Read: 47 2. Korinther


Buch 47 (DER ZWEITE BRIEF DES PAULUS AN DIE KORINTHER)


1

1 Paulus, ein Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Timotheus, unser Bruder, an die Gemeinde Gottes in Korinth samt allen Heiligen in ganz Achaja: 1. Kor 1,1)

2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

3 (Dank fŸr Gottes Trost in TrŸbsal) Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, Ršm 15,5)

4 der uns tršstet in aller unserer TrŸbsal, damit wir auch tršsten kšnnen, die in allerlei TrŸbsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getršstet werden von Gott.

5 Denn wie die Leiden Christi reichlich Ÿber uns kommen, so werden wir auch reichlich getršstet durch Christus. Ps 34,20; Ršm 8,17, Ps 94,19)

6 Haben wir aber TrŸbsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. Kap 4,8-11.15)

7 Und unsre Hoffnung steht fest fŸr euch, weil wir wissen: wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.

8 Denn wir wollen euch, liebe BrŸder, nicht verschweigen die BedrŠngnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir Ÿber die Ma§en beschwert waren und Ÿber unsere Kraft, so da§ wir auch am Leben verzagten Apg 19,23-40; 1. Kor 15,32)

9 und es bei uns selbst fŸr beschlossen hielten, wir mŸ§ten sterben. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt,

10 der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten.

11 Dazu helft auch ihr durch eure FŸrbitte fŸr uns, damit unsertwegen fŸr die Gabe, die uns gegeben ist, durch viele Personen viel Dank dargebracht werde. Phil 1,19)

12 (Gegen den Vorwurf der Unwahrhaftigkeit) Denn dies ist unser Ruhm: das Zeugnis unseres Gewissens, da§ wir in Einfalt und gšttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in der Gnade Gottes unser Leben in der Welt gefŸhrt haben, und das vor allem bei euch. Kap 2,17; Hebr 13,18, 1. Kor 1,17)

13 Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr lest und auch versteht. Ich hoffe aber, ihr werdet es noch všllig verstehen,

14 wie ihr uns zum Teil auch schon verstanden habt, nŠmlich, da§ wir euer Ruhm sind, wie auch ihr unser Ruhm seid am Tage unseres Herrn Jesus. Kap 5,12, Phil 2,16)

15 Und in solchem Vertrauen wollte ich zunŠchst zu euch kommen, damit ihr abermals eine Wohltat empfinget.

16 Von euch aus wollte ich nach Mazedonien reisen, aus Mazedonien wieder zu euch kommen und mich von euch geleiten lassen nach JudŠa. 1. Kor 16,5.6)

17 Bin ich etwa leichtfertig gewesen, als ich dies wollte? Oder ist mein Vorhaben fleischlich, so da§ das Ja Ja bei mir auch ein Nein Nein ist?

18 Gott ist mein Zeuge, da§ unser Wort an euch nicht Ja und Nein zugleich ist.

19 Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm. Apg 18,5)

20 Denn auf alle Gottesverhei§ungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe. Offb 3,14)

21 Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt 1. Joh 2,27)

22 und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat. Eph 1,13, Kap 5,5; Ršm 8,16)

23 Ich rufe aber Gott zum Zeugen an bei meiner Seele, da§ ich euch schonen wollte und darum nicht wieder nach Korinth gekommen bin.

24 Nicht da§ wir Herren wŠren Ÿber euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht im Glauben. Kap 4,5; 1. Petr 5,3)


2

1 Ich hatte aber dies bei mir beschlossen, da§ ich nicht abermals in Traurigkeit zu euch kŠme. Kap 12,21; 1. Kor 4,21)

2 Denn wenn ich euch traurig mache, wer soll mich dann fršhlich machen? Doch nur der, der von mir betrŸbt wird.

3 Und eben dies habe ich geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme, Ÿber die traurig sein mŸ§te, Ÿber die ich mich freuen sollte. Habe ich doch zu euch allen das Vertrauen, da§ meine Freude euer aller Freude ist.

4 Denn ich schrieb euch aus gro§er TrŸbsal und Angst des Herzens unter vielen TrŠnen; nicht, damit ihr betrŸbt werden sollt, sondern damit ihr die Liebe erkennt, die ich habe besonders zu euch.

5 (Vergebung fŸr ein bestraftes Gemeindeglied) Wenn aber jemand BetrŸbnis angerichtet hat, der hat nicht mich betrŸbt, sondern zum Teil - damit ich nicht zu viel sage - euch alle.

6 Es ist aber genug, da§ derselbe von den meisten gestraft ist,

7 so da§ ihr nun ihm desto mehr vergeben und ihn tršsten sollt, damit er nicht in allzu gro§e Traurigkeit versinkt.

8 Darum ermahne ich euch, da§ ihr ihm Liebe erweist.

9 Denn darum habe ich auch geschrieben, um eure BewŠhrung zu erkennen, ob ihr gehorsam seid in allen StŸcken.

10 Wem aber ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um euretwillen vor Christi Angesicht, Joh 20,23)

11 damit wir nicht Ÿbervorteilt werden vom Satan; denn uns ist wohl bewu§t, was er im Sinn hat. Lk 22,31; 1. Petr 5,8)

12 (Die VerkŸndigung des Evangeliums als Siegeszug Christi) Als ich aber nach Troas kam, zu predigen das Evangelium Christi, und mir eine TŸr aufgetan war in dem Herrn, Apg 14,27; 1. Kor 16,9)

13 da hatte ich keine Ruhe in meinem Geist, weil ich Titus, meinen Bruder, nicht fand; sondern ich nahm Abschied von ihnen und fuhr nach Mazedonien. Kap 7,6, Apg 20,1)

14 Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!

15 Denn wir sind fŸr Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden: 1. Kor 1,18)

16 diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. Wer aber ist dazu tŸchtig? Lk 2,34, Kap 3,5)

17 Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes GeschŠfte machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott reden mu§, so reden wir vor Gott in Christus. Kap 1,12; 4,2; 1. Petr 4,11)


3

1 (Die Herrlichkeit des Dienstes im neuen Bund) Fangen wir denn abermals an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen wir, wie gewisse Leute, Empfehlungsbriefe an euch oder von euch? Kap 5,12)

2 Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen von allen Menschen! 1. Kor 9,2)

3 Ist doch offenbar geworden, da§ ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nŠmlich eure Herzen. 2. Mose 24,12)

4 Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott.

5 Nicht da§ wir tŸchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern da§ wir tŸchtig sind, ist von Gott, Kap 2,16)

6 der uns auch tŸchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tštet, aber der Geist macht lebendig. Jer 31,31; 1. Kor 11,25, Ršm 7,6, Joh 6,63)

7 Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, so da§ die Israeliten das Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf seinem Angesicht, die doch aufhšrte, (7-13) 2. Mose 34,29-35)

8 wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Herrlichkeit haben? Gal 3,2.5)

9 Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis fŸhrt, Herrlichkeit hatte, wieviel mehr hat das Amt, das zur Gerechtigkeit fŸhrt, Ÿberschwengliche Herrlichkeit. Ršm 1,17; 3,21)

10 Ja, jene Herrlichkeit ist nicht fŸr Herrlichkeit zu achten gegenŸber dieser Ÿberschwenglichen Herrlichkeit.

11 Denn wenn das Herrlichkeit hatte, was aufhšrt, wieviel mehr wird das Herrlichkeit haben, was bleibt.

12 Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll gro§er Zuversicht

13 und tun nicht wie Mose, der eine Decke vor sein Angesicht hŠngte, damit die Israeliten nicht sehen konnten das Ende der Herrlichkeit, die aufhšrt.

14 Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt Ÿber dem alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. Apg 28,27; Ršm 11,25)

15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hŠngt die Decke vor ihrem Herzen.

16 Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. Ršm 11,23.26, 2. Mose 34,34)

17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.

18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklŠrt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist. Kap 4,6)


4

1 (Das Licht des Evangeliums im Amt des Apostels) Darum, weil wir dieses Amt haben nach der Barmherzigkeit, die uns widerfahren ist, werden wir nicht mŸde, Kap 3,6, 1. Kor 7,25)

2 sondern wir meiden schŠndliche Heimlichkeit und gehen nicht mit List um, fŠlschen auch nicht Gottes Wort, sondern durch Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns dem Gewissen aller Menschen vor Gott. Kap 2,17; 1. Thess 2,5)

3 Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist's denen verdeckt, die verloren werden, 1. Kor 1,18)

4 den UnglŠubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, da§ sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. Hebr 1,3)

5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, da§ er der Herr ist, wir aber eure Knechte um Jesu willen. Kap 1,24)

6 Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, da§ durch uns entstŸnde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. 1. Mose 1,3, Kap 3,18)

7 (Leidensgemeinschaft mit Christus) Wir haben aber diesen Schatz in irdenen GefŠ§en, damit die Ÿberschwengliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. (7-10) 1. Kor 4,11-13; Kap 11,23-27)

8 Wir sind von allen Seiten bedrŠngt, aber wir Šngstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht.

9 Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrŸckt, aber wir kommen nicht um.

10 Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde. 1. Kor 15,31; Gal 6,17)

11 Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleisch. Ršm 8,36, Phil 3,21)

12 So ist nun der Tod mŠchtig in uns, aber das Leben in euch.

13 Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben steht (Psalm 116,10): ÈIch glaube, darum rede ichÇ, so glauben wir auch, darum reden wir auch;

14 denn wir wissen, da§ der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt euch. 1. Kor 6,14)

15 Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die Ÿberschwengliche Gnade durch die Danksagung vieler noch reicher werde zur Ehre Gottes. Kap 1,6.11)

16 Darum werden wir nicht mŸde; sondern wenn auch unser Šu§erer Mensch verfŠllt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. Eph 3,16)

17 Denn unsre TrŸbsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und Ÿber alle Ma§en gewichtige Herrlichkeit, Ršm 8,17.18; 1. Petr 1,6)

18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. Hebr 11,1)


5

1 (Sehnsucht nach der himmlischen Heimat) Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese HŸtte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit HŠnden gemacht, das ewig ist im Himmel. 2. Petr 1,14)

2 Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, da§ wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, Ÿberkleidet werden,

3 weil wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden.

4 Denn solange wir in dieser HŸtte sind, seufzen wir und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern Ÿberkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. 1. Kor 15,51-53)

5 Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als Unterpfand den Geist gegeben hat. Kap 1,22; Ršm 8,16.23; Eph 1,13.14)

6 So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; Hebr 11,13)

7 denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. Ršm 8,24; 1. Petr 1,8)

8 Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn. Phil 1,23)

9 Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in der Fremde, da§ wir ihm wohlgefallen.

10 Denn wir mŸssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange fŸr das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder bšse. Apg 17,31; Ršm 2,16; 14,10, Joh 5,29; Eph 6,8)

11 (Botschafter der Versšhnung) Weil wir nun wissen, da§ der Herr zu fŸrchten ist, suchen wir Menschen zu gewinnen; aber vor Gott sind wir offenbar. Ich hoffe aber, da§ wir auch vor eurem Gewissen offenbar sind.

12 Damit empfehlen wir uns nicht abermals bei euch, sondern geben euch Anla§, euch unser zu rŸhmen, damit ihr antworten kšnnt denen, die sich des €u§eren rŸhmen und nicht des Herzens. Kap 3,1; 10,12)

13 Denn wenn wir au§er uns waren, so war es fŸr Gott; sind wir aber besonnen, so sind wir's fŸr euch.

14 Denn die Liebe Christi drŠngt uns, zumal wir Ÿberzeugt sind, da§, wenn einer fŸr alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben.

15 Und er ist darum fŸr alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der fŸr sie gestorben und auferstanden ist. Ršm 14,7.8)

16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr.

17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Ršm 8,10; Gal 2,20; 6,15, Offb 21,5)

18 Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versšhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versšhnung predigt. Ršm 5,10)

19 Denn Gott war in Christus und versšhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre SŸnden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versšhnung. Ršm 3,24.25; Kol 1,19.20)

20 So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: La§t euch versšhnen mit Gott! Lk 10,16)

21 Denn er hat den, der von keiner SŸnde wu§te, fŸr uns zur SŸnde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit wŸrden, die vor Gott gilt. Joh 8,46, Jes 53,4-6; Gal 3,13, Ršm 1,17; 1. Kor 1,30)


6

1 (Die BewŠhrung des Apostels in seinem Dienst) Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, da§ ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt. Kap 1,24)

2 Denn er spricht (Jesaja 49,8): ÈIch habe dich zur Zeit der Gnade erhšrt und habe dir am Tage des Heils geholfen.Ç Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils! Lk 4,19.21)

3 Und wir geben in nichts irgendeinen Ansto§, damit unser Amt nicht verlŠstert werde;

4 sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in gro§er Geduld, in TrŸbsalen, in Nšten, in €ngsten,

5 in SchlŠgen, in GefŠngnissen, in Verfolgungen, in MŸhen, im Wachen, im Fasten, Kap 11,23-27; 1. Kor 4,11-13)

6 in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im heiligen Geist, in ungefŠrbter Liebe, 1. Tim 4,12)

7 in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken, Kap 4,2, 1. Kor 2,4, Eph 6,14-17)

8 in Ehre und Schande; in bšsen GerŸchten und guten GerŸchten, als VerfŸhrer und doch wahrhaftig;

9 als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden und siehe, wir leben; als die GezŸchtigten, und doch nicht getštet; Kap 4,10.11, Ps 118,18; Apg 14,19)

10 als die Traurigen, aber allezeit fršhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben, und doch alles haben. Phil 4,12.13)

11 (Werbung um die Gemeinde und Warnung vor Gštzendienst) O ihr Korinther, unser Mund hat sich euch gegenŸber aufgetan, unser Herz ist weit geworden.

12 Eng ist nicht der Raum, den ihr in uns habt; eng aber ist's in euren Herzen.

13 Ich rede mit euch als mit meinen Kindern; stellt euch doch zu mir auch so, und macht auch ihr euer Herz weit. 1. Kor 4,14)

14 Zieht nicht am fremden Joch mit den UnglŠubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht fŸr Gemeinschaft mit der Finsternis? Eph 5,11)

15 Wie stimmt Christus Ÿberein mit Beliar? Oder was fŸr ein Teil hat der GlŠubige mit dem UnglŠubigen?

16 Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Gštzen? Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht (3. Mose 26,11.12; Hesekiel 37,27): ÈIch will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.Ç 1. Kor 3,16)

17 Darum Ègeht aus von ihnen und sondert euch abÇ, spricht der Herr; Èund rŸhrt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen Offb 18,4)

18 und euer Vater sein, und ihr sollt meine Sšhne und Tšchter seinÇ, spricht der allmŠchtige Herr (Jesaja 52,11; Hesekiel 20,41; 2. Samuel 7,14). Jes 43,6; Hos 2,1)


7

1 Weil wir nun solche Verhei§ungen haben, meine Lieben, so la§t uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.

2 Gebt uns Raum in euren Herzen! Wir haben niemand Unrecht getan, wir haben niemand verletzt, wir haben niemand Ÿbervorteilt. Kap 12,17; Apg 20,33)

3 Nicht sage ich das, um euch zu verurteilen; denn ich habe schon zuvor gesagt, da§ ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben. Kap 6,11-13; Ršm 6,8)

4 Ich rede mit gro§er Zuversicht zu euch; ich rŸhme viel von euch; ich bin erfŸllt mit Trost; ich habe Ÿberschwengliche Freude in aller unsrer BedrŠngnis.

5 (Die Freude des Paulus Ÿber die Reue der Gemeinde) Denn als wir nach Mazedonien kamen, fanden wir keine Ruhe; sondern von allen Seiten waren wir bedrŠngt, von au§en mit Streit, von innen mit Furcht. Apg 20,1.2, Kap 4,8)

6 Aber Gott, der die Geringen tršstet, der tršstete uns durch die Ankunft des Titus; Kap 2,13)

7 nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, mit dem er bei euch getršstet worden war. Er berichtete uns von eurem Verlangen, eurem Weinen, eurem Eifer fŸr mich, so da§ ich mich noch mehr freute.

8 Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, reut es mich nicht. Und wenn es mich reute - ich sehe ja, da§ jener Brief euch wohl eine Weile betrŸbt hat -, Kap 2,4)

9 so freue ich mich doch jetzt nicht darŸber, da§ ihr betrŸbt worden seid, sondern darŸber, da§ ihr betrŸbt worden seid zur Reue. Denn ihr seid betrŸbt worden nach Gottes Willen, so da§ ihr von uns keinen Schaden erlitten habt.

10 Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Reue, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod. Mt 26,75; Lk 15,17-24, Mt 27,3-5)

11 Siehe: eben dies, da§ ihr betrŸbt worden seid nach Gottes Willen, welches MŸhen hat das in euch gewirkt, dazu Verteidigung, Unwillen, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung! Ihr habt in allen StŸcken bewiesen, da§ ihr rein seid in dieser Sache.

12 Darum, wenn ich euch auch geschrieben habe, so ist's doch nicht geschehen um dessentwillen, der beleidigt hat, auch nicht um dessentwillen, der beleidigt worden ist, sondern damit euer MŸhen fŸr uns offenbar werde bei euch vor Gott.

13 Dadurch sind wir getršstet worden. Au§er diesem unserm Trost aber haben wir uns noch Ÿberschwenglicher gefreut Ÿber die Freude des Titus; denn sein Geist ist erquickt worden von euch allen.

14 Denn was ich vor ihm von euch gerŸhmt habe, darin bin ich nicht zuschanden geworden; sondern wie alles wahr ist, was wir mit euch geredet haben, so hat sich auch unser RŸhmen vor Titus als wahr erwiesen.

15 Und er ist Ÿberaus herzlich gegen euch gesinnt, wenn er an den Gehorsam von euch allen denkt, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern aufgenommen habt.

16 Ich freue mich, da§ ich mich in allem auf euch verlassen kann.


8

1 (Die Geldsammlung fŸr die Gemeinde in Jerusalem) Wir tun euch aber kund, liebe BrŸder, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden Mazedoniens gegeben ist. Ršm 15,26)

2 Denn ihre Freude war Ÿberschwenglich, als sie durch viel BedrŠngnis bewŠhrt wurden, und obwohl sie sehr arm sind, haben sie doch reichlich gegeben in aller Einfalt.

3 Denn nach KrŠften, das bezeuge ich, und sogar Ÿber ihre KrŠfte haben sie willig gegeben

4 und haben uns mit vielem Zureden gebeten, da§ sie mithelfen dŸrften an der Wohltat und der Gemeinschaft des Dienstes fŸr die Heiligen; Apg 11,29)

5 und das nicht nur, wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst, zuerst dem Herrn und danach uns, nach dem Willen Gottes.

6 So haben wir Titus zugeredet, da§ er, wie er zuvor angefangen hatte, nun auch diese Wohltat unter euch vollends ausrichte.

7 Wie ihr aber in allen StŸcken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat. 1. Kor 1,5, 1. Kor 16,1.2)

8 Nicht sage ich das als Befehl; sondern weil andere so eifrig sind, prŸfe ich auch eure Liebe, ob sie rechter Art sei.

9 Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich wŸrdet. Mt 8,20; Phil 2,7)

10 Und darin sage ich meine Meinung; denn das ist euch nŸtzlich, die ihr seit vorigem Jahr angefangen habt nicht allein mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen.

11 Nun aber vollbringt auch das Tun, damit, wie ihr geneigt seid zu wollen, ihr auch geneigt seid zu vollbringen nach dem Ma§ dessen, was ihr habt.

12 Denn wenn der gute Wille da ist, so ist er willkommen nach dem, was einer hat, nicht nach dem, was er nicht hat. Spr 3,27.28; Mk 12,43)

13 Nicht, da§ die andern gute Tage haben sollen und ihr Not leidet, sondern da§ es zu einem Ausgleich komme.

14 Jetzt helfe euer †berflu§ ihrem Mangel ab, damit danach auch ihr †berflu§ eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe,

15 wie geschrieben steht (2. Mose 16,18): ÈWer viel sammelte, hatte keinen †berflu§, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel.Ç

16 Gott aber sei Dank, der dem Titus solchen Eifer fŸr euch ins Herz gegeben hat.

17 Denn er lie§ sich gerne zureden; ja, weil er so sehr eifrig war, ist er von selber zu euch gereist. Vers 6; Kap 7,7.15)

18 Wir haben aber den Bruder mit ihm gesandt, dessen Lob wegen seines Dienstes am Evangelium durch alle Gemeinden geht. Kap 12,18)

19 Nicht allein aber das, sondern er ist auch von den Gemeinden dazu eingesetzt, uns zu begleiten, wenn wir diese Gabe Ÿberbringen dem Herrn zur Ehre und zum Erweis unsres guten Willens. Gal 2,10)

20 So verhŸten wir, da§ uns jemand Ÿbel nachredet wegen dieser reichen Gabe, die durch uns Ÿberbracht wird.

21 Denn wir sehen darauf, da§ es redlich zugehe nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen.

22 Auch haben wir mit ihnen unsern Bruder gesandt, dessen Eifer wir oft in vielen StŸcken erprobt haben, nun aber ist er noch viel eifriger aus gro§em Vertrauen zu euch.

23 Es sei nun Titus, der mein GefŠhrte und mein Mitarbeiter unter euch ist, oder es seien unsere BrŸder, die Abgesandte der Gemeinden sind und eine Ehre Christi: Kap 7,13; 12,18)

24 erbringt den Beweis eurer Liebe und zeigt, da§ wir euch zu Recht vor ihnen gerŸhmt haben šffentlich vor den Gemeinden. Kap 7,14)


9

1 (Der Segen der Geldsammlung) Von dem Dienst, der fŸr die Heiligen geschieht, brauche ich euch nicht zu schreiben.

2 Denn ich wei§ von eurem guten Willen, den ich an euch rŸhme bei denen aus Mazedonien, wenn ich sage: Achaja ist schon voriges Jahr bereit gewesen! Und euer Beispiel hat die meisten angespornt. Kap 8,19)

3 Ich habe aber die BrŸder gesandt, damit nicht unser RŸhmen Ÿber euch zunichte werde in diesem StŸck, und damit ihr vorbereitet seid, wie ich von euch gesagt habe,

4 da§ nicht, wenn die aus Mazedonien mit mir kommen und euch nicht vorbereitet finden, wir, um nicht zu sagen: ihr, zuschanden werden mit dieser unsrer Zuversicht.

5 So habe ich es nun fŸr nštig angesehen, die BrŸder zu ermahnen, da§ sie voranzšgen zu euch, um die von euch angekŸndigte Segensgabe vorher fertig zu machen, so da§ sie bereitliegt als eine Gabe des Segens und nicht des Geizes.

6 Ich meine aber dies: Wer da kŠrglich sŠt, der wird auch kŠrglich ernten; und wer da sŠt im Segen, der wird auch ernten im Segen. Spr 11,24.25; 19,17)

7 Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fršhlichen Geber hat Gott lieb. Ršm 12,8)

8 Gott aber kann machen, da§ alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle GenŸge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk;

9 wie geschrieben steht (Psalm 112,9): ÈEr hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.Ç

10 Der aber Samen gibt dem SŠmann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die FrŸchte eurer Gerechtigkeit. Hos 10,12)

11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt, die durch uns wirkt Danksagung an Gott.

12 Denn der Dienst dieser Sammlung hilft nicht allein dem Mangel der Heiligen ab, sondern wirkt auch Ÿberschwenglich darin, da§ viele Gott danken.

13 Denn fŸr diesen treuen Dienst preisen sie Gott Ÿber eurem Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und Ÿber der Einfalt eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen.

14 Und in ihrem Gebet fŸr euch sehnen sie sich nach euch wegen der Ÿberschwenglichen Gnade Gottes bei euch.

15 Gott aber sei Dank fŸr seine unaussprechliche Gabe!


10

1 (Verteidigung des Apostels gegen persšnliche Angriffe) Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch bei der Sanftmut und GŸte Christi, der ich in eurer Gegenwart unterwŸrfig sein soll, aber mutig, wenn ich fern von euch bin.

2 Ich bitte aber, da§ ihr mich nicht zwingt, wenn ich bei euch bin, mutig zu sein und die KŸhnheit zu gebrauchen, mit der ich gegen einige vorzugehen gedenke, die unsern Wandel fŸr fleischlich halten. Kap 13,1.2; 1. Kor 4,21)

3 Denn obwohl wir im Fleisch leben, kŠmpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise.

4 Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mŠchtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstšren. Eph 6,13-17)

5 Wir zerstšren damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.

6 So sind wir bereit, zu strafen allen Ungehorsam, sobald euer Gehorsam vollkommen geworden ist.

7 Seht, was vor Augen liegt! VerlŠ§t sich jemand darauf, da§ er Christus angehšrt, der bedenke wiederum auch dies bei sich, da§, wie er Christus angehšrt, so auch wir!

8 Auch wenn ich mich noch mehr der Vollmacht rŸhmen wŸrde, die uns der Herr gegeben hat, euch zu erbauen, und nicht euch zu zerstšren, so wŸrde ich nicht zuschanden werden. Kap 13,10; 1. Kor 5,4.5)

9 Das sage ich aber, damit es nicht scheint, als hŠtte ich euch mit den Briefen schrecken wollen.

10 Denn seine Briefe, sagen sie, wiegen schwer und sind stark; aber wenn er selbst anwesend ist, ist er schwach und seine Rede klŠglich.

11 Wer so redet, der bedenke: wie wir aus der Ferne in den Worten unsrer Briefe sind, so werden wir, wenn wir anwesend sind, auch mit der Tat sein. Kap 13,2.10)

12 (Der Ma§stab fŸr die Beurteilung des Apostels) Denn wir wagen nicht, uns unter die zu rechnen oder mit denen zu vergleichen, die sich selbst empfehlen; aber weil sie sich nur an sich selbst messen und mit sich selbst vergleichen, verstehen sie nichts. Kap 3,1; 5,12)

13 Wir aber wollen uns nicht Ÿber alles Ma§ hinaus rŸhmen, sondern nur nach dem Ma§, das uns Gott zugemessen hat, nŠmlich da§ wir auch bis zu euch gelangen sollten. (13-16) Ršm 15,20, Ršm 12,3; Gal 2,7)

14 Denn es ist nicht so, da§ wir uns zuviel anma§en, als wŠren wir nicht bis zu euch gelangt; denn wir sind ja mit dem Evangelium Christi bis zu euch gekommen

15 und rŸhmen uns nicht Ÿber alles Ma§ hinaus mit dem, was andere gearbeitet haben. Wir haben aber die Hoffnung, da§ wir, wenn euer Glaube in euch wŠchst, nach dem Ma§, das uns zugemessen ist, Ÿberschwenglich zu Ehren kommen.

16 Denn wir wollen das Evangelium auch denen predigen, die jenseits von euch wohnen, und rŸhmen uns nicht mit dem, was andere nach ihrem Ma§ vollbracht haben.

17 ÈWer sich aber rŸhmt, der rŸhme sich des HerrnÇ (Jeremia 9,22.23). 1. Kor 1,31)

18 Denn nicht der ist tŸchtig, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt. 1. Kor 4,5)


11

1 (Paulus und die falschen Apostel) Wollte Gott, ihr hieltet mir ein wenig Torheit zugut! Doch ihr haltet mir's wohl zugut.

2 Denn ich eifere um euch mit gšttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zufŸhrte. Eph 5,26.27)

3 Ich fŸrchte aber, da§, wie die Schlange Eva verfŸhrte mit ihrer List, so auch eure Gedanken abgewendet werden von der Einfalt und Lauterkeit gegenŸber Christus. 1. Mose 3,4.13)

4 Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern! Gal 1,8.9)

5 Ich meine doch, ich sei nicht weniger als die †berapostel. Kap 12,11; 1. Kor 15,10)

6 Und wenn ich schon ungeschickt bin in der Rede, so bin ich's doch nicht in der Erkenntnis; sondern in jeder Weise und vor allen haben wir sie bei euch kundgetan. 1. Kor 2,1.2.13, Eph 3,4)

7 Oder habe ich gesŸndigt, als ich mich erniedrigt habe, damit ihr erhšht wŸrdet? Denn ich habe euch das Evangelium Gottes ohne Entgelt verkŸndigt. Kap 12,13; Mt 10,8; 1. Kor 9,12-18)

8 Andere Gemeinden habe ich beraubt und Geld von ihnen genommen, um euch dienen zu kšnnen. Phil 4,10.15)

9 Und als ich bei euch war und Mangel hatte, fiel ich niemandem zur Last. Denn meinem Mangel halfen die BrŸder ab, die aus Mazedonien kamen. So bin ich euch in keiner Weise zur Last gefallen und will es auch weiterhin so halten.

10 So gewi§ die Wahrheit Christi in mir ist, so soll mir dieser Ruhm im Gebiet von Achaja nicht verwehrt werden.

11 Warum das? Weil ich euch nicht lieb habe? Gott wei§ es.

12 Was ich aber tue, das will ich auch weiterhin tun und denen den Anla§ nehmen, die einen Anla§ suchen, sich zu rŸhmen, sie seien wie wir.

13 Denn solche sind falsche Apostel, betrŸgerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. Kap 2,17)

14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts.

15 Darum ist es nichts Gro§es, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken.

16 (Die Leiden und MŸhen des Apostels) Ich sage abermals: niemand halte mich fŸr tšricht; wenn aber doch, so nehmt mich an als einen Tšrichten, damit auch ich mich ein wenig rŸhme. Kap 12,6)

17 Was ich jetzt rede, das rede ich nicht dem Herrn gemŠ§, sondern wie in Torheit, weil wir so ins RŸhmen gekommen sind.

18 Da viele sich rŸhmen nach dem Fleisch, will ich mich auch rŸhmen.

19 Denn ihr ertragt gerne die Narren, ihr, die ihr klug seid! 1. Kor 4,10)

20 Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand ausnŸtzt, wenn euch jemand gefangennimmt, wenn euch jemand erniedrigt, wenn euch jemand ins Gesicht schlŠgt.

21 Zu meiner Schande mu§ ich sagen, dazu waren wir zu schwach! Wo einer kŸhn ist - ich rede in Torheit -, da bin ich auch kŸhn.

22 Sie sind HebrŠer - ich auch! Sie sind Israeliten - ich auch! Sie sind Abrahams Kinder - ich auch! Phil 3,5)

23 Sie sind Diener Christi - ich rede tšricht: ich bin's weit mehr! Ich habe mehr gearbeitet, ich bin šfter gefangen gewesen, ich habe mehr SchlŠge erlitten, ich bin oft in Todesnšten gewesen. 1. Kor 15,10, Kap 6,4.5)

24 Von den Juden habe ich fŸnfmal erhalten vierzig Gei§elhiebe weniger einen; 5. Mose 25,3)

25 ich bin dreimal mit Stšcken geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht trieb ich auf dem tiefen Meer. Apg 16,22, Apg 14,19)

26 Ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch FlŸsse, in Gefahr unter RŠubern, in Gefahr unter Juden, in Gefahr unter Heiden, in Gefahr in StŠdten, in Gefahr in WŸsten, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter falschen BrŸdern;

27 in MŸhe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blš§e; Kap 6,5)

28 und au§er all dem noch das, was tŠglich auf mich einstŸrmt, und die Sorge fŸr alle Gemeinden. Apg 20,18-21.31)

29 Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird zu Fall gebracht, und ich brenne nicht?

30 Wenn ich mich denn rŸhmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rŸhmen. Kap 12,5)

31 Gott, der Vater des Herrn Jesus, der gelobt sei in Ewigkeit, wei§, da§ ich nicht lŸge.

32 In Damaskus bewachte der Statthalter des Kšnigs Aretas die Stadt der Damaszener und wollte mich gefangennehmen,

33 und ich wurde in einem Korb durch ein Fenster die Mauer hinuntergelassen und entrann seinen HŠnden. Apg 9,24.25)


12

1 (Die Offenbarungen des Herrn und die Schwachheit des Apostels (

GerŸhmt mu§ werden; wenn es auch nichts nŸtzt, so will ich doch kommen auf die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn.

2 Ich kenne einen Menschen in Christus; vor vierzehn Jahren - ist er im Leib gewesen? ich wei§ es nicht; oder ist er au§er dem Leib gewesen? ich wei§ es auch nicht; Gott wei§ es -, da wurde derselbe entrŸckt bis in den dritten Himmel.

3 Und ich kenne denselben Menschen - ob er im Leib oder au§er dem Leib gewesen ist, wei§ ich nicht; Gott wei§ es -,

4 der wurde entrŸckt in das Paradies und hšrte unaussprechliche Worte, die kein Mensch sagen kann.

5 FŸr denselben will ich mich rŸhmen; fŸr mich selbst aber will ich mich nicht rŸhmen, au§er meiner Schwachheit. Kap 11,30)

6 Und wenn ich mich rŸhmen wollte, wŠre ich nicht tšricht; denn ich wŸrde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit nicht jemand mich hšher achte, als er an mir sieht oder von mir hšrt. Kap 10,8)

7 Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht Ÿberhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nŠmlich des Satans Engel, der mich mit FŠusten schlagen soll, damit ich mich nicht Ÿberhebe.

8 Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, da§ er von mir weiche.

9 Und er hat zu mir gesagt: La§ dir an meiner Gnade genŸgen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mŠchtig. Darum will ich mich am allerliebsten rŸhmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.

10 Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Mi§handlungen, in Nšten, in Verfolgungen und €ngsten, um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark. Phil 4,13)

11 (Das Ringen des Apostels um seine Gemeinde) Ich bin ein Narr geworden! Dazu habt ihr mich gezwungen. Denn ich sollte von euch gelobt werden, da ich doch nicht weniger bin als die †berapostel, obwohl ich nichts bin. Kap 11,5)

12 Denn es sind ja die Zeichen eines Apostels unter euch geschehen in aller Geduld, mit Zeichen und mit Wundern und mit Taten. Ršm 15,19; Hebr 2,4)

13 Was ist's, worin ihr zu kurz gekommen seid gegenŸber den andern Gemeinden, au§er da§ ich euch nicht zur Last gefallen bin? Vergebt mir dieses Unrecht! Kap 11,7-9)

14 Siehe, ich bin jetzt bereit, zum dritten Mal zu euch zu kommen, und will euch nicht zur Last fallen; denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern SchŠtze sammeln, sondern die Eltern den Kindern.

15 Ich aber will gern hingeben und hingegeben werden fŸr eure Seelen. Wenn ich euch mehr liebe, soll ich darum weniger geliebt werden? Phil 2,17)

16 Nun gut, ich bin euch nicht zur Last gefallen. Aber bin ich etwa heimtŸckisch und habe euch mit Hinterlist gefangen?

17 Habe ich euch etwa Ÿbervorteilt durch einen von denen, die ich zu euch gesandt habe?

18 Ich habe Titus zugeredet und den Bruder mit ihm gesandt. Hat euch etwa Titus Ÿbervorteilt? Haben wir nicht beide in demselben Geist gehandelt? Sind wir nicht in denselben Fu§tapfen gegangen? Kap 8,6.16-18)

19 Schon lange werdet ihr denken, da§ wir uns vor euch verteidigen. Wir reden jedoch in Christus vor Gott! Aber das alles geschieht, meine Lieben, zu eurer Erbauung.

20 Denn ich fŸrchte, wenn ich komme, finde ich euch nicht, wie ich will, und ihr findet mich auch nicht, wie ihr wollt, sondern es gibt Hader, Neid, Zorn, Zank, Ÿble Nachrede, Verleumdung, Aufgeblasenheit, Unordnung. Kap 10,2)

21 Ich fŸrchte, wenn ich abermals komme, wird mein Gott mich demŸtigen bei euch, und ich mu§ Leid tragen Ÿber viele, die zuvor gesŸndigt und nicht Bu§e getan haben fŸr die Unreinheit und Unzucht und Ausschweifung, die sie getrieben haben. Kap 13,2)


13

1 (Mahnungen vor dem dritten Besuch) Jetzt komme ich zum dritten Mal zu euch. ÈDurch zweier oder dreier Zeugen Mund soll jede Sache bestŠtigt werden.Ç (5. Mose 19,15) Mt 18,16)

2 Ich habe es vorausgesagt und sage es abermals voraus - wie bei meinem zweiten Besuch, so auch nun aus der Ferne - denen, die zuvor gesŸndigt haben, und den andern allen: Wenn ich noch einmal komme, dann will ich nicht schonen.

3 Ihr verlangt ja einen Beweis dafŸr, da§ Christus in mir redet, der euch gegenŸber nicht schwach ist, sondern ist mŠchtig unter euch.

4 Denn wenn er auch gekreuzigt worden ist in Schwachheit, so lebt er doch in der Kraft Gottes. Und wenn wir auch schwach sind in ihm, so werden wir uns doch mit ihm lebendig erweisen an euch in der Kraft Gottes.

5 Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prŸft euch selbst! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, da§ Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wŠrt ihr ja untŸchtig.

6 Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, da§ wir nicht untŸchtig sind.

7 Wir bitten aber Gott, da§ ihr nichts Bšses tut; nicht damit wir als tŸchtig angesehen werden, sondern damit ihr das Gute tut und wir wie die UntŸchtigen seien.

8 Denn wir vermšgen nichts wider die Wahrheit, sondern nur etwas fŸr die Wahrheit.

9 Wir freuen uns ja, wenn wir schwach sind und ihr mŠchtig seid. Um dies beten wir auch, um eure Vollkommenheit.

10 Deshalb schreibe ich auch dies aus der Ferne, damit ich nicht, wenn ich anwesend bin, Strenge gebrauchen mu§ nach der Vollmacht, die mir der Herr gegeben hat, zu erbauen, nicht zu zerstšren. Kap 10,11, Kap 10,8)

11 Zuletzt, liebe BrŸder, freut euch, la§t euch zurechtbringen, la§t euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Phil 4,4, Ršm 15,33)

12 GrŸ§t euch untereinander mit dem heiligen Ku§. Es grŸ§en euch alle Heiligen.

13 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!

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