubliche Geschwindigkeit aus. Ein Wesenszug dieses Wandels ist seine Plštzlichkeit, ja †berstŸrzung, offensichtlich als die Wirkung einer wilden, verborgenen Kraft. Positiv an diesem Wandel sind die noch ungewohnte Offenheit fŸr weltumspannende Konzepte, die Tendenz zu internationaler und regionaler Zusammenarbeit, die Neigung kŠmpfender Parteien, sich fŸr friedliche Lšsungen zu entscheiden, die Suche nach geistigen Werten. Selbst die Gemeinschaft des Grš§ten Namens erlebt derart unerbittliche Wirkungen, weil dieser belebende Sturm unser aller Denkweise durchlŸftet, aber auch unsere Gesamtschau fŸr den Zweck der auf die Leiden und den Aufruhr der Menschheit folgenden Ordnung Bah‡ÕuÕll‡hs erneuert, klŠrt und erweitert.

16 WŠhrend uns die Weltlage vor eine gro§e Herausforderung von hšchster Dringlichkeit stellt, fŸhrt sie uns zugleich die ermutigende Gesamtschau Shoghi Effendis vor Augen. †ber die Aussichten der Verwaltungs- und Gesellschaftsordnung im zweiten Jahrhundert der Bah‡Õ’-Zeitrechnung, dessen Scheitelpunkt wir uns mit Riesenschritten nŠhern, schrieb er 1946: "Dem zweiten Jahrhundert ist bestimmt, Zeuge eines gewaltigen Aufmarsches sowie einer bemerkenswerten Festigung derjenigen KrŠfte zu werden, die an der weltweiten Entwicklung jener Ordnung arbeiten, ebenso Zeuge der ersten Regungen jener Weltordnung, fŸr die das gegenwŠrtige Verwaltungssystem zugleich VorlŠufer, Kern und Muster ist. In dem Ma§e, wie diese Ordnung kristallisiert und ihren wohltŠtigen Einfluss Ÿber den ganzen Planeten ausstrahlt, kŸndet sie einerseits das Erwachsenwerden der ganzen Gattung Mensch, andererseits die Reife des Glaubens, ihres Ahnherrn." 7)

17 Wenn wir uns der besonderen Gelegenheiten des Heiligen Jahres bewusst werden, empfangen wir sicherlich die nštige geistige AusrŸstung, um die drŠngenden Aufgaben der nŠchsten Entwicklungsstufe des Gšttlichen Planes in Angriff nehmen zu kšnnen. Diese Zeit des Gedenkens zieht die richtige Trennlinie zwischen den herrlichen Triumphen der letzten hundert Jahre und den glŠnzenden TrophŠen, die wir noch einsammeln mŸssen. Zu Beginn hei§en wir freudigen und dankbaren Herzens die weitere Ausdehnung und Festigung der Verwaltungs- und Gesellschaftsordnung willkommen, die daraus erwŠchst, dass zu dieser Ridv‡n-Zeit zwšlf Nationale und Regionale Geistige RŠte neu gebildet werden. Wie eindrucksvoll ist es doch, dass die Anzahl dieser RŠte der Zahl nationaler Geistiger RŠte entspricht, die es 1953, zu Beginn des Zehnjahresweltkreuzzuges, insgesamt gab - ein erfreulicher Beweis fŸr die rasche Ausdehnung der Verwaltungs- und Gesellschaftsordnung in knapp vierzig Jahren. Mit diesen neuen RŠten wird die Zahl der Nationalen Geistigen RŠte, die an der siebten Internationalen Bah‡Õ’-Tagung nŠchstes Ridv‡n teilnehmen, 165 betragen, unter BerŸcksichtigung des Einbezugs von Sikkirn nach Indien sowie der Unterbrechung der Bah‡Õ’-VerwaltungstŠtigkeit durch die unsicheren VerhŠltnisse in Liberia.

18 Freudig kŸndigen wir an, dass die folgenden HŠnde der Sache Gottes als unsere Vertreter sechs der GrŸndungstagungen beiwohnen werden: ÔAmatuÕl-Bah‡ Rœh’yyih Kh‡num wird bei den Tagungen in Bulgarien und Polen zugegen sein, 'Ali-Akbar Furœtan bei denjenigen der baltischen Staaten sowie Ungarns, und Dr. 'Ali-Muhammad Varq‡ bei den Tagungen in Gršnland, Wei§ru§land und Moldawien. Bei den Ÿbrigen GrŸndungstagungen werden Berater unsere Vertreter sein: George Allen in der Republik Kongo, Dr. Farzam Arbab in Zentralasten, Rolf von CzŽkus in Angola, Frau Parvin Djoneidi in Niger, Hartmut Grossmann in Albanien und Mas'œd Khams’ in Aserbeidschan.

19 In nur wenigen Wochen wird in der geheiligten Umfriedung des Schreins Bah‡'u'll‡hs eine Versammlung erhabenen Zweckes stattfinden und den hundertsten Jahrestag des Hinscheidens des Verlangens aller Všlker begehen. Die Ehrenrolle mit den Namen der Ritter Bah‡'u'll‡hs wird, wie von unserem geliebten HŸten angekŸndigt, am Morgen zuvor, dem 28. Mai, unter der EingangstŸr zum innersten Heiligtum des Allheiligen Schreines niedergelegt worden sein; sie soll dort verbleiben, Symbol fŸr den historischen Sieg, als Lohn der unerschŸtterlichen Entschlossenheit seitens der Liebenden der Gesegneten Schšnheit, derer, die dem Ruf zum mŠchtigen Zehnjahres-Kreuzzug geantwortet und das Banner Seines Glaubens in den unberŸhrten Gebieten der ganzen Welt aufgepflanzt haben.

20 SpŠter, im November, werden sich die Heerscharen Bah‡ÕuÕll‡hs in New York zu Tausenden versammeln, um mit einer hochsymbolischen Geste namens ihrer BrŸder auf der ganzen Welt ihre Hochachtung fŸr den von Bah‡ÕuÕll‡h vermachten Bund zu bezeugen, um das Gedenken Dessen wachzurufen, den Er zum Mittelpunkt dieses Bundes ernannt hatte und der den Rang dieser Metropole erhšhte, indem Er ihr den Ehrennamen "Stadt des Bundes"8) verlieh. Dort werden sie auch die Macht der Einheit beweisen, die der Gottesbund allen Všlkern der Welt sichern soll. Es wird ein Moment Ÿberragender Bedeutung fŸr die Bah‡Õ’-Gemeinde in den Augen der Weltšffentlichkeit werden.

21 Diese beiden internationalen Ereignisse sind Angelpunkte fŸr Treffen mit gleicher Absicht, an denen die Freunde in allen Winkeln der Welt teilnehmen. Der geistige Charakter und die wŸrdige Art ihrer Teilnahme werden sicherlich die BestŠtigungen aus der Hšhe anziehen und so zutiefst die aufbauenden KrŠfte beeinflussen, die auf der ganzen Erde am Werk sind.

22 Ein weiterer Quell des Segens, auf den wir seit langem unsere Hoffnung richten, wird gleichfalls offenbar. Bah‡ÕuÕll‡h schreibt: "Als Wir im GefŠngnis waren, haben Wir ein Buch offenbart, das Wir "Das Heiligste Buch" benannten. Darin haben Wir Gesetze gegeben und es geschmŸckt mit den Geboten deines Herrn, der die Amtsgewalt Ÿbt Ÿber alle in den Himmeln und auf Erden."9) In voller Erkenntnis der welterschŸtternden Bedeutung dieses Schrittes kŸndigen wir Ihnen daher die Veršffentlichung der mit Anmerkungen versehenen englischen †bersetzung des Kit‡b-i-Aqdas wŠhrend dieses Jahres an - des von Bah‡ÕuÕll‡h vor etwa vier Menschenaltern im Haus 'Udi Khammar zu 'Akk‡ offenbarten Grundgesetzes der kŸnftigen Weltkultur.

23 Inmitten des durch die beiden gro§en Gedenkfeiern wie auch die bevorstehende Veršffentlichung des Mutterbuches der Bah‡Õ’-Offenbarung verursachten ungeduldigen VorgefŸhls tritt nun das Gesetz des HuqœqÕull‡h als Teil der feststehenden Lebenspraxis bei allen Gliedern der ganzen Weltgemeinschaft in Kraft. Mšgen die verhei§enen Gnadengaben, die mit der Inkraftsetzung dieses heiligen Gesetzes verbunden sind, auf die Geliebten des Herrn in jedem Land herniederstršmen.

24 Ein Jahr - beladen mit Ereignissen von so geheiligter Tragweite - muss zu Folgerungen von unvorstellbarer Wirkkraft hinfŸhren. Was sich daraus unmittelbar ergibt, lŠsst sich unmšglich voraussagen; es ist mŸ§ig, darŸber zu spekulieren. Statt dessen sollten wir lieber unsere Gedanken auf die Bedeutung der weihevollen Ereignisse richten, an die uns dieses Jahr erinnern soll, ist doch der Zweck des Heiligen Jahres keineswegs mit šffentlichen Gedenkfeiern erfŸllt, so angemessen sie auch gestaltet sein mšgen. Wesentlich ist die Gelegenheit zu innerer Neubesinnung, die dieses Jahr jedem einzelnen Bah‡Õ’ bietet. Es ist fŸrwahr die besondere Zeit fŸr ein Rendezvous der Seele mit dem Quell ihres Lichts und ihrer FŸhrung, eine Zeit der Hinwendung zu Bah‡ÕuÕll‡h, der Suche nach einem vertieften Werturteil Ÿber Seine Absicht, der Erneuerung der Ergebenheit fŸr Ihn. Es ist eine Zeit des RŸckzugs auf den eigenen Wesenskern, hin zur Wohnstatt des Geistes Bah‡s, hinein in jenen Innenraum, in den Er uns einlŠdt mit den Worten: "Schaue in dich, dass du Mich in dir findest, mŠchtig, stark und selbstbestehend."10) Ja, es ist eine Zeit der erneuerten Hinwendung zum Bund Gottes, des erneuerten Pflichtbewusstseins, der erneuerten Kraft zum Lehren, zur "verdienstvollsten aller Taten". 11)

25 Die wichtigste Hilfe fŸr Ihre Neubesinnung und Ihre Taten wird Ihnen sicherlich die Einsicht und die Begeisterung aus Seinen Worten bieten, so etwa den folgenden: "Ich bin die Sonne der Weisheit, das Meer der Erkenntnis. Ich ermutige die Schwachen und belebe die Toten. Ich bin das Licht der FŸhrung, das den Weg erhellt.''l2) "Bei Meinem Leben! Nicht aus eigenem Antrieb habe Ich von Mir gekŸndet, sondern Gott hat Mich nach Seinem ureigenen Ratschluss offenbart."13) "Ich bin im Schatten der Wolken der Herrlichkeit gekommen und von Gott mit unŸberwindlicher SouverŠnitŠt bekleidet."14) "Wer Mich nicht hat, ist aller Dinge verlustig. Wendet euch ab von allem, was auf Erden ist, und suchet nur Mich."15) "Liebe Mich, damit Ich dich liebe. Wenn du Mich nicht liebst, kann Meine Liebe dich niemals erreichen. Erkenne dies, o Diener!"16) "Die AltehrwŸrdige Schšnheit hat eingewilligt, in Ketten gelegt zu werden, damit die Menschheit aus ihrer Knechtschaft erlšst werde, und hat es hingenommen, zum Gefangenen in dieser mŠchtigsten Festung zu werden, damit die ganze Welt wahre Freiheit gewinne. Er hat den Kelch des Leidens bis zur Neige geleert, damit alle Všlker der Welt immerwŠhrende Freude erlangen und von Fršhlichkeit erfŸllt werden."17 )

26 Wohin uns die persšnliche Neubesinnung oder unser erneuertes Pflichtbewusstsein auch fŸhren, einer Sache mŸssen wir gewiss sein: Der Name des Lebensspenders der Welt wird nunmehr auf der ganzen Erde bekannt, unter hoch und niedrig gleicherma§en. Wenn wir uns bewusst machen, dass seit dem Hinscheiden der Gesegneten Schšnheit bereits ein volles Jahrhundert verstrichen ist, wenn wir beobachten, wie immer lauter aus den Herzen derer, die sich nach Hoffnung auf Trost sehnen, wahrhafte Angstschreie dringen, dann kšnnen wir, Seine bekennenden Diener, vor dieser hšchsten, drŠngendsten Pflicht weder schwanken noch ermatten. Denn Er, Bah‡ÕuÕll‡h, ist die Hšchste Manifestation, der Einiger und Erlšser der ganzen Menschheit, der Springquell der Gerechtigkeit, der unsterbliche Geliebte. Nach Seiner unfehlbaren VerkŸndigung ist "Er, der Unbedingte, in den Wolken des Lichts gekommen, um alles Erschaffene mit dem Odem Seines Namens, der Allbarmherzige, zu beleben, um die Welt zu vereinen und alle Menschen zu versammeln an dieser Tafel, die vom Himmel herabgesandt ist."18) Lasst uns Seinen Namen mit WŸrde tragen, hin zu denen, die ihn hšren mŸssen, Lasst uns ihn darbieten als einen Schatz fŸr Die, welche ihn empfangen mŸssen, Lasst uns ihn voll Liebe aussprechen gegenŸber denen, die ihn sich zu eigen machen mŸssen.

27 Wie lobenswert wŠre es doch, wenn jeder von uns, erfŸllt von dem Verlangen, Bah‡ÕuÕll‡hs Namen laut auszurufen, und als Demonstration seiner besonderen Liebe fŸr die Schšnheit Abh‡, seinen persšnlichen Lehrfeldzug dergestalt in Gang brŠchte, dass die gemeinsame Kraft und die Ergebnisse dieser FeldzŸge in der ganzen Welt die weihevollen †bungen dieses Heiligen Jahres zu einem weithin hallenden Schlu§akkord fŸhrten und somit die BŸhne aufschlŸgen fŸr den Start des bevorstehenden Dreijahresplanes zu Ridv‡n 1993!

28 Zum Schluss scheint es uns zu dieser Stunde besonders angemessen, Bah‡ÕuÕll‡hs ErklŠrung im Heiligsten Buche in Erinnerung zu rufen, mit der Er zu unserer Betroffenheit bei Seinem Hinscheiden Seinen Willen zum Ausdruck bringt: "Seid nicht verzagt, o Všlker der Welt, wenn die Sonne Meiner Schšnheit untergegangen und der Himmel Meines Heiligtums vor eueren Augen verhŸllt sein wird. Erhebt euch, um Meine Sache weiterzutragen und Mein Wort unter den Menschen zu erhšhen. Wir sind immer mit euch und werden euch durch die Macht der Wahrheit stŠrken. Wir sind wahrhaft allmŠchtig. Wer Mich erkennt, wird aufstehen und Mir mit solcher Entschlossenheit dienen, dass die MŠchte von Erde und Himmel seine Absicht nicht vereiteln kšnnen.''l9)

29 Geliebte Freunde, wir werden nicht versŠumen, an der Heiligen Schwelle darum zu bitten, dass Er, die Gesegnete Schšnheit, von Seiner Wohnstatt unsterblichen Glanzes her Ihrer aller Seelen mit dem neubelebenden Odem Seiner himmlischen Macht erfŸlle.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

1. ÔAbduÕl-Bah‡ , Briefe und Botschaften 5:1 2. zitiert bei Shoghi Effendi, Das Kommen gšttlicher Gerechtigkeit, S. 120 f. 3. zitiert bei Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bah‡ÕuÕll‡hs, S. 155 4. zitiert in InhaltsŸbersicht und systematische Darstellung des Kit‡b-i-Aqdas. Das Heiligste Buch Bah‡ÕuÕll‡hs, Nr. 21 5. zitiert bei Shoghi Effendi, Das Kommen gšttlicher Gerechtigkeit, S. 121 6. Shoghi Effendi, Das Kommen gšttlicher Gerechtigkeit, S. 114 7. Brief vom 15. Juni 1946 in Messages to America. Selected Letters and Cablegrams Addressed to the Bah‡Õ’s of North Amenca 1932 - 1946, Wilmette, I11.1947, p. 96 f 8. vgl. Shoghi Effendi, Gott geht vorŸber, S.327 9. Botschaften aus 'AkkŠ 17:109 10. Bah‡ÕuÕll‡h, Verborgene Worte, arabisch 13 11. Bah‡ÕuÕll‡h, €hrenlese 128:10 12. Bah‡ÕuÕll‡h, Botschaften aus 'Akk‡ 11:20 13. Bah‡ÕuÕll‡h, Brief an den Sohn des Wolfes, S. 26 14. Bah‡ÕuÕll‡h, €hrenlese 47 15. Bah‡ÕuÕll‡h, Botschaften aus 'Akk‡ 11:20 16. Bah‡ÕuÕll‡h, Verborgene Worte, arabisch 5 17. Bah‡ÕuÕll‡h, €hrenlese 45; vgl. Adib Taherzadeh, Die Offenbarung Bah‡ÕuÕll‡hs, Band 1, S. 186 18. Brief an den Sohn des Wolfes, S.54

(Die Absatznumerierung sowie die Zitatangaben fehlen in der Originalausgabe)


Ridv‡n 1991 (148 BE)

An die Bah‡Õ’ der Welt

Innig geliebte Freunde,

Keine irdische Zunge kann unseren Dank ausdrŸcken fŸr die au§erordentlichen Segnungen, welche Er, die Gesegnete Schšnheit, Seiner weltweiten Gemeinde und dem Weltzentrum Seines Glaubens wŠhrend des soeben beendeten Jahres gewŠhrt hat. In Demut neigen wir das Haupt vor den schlagenden Beweisen Seiner stŸtzenden Gnade und Seiner allbezwingenden Macht.

Die ŸberwŠltigende Gefahr aus dem Aufruhr im Mittleren Osten umklammerte das Heilige Land gegen Ende des Jahres; aber sie wich wieder, ohne die Arbeit der Bah‡Õ’-Administration zum Stillstand gebracht oder auch nur ernsthaft behindert zu haben. Grell fŸhrte diese Lage den Kontrast zwischen dem unaufdringlichen, stetig sich entwickelnden, ausgeprŠgt vereinigenden System Bah‡ÕuÕll‡hs und dem wirren Charakter unserer Zeit des †bergangs vor Augen, "deren TrŸbsale", wie Shoghi Effendi versichert, "Vorboten sind fŸr jene €ra der Wonne und der GlŸckseligkeit, die Gottes letztes Ziel fŸr die ganze Menschheit verkšrpert".1) Es war ein weiteres der "vorbedeutungsvollen Zeichen,... die zugleich die Todesqualen einer in Auflšsung begriffenen Zivilisation und die Geburtswehen jener Weltordnung, jener Arche menschlichen Heils, verkŸnden, die sich notwendigerweise auf ihren TrŸmmern erheben muss.2)

Dass so viele Nationen auf die plštzliche Krise in dieser Weltgegend mit vereinten KrŠften einen heilsamen Gegenschlag fŸhrten, zeigte unbezweifelbar die Notwendigkeit des Prinzips der kollektiven Sicherheit, wie es Bah‡ÕuÕll‡h schon vor Ÿber hundert Jahren als Mittel der Konfliktlšsung verordnet hat. Wenngleich die Herrscher der Menschheit noch weit davon entfernt sind, das von Bah‡ÕuÕll‡h fŸr die volle Anwendung dieses Prinzips vorausgeschaute internationale †bereinkommen zu treffen, ist doch ein gro§er Schritt in Richtung auf diejenigen Verhaltensweisen getan, die der Herr des Zeitalters fŸr die Nationen umrissen hat. Wie bildhaft sind doch die Worte, mit denen Bah‡ÕuÕll‡h die kŸnftige Neuausrichtung der Nationen erahnen lŠ§t, wenn Er schreibt: "Seid einig, o Schar der Herrscher dieser Welt, denn dadurch wird der Sturm des Haders unter euch gestillt, und eure Všlker finden Ruhe. Sollte einer von euch gegen einen anderen die Waffen ergreifen, so erhebt euch alle gegen ihn, denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit."3)

Und in der Tat: Aus welchem Blickwinkel wir auch schauen, Ÿberall in der Welt ist die Macht der Offenbarung Bah‡ÕuÕll‡hs sichtbar am Werk. In dem Ruf nach einer neuen Weltordnung, den politische FŸhrer und Einflussreiche Vordenker wie einen Kehrreim in ihren ErklŠrungen wiederholen - selbst wenn sie au§erstande sind zu umrei§en, was sie selbst darunter verstehen -, ist das langsame Erwachen der Menschheit fŸr den Hauptzweck Seiner Offenbarung zu erkennen. Dass dieser Ruf so beharrlich vom Oberhaupt derjenigen Republik ausgeht, die nach ÔAbduÕl-Bah‡ dazu bestimmt ist, als "erste Nation die Grundlage internationaler †bereinkunft zu legen" und "alle Nationen geistig zu fŸhren",4) ist ein Hinweis darauf, wie die Zwillingsprozesse innerhalb und au§erhalb der Sache Gottes wirken und sich beschleunigen - die beiden Prozesse, die Shoghi Effendi zufolge "in einer einzigen hochherrlichen Vollendung gipfeln" sollen. 5)

Innerhalb der Sache Gottes gibt es eine FŸlle von Zeichen fŸr ŸberwŠltigende Errungenschaften im Sechsjahresplan, wenngleich nicht unbedingt so, wie zu Planbeginn vorgesehen. Eindrucksvolle Beispiele zeigen sich im Gefolge der erstaunlichen VerŠnderungen in der Sowjetunion und ihren frŸheren Satellitenstaaten. Nur ein Jahr nach der Wiedererrichtung des šrtlichen Geistigen Rates von Moskau wird jetzt ein Nationaler Geistiger Rat der Sowjetunion gebildet. €hnlich hat in RumŠnien die Regierung kaum mehr als ein Jahr nach dem revolutionŠren politischen Wandel die Bah‡Õ’-Gemeinde als Religionsgemeinschaft anerkannt mit dem Recht, die Lehren Bah‡ÕuÕll‡hs zu verbreiten; auch hier wird zu diesem Ridv‡n-Fest ein Nationaler Geistiger Rat gebildet. Die rasche Ausdehnung des Glaubens in der Tschechoslowakei zwang zu der erst vor wenigen Wochen getroffenen Entscheidung, auch dort einen Nationalen Geistigen Rat zu errichten. Gleichzeitig wird in der Karibik die Gruppe der Inseln Ÿber dem Wind in zwei regionale Verwaltungseinheiten geteilt und der Nationale Geistige Rat der Westlichen Inseln Ÿber dem Wind gebildet. Mit diesen vier hochwillkommenen Ratsbildungen steigt die Zahl der Nationalen Geistigen RŠte auf 155.

Wir sind glŸcklich mitzuteilen, dass drei HŠnde der Sache Gottes das Universale Haus der Gerechtigkeit bei diesen historischen Ereignissen vertreten werden: ÔAmatuÕl-Bah‡ Rœh’yyih Kh‡num in RumŠnien, ÔAl’-Akbar Furœtan in der Sowjetunion und Dr. 'Ali-Muhammad Varq‡ in der Tschechoslowakei. Beraterin Ruth Pringle wird die Vertreterin fŸr die Westlichen Inseln Ÿber dem Wind sein

Eine weitere Veranschaulichung der wachsenden AutoritŠt der Sache Bah‡ÕuÕll‡hs im šffentlichen Bewusstsein geht von Deutschland aus, wo das Bundesverfassungsgericht als oberste Rechtsinstanz des Landes eine Entscheidung von hšchster Bedeutung fŸr die Anerkennung des Glaubens getroffen hat. Eine Reihe von unteren Gerichtsinstanzen hatte sich geweigert, die Satzung eines šrtlichen Geistigen Rates einzutragen, und zwar mit der BegrŸndung, die in dieser Urkunde dem Nationalen Geistigen Rat eingerŠumte Amtsgewalt verletze das Rechtsprinzip der Autonomie aller gesetzlich eingetragenen Vereine. Die damit berŸhrten Rechtsfragen sind komplex und kšnnen hier nicht ausfŸhrlich behandelt werden. Kurz, das Bundesverfassungsgericht gab in einem langen, eingehend begrŸndeten Urteil der Berufung des šrtlichen Geistigen Rates statt; unter anderem bekrŠftigte es das Recht der Bah‡Õ’-Gemeinde, in genau der von den Schriften des Bah‡Õ’-Glaubens vorgezeichneten Form RechtsfŠhigkeit zu erlangen, und erklŠrte, ihr Wesen als anerkannte Religionsgemeinschaft sei nach ihrem eigenen Charakter, allgemeinem VerstŠndnis sowie durch Zeugnisse von Gelehrten der vergleichenden Religionswissenschaft eindeutig bestŠtigt. So bedeutsam war das Urteil in der eigenen EinschŠtzung des Gerichts, dass es seine Entscheidung in einer PresseerklŠrung erlŠuterte, was es sonst nur selten tut. Dieser herausragende Entscheid wird weit Ÿber die Grenzen des wiedervereinigten Deutschlands hinaus Auswirkungen auf die Bah‡'’-Gemeinde haben.

Ein weiteres Beispiel der wachsenden šffentlichen Anerkennung fŸr die bahnbrechenden Perspektiven der Sache Gottes liefert die Republik SŸdafrika, wo der Nationale Geistige Rat beschlo§, die Initiativen der Regierung zur Lšsung des jahrzehntelangen Problems der Apartheid zu nutzen, um zum Entwurf einer neuen Landesverfassung seine Ansichten zu unterbreiten. Als der PrŠsident der SŸdafrikanischen Rechtskommission, ein im Auftrag der Regierung handelnder Richter, die Vorlage des Nationalen Geistigen Rates von dessen Delegation entgegennahm, bemerkte er, die Bah‡Õ’ seien bislang die einzige Gruppe, deren Ideen geistige und moralische Grundlagen fŸr eine Verfassung bieten.

Wie sich jede einzelne der genannten Entwicklungen auch auswirken mag - neben anderen Entwicklungen wie dem Auftritt eines Vertreters der Bah‡Õ’-Weltgemeinschaft als einzigem geladenen nichtbuddhistischen Redner in einer šffentlichen Versammlung aus Anla§ der Asiatisch-buddhistischen Friedenskonferenz in der Mongolei, der besonderen ErwŠhnung der Bah‡Õ’ durch Papst Johannes Paul II. unlŠngst bei einem Empfang wŠhrend seines Besuches in Burundi, der offiziellen Auflistung des Bah‡Õ’-Glaubens als eine der vertretenen Religionen in Tuvolu, der Internationalen Ausstellung Ÿber Friedenserziehung unter der Schirmherrschaft des brasilianischen Nationalen Geistigen Rates sowie unter Mitwirkung von 23 Botschaften und Erziehungseinrichtungen - eines ist unzweifelhaft klar: Die sich steigernde weltweite Wirkung bestŠtigt, dass der Bah‡Õ’-Glaube aus der Verborgenheit hervortritt. Solche Kennzeichen einer wachsenden šffentlichen Anerkennung der Bah‡Õ’-Gemeinde in ihrem wahren Charakter und ihren reichen Mšglichkeiten sind ein herausragender Wesenszug des Fortschritts des Glaubens in der vierten Epoche des Gestaltenden Zeitalters.

Wenn wir Ÿber diese wundersamen, vorbedeutungsvollen Zeichen nachdenken, kšnnen wir dem Impuls nicht widerstehen, unsere tiefe Liebe und WertschŠtzung fŸr die Kontinentalen Berater und ihre HilfsŠmter zum Ausdruck zu bringen. Sie treiben und stŸtzen die BemŸhungen, die solche erstaunlichen Entwicklungen wie die aufgezeigten mšglich machen. Ihr betreuender Dienst im besonderen bringt den dynamischen Schub der Lehrarbeit, die ihrerseits den Grund fŸr alle Erfolge der Gemeinde legt. †ber alle Ma§en erfreut und ermutigt uns der tatkrŠftige Neubeginn der BeraterŠmter beim Einstieg in die neue Amtszeit ihres unabdingbaren, hochgeschŠtzten Dienstes fŸr die Bah‡Õ’-Welt. Der frische Unternehmungsgeist, zu dem sie jetzt mit der aufrichtigen Ermutigung und der gro§artigen UnterstŸtzung des Internationalen Lehrzentrums ihre KrŠfte bŸndeln, lŠ§t eine erfreuliche Vollendung des Sechsjahresplanes vorausahnen. Mšge die Anhebung der Zahl der Hilfsamtsmitglieder auf 846 - 90 mehr als gegenwŠrtig - am diesjŠhrigen Tag des BŸndnisses ihre Anstrengungen kraftvoll unterstŸtzen. Sicherlich wird es die weltweite Gemeinde begrŸ§en, wenn mit dieser Aktion Umfang und QualitŠt der geistigen Pflichten der Hilfsamtsmitglieder und ihrer Assistenten gestŠrkt werden, bietet doch deren TŠtigkeit an den Graswurzeln die GewŠhr fŸr die fortgesetzte Ausweitung und Festigung unseres ruhmreichen Glaubens.

Der gro§artige Fortschritt des Sechsjahresplanes erhellt unsere Lebensgeister und hebt unsere Hoffnungen empor. Nur ein Jahr verbleibt von diesem Plan, auf die sieben Hauptziele hin ist ein machtvoller Vormarsch erfolgt. Unsere Gemeinde hat sich gegenŸber ihrem Zustand bei Planbeginn 1986 dramatisch verŠndert. Sie hat sich mŠchtig ausgebreitet und entwickelt. Sie ist jetzt vielfŠltiger, dynamischer, ausgeprŠgter. Wenn wir nun in das letzte Jahr des Sechsjahresplanes eintreten, steht vor uns allen ein Himmelsbogen an begeisternden Ausblicken:

Die Vorbereitung der lang erwarteten, mit Anmerkungen versehenen englischen †bersetzung des Kit‡b-i-Aqdas, des Buches der Gesetze, des Heiligsten Buches und Mutterbuches der Offenbarung Bah‡ÕuÕll‡hs wird abgeschlossen - eine gewaltige Errungenschaft, die an und fŸr sich schon eine neue Entwicklungsstufe der Bah‡Õ’-Welt einleiten und somit die Leistungen des Sechsjahresplanes kršnen wird.

Die Erdarbeiten an den unteren Terrassen beim Schrein des Bab und die Ausschachtungen fŸr das Zentrum zum Studium der heiligen Texte sowie fŸr den Anbau zum Internationalen ArchivgebŠude werden in Angriff genommen; sie leiten bei den mŠchtigen, unschŠtzbar bedeutsamen Vorhaben an Gottes heiligem Berg einen neuen Abschnitt ein.

Das Planende markiert den Beginn des heiligen Jahres 1992-1993, ein bewusst ganzjŠhriges Innehalten, das die AnhŠnger Bah‡ÕuÕll‡hs in die Lage versetzen soll, die hundertjŠhrige Wiederkehr Seines Aufstiegs und der Einsetzung Seines weltvereinenden BŸndnisses angemessen zu wŸrdigen. Wie bereits angekŸndigt, sind grš§ere Feierlichkeiten vorgesehen, welche den einzigartigen Charakter und die weltbewegende Bedeutung dieser beiden AnlŠsse widerspiegeln:

Als erstes die Versammlung von Vertretern der Bah‡Õ’-Welt mit den Rittern Bah‡ÕuÕll‡hs in der Umgebung des Landhauses von Bahj’, von wo Bah‡ÕuÕll‡hs befreiter Geist auf den Thron Seiner himmlischen SouverŠnitŠt zurŸckkehrte, unmittelbar beim allerheiligsten Schrein, in dem die Ehrenrolle der Ritter Bah‡ÕuÕll‡hs niedergelegt werden wird, als Geste einer Antwort der Ihn Liebenden auf Seinen Aufruf, Seine Lehren auf der ganzen Erde zu verbreiten. Dort in Bahj’ wird diese Versammlung eine feierliche Andacht abhalten; die dabei zu lesenden heiligen Schriften werden den Bah‡Õ’-Gemeinden allŸberall bald mitgeteilt, damit diese sie bei ihren eigenen Gedenkandachten verwenden und so das hingebungsvolle Erlebnis der ganzen Bah‡Õ’-Welt wŠhrend dieser Jahrhundertfeiern zusammenfŸhren kšnnen.

Als weiteres der Weltkongress, der von 23. bis 26. November 1992 in New York stattfindet. In dieser Stadt offenbarte der geliebte Meister den tieferen Sinn Seiner Stufe als ernannter Mittelpunkt des BŸndnisses Bah‡ÕuÕll‡hs, und diese Stadt bestimmte Er zur Stadt des BŸndnisses. In der ganzen Welt werden die Bah‡Õ’-Gemeinden geeignete ErgŠnzungstreffen abhalten, um den Zweck des Kongresses zu vertiefen, nŠmlich den hundertsten Jahrestag der Einsetzung des BŸndnisses Bah‡ÕuÕll‡hs zu feiern sowie dessen Ziele und vereinende Kraft zu verkŸnden. ZusŠtzlich zu diesen TŠtigkeiten wird eine ErklŠrung Ÿber Bah‡ÕuÕll‡h breit gestreut verteilt, die das BŸro fŸr šffentliche Information auf unser Ersuchen hin vorbereitet; sie wird den Bah‡Õ’ als Quelle des Studiums und der Inspiration sowie als informative Veršffentlichung zur PrŠsentation in der …ffentlichkeit dienen. Auf diese und andere Weise wird die Gemeinde des Grš§ten Namens sich mŸhen, den Namen Bah‡ÕuÕll‡hs auf dem ganzen Erdball zu rŸhmen, um ihm im Bewusstsein der Všlker allŸberall hšchstes Ansehen zu verschaffen.

Solch ein einzigartiger Zusammenfluss bevorstehender Errungenschaften - die Veršffentlichung des Kit‡b-i-Aqdas, der Fortschritt der Bauvorhaben am Berg Karmel, der Abschluss des Sechs-Jahresplanes, die Eršffnung des heiligen Jahres - beseelt die Erwartungen der Bah‡Õ’-Welt, schlŠgt die BŸhne auf fŸr noch machtvollere BemŸhungen als die bereits in Angriff genommenen und zeigt uns allen den Beginn eines neuen Abschnitts der Geschichte. Somit scheint es angebracht, dass das heilige Gesetz, das jeden befŠhigt, sein oder ihr persšnliches GefŸhl der Hingabe an Gott in einem zutiefst vertraulichen, das Gemeinwohl fšrdernden, den einzelnen GlŠubigen unmittelbar mit der zentralen Institution des Glaubens verbindenden Gewissensakt auszudrŸcken - in einem Gewissensakt, der Ÿberdies den Gehorsamen und Aufrichtigen der unbeschreiblichen Gnade und des Ÿberreichen Segens der Vorsehung versichert - dass dieses heilige Gesetz in diesem gŸnstigen Augenblick von allen angenommen wird, die ihren Glauben an die hšchste Manifestation Gottes bekennen. In Demut vor unserem souverŠnen Herrn kŸndigen wir an, dass ab Ridv‡n 1992, dem Beginn des heiligen Jahres, das Gesetz des HuqœqÕull‡h, des Rechtes Gottes, weltweit anwendbar wird. Alle sind in Liebe aufgefordert, es zu beachten.

Innig geliebte BrŸder und Schwestern! Seien Sie Zeuge, wie der Geliebte unsere flehenden Bitten beantwortet. Sehen Sie, wie er unser Leben mit neuen BrŸdern und mit neuen Institutionen bereichert in LŠndern die bislang Seinem heilenden Wort verschlossen waren. Bedenken Sie, mit welcher Wirkkraft sich Seine gšttlichen Verordnungen als Leitlinien fŸr das Verhalten gro§er und kleiner Nationen bestŠtigen. Sicherlich durchtrŠnkt Sie die FŸlle dieses Segens mit dem unbezŠhmbaren Mut und der Zuversicht, einer herausfordernden, aber strahlenden Zukunft ins Auge zu blicken. So gehen Sie fŸrwahr an Bord dieses vielverhei§enden Jahres, Kurs auf den schlie§lichen Triumph des Sechsjahresplanes.

Mšgen Sie durch Ihre selbstlosen Werke in Seinem Dienst weiterhin Segen aus den unerschšpflichen Schatzkammern Seiner Liebe und FŸrsorge empfangen.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

1. Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bah‡ÕuÕll‡hs, 1977-134, S. 245

2. dgl., S. 224

3. zitiert in dgl., S. 278 f.

4. zitiert bei Shoghi Effendi, Citadel of Faith, p. 35

5. dgl., p. 32

(Die Zitatangaben fehlen in der Originalausgabe)


Ridv‡n 1990 (147 BE)

An die Bah‡Õ’ der Welt

Innig geliebte Freunde,

Nachdem wir ein Jahr gro§er Leistungen vollendet haben, stehen wir an der Schwelle des letzten Jahrzehnts dieses strahlenden zwanzigsten Jahrhunderts und sehen uns einer unmittelbaren Zukunft von unerhšrten Herausforderungen und blendenden Mšglichkeiten gegenŸber. Die Geschwindigkeit der Ereignisse wŠhrend des letzten Jahres ist ein Hinweis auf die Beschleunigung wahrend sich der hundertste Jahrestag des. Aufstieges Bah‡ÕuÕll‡hs nŠhert - der geistigen KrŠfte, die durch die Ankunft Seiner umwŠlzenden Mission befreit wurden. Es ist eine Beschleunigung, die in ihrer Plštzlichkeit und ihrem umfassenden umgestaltenden Eindruck auf das soziale Gedankengut und auf politische Einheiten HochgefŸhle erweckt hat im Hinblick auf die unmittelbaren Auswirkungen sowie GefŸhle der Verwirrung Ÿber ihre wahre Bedeutung und den vorherbestimmten Ausgang, welche die erstaunten Herausgeber einer fŸhrenden Zeitung, die keine ErklŠrung dafŸr finden konnten, veranlassten, sie dem Wirken einer "Unsichtbaren Hand" zuzuschreiben.

FŸr die AnhŠnger Bah‡ÕuÕll‡hs in der ganzen Welt kann kein Zweifel Ÿber den gšttlichen Ursprung noch Ÿber die klaren Zielsetzungen dieser au§erordentlichen Ereignisse bestehen. Wir wollen uns deshalb Ÿber die wunderbaren Zeichen der WohltŠtigkeit von Gottes Ÿberflie§ender Gnade freuen. Das am letzten Ridv‡n berichtete hohe Ma§ von Lehrarbeit und Aufnahmen in den Glauben wurde beibehalten, und neue Gebiete des Lehrens wurden von Osteuropa bis an das Chinesische Meer erschlossen. Mit der Niederlassung von zwei Rittern Bah‡ÕuÕll‡hs auf der Insel Sachalin in den letzten Wochen ist das letzte Gebiet, das von Shoghi Effendi in seinem Zehnjahresweltplan erwŠhnt wurde, in das Bah‡Õ’-Gemeinwesen eingetreten. Die Wiederbildung des šrtlichen Geistigen Rates von 'Ishqabad, die kŸrzliche Wahl des Rates von Cluj in RumŠnien, der erste neue Rat im "Ostblock, die Wiedererrichtung und Bildung von šrtlichen Geistigen RŠten in anderen Teilen der Sowjetunion und in anderen LŠndern Osteuropas zu diesem Ridv‡n - all diese Leistungen und unmittelbaren Aussichten bestŠtigen unsere Ankunft an einem bedeutungsvollen Meilenstein in der vierten Epoche des Gestaltenden Zeitalters. Die Verwaltungsordnung umfasst nun eine Gemeinde von grš§erer Verschiedenheit als je zuvor. Es sind solche ungeheuren Ereignisse, die unsere kŸrzliche AnkŸndigung eines zusŠtzlichen Zweijahres-Lehrplanes veranlassten, der nun offiziell begonnen hat und den wir Ihrer ungeteilten und aktiven Aufmerksamkeit empfehlen.

Wie verblŸffend, wie weitreichend waren die TŠtigkeiten, welche die Gemeinde in der KŸrze eines Jahres bis zu diesem Stand in ihrer Entwicklung vorangetrieben haben! Wenn wir Ÿber die Wunder von Bah‡ÕuÕll‡hs BestŠtigungen nachdenken, wenden sich unsere Herzen in Liebe und Hochachtung Ÿberall den HŠnden der Sache Gottes zu, die als BannertrŠger jener Gemeinde stets ihr helles Wahrzeichen der Dunkelheit der Zeiten entgegenhielten. Mit einem unbezŠhmbaren Geist beharren sie in der ErfŸllung, unter allen UmstŠnden und wo immer sie sein mšgen, ihrer gottgegebenen Aufgaben, ihre weit verstreuten, rasch sich vermehrenden Mitglieder anzuregen, zu erleuchten und zu beraten. Angesichts der neuen Lage in der Bah‡Õ’-Welt machen wir uns die Freude, einige der Gelegenheiten der Verbindung von HŠnden der Sache mit den Entwicklungen in Europa und Asien im letzten Jahr zu erwŠhnen. ÔAmatuÕl-Bah‡ Kh‡num vertrat wŠhrend einer ausgedehnten Reise in den Fernen Osten das Universale Haus der Gerechtigkeit bei der Bildung des Nationalen Geistigen Rats von Macau, verbrachte einige Zeit bei dem Ritter Bah‡ÕuÕll‡hs in der Mongolei, wo anschlie§end die erste einheimische Bewohnerin ihren Glauben an Bah‡ÕuÕll‡h erklŠrte, und widmete den Freunden in verschiedenen Teilen der Volksrepublik China viel Aufmerksamkeit, wo ihr Film "Greenlight ExpeditionÓ im Fernsehen gezeigt wurde. Herr Collis Featherstone wandte gro§e Energie auf, die lang leidenden Freunde im kriegsverwŸsteten Vietnam zu stŠrken. In diesem Augenblick besucht Herr ÔAl’-Akbar Furœtan die UdSSR, die er wŠhrend der Verfolgung des Glaubens dort verlassen musste; nun ist er in der siegreichen ErfŸllung eines Wunsches dorthin zurŸckgekehrt, den unser geliebter HŸter vor rund sechzig Jahren ihm gegenŸber zum Ausdruck brachte.

Auch die Berateramtsmitglieder des Internationalen Lehrzentrums sind nicht langsam gewesen, auf die Mšglichkeiten zu reagieren, das nun in allen Gebieten der Welt offenbar gewordene Klima des Fortschritts zu pflegen. Durch eine einheitliche Schau des Wachstums, zu der sie die Kontinentalen BeraterŠmter aufgerufen haben und mit ihnen ihre fŠhigen, hart arbeitenden und aufopferungsvollen HilfsŠmter, kann ein neues Leben in der Ausbreitung und Festigung des Glaubens in der ganzen Welt gespŸrt werden. Die Kontinentalen Berater verdienen die tiefe Dankbarkeit der gesamten Bah‡Õ’-Gemeinde, nachdem sie sich dem Ende ihrer laufenden fŸnfjŠhrigen Amtszeit nŠhern, die durch ihre hervorragenden Dienste ausgezeichnet ist.

Genau wie die Gemeinde ihre innere Verflechtung ausgebreitet hat, hat sie auch ihre Šu§eren Beziehungen, ihren Einfluss und ihre Anziehungskraft auf verschiedenen Wegen ausgedehnt, von denen manche in ihrer Breite und in ihren Mšglichkeiten Erstaunen hervorrufen. Einige Beispiele mšgen genŸgen: durch das neu geschaffene UmweltbŸro hat die Internationale Bah‡Õ’-Gemeinde aus eigener Initiative und in Zusammenarbeit mit anderen Umweltorganisationen das jŠhrliche Welttreffen der Forstcharta wieder eingefŸhrt, das 1945 von dem bekannten Richard St. Barbe Baker gegrŸndet wurde; seitdem wurde das UmweltbŸro eingeladen, an wichtigen Veranstaltungen teilzunehmen, die von internationalen mit Umweltfragen befa§ten Organisationen unterstŸtzt werden. Die Internationale Bah‡Õ’-Gemeinde ist an der Arbeit des Sonderausschusses zur Beseitigung des Analphabetentums unter der Schirmherrschaft der UNESCO beteiligt und ihr Vertreter wurde gebeten, an der in Thailand stattgefundenen Weltkonferenz eine Anzahl von sehr ins Auge fallenden und wichtigen Aufgaben zu Ÿbernehmen, die der Bah‡Õ’-Gemeinde Bedeutung verliehen. Mit der Ermutigung eines erfahrenen Regierungsbeamten von Fiji wurden Schritte unternommen, in Suva ein ZweigbŸro des BŸros der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde fŸr die Vereinten Nationen im pazifischen Raum zu schaffen. Die UniversitŠt von Maryland in den Vereinigten Staaten verkŸndete ihren Beschlu§, einen "Bah‡Õ’-Lehrstuhl fŸr den Weltfrieden" an ihrem Zentrum fŸr Internationale Entwicklung und KonfliktbewŠltigung zu errichten, was Veranlassung geben wird fŸr ein gro§es Anwachsen der akademischen BemŸhungen, die Sache Bah‡ÕuÕll‡hs zu prŸfen. Beinahe zur gleichen Zeit gab der Nationale Geistige Rat von Indien bekannt, dass eine †bereinkunft erzielt wurde, einen Lehrstuhl fŸr Bah‡Õ’-Studien an der UniversitŠt von Indore zu schaffen.

Die fortdauernden BemŸhungen, die Befreiung der Bah‡Õ’ in Iran zu erreichen, haben ein neues Stadium erreicht. Zum ersten Mal war es einem Vertreter der Vereinten Nationen mšglich, offiziell auf Iranischem Boden mit einem Vertreter der geachteten Bah‡Õ’-Gemeinde zusammenzutreffen. Das Ergebnis wurde in einem Bericht an die Kommission fŸr Menschenrechte der Vereinten Nationen festgehalten, bei deren kŸrzlicher Sitzung in Genf wieder ein Beschlu§ Ÿber Iran, der die Bah‡Õ’ erwŠhnt, angenommen wurde. In einer gleichlaufenden Aktion von weitreichender Bedeutung hat das Abgeordnetenhaus der Vereinigten Staaten einstimmig einen Beschlu§ angenommen, der zur Befreiung der iranischen Bah‡Õ’-Gemeinde aufruft und Schritte darlegt, die zur Erreichung dieses Zieles von der Regierung der Vereinigten Staaten unternommen werden mŸssen; ein Šhnlicher Beschlu§ liegt dem Senat vor.

Im Heiligen Land erhielten die Vorbereitungen fŸr die AusfŸhrung der Bauprojekte auf dem Berge Karmel einen deutlichen Auftrieb. Anla§ fŸr eine tiefe Befriedigung ist, dass am Vorabend von Naw-Rœz die Stadtbezirks-Planungskommission nach schwierigen und vielseitigen Verhandlungen entschied, den vom Bah‡Õ’-Weltzentrum unterbreiteten Plan zu genehmigen. Damit ist der Weg freigemacht fŸr die endgŸltige Erteilung der Baugenehmigungen.

Geliebte Freunde, nur zwei Jahre trennen uns vom Abschluss des Sechsjahresplanes und vom Beginn des Heiligen Jahres an Ridv‡n 1992, jener besonderen Zeit, wenn wir innehalten werden, um die ungestŸme Aufzeichnung der Ereignisse zu wŸrdigen, die uns zur Jahrhundertfeier des Aufstieges Bah‡ÕuÕll‡hs gebracht haben, und um mit entsprechender Feierlichkeit Ÿber den erlšsenden Lebenszweck des kostbarsten Wesens nachzudenken, das je auf diesem Planeten geatmet hat.

In Erwartung dieses Hšhepunktes in der Bah‡Õ’-Geschichte wurden PlŠne fŸr zwei gro§e Weltereignisse in Angriff genommen: Einer betrifft die Zusammenkunft einer mšglichst breiten Vertretung von GlŠubigen im Heiligen Land vom ganzen Erdball kommend, um an einer wŸrdigen Gedenkfeier dieser schmerzvollen Vollendung in der Nachbarschaft des Heiligsten Schreines teilzunehmen. Ein Bestandteil dieser Gedenkfeier, symbolisch fŸr den jenseitigen und siegreichen Einfluss von Bah‡ÕuÕll‡hs befreitem Geist, wird die Unterbringung eines BehŠltnisses unter dem Boden beim Eingangstor zu Seinem Schrein sein, das die ausgeschmŸckte Ehrenrolle der Ritter Bah‡ÕuÕll‡hs enthŠlt, eine Aufzeichnung, die von Shoghi Effendi wŠhrend seines Zehnjahresplanes begonnen wurde, jene beherzten Seelen betreffend, die sich erhoben, um im Namen ihres Herrn in jenem Plan erwŠhnte jungfrŠuliche Gebiete zu erobern. Damit wird eine von Shoghi Effendi selbst ausgedrŸckte Absicht nach beinahe vier Jahrzehnten zu einem wŸrdigen Abschluss gebracht werden. Die noch lebenden Ritter Bah‡ÕuÕll‡hs werden eingeladen werden, um diesem Vorgang beizuwohnen.

Das andere Ereignis wird der Bah‡Õ’-Weltkongre§ sein, um die Einsetzung des BŸndnisses vor einem Jahrhundert zu feiern, das von Bah‡ÕuÕll‡h der Nachwelt hinterlassen wurde als unverrŸckhares Mittel, die Einheit und Unversehrtheit Seiner weltumfassenden Ordnung sicherzustellen. Er wird im November 1992 in New York einberufen werden, dem Ort, der von Ihm, dem ernannten Mittelpunkt des BŸndnisses, der voraussah, dass "New York eine gesegnete StŠtte werden wird, von welcher der Ruf nach Standhaftigkeit im BŸndnis und im Testament Gottes nach allen Teilen der Welt ausgehen wird", als Stadt des BŸndnisses bezeichnet wurde.

Entsprechende Veranstaltungen auf šrtlicher und nationaler Ebene werden mit diesen zwei Hauptereignissen in Verbindung stehen, um den innersten GefŸhlen der Bah‡Õ’ Ausdruck zu verleihen und um der …ffentlichkeit von der inhaltsschweren Tatsache der Erscheinung des Herrn des BŸndnisses in der Welt sowie von den Zielen und Werken Seiner erhabenen Mission einen Eindruck zu vermitteln. TatsŠchlich sind bereits PlŠne in Bearbeitung fŸr die DurchfŸhrung eines intensiven Feldzuges, um den ganzen Erdball mit Seinem Namen zu schmŸcken.

Die Freunde mŸssen sich nun Ÿberall auf die Bedeutung dieser zwei Jahrestage einstimmen. Sie mŸssen durch Gebet und Studium der Schriften geistig vorbereitet sein, um eine tiefere WŸrdigung der Stufe und Absichten Bah‡ÕuÕll‡hs sowie der grundlegenden Bedeutung Seines mŠchtigen BŸndnisses zu gewinnen. Solch eine Vorbereitung steht im innersten Kern ihrer BemŸhungen, eine Wandlung in ihrem eigenen und gemeinschaftlichen Leben herbeizufŸhren. Lasst alle Freunde - jeden Mann, jede Frau und jeden Jugendlichen durch die hohe QualitŠt ihres Innenlebens und ihres persšnlichen Charakters den geeinten Geist ihrer Verbindung miteinander, die Rechtschaffenheit ihres Verhaltens gegenŸber allen und die Vortrefflichkeit ihrer Taten beweisen, dass sie zu einer wirklich erleuchteten und beispielhaften Gemeinde gehšren; dass ihr Ÿber alles Geliebter, dessen Aufstiegs sie gedenken, Sein Leben auf Erden nicht umsonst erlitten hat. Lasst diese AusrŸstung das Ma§ fŸr ihre BemŸhungen sein, Seine Sache zu lehren, das Merkmal ihrer Huldigung an den Kšnig der Kšnige.

Unsere lieben und geschŠtzten Mitarbeiter, es ist eine solche Zeit der tiefsten Vorausahnung fŸr uns, dass die Weltgesellschaft sich in einem kritischen Abschnitt ihres †bergangs zu dem Charakter befindet, den der Herr des Zeitalters fŸr sie vorgesehen hat. Die Winde Gottes stŸrmen weiter und blasen alte Systeme um, womit sie der tiefen Sehnsucht nach einer Neuordnung der menschlichen Angelegenheiten Dringlichkeit verleihen und den Weg auftun fŸr das Hissen des Banners Bah‡ÕuÕll‡hs in LŠndern, aus denen es bis jetzt verbannt war. Die Geschwindigkeit der €nderungen erweckt Erwartungen, die unsere TrŠume im letzten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts anregen. Die Situation ist gleichzeitig ein strahlendes Vorzeichen und eine gewichtige Herausforderung.

Die grundlegende Wandlung im Aufbau der heutigen Gesellschaft ist bedeutungsvoll, da sie die Erreichung des Geringeren Friedens beinhaltet. Wie hoffnungsvoll die Zeichen auch sein mšgen, kšnnen wir doch nicht vergessen, dass die dunkle Wegstrecke dieses Zeitalters des †berganges noch nicht všllig durchquert wurde, sie ist noch immer lang, schlŸpfrig und mŸhevoll. Denn Gottlosigkeit ist weitverbreitet, und der Materialismus greift um sich. Nationalismus und Rassismus treiben ihren Verrat im menschlichen Herzen, und die Menschheit ist blind fŸr die geistigen Grundlagen der Loslšsung ihrer wirtschaftlichen Nšte. FŸr die Bah‡Õ’-Gemeinde ist die Situation eine besondere Herausforderung, denn die Zeit lŠuft ab, und wir haben schwerwiegende Verpflichtungen einzuhalten. Davon sind die nŠchstliegenden: erstens, die Sache Gottes zu lehren und ihre gšttlich verordneten Institutionen Ÿberall in der Welt mit Weisheit, Mut und Dringlichkeit aufzubauen, und zweitens, auf dem Berge Karmel den Bau der Terrassen beim Schrein des B‡b und der Ÿbrigen GebŠude am Bogen des administrativen Weltzentrums des Glaubens fertigzustellen. Die erste verlangt entschlossenes, von allen getragenes und zuversichtliches Handeln von seiten der einzelnen GlŠubigen. Die zweite bedarf der gro§zŸgigen Spende von Geldern. Beide sind innig miteinander verflochten.

WŠhrend der letzten zwei Jahre sind beinahe eine Million Seelen dem Glauben beigetreten. Die sich mehrenden Gelegenheiten des Gruppenbeitritts an verschiedenen Orten haben zu diesem Wachstum beigetragen und haben damit die Aufmerksamkeit auf Shoghi Effendis Vision gezogen, die unsere Vorstellungen von glorreichen zukŸnftigen Mšglichkeiten auf dem Lehrgebiet formt. Denn er hat uns versichert, dass der Vorgang des "Gruppenbeitrittes von Menschen verschiedener NationalitŠt und Rasse zur Bah‡Õ’-Welt ... das Vorspiel sein wŸrde fŸr jene lang erwartete Stunde, wenn eine Massenbekehrung von seiten jener Nationen und Rassen und als unmittelbares Ergebnis einer Kette von Ereignissen, bedeutungsvoll und mšglicherweise katastrophal ihrer Natur nach, von denen Wir bis jetzt noch nicht einmal eine vage Vorstellung haben kšnnen, die Geschicke des Glaubens plštzlich umwŠlzen, das Gleichgewicht der Welt stšren und die zahlenmŠ§ige StŠrke sowie die materielle Kraft und geistige AutoritŠt des Glaubens Bah‡ÕuÕll‡hs tausendfach anwachsen lŠ§t." Wir sind voller Ermutigung zu glauben, dass Aufnahmen in gro§em Umfang zunehmen werden, die ein Dorf nach dem anderen, eine Stadt nach der anderen von einem Land zum anderen betreffen. Doch es steht uns nicht zu, untŠtig die endliche ErfŸllung von Shoghi Effendis Vision abzuwarten. Wir wenigen mŸssen, indem wir unsere ganze Hoffnung in die Vorsehung Gottes legen und die Herausforderungen, denen wir uns gegenŸbergestellt sehen, als gšttliches Vorrecht betrachten, zum Sieg voranschreiten mit den PlŠnen in unserer Hand.

Eine Erweiterung der Gedanken und TŠtigkeiten in verschiedenen Aspekten unserer Arbeit werde unsere Erfolgsaussichten vergrš§ern, unsere frŸher erwŠhnten Verpflichtungen zu erfŸllen. Da VerŠnderung, eine immer schnellere VerŠnderung, ein gleichbleibender Wesenszug des gegenwŠrtigen Lebens ist, und da unser Wachstum, unsere Grš§e und unsere Šu§eren Beziehungen uns viel abverlangen, muss unsere Gemeinde bereit sein, sich anzupassen. In gewissem Sinne bedeutet dies, dass sie geschickter werden muss, ein weites Gebiet von Tatigkeiten zu betreuen, ohne dass sie dabei die Konzentration auf die Hauptziele der Lehrarbeit, nŠmlich Verbreitung und Festigung, verliert. Eine Einheit in der Mannigfaltigkeit der TŠtigkeiten wird benštigt, ein Zustand, bei dem sich verschiedene Menschen auf verschiedene Aufgaben konzentrieren und die heilsame Auswirkung im ganzen auf das Wachstum und die Entwicklung des Glaubens zu wŸrdigen wissen, denn eine Person kann nicht alles tun, und alle Personen kšnnen nicht das gleiche tun. Dieses VerstŠndnis ist wichtig fŸr die Reife, welche die Gemeinde aufgrund der vielfŠltigen Anforderungen, die an sie gestellt werden, gezwungen ist zu erreichen.

Die von Bah‡ÕuÕll‡h gebrachte Ordnung ist dazu bestimmt, den Fortschritt der Gesellschaft anzuleiten und ihre Probleme zu lšsen. Unsere Zahl ist noch zu klein, als dass sie ein angemessenes Bild der Mšglichkeiten bieten kšnnte, welche dem administrativen System innewohnen, das wir aufbauen, und die Wirksamkeit dieses Systems wird nicht ohne eine gro§e Ausdehnung unserer Mitgliedschaft geschŠtzt werden kšnnen. Bei der jetzt vorherrschenden Lage in der Welt wird die Notwendigkeit einer solchen Demonstration immer dringender. Es ist nur zu offensichtlich, dass selbst diejenigen, die gegen die MŠngel der alten Ordnung aufbegehren und sie am liebsten niederrei§en wŸrden, selbst irgendeiner gŸltigen Alternative beraubt sind, die sie an ihre Stelle setzen kšnnten. Da die administrative Ordnung dazu bestimmt ist, ein Modell fŸr die zukŸnftige Gesellschaft zu sein, wird das Sichtbarwerden eines solchen Modells ein Hoffnungszeichen fŸr diejenigen sein, die am Verzweifeln sind.

So weit ist es uns gelungen, eine beachtliche Mannigfaltigkeit in der gro§en Anzahl von ethnischen Gruppen, die im Glauben vertreten sind, zu erzielen, und es sollte alles getan werden, um dies durch vermehrte Beitritte aus bereits vertretenen Gruppen zu stŠrken und durch die Anziehung von Mitgliedern solcher Gruppen, die bis jetzt noch nicht erreicht werden konnten. Es gibt jedoch noch eine andere Kategorie der Mannigfaltigkeit, die wir aufbauen mŸssen, und ohne die der Glaube nicht imstande sein wird, den Verpflichtungen angemessen zu entsprechen, die ihm auferlegt wurden. Seine Mitgliedschaft muss nun, unbeachtet der ethnischen Verschiedenartigkeit, eine wachsende Zahl von Menschen mit BefŠhigung umfassen, einschlie§lich solcher Personen, die Leistung und Bedeutung auf den verschiedenen Gebieten menschlichen BemŸhens vorweisen kšnnen. Eine beachtliche Anzahl solcher Personen aufzunehmen ist ein unerlŠ§licher Aspekt der Lehrarbeit in der Breite, ein Aspekt, der nicht lŠnger mehr vernachlŠssigt werden darf und der bewusst und wohlŸberlegt in unsere Lehrarbeit einbezogen werden muss, um ihre Grundlage zu verbreitern und den Vorgang des Gruppenbeitrittes zu beschleunigen. So wichtig und an der Zeit ist die Notwendigkeit des TŠtigwerdens in dieser Angelegenheit, dass wir uns veranLasst sehen, die Kontinentalen Berater und Nationalen Geistigen RŠte aufzurufen, ihr bei ihren Beratungen und PlŠnen ernsthafte Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Angelegenheiten der Menschheit haben ein Stadium erreicht, in dem immer mehr Anfragen an unsere Gemeinde gerichtet werden um Hilfe durch Rat und praktische Ma§nahmen, um kritische soziale Probleme zu lšsen. Dies ist ein Dienst, den wir gerne leisten, aber es bedeutet, dass unsere šrtlichen und Nationalen Geistigen RŠte sich gewissenhafter an die Grundregeln halten mŸssen. Mit der wachsenden šffentlichen Aufmerksamkeit, die sich auf die Sache Gottes richtet, wird es fŸr Bah‡Õ’-Institutionen eine zwingende Notwendigkeit, ihr Verhalten und Vorgehen zu verbessern durch eine engere Anbindung an die grundlegenden Wahrheiten des Glaubens, durch grš§ere †bereinstimmung mit dem Geist und der Form der Bah‡Õ’-Administration und durch ein geschŠrftes Vertrauen in die wohltuende Wirkung richtiger Beratung, damit die von ihnen gefŸhrten Gemeinden ein Lebensmodell widerspiegeln, das den enttŠuschten Mitgliedern der Gesellschaft Hoffnung bietet. Dass es Andeutungen gibt, dass der Geringere Friede nicht allzu weit entfernt sein kann, dass die šrtlichen und nationalen Institutionen der administrativen Ordnung stŠndig an Erfahrung und Einfluss gewinnen und dass sich die PlŠne fŸr die Errichtung der noch verbleibenden administrativen GebŠude am Bogen in einem fortgeschrittenen Zustand befinden, - dass diese hoffnungsvollen Bedingungen die Gestaltung jener dynamischen, von Shoghi Effendi vorausgeschauten gleichzeitigen AblŠufe sichtbar werden lassen, kann kein ehrlicher Beobachter in Abrede Stellen.

Als eine Gemeinde, die eindeutig bei der Vorhut der sich auf diesem Planeten am Werk befindlichen aufbauenden KrŠfte steht, und als eine, die Zugang zu erwiesenem Wissen hat, soll man uns bei unseres Vaters Arbeit finden. Er wird aus Seinem glorreichen Zufluchtsort in der Hšhe gro§zŸgige Ausgie§ungen Seiner Gnade auf unsere bescheidenen BemŸhungen herabsenden und uns mit den unermesslichen Siegen Seiner erobernden Kraft erstaunen. Um die unaufhšrlichen Segensgaben eines solchen Vaters werden wir weiterhin fŸr jeden einzelnen von Ihnen an der Heiligen Schwelle flehen.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit


Ridv‡n 1989 (146 BE)

An die Bah‡Õ’s der Welt

Innig geliebte Freunde,

Der geistige Strom, der die Internationale Bah‡Õ’-Tagung wŠhrend des letzten Ridv‡n-Festes so wirkungsvoll elektrisierte, ist jetzt durch die gesamte Weltgemeinde gegangen und hat ihre Mitglieder im Osten wie im Westen zu heldenhaften TŠtigkeiten und zu Errungenschaften in der Lehrarbeit wie nie zuvor in einem einzigen Jahr auferweckt. Allein das hohe Niveau der NeuerklŠrungen bestŠtigt dies: Fast eine halbe Million neuer GlŠubiger wurden bis jetzt gemeldet. Ins Auge springen Namen so weit auseinanderliegender LŠnder wie Indien und Liberia, Bolivien und Bangladesch, Taiwan und Peru, die Philippinen und Haiti, wenn wir nachdenken Ÿber die sich hŠufenden Beweise des Eintritts in Scharen, zu dem unsere Botschaft im vorigen Jahr aufgerufen hatte. Diese Beweise sind hoffnungsvolle Vorzeichen einer kŸnftigen weiteren Beschleunigung, in die alle nationalen Gemeinden ungeachtet des derzeitigen Standes ihrer LehrbemŸhungen letztlich einbezogen sein werden.

Mit GefŸhlen demŸtiger Dankbarkeit und gehobener Erwartung schauen wir auf die erstaunlichen Entwicklungen in einem so kurzen Zeitraum zurŸck. Eine dieser Entwicklungen war die Annahme des Architektenentwurfs von Fariburz Sahba fŸr die Terrassen unter dem Schrein des B‡b - ein neuer Schritt zur Verwirklichung der Vision des Meisters und des HŸters fŸr den Stufenweg, auf dem die Kšnige und Herrscher den Hang des Berges Karmel emporsteigen werden, um an der Ruhestatt von Bah‡ÕuÕll‡hs MŠrtyrer-Herold zu huldigen. Weitere Entwicklungen umfassen: die Annahme des von einer Anzahl Bah‡Õ’ aus 'Ishqabad unterbreiteten Antrags auf Wiedererrichtung des dortigen Geistigen Rates durch die Moskauer Zentralbehšrden; die Einleitung von Schritten zur Eršffnung eines Bah‡Õ’-Informationszentrums in Budapest als erste derartige Vertretung des Glaubens im Ostblock; die Errichtung einer Zweigstelle des BŸros fŸr šffentliche Information der Internationalen Bah‡Õ’ Gemeinde in Hongkong als Vorbereitung auf die Zeit, da der Glaube im chinesischen Mutterland verbreitet werden kann.

Ebenfalls herausragend unter diesen Entwicklungen waren die erfolgreiche Mitwirkung der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde an der Patenschaft fŸr das Programm ÈKŸnste fŸr die NaturÇ in London zugunsten der Arbeit des ÈWorld Wide Fund for NatureÇ; die Genfer Unterzeichnung eines Abkommens Ÿber die Errichtung formaler Arbeitsbeziehungen zwischen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde; die offizielle Billigung eines Bah‡Õ’-Lehrplans fŸr Schulen im australischen New South Wales; der unerme§liche Besucherstrom am Tempel in Neu-Delhi, der auf etwa vier Millionen seit der Einweihung dieses GebŠudes im Dezember 1986 angewachsen ist und eine ungewšhnliche Zahl hoher Regierungsbeamter und anderer prominenter Persšnlichkeiten aus vielen LŠndern einschlie§t, darunter China, die Sowjetunion und andere OstblocklŠnder. Mit den vielen anderen Glanzpunkten dieses einen Jahres flie§en die genannten Entwicklungen zu einem Gesamtregister der bisherigen Errungenschaften des Sechsjahresplanes zusammen, das ein dynamisches Bild beschleunigter AktivitŠt in der ganzen Bah‡Õ’-Welt wiedergibt.

Niemand kann diesen wundersamen Fortschritt erwŠhnen, ohne den geistigen wie gesellschaftlichen Impuls anzuerkennen, der durch die unseren iranischen MitglŠubigen mit grausamen Exzessen zugefŸgte, nunmehr zehnjŠhrige Verfolgungszeit entstanden ist. Erst in der Zukunft werden die vollen Konsequenzen ihres Opfers erkannt werden, aber seinen Einfluss auf die au§erordentlichen Erfolge bei der Proklamation des Glaubens und beim Aufbau guter Beziehungen zu Staatsbehšrden und zu den wichtigsten Nicht-Regierungs-Organisationen auf der ganzen Welt kšnnen wir klar erkennen. Mit hocherfreuter Dankbarkeit verkŸnden wir deshalb die Freilassung der gro§en Mehrzahl der gefangenen Bah‡Õ’ im Iran. Bei aller Freude kšnnen wir aber nicht vergessen, dass die volle Befreiung der iranischen Bah‡Õ’-Gemeinde und die umfassende Sicherung der Menschenrechte ihrer Mitglieder noch ausstehen. In der Freude dieses Augenblicks entbieten wir den beiden zu diesem Ridv‡-Fest neu gebildeten Nationalen Geistigen RŠten ein herzliches Willkommen: Der eine ist Macau in SŸdostasien, der andere Guinea-Bissau in Westafrika.

Im wirren DŸster der heutigen gesellschaftlichen Lage erkennen wir den fernen, schwachen Schimmer einer langsamen und doch bestimmten AnnŠherung an den Hšhepunkt der drei parallelen Prozesse, die unser geliebter HŸter vorausgeschaut hat: das Sichtbarwerden des Geringeren Friedens, die Errichtung der GebŠude am Bogen auf dem Berg Karmel und die Entwicklung der nationalen und šrtlichen Geistigen RŠte. TatsŠchlich ist uns dieser immer noch so weit entfernte Schimmer wŠhrend des ganzen Sechsjahresplanes, in dieser vierten Epoche des Gestaltenden Zeitalters, vor allem aber im jŸngst verflossenen Jahr immer nŠher gekommen. Wer hŠtte sich selbst zu Beginn dieses Planes den plštzlichen Bewusstseinswandel vorstellen kšnnen, der politische FŸhrer an besonders unruhigen PlŠtzen dieses Planeten dazu bewegte, scheinbar fest gemauerte Positionen zu verlassen - einen Wandel, der die Leitartikler in den letzten Monaten zu der Frage veranLasste: ÈBricht der Frieden aus?Ç Jeden Beobachter, der sich des gšttlichen Quells solcher Ereignisse bewusst ist, muss die Entwicklung sicherlich ermutigen, obwohl die genauen UmstŠnde fŸr die Errichtung des Geringeren Friedens uns unbekannt sind; selbst die genaue Zeitfolge ruht verborgen in Gottes Gro§em Plan.

Die beiden anderen Prozesse sind jedoch unmittelbar von dem Ausma§ beEinflusst, in dem die AnhŠnger Bah‡ÕuÕll‡hs ihre klar vorgezeichneten Aufgaben erfŸllen. Wir haben allen Grund, uns ein Herz zu fassen. Sind nicht die ArchitektenentwŸrfe fŸr die verbliebenen Bauten am Bogen angenommen worden? Sind nicht die Detailplanungen fŸr ihre Verwirklichung als herrliche Monumente in Angriff genommen? Waren wir nicht Zeugen der wachsenden Kraft nationaler wie šrtlicher Geistiger RŠte bei ihrem Geschick, PlŠne zu entwickeln und auszufŸhren, bei ihrer FŠhigkeit, mit Staatsbehšrden und gesellschaftlichen Organisationen zu verkehren, šffentliche Anfragen an ihre eigenen Dienste zu beantworten und mit anderen bei Projekten der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung zusammenzuarbeiten? Werden diese RŠte nicht bestŠrkt durch die wachsame, liebevolle Hilfe der kontinentalen Berater, der Hilfsamtsmitglieder und ihrer Assistenten, deren keimende KrŠfte auf so fŠhige Weise vom Internationalen Lehrzentrum koordiniert werden - einer Institution, deren verstŠrkter Kreis von Mitgliedern bereits eine Begeisterung, eine Vision und eine Wendigkeit an den Tag legt, die lebhafte Bewunderung hervorrufen?

Aber erliegen wir nicht der Versuchung, bei den positiven Aspekten unseres Fortschritts zu verharren! Wir sollten uns von unseren Errungenschaften eher anspornen lassen, als uns darauf auszuruhen. Lassen Sie uns deshalb weiterhin unbeirrt und vertrauensvoll die gro§artigen Mšglichkeiten ergreifen, welche das Gemisch jener weiter sich entwickelnden Prozesse und Ereignisse fŸr die Umsetzung der Nahziele unserer heiligen Sache bereithŠlt. Diese Nahziele sind in der Tat unter den Hauptaufgaben des Sechsjahresplanes bezeichnet. Die zweite HŠlfte dieses Planzeitraums beginnen wir jetzt, voll bewusst, dass das Heilige Jahr 1992 - 1993 mit seinen bedeutsamen Gedenkveranstaltungen in nicht zu ferner Zukunft anbrechen wird.

In Verbindung mit der immer weiter ausgreifenden Lehrarbeit mŸssen wir bei Projekten von entscheidender Bedeutung mit allen zur VerfŸgung stehenden Mitteln fortfahren. Fortgesetzt werden die Vorarbeiten fŸr die englische Ausgabe des Kit‡b-i-Aqdas, des Mutterbuches der Bah‡Õ’-Offenbarung. FŸr angemessene Gedenkfeiern im Heiligen Land zum hundertsten Jahrestag des Hinscheidens Bah‡ÕuÕll‡hs mŸssen schon heute Vorkehrungen getroffen werden. Die Planungen fŸr den Weltkongre§ 1992 in New York rŸcken im Arbeitsprogramm immer nŠher. Des weiteren muss der všlligen Beseitigung des Analphabetentums aus der Bah‡Õ’-Gemeinschaft systematische Aufmerksamkeit geschenkt werden, macht diese Errungenschaft doch Ÿber alle anderen Ma§nahmen hinaus Gottes heiliges Wort allen Freunden zugŠnglich und stŠrkt sie in ihren Anstrengungen, ein Bah‡Õ’-Leben zu fŸhren. Desgleichen muss die UnterstŸtzung von BemŸhungen, die Umwelt durch Verfahren im Einklang mit dem Lebensrhythmus unserer Gemeinschaft zu bewahren, mehr Bedeutung fŸr die Bah‡Õ’-TŠtigkeiten gewinnen.

FŸr die Vorhaben am Berg Karmel ist das Amt eines Projektmanagers geschaffen worden; ein Stab von Technikern wird zur Zeit zusammengestellt. Geologische Untersuchungen der GelŠnde fŸr die geplanten Bauten des Bogens sind eingeleitet - eine Voraussetzung fŸr die Erdarbeiten, auf deren Beginn die ganze Bah‡Õ’-Welt wartet. So benutzen wir diese Gelegenheit, Sie davon in Kenntnis zu setzen, wie dringend die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden mŸssen, damit die Bauarbeiten begonnen und dann zŸgig fortgesetzt werden kšnnen.

Allen diesen Anforderungen muss und wird sicherlich dadurch genŸgt werden, dass jedes gewissenhafte Mitglied der Gemeinschaft Bah‡s sich erneut dem Dienst an Seiner Sache weiht und sich vor allem persšnlich fŸr die Lehrarbeit einsetzt. Die Lehrarbeit ist von so hoher Bedeutung als sichere Erfolgsgrundlage fŸr alle Bah‡Õ’-Unternehmungen und fŸr die Fšrderung des Eintritts in Scharen, dass wir uns bewegt fŸhlen, Ihnen ein nachdrŸckliches Wort zur grŸndlichen ErwŠgung zu unterbreiten: Es genŸgt nicht die Bah‡Õ’-Botschaft zu verkŸnden, so wichtig dies auch ist. Es genŸgt nicht, die Bah‡Õ’-Mitgliederzahlen in die Hšhe zu treiben, so lebensnotwendig das auch ist. Seelen mŸssen verwandelt, Gemeinden dadurch gefestigt, neue Lebensmodelle auf diese Weise geschaffen werden. Die Verwandlung ist die eigentliche Absicht der Sache Bah‡ÕuÕll‡hs, liegt aber im Wollen und BemŸhen des einzelnen GlŠubigen beschlossen, der sie im Gehorsam gegen das BŸndnis erreichen muss. Notwendig fŸr den Fortschritt dieser alles Leben erfŸllenden Verwandlung ist die Erkenntnis des Willens und der Absicht Gottes durch das regelmŠ§ige Lesen und Studieren des heiligen Wortes.

Geliebte Freunde! Die Schwungkraft aus den Errungenschaften des vergangenen Jahres teilt sich nicht nur durch die Gelegenheiten zur merklichen Ausweitung der Sache Gottes mit, sondern auch durch eine FŸlle von bedeutungsschweren, eindrucksvollen, mannigfachen Herausforderungen, die in ihrer VerknŸpfung unsere geistigen und materiellen Hilfsquellen Ÿber jedes bisherige Ma§ hinaus beanspruchen. Wir mŸssen bereit sein, ihnen zu antworten. Zur Halbzeit des Sechsjahresplanes sind wir jetzt an einem historischen Wendepunkt voll Hoffnungen und Mšglichkeiten angelangt - einem Punkt, an dem sich bedeutsame Trends in der Welt genauer auf die GrundsŠtze und Ziele der Sache Gottes ausrichten. Gewaltig ist darum die Notwendigkeit fŸr unsere Gemeinde, die ErfŸllung ihrer weltumspannenden Mission voranzutreiben.

Unsere erste Antwort muss das Lehren sein - uns selbst zu lehren und andere zu lehren, auf allen Ebenen der Gesellschaft, mit allen zur VerfŸgung stehenden Mitteln und ohne jeden Verzug. In einer Ermahnung zum Lehren sagte unser geliebter Meister: ÈErst wenn die Kerze entflammt ist, kann sie ihren Schein verbreiten. Erst wenn das Licht erstrahlt kann sein Glanz das Dunkel der Umgebung vertreiben. So gehet denn hinaus und entzŸndet die kalten Kerzen!Ç

Unsere treue Liebe, unsere unentwegte Ermutigung, unsere stŠndigen, innigen Gebete begleiten Sie, wohin Sie auch gehen und was Sie auch tun, um unserem geliebten Herrn zu dienen.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit



Ridv‡n 1988 (145 BE)

An die Bah‡Õ’s in der Welt

Herzlich geliebte Freunde,

In dieser strahlenden, festlichen Zeit gr٤en wir Sie alle im Geiste erneuerter Hoffnung.

Ein Silberstreif im dunklen, die grš§te Zeit dieses Jahrhunderts Ÿberschattenden Bild erhellt nun den Horizont. Er ist in den neuen Stršmungen, die die laufenden sozialen Prozesse in aller Welt vorantreiben, und in den Anzeichen einer beschleunigten Entwicklung zum Frieden erkennbar. Im Glauben Gottes ist es die wachsende Kraft der Ordnung Bah‡ÕuÕll‡hs, wŠhrend sein Banner sich zu immer stattlicheren Hšhen erhebt. Es ist eine Kraft, die anzieht. Die Medien schenken der Bah‡Õ’-Weltgemeinde immer grš§ere Aufmerksamkeit; Autoren erkennen ihre Existenz in einer immer grš§er werdenden Anzahl von Artikeln, BŸchern und Nachschlagewerken an, eines der angesehensten von ihnen zŠhlte den Glauben vor kurzem du der am weitesten verbreiteten Religion nach dem Christentum. Eine bemerkenswerte Entfaltung des Interesses an dieser Gemeinde von Regierungen, Behšrden, herausragenden Persšnlichkeiten und humanitŠren Organisationen wird immer stŠrker offenbar. Es werden nicht nur die Gesetze und Prinzipien, die Organisationsform und die Lebensart unserer Gemeinde geprŸft, sondern auch ihr Rat und ihre aktive UnterstŸtzung bei der Beseitigung von gesellschaftlichen Problemen und der DurchfŸhrung humanitŠrer Aktionen gesucht.

Eine begeisternde Konsequenz dieser vorteilhaften, miteinander verknŸpften Entwicklungen ist das Sichtbarwerden neuer Muster von Mšglichkeiten zum weiteren Wachstum und zur weiteren Festigung unserer weltweiten Gemeinde. Auf allen gesellschaftlichen Ebenen haben sich neue Aussichten fŸr das Lehren der Sache entfaltet. Diese werden durch jŸngste Ergebnisse neuer LehraktivitŠten bestŠtigt, die vielerorts gefšrdert werden, da immer mehr nationale Gemeinden Zeuge der AnfŠnge jenes Eintritts in Scharen werden, der uns vom geliebten Meister versprochen wurde und von dem Shoghi Effendi sagte, dass dies zur Massengewinnung fŸhren wŸrde. Die unmittelbaren Mšglichkeiten dieser durch die Vorsehung bewirkten Situation zwingen uns zu der Erwartung, dass die Ausbreitung der Gemeinde des Grš§ten Namens, so wie sie noch nie dagewesen ist, tatsŠchlich bevorsteht.

Der Funke, der das wachsende Interesse an der Sache Bah‡ÕuÕll‡hs entzŸndete, war die heldenhafte Standhaftigkeit und Ausdauer der geliebten Freunde im Iran, die die Bah‡Õ’-Weltgemeinde dazu bewegte einen stŠndigen, sorgfŠltig koordinierten Appell an das Weltgewissen zu richten. Diese gro§e Aktion, die die gesamte Gemeinde, in ihrem Handeln in der administrativen Ordnung geeint, einbezog, wurde von gleicherma§en wirksamen und sichtbaren AktivitŠten dieser Gemeinde in anderen Gebieten begleitet, die bereits anderweitig erwŠhnt wurden. Gleichwohl fŸhlen wir uns veranLasst zu erwŠhnen, dass ein wichtiges Ergebnis dieser ausgedehnten BemŸhungen unsere Anerkennung einer neuen Phase in den auswŠrtigen Angelegenheiten unseres Glaubens ist, gekennzeichnet durch eine ausgeprŠgte Reifung der Nationalen Geistigen RŠte in ihren wachsenden Beziehungen mit Regierungen und nichtstaatlichen Organisationen sowie zu der …ffentlichkeit im allgemeinen.

Durch diese Anerkennung wurde im vergangenen November in Deutschland ein Treffen veranLasst, zu dem sich nationale Bah‡Õ’-ReprŠsentanten in auswŠrtigen Angelegenheiten aus Europa und Nordamerika und leitende Vertreter der Abteilungen der Internationalen Bah‡Õ’-Gemeinde versammelten, um eine stŠrkere Abstimmung ihrer Arbeit zu erreichen. Dies war ein erster Schritt, um nach und nach weitere Nationale Geistige RŠte in ein harmonisch funktionierendes internationales Netzwerk zu integrieren, das fŠhig ist, weltweite Unternehmungen in diesem sich rasch ausbreitenden Feld auszufŸhren. Mit diesen Entwicklungen verbunden war im letzten Oktober die herausragende Errungenschaft der internationalen Anerkennung des Glaubens durch die formelle Aufnahme in das Netzwerk fŸr Umweltschutz und Religionen des angesehenen ÈWorld Wide Fund for NatureÇ.

WŠhrend einer der dunkelsten Abschnitte der fortwŠhrenden UnterdrŸckung der innig geliebten, unerschŸtterlich standhaften Freunde im Iran fŸhlte sich Shoghi Effendi bewegt, sie in einem mit erstaunlicher Einsicht verfassten Brief zu tršsten. ÈEs ist das Vergie§en des geheiligten Blutes der MŠrtyrer in PersienÇ, schrieb er, Èdas in dieser strahlenden €ra, dieser leuchtenden und edelsteinbesetzten Bah‡Õ’-Epoche das Antlitz dieser Erde in den hšchsten Himmel verwandeln und, wie in den Sendschreiben offenbart, das Tabernakel der Einheit der Menschheit im Herzen der Welt errichten wird; es wird die Wirklichkeit der Einheit der Menschenrasse den Augen enthŸllen, den Grš§ten Frieden errichten und aus diesem niedrigen Reich eine Widerspiegelung des Abh‡-Paradieses machen, und vor den Všlkern der Welt - erhaben Ÿber jeden Zweifel - die Wahrheit des Verses begrŸnden: '...der Tag an dem die Erde in eine andere Erde verwandelt werden wirdÕ. Ç Betrachtungen wie diese, die derart wunderbare, kŸnftige Auswirkungen der schrecklichen Leiden aufzeigen, denen unsere iranischen Freunde ausgesetzt sind, beleuchten die Gelegenheit und Herausforderung, denen wir uns alle in diesem entscheidenden Zeitpunkt in den Geschicken der Sache gegenŸbersehen.

Die gro§en, bereits begonnenen Projekte mŸssen ihrer Vollendung zugefŸhrt werden. Die Terassen unterhalb und oberhalb des Schreins des B‡b und der Bogen am Berg Karmel sind zu vollenden und werden so die herrliche Vision der Entfaltung von Gottes heiligem Berg erfŸllen. Der zweite Weltkongress muss in der Stadt des BŸndnisses abgehalten werden, um den hundertsten Jahrestag der EinfŸhrung dieses BŸndnisses zu feiern. Die stŠndig fortschreitende Arbeit an der †bersetzung und Kommentierung des Kit‡b-i-Aqdas, des Heiligsten Buches, muss zur Veršffentlichung hingefŸhrt werden. Das Interesse, das die Freunde am Gesetz des HuqœqÕull‡h zeigen, muss gefšrdert werden. Pioniere und Reiselehrer mŸssen hinausschwŠrmen. Die Ausgaben der Sache mŸssen beglichen werden. Alle Ziele des Sechsjahresplanes mŸssen erfŸllt werden.

Das alles Ÿberragende Ziel jeder Bah‡Õ’-AktivitŠt ist jedoch das Lehren. Alles was bisher getan wurde oder kŸnftig getan werden wird, bezieht sich auf diese zentrale TŠtigkeit, den ÈGrundstein des Fundamentes selbstÇ, von dem sŠmtlicher Fortschritt der Sache abhŠngt. Die jetzige Herausforderung verlangt ein Lehren von einem Ausma§ und einer QualitŠt, einer Vielfalt und IntensitŠt, das alle bisherigen Anstrengungen Ÿberragt. Jetzt ist die Zeit, damit bei den rasch wechselnden Launen einer rasenden Welt die Gelegenheit nicht verlorengeht. Man soll jedoch nicht glauben, dass ZweckmŠ§igkeit das wesentliche Motiv ist, dem dieses GefŸhl der Dringlichkeit entspringt. Da ist ein alles Ÿberragender Grund: es ist die beklagenswerte Lage der gro§en Mehrheit der Menschen, die leidend und in gro§er Unruhe nach Aufrichtigkeit hungern, aber Èder Einsicht beraubt sind, Gott mit eigenen Augen zu sehen, oder Seine Weise mit eigenen Ohren zu hšrenÇ. Sie mŸssen gespeist werden. Eine Zukunftsvision muss wiederhergestellt werden, wo Hoffnung verlorengegangen ist; Zuversicht muss aufgebaut werden, wo Zweifel und Verwirrung herrschen. In diesem und in anderem Zusammenhang wurde ÈDie Verhei§ung des WeltfriedensÇ geschaffen, um den Weg zu šffnen. Ihre †berreichung an die fŸhrenden StaatsmŠnner ist praktisch abgeschlossen; ihr Inhalt muss nun mit allen mšglichen Mitteln den Menschen Ÿberall und in allen gesellschaftlichen Bereichen Ÿbermittelt werden. Dies ist ein notwendiger Bestandteil des Lehrens in der heutigen Zeit und muss mit unvermindertem Nachdruck vorangetrieben werden.

Das Lehren ist die Nahrung des Geistes; es bringt Leben zu den unerweckten Seelen und erhebt den neuen Himmel und die neue Erde; es errichtet das Banner einer geeinten Welt; es sichert den Sieg des BŸndnisses und bringt denen, die ihm ihr Leben geben, das himmlische GlŸck, das Wohlgefallen ihres Herrn erreicht zu haben.

Jeder GlŠubige - MŠnner wie Frauen, Jugendliche wie Kinder - ist auf dieses Feld des Handelns gerufen, denn es liegt an der Initiative und dem entschlossenen Willen des Einzelnen, zu lehren und zu dienen, von dem der Erfolg der gesamten Gemeinde abhŠngt. WohlbegrŸndet im mŠchtigen BŸndnis Bah‡ÕuÕll‡hs, gefestigt durch tŠgliches Gebet und Lesen des Heiligen Wortes, gestŠrkt durch das fortwŠhrende Streben ein tieferes VerstŠndnis der gšttlichen Lehren zu erreichen, erleuchtet durch das stŠndige BemŸhen, diese Lehren mit den Themen der Zeit in Beziehung zu setzen, genŠhrt durch die Beachtung der Gesetze und Prinzipien Seiner wunderbaren Weltordnung, kann jeder einzelne ein wachsendes Ma§ an Erfolg im Lehren erreichen. Der letztliche Triumph der Sache ist, zusammengefasst, durch jenes ÈeineÇ, und nur jenes ÈeineÇ zugesichert, das von Shoghi Effendi so eindringlich betont wurde, nŠmlich Èdas Ausma§, in dem unser eigenes inneres Leben und unser persšnlicher Charakter in ihren vielfŠltigen AusprŠgungen den Glanz jener ewigen, von Bah‡ÕuÕll‡h verkŸndeten Prinzipien widerspiegelnÇ.

Geliebte Freunde, - Sie, die Sie von unserem Hšchst Geliebten, der Gesegneten Schšnheit, als der ÈTrost fŸr das Auge der SchšpfungÇ, als das Èsanft flie§ende Wasser, von dem das eigentliche Leben aller Menschen abhŠngtÇ, angesprochen sind - wir fordern Sie mit aller Ernsthaftigkeit und unserer tiefsten †berzeugung von der Reife dieses Zeitpunkts auf, jedes unbedeutende Bedenken beiseite zu legen und Ihre KrŠfte auf das Lehren Seiner Sache zu lenken - um sie zu verkŸnden, auszubreiten und zu festigen. Sie dŸrfen Ihre Aufgabe in voller Zuversicht angehen, dass dieses deutlich vor Ihnen ausgebreitete Feld des Fortschritts dem Wirken jener Ègšttlich geborenen MachtÇ entspringt, die Èim innersten Sein aller erschaffenen Dinge pulsiertÇ und die, Èhandelnd sogar als ein zweischneidiges Schwert, unter unseren eigenen Augen einerseits die uralten Bande zerrei§t, die seit Jahrhunderten das Gewebe der zivilisierten Gesellschaft zusammenhalten, und andererseits die Fesseln lšst, die noch immer den jungen und noch unfreien Glauben Bah‡ÕuÕll‡hs zŸgeln.Ç

Haben Sie weder Furcht noch Zweifel. Die Macht des BŸndnisses wird Ihnen helfen, Sie beleben und jedes Hindernis auf Ihrem Weg beseitigen. ÈEr wird wahrlich jedem helfen der Ihm hilft, und jedem gedenken der an Ihn denkt.Ç Sie haben unsere anhaltende Zusicherung unserer innigen und stŠndigen Gebete fŸr Sie alle.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit 1 VorlŠufige †bersetzung: Der Ruf des Herrn der Heerscharen 2 Mit Schreiben vom 15. April 1999 teilte das Universale Haus der Gerechtigkeit seine Entscheidung mit, aufgrund der derzeitigen Bedingungen in Mazedonien die Bildung des Nationalen Geistigen Rates von Mazedonien zu verschieben. 3 Ohne den Nationalen Geistigen Rat von Mazedonien 181.



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