Read: 05 5.Mose


Buch 5 (DAS F†NFTE BUCH MOSE (DEUTERONOMIUM)



1

1 (RŸckblick auf die WŸstenwanderung vom Horeb bis Kadesch) Dies sind die Worte, die Mose zu ganz Israel redete jenseits des Jordans in der WŸste, im Jordantal gegenŸber Suf, zwischen Paran und Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab.

2 Elf Tagereisen weit ist es vom Horeb bis Kadesch-Barnea auf dem Wege zum Gebirge Se•r.

3 Und es geschah im vierzigsten Jahr am ersten Tage des elften Monats, da redete Mose mit den Israeliten alles, wie es ihm der HERR fŸr sie geboten hatte, 4. Mose 33,38)

4 nachdem er Sihon geschlagen hatte, den Kšnig der Amoriter, der zu Heschbon herrschte, dazu bei Edre• den Og, den Kšnig von Baschan, der zu Aschtarot herrschte. 4. Mose 21,21-35)

5 Jenseits des Jordans im Lande Moab fing Mose an, dies Gesetz auszulegen, und sprach:

6 Der HERR, unser Gott, redete mit uns am Berge Horeb und sprach: Ihr seid lange genug an diesem Berge gewesen; 4. Mose 10,11.12)

7 wendet euch und zieht hin, da§ ihr zu dem Gebirge der Amoriter kommt und zu allen ihren Nachbarn im Jordantal, auf dem Gebirge und in dem HŸgelland, im SŸdland und am Ufer des Meeres, ins Land Kanaan und zum Berge Libanon, bis an den gro§en Strom, den Euphrat.

8 Siehe, ich habe das Land vor euren Augen dahingegeben. Zieht hinein und nehmt das Land ein, von dem der HERR euren VŠtern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, da§ er's ihnen und ihren Nachkommen geben wolle. 1. Mose 12,7)

9 Da sprach ich zur selben Zeit zu euch: Ich kann euch nicht mehr allein tragen; 2. Mose 18,18; 4. Mose 11,14)

10 denn der HERR, euer Gott, hat euch so zahlreich werden lassen, da§ ihr heute seid wie die Menge der Sterne am Himmel. Kap 10,22; 1. Mose 15,5)

11 Der HERR, der Gott eurer VŠter, mache aus euch noch vieltausendmal mehr und segne euch, wie er euch zugesagt hat!

12 Wie kann ich allein tragen eure MŸhe und Last und euren Streit?

13 Schafft herbei weise, verstŠndige und erfahrene Leute unter euren StŠmmen, die will ich Ÿber euch zu HŠuptern setzen.

14 Da antwortetet ihr mir und spracht: Ja, das ist eine gute Sache, die du tun willst.

15 Da nahm ich die HŠupter eurer StŠmme, weise und erfahrene MŠnner, und setzte sie Ÿber euch als Oberste Ÿber tausend, Ÿber hundert, Ÿber fŸnfzig und Ÿber zehn und als Amtleute fŸr eure StŠmme. 2. Mose 18,25)

16 Und ich gebot euren Richtern zur selben Zeit und sprach: Hšrt eure BrŸder an und richtet recht, wenn einer etwas mit seinem Bruder hat oder mit dem Fremdling, der bei ihm ist. 3. Mose 19,15)

17 Beim Richten sollt ihr die Person nicht ansehen, sondern sollt den Kleinen hšren wie den Gro§en und vor niemand euch scheuen; denn das Gericht ist Gottes. Wird aber euch eine Sache zu schwer sein, die la§t an mich gelangen, damit ich sie hšre. Kap 16,19; 2. Chr 19,6.7, 2. Mose 21,6)

18 So gebot ich euch zu der Zeit alles, was ihr tun sollt.

19 Da brachen wir auf vom Horeb und zogen durch die ganze WŸste, die gro§ und furchtbar ist, wie ihr gesehen habt, auf der Stra§e zum Gebirge der Amoriter, wie uns der HERR, unser Gott, geboten hatte, und kamen bis nach Kadesch-Barnea. 4. Mose 20,1)

20 Da sprach ich zu euch: Ihr seid an das Gebirge der Amoriter gekommen, das uns der HERR, unser Gott, geben wird.

21 Sieh her, der HERR, dein Gott, hat dir das Land hingegeben; zieh hinauf und nimm's ein, wie der HERR, der Gott deiner VŠter, dir zugesagt hat. FŸrchte dich nicht und la§ dir nicht grauen.

22 Da kamt ihr alle zu mir und spracht: La§t uns MŠnner vor uns her senden, die uns das Land erkunden und uns den Weg sagen, auf dem wir hineinziehen sollen, und die StŠdte, zu denen wir kommen werden. 4. Mose 13,2)

23 Das gefiel mir gut, und ich nahm von euch zwšlf MŠnner, von jedem Stamm einen.

24 Als diese weggingen und hinaufzogen auf das Gebirge und an den Traubenbach kamen, da erkundeten sie das Land

25 und nahmen FrŸchte des Landes mit sich und brachten sie herab zu uns und gaben uns Bericht und sprachen: Das Land ist gut, das der HERR, unser Gott, uns gegeben hat. -

26 Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wurdet ungehorsam dem Munde des HERRN, eures Gottes,

27 und murrtet in euren Zelten und spracht: Der HERR ist uns gram; darum hat er uns aus €gyptenland gefŸhrt, da§ er uns in die HŠnde der Amoriter gebe, um uns zu vertilgen. 4. Mose 14)

28 Wo sollen wir hinziehen? Unsere BrŸder haben unser Herz verzagt gemacht und gesagt, das Volk sei grš§er und hšher gewachsen als wir, die StŠdte seien gro§ und bis an den Himmel ummauert; dazu haben wir dort Anakiter gesehen. Kap 9,1.2; 4. Mose 13,33)

29 Ich sprach aber zu euch: Entsetzt euch nicht und fŸrchtet euch nicht vor ihnen.

30 Der HERR, euer Gott, zieht vor euch hin und wird fŸr euch streiten, wie er's mit euch getan hat in €gypten vor euren Augen 2. Mose 14,14.25; Jos 10,14)

31 und in der WŸste. Da hast du gesehen, da§ dich der HERR, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trŠgt, auf dem ganzen Wege, den ihr gewandert seid, bis ihr an diesen Ort kamt. Kap 8,5; 2. Mose 19,4)

32 Und trotzdem glaubtet ihr dem HERRN, eurem Gott, nicht,

33 der auf dem Weg vor euch herging, euch die StŠtte zu weisen, wo ihr euch lagern solltet, bei Nacht im Feuer, um euch den Weg zu zeigen, den ihr gehen solltet, und bei Tage in der Wolke. 2. Mose 13,21)

34 Als aber der HERR euer Geschrei hšrte, wurde er zornig und schwor und sprach:

35 Es soll keiner von diesem bšsen Geschlecht das gute Land sehen, das ich ihren VŠtern zu geben geschworen habe, (35 und 36) 4. Mose 14,23.24)

36 au§er Kaleb, dem Sohn Jefunnes; der soll es sehen. Ihm und seinen Nachkommen will ich das Land geben, das er betreten hat, weil er dem HERRN treu gefolgt ist.

37 Auch Ÿber mich wurde der HERR zornig um euretwillen und sprach: Du sollst auch nicht hineinkommen. 4. Mose 20,12)

38 Aber Josua, der Sohn Nuns, der dein Diener ist, der soll hineinkommen. Dem stŠrke den Mut; denn er soll Israel das Erbe austeilen. 4. Mose 34,17)

39 Und eure SŠuglinge, von denen ihr sagtet, sie wŸrden zum Raube werden, und eure Kinder, die jetzt weder Gutes noch Bšses verstehen, die sollen hineinkommen; ihnen will ich's geben, und sie sollen es besitzen.

40 Ihr aber, wendet euch und zieht wieder in die WŸste den Weg zum Schilfmeer. 4. Mose 14,25)

41 Da antwortetet ihr und spracht zu mir: Wir haben an dem HERRN gesŸndigt; wir wollen hinaufziehen und kŠmpfen, wie uns der HERR, unser Gott, geboten hat. Als ihr euch nun rŸstetet, ein jeder mit seinen Waffen, und es fŸr ein Leichtes hieltet, ins Gebirge hinaufzuziehen, 4. Mose 14,40)

42 da sprach der HERR zu mir: Sage ihnen, da§ sie nicht hinaufziehen, auch nicht kŠmpfen - denn ich bin nicht unter euch -, damit ihr nicht geschlagen werdet von euren Feinden.

43 Als ich euch das sagte, gehorchtet ihr nicht und wurdet ungehorsam dem Munde des HERRN und waret vermessen und zogt hinauf ins Gebirge.

44 Da zogen die Amoriter aus, die auf dem Gebirge wohnten, euch entgegen und jagten euch, wie's die Bienen tun, und schlugen euch von Se•r bis nach Horma. 4. Mose 14,45)

45 Als ihr nun wiederkamt und vor dem HERRN weintet, wollte der HERR eure Stimme nicht hšren und neigte seine Ohren nicht zu euch.

46 So bliebt ihr in Kadesch eine lange Zeit. Kap 2,14)


2

1 (Zug durch die WŸste bis zum Sieg Ÿber Sihon) Dann wandten wir uns und zogen wieder in die WŸste auf der Stra§e zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir gesagt hatte, und umzogen das Gebirge Se•r eine lange Zeit. 4. Mose 21,4)

2 Und der HERR sprach zu mir:

3 Ihr habt dies Gebirge nun genug umzogen; wendet euch nach Norden.

4 Und gebiete dem Volk und sprich: Ihr werdet durch das Land eurer BrŸder, der Sšhne Esau, ziehen, die auf dem Se•r wohnen, und sie werden sich vor euch fŸrchten. Aber hŸtet euch ja davor, 4. Mose 20,14)

5 sie zu bekriegen; ich werde euch von ihrem Lande nicht einen Fu§ breit geben, denn das Gebirge Se•r habe ich den Sšhnen Esau zum Besitz gegeben. 1. Mose 36,8)

6 Speise sollt ihr fŸr Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu essen habt, und Wasser sollt ihr fŸr Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu trinken habt.

7 Denn derHERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner HŠnde. Er hat dein Wandern durch diese gro§e WŸste auf sein Herz genommen. Vierzig Jahre ist der HERR, dein Gott, bei dir gewesen. An nichts hast du Mangel gehabt. 4. Mose 14,33)

8 Als wir nun von unsern BrŸdern, den Sšhnen Esau, die auf dem Gebirge Se•r wohnten, weggezogen waren, weg von dem Weg durch die Steppe, weg von Elat und Ezjon-Geber, wandten wir uns und zogen den Weg zum Weideland der Moabiter.

9 Da sprach der HERR zu mir: Du sollst den Moabitern keinen Schaden tun noch sie bekriegen; ich will dir von ihrem Lande nichts zum Besitz geben, denn ich habe Ar den Sšhnen Lot zum Besitz gegeben. - 1. Mose 19,36.37)

10 Die Emiter haben vorzeiten darin gewohnt; das war ein gro§es, starkes und hochgewachsenes Volk wie die Anakiter. Kap 1,28)

11 Man hielt sie auch fŸr Riesen wie die Anakiter; und die Moabiter nennen sie Emiter.

12 Auch wohnten vorzeiten auf dem Se•r die Horiter; und die Sšhne Esau vertrieben und vertilgten sie vor sich her und wohnten an ihrer Statt, gleichwie Israel mit dem Lande tat, das ihnen der HERR zum Besitz gab. - 1. Mose 14,6)

13 So macht euch nun auf und zieht durch den Bach Sered! Und wir zogen hindurch. 4. Mose 21,12)

14 Die Zeit aber, die wir von Kadesch-Barnea zogen, bis wir durch den Bach Sered kamen, betrug achtunddrei§ig Jahre, bis alle Kriegsleute aus dem Lager gestorben waren, wie der HERR ihnen geschworen hatte. 4. Mose 14,34)

15 So war die Hand des HERRN wider sie, um sie aus dem Lager zu vertilgen bis auf den letzten Mann. 4. Mose 16,31.32; 21,6; 25,3-5)

16 Und als alle Kriegsleute aus dem Volk gestorben waren,

17 redete der HERR mit mir und sprach:

18 Du wirst heute durch das Gebiet der Moabiter ziehen bei Ar 4. Mose 21,13.15)

19 und wirst in die NŠhe der Ammoniter kommen. Denen sollst du keinen Schaden tun noch sie bekriegen; ich will dir vom Lande der Ammoniter nichts zum Besitz geben, denn ich hab's den Sšhnen Lot zum Besitz gegeben. - 1. Mose 19,38)

20 Auch dies gilt als Land der Riesen, und es haben auch vorzeiten Riesen darin gewohnt, und die Ammoniter nennen sie Samsummiter.

21 Das war ein gro§es, starkes und hochgewachsenes Volk wie die Anakiter. Und der HERR vertilgte sie vor ihnen und lie§ sie ihr Land besitzen, so da§ sie an ihrer Statt dort wohnten,

22 gleichwie er's getan hat mit den Sšhnen Esau, die auf dem Gebirge Se•r wohnen, als er die Horiter vor ihnen vertilgte und sie deren Land besitzen lie§, so da§ sie dort an ihrer Statt wohnten bis auf diesen Tag.

23 Und die Kaftoriter zogen aus Kaftor, und vertilgten die Awiter, die in Gehšften wohnten bis nach Gaza, und wohnten dort an ihrer Statt. - 1. Mose 10,14, Jos 13,3)

24 Macht euch auf und zieht aus und geht Ÿber den Arnon! Siehe, ich habe Sihon, den Kšnig der Amoriter zu Heschbon, in deine HŠnde gegeben mit seinem Lande. Fange an, es einzunehmen, und kŠmpfe mit ihm.

25 Von heute an will ich Furcht und Schrecken vor dir auf alle Všlker unter dem ganzen Himmel legen, damit, wenn sie von dir hšren, ihnen bange und weh werden soll vor deinem Kommen. 2. Mose 23,27)

26 Da sandte ich Boten aus der WŸste Kedemot an Sihon, den Kšnig von Heschbon, mit friedlicher Botschaft und lie§ ihm sagen: 4. Mose 21,21-26)

27 Ich will durch dein Land ziehen. Nur wo die Stra§e geht, will ich gehen; ich will weder zur Rechten noch zur Linken vom Weg abweichen.

28 Speise sollst du mir fŸr Geld verkaufen, damit ich zu essen habe, und Wasser sollst du mir fŸr Geld geben, damit ich zu trinken habe. Ich will nur hindurchziehen -

29 wie mir die Sšhne Esau gestattet haben, die auf dem Gebirge Se•r wohnen, und die Moabiter, die zu Ar wohnen -, bis ich Ÿber den Jordan komme in das Land, das uns der HERR, unser Gott, geben wird.

30 Aber Sihon, der Kšnig von Heschbon, wollte uns nicht hindurchziehen lassen; denn der HERR, dein Gott, verhŠrtete seinen Sinn und verstockte ihm sein Herz, um ihn in deine HŠnde zu geben, so wie es heute ist. 2. Mose 4,21)

31 Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe angefangen, Sihon mit seinem Lande vor deinen Augen dahinzugeben; fangt ihr an, sein Land in Besitz zu nehmen. Jos 10,12; Jer 24,8; Ršm 1,24; 4,25; 8,32)

32 Und Sihon zog aus uns entgegen mit seinem ganzen Kriegsvolk zum Kampf nach Jahaz.

33 Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor unsern Augen dahin, da§ wir ihn schlugen mit seinen Sšhnen und seinem ganzen Kriegsvolk.

34 Da nahmen wir zu der Zeit alle seine StŠdte ein und vollstreckten den Bann an allen StŠdten, an MŠnnern, Frauen und Kindern, und lie§en niemand Ÿbrigbleiben.

35 Nur das Vieh raubten wir fŸr uns und die Beute aus den StŠdten, die wir eingenommen hatten.

36 Von Aro‘r an, das am Ufer des Arnon liegt, und von der Stadt im Bachtal bis nach Gilead war keine Stadt, die sich vor uns schŸtzen konnte; der HERR, unser Gott, gab alles vor unsern Augen dahin. Jos 13,9; 2. Sam 24,5)

37 Nur zu dem Lande der Ammoniter kamst du nicht, weder zum Ufer des Jabbok noch zu den StŠdten auf dem Gebirge, ganz wie uns der HERR, unser Gott, geboten hatte.


3

1 (Sieg Ÿber Og von Baschan) Und wir wandten uns und zogen hinauf den Weg nach Baschan. Und Og, der Kšnig von Baschan, zog aus uns entgegen mit seinem ganzen Kriegsvolk, um bei Edre• zu kŠmpfen. 4. Mose 21,33-35)

2 Aber der HERR sprach zu mir: FŸrchte dich nicht vor ihm, denn ich habe ihn und sein ganzes Kriegsvolk mit seinem Land in deine HŠnde gegeben. Und du sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem Kšnig der Amoriter, getan hast, der zu Heschbon herrschte.

3 So gab der HERR, unser Gott, auch den Kšnig Og von Baschan in unsere HŠnde mit seinem ganzen Kriegsvolk, da§ wir ihn schlugen, bis ihm keiner Ÿbrig blieb.

4 Da nahmen wir zu der Zeit alle seine StŠdte ein, und es gab keine Stadt, die wir ihnen nicht nahmen: sechzig StŠdte, die ganze Gegend von Argob, das Kšnigreich Ogs von Baschan,

5 lauter StŠdte, die befestigt waren mit hohen Mauern, Toren und Riegeln, au§erdem sehr viele offene StŠdte.

6 Und wir vollstreckten den Bann an ihnen, gleichwie wir an Sihon, dem Kšnig von Heschbon, taten. An allen StŠdten vollstreckten wir den Bann, an MŠnnern, Frauen und Kindern.

7 Aber alles Vieh und die Beute aus den StŠdten raubten wir fŸr uns. Kap 20,13-18)

8 So nahmen wir zu der Zeit den beiden Kšnigen der Amoriter das Land jenseits des Jordans, von dem Flu§ Arnon bis an den Berg Hermon (8 und 9) Kap 4,48; 1. Chr 5,23; Ps 29,6)

9 - die Sidonier nennen ihn Sirjon, aber die Amoriter nennen ihn Senir -,

10 alle StŠdte auf der Hochebene und das ganze Gilead und das ganze Baschan bis nach Salcha und Edre•, die StŠdte des Kšnigreichs Ogs von Baschan.

11 Denn allein der Kšnig Og von Baschan war noch Ÿbrig von den Riesen. Siehe, in Rabba, der Stadt der Ammoniter, ist sein steinerner Sarg, neun Ellen lang und vier Ellen breit nach gewšhnlicher Elle.

12 (Die Verteilung des Ostjordanlandes U| (vgl. 4. Mose 32) Dies Land nahmen wir damals ein. Von Aro‘r an, das am Flu§ Arnon liegt, gab ich's den Rubenitern und Gaditern samt dem halben Gebirge Gilead mit seinen StŠdten.

13 Aber das Ÿbrige Gilead und das ganze Baschan, das Kšnigreich Ogs, gab ich dem halben Stamm Manasse, die ganze Gegend von Argob. Dies ganze Baschan hei§t ÈLand der RiesenÇ.

14 Ja•r, der Sohn Manasses, bekam die ganze Gegend von Argob bis an die Grenze der Geschuriter und Maachatiter und nannte Baschan nach seinem Namen ÈDšrfer Jai‘rsÇ bis auf den heutigen Tag.

15 Machir aber gab ich Gilead.

16 Und den Rubenitern und Gaditern gab ich ein Gebiet von Gilead bis zum Arnon, bis zur Mitte des Flusses mit seinem Uferland, und bis zum Jabbok, dem Grenzflu§ der Ammoniter;

17 dazu das Jordantal mit dem Jordan und seinem Uferland, von Kinneret bis an das Meer am Jordantal, das ist das Salzmeer, am Fu§e des Gebirges Pisga, alles, was nach Osten zu liegt. Jos 11,2; 19,35; Mk 6,53)

18 Und ich gebot ihnen zu der Zeit: Der HERR, euer Gott, hat euch dies Land gegeben, um es einzunehmen. So zieht nun gerŸstet vor euren BrŸdern, den Israeliten, her, all ihr Kriegsleute.

19 Nur eure Frauen und Kinder und euer Vieh - denn ich wei§, da§ ihrviel Vieh habt - la§t in euren StŠdten bleiben, die ich euch gegeben habe,

20 bis der HERR eure BrŸder auch zur Ruhe bringt wie euch, da§ sie auch das Land einnehmen, das ihnen der HERR, euer Gott, geben wird jenseits des Jordans. Danach sollt ihr dann zurŸckkehren zu eurem Besitz, den ich euch gegeben habe.

21 Und Josua gebot ich zur selben Zeit und sprach: Deine Augen haben alles gesehen, was der HERR, euer Gott, mit diesen beiden Kšnigen getan hat. So wird der HERR auch mit allen Kšnigreichen tun, in die du ziehst. 4. Mose 27,18.22)

22 FŸrchtet euch nicht vor ihnen; denn der HERR, euer Gott, streitet fŸr euch. Kap 1,29.30)

23 (Mose soll nicht in das gelobte Land kommen) Und ich bat den HERRN zur selben Zeit und sprach:

24 Herr HERR, du hast angefangen, deinem Knecht zu offenbaren deine Herrlichkeit und deine starke Hand. Denn wo ist ein Gott im Himmel und auf Erden, der es deinen Werken und deiner Macht gleichtun kšnnte?

25 La§ mich hinŸbergehen und sehen das gute Land jenseits des Jordans, dies gute Bergland und den Libanon.

26 Aber der HERR war erzŸrnt auf mich um euretwillen und erhšrte mich nicht, sondern sprach zu mir: La§ es genug sein! Rede mir davon nicht mehr! 4. Mose 20,12)

27 Steige auf den Gipfel des Gebirges Pisga und hebe deine Augen auf nach Westen und nach Norden und nach SŸden und nach Osten und sieh es mit deinen Augen; denn du wirst nicht Ÿber den Jordan hier gehen.

28 Und gebiete dem Josua, da§ er getrost und unverzagt sei; denn er soll Ÿber den Jordan ziehen vor dem Volk her und soll ihnen das Land austeilen, das du sehen wirst. Kap 31,3.7)

29 So blieben wir im Tal gegenŸber Bet-Peor.


4

1 (Ermahnung zum Gehorsam gegen das Gesetz) Und nun hšre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich euch lehre, da§ ihr sie tun sollt, auf da§ ihr lebet und hineinkommt und das Land einnehmt, das euch der HERR, der Gott eurer VŠter, gibt.

2 Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf da§ ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete. Kap 13,1; Spr 30,6; Offb 22,18.19)

3 Eure Augen haben gesehen, was der HERR getan hat wider den Baal-Peor; denn alle, die dem Baal-Peor folgten, hat der HERR, dein Gott, vertilgt unter euch. 4. Mose 25,3-9)

4 Aber ihr, die ihr dem HERRN, eurem Gott, anhinget, lebt alle heute noch.

5 Sieh, ich hab euch gelehrt Gebote und Rechte, wie mir der HERR, mein Gott, geboten hat, da§ ihr danach tun sollt im Lande, in das ihr kommen werdet, um es einzunehmen.

6 So haltet sie nun und tut sie! Denn dadurch werdet ihr als weise und verstŠndig gelten bei allen Všlkern, da§, wenn sie alle diese Gebote hšren, sie sagen mŸssen: Ei, was fŸr weise und verstŠndige Leute sind das, ein herrliches Volk! Jes 2,3)

7 Denn wo ist so ein herrliches Volk, dem ein Gott so nahe ist wie uns der HERR, unser Gott, sooft wir ihn anrufen? 2. Sam 7,23)

8 Und wo ist so ein gro§es Volk, das so gerechte Ordnungen und Gebote hat wie dies ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege? Jer 8,8)

9 HŸte dich nur und bewahre deine Seele gut, da§ du nicht vergi§t, was deine Augen gesehen haben, und da§ es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang. Und du sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun Ps 103,2)

10 den Tag, da du vor dem HERRN, deinem Gott, standest an dem Berge Horeb, als der HERR zu mir sagte: Versammle mir das Volk, da§ sie meine Worte hšren und so mich fŸrchten lernen alle Tage ihres Lebens auf Erden und ihre Kinder lehren. 2. Mose 19,17, Kap 6,7)

11 Da tratet ihr herzu und standet unten an dem Berge; der Berg aber stand in Flammen bis in den Himmel hinein, und da war Finsternis, Wolken und Dunkel.

12 Und der HERR redete mit euch mitten aus dem Feuer. Seine Worte hšrtet ihr, aber ihr saht keine Gestalt, nur eine Stimme war da. Kap 5,4.24)

13 Und er verkŸndigte euch seinen Bund, den er euch gebot zu halten, nŠmlich die Zehn Worte, und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. 2. Mose 31,18)

14 Und der HERR gebot mir zur selben Zeit, euch Gebote und Rechte zu lehren, da§ ihr danach tun sollt in dem Lande, in das ihr zieht, es einzunehmen.

15 So hŸtet euch nun wohl - denn ihr habt keine Gestalt gesehen an dem Tage, da der HERR mit euch redete aus dem Feuer auf dem Berge Horeb -,

16 da§ ihr euch nicht versŸndigt und euch irgendein Bildnis macht, das gleich sei einem Mann oder Weib, 2. Mose 20,4)

17 einem Tier auf dem Land oder Vogel unter dem Himmel,

18 dem GewŸrm auf der Erde oder einem Fisch im Wasser unter der Erde.

19 Hebe auch nicht deine Augen auf gen Himmel, da§ du die Sonne sehest und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest ab und betest sie an und dienest ihnen. Denn der HERR, dein Gott, hat sie zugewiesen allen andern Všlkern unter dem ganzen Himmel; Kap 17,3; Ršm 1,23)

20 euch aber hat der HERR angenommen und aus dem glŸhenden Ofen, nŠmlich aus €gypten, gefŸhrt, da§ ihr das Volk sein sollt, das allein ihm gehšrt, wie ihr es jetzt seid. 1. Kšn 8,51; Jes 48,10; Jer 11,4, 2. Mose 19,5.6; Jes 19,25)

21 Und der HERR war so erzŸrnt Ÿber mich um eures Tuns willen, da§ er schwor, ich sollte nicht Ÿber den Jordan gehen noch in das gute Land kommen, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbteil geben wird, Kap 3,26)

22 sondern ich mu§ in diesem Lande sterben und werde nicht Ÿber den Jordan gehen. Ihr aber werdet hinŸbergehen und dies gute Land einnehmen.

23 So hŸtet euch nun, da§ ihr den Bund des HERRN, eures Gottes, nicht verge§t, den er mit euch geschlossen hat, und nicht ein Bildnis macht von irgendeiner Gestalt, wie es der HERR, dein Gott, geboten hat.

24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott. Kap 9,3; 2. Mose 24,17; Jes 10,17; Hebr 12,29, 2. Mose 20,5)

25 Wenn ihr nun Kinder zeugt und Kindeskinder und im Lande wohnt und versŸndigt euch und macht euch Bildnisse von irgendeiner Gestalt, so da§ ihr Ÿbeltut vor dem HERRN, eurem Gott, und ihn erzŸrnet,

26 so rufe ich heute Himmel und Erde zu Zeugen Ÿber euch, da§ ihr bald weggerafft werdet aus dem Lande, in das ihr geht Ÿber den Jordan, um es einzunehmen. Ihr werdet nicht lange darin bleiben, sondern werdet vertilgt werden. Kap 30,19; 31,28; 32,1)

27 Und der HERR wird euch zerstreuen unter die Všlker, und es wird von euch nur eine geringe Zahl Ÿbrig bleiben unter den Heiden, zu denen euch der HERR wegfŸhren wird.

28 Dort wirst du dienen den Gštzen, die das Werk von MenschenhŠnden sind, Holz und Stein, die weder sehen noch hšren noch essen noch riechen kšnnen. Kap 28,36; Ps 115,4-7)

29 Wenn du aber dort den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst. Ps 27,8; Jer 29,13.14)

30 Wenn du geŠngstet sein wirst und dich das alles treffen wird in kŸnftigen Zeiten, so wirst du dich bekehren zu dem HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchen. Kap 30,2)

31 Denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht verlassen noch verderben, wird auch den Bund nicht vergessen, den er deinen VŠtern geschworen hat.

32 Denn frage nach den frŸheren Zeiten, die vor dir gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf Erden geschaffen hat, und von einem Ende des Himmels zum andern, ob je so Gro§es geschehen oder desgleichen je gehšrt sei,

33 da§ ein Volk die Stimme Gottes aus dem Feuer hat reden hšren, wie du sie gehšrt hast, und dennoch am Leben blieb? 2. Mose 20,1.19)

34 Oder ob je ein Gott versucht hat, hinzugehen und sich ein Volk mitten aus einem Volk herauszuholen durch Machtproben, durch Zeichen, durch Wunder, durch Krieg und durch seine mŠchtige Hand und durch seinen ausgereckten Arm und durch gro§e Schrecken, wie das alles der HERR, euer Gott, fŸr euch getan hat in €gypten vor deinen Augen? Kap 7,19; 29,2)

35 Du aber hast's gesehen, auf da§ du wissest, da§ der HERR allein Gott ist und sonst keiner. Kap 32,39)

36 Vom Himmel hat er dich seine Stimme hšren lassen, um dich zurechtzubringen; und auf Erden hat er dir gezeigt sein gro§es Feuer, und seine Worte hast du aus dem Feuer gehšrt. 2. Mose 20,1.18.20)

37 Weil er deine VŠter geliebt und ihre Nachkommen erwŠhlt hat, hat er dich herausgefŸhrt mit seinem Angesicht durch seine gro§e Kraft aus €gypten, 2. Mose 33,14)

38 damit er vor dir her Všlker vertriebe, die grš§er und stŠrker sind als du, und dich hineinbrŠchte, um dir ihr Land zum Erbteil zu geben, wie es jetzt ist.

39 So sollst du nun heute wissen und zu Herzen nehmen, da§ der HERR Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden und sonst keiner,

40 und sollst halten seine Rechte und Gebote, die ich dir heute gebiete; so wird's dir und deinen Kindern nach dir wohlgehen und dein Leben lange wŠhren in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt fŸr immer.

41 (FreistŠdte im Ostjordanland) Da sonderte Mose drei StŠdte aus jenseits des Jordans gegen Sonnenaufgang, Kap 19,2-13; 4. Mose 35,6-29)

42 damit dorthin fliehen konnte, wer seinen NŠchsten totschlŠgt ohne Vorsatz und ihm zuvor nicht feind gewesen ist; der soll in eine dieser StŠdte fliehen, damit er am Leben bleibe:

43 Bezer auf der Hochebene fŸr die Rubeniter und Ramot in Gilead fŸr die Gaditer und Golan in Baschan fŸr die Manassiter.

44 (†berleitung zum Gesetz) Dies ist das Gesetz, das Mose den Israeliten vorlegte.

45 Dies sind die Ermahnungen und Gebote und Rechte, die Mose den Israeliten kundtat, als sie aus €gypten gezogen waren,

46 jenseits des Jordans im Tal gegenŸber Bet-Peor, im Lande Sihons, des Kšnigs der Amoriter, der zu Heschbon herrschte. Den schlugen Mose und die Israeliten, als sie aus €gypten gezogen waren, 4. Mose 21,24)

47 und nahmen sein Land ein, dazu das Land Ogs, des Kšnigs von Baschan, der beiden Kšnige der Amoriter, die jenseits des Jordans waren gegen Sonnenaufgang,

48 von Aro‘r an, das am Ufer des Arnon liegt, bis an den Berg Sion, das ist der Hermon, Kap 3,8.9)

49 und das ganze Jordantal šstlich des Jordans gegen Aufgang der Sonne bis an das Meer am Jordantal am Fu§e des Gebirges Pisga.


5

1 (Wiederholung der zehn Gebote U| (vgl. 2. Mose 20) Und Mose rief ganz Israel zusammen und sprach zu ihnen: Hšre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernet sie und bewahrt sie, da§ ihr danach tut!

2 Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns geschlossen am Horeb 2. Mose 19,5)

3 und hat nicht mit unsern VŠtern diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier sind und alle leben. Kap 29,14)

4 Er hat von Angesicht zu Angesicht mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet. Vers 24)

5 Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem HERRN und euch, um euch des HERRN Wort zu verkŸndigen; denn ihr fŸrchtetet euch vor dem Feuer und gingt nicht auf den Berg. Und er sprach:

6 Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus €gyptenland gefŸhrt hat, aus der Knechtschaft.

7 Du sollst keine anderen Gštter haben neben mir. Kap 11,16.28)

8 Du sollst dir kein Bildnis machen in irgendeiner Gestalt, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist. Kap 27,15)

9 Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der VŠter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, Kap 4,24)

10 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

11 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mi§brauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mi§braucht.

12 Den Sabbattag sollst du halten, da§ du ihn heiligest, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat.

13 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.

14 Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt, auf da§ dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du.

15 Denn du sollst daran denken, da§ auch du Knecht in €gyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort herausgefŸhrt hat mit mŠchtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, da§ du den Sabbattag halten sollst. Kap 15,15; 16,12; 24,18.22)

16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf da§ du lange lebest und dir's wohlgehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

17 Du sollst nicht tšten.

18 Du sollst nicht ehebrechen.* (*Abweichende VerszŠhlung statt 5,18-30: 5,17-33.)

19 Du sollst nicht stehlen.

20 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen NŠchsten.

21 Du sollst nicht begehren deines NŠchsten Weib. Du sollst nicht begehren deines NŠchsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was sein ist. Mi 2,2)

22 Das sind die Worte, die der HERR redete zu eurer ganzen Gemeinde auf dem Berge, aus dem Feuer und der Wolke und dem Dunkel mit gro§er Stimme, und tat nichts hinzu und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir. 2. Mose 31,18)

23 (Mose als Mittler zwischen Gott und Israel) Als ihr aber die Stimme aus der Finsternis hšrtet und den Berg im Feuer brennen saht, tratet ihr zu mir, alle eure StammeshŠupter und eure €ltesten,

24 und spracht: Siehe, der HERR, unser Gott, hat uns sehen lassen seine Herrlichkeit und seine MajestŠt, und wir haben seine Stimme aus dem Feuer gehšrt. Heute haben wir zwar gesehen, da§ Gott mit Menschen redet und sie am Leben bleiben. Kap 4,12.13.33)

25 Aber nun, warum sollen wir sterben? Dies gro§e Feuer wird uns noch verzehren! Wenn wir des HERRN, unseres Gottes, Stimme weiter hšren, so mŸssen wir sterben.

26 Denn welcher Mensch kann die Stimme des lebendigen Gottes aus dem Feuer reden hšren wie wir und doch am Leben bleiben?

27 Tritt du hinzu und hšre alles, was der HERR, unser Gott, sagt, und sage es uns. Alles, was der HERR, unser Gott, mit dir reden wird, das wollen wir hšren und tun.

28 Als aber der HERR eure Worte hšrte, die ihr mit mir redetet, sprach er zu mir: Ich habe gehšrt die Worte dieses Volks, die sie mit dir geredet haben; es ist alles gut, was sie geredet haben.

29 Ach da§ sie ein solches Herz hŠtten, mich zu fŸrchten und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf da§ es ihnen und ihren Kindern wohlginge ewiglich! Kap 29,3)

30 Geh hin und sage ihnen: Geht heim in eure Zelte!

31 Du aber sollst hier vor mir stehen bleiben, damit ich dir verkŸndige das ganze Gesetz, die Gebote und Rechte, die du sie lehren sollst, da§ sie danach tun in dem Lande, das ich ihnen geben werde, um es einzunehmen.

32 So habt nun acht, da§ ihr tut, wie euch der HERR, euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken, Kap 4,2; 28,14; Jos 1,7; Spr 4,27)

33 sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer Gott, geboten hat, damit ihr leben kšnnt und es euch wohlgeht und ihr lange lebt in dem Lande, das ihr einnehmen werdet.


6

1 (Ermahnung zur Liebe und zum Gehorsam gegen den HERRN) Dies sind die Gesetze und Gebote und Rechte, die der HERR, euer Gott, geboten hat, da§ ihr sie lernen und tun sollt in dem Lande, in das ihr zieht, es einzunehmen,

2 damit du dein Leben lang den HERRN, deinen Gott, fŸrchtest und alle seine Rechte und Gebote hŠltst, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, auf da§ du lange lebest.

3 Israel, du sollst es hšren und festhalten, da§ du es tust, auf da§ dir's wohlgehe und du gro§ an Zahl werdest, wie der HERR, der Gott deiner VŠter, dir zugesagt hat, in dem Lande, darin Milch und Honig flie§t. Lk 11,28)

4 Hšre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Mk 12,29; 1. Kor 8,4.6)

5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Kap 10,12; 2. Kšn 23,25; Mt 22,37)

6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen Kap 11,18-20)

7 und sollst sie deinen Kindern einschŠrfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. 1. Mose 18,19)

8 Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, 2. Mose 13,9; Mt 23,5)

9 und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore.

10 Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringen wird, von dem er deinen VŠtern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, es dir zu geben - gro§e und schšne StŠdte, die du nicht gebaut hast,

11 und HŠuser voller GŸter, die du nicht gefŸllt hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und …lbŠume, die du nicht gepflanzt hast -, und wenn du nun i§t und satt wirst, Kap 8,10)

12 so hŸte dich, da§ du nicht den HERRN vergi§t, der dich aus €gyptenland, aus der Knechtschaft, gefŸhrt hat,

13 sondern du sollst den HERRN, deinen Gott, fŸrchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwšren. Kap 10,20; Mt 4,10)

14 Und du sollst nicht andern Gšttern nachfolgen, den Gšttern der Všlker, die um euch her sind

15 - denn der HERR, dein Gott, ist ein eifernder Gott in deiner Mitte -, da§ nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, Ÿber dich entbrenne und dich vertilge von der Erde. 2. Mose 20,5)

16 Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn versucht habt in Massa, Mt 4,7, 2. Mose 17,2.7)

17 sondern sollt halten die Gebote des HERRN, eures Gottes, seine Vermahnungen und seine Rechte, die er dir geboten hat,

18 da§ du tust, was recht und gut ist vor den Augen des HERRN, auf da§ dir's wohlgehe und du hineinkommest und einnehmest das gute Land, von dem der HERR deinen VŠtern geschworen hat,

19 da§ er verjagen wolle alle deine Feinde vor dir, wie der HERR es zugesagt hat. 2. Mose 23,27.28)

20 Wenn dich nun dein Sohn morgen fragen wird: Was sind das fŸr Vermahnungen, Gebote und Rechte, die euch der HERR, unser Gott, geboten hat?, 2. Mose 13,14)

21 so sollst du deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharao in €gypten, und der HERR fŸhrte uns aus €gypten mit mŠchtiger Hand; Ps 44,2)

22 und der HERR tat gro§e und furchtbare Zeichen und Wunder an €gypten und am Pharao und an seinem ganzen Hause vor unsern Augen

23 und fŸhrte uns von dort weg, um uns hineinzubringen und uns das Land zu geben, wie er unsern VŠtern geschworen hatte.

24 Und der HERR hat uns geboten, nach all diesen Rechten zu tun, da§ wir den HERRN, unsern Gott, fŸrchten, auf da§ es uns wohlgehe unser Leben lang, so wie es heute ist.

25 Und das wird unsere Gerechtigkeit sein, da§ wir alle diese Gebote tun und halten vor dem HERRN, unserm Gott, wie er uns geboten hat. Kap 9,5.6; Ršm 2,13.19-24)


7

1 (Warnung vor Gemeinschaft mit den Heiden) Wenn dich der HERR, dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Všlker vor dir her, die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Všlker, die grš§er und stŠrker sind als du, Kap 31,3)

2 und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, da§ du sie schlŠgst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schlie§en und keine Gnade gegen sie Ÿben Kap 20,16.17)

3 und sollst dich mit ihnen nicht verschwŠgern; eure Tšchter sollt ihr nicht geben ihren Sšhnen, und ihre Tšchter sollt ihr nicht nehmen fŸr eure Sšhne. 2. Mose 34,15.16)

4 Denn sie werden eure Sšhne mir abtrŸnnig machen, da§ sie andern Gšttern dienen; so wird dann des HERRN Zorn entbrennen Ÿber euch und euch bald vertilgen.

5 Sondern so sollt ihr mit ihnen tun: Ihre AltŠre sollt ihr einrei§en, ihre Steinmale zerbrechen, ihre heiligen PfŠhle abhauen und ihre Gštzenbilder mit Feuer verbrennen. Kap 12,2.3)

6 Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwŠhlt zum Volk des Eigentums aus allen Všlkern, die auf Erden sind. 2. Mose 19,5.6)

7 Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwŠhlt, weil ihr grš§er wŠret als alle Všlker - denn du bist das kleinste unter allen Všlkern -, Kap 10,15)

8 sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren VŠtern geschworen hat. Darum hat er euch herausgefŸhrt mit mŠchtiger Hand und hat dich erlšst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Kšnigs von €gypten. Hos 11,1)

9 So sollst du nun wissen, da§ der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hŠlt denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, 2. Mose 20,6)

10 und vergilt ins Angesicht denen, die ihn hassen, und bringt sie um und sŠumt nicht, zu vergelten ins Angesicht denen, die ihn hassen. Nah 1,2)

11 So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, da§ du danach tust.

12 (Verhei§ung des gšttlichen Segens) Und wenn ihr diese Rechte hšrt und sie haltet und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er deinen VŠtern geschworen hat,

|P 2. Mose 23,22-31)

13 und wird dich lieben und segnen und mehren, und er wird segnen die Frucht deines Leibes und den Ertrag deines Ackers, dein Getreide, Wein und …l, und das Jungvieh deiner KŸhe und deiner Schafe in dem Lande, das er dir geben wird, wie er deinen VŠtern geschworen hat. Hos 2,7-12)

14 Gesegnet wirst du sein vor allen Všlkern. Es wird niemand unter dir unfruchtbar sein, auch nicht eins deiner Tiere.

15 Der HERR wird von dir nehmen alle Krankheit und wird dir keine von all den bšsen Seuchen der €gypter auflegen, die du kennst, sondern wird sie allen deinen Hassern auflegen. 2. Mose 9,1-12)

16 Du wirst alle Všlker vertilgen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. Du sollst sie nicht schonen und ihren Gšttern nicht dienen; denn das wŸrde dir zum Fallstrick werden. 2. Mose 23,33; 34,12; Jos 23,13)

17 Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Diese Všlker sind grš§er als ich; wie kann ich sie vertreiben?, 4. Mose 13,31; 14,1-4)

18 so fŸrchte dich nicht vor ihnen. Denke daran, was der HERR, dein Gott, dem Pharao und allen €gyptern getan hat

19 durch gro§e Machtproben, die du mit eigenen Augen gesehen hast, und durch Zeichen und Wunder, durch mŠchtige Hand und ausgereckten Arm, womit dich der HERR, dein Gott, herausfŸhrte. So wird der HERR, dein Gott, allen Všlkern tun, vor denen du dich fŸrchtest. Kap 4,34; 29,2)

20 Dazu wird der HERR, dein Gott, Angst und Schrecken unter sie senden, bis umgebracht sein wird, was Ÿbrig ist und sich verbirgt vor dir. 2. Mose 23,28-30)

21 La§ dir nicht grauen vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, der gro§e und schreckliche Gott.

22 Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht auf einmal vertilgen, damit sich nicht die wilden Tiere wider dich vermehren.

23 Der HERR, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und wird eine gro§e Verwirrung Ÿber sie bringen, bis er sie vertilgt hat,

24 und wird ihre Kšnige in deine HŠnde geben, und du sollst ihren Namen auslšschen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgt hast.

25 Die Bilder ihrer Gštter sollst du mit Feuer verbrennen und sollst nicht begehren das Silber oder Gold, das daran ist, oder es zu dir nehmen, damit du dich nicht darin verstrickst; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.

26 Darum sollst du solchen Greuel nicht in dein Haus bringen, damit du nicht dem Bann verfŠllst wie jene, sondern du sollst Ekel und Abscheu davor haben; denn es steht unter dem Bann. Jos 7,11.12)


8

1 (Ermahnung zur Dankbarkeit gegen den HERRN) Alle Gebote, die ich dir heute gebiete, sollt ihr halten, da§ ihr danach tut, damit ihr lebt und zahlreich werdet und hineinkommt und das Land einnehmt, das der HERR euren VŠtern zugeschworen hat.

2 Und gedenke des ganzen Weges, den dich der HERR, dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der WŸste, auf da§ er dich demŸtigte und versuchte, damit kundwŸrde, was in deinem Herzen wŠre, ob du seine Gebote halten wŸrdest oder nicht. Kap 13,4; 1. Mose 22,1; 2. Mose 16,4; 20,20; Ri 2,22)

3 Er demŸtigte dich und lie§ dich hungern und speiste dich mit Manna, das du und deine VŠter nie gekannt hatten, auf da§ er dir kundtŠte, da§ der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht. 2. Mose 16,13-15, Mt 4,4)

4 Deine Kleider sind nicht zerrissen an dir, und deine F٤e sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre. Kap 29,4)

5 So erkennst du ja in deinem Herzen, da§ der HERR, dein Gott, dich erzogen hat, wie ein Mann seinen Sohn erzieht. Jes 28,26; Jer 30,11; 46,28)

6 So halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, da§ du in seinen Wegen wandelst und ihn fŸrchtest.

7 Denn der HERR, dein Gott, fŸhrt dich in ein gutes Land, ein Land, darin BŠche und Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen flie§en,

8 ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstšcke, FeigenbŠume und GranatŠpfel wachsen, ein Land, darin es …lbŠume und Honig gibt,

9 ein Land, wo du Brot genug zu essen hast, wo dir nichts mangelt, ein Land, in dessen Steinen Eisen ist, wo du Kupfererz aus den Bergen haust.

10 Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben fŸr das gute Land, das er dir gegeben hat.

11 So hŸte dich nun davor, den HERRN, deinen Gott, zu vergessen, so da§ du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht hŠltst.

12 Wenn du nun gegessen hast und satt bist und schšne HŠuser erbaust und darin wohnst

13 und deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du hast, sich mehrt,

14 dann hŸte dich, da§ dein Herz sich nicht Ÿberhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergi§t, der dich aus €gyptenland gefŸhrt hat, aus der Knechtschaft,

15 und dich geleitet hat durch die gro§e und furchtbare WŸste, wo feurige Schlangen und Skorpione und lauter DŸrre und kein Wasser war, und lie§ dir Wasser aus dem harten Felsen hervorgehen 4. Mose 21,6, 2. Mose 17,6)

16 und speiste dich mit Manna in der WŸste, von dem deine VŠter nichts gewu§t haben, auf da§ er dich demŸtigte und versuchte, damit er dir hernach wohltŠte.

17 Du kšnntest sonst sagen in deinem Herzen: Meine KrŠfte und meiner HŠnde StŠrke haben mir diesen Reichtum gewonnen.

18 Sondern gedenke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist's, der dir KrŠfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf da§ er hielte seinen Bund, den er deinen VŠtern geschworen hat, so wie es heute ist. Kap 4,31)

19 Wirst du aber den HERRN, deinen Gott, vergessen und andern Gšttern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich euch heute, da§ ihr umkommen werdet;

20 eben wie die Heiden, die der HERR umbringt vor eurem Angesicht, so werdet ihr auch umkommen, weil ihr nicht gehorsam seid der Stimme des HERRN, eures Gottes.


9

1 (Ermahnung zur Demut) Hšre, Israel, du wirst heute Ÿber den Jordan gehen, damit du hineinkommst, das Land der Všlker einzunehmen, die grš§er und stŠrker sind als du, gro§e StŠdte, ummauert bis an den Himmel, Kap 1,28)

2 ein gro§es, hochgewachsenes Volk, die Anakiter, die du kennst, von denen du auch hast sagen hšren: Wer kann wider die Anakiter bestehen? 4. Mose 13,32.33)

3 So sollst du nun heute wissen, da§ der HERR, dein Gott, vor dir hergeht, ein verzehrendes Feuer. Er wird sie vertilgen und wird sie demŸtigen vor dir, und du wirst sie vertreiben und bald vernichten, wie dir der HERR zugesagt hat. Kap 4,24)

4 Wenn nun der HERR, dein Gott, sie ausgesto§en hat vor dir her, so sprich nicht in deinem Herzen: Der HERR hat mich hereingefŸhrt, dies Land einzunehmen, um meiner Gerechtigkeit willen -, da doch der HERR diese Všlker vertreibt vor dir her um ihres gottlosen Treibens willen. (4 und 5) Kap 8,17; 1. Mose 15,16)

5 Denn du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, um deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen, sondern der HERR, dein Gott, vertreibt diese Všlker um ihres gottlosen Treibens willen, damit er das Wort halte, das er geschworen hat deinen VŠtern Abraham, Isaak und Jakob. (5 und 6) Kap 6,25)

6 So wisse nun, da§ der HERR, dein Gott, dir nicht um deiner Gerechtigkeit willen dies gute Land zum Besitz gibt, da du doch ein halsstarriges Volk bist. 2. Mose 32,9)

7 (Erinnerung an Israels Untreue) Denke daran und vergi§ nicht, wie du den HERRN, deinen Gott, erzŸrntest in der WŸste. Von dem Tage an, als du aus €gyptenland zogst, bis ihr gekommen seid an diesen Ort, seid ihr ungehorsam gewesen dem HERRN.

8 Denn am Horeb erzŸrntet ihr den HERRN so, da§ er vor Zorn euch vertilgen wollte, (8-21) 2. Mose 32,1-24)

9 als ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit euch schlo§, und ich vierzig Tage und vierzig NŠchte auf dem Berge blieb und kein Brot a§ und kein Wasser trank 2. Mose 34,28)

10 und mir der HERR die zwei steinernen Tafeln gab, mit dem Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, die der HERR mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet hatte am Tage der Versammlung.

11 Und nach den vierzig Tagen und vierzig NŠchten gab mir der HERR die zwei steinernen Tafeln des Bundes

12 und sprach zu mir: Mach dich auf, geh eilends hinab von hier; denn dein Volk, das du aus €gypten gefŸhrt hast, hat sich versŸndigt. Sie sind schnell abgewichen von dem Wege, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Bild gemacht.

13 Und der HERR sprach zu mir: Ich sehe, da§ dies Volk ein halsstarriges Volk ist.

14 La§ ab von mir, damit ich sie vertilge und ihren Namen austilge unter dem Himmel; aber aus dir will ich ein stŠrkeres und grš§eres Volk machen als dieses.

15 Und als ich mich wandte und von dem Berge herabging, der im Feuer brannte, und die zwei Tafeln des Bundes in meinen beiden HŠnden hatte,

16 da sah ich, und siehe, da hattet ihr euch an dem HERRN, eurem Gott, versŸndigt und euch ein gegossenes Kalb gemacht und wart schnell von dem Wege abgewichen, den euch der HERR geboten hatte.

17 Da fa§te ich beide Tafeln und warf sie aus meinen HŠnden und zerbrach sie vor euren Augen

18 und fiel nieder vor dem HERRN wie das erstemal, vierzig Tage und vierzig NŠchte, und a§ kein Brot und trank kein Wasser um all eurer SŸnde willen, die ihr getan hattet, als ihr solches Unrecht tatet vor dem HERRN, um ihn zu erzŸrnen.

19 Denn ich fŸrchtete mich vor dem Zorn und Grimm, mit dem der HERR Ÿber euch erzŸrnt war, so da§ er euch vertilgen wollte. Aber der HERR erhšrte mich auch diesmal. Hebr 12,21)

20 Auch war der HERR sehr zornig Ÿber Aaron, so da§ er ihn vertilgen wollte; aber ich bat auch fŸr Aaron zur selben Zeit.

21 Aber eure SŸnde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich und verbrannte es mit Feuer und zerschlug es und zermalmte es, bis es Staub ward, und warf den Staub in den Bach, der vom Berge flie§t.

22 So erzŸrntet ihr den HERRN auch in Tabera und in Massa und bei den, LustgrŠbern. 4. Mose 11,3, 2. Mose 17,7, 4. Mose 11,34)

23 Und als er euch aus Kadesch-Barnea sandte und sprach: Geht hinauf und nehmt das Land ein, das ich euch gegeben habe!, da wart ihr ungehorsam dem Mund des HERRN, eures Gottes, und glaubtet nicht an ihn und gehorchtet seiner Stimme nicht. 4. Mose 13,2.31; 14,1-4)

24 So seid ihr dem HERRN ungehorsam gewesen, solange ich euch gekannt habe.

25 Ich aber fiel nieder und lag vor dem HERRN vierzig Tage und vierzig NŠchte; denn der HERR sprach, er wolle euch vertilgen. Vers 18)

26 Und ich bat den HERRN und sprach: Herr HERR, verdirb dein Volk und dein Erbe nicht, das du durch deine gro§e Kraft erlšst und mit mŠchtiger Hand aus €gypten gefŸhrt hast!

27 Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Jakob! Sieh nicht an die Halsstarrigkeit und das gottlose Treiben und die SŸnde dieses Volks,

28 damit das Land, aus dem du uns gefŸhrt hast, nicht sage: Der HERR konnte sie nicht in das Land bringen, das er ihnen zugesagt hatte, und hat sie darum herausgefŸhrt, weil er ihnen gram war, um sie zu tšten in der WŸste. 4. Mose 14,16)

29 Denn sie sind dein Volk und dein Erbe, das du mit deiner gro§en Kraft und mit deinem ausgereckten Arm herausgefŸhrt hast.


10

1 (Die neuen Tafeln des Gesetzes) Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln zu wie die ersten und komm zu mir auf den Berg und mache dir eine, hšlzerne Lade, 2. Mose 34,1, 2. Mose 25,10)

2 so will ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten waren, die du zerbrochen hast; und du sollst sie in die Lade legen. 2. Mose 32,19)

3 So machte ich eine Lade aus Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die beiden Tafeln in meinen HŠnden.

4 Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die Zehn Worte, die der HERR zu euch geredet hatte mitten aus dem Feuer auf dem Berge zur Zeit der Versammlung; und der HERR gab sie mir.

5 Und ich wandte mich und ging vom Berge herab und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, und sie blieben darin, wie mir der HERR geboten hatte. 2. Mose 25,21)

6 (Aarons Tod. Aussonderung der Leviten) Und die Israeliten zogen aus von Beerot-Bene-Jaakan nach Moser. Dort starb Aaron und wurde daselbst begraben. Und sein Sohn Eleasar wurde Priester an seiner Statt. (6 und 7) 4. Mose 33,31-33; 20,28; 33,37-39)

7 Von da zogen sie aus nach Hor-Gidgad, von Hor-Gidgad nach Jotbata, in ein Land mit WasserbŠchen.

8 Zur selben Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi aus, die Lade des Bundes des HERRN zu tragen und zu stehen vor dem HERRN, ihm zu dienen und in seinem Namen zu segnen bis auf diesen Tag. Kap 18,5, 4. Mose 6,23-27)

9 Darum werden die Leviten weder Anteil noch Erbe haben mit ihren BrŸdern. Denn der HERR ist ihr Erbteil, wie der HERR, dein Gott, ihnen zugesagt hat. 4. Mose 18,20)

10 (Was der HERR von Israel fordert) Ich aber stand auf dem Berge wie das erstemal, vierzig Tage und vierzig NŠchte, und der HERR erhšrte mich auch diesmal und wollte dich nicht verderben. Kap 9,9)

11 Er sprach zu mir: Mach dich auf, geh hin und zieh vor dem Volk her, damit sie hineinkommen und das Land einnehmen, das ich ihnen geben will, wie ich ihren VŠtern geschworen habe.

12 Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, noch von dir, als da§ du den HERRN, deinen Gott, fŸrchtest, da§ du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, Mi 6,8)

13 da§ du die Gebote des HERRN hŠltst und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf da§ dir's wohlgehe?

14 Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes.

15 Und doch hat er nur deine VŠter angenommen, da§ er sie liebte, und hat ihre Nachkommen, nŠmlich euch, erwŠhlt aus allen Všlkern, so wie es heute ist. Kap 7,6)

16 So beschneidet nun eure Herzen und seid hinfort nicht halsstarrig. Kap 30,6)

17 Denn der HERR, euer Gott, ist der Gott aller Gštter und der Herr Ÿber alle Herren, der gro§e Gott, der MŠchtige und der Schreckliche, der die Person nicht ansieht und kein Geschenk nimmt

18 und schafft Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, da§ er ihnen Speise und Kleider gibt.

19 Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in €gyptenland. 2. Mose 22,20-23)

20 Den HERRN, deinen Gott, sollst du fŸrchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schwšren.

21 Er ist dein Ruhm und dein Gott, der bei dir solche gro§en und schrecklichen Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben.

22 Deine VŠter zogen hinab nach €gypten mit siebzig Seelen; aber nun hat dich der HERR, dein Gott, zahlreich gemacht wie die Sterne am Himmel. 1. Mose 46,27, Kap 1,10)


11

1 (Erinnerung an Gottes Wohltaten) So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und sein Gesetz, seine Ordnungen, seine Rechte und seine Gebote halten dein Leben lang.

2 Und erkennt heute, was eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben, nŠmlich die Erziehung durch den HERRN, euren Gott, dazu seine Herrlichkeit, seine mŠchtige Hand und seinen ausgereckten Arm Kap 4,36)

3 und seine Zeichen und Werke, die er getan hat unter den €gyptern, an dem Pharao, dem Kšnig von €gypten, und an seinem ganzen Lande;

4 und was er an der Heeresmacht der €gypter getan hat, an ihren Rossen und Wagen, wie er das Wasser des Schilfmeers Ÿber sie brachte, als sie euch nachjagten und sie der HERR umkommen lie§, bis auf diesen Tag; 2. Mose 14,25.27)

5 und was er euch getan hat in der WŸste, bis ihr an diesen Ort gekommen seid,

6 was er Datan und Abiram getan hat, den Sšhnen Eliabs, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang mit all ihren Leuten und ihren Zelten und allem ihrem Gut, das sie erworben hatten, mitten unter ganz Israel. 4. Mose 16,25-34)

7 Denn eure Augen haben die gro§en Werke des HERRN gesehen, die er getan hat.

8 (Segen des Gehorsams - Fluch des Ungehorsams) Darum sollt ihr alle die Gebote halten, die ich dir heute gebiete, auf da§ ihr stark werdet, hineinzukommen und das Land einzunehmen, dahin ihr zieht, es einzunehmen,

9 und da§ du lange lebest in dem Lande, das der HERR, wie er euren VŠtern geschworen hat, ihnen und ihren Nachkommen geben will, ein Land, darin Milch und Honig flie§t. 2. Mose 3,17)

10 Denn das Land, in das du kommst, es einzunehmen, ist nicht wie €gyptenland, von dem ihr ausgezogen seid, wo du deinen Samen sŠen und selbst trŠnken mu§test wie einen Garten,

11 sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel trŠnkt, -

12 ein Land, auf das der HERR, dein Gott, achthat und die Augen des HERRN, deines Gottes, immerdar sehen vom Anfang des Jahres bis an sein Ende.

13 Werdet ihr nun auf meine Gebote hšren, die ich euch heute gebiete, da§ ihr den HERRN, euren Gott liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele, (13-15) 3. Mose 26,3-5; Jer 5,24)

14 so will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit, FrŸhregen und SpŠtregen, da§ du einsammelst dein Getreide, deinen Wein und dein …l,

15 und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, da§ ihr esset und satt werdet.

16 HŸtet euch aber, da§ sich euer Herz nicht betšren lasse, da§ ihr abfallet und dienet andern Gšttern und betet sie an,

17 und da§ dann der Zorn des HERRN entbrenne Ÿber euch und schlie§e den Himmel zu, so da§ kein Regen kommt und die Erde ihr GewŠchs nicht gibt und ihr bald ausgetilgt werdet aus dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat. Kap 28,23.24; 3. Mose 26,19.20)

18 So nehmt nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand und macht sie zum Merkzeichen zwischen euren Augen (18-20) Kap 6,6-9)

19 und lehrt sie eure Kinder, da§ du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.

20 Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore,

21 auf da§ ihr und eure Kinder lange lebt in dem Lande, das der HERR, wie er deinen VŠtern geschworen hat, ihnen geben will, solange die Tage des Himmels Ÿber der Erde wŠhren.

22 Denn wenn ihr diese Gebote alle halten werdet, die ich euch gebiete, und danach tut, da§ ihr den HERRN, euren Gott, liebet und wandelt in allen seinen Wegen und ihm anhanget,

23 so wird der HERR alle diese Všlker vor euch her vertreiben, da§ ihr grš§ere und stŠrkere Všlker beerbt, als ihr es seid. Kap 7,1.2)

24 Alles Land, darauf eure Fu§sohle tritt, soll euer sein: von der WŸste bis an den Berg Libanon und von dem Strom Euphrat bis ans Meer im Westen soll euer Gebiet sein.

25 Niemand wird euch widerstehen kšnnen. Furcht und Schrecken vor euch wird der HERR Ÿber alles Land kommen lassen, das ihr betretet, wie er euch zugesagt hat. 2. Mose 23,27)

26 Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: Kap 30,1.15.19)

27 den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; (27 und 28) Kap 28,2.15)

28 den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes, und abweicht von dem Wege, den ich euch heute gebiete, da§ ihr andern Gšttern nachwandelt, die ihr nicht kennt.

29 Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringt, in das du kommen sollst, es einzunehmen, so sollst du den Segen sprechen lassen auf dem Berge Garizim und den Fluch auf dem Berge Ebal, Kap 27,12.13; Jos 8,33.34)

30 die jenseits des Jordans liegen an der Stra§e gegen Sonnenuntergang im Lande der Kanaaniter, die im Jordantal wohnen, Gilgal gegenŸber bei der Eiche More. 1. Mose 12,6)

31 Denn ihr werdet Ÿber den Jordan gehen, da§ ihr hineinkommt, das Land einzunehmen, das euch der HERR, euer Gott, gegeben hat, damit ihr's einnehmt und darin wohnt.

32 So habt nun acht, da§ ihr tut nach allen Geboten und Rechten, die ich euch heute vorlege.


12

1 (MOSE VERK†NDIGT DIE GESETZE U| (Kapitel 12-26) (Die von Gott erwŠhlte OpferstŠtte) Dies sind die Gebote und Rechte, die ihr halten sollt, da§ ihr danach tut im Lande, das der HERR, der Gott deiner VŠter, dir gegeben hat, es einzunehmen, solange du im Lande lebst:

2 Zerstšrt alle heiligen StŠtten, wo die Heiden, die ihr vertreiben werdet, ihren Gšttern gedient haben, es sei auf hohen Bergen, auf HŸgeln oder unter grŸnen BŠumen, Kap 7,5.25; 2. Mose 34,13)

3 und rei§t um ihre AltŠre und zerbrecht ihre Steinmale und verbrennt mit Feuer ihre heiligen PfŠhle, zerschlagt die Bilder ihrer Gštzen und vertilgt ihren Namen von jener StŠtte.

4 Ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, so nicht dienen,

5 sondern die StŠtte, die der HERR, euer Gott, erwŠhlen wird aus allen euren StŠmmen, da§ er seinen Namen daselbst wohnen lŠ§t, sollt ihr aufsuchen und dahin kommen.

6 Dorthin sollt ihr bringen eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und eure heiligen Abgaben, eure GelŸbdeopfer, eure freiwilligen Opfer und die Erstgeburt eurer Rinder und Schafe.

7 Und ihr und euer Haus sollt dort vor dem HERRN, eurem Gott, essen und fršhlich sein Ÿber alles, was eure Hand erworben hat, womit euch der HERR, euer Gott, gesegnet hat.

8 Ihr sollt es nicht so halten, wie wir es heute hier tun, ein jeder, was ihm recht dŸnkt.

9 Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe und zu dem Erbteil gekommen, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

10 Ihr werdet aber Ÿber den Jordan gehen und in dem Lande wohnen, das euch der HERR, euer Gott, zum Erbe austeilen wird, und er wird euch Ruhe geben vor allen euren Feinden um euch her, und ihr werdet sicher wohnen. Jos 1,13; 21,44; 1. Kšn 5,5; Ps 95,11; Hos 2,20; Hebr 4,11)

11 Wenn nun der HERR, dein Gott, eine StŠtte erwŠhlt, da§ sein Name daselbst wohne, sollt ihr dahin bringen alles, was ich euch gebiete: eure Brandopfer, eure Schlachtopfer, eure Zehnten, eure heiligen Abgaben und alle eure auserlesenen GelŸbdeopfer, die ihr dem HERRN geloben werdet.

12 Und ihr sollt fršhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott, ihr und eure Sšhne und eure Tšchter, eure Knechte und eure MŠgde und die Leviten, die in euren StŠdten wohnen; denn sie haben weder Anteil noch Erbe mit euch. Kap 10,9)

13 HŸte dich, da§ du deine Brandopfer nicht an jeder StŠtte opferst, die du siehst; (13 und 14) Jos 22,16; 3. Mose 17,8.9)

14 sondern an der StŠtte, die der HERR erwŠhlt in einem deiner StŠmme, da sollst du dein Brandopfer opfern und alles tun, was ich dir gebiete.

15 Doch darfst du in allen deinen StŠdten ganz nach Herzenslust schlachten und Fleisch essen nach dem Segen des HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben hat. Der Reine wie der Unreine dŸrfen davon essen, so wie man Reh oder Hirsch i§t. Vers 22; Kap 14,5)

16 Nur das Blut sollst du nicht essen, sondern auf die Erde gie§en wie Wasser. 3. Mose 3,17; 17,11)

17 Du darfst aber nicht essen in deinen StŠdten vom Zehnten deines Getreides, deines Weins, deines …ls, auch nicht von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe oder von irgendeiner Gabe, die du gelobt hast, oder von deinem freiwilligen Opfer oder von deiner heiligen Abgabe,

18 sondern vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du das alles essen an der StŠtte, die der HERR, dein Gott, erwŠhlt, du und deine Sšhne, deine Tšchter, deine Knechte, deine MŠgde und der Levit, der in deiner Stadt lebt, und sollst fršhlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, Ÿber alles, was deine Hand erworben hat. Kap 14,23)

19 Und hŸte dich, da§ du den Leviten nicht leer ausgehen lŠ§t, solange du in deinem Lande lebst. Vers 12; Kap 14,27)

20 Wenn aber der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, wie er dir zugesagt hat, und du sprichst: Ich will Fleisch essen -, weil es dich gelŸstet, Fleisch zu essen, so i§ Fleisch ganz nach Herzenslust.

21 Ist aber die StŠtte fern von dir, die der HERR, dein Gott, erwŠhlt hat, da§ er seinen Namen daselbst wohnen lasse, so schlachte von deinen Rindern oder Schafen, die dir der HERR gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und i§ es in deiner Stadt ganz nach Herzenslust.

22 So wie man Reh oder Hirsch i§t, darfst du es essen; der Reine wie der Unreine dŸrfen's beide essen. Vers 15)

23 Allein achte darauf, da§ du das Blut nicht i§t; denn das Blut ist das Leben; darum sollst du nicht zugleich mit dem Fleisch das Leben essen, Vers 16)

24 sondern du sollst das Blut auf die Erde gie§en wie Wasser

25 und sollst es nicht essen, auf da§ dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir, weil du getan hast, was recht ist vor dem HERRN.

26 Aber deine heiligen Gaben, die dir geboten sind, und was du gelobst, das sollst du aufladen und an die StŠtte bringen, die der HERR erwŠhlt hat,

27 und sollst dein Brandopfer mit Fleisch und Blut legen auf den Altar des HERRN, deines Gottes. Das Blut deiner Schlachtopfer soll gegossen werden auf den Altar des HERRN, deines Gottes, aber das Fleisch sollst du essen. Vers 6)

28 Sieh zu und hšre auf alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf da§ dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir ewiglich, weil du getan hast, was recht und wohlgefŠllig ist vor dem HERRN, deinem Gott.

29 Wenn der HERR, dein Gott, vor dir her die Všlker ausrottet, zu denen du kommst, ihr Land einzunehmen, und du es eingenommen hast und darin wohnst,

30 so hŸte dich, da§ du dich nicht verfŸhren lŠ§t, es ihnen nachzutun, nachdem sie vertilgt sind vor dir, und da§ du nicht fragst nach ihren Gšttern und sprichst: Wie haben diese Všlker ihren Gšttern gedient? Ebenso will auch ich es tun! 2. Mose 23,24; Hes 20,32)

31 So sollst du dem HERRN, deinem Gott, nicht dienen; denn sie haben ihren Gšttern alles getan, was dem HERRN ein Greuel ist und was er ha§t; denn sie haben ihren Gšttern sogar ihre Sšhne und Tšchter mit Feuer verbrannt.


13

1 (Strafe fŸr falsche Propheten und VerfŸhrer zum Gštzendienst) *Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Ihr sollt nichts dazutun und nichts davontun. Kap 4,2) (*Abweichende VerszŠhlung statt 13,1-19: 12,32 - 13,18.)

2 Wenn ein Prophet oder TrŠumer unter euch aufsteht und dir ein Zeichen oder Wunder ankŸndigt

3 und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er dir gesagt hat, und er spricht: La§ uns andern Gšttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen,

4 so sollst du nicht gehorchen den Worten eines solchen Propheten oder TrŠumers; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, um zu erfahren, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebhabt. Kap 8,2)

5 Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr folgen und ihn fŸrchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.

6 Der Prophet aber oder der TrŠumer soll sterben, weil er euch gelehrt hat, abzufallen von dem HERRN, eurem Gott, der euch aus €gyptenland gefŸhrt und dich aus der Knechtschaft erlšst hat, und weil er dich von dem Wege abbringen wollte, auf dem du wandeln sollst, wie der HERR, dein Gott, geboten hat -, auf da§ du das Bšse aus deiner Mitte wegtust. Kap 18,20, 1. Kor 5,9.13)

7 Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich Ÿberreden wŸrde und sagen: La§ uns hingehen und andern Gšttern dienen, die du nicht kennst noch deine VŠter,

8 von den Gšttern der Všlker, die um euch her sind, sie seien dir nah oder fern, von einem Ende der Erde bis ans andere,

9 so willige nicht ein und gehorche ihm nicht. Auch soll dein Auge ihn nicht schonen, und du sollst dich seiner nicht erbarmen und seine Schuld nicht verheimlichen,

10 sondern sollst ihn zum Tode bringen. Deine Hand soll die erste wider ihn sein, ihn zu tšten, und danach die Hand des ganzen Volks. Kap 17,7)

11 Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich abbringen wollen von dem HERRN, deinem Gott, der dich aus €gyptenland, aus der Knechtschaft, gefŸhrt hat,

12 auf da§ ganz Israel aufhorche und sich fŸrchte und man nicht mehr solch Bšses tue unter euch.

13 Wenn du von irgendeiner Stadt, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, darin zu wohnen, sagen hšrst:

14 Es sind etliche heillose Leute aufgetreten aus deiner Mitte und haben die BŸrger ihrer Stadt verfŸhrt und gesagt: La§t uns hingehen und andern Gšttern dienen, die ihr nicht kennt,

15 so sollst du grŸndlich suchen, forschen und fragen. Und wenn sich findet, da§ es gewi§ ist, da§ solch ein Greuel unter euch geschehen ist,

16 so sollst du die BŸrger dieser Stadt erschlagen mit der SchŠrfe des Schwerts und an ihr den Bann vollstrecken, an allem, was darin ist, auch an ihrem Vieh, mit der SchŠrfe des Schwerts. Kap 20,16-18)

17 Und alles, was in ihr erbeutet wird, sollst du sammeln mitten auf dem Marktplatz und mit Feuer verbrennen die Stadt und alle ihre Beute als ein Ganzopfer fŸr den HERRN, deinen Gott, da§ sie in TrŸmmern liege fŸr immer und nie wieder aufgebaut werde.

18 Und la§ nichts von dem, was dem Bann verfallen ist, an deiner Hand kleben, auf da§ der HERR von seinem grimmigen Zorn abgewendetwerde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre dich, wie er deinen VŠtern geschworen hat, Jos 7)

19 wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst und alle seine Gebote hŠltst, die ich dir heute gebiete, da§ du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN, deines Gottes.


14

1 (Verbot heidnischer TrauergebrŠuche. Reine und unreine Speisen U| (vgl. 3. Mose 11) Ihr seid Kinder des HERRN, eures Gottes. Ihr sollt euch um eines Toten willen nicht wund ritzen noch kahl scheren Ÿber den Augen. 3. Mose 19,27.28, Jer 47,5, Hes 7,18)

2 Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott, und der HERR hat dich erwŠhlt, da§ du sein Eigentum seist, aus allen Všlkern, die auf Erden sind.

3 Du sollst nichts essen, was dem Herrn ein Greuel ist.

4 Dies aber sind die Tiere, die ihr essen dŸrft: Rind, Schaf, Ziege,

5 Hirsch, Reh, Damhirsch, Steinbock, Gemse, Auerochs und Antilope.

6 Jedes Tier, das gespaltene Klauen hat, ganz durchgespalten, und das wiederkŠut, dŸrft ihr essen.

7 Diese Tiere aber sollt ihr nicht essen unter denen, die wiederkŠuen und die gespaltene Klauen haben: das Kamel, den Hasen und den Klippdachs, die wiederkŠuen, deren Klauen aber nicht ganz durchgespalten sind; darum sollen sie euch unrein sein.

8 Das Schwein, das zwar durchgespaltene Klauen hat, aber nicht wiederkŠut, soll euch darum unrein sein. Ihr Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anrŸhren.

9 Dies ist, was ihr essen dŸrft von allem, was im Wasser lebt: alles, was Flossen und Schuppen hat, dŸrft ihr essen.

10 Was aber weder Flossen noch Schuppen hat, sollt ihr nicht essen; denn es ist euch unrein.

11 Alle reinen Všgel esset.

12 Diese aber sind es, die ihr nicht essen sollt: der Adler, der Habicht, der Fischaar,

13 der Taucher, die Weihe, der Geier mit seinen Arten

14 und alle Raben mit ihren Arten,

15 der Strau§, die Nachteule, der Kuckuck, der Sperber mit seinen Arten,

16 das KŠuzchen, der Uhu, die Fledermaus,

17 die Rohrdommel, der Storch, der Schwan,

18 der Reiher, der HŠher mit seinen Arten, der Wiedehopf, die Schwalbe.

19 Auch alles, was FlŸgel hat und kriecht, soll euch unrein sein, und ihr sollt es nicht essen.

20 Die reinen Všgel dŸrft ihr essen.

21 Ihr sollt kein Aas essen; dem Fremdling in deiner Stadt darfst du's geben, da§ er's esse oder da§ er's verkaufe einem AuslŠnder; denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Du sollst das Bšcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter. 2. Mose 22,30, 2. Mose 23,19)

22 (Abgabe des Zehnten) Du sollst alle Jahre den Zehnten absondern von allem Ertrag deiner Saat, der aus deinem Acker kommt, 3. Mose 27,30)

23 und sollst davon essen vor dem HERRN, deinem Gott, an der StŠtte, die er erwŠhlt, da§ sein Name daselbst wohne, nŠmlich vom Zehnten deines Getreides, deines Weins, deines …ls und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf da§ du fŸrchten lernst den HERRN, deinen Gott, dein Leben lang. Kap 12,17.18; 15,19-23)

24 Wenn aber der Weg zu weit ist fŸr dich, da§ du's nicht hintragen kannst, weil die StŠtte dir zu fern ist, die der HERR, dein Gott, erwŠhlt hat, da§ er seinen Namen daselbst wohnen lasse, wenn der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat,

25 so mache es zu Geld und nimm das Geld in deine Hand und geh an die StŠtte, die der HERR, dein Gott, erwŠhlt hat,

26 und gib das Geld fŸr alles, woran dein Herz Lust hat, es sei fŸr Rinder, Schafe, Wein, starkes GetrŠnk oder fŸr alles, was dein Herz wŸnscht, und i§ dort vor dem HERRN, deinem Gott, und sei fršhlich, du und dein Haus

27 und der Levit, der in deiner Stadt lebt; den sollst du nicht leer ausgehen lassen, denn er hat weder Anteil noch Erbe mit dir. Kap 12,12.19)

28 Alle drei Jahre sollst du aussondern den ganzen Zehnten vom Ertrag dieses Jahres und sollst ihn hinterlegen in deiner Stadt. Kap 26,12-15; 3. Mose 27,32.33)

29 Dann soll kommen der Levit, der weder Anteil noch Erbe mit dir hat, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt leben, und sollen essen und sich sŠttigen, auf da§ dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.


15

1 (Das Erla§jahr) Alle sieben Jahre sollst du ein Erla§jahr halten. 2. Mose 23,10.11)

2 So aber soll's zugehen mit dem Erla§jahr: Wenn einer seinem NŠchsten etwas geborgt hat, der soll's ihm erlassen und soll's nicht eintreiben von seinem NŠchsten oder von seinem Bruder; denn man hat ein Erla§jahr ausgerufen dem HERRN. Neh 5,10; 10,32)

3 Von einem AuslŠnder darfst du es eintreiben; aber dem, der dein Bruder ist, sollst du es erlassen.

4 Es sollte Ÿberhaupt kein Armer unter euch sein; denn der HERR wird dich segnen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird,

5 wenn du nur der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst und alle diese Gebote hŠltst, die ich dir heute gebiete, da§ du danach tust!

6 Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir zugesagt hat. Dann wirst du vielen Všlkern leihen, doch du wirst von niemand borgen; du wirst Ÿber viele Všlker herrschen, doch Ÿber dich wird niemand herrschen. Kap 28,12)

7 Wenn einer deiner BrŸder arm ist in irgendeiner Stadt in deinem Lande, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, so sollst du dein Herz nicht verhŠrten und deine Hand nicht zuhalten gegenŸber deinem armen Bruder, 1. Joh 3,17)

8 sondern sollst sie ihm auftun und ihm leihen, soviel er Mangel hat. Lk 6,34.35)

9 HŸte dich, da§ nicht in deinem Herzen ein arglistiger Gedanke aufsteige, da§ du sprichst: Es naht das siebente Jahr, das Erla§jahr -, und da§ du deinen armen Bruder nicht unfreundlich ansiehst und ihm nichts gibst; sonst wird er wider dich zu dem HERRN rufen, und bei dir wird SŸnde sein.

10 Sondern du sollst ihm geben, und dein Herz soll sich's nicht verdrie§en lassen, da§ du ihm gibst; denn dafŸr wird dich der HERR, dein Gott, segnen in allen deinen Werken und in allem, was du unternimmst. 2. Kor 9,6.7)

11 Es werden allezeit Arme sein im Lande; darum gebiete ich dir und sage, da§ du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedrŠngt und arm ist in deinem Lande. Mt 26,11, Jes 58,7; Jak 2,15.16)

12 (†ber die Freilassung hebrŠischer Sklaven U| (vgl. 2. Mose 21,1-6) Wenn sich dein Bruder, ein HebrŠer oder eine HebrŠerin, dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr sollst du ihn als frei entlassen. Jer 34,14)

13 Und wenn du ihn freigibst, sollst du ihn nicht mit leeren HŠnden von dir gehen lassen,

14 sondern du sollst ihm aufladen von deinen Schafen, von deiner Tenne, von deiner Kelter, so da§ du gibst von dem, womit dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat,

15 und sollst daran denken, da§ du auch Knecht warst in €gyptenland und der HERR, dein Gott, dich erlšst hat; darum gebiete ich dir solches heute. Kap 5,15)

16 Wird er aber zu dirsprechen: Ich will nicht fortgehen von dir, denn ich habe dich und dein Haus lieb - weil ihm wohl bei dir ist -,

17 so nimm einen Pfriemen und durchbohre ihm sein Ohr an dem Pfosten der TŸr und la§ ihn fŸr immer deinen Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du ebenso tun.

18 Und la§ dir's nicht schwerfallen, da§ du ihn freilŠ§t, denn er hat dir sechs Jahre wie zwei Tagelšhner gedient; so wird der HERR, dein Gott, dich segnen in allem, was du tust.

(Heiligung der Erstgeburt)

19 Alle Erstgeburt, die unter deinen Rindern und Schafen geboren wird, sollst du, wenn sie mŠnnlich ist, dem HERRN, deinem Gott, heiligen. Du sollst nicht ackern mit dem Erstling deiner Rinder und nicht scheren die Erstlinge deiner Schafe. 2. Mose 13,2.13-16)

20 Vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du sie essen jŠhrlich an der StŠtte, die der HERR erwŠhlt, du und dein Haus. Kap 14,23)

21 Wenn's aber einen Fehler hat, da§ es hinkt oder blind ist oder sonst irgendeinen bšsen Fehler hat, so sollst du es nicht opfern dem HERRN, deinem Gott; 3. Mose 22,20)

22 sondern in deiner Stadt sollst du es essen, du seist unrein oder rein, wie man Reh und Hirsch i§t, Kap 12,15.22)

23 nur da§ du sein Blut nicht i§t, sondern es auf die Erde gie§t wie Wasser! Kap 12,16)


16

1 (Von den drei jŠhrlichen Hauptfesten U| (vgl. 2. Mose 23,14-17; 34,18-24; 3. Mose 23) Achte auf den Monat Abib, da§ du Passa hŠltst dem HERRN, deinem Gott; denn im Monat Abib hat dich der HERR, dein Gott, bei Nacht aus €gypten gefŸhrt. 2. Mose 12)

2 Und du sollst dem HERRN, deinem Gott, das Passa schlachten, Schafe und Rinder, an der StŠtte, die der HERR erwŠhlen wird, da§ sein Name daselbst wohne.

3 Du sollst kein GesŠuertes dazu essen. Sieben Tage sollst du UngesŠuertes essen, Brot des Elends - denn in Hast bist du aus €gyptenland geflohen -, auf da§ du des Tages deines Auszugs aus €gyptenland gedenkst dein Leben lang. 2. Mose 12,11)

4 Es soll sieben Tage lang kein Sauerteig gesehen werden in deinem ganzen Lande und soll auch nichts vom Fleisch, das am Abend des ersten Tages geschlachtet ist, Ÿber Nacht bleiben bis zum Morgen.

5 Du darfst nicht Passa schlachten in irgendeiner deiner StŠdte, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat,

6 sondern an der StŠtte, die der HERR, dein Gott, erwŠhlen wird, da§ sein Name daselbst wohne. Da sollst du das Passa schlachten am Abend, wenn die Sonne untergegangen ist, zu der Zeit, als du aus €gypten zogst,

7 und sollst es kochen und essen an der StŠtte, die der HERR, dein Gott, erwŠhlen wird, und sollst am Morgen umkehren und heimgehen in deine Wohnung.

8 Sechs Tage sollst du UngesŠuertes essen, und am siebenten Tag ist Festversammlung fŸr den HERRN, deinen Gott; da sollst du keine Arbeit tun.

9 Sieben Wochen sollst zu zŠhlen und damit anfangen, wenn man zuerst die Sichel an die Halme legt,

10 und sollst das Wochenfest halten dem HERRN, deinem Gott, und eine freiwillige Gabe deiner Hand geben je nach dem, wie dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat. 2. Mose 34,22)

11 Und sollst fršhlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd und der Levit, der in deiner Stadt lebt, der Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte sind, an der StŠtte, die der HERR, dein Gott, erwŠhlen wird, da§ sein Name da wohne.

12 Denke daran, da§ du Knecht in €gypten gewesen bist, und beachte und halte diese Gebote. Kap 5,15)

13 Das LaubhŸttenfest sollst du halten sieben Tage, wenn du eingesammelt hast von deiner Tenne und von deiner Kelter,

14 und du sollst fršhlich sein an deinem Fest, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt leben. Kap 26,11; Jes 30,29)

15 Sieben Tage sollst du dem HERRN, deinem Gott, das Fest halten an der StŠtte, die der HERR erwŠhlen wird. Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen in deiner ganzen Ernte und in allen Werken deiner HŠnde; darum sollst du fršhlich sein.

16 Dreimal im Jahr soll alles, was mŠnnlich ist in deiner Mitte, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen, an der StŠtte, die der HERR erwŠhlen wird: zum Fest der ungesŠuerten Brote, zum Wochenfest und zum LaubhŸttenfest. Sie sollen aber nicht mit leeren HŠnden vor dem HERRN erscheinen,

17 sondern ein jeder mit dem, was er zu geben vermag, nach dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.

18 (Von den Richtern und Amtleuten) Richter und Amtleute sollst du dir bestellen in allen Toren deiner StŠdte, die dir der HERR, dein Gott, geben wird, in jedem deiner StŠmme, da§ sie das Volk richten mit gerechtem Gericht. Kap 1,16-18, 4. Mose 11,16)

19 Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch die Person nicht ansehen und keine Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Weisen blind und verdrehen die Sache der Gerechten. 1. Sam 8,3)

20 Was recht ist, dem sollst du nachjagen, damit du leben und das Land einnehmen kannst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

21 (Verbot heidnischer KultbrŠuche. Strafe fŸr Abgštterei) Du sollst dir keinen Holzpfahl als Ascherabild errichten bei dem Altar des HERRN, deines Gottes, den du dir machst. Kap 7,5, 2. Kšn 23,4)

22 Du sollst dir kein Steinmal aufrichten; denn das ha§t der HERR, dein Gott. 3. Mose 26,1; Jer 2,27)


17

1 Du sollst dem HERRN, deinem Gott, kein Rind oder Schaf opfern, das einen Fehler oder irgend etwas Schlimmes an sich hat; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel. 3. Mose 22,20; Mal 1,6-9)

2 Wenn bei dir in einer deiner StŠdte, die dir der HERR, dein Gott, geben wird, jemand gefunden wird, Mann oder Frau, der da tut, was dem HERRN, deinem Gott, mi§fŠllt, da§ er seinen Bund Ÿbertritt (2-7) Kap 13,7-12)

3 und hingeht und dient andern Gšttern und betet sie an, es sei Sonne oder Mond oder das ganze Heer des Himmels, was ich nicht geboten habe, Kap 4,19)

4 und es wird dir angezeigt, und du hšrst es, so sollst du grŸndlich danach forschen. Und wenn du findest, da§ es gewi§ wahr ist, da§ solch ein Greuel in Israel geschehen ist,

5 so sollst du den Mann oder die Frau, die eine solche †beltat begangen haben, hinausfŸhren zu deinem Tor und sollst sie zu Tode steinigen. 3. Mose 24,14)

6 Auf zweier oder dreier Zeugen Mund soll sterben, wer des Todes wert ist, aber auf nur eines Zeugen Mund soll er nicht sterben. Kap 19,15; 1. Kšn 21,10; Hebr 10,28)

7 Die Hand der Zeugen soll die erste sein, ihn zu tšten, und danach die Hand des ganzen Volks, da§ du das Bšse aus deiner Mitte wegtust.

8 (Einsetzung eines Obergerichtes) Wenn eine Sache vor Gericht dir zu schwer sein wird, es gehe um Blutschuld, um Schaden, um Gewalttat oder was sonst Streitsachen sind in deinen Toren, so sollst du dich aufmachen und hinaufgehen zu der StŠtte, die der HERR, dein Gott, erwŠhlen wird,

9 und zu den levitischen Priestern kommen und zu dem Richter, der zu der Zeit sein wird, und sie befragen. Die sollen dir das Urteil sagen. 2. Chr 19,8.11)

10 Und du sollst tun nach dem, was sie dir sagen an der StŠtte, die der HERR erwŠhlen wird, und sollst es halten, da§ du tust nach allem, was sie dich lehren werden.

11 An die Weisung, die sie dir geben, und an das Urteil, das sie dir sagen, sollst du dich halten, so da§ du davon nicht abweichst weder zur Rechten noch zur Linken.

12 Und wenn jemand vermessen handeln wŸrde, da§ er dem Priester nicht gehorcht, der dort im Dienst des HERRN, deines Gottes, steht, oder dem Richter, der soll sterben, und du sollst das Bšse aus Israel wegtun,

13 auf da§ alles Volk aufhorche und sich fŸrchte und nicht mehr vermessen sei.

14 (Das Kšnigsgesetz) Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, und es einnimmst und darin wohnst und dann sagst: Ich will einen Kšnig Ÿber mich setzen, wie ihn alle Všlker um mich her haben, 1. Sam 8,5-9)

15 so sollst du den zum Kšnig Ÿber dich setzen, den der HERR, dein Gott, erwŠhlen wird. Du sollst aber einen aus deinen BrŸdern zum Kšnig Ÿber dich setzen. Du darfst nicht irgendeinen AuslŠnder, der nicht dein Bruder ist, Ÿber dich setzen.

16 Nur da§ er nicht viele Rosse halte und fŸhre das Volk nicht wieder nach €gypten, um die Zahl seiner Rosse zu mehren, weil der HERR euch gesagt hat, da§ ihr hinfort nicht wieder diesen Weg gehen sollt. 1. Kšn 10,26-29)

17 Er soll auch nicht viele Frauen nehmen, da§ sein Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln. 1. Kšn 11,1-8, 1. Kšn 10,14)

18 Und wenn er nun sitzen wird auf dem Thron seines Kšnigreichs, soll er eine Abschrift dieses Gesetzes, wie es den levitischen Priestern vorliegt, in ein Buch schreiben lassen.

19 Das soll bei ihm sein, und er soll darin lesen sein Leben lang, damit er den HERRN, seinen Gott, fŸrchten lernt, da§ er halte alle Worte dieses Gesetzes und diese Rechte und danach tue.

20 Sein Herz soll sich nicht erheben Ÿber seine BrŸder und soll nicht weichen von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken, auf da§ er verlŠngere die Tage seiner Herrschaft, er und seine Sšhne, in Israel. Kap 5,29)


18

1 (Recht der Priester und Leviten) Die levitischen Priester, der ganze Stamm Levi, sollen weder Anteil noch Erbe haben mit Israel. Von den Feueropfern des HERRN und dem, was ihm gebŸhrt, sollen sie essen. Kap 10,9, 4. Mose 18,8-20; 1. Sam 2,28; 1. Kor 9,13)

2 Darum sollen sie kein Erbe unter ihren BrŸdern haben; der HERR ist ihr Erbteil, wie er ihnen zugesagt hat.

3 Das soll aber das Recht der Priester sein an das Volk, an die, die ein Schlachtopfer darbringen, es sei Rind oder Schaf, da§ man dem Priester gebe die Vorderkeule und beide Kinnbacken und den Magen

4 und die Erstlinge deines Korns, deines Weins und deines …ls und die Erstlinge von der Schur deiner Schafe. 2. Mose 23,19)

5 Denn der HERR, dein Gott, hat ihn erwŠhlt aus allen deinen StŠmmen, da§ er stehe im Dienst im Namen des HERRN, er und seine Sšhne fŸr alle Zeit.

6 Wenn ein Levit kommt aus einer deiner StŠdte aus ganz Israel, wo er ein Gast ist, und kommt ganz nach seines Herzens Wunsch an die StŠtte, die der HERR erwŠhlen wird, Ri 17,7; 19,1)

7 so soll er dienen im Namen des HERRN, seines Gottes, wie alle seine BrŸder, die Leviten, die dort vor dem HERRN stehen.

8 Sie sollen gleichen Anteil zu essen haben au§er dem, was einer hat von dem verkauften Gut seiner VŠter.

9 (Von falscher und rechter Prophetie) Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen, die Greuel dieser Všlker zu tun,

10 da§ nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lŠ§t oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime KŸnste oder Zauberei treibt 3. Mose 18,21, 3. Mose 19,26.31)

11 oder Bannungen oder Geisterbeschwšrungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. 3. Mose 20,27, 1. Sam 28,3-20)

12 Denn wer das tut, der ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, die Všlker vor dir.

13 Du aber sollst untadelig sein vor dem HERRN, deinem Gott. 1. Mose 6,9; 17,1)

14 Denn diese Všlker, deren Land du einnehmen wirst, hšren auf Zeichendeuter und Wahrsager; dir aber hat der HERR, dein Gott, so etwas verwehrt.

15 Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus dir und aus deinen BrŸdern; dem sollt ihr gehorchen. 4. Mose 12,6-8; Joh 1,45; 6,14; 7,40; Apg 3,22; 7,37)

16 Ganz so wie du es von dem HERRN, deinem Gott, erbeten hast am Horeb am Tage der Versammlung und sprachst: Ich will hinfort nicht mehr hšren die Stimme des HERRN, meines Gottes, und dies gro§e Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.

|P 2. Mose 20,19; Hebr 12,19)

17 Und der HERR sprach zu mir: Sie haben recht geredet. Kap 5,25)

18 Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren BrŸdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde. 2. Mose 4,12; Jes 6,8; Jer 1,9; Mt 10,19)

19 Doch wer meine Worte nicht hšren wird, die er in meinem Namen redet, von dem will ich's fordern.

20 Doch wenn ein Prophet so vermessen ist, da§ er redet in meinem Namen, was ich ihm nicht geboten habe, und wenn einer redet in dem Namen anderer Gštter, dieser Prophet soll sterben. Kap 13,2-6; Jer 14,13-15)

21 Wenn du aber in deinem Herzen sagen wŸrdest: Wie kann ich merken, welches Wort der HERR nicht geredet hat? -

22 wenn der Prophet redet in dem Namen des HERRN und es wird nichts daraus und es tritt nicht ein, dann ist das ein Wort, das der HERR nicht geredet hat. Der Prophet hat's aus Vermessenheit geredet; darum scheue dich nicht vor ihm. Jer 23,14; 28; Hes 13,3-16)


19

1 (Aussonderung von FreistŠdten als Asyl) Wenn der HERR, dein Gott, die Všlker ausgerottet hat, deren Land dir der HERR, dein Gott, geben wird, da§ du es einnimmst und in ihren StŠdten und HŠusern wohnst,

2 sollst du dir drei StŠdte aussondern im Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, es einzunehmen. Kap 4,41-43)

3 Und du sollst den Weg dahin herrichten und das Gebiet deines Landes, das dir der HERR, dein Gott, zu eigen geben wird, in drei Kreise teilen, damit dahin fliehen kann, wer einen Totschlag getan hat.

4 Und in diesem Fall soll ein TotschlŠger, der dahin flieht, am Leben bleiben: Wenn jemand seinen NŠchsten erschlŠgt, nicht vorsŠtzlich, und hat vorher keinen Ha§ gegen ihn gehabt,

5 etwa wenn jemand mit seinem NŠchsten in den Wald ginge, Holz zu hauen, und seine Hand holte mit der Axt aus, das Holz abzuhauen, und das Eisen fŸhre vom Stiel und trŠfe seinen NŠchsten, so da§ er stirbt: der soll in eine dieser StŠdte fliehen, damit er am Leben bleibt;

6 auf da§ nicht der BlutrŠcher dem TotschlŠger nachjage in der Hitze seines Zornes und ihn einhole, weil der Weg so weit ist, und ihn totschlage, wo er doch nicht des Todes schuldig ist, weil er vorher keinen Ha§ gegen ihn gehabt hat.

7 Darum gebiete ich dir, da§ du drei StŠdte aussonderst.

8 Und wenn der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, wie er deinen VŠtern geschworen hat, und dir alles Land gibt, das er zugesagt hat, deinen VŠtern zu geben

9 - wenn du nur alle diese Gebote halten wirst, da§ du danach tust, die ich dir heute gebiete, da§ du den HERRN, deinen Gott, liebst und in seinen Wegen wandelst dein Leben lang -, so sollst du noch drei StŠdte zu diesen dreien hinzutun,

10 auf da§ nicht unschuldiges Blut in deinem Lande vergossen werde, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gibt, und so Blutschuld auf dich komme.

11 Wenn aber jemand Ha§ trŠgt gegen seinen NŠchsten und lauert auf ihn und macht sich Ÿber ihn her und schlŠgt ihn tot und flieht in eine dieser StŠdte,

12 so sollen die €ltesten seiner Stadt hinschicken und ihn von da holen lassen und ihn in die HŠnde des BlutrŠchers geben, da§ er sterbe.

13 Deine Augen sollen ihn nicht schonen, und du sollst das unschuldig vergossene Blut aus Israel wegtun, da§ dir's wohlgehe. Kap 21,8.9)

14 (Gegen Landraub und falsches Zeugnis) Du sollst deines NŠchsten Grenze, die die Vorfahren festgesetzt haben, nicht verrŸcken in deinem Erbteil, das du erbst, im Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, es einzunehmen. Kap 27,17)

15 Es soll kein einzelner Zeuge gegen jemand auftreten wegen irgendeiner Missetat oder SŸnde, was fŸr eine SŸnde es auch sei, die man tun kann, sondern durch zweier oder dreier Zeugen Mund soll eine Sache gŸltig sein. Kap 17,6; 4. Mose 35,30; Joh 8,17; 2. Kor 13,1; Hebr 10,28)

16 Wenn ein frevelhafter Zeuge gegen jemand auftritt, um ihn einer †bertretung zu beschuldigen,

17 so sollen die beiden MŠnner, die eine Sache miteinander haben, vor den HERRN treten, vor die Priester und Richter, die zu jener Zeit sein werden,

18 und die Richter sollen grŸndlich nachforschen. Und wenn der falsche Zeuge ein falsches Zeugnis wider seinen Bruder gegeben hat,

19 so sollt ihr mit ihm tun, wie er gedachte, seinem Bruder zu tun, damit du das Bšse aus deiner Mitte wegtust,

20 auf da§ die andern aufhorchen, sich fŸrchten und hinfort nicht mehr solche bšsen Dinge tun in deiner Mitte.

21 Dein Auge soll ihn nicht schonen: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu§ um Fu§. 2. Mose 21,23-25)


20

1 (Kriegsgesetze) Wenn du in einen Krieg ziehst gegen deine Feinde und siehst Rosse und Wagen eines Heeres, das grš§er ist als du, so fŸrchte dich nicht vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, der dich aus €gyptenland gefŸhrt hat, ist mit dir.

2 Wenn ihr nun auszieht zum Kampf, so soll der Priester herzutreten und mit dem Volk reden

3 und zu ihnen sprechen: Israel, hšre zu! Ihr zieht heute in den Kampf gegen eure Feinde. Euer Herz verzage nicht, fŸrchtet euch nicht und erschreckt nicht und la§t euch nicht grauen vor ihnen;

4 denn der HERR, euer Gott, geht mit euch, da§ er fŸr euch streite mit euren Feinden, um euch zu helfen.

5 Und die Amtleute sollen mit dem Volk reden und sagen: Wer ein neues Haus gebaut hat und hat's noch nicht eingeweiht, der mache sich auf und kehre heim, auf da§ er nicht sterbe im Krieg und ein anderer es einweihe. Kap 1,15; 16,18)

6 Wer einen Weinberg gepflanzt hat und hat seine FrŸchte noch nicht genossen, der mache sich auf und kehre heim, da§ er nicht im Kriege sterbe und ein anderer seine FrŸchte genie§e. Kap 28,30; 3. Mose 19,24.25)

7 Wer mit einem MŠdchen verlobt ist und hat es noch nicht heimgeholt, der mache sich auf und kehre heim, da§ er nicht im Krieg sterbe und ein anderer hole es heim. Kap 24,5)

8 Und die Amtleute sollen weiter mit dem Volk reden und sprechen: Wer sich fŸrchtet und ein verzagtes Herz hat, der mache sich auf und kehre heim, auf da§ er nicht auch das Herz seiner BrŸder feige mache, wie sein Herz ist. Ri 7,3)

9 Und wenn die Amtleute dies alles zu dem Volk geredet haben, so sollen sie HeerfŸhrer an die Spitze des Volks stellen.

10 Wenn du vor eine Stadt ziehst, um gegen sie zu kŠmpfen, so sollst du ihr zuerst den Frieden anbieten.

11 Antwortet sie dir friedlich und tut dir ihre Tore auf, so soll das ganze Volk, das darin gefunden wird, dir fronpflichtig sein und dir dienen.

12 Will sie aber nicht Frieden machen mit dir, sondern mit dir Krieg fŸhren, so belagere sie.

13 Und wenn sie der HERR, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was mŠnnlich darin ist, mit der SchŠrfe des Schwerts erschlagen. (13-15) Kap 3,6.7; 4. Mose 31,7.14-18)

14 Nur die Frauen, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und alle Beute sollst du unter dir austeilen und sollst essen von der Beute deiner Feinde, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.

15 So sollst du mit allen StŠdten tun, die sehr fern von dir liegen und nicht zu den StŠdten dieser Všlker hier gehšren.

16 Aber in den StŠdten dieser Všlker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, (16-18) 4. Mose 21,1-3; Jos 10,40)

17 sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nŠmlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat,

18 damit sie euch nicht lehren, all die Greuel zu tun, die sie im Dienst ihrer Gštter treiben, und ihr euch so versŸndigt an dem HERRN, eurem Gott.

19 Wenn du vor einer Stadt lange Zeit liegen mu§t, gegen die du kŠmpfst, um sie zu erobern, so sollst du ihre BŠume nicht verderben und mit €xten umhauen, denn du kannst davon essen; darum sollst du sie nicht fŠllen. Die BŠume auf dem Felde sind doch nicht Menschen, da§ du sie belagern mŸ§test!

20 Die BŠume aber, von denen du wei§t, da§ man nicht davon i§t, die darfst du verderben und fŠllen und ein Bollwerk daraus bauen gegen die Stadt, die mit dir Krieg fŸhrt, bis du sie besiegt hast.


21

1 (SŸhnung eines Mordes von unbekannter Hand) Wenn man einen Erschlagenen findet in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, es einzunehmen, und er liegt auf freiem Felde und man wei§ nicht, wer ihn erschlagen hat,

2 so sollen deine €ltesten und Richter hinausgehen und den Weg abmessen von dem Erschlagenen bis zu den umliegenden StŠdten.

3 Welche Stadt am nŠchsten liegt, deren €lteste sollen eine junge Kuh nehmen, mit der man noch nicht gearbeitet und die noch nicht am Joch gezogen hat,

4 und sollen sie hinabfŸhren in einen Talgrund, der weder bearbeitet noch besŠt ist, und dort im Talgrund ihr das Genick brechen.

5 Und die Priester, die Leviten, sollen herzutreten, denn der HERR, dein Gott, hat sie erwŠhlt, da§ sie ihm dienen und in seinem Namen segnen, und nach ihrem Urteil sollen alle Sachen und alle SchŠden gerichtet werden. Kap 17,8.9)

6 Und alle €ltesten der Stadt, die dem Erschlagenen am nŠchsten liegt, sollen ihre HŠnde waschen Ÿber der jungen Kuh, der im Talgrund das Genick gebrochen ist. Mt 27,24)

7 Und sie sollen anheben und sagen: Unsere HŠnde haben dies Blut nicht vergossen, und unsere Augen haben's nicht gesehen.

8 EntsŸhne dein Volk Israel, das du, der HERR, erlšst hast; lege nicht das unschuldig vergossene Blut auf dein Volk Israel! So wird fŸr sie die Blutschuld gesŸhnt sein.

9 So sollst du das unschuldig vergossene Blut aus deiner Mitte wegtun, damit du handelst, wie es recht ist vor den Augen des HERRN. 4. Mose 35,33)

10 (Ehe mit kriegsgefangenen Frauen) Wenn du in einen Krieg ziehst gegen deine Feinde und der HERR, dein Gott, gibt sie dir in deine HŠnde, da§ du Gefangene von ihnen wegfŸhrst,

11 und siehst unter den Gefangenen ein schšnes MŠdchen und gewinnst sie lieb, da§ du sie zur Frau nimmst,

12 so fŸhre sie in dein Haus und la§ sie ihr Haar abscheren und ihre NŠgel beschneiden

13 und die Kleider ablegen, in denen sie gefangen genommen wurde, und la§ sie in deinem Hause sein und einen Monat lang ihren Vater und ihre Mutter beweinen. Danach geh zu ihr und nimm sie zur Ehe und la§ sie deine Frau sein.

14 Wenn du aber kein Gefallen mehr an ihr hast, so sollst du sie gehen lassen, wohin sie will; du sollst sie aber nicht um Geld verkaufen oder als Sklavin behandeln, weil du zu ihr eingegangen bist.

15 (Vom Recht des Erstgeborenen) Wenn jemand zwei Frauen hat, eine, die er liebhat, und eine, die er nicht liebhat, und beide ihm Kinder gebŠren, die Frau, die er liebhat, und die ungeliebte, und der Erstgeborene ist von der ungeliebten Frau 1. Mose 29,30-32)

16 und die Zeit kommt, da§ er seinen Sšhnen das Erbe austeile, so kann er nicht den Sohn der Frau, die er liebhat, zum erstgeborenen Sohn machen vor dem erstgeborenen Sohn der ungeliebten;

17 sondern er soll den Sohn der ungeliebten Frau als den ersten Sohn anerkennen und ihm zwei Teile geben von allem, was vorhanden ist; denn dieser ist der Erstling seiner Kraft, und sein ist das Recht der Erstgeburt. 1. Mose 49,3)

18 (Todesstrafe fŸr ungeratene Sšhne) Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn zŸchtigen, ihnen nicht gehorchen will, Kap 27,16; 2. Mose 20,12)

19 so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den €ltesten der Stadt fŸhren und zu dem Tor des Ortes

20 und zu den €ltesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold.

21 So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, da§ er sterbe, und du sollst so das Bšse aus deiner Mitte wegtun, da§ ganz Israel aufhorche und sich fŸrchte.

22 (Bestattung eines AufgehŠngten) Wenn jemand eine SŸnde getan hat, die des Todes wŸrdig ist, und wird getštet und man hŠngt ihn an ein Holz, (22 und 23) 4. Mose 25,4; Jos 8,29; 10,26.27; 1. Sam 31,10; 2. Sam 4,12; 21,6.9)

23 so soll sein Leichnam nicht Ÿber Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn am selben Tage begraben - denn ein AufgehŠngter ist verflucht bei Gott -, auf da§ du dein Land nicht unrein machst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gibt. Jos 8,29; 10,27; Joh 19,31, Gal 3,13)


22

1 (Verschiedene Vorschriften) Wenn du deines Bruders Rind oder Schaf irregehen siehst, so sollst du dich ihrer annehmen und sie wieder zu deinem Bruder fŸhren. 2. Mose 23,4)

2 Wenn aber dein Bruder nicht nahe bei dir wohnt und du kennst ihn nicht, so sollst du sie in dein Haus nehmen, da§ sie bei dir bleiben, bis sie dein Bruder sucht, und sollst sie ihm dann wiedergeben.

3 So sollst du tun mit seinem Esel, mit seinem Kleid und mit allem Verlorenen, das dein Bruder verliert und du findest; du darfst dich dem nicht entziehen.

4 Wenn du deines Bruders Esel oder Rind unterwegs fallen siehst, so sollst du dich ihrer annehmen und ihnen aufhelfen.

5 Eine Frau soll nicht MŠnnersachen tragen, und ein Mann soll nicht Frauenkleider anziehen; denn wer das tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.

6 Wenn du unterwegs ein Vogelnest findest auf einem Baum oder auf der Erde mit Jungen oder mit Eiern und die Mutter sitzt auf den Jungen oder auf den Eiern, so sollst du nicht die Mutter mit den Jungen nehmen,

7 sondern du darfst die Jungen nehmen, aber die Mutter sollst du fliegen lassen, auf da§ dir's wohlgehe und du lange lebest.

8 Wenn du ein neues Haus baust, so mache ein GelŠnder ringsum auf deinem Dache, damit du nicht Blutschuld auf dein Haus ladest, wenn jemand herabfŠllt.

9 Du sollst deinen Weinberg nicht mit Zweierlei bepflanzen, damit dem Heiligtum nicht das Ganze verfalle: der Same, den du gesŠt hast, und der Ertrag des Weinbergs. (9-11) 3. Mose 19,19)

10 Du sollst nicht ackern zugleich mit einem Rind und einem Esel.

11 Du sollst nicht anziehen ein Kleid, das aus Wolle und Leinen zugleich gemacht ist.

12 Du sollst dir Quasten machen an den vier Zipfeln deines Mantels, mit dem du dich bedeckst. 4. Mose 15,38)

13 (Gesetze zum Schutz der Verleumdeten und Vergewaltigten) Wenn jemand ein MŠdchen zur Frau nimmt und wird ihrer ŸberdrŸssig, nachdem er zu ihr gegangen ist,

14 und legt ihr etwas SchŠndliches zur Last und bringt ein bšses GerŸcht Ÿber sie auf und spricht: Dies MŠdchen hab ich geheiratet, und als ich zu ihr ging, fand ich sie nicht als Jungfrau,

15 so sollen Vater und Mutter des MŠdchens die Zeichen ihrer JungfrŠulichkeit nehmen und vor die €ltesten der Stadt im Tor bringen.

16 Und der Vater des MŠdchens soll zu den €ltesten sagen: Ich habe diesem Mann meine Tochter zur Frau gegeben; nun ist er ihrer ŸberdrŸssig geworden

17 und legt ihr SchŠndliches zur Last und spricht: Ich habe deine Tochter nicht als Jungfrau gefunden. Hier aber sind die Zeichen der JungfrŠulichkeit meiner Tochter. Und sie sollen die Decke vor den €ltesten der Stadt ausbreiten.

18 Und die €ltesten der Stadt sollen den Mann nehmen und zŸchtigen

19 und ihm eine Bu§e von hundert SilberstŸcken auferlegen und sie dem Vater des MŠdchens geben, weil er Ÿber eine Jungfrau in Israel ein bšses GerŸcht aufgebracht hat. Und er soll sie als Frau behalten und darf sie sein Leben lang nicht entlassen. Vers 29)

20 Ist's aber die Wahrheit, da§ das MŠdchen nicht mehr Jungfrau war,

21 so soll man sie heraus vor die TŸr des Hauses ihres Vaters fŸhren, und die Leute der Stadt sollen sie zu Tode steinigen, weil sie eine Schandtat in Israel begangen und in ihres Vaters Hause Hurerei getrieben hat; so sollst du das Bšse aus deiner Mitte wegtun. 1. Mose 34,7)

22 Wenn jemand dabei ergriffen wird, da§ er einer Frau beiwohnt, die einen Ehemann hat, so sollen sie beide sterben, der Mann und die Frau, der er beigewohnt hat; so sollst du das Bšse aus Israel wegtun. 3. Mose 20,10; 2. Sam 11,4)

23 Wenn eine Jungfrau verlobt ist und ein Mann trifft sie innerhalb der Stadt und wohnt ihr bei,

24 so sollt ihr sie alle beide zum Stadttor hinausfŸhren und sollt sie beide steinigen, da§ sie sterben, die Jungfrau, weil sie nicht geschrien hat, obwohl sie doch in der Stadt war, den Mann, weil er seines NŠchsten Braut geschŠndet hat; so sollst du das Bšse aus deiner Mitte wegtun.

25 Wenn aber jemand ein verlobtes MŠdchen auf freiem Felde trifft und ergreift sie und wohnt ihr bei, so soll der Mann allein sterben, der ihr beigewohnt hat,

26 aber dem MŠdchen sollst du nichts tun, denn sie hat keine SŸnde getan, die des Todes wert ist; sondern dies ist so, wie wenn jemand sich gegen seinen NŠchsten erhšbe und ihn totschlŸge.

27 Denn er fand sie auf freiem Felde, und das verlobte MŠdchen schrie, und niemand war da, der ihr half.

28 Wenn jemand eine Jungfrau trifft, die nicht verlobt ist, und ergreift sie und wohnt ihr bei und wird dabei betroffen, (28 und 29) 2. Mose 22,15)

29 so soll, der ihr beigewohnt hat, ihrem Vater fŸnfzig SilberstŸcke geben und soll sie zur Frau haben, weil er ihr Gewalt angetan hat; er darf sie nicht entlassen sein Leben lang.


23

1 *Niemand soll seines Vaters Frau nehmen und aufdecken seines Vaters Decke. 3. Mose 18,8; 2. Sam 16,22) (*Abweichende VerszŠhlung statt 23,1-26: 22,30 - 23,25.)

2 (Wer in die Gemeinde des HERRN nicht aufgenommen werden darf) Kein Entmannter oder Verschnittener soll in die Gemeinde des HERRN kommen. Jes 56,3.4; Apg 8,27)

3 Es soll auch kein Mischling in die Gemeinde des HERRN kommen; auch seine Nachkommenschaft bis ins zehnte Glied soll nicht in die Gemeinde des HERRN kommen. Esr 9; 10)

4 Die Ammoniter und Moabiter sollen nicht in die Gemeinde des HERRN kommen, auch nicht ihre Nachkommen bis ins zehnte Glied; sie sollen nie hineinkommen, 1. Mose 19,37.38)

5 weil sie euch nicht entgegenkamen mit Brot und Wasser auf dem Wege, als ihr aus €gypten zogt, vielmehr gegen euch den Bileam dingten, den Sohn Beors aus Petor in Mesopotamien, da§ er dich verfluchen sollte. 4. Mose 22,5.6)

6 Aber der HERR, dein Gott, wollte Bileam nicht hšren und wandelte dir den Fluch in Segen um, weil dich der HERR, dein Gott, liebhatte.

7 Du sollst nie ihren Frieden noch ihr Bestes suchen dein Leben lang. Esr 9,12)

8 Den Edomiter sollst du nicht verabscheuen; er ist dein Bruder. Den €gypter sollst du auch nicht verabscheuen; denn du bist ein Fremdling in seinem Lande gewesen.

9 Die Kinder, die sie im dritten Glied zeugen, dŸrfen in die Gemeinde des HERRN kommen.

10 (Reinhaltung des Kriegslagers) Wenn du ausziehst gegen deine Feinde und ein Lager aufschlŠgst, so hŸte dich vor allem Bšsen.

11 Wenn jemand unter dir ist, der nicht rein ist, weil ihm des Nachts etwas widerfahren ist, der soll hinaus vor das Lager gehen und nicht wieder hineinkommen, 3. Mose 15,16.18)

12 bis er vor dem Abend sich mit Wasser gewaschen hat; und wenn die Sonne untergegangen ist, soll er wieder ins Lager gehen.

13 Und du sollst drau§en vor dem Lager einen Platz haben, wohin du zur Notdurft hinausgehst.

14 Und du sollst eine Schaufel haben, und wenn du dich drau§en setzen willst, sollst du damit graben; und wenn du gesessen hast, sollst du zuscharren, was von dir gegangen ist.

15 Denn der HERR, dein Gott, zieht mit dir inmitten deines Lagers, um dich zu erretten und deine Feinde vor dir dahinzugeben. Darum soll dein Lager heilig sein, da§ nichts SchŠndliches unter dir gesehen werde und er sich von dir wende. 3. Mose 26,12)

16 (Gebote fŸr das Leben des Volkes) Du sollst den Knecht nicht seinem Herrn ausliefern, der von ihm zu dir geflŸchtet ist.

17 Er soll bei dir bleiben an dem Ort, den er erwŠhlt, in einer deiner StŠdte, wo es ihm gefŠllt. Du sollst ihn nicht bedrŸcken. Phlm 12-16)

18 Es soll keine Tempeldirne sein unter den Tšchtern Israels und kein, Tempelhurer unter den Sšhnen Israel. Hos 4,14, 1. Kšn 14,24; 2. Kšn 23,7)

19 Du sollst keinen Hurenlohn noch Hundegeld in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen aus irgendeinem GelŸbde; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, beides ein Greuel. Offb 22,15 (

20 Du sollst von deinem Bruder nicht Zinsen nehmen, weder fŸr Geld noch fŸr Speise noch fŸr alles, wofŸr man Zinsen nehmen kann. 2. Mose 22,24; 3. Mose 25,36)

21 Von dem AuslŠnder darfst du Zinsen nehmen, aber nicht von deinem Bruder, auf da§ dich der HERR, dein Gott, segne in allem, was du unternimmst in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen.

22 Wenn du dem HERRN, deinem Gott, ein GelŸbde tust, so sollst du nicht zšgern, es zu erfŸllen; denn der HERR, dein Gott, wird's von dir fordern, und es wird Schuld auf dich fallen. 4. Mose 30,3)

23 Wenn du das Geloben unterlŠ§t, so wird keine Schuld auf dich fallen.

24 Aber was Ÿber deine Lippen gegangen ist, sollst du halten und danach tun, wie du dem HERRN, deinem Gott, freiwillig gelobt und mit deinem Mund geredet hast.

25 Wenn du in deines NŠchsten Weinberg gehst, so darfst du Trauben essen nach deinem Wunsch, bis du satt bist, aber du sollst nichts in dein GefŠ§ tun.

26 Wenn du in das Kornfeld deines NŠchsten gehst, so darfst du mit der Hand €hren abrupfen, aber mit der Sichel sollst du nicht dreinfahren. Mt 12,1)


24

1 (Weitere Ehegesetze) Wenn jemand eine Frau zur Ehe nimmt und sie nicht Gnade findet vor seinen Augen, weil er etwas SchŠndliches an ihr gefunden hat, und er einen Scheidebrief schreibt und ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Hause entlŠ§t Mt 5,31.32)

2 und wenn sie dann aus seinem Hause gegangen ist und hingeht und wird eines andern Frau

3 und dieser andere Mann ihrer auch ŸberdrŸssig wird und einen Scheidebrief schreibt und ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Hause entlŠ§t oder wenn dieser andere Mann stirbt, der sie sich zur Frau genommen hatte,

4 so kann sie ihr erster Mann, der sie entlie§, nicht wieder zur Frau nehmen, nachdem sie unrein geworden ist - denn solches ist ein Greuel vor dem HERRN -, damit du nicht SŸnde Ÿber das Land bringst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gegeben hat.

5 Wenn jemand sich kurz vorher eine Frau genommen hat, soll er nicht mit dem Heer ausziehen, und man soll ihm nichts auferlegen. Er soll frei in seinem Hause sein ein Jahr lang, da§ er fršhlich sei mit seiner Frau, die er genommen hat. Kap 20,7)

6 (Das Recht der Schwachen und Armen) Du sollst nicht zum Pfande nehmen den unteren und oberen MŸhlstein; denn damit hŠttest du das Leben zum Pfand genommen.

7 Wenn jemand ergriffen wird, der von seinen BrŸdern, den Israeliten, einen Menschen raubt und ihn gewalttŠtig behandelt oder ihn verkauft: solch ein Dieb soll sterben, da§ du das Bšse aus deiner Mitte wegtust. 2. Mose 21,16)

8 HŸte dich beim Auftreten von Aussatz, da§ du alles genau hŠltst und tust, was dich die levitischen Priester lehren; wie ich ihnen geboten habe, so sollt ihr's halten und danach tun. 3. Mose 13; 14)

9 Bedenke, was der HERR, dein Gott, mit Mirjam tat auf dem Wege, als ihr aus €gypten zogt. 4. Mose 12,10-15)

10 Wenn du deinem NŠchsten irgend etwas borgst, so sollst du nicht in sein Haus gehen und ihm ein Pfand nehmen,

11 sondern du sollst drau§en stehen, und er, dem du borgst, soll sein Pfand zu dir herausbringen.

12 Ist er aber bedŸrftig, so sollst du dich nicht schlafen legen mit seinem Pfand,

13 sondern sollst ihm sein Pfand wiedergeben, wenn die Sonne untergeht, da§ er in seinem Mantel schlafe und dich segne. So wird das deine Gerechtigkeit sein vor dem HERRN, deinem Gott. 2. Mose 22,25; Hiob 22,6; Am 2,8, Kap 6,25)

14 Dem Tagelšhner, der bedŸrftig und arm ist, sollst du seinen Lohn nicht vorenthalten, er sei von deinen BrŸdern oder den Fremdlingen, die in deinem Land und in deinen StŠdten sind, 3. Mose 19,13; Jak 5,4)

15 sondern du sollst ihm seinen Lohn am selben Tage geben, da§ die Sonne nicht darŸber untergehe - denn er ist bedŸrftig und verlangt danach -, damit er nicht wider dich den HERRN anrufe und es dir zur SŸnde werde.

16 Die VŠter sollen nicht fŸr die Kinder noch die Kinder fŸr die VŠter sterben, sondern ein jeder soll fŸr seine SŸnde sterben. 2. Kšn 14,6)

17 Du sollst das Recht des Fremdlings und der Waise nicht beugen und sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfand nehmen. 2. Mose 22,20; 23,6.9, 2. Mose 22,21)

18 Denn du sollst daran denken, da§ du Knecht in €gypten gewesen bist und der HERR, dein Gott, dich von dort erlšst hat. Darum gebiete ich dir, da§ du solches tust. Kap 5,15)

19 Wenn du auf deinem Acker geerntet und eine Garbe vergessen hast auf dem Acker, so sollst du nicht umkehren, sie zu holen, sondern sie soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen, auf da§ dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner HŠnde. 3. Mose 19,9.10)

20 Wenn du deine …lbŠume geschŸttelt hast, so sollst du nicht nachschŸtteln; es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen.

21 Wenn du deinen Weinberg abgelesen hast, so sollst du nicht nachlesen; es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen.

22 Denn du sollst daran denken, da§ du Knecht in €gyptenland gewesen bist. Darum gebiete ich dir, da§ du solches tust.


25

1 (Weitere Schutzbestimmungen) Wenn eine Streitsache zwischen MŠnnern ist und sie vor Gericht kommen und man sie richtet, so soll man den, der im Recht ist, gerecht sprechen und den Schuldigen schuldig sprechen. 2. Mose 23,7)

2 Und wenn der Schuldige SchlŠge verdient hat, soll ihn der Richter hinlegen lassen, und man soll ihm vor dem Richter eine Anzahl SchlŠge geben nach dem Ma§ seiner Schuld.

3 Wenn man ihm vierzig SchlŠge gegeben hat, soll man nicht weiter schlagen, damit, wenn man mehr SchlŠge gibt, er nicht zuviel geschlagen werde und dein Bruder entehrt werde in deinen Augen. 2. Kor 11,24)

4 Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden. 1. Kor 9,9; 1. Tim 5,18)

5 Wenn BrŸder beieinander wohnen und einer stirbt ohne Sšhne, so soll seine Witwe nicht die Frau eines Mannes aus einer andern Sippe werden, sondern ihr Schwager soll zu ihr gehen und sie zur Frau nehmen und mit ihr die Schwagerehe schlie§en. 1. Mose 38,8; Rut 4,5; Mt 22,24)

6 Und der erste Sohn, den sie gebiert, soll gelten als der Sohn seines verstorbenen Bruders, damit dessen Name nicht ausgetilgt werde aus Israel.

7 GefŠllt es aber dem Mann nicht, seine SchwŠgerin zu nehmen, so soll sie, seine SchwŠgerin, hingehen ins Tor vor die €ltesten und sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder seinen Namen zu erhalten in Israel, und will mich nicht ehelichen.

8 Dann sollen ihn die €ltesten der Stadt zu sich rufen und mit ihm reden. Wenn er aber darauf besteht und spricht: Es gefŠllt mir nicht, sie zu nehmen -,

9 so soll seine SchwŠgerin zu ihm treten vor den €ltesten und ihm den Schuh vom Fu§ ziehen und ihm ins Gesicht speien und soll antworten und sprechen: So soll man tun einem jeden Mann, der seines Bruders Haus nicht bauen will!

10 Und sein Name soll in Israel hei§en Èdes BarfŸ§ers HausÇ.

11 Wenn zwei MŠnner gegeneinander handgreiflich werden und des einen Frau lŠuft hinzu, um ihren Mann zu erretten von der Hand dessen, der ihn schlŠgt, und sie streckt ihre Hand aus und ergreift ihn bei seiner Scham,

12 so sollst du ihr die Hand abhauen, und dein Auge soll sie nicht schonen.

13 Du sollst nicht zweierlei Gewicht, gro§ und klein, in deinem Beutel haben, 3. Mose 19,35.36; Hes 45,10; Am 8,5; Mi 6,11)

14 und in deinem Hause soll nicht zweierlei Ma§, gro§ und klein, sein.

15 Du sollst ein volles und rechtes Gewicht und ein volles und rechtes Ma§ haben, auf da§ dein Leben lange wŠhre in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

16 Denn wer das tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel, ein jeder, der Ÿbeltut.

17 (Amaleks Schuld darf nicht vergessen werden) Denke daran, was dir die Amalekiter taten auf dem Wege, als ihr aus €gypten zogt: 2. Mose 17,8-16)

18 wie sie dich unterwegs angriffen und deine NachzŸgler erschlugen, alle die Schwachen, die hinter dir zurŸckgeblieben waren, als du mŸde und matt warst, und wie sie Gott nicht fŸrchteten.

19 Wenn nun der HERR, dein Gott, dich vor allen deinen Feinden ringsumher zur Ruhe bringt im Lande, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gibt, es einzunehmen, so sollst du die Erinnerung an die Amalekiter austilgen unter dem Himmel. Das vergi§ nicht! 1. Sam 15,2.3)


26

1 (Darbringung der ErstlingsfrŸchte und des Zehnten) Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, und es einnimmst und darin wohnst,

2 so sollst du nehmen die Erstlinge aller FeldfrŸchte, die du von deinem Lande einbringst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und hingehen an die StŠtte, die der HERR, dein Gott, erwŠhlen wird, da§ sein Name daselbst wohne, 2. Mose 23,19; 3. Mose 2,14)

3 und sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit sein wird, und zu ihm sagen: Ich bekenne heute dem HERRN, deinem Gott, da§ ich gekommen bin in das Land, das der HERR, wie er unsern VŠtern geschworen hat, uns geben wollte.

4 Und der Priester soll den Korb aus deiner Hand nehmen und ihn vor dem Altar des HERRN, deines Gottes, niedersetzen.

5 Dann sollst du anheben und sagen vor dem HERRN, deinem Gott: Mein Vater war ein AramŠer, dem Umkommen nahe, und zog hinab nach €gypten und war dort ein Fremdling mit wenig Leuten und wurde dort ein gro§es, starkes und zahlreiches Volk. (5-9) Kap 6,20-25; Jos 24,2-13; Ps 78; 105; 136)

6 Aber die €gypter behandelten uns schlecht und bedrŸckten uns und legten uns einen harten Dienst auf.

7 Da schrien wir zu dem HERRN, dem Gott unserer VŠter. Und der HERR erhšrte unser Schreien und sah unser Elend, unsere Angst und Not

8 und fŸhrte uns aus €gypten mit mŠchtiger Hand und ausgerecktem Arm und mit gro§em Schrecken, durch Zeichen und Wunder,

9 und brachte uns an diese StŠtte und gab uns dies Land, darin Milch und Honig flie§t.

10 Nun bringe ich die Erstlinge der FrŸchte des Landes, das du, HERR, mir gegeben hast. - Und du sollst sie niederlegen vor dem HERRN, deinem Gott, und anbeten vor dem HERRN, deinem Gott,

11 und sollst fršhlich sein Ÿber alles Gut, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat, du und der Levit und der Fremdling, der bei dir lebt. Kap 16,11.14)

12 Wenn du den Zehnten deines ganzen Ertrages zusammengebracht hast im dritten Jahr, das ist das Zehnten-Jahr, so sollst du ihn dem Leviten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe geben, da§ sie in deiner Stadt essen und satt werden. Kap 14,27-29)

13 Und du sollst sprechen vor dem HERRN, deinem Gott: Ich hab aus meinem Hause gebracht, was geheiligt ist, und hab's gegeben den Leviten, den Fremdlingen, den Waisen und den Witwen ganz nach deinem Gebot, das du mir geboten hast. Ich habe deine Gebote nicht Ÿbertreten noch vergessen.

14 Ich habe nichts davon gegessen, als ich in Trauer war; ich habe nichts davon weggebracht, als ich unrein war; ich habe nichts davon gegeben als Gabe fŸr die Toten. Ich bin der Stimme des HERRN, meines Gottes, gehorsam gewesen und habe alles getan, wie du es mir geboten hast. 4. Mose 19,14.15; Hes 24,17.22; Hos 9,4)

15 Sieh nun herab von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unsern VŠtern geschworen hast, ein Land, darin Milch und Honig flie§t.

16 (Die Bundeszusagen) Heute gebietet dir der HERR, dein Gott, da§ du tust nach allen diesen Geboten und Rechten, da§ du sie hŠltst und danach tust von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

17 Du hast dir heute vom HERRN sagen lassen, da§ er dein Gott sein wolle und da§ du sollest in allen seinen Wegen wandeln und halten seine Gesetze, Gebote und Rechte und seiner Stimme gehorchen.

18 Und der HERR hat dich heute sagen lassen, da§ du sein eigenes Volk sein wollest, wie er dir zugesagt hat, und alle seine Gebote halten wollest

19 und da§ er dich zum hšchsten Ÿber alle Všlker machen werde, die er geschaffen hat, und du gerŸhmt, gepriesen und geehrt werdest, damit du dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk seist, wie er zugesagt hat. Kap 28,1)


27

1 (Die Denksteine mit dem Gesetz) Und Mose samt den €ltesten Israels gebot dem Volk und sprach: Haltet alle Gebote, die ich euch heute gebiete.

2 Und zu der Zeit, wenn ihr Ÿber den Jordan geht in das Land, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, sollst du gro§e Steine aufrichten und sie mit Kalk tŸnchen

3 und darauf schreiben alle Worte dieses Gesetzes. Das sollst du tun, wenn du hinŸbergehst, auf da§ du kommest in das Land, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, ein Land, darin Milch und Honig flie§t, wie der HERR, der Gott deiner VŠter, dir zugesagt hat.

4 Wenn ihr nun Ÿber den Jordan geht, so sollt ihr, wie ich euch heute gebiete, diese Steine auf dem Berge Ebal aufrichten und mit Kalk tŸnchen.

5 Und dort sollst du dem HERRN, deinem Gott, einen Altar bauen aus Steinen, die kein Eisen berŸhrt hat. 2. Mose 20,25)

6 Von unbehauenen Steinen sollst du diesen Altar dem HERRN, deinem Gott, bauen und Brandopfer darauf opfern dem HERRN, deinem Gott,

7 und Dankopfer darbringen und dort essen und fršhlich sein vor dem HERRN, deinem Gott. Kap 12,7)

8 Und du sollst auf die Steine alle Worte dieses Gesetzes schreiben, klar und deutlich.

9 Und Mose und die levitischen Priester redeten mit ganz Israel und sprachen: Merke auf und hšre, Israel! Am heutigen Tage bist du ein Volk des HERRN, deines Gottes, geworden, Kap 26,18.19)

10 da§ du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorsam seist und tust nach seinen Geboten und Rechten, die ich dir heute gebiete.

11 (Die zwšlf Fluchworte) Und Mose gebot dem Volk an diesem Tage und sprach:

12 Diese sollen stehen auf dem Berge Garizim, um das Volk zu segnen, wenn ihr Ÿber den Jordan gegangen seid: Simeon, Levi, Juda, Issachar, Josef und Benjamin. Kap 11,29)

13 Und diese sollen stehen auf dem Berge Ebal, um zu verfluchen: Ruben, Gad, Asser, Sebulon, Dan und Naftali.

14 Und die Leviten sollen anheben und zu allen MŠnnern Israels mit lauter Stimme sagen:

15 Verflucht sei, wer einen Gštzen oder ein gegossenes Bild macht, einen Greuel fŸr den HERRN, ein Werk von den HŠnden der Werkmeister, und es heimlich aufstellt! Und alles Volk soll antworten und sagen: Amen. - 2. Mose 20,4.23)

16 Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter verunehrt! Und alles Volk soll sagen: Amen. - 2. Mose 21,17)

17 Verflucht sei, wer seines NŠchsten Grenze verrŸckt! Und alles Volk soll sagen: Amen. - Kap 19,14)

18 Verflucht sei, wer einen Blinden irrefŸhrt auf dem Wege! Und alles Volk soll sagen: Amen. - 3. Mose 19,14)

19 Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, der Waise und der Witwe beugt! Und alles Volk soll sagen: Amen. - 2. Mose 22,20.21)

20 Verflucht sei, wer bei der Frau seines Vaters liegt, denn er hat die Decke seines Vaters aufgedeckt! Und alles Volk soll sagen: Amen. - 3. Mose 18,8)

21 Verflucht sei, wer bei irgendeinem Tier liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen. - 2. Mose 22,18)

22 Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die seines Vaters oder seiner Mutter Tochter ist! Und alles Volk soll sagen: Amen. - 3. Mose 18,9.11)

23 Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen. - 3. Mose 18,17)

24 Verflucht sei, wer seinen NŠchsten heimlich erschlŠgt! Und alles Volk soll sagen: Amen. - 2. Mose 21,12; 4. Mose 35,20)

25 Verflucht sei, wer Geschenke nimmt, da§ er unschuldiges Blut vergie§e! Und alles Volk soll sagen: Amen. - 2. Mose 23,8)

26 Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfŸllt, da§ er danach tue! Und alles Volk soll sagen: Amen.

|P Gal 3,10)


28

1 (AnkŸndigung von Segen und Fluch) Wenn du nun der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen wirst, da§ du hŠltst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der HERR, dein Gott, zum hšchsten Ÿber alle Všlker auf Erden machen, Kap 26,19)

2 und weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorsam gewesen bist, werden Ÿber dich kommen und dir zuteil werden alle diese Segnungen:

3 Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet wirst du sein auf dem Acker. (3-6) 1. Mose 49,25.26)

4 Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, der Ertrag deines Ackers und die Jungtiere deines Viehs, deiner Rinder und deiner Schafe.

5 Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog.

6 Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang und gesegnet bei deinem Ausgang. Ps 121,8)

7 Und der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, vor dir schlagen. Auf einem Weg sollen sie ausziehen wider dich und auf sieben Wegen vor dir fliehen.

8 Der HERR wird gebieten dem Segen, da§ er mit dir sei in dem, was du besitzt, und in allem, was du unternimmst, und wird dich segnen in dem Land, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. 3. Mose 25,21)

9 Der HERR wird dich zum heiligen Volk fŸr sich erheben, wie er dir geschworen hat, weil du die Gebote des HERRN, deines Gottes, hŠltst und in seinen Wegen wandelst. 2. Mose 19,5.6)

10 Und alle Všlker auf Erden werden sehen, da§ Ÿber dir der Name des HERRN genannt ist, und werden sich vor dir fŸrchten.

11 Und der HERR wird machen, da§ du †berflu§ an Gutem haben wirst, an Frucht deines Leibes, an Jungtieren deines Viehs, an Ertrag deines Ackers, in dem Lande, das der HERR deinen VŠtern geschworen hat, dir zu geben.

12 Und der HERR wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, da§ er deinem Land Regen gebe zur rechten Zeit und da§ er segne alle Werke deiner HŠnde. Und du wirst vielen Všlkern leihen, aber von niemand borgen. Kap 15,6)

13 Und der HERR wird dich zum Kopf machen und nicht zum Schwanz, und du wirst immer aufwŠrts steigen und nicht heruntersinken, weil du gehorsam bist den Geboten des HERRN, deines Gottes, die ich dir heute gebiete zu halten und zu tun,

14 und nicht abweichst von all den Worten, die ich euch heute gebiete, weder zur Rechten noch zur Linken, und nicht andern Gšttern nachwandelst, um ihnen zu dienen. Kap 5,29.32)

15 Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des HERRN, deines Gottes, und wirst nicht halten und tun alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese FlŸche Ÿber dich kommen und dich treffen: Dan 9,11)

16 Verflucht wirst du sein in der Stadt, verflucht wirst du sein auf dem Acker.

17 Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog.

18 Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, der Ertrag deines Ackers, das Jungvieh deiner Rinder und Schafe.

19 Verflucht wirst du sein bei deinem Eingang und verflucht bei deinem Ausgang.

20 Der HERR wird unter dich senden Unfrieden, Unruhe und UnglŸck in allem, was du unternimmst, bis du vertilgt bist und bald untergegangen bist um deines bšsen Treibens willen, weil du mich verlassen hast.

21 Der HERR wird dir die Pest anhŠngen, bis er dich vertilgt hat in dem Lande, in das du kommst, es einzunehmen.

22 Der HERR wird dich schlagen mit Auszehrung, EntzŸndung und hitzigem Fieber, Getreidebrand und DŸrre; die werden dich verfolgen, bis du umkommst.

23 Der Himmel, der Ÿber deinem Haupt ist, wird ehern werden und die Erde unter dir eisern. Kap 11,17)

24 Statt des Regens fŸr dein Land wird der HERR Staub und Asche vom Himmel auf dich geben, bis du vertilgt bist.

25 Der HERR wird dich vor deinen Feinden schlagen. Auf einem Weg wirst du wider sie ausziehen, und auf sieben Wegen wirst du vor ihnen fliehen und wirst zum Entsetzen werden fŸr alle Reiche auf Erden.

26 Deine Leichname werden zum Fra§ werden allen Všgeln des Himmels und allen Tieren des Landes, und niemand wird sie verscheuchen.

27 Der HERR wird dich schlagen mit Šgyptischem GeschwŸr, mit Pocken, mit Grind und KrŠtze, da§ du nicht geheilt werden kannst. 2. Mose 9,9)

28 Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Verwirrung des Geistes.

29 Und du wirst tappen am Mittag, wie ein Blinder tappt im Dunkeln, und wirst auf deinem Wege kein GlŸck haben und wirst Gewalt und Unrecht leiden mŸssen dein Leben lang, und niemand wird dir helfen. Jes 59,10)

30 Mit einem MŠdchen wirst du dich verloben; aber ein anderer wird es sich nehmen. Ein Haus wirst du bauen; aber du wirst nicht darin wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen; aber du wirst seine FrŸchte nicht genie§en. Jes 65,22)

31 Dein Rind wird vor deinen Augen geschlachtet werden; aber du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Angesicht mit Gewalt genommen und dir nicht wiedergegeben werden. Dein Schaf wird deinen Feinden gegeben werden, und niemand wird dir helfen.

32 Deine Sšhne und deine Tšchter werden einem andern Volk gegeben werden, da§ deine Augen zusehen mŸssen und tŠglich vor Verlangen nach ihnen vergehen, und in deinen HŠnden wird keine Kraft sein.

33 Den Ertrag deines Ackers und alle deine Arbeit wird ein Volk verzehren, das du nicht kennst, und du wirst geplagt und geschunden werden dein Leben lang Ri 6,3)

34 und wirst wahnsinnig werden bei dem, was deine Augen sehen mŸssen.

35 Der HERR wird dich schlagen mit bšsen GeschwŸren an den Knien und Waden, da§ du nicht geheilt werden kannst, von den Fu§sohlen bis zum Scheitel.

36 Der HERR wird dich und deinen Kšnig, den du Ÿber dich gesetzt hast, unter ein Volk treiben, das du nicht kennst noch deine VŠter, und du wirst dort andern Gšttern dienen: Holz und Steinen. Kap 4,28)

37 Und du wirst zum Entsetzen, zum Sprichwort und zum Spott werden unter allen Všlkern, zu denen der HERR dich treibt. 1. Kšn 9,7; Jer 24,9)

38 Du wirst viel Samen auf das Feld sŠen, aber wenig einsammeln; denn die Heuschrecken werden's abfressen. Mi 6,15)

39 Weinberge wirst du pflanzen und bauen, aber weder Wein trinken noch Trauben lesen; denn die WŸrmer werden's verzehren.

40 …lbŠume wirst du haben in deinem ganzen Gebiet, aber du wirst dich nicht salben mit …l; denn dein …lbaum wird seine Frucht abwerfen.

41 Sšhne und Tšchter wirst zu zeugen und doch nicht behalten; denn sie werden gefangen weggefŸhrt werden.

42 Alle BŠume und FrŸchte deines Landes wird das Ungeziefer fressen.

43 Der Fremdling, der bei dir ist, wird immer hšher Ÿber dich emporsteigen; du aber wirst immer tiefer heruntersinken.

44 Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen kšnnen; er wird der Kopf sein, und du wirst der Schwanz sein. Vers 12.13)

45 Alle diese FlŸche werden Ÿber dich kommen und dich verfolgen und treffen, bis du vertilgt bist, weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht und seine Gebote und Rechte nicht gehalten hast, die er dir geboten hat.

46 Und diese FlŸche werden Zeichen und Wunder sein an dir und an deinen Nachkommen immerdar,

47 weil du dem HERRN, deinem Gott, nicht gedient hast mit Freude und Lust deines Herzens, obwohl du †berflu§ hattest an allem.

48 Und du wirst deinem Feinde, den der HERR gegen dich schicken wird, dienen in Hunger und Durst, in Blš§e und allerlei Mangel, und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vertilgt hat. Jer 28,13.14)

49 Der HERR wird ein Volk Ÿber dich schicken von ferne, vom Ende der Erde, wie ein Adler fliegt, ein Volk, dessen Sprache du nicht verstehst, Hab 1,8, Jes 33,19; Jer 5,15)

50 ein freches Volk, das nicht RŸcksicht nimmt auf die Alten und die Jungen nicht schont. Klgl 5,12.13)

51 Es wird verzehren die Jungtiere deines Viehs und den Ertrag deines Ackers, bis du vertilgt bist, und wird dir nichts Ÿbriglassen vom Korn, Wein und …l und vom Jungvieh deiner Rinder und Schafe, bis es dich umgebracht hat.

52 Es wird dich Šngstigen in allen deinen StŠdten, bis es niedergeworfen hat deine hohen und festen Mauern, auf die du dich verlŠ§t, in deinem ganzen Lande; und du wirst geŠngstigt werden in allen deinen StŠdten, in deinem ganzen Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.

53 Du wirst die Frucht deines Leibes, das Fleisch deiner Sšhne und deiner Tšchter, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, essen in der Angst und Not, mit der dich dein Feind bedrŠngen wird. 3. Mose 26,29; 2. Kšn 6,28.29; Jer 19,9; Klgl 2,20; 4,10; Hes 5,10)

54 Ein Mann unter euch, der zuvor verwšhnt und in †ppigkeit gelebt hat, wird seinem Bruder und der Frau in seinen Armen und dem Sohn, der noch Ÿbrig ist von seinen Sšhnen, nichts gšnnen

55 von dem Fleisch seiner Sšhne, das er i§t, weil ihm nichts Ÿbrig geblieben ist von allem Gut in der Angst und Not, mit der dich dein Feind bedrŠngen wird in allen deinen StŠdten.

56 Eine Frau unter euch, die zuvor so verwšhnt und in †ppigkeit gelebt hat, da§ sie nicht einmal versucht hat, ihre Fu§sohle auf die Erde zu setzen, vor Verwšhnung und Wohlleben, die wird dem Mann in ihren Armen und ihrem Sohn und ihrer Tochter nicht gšnnen

57 die Nachgeburt, die von ihr ausgegangen ist, und ihr Kind, das sie geboren hat; denn sie wird beides vor Mangel an allem heimlich essen in der Angst und Not, mit der dich dein Feind bedrŠngen wird in deinen StŠdten.

58 Wenn du nicht darauf hŠltst, da§ du alle Worte dieses Gesetzes tust, die in diesem Buch geschrieben sind, und nicht fŸrchtest diesen herrlichen und heiligen Namen, den HERRN, deinen Gott,

59 so wird der HERR schrecklich mit dir umgehen und dich und deine Nachkommen schlagen mit gro§en und anhaltenden Plagen, mit bšsen und anhaltenden Krankheiten.

60 Und er wird auch alle Seuchen €gyptens Ÿber dich bringen, vor denen du dich fŸrchtest, und sie werden dich nicht loslassen; Vers 27)

61 dazu wird der HERR alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht geschrieben sind in dem Buch dieses Gesetzes, Ÿber dich kommen lassen, bis du vertilgt bist.

62 Und nur wenige werden Ÿbrigbleiben von euch, die ihr zuvor zahlreich gewesen seid wie die Sterne am Himmel, weil du nicht gehorcht hast der Stimme des HERRN, deines Gottes.

63 Und wie sich der HERR zuvor freute, euch Gutes zu tun und euch zu mehren, so wird er sich nun freuen, euch umzubringen und zu vertilgen, und ihr werdet herausgerissen werden aus dem Lande, in das du jetzt ziehst, es einzunehmen. Spr 1,26)

64 Denn der HERR wird dich zerstreuen unter alle Všlker von einem Ende der Erde bis ans andere, und du wirst dort andern Gšttern dienen, die du nicht kennst noch deine VŠter: Holz und Steinen.

65 Dazu wirst du unter jenen Všlkern keine Ruhe haben, und deine FŸ§e werden keine Ruhestatt finden. Denn der HERR wird dir dort ein bebendes Herz geben und erlšschende Augen und eine verzagende Seele,

66 und dein Leben wird immerdar in Gefahr schweben; Nacht und Tag wirst du dich fŸrchten und deines Lebens nicht sicher sein.

67 Morgens wirst du sagen: Ach da§ es Abend wŠre! und abends wirst du sagen: Ach da§ es Morgen wŠre! vor Furcht deines Herzens, die dich schrecken wird, und vor dem, was du mit deinen Augen sehen wirst.

68 Und der HERR wird dich mit Schiffen wieder nach €gypten fŸhren, auf dem Wege, von dem ich dir gesagt habe: Du sollst ihn nicht mehr sehen. Und ihr werdet dort euren Feinden als Knechte und MŠgde verkauft werden, aber es wird kein KŠufer dasein. Kap 17,16; Hos 8,13)

69 (Der Bund des HERRN mit Israel im Lande Moab) *Dies sind die Worte des Bundes, den der HERR dem Mose geboten hat, mit Israel zu schlie§en im Lande Moab, neben dem Bund, den er mit ihnen geschlossen hatte am Horeb. Kap 5,2) (*Abweichende VerszŠhlung statt 28,69 - 29,28; 29,1-29.)


29

1 Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt alles gesehen, was der HERR vor euren Augen in €gypten dem Pharao und allen seinen Gro§en und seinem ganzen Lande getan hat, 2. Mose 19,4)

2 die gewaltigen Proben seiner Macht, die deine Augen gesehen haben, die gro§en Zeichen und Wunder. Kap 4,34; 7,19)

3 Und der HERR hat euch bis auf diesen heutigen Tag noch nicht ein Herz gegeben, das verstŠndig wŠre, Augen, die da sŠhen, und Ohren, die da hšrten. Kap 5,26)

4 Er hat euch vierzig Jahre in der WŸste wandern lassen. Eure Kleider sind euch nicht zerrissen, auch deine Schuhe nicht an deinen FŸ§en; Kap 8,4)

5 ihr habt kein Brot gegessen und keinen Wein getrunken und kein starkes GetrŠnk, auf da§ ihr erkennen solltet, da§ ich der HERR, euer Gott, bin.

6 Und als ihr kamt an diesen Ort, zogen aus der Kšnig Sihon von Heschbon und der Kšnig Og von Baschan uns entgegen, mit uns zu kŠmpfen. Und wir haben sie geschlagen 4. Mose 21,21-35)

7 und ihr Land eingenommen und zum Erbteil gegeben den Rubenitern und Gaditern und dem halben Stamm Manasse. 4. Mose 32)

8 So haltet nun die Worte dieses Bundes und tut danach, auf da§ ihr glŸcklich ausrichten kšnnt all euer Tun.

9 Ihr steht heute alle vor dem HERRN, eurem Gott, die HŠupter eurer StŠmme, eure €ltesten, eure Amtleute, jeder Mann in Israel,

10 eure Kinder, eure Frauen, dein Fremdling, der in deinem Lager ist, dein Holzhauer und dein Wasserschšpfer, Jos 9,27)

11 damit du tretest in den Bund des HERRN, deines Gottes, und unter den Eid, den der HERR, dein Gott, dir heute auflegt,

12 da§ er dich heute zum Volk fŸr sich erhebe und er dein Gott sei, wie er dir zugesagt hat und wie er deinen VŠtern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat.

13 Denn ich schlie§e diesen Bund und diesen Eid nicht mit euch allein, Kap 5,3; 1. Mose 17,7)

14 sondern mit euch, die ihr heute hier seid und mit uns steht vor dem HERRN, unserm Gott, wie auch mit denen, die heute nicht mit uns sind.

15 Denn ihr wi§t, wie wir in €gyptenland gewohnt haben und mitten durch die Všlker gezogen sind, durch deren Land ihr zogt.

16 Ihr saht ihre Greuel und ihre Gštzen, die bei ihnen waren, Holz und Stein, Silber und Gold.

17 La§t ja nicht einen Mann oder eine Frau, ein Geschlecht oder einen Stamm unter euch sein, dessen Herz sich heute abwendet von dem HERRN, unserm Gott, da§ jemand hingehe und diene den Gšttern dieser Všlker. La§t unter euch nicht eine Wurzel aufwachsen, die da Gift und Wermut hervorbringt. Kap 32,32; Hos 10,4; Am 6,12; Hebr 12,15)

18 La§t niemand, der die Worte dieses Fluches hšrt, sich dennoch in seinem Herzen segnen und sprechen: Mir wird es wohlgehen, auch wenn ich wandle nach meinem verstockten Herzen -, damit nicht fortgerafft werde das wasserreiche mit dem dŸrren Land!

19 Einem solchen Mann wird der HERR nicht gnŠdig sein, sondern sein Zorn und Eifer wird entbrennen gegen ihn, und es werden sich auf ihn legen alle FlŸche, die in diesem Buch geschrieben sind, und seinen Namen wird der HERR austilgen unter dem Himmel Kap 28,15-68)

20 und wird ihn zum Unheil absondern aus allen StŠmmen Israels nach allen FlŸchen des Bundes, der in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben ist.

21 Dann werden sagen kŸnftige Geschlechter, eure Kinder, die nach euch aufkommen, und die Fremden, die aus fernen Landen kommen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und die Krankheiten, mit denen der HERR es beladen hat

22 - all ihr Land hat er mit Schwefel und Salz verbrannt, da§ es weder besŠt werden kann noch etwas wŠchst noch Kraut darin aufgeht, gleichwie Sodom und Gomorra, Adma und Zebojim zerstšrt sind, die der HERR in seinem Zorn und Grimm zerstšrt hat -, 1. Mose 19,24)

23 ja, alle Všlker werden sagen: Warum hat der HERR an diesem Lande so gehandelt? Was ist das fŸr ein gro§er, grimmiger Zorn?

24 Dann wird man sagen: Darum, weil sie den Bund des HERRN, des Gottes ihrer VŠter, verlassen haben, den er mit ihnen schlo§, als er sie aus €gyptenland fŸhrte,

25 und sind hingegangen und haben andern Gšttern gedient und sie angebetet, Gštter, die sie nicht kennen und die er ihnen nicht zugewiesen hat,

26 darum ist des HERRN Zorn entbrannt gegen dies Land, da§ er Ÿber sie hat kommen lassen alle FlŸche, die in diesem Buch geschrieben stehen.

27 Und der HERR hat sie aus ihrem Lande gesto§en in gro§em Zorn, Grimm und ohne Erbarmen und hat sie in ein anderes Land geworfen, so wie es heute ist.

28 Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich, da§ wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes. Kap 32,34)


30

1 (Die Wahl zwischen Leben und Tod) Wenn nun dies alles Ÿber dich kommt, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es zu Herzen nimmst, wenn du unter den Heiden bist, unter die dich der HERR, dein Gott, versto§en hat, Kap 28)

2 und du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, da§ du seiner Stimme gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele in allem, was ich dir heute gebiete, Kap 4,30; 3. Mose 26,40)

3 so wird der HERR, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Všlkern, unter die dich der HERR, dein Gott, verstreut hat. Hes 16,53; Jer 29,14; Am 9,14, Jer 32,37)

4 Wenn du bis ans Ende des Himmels versto§en wŠrst, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen Kap 28,64; Neh 1,9)

5 und wird dich in das Land bringen, das deine VŠter besessen haben, und du wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher machen, als deine VŠter waren.

6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf da§ du am Leben bleibst. Kap 10,16; Jer 4,4; Hes 11,19; Ršm 2,29)

7 Aber alle diese FlŸche wird der HERR, dein Gott, auf deine Feinde legen und auf die, die dich hassen und verfolgen.

8 Du aber wirst umkehren und der Stimme des HERRN gehorchen, da§ du tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete.

9 Und der HERR, dein Gott, wird dir GlŸck geben zu allen Werken deiner HŠnde, zu der Frucht deines Leibes, zu den Jungtieren deines Viehs, zum Ertrag deines Ackers, da§ dir's zugute komme. Denn der HERR wird sich wieder Ÿber dich freuen, dir zugut, wie er sich Ÿber deine VŠter gefreut hat,

10 weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst und hŠltst seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, wenn du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

11 Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht zu hoch und nicht zu fern.

12 Es ist nicht im Himmel, da§ du sagen mŸ§test: Wer will fŸr uns in den Himmel fahren und es uns holen, da§ wir's hšren und tun? Ršm 10,6-8)

13 Es ist auch nicht jenseits des Meeres, da§ du sagen mŸ§test: Wer will fŸr uns Ÿber das Meer fahren und es uns holen, da§ wir's hšren und tun?

14 Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, da§ du es tust.

15 Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Bšse. Kap 11,26)

16 Wenn du gehorchst den Geboten des HERRN, deines Gottes, die ich dir heute gebiete, da§ du den HERRN, deinen Gott, liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte hŠltst, so wirst du leben und dich mehren, und der HERR, dein Gott, wird dich segnen in dem Lande, in das du ziehst, es einzunehmen.

17 Wendet sich aber dein Herz und du gehorchst nicht, sondern lŠ§t dich verfŸhren, da§ du andere Gštter anbetest und ihnen dienst,

18 so verkŸnde ich euch heute, da§ ihr umkommen und nicht lange in dem Lande bleiben werdet, in das du Ÿber den Jordan ziehst, es einzunehmen. Kap 8,19)

19 Ich nehme Himmel und Erde heute Ÿber euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, damit du das Leben erwŠhlst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, Kap 4,26)

20 indem ihr den HERRN, euren Gott, liebt und seiner Stimme gehorcht und ihm anhanget. Denn das bedeutet fŸr dich, da§ du lebst und alt wirst und wohnen bleibst in dem Lande, das der HERR deinen VŠtern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, ihnen zu geben.


31

1 (Mose setzt Josua zu seinem Nachfolger ein) Und Mose ging hin und redete diese Worte mit ganz Israel

2 und sprach zu ihnen: Ich bin heute hundertundzwanzig Jahre alt, ich kann nicht mehr aus- und eingehen. Dazu hat der HERR zu mir gesagt: Den Jordan hier sollst du nicht Ÿberschreiten! 2. Mose 7,7, 4. Mose 20,12)

3 Der HERR, dein Gott, wird selber vor dir hergehen. Er selber wird diese Všlker vor dir her vertilgen, damit du ihr Land einnehmen kannst. Josua, der soll vor dir hinŸbergehen, wie der HERR zugesagt hat. Kap 3,22)

4 Und der HERR wird mit ihnen tun, wie er getan hat mit Sihon und Og, den Kšnigen der Amoriter, und ihrem Lande, die er vertilgt hat. 4. Mose 21,21-35)

5 Wenn sie nun der HERR vor euren Augen dahingeben wird, so sollt ihr mit ihnen tun ganz nach dem Gebot, das ich euch gegeben habe. 2. Mose 23,32.33)

6 Seid getrost und unverzagt, fŸrchtet euch nicht und la§t euch nicht vor ihnen grauen; denn der HERR, dein Gott, wird selber mit dir ziehen und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Kap 1,29.30)

7 Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen von ganz Israel: Sei getrost und unverzagt; denn du wirst dies Volk in das Land bringen, das der HERR ihren VŠtern geschworen hat, ihnen zu geben, und du wirst es unter sie austeilen. Kap 3,28; Jos 1,6)

8 Der HERR aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. FŸrchte dich nicht und erschrick nicht!

9 (Alle sieben Jahre soll das Gesetz šffentlich verlesen werden) Und Mose schrieb dies Gesetz und gab's den Priestern, den Sšhnen Levi, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, und allen €ltesten Israels

10 und gebot ihnen und sprach: Jeweils nach sieben Jahren, zur Zeit des Erla§jahrs, am LaubhŸttenfest, Kap 15,1, Kap 16,13)

11 wenn ganz Israel kommt, zu erscheinen vor dem Angesicht des HERRN, deines Gottes, an der StŠtte, die er erwŠhlen wird, sollst du dies Gesetz vor ganz Israel ausrufen lassen vor ihren Ohren.

12 Versammle das Volk, die MŠnner, Frauen und Kinder und den Fremdling, der in deinen StŠdten lebt, damit sie es hšren und lernen und den HERRN, euren Gott, fŸrchten und alle Worte dieses Gesetzes halten und tun

13 und da§ ihre Kinder, die es nicht kennen, es auch hšren und lernen, den HERRN, euren Gott, zu fŸrchten alle Tage, die ihr in dem Lande lebt, in das ihr zieht Ÿber den Jordan, um es einzunehmen.

14 (Gottes Befehl, das Lied des Mose aufzuschreiben U|

Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, deine Zeit ist herbeigekommen, da§ du sterben mu§t. Rufe Josua, und tretet hin zur StiftshŸtte, da§ ich ihm Befehl gebe. Mose ging hin mit Josua, und sie traten hin zur StiftshŸtte.

15 Der HERR aber erschien in der HŸtte in einer WolkensŠule, und die WolkensŠule stand in der TŸr der HŸtte. 2. Mose 33,9)

16 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen bei deinen VŠtern, und dies Volk wird sich erheben und nachlaufen den fremden Gšttern des Landes, in das sie kommen, und wird mich verlassen und den Bund brechen, den ich mit ihm geschlossen habe.

17 Da wird mein Zorn entbrennen Ÿber sie zur selben Zeit, und ich werde sie verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, so da§ sie všllig verzehrt werden. Und wenn sie dann viel UnglŸck und Angst treffen wird, werden sie sagen: Hat mich nicht dies †bel alles getroffen, weil mein Gott nicht mit mir ist?

18 Ich aber werde mein Antlitz verborgen halten zu der Zeit um all des Bšsen willen, das sie getan haben, weil sie sich zu andern Gšttern wandten.

19 So schreibt euch nun dies Lied auf und lehrt es die Israeliten und legt es in ihren Mund, da§ mir das Lied ein Zeuge sei unter den Israeliten. Kap 32,1-43)

20 Denn ich will sie in das Land bringen, das ich ihren VŠtern zu geben geschworen habe, darin Milch und Honig flie§t. Und wenn sie essen und satt und fett werden, so werden sie sich zu andern Gšttern wenden und ihnen dienen, mich aber lŠstern und meinen Bund brechen.

21 Und wenn sie dann viel UnglŸck und Angst treffen wird, so soll dies Lied vor ihnen als Zeuge reden; denn es soll nicht vergessen werden im Mund ihrer Nachkommen. Denn ich wei§ ihre Gedanken, mit denen sie schon jetzt umgehen, ehe ich sie in das Land bringe, wie ich geschworen habe. Ps 139,2)

22 Also schrieb Mose dies Lied zur selben Zeit auf und lehrte es die Israeliten.

23 Und der Herr befahl Josua, dem Sohn Nuns, und sprach: Sei getrost und unverzagt, denn du sollst die Israeliten in das Land fŸhren, wie ich ihnen geschworen habe, und ich will mit dir sein.

24 (Die Aufbewahrung des Gesetzbuches) Als nun Mose damit fertig war, die Worte dieses Gesetzes vollstŠndig in ein Buch zu schreiben,

25 gebot er den Leviten, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, und sprach:

26 Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es neben die Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, da§ es dort ein Zeuge sei wider dich. Joh 5,45)

27 Denn ich kenne deinen Ungehorsam und deine Halsstarrigkeit. Siehe, jetzt schon, wŠhrend ich noch bei euch lebe, seid ihr ungehorsam gewesen gegen den HERRN; wieviel mehr nach meinem Tode!

28 (Aufforderung an Israel, das Lied des Mose zu hšren) Versammelt vor mir alle €ltesten eurer StŠmme und eure Amtleute, da§ ich diese Worte vor ihren Ohren rede und Himmel und Erde wider sie zu Zeugen nehme. Kap 32,1)

29 Denn ich wei§, da§ ihr euch nach meinem Tode sehr versŸndigen werdet und von dem Wege abweichen, den ich euch geboten habe. So wird euch am Ende der Tage das Unheil treffen, weil ihr tut, was bšse ist in den Augen des HERRN, und ihn erzŸrnt durch eurer HŠnde Werk.

30 Und Mose trug vor den Ohren der ganzen Gemeinde Israel dies Lied bis zum letzten Wort vor:


32

1 (Das Lied des Mose) Merkt auf, ihr Himmel, ich will reden, und die Erde hšre die Rede meines Mundes. Jes 1,2)

2 Meine Lehre rinne wie der Regen, und meine Rede riesele wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut. Jes 55,10.11)

3 Denn ich will den Namen des HERRN preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre!

4 Er ist ein Fels. Seine Werke sind vollkommen; denn alles, was er tut, das ist recht. Treu ist Gott und kein Bšses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er.

5 Das verkehrte und bšse Geschlecht hat gesŸndigt wider ihn; sie sind Schandflecken und nicht seine Kinder. Jes 1,2-4; Mt 17,17)

6 Dankst du so dem HERRN, deinem Gott, du tolles und tšrichtes Volk? Ist er nicht dein Vater und dein Herr? Ist's nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat? 2. Mose 4,22; Jes 63,16; Jer 3,4; 31,9; Hos 11,1; Mal 1,6)

7 Gedenke der vorigen Zeiten und hab acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht. Frage deinen Vater, der wird dir's verkŸnden, deine €ltesten, die werden dir's sagen.

8 Als der Hšchste den Všlkern Land zuteilte und der Menschen Kinder voneinander schied, da setzte er die Grenzen der Všlker nach der Zahl der Sšhne Israels. 1. Mose 11,8, Apg 17,26)

9 Denn des HERRN Teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe. Kap 9,26.29)

10 Er fand ihn in der WŸste, in der dŸrren Einšde sah er ihn. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn. Er behŸtete ihn wie seinen Augapfel. Ps 17,8; Hes 16,4-14; Sach 2,12)

11 Wie ein Adler ausfŸhrt seine Jungen und Ÿber ihnen schwebt, so breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen FlŸgeln. 2. Mose 19,4)

12 Der HERR allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm.

13 Er lie§ ihn einherfahren Ÿber die Hšhen der Erde und nŠhrte ihn mit den FrŸchten des Feldes und lie§ ihn Honig saugen aus dem Felsen und …l aus hartem Gestein, Ps 81,17)

14 Butter von den KŸhen und Milch von den Schafen samt dem Fett von den LŠmmern, feiste Widder und Bšcke und das Beste vom Weizen und trŠnkte ihn mit edlem Traubenblut.

15 Als aber Jeschurun fett ward, wurde er ŸbermŸtig. Er ist fett und dick und feist geworden und hat den Gott verworfen, der ihn gemacht hat. Er hat den Fels seines Heils gering geachtet Kap 33,5.26; Jes 44,2, Kap 31,20; Neh 9,25)

16 und hat ihn zur Eifersucht gereizt durch fremde Gštter; durch Greuel hat er ihn erzŸrnt.

17 Sie haben den bšsen Geistern geopfert und nicht ihrem Gott, den Gšttern, die sie nicht kannten, den neuen, die vor kurzem erst aufgekommen sind, die eure VŠter nicht geehrt haben.

18 Deinen Fels, der dich gezeugt hat, hast du au§er acht gelassen und hast vergessen den Gott, der dich gemacht hat. 1. Mose 49,24; Ps 18,32; 78,15.16)

19 Und als es der HERR sah, ward er zornig Ÿber seine Sšhne und Tšchter,

20 und er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, was ihnen zuletzt widerfahren wird; denn es ist ein verkehrtes Geschlecht, es sind untreue Kinder.

21 Sie haben mich gereizt durch einen Nicht-Gott, durch ihre Abgštterei haben sie mich erzŸrnt. Ich aber will sie wieder reizen durch ein Nicht-Volk, durch ein gottloses Volk will ich sie erzŸrnen. Ps 78,58; Jer 2,11, Ršm 10,19)

22 Denn ein Feuer ist entbrannt durch meinen Zorn und wird brennen bis in die unterste Tiefe und wird verzehren das Land mit seinem GewŠchs und wird anzŸnden die Grundfesten der Berge.

23 Ich will alles UnglŸck Ÿber sie hŠufen, ich will alle meine Pfeile auf sie schie§en.

24 Vor Hunger sollen sie verschmachten und verzehrt werden vom Fieber und von jŠhem Tod. Ich will der Tiere ZŠhne unter sie schicken und der Schlangen Gift.

25 Drau§en wird das Schwert ihre Kinder rauben und drinnen der Schrecken den jungen Mann wie das MŠdchen, den SŠugling wie den Greis. Hes 5,17; 14,21)

26 Ich hŠtte gesagt: Es soll aus sein mit ihnen, ich will ihren Namen tilgen unter den Menschen -,

27 wenn ich nicht den Spott der Feinde gescheut hŠtte; ihre Widersacher hŠtten es nicht erkannt und gesagt: Unsere Macht ist gro§, und nicht der HERR hat dies alles getan. -

28 Denn Israel ist ein Volk, dem man nicht mehr raten kann, und kein Verstand wohnt in ihnen. Jes 27,11; Jer 4,22)

29 O da§ sie weise wŠren und dies verstŸnden, da§ sie merkten, was ihnen hernach begegnen wird!

30 Wie geht's zu, da§ einer tausend verjagt und zwei sogar zehntausend flŸchtig machen? Kommt's nicht daher, da§ ihr Fels sie verkauft hat und der HERR sie dahingegeben hat? 3. Mose 26,36.37; Jes 30,17)

31 Denn unserer Feinde Fels ist nicht wie unser Fels; so mŸssen sie selber urteilen. Vers 4,37)

32 Denn ihr Weinstock stammt von Sodoms Weinstock und von dem Weinberg Gomorras; ihre Trauben sind Gift, sie haben bittere Beeren,

33 ihr Wein ist Drachengift und verderbliches Gift der Ottern.

34 Ist dies nicht bei mir verwahrt und versiegelt in meinen Schatzkammern? Kap 29,28)

35 Die Rache ist mein, ich will vergelten zur Zeit, da ihr Fu§ gleitet; denn die Zeit ihres UnglŸcks ist nahe, und was Ÿber sie kommen soll, eilt herzu. Ps 94,1; Ršm 12,19; Hebr 10,30)

36 Denn der HERR wird seinem Volk Recht schaffen, und Ÿber seine Knechte wird er sich erbarmen. Denn er wird sehen, da§ ihre Macht dahin ist und es aus ist mit ihnen ganz und gar.

37 Und er wird sagen: Wo sind ihre Gštter, ihr Fels, auf den sie trauten, Vers 31)

38 die das Fett ihrer Schlachtopfer essen sollten und trinken den Wein ihrer Trankopfer? La§t sie aufstehen und euch helfen und euch schŸtzen! Ri 10,14; Jer 2,28)

39 Sehet nun, da§ ich's allein bin und ist kein Gott neben mir! Ich kann, tšten und lebendig machen, ich kann schlagen und kann heilen, und niemand ist da, der aus meiner Hand errettet. Kap 4,35; Jes 45,5, 1. Sam 2,6, 2. Mose 15,26; Hiob 5,18; Hos 6,1.2)

40 Denn ich will meine Hand zum Himmel heben und will sagen: So wahr ich ewig lebe:

41 wenn ich mein blitzendes Schwert schŠrfe und meine Hand zur Strafe greift, so will ich mich rŠchen an meinen Feinden und denen, die mich hassen, vergelten. (41 und 42) Jer 46,10)

42 Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, mit Blut von Erschlagenen und Gefangenen, von den Kšpfen streitbarer Feinde!

43 Preiset, ihr Heiden, sein Volk; denn er wird das Blut seiner Knechte rŠchen und wird an seinen Feinden Rache nehmen und entsŸhnen das Land seines Volks! Ršm 15,10, Kap 21,8; 4. Mose 35,33.34)

44 (Moses letzte Mahnung an das Volk) Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volks, er und Josua, der Sohn Nuns.

45 Als nun Mose das alles zu Ende geredet hatte vor ganz Israel,

46 sprach er zu ihnen: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, da§ ihr euren Kindern befehlt, alle Worte dieses Gesetzes zu halten und zu tun. Kap 6,7)

47 Denn es ist nicht ein leeres Wort an euch, sondern es ist euer Leben, und durch dies Wort werdet ihr lange leben in dem Lande, in das ihr zieht Ÿber den Jordan, um es einzunehmen. 3. Mose 18,5)

48 (Gott bereitet Mose auf seinen Tod vor) Und der HERR redete mit Mose am selben Tage und sprach:

49 Geh auf das Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Lande Moab gegenŸber Jericho, und schaue das Land Kanaan, das ich den Israeliten zum Eigentum geben werde. 4. Mose 27,12; 33,48)

50 Dann stirb auf dem Berge, auf den du hinaufgestiegen bist, und la§ dich zu deinem Volk versammeln, wie dein Bruder Aaron starb auf dem Berge Hor und zu seinem Volk versammelt wurde; 4. Mose 20,23-29)

51 denn ihr habt euch an mir versŸndigt unter den Israeliten bei dem Haderwasser zu Kadesch in der WŸste Zin, weil ihr mich nicht heiligtet inmitten der Israeliten. 4. Mose 20,12.13)

52 Denn du sollst das Land vor dir sehen, das ich den Israeliten gebe, aber du sollst nicht hineinkommen.


33

1 (Mose segnet die StŠmme Israels U| (vgl. 1. Mose 49) Dies ist der Segen, mit dem Mose, der Mann Gottes, die Israeliten vor seinem Tode segnete.

2 Er sprach: Der HERR ist vom Sinai gekommen und ist ihnen aufgeleuchtet von Se•r her. Er ist erschienen vom Berge Paran her und ist gezogen nach Meribat-Kadesch; in seiner Rechten ist ein feuriges Gesetz fŸr sie. Ri 5,4)

3 Wie hat er sein Volk so lieb! Alle Heiligen sind in deiner Hand. Sie werden sich setzen zu deinen F٤en und werden lernen von deinen Worten.

4 Mose hat uns das Gesetz geboten, das Erbe der Gemeinde Jakobs.

5 Und der Herr ward Kšnig Ÿber Jeschurun, als sich versammelten die HŠupter des Volks samt den StŠmmen Israels. 2. Mose 15,18, Kap 32,15, 2. Mose 19,7)

6 Ruben lebe und sterbe nicht; seine Mannschaft gewinne an Zahl!

7 Dies ist der Segen Ÿber Juda. Und er sprach: HERR, erhšre die Stimme Judas und bringe ihn zu seinem Volk; la§ seine Macht gro§ werden und sei ihm Hilfe wider seine Feinde!

8 Und Ÿber Levi sprach er: Deine Lose ÈLicht und RechtÇ sollen bleiben bei deinem Getreuen, den du versucht hast zu Massa, fŸr den du gestritten hast am Haderwasser, 2. Mose 28,30; 1. Sam 14,41, 2. Mose 17,2.7; Ps 95,8)

9 der von seinem Vater und von seiner Mutter spricht: ÈIch sehe ihn nichtÇ, und von seinem Bruder: ÈIch kenne ihn nichtÇ, und von seinem Sohn: ÈIch wei§ nichts von ihmÇ. Die hŸten dein Wort und bewahren deinen Bund; 2. Mose 32,27-29; Mt 10,37)

10 sie lehren Jakob deine Rechte und Israel dein Gesetz; sie bringen RŠucherwerk vor dein Angesicht und Ganzopfer auf deinen Altar.

11 HERR, segne seine Macht, und la§ dir gefallen die Werke seiner HŠnde! Zerschlage den RŸcken derer, die sich wider ihn auflehnen, und derer, die ihn hassen, da§ sie nicht aufkommen!

12 Und Ÿber Benjamin sprach er: Der Geliebte des HERRN wird sicher wohnen; allezeit wird Er die Hand Ÿber ihm halten und wird zwischen seinen Hšhen wohnen.

13 Und Ÿber Josef sprach er: Gesegnet vom HERRN ist sein Land mit dem Kšstlichsten vom Himmel droben, dem Tau, und mit der Flut, die drunten liegt, 1. Mose 49,25)

14 mit dem Kšstlichsten, was die Sonne hervorbringt, und mit dem Kšstlichsten, was die Monde erzeugen,

15 mit dem Besten uralter Berge und mit dem Kšstlichsten der ewigen HŸgel,

16 mit dem Kšstlichsten der Erde und ihrer FŸlle. Die Gnade dessen, der in dem Dornbusch wohnte, komme auf das Haupt Josefs, auf den Scheitel des Geweihten unter seinen BrŸdern. 2. Mose 3,2-4, 1. Mose 49,26)

17 Sein erstgeborener Stier ist voll Herrlichkeit, und seine Hšrner sind wie die Hšrner wilder Stiere; mit ihnen wird er die Všlker sto§en bis an die Enden der Erde. Das sind die Zehntausende Ephraims und die Tausende Manasses. 1. Mose 46,20)

18 Und Ÿber Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten; und Issachar, freue dich deiner Zelte.

19 Sie werden die StŠmme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen SchŠtze im Sande.

20 Und Ÿber Gad sprach er: Gelobt sei, der Gad Raum schafft! Gad liegt da wie ein Lšwe und zerrei§t Schenkel und Scheitel.

21 Und er ersah sich ein Erstlingserbe; denn daselbst war fŸr ihn eines AnfŸhrers Teil. Und es versammelten sich die HŠupter des Volks, und er vollstreckte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Gerichte zusammen mit Israel. 4. Mose 32,29-32)

22 Und Ÿber Dan sprach er: Dan ist ein junger Lšwe, der hervorspringt aus Baschan.

23 Und Ÿber Naftali sprach er: Naftali hat viel Gnade und ist voll Segens des HERRN; gegen Westen und SŸden hat er Besitz.

24 Und Ÿber Asser sprach er: Asser ist gesegnet unter den Sšhnen. Er sei der Liebling seiner BrŸder und tauche seinen Fu§ in …l.

25 Von Eisen und Erz sei der Riegel deiner Tore; dein Alter sei wie deine Jugend!

26 Es ist kein Gott wie der Gott Jeschuruns, der am Himmel daherfŠhrt dir zur Hilfe und in seiner Hoheit auf den Wolken. Kap 32,15)

27 Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen. Er hat vor dir her deinen Feind vertrieben und geboten: Vertilge!

28 Israel wohnt sicher, der Brunnquell Jakobs unbehelligt in dem Lande, da Korn und Wein ist, dessen Himmel von Tau trieft. 3. Mose 25,18; 1. Kšn 5,5, Ps 68,27.28; Jes 51,1.2, 1. Mose 27,28)

29 Wohl dir, Israel! Wer ist dir gleich? Du Volk, das sein Heil empfŠngt durch den HERRN, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deine Feinde werden dir huldigen, und du wirst auf ihren Hšhen einherschreiten. Kap 4,7.8; Ps 33,12; 144,15)


34

1 (Moses Tod) Und Mose stieg aus dem Jordantal der Moabiter auf den Berg Nebo, den Gipfel des Gebirges Pisga, gegenŸber Jericho. Und der HERR zeigte ihm das ganze Land: Gilead bis nach Dan Kap 3,27)

2 und das ganze Naftali und das ganze Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das Meer im Westen

3 und das SŸdland und die Gegend am Jordan, die Ebene von Jericho, der Palmenstadt, bis nach Zoar. 2. Chr 28,15)

4 Und der HERR sprach zu ihm: Dies ist das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Ich will es deinen Nachkommen geben. - Du hast es mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hinŸbergehen. 1. Mose 12,7)

5 So starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande Moab nach dem Wort des HERRN. Kap 32,50)

6 Und er begrub ihn im Tal, im Lande Moab gegenŸber Bet-Peor. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf den heutigen Tag.

7 Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, als er starb. Seine Augen waren nicht schwach geworden, und seine Kraft war nicht verfallen. Kap 31,2)

8 Und die Israeliten beweinten Mose im Jordantal der Moabiter drei§ig Tage, bis die Zeit des Weinens und Klagens Ÿber Mose vollendet war. 4. Mose 20,29)

9 Josua aber, der Sohn Nuns, wurde erfŸllt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine HŠnde auf ihn gelegt. Und die Israeliten gehorchten ihm und taten, wie der HERR es Mose geboten hatte. 4. Mose 27,18-23, 1. Tim 4,14; 2. Tim 1,6)

10 Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt hŠtte von Angesicht zu Angesicht, 2. Mose 33,11; 4. Mose 12,6-8; 1. Kor 13,12)

11 mit all den Zeichen und Wundern, mit denen der HERR ihn gesandt hatte, da§ er sie tŠte in €gyptenland am Pharao und an allen seinen Gro§en und an seinem ganzen Lande,

12 und mit all der mŠchtigen Kraft und den gro§en Schreckenstaten, die Mose vollbrachte vor den Augen von ganz Israel.

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