Read: 36HAGGAI


Aufruf zum Tempelbau

1:1 Im zweiten Jahr des Königs Darius, im sechsten Monat, am ersten
Tage des Monats, geschah des HERRN Wort durch den Propheten Haggai
zu Serubbabel, dem Sohn Schealtiëls, dem Statthalter von Juda, und
zu Jeschua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester:
Esr 4,24; Esr 5,1; Esr 5,2

1:2 So spricht der HERR Zebaoth: Dies Volk spricht: Die Zeit ist noch
nicht da, daß man des HERRN Haus baue.

1:3 Und des HERRN Wort geschah durch den Propheten Haggai:

1:4 Aber eure Zeit ist da, daß ihr in getäfelten Häusern wohnt, und
dies Haus muß wüst stehen!
2. Sam 7,2

1:5 Nun, so spricht der HERR Zebaoth: Achtet doch darauf, wie es euch
geht:

1:6 Ihr säet viel und bringt wenig ein; ihr eßt und werdet doch nicht
satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch und könnt
euch doch nicht erwärmen; und wer Geld verdient, der legt's in einen
löchrigen Beutel.
Kap 2,16; 5. Mose 28,38

1:7 So spricht der HERR Zebaoth: Achtet doch darauf, wie es euch geht!

1:8 Geht hin auf das Gebirge und holt Holz und baut das Haus! Das soll
mir angenehm sein, und ich will meine Herrlichkeit erweisen, spricht
der HERR.

1:9 Denn ihr erwartet wohl viel, aber siehe, es wird wenig; und wenn
ihr's schon heimbringt, so blase ich's weg. Warum das? spricht der
HERR Zebaoth. Weil mein Haus so wüst dasteht und ein jeder nur eilt,
für sein Haus zu sorgen.

1:10 Darum hat der Himmel über euch den Tau zurückgehalten und das
Erdreich sein Gewächs.
1. Kön 17,1

1:11 Und ich habe die Dürre gerufen über Land und Berge, über Korn,
Wein, Öl und über alles, was aus der Erde kommt, auch über Mensch
und Vieh und über alle Arbeit der Hände.
Kap 2,17; Am 4,9

1:12 Da gehorchten Serubbabel, der Sohn Schealtiëls, und Jeschua, der
Sohn Jozadaks, der Hohepriester, und alle übrigen vom Volk der
Stimme des HERRN, ihres Gottes, und den Worten des Propheten Haggai,
wie ihn der HERR, ihr Gott, gesandt hatte; und das Volk fürchtete
sich vor dem HERRN.

1:13 Da sprach Haggai, der Bote des HERRN, der beauftragt war mit der
Botschaft des HERRN an das Volk: Ich bin mit euch, spricht der HERR.
Mal 2,7

1:14 Und der HERR erweckte den Geist Serubbabels, des Sohnes Schealtiëls,
des Statthalters von Juda, und den Geist Jeschuas, des Sohnes
Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist aller übrigen vom Volk,
daß sie kamen und arbeiteten am Hause des HERRN Zebaoth, ihres
Gottes,

1:15 am vierundzwanzigsten Tage des sechsten Monats im zweiten Jahr des
Königs Darius.
Abweichende Verszählung statt 1,15: 2,1.

Weissagung von der künftigen Herrlichkeit des Tempels

2:1 Am einundzwanzigsten Tage des siebenten Monats geschah des HERRN
Wort durch den Propheten Haggai:
Abweichende Verszählung statt 2,1-23: 2,2-24.

2:2 Sage zu Serubbabel, dem Sohn Schealtiëls, dem Statthalter von Juda,
und zu Jeschua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und zu den
übrigen vom Volk und sprich:

2:3 Wer ist unter euch noch übrig, der dies Haus in seiner früheren
Herrlichkeit gesehen hat? Und wie seht ihr's nun? Sieht es nicht wie
nichts aus?
Esr 3,12

2:4 Aber nun, Serubbabel, sei getrost, spricht der HERR, sei getrost,
Jeschua, du Sohn Jozadaks, du Hoherpriester! Sei getrost, alles Volk
im Lande, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch,
spricht der HERR Zebaoth,

2:5 nach dem Wort, das ich euch zusagte, als ihr aus Ägypten zogt; und
mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht!
2. Mose 19,5; Sach 4,6

2:6 Denn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist nur noch eine kleine Weile,
so werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene
erschüttern.
Hebr 12,26

2:7 Ja, alle Heiden will ich erschüttern. Da sollen dann kommen aller
Völker Kostbarkeiten, und ich will dies Haus voll Herrlichkeit
machen, spricht der HERR Zebaoth.

2:8 Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR
Zebaoth.

2:9 Es soll die Herrlichkeit dieses neuen Hauses größer werden, als die
des ersten gewesen ist, spricht der HERR Zebaoth; und ich will
Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth.

Können unheilige Menschen den Tempel bauen?

2:10 Am vierundzwanzigsten Tage des neunten Monats, im zweiten Jahr des
Darius, geschah des HERRN Wort zu dem Propheten Haggai:

2:11 So spricht der HERR Zebaoth: Frage die Priester nach dem Gesetz und
sprich:

2:12 Wenn jemand heiliges Fleisch trüge im Zipfel seines Kleides und
berührte danach mit seinem Zipfel Brot, Gekochtes, Wein, Öl oder was
es für Speise wäre, würde es auch heilig? Und die Priester
antworteten und sprachen: Nein.

2:13 Haggai sprach: Wenn aber jemand durch Berührung eines Toten unrein
wäre und eins davon anrührte, würde es auch unrein? Die Priester
antworteten und sprachen: Es würde unrein.
3. Mose 5,2; 4. Mose 19,22

2:14 Da antwortete Haggai und sprach: Ebenso ist es mit diesem Volk und
mit diesen Leuten vor mir, spricht der HERR, und auch mit allem Werk
ihrer Hände; und was sie dort opfern, ist unrein.
Esr 4,1-3

Ermutigung zum Weiterbau des Tempels

2:15 Und jetzt achtet doch darauf, wie es euch gehen wird von diesem Tage
an und fernerhin! Wie ging es euch denn, bevor ein Stein auf den
andern gelegt war am Tempel des HERRN?

2:16 Wenn einer zum Kornhaufen kam, der zwanzig Maß haben sollte, so
waren kaum zehn da; kam er zur Kelter und meinte, fünfzig Eimer zu
schöpfen, so waren kaum zwanzig da.
Kap 1,6

2:17 Ich plagte euch mit Dürre, Getreidebrand und Hagel in all eurer
Arbeit; dennoch bekehrtet ihr euch nicht zu mir, spricht der HERR.
Kap 1,11

2:18 Nun aber achtet doch darauf, wie es euch ergehen wird von diesem Tag
an und fernerhin - vom vierundzwanzigsten Tage des neunten Monats
an -, nämlich von dem Tag an, da der Tempel des HERRN gegründet
ist! Achtet darauf,

2:19 ob noch der Same in der Scheune dahinschwindet und ob Weinstock,
Feigenbaum, Granatbaum und Ölbaum noch nicht tragen! Von diesem Tage
an will ich Segen geben.

Serubbabel - ein Siegelring Gottes

2:20 Und des HERRN Wort geschah zum zweitenmal am vierundzwanzigsten Tage
des Monats zu Haggai:

2:21 Sage Serubbabel, dem Statthalter von Juda: Ich will Himmel und Erde
erschüttern
Vers 6

2:22 und will die Throne der Königreiche umstürzen und die mächtigen
Königreiche der Heiden vertilgen und will umwerfen die Wagen und die
darauf fahren; Roß und Reiter sollen fallen, ein jeder durch des
andern Schwert.

2:23 Zur selben Zeit, spricht der HERR Zebaoth, will ich dich,
Serubbabel, du Sohn Schealtiëls, meinen Knecht, nehmen, spricht der
HERR, und dich wie einen Siegelring halten; denn ich habe dich
erwählt, spricht der HERR Zebaoth.
Sach 4,6-7

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