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DIE SUREN DES KORANS 4
SURE 1: DIE ERÖFFNUNG (AL-FA,-TIH,.A) ZU MEKKA, 7 VERSE 4
SURE 2: DIE KUH (AL-BAQARA) ZU MEDINA, 286 VERSE 5
SURE 3: DIE SIPPE ‘IMRANS (A,-L ‘IMRA,-N) ZU MEDINA, 200 VERSE 21
SURE 4: DIE FRAUEN (AL-NISA,-’) ZU MEDINA, 176 VERSE 30
SURE 5: DER TISCH (AL-MA,-’IDA) ZU MEDINA, 120 VERSE 40
SURE 6: DAS VIEH (AL-AN‘A,-M) ZU MEKKA, 165 VERSE 48
SURE 7: DER BERGKAMM (AL-A‘RA,-F) ZU MEKKA, 206 VERSE 56
SURE 8: DIE BEUTE (AL-ANFA,-L) ZU MEDINA, 75 VERSE 65
SURE 9: DIE UMKEHR (AL-TAUBA)ZU MEDINA, 129 VERSE 69
(DAS IST DIE EINZIGE SURE, DIE NICHT MIT DER ÜBLICHEN FORMEL 69
[BASMALA] BEGINNT: IM NAMEN GOTTES, DES ERBARMERS, DES BARMHERZIGEN.) 69
SURE: 10 JONAS (YU,-NUS) ZU MEKKA, 109 VERSE 76
SURE 11: HU,-D ZU MEKKA, 123 VERSE 81
SURE: 12 JOSEF (YU,-SUF) ZU MEKKA, 111 VERSE 87
SURE: 13 DER DONNER (AL-RA‘D) ZU MEDINA, 43 VERSE 92
SURE:14 ABRAHAM (IBRA,-HI,-M) ZU MEKKA, 52 VERSE 95
SURE:15 HIDJR (AL-H,.IDJR) ZU MEKKA 99 VERSE 98
SURE: 16 DIE BIENEN (AL-NAH,.L) ZU MEKKA, 128 VERSE 101
SURE: 17 DIE NACHTREISE (AL-ISRA,-’) ZU MEKKA, 111 VERSE 106
SURE: 18 DIE HÖHLE (AL-KAHF) ZU MEKKA, 110 VERSE 111
SURE: 19 MARIA (MARYAM) ZU MEKKA, 98 VERSE 116
SURE: 20 T,.A H,.A,- ZU MEKKA, 135 VERSE 119
SURE: 21 DIE PROPHETEN (AL-ANBIYA,-’) ZU MEKKA, 112 VERSE 123
SURE: 22 DIE WALLFAHRT (AL-H,.ADJJ) ZU MEDINA, 78 VERSE 127
SURE: 23 DIE GLÄUBIGEN (AL-MU’MINU,-N) ZU MEKKA, 118 VERSE 131
SURE: 24 DAS LICHT (AL-NU,-R) ZU MEDINA, 64 VERSE 134
SURE: 25 DIE UNTERSCHEIDUNGSNORM (AL-FURQA,-N) ZU MEKKA, 77 VERSE 138
SURE: 26 DIE DICHTER (AL-SHU‘ARA,-’) ZU MEKKA, 227 VERSE 141
SURE: 27 DIE AMEISEN (AL-NAML) ZU MEKKA, 93 VERSE 145
SURE: 28 DIE GESCHICHTE (AL-QAS,.AS,.) ZU MEKKA, 88 VERSE 149
SURE: 29 DIE SPINNE (AL-‘ANKABU,-T) ZU MEKKA, 69 VERSE 153
SURE: 30 DIE BYZANTINER (AL-RU,-M) ZU MEKKA, 60 VERSE 155
SURE: 31 LUQMA,-N ZU MEKKA, 34 VERSE 158
SURE: 32 DIE ANBETUNG (AL-SADJDA) ZU MEKKA, 30 VERSE 160
SURE: 33 DIE PARTEIEN (AL-AH,.ZA,-B) ZU MEDINA, 73 VERSE 162
SURE: 34 SABA’ ZU MEKKA, 54 VERSE 166
SURE: 35 SCHÖPFER (FA,-T,.IR) ZU MEKKA, 45 VERSE 169
SURE: 36 YA,- SI,-N ZU MEKKA, 83 VERSE 172
SURE: 37 DIE SICH REIHEN (AL-S,.A,-FFA,-T) ZU MEKKA, 182 VERSE 174
SURE: 38 S,.A,-D ZU MEKKA, 88 VERSE 177
SURE: 39 DIE SCHAREN (AL-ZUMAR) ZU MEKKA, 75 VERSE 180
SURE: 40 DER VERGIBT (GHA,-FIR)ZU MEKKA, 85 VERSE 184
SURE: 41 IM EINZELNEN DARGELEGT (FUS,.S,.ILAT) ZU MEKKA, 54 VERSE 188
SURE: 42 DIE BERATUNG (AL-SHU,-RA,-) ZU MEKKA, 53 VERSE 190
SURE: 43 DER PRUNK (AL-ZUKHRUF) ZU MEKKA, 89 VERSE 193
SURE: 44 DER RAUCH (AL-DUKHA,-N) ZU MEKKA, 59 VERSE 196
SURE: 45 DIE AUF DEN KNIEN SITZT (AL-DJA,-THIYA) ZU MEKKA, 37 VERSE 198
SURE: 46 DIE DÜNEN (AL-AH,.QA,-F) ZU MEKKA, 35 VERSE 200
SURE: 47 MUH,.AMMAD ZU MEDINA, 38 VERSE 202
SURE 48 DER ERFOLG (AL-FATH,.) ZU MEDINA, 29 VERSE 204
SURE: 49 DIE GEMÄCHER (AL-H,.UDJURA,-T) ZU MEDINA, 18 VERSE 206
SURE: 50 QA,-F ZU MEKKA, 45 VERSE 207
SURE: 51 DIE AUFWIRBELN (AL-DHA,-RIYA,-T) ZU MEKKA, 60 VERSE 209
SURE: 52 DER BERG (AL-T,.U,-R) ZU MEKKA, 49 VERSE 211
SURE: 53 DER STERN (AL-NADJM) ZU MEKKA, 62 VERSE 213
SURE: 54 DER MOND (AL-QAMAR) ZU MEKKA, 55 VERSE 215
SURE: 55 DER ERBARMER (AL-RAH,.MA,-N) ZU MEKKA, 78 VERSE 217
SURE: 56 DIE EINTREFFEN WIRD (AL-WA,-QI‘A) ZU MEKKA, 96 VERSE 219
SURE: 57 DAS EISEN (AL-H,.ADI,-D) ZU MEDINA, 29 VERSE 221
SURE: 58 DER STREIT (AL-MUDJA,-DALA) ZU MEDINA, 22 VERSE 223
SURE: 59 DIE VERSAMMLUNG (AL-H,.ASHR) ZU MEDINA, 24 VERSE 225
SURE: 60 DIE PRÜFUNG (AL-MUMTAH,.INA) ZU MEDINA, 13 VERSE 227
SURE: 61 DIE REIHE (AL-S,.AFF) ZU MEDINA, 14 VERSE 228
SURE: 62 DER FREITAG (AL-DJUMU’A) ZU MEDINA, 11 VERSE 229
SURE: 63 DIE HEUCHLER (AL-MUNA,-FIQU,-N) ZU MEDINA, 11 VERSE 230
SURE: 64 DIE ÜBERVORTEILUNG (AL-TAGHA,-BUN) ZU MEDINA, 18 VERSE 231
SURE: 65 DIE ENTLASSUNG (AL-T,.ALA,-Q) ZU MEDINA, 12 VERSE 232
SURE: 66 DAS VERBOT (AL-T,.AHRI,-M) ZU MEDINA, 12 VERSE 233
SURE: 67 DIE KÖNIGSHERRSCHAFT (AL-MULK) ZU MEKKA, 30 VERSE 234
SURE: 68 DAS SCHREIBROHR (AL-QALAM) ZU MEKKA, 52 VERSE 235
SURE: 69 DIE FÄLLIG WIRD (AL-H,.A,-QQA) ZU MEKKA, 52 VERSE 237
SURE 70 DIE HIMMELSLEITER (AL-MA’A,-RIDJ) ZU MEKKA, 44 VERSE 238
SURE: 71 NOACH (NU,-H,.) ZU MEKKA, 28 VERSE 239
SURE: 72 DIE DJINN (AL-DJINN) ZU MEKKA, 28 VERSE 240
SURE 73 DER SICH EINGEHÜLLT HAT (AL-MUZZAMMIL) ZU MEKKA, 20 VERSE 241
SURE: 74 DER SICH ZUGEDECKT HAT (AL-MUDDATHTHIR) ZU MEKKA, 56 VERSE 242
SURE: 75 DIE AUFERSTEHUNG (AL-QIYA,-MA) ZU MEKKA, 40 VERSE 244
SURE: 76 DER MENSCH (AL-INSA,-N)ZU MEDINA, 31 VERSE 245
SURE: 77 DIE GESANDT WERDEN (AL-MURSALA,-T) ZU MEKKA, 50 VERSE 246
SURE: 78 DER BERICHT (AL-NABA’) ZU MEKKA, 40 VERSE 247
SURE: 79 DIE ENTREIßEN (AL-NA,-ZI‘A,-T) ZU MEKKA, 46 VERSE 248
SURE: 80 ER RUNZELTE DIE STIRN (‘ABASA) ZU MEKKA, 42 VERSE 249
SURE: 81 DAS UMWINDEN (AL-TAKWI,-R) ZU MEKKA, 29 VERSE 250
SURE: 82 ZERBRECHEN (AL-INFIT,.A,-R) ZU MEKKA, 19 VERSE 251
SURE: 83 DIE DAS MAß VERKÜRZEN (AL-MUT,.AFFIFI,-N) ZU MEKKA, 36 VERSE 252
SURE: 84 SICH SPALTEN (AL-INSHIQA,-Q) ZU MEKKA, 25 VERSE 253
SURE: 85 DIE STERNZEICHEN (AL-BURU,-DJ) ZU MEKKA, 22 VERSE 254
SURE: 86 DER NACHTSTERN (AL-T,.A,-RIQ) ZU MEKKA, 17 VERSE 255
SURE: 87 DER ALLERHÖCHSTE (AL-A‘LA,-) ZU MEKKA, 19 VERSE 256
SURE: 88 DIE BEDECKEN WIRD (AL-GHA,-SHIYA) ZU MEKKA, 26 VERSE 257
SURE 89 DIE MORGENRÖTE (AL-FADJR) ZU MEKKA, 30 VERSE 258
SURE: 90 DAS GEBIET (AL-BALAD) ZU MEKKA, 20 VERSE 259
SURE: 91DIE SONNE (AL-SHAMS) ZU MEKKA, 15 VERSE 260
SURE 92 DIE NACHT (AL-LAYL) ZU MEKKA, 21 VERSE 261
SURE: 93 DER MORGEN (AL-D,.UH,.A,-) ZU MEKKA, 11 VERSE 262
SURE: 94 DAS WEITEN (AL-SHARH,.) ZU MEKKA, 8 VERSE 263
SURE: 95 DER FEIGENBAUM (AL-T,.I,-N) ZU MEKKA, 8 VERSE 263
SURE 96 DER EMBRYO (AL-‘ALAQ)ZU MEKKA, 19 VERSE 263
SURE 97 DIE BESTIMMUNG (AL-QADR) ZU MEKKA, 5 VERSE 264
SURE 98 DAS DEUTLICHE ZEICHEN (AL-BAYYINA) ZU MEDINA, 8 VERSE 264
SURE: 99 DAS BEBEN (AL-ZALZALA) ZU MEDINA, 8 VERSE 265
SURE 100 DIE LAUFEN (AL-‘ADIYA,-T) ZU MEKKA, 11 VERSE 265
SURE 101DIE KATASTROPHE (AL-QA,-RI‘A) ZU MEKKA, 11 VERSE 265
SURE: 102 WETTSTREIT UM NOCH MEHR (AL-TAKA,-THUR) ZU MEKKA, 8 VERSE 266
SURE: 103DER NACHMITTAG (AL-‘AS,.R) ZU MEKKA, 3 VERSE 266
SURE: 104 DER STICHLER (AL-HUMAZA) ZU MEKKA, 9 VERSE 266
SURE: 105 DER ELEFANT (AL-FI,-L) ZU MEKKA, 5 VERSE 267
SURE: 106 QURAYSH ZU MEKKA, 4 VERSE 267
SURE: 107 DIE HILFELEISTUNG (AL-MA,-‘U,-N)ZU MEKKA, 7 VERSE 267
SURE: 108 DIE FÜLLE (AL-KAUTHAR) ZU MEKKA, 3 VERSE 267
SURE: 109 DIE UNGLÄUBIGEN (AL-KA,-FIRU,-N) ZU MEKKA, 6 VERSE 268
SURE: 110 DIE UNTERSTÜTZUNG (AL-NAS,.R) ZU MEDINA, 3 VERSE 268
SURE: 111DIE PALMENFASER (AL-MASAD) ZU MEKKA, 5 VERSE 268
SURE 112 DER AUFRICHTIGE GLAUBE (AL-IKHLA,-S,.) ZU MEKKA, 4 VERSE 268
SURE: 113 DAS FRÜHLICHT (AL-FALAQ) ZU MEKKA, 5 VERSE 269
SURE: 114 DIE MENSCHEN (AL-NA,-S) ZU MEKKA, 6 VERSE 269




Sure 1: Die Eröffnung (Al-Fatiha) zu Mekka, 7 Verse
1:1 Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
1:2 Lob sei Gott, dem Herrn der Welten ,
1:3 dem Erbarmer, dem Barmherzigen,
1:4 der Verfügungsgewalt besitzt über den Tag des Gerichtes.
1:5 Dir dienen wir, und Dich bitten wir um Hilfe.
1:6 Führe uns den geraden Weg,
1:7 den Weg derer, die Du begnadet hast, die nicht dem Zorn verfallen und nicht irregehen.


Sure 2: Die Kuh (Al-Baqara) zu Medina, 286 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
2:1 Alif Lám Mim.
2:2 Dies ist das Buch, an ihm ist kein Zweifel möglich, es ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen,
2:3 die an das Unsichtbare glauben und das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen beschert
haben, spenden,
2:4 und die an das glauben, was zu dir herabgesandt und was vor dir herabgesandt wurde, und die über
das Jenseits Gewißheit hegen.
2:5 Diese folgen einer Rechtleitung von ihrem Herrn, und das sind die, denen es wohl ergeht.
2:6 Denen, die ungläubig sind, ist es gleich, ob du sie warnst oder ob du sie nicht warnst; sie glauben
nicht.
2:7 Versiegelt hat Gott ihre Herzen und ihr Gehör, und über ihrem Augenlicht liegt eine Hülle. Und
bestimmt ist für sie eine gewaltige Pein.
2:8 Unter den Menschen gibt es welche, die sagen: »Wir glauben an Gott und an den Jüngsten Tag.«
Doch sie sind keine Gläubigen.
2:9 Sie versuchen, Gott und diejenigen, die glauben, zu betrügen. Sie betrügen aber letztlich nur sich
selbst, und sie merken es nicht.
2:10 In ihren Herzen ist Krankheit, und Gott hat ihre Krankheit noch vermehrt. Und für sie ist eine
schmerzhafte Pein bestimmt dafür, dass sie zu lügen pflegten.
2:11 Und wenn ihnen gesagt wird: »Stiftet nicht Unheil auf der Erde« sagen sie: »Wir schaffen ja nur
Ordnung.«
2:12 Und doch sind eben sie die Unheilstifter, aber sie merken es nicht.
2:13 Und wenn ihnen gesagt wird: „Glaubt, wie die (anderen) Menschen glauben«, sagen sie: »Sollen wir
denn glauben, wie die Toren glauben!« Und doch sind eben sie die Toren, aber sie wissen es nicht.
2:14 Und wenn sie diejenigen, die glauben, treffen, sagen sie: »Wir glauben.« Und wenn sie mit ihren
teuflischen Anführern allein sind, sagen sie: »Wir stehen auf eurer Seite; wir treiben ja nur Spott.«
2: 15 Gott ist es, der ihrer spottet und sie im Übermaß ihres Frevels verharren läßt, so dass sie blind
umherirren.
2:16 Das sind die, die den Irrtum um die Rechtleitung erkauft haben. Doch bringt ihr Handel keinen
Gewinn, noch folgen sie der Rechtleitung.
2:17 Mit ihnen ist es wie mit dem, der ein Feuer anzündete. Als es erleuchtete, was um ihn herum war,
nahm Gott ihnen das Licht hinweg und ließ sie in Finsternissen zurück, so dass sie nicht sehen
können.
2:18 Taub, stumm, blind sind sie: Sie werden nicht umkehren.
2:19 Oder es ist wie ein heftiger Regen vom Himmel mit Finsternissen und Donner und Blitz. Sie stecken
sich die Finger in die Ohren vor den Donnerschlägen aus Angst vor dem Tod. Und Gott umgreift die
Ungläubigen.
2:20 Der Blitz raubt ihnen beinahe das Augenlicht. Sooft er ihnen leuchtet, gehen sie in seinem Licht; läßt
er es über ihnen dunkel werden, bleiben sie stehen. Und wenn Gott wollte, würde Er ihr Gehör und ihr
Augenlicht fortnehmen. Gott hat Macht zu allen Dingen.
2:21 O ihr Menschen, dienet eurem Herrn, der euch und die, die vor euch lebten, erschuf, auf dass ihr
gottesfürchtig werdet,
2:22 der euch die Erde zu einer Unterlage und den Himmel zu einem Bau machte, und der vom Himmel
Wasser herabkommen ließ und dadurch Früchte als Lebensunterhalt für euch hervorbrachte. So stellt
Gott keine anderen als Gegenpart zur Seite, wo ihr es doch wisst.
2:23 Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir auf unseren Diener hinabgesandt haben, dann
bringt eine Sure gleicher Art bei und ruft eure Zeugen anstelle Gottes an, so ihr die Wahrheit sagt.
2:24 Wenn ihr es nicht tut — und ihr werdet es nie tun können —, dann hütet euch vor dem Feuer, dessen
Brennstoff Menschen und Steine sind und das für die Ungläubigen bereitet ist.
2:25 Und verkünde denen, die glauben und die guten Werke tun, dass für sie Gärten bestimmt sind, unter
denen Bäche fließen. Sooft ihnen daraus eine Frucht als Lebensunterhalt beschert wird, sagen sie:
»Das ist, was uns vorher beschert wurde«; es wird ihnen aber nur Ähnliches gebracht: Und sie haben
darin geläuterte Gattinnen. Und sie werden darin ewig weilen.
2:26 Gott schämt sich nicht, als Gleichnis eine Mücke oder das, was darüber hinausgeht , zu nehmen.
Diejenigen nun, die glauben, wissen, dass es die Wahrheit von ihrem Herrn ist. Diejenigen, die
ungläubig sind, sagen: »Was will Gott mit einem solchen Gleichnis?« Er führt damit viele irre und
leitet damit viele recht. Und Er führt damit nur die Frevler irre,
2:27 die den Bund Gottes, nachdem er geschlossen worden ist, brechen und das zerschneiden, was Gott
befohlen hat zu verbinden, und die auf der Erde Unheil stiften. Das sind die Verlierer.
2:28 Wie könnt ihr Gott verleugnen, wo ihr tot waret und Er euch wieder lebendig gemacht hat? Dann
läßt Er euch sterben und macht euch wieder lebendig, und dann werdet ihr zu Ihm zurückgebracht.
2:29 Er ist es, der für euch alles, was auf der Erde ist, erschaffen hat, dann hat Er sich zum Himmel
aufgerichtet und ihn zu sieben Himmeln gestaltet. Und Er weiß über alle Dinge Bescheid.
2:30 Und als dein Herr zu den Engeln sprach: »Ich werde auf der Erde einen Nachfolger einsetzen. Sie
sagten: »Willst Du auf ihr einen einsetzen, der auf ihr Unheil stiftet und Blut vergießt, während wir
dein Lob singen und deine Heiligkeit rühmen?« Er sprach: »Ich weiß, was ihr nicht wisst.«
2:31 Und Er lehrte Adam alle Dinge samt ihren Namen. Dann führte Er sie den Engeln vor und sprach:
»Tut mir die Namen dieser kund, so ihr die Wahrheit sagt.«
2: 32 Sie sagten: »Preis sei Dir! Wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast. Du bist der,
der alles weiß und weise ist.«
2: 33 Er sprach: »O Adam, tu ihnen ihre Namen kund.« Als er ihre Namen kundgetan hatte, sprach Er:
»Habe Ich euch nicht gesagt: Ich weiß das Unsichtbare der Himmel und der Erde, und Ich weiß, was
ihr offenlegt und was ihr verschweigt?«
2: 34 Und als Wir zu den Engeln sprachen: »Werft euch vor Adam nieder.« Da warfen sie sich nieder,
außer Iblis. Der weigerte sich und verhielt sich hochmütig, und er war einer der Ungläubigen.
2:35 Und Wir sprachen: »O Adam, bewohne du und deine Gattin das Paradies. Eßt reichlich von ihm
zu eurem Wohl, wo ihr wollt. Aber naht euch nicht diesem Baum, sonst gehört ihr zu denen, die
Unrecht tun.
2:36 Da ließ sie Satan beide vom Paradies fallen und vertrieb sie vom Ort, wo sie waren. Und Wir
sprachen: »Geht hinunter. Die einen von euch sind Feinde der anderen. Ihr habt auf der Erde
Aufenthalt und Nutznießung für eine Weile.«
2:37 Da nahm Adam von seinem Herrn Worte (der Umkehr) entgegen, so wandte Er sich ihm gnädig zu.
Er ist der, der sich gnädig zuwendet, der Barmherzige.
2:38 Wir sprachen: »Geht von ihm alle hinunter. Wenn dann von Mir eine Rechtleitung zu euch kommt,
dann haben diejenigen, die meiner Rechtleitung folgen, nichts zu befürchten, und sie werden nicht
traurig sein.«
2:39 Diejenigen aber, die nicht glauben und unsere Zeichen für Lüge erklären, das sind die Gefährten des
Feuers; sie werden darin ewig weilen.
2:40 O ihr Kinder Israels, gedenket meiner Gnade, mit der Ich euch begnadet habe, und erfüllt euren
Bund mit Mir, so will Ich meinen Bund mit euch erfüllen. Vor Mir sollt ihr Ehrfurcht haben.
2:41 Und glaubt an das, was Ich hinabgesandt habe zur Bestätigung dessen, was bei euch ist. Und seid
nicht die ersten, die es verleugnen. Und verkauft nicht meine Zeichen für einen geringen Preis. Mich
sollt ihr fürchten.
2:42 Und verkleidet nicht das Wahre mit dem Falschen, und verschweigt nicht die Wahrheit, wo ihr es
doch wisst.
2:43 Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe, und verneigt euch mit denen, die sich
verneigen.
2:44 Wollt ihr denn den Menschen die Frömmigkeit gebieten und dabei euch selbst vergessen, wo ihr
doch das Buch verlest? Habt ihr denn keinen Verstand?
2:45 Und sucht Hilfe in der Geduld und im Gebet. Und das ist ja schwer, außer für die Demütigen,
2:46 die damit rechnen, dass sie ihrem Herrn begegnen und dass sie zu Ihm zurückkehren werden.
2:47 O ihr Kinder Israels, gedenket meiner Gnade, mit der Ich euch begnadet habe, und dass Ich euch vor
den Weltenbewohnern bevorzugt habe.
2:48 Und hütet euch vor einem Tag, an dem keine Seele für eine andere etwas begleichen kann, keine
Fürsprache von ihr angenommen und kein Lösegeld von ihr genommen wird, und an dem sie keine
Unterstützung erfahren.
2:49 Und als Wir euch von den Leuten des Pharao erretteten, die euch schlimme Pein zufügten, indem sie
eure Söhne abschlachteten und nur eure Frauen am Leben ließen — darin war für euch eine gewaltige
Prüfung von eurem Herrn.
2:50 Und als Wir euretwegen das Meer spalteten und euch so retteten und die Leute des Pharao ertrinken
ließen, während ihr zuschautet. 51 Und als Wir uns mit Mose für vierzig Nächte verabredeten. Dann
nahmt ihr euch, nachdem er weggegangen war das Kalb und habt so Unrecht getan. 52 Dann
verziehen Wir euch nach diesem (Frevel), auf dass ihr dankbar würdet. 53 Und als Wir Mose das
Buch und die Unterscheidungsnorm zukommen ließen, auf dass ihr der Rechtleitung folget. 54 Und
als Mose zu seinem Volk sagte: »O mein Volk, ihr habt euch selbst Unrecht getan, indem ihr euch das
Kalb genommen habt. Kehrt zu eurem Schöpfer um und tötet einander. Das ist besser für euch in den
Augen eures Schöpfers. Da wandte Er sich euch wieder gnädig zu. Er ist der, der sich gnädig
zuwendet, der Barmherzige.
2:55 Und als ihr sagtet: »O Mose, wir werden dir nicht glauben, bis wir Gott mit eigenen Augen sehen.«
Da ergriff euch der Donnerschlag, während ihr zuschautet. 56 Dann erweckten Wir euch nach eurem
Tod, auf dass ihr dankbar würdet. 57 Und Wir ließen die Wolken euch überschatten und sandten auf
euch das Manna und die Wachteln hinunter: »Eßt von den köstlichen Dingen, die Wir euch beschert
haben.« Und nicht Uns taten sie Unrecht, sondern sich selbst haben sie Unrecht getan. 58 Und als Wir
sprachen: »Tretet in diese Stadt ein und eßt reichlich davon zu eurem Wohl, wo ihr wollt; und betretet
das Tor in der Haltung der Niederwerfung und sagt: Entlastung! , dann vergeben Wir euch eure
Verfehlungen.« Und Wir werden den Rechtschaffenen noch mehr geben. 59 Dann vertauschten es
diejenigen, die Unrecht taten, mit einem Ausspruch, der anders war als das, was ihnen gesagt worden
war . Da sandten Wir über diejenigen, die Unrecht taten, ein Zorngericht vom Himmel herab dafür,
dass sie frevelten.
2:60 Und als Mose um Wasser für sein Volk bat. Da sprachen Wir: »Schlag mit deinem Stab auf den
Stein.« Da brachen aus ihm zwölf Quellen hervor, so dass jede Menschengruppe wußte, wo ihre
Trinkstelle war. »Eßt und trinkt von dem, was Gott beschert hat, und stiftet nicht Unheil auf der
Erde.« 61 Und als ihr sagtet: »O Mose, wir werden es nicht aushalten, nur eine einzige Speise zu
haben. So rufe für uns deinen Herrn an, dass Er uns etwas hervorbringe von dem, was die Erde sonst
wachsen läßt an Gemüse, Gurken, Knoblauch , Linsen und Zwiebeln.« Er sagte: »Wollt ihr denn
das Minderwertige in Tausch gegen das Bessere nehmen? Zieht hinab nach Ägypten. Ihr habt dort,
was ihr erbittet.« Und über sie wurden Erniedrigung und Elend gelegt, und sie zogen sich den Zorn
Gottes zu. Dies dafür, dass sie immer wieder die Zeichen Gottes verleugneten und die Propheten zu
Unrecht töteten; dies dafür, dass sie ungehorsam waren und immer wieder Übertretungen begingen.
62 Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die Sabier , all die,
die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie
haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein. 63 Und als Wir eure Verpflichtung
entgegennahmen und über euch den Berg emporhoben: »Nehmt, was Wir euch zukommen ließen, mit
aller Kraft und gedenket dessen, was darin steht, auf dass ihr gottesfürchtig seid.« 64 Aber danach
kehrtet ihr euch ab. Ohne die Huld Gottes gegen euch und seine Barmherzigkeit wäret ihr gewiß unter
den Verlierern.
2:65 Und ihr wisst um diejenigen von euch, die gegen den Sabbat eine Übertretung begangen haben,
worauf Wir zu ihnen sprachen: »Werdet zu verabscheuten Affen.« 66 So machten Wir es zu einem
warnenden Beispiel für die Zeitgenossen und die Nachfolgenden und zu einer Ermahnung für die
Gottesfürchtigen. 67 Und als Mose zu seinem Volk sagte: »Gott befiehlt euch, eine Kuh zu
schächten.« Sie sagten: »Nimmst du uns zum Gegenstand des Spottes?« Er sagte: »Ich suche Zuflucht
bei Gott davor, dass ich zu den Törichten gehöre.« 68 Sie sagten: »Rufe für uns deinen Herrn an,
dass Er uns deutlich mache, wie sie sein soll.« Er sagte: »Er spricht: Es soll eine Kuh sein, die weder
alt noch zu jung zum Kalben ist, eben mittleren Alters dazwischen. Nun tut, was euch befohlen wird.«
69 Sie sagten: »Rufe für uns deinen Herrn an, dass Er uns deutlich mache, welcher Farbe sie sein
soll.« Er sagte: »Er spricht: Es soll eine gelbe Kuh sein, deren Farbe intensiv ist und die den
Zuschauern Freude macht.«
2:70 Sie sagten: »Rufe für uns deinen Herrn an, dass Er uns deutlich mache, wie sie sein soll, denn die
Kühe kommen uns doch ähnlich vor. Aber wir werden gewiß, so Gott will, die richtige finden.« Er
sagte: »Er spricht: Es soll eine Kuh sein, die weder zum Pflügen des Ackers noch zum Bewässern der
Felder gezwungen wurde, fehlerfrei und ohne Farbmischung.« Sie sagten: »Jetzt hast du die Wahrheit
gebracht.« Sie schächteten sie. Doch beinahe hätten sie es nicht getan. 72 Und als ihr jemanden
getötet hattet und über ihn miteinander Streit bekamt. Aber Gott bringt doch heraus, was ihr
verschwiegen hattet. 73 Da sprachen Wir: ,»Schlagt ihn mit einem Stück von ihr.« So macht Gott
die Toten wieder lebendig und läßt euch seine Zeichen sehen, auf dass ihr verständig werdet. 74 Nach
diesem Geschehen verhärteten sich eure Herzen, so dass sie wie Steine waren oder noch härter. Denn
unter den Steinen gibt es welche, aus denen die Bäche hervorbrechen; und es gibt welche, die sich
spalten, so dass das Wasser aus ihnen herauskommt; und es gibt welche, die aus Ehrfurcht vor Gott
herunterfallen. Und Gott läßt nicht unbeachtet, was ihr tut.
2:75 Erhofft ihr etwa, dass sie mit euch glauben, wo doch ein Teil von ihnen das Wort Gottes hörte, es
aber dann wissentlich entstellte, nachdem er es verstanden hatte? 76 Wenn sie diejenigen, die
glauben, treffen, sagen sie: »Wir glauben.« Und wenn sie miteinander allein sind, sagen sie: »Wollt
ihr denn mit ihnen über das reden, was Gott euch eröffnet hat, so dass sie damit vor eurem Herrn mit
euch streiten? Habt ihr denn keinen Verstand?« 77 Wissen sie denn nicht, dass Gott weiß, was sie
geheimhalten und was sie offenlegen? 78 Unter ihnen gibt es Ungelehrte, die das Buch nicht kennen,
sondern nur Wunschvorstellungen heranziehen. Sie stellen ja nur Mutmaßungen an. 79 Aber wehe
denen, die da mit ihren Händen schreiben und dann sagen: »Dies ist von Gott her«, um es für einen
geringen Preis zu verkaufen! Wehe ihnen wegen dessen, was ihre Hände geschrieben haben, und
wehe ihnen wegen dessen, was sie erwerben !
2:80 Und sie sagen: »Das Feuer wird uns sicher nur für eine Anzahl von Tagen berühren.« Sprich:
Habt ihr bei Gott ein (solches) Versprechen erhalten? – dann wird Gott sein Versprechen niemals
brechen —, oder sagt ihr über Gott, was ihr nicht wisst? 81 Nein, diejenigen, die eine schlechte Tat
erworben haben und die ihre Schuld umfängt, das sind die Gefährten des Feuers; sie werden darin
ewig weilen. 82 Und diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, das sind die Gefährten des
Paradieses; sie werden darin ewig weilen. 83 Und als Wir die Verpflichtung der Kinder Israels
entgegennahmen: »Ihr sollt nur Gott dienen, die Eltern gut behandeln, und auch die Verwandten, die
Waisen und die Bedürftigen. Sprecht freundlich zu den Menschen. Verrichtet das Gebet und entrichtet
die Abgabe.« Danach habt ihr — bis auf wenige von euch – den Rücken gekehrt und euch abgewandt.
84 Und als Wir eure Verpflichtung entgegennahmen: »Ihr sollt nicht gegenseitig euer Blut vergießen
und nicht einander aus euren Wohnstätten vertreiben.« Da habt ihr sie bekräftigt, indem ihr dies
bezeugt habt.
2:85 Dennoch tötet gerade ihr einander und vertreibt einen Teil von euch aus ihren Wohnstätten,
indem ihr einander in Schuld und Übertretung gegen sie unterstützt. Und wenn sie als Gefangene zu
euch kommen, so löst ihr sie aus. Dabei ist euch doch verboten, sie zu vertreiben. Glaubt ihr denn nur
an einen Teil des Buches und verleugnet den anderen? Die Vergeltung für diejenigen unter euch, die
dies tun, ist nichts als Schande im diesseitigen Leben, und am Tag der Auferstehung werden sie der
härtesten Pein zugeführt werden. Und Gott läßt nicht unbeachtet, was ihr tut. 86 Das sind die, die das
diesseitige Leben gegen das Jenseits erkauft haben. So wird ihnen die Pein nicht erleichtert, und sie
werden keine Unterstützung erfahren. 87 Und Wir ließen dem Mose das Buch zukommen und nach
ihm die Gesandten folgen. Und Wir ließen Jesus, dem Sohn Marias, die deutlichen Zeichen
zukommen und stärkten ihn mit dem Geist der Heiligkeit. Wollt ihr euch denn jedesmal, wenn euch
ein Gesandter etwas bringt, was ihr nicht mögt, hochmütig verhalten und einen Teil (von ihnen) der
Lüge zeihen und einen (anderen) Teil töten? 88 Und sie sagen: »Unsere Herzen sind unbeschnitten.«
Aber nein! Gott hat sie wegen ihres Unglaubens verflucht. Darum sind sie sowenig gläubig. 89 Und
als ein Buch von Gott zu ihnen kam, das bestätigte, was bei ihnen war –zuvor pflegten sie um den
Sieg über die zu bitten, die nicht glauben —, als nun zu ihnen kam, was sie kannten, da verleugneten
sie es. So komme Gottes Fluch über die Ungläubigen!
2:90 Schlimm ist das, wofür sie ihre Seelen verkauft haben, dass sie verleugneten, was Gott
herabgesandt hat, aus ungerechter Ablehnung, dass Gott etwas von seiner Huld herabsendet, auf wen
von seinen Dienern er will. So haben sie sich Zorn über Zorn zugezogen. Und die Ungläubigen
erhalten eine schmähliche Pein. 91 Und wenn zu ihnen gesagt wird: »Glaubt an das, was Gott
herabgesandt hat« sagen sie: »Wir glauben an das, was auf uns herabgesandt wurde.« Sie verleugnen
aber, was nachher kam, obwohl das die Wahrheit ist, das bestätigt, was bei ihnen ist. Sprich: Warum
habt ihr früher die Propheten Gottes getötet, wenn ihr gläubig seid? 92 Und Mose kam doch zu euch
mit den deutlichen Zeichen. Dann aber naht ihr euch, nachdem er weggegangen war, das Kalb und
habt so Unrecht getan. 93 Und als Wir eure Verpflichtung entgegennahmen und den Berg über euch
emporhoben: »Nehmt, was Wir euch zukommen ließen, mit aller Kraft und hört darauf.« Sie sagten:
»Wir hören, und wir gehorchen nicht.« Und für ihren Unglauben mußten sie das Kalb wie ein
Getränk in ihre Herzen aufnehmen. Sprich: Schlimm ist das, was euer Glaube euch befiehlt, wenn
ihr überhaupt gläubig seid. 94 Sprich: Wenn die jenseitige Wohnstätte bei Gott euch unter Ausschluß
der anderen Menschen zusteht, dann wünscht euch den Tod, so ihr die Wahrheit sagt.
2:95 Aber niemals werden sie ihn sich wünschen wegen der Werke, die ihre Hände vorausgeschickt
haben. Und Gott weiß über die, die Unrecht tun, Bescheid. 96 Und du wirst sicher finden, dass unter
den Menschen sie am meisten am Leben hängen — auch mehr als die Polytheisten. Manch einer von
ihnen möchte gern tausend Jahre alt werden. Aber das Altwerden wird ihn gewiß nicht von der Pein
wegrücken. Und Gott sieht wohl, was sie tun. 97 Sprich: Wenn einer dem Gabriel ein Feind ist —
denn er hat ihn auf dein Herz herabkommen lassen mit der Erlaubnis Gottes als Bestätigung dessen,
was vor ihm vorhanden war und als Rechtleitung und Frohbotschaft für die Gläubigen —, 98 wenn
einer ein Feind ist Gott und seinen Engeln und seinen Gesandten, und Gabriel und Michael, dann ist
Gott den Ungläubigen ein Feind. 99 Und Wir sandten zu dir gewiß deutliche Zeichen hinab. Nur die
Frevler verleugnen sie.
2:100 Will ein Teil von ihnen denn jedesmal, wenn sie einen Bund schließen, ihn verwerfen? Nein, die
meisten von ihnen glauben nicht. 101 Und als zu ihnen ein Gesandter von Gott her kam, der
bestätigte, was bei ihnen war, warf ein Teil derer, denen das Buch zugekommen war, das Buch Gottes
hinter seinen Rücken, als ob sie von nichts wüßten. 102 Und sie folgten dem, was die Satane unter der
Herrschaft Salomos vortrugen. Aber nicht Salomo war ungläubig, sondern die Satane waren
ungläubig; sie lehrten die Menschen die Zauberei und das, was auf die Engel in Babel, Harut und
Marut , herabgesandt worden war. Diese jedoch lehrten niemanden, ohne zu sagen: »Wir sind nur
eine Versuchung, so werde nicht ungläubig.« So lernten sie von ihnen das, womit sie zwischen dem
Mann und seiner Frau Zwietracht stifteten. Und sie vermochten niemanden zu schädigen, es sei denn
mit Gottes Erlaubnis. Und sie lernten, was ihnen schadete und nichts nützte. Und sie wußten, dass
derjenige, der dies erkauft, im Jenseits keinen Anteil hat. Schlimm ist das, wofür sie ihre Seele
verkauft haben. Wenn sie es doch wüßten! 103 Und wenn sie geglaubt hätten und gottesfürchtig
gewesen wären!... Eine Belohnung von Gott ist doch besser, wenn sie es doch wüßten! 104 O ihr, die
ihr glaubt, sagt nicht: »Achte auf uns« (rá iná), sondern sagt: »Schau auf uns« (unz,.urná) . Und
hört darauf. Und für die Ungläubigen ist eine schmerzhafte Pein bestimmt.
2:105 Diejenigen von den Leuten des Buches und von den Polytheisten, die nicht glauben, mögen es nicht
gern dass auf euch etwas Gutes von eurem Herrn herabgesandt wird. Gott aber schenkt seine
Barmherzigkeit in besonderer Weise, wem Er will. Und Gott besitzt große Huld. 106 Was Wir auch
an Zeichen aufheben oder der Vergessenheit preisgeben, Wir bringen dafür ein besseres oder ein
gleiches. Weißt du denn nicht, dass Gott Macht hat zu allen Dingen? 107 Weißt du denn nicht, dass
Gott die Königsherrschaft der Himmel und der Erde hat? Außer Gott habt ihr weder Freund noch
Helfer. 108 Oder wollt ihr von eurem Gesandten das gleiche fordern, was früher von Mose gefordert
wurde? Wer den Unglauben gegen den Glauben eintauscht, ist vom rechten Weg abgeirrt. 109 Viele
von den Leuten des Buches möchten gerne euch, nachdem ihr gläubig geworden seid, wieder zu
Ungläubigen machen, da sie von sich aus Neid empfinden, nachdem ihnen die Wahrheit deutlich
wurde. So verzeiht und seid nachsichtig, bis Gott mit seinem Befehl eintrifft. Gott hat Macht zu allen
Dingen.
2:110 Verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe. Und was ihr für euch an Gutem vorausschickt, das
werdet ihr bei Gott vorfinden. Gott sieht wohl, was ihr tut. 111 Sie sagen: »Es werden das Paradies
nur die betreten, die Juden oder Christen sind.« Das sind ihre Wünsche. Sprich: Bringt her euren
Beweis, so ihr die Wahrheit sagt. 112 Nein, wer sich völlig Gott hingibt und dabei rechtschaffen ist,
der hat seinen Lohn bei seinem Herrn. Diese haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig
sei. 113 Die Juden sagen: »Die Christen haben keine Grundlage.« Und die Christen sagen: »Die Juden
haben keine Grundlage.« Dabei lesen sie (alle) das Buch. Auch diejenigen, die unwissend sind,
äußern sich in der gleichen Weise. Gott wird am Tage der Auferstehung zwischen ihnen über das
urteilen, worüber sie uneins waren. 114 Und wer ist ungerechter als der, der verhindert, dass in den
Anbetungsstätten Gottes seines Namens gedacht wird, und bestrebt ist, sie zu zerstören? Gerade diese
dürfen sie nicht anders als voller Furcht betreten. Bestimmt ist für sie im Diesseits Schande und im
Jenseits eine gewaltige Pein.
2:115 Gottes ist der Osten und der Westen. Wohin ihr euch auch wenden möget, dort ist das Antlitz
Gottes. Gott umfaßt und weiß alles. 116 Und sie sagen: »Gott hat sich ein Kind genommen.« Preis sei
Ihm! Ihm gehört doch, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Alle sind Ihm demütig ergeben. 117
Er ist der Schöpfer der Himmel und der Erde. Wenn Er eine Sache beschlossen hat, sagt Er zu ihr nur:
Sei!, und sie ist. 118 Diejenigen, die unwissend sind, sagen: »Wenn doch Gott zu uns spräche oder ein
Zeichen zu uns käme!« Auch diejenigen, die vor ihnen lebten, äußerten sich in der gleichen Weise.
Ihre Herzen sind einander ähnlich. Wir haben die Zeichen deutlich gemacht für Leute, die Gewißheit
hegen. 119 Wir sandten dich mit der Wahrheit als Freudenboten und Warner. Und du hast dich nicht
für die Gefährten der Hölle zu verantworten.
2:120 Weder die Juden noch die Christen werden mit dir zufrieden sein, bis du ihrer Glaubensrichtung
folgst. Sprich: Nur die Rechtleitung Gottes ist die (wahre) Rechtleitung. Und wenn du ihren
Neigungen folgst nach dem, was dir an Wissen zugekommen ist, so wirst du vor Gott weder Freund
noch Helfer haben. 121 Diejenigen, denen Wir das Buch zukommen ließen und die es lesen, wie es
richtig gelesen werden soll, glauben daran. Diejenigen, die nicht daran glauben, das sind die Verlierer.
122 O ihr Kinder Israels, gedenket meiner Gnade, mit der Ich euch begnadet habe, und dass Ich euch
vor den Weltenbewohnern bevorzugt habe. 123 Und hütet euch vor einem Tag, an dem keine Seele
für eine andere etwas begleichen kann, kein Lösegeld von ihr angenommen wird und keine
Fürsprache ihr nützt, und an dem sie keine Unterstützung erfahren. 124 Und als Abraham von seinem
Herrn durch Worte auf die Probe gestellt wurde und er sie erfüllte. Er sprach: »Ich mache dich zum
Vorbild für die Menschen.« Er sagte: »Und auch welche von meiner Nachkommenschaft.« Er sprach:
»Mein Bund erstreckt sich aber nicht auf die, die Unrecht tun.«
2:125 Und als Wir das Haus zu einem Versammlungsort für die Menschen und zu einer sicheren Stätte
machten: »Nehmt euch die Stätte Abrahams zu einem Gebetsort.« Und Wir erlegten Abraham und
Ismael auf: »Reinigt mein Haus für diejenigen, die den Umlauf vollziehen und die eine Einkehrzeit
einlegen und die sich verneigen und niederwerfen.« 126 Und als Abraham sagte: »Mein Herr, mach
dieses zu einem sicheren Gebiet und beschere seinen Bewohnern Früchte, denen von ihnen, die an
Gott und den Jüngsten Tag glauben.« Er sprach: »Und wer nicht glaubt, den lasse Ich ein wenig
genießen, alsdann zwinge Ich ihn in die Pein des Feuers — welch schlimmes Ende!« 127 Und als
Abraham dabei war, vom Haus die Fundamente hochzuziehen, (er) und Ismael. Sie beteten: »Unser
Herr, nimm es von uns an. Du bist der, der alles hört und weiß. 128 Unser Herr, mache uns beide Dir
ergeben und (mache) aus unserer Nachkommenschaft eine Gemeinschaft, die Dir ergeben ist. Und
zeige uns unsere Riten , und wende Dich uns gnädig zu. Du bist der, der sich gnädig zuwendet, der
Barmherzige. 129 Unser Herr, laß unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte erstehen, der ihnen
deine Zeichen verliest und sie das Buch und die Weisheit lehrt und sie läutert. Du bist der Mächtige,
der Weise.«
2:130 Und wer verschmäht die Glaubensrichtung Abrahams außer dem, der seine Seele geringschätzt?
Wir haben ihn ja im Diesseits auserwählt. Und im Jenseits gehört er zu den Rechtschaffenen. 131 Und
als sein Herr zu ihm sprach: »Sei (Mir) ergeben.« Er sagte: »Ich ergebe mich dem Herrn der Welten.«
132 Und Abraham hat es seinen Söhnen aufgetragen, er und auch Jakob: »O meine Söhne, Gott hat
für euch die (reine) Religion erwählt. So sollt ihr nur als Gottergebene sterben. 133 Oder wart ihr
zugegen, als Jakob im Sterben lag? Als er zu seinen Söhnen sagte: Wem werdet ihr dienen nach mir?«
Sie sagten: »Dienen werden wir deinem Gott und dem Gott deiner Väter Abraham, Ismael und Isaak,
dem einzigen Gott. Und wir sind Ihm ergeben.« 134 Das ist eine Gemeinschaft, die dahingegangen
ist. Sie erhält, was sie erworben hat, und ihr erhaltet, was ihr erworben habt. Und ihr habt nicht zu
verantworten, was sie zu tun pflegten.
2:135 Und sie sagen: »Werdet Juden oder Christen, so folgt ihr der Rechtleitung.« Sprich: Nein, (wir
folgen) der Glaubensrichtung Abrahams, als Anhänger des reinen Glaubens; und er gehörte nicht zu
den Polytheisten. 136 Sprecht: Wir glauben an Gott und an das, was zu uns herabgesandt wurde, und
an das, was herabgesandt wurde zu Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen, und an das, was
Mose und Jesus zugekommen ist, und an das, was den (anderen) Propheten von ihrem Herrn
zugekommen ist. Wir machen bei keinem von ihnen einen Unterschied. Und wir sind Ihm ergeben.
137 Wenn sie an das gleiche glauben, woran ihr glaubt, so folgen sie der Rechtleitung. Wenn sie sich
abkehren, so befinden sie sich in Widerstreit. Gott wird euch vor ihnen schützen. Er ist der, der alles
hört und weiß. 138 (Nehmt an) das Kennzeichen Gottes. Und wer hat ein schöneres Kennzeichen
als Gott? Ihm allein dienen wir. 139 Sprich: Was streitet ihr mit uns über Gott, wo Er unser Herr und
euer Herr ist? Wir haben unsere Werke, und ihr habt eure Werke (zu verantworten). Und wir sind zu
Ihm aufrichtig.
2:140 Oder wollt ihr sagen, dass Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stämme Juden oder Christen
gewesen sind? Sprich: Wisst ihr es besser oder Gott? Wer ist denn ungerechter als der, der ein
Zeugnis, das er von Gott hat, verschweigt? Aber Gott läßt nicht unbeachtet, was ihr tut. 141 Das ist
eine Gemeinschaft, die dahingegangen ist. Sie erhält, was sie erworben hat, und ihr erhaltet, was ihr
erworben habt. Und ihr habt nicht zu verantworten, was sie zu tun pflegten. 142 Die Toren unter den
Menschen werden sagen: »Was hat sie von ihrer Gebetsrichtung abgebracht, die sie (bisher)
eingehalten haben ?« Sprich: Gottes ist der Osten und der Westen. Er führt, wen Er will, zu einem
geraden Weg. 143 Und so haben Wir euch zu einer in der Mitte stehenden Gemeinschaft gemacht,
auf dass ihr Zeugen seid über die Menschen und dass der Gesandte Zeuge sei über euch. Und Wir
haben die Gebetsrichtung, die du eingehalten hast, nur eingesetzt, um zu erfahren, wer dem
Gesandten folgt, (und um ihn zu unterscheiden) von dem, der auf seinen Fersen kehrtmacht.
Wahrlich, das ist schwer, außer für die, die Gott rechtleitet. Nimmer wird Gott es zulassen, dass euer
Glaube umsonst gewesen ist. Gott hat Mitleid mit den Menschen und ist barmherzig. 144 Wir sehen,
wie du dein Gesicht zum Himmel hin und her richtest. So werden Wir dir eine Gebetsrichtung
festlegen, mit der du zufrieden sein wirst. Wende also dein Gesicht in Richtung der heiligen
Moschee . Und wo immer ihr seid, wendet euer Gesicht in ihre Richtung. Diejenigen, denen das
Buch zugekommen ist, wissen bestimmt, dass es die Wahrheit von ihrem Herrn ist. Gott läßt nicht
unbeachtet, was sie tun.
2:145 Du magst zu denen, denen das Buch zugekommen ist, mit jedem Zeichen kommen, sie werden
deiner Gebetsrichtung nicht folgen. Und auch du wirst ihrer Gebetsrichtung nicht folgen. Keiner von
ihnen wird der Gebetsrichtung der anderen folgen. Und wenn du ihren Neigungen folgst nach dem,
was an Wissen zu dir gekommen ist, gehörst du gewiß zu denen, die Unrecht tun. 146 Diejenigen,
denen Wir das Buch zukommen ließen, kennen es, wie sie ihre Söhne kennen. Aber ein Teil von
ihnen verschweigt wissentlich die Wahrheit. 147 Es ist die Wahrheit von deinem Herrn. So sei nicht
einer der Zweifler. 148 Jeder hat eine Richtung , zu der er sich wendet. So eilt zu den guten Dingen
um die Wette. Wo immer ihr euch befindet, Gott wird euch alle zusammenbringen. Gott hat Macht zu
allen Dingen. 149 Von wo du auch herausgehst, wende dein Gesicht in Richtung der heiligen
Moschee. Es ist wirklich die Wahrheit von deinem Herrn. Gott läßt nicht unbeachtet, was ihr tut.
2:150 Und von wo du auch herausgehst, wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee. Und wo
immer ihr auch seid, wendet euer Gesicht in ihre Richtung, damit die Menschen keinen Beweisgrund
gegen euch haben, außer denen von ihnen, die Unrecht tun — fürchtet sie nicht, sondern fürchtet
Mich —, und damit Ich meine Gnade an euch vollende und ihr die Rechtleitung findet, 151 so wie
Wir auch unter euch einen Gesandten aus eurer Mitte entsandt haben, der euch unsere Zeichen
verliest, euch läutert und euch das Buch und die Weisheit lehrt und euch das lehrt, was ihr nicht
wußtet. 152 Darum gedenket Meiner, dann gedenke Ich euer, und danket Mir und seid nicht
undankbar gegen Mich. 153 O ihr, die ihr glaubt, sucht Hilfe in der Geduld und im Gebet. Gott ist mit
den Geduldigen. 154 Und sagt nicht von denen, die auf dem Weg Gottes getötet werden, sie seien tot.
Sie sind vielmehr lebendig, aber ihr merkt es nicht.
2:155 Und Wir werden euch sicher Prüfungen aussetzen mit ein wenig Furcht und Hunger und mit
Verlust an Vermögen, Seelen und Früchten. Und verkünde den Geduldigen frohe Botschaft, 156 die,
wenn ein Unglück sie trifft, sagen: »Wir gehören Gott, und wir kehren zu Ihm zurück.« 157 Auf sie
kommen Segnungen und Barmherzigkeit von ihrem Herrn herab. Das sind die, die der Rechtleitung
folgen. 158 Siehe, Safa und Marwa gehören zu den Kultzeichen Gottes. Wer also die Wallfahrt
zum Haus (Gottes) oder den Pilgerbesuch vollzieht, für den ist es kein Vergehen, zwischen ihnen den
Lauf zu verrichten. Und wenn einer freiwillig Gutes tut, so zeigt sich Gott erkenntlich und weiß
Bescheid. 159 Diejenigen, die verschweigen, was Wir an deutlichen Zeichen und Rechtleitung
hinabgesandt haben, nachdem Wir es den Menschen im Buch deutlich gemacht haben, diese wird
Gott verfluchen, und verfluchen werden sie auch die Fluchenden,
2:160 außer denen, die umkehren und Besserung zeigen und (alles) offenlegen. Denen wende Ich Mich
gnädig zu. Ich bin der, der sich gnädig zuwendet, der Barmherzige. 161 Über diejenigen, die nicht
glauben und als Ungläubige sterben, kommt der Fluch Gottes und der Engel und der Menschen
allesamt. 162 Sie werden darin ewig weilen. Ihnen wird die Pein nicht erleichtert, und ihnen wird
kein Aufschub gewährt. 163 Und euer Gott ist ein einziger Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem
Erbarmer, dem Barmherzigen. 164 In der Erschaffung der Himmel und der Erde; im
Aufeinanderfolgen von Nacht und Tag; in den Schiffen, die auf dem Meer fahren mit dem, was den
Menschen nützt; im Wasser, das Gott vom Himmel herabkommen läßt und mit dem Er die Erde nach
ihrem Absterben wieder belebt und auf ihr allerlei Getier sich ausbreiten läßt; im Wechsel der Winde
und der zwischen Himmel und Erde in Dienst gestellten Wolken, (in alledem) sind Zeichen für Leute,
die verständig sind.
2:165 Unter den Menschen sind welche, die sich neben Gott andere als Gegenpart nehmen, die sie lieben,
wie man Gott liebt. Doch diejenigen, die glauben, lieben Gott noch mehr. Wenn nur diejenigen, die
Unrecht tun, angesichts der Pein sehen würden, dass alle Kraft Gott gehört und dass Gott harte Pein
verhängt! 166 Und dies, wenn diejenigen, denen man folgte, sich von denen, die ihnen folgten,
lossagen, sie die Pein sehen, die Verbindungen für sie abgeschnitten sind, 167 und diejenigen, die
ihnen folgten, sagen: »Hätten wir doch eine Möglichkeit zur Rückkehr, damit wir uns von ihnen
lossagen, so wie sie sich von uns losgesagt haben!« Auf diese Weise läßt Gott sie ihre Werke sehen
als Grund zu vielfachem Bedauern für sie. Und sie werden aus dem Feuer nicht herauskommen. 168
O ihr Menschen, eßt von dem, was es auf der Erde gibt, so es erlaubt und köstlich ist. Und folgt nicht
den Fußstapfen des Satans. Er ist euch ein offenkundiger Feind. 169 Er befiehlt euch nur Böses und
Schändliches, und dass ihr über Gott sagt, was ihr nicht wisst.
2:170 Und wenn ihnen gesagt wird: »Folgt dem, was Gott herabgesandt hat«, sagen sie: »Wir folgen
lieber dem, was wir bei unseren Vätern vorgefunden haben.« Was denn, auch wenn ihre Väter nichts
verstanden haben und der Rechtleitung nicht gefolgt sind? 171 Mit denen, die ungläubig sind, ist es,
wie wenn einer etwas anschreit, was nur Rufen und Zurufen hört. Taub, stumm, blind sind sie, so
haben sie keinen Verstand. 172 O ihr, die ihr glaubt, eßt von den köstlichen Dingen, die Wir euch
beschert haben, und danket Gott, so ihr wirklich Ihm dient. 173 Verboten hat Er euch nur Verendetes,
Blut, Schweinefleisch und das, worüber ein anderer Gott angerufen worden ist . Wer aber
gezwungen wird, ohne dass er Auflehnung oder Übertretung begeht, den trifft keine Schuld. Gott ist
voller Vergebung und barmherzig. 174 Diejenigen, die verschweigen, was Gott vom Buch
herabgesandt hat, und es gegen einen geringen Preis vertauschen, werden in ihrem Bauch nichts als
Feuer verzehren. Gott wird sie am Tag der Auferstehung nicht ansprechen und nicht für rein erklären.
Und für sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt.
2:175 Das sind die, die den Irrtum gegen die Rechtleitung erkauft haben, und auch die Pein gegen die
Vergebung. Wie können sie sich dem Feuer gegenüber so standhaft zeigen! 176 Dies geschieht, weil
Gott das Buch mit der Wahrheit herabgesandt hat. Und diejenigen, die über das Buch uneins sind,
befinden sich in einem tiefen Widerstreit. 177 Frömmigkeit besteht nicht darin, dass ihr euer Gesicht
nach Osten oder Westen wendet. Frömmigkeit besteht darin, dass man an Gott, den Jüngsten Tag, die
Engel, das Buch und die Propheten glaubt, dass man, aus Liebe zu Ihm , den Verwandten, den
Waisen, den Bedürftigen, dem Reisenden und den Bettlern Geld zukommen läßt und (es) für den
Loskauf der Sklaven und Gefangenen (ausgibt), und dass man das Gebet verrichtet und die Abgabe
entrichtet. (Fromm sind auch) die, die ihre eingegangenen Verpflichtungen erfüllen, und die, die in
Not und Drangsal und zur Zeit der Gefahr geduldig sind. Sie sind es, die wahrhaftig sind, und sie sind
die Gottesfürchtigen. 178 O ihr, die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch bei Totschlag die
Wiedervergeltung: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven, das Weib für das Weib.
Wenn einem von seinem Bruder etwas nachgelassen wird, dann soll die Beitreibung auf rechtliche
Weise und die Leistung an ihn auf gute Weise erfolgen. Dies ist eine Erleichterung von seiten eures
Herrn und eine Barmherzigkeit. Wer danach Übertretungen begeht, für den ist eine schmerzhafte Pein
bestimmt. 179 In der Wiedervergeltung liegt für euch Leben , o ihr Einsichtigen, auf dass ihr
gottesfürchtig werdet.
2:180 Vorgeschrieben ist euch, wenn einer von euch im Sterben liegt, falls er Vermögen hinterläßt, eine
Verfügung zugunsten der Eltern und der Angehörigen auf rechtliche Weise zu machen. Das ist eine
Rechtspflicht für die Gottesfürchtigen. 181 Wenn jemand es abändert, nachdem er es gehört hat, so
lastet die Schuld daran auf denjenigen, die es abändern. Gott hört und weiß alles. 182 Wer aber von
seiten eines Erblassers eine Unrechtmäßigkeit oder ein schuldhaftes Verhalten befürchtet und dann
zwischen ihnen Aussöhnung schafft, den trifft keine Schuld. Gott ist voller Vergebung und
barmherzig. 183 O ihr, die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch, zu fasten, so wie es denen
vorgeschrieben worden ist, die vor euch lebten, auf dass ihr gottesfürchtig werdet, 184 (und dies) für
eine Anzahl von Tagen. Wer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, für den gilt eine
Anzahl anderer Tage. Denjenigen aber, die es (eigentlich einhalten) können, ist als Ersatzleistung die
Speisung eines Bedürftigen auferlegt. Wenn einer freiwillig Gutes tut, so ist es besser für ihn. Und
dass ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr Bescheid wisst.
2:185 Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran herabgesandt wurde als Rechtleitung für die
Menschen und als deutliche Zeichen der Rechtleitung und der Unterscheidungsnorm. Wer nun von
euch in dem Monat anwesend ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise
befindet, für den gilt eine Anzahl anderer Tage. Gott will für euch Erleichterung. Er will für euch
nicht Erschwernis, und dass ihr die Zahl (der Tage) vollendet und Gott dafür hochpreiset, dass Er
euch rechtgeleitet hat, und dass ihr dankbar werdet. 186 Wenn dich meine Diener nach Mir fragen, so
bin Ich nahe, und Ich erhöre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich anruft. Sie sollen nun auf Mich
hören, und sie sollen an Mich glauben, auf dass sie einen rechten Wandel zeigen. 187 Erlaubt ist euch,
in der Nacht während der Fastenzeit Umgang mit euren Frauen zu haben. Sie sind eine Bekleidung für
euch, und ihr seid eine Bekleidung für sie. Gott weiß, dass ihr euch immer wieder selbst betrogen
habt, so hat Er sich euch gnädig wieder zugewandt und euch verziehen. Verkehrt nunmehr mit ihnen
und trachtet nach dem, was Gott euch vorgeschrieben hat. Und eßt und trinkt, bis ihr in der
Morgendämmerung den weißen Faden vom schwarzen Faden unterscheiden könnt. Danach vollzieht
das Fasten bis zur Nacht. Und verkehrt nicht mit ihnen, während ihr in den Moscheen eine
Einkehrzeit einlegt. Dies sind die Bestimmungen Gottes, tretet ihnen nicht zu nahe. So macht Gott
den Menschen seine Zeichen deutlich, auf dass sie gottesfürchtig werden. 188 Und verzehrt nicht
untereinander euer Vermögen durch Betrug, und übergebt es nicht den Richtern, um einen Teil des
Vermögens der Menschen in sündhafter Weise wissentlich zu verzehren. 189 Sie fragen dich nach
den Neumonden. Sprich: Sie sind Zeitbestimmungen für die Menschen und für die Wallfahrt. Und
Frömmigkeit besteht nicht darin, dass ihr durch die Hinterseite in die Häuser geht. Frömmigkeit
besteht darin, dass man gottesfürchtig ist. Geht also in die Häuser durch ihre Türen. Und fürchtet
Gott, auf dass es euch wohl ergehe.
2:190 Und kämpft auf dem Weg Gottes gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, und begeht keine
Übertretungen. Gott liebt die nicht, die Übertretungen begehen. 19l Und tötet sie, wo immer ihr sie
trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben. Denn Verführen ist schlimmer als Töten.
Kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie gegen
euch kämpfen, dann tötet sie. So ist die Vergeltung für die Ungläubigen. 192 Wenn sie aufhören, so
ist Gott voller Vergebung und barmherzig. 193 Kämpft gegen sie, bis es keine Verführung mehr gibt
und bis die Religion nur noch Gott gehört. Wenn sie aufhören, dann darf es keine Übertretung geben,
es sei denn gegen die, die Unrecht tun. 194 Ein heiliger Monat (darf zur Vergeltung dienen) für einen
heiligen Monat Bei den heiligen Dingen gilt die Wiedervergeltung. Wer sich gegen euch vergeht,
gegen den dürft ihr euch ähnlich vergehen, wie er sich gegen euch vergeht. Und fürchtet Gott und
wisst, dass Gott mit den Gottesfürchtigen ist.
2:195 Und spendet auf dem Weg Gottes und streckt nicht eure Hände nach dem Verderben aus , und tut
Gutes. Gott liebt die, die Gutes tun. 196 Und vollzieht die Wallfahrt und den Pilgerbesuch für Gott.
Wenn ihr behindert seid, dann gebt, was an Opfertieren erschwinglich ist. Und schert euch nicht den
Kopf, bis die Opfertiere ihren erlaubten Schlachtort erreicht haben. Wer von euch krank ist oder ein
Leiden am Kopf hat, der hat eine Ersatzleistung zu bringen: Fasten oder Almosen oder Tieropfer.
Wenn ihr nun in Sicherheit seid, so soll derjenige, der nach dem Pilgerbesuch (das normale Leben)
bis zur (Zeit der) Wallfahrt genossen hat, darbringen, was an Opfertieren erschwinglich ist. Wer es
nicht vermag, der soll während der Wallfahrt drei Tage fasten und sieben, nachdem ihr zurückgekehrt
seid: Das sind insgesamt zehn. Dies gilt für den, dessen Angehörige nicht im Bezirk der heiligen
Moschee wohnen. Fürchtet Gott und wisst, dass Gott eine harte Strafe verhängt. 197 Die Wallfahrt
findet in bekannten Monaten statt. Wer sich in ihnen die Wallfahrt auferlegt, hat sich während der
Wallfahrt des Geschlechtsumgangs, des Frevels und des Streites zu enthalten. Und was ihr an Gutem
tut, das weiß Gott. Und versorgt euch mit Wegzehrung. Aber die beste Wegzehrung ist die
Gottesfurcht. Und fürchtet Mich, o ihr Einsichtigen. 198 Es ist für euch kein Vergehen, dass ihr nach
einer Huld von eurem Herrn strebt. Und wenn ihr von Arafat herabeilt, dann gedenket Gottes vor
der heiligen Kultstätte. Gedenket Seiner, wie Er euch rechtgeleitet hat. Ihr gehörtet ja vordem zu
denen, die irregehen. 199 Dann eilt herab, von wo die Menschen herabeilen, und bittet Gott um
Vergebung. Gott ist voller Vergebung und barmherzig.
2:200 Und wenn ihr eure Riten beendet habt, dann gedenket Gottes, wie ihr eurer Väter (früher) gedacht
habt oder mit noch innigerem Gedenken. Unter den Menschen gibt es welche, die sagen: »Unser
Herr, beschenke uns im Diesseits.« Diese haben im Jenseits keinen Anteil. 201 Und unter ihnen gibt
es welche, die sagen: »Unser Herr, schenke uns im Diesseits Gutes und auch im Jenseits Gutes, und
bewahre uns vor der Pein des Feuers.« 202 Diese erhalten einen Anteil von dem, was sie sich
erworben haben. Gott ist schnell im Abrechnen. 203 Und gedenket Gottes in einer bestimmten Anzahl
von Tagen. Wer sich beeilt und es in zwei Tagen durchführt, den trifft keine Schuld. Und wer längere
Zeit braucht, den trifft auch keine Schuld . (Dies gilt) für den, der gottesfürchtig ist. Fürchtet Gott
und wisst, dass ihr zu Ihm versammelt werdet. 204 Und unter den Menschen gibt es einen, dessen
Reden über das diesseitige Leben dir gefällt und der Gott zum Zeugen anruft für das, was in seinem
Herzen ist. Dabei ist er der streitsüchtigste Widersacher.
2:205 Und wenn er an der Macht ist , reist er auf der Erde umher, um Unheil auf ihr zu stiften und
Saatfelder und Nachwuchs zu verderben. Aber Gott liebt das Unheil nicht. 206 Und wenn man zu ihm
sagt: »Fürchte Gott«, so führt ihn die Überheblichkeit zur Schuld. So ist die Hölle das, was für ihn
eben ausreicht. Welch schlimme Lagerstätte! 207 Und unter den Menschen gibt es auch einen, der
sich selbst veräußern würde im Streben nach dem Wohlwollen Gottes. Und Gott hat Mitleid mit den
Dienern. 208 O ihr, die ihr glaubt, tretet allesamt in die Ergebung und folgt nicht den Fußstapfen
des Satans. Er ist euch ein offenkundiger Feind. 209 Wenn ihr aber strauchelt, nachdem die
deutlichen Zeichen zu euch gekommen sind, so wisst, dass Gott mächtig und weise ist.
2:210 Erwarten sie denn etwas anderes, als dass Gott zu ihnen in schattenspendenden Wolken kommt,
und auch die Engel? Die Angelegenheit ist dann entschieden. Und zu Gott werden alle
Angelegenheiten zurückgebracht. 211 Frag die Kinder Israels, wie viele deutliche Zeichen Wir ihnen
zukommen ließen. Wenn aber einer die Gnade Gottes eintauscht, nachdem sie zu ihm gekommen ist,
so verhängt Gott eine harte Strafe. 212 Das diesseitige Leben ist denen, die ungläubig sind,
verlockend gemacht worden, und sie verhöhnen diejenigen, die glauben. Aber diejenigen, die
gottesfürchtig sind, stehen am Tag der Auferstehung über ihnen. Und Gott beschert den
Lebensunterhalt, wem Er will, ohne (viel) zu rechnen. 213 Die Menschen waren eine einzige
Gemeinschaft. Dann ließ Gott die Propheten als Freudenboten und Warner erstehen. Er sandte mit
ihnen das Buch mit der Wahrheit herab, damit es zwischen den Menschen über das urteile, worüber
sie uneins waren. Und nur jene, denen es zuteil wurde, waren darüber uneins, nachdem die deutlichen
Zeichen zu ihnen gekommen waren — dies aus ungerechter Auflehnung untereinander. Nun hat Gott
die, die glauben, mit seiner Erlaubnis zu der Wahrheit geleitet, über die sie uneins waren. Und Gott
führt, wen Er will, zu einem geraden Weg. 214 Oder meint ihr, dass ihr ins Paradies eingehen werdet,
noch ehe euch das gleiche widerfahren ist wie denen, die vor euch dahingegangen sind? Not und
Drangsal berührten sie, und sie wurden hin und her geschüttelt, so dass der Gesandte und diejenigen,
die mit ihm gläubig waren, dann sagten: Wann kommt die Unterstützung Gottes? Wahrlich, die
Unterstützung Gottes ist nahe.
2:215 Sie fragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: Was ihr an Gutem spendet, das sei für die Eltern,
die Angehörigen, die Waisen, die Bedürftigen und den Reisenden. Und was ihr an Gutem tut, Gott
weiß es. 216 Vorgeschrieben ist euch der Kampf, obwohl er euch zuwider ist. Aber vielleicht ist euch
etwas zuwider, während es gut für euch ist. Und vielleicht liebt ihr etwas, während es schlecht für
euch ist. Und Gott weiß, ihr aber wisst nicht Bescheid. 217 Sie fragen dich nach dem heiligen Monat,
nach dem Kampf in ihm. Sprich: Der Kampf in ihm ist schwerwiegend; aber (die Menschen) vom
Wege Gottes abweisen, an Ihn nicht glauben, den Zugang zur heiligen Moschee verwehren und deren
Anwohner daraus vertreiben, (all das) wiegt bei Gott schwerer. Verführen wiegt schwerer als Töten.
Sie hören nicht auf, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurer Religion abbringen, wenn sie es
können. Diejenigen von euch, die sich nun von ihrer Religion abwenden und als Ungläubige sterben,
deren Werke sind im Diesseits und im Jenseits wertlos. Das sind die Gefährten des Feuers; sie werden
darin ewig weilen. 218 Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die ausgewandert sind und sich auf
dem Weg Gottes eingesetzt haben, dürfen auf die Barmherzigkeit Gottes hoffen. Und Gott ist voller
Vergebung und barmherzig. 219 Sie fragen dich nach dem Wein und dem Glücksspiel. Sprich: In
ihnen liegt eine große Sünde und auch vielfacher Nutzen für die Menschen. Aber die Sünde in ihnen
ist größer als der Nutzen. Und sie fragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: Das Entbehrliche. So
macht Gott euch die Zeichen deutlich, auf dass ihr nachdenkt
2:220 über das Diesseits und das Jenseits. Und sie fragen dich nach den Waisen. Sprich: Für sie Ordnung
schaffen ist besser. Aber wenn ihr den Umgang mit ihnen pflegt, so sind sie eure Brüder. Und Gott
weiß den Unheilstifter zu unterscheiden von dem, der Ordnung schafft. Und wenn Gott gewollt hätte,
hätte Er euch in Bedrängnis gebracht. Gott ist mächtig und weise. 221 Und heiratet nicht
polytheistische Frauen, bis sie gläubig geworden sind. Wahrlich, eine gläubige Sklavin ist besser als
eine polytheistische Frau, auch wenn sie euch gefallen sollte. Und laßt die Polytheisten nicht zur
Heirat zu, bis sie gläubig geworden sind. Wahrlich, ein gläubiger Sklave ist besser als ein Polytheist,
auch wenn er euch gefallen sollte. Jene rufen zum Feuer. Gott aber ruft zum Paradies und zur
Vergebung mit seiner Erlaubnis. Und Er macht den Menschen seine Zeichen deutlich, auf dass sie es
bedenken. 222 Und sie fragen dich nach der Menstruation. Sprich: Sie ist ein Leiden. So haltet euch
von den Frauen während der Menstruation fern und nähert euch ihnen nicht, bis sie wieder rein sind.
Wenn sie sich nun gereinigt haben, dann geht zu ihnen, wie Gott es euch befohlen hat. Gott liebt die
Bußfertigen, und Er liebt die, die sich reinigen. 223 Eure Frauen sind für euch ein Saatfeld. Geht zu
eurem Saatfeld, wo immer ihr wollt. Und schickt für euch (etwas Gutes) voraus. Und fürchtet Gott
und wisst, dass ihr Ihm begegnen werdet. Und verkünde den Gläubigen frohe Botschaft. 224 Und
macht Gott nicht bei euren Eiden zu einem Hinderungsgrund, Pietät zu üben und gottesfürchtig zu
sein und Frieden unter den Menschen zu stiften. Und Gott hört und sieht alles.
2:225 Gott belangt euch nicht wegen unbedachter Rede in euren Eiden. Aber Er belangt euch wegen
dessen, was eure Herzen begehen. Und Gott ist voller Vergebung und langmütig. 226 Diejenigen, die
schwören, sich ihrer Frauen zu enthalten, haben vier Monate zu warten. Wenn sie es aber
zurücknehmen, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig. 227 Und wenn sie sich zur Entlassung
entschließen — siehe, Gott hört und weiß alles. 228 Die entlassenen Frauen haben drei Perioden lang
zu warten. Es ist ihnen nicht erlaubt, zu verschweigen, was Gott in ihrem Schoß erschaffen hat, so sie
an Gott und den Jüngsten Tag glauben. Ihre Gatten haben eher das Recht, sie während dieser Zeit
zurückzunehmen, wenn sie eine Aussöhnung anstreben. Und sie haben Anspruch auf dasselbe, was
ihnen obliegt, und dies auf rechtliche Weise. Die Männer stehen eine Stufe über ihnen. Und Gott ist
mächtig und weise. 229 Die Entlassung darf zweimal erfolgen. Dann müssen sie entweder in
rechtlicher Weise behalten oder im Guten freigegeben werden. Und es ist euch nicht erlaubt, etwas
von dem, was ihr ihnen zukommen ließet, zu nehmen, es sei denn, beide fürchten, die Bestimmungen
Gottes nicht einzuhalten. Und wenn ihr fürchtet, dass die beiden die Bestimmungen Gottes nicht
einhalten werden, so besteht für sie beide kein Vergehen in bezug auf das, womit sie sich loskauft.
Dies sind die Bestimmungen Gottes, übertretet sie nicht. Diejenigen, die Gottes Bestimmungen
übertreten, das sind die, die Unrecht tun.
2:230 Wenn er sie entläßt, so ist sie ihm nicht mehr erlaubt, ehe sie nicht einen anderen Gatten geheiratet
hat. Wenn dieser sie entläßt, dann ist es für sie kein Vergehen, wieder zueinander zurückzukehren,
wenn sie meinen, die Bestimmungen Gottes einhalten zu können. Dies sind die Bestimmungen
Gottes. Er macht sie deutlich für Leute, die Bescheid wissen. 231 Und wenn ihr die Frauen entlaßt
und sie das Ende ihrer Frist erreichen, dann behaltet sie in rechtlicher Weise oder gebt sie in
rechtlicher Weise frei. Behaltet sie aber nicht aus Schadenslust, um Übertretungen zu begehen. Wer
dies tut, der hat sich selbst Unrecht getan. Und nehmt euch nicht die Zeichen Gottes zum Gegenstand
des Spottes, und gedenket der Gnade Gottes zu euch und dessen, was Er von dem Buch und der
Weisheit auf euch herabgesandt hat, um euch damit zu ermahnen. Und fürchtet Gott und wisst, dass
Gott über alle Dinge Bescheid weiß. 232 Und wenn ihr die Frauen entlaßt und sie das Ende ihrer Frist
erreichen, dann hindert sie nicht, ihre Gatten wieder zu heiraten, falls sie sich in rechtlicher Weise
geeinigt haben. Damit wird derjenige von euch ermahnt, der an Gott und den Jüngsten Tag glaubt.
Dies ist lauterer und reiner für euch. Und Gott weiß, ihr aber wisst nicht Bescheid. 233 Und die
Mütter sollen ihre Kinder zwei volle Jahre stillen. Das gilt für den, der das Stillen bis zum Ende
führen will. Und derjenige, dem das Kind geboren wurde, hat für ihren Lebensunterhalt und ihre
Kleidung in rechtlicher Weise zu sorgen. Von niemandem wird mehr gefordert, als er vermag. Einer
Mutter darf nicht wegen ihres Kindes Schaden zugefügt werden, und auch nicht dem Vater wegen
seines Kindes. Und der Erbe hat dieselben Verpflichtungen. Wenn sie sich jedoch in beiderseitigem
Einvernehmen und nach Beratung für die Entwöhnung entscheiden, so ist das für sie kein Vergehen.
Und wenn ihr eure Kinder stillen lassen wollt, so ist das für euch kein Vergehen, sofern ihr das, was
ihr (an Lohn) ausgesetzt habt, in rechtlicher Weise übergebt. Und fürchtet Gott. Und wisst, Gott sieht
wohl, was ihr tut. 234 Und wenn welche von euch abberufen werden und Gattinnen zurücklassen, so
sollen diese vier Monate und zehn Tage zuwarten. Und wenn sie das Ende ihrer Frist erreicht haben,
so besteht für euch kein Vergehen, wenn sie über sich in rechtlicher Weise verfügen. Und Gott hat
Kenntnis von dem, was ihr tut.
2:235 Und es ist für euch kein Vergehen, wenn ihr Heiratsabsichten gegenüber solchen Frauen andeutet
oder bei euch innerlich hegt. Gott weiß, dass ihr an sie denken werdet. Aber vereinbart nichts
heimlich mit ihnen, es sei denn, ihr sagt etwas, was sich geziemt. Und entscheidet euch nicht, die Ehe
zu schließen, bis die vorgeschriebene Frist zu Ende gegangen ist. Und wisst, dass Gott weiß, was in
eurem Innern ist. So nehmt euch davor in acht. Und wisst, dass Gott voller Vergebung und langmütig
ist.
2:236 Es ist für euch kein Vergehen, wenn ihr die Frauen entlaßt, solange ihr sie noch nicht berührt oder
für sie noch keine Morgengabe ausgesetzt habt. Und sichert ihnen — der Wohlhabende nach seinem
Maß und der Unbemittelte nach seinem Maß — eine Versorgung auf rechtliche Weise. (Dies gilt) als
Rechtspflicht für die Rechtschaffenen. 237 Und wenn ihr sie entlaßt, noch ehe ihr sie berührt habt,
während ihr für sie eine Morgengabe ausgesetzt habt, so (steht ihnen) die Hälfte von dem (zu), was
ihr ausgesetzt habt, es sei denn, sie lassen (etwas davon) nach oder der, unter dessen Obhut die
Eheschließung steht, läßt (etwas davon) nach. Und wenn ihr etwas nachlaßt, entspricht das eher der
Gottesfurcht. Und vergeßt den Großmut untereinander nicht. Gott sieht wohl, was ihr tut. 238 Haltet
die Gebete ein, besonders das mittlere Gebet. Und steht vor Gott in demütiger Ergebenheit. 239 Und
wenn ihr etwas befürchtet, (so betet), ob ihr nun zu Fuß seid oder reitet. Und so ihr in Sicherheit seid,
dann gedenket Gottes, wie er euch gelehrt hat, was ihr nicht wußtet.
2:240 Und diejenigen von euch, die abberufen werden und Gattinnen zurücklassen, haben ihren Gattinnen
eine Versorgung für ein Jahr zu vermachen, ohne sie (aus dem Haus) auszuweisen. Wenn sie aber von
sich aus ausziehen, so besteht für euch kein Vergehen, wenn sie über sich in rechtlicher Weise
verfügen. Und Gott ist mächtig und weise. 241 Und den entlassenen Frauen steht eine Versorgung in
rechtlicher Weise zu. (Das gilt) als Rechtspflicht für die Gottesfürchtigen. 242 so macht Gott euch
seine Zeichen deutlich, auf dass ihr verständig werdet. 243 Hast du nicht auf jene geschaut, die zu
Tausenden aus ihren Wohnstätten auszogen aus Angst vor dem Tod? Gott sprach zu ihnen: »Sterbet.«
Dann machte Er sie wieder lebendig. Gott ist voller Huld gegen die Menschen. Aber die meisten
Menschen sind nicht dankbar. 244 Und kämpft auf dem Weg Gottes. Und wisst, dass Gott alles hört
und sieht.
2:245 Wer ist es, der Gott ein gutes Darlehen leiht? Er wird ihm vielfach verdoppeln. Und Gott teilt
bemessen und auch großzügig zu. Und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht. 246 Hast du nicht auf die
Vornehmen unter den Kindern Israels nach Mose geschaut, als sie zu einem ihrer Propheten sagten:
»Setz uns einen König ein, damit wir auf dem Weg Gottes kämpfen.« Er sagte: »Kann es aber
möglich sein, dass ihr, wenn euch vorgeschrieben wird zu kämpfen, doch nicht kämpft?« Sie sagten:
»Warum sollten wir denn nicht auf dem Weg Gottes kämpfen, wo wir doch aus unseren Wohnstätten
und von unseren Söhnen vertrieben worden sind?« Als ihnen aber vorgeschrieben wurde zu kämpfen,
kehrten sie sich ab bis auf wenige von ihnen. Und Gott weiß Bescheid über die, die Unrecht tun. 247
Und ihr Prophet sagte zu ihnen: »Gott hat euch Talut zum König eingesetzt.« Sie sagten: »Wie sollte
er die Königsherrschaft über uns erhalten, wo wir doch eher Recht auf die Königsherrschaft haben als
er und ihm kein beachtliches Vermögen zuteil wurde?« Er sagte: »Gott hat ihn vor euch auserwählt
und ihm darüber hinaus ein größeres Maß an Wissen und Körperstatur gegeben. Und Gott läßt seine
Königsherrschaft zukommen, wem Er will. Und Gott umfaßt und weiß alles.« 248 Und ihr Prophet
sagte zu ihnen: »Das Zeichen seiner Königsherrschaft wird sein, dass die Lade, in der eine Ruhe
spendende Gegenwart von eurem Herrn ist und ein Rest von dem, was die Sippe Moses und die Sippe
Aarons hinterlassen haben , zu euch kommt, getragen von den Engeln. Darin ist für euch ein
Zeichen, so ihr gläubig seid.« Und als Talut mit den Truppen ausrückte , sagte er: »Gott wird euch
mit einem Fluß prüfen. Wer daraus trinkt, gehört nicht zu mir, und wer davon nicht kostet, gehört zu
mir, ausgenommen, wer nur eine Handvoll schöpft.« Da tranken sie daraus bis auf wenige von ihnen.
Und als er und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, den Fluß überquert hatten, sagten sie: »Wir
haben heute keine Kraft gegen Goliat und seine Truppen.« Da sagten diejenigen, die damit rechneten,
dass sie Gott begegnen werden: Wie manche geringe Schar hat doch schon mit Gottes Erlaubnis eine
große Schar besiegt! Und Gott ist mit den Standhaften.
2:250 Und als sie sich gegen Goliat und seine Truppen stellten, sagten sie:» Unser Herr, gieße
Standhaftigkeit über uns aus, festige unsere Schritte und unterstütze uns gegen die ungläubigen
Leute.« 251 Und sie schlugen sie mit Gottes Erlaubnis. Und David tötete Goliat. Und ihm ließ Gott
die Königsherrschaft und die Weisheit zukommen, und Er lehrte ihn manches, was Er eben wollte.
Und würde Gott nicht die einen Menschen durch die anderen abwehren, so würde die Erde voller
Unheil sein. Aber Gott ist voller Huld gegen die Weltenbewohner. 252 Das sind die Zeichen Gottes.
Wir verlesen sie dir der Wahrheit entsprechend. Und du bist gewiß einer der Gesandten. 253 Das sind
die Gesandten. Wir haben die einen von ihnen vor den anderen bevorzugt. Unter ihnen sind welche,
mit denen Gott gesprochen hat. Einige von ihnen hat Er um Rangstufen erhöht. Und Wir haben Jesus,
dem Sohn Marias, die deutlichen Zeichen zukommen lassen und ihn mit dem Geist der Heiligkeit
gestärkt. Und wenn Gott gewollt hätte, hätten diejenigen, die nach ihnen lebten, einander nicht
bekämpft, nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen waren. Aber sie sind uneins
geworden. Unter ihnen sind solche, die geglaubt haben, und solche, die ungläubig geworden sind.
Und wenn Gott gewollt hätte, hätten sie einander nicht bekämpft. Aber Gott tut, was Er will. 254 O
ihr, die ihr glaubt, spendet von dem, was Wir euch beschert haben, bevor ein Tag kommt, an dem es
weder Handel noch Freundschaft, noch Fürsprache gibt. Die Ungläubigen sind die, die Unrecht tun.
2:255 Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen. Nicht überkommt Ihn
Schlummer und nicht Schlaf. Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es,
der bei Ihm Fürsprache einlegen kann, es sei denn mit seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und
was hinter ihnen liegt, während sie nichts von seinem Wissen erfassen, außer was Er will. Sein Thron
umfaßt die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, sie zu bewahren. Er ist der Erhabene,
der Majestätische. 256 Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der richtige Wandel unterscheidet sich
nunmehr klar vom Irrweg. Wer also die Götzen verleugnet und an Gott glaubt, der hält sich an der
festesten Handhabe, bei der es kein Reißen gibt. Und Gott hört und weiß alles. 257 Gott ist der Freund
derer, die glauben: Er führt sie aus den Finsternissen hinaus ins Licht. Diejenigen, die nicht glauben,
haben die Götzen zu Freunden; sie führen sie aus dem Licht hinaus in die Finsternisse. Das sind die
Gefährten des Feuers, sie werden darin ewig weilen. 258 Hast du nicht auf den geschaut, der mit
Abraham über seinen Herrn stritt (aus dem Grund), ob Gott es war, der ihm die Königsherrschaft
zukommen ließ? Als Abraham sagte: »Mein Herr ist es, der lebendig macht und sterben läßt.« Er
sagte: »Ich mache lebendig und lasse sterben.« Abraham sagte: »Gott bringt die Sonne vom Osten
her. Bring du sie vom Westen.« Da war der, der ungläubig war, verwirrt. Und Gott leitet die
ungerechten Leute nicht recht. 259 Oder es ist wie mit dem, der an einer Stadt vorbeikam, die bis zu
den Dächern verödet war, Er sagte: »Wie kann Gott diese wieder lebendig machen, nachdem sie
ausgestorben ist?« Da ließ ihn Gott sterben, hundert Jahre, dann erweckte Er ihn. Er sprach: »Wie
lange hast du verweilt?« Er sagte: »Verweilt habe ich einen Tag oder einen Teil von einem Tag.« Er
sprach: »Nein, du hast hundert Jahre verweilt. Schau auf deine Speise und deinen Trank, sie sind nicht
verfault. Und schau auf deinen Esel. Das ist, damit Wir dich zu einem Zeichen für die Menschen
machen. Und schau auf die Gebeine, wie Wir sie aufrichten und sie dann mit Fleisch überziehen.« Als
(dies) ihm deutlich wurde, sagte er: »Ich weiß nun, dass Gott Macht hat zu allen Dingen.«
2:260 Und als Abraham sagte: »Mein Herr, zeig mir, wie Du die Toten wieder lebendig machst.« Er
sprach: »Glaubst du denn nicht?« Er sagte: »Doch. Aber mein Herz soll Ruhe finden.« Er sprach:
»Dann nimm vier Vögel, richte sie auf dich zu (und schlachte sie). Dann lege auf jeden Berg ein
Stück von ihnen, und dann rufe sie. Sie werden zu dir eilends kommen. Und wisse, dass Gott mächtig
und weise ist.« 261 Mit denen, die ihr Vermögen auf dem Weg Gottes spenden, ist es wie mit einem
Saatkorn, das sieben Ähren wachsen läßt mit hundert Körnern in jeder Ähre. Gott gibt das Doppelte,
wem Er will. Gott umfaßt und weiß alles. 262 Diejenigen, die ihr Vermögen auf dem Weg Gottes
spenden und, nachdem sie gespendet haben, nicht auf ihr Verdienst pochen und nicht Ungemach
zufügen, haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht
traurig sein. 263 Freundliche Worte und Verzeihen sind besser als ein Almosen, dem Ungemach folgt,
Gott ist auf niemanden angewiesen und langmütig. 264 O ihr, die ihr glaubt, vereitelt nicht eure
Almosen, indem ihr auf euer Verdienst pocht und Ungemach zufügt, gleich dem, der sein Vermögen
spendet, um von den Menschen gesehen zu werden, und nicht an Gott und den Jüngsten Tag glaubt.
Mit ihm ist es wie mit einem Felsen, der von Erdreich bedeckt ist. Es trifft ihn ein Platzregen und
macht ihn zu einem kahlen Ding. Sie verfügen über nichts von dem, was sie erworben haben. Und
Gott leitet die ungläubigen Leute nicht recht.
2:265 Mit denen, die ihr Vermögen spenden im Streben nach dem Wohlwollen Gottes und zur Festigung
ihrer Seelen, ist es wie mit einem Garten auf einer Anhöhe. Es trifft ihn ein Platzregen, und er bringt
den doppelten Ernteertrag. Und wenn ihn kein Platzregen trifft, dann ist es der Tau. Und Gott sieht
wohl, was ihr tut. 266 Möchte einer von euch einen Garten von Palmen und Weinstöcken haben, unter
dem Bäche fließen und in dem er allerlei Früchte hat? Dann trifft ihn das Alter, während er (noch)
schwache Nachkommen hat. Nun trifft ihn (den Garten.) ein Wirbelsturm mit Feuer, er verbrennt. So
macht Gott euch die Zeichen deutlich, damit ihr nachdenkt. 267 O ihr, die ihr glaubt, spendet von den
köstlichen Dingen, die ihr erworben habt, und von dem, was Wir für euch aus der Erde
hervorgebracht haben. Und sucht nicht das Schlechte davon aus, um es zu spenden, wo ihr es nicht
nehmen würdet, es sei denn, ihr würdet ein Auge zudrücken. Und wisst, dass Gott auf niemanden
angewiesen ist und des Lobes würdig. 268 Der Satan droht euch Armut an und befiehlt euch
Schändliches. Gott verheißt euch Vergebung von seiner Seite und Huld. Gott umfaßt und weiß alles.
269 Er schenkt die Weisheit, wem Er will. Und wem die Weisheit geschenkt wird, dem wird viel
Gutes geschenkt. Jedoch bedenken es nur die Einsichtigen.
2:270 Was ihr an Spenden spendet oder an Gelübden gelobt, Gott weiß es. Diejenigen, die Unrecht tun,
haben keine Helfer. 271 Wenn ihr die Almosen offen zeigt, so ist es schön. Wenn ihr sie geheimhaltet
und den Armen zukommen laßt, so ist es besser für euch, und Er sühnt euch etwas von euren
Missetaten. Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut. 272 Es ist nicht deine Aufgabe, sie rechtzuleiten,
sondern Gott leitet recht, wen Er will. Und was ihr an Gutem spendet, es ist zu eurem Vorteil. Und ihr
spendet nur in der Suche nach dem Antlitz Gottes. Und was ihr an Gutem spendet, wird euch voll
zurückerstattet, und euch wird nicht Unrecht getan. 273 (Die Spenden sind) für die Armen, die auf
dem Weg Gottes Behinderung erleiden, so dass sie nicht im Land umherwandern können. Der
Törichte hält sie für reich wegen ihrer Zurückhaltung. Du erkennst sie an ihrem Merkmal. Sie betteln
die Menschen nicht in aufdringlicher Weise an. Und was ihr an Gutem spendet, Gott weiß es. 274
Diejenigen, die ihr Vermögen bei Nacht und Tag, geheim oder offen, spenden, haben ihren Lohn bei
ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein.
2:275 Diejenigen, die den Zins verzehren, werden nur so aufstehen, wie der aufsteht, den der Satan packt
und zu Boden schlägt. Dies, weil sie sagen: Das Verkaufen ist gleich dem Zinsnehmen. Aber Gott hat
das Verkaufen erlaubt und das Zinsnehmen verboten. Wer eine Ermahnung von seinem Herrn
bekommt und dann aufhört, darf das, was vorher geschah, behalten. Seine Angelegenheit wird Gott
überlassen. Diejenigen aber, die es von neuem tun, das sind die Gefährten des Feuers; darin werden
sie ewig weilen. 276 Gott vernichtet das Zinsnehmen, und Er verzinst die Almosen. Gott liebt keinen,
der sehr ungläubig und sündig ist. 277 Diejenigen, die glauben, die guten Werke tun, das Gebet
verrichten, die Abgabe entrichten, haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten,
und sie werden nicht traurig sein. 278 O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott und laßt künftig, was an
Zinsnehmen anfällt, bleiben, so ihr gläubig seid. 279 Wenn ihr es nicht tut, so erwartet Krieg von Gott
und seinem Gesandten. Wenn ihr umkehrt, steht euch euer Kapital zu; so tut ihr kein Unrecht, und es
wird euch kein Unrecht getan.
2:280 Und wenn ein Schuldner in Bedrängnis ist, dann gewährt ihm Aufschub, bis sich bei ihm
Erleichterung einstellt. Wenn ihr es ihm aber als Almosen erlaßt, ist es besser für euch, so ihr
Bescheid wisst. 281 Und hütet euch vor einem Tag, an dem ihr zu Gott zurückgebracht werdet. Dann
wird jeder Seele voll zurückerstattet, was sie erworben hat. Und ihnen wird nicht Unrecht getan. 282
O ihr, die ihr glaubt, wenn es unter euch um eine Schuld auf eine bestimmte Frist geht, dann schreibt
es auf. Ein Schreiber soll es in eurem Beisein der Gerechtigkeit gemäß aufschreiben. Kein Schreiber
soll sich weigern, zu schreiben, wie Gott ihn gelehrt hat. Er soll schreiben, und der, gegen den das
Recht besteht, soll (es) diktieren, und er soll Gott, seinen Herrn, fürchten und nichts davon abziehen.
Und wenn derjenige, gegen den das Recht besteht, schwachsinnig oder hilflos ist oder nicht selbst zu
diktieren vermag, so soll sein Sachwalter der Gerechtigkeit gemäß diktieren. Und laßt zwei Zeugen
aus den Reihen eurer Männer (es) bezeugen. Wenn es aber keine zwei Männer gibt, dann sollen es ein
Mann und zwei Frauen sein aus den Reihen der Zeugen, mit denen ihr einverstanden seid, so dass,
wenn eine der beiden sich irrt, die eine von ihnen die andere erinnern kann. Die Zeugen sollen sich
nicht weigern, wenn sie dazu aufgerufen werden. Und unterlaßt nicht aus Verdruß, es aufzuschreiben,
ob es groß oder klein ist, (um es festzulegen) bis zu seiner Frist. Das ist für euch gerechter bei Gott
und richtiger für das Zeugnis, und bewirkt eher, dass ihr keine Zweifel hegt. Es sei denn, es handelt
sich um eine an Ort und Stelle vorhandene Ware, die ihr untereinander aushändigt, dann ist es für
euch kein Vergehen, wenn ihr sie nicht aufschreibt. Und nehmt Zeugen, wenn ihr miteinander
Kaufgeschäfte abschließt. Kein Schreiber und kein Zeuge soll einem Schaden ausgesetzt werden.
Wenn ihr (es) aber tut, so ist das ein Frevel von euch. Und fürchtet Gott. Gott lehrt euch, und Gott
weiß alle Dinge. 283 Und wenn ihr auf einer Reise seid und keinen Schreiber findet, so soll ein Pfand
genommen werden. Und wenn die einen von euch den anderen etwas anvertrauen, so soll derjenige,
dem etwas anvertraut wurde, das ihm Anvertraute zurückgeben, und er soll Gott, seinen Herrn,
fürchten. Und verschweigt nicht das Zeugnis. Wer es verschweigt, dessen Herz ist sündig. Gott weiß,
was ihr tut. 284 Gott gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und ob ihr das, was in
eurem Inneren ist, offenlegt oder geheimhaltet, Gott rechnet mit euch darüber ab. Er vergibt, wem Er
will, und Er peinigt, wen Er will. Und Gott hat Macht zu allen Dingen.
2:285 Der Gesandte glaubt an das, was zu ihm von seinem Herrn herabgesandt wurde, und ebenso die
Gläubigen. Jeder glaubt an Gott und seine Engel und seine Bücher und seine Gesandten. Wir machen
bei keinem seiner Gesandten einen Unterschied. Und sie sagen: »Wir hören, und wir gehorchen.
Schenke uns deine Vergebung, unser Herr. Zu Dir führt der Lebensweg. 286 Gott fordert von
niemandem mehr, als er vermag. Ihm gereicht zum Vorteil, was er erworben hat, und ihm gereicht
zum Schaden, was er begangen hat. Unser Herr, belange uns nicht, wenn wir vergessen und sündigen.
Unser Herr, lege auf uns keine Last, wie Du sie auf die gelegt hast, die vor uns lebten. Unser Herr,
lade uns nichts auf, wozu wir keine Kraft haben. Verzeihe uns, vergib uns und erbarme dich unser. Du
bist unser Schutzherr, so unterstütze uns gegen die ungläubigen Leute.«


Sure 3: Die Sippe ‘Imrans (Al-‘Imran) zu Medina, 200 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
3:1 Alif Lám Mim. 2 Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen. 3 Er hat
auf dich das Buch mit der Wahrheit herabgesandt als Bestätigung dessen, was vor ihm vorhanden
war. Und Er hat die Thora und das Evangelium herabgesandt 4 zuvor als Rechtleitung für die
Menschen, und Er hat die Unterscheidungsnorm herabgesandt. Diejenigen, die die Zeichen Gottes
verleugnen, erhalten eine harte Pein. Und Gott ist mächtig und übt Rache.
3:5 Vor Gott ist nichts verborgen, weder auf der Erde noch im Himmel. 6 Er ist es, der euch im
Mutterschoß gestaltet, wie Er will. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Mächtigen, dem Weisen. 7 Er
ist es, der das Buch auf dich herabgesandt hat. In ihm gibt es eindeutig festgelegte Zeichen — sie sind
die Urnorm des Buches — und andere, mehrdeutige. Diejenigen, in deren Herzen Abweichen von
der Wahrheit steckt, folgen dem, was in ihm mehrdeutig ist, im Trachten danach, (die Menschen) zu
verführen, und im Trachten danach, es (eigener) Deutung zu unterziehen. Um seine Deutung aber
weiß niemand außer Gott. Diejenigen, die im Wissen fest gegründet sind, sagen: »Wir glauben; das
eine und das andere ist von unserem Herrn.« Jedoch bedenken (es) nur die Einsichtigen. 8 Unser Herr,
laß unsere Herzen nicht abweichen, nachdem Du uns rechtgeleitet hast. Und schenke uns von Dir
Barmherzigkeit. Du bist ja der Freigebige. 9 Unser Herr, Du wirst die Menschen auf einen Tag
versammeln, an dem kein Zweifel möglich ist. Gott bricht das Versprechen nicht.
3:10 Denen, die ungläubig sind, werden weder ihr Vermögen noch ihre Kinder vor Gott etwas nützen. Sie
sind der Brennstoff des Feuers. 11 (Es geht ihnen) wie den Leuten des Pharao und denen, die vor
ihnen lebten. Sie erklärten unsere Zeichen für Lüge, so ergriff sie Gott wegen ihrer Sünden. Und Gott
verhängt harte Strafen. 12 Sprich zu denen, die ungläubig sind: Ihr werdet besiegt und zur Hölle
versammelt werden — welch schlimme Lagerstätte! 13 Ihr hattet ein Zeichen in zwei Gruppen, die
aufeinandertrafen: Die eine Gruppe kämpfte auf dem Weg Gottes, die andere war ungläubig. Sie
sahen mit eigenen Augen, dass jene zweimal so zahlreich waren wie sie. Aber Gott stärkt mit seiner
Unterstützung, wen Er will. Darin ist eine Lehre für die Einsichtigen. 14 Verlockend ist den
Menschen gemacht worden die Liebe zu dem, was man begehrt: Frauen, Söhne, ganze Zentner von
Gold und Silber, markierte Pferde, Vieh und Ackerland. Dies ist Nutznießung des diesseitigen
Lebens. Aber bei Gott ist die schöne Heimstatt.
3:15 Sprich: Soll ich euch etwas kundtun, was besser ist als dieses? Für diejenigen, die gottesfürchtig
sind, sind bei ihrem Herrn Gärten, unter denen Bäche fließen und in denen sie ewig weilen werden,
und geläuterte Gattinnen und Wohlgefallen von Gott — Gott sieht wohl die Diener —, 16 (für sie),
die sagen: »Unser Herr, wir glauben, so vergib uns unsere Sünden und bewahre uns vor der Pein des
Feuers«, 17 die geduldig, wahrhaftig und demütig ergeben sind, die Spenden geben und die in der
Morgendämmerung um Vergebung bitten. 18 Gott bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer Ihm,
ebenso die Engel und diejenigen, die das Wissen besitzen. Er steht für die Gerechtigkeit ein. Es gibt
keinen Gott außer Ihm, dem Mächtigen, dem Weisen. 19 Die Religion bei Gott ist der Islam.
Diejenigen, denen das Buch zugekommen ist, sind erst uneins geworden, nachdem das Wissen zu
ihnen gekommen war, dies aus ungerechter Auflehnung untereinander. Wenn aber jemand die
Zeichen Gottes verleugnet — siehe, Gott ist schnell im Abrechnen.
3:20 Wenn sie mit dir streiten, dann sprich: Ich ergebe mich Gott völlig, und auch die, die mir folgen.
Und sprich zu denen, denen das Buch zugekommen ist, und zu den Ungelehrten: Werdet ihr nun
Muslime werden? Wenn sie Muslime werden, folgen sie der Rechtleitung. Wenn sie sich aber
abkehren, so obliegt dir nur die Ausrichtung (der Botschaft). Und Gott sieht wohl die Diener. 21
Denen, die die Zeichen Gottes verleugnen und die Propheten zu Unrecht töten und diejenigen unter
den Menschen töten, die die Gerechtigkeit gebieten, verkünde eine schmerzhafte Pein. 22 Das sind
die, deren Werke im Diesseits und im Jenseits wertlos sind, und sie werden keine Helfer haben. 23
Hast du nicht auf jene geschaut, denen ein Anteil vom Buch zugekommen ist, wie sie zum Buch
Gottes gerufen werden, damit es zwischen ihnen urteilt, und wie dann ein Teil von ihnen den Rücken
kehrt und sich abwendet? 24 Dies, weil sie sagen: »Das Feuer wird uns sicher nur einige gezählte
Tage berühren.« Siehe, betört hat sie in ihrer Religion, was sie immer wieder erdichtet haben.
3:25 Wie wird es wohl sein, wenn Wir sie auf einen Tag versammeln, an dem kein Zweifel möglich ist,
und wenn jeder Seele voll erstattet wird, was sie erworben hat? Und ihnen wir nicht Unrecht getan.
26 Sprich: O Gott, der Du über die Königsherrschaft verfügst, Du gibst die Königsherrschaft, wem
Du willst, und Du nimmst die Königsherrschaft, wem Du willst. Du verleihst Macht, wem Du willst,
und du erniedrigst, wen Du willst. In deiner Hand liegt das Gute. Du hast Macht zu allen Dingen. 27
Du läßt die Nacht in den Tag übergehen, und Du läßt den Tag in die Nacht übergehen. Du bringst das
Lebendige aus dem Toten, und Du bringst das Tote aus dem Lebendigen hervor, und du bescherst
Unterhalt, wem Du willst, ohne (viel) zu rechnen. 28 Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen
anstelle der Gläubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft mit Gott, es sei
denn, ihr hütet euch wirklich vor ihnen. Gott warnt euch vor sich selbst. Und zu Gott führt der
Lebensweg. 29 Sprich: Ob ihr das geheimhaltet, was in eurem Inneren ist, oder es offenlegt, Gott
weiß es. Und Er weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Gott hat Macht zu allen
Dingen.
3:30 An dem Tag, da jede Seele das vorgebracht findet, was sie an Gutem getan hat und was sie an
Bösem getan hat. Sie wird wünschen, es läge zwischen ihr und ihm eine weite Entfernung. Und Gott
warnt euch vor sich selbst. Und Gott hat Mitleid mit den Dienern. 31 Sprich: Wenn ihr Gott liebt,
dann folgt mir, so wird Gott euch lieben und euch eure Sünden vergeben. Und Gott ist voller
Vergebung und barmherzig. 32 Sprich: Gehorchet Gott und dem Gesandten. Wenn sie sich abkehren
— siehe, Gott liebt die Ungläubigen nicht. 33 Gott hat sich Adam, Noah, die Sippe Abrahams und die
Sippe ‘Imrans vor den Weltenbewohnern erwählt, 34 eine Nachkommenschaft, von der die einen von
den anderen stammen. Und Gott hört und weiß alles.
3:35 Als die Frau ‘Imráns sagte: »Mein Herr, ich gelobe Dir das, was in meinem Leib ist, und weihe es
Dir. Nimm es von mir an. Du bist der, der alles hört und weiß.« 36 Als sie mit ihr niederkam, sagte
sie: »Mein Herr, ich habe da ein Mädchen geboren.« Gott wußte doch besser, was sie geboren hatte,
ein männliches Kind ist eben nicht wie ein weibliches. – »Und ich habe sie Maria genannt. Und ich
suche bei Dir Zuflucht für sie und ihre Nachkommenschaft vor dem gesteinigten Satan.« 37 Da nahm
sie ihr Herr auf schöne Weise an und ließ sie auf schöne Weise heranwachsen. Er vertraute sie
Zakaria an. Sooft Zakaria zu ihr in das Heiligtum trat, fand er bei ihr Lebensunterhalt. Er sagte: »O
Maria, woher hast du das?« Sie sagte: »Von Gott. Gott beschert Unterhalt, wem Er will, ohne (viel)
zu rechnen.« 38 Dort rief Zakaria zu seinem Herrn und sagte: »Mein Herr, schenke mir von Dir her
eine gute Nachkommenschaft. Du erhörst ja das Gebet.« 39 Da riefen ihm die Engel, während er im
Heiligtum stand und betete, zu: »Gott verkündet dir Yah,.yá« ; er wird ein Wort von Gott
bestätigen und wird Herrscher, Asket und Prophet sein, einer von den Rechtschaffenen.«
3:40 Er sagte: »Mein Herr, wie soll ich einen Knaben haben, wo ich ein hohes Alter erreicht habe und
meine Frau unfruchtbar ist?« Er sprach:» So ist es; Gott tut, was Er will.« Er sagte: »Mein Herr, setze
mir ein Zeichen.« Er sprach: »Dein Zeichen ist, dass du drei Tage lang zu den Menschen nicht
sprechen wirst, außer durch Winken. Und gedenke viel deines Herrn und preise (Ihn) am Abend und
am Morgen.« 42 Als die Engel sagten: »O Maria, Gott hat dich auserwählt und rein gemacht, und Er
hat dich vor den Frauen der Weltenbewohner auserwählt. 43 O Maria, sei deinem Herrn demütig
ergeben, wirf dich nieder und verneige dich mit denen, die sich verneigen.« 44 Dies gehört zu den
Berichten über das Unsichtbare, die Wir dir offenbaren. Du warst ja nicht bei ihnen, als sie ihre
Losstäbe warfen, wer von ihnen Maria betreuen solle. Und du warst nicht bei ihnen, als sie
miteinander stritten.»
3:45 Als die Engel sagten: »O Maria, Gott verkündet dir ein Wort von Ihm, dessen Name Christus Jesus,
der Sohn Marias, ist; er wird angesehen sein im Diesseits und Jenseits, und einer von denen, die in die
Nähe (Gottes) zugelassen werden. 46 Er wird zu den Menschen sprechen in der Wiege und als
Erwachsener und einer der Rechtschaffenen sein.« 47 Sie sagte : »Mein Herr, wie soll ich ein Kind
bekommen, wo mich kein Mensch berührt hat?« Er sprach: »So ist es; Gott schafft, was Er will.
Wenn Er eine Sache beschlossen hat, sagt Er zu ihr nur: Sei!, und sie ist.« 48 Und Er wird ihn lehren
das Buch, die Weisheit, die Thora und das Evangelium. 49 Und Er wird ihn zu einem Gesandten an
die Kinder Israels machen: Ich komme zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn: Ich schaffe euch
aus Ton etwas wie eine Vogelgestalt, dann blase ich hinein, und es wird zu einem Vogel mit Gottes
Erlaubnis; und ich heile Blinde und Aussätzige und mache Tote wieder lebendig mit Gottes
Erlaubnis; und ich tue euch kund, was ihr eßt und in euren Häusern aufspeichert. Darin ist für euch
ein Zeichen, so ihr gläubig seid.
3:50 Und (ich komme), das zu bestätigen, was von der Thora vor mir vorhanden war, und um euch
einiges von dem zu erlauben, was euch verboten wurde. So komme ich zu euch mit einem Zeichen
von eurem Herrn. Daher fürchtet Gott und gehorchet mir. 51 Gott ist mein Herr und euer Herr, so
dienet Ihm. Das ist ein gerader Weg. 52 Als Jesus Unglauben von ihrer Seite spürte, sagte er: »Wer
sind meine Helfer (auf dem Weg) zu Gott hin?« Die Jünger sagten: »Wir sind die Helfer Gottes. Wir
glauben an Gott. Bezeuge, dass wir gottergeben sind. 53 Unser Herr, wir glauben an das, was Du
herabgesandt hast, und wir folgen dem Gesandten. So verzeichne uns unter denen, die bezeugen.« 54
Sie schmiedeten Ränke, und Gott schmiedete Ränke. Gott ist der beste derer, die Ränke schmieden.
3:55 Als Gott sprach: »O Jesus, Ich werde dich abberufen und zu Mir erheben und dich von denen, die
ungläubig sind, rein machen. Und Ich werde diejenigen, die dir folgen, über die, die ungläubig sind,
stellen bis zum Tag der Auferstehung. Dann wird zu Mir eure Rückkehr sein, und Ich werde zwischen
euch über das urteilen, worüber ihr uneins waret. 56 Diejenigen, die ungläubig sind, werde Ich mit
einer harten Pein peinigen im Diesseits und Jenseits, und sie werden keine Helfer haben.« 57
Denjenigen aber, die glauben und die guten Werke tun, wird Er ihren vollen Lohn erstatten. Gott liebt
die nicht, die Unrecht tun. 58 Das verlesen Wir dir von den Zeichen und der weisen Ermahnung. 59
Mit Jesus ist es vor Gott wie mit Adam. Er erschuf ihn aus Erde, dann sagte Er zu ihm: Sei!, und er
war.
3:60 Es ist die Wahrheit von deinem Herrn. Darum sei nicht einer von den Zweiflern. 61 Und wenn man
mit dir darüber streitet nach dem, was zu dir an Wissen gekommen ist, dann sprich: Kommt her, laßt
uns unsere Söhne und eure Söhne, unsere Frauen und eure Frauen, uns selbst und euch selbst
zusammenrufen und dann den Gemeinschaftseid leisten und den Fluch Gottes auf die Lügner
herabkommen lassen. 62 Das ist gewiß der wahre Bericht. Und es gibt keinen Gott außer Gott. Gott
ist der Mächtige, der Weise. 63 Wenn sie sich abkehren, so weiß Gott über die Unheilstifter Bescheid.
64 Sprich: O ihr Leute des Buches, kommt her zu einem zwischen uns und euch gleich
angenommenen Wort: dass wir Gott allein dienen und Ihm nichts beigesellen, und dass wir nicht
einander zu Herren nehmen neben Gott. Doch wenn sie sich abkehren, dann sagt: »Bezeugt, dass wir
gottergeben sind.«
3:65 O ihr Leute des Buches, warum streitet ihr über Abraham, wo doch die Tora und das Evangelium
erst nach ihm herabgesandt wurden? Habt ihr denn keinen Verstand? 66 Siehe, ihr habt über etwas
gestritten, wovon ihr Wissen habt. Warum streitet ihr denn nun über das, wovon ihr kein Wissen
habt? Gott weiß, ihr aber wisst nicht Bescheid. 67 Abraham war weder Jude noch Christ, sondern er
war Anhänger des reinen Glaubens, ein Gottergebener, und er gehörte nicht zu den Polytheisten. 68
Diejenigen unter den Menschen, die am ehesten Abraham beanspruchen dürfen, sind die, die ihm
gefolgt sind, und dieser Prophet und diejenigen, die glauben. Und Gott ist der Freund der Gläubigen.
69 Eine Gruppe von den Leuten des Buches möchte euch gern in die Irre führen. Aber sie führen nur
sich selbst in die Irre, und sie merken es nicht.
3:70 O ihr Leute des Buches, warum verleugnet ihr die Zeichen Gottes, wo ihr sie selbst bezeugt? 71 O
ihr Leute des Buches, warum verkleidet ihr die Wahrheit mit dem Falschen und verschweigt die
Wahrheit, wo ihr es wisst? 72 Eine Gruppe von den Leuten des Buches sagt: »Glaubt an das, was auf
diejenigen, die glauben, herabgesandt wurde, nur am Anfang des Tages, und verleugnet es an seinem
Ende. Vielleicht werden sie umkehren. 73 Und glaubt nur denen, die eurer Religion folgen.« Sprich:
Die Rechtleitung ist ja die Rechtleitung Gottes. (Fürchtet ihr,) dass (anderen) das gleiche zukommt,
was euch zugekommen ist, oder dass sie mit euch vor eurem Herrn streiten? Sprich: Die Huld liegt in
der Hand Gottes, Er läßt sie zukommen, wem Er will. Gott umfaßt und weiß alles. 74 Er schenkt seine
Barmherzigkeit besonders, wem Er will. Und Gott besitzt große Huld.
3:75 Unter den Leuten des Buches gibt es manch einen, der, wenn du ihm einen Zentner anvertraust, ihn
dir zurückgibt, und manch einen, der, wenn du ihm einen (einzigen) Dinar anvertraust, ihn dir nur
dann zurückgibt, wenn du ihm dauernd zusetzt. Das rührt daher, dass sie sagen: »Man kann uns in
bezug auf die Ungelehrten nicht belangen.« Damit sagen sie über Gott eine Lüge, und sie wissen es.
76 Nein! Wenn einer seine Verpflichtung erfüllt und gottesfürchtig ist — siehe, Gott liebt die
Gottesfürchtigen. 77 Diejenigen, die den Bund Gottes und ihre Eide für einen geringen Preis
verkaufen, haben am Jenseits keinen Anteil. Gott wird sie nicht ansprechen und nicht zu ihnen
schauen am Tag der Auferstehung, und sie auch nicht für rein erklären. Und für sie ist eine
schmerzhafte Pein bestimmt. 78 Unter ihnen gibt es eine Gruppe, die ihre Zungen beim Lesen des
Buches verdrehen, damit ihr meint, es gehöre zum Buch, während es nicht zum Buch gehört, und die
sagen, es sei von Gott her, während es nicht von Gott kommt. Damit sagen sie gegen Gott eine Lüge
aus, und sie wissen es. 79 Es steht keinem Menschen zu, dass Gott ihm das Buch, die Urteilskraft
und die Prophetie zukommen läßt und dass er dann zu den Menschen sagt: »Seid meine Diener
anstelle Gottes.« Vielmehr (wird er sagen): »Seid Gottesgelehrte, da ihr das Buch lehrt und da ihr es
erforscht.«
3:80 Und auch nicht, dass er euch befiehlt, die Engel und die Propheten zu Herren zu nehmen. Kann er
euch den Unglauben befehlen, nachdem ihr Gottergebene geworden seid? 81 Und als Gott die
Verpflichtung der Propheten entgegennahm: »Was immer Ich euch für ein Buch und eine Weisheit
zukommen lasse, wenn danach ein Gesandter zu euch kommt, der bestätigt, was bei euch ist, dann
müßt ihr an ihn glauben und ihn unterstützen.« Er sprach: »Erkennt ihr es an und betrachtet ihr euch
Mir gegenüber daran gebunden?« Sie sagten: »Wir erkennen es an.« Er sprach: »So bezeugt es, und
Ich gehöre mit euch zu den Zeugen.« 82 Diejenigen, die sich danach abkehren, das sind die Frevler.
83 Suchen sie sich etwa eine andere Religion als die Religion Gottes, wo Ihm ergeben ist, was in den
Himmeln und auf der Erde ist, ob freiwillig oder widerwillig, und wo sie (alle) zu Ihm zurückgebracht
werden? 84 Sprich: Wir glauben an Gott und an das, was auf uns herabgesandt wurde, und an das,
was herabgesandt wurde auf Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stämme, und an das, was Mose
und Jesus und den Propheten von ihrem Herrn zugekommen ist. Wir machen bei keinem von ihnen
einen Unterschied. Und wir sind Ihm ergeben.
3:85 Wer eine andere Religion als den Islam sucht, von dem wird es nicht angenommen werden. Und im
Jenseits gehört er zu den Verlierern. 86 Wie sollte Gott Leute rechtleiten, die ungläubig geworden
sind, nachdem sie gläubig waren und bezeugt haben, dass der Gesandte wahrhaftig ist, und nachdem
die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen sind? Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht. 87 Die
Vergeltung für sie ist, dass der Fluch Gottes und der Engel und der Menschen allesamt über sie
kommt . 88 Sie werden darin ewig weilen. Ihnen wird die Pein nicht erleichtert, und ihnen wird kein
Aufschub gewährt, 89 außer denen, die danach umkehren und Besserung zeigen. Denn Gott ist voller
Vergebung und barmherzig.
3:90 Von denen, die, nachdem sie gläubig waren, ungläubig werden und an Unglauben zunehmen, wird
ihre Reue nicht angenommen werden. Das sind die, die irregehen. 91 Von denen, die ungläubig
geworden sind und als Ungläubige sterben — nicht die Erde voll Gold würde von einem von ihnen
angenommen, auch wenn er sich damit loskaufen wollte. Für sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt,
und sie werden keine Helfer haben. 92 Ihr werdet die (wahre) Frömmigkeit nicht erlangen, bis ihr von
dem spendet, was ihr liebt. Und was immer ihr spendet, Gott weiß es. 93 Alle Speisen waren den
Kindern Israels erlaubt, außer dem, was Israel sich selbst verboten hat. Durch ihre Sünden und
Übertretungen haben die Kinder Israels selbst Gott veranlaßt, ihnen zur Strafe Speiseverbote
aufzuerlegen, bevor die Thora herabgesandt wurde. Sprich: Bringt die Thora her und lest sie vor, so
ihr die Wahrheit sagt. 94 Diejenigen, die nach diesem gegen Gott Lügen erdichten, das sind die,
die Unrecht tun.
3:95 Sprich: Gott sagt die Wahrheit. So folgt der Glaubensrichtung Abrahams, als Anhänger des reinen
Glaubens, und er gehörte nicht zu den Polytheisten. 96 Das erste Haus, das für die Menschen errichtet
wurde, ist gewiß dasjenige in Bakka ; voller Segen ist es und Rechtleitung für die Weltenbewohner.
97 In ihm sind deutliche Zeichen. Es ist die Stätte Abrahams, und wer es betritt, ist in Sicherheit. Und
Gott hat den Menschen die Pflicht zur Wallfahrt nach dem Haus auferlegt, allen, die dazu eine
Möglichkeit finden. Und wenn einer ungläubig ist, so ist Gott auf die Weltenbewohner nicht
angewiesen. 98 Sprich: O ihr Leute des Buches, warum verleugnet ihr die Zeichen Gottes? Gott ist
Zeuge über das, was ihr tut. 99 Sprich: O ihr Leute des Buches, warum weist ihr den, der glaubt, vom
Weg Gottes ab, indem ihr euch ihn krumm wünscht, wo ihr doch Zeugen seid? Und Gott läßt nicht
unbeachtet, was ihr tut.
3:100 O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr einer Gruppe derer gehorcht, denen das Buch zugekommen ist,
werden sie euch, nachdem ihr gläubig geworden seid, wieder zu Ungläubigen machen. 101 Wie könnt
ihr ungläubig werden, wo euch die Zeichen Gottes verlesen werden und sein Gesandter unter euch
ist? Wer an Gott festhält, wird zu einem geraden Weg geleitet. 102 O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott,
wie Er richtig gefürchtet werden soll, und sterbt nicht anders denn als Gottergebene. 103 Und haltet
allesamt am Seil Gottes fest und spaltet euch nicht. Und gedenket der Gnade Gottes zu euch, als ihr
Feinde waret und Er Vertrautheit zwischen euren Herzen stiftete, so dass ihr durch seine Gnade
Brüder wurdet; und als ihr euch am Rande einer Feuergrube befandet und Er euch davor rettete. So
macht euch Gott seine Zeichen deutlich, auf dass ihr der Rechtleitung folgt. 104 Aus euch soll eine
Gemeinschaft (von Gläubigen) entstehen, die zum Guten aufrufen, das Rechte gebieten und das
Verwerfliche verbieten. Das sind die, denen es wohl ergeht.
3:105 Und seid nicht wie diejenigen, die sich gespalten haben und uneins geworden sind, nachdem die
deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen waren. Bestimmt ist für sie eine gewaltige Pein, 106 am Tag,
da einige Gesichter weiß und andere Gesichter schwarz sein werden. Zu denen, deren Gesichter
schwarz sein werden, (wird gesprochen): »Wieso seid ihr ungläubig geworden, nachdem ihr gläubig
waret? Kostet nun die Pein dafür, dass ihr ungläubig waret.« 107 Diejenigen aber, deren Gesichter
weiß sein werden, befinden sich in der Barmherzigkeit Gottes; sie werden darin ewig weilen. 108 Das
sind die Zeichen Gottes. Wir verlesen sie dir der Wahrheit entsprechend. Und Gott will kein Unrecht
für die Weltenbewohner. 109 Gott gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und zu Ihm
werden die Angelegenheiten zurückgebracht.
3:110 Ihr seid die beste Gemeinschaft, die je unter den Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet
das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Gott. Würden die Leute des Buches glauben,
es wäre besser für sie. Unter ihnen gibt es Gläubige, aber die meisten von ihnen sind Frevler. 111 Sie
werden euch keinen Schaden, nur geringes Leid zufügen. Und wenn sie gegen euch kämpfen, werden
sie euch den Rücken kehren. Und dann werden sie keine Unterstützung erfahren. 112 Erniedrigung
überdeckt sie, wo immer sie angetroffen werden, es sei denn, sie stehen unter dem Schutz einer
Verbindung mit Gott und einer Verbindung mit Menschen. Und sie ziehen sich den Zorn Gottes zu.
Und Elend überdeckt sie. Dies dafür, dass sie immer wieder die Zeichen Gottes verleugneten und die
Propheten zu Unrecht töteten ; dies dafür, dass sie ungehorsam waren und immer wieder
Übertretungen begingen. 113 Sie sind nicht (alle) gleich. Unter den Leuten des Buches gibt es eine
aufrechte Gemeinschaft. Sie verlesen die Zeichen Gottes zu (verschiedenen) Nachtzeiten, während sie
sich niederwerfen. 114 Sie glauben an Gott und an den Jüngsten Tag. Sie gebieten das Rechte und
verbieten das Verwerfliche und eilen zu den guten Dingen um die Wette. Sie gehören zu den
Rechtschaffenen.
3:115 Was immer sie an Gutem tun, sie werden dafür nicht Undank ernten. Gott weiß über die
Gottesfürchtigen Bescheid. 116 Denen, die ungläubig sind, werden weder ihr Vermögen noch ihre
Kinder vor Gott etwas nützen. Das sind die Gefährten des Feuers; sie werden darin ewig weilen. 117
Mit dem, was sie in diesem irdischen Leben ausgeben, ist es wie mit einem eisigen Wind, der das
Saatfeld von Leuten traf, die sich selbst Unrecht getan hatten, und es vernichtete. Und nicht Gott hat
ihnen Unrecht getan, sondern sie tun sich selbst Unrecht. 118 O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch keine
Vertrauten unter denen, die nicht zu euch gehören. Sie werden euch kein Unheil ersparen. Sie
möchten gern, ihr würdet in Bedrängnis geraten. Der Haß hat sich aus ihrem Munde kundgetan, und
das, was ihre Brust verbirgt, ist schlimmer. Wir haben euch die Zeichen deutlich gemacht, so ihr
verständig seid. 119 Siehe, ihr liebt sie, sie aber lieben euch nicht. Ihr glaubt an das gesamte Buch.
Wenn sie euch treffen, sagen sie: »Wir glauben.« Wenn sie allein sind, beißen sie sich gegen euch die
Fingerspitzen vor Groll. Sprich: Sterbt an eurem Groll. Gott weiß über das innere Geheimnis
Bescheid.
3:120 Wenn euch Gutes widerfährt, tut es ihnen leid, und wenn euch Schlimmes trifft, freuen sie sich
darüber. Wenn ihr euch geduldig und gottesfürchtig zeigt, wird ihre List euch nichts schaden. Gott
umgreift, was sie tun. 121 Und als du von deinen Angehörigen in der Frühe weggingst, um die
Gläubigen in Stellungen zum Kampf einzuweisen . Und Gott hört und weiß alles. 122 Als zwei
Gruppen von euch im Begriff waren, den Mut zu verlieren, wo doch Gott ihr Sachwalter war. Auf
Gott sollen die Gläubigen vertrauen. 123 Gott hat euch doch in Badr unterstützt , als ihr unterlegen
waret. So fürchtet Gott, auf dass ihr dankbar werdet. 124 Als du zu den Gläubigen sagtest: »Genügt es
euch denn nicht, dass euer Herr euch mit dreitausend herabgesandten Engeln beisteht?
3:125 Ja, wenn ihr standhaft und gottesfürchtig seid und sie sogleich gegen euch vorrücken, steht euch
euer Herr bei mit fünftausend gekennzeichneten Engeln.« 126 Und Gott hat es nur deswegen
gemacht, damit es für euch eine Frohbotschaft sei und damit eure Herzen dadurch Ruhe finden — der
Sieg kommt nur von Gott, dem Mächtigen, dem Weisen —, 127 dies, damit Er einen Teil derer,
die ungläubig sind, ausmerze oder sie niederwerfe, so dass sie enttäuscht zurückkehren 128 — dir
steht in dieser Angelegenheit keine Entscheidung zu —,oder damit Er sich ihnen wieder zuwende
oder sie peinige, denn sie sind Leute, die Unrecht tun. 129 Gott gehört, was in den Himmeln und was
auf der Erde ist. Er vergibt, wem Er will, und Er peinigt, wen Er will. Und Gott ist voller Vergebung
und barmherzig.
3:130 O ihr, die ihr glaubt, verzehrt nicht den Zins in mehrfach verdoppelten Beträgen und fürchtet Gott,
auf dass es euch wohl ergehe. 131 Und hütet euch vor dem Feuer, das für die Ungläubigen bereitet ist.
132 Und gehorchet Gott und dem Gesandten, auf dass ihr Erbarmen findet. 133 Wetteifert nach einer
Vergebung von eurem Herrn und zu einem Garten, der so breit ist wie die Himmel und die Erde, der
für die Gottesfürchtigen bereitet ist, 134 die in guten und schlechten Tagen spenden, ihren Groll
unterdrücken und den Menschen verzeihen — Gott liebt die Rechtschaffenen —,
3:135 und die, wenn sie etwas Schändliches begangen oder sich selbst Unrecht getan haben, Gottes
gedenken und um Vergebung für ihre Sünden bitten — und wer vergibt die Sünden außer Gott? —
und auf dem, was sie getan haben, nicht bestehen, wo sie es doch wissen. 136 Deren Lohn ist
Vergebung von ihrem Herrn und Gärten, unter denen Bäche fließen; darin werden sie ewig weilen.
Vorzüglich ist doch der Lohn derer, die (gut) handeln. 137 Schon vor euch wurde (mit den Menschen)
beispielhaft verfahren. Geht auf der Erde umher und schaut, wie das Ende derer war, die (die
Botschaft) für Lüge erklärt haben. 138 Dies ist eine Darlegung für die Menschen und eine
Rechtleitung und eine Ermahnung für die Gottesfürchtigen. 139 Und erlahmt nicht und werdet nicht
traurig, wo ihr doch die Oberhand haben werdet, so ihr gläubig seid.
3:140 Wenn ihr Wunden erlitten habt , so haben die (feindlichen) Leute ähnliche Wunden erlitten.
Solche Tage teilen Wir den Menschen abwechselnd zu. (Dies geschieht) auch, damit Gott diejenigen
in Erfahrung bringe, die glauben, und sich aus euren Reihen Zeugen nehme — und Gott liebt die
nicht, die Unrecht tun —, 141 und damit Gott diejenigen, die glauben, läutere und die Ungläubigen
vernichte, 142 — oder meint ihr, dass ihr ins Paradies eingehen werdet, noch ehe Gott in Erfahrung
gebracht hat, wer von ihnen sich eingesetzt hat? — und damit Er in Erfahrung bringe, wer die
Standhaften sind. 143 Und ihr pflegtet euch den Tod zu wünschen, bevor ihr ihm begegnet seid. Nun
habt ihr ihn gesehen, indem ihr zuschautet. 144 Muhammad ist nur ein Gesandter. Vor ihm sind
etliche Gesandte dahingegangen. Werdet ihr denn, wenn er stirbt oder getötet wird, auf euren Fersen
kehrtmachen? Wer auf seinen Fersen kehrtmacht, wird Gott nichts schaden können. Und Gott wird
(es) den Dankbaren vergelten.
3:145 Und niemand kann sterben außer mit der Erlaubnis Gottes gemäß einer Schrift mit festgelegter
Frist. Und wer die Belohnung des Diesseits will, dem geben Wir etwas von ihm. Und wer die
Belohnung des Jenseits will, dem geben Wir etwas von ihm. Und Wir werden (es) den Dankbaren
vergelten. 146 Und so manchen Propheten gab es, mit dem viele Scharen gekämpft haben. Sie
erlahmten nicht wegen dessen, was sie auf dem Weg Gottes traf, und sie wurden nicht schwach, und
sie gaben nicht nach. Und Gott liebt die Standhaften. 147 Und nichts anderes war ihre Rede, als dass
sie sagten: »Unser Herr, vergib uns unsere Schuld und unsere Maßlosigkeit in unserem Anliegen.
Festige unsere Schritte und unterstütze uns gegen die ungläubigen Leute.« 148 So gab ihnen Gott den
Lohn des Diesseits und den schönen Lohn des Jenseits. Und Gott liebt die Rechtschaffenen. 149 O
ihr, die ihr glaubt, wenn ihr denen gehorcht, die nicht glauben, lassen sie euch auf den Fersen
kehrtmachen und als Verlierer zurückkehren.
3:150 Nein, Gott ist euer Schutzherr, und Er ist der beste Helfer. 151 Wir werden den Herzen derer, die
ungläubig sind, Schrecken einjagen dafür, dass sie Gott solche beigesellen, für die Er keine
Ermächtigung herabgesandt hat. Ihre Heimstätte ist das Feuer. Schlimm ist die Bleibe derer, die
Unrecht tun. 152 Und Gott hat euch sein Versprechen wahr gemacht, als ihr sie mit seiner Erlaubnis
vernichtend schluget, bis ihr verzagtet, miteinander über die Angelegenheit strittet und ungehorsam
waret, nachdem Er euch hatte sehen lassen, was ihr liebt — unter euch gibt es welche, die das
Diesseits wollen, und unter euch gibt es welche, die das Jenseits wollen; dann wies Er euch von ihnen
ab, um euch zu prüfen. Und Er hat euch nunmehr verziehen. Gott ist voller Huld gegen die Gläubigen.
153 Als ihr wegliefet, ohne euch nach jemandem umzuwenden, während der Prophet euch weit hinten
zurief. Da belohnte Er euch mit Kummer für (den dem Propheten gemachten) Kummer, damit ihr
nicht traurig seid über das, was euch entgangen war, und auch nicht über das, was euch getroffen
hatte . Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut. 154 Dann, nach dem Kummer, sandte Er auf
euch Sicherheit herab, einen Schlaf, der eine Gruppe von euch überkam, während eine (andere)
Gruppe sich um sich selbst kümmerte, indem sie von Gott etwas anderes als die Wahrheit dachte, wie
in der Zeit der Unwissenheit gedacht wurde. Sie sagten: »Haben wir bei der Angelegenheit etwas zu
entscheiden? Sprich: Gott allein entscheidet in der ganzen Angelegenheit. Sie halten in ihrem Inneren
geheim, was sie dir nicht offenlegen.« Sie sagen: »Wenn wir bei der Angelegenheit etwas zu
entscheiden gehabt hätten, wären wir nicht hier getötet worden.« Sprich: Auch wenn ihr in euren
Häusern geblieben wäret, so wären diejenigen, für die es bestimmt war, getötet zu werden, dennoch
zu ihren Sterbestätten hinausgezogen. (Dies geschieht), damit Gott prüft, was in eurer Brust ist, und
läutert, was in euren Herzen ist. Und Gott weiß über das innere Geheimnis Bescheid.
3:155 Diejenigen von euch, die sich abkehrten am Tag, da die beiden Scharen aufeinandertrafen , die
hat der Satan straucheln lassen wegen etwas von dem, was sie erworben haben. Gott hat ihnen
nunmehr verziehen. Gott ist voller Vergebung und langmütig. 156 O ihr, die ihr glaubt, seid nicht wie
diejenigen, die nicht glauben und die von ihren Brüdern, wenn diese auf der Erde umherzogen oder
sich auf einem Feldzug befanden, sagen: »Wären sie bei uns gewesen, wären sie nicht gestorben und
nicht getötet worden. Gott will dies zu einem Grund zu (tiefem) Bedauern in ihren Herzen machen .
Und Gott macht lebendig und läßt sterben. Und Gott sieht wohl, was ihr tut. 157 Und wenn ihr auf
dem Weg Gottes getötet werdet oder sterbt, so ist Vergebung und Barmherzigkeit von Gott besser als
das, was sie zusammentragen. 158 Und wenn ihr sterbt oder getötet werdet, so werdet ihr gewiß zu
Gott versammelt werden. 159 Es ist um der Barmherzigkeit Gottes willen, dass du ihnen gegenüber
umgänglich warst. Wärest du grob und hartherzig gewesen, wären sie rings um dich fortgelaufen. So
verzeihe ihnen und bitte für sie um Vergebung und ziehe sie zu Rate in den Angelegenheiten. Und
wenn du dich entschlossen hast, dann vertraue auf Gott. Gott liebt ja die, die vertrauen.
3:160 Wenn Gott euch unterstützt, dann kann niemand euch besiegen. Und wenn Er euch im Stich läßt,
wer ist es, der euch daraufhin unterstützen könnte? Auf Gott sollen also die Gläubigen vertrauen. 161
Es steht einem Propheten nicht zu, zu veruntreuen . Wer veruntreut, wird das, was er veruntreut hat,
am Tag der Auferstehung beibringen. Dann wird jeder Seele voll erstattet, was sie erworben hat. Und
ihnen wird nicht Unrecht getan. 162 Ist denn derjenige, der dem Wohlgefallen Gottes folgt, wie der,
der sich den Groll Gottes zuzieht und dessen Heimstätte die Hölle ist? Welch schlimmes Ende! 163
Sie nehmen verschiedene Rangstufen bei Gott ein. Und Gott sieht wohl, was sie tun. 164 Gott hat den
Gläubigen eine Wohltat erwiesen, als Er unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte hat erstehen
lassen, der ihnen seine Zeichen verliest, sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt. Sie
befanden sich ja vorher in einem offenkundigen Irrtum.
3:165 Wie konntet ihr, als euch ein Unglück traf, das ihr (den Feinden) doppelt so arg zugefügt hattet ,
sagen: »Woher kommt das? Sprich: Es kommt von euch selbst. Gott hat Macht zu allen Dingen. 166
Und was euch traf an dem Tag, da die beiden Scharen aufeinandertrafen, das geschah mit der
Erlaubnis Gottes, und damit Er die Gläubigen in Erfahrung bringe, 167 und auch die in Erfahrung
bringe, die heucheln. Und es wurde zu ihnen gesagt: »Kommt her, kämpft auf dem Weg Gottes oder
wehrt die Feinde ab. Sie sagten: Wenn wir wüßten, dass es einen Kampf geben würde, würden wir
euch sicherlich folgen. An jenem Tag waren sie dem Unglauben näher als dem Glauben, sie sagten ja
mit ihrem Munde, was nicht in ihrem Herzen war. Und Gott weiß besser, was sie verschweigen. 168
Das sind diejenigen, die, während sie selbst zurückblieben, von ihren Brüdern sagten: »Hätten sie uns
gehorcht, wären sie nicht getötet worden. Sprich: Wehrt doch den Tod von euch ab, so ihr die
Wahrheit sagt. 169 Halte diejenigen, die auf dem Weg Gottes getötet wurden, nicht für tot . Sie sind
vielmehr lebendig bei ihrem Herrn, und sie werden versorgt,
3:170 und sie freuen sich dabei über das, was Gott ihnen von seiner Huld zukommen ließ. Und sie
erwarten die, die hinter ihnen nachgekommen sind und sie noch nicht eingeholt haben, voll Freude
darüber, dass auch sie nichts zu befürchten haben und nicht traurig sein werden. 171 Sie empfangen
mit Freude Gnade und Huld von Gott und (freuen sich) darüber, dass Gott den Lohn der Gläubigen
nicht verlorengehen läßt. 172 Für diejenigen, die auf Gott und den Gesandten gehört haben, nachdem
sie die Wunde erlitten hatten, — für diejenigen von ihnen, die rechtschaffen und gottesfürchtig waren,
ist ein großartiger Lohn bestimmt. 173 Zu ihnen haben die Menschen gesagt: »Die Menschen haben
sich gegen euch versammelt, daher fürchtet euch vor ihnen. Aber das hat ihren Glauben nur verstärkt,
und sie sagten: »Gott genügt uns.« Welch vorzüglicher Sachwalter! 174 Sie kehrten mit Gnade und
Huld von Gott zurück, nichts Böses berührte sie, und sie folgten dem Wohlgefallen Gottes. Und Gott
besitzt große Huld.
3:175 Das ist der Satan. Er will (euch) vor seinen Freunden angst machen. Habt keine Angst vor ihnen,
Mich sollt ihr fürchten, so ihr gläubig seid. 176 Laß dich nicht durch die betrüben, die im Unglauben
miteinander wetteifern. Sie können Gott nicht schaden. Gott will für sie im Jenseits keinen Anteil
bereithalten. Und bestimmt ist für sie eine gewaltige Pein. 177 Diejenigen, die den Unglauben für den
Glauben erkauft haben, können Gott nichts schaden. Und bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein.
178 Und diejenigen, die ungläubig sind, sollen nicht meinen, es sei besser für sie, dass Wir ihnen
Aufschub gewähren. Wir gewähren ihnen ja Aufschub, damit sie noch mehr Schuld auf sich laden.
Und bestimmt ist für sie eine schmähliche Pein. 179 Nimmer wird Gott die Gläubigen in dem Zustand
belassen, in dem ihr euch befindet; Er will nur das Schlechte vom Guten unterscheiden. Und
nimmer wird Gott euch über das Unsichtbare Auskunft geben. Aber Gott erwählt von seinen
Gesandten, wen Er will. So glaubt an Gott und seine Gesandten. Und wenn ihr glaubt und
gottesfürchtig seid, ist für euch ein großartiger Lohn bestimmt.
3:180 Diejenigen, die mit dem geizen, was Gott ihnen von seiner Huld beschert hat, sollen nicht meinen,
das sei besser für sie. Nein, es ist schlechter für sie. Am Tag der Auferstehung wird ihnen das, womit
sie gegeizt haben, als Halskette umgelegt werden. Gott gehört das Erbe der Himmel und der Erde.
Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut. 181 Gott hat die Rede derer gehört, die da sagten: »Gott
ist arm, wir sind reich . Wir werden aufschreiben, was sie sagten, und dass sie die Propheten zu
Unrecht töteten, und Wir werden sprechen: Kostet die Pein des Höllenbrandes. 182 Dies für das, was
eure Hände vorausgeschickt haben, und weil Gott den Dienern kein Unrecht tut. 183 Das sind die, die
sagten: »Gott hat uns auferlegt, an keinen Gesandten zu glauben, bis er uns ein Opfer bringt, das das
Feuer verzehrt . Sprich: Es sind vor mir Gesandte mit den deutlichen Zeichen und mit dem, was ihr
gesagt habt, zu euch gekommen. Warum habt ihr sie dann getötet, so ihr die Wahrheit sagt? 184
Wenn sie dich der Lüge zeihen, so sind schon vor dir Gesandte der Lüge geziehen worden, die mit
den deutlichen Zeichen gekommen waren, und mit den Schriften und dem erleuchtenden Buch.
3:185 Jeder wird den Tod erleiden. Euch wird euer Lohn am Tag der Auferstehung voll erstattet. Wer
vom Feuer weggerückt und ins Paradies geführt wird, der hat das Ziel erreicht. Das diesseitige Leben
ist ja nur eine betörende Nutznießung. 186 Ihr werdet sicherlich an eurem Vermögen und an euch
selbst geprüft werden, und ihr werdet gewiß von denen, denen das Buch vor euch zugekommen ist,
und von den Polytheisten viel Ungemach hören. Wenn ihr euch aber geduldig und gottesfürchtig
verhaltet, so gehört dies zur Entschlossenheit in den Anliegen. 187 Und als Gott die Verpflichtung
derer, denen das Buch zugekommen ist, entgegennahm: »Ihr müßt es den Menschen deutlich machen
und dürft es nicht verschweigen. Da warfen sie es hinter ihren Rücken und tauschten es gegen einen
geringen Preis. Schlecht ist, was sie erkaufen. 188 Und meine nicht, dass diejenigen, die sich freuen
über das, was sie vollbracht haben, und es lieben, für das gelobt zu werden, was sie nicht getan haben
— meine nicht, sie würden der Pein entrinnen. Bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein. 189 Und
Gott gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde. Und Gott hat Macht zu allen Dingen.
3:190 In der Erschaffung der Himmel und der Erde und im Wechsel von Nacht und Tag sind Zeichen für
die Einsichtigen, 191 die Gottes gedenken, im Stehen und Sitzen und auf ihren Seiten liegend, und
über die Erschaffung der Himmel und der Erde nachdenken: »Unser Herr, Du hast dies nicht umsonst
erschaffen. Preis sei Dir! Bewahre uns vor der Pein des Feuers. 192 Unser Herr, wen Du ins Feuer
eingehen läßt, den hast Du zuschanden gemacht. Diejenigen, die Unrecht tun, werden keine Helfer
haben. 193 Unser Herr, wir haben einen Rufer gehört, der zum Glauben ruft: Glaubt an euren Herrn.
Da haben wir geglaubt. Unser Herr, vergib uns unsere Sünden und sühne uns unsere Missetaten, und
berufe uns mit den Frommen ab. 194 Unser Herr, gib uns das, was Du uns durch deine Gesandten
verheißen hast, und mache uns am Tag der Auferstehung nicht zuschanden. Du brichst das
Versprechen nicht.
3: 195 Da erhörte sie ihr Herr: »Ich lasse keine Tat verlorengehen, die einer von euch getan hat, ob Mann
oder Weib. Die einen stammen ja von den anderen. Denjenigen, die ausgewandert und aus ihren
Wohnstätten vertrieben worden sind und auf meinem Weg Leid erlitten haben, die gekämpft haben
und getötet worden sind, werde Ich ihre Missetaten sühnen und sie in Gärten eingehen lassen, unter
denen Bäche fließen, als Belohnung von Gott. Und bei Gott ist die schöne Belohnung. 196 Laß dich
nicht betören durch das Umherziehen der Ungläubigen im Land. 197 Das ist eine geringe
Nutznießung. Dann wird ihre Heimstätte die Hölle sein – welch schlimme Lagerstätte! 198 Aber für
diejenigen, die ihren Herrn fürchten, sind Gärten bestimmt, unter denen Bäche fließen; darin werden
sie ewig weilen, als Herberge von seiten Gottes. Und was bei Gott ist, ist besser für die Frommen. 199
Unter den Leuten des Buches gibt es welche, die an Gott glauben und an das, was zu euch
herabgesandt wurde, und an das, was zu ihnen herabgesandt wurde, und so zeigen sie sich demütig
gegen Gott. Und sie verkaufen nicht die Zeichen Gottes für einen geringen Preis. Jene haben ihren
Lohn bei ihrem Herrn. Gott ist schnell im Abrechnen.
3:200 O ihr, die ihr glaubt, seid geduldig und miteinander standhaft und einsatzbereit. Und fürchtet Gott,
auf dass es euch wohl ergehe.


Sure 4: Die Frauen (Al-Nisa’) zu Medina, 176 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
4:1 O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen erschuf, aus ihm seine
Gattin (Partner) erschuf und aus ihnen beiden viele Männer und Frauen entstehen und sich ausbreiten
ließ. Und fürchtet Gott, in dessen Namen ihr einander bittet, und (achtet) die Verwandtschaftsbande.
Gott ist Wächter über euch. 2 Und gebt den Waisen ihr Vermögen und tauscht nicht Schlechtes gegen
Gutes aus. Und zehrt nicht ihr Vermögen auf zu eurem Vermögen hinzu. Das wäre eine große Sünde.
3 Und wenn ihr fürchtet, gegenüber den Waisen nicht gerecht zu sein, dann heiratet, was euch an
Frauen beliebt, zwei, drei oder vier. Wenn ihr aber fürchtet, (sie) nicht gleich zu behandeln, dann nur
eine, oder was eure rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Das bewirkt es eher, dass ihr euch vor
Ungerechtigkeit bewahrt. 4 Und gebt den Frauen ihre Morgengabe als Geschenk. Wenn sie euch
freiwillig etwas davon überlassen, so könnt ihr es verbrauchen, und es wird euch zur Freude und zum
Wohl sein.
4:5 Und gebt nicht den Toren euer Vermögen, durch das Gott euch einen Unterhalt verschafft hat.
Versorgt sie damit und kleidet sie, und sagt zu ihnen, was sich geziemt. 6 Und prüft die Waisen.
Sobald sie das Heiratsalter erreicht haben, übergebt ihnen ihr Vermögen, wenn ihr bei ihnen einen
rechten Wandel feststellt. Und zehrt es nicht verschwenderisch und voreilig auf, bevor sie älter
werden. Und wer nicht darauf angewiesen ist, soll sich enthalten; wer arm ist, soll in rechtlicher
Weise davon zehren. Und wenn ihr ihnen ihr Vermögen übergebt, dann laßt es gegen sie bezeugen.
Und Gott genügt als der, der abrechnet. 7 Den Männern steht ein Teil von dem, was die Eltern und die
Angehörigen hinterlassen, zu, und den Frauen steht ein Teil von dem, was die Eltern und die
Angehörigen hinterlassen, zu, mag es wenig oder viel sein; (dies gilt) als Pflichtanteil. 8 Und wenn
die Verwandten, die Waisen und die Bedürftigen bei der Teilung zugegen sind, so gebt ihnen etwas
davon und sagt zu ihnen, was sich geziemt. 9 Fürchten sollen sich diejenigen, die, wenn sie selbst
schwache Nachkommen hinterlassen würden, besorgt um sie wären. Sie sollen Gott fürchten und
zutreffende Worte sprechen.
4:10 Diejenigen, die das Vermögen der Waisen zu Unrecht verzehren, verzehren nur Feuer in ihrem
Bauch. Und sie werden in einem Feuerbrand brennen. 11 Gott trägt euch in bezug auf eure Kinder
(folgendes) auf: Einem männlichen Kind steht soviel wie der Anteil von zwei weiblichen zu; sind es
nur Frauen, über zwei an der Zahl, so stehen ihnen zwei Drittel dessen, was er hinterläßt, zu; ist es nur
eine, so steht ihr die Hälfte zu. Den beiden Eltern steht jedem von ihnen ein Sechstel dessen, was er
hinterläßt, zu, wenn er Kinder hat; wenn er keine Kinder hat und seine Eltern ihn beerben, so steht
seiner Mutter ein Drittel zu. Hat er Brüder, so steht seiner Mutter ein Sechstel zu. (Dies gilt) nach
Berücksichtigung eines Testamentes, das er etwa gemacht hat, oder einer (bestehenden) Schuld. —
Eure Väter und eure Söhne: Ihr wisst nicht, wer von ihnen euch im Nutzen nähersteht. — (Dies ist)
eine Pflicht von seiten Gottes. Gott weiß Bescheid und ist weise. 12 Euch steht die Hälfte dessen, was
eure Gattinnen hinterlassen, zu, wenn sie keine Kinder haben. Wenn sie Kinder haben, dann steht
euch ein Viertel dessen, was sie hinterlassen, zu, und zwar nach Berücksichtigung eines Testamentes,
das sie etwa gemacht haben, oder einer (bestehenden) Schuld. Und es steht ihnen ein Viertel dessen,
was ihr hinterlaßt, zu, wenn ihr keine Kinder habt. Wenn ihr Kinder habt, dann steht ihnen ein Achtel
dessen, was ihr hinterlaßt, zu, und zwar nach Berücksichtigung eines Testamentes, das ihr etwa
gemacht habt, oder einer (bestehenden) Schuld. Und wenn ein Mann oder eine Frau von seitlichen
Verwandten beerbt wird und er einen Bruder oder eine Schwester hat, dann steht einem jeden von
ihnen ein Sechstel zu. Sind es mehr, dann teilen sie sich in ein Drittel, und zwar nach
Berücksichtigung eines Testamentes, das er etwa gemacht hat, oder einer (bestehenden) Schuld. Es
soll kein Schaden zugefügt werden. (Dies ist) ein Auftrag von seiten Gottes. Gott weiß Bescheid und
ist langmütig. 13 Das sind die Rechtsbestimmungen Gottes. Wer Gott und seinem Gesandten
gehorcht, den läßt Er in Gärten eingehen, unter denen Bäche fließen; darin werden sie ewig weilen.
Das ist der großartige Erfolg. 14 Und wer gegen Gott und seinen Gesandten ungehorsam ist und seine
Rechtsbestimmungen übertritt, den läßt Er in ein Feuer eingehen; darin wird er ewig weilen. Und
bestimmt ist für ihn eine schmähliche Pein.
4:15 Gegen diejenigen von euren Frauen, die Schändliches begehen, müßt ihr vier von euch zeugen
lassen. Wenn sie es bezeugen, dann haltet sie in den Häusern fest, bis der Tod sie abberuft oder Gott
ihnen einen Ausweg verschafft. 16 Und wenn zwei von euch es begehen, dann fügt ihnen beiden Leid
zu. Wenn sie bereuen und Besserung zeigen, dann laßt von ihnen ab. Gott schenkt Zuwendung und ist
barmherzig. 17 Gott obliegt es, sich denen (gnädig) zuzuwenden, die aus Unwissenheit das Böse tun
und die dann bald darauf bereuen. Diesen schenkt Gott Zuwendung. Gott weiß Bescheid und ist
weise. 18 Die gnädige Zuwendung gilt aber nicht für die, welche die bösen Taten begehen, so dass
erst, wenn der Tod einem von ihnen naht, dieser sagt: »Ich bereue jetzt« und auch nicht für die, die als
Ungläubige sterben. Diesen haben Wir eine schmerzliche Pein bereitet. 19 O ihr, die ihr glaubt, es ist
euch nicht erlaubt, die Frauen wider ihren Willen zu erben . Und setzt ihnen nicht»zu, um etwas von
dem zu nehmen, was ihr ihnen zukommen ließet, es sei denn, sie begehen eine eindeutige schändliche
Tat. Und geht mit ihnen in rechtlicher Weise um. Wenn sie euch zuwider sind, so ist euch vielleicht
etwas zuwider, während Gott viel Gutes in es hineinlegt.
4:20 Und wenn ihr eine Gattin gegen eine (andere) Gattin eintauschen wollt und ihr der einen von ihnen
einen Zentner habt zukommen lassen, so nehmt nichts davon. Wollt ihr es denn durch Verleumdung
und offenkundige Sünde nehmen? 21 Wie könnt ihr es nehmen, wo ihr bereits zueinander
eingegangen seid und wo sie von euch eine feste Verpflichtung entgegengenommen haben? 22 Und
heiratet nicht solche Frauen, die (vorher) eure Väter geheiratet haben, abgesehen von dem, was bereits
geschehen ist. Das ist etwas Schändliches und Abscheuliches und ein übler Weg. 23 Verboten ist
auch, zu heiraten eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Tanten väterlicherseits und eure
Tanten mütterlicherseits, die Töchter des Bruders und die Töchter der Schwester, eure Mütter, die
euch gestillt haben, und eure Milchschwestern, die Mütter eurer Frauen, eure Stieftöchter, die sich in
eurem Schutz befinden und von euren Frauen stammen, zu denen ihr eingegangen seid — wenn ihr zu
ihnen noch nicht eingegangen seid, dann ist es für euch kein Vergehen —, und die Ehefrauen eurer
Söhne, die aus euren Lenden stammen. (Verboten ist) auch, dass ihr zwei Schwestern zur Frau
zusammen habt, abgesehen von dem, was bereits geschehen ist. Gott ist voller Vergebung und
barmherzig. 24 Und (verboten ist, zu heiraten) die unter Schutz Gestellten unter den Frauen,
ausgenommen das, was eure rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Das ist die Vorschrift Gottes für
euch. Erlaubt ist euch, was jenseits dieser (Gruppe) liegt, dass ihr euch mit eurem Vermögen (Frauen)
sucht in der Absicht, (sie) unter Schutz zu stellen und nicht Unzucht zu treiben. Denen unter ihnen,
die ihr genossen habt, sollt ihr — das ist eine Rechtspflicht — ihren Lohn geben . Es besteht für euch
kein Vergehen, wenn ihr, nachdem die Rechtspflicht festgesetzt ist, darüber hinaus etwas in
gegenseitigem Einvernehmen vereinbart. Gott weiß Bescheid und ist weise.
4:25 Wer von euch keine Mittel besitzt, um unter Schutz gestellte gläubige Frauen zu heiraten, der soll
Frauen heiraten aus den Reihen der gläubigen Mägde, die eure rechte Hand besitzt. Gott weiß besser
Bescheid über euren Glauben. Die einen von euch stammen ja von den anderen. So heiratet sie mit
der Erlaubnis ihrer Herren und gebt ihnen ihren Lohn in rechtlicher Weise, als unter Schutz gestellten
Frauen, die nicht Unzucht treiben und sich keine Liebhaber nehmen. Wenn sie unter Schutz gestellt
worden sind und dann Schändliches begehen, steht für sie darauf an Pein die Hälfte dessen, was für
die unter Schutz gestellten Frauen steht. Dies gilt für denjenigen von euch, der die Bedrängnis
fürchtet. Und wenn ihr euch geduldig zeigt, so ist es besser für euch. Und Gott ist voller Vergebung
und barmherzig. 26 Gott will es euch deutlich machen und euch zu den Verfahrensweisen derer, die
vor euch lebten, leiten und sich euch zuwenden. Gott weiß Bescheid und ist weise. 27 Und Gott will
sich euch zuwenden; diejenigen aber, die den Begierden folgen, wollen, dass ihr eine gewaltige
Abweichung vollzieht. 28 Gott will euch Erleichterung gewähren. Der Mensch ist ja schwach
erschaffen worden. 29 O ihr, die ihr glaubt, verzehrt nicht untereinander euer Vermögen durch
Betrug, es sei denn, es geht um einen Handel in gegenseitigem Einvernehmen. Und tötet nicht
einander. Gott ist barmherzig zu euch.
4:30 Wer es (doch) in Übertretung und Unrecht tut, den werden Wir in einem Feuer brennen lassen. Das
ist Gott ein leichtes. 31 Wenn ihr die schweren Vergehen meidet von dem, was euch untersagt ist,
sühnen Wir euch eure Missetaten und gewähren euch einen ehrenvollen Eingang (ins Paradies). 32
Und wünscht euch nicht das, womit Gott die einen von euch vor den anderen bevorzugt hat. Die
Männer erhalten einen Anteil von dem, was sie erworben haben, und die Frauen erhalten einen Anteil
von dem, was sie erworben haben . Und bittet Gott um etwas von seiner Huld. Gott weiß über alle
Dinge Bescheid. 33 Einem jeden haben Wir Erbfolger gegeben in bezug auf das, was die Eltern und
die Angehörigen hinterlassen. Und gebt denjenigen, mit denen euch eure Eide verbinden, ihren
Anteil. Gott ist ja über alle Dinge Zeuge. 34 Die Männer haben Vollmacht und Verantwortung
gegenüber den Frauen, weil Gott die einen vor den anderen bevorzugt hat und weil sie von ihrem
Vermögen (für die Frauen) ausgeben. Die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben und
bewahren das, was geheimgehalten werden soll, da Gott es geheimhält. Ermahnt diejenigen, von
denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, und entfernt euch von ihnen in den Schlafgemächern und
schlagt sie . Wenn sie euch gehorchen, dann wendet nichts Weiteres gegen sie an. Gott ist erhaben
und groß.
4:35 Und wenn ihr ein Zerwürfnis zwischen beiden (Ehepartnern) befürchtet, dann bestellt einen
Schiedsrichter aus seiner Familie und einen Schiedsrichter aus ihrer Familie. Wenn sie sich aussöhnen
wollen, wird Gott ihnen Eintracht schenken. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem. 36 Und
dient Gott und gesellt Ihm nichts bei. Und behandelt die Eltern gut und die Verwandten, die Waisen,
die Bedürftigen, den verwandten Beisassen, den fremden Beisassen, den Gefährten an eurer Seite, den
Reisenden und das, was eure rechte Hand besitzt. Gott liebt die nicht, die eingebildet und prahlerisch
sind, 37 die geizen und den Leuten befehlen, geizig zu sein, und die verschweigen, was Gott ihnen
von seiner Huld hat zukommen lassen — Wir haben den Ungläubigen eine schmähliche Pein bereitet
—, 38 und die ihr Vermögen spenden, um von den Menschen gesehen zu werden, und nicht an Gott
glauben, und auch nicht an den Jüngsten Tag. Und wenn einer den Satan zum Gesellen hat, so ist das
ein schlimmer Geselle. 39 Was würde ihnen (Schlimmes) widerfahren, wenn sie an Gott und den
Jüngsten Tag glaubten und von dem spendeten, was Gott ihnen beschert hat? Und Gott weiß über sie
Bescheid.
4:40 Gott tut nicht einmal im Gewicht eines Stäubchens Unrecht. Und wenn es eine gute Tat ist, so wird
Er sie verdoppeln und von sich her einen großartigen Lohn zukommen lassen. 41 Wie wird es sein,
wenn Wir von jeder Gemeinschaft einen Zeugen beibringen und dich als Zeugen über diese
beibringen? 42 An jenem Tag werden diejenigen, die ungläubig und gegen den Gesandten
ungehorsam waren, wünschen, sie würden dem Erdboden gleichgemacht, und sie werden vor Gott
keine Aussage verschweigen. 43 O ihr, die ihr glaubt, kommt nicht zum Gebet, während ihr betrunken
seid, bis ihr wisst, was ihr sagt, und auch nicht sexuell verunreinigt — es sei denn, ihr geht vorbei —,
bis ihr euch gewaschen habt. Und wenn ihr krank oder auf Reisen seid, oder wenn einer von euch
vom Abort kommt oder wenn ihr die Frauen berührt habt und ihr kein Wasser findet, dann sucht einen
sauberen Boden und streicht euch über das Gesicht und die Hände. Gott ist voller Verzeihung und
Vergebung. 44 Hast du nicht auf jene geschaut, denen ein Anteil am Buch zugekommen ist, wie sie
den Irrtum erkaufen und wollen, dass ihr vom Weg abirrt?
4:45 Gott weiß besser über eure Feinde Bescheid. Und Gott genügt als Freund, und Gott genügt als
Helfer. 46 Unter denen, die Juden sind, entstellen einige den Sinn der Worte und sagen: »Wir hören
und gehorchen nicht« und: »Höre zu, ohne dass du hören kannst« und: »Achte auf uns« (ra,-’ina,-);
sie verdrehen dabei ihre Zungen und greifen die Religion an. Hätten sie gesagt: »Wir hören und
gehorchen«, und: »Höre« und: »Schau auf uns« (unz,.urna,-), wäre es besser und richtiger für sie.
Aber Gott hat sie wegen ihres Unglaubens verflucht, so glauben sie nur wenig. 47 O ihr, denen das
Buch zugekommen ist, glaubt an das, was Wir hinabgesandt haben zur Bestätigung dessen, was euch
ist, bevor Wir bestimmte Gesichter auswischen und sie auf ihren Rücken kehren oder sie verfluchen,
wie Wir die Gefährten des Sabbats verflucht haben. Und der Befehl Gottes wird ausgeführt. 48 Gott
vergibt nicht, dass Ihm beigesellt wird, und Er vergibt, was darunter liegt, wem Er will. Und wer Gott
(andere) beigesellt, hat eine gewaltige Sünde erdichtet. 49 Hast du nicht auf jene geschaut, die sich
selbst für rein erklären? Nein, Gott erklärt rein, wen Er will, und ihnen wird nicht ein Dattelfädchen
Unrecht getan.
4:50 Schau, wie sie gegen Gott Lügen erdichten! Dies genügt als offenkundige Sünde. 51 Hast du nicht
auf jene geschaut, denen ein Anteil am Buch zugekommen ist, wie sie an die nutzlose Magie und an
die Götzen glauben und von denen, die ungläubig sind, sagen: »Diese folgen einem rechteren Weg als
die, die glauben.« 52 Das sind die, die Gott verflucht hat. Und wen Gott verflucht, für den wirst du
keinen Helfer finden. 53 Oder haben sie etwa einen Anteil an der Königsherrschaft? Auch dann
würden sie den Menschen nicht einmal ein Dattelgrübchen zukommen lassen. 54 Oder beneiden sie
die Menschen um das, was ihnen Gott von seiner Huld hat zukommen lassen? Wir ließen ja der Sippe
Abrahams das Buch und die Weisheit zukommen, und Wir ließen ihnen eine gewaltige
Königsherrschaft zukommen.
4:55 Unter ihnen gab es solche, die daran glaubten, und unter ihnen gab es solche, die sich davon
abwandten. Und die Hölle genügt als Feuerbrand. 56 Diejenigen, die unsere Zeichen verleugnen,
werden Wir in einem Feuer brennen lassen. Sooft ihre Häute gar sind, tauschen Wir ihnen andere
Häute (dagegen) ein, damit sie die Pein kosten. Gott ist mächtig und weise. 57 Und diejenigen, die
glauben und die guten Werke tun, werden Wir in Gärten eingehen lassen, unter denen Bäche fließen;
darin werden sie auf immer ewig weilen. Darin sind geläuterte Gattinnen. Und Wir werden sie in
einen ausgedehnten Schatten eingehen lassen. 58 Gott befiehlt euch, anvertraute Güter ihren
Eigentümern zurückzugeben und, wenn ihr unter den Menschen urteilt, nach Gerechtigkeit zu
urteilen. Wie trefflich ist das, womit Gott euch ermahnt! Gott sieht und hört alles. 59 O ihr, die ihr
glaubt, gehorchet Gott und gehorchet dem Gesandten und den Zuständigen unter euch. Wenn ihr über
etwas streitet, so bringt es vor Gott und den Gesandten, so ihr an Gott und den Jüngsten Tag glaubt.
Das ist besser und führt zu einem schöneren Abschluß.
4:60 Hast du nicht auf jene geschaut, die behaupten, sie glaubten an das, was zu dir herabgesandt wurde,
und an das, was vor dir herabgesandt wurde, wie sie die Streitsachen vor die Götzen bringen wollen,
wo ihnen doch befohlen wurde, sie zu verleugnen? Und der Satan will sie weit abirren lassen. 61 Und
wenn zu ihnen gesagt wird: »Kommt her zu dem, was Gott herabgesandt hat, und zum Gesandten«
siehst du die Heuchler sich klar von dir abwenden. 62 Wie wird es wohl sein, wenn sie ein Unglück
trifft für das, was ihre Hände vorausgeschickt haben, und sie zu dir kommen und bei Gott schwören:
»Wir wollten es ja nur gutmachen und Einvernehmen schaffen« 63 Das sind die, von denen Gott
weiß, was in ihrem Herzen ist. Wende dich von ihnen ab, ermahne sie und sprich zu ihnen über sie
selbst eindringliche Worte. 64 Und Wir haben die Gesandten nur deswegen entsandt, damit man
ihnen gehorcht mit der Erlaubnis»Gottes. Würden sie, da sie gegen sich selbst Unrecht verübt haben,
zu dir kommen und Gott um Vergebung bitten, und würde der Gesandte für sie um Vergebung bitten,
so würden sie sicher finden, dass Gott sich gnädig zuwendet und barmherzig ist.
4:65 Nein, bei deinem Herrn, sie glauben nicht wirklich, bis sie dich zum Schiedsrichter nehmen über
das, was zwischen ihnen umstritten ist, und danach wegen deiner Entscheidung keine Bedrängnis in
ihrem Inneren spüren, sondern sich in völliger Ergebung fügen. 66 Und wenn Wir ihnen
vorgeschrieben hätten: Tötet einander oder zieht aus euren Wohnstätten aus, sie hätten es nicht getan,
bis auf wenige von ihnen. Würden sie doch das tun, wozu sie ermahnt werden, es wäre sicher besser
für sie und würde sie stärker festigen, 67 und Wir würden ihnen von Uns her einen großartigen Lohn
zukommen lassen, 68 und Wir würden sie einen geraden Weg führen. 69 Diejenigen, die Gott und
dem Gesandten gehorchen, befinden sich mit denen, die Gott begnadet hat, von den Propheten, den
Wahrhaftigen, den Märtyrern und den Rechtschaffenen. Welch treffliche Gefährten sind es!
4:70 Das ist die Huld Gottes. Und Gott genügt als der, der Bescheid weiß. 71 O ihr, die ihr glaubt, seid
auf eurer Hut, und rückt in Trupps aus oder rückt zusammen aus. 72 Unter euch gibt es manch einen,
der langsam ausrückt; und wenn euch ein Unglück trifft, sagt er: »Gott hat mir Gnade erwiesen, da ich
nicht mit ihnen dabei war. 73 Und wenn euch eine Huld von Gott her zuteil wird, sagt er sicher, als
hätte zwischen euch und ihm nie Liebe bestanden : O wäre ich doch mit ihnen gewesen, so hätte ich
einen großartigen Erfolg erlangt! 74 So sollen diejenigen, die das diesseitige Leben gegen das Jenseits
verkaufen, auf dem Weg Gottes kämpfen. Und wer auf dem Weg Gottes kämpft und daraufhin getötet
wird oder siegt, dem werden Wir einen großartigen Lohn zukommen lassen.
4:75 Was hindert euch daran, zu kämpfen auf dem Weg Gottes und für diejenigen unter den Männern,
den Frauen und den Kindern, die wie Schwache behandelt werden und die sagen: »Unser Herr, führe
uns aus dieser Stadt hinaus, deren Einwohner Unrecht tun, und bestelle uns von Dir her einen Freund,
und bestelle uns von Dir her einen Helfer. 76 Diejenigen, die glauben, kämpfen auf dem Weg Gottes.
Und diejenigen, die ungläubig sind, kämpfen auf dem Weg der Götzen. So kämpft gegen die Freunde
des Satans. Die List des Satans ist schwach. 77 Hast du nicht auf jene geschaut, zu denen gesagt
wurde: »Haltet eure Hände zurück und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe.« Als ihnen
dann der Kampf vorgeschrieben wurde, hatte plötzlich ein Teil von ihnen eine solche Furcht vor den
Menschen wie die Furcht vor Gott oder eine noch stärkere Furcht. Und sie sagten: »Unser Herr,
warum hast Du uns den Kampf vorgeschrieben? Hättest Du uns doch für eine kurze Frist
zurückgestellt! Sprich: Die Nutznießung des Diesseits ist gering, und das Jenseits ist besser für den,
der gottesfürchtig ist. Und euch wird nicht ein Dattelfädchen Unrecht getan. 78 Wo immer ihr seid,
der Tod wird euch erreichen, auch wenn ihr in hochgebauten Burgen wäret. Wenn sie etwas Gutes
trifft, sagen sie: »Das ist von Gott.« Und wenn sie etwas Schlechtes trifft, sagen sie: »Das ist von dir.«
Sprich: Alles ist von Gott. Was ist mit diesen Leuten los, dass sie kaum eine Aussage begreifen? 79
Was dich an Gutem trifft, ist von Gott. Und was dich an Schlechtem trifft, ist von dir selbst. Und Wir
haben dich zum Gesandten für die Menschen entsandt. Und Gott genügt als Zeuge.
4:80 Wer dem Gesandten gehorcht, gehorcht Gott. Und wenn jemand sich abkehrt — siehe, Wir haben
dich nicht als Hüter über sie gesandt. 81 Und sie sagen: »(Wir leisten) Gehorsam.« Wenn sie jedoch
von dir weggehen, beschließt eine Gruppe von ihnen im Dunkeln etwas anderes als das, was du sagst.
Und Gott schreibt, was sie im Dunkeln beschließen, auf. Darum wende dich von ihnen ab und vertrau
auf Gott. Gott genügt als Sachwalter. 82 Betrachten sie denn nicht sorgfältig den Koran? Wenn er von
einem anderen als Gott wäre, würden sie in ihm viel Widerspruch finden. 83 Und wenn zu ihnen
etwas durchdringt, das Sicherheit oder Angst hervorruft, verbreiten sie es. Würden sie es aber vor den
Gesandten und die Zuständigen unter ihnen bringen, so würden es diejenigen von ihnen, die es
herauszubekommen verstehen, (zu beurteilen) wissen . Und ohne die Huld Gottes gegen euch und
seine Barmherzigkeit wäret ihr bis auf wenige dem Satan gefolgt. 84 So kämpfe auf dem Weg Gottes.
Du hast dich nur für dich selbst zu verantworten. Und sporne die Gläubigen an, vielleicht wird Gott
die Schlagkraft derer, die ungläubig sind, zurückhalten. Und Gott besitzt eine noch stärkere
Schlagkraft und verhängt eine noch härtere Strafe.
4:85 Wer eine gute Fürbitte einlegt, erhält einen Anteil daran. Und wer eine schlechte Fürbitte einlegt,
erhält einen entsprechenden Anteil daran. Gott umsorgt und überwacht alle Dinge. 86 Wenn ihr mit
einem Gruß begrüßt werdet, dann grüßt mit einem noch schöneren Gruß, oder erwidert ihn. Und Gott
rechnet über alle Dinge ab. 87 Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm. Er wird euch sicher zu dem Tag
der Auferstehung versammeln, an dem kein Zweifel möglich ist. Und wer ist wahrhaftiger als Gott in
seinen Aussagen? 88 Wieso seid ihr im Hinblick auf die Heuchler zwei Gruppen, wo Gott sie (in
den alten Zustand) zurückversetzt hat wegen dessen, was sie erworben haben? Wollt ihr denn
rechtleiten, wen Gott irregeführt hat? Wen Gott irreführt, für den findest du keinen Weg. 89 Sie
möchten gern, ihr würdet ungläubig, wie sie ungläubig sind, so dass ihr ihnen gleich würdet. So
nehmt euch niemanden von ihnen zum Freund, bis sie auf dem Weg Gottes auswandern. Wenn sie
sich abkehren, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemanden von
ihnen zum Freund oder Helfer,
4:90 mit Ausnahme derer, die zu Leuten gelangen, zwischen denen und euch ein Vertrag besteht, oder zu
euch kommen, weil Beklommenheit ihre Brust befallen hat, gegen euch zu kämpfen oder gegen ihre
(eigenen) Leute zu kämpfen — und wenn Gott gewollt hätte, hätte Er ihnen Gewalt über euch
verliehen, und dann hätten sie gewiß gegen euch gekämpft. Wenn sie sich von euch fernhalten und
nicht gegen euch kämpfen und euch Frieden anbieten, dann erlaubt euch Gott nicht, gegen sie
vorzugehen. 91 Ihr werdet andere finden, die vor euch Sicherheit und auch vor ihren (eigenen) Leuten
Sicherheit haben wollen. Jedesmal, wenn sie der Verführung unterworfen werden, werden sie dadurch
(in den alten Zustand) zurückversetzt. Wenn sie sich nicht von euch fernhalten und euch nicht den
Frieden anbieten und ihre Hände nicht zurückhalten, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie
trefft. Über solche Leute haben Wir euch eine offenkundige Gewalt verliehen. 92 Es steht einem
Gläubigen nicht zu, einen Gläubigen zu töten, es sei denn, (es geschieht) aus Versehen. Wer einen
Gläubigen aus Versehen tötet, hat einen gläubigen Sklaven zu befreien oder ein Blutgeld an seine
Angehörigen zu übergeben, es sei denn, sie erlassen es als Almosen. Wenn er zu Leuten gehört, die
eure Feinde sind, während er ein Gläubiger ist, so ist ein gläubiger Sklave zu befreien. Und wenn er
zu Leuten gehört, zwischen denen und euch ein Vertrag besteht, dann ist ein Blutgeld an seine
Angehörigen auszuhändigen und ein gläubiger Sklave zu befreien. Wer es nicht vermag, der hat zwei
Monate hintereinander zu fasten. Das ist eine Zuwendung von seiten Gottes. Und Gott weiß Bescheid
und ist weise. 93 Und wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist die Hölle; darin wird er
ewig weilen. Und Gott zürnt ihm und verflucht ihn und bereitet ihm eine gewaltige Pein. 94 O ihr, die
ihr glaubt, wenn ihr auf dem Weg Gottes im Land umherwandert, so stellt die Lage eindeutig fest und
sagt nicht zu dem, der euch den Frieden anbietet: »Du bist kein Gläubiger« im Trachten nach den
Gütern des diesseitigen Lebens. Gott schafft doch viele Möglichkeiten, Beute zu erzielen. So seid ihr
früher gewesen, da hat Gott euch eine Wohltat erwiesen. Stellt also die Lage eindeutig fest. Gott hat
Kenntnis von dem, was ihr tut.«
4:95 Nicht gleich sind diejenigen unter den Gläubigen, die daheim sitzen, ohne ein Gebrechen zu haben,
und diejenigen, die sich auf dem Weg Gottes mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person
einsetzen. Gott bevorzugt diejenigen, die sich mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person
einsetzen, um eine ganze Stufe vor denen, die daheim sitzen. Einem jeden hat Gott das Beste
versprochen. Doch hat Gott diejenigen, die sich einsetzen, vor denen, die daheim sitzen, bevorzugt
mit einem großartigen Lohn, 96 mit Rangstufen von Ihm her, mit Vergebung und Barmherzigkeit.
Gott ist voller Vergebung und barmherzig. 97 Zu denen, die die Engel abberufen, während sie gegen
sich selbst Unrecht verübt haben, sagen diese: »Wie war euer Zustand? Sie sagen: »Wir wurden auf
der Erde wie Schwache behandelt.« Sie sagen: »War denn die Erde Gottes nicht weit genug, so dass
ihr auf ihr hättet auswandern können?« Diese haben die Hölle zur Heimstätte — welch schlimmes
Ende! 98 – mit Ausnahme derer unter den Männern, Frauen und Kindern, die wie Schwache
behandelt wurden und sich keine List erdenken konnten und keinen rechten Weg fanden . 99 Diesen
möge der Herr verzeihen! Und Gott ist voller Verzeihung und Vergebung.
4:100 Wer auf dem Weg Gottes auswandert, findet auf der Erde viele Auswege und ergiebige
Versorgung. Und wer aus seinem Haus hinausgeht, um zu Gott und seinem Gesandten auszuwandern,
und dann vom Tod ereilt wird, dessen Lohn obliegt Gott. Und Gott ist voller Vergebung und
barmherzig. 101 Und wenn ihr im Land umherwandert, ist es für euch kein Vergehen, das Gebet
abzukürzen, falls ihr Angst habt, dass diejenigen, die ungläubig sind, euch der Anfechtung aussetzen.
Die Ungläubigen sind euch ja ein offenkundiger Feind. 102 Und wenn du unter ihnen weilst und für
sie das Gebet anführst, so soll sich eine Gruppe von ihnen mit dir aufstellen und ihre Waffen
ergreifen. Wenn sie sich niederwerfen, so sollen die anderen hinter euch sein . Dann soll eine andere
Gruppe, die noch nicht gebetet hat, kommen und mit dir beten, und sie sollen auf ihrer Hut sein und
ihre Waffen ergreifen. Diejenigen, die ungläubig sind, möchten gern, ihr würdet auf eure Waffen und
eure Sachen nicht achtgeben, so dass sie euch auf einmal überfallen. Und es ist für euch kein
Vergehen, wenn ihr unter dem Regen zu leiden habt und krank seid, eure Waffen abzulegen. Und seid
auf eurer Hut. Gott hat den Ungläubigen eine schmähliche Pein bereitet. 103 Und wenn ihr das Gebet
beendet habt, dann gedenket Gottes im Stehen und Sitzen und auf euren Seiten liegend. Und wenn ihr
Ruhe habt, dann verrichtet das Gebet. Das Gebet ist für die Gläubigen eine für bestimmte Zeiten
festgesetzte Vorschrift. 104 Und erlahmt nicht in der Verfolgung der Leute. Wenn ihr leidet, so leiden
sie auch, wie ihr leidet; ihr aber erhofft von Gott, was sie nicht erhoffen. Gott weiß Bescheid und ist
weise.
4:105 Wir haben zu dir das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, damit du zwischen den Menschen nach
dem urteilst, was Gott dich hat sehen lassen. Und sei nicht ein Anwalt der Verräter, 106 und bitte Gott
um Vergebung. Gott ist voller Vergebung und barmherzig. 107 Und streite nicht zugunsten derer, die
sich selbst betrügen. Gott liebt den nicht, der ein Betrüger und ein Sünder ist. 108 Sie verbergen sich
vor den Menschen, sie können sich aber vor Gott nicht verbergen, wo Er bei ihnen ist, wenn sie im
Dunkeln Verabredungen treffen, die Ihm nicht gefallen. Und Gott umfaßt, was sie tun. 109 Da habt
ihr zu ihren Gunsten im diesseitigen Leben gestritten. Wer wird denn am Tag der Auferstehung mit
Gott zu ihren Gunsten streiten, oder wer wird als Sachwalter über sie eingesetzt?
4:110 Wer Böses begeht oder sich selbst Unrecht tut und dann Gott um Vergebung bittet, der wird finden,
dass Gott voller Vergebung und barmherzig ist. 111 Und wer eine Sünde erwirbt, erwirbt sie zu
seinem eigenen Schaden. Und Gott weiß Bescheid und ist weise. 112 Und wer eine Verfehlung oder
eine Sünde erwirbt und sie dann einem Unschuldigen vorwirft, der lädt auf sich eine Verleumdung
und eine offenkundige Sünde. 113 Und ohne die Huld Gottes gegen dich und seine Barmherzigkeit
wäre eine Gruppe von ihnen im Begriff gewesen, dich irrezuführen; aber sie führen nur sich selbst in
die Irre, und sie schaden dir nichts. Und Gott hat auf dich das Buch und die Weisheit herabgesandt
und dich gelehrt, was du nicht wußtest. Und die Huld Gottes gegen dich ist gewaltig. 114 Nichts
Gutes liegt in einem großen Teil ihrer vertraulichen Gespräche, es sei denn, wenn einer zu einem
Almosen oder zu einer rechten Tat oder zur Aussöhnung zwischen den Menschen auffordert. Und wer
dies im Streben nach dem Wohlgefallen Gottes tut, dem werden Wir einen großartigen Lohn
zukommen lassen.
4:115 Wer sich dem Gesandten widersetzt, nachdem ihm die Rechtleitung deutlich geworden ist, und
einem anderen Weg als dem der Gläubigen folgt, den lassen Wir verfolgen, was er verfolgt hat, und in
der Hölle brennen — welch schlimmes Ende! 116 Gott vergibt nicht, dass Ihm (etwas) beigesellt
wird, und Er vergibt, was darunter liegt, wem Er will. Und wer Gott (andere) beigesellt, der ist weit
abgeirrt. 117 Sie rufen ja statt Seiner weibliche Wesen an, sie rufen ja einen rebellischen Satan an,
118 den Gott verfluchte und der sagte: »Ich werde mir von deinen Dienern einen festgesetzten Anteil
nehmen, 119 und ich werde sie irreführen, und ich werde sie Wünschen nachjagen lassen, und ich
werde ihnen befehlen, und sie werden die Ohren der Herdentiere abschneiden , und ich werde ihnen
befehlen, und sie werden die Schöpfung Gottes verändern. Und wer sich den Satan anstelle Gottes
zum Freund nimmt, der wird einen offenkundigen Verlust erleiden.
4:120 Er macht ihnen Versprechungen und läßt sie Wünschen nachjagen. Und der Satan verspricht ihnen
nur Betörung. 121 Diese haben die Hölle zur Heimstätte, und sie werden kein Mittel finden, ihr zu
entrinnen. 122 Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, werden Wir in Gärten eingehen
lassen, unter denen Bäche fließen; darin werden sie auf immer ewig weilen. Das ist das Versprechen
Gottes in Wahrheit, und wer ist wahrhaftiger als Gott in seiner Aussage? 123 Weder nach euren
Wünschen noch nach den Wünschen der Leute des Buches geht es. Wer Böses tut, dem wird danach
vergolten, und er wird für sich anstelle Gottes weder Freund noch Helfer finden. 124 Diejenigen, die
etwas von den guten Werken tun, ob Mann oder Weib, und dabei gläubig sind, werden ins Paradies
eingehen, und ihnen wird nicht ein Dattelgrübchen Unrecht getan.
4:125 Und wer hat eine schönere Religion als der, der sich völlig Gott hingibt und dabei rechtschaffen ist
und der Glaubensrichtung Abrahams, als Anhänger des reinen Glaubens, folgt? Gott hat sich
Abraham ja zum Vertrauten genommen. 126 Und Gott gehört, was in den Himmeln und was auf der
Erde ist. Und Gott umfaßt alle Dinge. 127 Sie fragen dich um Rechtsauskunft über die Frauen. Sprich:
Rechtsauskunft über sie gibt euch Gott, und auch das, was euch im Buch verlesen wird über die
weiblichen Waisen, denen ihr nicht das zukommen laßt, was ihnen vorschriftsgemäß zusteht, und die
ihr nicht heiraten wollt, und auch über die von den Kindern, die wie Schwache behandelt werden; und
ihr sollt für die Gerechtigkeit gegenüber den Waisen eintreten. Was ihr an Gutem tut, Gott weiß es.
128 Und wenn eine Frau von ihrem Gemahl Widerspenstigkeit oder Abwendung befürchtet, so ist es
für sie beide kein Vergehen, untereinander Aussöhnung zu schaffen, und die Aussöhnung ist besser.
Und die Menschen sind dem Geiz ständig verfallen. Und wenn ihr rechtschaffen und gottesfürchtig
seid, so hat Gott Kenntnis von dem, was ihr tut. 129 Und ihr werdet es nicht schaffen, die Frauen
gleich zu behandeln, ihr mögt euch noch so sehr bemühen . Aber wendet euch nicht (von der einen)
gänzlich ab, so dass ihr sie in der Schwebe laßt. Und wenn ihr nach Aussöhnung strebt und Gott
fürchtet, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig.
4:130 Und wenn die beiden sich trennen, wird Gott aus seinem umfassenden Reichtum jeden unabhängig
machen. Und Gott umfaßt alles und t weise. 131 Und Gott gehört, was in den Himmeln und auf der
Erde ist. Wir haben denen, denen das Buch vor euch zugekommen ist, und auch euch aufgetragen:
Fürchtet Gott. Wenn ihr ungläubig seid, so gehört Gott doch (alles), was in den Himmeln und auf der
Erde ist. Gott ist auf niemanden angewiesen und des Lobes würdig. 132 Und Gott gehört, was in den
Himmeln und was auf der Erde ist. Gott genügt als Sachwalter. 133 Wenn Er will, läßt Er euch, ihr
Menschen, fortgehen und andere nachrücken. Gott hat dazu die Macht. 134 Wenn einer den Lohn des
Diesseits will, so besteht bei Gott der Lohn des Diesseits und des Jenseits. Gott hört und sieht alles.
4:135 O ihr, die ihr glaubt, tretet für die Gerechtigkeit ein und legt Zeugnis für Gott ab, auch wenn es
gegen euch selbst oder gegen die Eltern und die Angehörigen sein sollte. Wenn es sich um einen
Reichen oder einen Armen handelt, so hat Gott eher Anspruch auf beide; folgt also nicht (euren)
Neigungen, anstatt gerecht zu sein. Wenn ihr (das Zeugnis) verdreht oder davon ablaßt, so hat Gott
Kenntnis von dem, was ihr tut. 136 O ihr, die ihr glaubt, glaubt an Gott und seinen Gesandten, und
das Buch, das Er auf seinen Gesandten herabgesandt hat, und das Buch, das Er zuvor herabgesandt
hat. Wer Gott verleugnet, und seine Engel, seine Bücher, seine Gesandten und den Jüngsten Tag, der
ist weit abgeirrt. 137 Denen, die glauben und dann ungläubig werden, dann wieder glauben und dann
wieder ungläubig werden und dann im Unglauben zunehmen, denen wird Gott unmöglich vergeben,
und Er wird sie unmöglich einen rechten Weg führen. 138 Verkünde den Heuchlern, dass für sie eine
schmerzhafte Pein bestimmt ist, 139 (sie), die sich die Ungläubigen anstelle der Gläubigen zu
Freunden nehmen. Suchen sie denn bei ihnen die Macht? Alle Macht gehört Gott.
4:140 Er hat auf euch im Buch herabgesandt, ihr sollt, wenn ihr hört, dass Leute die Zeichen Gottes
verleugnen und über sie spotten, euch nicht zu ihnen setzen, bis sie auf ein anderes Gespräch
eingehen. Sonst seid ihr ihnen gleich. Gott wird die Heuchler und die Ungläubigen allesamt in der
Hölle versammeln, 141 die euch gegenüber ja abwarten: Wenn euch ein Erfolg von Gott her zufällt,
sagen sie: »Sind wir nicht mit euch gewesen?« und wenn den Ungläubigen ein Glück zufällt, sagen
sie: »Haben wir euch nicht in der Hand gehabt, euch aber vor den Gläubigen geschützt? Gott wird am
Tag der Auferstehung zwischen euch urteilen. Und Gott wird nie den Ungläubigen eine Möglichkeit
geben, gegen die Gläubigen vorzugehen. 142 Die Heuchler versuchen, Gott zu betrügen; Er ist es
aber, der sie betrügt. Und wenn sie sich zum Gebet hinstellen, stellen sie sich nachlässig hin, wobei
sie von den Menschen gesehen werden wollen, und sie gedenken Gottes nur wenig. 143 Sie
schwanken dazwischen und schließen sich weder diesen noch jenen an. Und wen Gott irreführt, für
den wirst du keinen Weg finden. 144 O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Ungläubigen anstelle
der Gläubigen zu Freunden. Wollt ihr denn Gott eine offenkundige Handhabe gegen euch liefern?
4:145 Die Heuchler befinden sich im untersten Grund des Feuers, und du wirst für sie keinen Helfer
finden, 146 außer denen, die umkehren und Besserung zeigen, an Gott festhalten und gegenüber Gott
aufrichtig in ihrer Religion sind. Jene zählen zu den Gläubigen. Und Gott wird den Gläubigen einen
großartigen Lohn zukommen lassen. 147 Warum sollte Gott euch peinigen, wenn ihr dankbar und
gläubig seid? Und Gott zeigt sich erkenntlich und weiß Bescheid. 148 Gott liebt es nicht, dass jemand
über das Böse öffentlich redet, es sei denn, es wurde ihm Unrecht getan. Gott hört und weiß alles. 149
Ob ihr etwas Gutes offen zeigt oder geheimhaltet oder etwas Böses verzeiht, Gott ist voller
Verzeihung und mächtig.
4:150 Diejenigen, die Gott und seine Gesandten verleugnen und zwischen Gott und seinen Gesandten
unterscheiden wollen und sagen: »Wir glauben an die einen, verleugnen aber die anderen« und einen
Weg dazwischen einschlagen wollen, 151 das sind die wahren Ungläubigen. Und Wir haben für die
Ungläubigen eine schmähliche Pein bereitet. 152 Denen, die an Gott und seine Gesandten glauben
und bei keinem von ihnen einen Unterschied machen, wir» Er ihren Lohn zukommen lassen. Gott ist
voller Vergebung und barmherzig. 153 Die Leute des Buches fordern von dir, dass du auf sie ein
Buch vom Himmel herabsenden läßt. Sie haben von Mose etwas noch Größeres als dieses gefordert
und gesagt: »Laß uns Gott offen sehen. Da ergriff sie der Donnerschlag wegen ihrer Ungerechtigkeit.
Dann nahmen sie sich das Kalb, nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen waren. Wir
verziehen das, und Wir gaben Mose eine offenkundige Ermächtigung. 154 Und Wir hoben den Berg
über sie bei (der Entgegennahme) ihrer Verpflichtung empor und sprachen zu ihnen: »Betretet das
Tor in der Haltung der Niederwerfung. Und Wir sprachen zu ihnen: Begeht am Sabbat keine
Übertretungen. Und Wir nahmen von ihnen eine feste Verpflichtung entgegen.
4:155 (Verflucht wurden sie,) weil sie ihre Verpflichtung brachen, die Zeichen Gottes verleugneten, die
Propheten zu Unrecht töteten und sagten: Unsere Herzen sind unbeschnitten — vielmehr hat Gott
sie wegen ihres Unglaubens versiegelt, so dass sie nur wenig glauben; 156 und weil sie ungläubig
waren und gegen Maria eine gewaltige Verleumdung aussprachen; 157 und weil sie sagten: »Wir
haben Christus Jesus, den Sohn Marias, den Gesandten Gottes, getötet.« Sie haben ihn aber nicht
getötet, und sie haben ihn nicht gekreuzigt, sondern es erschien ihnen eine ihm ähnliche Gestalt.
Diejenigen, die über ihn uneins sind, sind im Zweifel über ihn. Sie haben kein Wissen über ihn, außer
dass sie Vermutungen folgen.»Und sie haben ihn nicht mit Gewißheit getötet, 158 sondern Gott hat
ihn zu sich erhoben. Gott ist mächtig und weise. 159 Und es gibt keinen unter den Leuten des Buches,
der nicht noch vor seinem Tod an ihn glauben würde. Am Tag der Auferstehung wird er über sie
Zeuge sein. -
4:160 Und wegen der Ungerechtigkeit derer, die Juden sind, haben Wir ihnen köstliche Dinge verboten,
die ihnen (sonst) erlaubt waren, und weil sie viele vom Weg Gottes nachdrücklich abweisen; 161 und
weil sie Zins nehmen, obwohl er ihnen verboten ist ; und weil sie das Vermögen der Menschen
durch Betrug verzehren. Und Wir haben den Ungläubigen unter ihnen eine schmerzhafte Pein
bereitet. 162 Aber diejenigen von ihnen, die im Wissen fest gegründet sind, und auch die Gläubigen
glauben an das, was zu dir herabgesandt wurde und was vor dir herabgesandt wurde. Und denen, die
das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten und an Gott und den Jüngsten Tag glauben, denen
wird Er einen großartigen Lohn zukommen lassen. 163 Wir gaben dir eine Offenbarung, wie Wir
Noah und den Propheten nach ihm offenbart haben. Und Wir offenbarten (auch) Abraham, Ismael,
Isaak, Jakob und den Stämmen, Jesus, Ijob, Jonas, Aaron und Salomo. Und Wir ließen David eine
Schrift zukommen. 164 Und (Wir schickten) Gesandte, von denen Wir dir früher erzählt haben, und
(auch) Gesandte, von denen Wir dir nicht erzählt haben — und Gott hat mit Mose wahrhaftig
gesprochen —,
4:165 Gesandte als Freudenboten und Warner, damit die Menschen nach dem Auftreten der Gesandten
keinen Beweisgrund gegen Gott haben. Und Gott ist mächtig und weise. 166 Gott bezeugt, was Er zu
dir herabgesandt hat. Er hat es mit seinem Wissen herabgesandt. Auch die Engel bezeugen es. Und
Gott genügt als Zeuge. 167 Diejenigen, die ungläubig sind und vom Weg Gottes abweisen, sind weit
abgeirrt. 168 Denen, die ungläubig sind und Unrecht tun, wird Gott unmöglich vergeben, und Er wird
sie unmöglich einen rechten Weg führen, 169 es sei denn den Weg zur Hölle, darin werden sie auf
immer ewig weilen. Und dies ist Gott ein leichtes.
4:170 O ihr Menschen, der Gesandte ist von eurem Herrn mit der Wahrheit zu euch gekommen. So
glaubt, das ist besser für euch. Wenn ihr ungläubig bleibt, so gehört Gott doch (alles), was in den
Himmeln und auf der Erde ist. Gott weiß Bescheid und ist weise. 171 O ihr Leute, des Buches,
übertreibt nicht in eurer Religion und sagt über Gott nur die Wahrheit. Christus Jesus, der Sohn
Marias, ist doch nur der Gesandte Gottes und sein Wort, das er zu Maria hinüberbrachte, und ein
Geist von Ihm. So glaubt an Gott und seine Gesandten. Und sagt nicht: Drei . Hört auf, das ist
besser für euch. Gott ist doch ein einziger Gott. Gepriesen sei Er und erhaben darüber, dass Er ein
Kind habe. Er hat, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Gott genügt als Sachwalter.
172 Christus wird es sicher nicht aus Widerwillen ablehnen, Diener Gottes zu sein, und auch nicht die
in die Nähe (Gottes) zugelassenen Engel. Wenn einer es aus Widerwillen ablehnt, Ihm zu dienen, und
sich hochmütig zeigt, so wird Gott doch sie allesamt zu sich versammeln. 173 Denen nun, die glauben
und die guten Werke tun, wird Er ihren Lohn voll erstatten, und Er wird ihnen von seiner Huld noch
mehr geben. Diejenigen aber, die Widerwillen zeigen und sich hochmütig verhalten, wird Er mit einer
schmerzhaften Pein peinigen. Und sie werden für sich 31 anstelle Gottes weder Freund noch Helfer
finden. 174 O ihr Menschen, gekommen ist nunmehr zu euch ein Beweis von eurem Herrn. Und Wir
haben zu euch ein offenkundiges Licht hinabgesandt.
4:175 Diejenigen nun, die an Gott glauben und an Ihm festhalten, wird Er in seine Barmherzigkeit und
Huld eingehen lassen und auf einem geraden Weg zu sich führen. 176 Sie fragen dich um
Rechtsauskunft. Sprich: Gott gibt euch eine Rechtsauskunft über die seitliche Verwandtschaft .
Wenn jemand stirbt, ohne ein Kind zu haben, und er eine Schwester hat, dann steht ihr die Hälfte
dessen, was er hinterläßt, zu. Und er beerbt sie, wenn sie kein Kind hat. Wenn es zwei (Schwestern)
sind, stehen ihnen zwei Drittel dessen, was er hinterläßt, zu. Wenn es Geschwister sind, Männer und
Frauen, dann steht dem männlichen Geschwister soviel wie der Anteil von zwei weiblichen zu. Gott
macht es euch deutlich, damit ihr nicht irregeht. Und Gott weiß über alle Dinge Bescheid.



Sure 5: Der Tisch (al-Ma’ida) zu Medina, 120 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
5:1 O ihr, die ihr glaubt, erfüllt die Verträge. Erlaubt ist euch das Herdenvieh außer dem, was euch
bekanntgemacht wird; und ihr sollt, während ihr im Weihezustand seid, das Jagdwild nicht für
erlaubt halten. Gott entscheidet, was Er will. 2 O ihr, die ihr glaubt, verletzt den sakralen Charakter
weder der Kultzeichen Gottes noch des heiligen Monats, noch der Opfertiere und der Halsgehänge
noch derer, die sich zum heiligen Haus begeben im Streben nach Huld und Wohlgefallen von ihrem
Herrn. Wenn ihr den Weihezustand abgelegt habt, dann dürft ihr jagen. Und der Haß gegen bestimmte
Leute, weil sie euch von der heiligen Moschee abgewiesen haben, soll euch nicht dazu verleiten,
Übertretungen zu begehen. Helft einander zur Frömmigkeit und Gottesfurcht, und helft einander nicht
zur Sünde und Übertretung. Und fürchtet Gott. Gott verhängt eine harte Strafe. 3 Verboten ist euch
Verendetes, Blut, Schweinefleisch und das, worüber ein anderer als Gott angerufen worden ist, und
Ersticktes, Erschlagenes, Gestürztes, Gestoßenes und das, was ein wildes Tier angefressen hat —
ausgenommen das, was ihr schächtet —, und das, was auf Opfersteinen geschlachtet worden ist. Und
(verboten ist) auch, dass ihr mit Pfeilen das Los werft. Das ist Frevel. Heute sind diejenigen, die
ungläubig sind, an eurer Religion verzweifelt, so fürchtet sie nicht, sondern fürchtet Mich. Heute habe
Ich euch eure Religion vervollkommnet und meine Gnade an euch vollendet, und Ich habe daran
Gefallen, dass der Islam eure Religion sei. Wenn aber einer aus Hunger gezwungen wird, ohne zu
einer Sünde hinzuneigen, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig. 4 Sie fragen dich, was ihnen
erlaubt ist. Sprich: Erlaubt sind euch die köstlichen Dinge. Wenn ihr Jagdtiere abrichtet, indem ihr sie
von dem lehrt, was Gott euch gelehrt hat, dann eßt von dem, was sie für euch fassen, und erwähnt den
Namen Gottes darüber. Und fürchtet Gott. Gott ist schnell im Abrechnen.
5:5 Heute sind euch die köstlichen Dinge erlaubt. Die Speise derer, denen das Buch zugekommen ist, ist
euch erlaubt, und eure Speise ist ihnen erlaubt. Erlaubt sind auch die unter Schutz gestellten gläubigen
Frauen und die unter Schutz gestellten Frauen aus den Reihen derer, denen vor euch das Buch
zugekommen ist, wenn ihr ihnen ihren Lohn zukommen laßt und mit ihnen in der Absicht lebt, (sie)
unter Schutz zu stellen, nicht Unzucht zu treiben und sie nicht als heimliche Konkubinen zu nehmen.
Und wer den Glauben leugnet, dessen Werk ist wertlos, und im Jenseits gehört er zu den Verlierern. 6
O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr euch zum Gebet hinstellt, so wascht (vorher) euer Gesicht und eure
Hände bis zu den Ellbogen und streicht euch über den Kopf, und (wascht) eure Füße bis zu den
Knöcheln. Und wenn ihr sexuell verunreinigt seid, dann reinigt euch. Und wenn ihr krank oder auf
Reisen seid, oder wenn einer von euch vom Abort kommt, oder wenn ihr die Frauen berührt habt und
ihr kein Wasser findet, dann sucht einen sauberen Boden und streicht euch davon über das Gesicht
und die Hände . Gott will euch keine Bedrängnis auferlegen, sondern Er will euch rein machen und
seine Gnade an euch vollenden, auf dass ihr dankbar seid. 7 Und gedenket der Gnade Gottes zu euch
und der Verpflichtung, durch die Er euch gebunden hat, als ihr sagtet: »Wir hören und wir gehorchen.
Und fürchtet Gott. Gott weiß über das innere Geheimnis Bescheid. 8 O ihr, die ihr glaubt, tretet für
Gott ein und legt Zeugnis für die Gerechtigkeit ab. Und der Haß gegen bestimmte Leute soll euch
nicht dazu verleiten, nicht gerecht zu sein. Seid gerecht, das entspricht eher der Gottesfurcht. Und
fürchtet Gott. Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut. 9 Gott hat denen, die glauben und die guten
Werke tun, versprochen: Bestimmt ist für sie Vergebung und großartiger Lohn.
5:10 Und diejenigen, die nicht glauben und unsere Zeichen für Lüge erklären, das sind die Gefährten der
Hölle. 11 O ihr, die ihr glaubt, gedenket der Gnade Gottes zu euch, als gewisse Leute im Begriff
waren, ihre Hände nach euch auszustrecken, und Er ihre Hände von euch zurückhielt. Und fürchtet
Gott. Auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen. 12 Gott nahm die Verpflichtung der Kinder Israels
entgegen Und Wir ließen aus ihren Reihen zwölf Vorgesetzte auftreten. Und Gott sprach: »Ich bin mit
euch. Wenn ihr das Gebet verrichtet und die Abgabe entrichtet, an meine Gesandten glaubt und ihnen
beisteht und Gott ein schönes Darlehn leiht, werde Ich euch eure Missetaten sühnen, und Ich werde
euch in Gärten eingehen lassen, unter denen Bäche fließen. Wer von euch hierauf ungläubig wird, der
ist vom rechten Weg abgeirrt. 13 Weil sie aber ihre Verpflichtung brachen, haben Wir sie verflucht
und ihre Herzen verstockt gemacht. Sie entstellen den Sinn der Worte. Und sie vergaßen einen Teil
von dem, womit sie ermahnt worden waren. Und du wirst immer wieder Verrat von ihrer Seite
erfahren — bis auf wenige von ihnen. Aber verzeih ihnen und laß es ihnen nach. Gott liebt die
Rechtschaffenen. 14 Und von denen, die sagen: »Wir sind Christen« nahmen Wir ihre Verpflichtung
entgegen. Sie vergaßen einen Teil von dem, womit sie ermahnt worden waren. So erregten Wir unter
ihnen Feindschaft und Haß bis zum Tag der Auferstehung. Gott wird ihnen kundtun, was sie zu
machen pflegten.
5:15 O ihr Leute de» Buches, unser Gesandter ist nunmehr zu euch gekommen, um euch vieles von dem,
was ihr vom Buch geheimgehalten habt, deutlich zu machen und um vieles zu übergehen. Gekommen
ist zu euch von Gott ein Licht und ein offenkundiges Buch, 16 mit dem Gott diejenigen, die seinem
Wohlgefallen nachgehen, die Wege des Friedens leitet und sie aus den Finsternissen ins Licht
herausbringt mit seiner Erlaubnis; und Er leitet sie zu einem geraden Weg. 17 Ungläubig sind gewiß
diejenigen, die sagen: »Gott ist Christus, der Sohn Marias. Sprich: Wer vermag denn gegen Gott
überhaupt etwas auszurichten, wenn Er Christus, den Sohn Marias, und seine Mutter und diejenigen,
die auf der Erde sind, allesamt verderben lassen will? Gott gehört die Königsherrschaft der Himmel
und der Erde und dessen, was dazwischen ist. Er erschafft, was Er will. Und Gott hat Macht zu allen
Dingen. 18 Die Juden und die Christen sagen: »Wir sind die Söhne Gottes und seine Lieblinge.
Sprich: Warum peinigt Er euch dann für eure Sünden? Nein, ihr seid Menschen von denen, die Er
erschaffen hat. Er vergibt, wem Er will, und Er peinigt, wen Er will. Und Gott gehört die
Königsherrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist. Zu Ihm führt der
Lebensweg. 19 O ihr Leute des Buches, unser Gesandter ist nunmehr zu euch gekommen, um euch in
einer Zeit, in der die Propheten ausgeblieben sind, Klarheit zu bringen, damit ihr nicht sagt: »Zu uns
ist kein Freudenbote und kein Warner gekommen. Zu euch ist ein Freudenbote und ein Warner
gekommen. Und Gott hat Macht zu allen Dingen.
5:20 Und als Mose zu seinem Volk sagte: »Mein Volk, gedenket der Gnade Gottes zu euch, als Er in
eurer Mitte Propheten einsetzte und euch zu Königen machte und euch zukommen ließ, was Er
niemandem von den Weltenbewohnern hat zukommen lassen. 21 O mein Volk, tretet in das heilige
Land ein, das Gott euch bestimmt hat. Und kehrt nicht den Rücken, sonst würdet ihr als Verlierer
umkehren.« 22 Sie sagten: »O Mose, in ihm sind gewaltige Leute. Wir werden es nie betreten,
solange sie nicht aus ihm herausgehen. Wenn sie aus ihm herausgehen, dann treten wir ein.« 23 Zwei
Männer von den Gottesfürchtigen, welche Gott begnadet hatte, sagten: »Tretet durch das Tor gegen
sie ein; wenn ihr dadurch eintretet, werdet ihr Sieger sein. Und auf Gott sollt ihr vertrauen, so ihr
Gläubige seid.« . 24 Sie sagten: »O Mose, wir werden es nie und nimmer betreten, solange sie darin
sind. Geh du und dein Herr und kämpft. Wir bleiben hier sitzen.«
5:25 Er sagte: »Mein Herr, ich habe nur mich selbst und meinen Bruder. So scheide uns von den
frevlerischen Leuten.« 26 Er sprach: »Verwehrt sei es ihnen vierzig Jahre, in denen sie auf der Erde
umherziehen. So sei nicht betrübt über die frevlerischen Leute.« 27 Und verlies ihnen den Bericht
über die zwei Söhne Adams der Wahrheit entsprechend. Als sie ein Opfer darbrachten. Es wurde von
dem einen angenommen und von dem anderen nicht angenommen. Der sagte: »Ich schlage dich tot.«
Er sagte: »Gott nimmt es an nur von den Gottesfürchtigen. 28 Auch wenn du deine Hand nach mir
ausstreckst, um mich zu töten, so werde ich meine Hand nicht nach dir ausstrecken, um dich zu töten.
Ich fürchte Gott, den Herrn der Welten. 29 Ich will, dass du meine Sünde und deine Sünde auf dich
lädst und so zu den Gefährten des Feuers gehörst. Das ist die Vergeltung für die, die Unrecht tun.«
5:30 Seine Seele machte ihn willig, seinen Bruder zu töten. Er tötete ihn und wurde einer der Verlierer. 31
Gott schickte einen Raben, der in der Erde scharrte, um ihm zu zeigen, wie er die Leiche seines
Bruders bedecken könne. Er sagte: »Wehe mir! Bin ich nicht fähig, wie dieser Rabe zu sein und die
Leiche meines Bruders zu bedecken?« So wurde er einer von denen, die bereuen. 32 Aus diesem
Grund haben Wir den Kindern Israels vorgeschrieben: Wenn einer jemanden tötet, jedoch nicht
wegen eines Mordes oder weil er auf der Erde Unheil stiftet, so ist es , als hätte er die Menschen alle
getötet. Und wenn jemand ihn am Leben erhält, so ist es, als hätte er die Menschen alle am Leben
erhalten. Unsere Gesandten kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen. Aber viele von ihnen
verhalten sich nach alledem maßlos auf der Erde. 33 Die Vergeltung für die, die gegen Gott und
seinen Gesandten Krieg führen und auf der Erde umherreisen, um Unheil zu stiften, soll dies sein,
dass sie getötet oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt
werden, oder dass sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und
im Jenseits ist für sie eine gewaltige Pein bestimmt, 34 außer denen, die umkehren, bevor ihr euch
ihrer bemächtigt. Und wisst, dass Gott voller Vergebung und barmherzig ist.
5:35 O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott und sucht ein Mittel, zu Ihm zu gelangen, und setzt euch auf
seinem Weg ein, auf dass es euch wohl ergehe. 36 Wenn diejenigen, die ungläubig sind, alles hätten,
was auf der Erde ist, und noch einmal das gleiche dazu, um sich damit von der Pein des Tages der
Auferstehung loszukaufen, es würde nicht von ihnen angenommen werden. Und bestimmt ist für sie
eine schmerzhafte Pein. 37 Sie wollen aus dem Feuer herauskommen. Sie können aber nicht aus ihm
herauskommen. Und bestimmt ist für sie eine beständige Pein. 38 Und hackt dem Dieb und der
Diebin die Hände ab zur Vergeltung für das, was sie erworben haben, dies als abschreckende Strafe
von seiten Gottes. Und Gott ist mächtig und weise. 39 Wenn aber einer, nachdem er Unrecht getan
hat, umkehrt und Besserung zeigt, wird Gott sich gewiß ihm zuwenden. Gott ist ja voller Vergebung
und barmherzig.
5:40 Weißt du nicht, dass Gott die Königsherrschaft der Himmel und der Erde gehört? Er peinigt, wen Er
will, und Er vergibt, wem Er will. Und Gott hat Macht zu allen Dingen. 41 O Gesandter, laß dich
nicht durch die betrüben, die im Unglauben miteinander wetteifern, aus den Reihen derer, die mit dem
Mund sagen: »Wir glauben« während ihre Herzen nicht glauben. Unter denen, die Juden sind, gibt es
welche, die auf Lügen hören und auf andere Leute , die nicht zu dir gekommen sind, hören. Sie
entstellen den Sinn der Worte und sagen: »Wenn euch dies gebracht wird, nehmt es an; wenn es euch
aber nicht gebracht wird, dann seid auf der Hut.« Wen Gott der Versuchung preisgeben will, für den
vermagst du gegen Gott überhaupt nichts auszurichten. Das sind die, deren Herzen Gott nicht rein
machen will. Bestimmt ist für sie im Diesseits Schande und im Jenseits eine gewaltige Pein. 42 Sie
hören auf Lügen, und sie verzehren unrechtmäßig erworbenes Gut. Wenn sie zu dir kommen, so
urteile zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab. Wenn du dich von ihnen abwendest, werden sie
dir nichts schaden; wenn du urteilst, dann urteile zwischen ihnen nach Gerechtigkeit. Gott liebt die,
die gerecht handeln. 43 Wie können sie dich zum Schiedsrichter machen, wo sie doch die Thora
besitzen, in der das Urteil Gottes enthalten ist, und sich hierauf nach alledem abkehren? Diese sind
keine (richtigen) Gläubigen. 44 Wir haben die Thora hinabgesandt, in der Rechtleitung und Licht
enthalten sind, damit die Propheten, die gottergeben waren, für die, die Juden sind, (danach) urteilen,
und so auch die Rabbiner und die Gelehrten, aufgrund dessen, was ihnen vom Buche Gottes
anvertraut wurde und worüber sie Zeugen waren. So fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet
Mich. Und verkauft nicht meine Zeichen für einen geringen Preis. Diejenigen, die nicht nach dem
urteilen, was Gott herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen.
5:45 Und wir haben ihnen darin vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr
um Ohr, Zahn um Zahn; und auch für Verwundungen gilt die Wiedervergeltung. Wer aber dies als
Almosen erläßt, dem ist es eine Sühne. Diejenigen, die nicht nach dem urteilen, was Gott
herabgesandt hat, das sind die, die Unrecht tun. 46 Und Wir ließen nach ihnen Jesus, den Sohn
Marias, folgen, damit er bestätige, was von der Thora vor ihm vorhanden war. Und Wir ließen ihm
das Evangelium zukommen, das Rechtleitung und Licht enthält und das bestätigt, was von der Thora
vor ihm vorhanden war, und als Rechtleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen. 47 Die Leute
des Evangeliums sollen nach dem urteilen, was Gott darin herabgesandt hat. Und diejenigen, die nicht
nach dem urteilen, was Gott herabgesandt hat, das sind die Frevler. 48 Und Wir haben zu dir das
Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, damit es bestätige, was vom Buch vor ihm vorhanden war, und
alles, was darin steht, fest in der Hand habe. Urteile nun zwischen ihnen nach dem, was Gott
herabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen, damit du nicht von dem abweichst, was von der
Wahrheit zu dir gekommen ist. Für jeden von euch haben Wir eine Richtung und einen Weg
festgelegt. Und wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Doch
will Er euch prüfen in dem, was Er euch hat zukommen lassen. So eilt zu den guten Dingen um die
Wette. Zu Gott werdet ihr allesamt zurückkehren, dann wird Er euch kundtun, worüber ihr uneins
waret. 49 Und urteile zwischen ihnen nach dem, was Gott herabgesandt hat, und folge nicht ihren
Neigungen. Und hüte dich vor ihnen, dass sie dich nicht verführen und abweichen lassen von einem
Teil dessen, was Wir zu dir hinabgesandt haben. Wenn sie sich abkehren, so wisse, dass Gott sie
wegen eines Teiles ihrer Sünden treffen will. Und gewiß sind viele von den Menschen Frevler.
5:50 Wünschen sie etwa die Urteilsnorm der Zeit der Unwissenheit? Wer hat denn eine bessere
Urteilsnorm als Gott für Leute, die Gewißheit hegen? 51 O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die
Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind untereinander Freunde. Wer von euch sie zu Freunden
nimmt, gehört zu ihnen. Gott leitet ungerechte Leute gewiß nicht recht. 52 Und du siehst, dass
diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, sich eilig um sie bemühen; sie sagen: »Wir fürchten, dass
uns eine Schicksalswende trifft. Möge Gott den Erfolg oder einen Befehl von sich her bringen, so
dass sie bereuen, was sie in ihrem Inneren geheimhalten! 53 Und diejenigen, die glauben, werden
sagen: »Sind das die, die bei Gott ihren eifrigsten Eid geschworen haben, sie seien auf eurer Seite?«
Ihre Werke sind wertlos, so dass sie nun zu Verlierern geworden sind. 54 O ihr, die ihr glaubt, wenn
einer von euch von seiner Religion abfällt, so wird Gott (anstelle der Abgefallenen) Leute bringen, die
Er liebt und die Ihn lieben, die den Gläubigen gegenüber sich umgänglich zeigen, den Ungläubigen
gegenüber aber mit Kraft auftreten, die sich auf dem Weg Gottes einsetzen und den Tadel des
Tadelnden nicht fürchten. Das ist die Huld Gottes; Er läßt sie zukommen, wem Er will. Gott umfaßt
und weiß alles.
5:55 Euer Freund ist Gott, und sein Gesandter, und auch diejenigen, die glauben, die das Gebet verrichten
und die Abgabe entrichten, während sie sich verneigen. 56 Wer sich Gott und seinen Gesandten und
diejenigen, die glauben, zu Freunden nimmt (gehört zu ihnen): Die Partei Gottes sind die
Obsiegenden. 57 O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch aus den Reihen derer, denen das Buch vor euch
zugekommen ist, nicht diejenigen, die eure Religion zum Gegenstand von Spott und Spiel nehmen,
und auch nicht die Ungläubigen zu Freunden. Und fürchtet Gott, so ihr gläubig seid. 58 Wenn ihr zum
Gebet ruft, nehmen sie es zum Gegenstand von Spott und Spiel. Dies, weil sie Leute sind, die keinen
Verstand haben. 59 Sprich: O ihr Leute des Buches, was anderes läßt euch uns grollen, als dass wir an
Gott glauben und an das, was zu uns herabgesandt wurde, und das, was zuvor herabgesandt wurde,
und dass die meisten von euch Frevler sind?
5:60 Sprich: Soll ich euch kundtun, was schlimmer ist als dies in bezug auf die Belohnung bei Gott?
Diejenigen, die Gott verflucht hat und denen Er zürnt und aus deren Reihen Er einige zu Affen und
Schweinen gemacht hat, und die den Götzen dienen, diese befinden sich in einer schlimmeren Lage
und sind vom rechten Weg weiter abgeirrt. 61 Und wenn sie zu euch kommen, sagen sie: »Wir
glauben.« Aber sie treten als Ungläubige ein und gehen als solche hinaus. Und Gott weiß besser
Bescheid über das, was sie verschweigen. 62 Und du siehst, dass viele von ihnen in Sünde und
Übertretung und im Verzehren des unrechtmäßig Erworbenen wetteifern. Schlimm ist das, was sie zu
tun pflegen. 63 Würden doch die Rabbiner und die Gelehrten ihnen die sündhaften Aussagen und das
Verzehren des unrechtmäßig Erworbenen verbieten! Ja, schlimm ist das, was sie zu machen pflegen.
64 Und die Juden sagen: »Die Hand Gottes ist gefesselt. Ihre Hände seien gefesselt und sie seien
verflucht für das, was sie sagen! Nein, seine Hände sind ausgebreitet, und Er spendet, wie Er will.
Und was zu dir von deinem Herrn herabgesandt wurde, wird sicher bei vielen von ihnen das Übermaß
ihres Frevels und den Unglauben noch mehren. Und Wir erregten unter ihnen Feindschaft und Haß
bis zum Tag der Auferstehung. Sooft sie ein Feuer zum Krieg entfachen, löscht Gott es aus. Und sie
reisen auf der Erde umher, um Unheil zu stiften. Gott liebt die Unheilstifter nicht.
5:65 Würden die Leute des Buches glauben und gottesfürchtig sein, Wir würden ihnen ihre Missetaten
sühnen und sie in die Gärten der Wonne eingehen lassen. 66 Und würden sie die Thora und das
Evangelium und das, was zu ihnen von ihrem Herrn herabgesandt wurde, einhalten, sie würden von
oben und unter ihren Füßen zu essen bekommen. Unter ihnen gibt es eine Gemeinde mit maßvollem
Wandel. Was aber viele von ihnen betrifft, so ist schlimm, was sie tun. 67 O Gesandter, richte aus,
was zu dir von deinem Herrn herabgesandt wurde. Wenn du es nicht tust, dann hast du deine
Botschaft nicht ausgerichtet. Gott schützt dich vor den Menschen. Gott leitet gewiß die ungläubigen
Leute nicht recht. 68 Sprich: O ihr Leute des Buches, ihr entbehrt jeder Grundlage, bis ihr die Thora
und das Evangelium und das, was zu euch von eurem Herrn herabgesandt wurde, einhaltet. Und was
von deinem Herrn zu dir herabgesandt wurde, wird sicher bei vielen von ihnen das Übermaß ihres
Frevels und den Unglauben noch mehren. So sei nicht betrübt über die ungläubigen Leute. 69
Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Sabier und die Christen, all die,
die an Gott und an den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, haben nichts zu befürchten, und sie
werden nicht traurig sein.
5:70 Und Wir nahmen die Verpflichtung der Kinder Israels entgegen und entsandten ihnen Gesandte.
Jedesmal, wenn ihnen ein Gesandter etwas brachte, was sie nicht mochten, ziehen sie einen Teil (von
ihnen) der Lüge und töteten einen (anderen) Teil. 71 Und sie meinten, es käme keine Versuchung. Sie
waren blind und taub. Hierauf wandte sich Gott ihnen gnädig zu. Dann wurden sie (wieder) blind und
taub, und zwar viele von ihnen. Und Gott sieht wohl, was sie tun. 72 Ungläubig sind diejenigen, die
sagen: »Gott ist Christus, der Sohn Marias« wo doch Christus gesagt hat: »O ihr Kinder Israels, dienet
Gott, meinem Herrn und eurem Herrn. Wer Gott (andere) beigesellt, dem verwehrt Gott das Paradies.
Seine Heimstätte ist das Feuer. Und die, die Unrecht tun, werden keine Helfer haben. 73 Ungläubig
sind diejenigen, die sagen: ›Gott ist der Dritte von dreien‹, wo es doch keinen Gott gibt außer einem
einzigen Gott. Wenn sie mit dem, was sie sagen, nicht aufhören, so wird diejenigen von ihnen, die
ungläubig sind, eine schmerzhafte Pein treffen. 74 Wollen sie sich denn nicht reumütig Gott
zuwenden und Ihn um Vergebung bitten? Gott ist voller Vergebung und barmherzig.
5:75 Christus, der Sohn Marias, ist nichts anderes als ein Gesandter; vor ihm sind etliche Gesandte
dahingegangen. Seine Mutter ist eine Wahrhaftige. Beide pflegten, Speise zu essen. Siehe, wie Wir
ihnen die Zeichen deutlich machen, und dann siehe, wie sie sich abwenden lassen. 76 Sprich: Wie
könnt ihr anstelle Gottes dem dienen, was euch weder Schaden noch Nutzen bringen kann? Und Gott
ist der, der alles hört und weiß. 77 Sprich: O ihr Leute des Buches, übertreibt nicht in eurer Religion
über die Wahrheit hinaus und folgt nicht den Neigungen von Leuten, die früher irregegangen sind und
viele irregeführt haben und vom rechten Weg abgeirrt sind. 78 Verflucht wurden diejenigen von den
Kindern Israels, die ungläubig waren, durch den Mund Davids und Jesu, des Sohnes Marias. Dies
dafür, dass sie ungehorsam waren und immer wieder Übertretungen begingen. 79 Sie pflegten nicht
einander das Verwerfliche, das sie taten, zu verbieten. Schlimm ist, was sie zu tun pflegten.
5:80 Du siehst viele von ihnen die Ungläubigen zu Freunden nehmen. Schlimm ist das, was sie sich selbst
vorausgeschickt haben, so dass Gott ihnen grollt; und sie werden in der Pein ewig weilen. 81 Würden
sie an Gott und den Propheten und an das, was zu ihm herabgesandt wurde, glauben, hätten sie sie
nicht zu Freunden genommen. Aber viele von ihnen sind Frevler. 82 Du wirst sicher finden, dass
unter den Menschen diejenigen, die den Gläubigen am stärksten Feindschaft zeigen, die Juden und die
Polytheisten sind. Und du wirst sicher finden, dass unter ihnen diejenigen, die den Gläubigen in Liebe
am nächsten stehen, die sind, welche sagen: »Wir sind Christen. Dies deshalb, weil es unter ihnen
Priester und Mönche gibt und weil sie nicht hochmütig sind. 83 Wenn sie hören, was zu dem
Gesandten herabgesandt wurde, siehst du ihre Augen von Tränen überfließen wegen dessen, was sie
nun von der Wahrheit kennen. Sie sagen: »Unser Herr, wir glauben. Verzeichne uns unter den
Zeugen. 84 Warum sollten wir nicht an Gott glauben und an das, was von der Wahrheit zu uns
gekommen ist, und nicht erhoffen, dass unser Herr uns Eingang gewährt mit den rechtschaffenen
Leuten?«
5:85 Nun belohnt sie Gott für das, was sie gesagt haben mit Gärten, unter denen Bäche fließen; darin
werden sie ewig weilen. Dies ist die Entlohnung der Rechtschaffenen. 86 Diejenigen, die ungläubig
sind und unsere Zeichen für Lüge erklären, das sind die Gefährten der Hölle. 87 O ihr, die ihr glaubt,
erklärt nicht für verboten die köstlichen Dinge, die Gott euch erlaubt hat, und begeht keine
Übertretungen. Gott liebt die nicht, die Übertretungen begehen. 88 Und eßt von dem, was Gott euch
beschert hat, so es erlaubt und köstlich ist. Und fürchtet Gott, an den ihr eben glaubt. 89 Gott belangt
euch nicht wegen unbedachter Rede in euren Eiden. Aber Er belangt euch, wenn ihr euch in den
Eiden fest bindet . Die Sühne dafür besteht darin, zehn Bedürftige mit dem zu beköstigen, womit ihr
sonst eure Angehörigen beköstigt, oder sie zu kleiden oder einen Sklaven freizulassen. Wer es nicht
vermag, der soll drei Tage fasten. Das ist die Sühne für eure Eide, wenn ihr schwört. Und haltet eure
Eide. So macht Gott euch seine Zeichen deutlich, auf dass ihr dankbar seid.
5:90 O ihr, die ihr glaubt, der Wein, das Glücksspiel, die Opfersteine und die Lospfeile sind ein Greuel
von Satans Werk. Meidet es, auf das es euch wohl ergehe. 91 Der Satan will ja durch Wein und
Glücksspiel Feindschaft und Haß zwischen euch erregen und euch vom Gedenken Gottes und vom
Gebet abbringen. Werdet ihr wohl nun aufhören? 92 Und gehorchet Gott und gehorchet dem
Gesandten, und seid auf der Hut. Wenn ihr euch abkehrt, so wisst, unserem Gesandten obliegt nur die
deutliche Ausrichtung (der Botschaft). 93 Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, begehen
im Hinblick auf das, was sie essen, kein Vergehen, wenn sie nur gottesfürchtig sind und glauben und
die guten Werke tun, und weiter gottesfürchtig sind und glauben, und dann auch gottesfürchtig und
rechtschaffen sind. Und Gott liebt die Rechtschaffenen. 94 O ihr, die ihr glaubt, Gott wird euch
prüfen im Hinblick auf das Jagdwild, das eure Hände und eure Lanzen treffen, damit Gott feststellt,
wer Ihn im Verborgenen fürchtet. Wer danach Übertretungen begeht, für den ist eine schmerzhafte
Pein bestimmt.
5:95 O ihr, die ihr glaubt, tötet nicht das Jagdwild, während ihr im Weihezustand seid . Wer es von euch
vorsätzlich tötet, hat als Auflage ein Stück Vieh abzugeben, gleich dem, was er getötet hat — darüber
sollen zwei gerechte Leute von euch urteilen —, dies als Opfertier, das die Kaaba erreichen soll. Oder
er hat als Sühne Bedürftige zu speisen oder das Entsprechende an Fasten zu leisten. (Dies,) damit er
die schweren Folgen seines Verhaltens kostet. Gott verzeiht, was vorher geschah. Wer es aber wieder
tut, an dem rächt sich Gott. Und Gott ist mächtig und übt Rache. 96 Erlaubt ist euch, die Tiere des
Meeres zu jagen und sie zu essen zum Nutzen für euch und für die Reisenden, aber verboten ist euch,
die Tiere des Festlandes zu jagen, während ihr im Weihezustand seid. Und fürchtet Gott, zu dem ihr
versammelt werdet. 97 Gott hat die Kaaba, das heilige Haus, für die Menschen zum Erfüllungsort
ihrer Kulthandlungen gemacht, sowie den heiligen Monat, die Opfertiere und die Halsgehänge.
Dies, damit ihr wisst, dass Gott weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und dass Gott
über alle Dinge Bescheid weiß. 98 Wisst, Gott verhängt eine harte Strafe, und Gott ist voller
Vergebung und barmherzig. 99 Dem Gesandten obliegt nur die Ausrichtung (der Botschaft). Und Gott
weiß, was ihr offenlegt und was ihr verschweigt.
5:100 Sprich: Nicht gleich sind das Verdorbene und das Köstliche, auch wenn die Menge des
Verdorbenen dir gefallen sollte. So fürchtet Gott, ihr Einsichtigen, auf dass es euch wohl ergehe. 101
O ihr, die ihr glaubt, fragt nicht nach Dingen, die, wenn sie euch offengelegt würden, euch weh täten,
und die, wenn ihr zu der Zeit, da der Koran herabgesandt wird, danach fragt, euch offengelegt
werden. Gott hat sie übergangen. Und Gott ist voller Vergebung und mild. 102 Danach haben Leute
vor euch gefragt, und dann haben sie sie verleugnet. 103 Gott hat keine Vorschriften festgelegt in
bezug auf ohrgeschlitzte oder freiweidende Kamelstuten oder auf Schafe, die weiblichen Nachwuchs
nacheinander werfen, oder auf Kamelhengste, die (dank ihrer Leistung) ihren Rücken (vor Traglast)
schützen. Aber diejenigen, die ungläubig sind, erdichten Lügen gegen Gott, und die meisten von
ihnen haben keinen Verstand. 104 Und wenn ihnen gesagt wird: »Kommt her zu dem, was Gott
herabgesandt hat, und zum Gesandten« sagen sie: »Uns genügt, was wir bei unseren Vätern
vorgefunden haben. Was denn, auch wenn ihre Väter nichts gewußt haben und der Rechtleitung nicht
gefolgt sind?
5:105 O ihr, die ihr glaubt, kümmert euch um euch selbst. Wer abirrt, kann euch nicht schaden, wenn ihr
der Rechtleitung folgt. Zu Gott ist eure Heimkehr allesamt. Dann wird Er euch kundtun, was ihr zu
tun pflegtet. 106 O ihr, die ihr glaubt, wenn einer von euch im Sterben liegt und sein Testament
machen will, so soll das Zeugnis unter euch erfolgen durch zwei gerechte Leute von euch — oder
durch zwei andere, die nicht von euch sind, wenn ihr im Land umherwandert und euch das
Todesunglück trifft. Ihr sollt sie nach dem Gebet festhalten, und sie sollen dann, wenn ihr Zweifel
habt, bei Gott schwören: »Wir verkaufen es nicht für irgendeinen Preis, auch wenn es sich um einen
Verwandten handelt. Und wir verschweigen das Zeugnis Gottes nicht, sonst gehörten wir zu denen,
die sich versündigen. 107 Wenn man entdeckt, dass sie sich einer Sünde schuldig gemacht haben,
sollen aus den Reihen derer, gegen die man sich versündigt hat, zwei andere, deren Erbrecht am
ehesten feststeht, an ihre Stelle treten und bei Gott schwören: Unser Zeugnis ist bestimmt
wahrhaftiger als deren Zeugnis. Und wir haben keine Übertretung begangen, sonst gehörten wir zu
denen, die Unrecht tun. 108 Das bewirkt eher, dass sie das Zeugnis seinem Inhalt entsprechend
vorbringen oder eben fürchten, dass nach ihren Eiden (andere) Eide zugelassen werden. Und fürchtet
Gott und hört zu. Gott leitet die frevlerischen Leute nicht recht. 109 Am Tag, da Gott die Gesandten
versammelt und dann spricht: »Was wurde euch geantwortet?« Sie sagen: »Wir haben kein Wissen
(davon). Du bist der, der die unsichtbaren Dinge alle weiß.«
5:110 Und als Gott sprach: O Jesus, Sohn Marias, gedenke meiner Gnade zu dir und zu deiner Mutter, als
Ich dich mit dem Geist der Heiligkeit stärkte, so dass du zu den Menschen in der Wiege und als
Erwachsener sprachst; und als Ich dich das Buch, die Weisheit, die Thora und das Evangelium lehrte;
und als du aus Ton etwas wie eine Vogelgestalt mit meiner Erlaubnis schufest und dann hineinbliesest
und es mit meiner Erlaubnis zu einem Vogel wurde; und als du Blinde und Aussätzige mit meiner
Erlaubnis heiltest und Tote mit meiner Erlaubnis herauskommen ließest ; und als Ich die Kinder
Israels von dir zurückhielt, als du mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kamst, worauf diejenigen von
ihnen, die ungläubig waren, sagten: »Das ist nichts als eine offenkundige Zauberei. 111 Und als Ich
den Jüngern offenbarte: »Glaubt an Mich und an meinen Gesandten.« Sie sagten: »Wir glauben.
Bezeuge, dass wir gottergeben sind.« 112 Als die Jünger sagten: »O Jesus, Sohn Marias, kann dein
Herr uns einen Tisch vom Himmel herabsenden?« Er sagte: »Fürchtet Gott, so ihr gläubig seid.«
113 Sie sagten: »Wir wollen davon essen, so dass unsere Herzen Ruhe finden und dass wir wissen,
dass du uns die Wahrheit gesagt hast, und dass wir zu denen gehören, die darüber Zeugnis geben .
114 Jesus, der Sohn Marias, sagte: »O Gott, unser Herr, sende auf uns einen Tisch vom Himmel
herab, dass er für uns, für den ersten von uns und den letzten von uns, ein Fest sei, und ein Zeichen
von Dir. Und versorge uns. Du bist der beste Versorger.«
5:115 Gott sprach: »Ich werde ihn auf euch hinabsenden. Wer von euch hernach ungläubig wird, den
werde Ich mit einer Pein peinigen, mit der Ich keinen von den Weltenbewohnern peinige.« 116 Und
als Gott sprach: »O Jesus, Sohn Marias, warst du es, der zu den Menschen sagte: ›Nehmt euch neben
Gott mich und meine Mutter zu Göttern.‹?« Er sagte: »Preis sei Dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu
sagen, wozu ich kein Recht habe. Hätte ich es gesagt, dann wüßtest Du es. Du weißt, was in meinem
Inneren ist, ich aber weiß nicht, was in deinem Inneren ist. Du bist der, der die unsichtbaren Dinge
alle weiß. 117 Ich habe ihnen nichts anderes gesagt als das, was Du mir befohlen hast, nämlich:
›Dienet Gott, meinem Herrn und eurem Herrn.‹ Ich war Zeuge über sie, solange ich unter ihnen
weilte. Als Du mich abberufen hast, warst Du der Wächter über sie. Und Du bist über alle Dinge
Zeuge. 118 Wenn Du sie peinigst, so sind sie deine Diener. Wenn Du ihnen vergibst, so bist Du der
Mächtige, der Weise.« 119 Gott sprach: »Das ist der Tag, an dem den Wahrhaftigen ihre
Wahrhaftigkeit nützen wird. Bestimmt sind für sie Gärten, unter denen Bäche fließen, darin werden
sie auf immer ewig weilen.« Gott hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm.
Dies ist der großartige Erfolg.
5:120 Gott gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was in ihnen ist. Und Er hat
Macht zu allen Dingen.



Sure 6: Das Vieh (Al-An‘am) zu Mekka, 165 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
6:1 Lob sei Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen und die Finsternisse und das Licht gemacht hat!
Dennoch setzen diejenigen, die ungläubig sind, ihrem Herrn (andere) gleich. 2 Er ist es, der euch aus
Ton erschaffen und dann eine Frist beschlossen hat. Und eine bestimmte Frist ist bei Ihm festgesetzt.
Dennoch zweifelt ihr daran. 3 Er ist Gott in den Himmeln und auf der Erde. Er weiß, was ihr
geheimhaltet und was ihr offen bekundet, und Er weiß, was ihr erwerbt. 4 Kein Zeichen von den
Zeichen ihres Herrn kommt zu ihnen, ohne dass sie sich davon abwenden.
6:5 So erklärten sie die Wahrheit für Lüge, als sie zu ihnen kam. Aber zu ihnen werden die Berichte
gelangen über das, worüber sie immer wieder gespottet haben. 6 Haben sie denn nicht gesehen, wie
viele Generationen Wir vor ihnen haben verderben lassen? Wir haben ihnen auf der Erde eine feste
Stellung verliehen, die Wir euch nicht verliehen haben. Und Wir haben den Himmel über sie ergiebig
regnen lassen und die Bäche unter ihnen fließen lassen. Aber Wir haben sie für ihre Sünden verderben
und nach ihnen eine andere Generation entstehen lassen. 7 Hätten Wir auf dich ein Buch auf Papyrus
hinabgesandt und würden sie es mit ihren Händen berühren, würden diejenigen, die ungläubig sind,
dennoch sagen: »Dies ist nichts als offenkundige Zauberei. 8 Und sie sagen: »Wäre ein Engel auf ihn
herabgesandt worden!« Und sie sagen: »Würden Wir einen Engel hinabsenden, wäre die
Angelegenheit dann entschieden, und ihnen wird dann kein Aufschub gewährt. 9 Auch wenn Wir
ihn zu einem Engel gemacht hätten, Wir hätten ihn (doch) zu einem Mann gemacht und hätten ihnen
(noch weiter) verhüllt, was sie sich ja selbst verhüllen.
6:10 Gespottet wurde schon vor dir über Gesandte. Darum schloß diejenigen, die sie verhöhnt hatten, das,
worüber sie spotteten. 11 Sprich: Zieht auf der Erde umher und schaut, wie das Ende derer war, die
(die Botschaft) für Lüge erklärt haben. 12 Sprich: Wem gehört, was in den Himmeln und auf der Erde
ist? Sprich: (Es gehört) Gott. Vorgeschrieben hat Er sich selbst die Barmherzigkeit. Er wird euch zum
Tag der Auferstehung versammeln, an dem kein Zweifel möglich ist. Diejenigen, die sich selbst
verloren haben, die glauben eben nicht. 13 Ihm gehört, was in der Nacht und am Tag besteht . Er ist
der, der alles hört und weiß. 14 Sprich: Sollte ich mir zum Freund einen anderen als Gott nehmen, den
Schöpfer der Himmel und der Erde, der Speise gibt und dem niemand Speise geben kann? Sprich: Mir
ist befohlen worden, der erste von denen zu sein, die gottergeben sind, und: »Sei nicht einer der
Polytheisten.
6:15 Sprich: Ich fürchte, wenn ich gegen meinen Herrn ungehorsam bin, die Pein eines gewaltigen Tages.
16 Von wem sie an jenem Tag abgewehrt wird, dessen hat Er sich erbarmt. Und das ist der
offenkundige Erfolg. 17 Wenn Gott dich einen Schaden erleiden läßt, so gibt es niemanden, der ihn
beheben könnte, außer Ihm. Und wenn Er dich Gutes erfahren läßt, so hat Er Macht zu allen Dingen.
18 Er ist der, der bezwingende Macht über seine Diener besitzt, und Er ist der, der weise ist und
Kenntnis von allem hat. 19 Sprich: Was gilt als das größte Zeugnis? Sprich: Gott ist Zeuge zwischen
mir und euch. Dieser Koran ist mir offenbart, damit ich euch und auch jeden, den er erreicht, durch
ihn warne. Wollt ihr wirklich bezeugen, dass es neben Gott andere Götter gibt? Sprich: Ich bezeuge
(es) nicht. Sprich: Er ist nur ein einziger Gott, und ich bin unschuldig an dem, was ihr (Ihm)
beigesellt.
6:20 Diejenigen, denen Wir das Buch zukommen ließen, kennen es, wie sie ihre Söhne kennen.
Diejenigen, die sich selbst verloren haben, die glauben eben nicht. 21 Und wer ist denn ungerechter,
als wer gegen Gott eine Lüge erdichtet oder seine Zeichen für Lüge erklärt? Denen, die Unrecht tun,
wird es sicher nicht wohl ergehen. 22 Und am Tag, da Wir sie alle versammeln. Dann sprechen Wir
zu denen, die Polytheisten waren: Wo sind denn eure Teilhaber, die ihr immer wieder angegeben
habt? 23 Dann wird die Folge ihrer Verwirrung nur sein, dass sie sagen: »Bei Gott, unserem Herrn,
wir waren keine Polytheisten. 24 Schau, wie sie sich selbst belügen und wie ihnen entschwunden ist,
was sie zu erdichten pflegten.
6:25 Und unter ihnen gibt es welche, die dir zuhören. Aber Wir haben auf ihre Herzen Hüllen gelegt, so
dass sie es nicht begreifen, und in ihre Ohren Schwerhörigkeit. Sie mögen jedes Zeichen sehen, sie
glauben nicht daran. Und so, wenn sie zu dir kommen, um mit dir zu streiten, sagen diejenigen, die
ungläubig sind: »Das sind nichts als die Fabeln der Früheren.« 26 Und sie verwehren es (den Leuten),
und sie selbst entfernen sich davon. Sie bringen nur Verderben über sich selbst, und sie merken es
nicht. 27 Könntest du nur zuschauen, wenn sie vor das Feuer gestellt werden und sagen: »O würden
wir doch zurückgebracht werden! Wir würden dann nicht die Zeichen unseres Herrn für Lüge
erklären, und wir würden zu den Gläubigen gehören.« 28 Vielmehr ist ihnen klargeworden, was sie
früher geheimgehalten haben. Würden sie zurückgebracht, sie würden zu dem zurückkehren, was
ihnen verboten wurde. Sie sind ja Lügner. 29 Und sie sagen: »Es gibt nur unser diesseitiges Leben,
und wir werden nicht auferweckt.
6:30 Könntest du nur zuschauen, wenn sie vor ihren Herrn gestellt werden und Er spricht: »Ist dies
nicht die Wahrheit?« Sie sagen: »Doch, bei unserem Herrn!« Er spricht: »Kostet nun die Pein dafür,
dass ihr ungläubig waret.« 31 Den Verlust haben diejenigen, die die Begegnung mit Gott für Lüge
erklären, so dass sie, wenn die Stunde plötzlich über sie kommt, sagen: »O welch ein Bedauern, dass
wir sie nicht beachtet haben!« Sie tragen ihre Lasten auf ihrem Rücken. O schlimm ist das, was sie da
tragen werden! 32 Das diesseitige Leben ist nur Spiel und Zerstreuung. Die jenseitige Wohnstätte ist
gewiß besser für die, die gottesfürchtig sind. Habt ihr denn keinen Verstand? 33 Wir wissen wohl,
dass dich betrübt, was sie sagen. Aber nicht dich zeihen sie der Lüge, sondern die, die Unrecht tun,
leugnen ja die Zeichen Gottes. 34 Der Lüge wurden schon vor dir Gesandte geziehen. Und sie
ertrugen es mit Geduld, dass sie der Lüge geziehen wurden und dass ihnen Leid zugefügt wurde, bis
unsere Unterstützung zu ihnen kam. Niemand wird die Worte Gottes abändern können. Zu dir ist doch
etwas vom Bericht über die Gesandten gekommen.
6:35 Und wenn du schwer daran trägst, dass sie sich abwenden, und wenn du imstande bist, einen Schacht
in die Erde oder eine Leiter in den Himmel zu suchen und ihnen dann ein Zeichen vorzubringen ...
Wenn Gott gewollt hätte, hätte Er sie in der Rechtleitung vereint. Sei also nicht einer der Törichten.
36 Nur jene können antworten, die zuhören. Die Toten wird Gott auferwecken. Dann werden sie zu
Ihm zurückgebracht. 37 Und sie sagen: »Wenn doch ein Zeichen von seinem Herrn auf ihn
herabgesandt würde! Sprich: Gott hat dazu die Macht, ein Zeichen herabzusenden. Aber die meisten
von ihnen wissen nicht Bescheid. 38 Es gibt keine Tiere auf der Erde und keine Vögel, die mit ihren
Flügeln fliegen, die nicht Gemeinschaften wären gleich euch. Wir haben im Buch nichts übergangen.
Dann werden sie zu ihrem Herrn versammelt. 39 Und diejenigen, die unsere Zeichen für Lüge
erklären, sind taub, stumm, in Finsternissen. Gott führt irre, wen Er will, und wen Er will, den bringt
Er auf einen geraden Weg.
6:40 Sprich: Was meint ihr? Wenn die Pein Gottes über euch kommt oder die Stunde über euch kommt,
werdet ihr dann andere anrufen als Gott, so ihr die Wahrheit sagt? 41 Nein, Ihn werdet ihr anrufen.
Dann wird Er das beheben, weswegen ihr (Ihn) anruft, wenn Er will, und ihr werdet vergessen, was
ihr (Ihm) beigesellt. 42 Und Wir haben vor dir zu Gemeinschaften (Gesandte) geschickt und sie mit
Not und Drangsal heimgesucht, auf dass sie sich vielleicht demütigen. 43 Hätten sie sich doch
gedemütigt, als unsere Schlagkraft über sie kam! Aber ihre Herzen verhärteten sich, und der Satan
machte ihnen verlockend, was sie zu tun pflegten. 44 Und als sie das vergaßen, womit sie ermahnt
worden waren, öffneten Wir ihnen die Tore zu allen Dingen. Als sie sich dann über das freuten, was
ihnen zuteil wurde, suchten Wir sie plötzlich heim. Da waren sie ganz verzweifelt.
6:45 So wurde der letzte Rest der Leute, die Unrecht taten, ausgemerzt. Und Lob sei Gott, dem Herrn der
Welten! 46 Sprich: Was meint ihr? Wenn Gott euer Gehör und euer Augenlicht fortnähme und euer
Herz versiegelte, welcher Gott außer Gott könnte es euch zurückbringen? Schau, wie Wir die Zeichen
auf verschiedene Weise darlegen, dennoch kehren sie sich ab. 47 Sprich: Was meint ihr? Wenn die
Pein Gottes plötzlich oder offen über euch kommt, wer wird wohl verderben außer den Leuten, die
Unrecht tun? 48 Und Wir senden die Gesandten nur als Freudenboten und Warner. Diejenigen nun,
die glauben und Besserung bringen, haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein.
49 Diejenigen aber, die unsere Zeichen für Lüge erklären, wird die Pein treffen dafür, dass sie immer
wieder gefrevelt haben
6: 50 Sprich: Ich sage euch nicht, ich hätte die Vorratskammern Gottes, und ich kenne auch nicht das
Unsichtbare. Und ich sage euch nicht, ich sei ein Engel. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird.
Sprich: Sind etwa der Blinde und der Sehende gleich? Wollt ihr denn nicht nachdenken? 51 Und
warne damit diejenigen, die fürchten, zu ihrem Herrn versammelt zu werden — außer Ihm haben sie
weder Freund noch Fürsprecher —, auf dass sie gottesfürchtig werden. 52 Und vertreibe diejenigen
nicht, die morgens und abends ihren Herrn anrufen in der Suche nach seinem Antlitz. Dir obliegt in
keiner Weise, sie zur Rechenschaft zu ziehen , und ihnen obliegt in keiner Weise, dich zur
Rechenschaft zu ziehen, so dass du sie vertreiben dürftest. Sonst würdest du zu denen gehören, die
Unrecht tun. 53 Und so haben Wir die einen durch die anderen der Versuchung ausgesetzt, damit sie
sagen: »Hat Gott gerade diesen da aus unserer Mitte eine Wohltat erwiesen? Weiß nicht Gott besser
Bescheid über die, die dankbar sind? 54 Und wenn diejenigen, die an unsere Zeichen glauben, zu dir
kommen, so sprich: Friede über euch! Euer Herr hat sich selbst die Barmherzigkeit vorgeschrieben:
Wenn nun einer von euch aus Unwissenheit Böses tut, aber danach umkehrt und Besserung zeigt, so
ist Er voller Vergebung und barmherzig.
6:55 So legen Wir die Zeichen im einzelnen dar, auch damit der Weg der Übeltäter offenkundig wird. 56
Sprich: Mir ist verboten worden, denen zu dienen, die ihr anstelle Gottes anruft. Sprich: Ich folge
nicht euren Neigungen. Sonst wäre ich abgeirrt, und ich würde nicht zu denen zählen, die der
Rechtleitung folgen. 57 Sprich: Ich berufe mich auf ein deutliches Zeichen von meinem Herrn, aber
ihr erklärt es für Lüge. Ich verfüge nicht über das, was ihr zu beschleunigen wünscht . Das Urteil
gehört Gott allein. Er erzählt die Wahrheit, und Er ist der Beste derer, die entscheiden. 58 Sprich:
Würde ich über das verfügen, was ihr zu beschleunigen wünscht, wäre die Angelegenheit zwischen
mir und euch bereits entschieden. Und Gott weiß besser Bescheid über die, die Unrecht tun. 59 Er
verfügt über die Schlüssel des Unsichtbaren. Niemand außer Ihm weiß über sie Bescheid. Und Er
weiß, was auf dem Festland und im Meer ist. Kein Blatt fällt, ohne dass Er darüber Bescheid weiß;
und es gibt kein Korn in den Finsternissen der Erde und nichts Feuchtes und nichts Trockenes, ohne
dass es in einem offenkundigen Buch stünde.
6:60 Er ist es, der euch bei Nacht abberuft und weiß, was ihr bei Tag begangen habt; und dann erweckt Er
euch an ihm, damit eine bestimmte Frist erfüllt wird. Dann wird eure Rückkehr zu Ihm sein, und dann
wird Er euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet. 61 Er ist der, der bezwingende Macht über seine Diener
besitzt. Und Er entsendet Hüter über euch, so dass, wenn der Tod zu einem von euch kommt, unsere
Boten ihn abberufen, und sie übergehen nichts. 62 Dann werden sie zu Gott, ihrem wahren Herrscher,
zurückgebracht. Ja, Ihm gehört das Urteil, und Er ist der Schnellste derer, die abrechnen. 63 Sprich:
Wer errettet euch aus den Finsternissen des Festlandes und des Meeres, wenn ihr Ihn in (sichtbarer)
Demut und im Verborgenen anruft: »Wenn Er uns hieraus rettet, werden wir sicher zu den Dankbaren
gehören« 64 Sprich: Gott errettet euch daraus und aus jeder Trübsal. Ihr aber gesellt (Ihm) weiterhin
(andere) bei.
6:65 Sprich: Er ist es, der dazu die Macht hat, über euch eine Pein von oben oder unter euren Füßen zu
schicken, oder euch in Parteien durcheinanderzubringen und die einen von euch die Schlagkraft der
anderen erleiden zu lassen. Schau, wie Wir die Zeichen auf verschiedene Weise darlegen, auf dass sie
die Sache begreifen. 66 Dein Volk erklärt es für Lüge, obwohl es die Wahrheit ist. Sprich: Ich bin
nicht als Sachwalter über euch eingesetzt. 67 Jeder Bericht wird seine Bestätigung finden, und ihr
werdet es noch zu wissen bekommen. 68 Und wenn du diejenigen siehst, die auf unsere Zeichen
(spottend) eingehen, dann wende dich von ihnen ab, bis sie auf ein anderes Gespräch eingehen. Und
wenn dich der Satan vergessen läßt, dann sollst du, nachdem du dich wieder daran erinnert hast, nicht
mit den Leuten zusammensitzen, die Unrecht tun. 69 Denjenigen, die gottesfürchtig sind, obliegt in
keiner Weise, sie zur Rechenschaft zu ziehen. Es ist nur eine Ermahnung, auf dass sie gottesfürchtig
werden.
6:70 Und laß diejenigen sitzen, die ihre Religion zum Gegenstand von Spiel und Zerstreuung nehmen und
die das diesseitige Leben betört. Und ermahne durch ihn, auf dass niemand dem Verderben
preisgegeben wird für das, was er erworben hat. Er hat dann außer Gott weder Freund noch
Fürsprecher. Und würde er auch jedes Lösegeld vorlegen, es wird von ihm nicht angenommen
werden. Das sind die, die dem Verderben preisgegeben werden für das, was sie erworben haben.
Bestimmt ist für sie ein Getränk aus heißem Wasser und eine schmerzhafte Pein dafür, dass sie
ungläubig waren. 71 Sprich: Sollen wir statt zu Gott zu etwas rufen, was uns weder nützt noch
schadet, und, nachdem Gott uns rechtgeleitet hat, auf unseren Fersen kehrtmachen, gleich jenem, den
die Satane im Land weggelockt haben? Ratlos (ist er); er hat Gefährten, die ihn zur Rechtleitung
rufen: »Komm zu uns.« Sprich: »Nur die Rechtleitung Gottes ist die (wahre) Rechtleitung. Und uns
wurde befohlen, uns dem Herrn der Welten zu ergeben.« 72 Und auch: »Verrichtet das Gebet und
fürchtet Ihn. Er ist es, zu dem ihr versammelt werdet. 73 Er ist es, der die Himmel und die Erde der
Wahrheit entsprechend erschaffen hat. Und am Tag, da Er sagt: Sei!, und es ist. Sein Wort ist die
Wahrheit. Und Ihm gehört die Königsherrschaft am Tag, da in die Trompete geblasen wird. Er weiß
über das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid, und Er ist der Weise, der Kenntnis von allem hat.
74 Und als Abraham zu seinem Vater Azar sagte: »Nimmst du dir denn Götzen zu Göttern? Ich sehe
dich und dein Volk in einem offenkundigen Irrtum.
6:75 Und so zeigten Wir Abraham das Reich der Himmel und der Erde, damit er einer von denen sei, die
Gewißheit hegen. 76 Als nun die Nacht ihn umhüllte, sah er einen Stern. Er sagte: »Das ist mein
Herr.« Als der aber verschwand, sagte er: »Ich liebe die nicht, die verschwinden.« 77 Als er dann den
Mond aufgehen sah, sagte er: »Das ist mein Herr.« Als der aber verschwand, sagte er: »Wenn mein
Gott mich nicht rechtleitet, werde ich gewiß zu den abgeirrten Leuten gehören.« 78 Als er dann die
Sonne aufgehen sah, sagte er: »Das ist mein Herr. Das ist ja größer.« Als sie aber verschwand, sagte
er: »O mein Volk, ich bin unschuldig an dem, was ihr (Gott) beigesellt. 79 Ich richte mein Gesicht zu
dem, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, als Anhänger des reinen Glaubens, und ich gehöre
nicht zu den Polytheisten.«
6:80 Sein Volk stritt mit ihm. Er sagte: »Wollt ihr mit mir über Gott streiten, wo Er mich rechtgeleitet
hat? Ich fürchte nicht, was ihr Ihm beigesellt, es sei denn, es ist mein Herr, der etwas will. Mein Herr
umfaßt alle Dinge in seinem Wissen. Wollt ihr es nicht bedenken? 81 Und wie sollte ich fürchten, was
ihr (Ihm) beigesellt, wo ihr euch nicht fürchtet, Gott solche beizugesellen, für die Er auf euch keine
Ermächtigung herabgesandt hat? Welche von beiden Gruppen hat eher Recht auf Sicherheit, so ihr es
wisst? 82 Denjenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit unrechtem Handeln verhüllen, gehört
die Sicherheit, und sie folgen der Rechtleitung. 83 Das ist unser Beweisgrund, den Wir Abraham
gegen sein Volk zukommen ließen. Wir erhöhen, wen Wir wollen, um Rangstufen. Dein Gott ist
weise und weiß Bescheid. 84 Und Wir schenkten ihm Isaak und Jakob; jeden (von ihnen) haben wir
rechtgeleitet. Auch Noah haben Wir zuvor rechtgeleitet, sowie aus seiner Nachkommenschaft David
und Salomo, Ijob, Josef, Mose und Aaron — so entlohnen Wir die, die Gutes tun -;
6:85 und Zakaria, Yahya —, Jesus und Elias: jeder von ihnen gehört zu den Rechtschaffenen; 86 und
Ismael, Elischa, Jonas und Lot: jeden (von ihnen) haben Wir vor den Weltenbewohnern bevorzugt; 87
und auch manche von ihren Vätern, ihren Nachkommen und ihren Brüdern. Wir haben sie erwählt
und zu einem geraden Weg geleitet. 88 Das ist die Rechtleitung Gottes. Er leitet damit recht, wen von
seinen Dienern Er will. Und hätten sie (Gott andere) beigesellt, so wäre (auch) ihnen wertlos
geworden, was sie zu tun pflegten. 89 Das sind die, denen Wir das Buch, die Urteilsvollmacht und die
Prophetie zukommen ließen. Wenn diese da sie verleugnen, so haben Wir sie Leuten anvertraut, die
sie nicht verleugnen.
6:90 Das sind die, die Gott rechtgeleitet hat. Richte dich nun nach ihrer Rechtleitung. Sprich: Ich verlange
von euch keinen Lohn dafür. Es ist nichts als eine Ermahnung für die Weltenbewohner. 91 Und sie
haben Gott nicht so eingeschätzt, wie Er eingeschätzt werden soll, als sie sagten: »Gott hat nichts auf
einen Menschen herabgesandt. Sprich: Wer hat denn das Buch herabgesandt, das Mose als Licht und
Rechtleitung für die Menschen gebracht hat? Ihr macht ja daraus Papyrusblätter, die ihr offen zeigt —
und ihr haltet vieles geheim; und euch wurde beigebracht, was ihr nicht wußtet, weder ihr noch eure
Väter. Sprich: Gott. Und dann laß sie in ihren ausschweifenden Reden ihr Spiel treiben. 92 Und dies
ist ein Buch, das Wir hinabgesandt haben, ein gesegnetes (Buch), das bestätigt, was vor ihm
vorhanden war, damit du die Mutter der Städte und die Menschen in ihrer Umgebung warnest.
Diejenigen, die an das Jenseits glauben, glauben auch daran, und sie halten ihr Gebet ein. 93 Und wer
ist ungerechter, als wer gegen Gott eine Lüge erdichtet oder sagt: »Mir ist offenbart worden« während
ihm nichts offenbart worden ist, und wer sagt: »Ich werde herabsenden, was dem gleich ist, was Gott
herabgesandt hat.« Könntest du nur zuschauen, wenn die Ungerechten sich in den Fluten des Todes
befinden und die Engel ihre Hände ausstrecken: »Gebt eure Seelen heraus. Heute wird euch mit der
Pein der Schmach vergolten dafür, dass ihr immer wieder gegen Gott etwas anderes als die Wahrheit
gesagt und euch gegenüber seinen Zeichen hochmütig verhalten habt.« 94 Ihr seid nun einzeln zu Uns
gekommen, so wie Wir euch das erste Mal erschaffen haben, und ihr habt hinter euch zurückgelassen,
was Wir euch verliehen haben. Und Wir sehen nicht bei euch eure Fürsprecher, von denen ihr
behauptet habt, sie hätten Anteil an euch. Abgeschnitten ist das Band zwischen euch, und
entschwunden ist euch, was ihr immer wieder behauptet habt.
6:95 Gott ist es, der die Körner und die Kerne spaltet. So bringt Er das Lebendige aus dem Toten und das
Tote aus dem Lebendigen hervor. Das ist Gott — wie leicht laßt ihr euch doch abwenden! 96 Er, der
die Morgendämmerung anbrechen läßt. Er hat die Nacht zur Ruhezeit und die Sonne und den Mond
zur Zeitberechnung gemacht. Das ist das Dekret dessen, der mächtig ist und Bescheid weiß. 97 Er ist
es, der euch die Sterne gemacht hat, damit ihr euch durch sie die gute Richtung in den Finsternissen
des Festlandes und des Meeres findet. Wir haben die Zeichen im einzelnen dargelegt für Leute, die
Bescheid wissen. 98 Und Er ist es, der euch aus einem einzigen Wesen hat entstehen lassen. Dann
gibt es einen Aufenthaltsort und einen Aufbewahrungsort. Wir haben die Zeichen im einzelnen
dargelegt für Leute, die begreifen. 99 Und Er ist es, der vom Himmel Wasser herabkommen läßt. Und
Wir bringen damit Pflanzen jeglicher (Art) hervor; und dann bringen Wir aus ihnen Grün hervor, aus
dem Wir übereinandergereihte Körner hervorbringen — und aus den Palmen, aus ihren
Blütenscheiden entstehen herabhängende Dattelbüschel —, und (auch) Gärten mit Weinstöcken, und
die Öl- und die Granatapfelbäume, die einander ähnlich und unähnlich sind. Schaut auf ihre Früchte,
wenn sie Früchte tragen, und auf deren Reifen. Darin sind Zeichen für Leute, die glauben.
6:100 Und sie haben Gott Teilhaber gegeben: die Djinn, wo Er sie doch erschaffen hat. Und sie haben
Ihm Söhne und Töchter angedichtet, ohne (richtiges) Wissen. Preis sei Ihm! Er ist erhaben über das,
was sie da schildern. 101 Der Schöpfer der Himmel und der Erde, woher soll Er ein Kind haben, wo
Er doch keine Gefährtin hat und Er (sonst) alles erschaffen hat? Und Er weiß über alle Dinge
Bescheid. 102 Das ist eben Gott, euer Herr. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge.
So dienet Ihm. Er ist Sachwalter über alle Dinge. 103 Die Blicke erreichen Ihn nicht, Er aber erreicht
die Blicke. Und Er ist der Feinfühlige , der Kenntnis von allem hat. 104 Zu euch sind nun
einsichtbringende Zeichen von eurem Herrn gekommen. Wer einsichtig wird, ist es zu seinem eigenen
Vorteil, und wer blind ist, ist es zu seinem eigenen Schaden. Und ich bin nicht Hüter über euch.
6:105 So legen Wir die Zeichen auf verschiedene Weise dar. Dies, damit sie sagen können: »Du hast
danach geforscht« und damit Wir es Leuten deutlich machen, die Bescheid wissen. 106 Folge dem,
was dir von deinem Herrn offenbart worden ist. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Und wende dich von
den Polytheisten ab. 107 Wenn Gott gewollt hätte,»wären sie nicht Polytheisten geworden. Und Wir
haben dich nicht zum Hüter über sie gemacht, und du bist nicht als Sachwalter über sie eingesetzt.
108 Und schmäht nicht diejenigen, die sie anstelle Gottes anrufen, damit sie nicht in Übertretung ohne
(richtiges) Wissen Gott schmähen. So haben Wir jeder Gemeinschaft ihr Tun verlockend gemacht.
Alsdann wird ihre Rückkehr zu ihrem Herrn sein, und Er wird ihnen kundtun, was sie zu tun pflegten.
109 Und sie haben bei Gott ihren eifrigsten Eid geschworen, sie würden, wenn ein Zeichen zu ihnen
käme, sicher daran glauben. Sprich: Die Zeichen stehen bei Gott allein. Wie solltet ihr auch merken,
dass, wenn es tatsächlich käme, sie doch nicht glauben?
6:110 Und Wir kehren ihre Herzen und ihr Augenlicht um, ebenso wie sie das erste Mal nicht daran
geglaubt haben. Und Wir lassen sie im Übermaß ihres Frevels blind umherirren. 111 Würden Wir
auch zu ihnen die Engel hinabsenden, würden die Toten auch zu ihnen sprechen und Wir alle Dinge
vor ihren Augen versammeln, sie würden unmöglich glauben, es sei denn, Gott will es. Aber die
meisten von ihnen sind töricht. 112 Und so haben Wir jedem Propheten einen Feind gegeben: die
Satane der Menschen und der Djinn, von denen die einen den anderen prunkvolles Gerede eingeben,
um sie zu betören — und wenn dein Herr gewollt hätte, hätten sie es nicht getan; so laß sie sitzen mit
dem, was sie erdichten —, 113 und damit die Herzen derer, die an das Jenseits nicht glauben, ihm
zuneigen, und damit sie daran Gefallen haben und begehen, was sie begehen. 114 Sollte ich mir einen
anderen Schiedsrichter als Gott suchen, wo Er es doch ist, der das Buch, im einzelnen dargelegt, zu
euch herabgesandt hat? Diejenigen, denen Wir das Buch zukommen ließen, wissen, dass es von
deinem Herrn mit der Wahrheit herabgesandt wurde. So sei nicht einer der Zweifler.
6:115 Und das Wort deines Herrn hat sich in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit erfüllt. Niemand kann
seine Worte abändern. Er ist der, der alles hört und weiß. 116 Und wenn du der Mehrzahl derer, die
auf der Erde sind, folgst, werden sie dich vom Weg Gottes abirren lassen. Sie folgen ja nur
Vermutungen, und sie stellen nur Schätzungen an. 117 Dein Herr weiß besser, wer von seinem Weg
abirrt, und Er weiß besser über die Bescheid, die der Rechtleitung folgen. 118 Eßt von dem, worüber
der Name Gottes ausgesprochen worden ist, so ihr an seine Zeichen glaubt. 119 Warum solltet ihr
denn nicht von dem essen, worüber der Name Gottes ausgesprochen worden ist, wo Er euch im
einzelnen dargelegt hat, was Er euch verboten hat, ausgenommen das, wozu ihr gezwungen werdet?
Viele führen (andere) durch ihre Neigungen ohne (richtiges) Wissen in die Irre. Aber dein Herr weiß
besser über die Bescheid, die Übertretungen begehen.
6:120 Unterlaßt die Sünde, ob sie offen oder verborgen ist. Denen, die Sünden erwerben, wird vergolten
für das, was sie begangen haben. 121 Und eßt nicht von dem, worüber der Name Gottes nicht
ausgesprochen worden ist. Das ist Frevel. Die Satane geben ihren Freunden ein, mit euch zu streiten.
Wenn ihr ihnen gehorcht, seid ihr sogleich Polytheisten. 122 Ist denn der, der tot war, den Wir aber
dann wieder lebendig gemacht und dem Wir ein Licht gegeben haben, dass er darin unter den
Menschen umhergehen kann, mit dem zu vergleichen, der in den Finsternissen ist und nicht aus ihnen
herauskommen kann? So ist den Ungläubigen verlockend gemacht worden, was sie zu tun pflegten.
123 Und so haben Wir in jeder Stadt ihre größten Übeltäter bestellt, damit sie in ihr Ränke schmieden.
Sie schmieden aber Ränke nur gegen sich selbst, und sie merken es nicht. 124 Wenn ein Zeichen zu
ihnen kommt, sagen sie: »Wir werden nicht glauben, bis uns das gleiche zukommt, was den
Gesandten Gottes zugekommen ist. Gott weiß besser, wo Er seine Botschaft anbringt. Diejenigen, die
Übeltaten begehen, wird bei Gott Erniedrigung und eine harte Pein treffen dafür, dass sie Ränke
schmiedeten.
6:125 Wen Gott rechtleiten will, dem weitet Er die Brust für den Islam. Und wen Er irreführen will, dem
macht Er die Brust beklommen und bedrückt, so als ob er in den Himmel hochsteigen würde. Auf
diese Weise legt Gott das Greuel auf diejenigen, die nicht glauben. 126 Und dies ist der Weg deines
Herrn, er ist gerade. Wir haben die Zeichen im einzelnen dargelegt für Leute, die (sie) bedenken.
127 Bestimmt ist für sie bei ihrem Herrn die Wohnstätte des Friedens. Er ist ihr Freund wegen dessen,
was sie zu tun pflegten. 128 Und am Tag, da Er sie alle versammelt: »O Gemeinschaft der Djinn, ihr
habt euch viele Menschen angeworben. Und ihre Freunde unter den Menschen sagen: »Unser Herr,
wir haben Nutzen voneinander gehabt und haben nun unsere Frist erreicht, die Du uns gesetzt hast.«
Er spricht: »Das Feuer ist eure Bleibe; darin werdet ihr ewig weilen, es sei denn, Gott will es anders.
Dein Herr ist weise und weiß Bescheid.« 129 So setzen Wir die einen von denen, die Unrecht tun,
über die anderen wegen dessen, was sie erworben haben.
6:130 O Gemeinschaft der Djinn und der Menschen, sind nicht Gesandte aus eurer Mitte zu euch
gekommen, um euch von meinen Zeichen zu erzählen und euch die Begegnung mit diesem eurem
Tag warnend zu verkünden? Sie sagen: »Wir zeugen gegen uns selbst.« Betört hat sie das diesseitige
Leben, und sie zeugen gegen sich selbst, dass sie ungläubig waren. 131 Das ist so, weil dein Herr die
Städte nicht zu Unrecht dem Verderben preisgibt, während ihre Bewohner nichts ahnen. 132 Für alle
sind Rangstufen bestimmt für das, was sie getan haben. Und dein Herr läßt nicht unbeachtet, was sie
tun. 133 Und dein Herr ist der, der auf niemanden angewiesen ist und die Barmherzigkeit besitzt.
Wenn Er will, läßt Er euch fortgehen und nach euch folgen, was Er will, so wie Er euch aus der
Nachkommenschaft anderer Leute entstehen ließ. 134 Was euch angedroht wird, wird sicher
kommen, und ihr könnt es nicht vereiteln.
6:135 Sprich: O mein Volk, handelt nach eurem Standpunkt. Ich werde auch so handeln. Dann werdet ihr
wissen, wem die jenseitige Wohnstätte gehört. Wahrlich, denen, die Unrecht tun, wird es nicht wohl
ergehen. 136 Und sie haben für Gott einen Anteil festgesetzt von dem, was Er an Feldernte und Vieh
geschaffen hat. Und sie sagen: »Dies ist für Gott«, so behaupten sie —, »und dies ist für unsere
Teilhaber. Was für ihre Teilhaber bestimmt ist, gelangt nicht zu Gott, was aber für Gott bestimmt ist,
gelangt zu ihren Teilhabern. Schlecht ist doch ihr Urteil. 137 Und auch vielen von den Polytheisten
haben ihre Teilhaber verlockend gemacht, ihre Kinder zu töten, um sie zu verderben und sie in ihrer
Religion zu verwirren. Wenn Gott gewollt hätte, hätten sie es nicht getan. So laß sie da sitzen mit
dem, was sie erdichten. 138 Und sie sagen: »Das sind Tiere und Ernte, die tabu sind. Niemand darf
davon essen, außer dem, wen wir wollen. So behaupten sie. — Es sind Tiere, deren Rücken (für
Lasten) verwehrt sind, und Tiere, über die sie den Namen Gottes nicht aussprechen; so erdichten sie
eine Lüge gegen Ihn. Er wird ihnen vergelten für das, was sie immer wieder erdichteten. 139 Und sie
sagen: »Was im Leib dieser Tiere ist, ist den Männern unter uns vorbehalten, für unsere Gattinnen
aber verboten. Wird es aber tot (geboren), so haben sie (alle) daran teil. Er wird ihnen für ihre
Schilderung vergelten. Er ist weise und weiß Bescheid.
6:140 Den Verlust haben diejenigen, die ihre Kinder aus Torheit ohne (richtiges) Wissen töten und das für
verboten erklären, was Gott ihnen beschert, indem sie gegen Gott eine Lüge erdichten. Sie sind
abgeirrt und folgen nicht der Rechtleitung. 141 Und Er ist es, der Gärten mit Spalieren und ohne
Spaliere entstehen läßt, sowie die Palmen und das Getreide verschiedener Erntesorten, und die Öl-
und Granatapfelbäume, die einander ähnlich und unähnlich sind. Eßt von ihren Früchten, wenn sie
Früchte tragen, und entrichtet am Tag ihrer Ernte, was als Rechtspflicht darauf steht, aber seid nicht
maßlos. Er liebt ja die Maßlosen nicht. 142 Und an Vieh (läßt Er entstehen) Lasttiere und Kleintiere.
Eßt von dem, was Gott euch beschert hat, und folgt nicht den Fußstapfen des Satans. Er ist euch ein
offenkundiger Feind. 143 (Und auch) acht Tiere zu Paaren: von den Schafen zwei und von den Ziegen
zwei. — Sprich: Sind es die beiden Männchen, die Er verboten hat, oder die beiden Weibchen, oder
was der Leib der beiden Weibchen enthält? Tut (es) mir denn aufgrund eines (richtigen) Wissens
kund, so ihr die Wahrheit sagt. 144 Und auch von den Kamelen zwei und von den Rindern zwei. —
Sprich: Sind es die beiden Männchen, die Er verboten hat, oder die beiden Weibchen, oder was der
Leib der Weibchen enthält? Oder waret ihr zugegen, als Gott euch dies auftrug? Wer ist denn
ungerechter, als wer gegen Gott eine Lüge erdichtet, um die Menschen ohne (richtiges) Wissen
irrezuführen? Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht.
6:145 Sprich: In dem, was mir offenbart wurde, finde ich nicht, dass etwas für den Essenden zu essen
verboten wäre, es sei denn, es ist Verendetes oder ausgeflossenes Blut oder Schweinefleisch — es ist
ein Greuel — oder ein Frevel, worüber ein anderer als Gott angerufen worden ist. Wenn aber einer
gezwungen wird, wobei er weder Auflehnung noch Übertretung begeht, so ist dein Herr voller
Vergebung und barmherzig. 146 Und denen, die Juden sind, haben Wir alles verboten, was Krallen
hat; und von den Rindern und den Schafen haben Wir ihnen das Fett verboten, ausgenommen das,
was ihre Rücken und ihre Eingeweide tragen oder was mit Knochen verwachsen ist. Damit haben Wir
ihnen für ihre Auflehnung vergolten, und Wir sagen ja die Wahrheit. 147 Wenn sie dich der Lüge
zeihen, dann sprich: Euer Herr besitzt eine umfassende Barmherzigkeit, aber niemand kann seine
Schlagkraft von den Leuten abwenden, die Übeltäter sind. 148 Diejenigen, die (Ihm) beigesellen,
werden sagen: »Wenn Gott gewollt hätte, hätten wir nicht beigesellt, und auch nicht unsere Väter, und
wir hätten nichts verboten. Auf diese Weise haben diejenigen, die vor ihnen lebten, (ihre Gesandten)
der Lüge geziehen, bis sie unsere Schlagkraft zu spüren bekamen. Sprich: Besitzt ihr irgendein
Wissen, das ihr uns vorbringen könnt? Ihr folgt ja nur Vermutungen, und ihr stellt nur Schätzungen
an. 149 Sprich: Gott verfügt über den überzeugenden Beweisgrund. Wenn Er wollte, würde Er euch
allesamt rechtleiten.
6:150 Sprich: Bringt eure Zeugen her, die bezeugen, dass Gott dies verboten hat. Wenn sie es auch
bezeugen, so bezeuge es nicht mit ihnen, und folge nicht den Neigungen derer, die unsere Zeichen für
Lüge erklären und die nicht an das Jenseits glauben und ihrem Herrn (andere) gleichsetzen. 151
Sprich: Kommt her, dass ich verlese, was euer Herr euch verboten hat: Ihr sollt Ihm nichts
beigesellen, und die Eltern gut behandeln; und tötet nicht eure Kinder aus Angst vor Verarmung —
euch und ihnen bescheren Wir doch den Lebensunterhalt; und nähert euch nicht den schändlichen
Taten, was von ihnen offen und was verborgen ist; und tötet nicht den Menschen, den Gott für
unantastbar erklärt hat, es sei denn bei vorliegender Berechtigung. Dies hat Er euch aufgetragen, auf
dass ihr verständig werdet. 152 Und nähert euch nicht dem Vermögen des Waisenkindes, es sei denn
auf die beste Art, bis es seine Vollkraft erreicht hat. Und gebt volles Maß und Gewicht nach
Gerechtigkeit. Wir fordern von den Menschen nur das, was sie vermögen. Und wenn ihr aussagt, dann
seid gerecht, auch wenn es um einen Verwandten geht. Und erfüllt den Bund hat Er euch aufgetragen,
auf dass ihr es bedenket. 153 Und dies ist mein Weg, er ist gerade. Folgt ihm. Und folgt nicht den
verschiedenen Wegen, dass sie euch nicht in verschiedene Richtungen von seinem Weg wegführen.
Dies hat Er euch aufgetragen, auf dass ihr gottesfürchtig werdet. 154 Alsdann ließen Wir dem Mose
das Buch zukommen, um (alles) zu vervollständigen für den, der Gutes getan hat, als eine ins einzelne
gehende Darlegung aller Dinge und als Rechtleitung und Barmherzigkeit, auf dass sie an die
Begegnung mit ihrem Herrn glauben.
6:155 Und dies ist ein Buch, das Wir hinabgesandt haben, ein gesegnetes (Buch). Folgt ihm und seid
gottesfürchtig, auf dass ihr Erbarmen findet. 156 Damit ihr nicht sagt: »Das Buch wurde nur auf zwei
Gemeinden vor uns herabgesandt, und wir ahnten nichts von dem, was sie erforscht haben.« 157 Oder
damit ihr nicht sagt: »Wenn das Buch auf uns herabgesandt worden wäre, hätten wir uns besser leiten
lassen als sie.« Nunmehr ist ein deutliches Zeichen von eurem Herrn und Rechtleitung und
Barmherzigkeit zu euch gekommen. Wer ist denn ungerechter als der, der die Zeichen Gottes für
Lüge erklärt und sich von ihnen abwendet? Wir werden denjenigen, die sich von unseren Zeichen
abwenden, mit einer schlimmen Pein dafür vergelten, dass sie sich abwandten. 158 Erwarten sie denn
etwas anderes, als dass die Engel zu ihnen kommen, oder dass dein Herr kommt, oder dass einige von
den Zeichen deines Herrn kommen? Am Tag, da einige von den Zeichen deines Herrn kommen, nützt
niemandem sein Glaube, wenn er nicht vorher geglaubt oder in seinem Glauben Gutes erworben hat.
Sprich: Wartet ab. Wir warten selbst auch ab. 159 Mit denen, die ihre Religion spalteten und zu
Parteien wurden, hast du nichts zu schaffen. Ihre Angelegenheit wird Gott zurückgebracht. Alsdann
wird Er ihnen kundtun, was sie zu tun pflegten.
6:160 Wer mit einer guten Tat kommt, erhält zehnmal soviel. Und wer mit einer schlechten Tat kommt,
dem wird nur gleichviel vergolten. Und ihnen wird dabei nicht Unrecht getan. 161 Sprich: Mich hat
mein Herr zu einem geraden Weg geleitet, einer richtigen Religion, der Glaubensrichtung Abrahams
als Anhänger des reinen Glaubens, und er gehörte nicht zu den Polytheisten. 162 Sprich: Mein Gebet
und meine Kulthandlung, mein Leben und mein Sterben gehören Gott, dem Herrn der Welten. 163 Er
hat keinen Teilhaber. Dies ist mir befohlen worden, und ich bin der erste der Gottergebenen. 164
Sprich: Sollte ich mir einen anderen Herrn suchen als Gott, wo Er doch der Herr aller Dinge ist? Jede
Seele erwirbt (das Böse) nur zu ihrem eigenen Schaden. Und keine lasttragende (Seele) trägt die Last
einer anderen. Alsdann wird eure Rückkehr zu eurem Herrn sein, und Er wird euch das kundtun,
worüber ihr uneins waret.
6:165 Er ist es, der euch zu aufeinanderfolgenden Generationen auf der Erde gemacht und die einen von
euch über die anderen um Rangstufen erhöht hat, um euch zu prüfen in dem, was Er euch zukommen
ließ. Dein Herr ist schnell im Bestrafen, und Er ist voller Vergebung und barmherzig.



Sure 7: Der Bergkamm (al-A‘ra,-f) zu Mekka, 206 Verse

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
7:1 Alif Lám Mim Sad . 2 Dies ist ein Buch, das zu dir herabgesandt worden ist — es soll in deiner
Brust keine Bedrängnis seinetwegen sein —, damit du mit ihm warnst, und auch als Ermahnung für
die Gläubigen. 3 Folgt dem, was zu euch von eurem Herrn herabgesandt worden ist, und folgt nicht
an seiner Stelle (anderen) Freunden. Ihr laßt euch wenig ermahnen. 4 Wie manche Stadt haben Wir
verderben lassen! Da kam unsere Schlagkraft über sie nachts, oder während sie zu Mittag ruhten.
7:5 So war ihr Rufen, als unsere Schlagkraft über sie kam, nur, dass sie sagten: »Wir haben gewiß
Unrecht getan. 6 Ja, Wir werden gewiß die, zu denen Gesandte geschickt worden sind, zur
Verantwortung ziehen, und Wir werden gewiß die Gesandten zur Verantwortung ziehen. 7 Wir
werden ihnen bestimmt aus (richtigem) Wissen (alles) erzählen, denn Wir waren ja nicht abwesend. 8
Das Wägen an jenem Tag erfolgt der Wahrheit entsprechend. Diejenigen, deren Waagschalen schwer
sind, das sind die, denen es wohl ergeht. 9 Diejenigen, deren Waagschalen leicht sind, das sind die,
die sich selbst verloren haben, weil sie sich gegenüber unseren Zeichen ungerecht verhielten.
7:10 Und Wir haben euch auf der Erde eine feste Stellung gegeben, und Wir haben für euch auf ihr
Unterhaltsmöglichkeiten bereitet. Ihr seid aber wenig dankbar. 11 Und Wir haben euch erschaffen.
Dann haben Wir euch gestaltet. Dann haben Wir zu den Engeln gesprochen: »Werft euch vor Adam
nieder.« Da warfen sie sich nieder, außer Iblis: er gehörte nicht zu denen, die sich niederwarfen. 12 Er
sprach: »Was hat dich daran gehindert, dich niederzuwerfen, als Ich (es) dir befohlen habe?« Er sagte:
»Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber hast Du aus Ton erschaffen.« 13 Er
sprach: » Geh aus ihm hinunter. Dir steht es nicht zu, dich darin hochmütig zu verhalten. Geh
hinaus. Du gehörst zu den Erniedrigten.« Er sagte: 14 Gewähre mir Aufschub bis zu dem Tag, da sie
erweckt werden.
7:15 Er sprach: »Du sollst nun zu denen gehören, denen Aufschub gewährt wird. 16 Er sagte: »Weil Du
mich hast abirren lassen, werde ich, ich schwöre es, ihnen auf deinem geraden Weg auflauern. 17
Dann werde ich zu ihnen treten von vorn und von hinten, von ihrer rechten und von ihrer linken Seite.
Und Du wirst die meisten von ihnen nicht dankbar finden.« 18 Er sprach: »Geh aus ihm hinaus,
verabscheut und verstoßen. Wer auch immer von ihnen dir folgt, füllen werde Ich die Hölle mit euch
allen. 19 O Adam, bewohne, du und deine Gattin, das Paradies. Eßt, wo ihr wollt, und nähert euch
nicht diesem Baum, sonst gehört ihr zu denen, die Unrecht tun.
7:20 Der Satan flüsterte ihnen ein, um ihnen zu zeigen, was ihnen von ihrer Blöße verborgen geblieben
war. Und er sagte: »Nur deswegen hat euch euer Herr diesen Baum verboten, damit ihr nicht zu
Engeln werdet oder zu denen gehöret, die ewig leben.« 21 Und er schwor ihnen: »Ich bin zu euch
einer von denen, die (euch) gut raten.« 22 Er ließ sie durch Betörung abfallen. Und als sie dann von
dem Baum gekostet hatten, wurde ihnen ihre Blöße offenbar, und sie begannen, Blätter des Paradieses
über sich zusammenzuheften. Und ihr Herr rief ihnen zu: »Habe ich euch nicht jenen Baum verboten
und euch gesagt: Der Satan ist euch ein offenkundiger Feind?» 23 Sie sagten: »Unser Herr, wir haben
uns selbst Unrecht getan. Und wenn Du uns nicht vergibst und dich unser erbarmst, werden wir
bestimmt zu den Verlierern gehören.« 24 Er sprach: »Geht hinunter. Die einen von euch sind Feinde
der anderen. Ihr habt auf der Erde Aufenthalt und Nutznießung auf eine Weile.«
7:25 Er sprach: »Auf ihr werdet ihr leben, und auf ihr werdet ihr sterben, und aus ihr werdet ihr
hervorgebracht werden.« 26 O Kinder Adams, Wir haben auf euch Kleidung hinabgesandt, die eure
Blöße bedeckt, und auch Prunkgewänder. Aber die Kleidung der Gottesfurcht, die ist besser. Das
gehört zu den Zeichen Gottes, auf dass sie es bedenken. 27 O Kinder Adams, der Satan soll auch bloß
nicht verführen, wie er eure Eltern aus dem Paradies vertrieben hat, indem er ihnen die Kleidung
wegnahm, um sie ihre Blöße sehen zu lassen. Er sieht euch, er und seine Genossen, von wo ihr sie
nicht seht. Wir haben die Satane denen zu Freunden gemacht, die nicht glauben. 28 Und wenn sie
etwas Schändliches tun, sagen sie: »Wir haben es bei unseren Vätern vorgefunden, und Gott hat es
uns geboten. Sprich: Gott gebietet nicht das Schändliche. Wollt ihr denn über Gott sagen, was ihr
nicht wisst? 29 Sprich: Mein Herr hat die Gerechtigkeit geboten, und dass ihr euer Gesicht bei jeder
Moschee aufrichtet und ihn anruft, wobei ihr Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion seid. So wie Er
euch anfangs gemacht hat, werdet ihr zurückkehren.
7:30 Einen Teil hat Er rechtgeleitet, über einen Teil ist der Irrtum zu Recht gekommen, denn sie haben
sich die Satane anstelle Gottes zu Freunden genommen und meinen, sie seien der Rechtleitung
gefolgt. 31 O Kinder Adams, legt euren Schmuck bei jeder Moschee an, und eßt und trinkt, aber seid
nicht maßlos. Er liebt ja die Maßlosen nicht. 32 Sprich: Wer hat denn den Schmuck verboten, den
Gott für seine Diener hervorgebracht hat, und auch die köstlichen Dinge des Lebensunterhalts?
Sprich: Sie sind im diesseitigen Leben für die bestimmt, die glauben, und am Tag der Auferstehung
(ihnen) besonders vorbehalten. So legen Wir die Zeichen im einzelnen dar für Leute, die Bescheid
wissen. 33 Sprich: Siehe, mein Herr hat die schändlichen Taten verboten, was von ihnen offen und
was verborgen ist; und auch die Sünde und die Gewaltanwendung ohne vorliegende Berechtigung,
und auch, dass ihr Gott solche beigesellt, für die er keine Ermächtigung herabgesandt hat, und dass ihr
über Gott das sagt, was ihr nicht wisst. 34 Für jede Gemeinschaft ist eine Frist festgesetzt. Und wenn
ihre Frist kommt, können sie nicht einmal eine Stunde zurückbleiben oder vorausgehen.
7:35 O Kinder Adams, wenn Gesandte aus eurer Mitte zu euch kommen, um euch von meinen Zeichen zu
erzählen, dann haben diejenigen, die gottesfürchtig sind und Besserung bringen, nichts zu befürchten,
und sie werden nicht traurig sein. 36 Und diejenigen, die unsere Zeichen für Lüge erklären und sich
ihnen gegenüber hochmütig verhalten, das sind die Gefährten der Hölle; darin werden sie ewig
weilen. 37 Und wer ist denn ungerechter als der, der gegen Gott eine Lüge erdichtet oder seine
Zeichen für Lüge erklärt? Jene wird ihr Anteil dem Buch gemäß erreichen. Und wenn dann unsere
Boten zu ihnen kommen, um sie abzuberufen, sagen sie: »Wo sind diejenigen, die ihr anstelle Gottes
anzurufen pflegtet?» Sie sagen: »Sie sind uns entschwunden.« Und sie bezeugen gegen sich selbst,
dass sie ungläubig waren. 38 Er spricht: »Geht ein ins Feuer mit Gemeinschaften von den Djinn und
den Menschen, die vor euch dahingegangen sind.« Sooft eine Gemeinschaft hineingeht, verflucht sie
ihresgleichen . Und wenn sie dann alle darin einander eingeholt haben, sagt die letzte von ihnen in
bezug auf die erste: »Unser Herr, diese da haben uns in die Irre geführt«. So laß ihnen eine doppelte
Pein vom Feuer zukommen. Er spricht: »Jeder erhält das Doppelte, aber ihr wisst nicht Bescheid.« 39
Und die erste von ihnen sagt zu der letzten: »Ihr habt nun keinen Vorzug gegenüber uns.« Kostet die
Pein für das, was ihr erworben habt.
7:40 Denen, die unsere Zeichen für Lüge erklären und sich ihnen gegenüber hochmütig verhalten, werden
die Tore des Himmels nicht geöffnet, und sie werden nicht ins Paradies eingehen, ehe denn ein Kamel
durch ein Nadelöhr geht. So vergelten Wir denen, die Übeltäter sind. 41 Ihnen wird die Hölle zur
Lagerstätte, und über ihnen sind Decken. So vergelten Wir denen, die Unrecht tun. 42 Diejenigen, die
glauben und die guten Werke tun — Wir fordern von einem jeden nur das, was er vermag —, das sind
die Gefährten des Paradieses; darin werden sie ewig weilen. 43 Und Wir nehmen weg, was in ihrer
Brust an Groll dasein mag. Es fließen unter ihnen Bäche. Und sie sagen: »Lob sei Gott, der uns
hierher geleitet hat! Wir hätten unmöglich die Rechtleitung gefunden, hätte uns Gott nicht
rechtgeleitet. Die Gesandten unseres Herrn sind wirklich mit der Wahrheit gekommen. Und es wird
ihnen zugerufen: »Dies ist das Paradies. Es ist euch zum Erbe gegeben worden für das, was ihr zu tun
pflegtet.« 44 Die Gefährten des Paradieses rufen den Gefährten des Feuers zu: »Wir haben gefunden,
dass das, was uns unser Herr versprochen hat, wahr ist. Habt Ihr auch gefunden, dass das, was euch
euer Herr versprochen hat, wahr ist?« Sie sagen: »Ja.« Da ruft ein Rufer unter ihnen aus: »Gottes
Zorn komme über die, die Unrecht tun,
7:45 die vom Weg Gottes abweisen und sich ihn krumm wünschen, und die ja das Jenseits verleugnen.«
46 Und zwischen ihnen ist ein Vorhang. Und auf dem Bergkamm sind Männer, die jeden an seinem
Merkmal erkennen. Sie rufen den Gefährten des Paradieses zu: »Friede sei über euch!« Sie selbst aber
sind nicht hineingegangen, obwohl sie es begehren. 47 Und wenn ihre Blicke sich den Gefährten des
Feuers zuwenden, sagen sie: »Unser Herr, stelle uns nicht zu den Leuten, die Unrecht tun.« 48 Und
die Gefährten des Bergkammes rufen Männern, die sie an ihrem Merkmal erkennen, zu. Sie sagen:
»Es hat euch nicht genützt, dass ihr (Vermögen und Freunde) gesammelt und euch hochmütig
verhalten habt. 49 Sind das diejenigen, von denen ihr geschworen habt, Gott werde ihnen keine
Barmherzigkeit erweisen? — Geht (ihr ) ins Paradies ein. Ihr habt nichts zu befürchten, und ihr
werdet nicht traurig sein.«
7:50 Die Gefährten des Feuers rufen den Gefährten des Paradieses zu: »Schüttet auf uns etwas Wasser
aus oder etwas von dem, was Gott euch beschert hat.« Sie sagen: »Gott hat beides den Ungläubigen
verwehrt, 51 die ihre Religion zum Gegenstand von Zerstreuung und Spiel genommen haben und die
das diesseitige Leben betört hat. Heute werden Wir sie vergessen, wie sie die Begegnung mit diesem
ihrem Tag vergaßen und wie sie unsere Zeichen zu leugnen pflegten. 52 Wir haben ihnen ein Buch
gebracht, das Wir mit Wissen im einzelnen dargelegt haben, als Rechtleitung und Barmherzigkeit für
Leute, die glauben. 53 Erwarten sie denn etwas anderes als seine Deutung? An dem Tag, an dem
seine Deutung eintrifft, werden diejenigen, die es vorher vergessen haben, sagen: »Die Gesandten
unseres Herrn sind mit der Wahrheit gekommen. Haben wir denn Fürsprecher, dass sie für uns
Fürsprache einlegen? Oder können wir zurückgebracht werden, dass wir anders handeln, als wir
gehandelt haben?« Sie haben sich selbst verloren, und es ist ihnen entschwunden, was sie immer
wieder erdichtet haben . 54 Euer Herr ist Gott, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf
und sich dann auf dem Thron zurechtsetzte. Er läßt die Nacht den Tag überdecken, wobei sie ihn eilig
einzuholen sucht. (Er erschuf auch) die Sonne, den Mond und die Sterne, welche durch seinen Befehl
dienstbar gemacht wurden. Siehe, Ihm allein steht das Erschaffen und der Befehl zu. Gesegnet sei
Gott, der Herr der Welten!
7:55 Und ruft euren Herrn in (sichtbarer) Demut und im Verborgenen an. Er liebt die nicht, die
Übertretungen begehen. 56 Und stiftet nicht Unheil auf der Erde, nachdem sie in Ordnung gebracht
worden ist. Und ruft Ihn in Furcht und Begehren an. Die Barmherzigkeit Gottes ist den
Rechtschaffenen nahe. 57 Und Er ist es, der die Winde als frohe Kunde seiner Barmherzigkeit
vorausschickt . Wenn sie dann eine schwere Bewölkung herbeitragen, treiben Wir sie zu einem
abgestorbenen Land, senden dadurch das Wasser hernieder und bringen dadurch allerlei Früchte
hervor. So bringen Wir (auch) die Toten hervor, auf dass ihr es bedenket. 58 Und das gute Land
bringt seine Pflanzen mit der Erlaubnis seines Herrn hervor. Und das (Land), das schlecht ist, bringt
nur mühsam etwas hervor . So legen Wir die Zeichen auf verschiedene Weise dar für Leute, die
dankbar sind. 59 Wir sandten Noach zu seinem Volk. Er sagte: »O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt
keinen Gott außer Ihm. Ich fürchte für euch die Pein eines gewaltigen Tages.
7:60 Die Vornehmen aus seinem Volk sagten: »Wir sehen, dass du dich in einem offenkundigen Irrtum
befindest.« 61 Er sagte: »O mein Volk, bei mir befindet sich kein Irrtum, sondern ich bin ein
Gesandter vom Herrn der Welten. 62 Ich richte euch die Botschaften meines Herrn aus und rate euch
gut. Und ich weiß von Gott her, was ihr nicht wisst. 63 Wundert ihr euch etwa darüber, dass eine
Ermahnung von eurem Herrn zu euch gekommen ist durch einen Mann aus eurer Mitte, damit er euch
warne und damit ihr gottesfürchtig werdet, auf dass ihr Erbarmen findet?« 64 Sie aber ziehen ihn der
Lüge. Da retteten Wir ihn und diejenigen, die mit ihm waren, im Schiff. Und Wir ließen diejenigen
ertrinken, die unsere Zeichen für Lüge erklärten; sie waren ja ein blindes Volk.
7:65 Und (Wir sandten) zu Ad ihren Bruder Hud. Er sagte: »O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen
Gott außer Ihm. Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?« 66 Die Vornehmen aus seinem Volk, die
ungläubig waren, sagten: »Wir sehen, dass du der Torheit verfallen bist, und wir meinen, dass du zu
den Lügnern gehörst.« 67 Er sagte: »O mein Volk, bei mir befindet sich keine Torheit, sondern ich
bin ein Gesandter vom Herrn der Welten. 68 Ich richte euch die Botschaften meines Herrn aus, und
ich bin für euch ein treuer Ratgeber. 69 Wundert ihr euch etwa darüber, dass eine Ermahnung von
eurem Herrn zu euch gekommen ist durch einen Mann aus eurer Mitte, damit er euch warne?
Gedenket, als Er euch zu Nachfolgern nach dem Volk des Noach machte und euch eine beachtliche
Stellung in seiner Schöpfung verlieh. Gedenket also der Wohltaten Gottes, auf dass es euch wohl
ergehe.«
7:70 Sie sagten: »Bist du zu uns gekommen, damit wir Gott allein dienen und das verlassen, was unsere
Väter verehrt haben? Bring uns doch her, was du uns androhst, so du zu denen gehörst, die die
Wahrheit sagen. 71 Er sagte: Es überfallen euch Greuel und Zorn von eurem Herrn. Streitet ihr denn
mit mir über Namen, die ihr genannt habt, ihr und eure Väter, für die aber Gott keine Ermächtigung
herabgesandt hat? So wartet ab. Ich bin mit euch einer von denen, die abwarten. 72 Da retteten Wir
ihn und diejenigen, die mit ihm waren, aus Barmherzigkeit von Uns. Und Wir merzten den letzten
Rest derer aus, die unsere Zeichen für Lüge erklärten und nicht gläubig waren. 73 Und (Wir sandten)
zu Thamud ihren Bruder Salih. Er sagte: »O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm.
Ein deutliches Zeichen ist von eurem Herrn zu euch gekommen. Dies ist die Kamelstute Gottes, euch
zum Zeichen. Laßt sie auf Gottes Erde weiden und rührt sie nicht mit etwas Bösem an, sonst ergreift
euch eine schmerzhafte Pein. 74 Und gedenket, als Er euch zu Nachfolgern nach Ad machte und euch
auf der Erde in Stätten einwies, so dass ihr euch in ihren Ebenen Schlösser nahmt und die Berge zu
Häusern meißeltet. Gedenket also der Wohltaten Gottes und stiftet nicht Unheil auf der Erde.
7:75 Die Vornehmen aus seinem Volk, die sich hochmütig verhielten, sagten zu denen, die wie Schwache
behandelt wurden, ja zu denen von ihnen, die gläubig waren: »Wisst ihr sicher, dass Salih von seinem
Herrn gesandt worden ist?« Sie sagten: »Wir glauben gewiß an das, womit er gesandt worden ist.« 76
Diejenigen, die sich hochmütig verhielten, sagten: »Wir verleugnen das, woran ihr glaubt.« 77 Sie
schnitten der Kamelstute die Flechsen durch und stachen sie, und sie rebellierten gegen den Befehl
ihres Herrn. Und sie sagten: »O Salih, bring uns doch her, was du uns androhst, so du einer der
Gesandten bist.« 78 Da ergriff sie das Beben, und am Morgen lagen sie in ihrer Wohnstätte nieder. 79
So kehrte er sich von ihnen ab und sagte: »O mein Volk, ich habe euch die Botschaft meines Herrn
ausgerichtet, und ich habe euch gut geraten. Aber ihr liebt die nicht, die gut raten.«
7:80 Und (Wir sandten) Lot. Als er zu seinem Volk sagte: »Wollt ihr denn das Schändliche begehen, wie
es vor euch keiner von den Weltenbewohnern begangen hat? 81 Ihr geht in Begierde zu den Männern,
statt zu den Frauen. Nein, ihr seid maßlose Leute.« 82 Die Antwort seines Volkes war nur, dass sie
sagten: »Vertreibt sie aus eurer Stadt. Das sind Menschen, die sich rein stellen.« 83 Da retteten Wir
ihn und seine Angehörigen, außer seiner Frau. Sie gehörte zu denen, die zurückblieben und dem
Verderben anheimfielen. 84 Und Wir ließen einen Regen auf sie niedergehen. Schau, wie das Ende
der Übeltäter war.
7:85 Und (Wir sandten) zu Madyan ihren Bruder Shu‘ayb. Er sagte: »O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt
keinen Gott außer Ihm. Ein deutliches Zeichen ist von eurem Herrn zu euch gekommen, so gebt
volles Maß und Gewicht und zieht den Menschen nichts ab, was ihnen gehört, und stiftet nicht Unheil
auf der Erde, nachdem sie in Ordnung gebracht worden ist. Das ist bestimmt besser für euch, so ihr
gläubig seid. 86 Und lauert nicht auf jedem Weg, indem ihr droht und vom Weg Gottes den abweist,
der an Ihn glaubt, und euch ihn krumm wünscht. Und gedenket, als ihr wenige waret und Er euch
zu vielen machte. Und schaut, wie das Ende der Unheilstifter war. 87 Und wenn eine Gruppe von
euch an das glaubt, womit ich gesandt worden bin, eine andere Gruppe aber nicht glaubt, so geduldet
euch, bis Gott zwischen uns urteilt. Er ist der Beste derer, die Urteile fällen.« 88 Die Vornehmen aus
seinem Volk, die sich hochmütig verhielten, sagten: »Wir werden dich, o Shu‘ayb, und diejenigen, die
mit dir glauben, bestimmt aus unserer Stadt vertreiben, oder ihr kehrt zu unserer Glaubensrichtung
zurück.« Er sagte: »Was denn, auch wenn es uns zuwider ist?« 89 Wir würden gegen Gott eine Lüge
erdichten, sollten wir zu eurer Glaubensrichtung zurückkehren, nachdem uns Gott aus ihr errettet hat.
Wir können unmöglich zu ihr zurückkehren, es sei denn, Gott unser Herr, wollte es. Unser Herr
umfaßt alle Dinge in seinem Wissen. Auf Gott vertrauen wir. Unser Herr, richte zwischen uns und
unserem Volk nach der Wahrheit. Du bist der beste Richter.
7: 90 Und die Vornehmen aus seinem Volk, die ungläubig waren, sagten: »Wenn ihr dem Shu‘ayb folgt,
werdet ihr bestimmt Verlierer sein. 91 Da ergriff sie das Beben, und am Morgen lagen sie in ihrer
Wohnstätte nieder. 92 Diejenigen, die Shu‘ayb der Lüge ziehen, waren, als hätten sie nicht darin
lange gewohnt. Diejenigen, die Shu‘ayb der Lüge ziehen, waren selbst die Verlierer. 93 So kehrt er
sich von ihnen ab und sagte: »O mein Volk, ich habe euch die Botschaften meines Herrn ausgerichtet,
und ich habe euch gut geraten. Wie könnte ich betrübt sein über ungläubige Leute? 94 Und Wir haben
keinen Propheten in eine Stadt gesandt, ohne dass Wir ihre Bewohner durch Not und Drangsal
heimgesucht hätten, auf dass sie sich vielleicht demütigen.
7:95 Dann tauschten Wir anstelle des Schlimmen Gutes ein, bis sie sich vermehrten und sagten: »Auch
unsere Väter haben Drangsal und Erfreuliches erfahren. So ergriffen Wir sie plötzlich, ohne dass sie
es merkten. 96 Hätten die Bewohner der Städte geglaubt und wären sie gottesfürchtig gewesen, hätten
Wir ihnen die Segnungen vom Himmel und von der Erde aufgetan. Aber sie erklärten (die Botschaft)
für Lüge, so ergriffen Wir sie für das, was sie erworben haben. 97 Wähnen sich denn die Bewohner
der Städte in Sicherheit davor, dass unsere Schlagkraft nachts über sie kommt, während sie schlafen?
98 Oder wähnen sich die Bewohner der Städte in Sicherheit davor, dass unsere Schlagkraft am
hellichten Tag über sie kommt, während sie sich dem Spiel hingeben? 99 Wähnen sie sich in
Sicherheit vor den Ränken Gottes? In Sicherheit vor den Ränken Gottes wähnen sich nur die Leute,
die Verlierer sind.
7:100 Ist denen, die die Erde nach ihren Bewohnern erben, nicht deutlich geworden, dass, wenn Wir es
wollten, Wir sie für ihre Sünden treffen? Und Wir versiegeln ihre Herzen, so dass sie nicht hören. 101
Über diese Städte erzählen Wir dir einiges von ihren Berichten. Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit
den deutlichen Zeichen, sie vermochten aber nicht an das zu glauben, was sie früher für Lüge erklärt
hatten. So versiegelt Gott die Herzen der Ungläubigen. 102 Und bei den meisten von ihnen haben Wir
keine Vertragstreue gefunden. Und Wir haben gefunden, dass die meisten von ihnen Frevler sind. 103
Dann entsandten Wir nach ihnen Mose mit unseren Zeichen zu Pharao und seinen Vornehmen. Sie
handelten an ihnen ungerecht. So schau, wie das Ende der Unheilstifter war. 104 Und Mose sagte:
»O Pharao, ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten,
7:105 verpflichtet und darauf bedacht, über Gott nur die Wahrheit zu sagen. Ich bin zu euch mit einem
deutlichen Zeichen von eurem Herrn gekommen. So schick die Kinder Israels mit mir weg. 106 Er
sagte: Wenn du mit einem Zeichen gekommen bist, dann bring es her, so du zu denen gehörst, die die
Wahrheit sagen. 107 Er warf seinen Stab, und da war er eine offenkundige Schlange. 108 Und er zog
seine Hand heraus, da war sie weiß für die Zuschauer. 109 Die Vornehmen aus dem Volk Pharaos
sagten: »Dieser ist ja ein erfahrener Zauberer,
7:110 der euch aus eurem Land vertreiben will. Was befehlt ihr nun?« 111 Sie sagten: »Stell ihn und
seinen Bruder zurück, und schick zu den Städten Leute, die sie versammeln, 112 damit sie dir jeden
erfahrenen Zauberer herbringen.« 113 Und die Zauberer kamen zu Pharao. Sie sagten: Wir
bekommen wohl eine Belohnung, wenn wir es sind, die siegen? 114 Er sagte: Ja. Und ihr werdet auch
zu denen gehören, die in (meine) Nähe zugelassen werden.
7:115 Sie sagten: »O Mose, entweder wirfst du, oder wir sind es, die (zuerst) werfen.« 116 Er sagte:
»Werft ihr (zuerst).« Als sie nun warfen, bezauberten sie die Augen der Menschen und jagten ihnen
Angst ein, und sie brachten einen gewaltigen Zauber vor. 117 Und Wir gaben dem Mose ein: »Wirf
deinen Stab.« Da fing er an zu verschlingen, was sie vorgaukelten. 118 So bestätigte sich die
Wahrheit, und das, was sie machten, erwies sich als falsch. 119 Sie wurden dort besiegt und kehrten
als Erniedrigte zurück.
7:120 Und die Zauberer wurden in Anbetung zu Boden geworfen. 121 Sie sagten: »Wir glauben an den
Herrn der Welten, 122 den Herrn von Mose und Aaron. 123 Pharao sagte: »Ihr glaubt an ihn , bevor
ich es euch erlaube? Das sind ja Ränke, die ihr in der Stadt geschmiedet habt, um ihre Bewohner aus
ihr zu vertreiben. Aber ihr werdet es zu wissen bekommen. 124 Ich werde eure Hände und eure Füße
wechselseitig abhacken, und dann werde ich euch allesamt kreuzigen lassen.«
7:125 Sie sagten: »Wir kehren zu unserem Herrn zurück. 126 Nichts anderes läßt dich uns grollen, als
dass wir an die Zeichen unseres Herrn glaubten, als sie zu uns kamen. Unser Herr, gieße Geduld über
uns aus und berufe uns als Gottergebene ab.« 127 Die Vornehmen aus dem Volk Pharaos sagten:
»Willst du zulassen, dass Mose und sein Volk auf der Erde Unheil stiften und dass er dich und deine
Götter verläßt?« Er sagte: »Wir werden ihre Söhne ermorden und nur ihre Frauen am Leben lassen.
Wir sind ja Zwingherrscher über sie.« 128 Mose sagte zu seinem Volk: »Sucht Hilfe bei Gott, und
seid geduldig. Die Erde gehört Gott, Er gibt sie zum Erbe, wem von seinen Dienern Er will. Und das
(gute) Ende gehört den Gottesfürchtigen.« 129 Sie sagten: »Uns ist Leid zugefügt worden, bevor du
zu uns kamst und nachdem du zu uns gekommen bist.« Er sagte: »Möge euer Herr euren Feind
verderben lassen und euch zu Nachfolgern auf der Erde einsetzen und dann sehen, wie ihr handelt.«
7:130 Und Wir ließen über die Leute des Pharao Dürrejahre und Mangel an Früchten kommen, auf dass
sie es bedenken. 131 Wenn ihnen dann etwas Gutes zufiel, sagten sie: »Wir haben es verdient«, und
wenn sie etwas Übles traf, sahen sie ein böses Omen in Mose und denen, die mit ihm waren. Aber ihr
Omen ist bei Gott, jedoch wissen die meisten von ihnen nicht Bescheid. 132 Und sie sagten:
»Welches Zeichen du auch vorbringen magst, um uns damit zu bezaubern, wir werden dir nicht
glauben. 133 So schickten Wir über sie die Flut, die Heuschrecken, die Läuse, die Frösche und das
Blut als einzeln vorgebrachte Zeichen . Da verhielten sie sich hochmütig und waren Leute, die
Übeltäter waren. 134 Als nun das Zorngericht sie überfiel, sagten sie: »O Mose, rufe für uns deinen
Herrn an aufgrund seines Bundes mit dir. Wenn du das Zorngericht von uns aufhebst, dann werden
wir dir glauben und die Kinder Israels mit dir wegschicken.
7:135 Als Wir dann das Zorngericht von ihnen aufhoben auf eine Frist, die sie ja erreichen sollten,
brachen sie gleich ihr Wort. 136 Da rächten Wir uns an ihnen und ließen sie im Meer ertrinken dafür,
dass sie unsere Zeichen für Lüge erklärten und sie unbeachtet ließen. 137 Und Wir gaben den Leuten,
die wie Schwache behandelt wurden, zum Erbe die östlichen und die westlichen Gegenden der Erde,
die Wir mit Segen bedacht haben. Und das schönste Wort deines Herrn erfüllte sich an den Kindern
Israels dafür, dass sie geduldig waren. Und Wir zerstörten, was Pharao und sein Volk zu machen und
was sie aufzurichten pflegten. 138 Und Wir ließen die Kinder Israels das Meer überqueren. Sie trafen
auf Leute, die sich dem Dienst an ihren Götzen widmeten. Sie sagten: »O Mose, mache uns einen
Gott, wie sie ja Götter haben. Er sagte: Ihr seid Leute, die töricht sind. 139 Was die da vollziehen,
wird dem Verderben anheimfallen, und zunichte wird, was sie zu tun pflegten.
7:140 Er sagte: Sollte ich euch einen anderen Gott wünschen als Gott, wo Er euch doch vor den
Weltenbewohnern bevorzugt hat? 141 Und als Wir euch vor den Leuten Pharaos retteten, als sie euch
eine schlimme Pein zufügten, indem sie eure Söhne ermordeten und nur eure Frauen am Leben ließen.
Darin war für euch eine gewaltige Prüfung von eurem Herrn. 142 Und wir verabredeten uns mit
Mose dreißig Nächte lang und ergänzten sie mit weiteren zehn. So vervollständigte sich der Termin
seines Herrn auf vierzig Nächte. Und Mose sagte zu seinem Bruder Aaron: »Sei mein Nachfolger bei
meinem Volk, sorge für Ordnung und folge nicht dem Weg der Unheilstifter. 143 Als Mose zu
unserem Termin kam und sein Herr zu ihm sprach, sagte er: »Mein Herr, zeige (Dich) mir, dass ich zu
Dir schaue.« Er sprach: »Du wirst Mich nicht sehen. Aber schau zu dem Berg. Wenn er an seiner
Stelle festbleibt, wirst du Mich sehen.« Als sein Herr sich vor dem Berg enthüllte, machte Er ihn zu
Staub, und Mose fiel zu Boden wie vom Blitz getroffen. Als er aufwachte, sagte er: »Preis sei Dir! Ich
wende mich Dir zu, und ich bin der erste der Gläubigen.« 144 Er sprach: »O Mose, Ich habe dich
durch meine Botschaften und mein Gespräch (mit dir) vor den Menschen auserwählt. So nimm, was
Ich dir zukommen lasse, und sei einer der Dankbaren.«
7:145 Und Wir schrieben ihm auf den Tafeln über alle Dinge, eine Ermahnung und eine ins einzelne
gehende Darlegung aller Dinge. So nimm sie mit voller Kraft und befiehl deinem Volk, sich an das
Schönste in ihnen zu halten. Ich werde euch die Wohnstätte der Frevler zeigen. 146 Abweisen werde
Ich von meinen Zeichen diejenigen, die sich auf der Erde zu Unrecht hochmütig verhalten. Wenn sie
auch jedes Zeichen sehen, glauben sie nicht daran. Und wenn sie den Weg des richtigen Wandels
sehen, nehmen sie ihn sich nicht zum Weg. Wenn sie den Weg der Verirrung sehen, nehmen sie ihn
sich zum Weg. Dies, weil sie unsere Zeichen für Lüge erklären und sie unbeachtet lassen. 147
Diejenigen, die unsere Zeichen und die Begegnung mit dem Jenseits für Lüge erklären, deren Werke
sind wertlos. Wird ihnen denn für etwas anderes vergolten als für das, was sie taten? 148 Und die
Leute des Mose machten sich, nachdem er weggegangen war , aus ihren Schmucksachen ein Kalb
als Leib, der blökte. Sahen sie denn nicht, dass es nicht zu ihnen sprechen und sie nicht den Weg
führen konnte? Sie machten es sich und taten Unrecht. 149 Und als sich bei ihnen die Reue einstellte
und sie einsahen, dass sie irregegangen waren, sagten sie: »Wenn unser Herr sich nicht unser erbarmt
und uns vergibt, werden wir sicher zu den Verlierern gehören.
7:150 Als Mose zornig und voller Bedauern zu seinem Volk zurückkam, sagte er: »Schlimm ist das, was
ihr, nachdem ich weggegangen war , begangen habt. Wolltet ihr den Befehl eures Herrn
beschleunigen? Er warf die Tafeln nieder und packte den Kopf seines Bruders und zog ihn an sich.
Dieser sagte: »Sohn meiner Mutter, die Leute behandelten mich wie einen Schwachen und hätten
mich beinahe getötet. So laß nicht die Feinde Schadenfreude über mich haben und stelle mich nicht zu
den Leuten, die Unrecht tun.« 151 Er sagte: »Mein Herr, vergib mir und meinem Bruder, und laß uns
in deine Barmherzigkeit eingehen. Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen.« 152 Diejenigen, die
sich das Kalb nahmen, wird Zorn von ihrem Herrn und Erniedrigung im diesseitigen Leben treffen.
So vergelten Wir denen, die Lügen erdichten. 153 Diejenigen, die die bösen Taten begehen, aber
danach umkehren und glauben — siehe, dein Herr ist danach voller Vergebung und barmherzig. 154
Und als sich der Zorn in Mose beruhigt hatte, nahm er die Tafeln. In ihrer Abschrift ist
Rechtleitung und Barmherzigkeit für die, die vor ihrem Herrn Ehrfurcht haben.
7:155 Und Mose wählte zu unserem Termin aus seinem Volk siebzig Männer. Als nun das Beben sie
ergriff, sagte er: »Mein Herr, wenn Du gewollt hättest, hättest Du sie vorher verderben lassen, und
mich auch. Willst Du uns verderben lassen für das, was die Toren unter uns getan haben? Es ist doch
deine Versuchung, mit der Du irreführst, wen Du willst, und rechtleitest, wen Du willst. Du bist unser
Freund, so vergib uns und erbarm dich unser. Du bist der Beste derer, die vergeben.« 156 Und
bestimme für uns im Diesseits Gutes, und auch im Jenseits. Wir sind zu Dir reumütig zurückgekehrt.
Er sprach: »Mit meiner Pein treffe Ich, wen Ich will. Und meine Barmherzigkeit umfaßt alle Dinge.
Ich werde sie für die bestimmen, die gottesfürchtig sind und die Abgabe entrichten, und die an unsere
Zeichen glauben«, 157 die dem Gesandten, dem ungelehrten Propheten, folgen, den sie bei sich in der
Tora und im Evangelium verzeichnet finden. Er befiehlt ihnen das Rechte und verbietet ihnen das
Verwerfliche, er erlaubt ihnen die köstlichen Dinge und verbietet ihnen die schlechten, und er nimmt
ihnen ihre Last und die Fesseln, die auf ihnen lagen, ab. Diejenigen nun, die an ihn glauben, ihm
beistehen, ihn unterstützen und dem Licht, das mit ihm herabgesandt worden ist, folgen, das sind die,
denen es wohl ergeht. 158 Sprich: O Menschen, ich bin an euch alle der Gesandte Gottes, dem die
Königsherrschaft der Himmel und der Erde gehört. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er macht lebendig
und läßt sterben. So glaubt an Gott und seinen Gesandten, den ungelehrten Propheten, der an Gott und
seine Worte glaubt, und folgt ihm, auf dass ihr die Rechtleitung findet. 159 Und unter dem Volk
Moses ist eine Gemeinschaft, die nach der Wahrheit leitet und nach ihr gerecht handelt.
7:160 Und Wir zerteilten sie in zwölf Stämme und Gemeinschaften. Und Wir gaben dem Mose, als
sein Volk ihn um Wasser zu trinken bat, ein: »Schlag mit deinem Stab auf den Stein. Da brachen aus
ihm zwölf Quellen hervor, und jede Menschengruppe wußte nun, wo ihre Trinkstelle war. Und Wir
ließen die Wolken sie überschatten und sandten auf sie das Manna und die Wachteln hinab: Eßt von
den köstlichen Dingen, die Wir euch beschert haben. Und nicht Uns taten sie Unrecht, sondern sich
selbst haben sie Unrecht getan. 161 Und als zu ihnen gesagt wurde: Bewohnet diese Stadt und eßt
davon, wo ihr wollt. Und sagt: Entlastung!, und betretet das Tor in der Haltung der Niederwerfung,
dann vergeben Wir euch eure Verfehlungen. Und Wir werden den Rechtschaffenen noch mehr geben.
162 Da vertauschten es diejenigen von ihnen, die Unrecht taten, mit einem Ausspruch, der anders war
als das, was ihnen gesagt worden war. Da sandten Wir über sie ein Zorngericht vom Himmel herab
dafür, dass sie Unrecht taten. 163 Und frag sie nach der Stadt, die am Meer lag, als sie am Sabbat
Übertretungen begingen, wie ihre Fische zu ihnen sichtbar geschwommen kamen am Tag, an dem sie
Sabbat hatten, und wie sie am Tag, an dem sie den Sabbat nicht hielten, zu ihnen nicht kamen. So
prüften Wir sie dafür, dass sie frevelten. 164 Und als eine Gemeinschaft von ihnen sagte: »Warum
ermahnt ihr Leute, die Gott verderben oder mit einer schmerzhaften Pein peinigen wird? Sie sagten:
»Um eine Entschuldigung bei eurem Herrn zu haben, und auf dass sie vielleicht gottesfürchtig
werden.«
7:165 Und als sie vergessen hatten, womit sie ermahnt worden waren, retteten Wir diejenigen, die das
Böse verboten, und ergriffen diejenigen, die Unrecht taten, mit einer schlimmen Pein dafür, dass sie
frevelten. 166 Als sie sich rebellisch weigerten, das zu unterlassen, was ihnen verboten war, sprachen
Wir zu ihnen: »Werdet zu verabscheuten Affen.« 167 Und als dein Herr ankündigte, Er werde gegen
sie bis zum Tag der Auferstehung Leute schicken, die ihnen eine schlimme Pein zufügen. Dein Herr
ist schnell im Bestrafen, und Er ist voller Vergebung und barmherzig. 168 Und Wir zerteilten sie auf
der Erde in Gemeinschaften. Unter ihnen gab es Rechtschaffene und solche, die es nicht waren. Und
Wir prüften sie mit Gutem und Bösem, auf dass sie umkehren. 169 Auf sie folgten Nachfolger, die
das Buch erbten. Sie greifen nach den Gütern des Diesseits und sagen: »Es wird uns vergeben. Und
wenn sich ihnen gleiche Güter bieten, greifen sie danach. Wurde nicht von ihnen die Verpflichtung
des Buches entgegengenommen, sie sollen über Gott nur die Wahrheit sagen? Sie haben doch das,
was darin steht, erforscht. Und die jenseitige Wohnstätte ist gewiß besser für die, die gottesfürchtig
sind. Habt ihr denn keinen Verstand?
7:170 Und diejenigen, die am Buch festhalten und das Gebet verrichten — siehe, Wir lassen den Lohn
derer, die Besserung zeigen, nicht verlorengehen. 171 Und als Wir über sie den Berg emporhoben, als
wäre er eine schattenspendende Hülle, und sie meinten, er würde auf sie fallen: »Nehmt, was Wir
euch zukommen ließen, mit aller Kraft und gedenket dessen, was darin steht, auf dass ihr
gottesfürchtig werdet. 172 Und als dein Herr aus den Lenden der Kinder Adams ihre
Nachkommenschaft nahm und gegen sich selbst zeugen ließ: »Bin Ich nicht euer Herr?« Sie sagten:
»Jawohl, wir bezeugen es.« (Dies,) damit ihr nicht am Tag der Auferstehung sagt: »Wir ahnten nichts
davon« 173 oder auch nicht sagt: »Unsere Väter waren doch zuvor Polytheisten, und wir sind nur eine
Nachkommenschaft nach ihnen. Willst Du uns denn verderben für die Taten derer, die Falsches
tun?« 174 So legen Wir die Zeichen im einzelnen dar, auf dass sie umkehren.
7:175 Und verlies ihnen den Bericht über den, dem Wir unsere Zeichen zukommen ließen und der sich
dann ihrer entledigte. Da holte ihn der Satan ein, und er wurde einer von denen, die irregegangen sind.
176 Und wenn Wir gewollt hätten, hätten Wir ihn durch sie erhöht. Aber er wandte sich der Erde zu
und folgte seiner Neigung. So ist es mit ihm wie mit einem Hund: Gehst du auf ihn los, hängt er die
Zunge heraus; läßt du ihn in Ruhe, hängt er auch die Zunge heraus. So ist es mit den Leuten, die
unsere Zeichen für Lüge erklären. Erzähle also, was es zu erzählen gibt, auf dass sie nachdenken. 177
Schlimm ist es mit den Leuten, die unsere Zeichen für Lüge erklären und sich selbst Unrecht tun. 178
Wen Gott rechtleitet, der ist es, der der Rechtleitung folgt. Und die, die Er irreführt, das sind die
Verlierer. 179 Wir haben für die Hölle viele von den Djinn und den Menschen geschaffen. Sie haben
Herzen, mit denen sie nicht begreifen; sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen; und sie haben
Ohren, mit denen sie nicht hören. Sie sind wie das Vieh, ja sie irren noch mehr ab. Das sind die, die
(alles) unbeachtet lassen.
7:180 Gott gehören die schönsten Namen. So ruft Ihn damit an und laßt die stehen, die über seine Namen
abwegig denken. Ihnen wird vergolten für das, was sie taten. 181 Und unter denen, die Wir erschaffen
haben, ist eine Gemeinschaft (von Menschen), die nach der Wahrheit leiten und nach ihr gerecht
handeln. 182 Und diejenigen, die unsere Zeichen für Lüge erklären, werden Wir Schritt für Schritt
(dem Verderben) näherbringen, von wo sie es nicht wissen. 183 Und Ich gewähre ihnen Aufschub.
Meine List ist fest. 184 Denken sie denn nicht darüber nach? Ihr Gefährte leidet doch nicht an
Besessenheit; er ist nur ein deutlicher Warner.
7:185 Haben sie denn nicht das Reich der Himmel und der Erde und all das, was Gott erschaffen hat,
betrachtet, und auch dass ihre Frist vielleicht nahegekommen ist? An welche Botschaft nach dieser
wollen sie denn sonst glauben? 186 Wen Gott irreführt, der hat niemanden, der ihn rechtleiten könnte;
und Er läßt sie im Übermaß ihres Frevels blind umherirren. 187 Sie fragen dich nach der Stunde,
wann sie feststehen wird. Sprich: Nur mein Herr weiß über sie Bescheid. Nur Er wird sie zu ihrer Zeit
erscheinen lassen. Schwer lastet sie in den Himmeln und auf der Erde. Sie wird euch plötzlich
überkommen. Sie fragen dich, als ob du eindringlich um Auskunft über sie bittest . Sprich: Nur Gott
weiß über sie Bescheid. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid. 188 Sprich: Ich kann mir
selbst weder Nutzen noch Schaden bringen, außer was Gott will. Wenn ich über das Unsichtbare
Bescheid wüßte, würde ich mir selbst viel Gutes verschaffen, und das Böse würde mich nicht
berühren. Ich bin nur ein Warner und ein Freudenbote für Leute, die glauben. 189 Er ist es, der euch
aus einem einzigen Wesen erschaffen hat, und Er hat aus ihm seine Gattin gemacht, damit er bei ihr
wohne. Und als er sie beschlafen hatte, trug sie dann eine leichte Leibesfrucht und verbrachte damit
eine Zeit. Als sie schwer zu tragen hatte, riefen die beiden Gott, ihren Herrn, an: »Wenn Du uns ein
gesundes Kind schenkst, werden wir gewiß zu den Dankbaren gehören.«
7:190 Als Er ihnen dann ein gesundes Kind schenkte, stellten sie Ihm Gefährten zur Seite, die an dem
teilhaben sollten, was Er ihnen geschenkt hatte. Aber Gott ist erhaben über das, was sie (Ihm)
beigesellen. 191 Wollen sie (Ihm) denn solche beigesellen, die nichts erschaffen, aber selbst
erschaffen sind, 192 und die ihnen keine Unterstützung gewähren, noch sich selbst helfen können?
193 Und wenn ihr sie zur Rechtleitung ruft, folgen sie euch nicht. Es ist für euch gleich, ob ihr sie ruft
oder ob ihr schweigt. 194 Diejenigen, die ihr anstelle Gottes anruft, sind nur Diener wie ihr selbst. So
ruft sie doch an, dass sie euch erhören, so ihr die Wahrheit sagt.
7:195 Haben sie denn (überhaupt) Füße, mit denen sie gehen, oder haben sie Hände, mit denen sie
gewaltig zugreifen, oder haben sie Augen, mit denen sie sehen, oder haben sie Ohren, mit denen sie
hören? Sprich: Ruft eure Teilhaber an, und dann geht gegen mich mit eurer List vor und gewährt mir
keinen Aufschub. 196 Mein Freund ist Gott, der das Buch herabgesandt hat, und Er schenkt seine
Freundschaft den Rechtschaffenen. 197 Diejenigen, die ihr anstelle Gottes anruft, können euch keine
Unterstützung gewähren, noch können sie sich selbst helfen. 198 Und wenn ihr sie zur Rechtleitung
ruft, hören sie nicht. Du siehst, wie sie dich anschauen, aber sie sehen nicht. 199 Nimm das Gute und
Leichte , gebiete das Rechte und wende dich von den Törichten ab.
7:200 Und wenn dich vom Satan her ein Stachel aufstachelt, dann suche Zuflucht bei Gott. Er hört und
weiß alles. 201 Diejenigen, die gottesfürchtig sind, wenn sie eine Heimsuchung vom Satan her trifft,
erinnern sich , und sogleich werden sie einsichtig. 202 Ihre Brüder aber bestärken sie im Irrtum, und
dann lassen sie darin nicht nach . 203 Und wenn du ihnen kein Zeichen vorbringst, sagen sie:
»Hättest du es dir doch selbst ausgesucht! Sprich: Ich folge nur dem, was mir von meinem Herrn
offenbart wird. Dies sind einsichtbringende Zeichen von eurem Herrn und eine Rechtleitung und eine
Barmherzigkeit für Leute, die glauben. 204 Und wenn der Koran verlesen wird, dann hört zu und seid
still, auf dass ihr Erbarmen findet.
7:205 Und gedenke deines Herrn in deinem Inneren in Demut und Furcht und ohne lautes Aussprechen,
am Morgen und am Abend. Und sei nicht einer von denen, die (dies) unbeachtet lassen. 206
Diejenigen, die bei deinem Herrn sind, weigern sich nicht hochmütig, Ihm zu dienen. Sie preisen Ihn
und werfen sich vor Ihm nieder.


Sure 8: Die Beute (al-Anfa,-l) zu Medina, 75 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
8:1 Sie fragen dich nach der Beute. Sprich: Die Beute gehört Gott und dem Gesandten. So fürchtet Gott
und stiftet Aussöhnung untereinander, und gehorchet Gott und seinem Gesandten, so ihr gläubig seid.
2 Die Gläubigen, das sind diejenigen, deren Herzen sich ängstigen, wenn Gottes gedacht wird, und
die, wenn ihnen seine Zeichen verlesen werden, dadurch in ihrem Glauben bestärkt werden und die
auf ihren Herrn vertrauen, 3 die das Gebet verrichten und von dem spenden, was Wir ihnen beschert
haben. 4 Das sind die wahren Gläubigen. Bestimmt sind für sie bei ihrem Herrn Rangstufen und
Vergebung und trefflicher Unterhalt.
8:5 So wie dein Herr dich aus deinem Haus ausziehen ließ der richtigen Entscheidung gemäß, während
es einem Teil der Gläubigen zuwider war. 6 Sie stritten ja mit dir über das Richtige, nachdem es
deutlich geworden war, als würden sie in den Tod getrieben, während sie zuschauen. 7 Und als Gott
euch versprach , dass die eine der beiden Gruppen für euch bestimmt sei, ihr aber wünschtet, dass
diejenige ohne Wehrkraft für euch bestimmt sei. Jedoch wollte Gott mit seinen Worten die Wahrheit
bestätigen und den letzten Rest der Ungläubigen ausmerzen, 8 um die Wahrheit zu bestätigen und das
Falsche nichtig zu machen, auch wenn es den Übeltätern zuwider war. 9 Als ihr euren Herrn um
Rettung batet, und Er euch erhörte: »Ich werde euch mit tausend hintereinander reitenden Engeln
beistehen.
8:10 Und Gott machte es nur deswegen, damit es eine Frohbotschaft sei und damit eure Herzen dadurch
Ruhe finden. Der Sieg kommt ja nur von Gott. Gott ist mächtig und weise. 11 Als Er Schläfrigkeit
euch überkommen ließ als Sicherheit von Ihm her und Wasser vom Himmel auf euch herabsandte, um
euch damit rein zu machen und die Unreinheit des Satans von euch zu entfernen, und um eure Herzen
zu stärken und eure Schritte damit zu festigen. 12 Als dein Herr den Engeln eingab: »Ich bin mit
euch. Festigt diejenigen, die glauben. Ich werde den Herzen derer, die ungläubig sind, Schrecken
einjagen. So schlagt auf die Nacken und schlagt auf jeden Finger von ihnen. 13 Dies dafür, dass sie
sich Gott und seinem Gesandten widersetzten. Und wenn jemand sich Gott und seinem Gesandten
widersetzt, so verhängt Gott eine harte Strafe. 14 Das ist sie, so kostet sie. Und wisst: Bestimmt ist für
die Ungläubigen die Pein des Feuers.
8:15 O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf die, die ungläubig sind, trefft, während sie zur Schlacht anrücken,
dann kehret ihnen nicht den Rücken. 16 Wer ihnen an jenem Tag den Rücken kehrt — es sei denn, er
setzt sich ab zum Kampf, oder er stößt zu einer anderen Schar —, zieht sich den Zorn Gottes zu.
Seine Heimstätte ist die Hölle — welch schlimmes Ende! 17 Nicht ihr habt sie getötet, sondern Gott
hat sie getötet. Und nicht du hast geworfen, als du geworfen hast, sondern Gott hat geworfen. Und Er
wollte die Gläubigen einer schönen Prüfung unterziehen. Gott hört und weiß alles. 18 Das ist es. Und
so wollte Gott die List der Ungläubigen wirkungslos machen. 19 Wenn ihr einen Richterspruch
verlangt, so ist der Richterspruch zu euch gekommen. Und wenn ihr aufhört, so ist es besser für euch.
Und wenn ihr (dazu) zurückkehrt, kehren Wir (auch) zurück. Und eure Schar wird nichts von euch
abwenden können, auch wenn sie zahlreich sein sollte. Und siehe, Gott ist mit den Gläubigen.
8:20 O ihr, die ihr glaubt, gehorchet Gott und seinem Gesandten, und kehrt euch nicht von ihm ab, wo ihr
doch hört. 21 Und seid nicht wie diejenigen, die sagen: »Wir hören« wo sie doch nicht hören. 22 Die
schlimmsten Tiere bei Gott sind die tauben und stummen, die keinen Verstand haben. 23 Hätte Gott
bei ihnen etwas Gutes festgestellt, hätte Er sie hören lassen. Und wenn Er sie hätte hören lassen, so
hätten sie sich (dennoch) abgekehrt und abgewandt. 24 O ihr, die ihr glaubt, erhört Gott und den
Gesandten, wenn er euch zu dem aufruft, was euch Leben gibt. Und wisst, dass Gott zwischen dem
Menschen und seinem Herzen trennt, und dass ihr zu Ihm versammelt werdet.
8:25 Und hütet euch vor einer Versuchung, die gewiß nicht ausschließlich diejenigen von euch treffen
wird, die Unrecht tun. Und wisst, Gott verhängt eine harte Strafe. 26 Und gedenket, als ihr auf der
Erde waret und als Schwache behandelt wurdet und fürchtetet, dass euch die Menschen hinwegraffen
würden. Da hat Er euch untergebracht und euch mit seiner Unterstützung gestärkt und euch (einiges)
von den köstlichen Dingen beschert, auf dass ihr dankbar seid. 27 O ihr, die ihr glaubt, seid nicht
treulos gegenüber Gott und dem Gesandten, und seid nicht treulos in bezug auf die euch anvertrauten
Dinge, wo ihr es wisst. 28 Und wisst, dass euer Vermögen und eure Kinder eine Versuchung sind und
dass Gott einen großartigen Lohn bereithält. 29 O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Gott fürchtet, bestellt
Er euch eine Unterscheidungsnorm, sühnt euch eure Missetaten und vergibt euch. Und Gott besitzt
große Huld.
8:30 Und als diejenigen, die ungläubig sind, gegen dich Ränke schmiedeten, um dich festzunehmen oder
zu töten oder zu vertreiben . Sie schmiedeten Ränke, und Gott schmiedete Ränke. Gott ist der Beste
derer, die Ränke schmieden. 31 Und wenn ihnen unsere Zeichen verlesen werden, sagen sie: »Wir
haben es gehört. Wenn wir wollten, könnten auch wir etwas Derartiges sagen. Das sind nichts als
Fabeln der Früheren. 32 Und als sie sagten: »O unser Gott, wenn dies die Wahrheit von Dir ist, so laß
auf uns Steine vom Himmel regnen, oder bring über uns eine schmerzhafte Pein.« 33 Aber Gott
konnte sie wohl unmöglich peinigen, während du noch in ihrer Mitte warst; und Er konnte sie wohl
unmöglich peinigen, während sie um Vergebung baten. 34 Und warum sollte Gott sie nicht peinigen,
wo sie (euch) von der heiligen Moschee abweisen und sie nicht seine Freunde sind? Seine Freunde
sind ja nur die Gottesfürchtigen. Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid.
8:35 Und ihr Gebet beim Haus ist nur Pfeifen und Klatschen. So kostet die Pein dafür, dass ihr ungläubig
waret. 36 Diejenigen, die ungläubig sind, spenden ihr Vermögen, um vom Weg Gottes abzuweisen.
Sie werden es spenden, und dann wird es ein Bedauern für sie sein. Dann werden sie besiegt werden.
Und diejenigen, die ungläubig sind, werden zur Hölle versammelt werden, 37 damit Gott das
Schlechte vom Guten unterscheide und das Schlechte übereinander tue, es allesamt zusammenhäufe
und in die Hölle stelle. Das sind die Verlierer. 38 Sprich zu denen, die ungläubig sind: Wenn sie
aufhören, wird ihnen vergeben, was vorher geschah. Wenn sie (dazu) zurückkehren, so steht fest, wie
an den Früheren gehandelt wurde . 39 Und kämpft gegen sie, bis es keine Verführung mehr gibt und
bis die Religion gänzlich nur noch Gott gehört. Wenn sie aufhören, so sieht Gott wohl, was sie tun.
8:40 Und wenn sie sich abkehren, so wisst, dass Gott euer Schutzherr ist: Welch vorzüglicher Schutzherr
und welch vorzüglicher Helfer! 41 Und wisst : Wenn ihr etwas erbeutet, so gehört ein Fünftel davon
Gott und dem Gesandten, und den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen, dem Reisenden, so ihr
an Gott glaubt und an das, was Wir auf unseren Diener am Tag der Unterscheidung hinabgesandt
haben, am Tag, da die beiden Scharen aufeinander trafen. Und Gott hat Macht zu allen Dingen. 42
Als ihr auf der näheren Talseite waret, sie auf der ferneren Talseite und die Reittiere unterhalb von
euch. Und wenn ihr euch verabredet hättet, wäret ihr über die Verabredung nicht einig geworden, aber
Gott wollte eine Angelegenheit entscheiden, die zur Ausführung kommen sollte, damit diejenigen, die
umkamen, aufgrund eines deutlichen Zeichens umkämen, und diejenigen, die am Leben blieben,
aufgrund eines deutlichen Zeichens am Leben blieben . Und Gott hört und weiß alles. 43 Als Gott
dich in deinem Traum sie als wenige sehen ließ. Hätte Er dich sie als viele sehen lassen, ihr wäret
verzagt und hättet miteinander über die Angelegenheit gestritten. Aber Gott hat euch (davor) bewahrt.
Er weiß über das innere Geheimnis Bescheid. 44 Und als Er sie, als ihr aufeinander traft, in euren
Augen als wenige erscheinen ließ, und (auch) euch in ihren Augen weniger machte, damit Gott eine
Angelegenheit entscheide, die zur Ausführung kommen sollte. Und zu Gott werden alle
Angelegenheiten zurückgebracht.
8:45 O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf eine Schar trefft, so steht fest und gedenket Gottes viel, auf dass es
euch wohl ergehe. 46 Und gehorchet Gott und seinem Gesandten, und streitet nicht miteinander, sonst
würdet ihr verzagen, und eure Durchsetzungskraft würde auch schwinden. Und seid standhaft. Gott
ist mit den Standhaften. 47 Und seid nicht wie diejenigen, die aus ihren Wohnstätten auszogen, aus
Übermut und um von den Menschen gesehen zu werden, und die vom Weg Gottes abweisen. Gott
umfaßt, was sie tun. 48 Und als der Satan ihnen ihre Taten verlockend machte und sagte: »Es gibt
niemanden unter den Menschen, der euch heute besiegen könnte. Und ich bin euch ein (hilfsbereiter)
Nachbar. Als aber die beiden Scharen einander sahen, machte er auf seinen Fersen kehrt und sagte:
»Ich bin euer ledig. Ich sehe, was ihr nicht seht. Ich fürchte Gott. Gott verhängt eine harte Strafe.«
49 Als die Heuchler und die, in deren Herzen Krankheit ist, sagten: »Betört hat diese da ihre
Religion.« Wenn einer aber auf Gott vertraut, so ist Gott mächtig und weise.
8:50 Und wenn du nur zuschauen könntest, wenn die Engel diejenigen abberufen, die ungläubig sind: Sie
schlagen sie ins Gesicht und auf das Hinterteil: Kostet die Pein des Feuerbrandes. 51 Dies für das,
was eure Hände vorausgeschickt haben, und weil Gott den Dienern kein Unrecht tut. 52 Es ist wie mit
den Leuten des Pharao und denen, die vor ihnen lebten. Sie verleugneten die Zeichen Gottes, so
suchte sie Gott wegen ihrer Sünden heim. Gott ist stark und verhängt eine harte Strafe. 53 Dies, weil
Gott niemals seine Gnade, mit der Er ein Volk begnadet hat, ändert, bis sie selbst das ändern, was in
ihrem Innern ist, und weil Gott alles hört und weiß. 54 Es ist wie mit den Leuten des Pharao und
denen, die vor ihnen lebten: Sie erklärten die Zeichen ihres Herrn für Lüge, so ließen Wir sie für ihre
Sünden verderben, und Wir ließen die Leute des Pharao ertrinken. Sie waren ja alle Leute, die
Unrecht taten.
8:55 Die schlimmsten Tiere bei Gott sind die, die ungläubig sind und weiterhin nicht glauben, 56 mit
denen du einen Vertrag geschlossen hast, die aber dann ihren Vertrag jedesmal brechen und nicht
gottesfürchtig sind. 57 Und wenn du sie im Krieg triffst, dann verscheuche mit ihnen diejenigen, die
hinter ihnen stehen, auf dass sie es bedenken. 58 Und wenn du von bestimmten Leuten Verrat
fürchtest, so kündige ihnen (den Vertrag) so eindeutig auf, dass Gleichheit zwischen euch besteht.
Gott liebt ja die Verräter nicht. 59 Und diejenigen, die ungläubig sind, sollen nicht meinen, sie seien
(euch) voraus. Sie werden nichts vereiteln können.
8:60 Und rüstet gegen sie, was ihr an Kraft und an einsatzbereiten Pferden haben könnt, um damit den
Feinden Gottes und euren Feinden Angst zu machen, sowie anderen außer ihnen, die ihr nicht kennt;
Gott aber kennt sie. Und was ihr auch auf dem Weg Gottes spendet, wird euch voll zurückerstattet,
und euch wird nicht Unrecht getan. 61 Und wenn sie sich dem Frieden zuneigen, dann neige auch du
dich ihm zu und vertrau auf Gott . Er ist der, der alles hört und weiß. 62 Und wenn sie dich betrügen
wollen, so genügt dir Gott. Er ist es, der dich mit seiner Unterstützung und mit den Gläubigen gestärkt
63 und zwischen ihren Herzen Vertrautheit gestiftet hat. Wenn du alles, was auf Erden ist, (dafür)
ausgegeben hättest, hättest du nicht zwischen ihren Herzen Vertrautheit stiften können. Aber Gott hat
zwischen ihnen Vertrautheit gestiftet. Er ist mächtig und weise. 64 O Prophet, Gott genügt dir und
auch denen von den Gläubigen, die dir folgen.
8:65 O Prophet, sporne die Gläubigen zum Kampf an. Wenn es unter euch auch nur zwanzig gibt, die
standhaft sind, werden sie zweihundert besiegen. Und wenn es unter euch hundert gibt, werden sie
tausend von denen, die ungläubig sind, besiegen. Dies dafür, dass sie Leute sind, die nicht begreifen.
66 Jetzt hat Gott euch Erleichterung gewährt. Er weiß, dass in euren Reihen Schwachheit vorkommt.
Wenn es unter euch hundert Standhafte gibt, werden sie zweihundert besiegen, und wenn es unter
euch tausend gibt, werden sie zweitausend besiegen, mit Gottes Erlaubnis. Und Gott ist mit den
Standhaften. 67 Es steht einem Propheten nicht zu, Gefangene zu haben, bis er auf der Erde stark
gewütet hat. Ihr wollt die Güter des Diesseits, und Gott will das Jenseits. Gott ist mächtig und weise.
68 Gäbe es nicht eine früher ergangene Bestimmung von Gott, so hätte euch für das, was ihr
genommen habt, eine gewaltige Pein ergriffen. 69 Eßt nun von dem, was ihr erbeutet habt, so es
erlaubt und köstlich ist, und fürchtet Gott. Gott ist voller Vergebung und barmherzig.
8:70 O Prophet, sprich zu denen von den Gefangenen, die sich in eurer Gewalt befinden: »Wenn Gott in
euren Herzen etwas Gutes feststellt, läßt Er euch etwas Besseres zukommen als das, was euch
genommen worden ist, und vergibt euch. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig. 71 Und
wenn sie dich verraten wollen, so haben sie zuvor Gott verraten, und Er hat sie dann (eurer) Gewalt
preisgegeben. Und Gott weiß Bescheid und ist weise. 72 Diejenigen, die glaubten und ausgewandert
sind und sich mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person auf dem Weg Gottes eingesetzt
haben, und diejenigen, die (jene) untergebracht und unterstützt haben, sind untereinander Freunde.
Mit denen aber, die glauben und nicht ausgewandert sind, habt ihr keine Freundschaft zu pflegen, bis
sie auswandern. Wenn sie euch jedoch um Unterstützung wegen der (euch gemeinsamen) Religion
bitten, so habt ihr die Pflicht zur Unterstützung, außer gegen Leute, zwischen denen und euch eine
Vertragspflicht besteht. Und Gott sieht wohl, was ihr tut. 73 Und diejenigen, die ungläubig sind, sind
untereinander Freunde. Wenn ihr es nicht tut , wird es im Land Verführung und großes Unheil
geben. 74 Und diejenigen, die glauben und ausgewandert sind und sich auf dem Weg Gottes
eingesetzt haben, und diejenigen, die (jene) untergebracht und unterstützt haben, das sind die wahren
Gläubigen. Bestimmt ist für sie Vergebung und ein trefflicher Unterhalt.
8:75 Und diejenigen, die danach geglaubt haben und ausgewandert sind und sich mit euch eingesetzt
haben, sie gehören zu euch. Aber die Blutsverwandten haben eher Anspruch aufeinander ; dies steht
im Buch Gottes. Gott weiß über alle Dinge Bescheid



Sure 9: Die Umkehr (al-Tauba) zu Medina, 129 Verse
(Das ist die einzige Sure, die nicht mit der üblichen Formel
[basmala] beginnt: Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.)
9:1 Aufkündigung von seiten Gottes und seines Gesandten an diejenigen unter den Polytheisten, mit
denen ihr einen Vertrag abgeschlossen habt. 2 Nun zieht im Land vier Monate umher und wisst, dass
ihr Gottes Willen nicht vereiteln könnt, und dass Gott die Ungläubigen zuschanden macht. 3 Und
Bekanntmachung von seiten Gottes und seines Gesandten an die Menschen am Tag der großen
Wallfahrt: Gott ist der Polytheisten ledig, und auch sein Gesandter. Wenn ihr umkehrt, ist es besser
für euch. Wenn ihr abkehrt, so wisst, dass ihr Gottes Willen nicht vereiteln könnt. Und verkünde
denen, die ungläubig sind, eine schmerzhafte Pein. 4 Mit Ausnahme derer von den Polytheisten, mit
denen ihr einen Vertrag geschlossen habt und die euch in nichts fehlen lassen und niemandem gegen
euch beigestanden haben. So erfüllt ihnen gegenüber ihren Vertrag bis zu der ihnen eingeräumten
Frist. Gott liebt die Gottesfürchtigen.
9:5 Wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Polytheisten, wo immer ihr sie findet, greift
sie, belagert sie und lauert ihnen auf jedem Weg auf. Wenn sie umkehren, das Gebet verrichten und
die Abgabe entrichten, dann laßt sie ihres Weges ziehen: Gott ist voller Vergebung und barmherzig. 6
Und wenn einer von den Polytheisten dich um Schutz bittet, so gewähre ihm Schutz, bis er das Wort
Gottes hört. Danach laß ihn den Ort erreichen, in dem er in Sicherheit ist. Dies, weil sie Leute sind,
die nicht Bescheid wissen 7 Wie sollten die Polytheisten Gott und seinem Gesandten gegenüber einen
Vertrag geltend machen, ausgenommen die, mit denen ihr bei der heiligen Moschee einen Vertrag
abgeschlossen habt? Solange sie sich euch gegenüber recht verhalten, verhaltet auch ihr euch ihnen
gegenüber recht. Gott liebt die Gottesfürchtigen. 8 Wie sollten sie dies tun, wo sie doch, wenn sie die
Oberhand über euch bekommen, euch gegenüber weder Verwandtschaft noch Schutzbund beachten?
Sie stellen euch zufrieden mit ihrem Munde, aber ihre Herzen sind voller Ablehnung. Und die meisten
von ihnen sind Frevler. 9 Sie haben die Zeichen Gottes gegen einen geringen Preis vertauscht und so
die Menschen von seinem Weg abgewiesen. Schlimm ist, was sie immer wieder getan haben.
9:10 Sie beachten einem Gläubigen gegenüber weder Verwandtschaft noch Schutzbund. Das sind die,
die Übertretungen begehen. 11 Wenn sie umkehren, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten,
dann sind sie eure Brüder in der Religion. Wir legen die Zeichen im einzelnen dar für Leute, die
Bescheid wissen. 12 Wenn sie aber nach Vertragsabschluß ihre Eide brechen und eure Religion
angreifen, dann kämpft gegen die Anführer des Unglaubens. Für sie gibt es ja keine Eide. Vielleicht
werden sie aufhören. 13 Wollt ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre Eide gebrochen haben und im
Begriff gewesen sind, den Gesandten zu vertreiben, wobei sie zuerst gegen euch vorgegangen sind?
Fürchtet ihr sie? Gott hat eher darauf Anspruch, dass ihr Ihn fürchtet, so ihr gläubig seid. 14 Kämpft
gegen sie, so wird Gott sie durch eure Hände peinigen, sie zuschanden machen und euch gegen sie
unterstützen, die Brust gläubiger Leute wieder heil machen
9:15 und den Groll ihrer Herzen entfernen. Und Gott wendet sich, wem Er will, wieder zu. Und Gott weiß
Bescheid und ist weise. 16 Oder meint ihr, dass ihr in Ruhe gelassen werdet, bevor Gott in Erfahrung
gebracht hat, wer von euch sich eingesetzt und sich außer Gott, seinem Gesandten und den Gläubigen
keinen Freund genommen hat? Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut. 17 Es steht den
Polytheisten nicht zu, in den Moscheen Gottes zu verweilen und Dienst zu tun, wo sie gegen sich
selbst bezeugen, ungläubig zu sein. Deren Werke sind wertlos, und sie werden im Feuer ewig weilen.
18 In den Moscheen Gottes verweilen und Dienst tun dürfen nur die, die an Gott und den Jüngsten
Tag glauben, das Gebet verrichten, die Abgabe entrichten und niemanden fürchten außer Gott. Mögen
diese zu denen gehören, die der Rechtleitung folgen! 19 Wollt ihr etwa die Tränkung der Pilger und
den Dienst in der heiligen Moschee so bewerten, wie (die Werke dessen), der an Gott und den
Jüngsten Tag glaubt und sich auf dem Weg Gottes einsetzt? Sie sind bei Gott nicht gleich. Und Gott
leitet die ungerechten Leute nicht recht.
9:20 Diejenigen, die glauben und ausgewandert sind und sich auf dem Weg Gottes mit ihrem Vermögen
und mit ihrer eigenen Person eingesetzt haben, haben eine höhere Rangstufe bei Gott. Das sind die
Erfolgreichen. 21 Ihr Herr verkündet ihnen eine Barmherzigkeit von sich und Wohlgefallen und
Gärten, in denen sie beständige Wonne haben; 22 darin werden sie auf immer ewig weilen. Bei Gott
steht ein großartiger Lohn bereit. 23 O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht eure Väter und eure
Brüder zu Freunden, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen. Diejenigen von euch, die sie
zu Freunden nehmen, das sind die, die Unrecht tun. 24 Sprich: Wenn eure Väter, eure Söhne, eure
Brüder, eure Gattinnen und eure Verwandten, ein Vermögen, das ihr erworben habt, eine
Handelsware, die ihr fürchtet nicht loszuwerden, und Wohnungen, die euch gefallen, euch lieber sind
als Gott und sein Gesandter und der Einsatz auf seinem Weg, dann wartet ab, bis Gott mit seinem
Befehl kommt. Gott leitet die frevlerischen Leute nicht recht.
9:25 Gott hat euch an vielen Orten unterstützt, und auch am Tag von Hunayn , als eure große Zahl euch
gefiel, von euch aber nichts abwenden konnte. Die Erde wurde euch eng trotz ihrer Weite. Daraufhin
kehrtet ihr den Rücken. 26 Dann sandte Gott seine ruhespendende Gegenwart auf seinen Gesandten
und auf die Gläubigen herab. Und Er sandte Truppen, die ihr nicht sehen konntet, herab und peinigte
diejenigen, die ungläubig waren. Das ist die Vergeltung für die Ungläubigen. 27 Und Gott wendet
sich danach gnädig zu, wem Er will. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig. 28 O ihr, die ihr
glaubt, die Polytheisten sind unrein, so sollen sie nach diesem ihrem Jahr sich der heiligen Moschee
nicht mehr nähern. Und wenn ihr fürchtet, (deswegen) arm zu werden , so wird Gott euch von seiner
Huld reich machen, wenn Er will. Gott weiß Bescheid und ist weise. 29 Kämpft gegen diejenigen, die
nicht an Gott und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott und sein
Gesandter verboten haben, und nicht der Religion der Wahrheit angehören — von denen, denen das
Buch zugekommen ist, bis sie von dem, was ihre Hand besitzt, Tribut entrichten als Erniedrigte.
9:30 Die Juden sagen: »‘Uzayr ist Gottes Sohn.« Und die Christen sagen: »Christus ist Gottes Sohn.« Das
ist ihre Rede aus ihrem eigenen Munde. Damit reden sie wie die, die vorher ungläubig waren. Gott
bekämpfe sie! Wie leicht lassen sie sich doch abwenden! 31 Sie nahmen sich ihre Gelehrten und ihre
Mönche zu Herren neben Gott, sowie auch Christus, den Sohn Marias. Dabei wurde ihnen doch nur
befohlen, einem einzigen Gott zu dienen. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Preis sei Ihm! Erhaben ist Er
über das, was sie (Ihm) beigesellen. 32 Sie wollen das Licht Gottes mit ihrem Mund auslöschen. Aber
Gott besteht darauf, sein Licht zu vollenden, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist. 33 Er ist es,
der seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die
Oberhand zu verleihen über alle Religion, auch wenn es den Polytheisten zuwider ist. 34 O ihr, die ihr
glaubt, viele von den Gelehrten und den Mönchen verzehren das Vermögen der Menschen durch
Betrug und weisen (sie) vom Weg Gottes ab. Denjenigen, die Gold und Silber horten und es nicht auf
dem Weg Gottes spenden, verkünde eine schmerzhafte Pein,
9:35 am Tag, da im Feuer der Hölle darüber angeheizt wird und damit ihre Stirn, ihre Seiten und ihr
Rücken gebrandmarkt werden. Dies ist, was ihr für euch selbst gehortet habt. So kostet, was ihr
immer wieder gehortet habt. 36 Die Zahl der Monate bei Gott ist zwölf Monate, im Buch Gottes
festgestellt am Tag, da Er die Himmel und die Erde erschaffen hat. Vier davon sind heilig . Das ist
die richtige Religion. So tut euch selbst in ihnen kein Unrecht. Und kämpft gegen die Polytheisten
allesamt, wie sie gegen euch allesamt kämpfen. Und wisst, Gott ist mit den Gottesfürchtigen. 37 Der
Brauch des verschobenen Monats zeugt von mehr Unglauben . Damit werden diejenigen, die
ungläubig sind, irregeführt, so dass sie ihn in einem Jahr für profan und in einem (anderen) Jahr für
heilig erklären, um die Zahl dessen, was Gott für heilig erklärt hat, auszugleichen; so erklären sie für
profan, was Gott für heilig erklärt hat. Ihr schlechtes Tun ist ihnen verlockend gemacht worden. Gott
leitet die ungläubigen Leute nicht recht. 38 O ihr, die ihr glaubt, was ist mit euch, dass ihr, wenn zu
euch gesagt wird: »Rückt aus auf dem Weg Gottes« euch schwer bis zur Erde neigt? Gefällt euch das
diesseitige Leben mehr als das jenseitige? Aber die Nutznießung des diesseitigen Lebens ist im
(Vergleich mit dem) Jenseits nur gering (zu schätzen). 39 Wenn ihr nicht ausrückt, peinigt Er euch
mit einer schmerzhaften Pein und nimmt an eurer Stelle ein anderes Volk, und ihr könnt Ihm keinen
Schaden zufügen. Gott hat Macht zu allen Dingen.
9:40 Wenn ihr ihn nicht unterstützt, so hat Gott ihn (schon damals) unterstützt, als diejenigen, die
ungläubig sind, ihn zusammen mit einem zweiten Mann vertrieben haben. Sie waren beide in der
Höhle, und er sagte zu seinem Gefährten: »Sei nicht traurig. Gott ist mit uns. Da sandte Gott seine
Ruhe spendende Gegenwart auf ihn herab und stärkte ihn mit Truppen, die ihr nicht sehen konntet.
Und Er machte das Wort derer, die ungläubig sind, unterlegen. Siehe, Gottes Wort ist überlegen. Und
Gott ist mächtig und weise. 41 Rückt aus, ob leicht oder schwer, und setzt euch mit eurem Vermögen
und mit eurer eigenen Person auf dem Weg Gottes ein. Das ist besser für euch, so ihr Bescheid wisst.
42 Ginge es um nahe Güter oder eine mäßige Reise , würden sie dir folgen. Aber die Entfernung ist
ihnen zu weit. Und sie werden bei Gott schwören: »Wenn wir es könnten, würden wir mit euch
hinausziehen. Sie stürzen sich dabei selbst ins Verderben. Und Gott weiß, dass sie ja lügen. 43 Gott
verzeihe dir! Warum hast du sie befreit? (Hättest du nur gewartet), bis dir deutlich geworden war, wer
die Wahrheit sagt, und du die Lügner in Erfahrung gebracht hast! 44 Diejenigen, die an Gott und den
Jüngsten Tag glauben, bitten dich nicht um Befreiung davon, sich mit ihrem Vermögen und mit ihrer
eigenen Person einzusetzen. Und Gott weiß über die Gottesfürchtigen Bescheid.
9:45 Um Befreiung bitten dich nur diejenigen, die an Gott und den Jüngsten Tag nicht glauben und deren
Herzen zweifeln; und in ihrem Zweifel zögern sie. 46 Hätten sie wirklich ausziehen wollen, hätten sie
sich dafür gerüstet. Aber ihr Ausmarsch war Gott zuwider, so hielt Er sie zurück. Und es wurde
gesagt: »Sitzt daheim mit denen, die daheim sitzen. 47 Würden sie mit euch ausziehen, würden sie
euch nur noch Verschlechterung bringen und unter euch schnell umherlaufen im Trachten danach,
(euch) der Versuchung auszusetzen. Dennoch gibt es unter euch welche, die nur auf sie hören. Und
Gott weiß über die Bescheid, die Unrecht tun. 48 Sie haben schon früher danach getrachtet, euch der
Versuchung auszusetzen, und gegen dich Intrigen getrieben, bis die Wahrheit kam und der Befehl
Gottes erschien, obwohl es ihnen zuwider war. 49 Unter ihnen gibt es welche, die sagen: »Befreie
mich und führe mich nicht in Versuchung. In Versuchung sind sie doch gefallen. Und die Hölle
umfasst die Ungläubigen.
9:50 Wenn dich Gutes trifft, tut es ihnen leid; und wenn dich ein Unglück trifft, sagen sie: »Wir haben
unsere Angelegenheit schon vorher selbst übernommen.« Und sie kehren sich erfreut ab. 51 Sprich:
»Uns wird nur das treffen, was Gott uns bestimmt hat. Er ist unser Schutzherr. Auf Gott sollen die
Gläubigen vertrauen. 52 Sprich: Erwartet ihr für uns etwas anderes als eine der beiden schönsten
Sachen ? Wir erwarten für euch, dass Gott euch trifft mit einer Pein von Ihm oder durch unsere
Hände. So wartet nur ab, wir warten mit euch ab. 53 Sprich: Ihr mögt freiwillig oder widerwillig
spenden, es wird von euch doch nicht angenommen werden. Ihr seid ja frevlerische Leute. 54 Und
nichts anderes verhindert, dass ihre Spenden von ihnen angenommen werden, als dass sie Gott und
seinen Gesandten verleugnen, nur nachlässig zum Gebet hingehen und nur widerwillig spenden.
9:55 Nicht sollen dir ihr Vermögen und ihre Kinder gefallen. Gott will sie ja im diesseitigen Leben damit
peinigen, und dass ihre Seele (im Tod) dahinschwindet, während sie ungläubig sind. 56 Und sie
schwören bei Gott, dass sie zu euch gehören. Sie gehören aber nicht zu euch, sondern sie sind Leute,
die ängstlich sind. 57 Würden sie einen Zufluchtsort oder Höhlen oder einen Schlupfgang finden, sie
würden schnellstens dorthin flüchten. 58 Und unter ihnen gibt es welche, die gegen dich wegen der
Almosen nörgeln. Wenn ihnen etwas davon gegeben wird, sind sie zufrieden. Wenn ihnen nichts
davon gegeben wird, geraten sie gleich in Groll. 59 Wären sie doch mit dem zufrieden, was Gott und
sein Gesandter ihnen zukommen ließen, und würden sie doch sagen: »Gott genügt uns. Gott wird uns
etwas von seiner Huld zukommen lassen, und auch sein Gesandter. Auf Gott richten wir unsere
Wünsche.«
9:60 Die Almosen sind bestimmt für die Armen, die Bedürftigen, die, die damit befaßt sind, die, deren
Herzen vertraut gemacht werden sollen, die Gefangenen , die Verschuldeten, für den Einsatz auf
dem Weg Gottes und für den Reisenden. Es ist eine Rechtspflicht von seiten Gottes. Und Gott weiß
Bescheid und ist weise. 61 Und unter ihnen gibt es welche, die dem Propheten Leid zufügen und
sagen: »Er ist (nur) Ohr .« Sprich: Ein Ohr zum Guten für euch. Er glaubt an Gott und glaubt den
Gläubigen, und (er ist) eine Barmherzigkeit für die von euch, die gläubig sind. Für diejenigen aber,
die dem Gesandten Gottes Leid zufügen, ist eine schmerzhafte Pein bestimmt. 62 Sie schwören euch
bei Gott, um euch zufriedenzustellen. Aber Gott — und (auch) sein Gesandter — hat eher darauf
Anspruch, dass sie Ihn zufriedenstellen, so sie gläubig sind. 63 Wissen sie denn nicht, dass für den,
der sich Gott und seinem Gesandten widersetzt, das Feuer der Hölle bestimmt ist, in dem er ewig
weilen wird? Das ist die gewaltige Schande. 64 Die Heuchler befürchten, dass eine Sure auf sie
herabgesandt wird, die ihnen das kundtut, was in ihren Herzen ist. Sprich: Spottet nur! Gott wird ans
Licht bringen, was ihr befürchtet.
9:65 Und wenn du sie fragst, sagen sie sicherlich: »Wir hielten ausschweifende Reden und trieben nur
unser Spiel. Sprich: Wolltet ihr denn über Gott und seine Zeichen und seinen Gesandten spotten? 66
Entschuldigt euch nicht! Ihr seid ungläubig geworden, nachdem ihr geglaubt hattet. Wenn Wir auch
einer Gruppe von euch verzeihen, so peinigen Wir eine andere Gruppe dafür, dass sie Übeltäter
waren. 67 Die Heuchler und die Heuchlerinnen stammen voneinander. Sie gebieten das Verwerfliche
und verbieten das Rechte und halten ihre Hände geschlossen. Vergessen haben sie Gott, und so hat Er
sie vergessen. Die Heuchler sind die wahren Frevler. 68 Versprochen hat Gott den Heuchlern und den
Heuchlerinnen und den Ungläubigen das Feuer der Hölle, darin werden sie ewig weilen. Es ist ihr
Genüge. Und Gott hat sie verflucht, und bestimmt ist für sie eine beständige Pein. 69 Es ist wie mit
denen, die vor euch lebten. Sie hatten eine stärkere Kraft als ihr und mehr Vermögen und Kinder. Sie
nützten ihren Anteil aus, dann habt ihr euren Anteil ausgenützt, wie die, die vor euch lebten, ihren
Anteil ausgenützt haben. Und ihr habt ausschweifende Reden gehalten wie die Reden, die sie gehalten
haben. Deren Werke sind wertlos im Diesseits und Jenseits. Das sind die Verlierer.
9:70 Ist denn der Bericht über die, die vor ihnen lebten, nicht zu ihnen gelangt, das Volk Noachs, die Ad
und Thamud, das Volk Abrahams und die Gefährten von Madyan und die verschwundenen Städte?
Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen. Und es ist bestimmt nicht Gott, der ihnen
Unrecht getan hat, sondern sie haben sich selbst Unrecht getan. 71 Die gläubigen Männer und Frauen
sind untereinander Freunde. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche, verrichten das
Gebet und entrichten die Abgabe und gehorchen Gott und seinem Gesandten. Siehe, Gott wird sich
ihrer erbarmen. Gott ist mächtig und weise. 72 Gott hat den gläubigen Männern und Frauen Gärten
versprochen, unter denen Bäche fließen und in denen sie ewig weilen werden, und gute Wohnungen
in den Gärten von Eden. Ein Wohlgefallen von Gott ist aber größer. Das ist der großartige Erfolg. 73
O Prophet, setz dich gegen die Ungläubigen und die Heuchler ein und faß sie hart an. Ihre Heimstätte
ist die Hölle — welch schlimmes Ende! 74 Sie schwören bei Gott, sie hätten es nicht gesagt . Aber
sie haben wohl das Wort des Unglaubens gesagt und sind, nachdem sie den Islam angenommen
hatten, ungläubig geworden. Sie waren im Begriff, das auszuführen, was sie (doch) nicht erreicht
haben. Und nichts ließ sie grollen, als dass Gott es war — und (auch) sein Gesandter —, der sie von
seiner Huld reich gemacht hat. Wenn sie aber umkehren, ist es besser für sie. Und wenn sie sich
abkehren, wird Gott sie mit einer schmerzhaften Pein peinigen im Diesseits und Jenseits. Und sie
werden auf der Erde weder Freund noch Helfer haben.
9:75 Unter ihnen gibt es welche, die ein bindendes Versprechen mit Gott eingegangen waren: »Wenn Er
uns etwas von seiner Huld zukommen läßt, dann werden wir Almosen geben und zu den
Rechtschaffenen gehören. 76 Als Er ihnen nun etwas von seiner Huld hatte zukommen lassen, geizten
sie damit, und sie machten kehrt und wandten sich ab. 77 Als Folge davon setzte Er in ihre Herzen
Heuchelei bis zum Tag, an dem sie Ihm begegnen werden. Dies dafür, dass sie Gott gegenüber
brachen, was sie Ihm versprochen hatten, und dass sie logen. 78 Wissen sie denn nicht, dass Gott über
ihre Geheimnisse und ihre vertraulichen Gespräche Bescheid weiß, und dass Gott die unsichtbaren
Dinge alle weiß? 79 Diejenigen, die gegen die Freiwilligen unter den Gläubigen wegen der Almosen
nörgeln und auch gegen die, die nichts als ihren Einsatz zu leisten vermögen, mäkeln und sie
verhöhnen — Gott verhöhnt sie, und bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein.
9:80 Bitte um Vergebung für sie, oder bitte nicht um Vergebung für sie. Wenn du auch siebzigmal um
Vergebung für sie bittest, Gott wird ihnen niemals vergeben. Dies, weil sie Gott und seinen
Gesandten verleugneten. Und Gott leitet die frevlerischen Leute nicht recht. 81 Es freuen sich die
Zurückgelassenen darüber, dass sie im Gegensatz zum Gesandten Gottes daheim geblieben sind, und
es ist ihnen zuwider, sich mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person auf dem Weg Gottes
einzusetzen. Und sie sagen: »Rückt nicht in der Hitze aus. Sprich: Das Feuer der Hölle ist noch
heißer; wenn sie es doch begreifen könnten! 82 Sie sollen ein wenig lachen, und sie sollen viel
weinen zur Vergeltung für das, was sie erworben haben. 83 Wenn Gott dich zu einer Gruppe von
ihnen zurückkehren läßt und die dich um Erlaubnis bitten hinauszuziehen, dann sprich: Niemals
werdet ihr mit mir ausziehen, und nie werdet ihr mit mir gegen einen Feind kämpfen. Ihr habt das
erste Mal daran Gefallen gefunden, daheim zu sitzen. So sitzet daheim mit den Zurückgebliebenen. 84
Und bete niemals über einen von ihnen, der gestorben ist, und stehe nicht bei seinem Grab. Sie haben
Gott und seinen Gesandten verleugnet, und sie starben als Frevler.
9:85 Nicht sollen ihr Vermögen und ihre Kinder dir gefallen. Gott will sie ja im Diesseits damit peinigen,
und auch dass ihre Seele (im Tod) dahinschwindet, während sie ungläubig sind. 86 Und wenn eine
Sure herabgesandt wird: »Glaubt an Gott und setzt euch mit seinem Gesandten ein« dann bitten dich
die Wohlhabenden unter ihnen um Befreiung und sagen: »Laß uns mit denen bleiben, die daheim
sitzen. 87 Sie finden daran Gefallen, mit den Zurückgebliebenen zu sein, und versiegelt wurden ihre
Herzen, so dass sie nicht begreifen. 88 Aber der Gesandte und diejenigen, die mit ihm glauben, setzen
sich mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person ein. Für sie sind die guten Dinge bestimmt,
und das sind die, denen es wohl ergeht. 89 Bereitet hat Gott für sie Gärten, unter denen Bäche fließen;
darin werden sie ewig weilen. Das ist der großartige Erfolg.
9:90 Und diejenigen von den arabischen Beduinen, die sich entschuldigen wollen, kommen her, um
Befreiung zu erbitten. Und daheim sitzen diejenigen, die Gott und seinen Gesandten belügen. Treffen
wird diejenigen unter ihnen, die ungläubig sind, eine schmerzhafte Pein. 91 Für die Schwachen, die
Kranken und für diejenigen, die nichts zum Spenden haben, ist es kein Grund zur Bedrängnis, wenn
sie sich gegenüber Gott und seinem Gesandten aufrichtig verhalten. Die Rechtschaffenen können
nicht belangt werden — Gott ist voller Vergebung und barmherzig —, 92 und auch nicht diejenigen,
die, wenn sie zu dir kommen, damit du sie mitreiten läßt, und du sagst: »Ich finde keine Tiere, dass
ich euch mitreiten lassen kann«, sich abkehren, während ihre Augen von Tränen überfließen aus
Traurigkeit darüber, dass sie nichts zum Spenden haben. 93 Belangt werden diejenigen, die dich um
Befreiung. bitten, obwohl sie reich sind. Sie finden daran Gefallen, mit den Zurückgebliebenen zu
sein. Gott hat ihre Herzen versiegelt, so dass sie nicht Bescheid wissen. 94 Sie entschuldigen sich bei
euch, wenn ihr zu ihnen zurückkommt. Sprich: Entschuldigt euch nicht. Wir glauben es euch doch
nicht. Gott hat uns etwas von den Berichten über euch kundgetan. Und Gott wird euer Tun sehen, und
auch sein Gesandter. Dann werdet ihr zu dem, der über das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid
weiß, zurückgebracht, und Er wird euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.
9:95 Sie werden euch bei Gott schwören, wenn ihr zu ihnen zurückkehrt, damit ihr euch von ihnen
abwendet. So wendet euch von ihnen ab, sie sind ein Greuel. Ihre Heimstätte ist die Hölle zur
Vergeltung für das, was sie erworben haben. 96 Sie schwören euch, damit ihr mit ihnen zufrieden
seid. Auch wenn ihr mit ihnen zufrieden seid, so ist Gott nicht zufrieden mit den frevlerischen Leuten.
97 Die arabischen Beduinen sind stärker dem Unglauben und der Heuchelei verfallen, und es paßt
eher zu ihnen, dass sie die Bestimmungen dessen, was Gott auf seinen Gesandten herabgesandt hat,
nicht kennen. Und Gott weiß Bescheid und ist weise. 98 Und unter den arabischen Beduinen gibt es
welche, die das, was sie spenden, als erzwungene Zahlung ansehen und für euch die Schicksals-
wendungen erwarten. Über sie wird die Schicksalswendung des Unheils kommen. Und Gott hört und
weiß alles. 99 Und unter den arabischen Beduinen gibt es welche, die an Gott und den Jüngsten Tag
glauben und das, was sie spenden, als Mittel ansehen, Gott näherzukommen und die Gebete des
Gesandten zu erhalten. Es ist sicher für sie ein Mittel, (Gott) näherzukommen. Gott wird sie in seine
Barmherzigkeit eingehen lassen. Gott ist voller Vergebung und barmherzig.
9:100 Mit den Allerersten der Auswanderer und der Helfer und denjenigen, die ihnen in
Rechtschaffenheit gefolgt sind, ist Gott zufrieden, und sie sind mit Ihm zufrieden. Und Er hat für sie
Gärten bereitet, unter denen Bäche fließen; darin werden sie auf immer ewig weilen. Das ist der
großartige Erfolg. 101 Und unter den arabischen Beduinen in eurer Umgebung und auch unter den
Bewohnern von Medina gibt es Heuchler, die in der Heuchelei geübt sind. Du kennst sie nicht, aber
Wir kennen sie. Wir werden sie zweimal peinigen , dann werden sie einer gewaltigen Pein
zugeführt werden. 102 Andere bekennen ihre Sünden, sie vermischen eine gute mit einer anderen
schlechten Tat. Möge Gott sich ihnen gnädig zuwenden! Gott ist voller Vergebung und barmherzig.
103 Nimm von ihrem Vermögen ein Almosen, mit dem du sie rein machst und läuterst, und bitte um
Segen für sie. Dein Gebet ist für sie eine Beruhigung. Und Gott hört und weiß alles. 104 Wissen sie
denn nicht, dass es Gott ist, der die Umkehr von seinen Dienern annimmt und die Almosen nimmt,
und dass Gott der ist, der sich gnädig zuwendet, und der Barmherzige?
9:105 Und sprich: Handelt doch. Gott wird euer Tun sehen, und auch sein Gesandter und die Gläubigen.
Und ihr werdet zu dem, der über das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid weiß, zurückgebracht,
und Er wird euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet. 106 Andere werden zurückgestellt, bis der Befehl
Gottes eintrifft. Entweder peinigt Er sie, oder Er wendet sich ihnen gnädig zu. Und Gott weiß
Bescheid und ist weise. 107 (Es gibt auch) diejenigen, die sich eine (eigene) Moschee genommen
haben aus Schadenslust und Unglauben, zum Anstiften von Zwietracht zwischen den Gläubigen und
als Beobachtungsort für den, der zuvor gegen Gott und seinen Gesandten Krieg geführt hat. Sie
werden sicher schwören: »Wir haben nur das Beste gewollt. Aber Gott bezeugt, dass sie ja nur Lügner
sind. 108 Stell dich niemals in ihr zum Gebet hin. Eine Moschee, die vom ersten Tag an auf die
Gottesfurcht gegründet worden ist, hat eher darauf Anspruch, dass du dich in ihr hinstellst. In ihr sind
Männer, die es lieben, sich zu reinigen. Und Gott liebt die, die sich reinigen. 109 Ist der, der seinen
Bau auf die Furcht Gottes und sein Wohlgefallen gegründet hat, besser oder der, der seinen Bau auf
den Rand eines brüchigen Hanges gegründet hat, worauf er mit ihm ins Feuer der Hölle abstürzt? Und
Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht.
9:110 Ihr Bau, den sie gebaut haben, wird unablässig Zweifel in ihren Herzen hervorrufen, bis ihre
Herzen zerreißen. Und Gott weiß Bescheid und ist weise. 111 Gott hat von den Gläubigen ihre eigene
Person und ihr Vermögen dafür erkauft, dass ihnen das Paradies gehört, insofern sie auf dem Weg
Gottes kämpfen und so töten oder getötet werden. Das ist ein Ihm obliegendes Versprechen in
Wahrheit in der Tora und im Evangelium und im Koran. Und wer hält seine Abmachung treuer ein als
Gott? So seid froh über das Kaufgeschäft, das ihr abgeschlossen habt. Und das ist der großartige
Erfolg. 112 Diejenigen, die umkehren, (Gott) dienen, loben, umherziehen , sich verneigen, sich
niederwerfen, das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten, die Bestimmungen Gottes
einhalten... Und verkünde den Gläubigen eine Frohbotschaft. 113 Der Prophet und diejenigen, die
glauben, haben nicht für die Polytheisten um Vergebung zu bitten, auch wenn es Verwandte wären,
nachdem es ihnen deutlich geworden ist, dass sie Gefährten der Hölle sind. 114 Die Bitte Abrahams
um Vergebung für seinen Vater erfolgte nur aufgrund eines Versprechens, das er ihm gegeben hatte.
Als es ihm aber deutlich wurde, dass er ein Feind Gottes war, sagte er sich von ihm los . Abraham
war voller Trauer und langmütig.
9:115 Gott kann unmöglich Leute irreführen, nachdem Er sie recht geleitet hat, bis Er ihnen deutlich
macht, wovor sie sich hüten sollen. Gott weiß über alle Dinge Bescheid. 116 Gott gehört die
Königsherrschaft der Himmel und der Erde. Er macht lebendig und läßt sterben. Ihr habt außer Gott
weder Freund noch Helfer. 117 Gott hat sich dem Propheten, den Auswanderern und den Helfern
zugewandt, die ihm in der Stunde der Bedrängnis gefolgt sind, nachdem die Herzen einer Gruppe von
ihnen fast abgewichen wären. Ihnen hat Er sich dann zugewandt — Er hat Mitleid mit ihnen und ist
barmherzig —, 118 und auch den dreien , die zurückgelassen wurden, bis die Erde ihnen trotz ihrer
Weite eng wurde und ihre Seelen sich beengt fühlten und sie begriffen, dass es vor Gott keine andere
Zuflucht gibt als zu Ihm. Darauf wandte Er sich ihnen zu, damit sie umkehren. Gott ist der, der sich
zuwendet, der Barmherzige. 119 O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott und seid mit denen, die die
Wahrheit sagen.
9:120 Die Bewohner von Medina und die arabischen Beduinen in ihrer Umgebung dürfen nicht hinter
dem Gesandten Gottes zurückbleiben und sich selbst ihm vorziehen. Dies, weil sie weder auf dem
Weg Gottes Durst oder Mühsal oder Hunger erleiden noch einen Schritt unternehmen, der die
Ungläubigen in Groll versetzt, noch einem Feind etwas zufügen, ohne dass dadurch ein gutes Werk
für sie aufgezeichnet würde. Gott läßt den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen. 121 Und
sie geben keine Spende, ob klein oder groß, und sie überqueren kein Tal, ohne dass es für sie
aufgezeichnet würde, damit Gott ihnen das Beste vergelte von dem, was sie getan haben. 122 Die
Gläubigen dürfen nicht allesamt ausrücken. Möge doch von jeder Abteilung von ihnen eine Gruppe
ausrücken, so dass sie selbst sich in der Religion belehren lassen und ihre Leute, wenn sie zu ihnen
zurückkehren, warnen, auf dass sie auf der Hut seien . 123 O ihr, die ihr glaubt, kämpft gegen
diejenigen von den Ungläubigen, die in eurer Nähe sind. Sie sollen von eurer Seite Härte spüren. Und
wisst, dass Gott mit den Gottesfürchtigen ist. 124 Wenn eine Sure herabgesandt wird, dann gibt es
unter ihnen welche, die sagen: »Wen von euch hat denn diese (Sure) im Glauben bestärkt? Im
Glauben bestärkt hat diese wohl diejenigen, die glauben, und sie sind froh.
9:125 Aber diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, macht sie zu einem noch größeren Greuel, als sie es
schon sind. Und sie sterben als Ungläubige. 126 Sehen sie denn nicht, dass sie jedes Jahr einmal oder
zweimal der Versuchung ausgesetzt werden? Aber dann kehren sie nicht um, und sie bedenken es
nicht. 127 Und wenn eine Sure herabgesandt wird, schauen sie einander an: »Sieht euch jemand?«
dann entfernen sie sich. Möge Gott ihre Herzen (von der Rechtleitung) fernhalten, weil sie ja Leute
sind, die nicht begreifen! 128 Zu euch ist nun ein Gesandter aus eurer Mitte gekommen. Er leidet,
wenn ihr in Bedrängnis seid, er sorgt sich um euch, er »at Mitleid mit den Gläubigen und ist
barmherzig. 129 Wenn sie sich abkehren, dann sprich: Mir genügt Gott. Es gibt keinen Gott außer
Ihm. Auf Ihn vertraue ich. Und Er ist der Herr des majestätischen Thrones.



Sure: 10 Jonas (Yu,-nus) zu Mekka, 109 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
10:1 Alif Lám Rá . Dies sind die Zeichen des weisen Buches. 2 Scheint es denn den Menschen
verwunderlich, dass Wir einem Mann aus ihrer Mitte offenbart haben: »Warne die Menschen und
verkünde denen, die glauben, dass sie bei ihrem Herrn einen wahrhaftigen Vorrang haben« Die
Ungläubigen sagen: »Das ist nur eine offenkundige Zauberei. 3 Euer Herr ist Gott, der die Himmel
und die Erde in sechs Tagen erschuf und sich dann auf dem Thron zurechtsetzte, um die
Angelegenheit zu regeln. Es gibt keinen Fürsprecher außer nach seiner Erlaubnis. So ist Gott, euer
Herr. Dienet Ihm. Wollt ihr es denn nicht bedenken? 4 Zu Ihm kommt ihr alle zurück. Das ist das
Versprechen Gottes in Wahrheit. Er macht die Schöpfung am Anfang, und Er wiederholt sie, um
diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, in Gerechtigkeit zu entlohnen. Für die, die
ungläubig sind, sind ein Getränk aus heißem Wasser und eine schmerzhafte Pein bestimmt dafür, dass
sie ungläubig waren.
10:5 Er ist es, der die Sonne zur Leuchte und den Mond zum Licht gemacht und ihm Stationen
zugemessen hat, damit ihr die Zahl der Jahre und die Zeitrechnung wisst. Gott hat ja dies nur in
Wahrheit erschaffen. Er legt die Zeichen im einzelnen dar für Leute, die Bescheid wissen. 6 Im
Aufeinanderfolgen von Nacht und Tag und in dem, was Gott in den Himmeln und auf der Erde
erschaffen hat, sind gewiß Zeichen für Leute, die gottesfürchtig sind. 7 Diejenigen, die nicht erwarten,
Uns zu begegnen, die mit dem diesseitigen Leben zufrieden sind und sich darin wohl fühlen, und die
unsere Zeichen unbeachtet lassen, 8 diese haben das Feuer zur Heimstätte für das, was sie erworben
haben. 9 Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, leitet ihr Herr wegen ihres Glaubens recht.
Unter ihnen werden Bäche fließen in den Gärten der Wonne.
10:10 Ihr Rufen darin wird sein: »Preis sei Dir, unser Gott!« und ihre Begrüßung darin: »Friede!« Ihr
abschließender Ruf: »Lob sei Gott, dem Herrn der Welten!« 11 Würde Gott den Menschen das Böse
so beschleunigen, wie sie das Gute zu beschleunigen wünschen, wäre für sie die Frist erfüllt. Aber
Wir lassen diejenigen, die nicht erwarten, Uns zu begegnen, im Übermaß ihres Frevels umherirren.
12 Und wenn ein Schaden den Menschen trifft, ruft er (Uns) an auf der Seite (liegend), im Sitzen oder
Stehen. Wenn Wir ihm seinen Schaden behoben haben, geht er vorbei, als hätte er Uns nicht gegen
einen Schaden, der ihn getroffen hat, angerufen. So wird den Maßlosen verlockend gemacht, was sie
tun. 13 Wir haben viele Generationen vor euch verderben lassen, als sie Unrecht taten, da ihre
Gesandten mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kamen, und sie nicht glauben mochten. So vergelten
Wir Leuten, die Übeltäter sind. 14 Dann haben Wir euch nach ihnen zu Nachfolgern auf der Erde
eingesetzt, um zu sehen, wie ihr handeln würdet.
10:15 Wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die nicht
erwarten, Uns zu begegnen: »Bring einen anderen Koran als diesen, oder ändere ihn ab. Sprich: Es
steht mir nicht zu, ihn von mir aus abzuändern. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird. Ich
fürchte, wenn ich gegen meinen Herrn ungehorsam bin, die Pein eines gewaltigen Tages. 16 Sprich:
Wenn Gott wollte, würde ich ihn euch nicht verlesen und Er würde euch nicht davon Kenntnis geben.
Ich habe doch davor ein Leben lang unter euch verweilt. Habt ihr denn keinen Verstand? 17 Wer ist
denn ungerechter, als wer gegen Gott eine Lüge erdichtet oder seine Zeichen für Lüge erklärt? Den
Übeltätern wird es gewiß nicht wohl ergehen. 18 Sie verehren anstelle Gottes, was ihnen weder
schadet noch nützt, und sagen: »Das sind unsere Fürsprecher bei Gott. Sprich: »Wollt ihr denn Gott
etwas kundtun, was Er nicht kennt, weder in den Himmeln noch auf der Erde? Preis sei Ihm, und
erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen.« 19 Die Menschen waren nur eine einzige
Gemeinschaft. Dann wurden sie uneins. Und gäbe es nicht einen früher ergangenen Spruch von
deinem Herrn, so wäre zwischen ihnen entschieden über das, worüber sie uneins sind.
10:20 Und sie sagen: »Wenn doch auf ihn ein Zeichen von seinem Herrn herabgesandt würde! Sprich:
Das Unsichtbare gehört Gott. So wartet ab. Ich bin mit euch einer von denen, die abwarten. 21 Wenn
Wir die Menschen nach einer Drangsal, die sie traf, Barmherzigkeit kosten lassen, schmieden sie
gleich Ränke gegen unsere Zeichen. Sprich: Gott kann noch schneller Ränke schmieden. Unsere
Boten schreiben auf, was ihr an Ränken schmiedet. 22 Er ist es, der euch auf dem Festland und auf
dem Meer reisen läßt. Wenn ihr dann auf den Schiffen seid und diese mit ihnen bei einem guten Wind
dahinfahren und sie sich darüber freuen, dann kommt über sie ein stürmischer Wind, die Wellen
kommen über sie von überall her, und sie meinen, dass sie rings umschlossen werden. Da rufen sie
Gott an, wobei sie Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion sind: »Wenn Du uns hieraus rettest,
werden wir zu den Dankbaren zählen. 23 Aber wenn Er sie gerettet hat, fangen sie gleich an, zu
Unrecht gewalttätig auf der Erde zu handeln. O ihr Menschen, eure Gewalttätigkeit gereicht doch
euch selbst zum Schaden. (Es ist doch nur) Nutznießung des diesseitigen Lebens. Dann wird eure
Rückkehr zu Uns sein, da werden Wir euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet. 24 Mit dem diesseitigen
Leben ist es wie mit dem Wasser, das Wir vom Himmel herabkommen lassen, worauf die Pflanzen
der Erde, wie sie die Menschen und das Vieh verzehren, sich damit vermengen. Wenn dann die Erde
ihren Prunk angenommen und sich geschmückt hat und ihre Bewohner meinen, sie verfügen nun über
sie, kommt unser Befehl über sie in der Nacht oder am Tag, und Wir machen sie zum abgemähten
Land, als ob sie am Tag zuvor nicht in Blüte gestanden hätte. So legen Wir die Zeichen im einzelnen
dar für Leute, die nachdenken.
10:25 Gott ruft zur Wohnstätte des Friedens, und Er leitet, wen Er will, zu einem geraden Weg. 26
Diejenigen, die rechtschaffen sind, erhalten das Beste und noch mehr. Ihre Gesichter werden weder
Ruß noch Erniedrigung bedecken. Das sind die Gefährten des Paradieses; darin werden sie ewig
weilen. 27 Diejenigen, die die bösen Taten erwerben, erhalten zur Vergeltung für eine (jede) schlechte
Tat das ihr Entsprechende, und Erniedrigung wird schwer auf ihnen lasten — sie haben niemanden,
der sie vor Gott schützen könnte—,als wären ihre Gesichter von Fetzen einer finsteren Nacht bedeckt.
Das sind die Gefährten des Feuers; darin werden sie ewig weilen. 28 Und am Tag, da Wir sie alle
versammeln. Dann sprechen Wir zu denen, die Polytheisten waren: »Bleibt an eurem Platz stehen, ihr
und eure Teilhaber.« Wir scheiden sie dann voneinander. Ihre Teilhaber sagen: »Nicht uns habt ihr
verehrt. 29 Gott genügt als Zeuge zwischen uns und euch. Wir haben eure Verehrung unbeachtet
gelassen.«
10:30 Dort wird jede Seele erfahren, was sie früher getan hat. Und sie werden zu Gott, ihrem wahren
Herrscher, zurückgebracht, und entschwunden ist ihnen dann, was sie zu erdichten pflegten. 31
Sprich: »Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde, oder wer verfügt über Gehör und
Augenlicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten und bringt das Tote aus dem Lebendigen
hervor? Und wer regelt die Angelegenheit? Sie werden sagen: »Gott.« Sprich: »Wollt ihr denn nicht
gottesfürchtig sein? 32 Das ist eben Gott, euer wahrer Herr. Was gibt es denn jenseits der Wahrheit
als den Irrtum? Wie leicht laßt ihr euch doch abbringen!« 33 So ist der Spruch deines Herrn zu Recht
gegen die, die freveln, fällig geworden, nämlich dass sie nicht glauben. 34 Sprich: Gibt es unter euren
Teilhabern einen, der die Schöpfung am Anfang macht und sie dann wiederholt? Sprich: Gott macht
die Schöpfung am Anfang und wiederholt sie dann. Wie leicht laßt ihr euch doch abwenden!
10:35 Sprich: Gibt es unter euren Teilhabern einen, der zur Wahrheit rechtleitet? Sprich: Gott leitet zur
Wahrheit recht. Hat der, der zur Wahrheit rechtleitet, eher Anspruch auf Gefolgschaft, oder der, der
nur dann die Rechtleitung findet, wenn er selbst rechtgeleitet wird? Was ist mit euch? Wie urteilt ihr
denn? 36 Und die meisten von ihnen folgen ja nur einer Vermutung. Die Vermutung aber nützt in
bezug auf die Wahrheit nichts. Gott weiß, was sie tun. 37 Dieser Koran kann unmöglich ohne Gott
erdichtet werden. Er ist vielmehr die Bestätigung dessen, was vor ihm vorhanden war, und die ins
einzelne gehende Darlegung des Buches. Kein Zweifel an ihm ist möglich; er ist vom Herrn der
Welten. 38 Oder sagen sie: »Er hat ihn erdichtet« Sprich: Dann bringt eine Sure, die ihm gleich ist,
bei und ruft, wen ihr könnt, anstelle Gottes an, so ihr die Wahrheit sagt. 39 Nein, sie erklären für Lüge
das, wovon sie kein umfassendes Wissen haben, und bevor seine Deutung zu ihnen gekommen ist. So
haben es auch diejenigen, die vor ihnen lebten, für Lüge erklärt. So schau, wie das Ende derer war,
die Unrecht taten.
10:40 Und unter ihnen sind welche, die an ihn glauben, und unter ihnen sind welche, die an ihn nicht
glauben. Und dein Herr weiß besser über die Unheilstifter Bescheid. 41 Und wenn sie dich der Lüge
zeihen, dann sprich: Mir kommt mein Tun zu und euch euer Tun. Ihr seid unschuldig an dem, was ich
tue; und ich bin unschuldig an dem, was ihr tut. 42 Und unter ihnen sind welche, die dir zuhören. Bist
du es etwa, der die Tauben hören läßt, auch wenn sie keinen Verstand haben? 43 Und unter ihnen sind
welche, die zu dir hinschauen. Bist du es etwa, der die Blinden rechtleitet, auch wenn sie nicht sehen?
44 Gott tut den Menschen kein Unrecht. Vielmehr tun die Menschen sich selbst Unrecht.
10:45 Und am Tag, da Er sie versammelt, als hätten sie nur eine Stunde vom Tag verweilt, um einander
kennenzulernen. Den Verlust haben diejenigen, die die Begegnung mit Gott für Lüge erklärt haben
und der Rechtleitung nicht gefolgt sind. 46 Ob Wir dich einen Teil dessen, was Wir ihnen androhen,
sehen lassen oder dich abberufen, zu Uns wird ihre Rückkehr sein. Dann ist Gott Zeuge über das, was
sie tun. 47 Und jede Gemeinschaft hat einen Gesandten. Wenn ihr Gesandter zu ihnen kommt, wird
zwischen ihnen in Gerechtigkeit entschieden, und ihnen wird nicht Unrecht getan. 48 Und sie sagen:
»Wann wird diese Androhung eintreten, so ihr die Wahrheit sagt? 49 Sprich: Ich kann mir selbst
weder Nutzen noch Schaden bringen, außer was Gott will. Für jede Gemeinschaft ist eine Frist
festgesetzt. Und wenn ihre Frist kommt, können sie nicht einmal eine Stunde zurückbleiben oder
vorausgehen.
10:50 Sprich: Was meint ihr? Wenn seine Pein bei Nacht oder bei Tag über euch kommt, was werden die
Übeltäter davon zu beschleunigen wünschen? 51 Werdet ihr, wenn sie hereinbricht, dann daran
glauben? Wie? Erst jetzt ? Und dabei habt ihr sie doch zu beschleunigen gewünscht. 52 Dann wird zu
denen, die Unrecht getan haben, gesprochen: »Kostet die ewige Pein. Wird euch denn für etwas
anderes vergolten als für das, was ihr erworben habt? 53 Und sie erkundigen sich bei dir: »Ist es
wahr?« Sprich: Ja, bei meinem Herrn, es ist bestimmt wahr, und ihr könnt es nicht vereiteln. 54 Und
würde jeder, der Unrecht getan hat, das besitzen, was auf der Erde ist, er würde sich damit loskaufen.
Sie empfinden insgeheim Reue, wenn sie die Pein sehen. Und zwischen ihnen wird in Gerechtigkeit
entschieden, und ihnen wird nicht Unrecht getan.
10:55 Siehe, Gott gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Siehe, das Versprechen Gottes ist
wahr. Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid. 56 Er macht lebendig und läßt sterben. Und
zu Ihm werdet ihr zurückgebracht. 57 O ihr Menschen, zu euch ist nunmehr eine Ermahnung von
eurem Herrn gekommen und eine Heilung für euer Inneres, eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für
die Gläubigen. 58 Sprich: Über die Huld Gottes und über seine Barmherzigkeit, ja darüber sollen sie
sich freuen. Das ist besser als das, was sie zusammentragen. 59 Sprich: Was meint ihr? Das, was Gott
für euch an Lebensunterhalt herabgesandt hat und was ihr in Verbotenes und Erlaubtes eingeteilt habt,
— sprich: Hat Gott es euch erlaubt, oder erdichtet ihr etwas gegen Gott?
10:60 Was wird die Meinung derer, die gegen Gott Lügen erdichten, am Tag der Auferstehung sein? Gott
ist voller Huld gegen die Menschen. Aber die meisten von ihnen sind nicht dankbar. 61 Du befaßt
dich mit keiner Angelegenheit, und du verliest darüber keinen Koran, und ihr vollzieht keine
Handlung, ohne dass Wir Zeugen über euch sind, wenn ihr euch ausgiebig damit beschäftigt. Und es
entgeht deinem Herrn nicht das Gewicht eines Stäubchens, weder auf der Erde noch im Himmel. Und
es gibt nichts, was kleiner ist als dies oder größer, das nicht in einem deutlichen Buch stünde. 62
Siehe, die Freunde Gottes haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein, 63 sie, die
glauben und gottesfürchtig sind. 64 Ihnen gilt die frohe Botschaft im diesseitigen Leben und im
Jenseits. Unabänderlich sind die Worte Gottes. Das ist der großartige Erfolg.
10:65 Das, was sie sagen, soll dich nicht betrüben. Alle Macht gehört Gott. Er ist es, der alles hört und
weiß. 66 Siehe, Gott gehört, wer in den Himmeln und wer auf der Erde ist. Gewiß folgen diejenigen,
die anstelle Gottes Teilhaber anrufen, ja sie folgen nur Vermutungen, und sie stellen nur Schätzungen
an. 67 Er ist es, der euch die Nacht gemacht hat, damit ihr in ihr ruht, und den Tag, an dem man sehen
kann. Darin sind Zeichen für Leute, die hören. 68 Sie sagen: »Gott hat sich ein Kind genommen. Preis
sei Ihm! Er ist auf niemanden angewiesen. Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist.
Ihr habt dafür keine Ermächtigung. Wollt ihr denn über Gott sagen, was ihr nicht wisst? 69 Sprich:
Denen, die gegen Gott Lügen erdichten, wird es nicht wohl ergehen.
10:70 (Sie haben) auf der Erde eine Nutznießung, dann wird ihre Rückkehr zu Uns sein. Dann lassen Wir
sie die harte Pein kosten dafür, dass sie ungläubig waren. 71 Und verlies ihnen den Bericht über
Noach, als er zu seinem Volk sagte: »O mein Volk, wenn ihr schwer ertragen könnt, dass ich mich
hinstelle und euch mit den Zeichen Gottes ermahne, so vertraue ich auf Gott. Einigt euch über eure
Angelegenheit, ihr und eure Teilhaber, und euer Entschluß soll für euch nicht unklar sein; dann führt
ihn an mir aus und gewährt mir keinen Aufschub. 72 Wenn ihr euch abkehrt, so habe ich von euch
keinen Lohn verlangt. Mein Lohn obliegt Gott allein. Und mir ist befohlen worden, einer der
Gottergebenen zu sein. 73 Sie ziehen ihn aber der Lüge. Da erretteten Wir ihn und diejenigen, die mit
ihm waren, im Schiff. Und Wir machten sie zu aufeinanderfolgenden Generationen und ließen die, die
unsere Zeichen für Lüge erklärten, ertrinken. So schau, wie das Ende derer wir, die gewarnt worden
sind. 74 Dann schickten Wir nach ihm Gesandte zu ihrem (jeweiligen) Volk; sie kamen mit den
deutlichen Zeichen zu ihnen. Aber sie vermochten nicht, an das zu glauben, was sie früher für Lüge
erklärt hatten. So versiegeln Wir die Herzen derer, die Übertretungen begehen.
10:75 Dann schickten Wir nach ihnen Mose und Aaron mit unseren Zeichen zu Pharao und seinen
Vornehmen. Sie verhielten sich hochmütig und waren Übeltäter. 76 Als nun die Wahrheit von Uns zu
ihnen kam, sagten sie: »Das ist ja eine offenkundige Zauberei. 77 Mose sagte: »Wie könnt ihr denn
(das) von der Wahrheit sagen, nachdem sie zu euch gekommen ist? Ist das etwa Zauberei? Den
Zauberern wird es nicht wohl ergehen.« 78 Sie sagten: »Bist du zu uns gekommen, um uns von dem
abzubringen, was wir bei unseren Vätern vorgefunden haben, und damit die Oberhoheit auf der Erde
euch zufalle? Wir werden euch gewiß nicht glauben.« 79 Und der Pharao sagte: »Bringt mir jeden
erfahrenen Zauberer.«
10:80 Als die Zauberer kamen, sagte Mose zu ihnen: »Werft, was ihr werfen wollt.« 81 Als sie geworfen
hatten, sagte Mose: »Was ihr vorgebracht habt, ist Zauberei. Gott wird sie zunichte machen. Gott läßt
das Tun der Unheilstifter nicht als gut gelten. 82 Und Gott bestätigt die Wahrheit mit seinen Worten,
auch wenn es den Übeltätern zuwider ist.« 83 Und dem Mose glaubten nur junge Leute aus seinem
Volk, dabei hatten sie Angst vor dem Pharao und ihren Vornehmen , dass er sie der Versuchung
aussetzen würde. Der Pharao hatte ja hohe Gewalt im Land und war einer der Maßlosen. 84 Und
Mose sagte: »O mein Volk, wenn ihr an Gott glaubt, dann vertraut auf Ihn, so ihr gottergeben seid.«
10:85 Sie sagten: Auf Gott vertrauen wir. Unser Herr, mach uns nicht zu einer Versuchung für die
Leute, die Unrecht tun, 86 und errette uns in deiner Barmherzigkeit von den ungläubigen Leuten. 87
Und Wir offenbarten dem Mose und seinem Bruder: »Weiset eurem Volk in Ägypten Häuser zu und
macht, dass eure Häuser einander gegenüberstehen, und verrichtet das Gebet. Und verkünde den
Gläubigen eine frohe Botschaft.« 88 Und Mose sagte: »Unser Herr, du hast Pharao und seinen
Vornehmen im diesseitigen Leben Pracht und Vermögen zukommen lassen, unser Herr, damit sie (die
Leute) von deinem Weg abirren lassen. Unser Herr, wisch ihr Vermögen aus und schnüre ihre Herzen
fest, so dass sie nicht glauben, bis sie die schmerzhafte Pein sehen«. 89 Er sprach: »Eure Bitte ist
erhört. So verhaltet euch recht und folgt nicht dem Weg derer, die nicht Bescheid wissen.«
10:90 Und Wir ließen die Kinder Israels das Meer überqueren. Da verfolgten sie der Pharao und seine
Truppen in Auflehnung und Übertretung. Als er am Ertrinken war, sagte er: »Ich glaube, dass es
keinen Gott gibt außer dem, an den die Kinder Israels glauben. Und ich gehöre nun zu den
Gottergebenen.« 91 Wie? Erst jetzt, wo du zuvor ungehorsam warst und zu den Unheilstiftern
gehörtest? 92 Heute wollen Wir dich mit deinem Leib erretten, damit du für die, die nach dir
kommen, ein Zeichen seist. Und viele von den Menschen lassen unsere Zeichen unbeachtet. 93 Und
Wir haben den Kindern Israels einen wahrhaftigen Aufenthaltsort zugewiesen und ihnen von den
köstlichen Dingen beschert. Sie sind aber erst uneins geworden, nachdem das Wissen zu ihnen
gekommen war. Dein Herr wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen über das entscheiden,
worüber sie uneins waren. 94 Wenn du über das, was Wir zu dir hinabgesandt haben, im Zweifel bist,
dann frag diejenigen, die (bereits) vor dir das Buch lesen. Wahrlich, zu dir ist die Wahrheit von
deinem Herrn gekommen, so sei nicht einer von den Zweiflern,
10:95 und sei nicht einer von denen, die die Zeichen Gottes für Lüge erklärt haben, sonst wirst du zu den
Verlierern gehören. 96 Diejenigen, gegen die der Spruch deines Herrn fällig geworden ist, glauben
nicht, 97 auch wenn jedes Zeichen zu ihnen käme, bis sie die schmerzhafte Pein sehen. 98 Wenn doch
(irgend) eine Stadt geglaubt hätte, so dass ihr Glaube ihr genützt hätte! (Keine tat es), außer dem Volk
des Jonas. Als diese geglaubt haben, haben Wir die Pein der Schande im diesseitigen Leben von ihnen
aufgehoben und ihnen eine Nutznießung für eine Weile gewährt. 99 Wenn dein Herr wollte, würden
die, die auf der Erde sind, alle zusammen gläubig werden. Bist du es etwa, der die Menschen zwingen
kann, gläubig zu werden?
10:100 Niemand kann glauben, es sei denn mit der Erlaubnis Gottes. Und Er legt Greuel auf diejenigen,
die keinen Verstand haben. 101 Sprich: Schaut, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Aber die
Zeichen und die Warnungen nützen den Leuten, die nicht glauben, nicht. 102 Erwarten sie denn etwas
anderes, als was den Tagen derer gleicht, die vor ihnen dahingegangen sind? Sprich: Wartet nur ab,
ich bin mit euch einer von denen, die abwarten. 103 Dann erretten Wir unsere Gesandten und die, die
glauben. Ebenso — es ist eine Uns obliegende Pflicht — erretten Wir die Gläubigen. 104 Sprich: O
ihr Menschen, wenn ihr über meine Religion im Zweifel seid, so diene ich nicht denen, denen ihr
anstelle Gottes dient, sondern ich diene Gott, der euch abberuft. Und mir wurde befohlen, einer der
Gläubigen zu sein.
10:105 Und: Richte dein Gesicht auf die Religion als Anhänger des reinen Glaubens, und sei nicht einer
der Polytheisten. 106 Und rufe nicht anstelle Gottes an, was dir weder nützt noch schadet. Wenn du es
tust, dann gehörst du zu denen, die Unrecht tun. 107 Wenn Gott dich mit einem Schaden trifft, dann
kann niemand ihn beheben, außer Ihm. Und wenn Er für dich etwas Gutes will, dann kann niemand
seine Huld zurückweisen. Er trifft damit, wen von seinen Dienern Er will. Und Er ist voller
Vergebung und barmherzig. 108 Sprich: O ihr Menschen, zu euch ist die Wahrheit von eurem Herrn
gekommen. Wer der Rechtleitung folgt, folgt ihr zu seinem eigenen Vorteil. Und wer irregeht, geht
irre zu seinem eigenen Schaden. Und ich bin nicht euer Sachwalter. 109 Und folge dem, was dir
offenbart wird, und sei geduldig, bis Gott sein Urteil fällt. Er ist der Beste derer, die Urteile fällen.


Sure 11: Hu,-d zu Mekka, 123 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
11:1 Alif Lám Ra. (Dies ist) ein Buch, dessen Zeichen eindeutig festgefügt und dann im einzelnen
dargelegt sind von einem Weisen und Kundigen:
11:2 »Ihr sollt Gott allein dienen« ich bin euch von Ihm her ein Warner und Freudenbote,
11:3 und: »Bittet euren Herrn um Vergebung, dann wendet euch Ihm zu, so wird Er euch eine schöne
Nutznießung auf eine bestimmte Frist geben, und Er wird jedem, der ein Verdienst (erworben) hat,
sein Verdienst zukommen lassen. Wenn ihr euch abkehrt, so fürchte ich für euch die Pein eines
schweren Tages. 4 Zu Gott wird eure Rückkehr sein, und Er hat Macht zu allen Dingen.
11:5 Aber siehe, sie falten ihre Brust zusammen, um sich vor Ihm zu verstecken. Siehe, wenn sie sich
(auch) mit ihren Gewändern überdecken, Er weiß doch, was sie geheimhalten und was sie offenlegen.
Er weiß über das innere Geheimnis Bescheid.
11:6 Und es gibt kein Tier auf der Erde, ohne dass Gott für seinen Unterhalt sorgen und seinen
Aufenthaltsort und seinen Aufbewahrungsort kennen würde. Alles steht in einem deutlichen Buch.
11:7 Er ist es, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschaffen hat, während sein Thron auf dem
Wasser war, um euch zu prüfen (und festzustellen), wer von euch am besten handelt. Und wenn du
sagst: »Ihr werdet nach dem Tod auferweckt werden« sagen diejenigen, die ungläubig sind, bestimmt:
»Das ist ja offenkundige Zauberei.
11:8 Und wenn Wir ihnen die Pein für eine bestimmte Weile zurückstellen, sagen sie wohl: Was hält sie
zurück? Siehe, am Tag, da sie über sie kommt, kann sie nicht von ihnen abgewehrt werden, und es
wird sie das umschließen, worüber sie spotteten.
11:9 Und wenn Wir den Menschen von uns her Barmherzigkeit kosten lassen und sie ihm dann
wegnehmen, ist er sehr verzweifelt und undankbar.
11:10 Und wenn Wir ihn nach einem Leid, das ihn erfaßt hat, Angenehmes kosten lassen, sagt er gewiß:
»Das Übel ist von mir gewichen. Und er ist froh und prahlerisch,
11:11 mit Ausnahme derer, die geduldig sind und die guten Werke tun; für sie ist Vergebung und ein
großer Lohn bestimmt.
11:12 Vielleicht möchtest du einen Teil von dem, was dir offenbart wird, auslassen und fühlst dadurch
deine Brust beklommen, und dies, weil sie sagen: »Wäre doch ein Schatz auf ihn herabgesandt
worden oder ein Engel mit ihm gekommen! Du aber bist nur ein Warner. Und Gott ist Sachwalter
über alle Dinge.
11:13 Oder sagen sie: »Er hat ihn erdichtet.« Sprich: »Dann bringt zehn Suren bei, die ihm gleich wären
und die erdichtet sind, und ruft an, wen ihr könnt, anstelle Gottes, so ihr die Wahrheit sagt.«
11:14 Wenn sie euch nicht erhören , dann wisst, dass es mit Gottes Wissen herabgesandt worden ist und
dass es keinen Gott gibt außer ihm. Werdet ihr nun Gottergebene sein?
11:15 Denen, die das diesseitige Leben und seinen Schmuck begehren, erstatten Wir in ihm ihre Taten
voll, und ihnen wird in ihm nichts abgezogen.
11:16 Das sind die, für die im Jenseits nichts bestimmt ist als das Feuer. Wertlos ist, was sie in ihm (im
diesseitigen Leben) vollbracht haben, und nichtig ist, was sie zu tun pflegten.
11:17 Ist denn der, der von seinem Herrn einen deutlichen Beweis hat, auf den auch ein Zeuge von Ihm
folgt und dem das Buch des Mose vorausging als Vorbild und Barmherzigkeit ... (den anderen
gleich)? Diese glauben daran. Wer aber von den Parteien ihn verleugnet, dessen Verabredungsort ist
das Feuer. So sei nicht über ihn im Zweifel, er ist die Wahrheit von deinem Herrn. Aber die meisten
Menschen glauben nicht.
11:18 Und wer ist ungerechter als der, der gegen Gott eine Lüge erdichtet? Jene werden ihrem Herrn
vorgeführt, und die Zeugen werden sagen: »Das sind die, die gegen ihren Herrn gelogen haben. Möge
der Fluch Gottes über die kommen, die Unrecht tun,
11:19 die vom Weg Gottes abweisen und sich ihn krumm wünschen, und die ja das Jenseits verleugnen!
11:20 Jene konnten (Gottes Willen) auf der Erde nicht vereiteln, und sie haben außer Gott keine Freunde.
Die Pein wird ihnen verdoppelt. Sie vermochten nicht zu hören, und sie konnten nicht sehen.
11:21 Das sind die, die sich selbst verloren haben, und es ist ihnen entschwunden, was sie erdichteten.
11:22 Zweifellos sind sie im Jenseits die größten Verlierer.
11:23 Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun und sich vor ihrem Herrn demütigen, das sind die
Gefährten des Paradieses; darin werden sie ewig weilen.
11:24 Es ist mit den beiden Gruppen wie mit dem Blinden und dem Tauben und dem, der sehen, und
dem, der hören kann. Sind die beiden etwa einander gleichzusetzen? Wollt ihr es nicht bedenken?
11:25 Und Wir sandten Noach zu seinem Volk: »Ich bin euch ein deutlicher Warner:
11:26 Ihr sollt Gott allein dienen. Ich fürchte für euch die Pein eines schmerzvollen Tages.
11:27 Die Vornehmen aus seinem Volk, die ungläubig waren, sagten: »Wir sehen, dass du nur ein
Mensch bist wie wir. Und wir sehen, dass nur die dir folgen, die unsere Niedrigsten sind, und zwar
ohne reifliche Überlegung. Und wir sehen bei euch keinen Vorzug über uns. Vielmehr meinen wir,
dass ihr lügt.«
11:28 Er sagte: »O mein Volk, was meint ihr? Wenn ich einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe
und Er mir eine Barmherzigkeit von sich hat zukommen lassen, die eurem Blick entzogen wurde,
könnten wir sie euch da aufzwingen, wo sie euch zuwider ist?
11:29 Und, o mein Volk, ich verlange von euch dafür kein Geld. Mein Lohn obliegt Gott allein. Und ich
werde nicht diejenigen, die glauben, verstoßen; sie werden ihrem Herrn begegnen. Aber ich sehe, dass
ihr Leute seid, die töricht sind.
11:30 Und, o mein Volk, wer wird mir denn vor Gott Unterstützung gewähren, wenn ich sie verstoßen
sollte? Wollt ihr es nicht bedenken?
11:31 Und ich sage euch nicht, ich hätte die Vorratskammern Gottes, und ich kenne auch nicht das
Unsichtbare. Und ich sage nicht, ich sei ein Engel. Und ich sage nicht (von denen), die eure Augen
verachten, Gott werde ihnen niemals etwas Gutes zukommen lassen — Gott weiß besser, was in
ihrem Inneren ist —, sonst würde ich zu denen gehören, die Unrecht tun.«
11:32 Sie sagten: »O Noach, du hast mit uns gestritten und den Streit mit uns lange geführt. So bring uns
doch her, was du uns androhst, so du zu denen gehörst, die die Wahrheit sagen.«
11:33 Er sagte: »Bringen wird es euch Gott, wenn Er will, und ihr könnt es nicht vereiteln.
11:34 Und nicht nützt euch mein Rat, so ich euch raten will, wenn Gott euch abirren lassen will. Er ist
euer Herr, und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht.«
11:35 Oder sagen sie wohl: »Er hat ihn erdichtet.« Sprich: »Wenn ich ihn erdichtet habe, so lastet meine
Übeltat auf mir, und ich bin unschuldig an dem, was ihr verübt.«
11:36 Und dem Noach wurde offenbart: »Niemand aus deinem Volk wird glauben außer denen, die
bereits geglaubt haben. So fühle dich nicht elend wegen dessen, was sie taten.
11:37 Und verfertige das Schiff vor unseren Augen und nach unserer Offenbarung. Und sprich Mich nicht
an zugunsten derer, die Unrecht getan haben. Sie werden sicher ertränkt werden.
11:38 Er ging daran, das Schiff zu verfertigen. Und sooft Vornehme aus seinem Volk an ihm
vorbeikamen, verhöhnten sie ihn. Er sagte: »Wenn ihr uns jetzt verhöhnt, werden auch wir euch
verhöhnen, so wie ihr (uns jetzt) verhöhnt.
11:39 Und ihr werdet zu wissen bekommen, über wen eine Pein kommen wird, die ihn zuschanden macht,
und (über wen) eine beständige Pein hereinbricht.«
11:40 Als nun unser Befehl kam und der Ofen brodelte , sprachen Wir: Lade darin ein Paar von jeder Art
und deine Angehörigen außer dem, gegen den der Spruch vorher erging, und diejenigen, die glauben.
Mit ihm glaubten aber nur wenige.
11:41 Und er sagte: »Steigt hinein Im Namen Gottes erfolge seine Fahrt und seine Landung. Mein Herr
ist voller Vergebung und barmherzig.«
11:42 Es fuhr mit ihnen dahin auf Wogen wie Berge. Noach rief seinem Sohn zu, der abseits stand: »O
mein Sohn, steig ein mit uns und sei nicht mit den Ungläubigen.«
11:43 Er sagte:» Ich werde Unterkunft finden auf einem Berg, der mich vor dem Wasser schützt.« Er
sagte: »Es gibt heute niemanden, der vor dem Befehl Gottes schützen könnte, außer für den, dessen Er
sich erbarmt.« Die Woge trennte sie beide, und so war er einer von denen, die ertränkt wurden.
11:44 Und es wurde gesprochen: »O Erde, verschlinge dein Wasser. O Himmel, halt ein.« Das Wasser
nahm ab, und die Angelegenheit war entschieden. Es hielt auf dem Djudi an. Und es wurde
gesprochen: »Weg mit den Leuten, die Unrecht tun!«
11:45 Und Noach rief seinen Herrn an und sagte: »Mein Herr, mein Sohn gehört zu meinen Angehörigen,
und dein Versprechen ist die Wahrheit, und du bist der Weiseste derer, die Urteile fällen.«
11:46 Er sprach: »O Noach, er gehört nicht zu deinen Angehörigen. Es ist eine Tat, die nicht gut ist. So
bitte Mich nicht um etwas, wovon du kein Wissen hast. Ich ermahne dich, nicht einer der Törichten
zu sein.«
11:47 Er sagte: »O mein Herr, ich suche Zuflucht bei Dir davor, dass ich Dich um etwas bitte, wovon ich
kein Wissen habe. Wenn Du mir nicht vergibst und dich meiner (nicht) erbarmst, werde ich zu den
Verlierern gehören.«
11:48 Es wurde gesprochen: »O Noach, steig hinunter in unserem Frieden und mit unseren Segnungen
über dich und über Gemeinschaften von denen, die mit dir sind. Es gibt Gemeinschaften, denen Wir
eine Nutznießung geben werden, dann wird sie eine schmerzhafte Pein von Uns erfassen.«
11:49 Dies gehört zu den Berichten über das Unsichtbare, die Wir dir offenbaren. Du wußtest sie vorher
nicht, weder du noch dein Volk. Sei nun geduldig. Das Ende gehört den Gottesfürchtigen.
11:50 Und (Wir sandten) zu Ad ihren Bruder Hud. Er sagte: »O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen
Gott außer Ihm. Ihr erdichtet ja nur Lügen.
11:51 O mein Volk, ich verlange von euch keinen Lohn. Mein Lohn obliegt dem, der mich geschaffen
hat. Habt ihr denn keinen Verstand?
11:52 Und, o mein Volk, bittet euren Herrn um Vergebung, dann wendet euch Ihm zu, so wird Er den
Himmel über euch ergiebig regnen lassen und euch zu eurer Kraft noch mehr Kraft hinzu verleihen.
Und kehrt euch nicht als Übeltäter ab.
11:53 Sie sagten: O Hud, du hast uns keinen deutlichen Beweis gebracht. Wir werden nicht unsere Götter
auf dein Wort hin verlassen, und wir werden dir nicht glauben.
11:54 Wir können nur sagen, dass einer unserer Götter dir etwas Böses zugefügt hat. Er sagte: Ich nehme
Gott zum Zeugen, und auch ihr sollt bezeugen, dass ich unschuldig bin an dem, was ihr (Ihm)
beigesellt
11:55 (und) neben Ihn (stellt). Geht gegen mich allesamt mit eurer List vor und gewährt mir keinen
Aufschub.
11:56 Ich vertraue auf Gott, meinen Herrn und euren Herrn. Es gibt kein Tier, das Er nicht an seinem
Schopf halten würde. Mein Herr befindet sich auf einem geraden Weg.
11:57 Wenn ihr euch abkehrt, so habe ich euch das ausgerichtet, womit ich zu euch gesandt worden bin.
Mein Herr wird ein anderes Volk nach euch folgen lassen, und ihr könnt Ihm nichts schaden. Mein
Herr ist Hüter über alle Dinge.
11:58 Als nun unser Befehl eintraf, erretteten Wir Hud und diejenigen, die mit ihm glaubten, aus
Barmherzigkeit von Uns, und Wir erretteten sie vor einer schweren Pein.
11:59 Das waren die ‘Ad. Sie leugneten die Zeichen ihres Herrn und waren gegen seine Gesandten
ungehorsam und folgten dem Befehl eines jeden widerspenstigen Gewaltherrschers.
11:60 Aber der Fluch verfolgte sie im Diesseits und (so auch) am Tag der Auferstehung. Die Ad waren
undankbar gegen ihren Herrn. Ja, weg mit Ad, dem Volk von Hud!
11:61 Und (Wir sandten) zu Thamud ihren Bruder Sálih. Er sagte: »O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt
keinen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde entstehen lassen und sie euch zu bebauen und zu
bestellen gegeben. So bittet Ihn um Vergebung, dann wendet euch Ihm zu. Mein Herr ist nahe und
bereit zu erhören.
11:62 Sie sagten: O Salih, du warst vorher in unserer Mitte einer, auf den man Hoffnung setzte. Willst du
uns denn verbieten, zu verehren, was unsere Väter immer verehrt haben? Wir hegen über das, wozu
du uns aufrufst, einen starken Zweifel.«
11:63 Er sagte: »O mein Volk, was meint ihr? Wenn ich einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe
und Er mir eine Barmherzigkeit von sich hat zukommen lassen, wer wird mir vor Gott Unterstützung
gewähren, wenn ich gegen Ihn ungehorsam bin? Ihr bringt mir nur noch einen größeren Verlust.
11:64 Und, o mein Volk, dies ist die Kamelstute Gottes, euch zum Zeichen. Laßt sie auf Gottes Erde
weiden und rührt sie nicht mit etwas Bösem an. Sonst ergreift euch eine baldige Pein.
11:65 Sie schnitten ihr die Flechsen durch und stachen sie. Da sagte er: »Genießt (euer Leben) in eurer
Wohnstätte noch drei Tage lang. Dies ist eine Androhung, die nicht erlogen ist.
11:66 Als nun unser Befehl eintraf, erretteten Wir Sálih und diejenigen, die mit ihm glaubten, aus
Barmherzigkeit von Uns, auch vor der Schande jenes Tages. Dein Herr ist ja der Starke, der
Mächtige.
11:67 Da ergriff diejenigen, die Unrecht taten, der Schrei, und am Morgen lagen sie in ihren Wohnstätten
auf ihren Gesichtern,
11:68 als hätten sie nicht lange darin gewohnt. Die Thamud waren undankbar gegen ihren Herrn. Ja, weg
mit Thamud!
11:69 Unsere Boten kamen zu Abraham mit der frohen Botschaft. Sie sagten: »Frieden! Er sagte:
Frieden! Es dauerte nicht lange, da brachte er ein geschmortes Kalb herbei.
11:70 Und als er sah, dass ihre Hände nicht hinlangten, fand er es von ihnen befremdlich, und er empfand
Angst vor ihnen. Sie sagten: »Hab keine Angst. Wir sind zu dem Volk von Lot gesandt.«
11:71 Seine Frau stand da. Da lachte sie. Da verkündeten Wir ihr Isaak, und nach Isaak Jakob.
11:72 Sie sagte: »O wehe mir, soll ich noch gebären, wo ich doch alt bin und dieser da mein Mann ist, ein
Greis? Das ist doch eine verwunderliche Sache.«
11:73 Sie sagten: »Bist du verwundert über den Befehl Gottes? Die Barmherzigkeit Gottes und seine
Segnungen kommen auf euch, ihr Leute des Hauses ! Er ist des Lobes und der Ehre würdig.«
11:74 Als der Schrecken von Abraham gewichen und die frohe Botschaft zu ihm gekommen war, begann
er mit Uns über das Volk von Lot zu streiten.
11:75 Abraham war ja langmütig, voller Trauer und bereit, sich Gott reumütig zuzuwenden.
11:76 O Abraham, laß davon ab. Der Befehl deines Herrn ist eingetroffen. Über sie kommt eine Pein, die
unabwendbar ist.
11:77 Und als unsere Boten zu Lot kamen, geriet er ihretwegen in eine böse Lage und wußte daraus
keinen Ausweg. Er sagte: »Das ist ein drangsalvoller Tag.«
11:78 Seine Leute kamen zu ihm geeilt. Zuvor pflegten sie Missetaten zu verüben. Er sagte: »O mein
Volk, da sind meine Töchter, sie sind reiner für euch. So fürchtet Gott und bringt nicht Schande über
mich in Zusammenhang mit meinen Gästen. Gibt es denn unter euch keinen vernünftigen Mann?«
11:79 Sie sagten: »Du weißt genau, dass wir kein Recht auf deine Töchter haben, und du weißt wohl, was
wir wollen.«
11:80 Er sagte: »Hätte ich doch Kraft genug, um euch zu widerstehen, oder könnte ich nur auf einem
starken Stützpunkt Unterkunft finden!«
11:81 Sie sagten: »O Lot, wir sind die Boten deines Herrn. Sie werden nicht zu dir gelangen. So zieh mit
deinen Angehörigen in einem Teil der Nacht fort, und keiner von euch soll sich umdrehen.
Ausgenommen deine Frau; treffen wird sie das, was ihnen zustoßen wird. Ihre Verabredungszeit ist
der Morgen. Ist nicht der Morgen schon nahe?«
11:82 Als nun unser Befehl eintraf, kehrten Wir in ihrer Stadt das Oberste zuunterst und ließen auf sie
Backsteine aus übereinandergeschichtetem Ton regnen,
11:83 bei deinem Herrn gekennzeichnete (Steine). Und sie liegt denen, die Unrecht tun, gewiß nicht
fern .
11:84 Und (Wir sandten) zu Madyan ihren Bruder Shu‘ayb. Er sagte: »O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt
keinen Gott außer Ihm. Laßt an Maß und Gewicht nichts fehlen. Ich sehe, es geht euch gut. Ich
fürchte aber für euch die Pein eines umgreifenden Tages.
11:85 Und, o mein Volk, gebt volles Maß und Gewicht nach Gerechtigkeit und zieht den Menschen
nichts ab, was ihnen gehört, und stiftet nicht Unheil auf der Erde.
11:86 Was bei Gott bleibt, ist besser für euch, so ihr gläubig seid. Und ich bin nicht Hüter über euch.«
11:87 Sie sagten: »O Shu‘ayb, befehlen dir denn deine Gebete, dass wir das verlassen, was unsere Väter
verehrt haben, oder davon abstehen, mit unserem Vermögen zu tun, was wir wollen? Du bist ja wohl
der Langmütige, der Vernünftige!«
11:88 Er sagte: »O mein Volk, was meint ihr, wenn ich einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe
und Er mir einen schönen Lebensunterhalt beschert hat? Ich will auch nicht (einfach) euch
widersprechen im Hinblick auf das, was ich euch verbiete. Ich will nur Ordnung schaffen, soweit ich
es vermag. Durch Gott allein wird mir das Gelingen beschieden. Auf Ihn vertraue ich, und Ihm wende
ich mich reumütig zu.
11:89 Und, o mein Volk, mein Zerwürfnis (mit euch) soll euch nicht dazu führen, dass euch das trifft, was
früher das Volk von Noach oder das Volk von Hud oder das Volk von Salih getroffen hat. Und das
Volk von Lot liegt nicht fernab von euch.
11:90 Und bittet euren Herrn um Vergebung und dann wendet euch Ihm zu. Mein Herr ist barmherzig
und liebevoll.«
11:91 Sie sagten: »O Shu‘ayb, wir begreifen nicht viel von dem, was du sagst. Und wir sehen, dass du in
unserer Mitte schwach bist. Wenn dein Anhang nicht wäre, hätten wir dich gesteinigt. Vor dir haben
wir ja keinen Respekt.«
11:92 Er sagte: »O mein Volk, habt ihr vor meinem Anhang eher Respekt als vor Gott, und habt ihr Ihn
hinter eurem Rücken zurückgelassen? Mein Herr umfaßt, was ihr tut.
11:93 Und, o mein Volk, handelt nach eurem Standpunkt, ich werde auch so handeln. Ihr werdet zu
wissen bekommen, über wen eine Pein kommen wird, die ihn zuschanden macht, und wer ein Lügner
ist. Und wartet ab, ich warte mit euch ab.«
11:94 Als nun unser Befehl eintraf, erretteten Wir Shu‘ayb und diejenigen, die mit ihm glaubten, aus
Barmherzigkeit von Uns. Da ergriff diejenigen, die Unrecht taten, der Schrei, und am Morgen lagen
sie in ihren Wohnstätten auf ihren Gesichtern,
11:95 als hätten sie nicht lange darin gewohnt. Ja, weg mit Madyan, wie auch die Thamud weggerafft
wurden!
11:96 Und Wir sandten Mose mit unseren Zeichen und einer offenkundigen Ermächtigung
11:97 zu Pharao und seinen Vornehmen. Diese folgten dem Befehl des Pharao; der Befehl des Pharao war
aber nicht richtig.
11:98 Er wird seinem Volk am Tag der Auferstehung vorangehen. Er führt sie wie zur Tränke ins Feuer
hinab — welch schlimme Tränke, zu der sie hinabgeführt werden!
11:99 Und der Fluch verfolgte sie im Diesseits und (so auch) am Tag der Auferstehung — welch
schlimmes Geschenk, das ihnen geschenkt wird!
11:100 Dies gehört zu den Berichten über die Städte; Wir erzählen es dir. Einige von ihnen stehen noch,
andere sind abgemäht.
11:101 Nicht Wir haben ihnen Unrecht getan, sondern sie haben sich selbst Unrecht getan. Ihre Götter,
die sie anstelle Gottes anrufen, haben ihnen nichts genützt, als der Befehl deines Herrn eintraf, und sie
brachten ihnen nur noch ein größeres Verderben.
11:102 So ist die Art deines Herrn heimzusuchen, wenn Er die Städte heimsucht, während sie Unrecht
tun. Seine Heimsuchung ist schmerzhaft und hart.
11:103 Darin ist ein Zeichen für den, der die Pein des Jenseits fürchtet. Das ist ein Tag, auf den die
Menschen versammelt werden. Das ist ein Tag, den sie alle erleben werden.
11:104 Und Wir stellen ihn nur für eine bestimmte Frist zurück.
11:105 Am Tag, da er eintrifft, wird niemand sprechen, außer mit seiner Erlaubnis. Einige von ihnen
werden dann unglücklich und andere selig sein.
11:106 Diejenigen, die unglücklich sind, werden dann im Feuer sein; darin werden sie seufzen und
schluchzen,
11:107 und sie werden darin ewig weilen, solange die Himmel und die Erde währen, außer was dein Herr
will. Dein Herr tut ja, was Er will.
11:108 Diejenigen, die selig sind, werden im Paradies sein; darin werden sie ewig weilen, solange die
Himmel und die Erde währen, außer was dein Herr will, als Gabe, die nicht verringert wird .
11:109 So sei nicht über das, was diese da verehren, im Zweifel. Sie verehren nur, wie ihre Väter zuvor
verehrt haben. Und Wir werden ihnen ihren Anteil unverkürzt erstatten.
11:110 Und Wir ließen dem Mose das Buch zukommen. Da wurden sie darüber uneins. Und gäbe es nicht
einen früher ergangenen Spruch von deinem Herrn, so wäre zwischen ihnen entschieden worden. Und
sie sind darüber in einem starken Zweifel.
11:111 Und allen wird dein Herr bestimmt ihre Taten voll vergelten. Er hat Kenntnis von dem, was sie
tun.
11:112 So verhalte dich recht, wie dir befohlen wurde, du und diejenigen, die mit dir umkehren, und zeigt
kein Übermaß an Frevel. Er sieht wohl, was ihr tut.
11:113 Und sucht nicht eine Stütze bei denen, die Unrecht tun, sonst erfaßt euch das Feuer. Dann werdet
ihr keine Freunde haben außer Gott, und dann werdet ihr keine Unterstützung erfahren.
11:114 Und verrichte das Gebet an beiden Enden des Tages und zu Nachtzeiten. Die guten Taten
vertreiben die Missetaten. Das ist eine Erinnerung für die, die (Gottes) gedenken.
11:115 Und sei geduldig. Gott läßt den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen.
11:116 Wenn es doch unter den Generationen vor euch einen tugendhaften Rest von Leuten gäbe, die
verbieten, auf der Erde Unheil zu stiften — abgesehen von einigen wenigen von ihnen, die Wir
gerettet haben! Diejenigen, die Unrecht taten, folgten dem ihnen verliehenen üppigen Leben und
wurden Übeltäter.
11:117 Und dein Herr hätte unmöglich Städte zu Unrecht dem Verderben preisgegeben, während ihre
Bewohner Besserung zeigten.
11:118 Und wenn dein Herr gewollt hätte, hätte Er die Menschen zu einer einzigen Gemeinschaft
gemacht. Aber sie sind immer noch uneins,
11:119 außer denen, derer sich dein Herrn erbarmt hat. Dazu hat Er sie erschaffen. Und so erfüllt sich der
Spruch deines Herrn: »Ich werde die Hölle mit den Djinn und den Menschen allen füllen.
11:120 Alles erzählen Wir dir von den Berichten über die Gesandten, um dein Herz damit zu festigen.
Darin ist die Wahrheit zu dir gekommen, und eine Ermahnung und Erinnerung für die Gläubigen.
11:121 Und sprich zu denen, die nicht glauben: Handelt nach eurem Standpunkt, wir werden (auch so)
handeln.
11:122 Und wartet ab, wir warten auch ab.
11:123 Und Gott gehört das Unsichtbare der Himmel und der Erde, und zu Ihm wird die ganze
Angelegenheit zurückgebracht. So diene Ihm und vertraue auf Ihn. Und dein Herr läßt nicht
unbeachtet, was ihr tut.


Sure: 12 Josef (Yu,-suf) zu Mekka, 111 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
12:1 Alif Lám Rá. Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches. 2 Wir haben es als einen arabischen
Koran hinabgesandt, auf dass ihr verständig werdet. 3 Wir erzählen dir die schönste Erzählung
dadurch, dass Wir dir diesen Koran offenbart haben. Du warst vordem einer von denen, die (davon)
keine Ahnung hatten. 4 Als Josef zu seinem Vater sagte: »O mein Vater, ich sah elf Sterne und die
Sonne und den Mond, ich sah sie vor mir niederfallen.
12:5 Er sagte: O mein Sohn, erzähle von deinem Traumgesicht nicht deinen Brüdern, sonst werden sie
eine List gegen dich ausführen. Der Satan ist den Menschen ein offenkundiger Feind. 6 Und so wird
dein Herr dich erwählen und dich etwas von der Deutung der Geschichten lehren und seine Gnade an
dir und an der Sippe Jakobs vollenden, wie Er sie vorher an seinen beiden Vätern Abraham und Isaak
vollendet hat. Dein Herr weiß Bescheid und ist weise. 7 Siehe, in Josef und seinen Brüdern sind
Zeichen für die, die (nach der Wahrheit) fragen. 8 Als sie sagten: »Josef und sein Bruder sind
unserem Vater bestimmt lieber als wir, obwohl wir eine (beachtliche) Gruppe sind. Unser Vater
befindet sich in einem offenkundigen Irrtum. 9 Tötet Josef oder werft ihn ins Land hinaus, so wird das
Gesicht eures Vaters nur noch auf euch schauen, und danach werdet ihr Leute sein, die rechtschaffen
sind.«
12:10 Ein Sprecher unter ihnen sagte: »Tötet Josef nicht, werft ihn (lieber) in die verborgene Tiefe der
Zisterne, dann wird ihn schon der eine oder andere Reisende aufnehmen, wenn ihr doch etwas tun
wollt.« 11 Sie sagten: »O unser Vater, warum vertraust du uns Josef nicht an? Wir werden ihm sicher
gut raten. 12 Schick ihn morgen mit uns, dass er sich frei bewege und spiele. Wir werden ihn sicher
behüten.« 13 Er sagte: »Es macht mich traurig, dass ihr ihn mitnehmen wollt. Und ich fürchte, dass
ihn der Wolf frißt, während ihr nicht auf ihn achtgebt.« 14 Sie sagten: »Sollte ihn der Wolf fressen,
wo wir doch eine (beachtliche) Gruppe sind, dann werden wir gewiß Verlust davon tragen.«
12:15 Als sie ihn mitnahmen und übereinkamen, ihn in die verborgene Tiefe der Zisterne
hinunterzulassen... — Und Wir offenbarten ihm: »Du wirst ihnen noch das, was sie hier getan haben,
kundtun, ohne dass sie es merken.« 16 Und am Abend kamen sie weinend zu ihrem Vater. 17 Sie
sagten: »O unser Vater, wir gingen, um einen Wettlauf zu machen, und ließen Josef bei unseren
Sachen zurück. Da fraß ihn der Wolf. Du glaubst uns wohl nicht, auch wenn wir die Wahrheit sagen.«
18 Sie trugen auf sein Hemd falsches Blut auf. Er sagte: »Nein, eure Seele hat euch etwas eingeredet.
(Es gilt) schöne Geduld (zu üben). Gott ist der, der um Hilfe gebeten wird gegen das, was ihr
beschreibt.« 19 Reisende kamen vorbei. Sie schickten ihren Wasserschöpfer, und er ließ seinen Eimer
hinunter. Er sagte: »O gute Nachricht! Da ist ein Junge.« Sie versteckten ihn als Ware. Und Gott
wußte wohl, was sie taten.
12:20 Und sie verkauften ihn für einen zu niedrigen Preis, einige gezählte Drachmen. Und sie übten
Verzicht in bezug auf ihn . 21 Und derjenige aus Ägypten, der ihn gekauft hatte, sagte zu seiner Frau:
»Bereite ihm eine freundliche Bleibe. Möge er uns Nutzen bringen, oder vielleicht nehmen wir ihn als
Kind an. Und Wir gaben dem Josef eine angesehene Stellung im Land. Und Wir wollten ihn die
Deutung der Geschichten lehren. Und Gott ist in seiner Angelegenheit überlegen. Aber die meisten
Menschen wissen nicht Bescheid. 22 Als er seine Vollkraft erreicht hatte, ließen Wir ihm Urteilskraft
und Wissen zukommen. So entlohnen Wir die Rechtschaffenen. 23 Und die, in deren Haus er war,
versuchte, ihn zu verführen. Sie schloß die Türen ab und sagte: »Komm her. Er sagte: Gott behüte!
Er, mein Besitzer, hat mir eine schöne Bleibe bereitet. Denen, die Unrecht tun, wird es nicht wohl
ergehen. 24 Sie hätte sich beinahe mit ihm eingelassen, und er hätte sich beinahe mit ihr eingelassen,
hätte er nicht den Beweis seines Herrn gesehen. Dies (geschah), damit Wir das Böse und das
Schändliche von ihm abwehrten. Er gehört ja zu unseren auserwählten Dienern.
12:25 Sie suchten beide als erster die Tür zu erreichen. Sie zerriß ihm von hinten das Hemd. Und sie
trafen auf ihren Herrn bei der Tür. Sie sagte: »Der Lohn dessen, der deiner Familie Böses antun
wollte, ist ja wohl das Gefängnis oder eine schmerzhafte Pein.« 26 Er sagte: »Sie war es, die versucht
hat, mich zu verführen. Und ein Zeuge aus ihrer Familie bezeugte: »Wenn sein Hemd vorn zerrissen
ist, hat sie die Wahrheit gesagt, und er ist einer von denen, die lügen. 27 Und wenn sein Hemd hinten
zerrissen ist, hat sie gelogen, und er ist einer von denen, die die Wahrheit sagen.« 28 Als er nun sah,
dass sein Hemd hinten zerrissen war, sagte er: »Das ist eine List von euch. Eure List ist gewaltig.
29 Josef, wende dich davon ab. Und (du), bitte um Vergebung für deine Schuld. Du gehörst ja zu
denen, die sich versündigt haben.«
12:30 Nun sagten Frauen in der Stadt: Die Gemahlin des Hochmögenden versucht, ihren Knecht zu
verführen. Er hat sie in leidenschaftliche Liebe versetzt. Wir sehen, sie befindet sich in einem
offenkundigen Irrtum. 31 Als sie von ihren Ränken hörte, schickte sie zu ihnen und bereitete ihnen
ein Gelage. Sie ließ einer jeden von ihnen ein Messer geben und sagte (zu Josef): Komm zu ihnen
heraus. Als sie ihn sahen, fanden sie ihn außerordentlich, und sie schnitten sich in die Hände und
sagten: »Gott bewahre! Das ist nicht ein Mensch. Das ist nur ein edler Engel.« 32 Sie sagte: »Das ist
der, dessentwegen ihr mich getadelt habt. Ich habe versucht, ihn zu verführen. Er aber hielt an seiner
Unschuld fest. Und wenn er nicht tut, was ich ihm befehle, wird er bestimmt ins Gefängnis geworfen
werden, und er wird zu denen gehören, die erniedrigt werden.« 33 Er sagte: »Mein Herr, mir ist das
Gefängnis lieber als das, wozu sie mich auffordern. Und wenn du ihre List von mir nicht abwehrst,
werde ich mich zu ihnen hingezogen fühlen und einer der Törichten sein.« 34 Sein Herr erhörte ihn
und wehrte ihre List von ihm ab. Er ist es, der alles hört und weiß.
12:35 Dann, nachdem sie die Zeichen gesehen hatten, schien es ihnen angebracht, ihn ein Zeitlang ins
Gefängnis zu werfen. 36 Mit ihm kamen zwei Knechte ins Gefängnis. Der eine von ihnen sagte: »Ich
sah mich Wein keltern.« Der andere sagte: »Ich sah mich auf dem Kopf Brot tragen, von dem die
Vögel fraßen. So tu uns kund, wie dies zu deuten ist. Wir sehen es, du gehörst zu den
Rechtschaffenen.« 37 Er sagte: »Es wird euch das Essen, mit dem ihr versorgt werdet, nicht gebracht,
ohne dass ich euch kundgetan habe, wie es zu deuten ist, bevor es euch gebracht wird. Das ist etwas
von dem, was mich mein Herr gelehrt hat. Verlassen habe ich die Glaubensrichtung von Leuten, die
nicht an Gott glauben und die das Jenseits verleugnen, 38 und ich bin der Glaubensrichtung meiner
Väter Abraham, Isaak und Jakob gefolgt. Wir dürfen Gott nichts beigesellen. Das ist etwas von der
Huld Gottes zu uns und zu den Menschen. Aber die meisten Menschen sind nicht dankbar. 39 O ihr
beiden Insassen des Gefängnisses! Sind verschiedene Herren besser, oder der eine Gott, der
bezwingende Macht besitzt?
12:40 Ihr dient außer Ihm nur Namen, die ihr genannt habt, ihr und eure Väter, für die aber Gott keine
Ermächtigung herabgesandt hat. Das Urteil gehört Gott allein. Er hat befohlen, dass ihr nur Ihm
dienen sollt. Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid. 41 O
ihr beiden Insassen des Gefängnisses! Der eine von euch wird seinem Herrn Wein zu trinken geben.
Der andere aber wird gekreuzigt, und die Vögel werden von seinem Kopf fressen. Entschieden ist die
Angelegenheit, über die ihr um Auskunft fragt.« 42 Und er sagte zu dem von ihnen, mit dessen
Rettung er rechnete: »Gedenke meiner bei deinem Herrn.« Aber der Satan ließ ihn vergessen, ihn bei
seinem Herrn zu erwähnen. So blieb er noch einige Jahre im Gefängnis. 43 Und der König sagte:
»Ich sah sieben fette Kühe, die von sieben mageren gefressen wurden, und sieben grüne Ähren und
(sieben) andere, die verdorrt waren. O ihr Vornehmen, gebt mir Auskunft über mein Traumgesicht, so
ihr das Traumgesicht auslegen könnt.« 44 Sie sagten: »Wirres Bündel von Träumen. Wir wissen über
die Deutung der Träume nicht Bescheid.«
12:45 Derjenige von ihnen, der gerettet wurde und sich nach einer Weile erinnerte, sagte: »Ich werde
euch seine Deutung kundtun. Schickt mich los. 46 Josef, du Wahrhaftiger, gib uns Auskunft über
sieben fette Kühe, die von sieben mageren gefressen werden, und von sieben grünen Ähren und
(sieben) anderen, die verdorrt sind. So mag ich zu den Menschen zurückkehren, auf dass sie Bescheid
wissen. 47 Er sagte: Ihr werdet sieben Jahre wie gewohnt säen. Was ihr aber erntet, das laßt in seinen
Ähren, bis auf einen geringen Teil von dem, was ihr verzehrt. 48 Danach werden dann sieben harte
(Jahre) kommen, die das verzehren werden, was ihr für sie vorher eingebracht habt, bis auf einen
geringen Teil von dem, was ihr aufbewahrt. 49 Danach wird dann ein Jahr kommen, in dem die
Menschen Regen haben und in dem sie keltern werden.
12:50 Der König sagte: »Bringt ihn zu mir.« Als der Bote zu ihm kam, sagte er: »Kehr zu deinem Herrn
zurück und frag ihn, wie es mit den Frauen steht, die sich in ihre Hände geschnitten haben. Mein Herr
weiß doch über ihre List Bescheid.« 51 Er sagte: »Was war da mit euch, als ihr versucht habt, Josef
zu verführen?« Sie sagten: »Gott bewahre! Wir wissen gegen ihn nichts Böses (anzugeben).« Die
Frau des Hochmögenden sagte: »Jetzt ist die Wahrheit offenbar geworden. Ich habe versucht, ihn zu
verführen. Und er gehört zu denen, die die Wahrheit sagen.« 52 (Josef sagte:) »Dies ist, damit er
weiß, dass ich ihn nicht in seiner Abwesenheit verraten habe und dass Gott die List der Verräter nicht
gelingen läßt. 53 Und ich erkläre mich nicht selbst für unschuldig. Die Seele gebietet ja mit
Nachdruck das Böse, es sei denn, mein Herr erbarmt sich. Mein Herr ist voller Vergebung und
barmherzig.« 54 Und der König sagte: »Bringt ihn zu mir. Ich will ihn ausschließlich für mich haben.
Als er mit ihm gesprochen hatte, sagte er: »Heute bist du bei uns in angesehener Stellung und genießt
unser Vertrauen.«
12:55 Er sagte: »Setze mich über die Vorratskammern des Landes ein. Ich bin ein (guter) Hüter und weiß
Bescheid . 56 So haben Wir dem Josef eine angesehene Stellung im Land gegeben, so dass er darin
sich aufhalten konnte, wo er wollte. Wir treffen mit unserer Barmherzigkeit, wen Wir wollen, und
Wir lassen den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen. 57 Und wahrlich, der Lohn des
Jenseits ist besser für die, die glauben und gottesfürchtig sind. 58 Und die Brüder Josefs kamen und
traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Unbekannten hielten. 59 Als er sie nun
mit ihrem Bedarf ausgestattet hatte, sagte er: »Bringt mir einen Bruder von euch, (einen) von eurem
Vater. Seht ihr nicht, dass ich das Maß voll erstatte und dass ich der beste der Gastgeber bin?
12:60 Wenn ihr ihn mir nicht bringt, so bekommt ihr bei mir kein Maß mehr, und ihr sollt nicht in meine
Nähe treten.« 61 Sie sagten: »Wir werden versuchen, seinen Vater in bezug auf ihn zu überreden, und
wir werden es bestimmt tun« 62 Und er sagte zu seinen Knechten: »Steckt auch ihre Tauschware in
ihr Gepäck, dass sie sie (wieder) erkennen, wenn sie zu ihren Angehörigen heimgekehrt sind.
Vielleicht werden sie dann auch zurückkommen. 63 Als sie zu ihrem Vater zurückkamen, sagten sie:
»O unser Vater, die (nächste) Zuteilung wurde uns verwehrt. So schick unseren Bruder mit uns, damit
wir eine Zuteilung zugemessen bekommen. Und wir werden ihn bestimmt behüten.« 64 Er sagte:
»Kann ich ihn euch etwa anders anvertrauen, als ich euch zuvor seinen Bruder anvertraut habe? Gott
ist der beste Hüter, und Er ist der Barmherzigste der Barmherzigen.«
12:65 Und als sie ihre Sachen öffneten, fanden sie, dass ihre Tauschware ihnen zurückgegeben worden
war. Sie sagten: »O unser Vater, was wünschen wir mehr? Das ist unsere Tauschware, sie ist uns
zurückgegeben worden. Wir werden Vorrat für unsere Angehörigen bringen, unseren Bruder behüten
und die Last eines Kamels mehr zugemessen bekommen. Das ist ein leicht zu erhaltendes Maß.«
66 Er sagte: »Ich werde ihn nicht mit euch schicken, bis ihr mir ein verbindliches Versprechen vor
Gott gebt, dass ihr ihn mir zurückbringt, es sei denn, ihr werdet umringt.« Als sie ihm ihr
verbindliches Versprechen gegeben hatten, sagte er:» Gott ist Sachwalter über das, was wir (hier)
sagen.« 67 Und er sagte: »O meine Söhne, geht nicht durch ein einziges Tor hinein. Geht durch
verschiedene Tore hinein. Ich kann euch vor Gott nichts nützen. Das Urteil gehört Gott allein. Auf Ihn
vertraue ich. Auf Ihn sollen die vertrauen, die (überhaupt auf jemanden) vertrauen.« 68 Als sie
hineingingen, wie ihr Vater ihnen befohlen hatte, hat es ihnen vor Gott nichts genützt. Es war nur ein
Bedürfnis in der Seele Jakobs, das er (damit) erfüllte. Und er besaß Wissen, weil Wir es ihn gelehrt
hatten. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid. 69 Als sie bei Josef eintraten, zog er
seinen Bruder zu sich. Er sagte: »Ich, ich bin dein Bruder. So sei nicht betrübt wegen dessen, was sie
taten.«
12:70 Als er sie nun mit ihrem Bedarf ausgestattet hatte, tat er das Trinkgefäß in das Gepäck seines
Bruders. Dann rief ein Rufer aus: Ihr da von der Karawane, ihr seid ja Diebe. 71 Sie sagten, während
sie auf sie zugingen: »Was vermißt ihr?« 72 Sie sagten: »Wir vermissen den Pokal des Königs. Wer
ihn zurückbringt, erhält die Last eines Kamels, und dafür bin ich Bürge.« 73 Sie sagten: »Bei Gott, ihr
wisst es, wir sind nicht gekommen, um im Land Unheil zu stiften, und wir sind keine Diebe.« 74 Sie
sagten: »Was ist die Vergeltung dafür, wenn ihr lügt?«
12:75 Sie sagten: »Die Vergeltung dafür ist, dass der, in dessen Gepäck er gefunden wird, selbst als
Entgelt dafür dienen soll. So vergelten wir denen, die Unrecht tun. 76 Er begann (zu suchen) in ihren
Behältern vor dem Behälter seines Bruders. Dann holte er ihn aus dem Behälter seines Bruders. So
führten Wir für Josef eine List aus. Nach der Religion des Königs hätte er unmöglich seinen Bruder
(als Sklaven) nehmen können, es sei denn, dass es Gott wollte. Wir erhöhen, wen Wir wollen, um
Rangstufen. Und über jedem, der Wissen besitzt, steht einer, der (noch mehr) weiß. 77 Sie sagten:
»Wenn er stiehlt, so hat auch ein Bruder von ihm zuvor gestohlen« Josef hielt es in seinem Inneren
geheim und zeigte es ihnen nicht offen. Er sagte: »Ihr seid noch schlimmer daran. Und Gott weiß
besser, was ihr beschreibt«. 78 Sie sagten: »O Hochmögender, er hat einen Vater, einen hochbetagten
Greis. So nimm einen von uns an seiner Stelle. Wir sehen, dass du einer der Rechtschaffenen bist. 79
Er sagte: Gott behüte, dass wir einen anderen nehmen als den, bei dem wir unsere Sachen gefunden
haben! Sonst würden wir zu denen gehören, die Unrecht tun.«
12:80 Als sie an ihm jede Hoffnung verloren hatten, gingen sie zu einem vertraulichen Gespräch unter
sich. Der Älteste von ihnen sagte: Wisst ihr nicht, dass euer Vater von euch ein verbindliches
Versprechen vor Gott entgegengenommen hat, und dass ihr zuvor eure Pflicht in bezug auf Josef nicht
erfüllt habt? Ich werde das Land nicht verlassen, bis mein Vater es mir erlaubt oder Gott ein Urteil für
mich fällt, und Er ist der Beste derer, die Urteile fällen. 81 Kehrt zu eurem Vater zurück und sagt: ›O
unser Vater, dein Sohn hat gestohlen, und wir bezeugen nur das, was wir wissen, und wir können
nicht Hüter sein über das, was verborgen ist. 82 Und frag die Stadt, in der wir waren, und die
Karawane, mit der wir gekommen sind. Wir sagen ja die Wahrheit.‹ 83 Er sagte: Eure Seele hat euch
etwas eingeredet. (Es gilt) schöne Geduld (zu üben). Möge Gott sie mir alle zurückbringen! Er ist der,
der alles weiß und weise ist.« 84 Und er kehrte sich von ihnen ab und sagte: »O wie voller Gram bin
ich um Josef.« Und seine Augen wurden weiß vor Trauer, und er unterdrückte (seinen Groll).
12:85 Sie sagten: »Bei Gott, du hörst nicht auf, des Josef zu gedenken, bis du bald zusammenbrichst oder
zu denen gehörst, die zugrunde gehen. 86 Er sagte: »Ich klage ja meinen Kummer und meine Trauer
Gott allein, und ich weiß von Gott, was ihr nicht wisst. 87 O meine Söhne, geht und erkundigt euch
über Josef und seinen Bruder. Und verliert nicht die Hoffnung, dass Gott Aufatmen verschafft. Die
Hoffnung, dass Gott Aufatmen verschafft, verlieren nur die ungläubigen Leute.« 88 Als sie (wieder)
bei ihm eintraten, sagten sie: »O Hochmögender, Not hat uns und unsere Angehörigen erfaßt. Und
wir haben (nur) eine zusammengewürfelte Ware gebracht. So erstatte uns (dennoch) volles Maß und
gib es uns als Almosen. Gott vergilt denen, die Almosen geben. 89 Er sagte: Wisst ihr (noch), was ihr
Josef und seinem Bruder angetan habt, als ihr töricht gehandelt habt.«
12:90 Sie sagten: »Bist du denn wirklich Josef?« Er sagte: »Ich bin Josef, und das ist mein Bruder. Gott
hat uns eine Wohltat erwiesen. Wahrlich, wenn einer gottesfürchtig und geduldig ist, so läßt Gott den
Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen.« 91 Sie sagten: »Bei Gott, Gott hat dich vor uns
bevorzugt. Und wir haben bestimmt gesündigt.« 92 Er sagte: »Keine Schelte soll heute über euch
kommen. Gott vergibt euch, Er ist ja der Barmherzigste der Barmherzigen. 93 Nehmt dieses mein
Hemd mit und legt es auf das Gesicht meines Vaters, dann wird er wieder sehen können. Und bringt
alle eure Angehörigen zu mir.« 94 Als nun die Karawane aufbrach, sagte ihr Vater: »Wahrlich, ich
spüre Josefs Geruch. Wenn ihr nur nicht (meine Worte) als dummes Gerede zurückweisen würdet!«
12:95 Sie sagten: »Bei Gott, du befindest dich in deinem alten Irrtum.« 96 Als nun der Freudenbote kam,
legte er es auf sein Gesicht, und er konnte wieder sehen. Er sagte: Habe ich euch nicht gesagt, dass
ich von Gott weiß, was ihr nicht wisst.« 97 Sie sagten: »O unser Vater, bitte für uns um Vergebung
unserer Sünden. Wir haben ja gesündigt.« 98 Er sagte: »Ich werde meinen Herrn um Vergebung für
euch bitten. Er ist der, der voller Vergebung und barmherzig ist.« 99 Als sie nun bei Josef eintraten,
zog er seine Eltern an sich und sagte: »Betretet Ägypten, so Gott will, in Sicherheit.«
12:100 Und er erhob seine Eltern auf den Thron. Und sie warfen sich vor ihm nieder. Er sagte: »O mein
Vater, das ist die Deutung meines Traumgesichts von früher. Mein Herr hat es wahrgemacht. Und Er
hat mir Gutes erwiesen, als Er mich aus dem Gefängnis herauskommen ließ und euch aus der Steppe
hierherbrachte, nachdem der Satan zwischen mir und meinen Brüdern (zu Zwietracht) aufgestachelt
hatte. Mein Herr weiß zu erreichen, was Er will. Er ist der, der alles weiß und weise ist. 101 Mein
Herr, du hast mir etwas von der Königsherrschaft zukommen lassen und mich etwas von der Deutung
der Geschichten gelehrt. Du Schöpfer der Himmel und der Erde, du bist mein Freund im Diesseits
und Jenseits. Berufe mich als gottergeben ab und stelle mich zu den Rechtschaffenen. 102 Dies gehört
zu den Berichten über das Unsichtbare, das Wir dir offenbaren. Du warst nicht bei ihnen, als sie sich
verbanden und Ränke schmiedeten. 103 Und die meisten Menschen sind nicht gläubig, du magst dich
noch so sehr bemühen. 104 Und du verlangst von ihnen keinen Lohn dafür. Es ist nur eine
Ermahnung für die Weltenbewohner.
12:105 Wie viele Zeichen gibt es in den Himmeln und auf der Erde, an denen sie vorbeigehen, indem sie
sich von ihnen abwenden? 106 Und die meisten von ihnen glauben nicht an Gott, ohne (Ihm andere)
beizugesellen. 107 Wähnen sie sich denn in Sicherheit davor, dass eine überdeckende (Strafe) von der
Pein Gottes über sie kommt, oder dass plötzlich die Stunde über sie kommt, ohne dass sie es merken?
108 Sprich: Das ist mein Weg. Ich rufe zu Gott aufgrund eines einsichtbringenden Beweises, ich und
diejenigen, die mir folgen. Preis sei Gott! Und ich gehöre nicht zu den Polytheisten. 109 Und Wir
haben vor dir von den Bewohnern der Städte nur Männer gesandt, denen Wir Offenbarungen
eingegeben haben. Sind sie denn nicht auf der Erde umhergegangen und haben geschaut, wie das
Ende derer war, die vor ihnen lebten? Wahrlich, die Wohnstätte des Jenseits ist besser für die, die
gottesfürchtig sind. Habt ihr denn keinen Verstand?
12:110 Als dann die Gesandten die Hoffnung verloren hatten und sie meinten, sie seien belogen worden,
kam unsere Unterstützung zu ihnen. Und so wird errettet, wen Wir wollen. Und niemand kann unsere
Schlagkraft von den Leuten zurückhalten, die Übeltäter sind. 111 Wahrlich, in der Erzählung über sie
ist eine Lehre für die Einsichtigen. Es ist keine Geschichte, die erdichtet wird, sondern die
Bestätigung dessen, was vor ihm vorhanden war, und eine ins einzelne gehende Darlegung aller
Dinge, und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.


Sure: 13 Der Donner (Al-Ra‘d) zu Medina, 43 Verse

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
13:1 Alif Lám Mim Rá. Dies sind die Zeichen des Buches. Und was zu dir von deinem Herrn
herabgesandt worden ist, ist die Wahrheit. Aber die meisten Menschen glauben nicht. 2 Gott ist es,
der die Himmel ohne Stützen, die ihr sehen könntet, emporgehoben und sich dann auf dem Thron
zurechtgesetzt hat. Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht — jedes läuft auf eine
festgesetzte Frist. Er regelt die Angelegenheit. Er legt die Zeichen im einzelnen dar, auf dass ihr über
die Begegnung mit eurem Herrn Gewißheit heget. 3 Und Er ist es, der die Erde ausgebreitet und auf
ihr festgegründete Berge und Flüsse gemacht hat. Und von allen Früchten hat Er auf ihr ein Paar
gemacht. Er läßt die Nacht den Tag überdecken. Darin sind Zeichen für Leute, die nachdenken. 4 Und
auf der Erde sind nebeneinanderliegende Landstrecken und Gärten mit Weinstöcken, und Getreide
und Palmen mit mehreren und mit einzelnen Stämmen aus der einen Wurzel, welche (alle) mit ein
und demselben Wasser bewässert werden. Wir lassen die einen von ihnen die anderen im Ernteertrag
übertreffen. Darin sind Zeichen für Leute, die Verstand haben.
13:5 Und wenn du dich schon verwunderst, so ist ihre Rede verwunderlich: »Sollen wir, wenn wir zu
Staub geworden sind, wirklich neu erschaffen werden.« Das sind die, die ihren Herrn verleugnen; das
sind die, die Fesseln an ihrem Hals haben; das sind die Gefährten des Feuers, darin werden sie ewig
weilen. 6 Sie wünschen von dir, dass ihnen das Schlechte vor dem Guten beschleunigt wird, obwohl
doch vor ihnen beispielhafte Strafen verhängt wurden. Und dein Herr hält den Menschen, auch wenn
sie Unrecht tun, Vergebung bereit. Und dein Herr verhängt eine harte Strafe. 7 Und diejenigen, die
ungläubig sind, sagen: »Wenn doch ein Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt würde!« Du
bist aber nur ein Warner. Und jedes Volk hat einen, der es rechtleitet. 8 Gott weiß, was jedes Weib
trägt und um wieviel der Mutterschoß die Tragzeit verkürzt und um wieviel er sie verlängert . Und
jedes Ding hat bei Ihm ein Maß. 9 Er ist der, der über das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid
weiß, der Große, der Erhabene.
13:10 Es ist gleich, ob einer von euch seine Worte im geheimen spricht oder laut äußert, und ob einer sich
in der Nacht versteckt oder am Tag hinausgeht. 11 Vor sich und hinter sich hat er Begleiter, die ihn
auf Gottes Befehl behüten. Gott verändert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie selbst ihren eigenen
Zustand verändern. Und wenn Gott einem Volk Böses will, so kann es nicht zurückgewiesen werden.
Und sie haben außer Ihm keinen Schutzherrn. 12 Er ist es, der euch den Blitz als Grund zur Angst und
zum Begehren sehen und die schweren Wolken entstehen läßt. 13 Und der Donner singt sein Lob, und
auch die Engel aus Furcht vor Ihm. Und Er schickt die Donnerschläge und trifft damit, wen Er will.
Aber (nein), sie streiten über Gott, und Er kann (dem Gegner) im Streit stark zusetzen. 14 Ihm
gebührt die wahre Anrufung. Diejenigen, die sie an seiner Stelle anrufen, erhören sie in keinem
Anliegen. Es ist nur wie mit einem, der seine Hände nach Wasser ausstreckt, damit es seinen Mund
erreicht, aber es erreicht ihn nicht. Und das Rufen der Ungläubigen geht gewiß in die Irre.
13:15 Und vor Gott wirft sich, wer in den Himmeln und auf der Erde ist, nieder, ob freiwillig oder
widerwillig, und auch ihre Schatten, am Morgen und am Abend. 16 Sprich: Wer ist der Herr der
Himmel und der Erde? Sprich: Gott. Sprich: Nehmt ihr euch denn außer Ihm Freunde, die sich selbst
weder Nutzen noch Schaden bringen können? Sprich: »Sind etwa der Blinde und der Sehende gleich?
Oder sind etwa die Finsternisse und das Licht gleich? Oder haben sie Gott solche Teilhaber (zur
Seite) gestellt, die erschaffen haben, wie Er erschaffen hat, so dass ihnen die Schöpfung gleichartig
erscheint? « Sprich: »Gott ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist der Eine, der bezwingende Macht
besitzt. 17 Er sendet vom Himmel Wasser herab, und da fließen Täler nach ihrem Maß, und die Flut
trägt Schaum an der Oberfläche. Ein ähnlicher Schaum tritt aus dem aus, worüber man das Feuer
brennen läßt, um Schmuck oder Gerät anzufertigen. So führt Gott (im Gleichnis) das Wahre und das
Falsche an. Was den Schaum betrifft, so vergeht er nutzlos. Was aber den Menschen nützt, bleibt in
der Erde. So führt Gott die Gleichnisse an. 18 Diejenigen, die auf ihren Herrn hören, erhalten das
Beste. Diejenigen, die nicht auf ihn hören, würden wohl, wenn sie alles, was auf der Erde ist, besäßen
und noch einmal soviel dazu, sich damit loskaufen wollen. Sie erwartet eine böse Abrechnung, und
ihre Heimstätte ist die Hölle — welch schlimme Lagerstätte! 19 Ist etwa derjenige, der weiß, dass das,
was zu dir von deinem Herrn herabgesandt worden ist, die Wahrheit ist, wie der, der blind ist? Jedoch
bedenken es nur die Einsichtigen.
13:20 Diejenigen, die den Bund Gottes halten und die Verpflichtung nicht brechen, 21 und die verbinden,
was Gott zu verbinden befohlen hat, ihren Herrn fürchten und Angst vor einer bösen Abrechnung
haben, 22 und die geduldig sind in der Suche nach dem Antlitz ihres Herrn, das Gebet verrichten und
von dem, was Wir ihnen beschert haben, geheim und offen spenden, und das Böse mit dem Guten
abwehren, diese werden die jenseitige Wohnstätte erhalten, 23 die Gärten von Eden, in die sie
eingehen werden, sie und diejenigen von ihren Vätern, ihren Gattinnen und ihrer Nachkommenschaft,
die Gutes getan haben. Und die Engel treten zu ihnen ein durch alle Tore: 24 »Friede sei über euch
dafür, dass ihr geduldig waret!« Welch vorzügliche jenseitige Wohnstätte!
13:25 Diejenigen, die den Bund Gottes, nachdem er geschlossen worden ist, brechen, und das
zerschneiden, was Gott befohlen hat zu verbinden, und auf der Erde Unheil stiften, die werden den
Fluch Gottes und eine schlimme Wohnstätte erhalten. 26 Gott teilt den Lebensunterhalt großzügig,
wem Er will, und auch bemessen zu. Und sie freuen sich über das diesseitige Leben; das diesseitige
Leben ist aber im Vergleich mit dem Jenseits nur Nutznießung . 27 Und diejenigen, die ungläubig
sind, sagen: »Wenn doch ein Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt würde!« Sprich: »Gott
führt irre, wen Er will, und leitet zu sich, wer sich Ihm reumütig zuwendet. 28 Diejenigen, die
glauben und deren Herzen im Gedenken Gottes Ruhe finden — ja, im Gedenken Gottes finden die
Herzen Ruhe —, 29 diejenigen, die glauben und die guten Werke tun — selig sind sie, und sie werden
eine schöne Heimstatt erhalten.
13:30 So haben Wir dich in eine Gemeinschaft gesandt, vor der Gemeinschaften dahingegangen sind,
damit du ihnen verliest, was Wir dir offenbart haben. Aber sie verleugnen den Erbarmer. Sprich: Er
ist mein Herr. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Auf Ihn vertraue ich, und Ihm wende ich mich zu. 31
Auch wenn ein Koran käme, mit dem die Berge versetzt oder die Erde zerstückelt oder zu den Toten
gesprochen werden könnte... Nein, bei der ganzen Angelegenheit hat Gott allein zu entscheiden.
Wissen denn diejenigen, die glauben, nicht, dass Gott, wenn Er wollte, die Menschen alle rechtleiten
würde? Diejenigen, die ungläubig sind, wird immer eine Katastrophe treffen für das, was sie gemacht
haben, oder sie wird in der Nähe ihrer Wohnstätten niedergehen, bis das Versprechen Gottes eintrifft.
Und Gott bricht das Versprechen nicht. 32 Gespottet wurde schon vor dir über Gesandte. Da gewährte
Ich denen, die ungläubig waren, Aufschub, dann ergriff Ich sie. Und wie war dann meine Strafe!
13:33 Ist denn der, der über jede Seele Macht ausübt, um ihr zu vergelten für das, was sie getan hat, (den
Götzen gleich)? Sie stellen Gott Teilhaber (zur Seite). Sprich: Nennt sie. Oder wollt ihr Ihm etwas
kundtun, das Er auf der Erde nicht wüßte, oder etwas, das eine offenkundige Rede ist? Nein, denen,
die ungläubig sind, sind ihre Ränke verlockend gemacht worden, und sie sind vom Weg abgewiesen
worden. Wen Gott irreführt, der hat niemanden, der ihn rechtleiten könnte. 34 Für sie ist bestimmt
eine Pein im diesseitigen Leben. Die Pein des Jenseits ist jedoch härter. Und sie haben niemanden, der
sie vor Gott schützen könnte.
13:35 Mit dem Paradies, das den Gottesfürchtigen versprochen ist, ist es wie folgt: Unter ihm fließen
Bäche, und es hat ständigen Ernteertrag und Schatten. Das ist das, was im Jenseits für die
Gottesfürchtigen folgt. Und was im Jenseits für die Ungläubigen folgt, ist das Feuer.
13:36 Diejenigen, denen Wir das Buch zukommen ließen, freuen sich über das, was zu dir herabgesandt
worden ist. Unter den Parteien gibt es welche, die einen Teil davon verwerfen. Sprich: Mir ist
befohlen worden, Gott zu dienen und Ihm nicht (andere) beizugesellen. Zu Ihm rufe ich, und zu Ihm
ist meine Rückkehr. 37 Und so haben Wir ihn als eine Urteilsnorm in arabischer Sprache
hinabgesandt. Wenn du ihren Neigungen folgst nach dem, was dir an Wissen zugekommen ist, so hast
du vor Gott weder Freund noch Beschützer. 38 Und Wir haben vor dir Gesandte entsandt, und Wir
haben ihnen Gattinnen und Nachkommenschaft gegeben. Kein Gesandter kann ein Zeichen bringen
außer mit der Erlaubnis Gottes. Jede Frist steht fest in einem Buch. 39 Gott löscht aus, und Er
bestätigt, was Er will. Bei Ihm steht die Urnorm des Buches.
13:40 Ob Wir dich einen Teil dessen, was Wir ihnen androhen, sehen lassen oder dich abberufen, dir
obliegt nur die Ausrichtung (der Botschaft). Und Uns obliegt die Abrechnung. 41 Haben sie denn
nicht gesehen, dass Wir über das Land kommen und es an seinen Enden kürzen? Gott (allein) urteilt,
und niemand kann danach sein Urteil rückgängig machen. Und Er ist schnell im Abrechnen. 42 Ränke
haben schon diejenigen, die vor ihnen lebten, geschmiedet. Aber Gott schmiedet die (wirksamen)
Ränke alle. Er weiß, was jede Seele erwirbt. Und die Ungläubigen werden zu wissen bekommen, für
wen die jenseitige Wohnstätte bestimmt ist. 43 Diejenigen, die ungläubig sind, sagen: »Du bist kein
Gesandter.« Sprich: Gott genügt als Zeuge zwischen mir und euch, und auch diejenigen, die das
Wissen des Buches besitzen.



Sure:14 Abraham (Ibra,-hi,-m) zu Mekka, 52 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmes, des Barmherzigen.
14:1 Alif Lám, Rá. Dies ist ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit du die Menschen mit der
Erlaubnis ihres Herrn aus den Finsternissen ins Licht hinausführst, zum Weg dessen, der mächtig und
des Lobes würdig ist, 2 (zum Weg) Gottes, dem gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist.
Wehe den Ungläubigen vor einer harten Pein! 3 Diejenigen, die das diesseitige Leben mehr lieben als
das Jenseits und vom Weg Gottes abweisen und sich ihn krumm wünschen, die sind weit abgeirrt. 4
Und Wir haben keinen Gesandten entsandt, außer (mit einer Botschaft) in der Sprache seines Volkes,
damit er (sie) ihnen deutlich macht. Gott führt dann irre, wen Er will, und Er leitet recht, wen Er will.
Und Er ist der Mächtige, der Weise.
14:5 Und Wir haben Mose mit unseren Zeichen gesandt: »Führe dein Volk aus den Finsternissen ins
Licht hinaus, und erinnere sie an die Tage Gottes.« Darin sind Zeichen für jeden, der sehr standhaft
und sehr dankbar ist. 6 Und als Mose zu seinem Volk sagte: »Gedenket der Gnade Gottes zu euch, als
Er euch vor den Leuten des Pharao rettete, die euch schlimme Pein zufügten, eure Söhne
abschlachteten und nur eure Frauen am Leben ließen — darin war für euch eine gewaltige Prüfung
von eurem Herrn. 7 Und als euer Herr ankündigte: ›Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch noch mehr
Gnade erweisen. Und wenn ihr undankbar seid, so ist meine Pein hart.‹ 8 Und Mose sagte: »Wenn ihr
undankbar seid, ihr und alle, die auf der Erde sind, so ist Gott auf niemanden angewiesen und des
Lobes würdig.«
14:9 Ist denn nicht der Bericht über die, die vor euch lebten, zu euch gelangt, das Volk Noachs, die Ad
und Thamud und die, die nach ihnen lebten, und die nur Gott kennt? Ihre Gesandten kamen zu ihnen
mit den deutlichen Zeichen. Sie aber steckten ihre Hände in den Mund und sagten: »Wir verleugnen
das, womit ihr gesandt seid, und wir hegen über das, wozu ihr uns aufruft, einen starken Zweifel.«
14:10 Ihre Gesandten sagten: »Ist denn ein Zweifel möglich über Gott, den Schöpfer der Himmel und der
Erde? Er ruft euch, um euch etwas von euren Sünden zu vergeben und euch für eine bestimmte Frist
zurückzustellen.« Sie sagten: »Ihr seid nur Menschen wie wir. Ihr wollt uns von dem abbringen, was
unsere Väter verehrten. So bringt uns eine offenkundige Ermächtigung.« 11 Ihre Gesandten sagten zu
ihnen: »Wir sind zwar nur Menschen wie ihr. Aber Gott erweist seine Wohltaten, wem von seinen
Dienern Er will. Und wir können euch keine Ermächtigung bringen außer mit der Erlaubnis Gottes.
Auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen. 12 Warum sollten wir nicht auf Gott vertrauen, wo Er uns
unsere Wege geführt hat? Wir werden das Leid, das ihr uns zufügt, geduldig ertragen, und auf Gott
sollen die vertrauen, die (überhaupt auf jemanden) vertrauen. 13 Diejenigen, die ungläubig waren,
sagten zu ihren Gesandten: »Wir werden euch bestimmt aus unserem Land vertreiben, oder ihr kehrt
zu unserer Glaubensrichtung zurück.« Da offenbarte ihnen ihr Herr: »Verderben werden Wir die, die
Unrecht tun. 14 Und Wir werden euch nach ihnen das Land bewohnen lassen. Dies gilt für den, der
meinen Stand fürchtet und meine Androhung fürchtet.«
14:15 Und sie baten um einen Richterspruch. Und enttäuscht wurde jeder widerspenstige
Gewaltherrscher. 16 Hintendrein steht für ihn die Hölle bereit, und er bekommt eitriges Wasser zu
trinken, 17 das er schluckt, aber kaum hinunterbringt. Und der Tod kommt zu ihm von überall her,
aber er stirbt nicht. Und danach steht eine schwere Pein. 18 Mit denen, die ihren Herrn verleugnen, ist
es so: Ihre Werke sind wie die Asche, auf die der Wind an einem stürmischen Tag heftig bläst. Sie
verfügen über nichts von dem, was sie erworben haben. Das ist der tiefe Irrtum. 19 Siehst du denn
nicht, dass Gott die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen hat? Wenn Er will, läßt Er euch
fortgehen und bringt eine neue Schöpfung hervor.
14:20 Dies fällt Gott sicher nicht schwer. 21 Und sie treten vor Gott allesamt. Da sagen die Schwachen zu
denen, die sich hochmütig verhielten: »Wir waren doch eure Gefolgsleute. Könnt ihr uns vor Gottes
Pein etwas nützen?« Sie sagen: »Wenn Gott uns rechtgeleitet hätte, hätten (auch) wir euch
rechtgeleitet. Es ist für uns gleich, ob wir uns mutlos oder geduldig zeigen; für uns gibt es kein
Entrinnen 22 Und der Satan sagt, nachdem die Angelegenheit entschieden ist: »Gott hat euch ein
wahres Versprechen gegeben. Auch ich habe euch (etwas versprochen), es aber dann nicht gehalten.
Und ich hatte keine Macht über euch; ich habe euch nur gerufen, und ihr habt auf mich gehört. So
tadelt mich nicht, tadelt euch selbst. Ich kann euch nicht helfen, und ihr könnt mir nicht helfen. Ich
weise es zurück, dass ihr mich zuvor (Gott) beigesellt habt.« Für die, die Unrecht tun, ist eine
schmerzhafte Pein bestimmt. 23 Aber diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, werden in
Gärten geführt, unter denen Bäche fließen; darin werden sie ewig weilen, mit der Erlaubnis ihres
Herrn. Ihre Begrüßung darin wird sein: »Frieden!« 24 Hast du nicht gesehen, wie Gott ein Gleichnis
von einem gefälligen Wort anführt? Es ist wie ein guter Baum, dessen Wurzel fest ist und dessen
Zweige in den Himmel reichen.
14:25 Er bringt seinen Ernteertrag zu jeder Zeit, mit der Erlaubnis seines Herrn. Und Gott führt für die
Menschen Gleichnisse an, auf dass sie es bedenken. 26 Mit einem schlechten Wort ist es wie mit
einem schlechten Baum, der über der Erde herausgerissen wurde und keinen festen Grund mehr hat.
27 Gott festigt diejenigen, die glauben, durch die feste Aussage im diesseitigen Leben und im
Jenseits. Und Gott führt die, die Unrecht tun, in die Irre. Gott tut, was Er will. 28 Hast du nicht auf
jene geschaut, die die Gnade Gottes gegen den Unglauben eingetauscht und ihr Volk in die
Wohnstätte des Verderbens versetzt haben, 29 in die Hölle, in der sie brennen? — Welch schlimmer
Aufenthalt!
14:30 Und sie haben Gott andere als Gegenpart zur Seite gestellt, um (die Menschen) von seinem Weg
abirren zu lassen. Sprich: Genießet nur, ihr treibt ja ins Feuer.
14:31 Sag zu meinen Dienern, die glauben, sie sollen das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen
beschert haben, geheim und offen spenden, bevor ein Tag kommt, an dem es weder Handel noch
Freundschaft gibt. 32 Gott ist es, der die Himmel und die Erde erschuf und vom Himmel Wasser
herabkommen ließ und dadurch von den Früchten einen Lebensunterhalt für euch hervorbrachte. Und
Er stellte in euren Dienst die Schiffe, damit sie auf dem Meer auf seinen Befehl fahren. Und Er stellte
in euren Dienst die Flüsse. 33 Er stellte in euren Dienst die Sonne und den Mond in unablässigem
Lauf. Und Er stellte in euren Dienst die Nacht und den Tag. 34 Und Er ließ euch etwas zukommen
von allem, worum ihr batet. Wenn ihr die Gnade Gottes aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht
erfassen. Wahrlich, der Mensch neigt sehr zum Unrecht und ist sehr undankbar.
14:35 Als Abraham sagte: »Mein Herr, mache dieses Gebiet sicher, und laß mich und meine Söhne es
meiden, den Götzen zu dienen. 36 Mein Herr, sie haben viele Menschen irregeführt. Wer mir nun
folgt, gehört zu mir, und wenn einer gegen mich ungehorsam ist, so bist Du voller Vergebung und
barmherzig. 37 Unser Herr, ich habe einige aus meiner Nachkommenschaft in einem Tal ohne Saat
bei deinem heiligen Haus wohnen lassen, unser Herr, damit sie das Gebet verrichten. So laß die
Herzen einiger Menschen sich ihnen zuneigen und beschere ihnen etwas von den Früchten, auf dass
sie dankbar seien. 38 Unser Herr, Du weißt, was wir verbergen und was wir offenlegen, und vor Gott
ist nichts verborgen, weder auf der Erde noch im Himmel. 39 Lob sei Gott, der mir trotz meines
Alters Ismael und Isaak geschenkt hat! Mein Herr erhört das Rufen.
14:40 Mein Herr, laß mich und die aus meiner Nachkommenschaft das Gebet verrichten, unser Herr, und
nimm unser Rufen an. 41 Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und den Gläubigen am Tag, da
die Abrechnung heraufkommen wird.«
14:42 Und du darfst nicht meinen, dass Gott das, was die Ungerechten tun, unbeachtet läßt. Er stellt sie
nur zurück bis zu einem Tag, an dem die Blicke starr werden, 43 mit gerecktem Hals und erhobenem
Haupt; ihr Blick kehrt nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer. 44 Und warne die Menschen
vor dem Tag, an dem die Pein über sie kommt. Da werden diejenigen, die Unrecht taten, sagen:
»Unser Herr, stelle uns auf eine kurze Frist zurück, so werden wir auf deinen Ruf hören und den
Gesandten folgen.« »Hattet ihr denn nicht vorher geschworen, ihr würdet nicht vergehen?
14:45 Ihr habt noch in den Wohnungen derer gewohnt, die sich selbst Unrecht getan haben, und es ist
euch deutlich geworden, wie Wir an ihnen gehandelt haben. Wir haben euch doch Beispiele gegeben.
46 Und sie haben ihre Ränke geschmiedet, aber über ihre Ränke hat Gott allein zu entscheiden, auch
wenn ihre Ränke derart sind, dass davor die Berge vergehen. 47 So darfst du nicht meinen, dass Gott
sein Versprechen an die Gesandten bricht. Gott ist mächtig und übt Rache. 48 Am Tag, da die Erde
gegen eine andere Erde eingetauscht wird, und auch die Himmel, und da sie vor Gott treten, den
Einen, der bezwingende Macht besitzt. 49 An jenem Tag siehst du die Übeltäter in Ketten
aneinandergebunden.
14:50 Ihre Kleider sind aus Pech, und das Feuer überdeckt ihre Gesichter, 51 damit Gott einem jeden
vergelte, was er erworben hat. Gott ist schnell im Abrechnen. 52 Das ist eine Botschaft an die
Menschen, damit sie dadurch gewarnt werden und damit sie wissen, dass Er ein einziger Gott ist, und
damit es die Einsichtigen bedenken.


Sure:15 Hidjr (al-H,.idjr) zu Mekka 99 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
15:1 Alif Lám Rá. Dies sind die Zeichen des Buches und eines deutlichen Korans. 2 Vielleicht werden
diejenigen, die ungläubig sind, wünschen, sie wären Muslime gewesen. 3 Laß sie nur essen und
genießen und sich durch die Hoffnung ablenken lassen. Sie werden es noch zu wissen bekommen. 4
Und Wir haben keine Stadt verderben lassen, ohne dass sie eine festgelegte Vorherbestimmung
gehabt hätte.
15:5 Keine Gemeinschaft kann ihrer Frist vorausgehen, noch kann sie hinter ihr zurückbleiben. 6 Und sie
sagen: »O du, auf den die Ermahnung herabgesandt worden sein soll, du bist ja besessen. 7 Würdest
du uns doch die Engel bringen, so du zu denen gehörst, die die Wahrheit sagen! 8 Wir senden die
Engel nur mit der Wahrheit hinab. Dann wird ihnen kein Aufschub gewährt. 9 Wir sind es, die die
Ermahnung hinabgesandt haben, und Wir sind es, die sie bewahren.
15:10 Wir haben vor dir zu den Parteien der Früheren entsandt. 11 Und kein Gesandter kam zu ihnen,
ohne dass sie ihn verspottet hätten. 12 So lassen Wir ihn in die Herzen der Übeltäter eingehen. 13
Sie glauben nicht daran, und es wird (an ihnen) nach dem Beispiel der Früheren verfahren. 14 Auch
wenn Wir ihnen ein Tor vom Himmel öffneten und sie ständig dadurch emporstiegen,
15:15 würden sie sagen: »Unsere Blicke sind ja verschlossen. Nein, wir sind Leute, die einem Zauber
verfallen sind.«
15:16 Und Wir haben im Himmel Sternzeichen gesetzt und ihn für die Zuschauer geschmückt, 17 und
Wir haben ihn vor jedem gesteinigten Satan bewahrt, 18 außer dem, der wie ein Dieb horcht, worauf
ihn eine deutlich erkennbare Sternschnuppe verfolgt. 19 Auch die Erde haben Wir ausgebreitet und
auf ihr festgegründete Berge angebracht. Und Wir haben auf ihr allerlei Dinge im rechten Maß
wachsen lassen.
15:20 Und Wir haben auf ihr für euch Unterhaltsmöglichkeiten bereitet, und (auch) für diejenigen, die ihr
nicht versorgt. 21 Und es gibt nichts, von dem Wir nicht einen Vorrat angelegt hätten. Und Wir
senden es nur in festgelegtem Maß hinab. 22 Und Wir haben die befruchtenden Winde gesandt. Und
Wir haben dann vom Himmel Wasser hinabkommen lassen und es euch zu trinken gegeben. Ihr aber
hättet davon keinen Vorrat anlegen können. 23 Und Wir sind es, die lebendig machen und sterben
lassen, und Wir sind es, die (alles) erben. 24 Und Wir kennen diejenigen unter euch, die vorausgehen,
und Wir kennen die, die zurückbleiben.
15:25 Und siehe, dein Herr wird sie versammeln. Er ist weise und weiß Bescheid.
15:26 Und Wir haben den Menschen aus einer Trockenmasse, aus einem gestaltbaren schwarzen
Schlamm erschaffen. 27 Und die Djinn haben Wir vorher aus dem Feuer des glühenden Windes
erschaffen. 28 Und als dein Herr zu den Engeln sprach: »Ich werde einen Menschen aus einer
Trockenmasse, aus einem gestaltbaren schwarzen Schlamm erschaffen. 29 Wenn Ich ihn geformt und
ihm von meinem Geist eingeblasen habe, dann fallt und werft euch vor ihm nieder.«
15:30 Da warfen sich die Engel alle zusammen nieder, 31 außer Iblis; er weigerte sich, zu denen zu
gehören, die sich niederwarfen. 32 Er sprach: »O Iblis, was ist mit dir, dass du nicht zu denen gehörst,
die sich niederwarfen? 33 Er sagte: Ich kann mich unmöglich vor einem Menschen niederwerfen, den
Du aus einer Trockenmasse, aus einem gestaltbaren schwarzen Schlamm erschaffen hast.« 34 Er
sprach: »Dann geh aus ihm hinaus. Du bist ja der Steinigung würdig.
15:35 Und auf dir liegt der Fluch bis zum Tag des Gerichtes.« 36 Er sagte: »Mein Herr, gewähre mir
Aufschub bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden.« 37 Er sprach: »Siehe, du gehörst zu denen,
denen Aufschub gewährt wird 38 bis zu dem Tag der festgelegten Zeit. 39 Er sagte: Mein Herr, weil
Du mich irregeführt hast, werde ich, ich schwöre es, ihnen auf der Erde Verlockungen bereiten und
sie allesamt abirren lassen,
15:40 außer deinen auserwählten Dienern unter ihnen.« 41 Er sprach: »Das ist ein gerader Weg, der mir
obliegt. 42 Was meine Diener betrifft, so hast du über sie keine Macht, außer denen unter den
Abgeirrten, die dir folgen. 43 Und die Hölle ist der Verabredungsort für sie alle. 44 Sie hat sieben
Tore, und jedem Tor wird ein Teil von ihnen zugewiesen.
15:45 Die Gottesfürchtigen aber werden in Gärten und an Quellen sein: 46 Geht hinein in Frieden und
Sicherheit. 47 Und Wir nehmen weg, was in ihrer Brust an Groll dasein mag, so dass sie wie Brüder
auf Liegen ruhen, einander gegenüber. 48 4Darin erfaßt sie keine Mühsal, und sie werden nicht
daraus vertrieben 49 Tu meinen Dienern kund, dass Ich der bin, der voller Vergebung und barmherzig
ist,
15:50 und dass meine Pein die schmerzhafte Pein ist. 51 Und berichte ihnen von den Gästen Abrahams.
52 Als sie bei ihm eintraten und sagten: »Frieden! Er sagte: »Wir haben Angst vor euch.« 53 Sie
sagten: »Hab keine Angst. Wir verkünden dir einen klugen Knaben.« 54 Er sagte: »Ihr verkündet (es)
mir, obwohl mich das Alter erfaßt hat! Was verkündet ihr mir denn?«
15:55 Sie sagten: »Wir verkünden (es) dir in Wahrheit. So sei nicht einer von denen, die die Hoffnung
aufgeben« 56 Er sagte: »Nur die Abgeirrten geben die Hoffnung auf die Barmherzigkeit ihres Herrn
auf.« 57 Er sagte: »Was ist euer Anliegen, ihr Boten?« 58 Sie sagten: »Wir sind zu Leuten gesandt,
die Übeltäter sind, 59 ausgenommen die Sippe Lots. Diese werden Wir sicher alle erretten,
15:60 außer seiner Frau. Wir haben (es so) bestimmt, sie gehört zu denen, die zurückbleiben und dem
Verderben anheimfallen.« 61 Als nun die Boten zu der Sippe Lots kamen, 62 sagte er: »Ihr seid
unbekannte Leute.« 63 Sie sagten: »Nein, wir kommen zu dir mit dem, was sie immer wieder
bezweifelt haben. 64 Und wir kommen zu dir mit der Wahrheit. Und wir sagen, was wahr ist.
15:65 So zieh mit deinen Angehörigen in einem Teil der Nacht fort, und folge du hinterdrein. Und keiner
von euch soll sich umdrehen. Und geht, wohin euch befohlen wird.« 66 Und Wir haben ihm diesen
Befehl mitgeteilt, dass der letzte Rest dieser Leute am Morgen ausgemerzt werde. 67 Und die
Bewohner der Stadt kamen frohlockend. 68 Er sagte: »Diese sind meine Gäste, so stellt mich nicht
bloß. 69 Und fürchtet Gott und bringt keine Schande über mich.«
15:70 Sie sagten: »Haben wir dir nicht verboten, mit den Weltenbewohnern Umgang zu pflegen? 71 Er
sagte: Da sind meine Töchter, so ihr etwas tun wollt. 72 Bei deinem Leben, sie irrten in ihrer
Trunkenheit umher. 73 So ergriff sie der Schrei bei Sonnenaufgang, 74 und Wir kehrten in ihrer
Stadt das Oberste zuunterst und ließen auf sie Steine aus Ton herabregnen.
15:75 Darin sind wahrlich Zeichen für die Betrachtenden. 76 Und sie liegt an einem noch bestehenden
Weg. 77 Darin ist wahrlich ein Zeichen für die Gläubigen. 78 Und die Gefährten des Waldes taten
Unrecht, 79 So rächten Wir uns an ihnen. Beide liegen an einem offenkundigen Wegweiser.
15:80 Und die Gefährten von al-Hidjr ziehen die Gesandten der Lüge. 81 Wir ließen ihnen unsere
Zeichen zukommen, aber sie wandten sich von ihnen ab. 82 Und sie hauten aus den Bergen Häuser
aus, um in Sicherheit zu leben. 83 Da ergriff sie der Schrei am Morgen, 84 und so nützte ihnen, was
sie zu erwerben pflegten, nicht.
15:85 Siehe, Wir haben die Himmel und die Erde, und was dazwischen ist, in Wahrheit erschaffen. Und
die Stunde wird sicher eintreffen. So übe schöne Nachsicht. 86 Dein Herr ist es, der alles erschafft
und Bescheid weiß. 87 Und Wir haben dir sieben aus den sich wiederholenden Versen zukommen
lassen, und auch den gewaltigen Koran. 88 Richte nicht gierig deine Augen auf das, was Wir einigen
von ihnen zur Nutznießung verliehen haben. Und sei nicht betrübt über sie. Und senke deinen Flügel
für die Gläubigen, 89 und sprich: Ich bin ja der deutliche Warner.
15:90 Wie Wir auf die hinabgesandt haben, die aufteilen, 91 die den Koran zergliedert haben . 92 Bei
deinem Herrn! Wir werden sie alle zur Verantwortung ziehen 93 über das, was sie taten. 94 Und
verkünde laut, was dir befohlen wird, und wende dich von den Polytheisten ab.
15:95 Wir schützen dich vor den Spöttern, 96 die Gott einen anderen Gott zur Seite stellen. Sie werden es
noch zu wissen bekommen. 97 Wir wissen ja, dass deine Brust beklommen ist wegen dessen, was sie
sagen. 98 Aber sing das Lob deines Herrn und sei einer von denen, die sich niederwerfen, 99 und
diene deinem Herrn, bis das sichere Los dich ereilt.


Sure: 16 Die Bienen (al-Nah,.l) zu Mekka, 128 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
16:1 Der Befehl Gottes ist eingetroffen, so wünscht nicht, ihn zu beschleunigen. Preis sei Ihm, und
erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen. 2 Er sendet die Engel mit dem Geist von seinem
Befehl herab, auf wen von seinen Dienern Er will: »Warnt (und verkündet), dass es keinen Gott gibt
außer Mir. Ihr sollt Mich (allein) fürchten. 3 Er hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen.
Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen. 4 Den Menschen hat Er aus einem Tropfen
erschaffen. Und doch ist er gleich offenkundig streitsüchtig.
16:5 Auch hat Er die Herdentiere erschaffen. An ihnen habt ihr Wärme und allerlei Nutzen; und ihr könnt
davon essen. 6 Und ihr habt an ihnen Schönes, wenn ihr (sie) abends eintreibt und wenn ihr (sie)
morgens austreibt. 7 Und sie tragen eure Lasten in ein Land, das ihr (sonst) nur mit größter Mühe
hättet erreichen können. Euer Herr hat ja Mitleid und ist barmherzig. 8 Und (erschaffen hat Er) die
Pferde, die Maultiere und die Esel, damit ihr auf ihnen reitet, und auch (euch) zur Zierde. Und Er
erschafft, was ihr nicht wisst. 9 Gott obliegt es, den richtigen Weg zu weisen. Es gibt ja welche , die
abweichen. Wenn Er gewollt hätte, hätte Er euch allesamt rechtgeleitet.
16:10 Er ist es, der vom Himmel Wasser hat herabkommen lassen. Davon habt ihr etwas zu trinken, und
davon wachsen Sträucher, in denen ihr weiden lassen könnt. 11 Er läßt euch dadurch Getreide
sprießen, und Ölbäume, Palmen, Weinstöcke und allerlei Früchte. Darin ist ein Zeichen für Leute, die
nachdenken. 12 Und Er hat euch die Nacht und den Tag, die Sonne und den Mond dienstbar gemacht.
Auch die Sterne sind durch seinen Befehl dienstbar gemacht worden. Darin sind Zeichen für Leute,
die verständig sind. 13 Und (da ist) auch, was Er euch auf der Erde in verschiedenen Arten geschaffen
hat. Darin ist ein Zeichen für Leute, die es bedenken. 14 Und Er ist es, der euch das Meer dienstbar
gemacht hat, damit ihr frisches Fleisch daraus eßt und Schmuck aus ihm herausholt, um ihn
anzulegen. Und du siehst die Schiffe es durchspalten, ja, damit ihr nach etwas von seiner Huld strebt,
auf dass ihr dankbar werdet.
16:15 Und Er hat auf der Erde festgegründete Berge gelegt, dass sie nicht mit euch schwanke, und Flüsse
und Wege — auf dass ihr der Rechtleitung folget — 16 und Wegzeichen. Und mit Hilfe der Sterne
finden sie die Richtung. 17 Ist denn der, der erschafft, wie der, der nicht erschafft? Wollt ihr es nicht
bedenken? 18 Und wenn ihr die Gnade Gottes aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht erfassen.
Wahrlich, Gott ist voller Vergebung und barmherzig. 19 Und Gott weiß, was ihr geheimhaltet und
was ihr offenlegt.
16:20 Und diejenigen, die sie anstelle Gottes anrufen, erschaffen nichts; sie werden aber selbst erschaffen.
21 Tot sind sie, nicht lebendig, und sie merken nicht, wann sie erweckt werden. 22 Euer Gott ist ein
einziger Gott. Diejenigen, die nicht an das Jenseits glauben, weisen es in ihren Herzen ab und zeigen
sich hochmütig. 23 Wahrlich, Gott weiß, was sie geheimhalten und was sie offenlegen. Er liebt die
nicht, die sich hochmütig zeigen. 24 Und wenn zu ihnen gesagt wird: »Was hat euer Herr
herabgesandt?« sagen sie: »Die Fabeln der Früheren.
16:25 So sollen sie am Tag der Auferstehung ihre Lasten vollständig tragen, und auch einen Teil der
Lasten derer, die sie ohne (richtiges) Wissen irreleiten. O schlimm ist, was auf ihnen lastet! 26 Ränke
haben diejenigen, die vor ihnen lebten, geschmiedet faßte Gott ihren Bau an den Grundmauern, und
die Decke über ihnen stürzte auf sie herab, und die Pein kam über sie, von wo sie es nicht merkten.
27 Dann am Tag der Auferstehung wird Er sie zuschanden machen und sagen: »Wo sind meine
Teilhaber, derentwegen ihr euch widersetztet? Diejenigen, denen das Wissen zugekommen ist, sagen:
Schande und Unheil kommen heute über die Ungläubigen« 28 die von den Engeln abberufen werden,
während sie sich selbst Unrecht getan haben. Sie bieten den Frieden an: »Wir pflegten nichts Böses zu
tun.« Doch, Gott weiß Bescheid über das, was ihr zu tun pflegtet. 29 Betretet nun die Tore der Hölle;
darin werdet ihr ewig weilen. Schlimm ist ja die Bleibe der Hochmütigen.
16:30 Zu denen, die gottesfürchtig sind, wird gesagt: Was hat euer Herr herabgesandt? Sie sagen: Gutes.
Diejenigen, die rechtschaffen sind, erhalten hier im Diesseits Gutes. Aber die Wohnstätte des Jenseits
ist gewiß besser. Vorzüglich ist die Wohnstätte der Gottesfürchtigen: 31 die Gärten von Eden, in die
sie eingehen, unter denen Bäche fließen und in denen sie (alles) haben, was sie wollen. So entlohnt
Gott die Gottesfürchtigen, 32 die die Engel abberufen, während sie gute (Menschen) gewesen sind.
Sie sagen: »Friede sei über euch! Geht ins Paradies ein für das, was ihr zu tun pflegtet.« 33 Erwarten
Sie denn etwas anderes, als dass die Engel zu ihnen kommen, oder dass der Befehl deines Herrn
eintrifft? So handelten auch diejenigen, die vor ihnen lebten. Und nicht Gott hat ihnen Unrecht getan,
sondern sie haben sich selbst Unrecht getan. 34 Getroffen haben sie (schließlich) die bösen Taten, die
sie begangen haben, und umschlossen hat sie das, worüber sie spotteten.
16:35 Diejenigen, die Polytheisten sind, sagen: »Wenn Gott gewollt hätte, hätten wir nichts an seiner
Stelle verehrt, weder wir noch unsere Väter, und wir hätten nichts an seiner Stelle verboten. So
handelten auch diejenigen, die vor ihnen lebten. Obliegt denn dem Gesandten etwas anderes als die
deutliche Ausrichtung (der Botschaft)? 36 Und Wir haben aus der Mitte jeder Gemeinschaft einen
Gesandten erstehen lassen: Dienet Gott und meidet die Götzen. Unter ihnen sind welche, die Gott
rechtgeleitet hat, und unter ihnen sind welche, über die der Irrtum zu Recht fällig geworden ist. Geht
auf der Erde umher und schaut, wie das Ende derer war, die (die Gesandten) der Lüge geziehen
haben. 37 Du magst dich doch so sehr bemühen, sie rechtzuleiten, Gott leitet nicht recht, wen Er (nun)
irreführt. Und sie werden keinen Helfer haben. 38 Sie schwören bei Gott ihren eifrigsten Eid, Gott
werde die nicht auferwecken, die sterben. Doch, das ist ein Ihm obliegendes Versprechen in Wahrheit
— aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid —, 39 damit Er ihnen das deutlich macht,
worüber sie uneins sind, und damit diejenigen, die ungläubig sind, wissen, dass sie Lügner waren.
16:40 Unsere Rede zu einer Sache, wenn Wir sie wollen, ist, zu ihr zu sprechen: Sei!, und sie ist.
16:41 Und die, die um Gottes willen ausgewandert sind, nachdem ihnen Unrecht getan wurde, werden
Wir gewiß im Diesseits in einen schönen Stand einweisen. Aber der Lohn des Jenseits ist gewiß
größer, wenn sie es nur wüßten! 42 (Sie), die geduldig sind und auf ihren Herrn vertrauen.
16:43 Und Wir haben vor dir nur Männer gesandt, denen Wir Offenbarungen eingegeben haben. So fragt
die Besitzer der Ermahnung , wenn ihr nicht Bescheid wisst. 44 (Wir haben sie gesandt) mit den
deutlichen Zeichen und den Schriften. Und Wir haben zu dir die Ermahnung herabgesandt, damit du
den Menschen deutlich machst, was zu ihnen herabgesandt worden ist, und damit sie vielleicht
nachdenken.
16:45 Wähnen sich denn diejenigen, die böse Ränke schmieden, in Sicherheit davor, dass Gott die Erde
mit ihnen versinken läßt, oder dass die Pein über sie kommt, von wo sie es nicht merken, 46 oder dass
Er sie in ihrem Umherziehen ergreift — und sie können es nicht vereiteln —, 47 oder dass Er sie
ergreift, während sie Angst haben? Euer Herr hat Mitleid und ist barmherzig. 48 Haben sie nicht auf
die Dinge geschaut, die Gott erschaffen hat? Ihre Schatten wenden sich rechts und links, und sie
werfen sich demütig vor Gott nieder. 49 Vor Gott wirft sich nieder, was in den Himmeln und was auf
der Erde ist, ob Tiere oder Engel, und sie verhalten sich nicht hochmütig.
16:50 Sie fürchten ihren Herrn, der über ihnen steht, und sie tun, was ihnen befohlen wird.
16:51 Und Gott hat gesprochen: Nehmt euch nicht zwei Götter. Er ist nur ein einziger Gott. Vor Mir sollt
ihr Ehrfurcht haben. 52 Ihm gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Und Ihm gehört die
religiöse Verehrung in ständiger Weise. Wollt ihr denn einen anderen als Gott fürchten? 53 Was ihr
an Gnade erfahrt, ist von Gott. Wenn euch dann ein Schaden trifft, so schreit ihr zu Ihm um Hilfe.
54 Wenn Er dann euch den Schaden behoben hat, da ist gleich ein Teil von euch dabei, ihrem Herrn
(andere) beizugesellen,
16:55 um undankbar zu sein für das, was Wir ihnen zukommen ließen. So genießet nur. Ihr werdet es
noch zu wissen bekommen. 56 Und sie bestimmen für das, von dem sie kein Wissen haben , einen
Anteil von dem, was Wir ihnen beschert haben. Bei Gott, ihr werdet zu verantworten haben, was ihr
zu erdichten pflegtet. 57 Und sie geben Gott Töchter- Preis sei Ihm! — und sich selbst, was sie
begehren. 58 Wenn einer von ihnen von der Geburt eines Mädchens benachrichtigt wird, bleibt sein
Gesicht finster, und er unterdrückt (seinen Groll). 59 Er verbirgt sich vor den Leuten wegen der
schlimmen Nachricht. Solle er es nun trotz der Schmach behalten oder es im Boden verscharren. Übel
ist, wie sie da urteilen.
16:60 Diejenigen, die an das Jenseits nicht glauben, besitzen die Eigenschaft des Bösen. Gott besitzt die
höchste Eigenschaft, und er ist der Mächtige, der Weise. 61 Wenn Gott die Menschen für ihre
Ungerechtigkeit belangen wollte, würde Er auf ihr kein Tier übriglassen. Aber Er stellt sie auf eine
festgesetzte Frist zurück. Und wenn ihre Frist eintrifft, können sie nicht einmal eine Stunde
zurückbleiben oder vorausgehen. 62 Und sie geben Gott, was sie verabscheuen. Und ihre Zungen
behaupten lügnerisch, dass für sie das Beste bestimmt ist. Kein Zweifel, dass für sie das Feuer
bestimmt ist und dass sie zuerst hineingestürzt werden.
16:63 Bei Gott, Wir haben (Propheten) zu Gemeinschaften vor dir gesandt. Da machte ihnen der Satan
ihre Taten verlockend. So ist er heute ihr Freund, und bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein. 64
Und Wir haben auf dich das Buch nur deswegen hinabgesandt, damit du ihnen das deutlich machst,
worüber sie uneins waren, und als Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.
16:65 Und Gott hat vom Himmel Wasser herabkommen lassen und mit ihm die Erde nach ihrem
Absterben wieder belebt. Darin ist ein Zeichen für Leute, die hören können. 66 Einen Grund zum
Nachdenken habt ihr in den Herdentieren. Wir geben euch von dem, was in ihrem Leib zwischen Kot
und Blut ist, zu trinken, reine Milch, bekömmlich für die, die (sie) trinken. 67 Und (Wir geben euch)
von den Früchten der Palmen und der Weinstöcke, woraus ihr euch Rauschgetränk und einen schönen
Lebensunterhalt nehmt. Darin ist ein Zeichen für Leute, die verständig sind. 68 Und dein Herr hat der
Biene eingegeben: »Nimm dir Häuser in den Bergen, in den Bäumen und in den Spalieren. 69 Dann
iß von allen Früchten, wandle auf den Wegen deines Herrn, die (dir) leicht gemacht sind. Aus ihren
Leibern kommt ein Trank von verschiedenen Arten, in dem Heilung für die Menschen ist. Darin ist
ein Zeichen für Leute, die nachdenken.
16:70 Und Gott hat euch erschaffen, dann beruft Er euch ab. Und manch einer von euch wird in das
schlimmste Alter gebracht, so dass er nach (vorherigem) Wissen nun nichts (mehr) weiß. Gott weiß
Bescheid und ist mächtig. 71 Und Gott hat einige von euch im Lebensunterhalt vor den anderen
bevorzugt. Doch geben diejenigen, die bevorzugt werden, ihren Lebensunterhalt nicht an die zurück,
die ihre rechte Hand besitzt, so dass sie alle darin gleich werden. Wollen sie denn die Gnade Gottes
leugnen? 72 Und Gott hat euch aus euch selbst Gattinnen gemacht, und von euren Gattinnen Söhne
und Enkel gemacht. Und Er hat euch (einiges) von den köstlichen Dingen beschert. Wollen sie denn
an das Falsche glauben und die Gnade Gottes verleugnen, 73 und denen anstelle Gottes dienen, die
ihnen keinen Lebensunterhalt in den Himmeln und auf der Erde bescheren können und (sonst) nichts
vermögen? 74 So führt für Gott keine Gleichnisse an. Gott weiß, ihr aber wisst nicht Bescheid.
16:75 Gott führt als Gleichnis einen leibeigenen Sklaven an, der über nichts Gewalt hat, und einen, dem
Wir von uns her einen schönen Lebensunterhalt beschert haben, so dass er davon geheim und offen
spendet. Sind sie etwa gleich? Lob sei Gott! Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid. 76
Und Gott führt als Gleichnis zwei Männer an. Der eine ist stumm und hat über nichts Gewalt; er ist
seinem Herrn eine Last; wo er ihn auch hinschickt, bringt er nichts Gutes. Ist er etwa dem gleich, der
die Gerechtigkeit gebietet, wobei er einem geraden Weg folgt?
16:77 Und Gott gehört das Unsichtbare der Himmel und der Erde. Und die Angelegenheit der Stunde ist
nur wie ein Augenblick, oder sie ist noch näher. Gott hat Macht zu allen Dingen. 78 Und Gott hat
euch aus dem Leib eurer Mütter hervorgebracht, während ihr nichts wußtet. Und Er hat euch Gehör,
Augenlicht und Herz gegeben, auf dass ihr dankbar seid. 79 Haben sie nicht auf die Vögel geschaut,
die im Luftraum des Himmels dienstbar gemacht worden sind? Nur Gott hält sie oben. Darin sind
Zeichen für Leute, die glauben.
16:80 Und Gott hat euch aus euren Häusern eine Ruhestätte gemacht, und Er hat euch aus den Häuten des
Viehs Behausungen gemacht, die ihr am Tag eures Aufbrechens und am Tag eures Aufenthaltes leicht
benutzen könnt, und aus ihrer Wolle, ihren Fellhärchen und ihrem Haar Ausstattung und Nutznießung
für eine Weile. 81 Und Gott hat euch aus dem, was Er erschaffen hat, schattenspendende Dinge
gemacht. Und Er hat euch aus den Bergen Verstecke gemacht. Und Er hat euch Gewänder gemacht,
die euch vor der Hitze schützen, und Gewänder, die euch vor eurer Schlagkraft (gegeneinander)
schützen. So vollendet Er seine Gnade an euch, auf dass ihr gottergeben seid. 82 Wenn sie sich
abkehren, so obliegt dir nur die deutliche Ausrichtung (der Botschaft). 83 Sie kennen die Gnade
Gottes, und dann verwerfen sie sie. Die meisten von ihnen sind ja Ungläubige.
16:84 Und am Tag, da Wir von jeder Gemeinschaft einen Zeugen erwecken. Dann wird denen, die
ungläubig sind, keine Erlaubnis gegeben, und es wird von ihnen keine entschuldigende Umkehr
(mehr) angenommen.
16:85 Und wenn diejenigen, die Unrecht taten, die Pein sehen, dann wird ihnen weder Erleichterung noch
Aufschub gewährt. 86 Und wenn diejenigen, die Polytheisten waren, ihre Teilhaber sehen, sagen sie:
»Unser Herr, das sind unsere Teilhaber, die wir an deiner Stelle anzurufen pflegten. Sie aber richteten
an sie das Wort: Ihr seid ja Lügner. 87 Sie bieten Gott an jenem Tag Ergebenheit an, und
entschwunden ist ihnen, was sie zu erdichten pflegten. 88 Diejenigen, die ungläubig sind und vom
Weg Gottes abweisen, lassen Wir eine noch größere Pein über ihre Pein erleiden dafür, dass sie
Unheil stifteten. 89 Und am Tag, da Wir in jeder Gemeinschaft aus ihren eigenen Reihen einen
Zeugen über sie erwecken. Dich bringen Wir zum Zeugen über diese da. Und Wir haben das Buch auf
dich hinabgesandt, um alles deutlich zu machen, und als Rechtleitung, Barmherzigkeit und
Frohbotschaft für die Gottergebenen.
16:90 Gott gebietet, Gerechtigkeit zu üben, Gutes zu tun und die Verwandten zu beschenken. Er verbietet
das Schändliche, das Verwerfliche und die Gewalttätigkeit. Er ermahnt euch, auf dass ihr es bedenket.
91 Und haltet den Bund Gottes, wenn ihr einen Bund geschlossen habt, und brecht nicht die Eide nach
ihrer Bekräftigung, wo ihr Gott zum Bürgen über euch gemacht habt. Gott weiß, was ihr tut. 92 Und
seid nicht wie jene, die ihr Garn, nachdem es fest gesponnen war, wieder in aufgelöste Strähnen
bricht, indem ihr eure Eide untereinander als Mittel des Betrugs nehmt, weil ja eine Gemeinschaft
zahlreicher ist als eine andere Gemeinschaft. Gott prüft euch damit. Und Er wird euch am Tag der
Auferstehung gewiß das deutlich machen, worüber ihr uneins waret. 93 Und wenn Gott gewollt hätte,
hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Aber Er führt irre, wen Er will, und Er leitet
recht, wen Er will, und ihr werdet das zu verantworten haben, was ihr zu tun pflegtet. 94 Und nehmt
euch nicht eure Eide als Mittel des Betrugs untereinander, sonst könnte der eine Fuß, nachdem er fest
gestanden hat, straucheln, und ihr würdet Böses erleiden dafür, dass ihr vom Weg Gottes abgewiesen
habt. Bestimmt ist dann für euch eine gewaltige Pein.
16:95 Und verkauft den Bund Gottes nicht gegen einen geringen Preis. Was bei Gott ist, ist besser für
euch, wenn ihr Bescheid wisst. 96 Was bei euch ist, geht zu Ende; was bei Gott ist, hat Bestand. Wir
werden bestimmt denen, die geduldig sind, mit ihrem Lohn vergelten für das Beste von dem, was sie
taten. 97 Wer Gutes tut, ob Mann oder Weib, und dabei gläubig ist, den werden Wir bestimmt ein
angenehmes Leben leben lassen. Und Wir werden ihnen bestimmt mit ihrem Lohn vergelten für das
Beste von dem, was sie taten. 98 Und so du den Koran verliest, suche Zuflucht bei Gott vor dem
gesteinigten Satan. 99 Er hat keine Macht über diejenigen, die glauben und auf ihren Herrn vertrauen.
16:100 Er hat Macht nur über diejenigen, die ihn zum Freund nehmen und die Ihm (andere) beigesellen.
101 Und wenn Wir ein Zeichen anstelle eines (anderen) Zeichens eintauschen — und Gott weiß
besser, was Er herabsendet —, sagen sie: »(Das) erdichtest du nur. Aber nein, die meisten von ihnen
wissen nicht Bescheid. 102 Sprich: Herabgesandt hat ihn der Geist der Heiligkeit von deinem Herrn
mit der Wahrheit, um diejenigen, die glauben, zu festigen, und als Rechtleitung und Frohbotschaft für
die Gottergebenen. 103 Und wir wissen ja doch, dass sie sagen: »Es lehrt ihn gewiß ein Mensch. Die
Sprache dessen, auf den sie hinweisen, ist eine fremde, und dies hier ist eine deutliche arabische
Sprache. 104 Diejenigen, die nicht an die Zeichen Gottes glauben, leitet Gott nicht recht, und
bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein.
16:105 Lügen erdichten nur diejenigen, die nicht an die Zeichen Gottes glauben. Das sind die (wahren)
Lügner.
16:106 Wer Gott verleugnet, nachdem er gläubig war — außer dem, der gezwungen wird, während sein
Herz im Glauben Ruhe gefunden hat —, nein, diejenigen, die ihre Brust dem Unglauben öffnen, über
die kommt ein Zorn von Gott, und bestimmt ist für sie eine gewaltige Pein. 107 Dies, weil sie das
diesseitige Leben mehr lieben als das Jenseits und weil Gott die ungläubigen Leute nicht rechtleitet.
108 Das sind diejenigen, deren Herz, Gehör und Augenlicht Gott versiegelt hat. Und das sind die, die
alles unbeachtet lassen. 109 Zweifellos sind sie im Jenseits die Verlierer.
16:110 Dein Herr ist zu denen, die (doch) ausgewandert sind, nachdem sie der Versuchung ausgesetzt
wurden, und sich dann eingesetzt haben und standhaft gewesen sind — ja, dein Herr ist nach diesem
(zu ihnen) voller Vergebung und barmherzig. 111 Am Tag, da jede Seele kommt, um für sich selbst
zu streiten, und da jeder Seele voll erstattet wird, was sie getan hat. Und ihnen wird kein Unrecht
getan.
16:112 Gott führt als Gleichnis eine Stadt an, die in Sicherheit und Ruhe lebte. Ihr Lebensunterhalt kam
zu ihr reichlich von überall her. Da wurde sie gegenüber den Wohltaten Gottes undankbar. So ließ sie
Gott das Kleid des Hungers und der Angst erleiden für das, was sie machten. 113 Ein Gesandter aus
ihrer Mitte kam doch zu ihnen. Sie ziehen ihn der Lüge. So ergriff sie die Pein, während sie Unrecht
taten. 114 Eßt nun von dem, was Gott euch beschert hat, so es erlaubt und köstlich ist. Und seid
dankbar für die Gnade Gottes, so ihr wirklich Ihm dient.
16:115 Verboten hat Er euch Verendetes, Blut, Schweinefleisch und das, worüber ein anderer als Gott
angerufen worden ist. Wenn aber einer gezwungen wird, wobei er weder Auflehnung noch
Übertretung begeht, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig. 116 Und sagt nicht von dem, was
eure Zungen lügnerisch behaupten: »Dies ist erlaubt, und dies ist verboten« um gegen Gott Lügen zu
erdichten. Denen, die gegen Gott Lügen erdichten, wird es nicht wohl ergehen. 117 Es ist nur eine
geringe Nutznießung. Und bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein. 118 Und denen, die Juden
sind, haben Wir das verboten, worüber»Wir dir zuvor berichtet haben . Und nicht Wir taten ihnen
Unrecht, sondern sie selbst haben sich Unrecht getan. 119 Dein Herr ist zu denen, die aus
Unwissenheit Böses tun, aber danach umkehren und Besserung zeigen — ja, dein Herr ist danach (zu
ihnen) voller Vergebung und barmherzig.
16:120 Abraham war ein Vorbild, Gott demütig ergeben und Anhänger des reinen Glaubens, und er
gehörte nicht zu den Polytheisten; 121 dankbar (war er) für seine Wohltaten. Er hat ihn erwählt und
zu einem geraden Weg geleitet. 122 Und Wir haben ihm im Diesseits Gutes zukommen lassen. Und
im Jenseits gehört er gewiß zu den Rechtschaffenen. 123 Und Wir haben dir offenbart: »Folge der
Glaubensrichtung Abrahams, als Anhänger des reinen Glaubens, und er gehörte nicht zu den
Polytheisten. 124 Und der Sabbat ist denen auferlegt worden, die über ihn uneins waren. Dein Herr
wird bestimmt am Tag der Auferstehung zwischen ihnen über das urteilen, worüber sie uneins waren.
16:125 Ruf zum Weg deines Herrn mit Wahrheit und schöner Ermahnung, und streite mit ihnen auf die
beste Art. Dein Herr weiß besser, wer von seinem Weg abirrt, und Er weiß besser, wer die sind, die
der Rechtleitung folgten. 126 Und wenn ihr bestraft, so bestraft im gleichen Maße, wie ihr bestraft
wurdet. Und wenn ihr euch geduldig zeigt, so ist es besser für die Geduldigen. 127 Sei geduldig.
Deine Geduld ist nur durch Gott möglich. Sei nicht betrübt über sie, und sei nicht in Bedrängnis
wegen der Ränke, die sie schmieden. 128 Und Gott ist mit denen, die (Ihn) fürchten und die
rechtschaffen sind.


Sure: 17 Die Nachtreise (al-Isra,-’) zu Mekka, 111 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
17:1 Preis sei dem, der seinen Diener bei Nacht von der heiligen Moschee zur fernsten Moschee , die Wir
ringsum gesegnet haben, reisen ließ, damit Wir ihm etwas von unseren Zeichen zeigen. Er ist der, der
alles hört und sieht.
17:2 Und Wir ließen dem Mose das Buch zukommen und machten es zu einer Rechtleitung für die Kinder
Israels: »Nehmt euch außer Mir keinen Sachwalter, 3 ihr, die Nachkommenschaft derer, die Wir mit
Noach getragen haben. Er war ein dankbarer Diener. 4 Und Wir haben für die Kinder Israels im Buch
bestimmt. Wahrlich, ihr werdet zweimal auf der Erde Unheil stiften, und ihr werdet große Macht
erringen.
17:5 Wenn nun die Drohung vom ersten Mal eintrifft , schicken Wir gegen euch Diener von Uns, die
eine starke Schlagkraft besitzen. Sie dringen durch die Wohnstätten ein. Und dies ist eine Drohung,
die ausgeführt sein wird. 6 Dann geben Wir euch wieder die Oberhand über sie, und Wir stehen euch
bei mit Vermögen und Söhnen und machen euch zu einer zahlreicheren Schar. 7 Wenn ihr Gutes tut,
tut ihr Gutes für euch selbst. Wenn ihr Böses tut, ist es auch für euch selbst. — Wenn dann die
Drohung vom letzten Mal eintrifft, (kommen sie), um euch schlimm ins Gesicht zu treffen und die
Moschee zu betreten, wie sie sie beim ersten Mal betraten, und das, worüber sie Macht errungen
haben, dem völligen Verderben preiszugeben. 8 Möge euer Herr sich euer erbarmen! Und wenn ihr
(dazu) zurückkehrt, kehren Wir (auch) zurück. Und Wir haben die Hölle zum Gefängnis für die
Ungläubigen gemacht.« 9 Dieser Koran leitet zu dem, was richtiger ist, und verkündet den Gläubigen,
die die guten Werke tun, dass für sie ein großer Lohn bestimmt ist,
17:10 und dass Wir denen, die an das Jenseits nicht glauben, eine schmerzhafte Pein bereitet haben. 11
Der Mensch erbittet das Böse, wie er das Gute erbittet. Der Mensch ist ja eilfertig. 12 Und Wir haben
die Nacht und den Tag zu zwei Zeichen gemacht. Das Zeichen der Nacht haben Wir gelöscht, und
Wir haben das Zeichen des Tages so gemacht, dass man (an ihm) sehen kann, damit ihr nach einer
Huld von eurem Herrn strebt, und damit ihr die Zahl der Jahre und die Zeitrechnung wisst. Jedes Ding
haben Wir im einzelnen dargelegt. 13 Und jedem Menschen haben Wir sein Omen an seinem Hals
befestigt. Und am Tag der Auferstehung holen Wir ihm ein Buch heraus, das er aufgeschlagen
vorfindet: 14 »Lies dein Buch. Du selbst genügst heute, um mit dir selbst abzurechnen.«
17:15 Wer der Rechtleitung folgt, folgt ihr zu seinem eigenen Vorteil. Und wer irregeht, der geht irre zu
seinem eigenen Schaden. Und keine lasttragende (Seele) trägt die Last einer anderen. Und Wir
peinigen nicht, ehe Wir einen Gesandten haben erstehen lassen. 16 Und wenn Wir eine Stadt
verderben wollen, befehlen Wir denen, die in ihr üppig leben, (zu freveln), und sie freveln in ihr.
Somit wird der Spruch zu Recht gegen sie fällig, und Wir zerstören sie vollständig. 17 Und wie viele
Generationen nach Noach haben Wir verderben lassen! Dein Herr kennt und sieht die Sünden seiner
Diener zur Genüge.
17:18 Wer das schnell Eintreffende will, dem gewähren Wir darin schnell, was Wir wollen — dem, den
Wir wollen. Dann bestimmen Wir für ihn die Hölle; darin wird er brennen, gescholten und verstoßen.
19 Denen, die das Jenseits wollen und sich entsprechend darum bemühen, wobei sie gläubig sind,
denen wird für ihr Mühen gedankt.
17:20 Ihnen allen, diesen und jenen, stehen Wir bei mit etwas von der Gabe deines Herrn. Die Gabe
deines Herrn wird nicht verwehrt. 21 Schau, wie Wir die einen von ihnen vor den anderen
bevorzugen. Im Jenseits gibt es sicher höhere Rangstufen und größere Auszeichnungen.
17:22 Setze Gott keinen anderen Gott zur Seite, sonst wirst du dasitzen, gescholten und im Stich
gelassen. 23 Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr nur Ihm dienen sollt, und dass man die Eltern gut
behandeln soll. Wenn eines von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sag nicht zu
ihnen: »Pfui! « und fahre sie nicht an, sondern sprich zu ihnen ehrerbietige Worte. 24 Und senke für
sie aus Barmherzigkeit den Flügel der Untergebenheit und sag: »Mein Herr, erbarme dich ihrer, wie
sich mich aufgezogen haben, als ich klein war.
17:25 Euer Herr weiß besser, was in eurem Inneren ist. Wenn ihr rechtschaffen seid, so ist Er für die, die
immer wieder umkehren, voller Vergebung. 26 Und laß dem Verwandten sein Recht zukommen,
ebenso dem Bedürftigen und dem Reisenden, aber handle nicht ganz verschwenderisch. 27
Diejenigen, die verschwenderisch sind, sind Brüder der Satane; und der Satan ist gegenüber seinem
Herrn sehr undankbar. 28 Und falls du dich von ihnen abwendest im Streben nach einer von dir
erhofften Barmherzigkeit von deinem Herrn, so sprich zu ihnen milde Worte. 29 Und laß deine Hand
nicht an deinem Hals gefesselt sein, aber strecke sie auch nicht vollständig aus. Sonst würdest du
getadelt und verarmt dasitzen.
17:30 Dein Herr teilt den Lebensunterhalt großzügig, wem Er will, und auch bemessen zu. Er hat
Kenntnis von seinen Dienern, und Er sieht sie wohl. 31 Und tötet nicht eure Kinder aus Furcht vor
Verarmung. Ihnen und euch bescheren Wir doch den Lebensunterhalt. Sie töten ist eine große Sünde.
32 Und nähert euch nicht der Unzucht. Sie ist etwas Schändliches, und sie ist ein übler Weg. 33 Und
tötet nicht den Menschen, den Gott für unantastbar erklärt hat, es sei denn bei vorliegender
Berechtigung. Wird jemand ungerechterweise getötet, so geben Wir seinem nächsten Verwandten
Vollmacht (ihn zu rächen). Nur soll er nicht maßlos im Töten sein; siehe, er wird Beistand finden. 34
Und nähert euch nicht dem Vermögen des Waisenkindes, es sei denn auf die beste Art, bis es seine
Vollkraft erreicht hat. Und erfüllt eingegangene Verpflichtungen. Über die Verpflichtungen wird
Rechenschaft gefordert.
17:35 Und gebt volles Maß, wenn ihr meßt. Und wägt mit der richtigen Waage. Das ist besser und führt
zu einem schöneren Abschluß. 36 Und verfolge nicht das, wovon du kein Wissen hast. Über Gehör,
Augenlicht und Herz, über all das wird Rechenschaft gefordert. 37 Und schreite nicht unbekümmert
auf der Erde einher. Du wirst ja die Erde nicht durchbohren und die Berge an Höhe nicht erreichen
können. 38 Das schlechte Verhalten in alledem ist bei deinem Herrn verpönt. 39 Das ist etwas von
dem, was dir dein Herr an Weisheit offenbart hat. Und setze Gott keinen anderen Gott zur Seite, sonst
wirst du in die Hölle geworfen, getadelt und verstoßen.
17:40 Hat denn euer Herr für euch die Söhne erwählt und sich selbst aus den Reihen der Engel Töchter
genommen? Ihr sagt da etwas Ungeheuerliches.
17:41 Wir haben in diesem Koran (die Botschaft) auf verschiedene Weise dargestellt, damit sie es
bedenken. Aber das mehrt in ihnen nur die Abneigung.
17:42 Sprich: Gäbe es neben Ihm noch (andere) Götter, wie sie sagen, dann würden sie nach einem Weg
suchen, zum Herrn des Thrones zu gelangen. 43 Preis sei Ihm, und überaus hoch erhaben ist Er über
das, was sie sagen. 44 Ihn preisen die sieben Himmel und die Erde, und wer in ihnen ist. Es gibt
nichts, was nicht sein Lob singen würde. Aber ihr begreift ihren Preisgesang nicht. Er ist langmütig
und voller Vergebung.
17:45 Und wenn du den Koran verliest, stellen Wir zwischen dich und die, die an das Jenseits nicht
glauben, einen unsichtbaren Vorhang. 46 Und Wir legen auf ihre Herzen Hüllen, so dass sie ihn nicht
begreifen, und in ihre Ohren Schwerhörigkeit. Und wenn du im Koran allein deinen Herrn erwähnst,
kehren sie aus Abneigung den Rücken. 47 Wir wissen besser, womit sie zuhören, wenn sie dir
zuhören, und (auch) wenn sie sich in vertraulichem Gespräch befinden, da die, die Unrecht tun, sagen:
»Ihr folgt doch nur einem Mann, der einem Zauber verfallen ist. 48 Schau, wie sie dir Gleichnisse
anführen, und so abgeirrt sind, dass sie keinen Weg mehr finden. 49 Und sie sagen: Sollen wir, wenn
wir (bereits) Knochen geworden und auseinandergefallen sind, wirklich wieder als neue Schöpfung
erweckt werden?
17:50 Sprich: (Ja), ob ihr nun Steine oder Eisen seid, 51 oder etwas Erschaffenes von der Art, die in eurer
Vorstellung kaum möglich wäre. Sie werden sagen: Wer wird uns (ins Leben) zurückbringen? Sprich:
Der, der euch das erste Mal erschaffen hat. Dann werden sie vor dir den Kopf schütteln und sagen:
Wann wird das sein? Sprich: Vielleicht wird es bald sein. 52 Am Tag, da Er euch rufen wird, und da
ihr mit seinem Lob antworten und meinen werdet, ihr hättet nur ein wenig verweilt.«
17:53 Und sag meinen Dienern, sie sollen die besten Worte sprechen. Der Satan stachelt zwischen ihnen
auf. Der Satan ist dem Menschen ein offenkundiger Feind. 54 Euer Herr weiß besser über euch
Bescheid. Wenn Er will, erbarmt Er sich euer, und wenn Er will, peinigt Er euch. Und Wir haben dich
nicht als Sachwalter über sie gesandt.
17:55 Und dein Herr weiß besser über die Bescheid, die in den Himmeln und auf der Erde sind. Und Wir
haben einige der Propheten vor den anderen bevorzugt. Und Wir haben David eine Schrift
zukommen lassen.
17:56 Sprich: Ruft die, die ihr anstelle Gottes angebt, an. Sie vermögen doch von euch den Schaden
weder zu beheben noch abzuwenden. 57 Jene, die sie anrufen, suchen selbst ein Mittel, zu ihrem
Herrn zu gelangen, (und wetteifern), wer von ihnen am nächsten sei; und sie hoffen auf seine
Barmherzigkeit und haben Angst vor seiner Pein. Die Pein deines Herrn ist etwas, wovor man auf der
Hut sein muß.
17:58 Und es gibt keine Stadt, die Wir nicht vor dem Tag der Auferstehung verderben oder mit einer
harten Pein peinigen würden. Dies steht im Buch zeilenweise niedergeschrieben. 59 Und nichts
anderes hinderte Uns daran, (Propheten) mit den Zeichen zu senden, als dass die Früheren sie für
Lüge erklärten. Und Wir ließen den Thamud die Kamelstute als sichtbares Zeichen zukommen. Sie
aber handelten an ihr ungerecht. Und Wir senden (die Propheten) mit den Zeichen nur zur
Abschreckung.
17:60 Und als Wir zu dir sprachen: »Dein Herr umfängt die Menschen. Und Wir haben das Traumgesicht,
das Wir dich sehen ließen, nur zu einer Versuchung für die Menschen gemacht, ebenso den
verfluchten Baum im Koran. Wir machen ihnen angst, aber es steigert bei ihnen nur um so mehr das
Übermaß ihres Frevels.
17:61 Und als Wir zu den Engeln sprachen: »Werft euch vor Adam nieder. Da warfen sie sich nieder,
außer Iblis. Er sagte: Soll ich mich vor dem niederwerfen, den Du aus Ton erschaffen hast? 62 Er
sagte: Was meinst Du von diesem, dem Du mehr Ehre verliehen hast als mir? Wenn du mir bis zum
Tag der Auferstehung Aufschub gewährst, werde ich seiner Nachkommenschaft die Zügel anlegen,
bis auf wenige. 63 Er sprach: Geh weg. Wenn einer von ihnen dir folgt, so ist die Hölle euer Lohn, ein
reichlicher Lohn. 64 Und schrecke mit deiner Stimme auf, wen von ihnen du vermagst, und biete
gegen sie deine Pferde und dein Fußvolk auf, und nimm von ihnen einen Anteil an Vermögen und
Kindern, und mach ihnen Versprechungen.« Der Satan verspricht ihnen nur Betörung.
17:65 »Über meine Diener hast du keine Macht. Und dein Herr genügt als Sachwalter. 66 Euer Herr ist
es, der für euch die Schiffe auf dem Meer treibt, damit ihr nach etwas von seiner Huld strebt. Er ist ja
zu euch barmherzig. 67 Wenn euch auf dem Meer ein Schaden trifft, da irren die, die ihr außer Ihm
anruft, (weit) weg. Hat Er euch dann ans Land errettet, wendet ihr euch ab. Der Mensch ist eben
undankbar. 68 Wähnt ihr euch denn in Sicherheit davor, dass Er eine Ecke des Festlandes mit euch
versinken läßt oder einen Sandsturm gegen euch schickt, und dass ihr dann für euch keinen
Sachwalter findet? 69 Oder wähnt ihr euch in Sicherheit davor, dass Er euch ein anderes Mal aufs
Meer zurückbringt und einen verheerenden Wind gegen euch schickt und euch ertrinken läßt, weil
ihr ungläubig seid, und dass ihr dann für euch niemanden findet, der Uns deswegen belangen könnte?
17:70 Und Wir haben den Kindern Adams Ehre erwiesen; Wir haben sie auf dem Festland und auf dem
Meer getragen und ihnen (einiges) von den köstlichen Dingen beschert, und Wir haben sie vor vielen
von denen, die Wir erschaffen haben, eindeutig bevorzugt.
17:71 Am Tag, da Wir jede Menschengruppe mit ihrem Vorsteher rufen werden. Diejenigen, denen dann
ihr Buch in ihre Rechte gereicht wird, werden ihr Buch lesen, und ihnen wird nicht ein Dattelfädchen
Unrecht getan. 72 Und wer in diesem (Leben) blind ist, der ist (auch) im Jenseits blind und irrt noch
mehr vom Weg ab. 73 Fast hätten sie dich verführt (und) von dem (abgebracht), was Wir dir offenbart
haben, damit du gegen Uns etwas anderes erdichtest. Dann hätten sie dich zum Vertrauten
genommen. 74 Hätten Wir dich nicht gefestigt, du hättest wohl bei ihnen ein wenig Stütze gesucht.
17:75 Dann hätten Wir dich doppeltes Leben und doppelten Tod erleiden lassen, und dann würdest du für
dich keinen Helfer gegen Uns finden. 76 Und fast hätten sie dich aus dem Land aufgeschreckt, um
dich daraus zu vertreiben. Dann würden sie nach dir nur ein wenig verweilen können. 77 Nach diesem
Beispiel wurde verfahren mit denen von unseren Gesandten, die Wir vor dir gesandt haben. Und du
wirst keine Veränderungen bei unserem Verfahren finden.
17:78 Verrichte das Gebet beim Neigen der Sonne bis zum Dunkel der Nacht, und (auch) die
Koranlesung bei Tagesanbruch. Der Koranlesung bei Tagesanbruch soll man beiwohnen. 79 Und
wache einen Teil der Nacht damit, als zusätzliche Tat für dich. Dein Herr möge dich zu einer
lobenswerten Rangstellung erwecken.
17:80 Und sprich: Mein Herr, gewähre mir einen wahrhaftigen Eingang und gewähre mir einen
wahrhaftigen Ausgang, und schaffe mir von Dir her eine unterstützende Macht. 81 Und sprich: Die
Wahrheit ist gekommen, und das Falsche schwindet dahin. Das Falsche schwindet ja schnell dahin.
17:82 Und Wir senden vom Koran hinab, was den Gläubigen Heilung und Barmherzigkeit bringt; denen
aber, die Unrecht tun, bringt es nur noch mehr Verlust. 83 Wenn Wir dem Menschen Gnade erweisen,
wendet er sich ab und entfernt sich beiseite. Und wenn ihn das Böse trifft, ist er sehr verzweifelt.
84 Sprich: Jeder handelt nach seiner Weise. Euer Herr weiß besser, wer dem richtigeren Weg folgt.
17:85 Und sie fragen dich nach dem Geist. Sprich: Der Geist ist vom Befehl meines Herrn. Und euch ist
vom Wissen nur wenig zugekommen. 86 Und wenn Wir wollten, würden Wir sicherlich wegnehmen,
was Wir dir offenbart haben. Du könntest dann für dich in dieser Sache keinen Sachwalter gegen Uns
finden. 87 Es ist nichts als Barmherzigkeit von deinem Herrn. Seine Huld zu dir ist ja groß. 88 Sprich:
Wenn die Menschen und die Djinn zusammenkämen, um etwas beizubringen, was diesem Koran
gleich wäre, sie brächten nicht seinesgleichen bei, auch wenn sie einander helfen würden. 89 Und Wir
haben den Menschen in diesem Koran verschiedene Gleichnisse dargelegt. Doch bestehen die meisten
Menschen auf dem Unglauben.
17:90 Und sie sagen: »Wir werden dir nicht glauben, bis du uns aus der Erde eine Quelle hervorbrechen
läßt, 91 oder bis du einen Garten von Palmen und Weinstöcken hast und durch ihn Bäche ausgiebig
hervorbrechen läßt, 92 oder bis du den Himmel auf uns in Stücken herabfallen läßt, wie du behauptet
hast, oder Gott und die Engel vor unsere Augen bringst, 93 oder bis du ein Haus aus Gold besitzt oder
in den Himmel hochsteigst. Und wir werden nicht glauben, dass du hochgestiegen bist, bis du auf uns
ein Buch herabsendest, das wir lesen können. Sprich: Preis sei meinem Herrn! Bin ich etwas anderes
als ein Mensch und ein Gesandter? 94 Und was die Menschen daran hinderte, als die Rechtleitung zu
ihnen kam, zu glauben, ist nichts anderes, als dass sie sagten: Hat denn Gott einen Menschen als
Gesandten erstehen lassen?
17:95 Sprich: Wenn es auf der Erde Engel gäbe, die da in Ruhe umhergingen, dann hätten Wir ihnen vom
Himmel ja einen Engel als Gesandten hinabgeschickt . 96 Sprich: Gott genügt als Zeuge zwischen
mir und euch. Er hat Kenntnis von seinen Dienern, und Er sieht sie wohl. 97 Wen Gott rechtleitet, der
ist es, der der Rechtleitung folgt. Und für die, die Er irreführt, wirst du außer Ihm keine Freunde
finden. Und Wir werden sie am Tag der Auferstehung versammeln, (sie wandeln) vor sich hin, blind,
stumm, taub. Ihre Heimstätte ist die Hölle. Sooft sie schwächer wird, mehren Wir ihnen den
Feuerbrand. 98 Das ist ihr Lohn dafür, dass sie unsere Zeichen verleugnet und gesagt haben: »Sollen
wir, wenn wir (bereits) Knochen geworden und auseinandergefallen sind, wirklich wieder als neue
Schöpfung auferweckt werden?« 99 Haben sie denn nicht gesehen, dass Gott, der die Himmel und die
Erde erschaffen hat, die Macht hat, ihresgleichen zu erschaffen? Und Er hat ihnen eine Frist gesetzt,
an der kein Zweifel möglich ist. Doch bestehen die, die Unrecht tun, auf dem Unglauben.
17:100 Sprich: Würdet ihr über die Vorratskammern der Barmherzigkeit meines Herrn verfügen, ihr
würdet aus Furcht vor dem Ausgeben zurückhaltend sein. Der Mensch ist ja geizig.
17:101 Und Wir haben dem Mose neun deutliche Zeichen zukommen lassen. So frag die Kinder Israels.
Als er zu ihnen kam, sagte Pharao zu ihm: »Ich bin der Meinung, o Mose, dass du einem Zauber
verfallen bist. 102 Er sagte: Du weißt, niemand anderes als der Herr der Himmel und der Erde hat
diese als Einsicht bringende Zeichen herabgesandt. Und ich bin der Meinung, o Pharao, dass du dem
Verderben verfallen bist. 103 Da wollte er sie aus dem Land aufschrecken. Wir aber ließen ihn
ertrinken, und auch alle, die mit ihm waren. 104 Und nach seinem Ableben sprachen Wir zu den
Kindern Israels: »Bewohnt das Land. Wenn dann das Versprechen des Jenseits eintrifft, bringen Wir
euch als gebündelte Schar herbei.«
17:105 Mit der Wahrheit haben Wir ihn hinabgesandt, und mit der Wahrheit ist er hinabgekommen.
Und Wir haben dich nur als Freudenboten und Warner gesandt. 106 Und Wir haben ihn als Koran in
Abschnitte geteilt, damit du ihn den Menschen ohne Hast verliest. Und Wir haben ihn nach und nach
hinabgesandt. 107 Sprich: Glaubt daran oder glaubt eben nicht. Diejenigen, denen vor ihm das Wissen
zugekommen ist, wenn er ihnen verlesen wird, fallen in Anbetung auf ihr Kinn nieder 108 und sagen:
»Preis sei unserem Herrn! Das Versprechen unseres Herrn ist ausgeführt. 109 Und sie werfen sich auf
ihr Kinn weinend nieder, und es mehrt in ihnen die Demut.
17:110 Sprich: Ruft Gott oder ruft den Erbarmer an. Welchen ihr auch anruft, Ihm gehören die schönsten Namen.
Und sei nicht laut beim Gebet, und auch nicht leise dabei. Suche einen Weg dazwischen. Und sprich: Lob sei
Gott, der sich kein Kind genommen hat, und der keinen Teilhaber an der Königsherrschaft hat und keinen
Freund als Helfer aus der Erniedrigung! Und rühme mit Nachdruck seine Größe.


Sure: 18 Die Höhle (al-Kahf) zu Mekka, 110 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
18:1 Lob sei Gott, der das Buch auf seinen Diener herabgesandt und daran nichts Krummes gemacht hat,
2 (ein Buch,) das richtig ist, damit er vor einem harten Schlag von Ihm her warne und den Gläubigen,
die die guten Werke tun, verkünde, dass für sie ein schöner Lohn bestimmt ist — 3 darin werden sie
ewig verbleiben —, 4 und damit er diejenigen warne, die sagen: »Gott hat sich ein Kind genommen.
18:5 Sie haben kein (richtiges) Wissen davon, und auch nicht (früher) ihre Väter. Es ist ein
ungeheuerliches Wort, das aus ihrem Munde herauskommt. Nichts als Lüge sagen sie da. 6 Vielleicht
magst du, wenn sie an diese Botschaft nicht glauben, aus Gram noch dich selbst umbringen, nachdem
sie sich abgewandt haben. 7 Wir haben das, was auf der Erde ist, zu einem Schmuck für sie gemacht,
um sie zu prüfen (und festzustellen), wer von ihnen am besten handelt. 8 Und Wir werden gewiß das,
was auf ihr ist, zu einem dürren Boden machen. 9 Oder meinst du, dass die Leute der Höhle und der
Inschrift ein (besonderes) Wunder unter unseren Zeichen sind?
18:10 Als die Jünglinge in der Höhle Unterkunft suchten und sagten: »Unser Herr, laß uns
Barmherzigkeit von Dir zukommen und bereite uns aus unserer Angelegenheit einen guten Ausweg.
11 Da schlugen Wir in der Höhle auf ihre Ohren für eine Anzahl von Jahren. 12 Dann erweckten Wir
sie, um zu erfahren, welche von den beiden Parteien die Dauer ihres Verbleibens am richtigsten erfaßt
hat. 13 Wir erzählen dir ihre Geschichte in Wahrheit. Sie waren Jünglinge, die an ihren Herrn
glaubten und denen Wir noch mehr Rechtleitung schenkten. 14 Und Wir festigten ihre Herzen, als sie
aufstanden und sagten: »Unser Herr ist der Herr der Himmel und der Erde. Wir werden niemals außer
Ihm einen (anderen) Gott anrufen, sonst würden wir etwas Abwegiges sagen.
18:15 Diese unsere Volksgenossen haben sich an seiner Stelle Götter genommen. Würden sie doch für sie
eine offenkundige Ermächtigung bringen! Wer ist denn ungerechter als der, der gegen Gott eine Lüge
erdichtet? 16 Und so ihr euch von ihnen und von dem, was sie außer Gott anbeten, absetzt, dann sucht
Unterkunft in der Höhle, so wird euer Herr über euch einiges von seiner Barmherzigkeit ausbreiten
und euch in eurer Angelegenheit eine milde Behandlung bereiten. 17 Und du siehst die Sonne, wenn
sie aufgeht, sich von ihrer Höhle zur Rechten wegneigen, und wenn sie untergeht, an ihnen zur
Linken vorbeigehen, während sie sich darin in einem Raum befinden. Das gehört zu den Zeichen
Gottes. Wen Gott rechtleitet, der ist es, der der Rechtleitung folgt, und wen Er irreführt, für den wirst
du keinen Freund finden, der ihn den rechten Weg weisen könnte. 18 Und du meinst, sie seien wach,
obwohl sie schlafen. Und Wir drehen sie nach rechts und nach links um. Und ihr Hund streckt seine
Vorderbeine im Vorraum aus. Würdest du sie erblicken, du würdest vor ihnen zur Flucht kehrtmachen
und du würdest vor ihnen mit Schrecken erfüllt sein.
18:19 Und so erweckten Wir sie, damit sie sich untereinander fragten. Ein Sprecher unter ihnen sagte:
»Wie lange habt ihr verweilt? Sie sagten: Verweilt haben wir einen Tag oder einen Teil von einem
Tag. Sie sagten: Euer Herr weiß besser, wie lange ihr verweilt habt. So schickt einen von euch mit
diesen euren Silbermünzen in die Stadt; er soll sehen, welche ihrer Speisen am reinsten ist, und euch
davon eine Versorgung bringen. Er soll behutsam sein und niemanden etwas von euch merken lassen.
18:20 Denn wenn sie von euch erfahren , werden sie euch steinigen oder euch zur Rückkehr zu ihrer
Glaubensrichtung zwingen; dann wird es euch nie mehr wohl ergehen.«
18:21 Auf diese Weise ließen Wir (die Menschen) sie doch entdecken, damit sie wissen, dass das
Versprechen Gottes wahr ist und dass an der Stunde kein Zweifel möglich ist. Als sie untereinander
über ihre Angelegenheit stritten, da sagten sie: »Baut über ihnen ein Gebäude. Ihr Herr weiß besser
über sie Bescheid. Diejenigen, die in ihrer Angelegenheit überlegen waren, sagten: Wir werden uns
über ihnen eine Anbetungsstätte einrichten. 22 Manche werden sagen: Es sind drei, und ihr Hund ist
der vierte von ihnen. Und manche sagen: Fünf sind sie, und der sechste von ihnen ist ihr Hund.« Ein
Herumraten in bezug auf das Unsichtbare. Und manche sagen: »Sieben, und der achte von ihnen ist
ihr Hund. Sprich: Mein Herr weiß besser über ihre Zahl Bescheid. Und nur wenige wissen über sie
Bescheid. Darum streite über sie nur aufgrund eines offensichtlichen Beweises, und frage niemanden
von ihnen um Auskunft über sie. 23 Und sag nicht von einer Sache: »Ich werde dies morgen tun« 24
es sei denn (du fügst hinzu): »So Gott will. Und gedenke deines Herrn, wenn du es vergessen hast,
und sag: Mein Herr möge mich zu etwas rechtleiten, was der richtigen Handlungsweise eher
entspricht als dies!«
18:25 Und sie verweilten in ihrer Höhle dreihundert Jahre und noch neun dazu. 26 Sprich: Gott weiß
besser, wie lange sie verweilt haben. Ihm gehört das Unsichtbare der Himmel und der Erde. Wie
vorzüglich sieht Er, und wie vorzüglich hört Er! Sie haben außer Ihm keinen Freund. Und Er beteiligt
niemanden an seiner Urteilsgewalt.
18:27 Und verlies, was dir vom Buch deines Herrn offenbart worden ist. Niemand wird seine Worte
abändern können. Und du wirst außer Ihm keine Zuflucht finden. 28 Und halte dich geduldig zurück
zusammen mit denen, die morgens und abends ihren Herrn anrufen, in der Suche nach seinem Antlitz.
Und deine Augen sollen nicht über sie hinwegsehen, indem du nach dem Schmuck des diesseitigen
Lebens trachtest. Und gehorche nicht dem, dessen Herz Wir unserem Gedenken gegenüber achtlos
gemacht haben, der seiner Neigung folgt und dessen Angelegenheit sich durch Maßlosigkeit
auszeichnet. 29 Und sprich: Es ist die Wahrheit von eurem Herrn. Wer nun will, möge glauben, und
wer will, möge ungläubig sein. Wir haben denen, die Unrecht tun, ein Feuer bereitet, dessen
Zeltdecke sie umschließt. Und wenn sie um Hilfe rufen, wird ihnen mit Wasser gleich
geschmolzenem Erz geholfen, das die Gesichter verbrennt. Welch schlimmer Trank und welch
schlechter Lagerplatz!
18:30 Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun — siehe, Wir lassen den Lohn derer, die in ihrem
Handeln rechtschaffen sind, nicht verlorengehen. 31 Jene sind es, für die die Gärten von Eden
bestimmt sind. Unter ihnen fließen Bäche. Geschmückt sind sie darin mit Armringen aus Gold, und
sie tragen grüne Gewänder aus Seide und Brokat, indem sie sich darin auf Liegen lehnen. Wie
vorzüglich ist der Lohn und wie schön der Lagerplatz!
18:32 Und führe ihnen als Gleichnis zwei Männer an. Dem einen von ihnen gaben Wir zwei Gärten mit
Weinstöcken, und Wir umgaben sie mit Palmen und legten dazwischen Saatfelder an. 33 Beide
Gärten brachten ihren Ernteertrag und ließen nichts davon fehlen. Und dazwischen ließen Wir einen
Bach hervorbrechen. 34 Er erhielt (daraus) Früchte. Da sagte er zu seinem Gefährten, während er sich
mit ihm unterhielt: »Ich habe mehr Vermögen als du und auch eine stärkere Schar.
18:35 Und er betrat seinen Garten, indem er sich selbst Unrecht tat. Er sagte: Ich glaube nicht, dass dieser
(Garten) jemals verschwinden wird, 36 und ich glaube nicht, dass die Stunde heraufkommen wird.
Und wenn ich zu meinem Herrn zurückgebracht werde, werde ich sicher als Rückzugsort etwas
Besseres als ihn finden. 37 Sein Gefährte sagte zu ihm, während er sich mit ihm unterhielt: Willst du
denn den verleugnen, der dich aus Erde, dann aus einem Tropfen erschaffen und dann dich zu einem
Mann gebildet hat? 38 Aber, was mich betrifft: Er, Gott, ist mein Herr, und ich geselle meinem Herrn
niemanden bei. 39 Hättest du doch, als du deinen Garten betreten hast, gesagt: ›(Es ist), was Gott will;
es gibt keine Kraft außer durch Gott‹! Wenn du auch siehst, dass ich weniger Vermögen und Kinder
habe als du,
18:40 So möge mein Herr mir etwas Besseres als deinen Garten geben und über ihn aufeinanderfolgende
Pfeile vom Himmel schicken, so dass er zu einem schlüpfrigen Boden wird, 41 oder dass sein Wasser
versiegt, so dass du es nicht mehr wirst finden können. 42 Seine Früchte wurden ringsum erfaßt. Da
begann er, seine Handflächen umzudrehen über das, was er für ihn ausgegeben hatte, während er bis
zu den Wipfeln verödet war, und zu sagen: O hätte ich doch meinem Herrn niemanden beigesellt! 43
Und er hatte keine Schar, die ihn anstelle Gottes unterstützte, und er fand auch selbst keine
Unterstützung. 44 In dem Fall gehört allein dem wahren Gott die Möglichkeit, Freundschaft zu
gewähren. Er ist der Beste im Belohnen, und Er verschafft den besten Ausgang.
18:45 Und führe ihnen das Gleichnis vom diesseitigen Leben an. Es ist wie Wasser, das Wir vom Himmel
herabkommen lassen, worauf sich die Pflanzen der Erde damit vermengen. Dann werden sie zu
dürrem Zeug, das die Winde verwehen. Und Gott hat ja Macht zu allen Dingen. 46 Das Vermögen
und die Söhne sind der Schmuck des diesseitigen Lebens. Was aber bleibt, die guten Werke — sie
bringen bei deinem Herrn einen besseren Lohn und begründen eine bessere Hoffnung.
18:47 Und an dem Tag, da Wir die Berge versetzen und du die Erde herauskommen siehst und Wir sie
versammeln, ohne jemanden von ihnen auszulassen, 48 und da sie deinem Herrn in einer Reihe
vorgeführt werden: »Ihr seid zu Uns gekommen, so wie Wir euch das erste Mal erschaffen haben. Ihr
aber habt behauptet, Wir würden für euch keine Verabredung festlegen. 49 Und das Buch wird
hingelegt. Da siehst du die Übeltäter erschrocken vor dem, was darin steht. Und sie sagen: O wehe
uns! Was ist mit diesem Buch, dass es nichts, weder klein noch groß, ausläßt, ohne es zu erfassen?
Und sie finden (alles), was sie taten, vorliegen. Und dein Herr tut niemandem Unrecht.
18:50 Und als Wir zu den Engeln sprachen: »Werft euch vor Adam nieder. Da warfen sie sich nieder,
außer Iblis. Er gehörte zu den Djinn. So frevelte er gegen den Befehl seines Herrn. Wollt ihr denn ihn
und seine Nachkommenschaft euch zu Freunden an meiner Stelle nehmen, wo sie euch doch feind
sind? Welch schlimmer Tausch für die, die Unrecht tun! 51 Ich habe sie der Erschaffung der Himmel
und der Erde nicht beiwohnen lassen, und auch nicht ihrer eigenen Erschaffung. Ich nehme mir
niemals die Irreführenden als Beistand.
18:52 Und an dem Tag, da Er spricht: »Ruft meine Teilhaber, die ihr angegeben habt, an. Sie rufen sie an,
aber sie erhören sie nicht. Und Wir setzen zwischen sie einen Abgrund. 53 Und die Übeltäter sehen
das Feuer und erwarten, dass sie hineinfallen, und finden kein Mittel, ihm zu entrinnen. 54 Und Wir
haben den Menschen in diesem Koran verschiedene Gleichnisse dargelegt. Von allen Wesen ist aber
der Mensch am streitsüchtigsten.
18:55 Und was die Menschen daran hinderte, zu glauben und ihren Herrn um Vergebung zu bitten, als die
Rechtleitung zu ihnen kam, ist nichts anderes als (die anmaßende Forderung), dass an ihnen nach dem
Beispiel der Früheren verfahren werde, oder dass die Pein über sie komme vor ihren Augen. 56 Wir
senden die Gesandten nur als Freudenboten und Warner. Diejenigen, die nicht glauben, streiten mit
dem Falschen, um damit die Wahrheit zu widerlegen. Und sie nehmen meine Zeichen und das, womit
sie gewarnt wurden, zum Gegenstand des Spottes. 57 Wer ist denn ungerechter als der, der mit den
Zeichen seines Herrn ermahnt wird und sich dann von ihnen abwendet und vergißt, was seine Hände
vorausgeschickt haben. Wir haben auf ihre Herzen Hüllen gelegt, so dass sie ihn nicht begreifen, und
in ihre Ohren Schwerhörigkeit. Auch wenn du sie zur Rechtleitung rufst, werden sie niemals der
Rechtleitung folgen. 58 Und dein Herr ist voller Vergebung, und Er besitzt die Barmherzigkeit.
Würde Er sie für das belangen, was sie erworben haben, würde Er für sie die Pein beschleunigen.
Aber sie haben eine Verabredung, vor der sie keine Zuflucht finden werden. 59 Das sind die Städte,
die Wir verderben ließen, als sie Unrecht taten. Und Wir haben für ihr Verderben eine Verabredung
festgelegt.
18:60 Und als Mose zu seinem Knecht sagte: »Ich werde nicht ablassen, bis ich den Zusammenfluß der
beiden Meere erreicht habe, und sollte ich lange Zeit unterwegs sein. 61 Als sie deren Zusammenfluß
erreicht hatten, vergaßen sie ihren Fisch, so nahm er seinen Weg ins Meer wie einen Tauchpfad. 62
Als sie vorbeigegangen waren, sagte er zu seinem Knecht: Bring uns unser Mittagessen. Wir haben ja
auf dieser unserer Reise (viel) Mühsal erlitten. 63 Er sagte: Was meinst du? Als wir beim Felsen Rast
gemacht haben, da habe ich den Fisch vergessen. Vergessen ließ mich ihn nur der Satan, so dass ich
nicht mehr an ihn dachte. Und er nahm seinen Weg ins Meer auf wunderbare Weise. 64 Er sagte: Das
ist es, was wir suchten. Da kehrten sie beide zurück und folgten ihren eigenen Spuren.
18:65 Sie trafen einen von unseren Dienern, dem Wir Barmherzigkeit von Uns hatten zukommen lassen
und den Wir Wissen von Uns gelehrt hatten. 66 Mose sagte zu ihm: »Darf ich dir folgen, auf dass du
mich von dem lehrst, was du über den rechten Weg belehrt worden bist? 67 Er sagte: Nimmer wirst
du bei mir aushalten können. 68 Wie willst du das aushalten, wovon du keine umfassende Kenntnis
hast? 69 Er sagte: Du wirst finden, so Gott will, dass ich standhaft bin, und ich werde gegen keinen
Befehl von dir ungehorsam sein.
18:70 Er sagte: Wenn du mir folgst, dann frage mich nach nichts, bis ich selbst mit dir zuerst darüber
rede. 71 Da zogen sie beide weiter. Als sie nun das Schiff bestiegen, schlug er darin ein Loch. Er
sagte: Wie konntest du ein Loch darin schlagen, um seine Besatzung ertrinken zu lassen? Du hast da
eine grauenhafte Sache begangen. 72 Er sagte: Habe ich nicht gesagt, dass du nimmer bei mir wirst
aushalten können? 73 Er sagte: Belange mich nicht dafür, dass ich vergessen habe, und bedrücke
mich in meiner Angelegenheit nicht mit einer schweren Last. 74 Da zogen sie beide weiter. Als sie
dann einen Jungen trafen, tötete er ihn. Er sagte: Wie konntest du einen unschuldigen Menschen
töten, und zwar nicht als Wiedervergeltung für einen (anderen) Menschen? Du hast da eine
verwerfliche Sache begangen.
18:75 Er sagte: Habe ich nicht zu dir gesagt, dass du nimmer bei mir wirst aushalten können? 76 Er sagte:
Wenn ich dich nach diesem noch einmal nach irgend etwas frage, dann laß mich dich nicht mehr
begleiten. Du hast dann von mir aus bereits eine Entschuldigung erhalten. 77 Da zogen sie beide
weiter. Als sie dann zu den Bewohnern einer Stadt kamen, baten sie ihre Bewohner um etwas zu
essen. Sie weigerten sich, sie zu bewirten. Da fanden sie in ihr eine Mauer, die einzustürzen drohte.
Er richtete sie auf. Er sagte: Wenn du gewollt hättest, hättest du dafür einen Lohn nehmen können. 78
Er sagte: Jetzt ist die Trennung zwischen mir und dir fällig. Ich werde dir die Deutung dessen
kundgeben, was du nicht aushalten konntest. 79 Was das Schiff betrifft, so gehörte es armen Leuten,
die auf dem Meer arbeiteten. Ich wollte es schadhaft machen, denn ein König war hinter ihnen her,
der jedes Schiff mit Gewalt nahm.
18:80 Was den Jungen betrifft, so waren seine Eltern gläubige (Menschen). Da fürchteten wir, er würde
sie durch das Übermaß seines Frevels und durch seinen Unglauben bedrücken. 81 So wollten wir,
dass ihr Herr ihnen einen zum Tausch gebe, der besser wäre als er in der Lauterkeit und anhänglicher
in der Pietät. 82 Und was die Mauer betrifft, so gehörte sie zwei Waisenjungen in der Stadt. Unter ihr
befand sich ein Schatz, der ihnen gehörte. Ihr Vater war rechtschaffen. Da wollte dein Herr, dass sie
(erst) ihre Vollkraft erreichen und ihren Schatz herausholen, aus Barmherzigkeit von deinem Herrn.
Ich tat es ja nicht aus eigenem Entschluß. Das ist die Deutung dessen, was du nicht aushalten
konntest.«
18:83 Und sie fragen dich nach dem mit den zwei Hörnern . Sprich: Ich werde euch eine Geschichte über
ihn verlesen. 84 Wir gaben ihm auf der Erde eine angesehene Stellung und eröffneten ihm in jedem
Bereich einen Weg.
18:85 Da folgte er einem Weg. 86 Als er nun den Ort des Sonnenuntergangs erreichte, fand er, dass sie in
einer verschlammten Quelle unterging. Und er fand bei ihr ein Volk. Wir sprachen: »O du mit den
zwei Hörnern, entweder peinigst du (sie), oder du entscheidest dich für Güte gegen sie. 87 Er sagte:
Was den, der Unrecht tut, betrifft, so werden wir ihn peinigen, dann wird er zu seinem Herrn
zurückgebracht, und Er wird ihn eine entsetzliche Pein erleiden lassen. 88 Wer aber glaubt und Gutes
tut, für den ist das Beste als Lohn bestimmt, und Wir werden ihm aus unserem Gebot etwas sagen,
was Erleichterung bringt . 89 Dann folgte er einem Weg.
18:90 Als er nun den Ort des Sonnenaufgangs erreichte, fand er, dass sie über Leuten aufgeht, denen Wir
keine Bedeckung vor ihr geschaffen hatten. 91 So war es. Und Wir haben eine umfassende Kenntnis
von dem, was ihn betrifft. 92 Dann folgte er einem Weg. 93 Als er nun den Ort zwischen den beiden
Sperrmauern erreichte, fand er neben ihnen Leute, die kaum ein Wort verstehen konnten. 94 Sie
sagten: »O du mit den zwei Hörnern, Gog und Magog stiften Unheil auf der Erde. Sollen wir dir einen
Tribut aussetzen, dass du zwischen uns und ihnen eine Sperrmauer errichtest?
18:95 Er sagte: Die angesehene Macht, die mir mein Herr verliehen hat, ist besser. Nun helft mir mit
Kraft, so errichte ich zwischen euch und ihnen einen aufgeschütteten Wall. 96 Bringt mir die
Eisenstücke. Als er nun zwischen den beiden Berghängen gleich hoch aufgeschüttet hatte, sagte er:
Blast (jetzt). Als er es zum Glühen gebracht hatte, sagte er: Bringt mir (geschmolzenes) Kupfer, dass
ich es darüber gieße. 97 So konnten sie ihn nicht überwinden, und sie konnten auch nicht darin eine
Bresche schlagen. 98 Er sagte: Das ist eine Barmherzigkeit von meinem Herrn. Wenn dann das
Versprechen meines Herrn eintrifft, macht Er ihn zu Staub. Und das Versprechen meines Herrn ist
wahr.«
18:99 Und Wir lassen sie an jenem Tag durcheinander in Wallung geraten. Es wird in die Trompete
geblasen. Dann versammeln Wir sie alle.
18:100 Und Wir führen den Ungläubigen an jenem Tag die Hölle nachdrücklich vor, 101 (ihnen), deren
Augen vor meiner Ermahnung bedeckt waren, und die auch nicht hören konnten.
18:102 Meinen denn diejenigen, die ungläubig sind, dass sie sich meine Diener an meiner Stelle zu
Freunden nehmen können? Wir haben den Ungläubigen die Hölle als Herberge bereitet. 103 Sprich:
Sollen Wir euch die bekanntgeben, die an ihren Werken am meisten verlieren, 104 deren Mühen im
diesseitigen Leben fehlgeht, während sie meinen, sie würden rechtschaffen handeln?
18:105 Das sind diejenigen, die die Zeichen ihres Herrn und die Begegnung mit Ihm verleugnen. Ihre
Werke sind wertlos, und Wir werden ihnen am Tag der Auferstehung kein Gewicht beimessen. 106
Das ist ihr Lohn, die Hölle, dafür, dass sie ungläubig waren und meine Zeichen und meine Gesandten
zum Gegenstand des Spottes genommen haben. 107 Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun,
werden die Gärten des Paradieses zur Herberge haben, 108 sie werden darin ewig weilen und sich
nicht wünschen, davon wegzugehen.
18:109 Sprich: Wenn das Meer Tinte für die Worte meines Herrn wäre, würde das Meer zu Ende gehen,
bevor die Worte meines Herrn zu Ende gehen, auch wenn Wir noch einmal soviel hinzubrächten.
18:110 Sprich: Ich bin ja nur ein Mensch wie ihr; mir wird offenbart, dass euer Gott ein einziger Gott ist. Wer nun
auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, der soll gute Werke tun und bei der Anbetung seines Herrn (Ihm)
niemanden beigesellen.


Sure: 19 Maria (Maryam) zu Mekka, 98 Verse

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
19:1 Kaf Ha Ya ‘Ayn Sad . 2 Zum Gedenken an die Barmherzigkeit deines Herrn zu seinem Diener
Zakaria. 3 Als er seinen Herrn im Verborgenen anrief. 4 Er sagte: »Mein Herr, schwach ist mir das
Gebein geworden und altersgrau das Haupt. Und ich war gewiß im Rufen zu Dir, mein Herr, nicht
unglücklich.
19:5 Ich fürchte die Verwandten nach mir, und meine Frau ist unfruchtbar. So schenke mir von Dir einen
nahen Verwandten, 6 der mich beerbt und von der Sippe Jakobs erbt, und mach ihn, mein Herr, (Dir)
wohlgefällig. 7 O Zakaria, Wir verkünden dir einen Knaben, sein Name ist Yahya , wie Wir zuvor
noch niemanden gleich ihm genannt haben. 8 Er sagte: Mein Herr, wie soll ich einen Knaben haben,
wo meine Frau unfruchtbar ist und ich vom hohen Alter einen Dürrezustand erreicht habe? 9 Er
sprach: So wird es sein. Dein Herr spricht: Das ist Mir ein leichtes. Auch dich habe Ich vorher
erschaffen, als du noch nichts warst.
19:10 Er sagte: Mein Herr, setze mir ein Zeichen. Er sprach: Dein Zeichen ist, dass du, obwohl gesund,
drei Nächte lang nicht zu den Menschen sprechen wirst. 11 Er kam zu seinen Leuten aus dem Tempel
heraus und bedeutete ihnen: Preiset morgens und abends. 12 O Yahya, nimm das Buch mit aller Kraft.
Und Wir ließen ihm noch als Kind die Urteilskraft zukommen, 13 und Mitgefühl von Uns und
Lauterkeit. Er war gottesfürchtig 14 und pietätvoll gegen seine Eltern, er war aber nicht ein
widerspenstiger Gewaltherrscher.
19:15 Und Friede sei über ihm am Tag, da er geboren wurde, und am Tag, da er stirbt, und am Tag, da er
wieder zum Leben erweckt wird.
19:16 Und gedenke im Buch der Maria, als sie sich von ihren Angehörigen an einen östlichen Ort
zurückzog. 17 Sie nahm sich einen Vorhang vor ihnen. Da sandten Wir unseren Geist zu ihr. Er
erschien ihr im Bildnis eines wohlgestalteten Menschen. 18 Sie sagte: »Ich suche beim Erbarmer
Zuflucht vor dir, so du gottesfürchtig bist. 19 Er sagte: Ich bin der Bote deines Herrn, um dir einen
lauteren Knaben zu schenken
19:20 Sie sagte: Wie soll ich einen Knaben bekommen? Es hat mich doch kein Mensch berührt, und ich
bin keine Hure. 21 Er sagte: So wird es sein. Dein Herr spricht: Das ist Mir ein leichtes. Wir wollen
ihn zu einem Zeichen für die Menschen und zu einer Barmherzigkeit von Uns machen. Und es ist eine
beschlossene Sache 22 So empfing sie ihn. Und sie zog sich mit ihm zu einem entlegenen Ort zurück.
23 Die Wehen ließen sie zum Stamm der Palme gehen. Sie sagte: O wäre ich doch vorher gestorben
und ganz und gar in Vergessenheit geraten! 24 Da rief er ihr von unten her zu: Sei nicht betrübt. Dein
Herr hat unter dir Wasser fließen lassen.
19:25 Und schüttle den Stamm der Palme gegen dich, so läßt sie frische, reife Datteln auf dich
herunterfallen. 26 Dann iß und trink und sei frohen Mutes. Und wenn du jemanden von den
Menschen siehst, dann sag: Ich habe dem Erbarmer ein Fasten gelobt, so werde ich heute mit keinem
Menschen reden. 27 Dann kam sie mit ihm zu ihrem Volk, indem sie ihn trug. Sie sagten: O Maria, du
hast eine unerhörte Sache begangen. 28 O Schwester Aarons, nicht war dein Vater ein schlechter
Mann, und nicht war deine Mutter eine Hure. 29 Sie zeigte auf ihn. Sie sagten: Wie können wir mit
dem reden, der noch ein Kind in der Wiege ist?
19:30 Er sagte: Ich bin der Diener Gottes. Er ließ mir das Buch zukommen und machte mich zu einem
Propheten. 31 Und Er machte mich gesegnet, wo immer ich bin. Und Er trug mir auf, das Gebet und
die Abgabe (zu erfüllen), solange ich lebe, 32 und pietätvoll gegen meine Mutter zu sein. Und Er
machte mich nicht zu einem unglückseligen Gewaltherrscher. 33 Und Friede sei über mir am Tag, da
ich geboren wurde, und am Tag, da ich sterbe, und am Tag, da ich wieder zum Leben erweckt werde.
34 Das ist Jesus, der Sohn Marias. Es ist das Wort der Wahrheit, woran sie zweifeln.
19:35 Es steht Gott nicht an, sich ein Kind zu nehmen. Preis sei Ihm! Wenn Er eine Sache beschlossen
hat, sagt Er zu ihr: Sei!, und sie ist. 36 (Jesus spricht) Und Gott ist mein Herr und euer Herr; so dienet
Ihm. Das ist ein gerader Weg. 37 Dann wurden die Parteien untereinander uneins. Wehe denen, die
nicht glauben, vor dem Erleben eines gewaltigen Tages! 38 O wie gut werden sie hören und schauen
am Tag, an dem sie zu Uns kommen werden! Aber die, die Unrecht tun, befinden sich heute in einem
offenkundigen Irrtum. 39 Warne sie vor dem Tag des Bedauerns, wenn die Angelegenheit
entschieden sein wird, während sie alles unbeachtet lassen, und während sie (noch) ungläubig sind.
19:40 Wir werden gewiß die Erde und alle, die auf ihr sind, erben. Und zu Uns werden sie
zurückgebracht.
19:41 Und gedenke im Buch des Abraham. Er war ein Wahrhaftiger und ein Prophet. 42 Als er zu seinem
Vater sagte: »O mein Vater, warum verehrst du das, was nicht hört und nicht sieht und dir nichts
nützt? 43 O mein Vater, zu mir ist vom Wissen gekommen, was nicht zu dir gekommen ist. So folge
mir, dann führe ich dich einen ebenen Weg. 44 O mein Vater, diene nicht dem Satan. Der Satan ist
gegen den Erbarmer widerspenstig.
19:45 O mein Vater, ich fürchte, dass dich vom Erbarmer eine Pein erfaßt, und dass du so zum Freund
des Satans wirst. 46 Er sagte: Verschmähst du meine Götter, o Abraham? Wenn du nicht aufhörst,
werde ich dich bestimmt steinigen. Und entferne dich von mir auf lange Zeit. 47 Er sagte: Friede sei
über dir. Ich werde meinen Herrn für dich um Vergebung bitten. Er ist zu mir sehr
entgegenkommend. 48 Ich sondere mich von euch ab und von dem, was ihr anstelle Gottes anruft. Ich
rufe meinen Herrn an. Möge ich im Rufen zu meinem Herrn nicht unglücklich werden! 49 Als er sich
von ihnen und von dem, was sie anstelle Gottes verehrten, abgesondert hatte, schenkten Wir ihm
Isaak und Jakob; und beide machten Wir zu Propheten.
19:50 Und Wir schenkten ihnen etwas von unserer Barmherzigkeit, und Wir gaben ihnen einen hohe
wahrhaftigen Ruf.
19:51 Und gedenke im Buch des Mose. Er war auserwählt, und er war ein Gesandter und Prophet. 52 Und
Wir riefen ihn von der rechten Seite des Berges und ließen ihn zu vertraulichem Gespräch
nähertreten. 53 Und Wir schenkten ihm in unserer Barmherzigkeit seinen Bruder Aaron als
Propheten.
19:54 Und gedenke im Buch des Ismael. Er war treu zu seinem Versprechen, und er war ein Gesandter
und Prophet.
19:55 Und er befahl seinen Angehörigen das Gebet und die Abgabe, und er war seinem Herrn
wohlgefällig.
19:56 Und gedenke im Buch des Idris. Er war ein Gesandter und Prophet. 57 Und Wir erhoben ihn an
einen hohen Ort.
19:58 Das sind die unter den Propheten, die Gott begnadet hat, aus der Nachkommenschaft Adams und
von denen, die Wir mit Noach getragen haben, und aus der Nachkommenschaft Abrahams und
Israels, und von denen, die Wir rechtgeleitet und erwählt haben. Wenn ihnen die Zeichen des
Erbarmers verlesen werden, fallen sie anbetend und weinend nieder. 59 Es folgten dann nach ihnen
Nachfolger, die das Gebet vernachlässigten und den Begierden nachgingen. So werden sie den
Untergang finden,
19:60 außer denen, die umkehren und glauben und Gutes tun. Diese gehen ins Paradies ein — und ihnen
wird in nichts Unrecht getan.—, 61 in die Gärten von Eden, die der Erbarmer seinen Dienern im
Bereich des Unsichtbaren versprochen hat. Sein Versprechen wird bestimmt herbeigeführt. 62 Sie
hören darin keine unbedachte Rede, sondern nur: »Frieden! Und sie haben darin ihren Unterhalt
morgens und abends. 63 Das ist das Paradies, das Wir denen von unseren Dienern zum Erbe geben,
die gottesfürchtig sind. — 64 Und wir (die Engel) kommen nur auf Befehl deines Herrn herab. Ihm
gehört, was vor uns und was hinter uns und was dazwischen liegt. Und dein Herr ist gewiß nicht
vergeßlich,
19:65 (Er), der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was zwischen ihnen ist. So diene Ihm und sei
beharrlich in seinem Dienst. Weißt du etwa einen, der Ihm namensgleich wäre?
19:66 Der Mensch sagt: »Werde ich, wenn ich gestorben bin, (wirklich) lebendig hervorgebracht werden?
67 Bedenkt der Mensch denn nicht, dass Wir ihn zuvor erschaffen haben, da er nichts war? 68 Bei
deinem Herrn, Wir werden sie samt den Satanen versammeln. Dann werden Wir sie rings um die
Hölle auf den Knien vortreten lassen. 69 Dann werden Wir aus jeder Partei die herausgreifen, die
gegen den Erbarmer am heftigsten rebelliert haben.
19:70 Dann wissen gerade Wir am besten über die Bescheid, die es am ehesten verdienen, darin zu
brennen. 71 Und es gibt keinen unter euch, der nicht dahin wie zur Tränke gehen würde? Dies obliegt
deinem Herrn als eine unabwendbare beschlossene Sache. 72 Dann erretten Wir diejenigen, die
gottesfürchtig waren, und lassen die, die Unrecht tun, in ihr auf den Knien zurück.
19:73 Und wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die
ungläubig sind, zu denen, die glauben: »Welche von den beiden Gruppen hat eine bessere Stellung
und eine schönere Gesellschaft? 74 Wie viele Generationen haben Wir vor ihnen verderben lassen,
die sie in Ausstattung und Aussehen übertrafen!
19:75 Sprich: Den, der sich im Irrtum befindet, möge der Erbarmer lange darin gewähren lassen! Wenn
sie schließlich das sehen, was ihnen angedroht ist, die Pein oder die Stunde, da werden sie wissen,
wer die schlimmere Stätte und die schwächere Heerschar hat. 76 Und Gott läßt diejenigen, die der
Rechtleitung folgen, in der Rechtleitung zunehmen. Was bleibt, die guten Werke — sie bringen bei
deinem Herrn einen besseren Lohn und sichern einen besseren Ort der Rückkehr.
19:77 Hast du den gesehen, der unsere Zeichen verleugnet und sagt: »Mir werden gewiß Vermögen und
Kinder zuteil« 78 Hat er denn Kenntnis vom Unsichtbaren erworben, oder hat er vom Erbarmer ein
verbindliches Versprechen erhalten? 79 Nein, Wir werden aufschreiben, was er sagt, und ihm die Pein
noch verlängern.
19:80 Und Wir erben von ihm das, wovon er spricht. Und alle»n kommt er zu Uns.
19:81 Und sie haben sich anstelle Gottes Götter genommen, damit sie ihnen zum Stolz gereichen. 82
Nein, sie werden deren Verehrung verleugnen und werden ihnen Widersacher sein. 83 Hast du nicht
gesehen, dass Wir die Satane gegen die Ungläubigen gesandt haben, damit sie sie heftig aufstacheln?
84 Nichts sollst du gegen sie zu beschleunigen wünschen. Wir zählen ihnen schon (die Tage) ab.
19:85 Am Tag, da Wir die Gottesfürchtigen wie eine Reiterabordnung zum Erbarmer versammeln, 86 und
die Übeltäter zur Hölle wie eine Herde zur Tränke treiben, 87 verfügen sie über keine Fürsprache,
außer dem, der vom Erbarmer ein verbindliches Versprechen erhalten hat. 88 Und sie sagen: »Der
Erbarmer hat sich ein Kind genommen. 89 Ihr habt da eine ungeheuerliche Sache begangen.
19:90 Die Himmel brechen bald auseinander, und die Erde spaltet sich, und die Berge stürzen in
Trümmern darüber, 91 dass sie dem Erbarmer ein Kind zuschreiben. 92 Es ziemt doch dem Erbarmer
nicht, sich ein Kind zu nehmen. 93 Niemand in den Himmeln und auf der Erde wird zum Erbarmer
anders denn als Diener kommen können. 94 Er hat sie erfaßt und genau aufgezählt.
19:95 Und sie alle werden zu Ihm am Tag der Auferstehung allein kommen. 96 Denen, die glauben und
die guten Werke tun, wird der Erbarmer Liebe bereiten.
19:97 Wir haben ihn (den Koran) leicht gemacht in deiner Sprache, damit du durch ihn den Gottesfürchtigen frohe
Botschaft verkündest und durch. ihn streitsüchtige Leute warnst. 98 Und wie viele Generationen haben Wir vor
ihnen verderben lassen! Nimmst du noch irgendeinen von ihnen wahr, oder hörst du von ihnen noch den
geringsten Laut?


Sure: 20 T,.a H,.a,- zu Mekka, 135 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
20:1 Ta Ha. 2 Wir haben den Koran nicht auf dich hinabgesandt, damit du unglücklich bist, 3 sondern als
Erinnerung für den, der gottesfürchtig ist, 4 herabgesandt von dem, der die Erde und die erhabenen
Himmel erschaffen hat.
20:5 Der Erbarmer hat sich auf dem Thron zurechtgesetzt. 6 Ihm gehört, was in den Himmeln und was
auf der Erde ist, und was zwischen ihnen und was unter dem Erdboden ist. 7 Und wenn du deine
Worte laut äußerst, so weiß Er ja das Geheimnis, und was noch verborgener ist. 8 Gott, es gibt keinen
Gott außer Ihm. Ihm gehören die schönsten Namen.
20:9 Ist denn die Geschichte von Mose zu dir gelangt?
20:10 Als er ein Feuer sah und zu seinen Angehörigen sagte: »Bleibt hier. Ich habe ein Feuer
wahrgenommen, vielleicht kann ich euch davon eine Fackel bringen oder beim Feuer eine
Wegweisung finden. 11 Als er dort ankam, wurde ihm zugerufen: O Mose! 12 Siehe, Ich bin dein
Herr, so ziehe deine Sandalen aus. Du befindest dich ja im heiligen Tal Tuwa. 13 Ja, Ich habe dich
erwählt. So höre auf das, was offenbart wird. 14 Siehe, Ich bin Gott. Es gibt keinen Gott außer Mir.
So diene Mir und verrichte das Gebet zu meinem Gedächtnis.
20:15 Wahrlich, die Stunde kommt — Ich halte sie fast verborgen —, damit jeder Seele vergolten wird
für das, worum sie sich bemüht. 16 So laß nicht den, der nicht an sie glaubt und seiner Neigung folgt,
dich von ihr abweisen, sonst würdest du zugrunde gehen. 17 . Und was ist das da in deiner Rechten, o
Mose? 18 Er sagte: Das ist mein Stab. Darauf stütze ich mich, und damit schlage ich für meine Schafe
Blätter ab, und ich gebrauche ihn auch sonst zu anderen Zwecken. 19 Er sprach: Wirf ihn hin, o
Mose!
20:20 Er warf ihn hin, da war er eine Schlange, die lief. 21 Er sprach: Nimm sie, und hab keine Angst.
Wir werden sie zu ihrem ursprünglichen Zustand zurückbringen. 22 Und lege deine Hand dicht an
deine Seite, so kommt sie weiß, jedoch nicht von Übel befallen, heraus. (Dies) als weiteres Zeichen,
23 auf das Wir dich etwas von unseren größten Zeichen sehen lassen. 24 Geh zu Pharao, er zeigt ein
Übermaß an Frevel.
20:25 Er sagte: »Mein Herr, weite mir meine Brust, 26 und mach mir meine Angelegenheit leicht. 27 Und
löse einen Knoten von meiner Zunge, 28 So dass sie meine Worte begreifen. 29 Und bestelle mir aus
den Reihen meiner Angehörigen einen, der (die Last) mitträgt,
20:30 Aaron, meinen Bruder. 31 Festige durch ihn meine Kraft, 32 und laß ihn an meiner Angelegenheit
teilhaben, 33 damit wir Dich viel preisen 34 und Deiner viel gedenken.
20:35 Du siehst uns ja wohl. 36 Er sprach: Deine Bitte ist dir gewährt, o Mose! 37 Und Wir haben dir
(bereits) ein anderes Mal eine Wohltat erwiesen, 38 als Wir deiner Mutter eingegeben haben, was
eingegeben werden sollte: 39 ›Leg ihn in den Kasten und wirf ihn ins Meer, und das Meer soll ihn ans
Ufer legen, so dass ihn ein Feind von Mir und Feind von ihm aufnimmt.‹ Und Ich habe über dich eine
Liebe von Mir gelegt, ja, auf dass du vor meinem Auge aufgezogen wirst.
20:40 Als deine Schwester herging und sagte: ›Soll ich euch auf jemanden hinweisen, der ihn betreuen
würde?‹ So haben Wir dich zu deiner Mutter zurückkehren lassen, damit sie frohen Mutes und nicht
betrübt sei. Und du tötetest einen Menschen. Da erretteten Wir dich aus dem Kummer, und Wir
unterzogen dich einer harten Versuchung. So verweiltest du jahrelang unter den Leuten von Madyan.
Dann kamst du, o Mose, zu einer vorausbestimmten Zeit. 41 Und Ich habe dich für Mich aufgezogen.
42 Geh du und dein Bruder mit meinen Zeichen, und seid nicht nachlässig in meinem Gedenken. 43
Geht zu Pharao, er zeigt ja ein Übermaß an Frevel. 44 So sprecht zu ihm in sanfter Rede, vielleicht
bedenkt er es, oder er fürchtet sich.
20:45 Sie sagten: Unser Herr, wir fürchten, dass er übereilig gegen uns vorgeht oder dass er ein Übermaß
an Frevel zeigt. 46 Er sprach: Fürchtet euch nicht. Ich bin mit euch und höre und sehe, (was
geschieht). 47 So geht zu ihm und sagt: ›Wir sind Gesandte deines Herrn. Schick die Kinder Israels
mit uns weg, und peinige sie nicht. Wir sind zu dir mit einem Zeichen von deinem Herrn gekommen.
Und Friede sei auf dem, der der Rechtleitung folgt. 48 Uns ist ja offenbart worden, dass die Pein den
überkommt, der (die Botschaft) für Lüge erklärt und sich abkehrt.‹ 49 Er sagte: Wer ist denn euer
Herr, o Mose?
20:50 Er sagte: Unser Herr ist der, der jedem Ding seine Natur gegeben und dann die Rechtleitung
gebracht hat. 51 Er sagte: Wie steht es denn mit den früheren Generationen? 52 Er sagte: Über sie
weiß mein Herr Bescheid, es steht in einem Buch. Mein Herr irrt nicht, und Er vergißt nicht. 53 Er,
der euch die Erde zu einer Lagerstätte gemacht und euch auf ihr Wege geebnet hat und Wasser vom
Himmel hat herabkommen lassen. So haben Wir dadurch Arten verschiedener Pflanzen
hervorgebracht. 54 Eßt und weidet euer Vieh. Darin sind Zeichen für Leute, die Vernunft haben.
20:55 Aus ihr haben Wir euch erschaffen, und in sie lassen Wir euch zurückkehren, und aus ihr bringen
Wir euch ein anderes Mal hervor.
20:56 Und Wir ließen ihn all unsere Zeichen schauen, aber er erklärte (sie) für Lüge und weigerte sich. 57
Er sagte: »Bist du zu uns gekommen, um uns mit deiner Zauberei aus unserem Land zu vertreiben, o
Mose? 58 Wir werden dir gewiß mit einer gleichen Zauberei kommen. So setze zwischen uns und dir
eine Verabredungszeit fest, die weder wir noch du versäumen werden, an einem Ort, der (uns allen)
gleichermaßen recht ist. 59 Er sagte: Eure Verabredungszeit soll am Tag des Schmuckfestes sein, und
die Menschen sollen am späten Vormittag versammelt sein.
20:60 Pharao kehrte sich ab. Da nahm er seine ganze List zusammen, und dann kam er. 61 Mose sagte zu
ihnen: Wehe euch! Erdichtet gegen Gott keine Lüge, dass Er euch nicht durch eine Pein vertilgt.
Enttäuscht wird ja, wer Lügen erdichtet. 62 Da stritten sie untereinander über ihre Angelegenheit und
führten insgeheim vertrauliche Gespräche. 63 Sie sagten: Diese beiden sind gewiß Zauberer, die euch
mit ihrem Zauber aus eurem Land vertreiben und euren vorbildlichen Weg beseitigen wollen. 64 So
nehmt einmütig eure ganze List zusammen, dann kommt in einer Reihe. Heute wird es dem wohl
ergehen, der überlegen ist.
20:65 Sie sagten: O Mose, entweder wirfst du, oder wir sind es, die zuerst werfen. 66 Er sagte: Nein,
werft ihr (zuerst). Und siehe da, ihre Stricke und Stäbe — es kam ihm ja durch ihre Zauberei vor, als
ob sie liefen. 67 Und er, Mose, empfand in seiner Seele Furcht. 68 Wir sprachen: Fürchte dich nicht.
Du, ja du wirst überlegen sein. 69 Wirf, was in deiner Rechten ist, so verschlingt es das, was sie
gemacht haben. Was sie gemacht haben, ist nur die List eines Zauberers, und dem Zauberer ergeht es
nicht wohl, woher er auch kommen mag.
20:70 Und die Zauberer wurden in Anbetung zu Boden geworfen. Sie sagten: Wir glauben an den Herrn
Aarons und Moses. 71 Er sagte: Ihr glaubt an ihn, bevor ich es euch erlaube? Er ist bestimmt euer
Ranghöchster, der euch die Zauberei gelehrt hat. Ich werde eure Hände und Füße wechselseitig
abhacken, und ich werde euch an Palmstämmen kreuzigen lassen. Und ihr werdet sicher erfahren, wer
von uns eine härtere und nachhaltigere Pein verhängt. 72 Sie sagten: Wir werden dir nicht den Vorzug
geben vor dem, was an deutlichen Zeichen zu uns gekommen ist, und (vor) dem, der uns erschaffen
hat. So entscheide, was du entscheiden magst. Du entscheidest nur über dieses irdische Leben. 73 Wir
glauben an unseren Herrn, damit Er uns unsere Verfehlungen vergebe und auch die Zauberei, zu der
du uns gezwungen hast. Gott ist besser und hat eher Bestand. 74 Siehe, wer als Übeltäter zu seinem
Herrn kommt, erhält die Hölle; darin wird er weder sterben noch leben.
20:75 Diejenigen, die zu Ihm als Gläubige kommen, welche die guten Werke getan haben, erhalten die
höchsten Rangstufen, 76 die Gärten von Eden, unter denen die Bäche fließen; darin werden sie ewig
weilen. Das ist der Lohn derer, die sich läutern.
20:77 Und Wir haben dem Mose offenbart: »Zieh bei Nacht mit meinen Dienern fort und schlag ihnen
einen trockenen Weg durch das Meer, so dass du nicht Angst davor haben mußt, eingeholt zu werden,
und du nichts zu befürchten brauchst. 78 Pharao verfolgte sie mit seinen Truppen, und es überdeckte
sie vom Meer, was sie überdeckte. 79 Pharao hat sein Volk irregeführt und nicht rechtgeleitet.
20:80 O Kinder Israels, Wir retteten euch vor eurem Feind, Wir verabredeten Uns mit euch auf der
rechten Seite des Berges, und Wir sandten das Manna und die Wachteln auf euch hinab: 81 »Eßt von
den köstlichen Dingen dessen, was Wir euch beschert haben, und zeigt nicht darin ein Übermaß an
Frevel, sonst läßt sich mein Zorn auf euch nieder. Der, auf den sich mein Zorn niederläßt, wird
stürzen. 82 Doch siehe, Ich bin voller Vergebung für den, der umkehrt und glaubt und Gutes tut und
dann der Rechtleitung folgt. 83 Und was veranlaßt dich, von deinem Volk fortzueilen, o Mose? 84
Er sagte: Siehe, sie folgen mir auf der Spur. Und ich bin zu dir geeilt, mein Herr, damit Du (an mir)
Wohlgefallen hast.
20:85 Er sprach: Wir haben dein Volk, nachdem du weggegangen warst, einer Versuchung ausgesetzt,
und der Samiri hat sie irregeführt. 86 Da kam Mose zu seinem Volk zornig und voller Bedauern. Er
sagte: O mein Volk, hat euch euer Herr nicht ein schönes Versprechen gegeben? Hat es euch mit dem
Bund zu lange gedauert, oder wolltet ihr, dass sich ein Zorn von eurem Herrn auf euch niederläßt,
dass ihr die Vereinbarung mit mir gebrochen habt? 87 Sie sagten: Nicht aus freier Entscheidung
haben wir die Vereinbarung mit dir gebrochen, sondern wir hatten ganze Lasten von den
Schmucksachen der Leute zu tragen. Da haben wir sie hineingeworfen. Ebenso hat (sie) der Samiri
hineingelegt. 88 So brachte er ihnen ein Kalb hervor als Leib, der blökte. Sie sagten: ›Das ist euer
Gott und der Gott Moses. Aber er hat vergessen.‹ 89 Sehen sie denn nicht, dass er ihnen kein Wort
erwidert und ihnen weder Schaden noch Nutzen bringen kann?
20:90 Aaron hatte ihnen doch vorher gesagt: »O mein Volk, ihr seid damit einer Versuchung ausgesetzt
worden. Und euer Herr ist der Erbarmer. So folgt mir und gehorcht meinem Befehl. 91 Sie sagten:
Wir werden nicht aufhören, ihn zu verehren, bis Mose zu uns zurückkehrt. 92 Er sagte: O Aaron,
was hat dich, als du sie irregehen sahst, daran gehindert, 93 mir zu folgen? Bist du denn gegen meinen
Befehl ungehorsam gewesen? 94 Er sagte: O Sohn meiner Mutter, pack mich nicht am Bart und nicht
am Kopf. Ich fürchtete, du würdest sagen: Du hast unter den Kindern Israels Zwietracht gestiftet und
du hast mein Wort nicht beachtet.
20:95 Er sagte: Und was ist mit dir, o Samiri? 96 Er sagte: Ich habe erblickt, was sie nicht erblickt haben.
So habe ich eine Handvoll Erde von der Spur des Gesandten gefaßt und sie dann hingeworfen. Auf
diese Weise hat es mir meine Seele eingeredet. 97 Er sagte: »Geh weg. Dein Los im Leben ist, zu
sagen: ›Ihr dürft mich nicht berühren.‹ Und du hast eine Verabredung, die man dir sicher nicht
brechen wird. Und schau zu deinem Gott, den du mit Beharrlichkeit verehrt hast. Wir werden ihn
wahrlich verbrennen, und dann werden wir ihn wahrlich ins Meer streuen. 98 Euer Gott ist allein
Gott, außer dem es keinen Gott gibt. Er umfaßt alle Dinge in seinem Wissen.« 99 Auf diese Weise
erzählen Wir dir etwas von den Berichten dessen, was früher geschah. Und Wir haben dir eine
Ermahnung von Uns zukommen lassen.
20:100 Wer sich dann abwendet, wird am Tag der Auferstehung eine Last tragen. 101 Darin werden sie
ewig weilen. Schlimm wird für sie am Tag der Auferstehung das sein, was sie tragen. 102 Am Tag, da
in die Trompete geblasen wird. An jenem Tag versammeln Wir die Übeltäter wie Leute mit blauen
Augen . 103 Sie werden zueinander leise sprechen: »Ihr habt nur zehn (Nächte) verweilt. 104 Wir
wissen besser, was sie sagen, wenn derjenige, der von ihnen der Vorbildlichste in seinem Verhalten
ist, sagt: Ihr habt ja nur einen Tag verweilt.«
20:105 Und sie fragen dich nach den Bergen. Sag: Mein Herr wird sie in den Wind streuen 106 und sie
als ebenen Grund zurücklassen, 107 So dass du in ihnen keine Krümmungen und keine Erhebungen
mehr siehst. 108 An jenem Tag folgen sie dem Rufer, bei dem nichts Krummes ist; die Stimmen
wenden sich in demütiger Andacht zum Erbarmer, und du hörst nichts als Flüstern. 109 An jenem Tag
nützt die Fürsprache nicht, außer dem, dem es der Erbarmer erlaubt und dessen Worte Ihm
wohlgefallen.
20:110 Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, sie aber umfassen es nicht mit ihrem Wissen.
111 Die Gesichter werden sich demütig senken vor dem Lebendigen, dem Beständigen. Und
enttäuscht wird der, dessen Last Unrecht ist. 112 Wer etwas von den guten Werken tut und dabei
gläubig ist, der wird kein Unrecht und keine Lohnminderung befürchten.
20:113 Und so haben Wir ihn als einen arabischen Koran hinabgesandt. Und Wir haben darin
verschiedene Drohungen dargelegt, auf dass sie gottesfürchtig werden oder er ihnen eine Ermahnung
bringe. 114 Erhaben ist Gott, der wahre König. Und übereile dich nicht mit dem Koran, bevor er dir
zu Ende offenbart worden ist. Und sprich: Mein Herr, gib mir mehr Wissen.
20:115 Und Wir hatten früher Adam (eine Verpflichtung) auferlegt. Aber er vergaß (sie). Und wir fanden
bei ihm keine Entschlossenheit. 116 Und als Wir zu den Engeln sprachen: »Werft euch vor Adam
nieder. Sie warfen sich nieder, außer Iblis. Er weigerte sich. 117 Wir sprachen: O Adam, dieser (da)
ist dir und deiner Gattin ein Feind. Dass er euch nicht aus dem Paradies vertreibt! Sonst wirst du
unglücklich sein. 118 Es ist dir gewährt, dass du darin nicht hungerst und nicht nackt bist, 119 und
dass du darin nicht dürstest und nicht unter der Sonnenhitze leidest.
20:120 Da flüsterte ihm der Satan ein, er sagte: O Adam, soll ich dich auf den Baum der Ewigkeit
hinweisen und auf eine Königsherrschaft, die nicht vergeht? 121 Sie aßen beide davon, da wurde
ihnen ihre Blöße offenbar, und sie begannen, Blätter des Paradieses über sich zusammenzuheften.
Adam war gegen seinen Herrn ungehorsam, und so irrte er ab. 122 Dann erwählte ihn sein Herr, und
Er wandte sich ihm zu und leitete (ihn) recht. 123 Er sprach: »Geht von ihm hinunter. Die einen von
euch sind Feinde der anderen. Wenn dann von Mir eine Rechtleitung zu euch kommt, dann wird der,
der meiner Rechtleitung folgt, nicht irregehen und nicht unglücklich sein. 124 Und der, der sich von
meiner Ermahnung abwendet, wird ein beengtes Leben führen. Und am Tag der Auferstehung
versammeln Wir ihn blind (zu den anderen).
20:125 Er sagt: »Mein Herr, warum hast du mich blind (zu den anderen) versammelt, wo ich doch sehen
konnte? 126 Er spricht: Zu dir sind doch unsere Zeichen gekommen, und du hast sie vergessen.
Ebenso wirst du heute vergessen. 127 So vergelten Wir dem, der maßlos ist und nicht an die Zeichen
seines Herrn glaubt. Die Pein des Jenseits ist ja härter und nachhaltiger. 128 Ist es ihnen nicht
aufgegangen, wie viele Generationen, in deren Wohnungen sie nun schreiten, Wir vor ihnen haben
verderben lassen? Darin sind Zeichen für Leute, die Vernunft haben. 129 Und gäbe es nicht einen
früher ergangenen Spruch deines Herrn und eine festgesetzte Frist, wäre dieses Los (auch jetzt)
unabwendbar.
20:130 So ertrage mit Geduld, was sie sagen. Und singe das Lob deines Herrn vor dem Aufgang der
Sonne und vor ihrem Untergang. Und preise (Ihn) zu (verschiedenen) Nachtzeiten und an den Enden
des Tages, auf dass du zufrieden bist. 131 Und richte nicht gierig deine Augen auf das, was Wir
einigen von ihnen zur Nutznießung verliehen haben — das ist der Glanz des diesseitigen Lebens—
,um sie darin der Versuchung auszusetzen. Der Lebensunterhalt, den dein Herr beschert, ist besser
und hat eher Bestand. 132 Und befiehl deinen Angehörigen, das Gebet (zu verrichten). Und harre du
darin aus. Wir fordern keinen Lebensunterhalt von dir. Wir bescheren dir doch den Lebensunterhalt.
Und das (gute) Ende gehört der Frömmigkeit.
20:133 Und sie sagen: »Wenn er doch ein Zeichen von seinem Herrn bringen würde! Ist nicht zu ihnen
der deutliche Beweis dessen gekommen, was in den früheren Blättern steht? 134 Hätten Wir sie vor
ihm durch eine Pein verderben lassen, hätten sie gesagt: Unser Herr, hättest Du doch einen Gesandten
zu uns geschickt, so dass wir deinen Zeichen hätten folgen können, bevor wir Erniedrigung und
Schande erlitten!
20:135 Sprich: Jeder wartet ab. So wartet auch ihr ab. Ihr werdet erfahren, wer die Leute des ebenen Weges sind und
wer der Rechtleitung folgt.


Sure: 21 Die Propheten (al-Anbiya,-’) zu Mekka, 112 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
21:1 Nahegerückt ist den Menschen ihre Abrechnung, während sie sich in Achtlosigkeit abwenden. 2
Keine neue Ermahnung kommt von ihrem Herrn zu ihnen, ohne dass sie sie hören, während sie sich
dem Spiel hingeben 3 und ihre Herzen zerstreut sind. Und sie äußern insgeheim im vertraulichen
Gespräch — sie, die Unrecht tun: »Ist dieser etwas anderes als ein Mensch wie ihr? Wollt ihr euch
denn sehenden Auges der Zauberei hingeben? 4 Sprich: Mein Herr weiß, was im Himmel und auf der
Erde gesagt wird. Er ist der, der alles hört und weiß.
21:5 Aber nein, sie sagen: Wirres Bündel von Träumen. Nein, er hat ihn erdichtet. Nein, er ist ja ein
Dichter. Er soll uns ein Zeichen bringen, so wie die Früheren gesandt worden sind. 6 Nie hat vor
ihnen eine Stadt, die Wir verderben ließen, geglaubt. Werden gerade sie nun glauben? 7 Und Wir
haben vor dir nur Männer gesandt, denen Wir Offenbarungen eingegeben haben. So fragt die Besitzer
der Ermahnung, wenn ihr nicht Bescheid wisst. 8 Wir haben sie nicht zu Körpern gemacht, die keine
Speise essen, und sie waren nicht ewig. 9 Dann haben Wir ihnen das Versprechen wahr gemacht. So
haben Wir sie und die, die Wir wollen, gerettet und die Maßlosen vernichtet.
21:10 Wir haben ein Buch zu euch hinabgesandt, in dem eure Ermahnung steht. Habt ihr denn keinen
Verstand? 11 Wie manche Stadt, die Unrecht tat, haben Wir zerstört und haben nach ihr ein anderes
Volk entstehen lassen! 12 Und als sie unsere Schlagkraft spürten, da fingen sie an, davor
wegzulaufen. 13 »Lauft nicht weg und kehrt zu dem euch verliehenen üppigen Leben und zu euren
Wohnungen zurück. Vielleicht werdet ihr zur Verantwortung gezogen. 14 Sie sagten: Wehe uns! Wir
haben ja Unrecht getan.
21:15 Das war ständig ihr Ruf, bis Wir sie zum abgemähten Land machten und sie ausgelöscht dalagen.
16 Und Wir haben den Himmel und die Erde, und was zwischen ihnen ist, nicht zum Zeitvertreib
erschaffen. 17 Hätten Wir uns eine Zerstreuung nehmen wollen, dann hätten Wir sie von Uns aus
genommen — wenn Wir das überhaupt hätten tun wollen. 18 Nein, Wir schleudern die Wahrheit
gegen das Falsche, und sie zerschmettert ihm das Haupt, und siehe da, es schwindet dahin. Und wehe
euch wegen dessen, was ihr da schildert! 19 Ihm gehört, wer in den Himmeln und auf der Erde ist.
Diejenigen, die bei Ihm sind, weigern sich nicht hochmütig, Ihm zu dienen, und werden darin nicht
müde.
21:20 Sie preisen (Ihn) Nacht und Tag, und sie lassen nicht nach. 21 Oder haben sie sich Götter aus der
Erde genommen, die auferstehen lassen können? 22 Gäbe es in ihnen beiden (Himmel und Erde)
andere Götter als Gott, würden sie (beide) verderben. Preis sei Gott, dem Herrn des Thrones! (Er ist
erhaben) über das, was sie schildern. 23 Er wird nicht zur Verantwortung gezogen für das, was Er tut;
sie aber werden zur Verantwortung gezogen. 24 Oder haben sie sich außer Ihm Götter genommen?
Sprich: Bringt her euren Beweis. Das ist die Ermahnung derer, die mit mir sind, und die Ermahnung
derer, die vor mir lebten. Aber die meisten von ihnen kennen die Wahrheit nicht, so wenden sie sich
ab.
21:25 Und Wir haben keinen Gesandten vor dir geschickt, dem Wir nicht offenbart hätten: »Es gibt
keinen Gott außer Mir, so dienet Mir.«
21:26 Und sie sagen: »Der Erbarmer hat sich ein Kind genommen. Preis sei Ihm! Nein, es sind nur
Diener, denen Ehre erwiesen worden ist. 27 Sie kommen Ihm im Sprechen nicht zuvor, und nach
seinem Befehl handeln sie. 28 Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, und sie legen
Fürsprache nur für den ein, der ihnen genehm ist. Und sie erschrecken aus Furcht vor Ihm. 29 Und
wer von ihnen sagen sollte: »Ich bin Gott neben Ihm« dem vergelten Wir mit der Hölle. So vergelten
Wir denen, die Unrecht tun.
21:30 Haben denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht gesehen, dass die Himmel und die Erde eine
einzige Masse waren? Da haben Wir sie getrennt und alles Lebendige aus dem Wasser gemacht.
Wollen sie denn nicht glauben? 31 Und Wir haben auf der Erde festgegründete Berge gemacht, dass
sie nicht mit ihnen schwanke. Und Wir haben auf ihr breite Durchgänge als Wege gemacht, auf dass
sie der Rechtleitung folgen. 32 Und Wir haben den Himmel zu einer wohlbehüteten Decke gemacht.
Aber sie wenden sich von seinen (des Himmels) Zeichen ab. 33 Und Er ist es, der die Nacht und den
Tag, die Sonne und den Mond erschaffen hat; jedes Gestirn nimmt seinen Lauf in einer (eigenen)
Sphäre.
21:34 Und Wir haben für keinen Menschen vor dir bestimmt, ewig zu leben. Wenn du nun stirbst, sollten
sie dann ewig leben?
21:35 Jeder wird den Tod erleiden. Und Wir prüfen euch mit Bösem und Gutem und setzen euch damit
der Versuchung aus. Und zu Uns werdet ihr zurückgebracht. 36 Und wenn diejenigen, die ungläubig
sind, dich sehen, nehmen sie dich nur zum Gegenstand des Spottes: »Ist das der, der über eure Götter
spricht? Und sie, sie glauben nicht an die Ermahnung des Erbarmers. 37 Der Mensch ist aus
Eilfertigkeit erschaffen worden. Ich werde euch schon meine Zeichen sehen lassen; so wünscht nicht
von Mir, es zu beschleunigen. 38 Und sie sagen: Wann wird diese Androhung eintreten, so ihr die
Wahrheit sagt? 39 Wenn diejenigen, die ungläubig sind, es nur wüßten, wenn sie das Feuer weder von
ihren Gesichtern noch von ihren Rücken abhalten können und auch keine Unterstützung erfahren!
21:40 Nein, es wird sie plötzlich überkommen und sie überraschen. Sie werden es nicht abwehren
können, und es wird ihnen kein Aufschub gewährt. 41 Gespottet wurde schon vor dir über Gesandte.
Da umschloß diejenigen, die sie verhöhnt hatten, das, worüber sie spotteten.
21:42 Sprich: Wer behütet euch bei Nacht und bei Tag vor dem Erbarmer? Aber nein, sie wenden sich
von der Ermahnung ihres Herrn ab. 43 Oder haben sie etwa Götter, die sie vor Uns schützen können?
Sie können doch sich selbst nicht helfen, und sie werden keinen Beistand gegen Uns erhalten. 44
Nein, Wir haben diese da und ihre Väter genießen lassen, bis sie ein hohes Alter erreicht haben.
Haben sie denn nicht gesehen, dass Wir über das Land kommen und es an seinen Enden kürzen?
Werden nun sie die Sieger sein?
21:45 Sprich: Ich warne euch nur mit der Offenbarung. Aber Taube hören nicht den Ruf, wenn sie
gewarnt werden. 46 Und wenn ein Hauch von der Pein deines Herrn sie berührt, sagen sie gewiß: »O
wehe uns! Wir haben ja Unrecht getan. 47 Und Wir stellen die gerechten Waagen für den Tag der
Auferstehung auf. So wird keiner Seele in irgend etwas Unrecht getan. Und wäre es auch das Gewicht
eines Senfkornes, Wir bringen es bei. Und Wir genügen für die Abrechnung. 48 Und Wir haben Mose
und Aaron die Unterscheidungsnorm zukommen lassen, und ein Licht und eine Ermahnung für die
Gottesfürchtigen, 49 die ihren Herrn im Verborgenen fürchten und vor der Stunde erschrecken.
21:50 Und dies ist eine gesegnete Ermahnung, die Wir hinabgesandt haben. Wollt ihr sie denn verwerfen?
21:51 Und Wir haben zuvor Abraham zu seinem rechten Verhalten geleitet. Und Wir wußten über ihn
Bescheid. 52 Als er zu seinem Vater und seinem Volk sagte: »Was sind das für Bildwerke, die ihr
verehrt? 53 Sie sagten: Wir fanden, dass bereits unsere Väter ihnen dienten. 54 Er sagte: Ihr und eure
Väter befindet euch in einem offenkundigen Irrtum.
21:55 Sie sagten: Bringst du uns die Wahrheit, oder gehörst du zu denen, die ihr Spiel treiben? 56 Er
sagte: Nein, euer Herr ist der Herr der Himmel und der Erde, der sie erschaffen hat. Und ich bin einer
von denen, die euch das bezeugen. 57 Und bei Gott, ich werde gegen eure Götter mit einer List
vorgehen, nachdem ihr den Rücken gekehrt habt. 58 Da schlug er sie in Stücke, außer einem großen
unter ihnen, auf dass sie sich zu ihm wandten. 59 Sie sagten: Wer hat dies mit unseren Göttern getan?
Wahrlich, er gehört zu denen, die Unrecht tun.
21:60 Sie sagten: Wir hörten einen Jüngling von ihnen sprechen; man nennt ihn Abraham. 61 Sie sagten:
Bringt ihn her vor den Augen der Menschen. Vielleicht bezeugen sie es. 62 Sie sagten: Hast du dies
mit unseren Göttern getan, o Abraham? 63 Er sagte: Nein, getan hat das dieser da, der Größte unter
ihnen. Fragt sie, so sie reden können. 64 Sie kamen wieder zu sich und sagten: Ihr seid ja die, die
Unrecht tun.
21:65 Dann machten sie eine Kehrtwende: Du weißt doch, dass diese nicht reden können. 66 Er sagte:
Wie könnt ihr anstelle Gottes das verehren, was euch nichts nützen und nichts schaden kann? 67 Pfui
über euch und über das, was ihr anstelle Gottes verehrt! Habt ihr denn keinen Verstand? 68 Sie
sagten: Verbrennt ihn und helft euren Göttern, so ihr etwas tun wollt. 69 Wir sprachen: O Feuer, sei
kühl und harmlos für Abraham.
21:70 Sie wollten mit einer List gegen ihn vorgehen. Da machten Wir, dass sie die waren, die den größten
Verlust hatten. 71 Und Wir erretteten ihn und Lot in das Land, das Wir für die Weltenbewohner
gesegnet haben. 72 Und Wir schenkten ihm Isaak und Jakob dazu. Und jeden machten Wir
rechtschaffen. 73 Und Wir machten sie zu Vorbildern, die (die Menschen) nach unserem Befehl
leiteten. Und Wir offenbarten ihnen, die guten Werke zu tun, das Gebet zu verrichten und die Abgabe
zu entrichten. Und Uns haben sie gedient.
21:74 Und dem Lot ließen Wir Urteilskraft und Wissen zukommen. Und Wir erretteten ihn aus der Stadt,
die die schlechten Taten zu begehen pflegte. Sie waren ja böse Leute und Frevler.
21:75 Und Wir ließen ihn in unsere Barmherzigkeit eingehen. Wahrlich, er gehört zu den
Rechtschaffenen.
21:76 Und (erwähne) Noach, als er zuvor rief. Da erhörten Wir ihn und erretteten ihn und seine
Angehörigen aus der großen Drangsal. 77 Und Wir unterstützten ihn gegen die Leute, die unsere
Zeichen für Lüge erklärten. Sie waren ja böse Leute. So ließen Wir sie allesamt ertrinken.
21:78 Und (erwähne) David und Salomo, als sie über das Saatfeld urteilten. Darin waren die Schafe der
Leute nachts eingebrochen und hatten sich ausgebreitet. Und Wir waren bei ihrem Urteil zugegen. 79
Und Wir ließen Salomo die Sache begreifen. Und jedem ließen Wir Urteilskraft und Wissen
zukommen. Und Wir machten dem David die Berge dienstbar, dass sie (Uns) preisen, und (auch) die
Vögel. Ja, Wir haben es getan.
21:80 Und Wir lehrten ihn die Herstellung von Panzerkleidung für euch, damit sie euch vor eurer
(gegenseitigen) Schlagkraft schütze. Wollt ihr denn nicht dankbar sein? 81 Und dem Salomo
(machten Wir dienstbar) den Wind als Sturm, dass er nach seinem Befehl zum Land eile, das Wir
gesegnet haben — und Wir wußten über alle Dinge Bescheid —, 82 und auch unter den Satanen
welche, die für ihn tauchten und noch andere Arbeiten verrichteten; und Wir überwachten sie.
21:83 Und (erwähne) Ijob, als er zu seinem Herrn rief: »Mich hat Schaden getroffen, und Du bist der
Barmherzigste der Barmherzigen. 84 Da erhörten Wir ihn und behoben den Schaden, den er erlitten
hatte. Und Wir gaben ihm seine Angehörigen (wieder) und noch einmal die gleiche Zahl dazu, aus
Barmherzigkeit von Uns und als Ermahnung für die, die (Uns) dienen.
21:85 Und (erwähne) Ismael und Idris und Dhú l-Kifl. Jeder (von ihnen) gehörte zu den Geduldigen. 86
Und Wir ließen sie in unsere Barmherzigkeit eingehen. Wahrlich, sie gehören zu den
Rechtschaffenen. 87 Und (erwähne) den Mann mit dem Fisch (Jonas). Als er erzürnt wegging und
meinte, Wir könnten ihn nicht überwältigen. Und er rief in den Finsternissen: »Es gibt keinen Gott
außer Dir. Preis sei Dir! Ich war einer von denen, die Unrecht tun. 88 Da erhörten Wir ihn und
erretteten ihn aus der Trübsal. So retten Wir die Gläubigen. 89 Und (erwähne) Zakaria, als er zu
seinem Herrn rief: »Mein Herr,. aß mich nicht kinderlos bleiben. Und Du bist der beste der Erben.
21:90 Da erhörten Wir ihn und schenkten ihm Yahya und machten ihm seine Gattin wieder fruchtbar.
Sie eilten zu den guten Dingen um die Wette und riefen zu Uns in Verlangen und Ehrfurcht, und sie
waren vor Uns demütig. 91 Und (erwähne) die, die ihre Scham unter Schutz stellte . Da bliesen Wir
in sie von unserem Geist, und Wir machten sie und ihren Sohn zu einem Zeichen für die
Weltenbewohner. 92 »Diese eure Gemeinschaft ist eine einzige Gemeinschaft. Und ich bin euer Herr,
so dienet Mir. 93 Aber sie spalteten sich in ihrer Angelegenheit untereinander. Doch sie werden alle
zu Uns zurückkehren. 94 Wer etwas von den guten Werken tut und dabei gläubig ist, der wird für sein
Mühen nicht Undank ernten; Wir schreiben es ihm gut.
21:95 Und ein Verbot liegt über einer Stadt, die Wir verderben ließen: Sie kehren nicht zurück, 96 bis der
(Damm von) Gog und Magog eröffnet wird, sie von allen Anhöhen herbeieilen 97 und die
wahrhaftige Drohung naherückt. Dann werden die Blicke derer, die ungläubig sind, starr werden: »O
wehe uns! Wir ließen es unbeachtet. Ja, wir haben Unrecht getan. 98 Ihr und das, was ihr anstelle
Gottes verehrt, seid Brennstoff der Hölle. Ihr werdet dahin wie zur Tränke gehen. 99 Wären diese da
Götter, wären sie nicht darin wie zur Tränke gegangen. Und alle werden darin ewig weilen.
21:100 Sie werden darin seufzen, aber selbst darin nichts hören. 101 Diejenigen, für die das Beste von
Uns her vorausbestimmt ist, werden von ihr ferngehalten, 102 sie hören nicht (einmal) ihr leisestes
Geräusch. Und sie werden in dem, was ihre Seelen begehrt haben, ewig weilen. 103 Der große
Schrecken macht sie nicht traurig, und die Engel empfangen sie: »Das ist euer Tag, der euch
versprochen wurde. 104 Am Tag, an dem Wir den Himmel zusammenfalten, wie das Urkundenbuch
die Schriftstücke zusammenfaltet. Wie Wir eine erste Schöpfung am Anfang gemacht haben,
wiederholen Wir sie. Das ist ein Uns obliegendes Versprechen. Ja, Wir werden es tun.
21:105 Und Wir haben in der Schrift nach der Ermahnung geschrieben, dass meine rechtschaffenen
Diener das Land erben werden.
21:106 In diesem ist eine Botschaft an Leute, die (Uns) dienen. 107 Und Wir haben dich nur als eine
Barmherzigkeit für die Weltenbewohner gesandt. 108 Sprich: Mir wird wahrlich offenbart, dass euer
Gott ein einziger Gott ist. Wollt ihr denn nicht gottergeben sein? 109 Wenn sie sich abkehren, dann
sprich: Ich habe es euch so angekündigt, dass zwischen uns Gleichheit besteht. Und ich weiß nicht, ob
das, was euch angedroht wird, nahe ist oder fernliegt.
21:110 Er weiß, was an Worten laut geäußert wird, und Er weiß, was ihr verschweigt. 111 Und ich weiß nicht, ob es
vielleicht nur eine Versuchung für euch ist und eine Nutznießung für eine Weile. 112 Er sprach: Mein Herr,
urteile nach der Wahrheit. Und unser Herr ist der Erbarmer, der um Hilfe gebeten wird gegen das, was ihr
schildert.


Sure: 22 Die Wallfahrt (al-H,.adjj) zu Medina, 78 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
22:1 O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn. Das Beben der Stunde ist eine gewaltige Sache. 2 Am Tag, da
ihr es seht, wird jede Stillende aus Entsetzen übersehen, was sie eben gestillt hat, und jede
Schwangere wird mit dem niederkommen, was sie trägt. Und du siehst die Menschen trunken, obwohl
sie nicht betrunken sind. Aber die Pein Gottes ist hart.
22:3 Und unter den Menschen ist manch einer, der über Gott ohne (richtiges) Wissen streitet und jedem
rebellischen Satan folgt, 4 gegen den geschrieben steht, dass er den, der ihn zum Freund nimmt,
irreführen und zur Pein des Höllenbrandes leiten wird.
22:5 O ihr Menschen, wenn ihr über die Auferstehung im Zweifel seid, so bedenket, dass Wir euch aus
Erde erschaffen haben, dann aus einem Tropfen, dann aus einem Embryo, dann aus einem Fötus,
gestaltet und nicht gestaltet, um es euch deutlich zu machen. Und Wir lassen, was Wir wollen, im
Mutterleib auf eine festgesetzte Frist ruhen. Dann lassen Wir euch als Kind herauskommen. Dann
(sorgen Wir für euch), damit ihr eure Vollkraft erreicht. Und manch einer von euch wird abberufen,
und manch einer von euch wird in das schlimmste Alter gebracht, so dass er, nachdem er vorher
Wissen besessen hat, nichts (mehr) weiß. Und du siehst die Erde regungslos. Wenn Wir aber Wasser
auf sie herabkommen lassen, regt sie sich, wächst zu und läßt verschiedene erfreuliche Pflanzenarten
sprießen. 6 Dies, weil Gott die Wahrheit ist, und weil Er die Toten lebendig macht und weil Er Macht
hat zu allen Dingen, 7 und weil die Stunde kommt — an ihr ist kein Zweifel möglich —, und weil
Gott (all) die erwecken wird, die in den Gräbern sind. 8 Und unter den Menschen gibt es manch
einen, der über Gott streitet ohne (richtiges) Wissen, ohne Rechtleitung und ohne erleuchtendes Buch;
9 er wendet sich zur Seite, um (die Menschen) vom Wege Gottes abirren zu lassen. Bestimmt ist für
ihn Schande im Diesseits, und Wir lassen ihn am Tag der Auferstehung die Pein des Höllenbrandes
kosten.
22:10 »Dies für das, was deine Hände vorausgeschickt haben, und weil Gott den Dienern kein Unrecht
tut.« 11 Und unter den Menschen gibt es manch einen, der Gott nur beiläufig dient. Wenn ihn etwas
Gutes trifft, fühlt er sich wohl darin. Und wenn ihn eine Versuchung trifft, macht er eine
Kehrtwende . Er verliert das Diesseits und das Jenseits. Das ist der offenkundige Verlust. 12 Er ruft
anstelle Gottes das an, was ihm weder schaden noch nützen kann. Das ist der tiefe Irrtum. 13 Er ruft
den an, von dem eher Schaden zu erwarten ist als Nutzen. Welch schlimmer Schutzherr und welch
schlimmer Gefährte!
22:14 Gott läßt diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, in Gärten eingehen, unter denen Bäche
fließen. Gott tut, was Er will.
22:15 Wer meint, dass Gott ihn im Diesseits und Jenseits niemals unterstützen werde, der strecke doch
ein Seil zum Himmel, dann schneide er es ab. So schaue er, ob seine List das entfernt, was (seinen)
Groll hervorruft.
22:16 Und so haben Wir ihn als deutliche Zeichen hinabgesandt. (Es ist so,) dass Gott rechtleitet, wen Er
will.
22:17 Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Sabier und die Christen und die
Magier und diejenigen, die Polytheisten sind — siehe, Gott wird am Tag der Auferstehung zwischen
ihnen entscheiden. Gott ist ja Zeuge über alle Dinge.
22:18 Hast du nicht gesehen, dass sich vor Gott niederwirft, wer in den Himmeln und wer auf der Erde
ist, und (auch) die Sonne, der Mond und die Sterne, die Berge, die Bäume und die Tiere, und viele
von den Menschen? Und gegen viele ist die Pein zu Recht fällig geworden. Und wen Gott der
Schmach aussetzt, dem kann niemand Ehre erweisen. Wahrlich, Gott tut, was Er will.
22:19 Das sind zwei Streitparteien, die miteinander über ihren Herrn streiten. Für diejenigen, die
ungläubig sind, sind Gewänder aus Feuer zugeschnitten; über ihre Köpfe wird heißes Wasser
gegossen.
22:20 Dadurch wird zum Schmelzen gebracht, was sie in ihrem Bauch haben, und ebenso die Haut. 21
Und für sie sind Keulen aus Eisen bestimmt. 22 Sooft sie vor Kummer aus ihm (aus dem Feuer)
herauskommen wollen, werden sie zu ihm zurückgebracht, und (es wird zu ihnen gesagt): ›Kostet die
Pein des Höllenbrandes.‹ 23 Gott läßt diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, in Gärten
eingehen, unter denen Bäche fließen. Geschmückt werden sie darin mit Armringen aus Gold und mit
Perlen, und ihre Kleidung darin ist aus Seide. 24 Rechtgeleitet sind sie zu den Worten, die gut sind;
und rechtgeleitet sind sie zum Weg dessen, der des Lobes würdig ist.
22:25 Diejenigen, die ungläubig sind und vom Wege Gottes abweisen und auch von der heiligen
Moschee, die Wir für die Menschen bestimmt haben, gleich ob sie dort oder in der Wüste wohnen...
Wer sucht, darin etwas Krummes zu Unrecht zu verüben, den werden Wir eine schmerzhafte Pein
kosten lassen.
22:26 Und als Wir den Abraham in die Stätte des Hauses eingewiesen haben: »Geselle mir nichts bei.
Und reinige mein Haus für diejenigen, die den Umlauf vollziehen, und für die, die aufrecht stehen,
sich verneigen und niederwerfen. 27 Und ruf unter den Menschen zur Wallfahrt auf, so werden sie zu
dir kommen zu Fuß und auf vielen hageren Kamelen, die aus jedem tiefen Paßweg daherkommen,
28 damit sie allerlei Nutzen für sich erfahren und den Namen Gottes an den bekannten Tagen über
dem erwähnen, was Er ihnen an Herdenvieh beschert hat. — Eßt davon und gebt dem Notleidenden
und Armen zu essen. 29 Dann sollen sie ihre Ungepflegtheit beenden, ihre Gelübde erfüllen und zum
Umlauf um das altehrwürdige Haus geführt werden.
22:30 So ist es. Und wenn einer die heiligen Dinge Gottes hochhält, ist es besser für ihn bei seinem
Herrn. Erlaubt ist euch das Vieh, außer dem, was euch bekanntgemacht wird. So meidet den Greuel
der Götzen, und meidet die falsche Aussage, 31 als Anhänger des rechten Glaubens gegenüber Gott,
die Ihm nichts beigesellen. Und wenn einer Gott (etwas) beigesellt, es ist, als würde er vom Himmel
herunterfallen, von den Vögeln weggeschnappt oder vom Wind an einen fernen Ort hinabgestürzt
werden. 32 So ist es. Und wenn einer die Opfertiere Gottes hochhält, ist es ein Ausdruck der
Frömmigkeit der Herzen. 33 In ihnen habt ihr allerlei Nutzen auf eine bestimmte Frist, dann liegt ihr
erlaubter Schlachtort beim altehrwürdigen Haus.
22:34 Und für jede Gemeinschaft haben Wir einen Ritus festgelegt, damit sie den Namen Gottes über
dem erwähnen, was er ihnen an Herdenvieh beschert hat. Und euer Gott ist ein einziger Gott, Ihm
müßt ihr ergeben sein. Und verkünde frohe Botschaft denen, die sich demütigen,
22:35 deren Herzen sich ängstigen, wenn Gottes gedacht wird, die das, was sie trifft, geduldig ertragen,
das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen beschert haben, spenden. 36 Und die Opferkamele
haben wir euch zu Kultzeichen Gottes gemacht. An ihnen habt ihr etwas Gutes. So erwähnt den
Namen Gottes über ihnen, wenn sie mit gebundenen Beinen dastehen. Und wenn sie auf die Seite
umgefallen sind, dann eßt davon und gebt dem bescheidenen und dem fordernden (Armen) zu essen.
So haben Wir sie euch dienstbar gemacht, auf dass ihr dankbar seid. 37 Weder ihr Fleisch noch ihr
Blut erreicht Gott, aber Ihn erreicht eure Frömmigkeit. So haben Wir sie euch dienstbar gemacht,
damit ihr Gott hochpreiset, dass Er euch rechtgeleitet hat. Und verkünde denen, die Gutes tun, frohe
Botschaft.
22:38 Gott verteidigt diejenigen, die glauben. Gott liebt keinen undankbaren Treulosen. 39 Erlaubnis
(zum Kampf) ist denen gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen ja Unrecht getan wurde — und
Gott hat gewiß die Macht, sie zu unterstützen —,
22:40 (ihnen), die zu Unrecht aus ihren Wohnstätten vertrieben wurden, nur weil sie sagen: Unser Herr ist
Gott. Und hätte Gott nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt, so wären gewiß
Mönchsklausen, Kirchen, Gebetsstätten und Moscheen zerstört worden, in denen des Namens Gottes
viel gedacht wird. — Und Gott wird bestimmt die unterstützen, die Ihn unterstützen. Gott ist stark und
mächtig. 41 (Ihnen), die, wenn Wir ihnen eine angesehene Stellung auf der Erde geben, das Gebet
verrichten und die Abgabe entrichten, das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten. Und Gott
gehört das Ende der Angelegenheiten.
22:42 Wenn sie dich der Lüge zeihen, so haben auch vor ihnen das Volk Noachs, die Ad und die Thamud
(ihre Gesandten) der Lüge geziehen , 43 und auch das Volk Abrahams und das Volk Lots , 44 und
die Bewohner von Madyan. Auch Mose wurde der Lüge geziehen . Da gewährte Ich den
Ungläubigen Aufschub, dann ergriff Ich sie. Und wie war dann meine Mißbilligung!
22:45 Wie so manche Stadt, die Unrecht tat, haben Wir verderben lassen, so dass sie bis zu den Dächern
verödet war, und wie manchen (nun) verlassenen Brunnen und manches aufgerichtete Schloß! 46
Sind sie denn nicht auf der Erde umhergegangen, dass sie Herzen bekommen, mit denen sie
verstehen, oder Ohren, mit denen sie hören? Nicht die Blicke sind blind, blind sind die Herzen, die in
der Brust sind. 47 Und sie wünschen von dir, die Pein zu beschleunigen. Gott wird sein Versprechen
nicht brechen. Und siehe, ein Tag bei deinem Herrn ist wie tausend Jahre nach eurer Berechnung. 48
Und wie mancher Stadt, die Unrecht tat, habe Ich Aufschub gewährt! Dann habe Ich sie ergriffen.
Und zu Mir führt der Lebensweg. 49 Sprich: O ihr Menschen, ich bin euch nur ein deutlicher Warner.
22:50 Für diejenigen nun, die glauben und die guten Werke tun, sind Vergebung und trefflicher Unterhalt
bestimmt. 51 Und diejenigen, die eifrig gegen unsere Zeichen vorgehen und ihnen Machtlosigkeit
nachweisen wollen, das sind die Gefährten der Hölle.
22:52 Und Wir haben vor dir keinen Gesandten oder Propheten geschickt, ohne dass ihm, wenn er etwas
wünschte, der Satan in seinen Wunsch etwas dazwischen geworfen hätte. Aber Gott hebt auf, was der
Satan dazwischenwirft. Dann legt Gott seine Zeichen eindeutig fest. Und Gott weiß Bescheid und ist
weise. 53 (Das ist so), damit Er das, was der Satan dazwischenwirft, zu einer Versuchung für
diejenigen macht, in deren Herzen Krankheit ist und deren Herzen verhärtet sind — wahrlich, die
Unrecht tun, befinden sich in weitgehendem Widerstreit —, 54 und damit diejenigen, denen das
Wissen zugekommen ist, wissen, dass es die Wahrheit von deinem Herrn ist, so dass sie daran
glauben und ihre Herzen sich vor Ihm demütigen. Und wahrlich, Gott führt diejenigen, die glauben,
zu einem geraden Weg.
22:55 Und diejenigen, die ungläubig sind, beharren auf ihrem Zweifel daran, bis die Stunde sie plötzlich
überkommt oder bis die Pein eines unfruchtbaren Tages über sie kommt. 56 An jenem Tag gehört die
Königsherrschaft Gott (allein). Er wird zwischen ihnen urteilen. Dann werden diejenigen, die glauben
und die guten Werke tun, in den Gärten der Wonne sein. 57 Diejenigen aber, die ungläubig sind und
unsere Zeichen für Lüge erklären, erhalten eine schmähliche Pein.
22:58 Denen, die auf dem Weg Gottes ausgewandert sind, dann getötet werden oder sterben, wird Gott
bestimmt einen schönen Unterhalt bescheren. Gott ist ja der beste der Versorger. 59 Er wird sie
bestimmt in einen Ort eingehen lassen, der ihnen genehm ist. Und Gott weiß Bescheid und ist
langmütig.
22:60 So ist es. Und wer im gleichen Maße bestraft, wie er bestraft wurde, dann aber wieder Gegenstand
von Übergriffen wird, den wird Gott sicher unterstützen. Gott ist voller Verzeihung und Vergebung.
22:61 Dies, weil Gott die Nacht in den Tag übergehen und den Tag in die Nacht übergehen läßt, und weil
Gott alles hört und sieht. 62 Dies, weil Gott die Wahrheit ist und weil das, was sie an seiner Stelle
anrufen, das Falsche ist, und weil Gott der Erhabene und der Große ist. 63 Hast du denn nicht
gesehen, dass Gott Wasser vom Himmel herabkommen läßt, so dass die Erde grün wird? Gott ist
feinfühlig und hat Kenntnis von allem. 64 Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist.
Gott ist der, der auf niemanden angewiesen und des Lobes würdig ist.
22:65 Hast du denn nicht gesehen, dass Gott euch das, was auf der Erde ist, dienstbar gemacht hat, ebenso
die Schiffe, die nach seinem Befehl auf dem Meer fahren? Und Er hält den Himmel, dass er nicht auf
die Erde fällt, außer mit seiner Erlaubnis. Siehe, Gott hat Mitleid mit den Menschen und ist
barmherzig. 66 Und Er ist es, der euch lebendig gemacht hat. Dann läßt Er euch sterben, dann macht
Er euch wieder lebendig. Wahrlich, der Mensch ist undankbar.
22:67 Für jede Gemeinschaft haben Wir einen Ritus festgelegt, den sie zu vollziehen haben. So sollen sie
nicht mit dir über die Angelegenheit Streit führen. Und rufe zu deinem Herrn. Siehe, du folgst einer
geraden Rechtleitung. 68 Und wenn sie doch mit dir streiten, dann sprich: Gott weiß besser, was ihr
tut. 69 Gott wird am Tag der Auferstehung zwischen euch über das urteilen, worüber ihr uneins wart.
22:70 Weißt du denn nicht, dass Gott weiß, was im Himmel und auf der Erde ist? Das steht in einem
Buch. Das ist Gott ein leichtes. 71 Und sie verehren anstelle Gottes das, wofür Er keine Ermächtigung
herabgesandt hat und wovon sie kein Wissen haben. Für die, die Unrecht tun, gibt es keinen Helfer.
72 Und wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, dann erkennst du im
Gesicht derer, die ungläubig sind, die Mißbilligung. Am liebsten würden sie über die herfallen, die
ihnen unsere Zeichen verlesen. Sprich: Soll ich euch kundtun, was schlimmer ist als dies? Es ist das
Feuer, das Gott denen angedroht hat, die ungläubig sind — welch schlimmes Ende!
22:73 O ihr Menschen, ein Gleichnis wird (euch) vorgetragen, so hört darauf. Diejenigen, die ihr anstelle
Gottes anruft, können niemals auch nur eine Fliege erschaffen, auch wenn sie sich dafür
zusammentun. Und wenn die Fliege ihnen etwas raubte, könnten sie es ihr nicht entreißen. Schwach
ist (hier) der, der sucht, und das, was gesucht wird. 74 Sie haben Gott nicht so eingeschätzt, wie Er
eingeschätzt werden soll. Wahrlich, Gott ist stark und mächtig.
22:75 Gott erwählt sich aus den Engeln Boten, und (auch) aus den Menschen. Gott hört und sieht alles. 76
Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt. Und zu Gott werden die Angelegenheiten
zurückgebracht.
22:77 O ihr, die ihr glaubt, verneigt euch, werft euch nieder und dient eurem Herrn, und tut das Gute, auf dass es
euch wohl ergehe. 78 Und setzt euch für Gott ein, wie der richtige Einsatz für Ihn sein soll. Er hat euch erwählt.
Und Er hat euch in der Religion keine Bedrängnis auferlegt; so ist die Glaubensrichtung eures Vaters Abraham.
Er hat euch Muslime genannt, früher und (nunmehr) in diesem (Buch), auf dass der Gesandte Zeuge über euch
sei und ihr Zeugen über die Menschen seid. So verrichtet das Gebet, entrichtet die Abgabe und haltet an Gott
fest. Er ist euer Schutzherr. Welch vorzüglicher Schutzherr und welch vorzüglicher Helfer!


Sure: 23 Die Gläubigen (al-Mu’minu,-n) zu Mekka, 118 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
23:1 Wohl ergeht es den Gläubigen, 2 die in ihrem Gebet demütig sind,
23:3 und die sich von unbedachter Rede abwenden, 4 und die die Abgabe entrichten,
23:5 und die ihre Scham bewahren, 6 außer gegenüber ihren Gattinnen, oder was ihre rechte Hand (an
Sklavinnen) besitzt, dann sind sie nicht zu tadeln; diejenigen aber, die darüber hinaus (andere)
begehren, das sind die, die Übertretungen begehen —, 8 und die auf das ihnen Anvertraute und ihre
Verpflichtungen achtgeben, 9 und die ihr Gebet einhalten.
23:10 Das sind die Erben, 11 die das Paradies erben werden; darin werden sie ewig weilen.
23:12 Und wahrlich, Wir schufen den Menschen aus einem entnommenen Ton. 13 Dann machten Wir ihn
zu einem Tropfen in einem festen Aufenthaltsort. 14 Dann schufen Wir den Tropfen zu einem
Embryo, und Wir schufen den Embryo zu einem Fötus, und Wir schufen den Fötus zu Knochen. Und
Wir bekleideten die Knochen mit Fleisch. Dann ließen Wir ihn als eine weitere Schöpfung entstehen.
Gott sei gesegnet, der beste Schöpfer!
23:15 Dann werdet ihr nach all diesem sterben. 16 Dann werdet ihr am Tag der Auferstehung auferweckt
werden. 17 Und Wir schufen über euch sieben Bahnen, und Wir lassen die Schöpfung nicht
unbeachtet. 18 Und Wir ließen vom Himmel Wasser in einem bestimmten Maß herabkommen und
ließen es sich in der Erde aufhalten. Und Wir vermögen wohl, es wieder wegzunehmen. 19 Und Wir
ließen euch dadurch Gärten mit Palmen und Weinstöcken entstehen, in denen ihr viele Früchte habt
und von denen ihr essen könnt,
23:20 und einen Baum, der aus dem Berg Sinai herauskommt, und der Fett hervorbringt und auch Tunke
für die, die essen. 21 Und ihr habt in den Herdentieren einen Grund zum Nachdenken. Wir geben
euch von dem, was in ihrem Leib ist, zu trinken. Ihr habt an ihnen allerlei Nutzen, und ihr könnt
davon essen. 22 Und auf ihnen und (ebenso) auf den Schiffen werdet ihr getragen.
23:23 Und Wir sandten Noach zu seinem Volk. Er sagte: »O mein Volk, dienet Gott. Ihr habt keinen Gott
außer Ihm. Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein? 24 Da sagten die Vornehmen aus seinem Volk, die
ungläubig waren: Dieser ist nur ein Mensch wie ihr, der einen Vorzug euch gegenüber haben will.
Und wenn Gott gewollt hätte, hätte Er Engel herabgesandt. Wir haben bei unseren Vorvätern so etwas
nicht gehört.
23:25 Er ist nur ein Mann, der an Besessenheit leidet. So wartet mit ihm eine Weile ab. 26 Er sagte:
„Mein Herr, unterstütze mich, wo sie mich der Lüge zeihen. 27 Da offenbarten Wir ihm: Verfertige
das Schiff vor unseren Augen und nach unserer Offenbarung. Und wenn unser Befehl kommt und der
Ofen brodelt, so laß ein Paar von jeder Art und deine Familie hineingehen, außer dem, gegen den der
Spruch vorher erging. Und sprich Mich nicht wegen derer an, die Unrecht tun; sie werden sicher
ertränkt werden. 28 Und wenn du dich auf dem Schiff gut eingerichtet hast, du und diejenigen, die mit
dir sind, dann sag: „Lob sei Gott, der uns von den Leuten errettet hat, die Unrecht tun!“ 29 Und sag:
„Mein Herr, gewähre mir einen gesegnete Unterkunft. Du bist der Beste derer, die Unterkunft
gewähren.“
23:30 Darin sind Zeichen. Wir haben (sie) damit der Prüfung ausgesetzt. 31 Dann ließen Wir nach ihnen
eine andere Generation entstehen. 32 Und Wir schickten unter sie einen Gesandten aus ihrer Mitte.
Dienet Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein? 33 Und die
Vornehmen aus seinem Volk, die ungläubig waren, die die Begegnung mit dem Jenseits für Lüge
erklärten und denen Wir im diesseitigen Leben üppigen Wohlstand geschenkt hatten, sagten: „Dieser
ist nur ein Mensch wie ihr. Er ißt von dem, was ihr eßt, und trinkt von dem, was ihr trinkt.“ 34 Und
wenn ihr einem Menschen euresgleichen gehorcht, dann werdet ihr gewiß Verlierer sein.
23:35 Verspricht er euch wirklich, dass ihr, wenn ihr gestorben und zu Staub und Knochen geworden
seid, wieder hervorgebracht werdet? 36 Weit, weit gefehlt ist das, was euch versprochen wird. 37 Es
gibt nur unser diesseitiges Leben: Wir sterben, und wir leben (hier), und wir werden nicht auferweckt.
38 Er ist nur ein Mann, der eine Lüge gegen Gott erdichtet hat. Und wir glauben ihm nicht. 39 Er
sagte: „Mein Herr, unterstütze mich, wo sie mich der Lüge zeihen.“
23:40 Er sprach: „Über ein kleines werden sie es bereuen.“ 41 Da ergriff sie zu Recht der Schrei, und Wir
machten sie zur Spreu. Weg mit den Leuten, die Unrecht tun! 42 Dann ließen Wir nach ihnen eine
andere Generation entstehen.
23:43 Keine Gemeinschaft geht ihrer Frist voraus, noch bleibt sie zurück. 44 Dann schickten Wir unsere
Gesandten, einen nach dem anderen. Jedesmal, wenn zu einer Gemeinschaft ihr Gesandter kam,
ziehen sie ihn der Lüge. So ließen Wir die einen von ihnen auf die anderen folgen und machten sie
zum Gegenstand von Geschichten. Weg mit Leuten, die nicht glauben!
23:45 Dann sandten Wir Mose und seinen Bruder Aaron mit unseren Zeichen und einer offenkundigen
Ermächtigung 46 zu Pharao und seinen Vornehmen. Sie aber verhielten sich hochmütig. Sie waren
Leute mit hoher Gewalt. 47 Sie sagten: »Sollen wir denn zwei Menschen unseresgleichen glauben,
wo ihr Volk in unserem Dienst steht? 48 Und sie ziehen sie der Lüge. So gehörten sie zu denen, die
ins Verderben gestürzt wurden. 49 Und Wir ließen Mose das Buch zukommen, auf dass sie der
Rechtleitung folgen.
23:50 Und Wir machten den Sohn Marias und seine Mutter zu einem Zeichen. Und Wir gaben ihnen
Unterkunft auf einer Anhöhe mit Grund und Quellwasser. 51 »O ihr Gesandten, eßt von den
köstlichen Dingen und tut Gutes. Ich weiß Bescheid über das, was ihr tut. 52 Diese eure Gemeinschaft
ist eine einzige Gemeinschaft. Und Ich bin euer Herr, so fürchtet Mich. 53 Aber sie spalteten sich in
ihrer Angelegenheit untereinander nach verschiedenen Büchern, und jede Partei war froh über das,
was sie besaß. 54 Laß sie für eine Weile in ihrem Abgrund.
23:55 Meinen sie, dass Wir, wenn Wir ihnen mit Vermögen und Söhnen beistehen, 56 wetteifern, ihnen
gute Dinge zu bescheren? Aber sie merken (es) nicht. 57 Diejenigen, die aus Furcht vor ihrem Herrn
erschrecken, 58 und die an die Zeichen ihres Herrn glauben, 59 und die ihrem Herrn nicht (andere)
beigesellen,
23:60 und die spenden, was sie spenden, während ihre Herzen sich (davor) ängstigen, dass sie zu ihrem
Herrn zurückkehren werden, 61 diese eilen zu den guten Dingen um die Wette und werden darin die
Allerersten sein. 62 Und Wir fordern von niemandem mehr, als er vermag. Und bei Uns ist ein Buch,
das die Wahrheit redet. Und ihnen wird nicht Unrecht getan. 63 Nein, ihre Herzen befinden sich davor
in abgründiger Achtlosigkeit. Und da gibt es bei ihnen Werke, die anders sind als diese , und die sie
vollbringen. 64 Wenn Wir dann diejenigen von ihnen, die üppig leben, mit der Pein ergreifen,
schreien sie um Hilfe.
23:65 »Schreit nicht um Hilfe heute. Ihr werdet von Uns keine Unterstützung erfahren. 66 Meine Zeichen
wurden euch verlesen. Aber ihr pflegtet auf euren Fersen kehrtzumachen, 67 indem ihr euch
hochmütig verhieltet und über ihn wie Nachtplauderer faseltet. 68 Haben sie denn nicht die Aussage
betrachtet, oder ist zu ihnen gekommen, was nicht zu ihren Vorvätern kam? 69 Oder haben sie nicht
ihren Gesandten erkannt, so dass sie ihn (nun) verwerfen?
23:70 Oder sagen sie: „Er leidet an Besessenheit? Nein, er kam zu ihnen mit der Wahrheit, aber die
meisten von ihnen verabscheuen die Wahrheit. 71 Würde die Wahrheit ihren Neigungen folgen,
verderben wurden die Himmel und die Erde, und wer in ihnen ist. Nein, Wir kamen zu ihnen mit ihrer
Ermahnung, sie aber wenden sich von ihrer Ermahnung ab. 72 Oder verlangst du von ihnen einen
Lohn? Der Lohn deines Herrn ist besser. Er ist der beste Versorger. 73 Und wahrlich, du rufst sie zu
einem geraden Weg. 74 Jene, die an das Jenseits nicht glauben, weichen vom Weg ab.
23:75 Würden Wir uns ihrer erbarmen und den Schaden, den sie erleiden, beheben, sie wurden im
Übermaß ihres Frevels verharren und blind umherirren. 76 Und Wir haben sie mit der Pein ergriffen.
Sie aber gaben ihrem Herrn nicht nach, und sie demütigten sich nicht. 77 Wenn Wir ihnen dann ein
Tor zu einer harten Pein öffnen, sind sie darüber ganz verzweifelt.
23:78 Er ist es, der euch Gehör, Augenlicht und Herz entstehen ließ. Ihr aber seid wenig dankbar. 79 Und
Er ist es, der euch auf der Erde schuf und vermehrte. Und zu Ihm werdet ihr versammelt werden.
23:80 Und Er ist es, der lebendig macht und sterben läßt. Und in seiner Macht steht das
Aufeinanderfolgen von Nacht und Tag. Habt ihr denn keinen Verstand? 81 Aber nein, sie sagen das
gleiche, was die Früheren gesagt haben. 82 Sie sagen: »Sollen wir, wenn wir gestorben und zu Staub
und Knochen geworden sind, auferweckt werden? 83 Dies ist uns und zuvor unseren Vätern
versprochen worden. Das sind nichts als die Fabeln der Früheren. 84 Sprich: Wem gehört die Erde,
und wer auf ihr ist, so ihr es wisst? 85 Sie werden sagen: „Gott.“ Sprich: Wollt ihr es nicht bedenken?
86 Sprich: Wer ist der Herr der sieben Himmel und der Herr des majestätischen Thrones? 87 Sie
werden sagen: „(Alles) gehört Gott.“ Sprich: Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein? 88 Sprich: In wessen
Hand ist die Herrschaft über alle Dinge, der Schutz gewährt und gegen den kein Schutz gewährt
werden kann, so ihr es wisst? 89 Sie werden sagen: „(Alles) gehört Gott.“ Sprich: Wieso seid ihr
einem Zauber verfallen?
23:90 Nein, Wir sind zu ihnen mit der Wahrheit gekommen. Sie aber lügen. 91 Gott hat sich kein Kind
genommen. Und es gibt keinen Gott neben Ihm, sonst würde jeder Gott das wegnehmen, was Er
geschaffen hat, und die einen von ihnen würden sich den anderen gegenüber überheblich zeigen. Preis
sei Gott, (der erhaben ist) über das, was sie da schildern, 92 der über das Unsichtbare und das
Offenbare Bescheid weiß! Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen. 93 Sprich: Mein Herr,
wenn Du mich sehen läßt, was ihnen angedroht wird, 94 mein Herr, dann stelle mich nicht unter die
Leute, die Unrecht tun.
23:95 Wahrlich, Wir haben die Macht dazu, dich sehen zu lassen, was Wir ihnen androhen. 96 Wehre die
schlechte Tat ab mit einer Tat, die besser ist. Wir wissen besser, was sie da schildern. 97 Und sprich:
Mein Herr, ich suche bei Dir Zuflucht vor den Aufstachelungen der Satane. 98 Und ich suche bei Dir,
mein Herr, Zuflucht davor, dass sie mich aufsuchen.
23:99 Wenn dann der Tod zu einem von ihnen kommt, sagt er: »Mein Herr, bringt mich zurück,
23:100 vielleicht tue ich Gutes in dem, was ich hinterlassen habe. Nein, das ist nur ein Wort, das er (so)
sagt. Hinter ihnen ist eine Schranke bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden. 101 Und wenn in die
Trompete geblasen wird, dann gibt es an jenem Tag zwischen ihnen keine Verwandtschaft mehr, und
sie befragen nicht mehr einander. 102 Diejenigen, deren Waagschalen schwer sind, das sind die,
denen es wohl ergeht. 103 Und diejenigen, deren Waagschalen leicht sind, das sind die, die sich selbst
verloren haben; in der Hölle werden sie ewig weilen. 104 Das Feuer schlägt auf ihre Gesichter, und
sie fletschen die Zähne.
23:105 »Wurden euch nicht meine Zeichen verlesen, ihr aber pflegtet sie für Lüge zu erklären? 106 Sie
sagen: Unser Herr, unser Unglück hat uns besiegt, und wir waren abgeirrte Leute. 107 Unser Herr,
bring uns aus ihr (aus der Hölle) heraus. Wenn wir rückfällig werden, dann sind wir (wirklich) Leute,
die Unrecht tun. 108 Er spricht: Seid darin verabscheut, und sprecht Mich nicht an. 109 Eine Gruppe
von meinen Dienern pflegte zu sagen: ›Unser Herr, wir glauben, so vergib uns und erbarme dich
unser. Du bist der Beste derer, die sich erbarmen.‹
23:110 Ihr aber nahmt sie zum Gegenstand des Spottes, bis ihr ihretwegen meine Ermahnung vergaßet,
und ihr lachtet über sie. 111 Ich habe sie heute dafür, dass sie geduldig waren, damit entlohnt, dass sie
die Erfolgreichen sind. 112 Er spricht: Wie viele Jahre habt ihr in der Erde verweilt? 113 Sie sagen:
Verweilt haben wir einen Tag oder einen Teil von einem Tag. Frag die, die rechnen können. 114 Er
spricht: Ihr habt nur kurz verweilt, wenn ihr es nur wüßtet!
23:115 Meint ihr denn, Wir hätten euch zum sinnlosen Spiel erschaffen und ihr würdet nicht zu Uns
zurückgebracht?«
23:116 Erhaben ist Gott, der wahre König. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Herrn des ehrwürdigen
Thrones. 117 Und wer neben Gott einen anderen Gott anruft, für den er keinen Beweis hat, der wird
bei seinem Herrn Rechenschaft ablegen. Den Ungläubigen wird es nicht wohl ergehen. 118 Und
sprich: Mein Herr, vergib und erbarme dich. Und Du bist der Beste derer, die sich erbarmen.


Sure: 24 Das Licht (al-Nu,-r) zu Medina, 64 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
24:1 Das ist eine Sure, die Wir hinabgesandt und verpflichtend gemacht haben. Und Wir haben darin
deutliche Zeichen hinabgesandt, auf dass ihr es bedenket.
24:2 Wenn eine Frau und ein Mann Unzucht begehen, dann geißelt jeden von ihnen mit hundert Hieben.
Habt kein Mitleid mit ihnen angesichts der Religion Gottes, so ihr an Gott und den Jüngsten Tag
glaubt. Und bei der Vollstreckung der Pein an ihnen soll eine Gruppe von den Gläubigen zugegen
sein. 3 Der Mann, der Unzucht begangen hat, darf nur eine Frau, die Unzucht begangen hat, oder eine
Polytheistin heiraten. Die Frau, die Unzucht begangen hat, darf nur ein Mann, der Unzucht begangen
hat, oder ein Polytheist heiraten. Den Gläubigen ist dies verboten. 4 Diejenigen, die den unter Schutz
gestellten Frauen Untreue vorwerfen und hierauf nicht vier Zeugen beibringen, die sollt ihr mit
achtzig Hieben geißeln. Nehmt von ihnen nie mehr eine Zeugenaussage an — das sind die (wahren)
Frevler —,
24:5 mit Ausnahme derer, die danach umkehren und Besserung zeigen. Denn Gott ist voller Vergebung
und barmherzig. 6 Im Falle derer, die ihren Gattinnen Untreue vorwerfen, aber keine Zeugen haben
außer sich selbst, besteht die Zeugenaussage eines solchen Mannes darin, dass er viermal bei Gott
bezeugt, er gehöre zu denen, die die Wahrheit sagen, 7 und zum fünften Mal (bezeugt), der Fluch
Gottes komme über ihn, wenn er ein Lügner sein sollte. 8 Von ihr (der Frau) wehrt es die Pein ab,
dass sie viermal bei Gott bezeugt, er sei ein Lügner, 9 und zum fünften Mal (bezeugt), der Fluch
Gottes komme über sie, wenn er zu denen gehören sollte, die die Wahrheit sagen.
24:10 Und ohne die Huld Gottes gegen euch und seine Barmherzigkeit, und wäre Gott nicht der, der sich
zuwendet und weise ist...
24:11 Diejenigen, die die Lüge vorgebracht haben, sind eine gewisse Gruppe von euch. Betrachtet es
nicht als ein Übel für euch; nein, es ist etwas Gutes für euch. Einem jeden von ihnen wird zuteil, was
er an Schuld erworben hat. Und für den, der den Hauptanteil daran auf sich genommen hat, ist eine
gewaltige Pein bestimmt. 12 Hätten doch, als ihr es hörtet, die gläubigen Männer und Frauen eine
gute Meinung voneinander gehabt und gesagt: »Es ist doch eine offenkundige Lüge« 13 Hätten sie
doch darüber vier Zeugen beigebracht! Da sie aber die Zeugen nicht beigebracht haben, sind sie eben
bei Gott die, die lügen. 14 Und ohne die Huld Gottes gegen euch und seine Barmherzigkeit im
Diesseits und Jenseits würde euch für das, was ihr so breit beredet habt, eine gewaltige Pein erfassen.
24:15 Als ihr es mit eurer Zunge aufgegriffen habt und ihr mit eurem Munde das gesagt habt, wovon ihr
kein Wissen hattet, und es als eine leichte Sache betrachtet habt, während es bei Gott eine
ungeheuerliche Sache ist. 16 Hättet ihr doch, als ihr es hörtet, gesagt: »Es steht uns nicht zu, darüber
zu reden. Preis sei Dir! Das ist doch eine gewaltige Verleumdung.« 17 Gott ermahnt euch, nie wieder
so etwas zu tun, so ihr gläubig seid. 18 Und Gott macht euch die Zeichen deutlich. Und Gott weiß
Bescheid und ist weise. 19 Für diejenigen, die es gern möchten, dass sich das Schändliche unter den
Gläubigen verbreitet, ist eine schmerzhafte Pein bestimmt im Diesseits und Jenseits. Und Gott weiß,
ihr aber wisst nicht Bescheid.
24:20 Und ohne die Huld Gottes gegen euch und seine Barmherzigkeit, und hätte Gott nicht Mitleid und
wäre Er nicht barmherzig
24:21 O ihr, die ihr glaubt, folgt nicht den Fußstapfen des Satans. Wer den Fußstapfen des Satans folgt,
der gebietet das Schändliche und Verwerfliche. Und ohne die Huld Gottes gegen euch und seine
Barmherzigkeit würde keiner von euch jemals geläutert sein. Aber Gott läutert, wen Er will. Und Gott
hört und weiß alles. 22 Und diejenigen, die Überfluß und beachtliches Vermögen besitzen, sollen
nicht schwören, sie würden den Verwandten, den Bedürftigen und denen, die auf dem Weg Gottes
ausgewandert sind, nichts zukommen lassen. Sie sollen verzeihen und nachlassen. Liebt ihr es selbst
nicht, dass Gott euch vergibt? Gott ist voller Vergebung und barmherzig. 23 Diejenigen, die den unter
Schutz gestellten, nichts ahnenden gläubigen Frauen Untreue vorwerfen, sind verflucht im Diesseits
und Jenseits. Bestimmt ist für sie eine gewaltige Pein, 24 am Tag, da ihre Zungen und ihre Hände und
ihre Füße gegen sie Zeugnis ablegen werden über das, was sie zu tun pflegten.
24:25 An jenem Tag wird Gott es ihnen entsprechend dem gegen sie ergangenen wahren Gerichtsurteil
voll erstatten. Und sie werden zu wissen bekommen, dass Gott die offenkundige Wahrheit ist. 26
Schlechte Frauen gehören zu schlechten Männern, und schlechte Männer gehören zu schlechten
Frauen. Gute Frauen gehören zu guten Männern, und gute Männer gehören zu guten Frauen. Diese
werden freigesprochen von dem, was man (über sie) redet. Bestimmt ist für sie Vergebung und
trefflicher Unterhalt.
24:27 O ihr, die ihr glaubt, betretet nicht Häuser, die nicht eure (eigenen) Häuser sind, bis ihr euch
bemerkbar gemacht und ihre Bewohner begrüßt habt. Das ist besser für euch, auf dass ihr es bedenket.
28 Wenn ihr niemanden darin findet, dann tretet nicht ein, bis man es euch erlaubt. Und wenn man zu
euch sagt: »Kehrt um« dann sollt ihr umkehren. Das ist lauterer für euch. Und Gott weiß, was ihr tut.
29 Es ist für euch kein Vergehen, unbewohnte Häuser zu betreten, in denen sich eine Nutznießung für
euch befindet. Und Gott weiß, was ihr offenlegt und was ihr verschweigt.
24:30 »Sprich zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren. Das ist
lauterer für sie. Gott hat Kenntnis von dem, was sie machen. 31 Und sprich zu den gläubigen Frauen,
sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren, ihren Schmuck nicht offen zeigen, mit
Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. Sie sollen ihren Schleier auf den Kleiderausschnitt schlagen
und ihren Schmuck nicht offen zeigen, es sei denn ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer
Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und
den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen, die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen
Gefolgsleuten, die keinen Trieb mehr haben, den Kindern, die die Blöße der Frauen nicht beachten.
Sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit man gewahr wird, was für einen Schmuck sie
verborgen tragen. Bekehrt euch allesamt zu Gott, ihr Gläubigen, auf dass es euch wohl ergehe.
24:32 Und verheiratet die noch ledigen Frauen unter euch und die Rechtschaffenen von euren Sklaven
und euren Sklavinnen. Wenn sie arm sind, wird Gott sie durch seine Huld reich machen. Und Gott
umfaßt und weiß alles.
24:33 Diejenigen, die keine Möglichkeit zum Heiraten finden, sollen keusch bleiben, bis Gott sie durch
seine Huld reich macht. Und denjenigen aus der Reihe derer, die eure rechte Hand besitzt, die einen
Freibrief zu erhalten suchen, sollt ihr einen Freibrief ausstellen, falls ihr etwas Gutes an ihnen
feststellt. Und gebt ihnen etwas vom Vermögen Gottes, das Er euch gegeben hat. Und zwingt nicht
eure Sklavinnen, wenn sie sich unter Schutz stellen wollen, zur Hurerei im Trachten nach den Gütern
des diesseitigen Lebens. Und wenn einer sie dazu zwingt, so ist Gott, nachdem sie gezwungen worden
sind, voller Vergebung und barmherzig.
24:34 Und Wir haben zu euch Zeichen hinabgesandt, die (alles) deutlich machen, und ein Beispiel aus
den Berichten über die, die vor euch dahingegangen sind, und eine Ermahnung für die
Gottesfürchtigen.
24:35 Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist einer Nische vergleichbar, in der eine
Lampe ist. Die Lampe ist in einem Glas. Das Glas ist, als wäre es ein funkelnder Stern. Es wird
angezündet von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, weder östlich noch westlich, dessen Öl fast
schon leuchtet, auch ohne dass das Feuer es berührt hätte. Licht über Licht. Gott führt zu seinem
Licht, wen Er will, und Gott führt den Menschen die Gleichnisse an. Und Gott weiß über alle Dinge
Bescheid. 36 (Das steht) in Häusern, für die Gott erlaubt hat, dass sie errichtet werden und dass darin
seines Namens gedacht wird. Ihn preisen darin, am Morgen und am Abend, 37 Männer, die weder
Handel noch Kaufgeschäft ablenken vom Gedenken Gottes, von der Verrichtung des Gebets und der
Entrichtung der Abgabe, die einen Tag fürchten, an dem Herzen und Augenlicht umgekehrt werden,
38 damit Gott ihnen das Beste vergelte von dem, was sie getan haben, und ihnen von seiner Huld
noch mehr gebe. Und Gott beschert den Lebensunterhalt, wem Er will, ohne (viel) zu rechnen. 39 Die
Werke derer, die ungläubig sind, sind wie eine Luftspiegelung in einer Ebene. Der Durstige hält sie
für Wasser. Kommt er aber dorthin, findet er, dass es nichts ist. Er findet aber Gott da. Und Er
erstattet ihm seine Rechnung voll. Gott ist schnell im Abrechnen.
24:40 Oder (sie sind) wie Finsternisse in einem tiefen Meer, das von einer Woge überdeckt ist, über der
eine Woge liegt, über der wiederum eine Wolke liegt: Finsternisse, eine über der anderen. Wenn er
seine Hand ausstreckt, kann er sie kaum sehen. Und wem Gott kein Licht verschafft, für den gibt es
kein Licht.
24:41 Hast du nicht gesehen, dass (alle) Gott preisen, die in den Himmeln und auf der Erde sind, und die
Vögel mit ausgebreiteten Flügeln? Jeder kennt sein Gebet und seinen Lobpreis. Und Gott weiß, was
sie tun. 42 Und Gott gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde. Und zu Gott führt der
Lebensweg. 43 Hast du nicht gesehen, dass Gott die Wolken dahertreibt, sie dann zusammenfügt und
dann zu einem Haufen macht? Da siehst du den Platzregen dazwischen herauskommen. Und Er
sendet vom Himmel Wolkenberge herab, mit Hagel darin; damit trifft Er, wen Er will, und Er wehrt
ihn ab, von wem Er will. Das Aufleuchten seiner Blitze nimmt beinahe das Augenlicht fort. 44 Gott
läßt Nacht und Tag sich abwechseln. Darin ist eine Lehre für Leute, die Einsicht haben.
24:45 Und Gott hat jedes Getier aus Wasser geschaffen. Es gibt unter ihnen solche, die auf ihrem Bauch
gehen, und solche, die auf zwei Beinen gehen, und wieder solche, die auf vieren gehen. Gott
erschafft, was Er will. Gott hat Macht zu allen Dingen. 46 Wir haben Zeichen hinabgesandt, die
(alles) deutlich machen. Und Gott führt, wen Er will, zu einem geraden Weg.
24:47 Und sie sagen: »Wir glauben an Gott und an den Gesandten, und wir gehorchen. Dann, nach
diesem (Wort), kehrt sich ein Teil von ihnen ab. Das sind ja keine Gläubigen. 48 Und wenn sie zu
Gott und seinem Gesandten gerufen werden, damit er zwischen ihnen urteile, wendet sich gleich ein
Teil von ihnen ab. 49 Wenn aber das Recht auf ihrer Seite ist, dann kommen sie zu ihm, bereit, sich
zu unterwerfen.
24:50 Ist in ihren Herzen Krankheit, oder haben sie Zweifel, oder fürchten sie, dass Gott gegen sie
ungerecht sein könnte, und auch sein Gesandter? Nein, sie sind eben die, die Unrecht tun. 51 Die
Rede der Gläubigen, wenn sie zu Gott und seinem Gesandten gerufen werden, damit er zwischen
ihnen urteile, besteht darin, dass sie sagen: »Wir hören, und wir gehorchen. Das sind die, denen es
wohl ergeht. 52 Diejenigen, die Gott und seinem Gesandten gehorchen, Gott fürchten und sich vor
Ihm hüten, das sind die Erfolgreichen. 53 Und sie haben bei Gott ihren eifrigsten Eid geschworen, sie
würden, wenn du es ihnen befiehlst, hinausziehen. Sprich: Schwört nicht, (leistet lieber) einen
geziemenden Gehorsam. Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut. 54 Sprich: Gehorchet Gott und
gehorchet dem Gesandten. Wenn ihr euch abkehrt, dann obliegt ihm nur das, was ihm auferlegt ist,
und euch obliegt, was euch auferlegt ist. Wenn ihr ihm gehorcht, folgt ihr der Rechtleitung. Und dem
Gesandten obliegt nur die deutliche Ausrichtung (der Botschaft).
24:55 Gott hat denen von euch, die glauben und die guten Werke tun, versprochen, dass Er sie zu
Nachfolgern auf der Erde bestellen wird, wie Er diejenigen, die vor ihnen lebten, zu Nachfolgern
bestellt hat; dass Er ihnen ihrer Religion, die Er mit Gefallen für sie festgelegt hat, zu einer
angesehenen Stellung verhelfen wird; und dass Er ihnen, nachdem sie in Angst gelebt haben, statt
dessen Sicherheit gewähren wird. Sie dienen Mir und gesellen Mir nichts bei. Diejenigen, die hernach
ungläubig sind, das sind die (wahren) Frevler. 56 Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe,
und gehorchet dem Gesandten, auf dass ihr Erbarmen findet. 57 Und du sollst nicht meinen, dass
diejenigen, die ungläubig sind, auf der Erde etwas vereiteln können. Ihre Heimstätte ist das Feuer —
welch schlimmes Ende!
24:58 O ihr, die ihr glaubt, diejenigen, die eure rechte Hand besitzt, und diejenigen von euch, die noch
nicht das Unterscheidungsalter erreicht haben, sollen euch zu drei Zeiten um Erlaubnis bitten: vor
dem Gebet am Frühmorgen, wenn ihr zur Mittagszeit eure Kleider ablegt, und nach dem Abendgebet.
Das sind drei Blößen von euch. Es ist nach diesen (Zeiten) für euch und für sie kein Vergehen. Sie
gehen ja oft unter euch umher, und das tut ihr untereinander. So macht Gott euch die Zeichen
deutlich. Und Gott weiß Bescheid und ist weise. 59 Und wenn die Kinder unter euch das
Unterscheidungsalter erreicht haben, dann sollen sie euch um Erlaubnis bitten, wie diejenigen um
Erlaubnis gebeten haben, die vor ihnen lebten. So macht Gott euch seine Zeichen deutlich. Und Gott
weiß Bescheid und ist weise.
24:60 Und für die unter den Frauen, die sich zur Ruhe gesetzt haben und nicht mehr zu heiraten hoffen,
ist es kein Vergehen, wenn sie ihre Kleider ablegen, ohne dass sie jedoch ihren Schmuck zur Schau
stellen. Und besser für sie wäre, dass sie sich dessen enthalten. Und Gott hört und sieht alles. 61 Es ist
für den Blinden kein Grund zur Bedrängnis, es ist für den Krüppel kein Grund zur Bedrängnis, es ist
für den Kranken kein Grund zur Bedrängnis, es ist auch für euch kein Grund zur Bedrängnis, wenn
ihr in euren Häusern eßt, in den Häusern eurer Väter oder in den Häusern eurer Mütter, in den
Häusern eurer Brüder oder in den Häusern eurer Schwestern, in den Häusern eurer Onkel
väterlicherseits oder in den Häusern eurer Tanten väterlicherseits, in den Häusern eurer Onkel
mütterlicherseits oder in den Häusern eurer Tanten mütterlicherseits, in einem Haus, dessen Schlüssel
in eurem Besitz ist, oder (im Haus) eines Freundes. Es ist für euch kein Vergehen, gemeinsam oder
getrennt zu essen. Wenn ihr nun Häuser betretet, so grüßt einander mit einem gesegneten, guten Gruß,
der von Gott kommt. So macht Gott euch die Zeichen deutlich, auf dass ihr verständig werdet.
24:62 Die Gläubigen, das sind diejenigen, die an Gott und seinen Gesandten glauben und, wenn sie in
einer gemeinsamen Angelegenheit bei ihm sind, nicht weggehen, ohne ihn um Erlaubnis zu bitten.
Diejenigen, die dich um Erlaubnis bitten, das sind die, die an Gott und seinen Gesandten glauben.
Wenn sie dich nun wegen eines ihrer Anliegen um Erlaubnis bitten, so gib, wem von ihnen du willst,
Erlaubnis. Und bitte um Vergebung für sie. Gott ist voller Vergebung und barmherzig.
24:63 Ihr sollt unter euch den Aufruf des Gesandten nicht wie den Aufruf eines von euch an die anderen
bewerten. Gott kennt wohl diejenigen von euch, die sich unbemerkt davonstehlen, indem sie sich
verstecken. Diejenigen, die seinem Befehl zuwiderhandeln, sollen sich in acht nehmen, dass nicht
eine Versuchung sie trifft, oder eine schmerzhafte Pein sie trifft.
24:64 Seht, Gott gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Er weiß, in welchem Zustand ihr euch
befindet. Und am Tag, da sie zu Ihm zurückgebracht werden, wird Er ihnen kundtun, was sie getan
haben. Und Gott weiß über alle Dinge Bescheid.


Sure: 25 Die Unterscheidungsnorm (al-Furqa,-n) zu Mekka, 77 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
25:1 Gesegnet sei der, der auf seinen Diener die Unterscheidungsnorm herabgesandt hat, damit er den
Weltenbewohnern ein Warner sei, 2 Er, dem die Königsherrschaft der Himmel und der Erde gehört,
der sich kein Kind genommen hat und der keinen Teilhaber an der Königsherrschaft hat und jedes
Ding erschaffen und ihm sein Maß gegeben hat. 3 Und sie haben sich an seiner Stelle Götter
genommen, die nichts erschaffen, aber selbst erschaffen werden, und die sich selbst weder Schaden
noch Nutzen bringen können, und die weder über Tod noch über Leben, noch über Auferweckung
verfügen. 4 Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen: »Das ist ja nichts als eine Lüge, die er
erdichtet hat und bei der andere Leute ihm geholfen haben. Sie begehen da Ungerechtigkeit und
Falschaussage.
25:5 Und sie sagen: Es sind die Fabeln der Früheren, die er sich aufgeschrieben hat. Sie werden ihm doch
morgens und abends diktiert. 6 Sprich: Herabgesandt hat ihn der, der weiß, was in den Himmeln und
auf der Erde geheim ist. Er ist voller Vergebung und barmherzig. 7 Und sie sagen: Was ist mit diesem
Gesandten, dass er Speise ißt und auf den Märkten umhergeht? Wäre doch zu ihm ein Engel
herabgesandt worden, dass er mit ihm ein Warner sei! 8 Oder wäre doch ihm ein Schatz überbracht
worden, oder hätte er doch einen Garten, von dem er essen könnte! Und die, die Unrecht tun, sagen:
Ihr folgt doch nur einem Mann, der einem Zauber verfallen ist. 9 Schau, wie sie dir Gleichnisse
anführen. Dabei sind sie abgeirrt und können keinen Weg mehr finden.
25:10 Gesegnet sei der, der dir, wenn Er will, etwas Besseres als dies zuteilen kann: Gärten, unter denen
Bäche fließen, und der dir Schlösser zuteilen kann. 11 Nein, sie erklären die Stunde für Lüge. Und
Wir haben für die, die die Stunde für Lüge erklären, einen Feuerbrand bereitet. 12 Wenn er sie aus der
Ferne sieht, hören sie bereits sein Grollen und Aufheulen. 13 Und wenn sie aneinandergebunden da in
einen engen Ort geworfen werden, rufen sie dort: O weh, was für ein Verderben! 14 »Ruft heute nicht
nur einmal: O weh, was für ein Verderben!, sondern ruft vielmal: O weh, was für ein Verderben!
25:15 Sprich: Ist das besser oder der Garten der Ewigkeit, der den Gottesfürchtigen versprochen ist, und
der für sie Belohnung und Reiseziel ist? 16 Sie haben darin, was sie wollen, und sie werden darin
ewig weilen. Das ist ein Versprechen, das deinem Herrn obliegt und eingefordert werden kann.
25:17 Und am Tag, da Er sie und das, was sie anstelle Gottes verehren, versammelt und Er spricht: »Seid
ihr es gewesen, die diese meine Diener irregeführt haben, oder sind sie selbst vom Weg abgeirrt? 18
Sie sagen: Preis sei Dir! Es ziemte uns nicht, uns an deiner Stelle andere Freunde zu nehmen. Aber
Du hast sie und ihre Väter genießen lassen, so dass sie die Ermahnung vergessen haben und ein
verlorenes Volk geworden sind. 19 Nun — haben sie euch in dem, was ihr sagt, der Lüge geziehen.
Da könnt ihr weder etwas abwenden noch Unterstützung erfahren. Und wer von euch Unrecht tut, den
lassen Wir eine große Pein kosten.«
25:20 Und Wir haben vor dir keine Gesandten geschickt mit einem anderen Verhalten, als dass sie Speise
gegessen haben und auf den Märkten umhergegangen sind. Und Wir haben die einen von euch zur
Versuchung für die anderen gemacht, (um festzustellen), ob ihr geduldig seid. Und dein Herr sieht
alles. 21 Und diejenigen, die nicht erwarten, Uns zu begegnen, sagen: »Wären doch die Engel auf uns
herabgesandt worden, oder könnten wir doch unseren Herrn sehen! Sie sind hochmütig in bezug auf
sich selbst, und sie erheben sich in großer Rebellion. 22 Am Tag, da sie die Engel sehen, an dem Tag
gibt es für die Übeltäter keine frohe Botschaft, und sie sagen: Tabu, das sei verwehrt! 23 Und Wir
wenden uns den Werken, die sie getan haben, zu, und machen sie zu verwehtem Staub. 24 Die
Gefährten des Paradieses haben an jenem Tag einen besseren Aufenthalt und einen schöneren
Ruheplatz.
25:25 Und am Tag, da sich der Himmel durch die Wolken hindurch spaltet und die Engel eindrucksvoll
herabgesandt werden, 26 an dem Tag gehört die wahre Königsherrschaft dem Erbarmer. Es ist für die
Ungläubigen ein schwerer Tag. 27 Und am Tag, da derjenige, der Unrecht tut, sich in die Hände beißt
und sagt: »O hätte ich doch den Weg mit dem Gesandten eingeschlagen! 28 O weh mir! Hätte ich mir
doch nicht den Soundso zum Vertrauten genommen! 29 Er hat mich ja von der Ermahnung abirren
lassen, nachdem sie zu mir gekommen war. Und der Satan läßt den Menschen im Stich.
25:30 Und der Gesandte sagt: »O mein Herr, mein Volk hält diesen Koran für etwas, was gemieden
werden soll. 31 So haben Wir für jeden Propheten einen Feind aus den Reihen der Übeltäter bestellt.
Und dein Herr genügt als Führer und Helfer. 32 Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen: Wäre
doch der Koran auf ihn als Ganzes herabgesandt worden! So (geschieht es aber), damit Wir dein Herz
mit ihm festigen. Und Wir haben ihn Abschnitt für Abschnitt vorgetragen. 33 Und sie kommen zu dir
mit keinem beschriebenen Fall, ohne dass Wir dir die Wahrheit und eine schönere Erläuterung
brächten. 34 Diejenigen, die auf ihren Gesichtern zur Hölle versammelt werden, befinden sich in einer
schlimmeren Lage und sind vom (rechten) Weg weiter abgeirrt.
25:35 Und Wir ließen Mose das Buch zukommen und bestellten ihm seinen Bruder Aaron, (die Last)
mitzutragen. 36 Da sprachen Wir: »Geht zu den Leuten, die unsere Zeichen für Lüge erklärt haben.
Und Wir zerstörten sie völlig. 37 Und auch die Leute des Noach , als sie die Gesandten der Lüge
ziehen, ließen Wir ertrinken und machten sie zu einem Zeichen für die Menschen. Und Wir haben
denen, die Unrecht tun, eine schmerzhafte Pein bereitet. 38 Desgleichen auch die Ad, die Thamud ,
die Leute des Brunnens und viele Generationen dazwischen. 39 Einem jeden Volk führten Wir
Gleichnisse an, und Wir gaben jedes (von ihnen) dem völligen Verderben preis.
25:40 Sie kamen doch an der Stadt vorbei, auf die der Unheilsregen niederging . Haben sie sie denn nicht
gesehen? Nein, sie erwarten keine Auferweckung. 41 Und wenn sie dich sehen, nehmen sie dich nur
zum Gegenstand des Spottes: »Ist das der, den Gott zum Gesandten hat erstehen lassen? 42 Beinahe
hätte er uns von unseren Göttern abirren lassen, wenn wir nicht beharrlich an ihnen festgehalten
hätten. Sie werden, wenn sie die Pein sehen, zu wissen bekommen, wer weiter vom Weg abgeirrt ist.
43 Hast du den gesehen, der sich seine Neigung zu seinem Gott nimmt? Willst du denn ein
Sachwalter über ihn sein? 44 Oder meinst du, dass die meisten von ihnen hören oder Verstand haben?
Sie sind doch nur wie das Vieh, nein, sie irren noch weiter vom Weg ab.
25:45 Hast du denn nicht zu deinem Herrn geschaut, wie Er den Schatten lang werden läßt? Wenn Er
gewollt hätte, hätte Er ihn stillstehen lassen. Alsdann machen Wir die Sonne zu einem Hinweis auf
ihn. 46 Dann ziehen Wir ihn zu Uns in einem geringen Maß ein. 47 Und Er ist es, der euch die Nacht
zur Kleidung und den Schlaf zum Ausruhen macht, und der den Tag zum Aufstehen macht. 48 Und
Er ist es, der die Winde als frohe Kunde seiner Barmherzigkeit vorausschickt . Und Wir lassen vom
Himmel ein reines Wasser herabkommen, 49 um damit eine abgestorbene Ortschaft zu beleben und
um es vielen von dem, was Wir erschaffen haben, Vieh und Menschen, zu trinken zu geben.
25:50 Und Wir haben es unter ihnen auf verschiedene Weise dargestellt, damit sie es bedenken. Doch
bestehen die meisten Menschen auf dem Unglauben. 51 Und wenn Wir gewollt hätten, hätten Wir in
jeder Stadt einen Warner erstehen lassen. 52 So gehorche nicht den Ungläubigen und setze dich
damit gegen sie ein mit großem Einsatz.
25:53 Und Er ist es, der die beiden Meere zugleich hat entstehen lassen: das eine süß und erfrischend, das
andere salzig und bitter. Und Er hat zwischen ihnen beiden eine Schranke und eine verwehrte
Absperrung errichtet. 54 Und Er ist es, der aus Wasser einen Menschen erschaffen und ihn zu einer
Sippe von Verwandten und Schwägern gemacht hat. Und dein Herr ist allmächtig.
25:55 Und sie verehren anstelle Gottes, was ihnen weder nützt noch schadet. Und der Ungläubige leistet
Beistand gegen seinen Herrn. 56 Und Wir haben dich nur als Freudenboten und Warner gesandt. 57
Sprich: Ich verlange von euch keinen Lohn dafür, es sei denn, einer will einen Weg zu seinem Herrn
einschlagen. 58 Und vertraue auf den Lebendigen, der nicht stirbt, und singe sein Lob. Er genügt als
der, der Kenntnis von den Sünden seiner Diener hat, 59 der die Himmel und die Erde, und was
dazwischen ist, in sechs Tagen erschaffen und sich dann auf dem Thron zurechtgesetzt hat, Er, der
Erbarmer. So frag einen, der von Ihm Kenntnis hat.
25:60 Und wenn zu ihnen gesagt wird: »Werft euch vor dem Erbarmer nieder« sagen sie: »Was ist denn
der Erbarmer? Sollen wir uns (einfach) vor dem niederwerfen, was du uns befiehlst? Und das mehrt in
ihnen nur die Abneigung. 61 Gesegnet sei der, der im Himmel Sternzeichen gesetzt und darin eine
Leuchte und einen hellen Mond gesetzt hat! 62 Und Er ist es, der die Nacht und den Tag gemacht hat,
so dass sie aufeinanderfolgen, für den, der es bedenken oder Dankbarkeit zeigen will.
25:63 Und die Diener des Erbarmers sind die, die demütig auf der Erde umhergehen und, wenn die
Törichten sie anreden, sagen: »Frieden! 64 Und die, welche die Nacht vor ihrem Herrn verbringen,
indem sie sich niederwerfen und aufrecht stehen.
25:65 Und die, die sagen: Unser Herr, wende ab von uns die Pein der Hölle.« Ihre Pein lastet ja
unabwendbar; 66 sie ist schlimm als Aufenthalt und Bleibe. 67 Und die, die, wenn sie spenden, weder
verschwenderisch noch zurückhaltend sind, sondern die Mitte dazwischen halten. 68 Und die, die
neben Gott keinen anderen Gott anrufe» und den Menschen nicht töten, den Gott für unantastbar
erklärt hat, es sei denn bei vorliegender Berechtigung, und die keine Unzucht begehen. — Wer das
tut, hat die Folge der Sünde zu erleiden; 69 die Pein wird ihm am Tag der Auferstehung verdoppelt,
darin wird er in Schmach ewig weilen,
25:70 außer dem, der umkehrt, glaubt und gute Werke tut; Gott wird ihnen ihre schlechten Taten gegen
gute eintauschen; und Gott ist voller Vergebung und barmherzig. 71 Und wer umkehrt und Gutes tut,
der wendet sich in wahrhaftiger Umkehr Gott zu.
25:72 Und (auch) die, die das Falsche nicht bezeugen und, wenn sie unbedachte Rede im Vorbeigehen
hören, würdevoll weitergehen. 73 Und die, die, wenn sie mit den Zeichen ihres Herrn ermahnt
werden, ihnen gegenüber nicht taub und blind niederfallen. 74 Und die, die sagen: »Unser Herr,
schenke uns an unseren Gattinnen und unseren Nachkommenschaften Grund zur Freude, und mache
uns zu einem Vorbild für die Rechtschaffenen
25:75 All diese werden mit dem Obergemach dafür belohnt werden, dass sie geduldig waren; und ihnen wird Gruß
und Friede entgegengebracht; 76 darin werden sie ewig weilen. Schön ist es als Aufenthalt und Bleibe. 77
Sprich: Mein Herr würde sich nicht um euch kümmern, würdet ihr nicht (zu Ihm) rufen. Ihr habt doch (alles) für
Lüge erklärt, und nun wird es unabwendbar.


Sure: 26 Die Dichter (al-Shu‘ara,-’) zu Mekka, 227 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
26:1 Ta Sin Mim. 2 Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches.
26:3 Du magst dich noch selbst umbringen, weil sie nicht gläubig sind. 4 Wenn Wir wollten, könnten Wir
vom Himmel ein Zeichen auf sie hinabsenden, so dass sich ihre Nacken davor unterwerfen würden.
26:5 Keine neue Ermahnung kommt vom Erbarmer zu ihnen, ohne dass sie sich davon abwenden. 6 Sie
haben (sie) ja für Lüge erklärt. So wird zu ihnen die Kunde kommen von dem, worüber sie immer
wieder gespottet haben. 7 Haben sie nicht auf die Erde geschaut, wie viele treffliche Arten Wir auf ihr
haben wachsen lassen? 8 Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht
gläubig. 9 Und dein Herr ist der Mächtige, der Barmherzige.
26:10 Als dein Herr Mose rief: »Geh zum Volk, das Unrecht tut, 11 zum Volk Pharaos, ob sie nicht
gottesfürchtig sein wollen. 12 . Er sagte: Mein Herr, ich fürchte, dass sie mich der Lüge zeihen. 13
Und meine Brust ist eng, und meine Zunge ist nicht gelöst. So schicke Aaron. 14 Auch haben sie
gegen mich eine Sünde geltend zu machen; so fürchte ich, dass sie mich töten.
26:15 Er sprach: Nein. Geht beide hin mit unseren Zeichen. Wir sind mit euch und hören zu. 16 Geht zu
Pharao und sagt: ›Wir sind der Gesandte des Herrn der Welten, 17 du sollst die Kinder Israels mit uns
wegschicken.‹ 18 Er sagte: Haben wir dich nicht als Kind unter uns aufgezogen, und hast du nicht
viele Jahre deines Lebens unter uns verbracht? 19 Und du hast deine Tat, die du (damals) getan hast,
verübt und bist einer der Undankbaren geworden.
26:20 Er sagte: Ich habe sie da verübt, als ich (noch) einer der Irrenden war. 21 So bin ich vor euch
geflohen, als ich Angst vor euch bekommen hatte. Da hat mir mein Herr Urteilskraft geschenkt und
mich zu einem der Gesandten gemacht. 22 Ist es denn eine Gnade, die nun du mir erweisest, dass du
die Kinder Israels zu Sklaven gemacht hast? 23 Pharao sagte: Was ist denn der Herr der Welten? 24
Er sagte: Der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, so ihr Gewißheit hegt.
26:25 Er sagte zu denen, die um ihn waren: Hört ihr nicht zu? 26 Er sagte: Er ist euer Herr und der Herr
eurer Vorväter. 27 Er sagte: Euer Gesandter, der zu euch gesandt worden ist, ist ja besessen. 28 Er
sagte: Er ist der Herr des Ostens und des Westens und dessen, was dazwischen ist, so ihr Verstand
habt. 29 Er sagte: Wenn du dir einen anderen Gott als mich nimmst, werde ich dich sicher zu einem
der Gefangenen machen.
26:30 Er sagte: Was aber, wenn ich dir eine offenkundige Sache bringe? 31 Er sagte: Dann bring sie her,
so du zu denen gehörst, die die Wahrheit sagen. 32 Er warf seinen Stab, da war er eine offenkundige
Schlange. 33 Und er zog seine Hand heraus, da war sie weiß für die Zuschauer. 34 Er sagte zu den
Vornehmen um ihn: Dieser ist ja ein erfahrener Zauberer,
26:35 der euch mit seiner Zauberei aus eurem Land vertreiben will. Was befehlt ihr nun? 36 Sie sagten:
Stell ihn und seinen Bruder zurück und schick zu den Städten Leute, die sie versammeln, 37 damit sie
dir jeden erfahrenen Zauberer herbringen. 38 So wurden die Zauberer auf den Termin eines
bestimmten Tages zusammengeführt. 39 Und es wurde zu den Menschen gesagt: Werdet ihr euch
auch versammeln?
26:40 So könnten wir den Zauberern folgen, wenn sie die Sieger sind. 41 Als die Zauberer kamen, sagten
sie zu Pharao: Wir bekommen wohl eine Belohnung, wenn wir es sind, die siegen? 42 Er sagte: Ja.
Und ihr werdet auch zu denen gehören, die in (meine) Nähe zugelassen werden. 43 Mose sagte zu
ihnen: Werft, was ihr werfen wollt. 44 Sie warfen ihre Stricke und Stäbe und sagten: Bei der Macht
Pharaos, wir werden gewiß die Sieger sein.
26:45 Mose warf seinen Stab, da fing er an zu verschlingen, was sie vorgaukelten. 46 So wurden die
Zauberer in Anbetung zu Boden geworfen. 47 Sie sagten: Wir glauben an den Herrn der Welten, 48
den Herrn von Mose und Aaron. 49 Er sagte: Ihr glaubt ihm, bevor ich es euch erlaube? Er ist
bestimmt euer Ranghöchster, der euch die Zauberei gelehrt hat. Ihr werdet es zu wissen bekommen.
Ich werde eure Hände und eure Füße wechselseitig abhacken, und ich werde euch allesamt kreuzigen
lassen.
26:50 Sie sagten: So schlimm ist es nicht, wir kehren zu unserem Herrn zurück. 51 Wir erhoffen, dass
unser Herr uns unsere Verfehlungen vergebe dafür, dass wir (nun) die ersten der Gläubigen sind. 52
Und Wir haben dem Mose offenbart: Zieh bei Nacht mit meinen Dienern fort; ihr werdet da verfolgt
werden. 53 Da schickte Pharao zu den Städten Leute, die sie versammelten: 54 Diese sind ein kleiner
Rest;
26:55 dennoch versetzen sie uns in Groll. 56 Aber wir sind eine zusammenrückende Gruppe auf der Hut.
57 So ließen Wir sie fortziehen von Gärten und Quellen, 58 von Schätzen und von trefflicher Stätte.
59 So war es. Und Wir gaben sie den Kindern Israels zum Erbe.
26:60 Sie verfolgten sie also bei Sonnenaufgang. 61 Als die beiden Scharen einander sahen, sagten die
Gefährten des Mose: »Wir werden eingeholt. 62 Er sagte: Nein. Mit mir ist mein Herr. Er wird mich
rechtleiten. 63 Da offenbarten Wir dem Mose: Schlag mit deinem Stab das Meer. So spaltete es sich,
und jeder Teil war wie ein gewaltiger Berg. 64 Und Wir ließen die anderen dort herankommen.
26:65 Und Wir retteten Mose und die, die mit ihm waren, alle. 66 Dann ließen Wir die anderen ertrinken.
67 Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht gläubig. 68 Und dein Herr
ist der Mächtige, der Barmherzige. 69 Und verlies ihnen den Bericht über Abraham.
26:70 Als er zu seinem Vater und seinem Volk sagte: »Was betet ihr denn an? 71 Sie sagten: Wir beten
Götzen an, und wir verehren sie beharrlich. 72 Er sagte: Hören sie denn euch, wenn ihr ruft? 73 Oder
können sie euch nützen oder schaden? 74 Sie sagten: Aber wir fanden, dass bereits unsere Väter so
handelten.
26:75 Er sagte: Seht ihr wohl das, was ihr anzubeten pflegtet, 76 ihr und eure Vorväter? 77 Feind sind sie
mir (alle), nicht so der Herr der Welten, 78 der mich erschaffen hat und mich nun rechtleitet, 79 und
der mir zu essen und zu trinken gibt
26:80 und, wenn ich krank bin, mich heilt, 81 und der mich sterben läßt und dann wieder lebendig macht,
82 und von dem ich erhoffe, dass Er mir am Tag des Gerichtes meine Verfehlung vergebe. 83 Mein
Herr, schenke mir Urteilskraft, und stelle mich zu denen, die Gutes tun. 84 Und gib mir einen
wahrhaftigen Ruf unter den späteren (Generationen).
26:85 Und mach mich zu einem der Erben des Gartens der Wonne. 86 Und vergib meinem Vater, er
gehört ja zu den Irrenden. 87 Und mach mich nicht zuschanden am Tag, da sie erweckt werden, 88
am Tag, da weder Vermögen noch Söhne nützen, 89 sondern nur, wenn einer mit einem gesunden
Herzen zu Gott kommt.«
26:90 Und das Paradies wird an die Gottesfürchtigen herangebracht. 91 Und sichtbar gemacht wird die
Hölle denen, die irregegangen sind. 92 Und es wird zu ihnen gesagt: »Wo ist denn das, was ihr
anzubeten pflegtet 93 anstelle Gottes? Können sie euch unterstützen oder sich selbst unterstützen? 94
Dann werden sie hineingestürzt, sie und die, die irregegangen sind,
26:95 und die Truppen des Iblis allesamt. 96 Sie sagen, während sie darin miteinander streiten: 97 Bei
Gott, wir befanden uns in einem offenkundigen Irrtum, 98 als wir euch dem Herrn der Welten
gleichsetzten. 99 Es waren nur die Übeltäter, die uns irregeführt haben.
26:100 So haben wir nun keine Fürsprecher, 101 und auch keinen warmherzigen Freund. 102 Hätten wir
doch eine Möglichkeit zur Rückkehr, damit wir zu den Gläubigen gehörten! 103 Darin ist wahrlich
ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht gläubig. 104 Und dein Herr ist der Mächtige, der
Barmherzige 105 Das Volk Noachs zieh die Gesandten der Lüge. 106 Als ihr Bruder Noach zu ihnen
sagte: »Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein? 107 Ich bin für euch ein treuer Gesandter. 108 So
fürchtet Gott und gehorcht mir. 109 Ich verlange von euch dafür keinen Lohn. Mein Lohn obliegt nur
dem Herrn der Welten.
26:110 So fürchtet Gott und gehorcht mir. 111 Sie sagten: Sollen wir dir glauben, wo dir (nur) die
Niedrigsten folgen? 112 Er sagte: Was bedeutet es denn, wenn ich weiß, was sie zu tun pflegten? 113
Mit ihnen abzurechnen obliegt nur meinem Herrn, wenn ihr es doch merken würdet! 114 Und ich
werde die Gläubigen nicht verstoßen.
26:115 Ich bin nur ein offenkundiger Warner. 116 Sie sagten: Wenn du nicht aufhörst, o Noach, wirst du
bestimmt zu denen gehören, die gesteinigt werden. 117 Er sagte: Mein Herr, mein Volk hat mich der
Lüge geziehen. 118 So richte zwischen mir und ihnen und errette mich und die von den Gläubigen,
die mit mir sind. 119 Da retteten Wir ihn und die, die mit ihm waren, im voll beladenen Schiff.
26:120 Dann ließen Wir hiernach die übrigen ertrinken. 121 Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die
meisten von ihnen sind nicht gläubig. 122 Und dein Herr ist der Mächtige, der Barmherzige.
26:123 Die ‘Ad ziehen die Gesandten der Lüge. 124 Als ihr Bruder Hud zu ihnen sagte: »Wollt ihr denn
nicht gottesfürchtig sein?
26:125 Ich bin für euch ein treuer Gesandter. 126 So fürchtet Gott und gehorcht mir. 127 Ich verlange
von euch dafür keinen Lohn. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Welten. 128 Wollt ihr denn weiter
auf jeder Anhöhe ein Wahrzeichen bauen und ein sinnloses Spiel treiben 129 und euch Bauwerke
nehmen in der Hoffnung, dass ihr ewig weilen würdet?
26:130 Und, wenn ihr zugreift, greift ihr gewalttätig zu. 131 So fürchtet Gott und gehorcht mir. 132 Und
fürchtet den, der euch beigestanden hat mit dem, was ihr wisst, 133 der euch beigestanden hat mit
Vieh und Söhnen, 134 und Gärten und Quellen.
26:135 Ich fürchte für euch die Pein eines gewaltigen Tages. 136 Sie sagten: Es ist uns gleich, ob du
ermahnst oder ob du nicht zu denen gehörst, die ermahnen. 137 Das hier ist nichts als die Sitte der
Früheren. 138 Und wir werden bestimmt nicht gepeinigt werden. 139 So ziehen sie ihn der Lüge. Da
ließen Wir sie verderben. Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht
gläubig.
26:140 Und dein Herr ist der Mächtige, der Barmherzige. 141 Die Thamud ziehen die Gesandten der
Lüge. 142 Als ihr Bruder Salih zu ihnen sagte: »Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein? 143 Ich bin
für euch ein treuer Gesandter. 144 So fürchtet Gott und gehorcht mir.
26;145 Ich verlange von euch keinen Lohn. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Welten. 146 Werdet ihr
etwa in dem, was hier ist, in Sicherheit gelassen, 147 in Gärten und an Quellen, 148 in
Getreidefeldern und Palmen, deren Blütenscheiden zart sind? 149 Und werdet ihr weiter geschickt aus
den Bergen Häuser meißeln?
26:150 So fürchtet Gott und gehorcht mir. 151 Und gehorcht nicht dem Befehl der Maßlosen, 152 die
Unheil auf der Erde stiften und keine Besserung bringen. 153 Sie sagten: Du bist ja einer von denen,
die einem Zauber verfallen sind. 154 Du bist nur ein Mensch wie wir. So bring ein Zeichen her, so du
zu denen gehörst, die die Wahrheit sagen.
26:155 Er sagte: Dies ist eine Kamelstute; sie hat eine Trinkzeit, und ihr habt eine Trinkzeit an einem
bestimmten Tag. 156 Und rührt sie nicht mit etwas Bösem an, sonst ergreift euch die Pein eines
gewaltigen Tages. 157 Und sie schnitten ihr die Flechsen durch und stachen sie. So wurden sie zu
Leuten, die (ihre Tat) bereuen. 158 Da ergriff sie die Pein. Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die
meisten von ihnen sind nicht gläubig. 159 Und dein Herr ist der Mächtige, der Barmherzige.
26:160 Das Volk Lots zieh die Gesandten der Lüge. 161 Als ihr Bruder Lot zu ihnen sagte: »Wollt ihr
denn nicht gottesfürchtig sein? 162 Ich bin für euch ein treuer Gesandter. 163 So fürchtet Gott und
gehorcht mir. 164 Ich verlange von euch dafür keinen Lohn. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der
Welten.
26:165 Wie könnt ihr denn zu den Männern unter den Weltenbewohnern gehen 166 und, was euch euer
Herr an Gattinnen erschaffen hat, liegen lassen? Nein, ihr seid Leute, die Übertretungen begehen. 167
Sie sagten: Wenn du nicht aufhörst, o Lot, wirst du zu denen gehören, die vertrieben werden. 168 Er
sagte: Ich verabscheue eure Tat. 169 Mein Herr, errette mich und meine Angehörigen von dem, was
sie tun.
26:170 Da erretteten Wir ihn und seine Angehörigen alle, 171 bis auf eine alte Frau unter denen, die
zurückblieben und dem Verderben anheimfielen. 172 Dann zerstörten Wir die anderen. 173 Und Wir
ließen einen Regen auf sie niedergehen. Schlimm war der Regen der die Gewarnten traf. 174 Darin ist
wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht gläubig.
26:175 Und dein Herr ist der Mächtige, der Barmherzige. 176 Die Gefährten des Waldes ziehen die
Gesandten der Lüge. 177 Als Shu‘ayb zu ihnen sagte: »Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein? 178
Ich bin für euch ein treuer Gesandter. 179 So fürchtet Gott und gehorcht mir.
26:180 Ich verlange von euch dafür keinen Lohn. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Welten. 181 Gebt
volles Maß und seid nicht solche, die Verlust verursachen. 182 Und wägt mit der richtigen Waage.
183 Und zieht den Menschen nicht ab, was ihnen gehört, und stiftet nicht Unheil auf der Erde. 184
Und fürchtet den, der euch und die früheren Geschöpfe erschaffen hat.
26:185 Sie sagten: Du bist ja einer von denen, die einem Zauber verfallen sind. 186 Du bist nur ein
Mensch wie wir. Wir meinen, dass du zu den Lügnern gehörst. 187 Laß doch Stücke vom Himmel auf
uns herabfallen, so du zu denen gehörst, die die Wahrheit sagen. 188 Er sagte: Mein Herr weiß besser,
was ihr tut. 189 Sie ziehen ihn der Lüge. Da ergriff sie die Pein des Tages der Überschattung. Es war
die Pein eines gewaltigen Tages.
26:190 Darin ist wahrlich ein Zeichen. Aber die meisten von ihnen sind nicht gläubig. 191 Und dein Herr
ist der Mächtige, der Barmherzige.
26:192 Und er ist eine Herabsendung des Herrn der Welten; 193 mit ihm ist der treue Geist
herabgestiegen 194 auf dein Herz, damit du einer der Warner seist, 195 in deutlicher arabischer
Sprache. 196 Und er ist in den Schriften der Früheren (erwähnt). 197 War es ihnen denn nicht ein
Zeichen, dass die Gelehrten der Kinder Israels über ihn Bescheid wissen? 198 Wenn Wir ihn auf
einen der Nichtaraber hinabgesandt hätten 199 und er ihn ihnen vorgelesen hätte, hätten sie nicht an
ihn geglaubt.
26:200 So haben Wir ihn in die Herzen der Übeltäter eingehen lassen. 201 Sie glauben nicht daran, bis sie
die schmerzhafte Pein sehen, 202 bis diese über sie plötzlich kommt, ohne dass sie es merken, 203
und bis sie sagen: »Wird uns Aufschub gewährt? 204 Wünschen sie denn unsere Pein zu
beschleunigen?
26:205 Was meinst du? Wenn Wir sie auf Jahre genießen lassen, 206 wenn dann zu ihnen kommt, was
ihnen angedroht wurde, 207 dann wird ihnen nicht nützen, was ihnen an Nutznießung gewährt wurde.
208 Und Wir haben keine Stadt verderben lassen, ohne dass sie Warner gehabt hätte, 209 dies als
Ermahnung. Und Wir tun kein Unrecht.
26:210 Nicht die Satane sind mit ihm herabgestiegen; 211 es ziemt ihnen nicht, und sie vermögen es
nicht. 212 Sie sind vom Hören ausgeschlossen. 213 So rufe neben Gott keinen anderen Gott an, sonst
wirst du zu den Gepeinigten gehören. 214 Und warne deine nächsten Sippenmitglieder.
26:215 Und senke deinen Flügel für die unter den Gläubigen, die dir folgen. 216 Wenn sie gegen dich
ungehorsam sind, dann sprich: »Ich bin unschuldig an dem, was ihr tut. 217 Und vertrau auf den
Mächtigen, den Barmherzigen, 218 der dich sieht, wenn du aufrecht stehst , 219 und auch wie du
dich hin und her wendest unter denen, die sich niederwerfen.
26:220 Er ist der, der alles hört und weiß 221 Soll ich euch kundtun, auf wen die Satane herabsteigen?
222 Sie steigen auf jeden Lügner und Sünder herab. 223 Sie hören hin, aber die meisten von ihnen
sind Lügner. 224 Und den Dichtern folgen die Abgeirrten.
26:225 Hast du nicht gesehen, dass sie in jedem Tal richtungslos wandern, 226 und dass sie sagen, was sie nicht
tun? 227 Nicht so diejenigen, die glauben, die guten Werke tun und Gottes viel gedenken, und (erst) sich selbst
helfen, nachdem ihnen Unrecht getan wurde. Und diejenigen, die Unrecht tun, werden erfahren, was für eine
Rückkehr sie haben werden.


Sure: 27 Die Ameisen (al-Naml) zu Mekka, 93 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
27:1 Ta Sin. Dies sind die Zeichen des Korans und eines deutlichen Buches, 2 Rechtleitung und
Frohbotschaft für die Gläubigen, 3 die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, und die über
das Jenseits Gewißheit hegen. 4 Denjenigen, die nicht an das Jenseits glauben, haben Wir ihre Werke
verlockend gemacht, so dass sie blind umherirren.
27:5 Das sind die, für die eine schlimme Pein bestimmt ist, und im Jenseits sind sie die größten Verlierer.
6 Und wahrlich, dir wird der Koran zum Empfang überbracht von seiten eines Weisen und
Allwissenden. 7 Als Mose zu seinen Angehörigen sagte: »Ich habe ein Feuer wahrgenommen. Ich
werde euch davon eine Nachricht bringen, oder ich bringe euch eine brennende Fackel, auf dass ihr
euch (daran) wärmen könnt. 8 Als er dort ankam, wurde ihm zugerufen: Gesegnet sei der, der im
Feuer und der in seiner Umgebung ist, und Preis sei Gott, dem Herrn der Welten! 9 O Mose, Ich bin,
ja Ich bin Gott, der Mächtige, der Weise.
27:10 Und wirf deinen Stab. Als er nun sah, dass er sich schüttelte, als wäre er eine flinke Schlange,
kehrte er den Rücken und wandte sich nicht mehr um. O Mose, hab keine Angst. Ja, bei Mir brauchen
die Gesandten keine Angst zu haben, 11 außer wenn einer Unrecht tut. Tauscht er dann aber nach der
bösen Tat etwas Gutes ein dann bin Ich voller Vergebung und barmherzig. 12 Und stecke deine Hand
in deinen Hemdausschnitt, so kommt sie weiß jedoch nicht von Übel befallen, heraus. Dies zählt zu
neun Zeichen, gerichtet an Pharao und sein Volk. Sie sind ja ein frevlerisches Volk. 13 Als unsere
Zeichen deutlich sichtbar zu ihnen kamen, sagten sie: Das ist eine offenkundige Zauberei. 14 Und sie
verleugneten sie, obwohl ihr Inneres darüber Gewißheit hegte, aus Ungerechtigkeit und Überheb-
lichkeit. So schau, wie das Ende der Unheilstifter war.
27:15 Und Wir ließen David und Salomo Wissen zukommen. Und sie sagten: »Lob sei Gott, der uns vor
vielen seiner gläubigen Diener bevorzugt hat! 16 Und Salomo beerbte David. Und er sagte: O ihr
Menschen, uns ist die Sprache der Vögel gelehrt worden, und uns wurde von allen Dingen zugeteilt.
Das ist wahrlich die offenkundige Huld .«
27:17 Und zusammengeführt wurden zu Salomo seine Truppen — Djinn, Menschen und Vögel —, und
sie wurden in Abteilungen aufgestellt. 18 Als sie dann zum Ameisental kamen, sagte eine Ameise: »O
ihr Ameisen, geht in eure Wohnungen hinein, dass euch nicht Salomo und seine Truppen zermalmen,
ohne es zu merken. 19 Da lächelte er erheitert über ihre Rede und sagte: Mein Herr, gib mir ein, für
deine Gnade zu danken, mit der Du mich und meine Eltern begnadet hast, und etwas Gutes zu tun, das
Dir wohlgefällt. Und laß mich durch deine Barmherzigkeit eingehen in die Reihen deiner
rechtschaffenen Diener.
27:20 Und er schaute bei den Vögeln nach Vermißten. Da sagte er: Wie kommt es, dass ich den
Wiedehopf nicht sehe? Befindet er sich etwa unter den Abwesenden? 21 Wahrlich, ich werde ihn mit
einer harten Pein peinigen. Oder ich werde ihn wahrlich schlachten, es sei denn, er bringt mir eine
offenkundige Ermächtigung. 22 Er blieb nicht lange. Da sagte er: Ich habe erfaßt, was du nicht erfaßt
hast. Und ich bringe dir aus Saba’ eine sichere Nachricht. 23 Ich habe herausgefunden, dass eine Frau
über sie herrscht, dass ihr von allen Dingen zugeteilt worden ist, und dass sie einen gewaltigen Thron
hat. 24 Und ich habe herausgefunden, dass sie und ihr Volk vor der Sonne niederfallen, statt vor Gott.
Und der Satan hat ihnen ihre Werke verlockend gemacht und sie vom Weg abgewiesen, so dass sie
der Rechtleitung nicht folgen,
27:25 (dies), damit sie nicht vor Gott niederfallen, der das Verborgene in den Himmeln und auf der Erde
herausbringt und weiß, was ihr verbergt, und was ihr offenlegt. 26 Gott, es gibt keinen Gott außer
Ihm, dem Herrn des majestätischen Thrones. 27 Er sagte: Wir werden schauen, ob du die Wahrheit
sagst oder ob du zu den Lügnern gehörst. 28 Geh mit diesem meinem Schreiben und überbring es
ihnen. Dann kehr dich von ihnen ab und schau, was sie erwidern. 29 Sie sagte: O ihr Vornehmen, mir
ist ein edles Schreiben überbracht worden.
27:30 Es ist von Salomo. Und es lautet: ›Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen. 31 Seid
mir gegenüber nicht überheblich und kommt ergeben zu mir.‹ 32 Sie sagte: O ihr Vornehmen, gebt
mir Auskunft über meine Angelegenheit. Ich entscheide ja keine Angelegenheit, es sei denn in eurer
Gegenwart. 33 Sie sagten: Wir besitzen eine Streitmacht und besitzen eine starke Schlagkraft. Aber
dir gehört es, zu befehlen. So sieh zu, was du befehlen willst. 34 Sie sagte: Wenn Könige eine Stadt
betreten, stürzen sie sie ins Unheil und machen die Mächtigen unter ihren Bewohnern zu
gedemütigten (Menschen). Ja, so handeln sie.
27:35 Ich werde (Leute) zu ihnen schicken mit einem Geschenk, und dann werde ich abwarten, was die
Boten (für eine Antwort) zurückbringen. 36 Als er zu Salomo kam, sagte dieser : Ihr wollt mir mit
Geld beistehen? Aber das, was mir Gott zukommen ließ, ist besser als das, was Er euch zukommen
ließ. Nein, ihr seid es, die ihr euch über euer Geschenk freut. 37 Kehr zu ihnen zurück. Wahrlich, wir
werden zu ihnen mit Truppen kommen, denen sie nichts entgegenzusetzen haben. Und wahrlich, wir
werden sie aus ihrer Stadt vertreiben als Gedemütigte und Erniedrigte. 38 Er sagte: O ihr Vornehmen,
wer von euch bringt mir ihren Thron, bevor sie ergeben zu mir kommen? 39 Ein listiger Kraftprotz
unter den Djinn sagte: Ich bringe ihn dir, bevor du dich von deiner Stelle erhebst. Und ich habe gewiß
die Stärke dazu, und ich bin vertrauenswürdig.
27:40 Der, der Wissen aus dem Buch besaß, sagte: Ich bringe ihn dir, bevor dein Blick zu dir zurückkehrt.
Als er ihn da bei sich stehen sah, sagte er Dies ist von der Huld meines Herrn, damit Er mich prüft, ob
ich dankbar oder undankbar bin. Und wer dankbar ist, ist dankbar zu seinem eigenen Vorteil. Und
wenn einer undankbar ist, so ist mein Herr auf niemanden angewiesen und freigebig. 41 Er sagte:
Macht ihr ihren Thron unkenntlich, wir wollen schauen, ob sie der Rechtleitung folgt oder ob sie zu
denen gehört, die der Rechtleitung nicht folgen. 42 Als sie kam, wurde (zu ihr) gesagt: War dein
Thron so? Sie sagte: Es ist so, als wäre er es. Und uns wurde schon vor dem das Wissen zuteil, und
wir waren gottergeben. 43 Und abgewiesen hat sie, was sie anstelle Gottes verehrte. Sie gehörte ja zu
ungläubigen Leuten. 44 Es wurde zu ihr gesagt: Tritt in den offenen Hochbau ein. Als sie ihn sah,
hielt sie ihn für ein tiefes Wasser und entblößte ihre Beine. Er sagte: Es ist ein mit Glas ausgelegter
Hochbau. Sie sagte: Mein Herr, ich habe mir selbst Unrecht getan. Und ich ergebe mich, zusammen
mit Salomo, Gott, dem Herrn der Welten.
27:45 Und Wir haben zu Thamud ihren Bruder Salih gesandt: Dienet Gott. Da waren es plötzlich zwei
Gruppen, die miteinander stritten. 46 Er sagte: O mein Volk, warum wünscht ihr, das Schlechte vor
dem Guten zu beschleunigen? Könntet ihr doch Gott um Vergebung bitten, auf dass ihr Erbarmen
findet! 47 Sie sagten: Wir sehen ein böses Omen in dir und in denen, die mit dir sind. Er sagte: Euer
Omen ist bei Gott. Aber ihr seid ja Leute, die der Versuchung ausgesetzt sind. 48 Nun befanden sich
in der Stadt neun Mitglieder einer Bande, die auf der Erde Unheil stifteten und keine Besserung
brachten. 49 Sie sagten: Schwört voreinander bei Gott: Wir werden ihn und seine Angehörigen nachts
überfallen, dann werden wir zu seinem nächsten Verwandten sagen: ›Wir waren bei der Vernichtung
seiner Angehörigen nicht zugegen, und wir sagen (hier) die Wahrheit.‹
27:50 Sie schmiedeten Ränke, und Wir schmiedeten Ränke, ohne dass sie es merkten. 51 Schau, wie die
Folge ihrer Ränke war: Wir zerstörten sie und ihr Volk allesamt. 52 Da sind ihre Häuser verödet
dafür, dass sie Unrecht taten. Darin ist ein Zeichen für Leute, die Bescheid wissen. 53 Und Wir
retteten diejenigen, die glaubten und gottesfürchtig waren.
27:54 Und (gesandt haben Wir) Lot. Als er zu seinem Volk sagte: »Wollt ihr denn das Schändliche
begehen, wo ihr es doch seht?
27:55 Wollt ihr denn in Begierde zu den Männern gehen statt zu den Frauen? Nein, ihr seid Leute, die
töricht sind. 56 Die Antwort seines Volkes war nur, dass sie sagten: Vertreibt die Sippe Lots aus eurer
Stadt. Das sind Menschen, die sich rein stellen. 57 Da retteten Wir ihn und seine Angehörigen, außer
seiner Frau. Wir bestimmten, dass sie zu denen gehörte, die zurückblieben und dem Verderben
anheimfielen. 58 Und Wir ließen einen Regen auf sie niedergehen. Schlimm ist der Regen, der die
Gewarnten traf. 59 Sprich: Lob sei Gott! Und Friede sei über seinen Dienern, die Er sich erwählt hat!
Ist Gott besser oder das, was sie (Ihm) beigesellen?
27:60 Oder wer hat die Himmel und die Erde erschaffen und euch vom Himmel Wasser herabkommen
lassen? Dadurch haben Wir Gärten wachsen lassen, die Freude bereiten. Ihr hättet unmöglich deren
Bäume wachsen lassen können. Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Gott? Nein, ihr seid ja
Leute, die (Gott andere) gleichsetzen. 61 Oder wer hat die Erde zu einem festen Grund gemacht und
Flüsse durch sie gemacht und auf ihr festgegründete Berge gemacht und zwischen den beiden Meeren
eine Schranke gemacht? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Gott? Nein, die meisten von ihnen
wissen nicht Bescheid. 62 Oder wer erhört den Bedrängten, wenn er zu Ihm ruft, und behebt das Böse
und macht euch zu Nachfolgern auf der Erde? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Gott? Aber ihr
bedenkt es wenig. 63 Oder wer führt euch in den Finsternissen des Festlandes und des Meeres (den
rechten Weg)? Und wer schickt seiner Barmherzigkeit die Winde als frohe Botschaft voraus? Gibt es
denn einen (anderen) Gott neben Gott? Erhaben ist Gott über das, was sie (Ihm) beigesellen. 64 Und
wer macht die Schöpfung am Anfang und wiederholt sie? Und wer versorgt euch vom Himmel und
von der Erde? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Gott? Sprich: Bringt her euren Beweis, so ihr
die Wahrheit sagt.
27:65 Sprich: Diejenigen, die in den Himmeln und auf der Erde sind, wissen über das Unsichtbare nicht
Bescheid, außer Gott. Und sie merken nicht, wann sie auferweckt werden. 66 Nein, ihr Wissen über
das Jenseits ist da erschöpft. Mehr noch, sie hegen darüber Zweifel. Mehr noch, sie sind ihm
gegenüber blind.
27:67 Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen: »Wenn wir und unsere Väter zu Staub geworden sind,
sollen wir dann wirklich wieder hervorgebracht werden? 68 Dies ist uns und zuvor unseren Vätern
versprochen worden. Das sind (doch) nichts als die Fabeln der Früheren. 69 Sprich: Geht auf der Erde
umher und schaut, wie das Ende der Übeltäter war.
27:70 Und sei nicht betrübt über sie, und sei nicht in Bedrängnis wegen der Ränke, die sie schmieden. 71
Und sie sagen: »Wann wird diese Androhung eintreten, so ihr die Wahrheit sagt? 72 Sprich:
Vielleicht ist einiges von dem, was ihr zu beschleunigen wünscht, dicht hinter euch. 73 Und von
ihnen sind nicht dankbar. 74 Und dein Herr weiß gewiß, was ihre Brust verhüllt und was sie
offenlegen.
27:75 Und es gibt nichts Unsichtbares im Himmel und auf der Erde, was nicht in einem deutlichen Buch
stünde.
27:76 Dieser Koran erzählt den Kindern Israels das meiste von dem, worüber sie uneins sind. 77 Und es
ist eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Gläubigen. 78 Dein Herr richtet zwischen ihnen
durch sein Urteil. Und Er ist der Mächtige, der alles weiß. 79 So vertrau auf Gott. Du folgst der
offenkundigen Wahrheit.
27:80 Du kannst nicht die Toten hören lassen und auch nicht die Tauben den Zuruf hören lassen, wenn sie
den Rücken kehren. 81 Und du kannst nicht die Blinden aus ihrem Irrtum herausführen. Hören lassen
kannst du nur die, die an unsere Zeichen glauben und somit gottergeben sind. 82 Und wenn der
Spruch über sie fällig wird, bringen Wir ihnen ein Tier aus der Erde hervor, das zu ihnen spricht;
(dies), weil die Menschen über unsere Zeichen keine Gewißheit hegen. 83 Und am Tag, da Wir aus
jeder Gemeinschaft eine Schar von denen versammeln, die unsere Zeichen für Lüge erklären, und sie
dann in Abteilungen aufgestellt werden. 84 Wenn sie dann kommen, spricht Er: »Habt ihr denn meine
Zeichen für Lüge erklärt, obwohl ihr davon kein umfassendes Wissen hattet, oder was habt ihr denn
getan?
27:85 Und der Spruch wird über sie fällig dafür, dass sie Unrecht taten, so dass sie nicht reden werden. 86
Haben sie nicht gesehen, dass Wir die Nacht gemacht haben, damit sie in ihr ruhen, und den Tag, an
dem man sehen kann? Darin sind Zeichen für Leute, die glauben.
27:87 Und am Tag, da in die Trompete geblasen wird und die erschrecken, die in den Himmeln und die
auf der Erde sind, außer denen, die Gott will. Und alle kommen demütig zu Ihm. 88 Und du siehst die
Berge: Du meinst, sie stünden fest, während sie wie Wolken vorbeiziehen. (Es ist) das Werk Gottes,
der alles sorgfältig gemacht hat. Er hat Kenntnis von dem, was ihr tut. 89 Diejenigen, die mit einer
guten Tat kommen, erhalten etwas Besseres als sie. Und sie sind an jenem Tag vor dem Schrecken in
Sicherheit.
27:90 Und diejenigen, die mit einer schlechten Tat kommen, werden auf ihren Gesichtern ins Feuer
gestürzt: »Wird euch denn für etwas anderes vergolten als das, was ihr zu tun pflegtet?«
27:91 Wahrlich, mir ist befohlen worden, dem Herrn dieser Ortschaft zu dienen, der sie für heilig erklärt hat und
dem alles gehört. Und mir ist befohlen worden, einer der Gottergebenen zu sein, 92 und den Koran zu verlesen.
Wer der Rechtleitung folgt, folgt ihr zu seinem eigenen Vorteil. Und wenn einer irregeht, dann sprich: Ich bin ja
nur einer der Warner. 93 Und sprich: Lob sei Gott! Er wird euch seine Zeichen sehen lassen, so werdet ihr sie
erkennen. Und Gott läßt nicht unbeachtet, was ihr tut.


Sure: 28 Die Geschichte (al-Qas,.as,.) zu Mekka, 88 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
28:1 Ta Sin Mim. 2 Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches. 3 Wir verlesen dir aus dem Bericht
über Mose und Pharao der Wahrheit entsprechend, für Leute, die glauben. 4 Pharao hatte hohe Gewalt
im Land und machte seine Bewohner zu Parteien, von denen er eine Gruppe wie Schwache
behandelte, indem er ihre Söhne abschlachtete und nur ihre Frauen am Leben ließ. Er gehörte zu den
Unheilstiftern.
28:5 Wir aber wollten denen, die im Land wie Schwache behandelt wurden, eine Wohltat erweisen und
sie zu Vorbildern machen und zu Erben machen, 6 ihnen eine angesehene Stellung im Land geben
und durch sie Pharao, Hámán und deren Truppen das erfahren lassen, was sie befürchteten .
28:7 Und Wir gaben der Mutter des Mose ein: »Stille ihn. Und falls du Angst um ihn hast, so leg ihn ins
Meer. Hab keine Angst und sei nicht betrübt. Wir werden ihn dir zurückbringen und ihn zu einem der
Gesandten machen. 8 Da lasen ihn die Angehörigen Pharaos auf, damit er ihnen ein Feind und Grund
zum Kummer sei. Pharao, Hámán und deren Truppen handelten verfehlt. 9 Die Frau Pharaos sagte: Er
wird für mich und dich ein Grund zur Freude sein. Tötet ihn nicht. Möge er Nutzen bringen, oder
vielleicht nehmen wir ihn als Kind an. Dabei merkten sie nicht (was das ihnen bringen würde).
28:10 Und das Herz der Mutter des Mose war leer . Fast hätte sie ihn offen bekanntgegeben, wenn Wir
nicht ihr Herz gefestigt hätten, damit sie zu den Gläubigen gehöre. 11 Und sie sagte zu seiner
Schwester: »Folge seiner Spur. Sie beobachtete ihn beiläufig, ohne dass sie es merkten. 12 Nun hatten
Wir ihm zuvor Ammenbrüste verwehrt. Da sagte sie: Soll ich euch auf Hausleute hinweisen, die ihn
für euch betreuen und ihm wohlgesinnt sein würden? 13 So brachten Wir ihn zu seiner Mutter zurück,
damit sie durch ihn frohen Mutes und nicht betrübt sei, und sie sollte wissen, dass das Versprechen
Gottes wahr ist. Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid. 14 Und als er seine Vollkraft und
seine volle Gestalt erreicht hatte, ließen Wir ihm Urteilskraft und Wissen zukommen. So entlohnen
Wir die Rechtschaffenen.
28:15 Und er trat in die Stadt ein zu einer Zeit, da ihre Bewohner darauf nicht achteten. Da fand er darin
zwei Männer, die miteinander kämpften, der eine war von seiner eigenen Partei, der andere von
seinen Feinden. Der, der von seiner Partei war, rief ihn zu Hilfe gegen den, der von den Feinden war.
Mose schlug ihn und brachte ihn so um. Er sagte: »Das gehört zum Werk Satans. Er ist ja ein
offenkundiger Feind, der irreführt. 16 Er sagte: Mein Herr, ich habe mir selbst Unrecht getan. So
vergib mir. Da vergab Er ihm. Er ist ja der, der voller Vergebung und barmherzig ist. 17 Er sagte:
Mein Herr, weil Du mich begnadet hast, werde ich nie den Übeltätern Beistand leisten. 18 Am
Morgen war er in der Stadt voller Angst und sah sich immer wieder um. Und siehe, der ihn am Tag
zuvor um Unterstützung gebeten hatte, schrie zu ihm um Hilfe. Mose sagte zu ihm: Du bist
offenkundig stark abgeirrt. 19 Als er nun mit Gewalt den greifen wollte, der ihrer beider Feind war,
sagte dieser: O Mose, willst du denn mich töten, wie du gestern einen Menschen getötet hast? Du
willst nichts anderes, als ein Gewalttäter im Land zu sein, und du willst nicht zu denen gehören, die
Besserung bringen.
28:20 Ein Mann kam vom äußersten Ende der Stadt gelaufen. Er sagte: O Mose, die Vornehmen beraten
über dich, um dich zu töten. So geh fort, ich gehöre zu denen, die dir gut raten. 21 Er ging aus ihr fort
voller Angst und sah sich immer wieder um. Er sagte: Mein Herr, errette mich von den Leuten, die
Unrecht tun.«
28:22 Und als er sich in Richtung Madyan begab, sagte er: »Möge mein Herr mich den rechten Weg
führen! 23 Als er nun zum Wasser von Madyan kam, fand er dort eine (ganze) Gemeinschaft von
Menschen, die (ihr Vieh) tränkten. Und er fand außer ihnen zwei Frauen, die (ihre Tiere)
zurückhielten. Er sagte: Was ist mit euch? Sie sagten: Wir tränken (unsere Tiere) nicht, bis die Hirten
(ihr Vieh) zurückgetrieben haben. Und unser Vater ist (auch) ein hochbetagter Greis. 24 Da tränkte er
ihnen (ihre Tiere). Dann zog er sich zurück in den Schatten und sagte: Mein Herr, ich bin dessen
bedürftig, was Du auch immer an Gutem zu mir herabsendest.
28:25 Die eine von den beiden kam zu ihm, sie ging verschämt. Sie sagte: Mein Vater ruft dich, um dir
den Lohn dafür zu geben, dass du uns (die Tiere) getränkt hast. Als er zu ihm kam und ihm die
Geschichte erzählte, sagte er: Hab keine Angst. Du bist den Leuten entkommen, die Unrecht tun. 26
Die eine von den beiden sagte: O mein Vater, dinge ihn. Der Beste, den du dingen kannst, ist der, der
stark und vertrauenswürdig ist. 27 Er sagte: Ich will dir eine dieser meiner beiden Töchter zur Frau
geben unter der Bedingung, dass du acht Jahre in meinen Dienst trittst. Wenn du sie aber auf zehn
vollmachst, so ist das deine Entscheidung. Ich will gegen dich keine Härte zeigen. Du wirst, so Gott
will, finden, dass ich zu den Rechtschaffenen gehöre. 28 Er sagte: Dies sei zwischen mir und dir
abgemacht. Welche der beiden Fristen ich auch erfülle, es darf keine Übertretung gegen mich geben.
Und Gott ist Sachwalter über das, was wir sagen.«
28:29 Als Mose die Frist erfüllte und mit seinen Angehörigen fortzog, nahm er auf der Seite des Berges
ein Feuer wahr. Er sagte zu seinen Angehörigen: »Bleibt hier. Ich habe ein Feuer wahrgenommen.
Vielleicht kann ich euch davon eine Nachricht oder einen Scheit aus dem Feuer bringen, so dass ihr
euch wärmen könnt.
28:30 Als er dort ankam, wurde ihm vom rechten Ufer des Tals im gesegneten Land aus dem Baum
zugerufen: O Mose, wahrlich, Ich bin Gott, der Herr der Welten. 31 Und wirf deinen Stab. Als er nun
sah, dass er sich schüttelte, als wäre er eine flinke Schlange, kehrte er den Rücken und wandte sich
nicht mehr um. O Mose, komm her und hab keine Angst. Du sollst zu denen gehören, die in
Sicherheit sind. 32 Und stecke deine Hand in deinen Hemdausschnitt, so kommt sie weiß, jedoch
nicht von Übel befallen, heraus. Und zieh deinen Arm an dich aus Erschrecken . Das sind zwei
Beweise von deinem Herrn, gerichtet an Pharao und seine Vornehmen. Sie sind ja ein frevlerisches
Volk. 33 Er sagte: »Mein Herr, ich habe einen von ihnen getötet. So fürchte ich, dass sie mich töten.
34 Auch hat mein Bruder Aaron eine redegewandtere Zunge. So sende ihn mit mir zur Unterstützung,
dass er mich bestätige. Ich fürchte, dass sie mich der Lüge zeihen.
28:35 Er sprach: Wir werden deinen Arm durch deinen Bruder festigen, und Wir erteilen euch beiden eine
Ermächtigung, so dass sie nicht zu euch gelangen können. (Geht also) mit unseren Zeichen. Ihr und
diejenigen, die euch folgen, werden die Sieger sein. 36 Als nun Mose mit unseren Zeichen als
deutlichen Beweisen kam, sagten sie: Das ist nichts anderes als eine erdichtete Zauberei. Und wir
haben bei unseren Vorvätern so etwas nicht gehört. 37 Mose sagte: Mein Herr weiß besser, wer von
Ihm her die Rechtleitung bringt und wem die jenseitige Wohnstätte gehört. Wahrlich, denen, die
Unrecht tun, wird es nicht wohl ergehen. 38 Und Pharao sagte: O ihr Vornehmen, ich weiß euch
keinen anderen Gott als mich. So entfache mir, o Hámán, einen Brand auf Lehm, und mache mir
einen offenen Hochbau, auf dass ich zum Gott des Mose emporsteige. Siehe, ich meine, dass er zu
den Lügnern gehört. 39 Er und seine Truppen zeigten sich auf der Erde zu Unrecht hochmütig, und
sie meinten, dass sie nicht zu Uns zurückgebracht werden.
28:40 Da ergriffen Wir ihn und seine Truppen und warfen sie ins Meer. So schau, wie das Ende derer
war, die Unrecht tun. 41 Und Wir machten sie zu Anführern, die zum Feuer rufen. Und am Tag der
Auferstehung werden sie keine Unterstützung erfahren. 42 Und Wir ließen ihnen einen Fluch im
Diesseits folgen, und am Tag der Auferstehung gehören sie zu den Verabscheuten.
28:43 Und Wir ließen Mose das Buch zukommen, nachdem Wir die früheren Generationen haben
verderben lassen, als einsichtbringende Zeichen für die Menschen und als eine Rechtleitung und
Barmherzigkeit, auf dass sie es bedenken. 44 Und du warst nicht auf der Seite des westlichen Ortes,
als Wir Mose die Angelegenheit auftrugen, und du gehörtest nicht zu den Zeugen.
28:45 Wir aber ließen Generationen entstehen, und sie erreichten ein hohes Alter. Und du hattest dich
nicht unter den Leuten von Madyan niedergelassen, um ihnen unsere Zeichen zu verlesen. Wir aber
entsandten (die Propheten). 46 Und du warst nicht auf der Seite des Berges, als Wir zuriefen. Aber (es
geschah) als Barmherzigkeit von deinem Herrn, damit du Leute warnst, zu denen vor dir noch kein
Warner gekommen ist, auf dass sie es bedenken. 47 (Wir hätten es auch nicht getan), würden sie
nicht, wenn sie ein Unglück trifft wegen dessen, was ihre Hände vorausgeschickt haben, sagen:
»Unser Herr, wenn Du doch einen Gesandten zu uns geschickt hättest, so dass wir deinen Zeichen
hätten folgen können und zu den Gläubigen gehört hätten! 48 Als nun von Uns her die Wahrheit zu
ihnen kam, sagten sie: Wäre ihm doch das gleiche zugekommen, was Mose zugekommen ist! Haben
sie denn nicht das verleugnet, was zuvor Mose zugekommen ist? Sie sagten: Zwei Zauberwerke, die
einander beistehen. Und sie sagten: Wir verleugnen sie alle beide. 49 Sprich: Dann bringt ein Buch
von Gott bei, das eine bessere Rechtleitung enthält als diese beiden, so will ich ihm folgen, wenn ihr
die Wahrheit sagt.
28:50 Wenn sie dich nicht erhören, dann sollst du wissen, dass sie nur ihren Neigungen folgen. Und wer
ist weiter abgeirrt als der, der seiner Neigung folgt ohne eine Rechtleitung von Gott. Gott leitet die
ungerechten Leute nicht recht. 51 Und Wir haben ihnen das Wort Stück für Stück übermittelt, auf
dass sie es bedenken.
28:52 Diejenigen, denen Wir vor ihm das Buch zukommen ließen, sie glauben an ihn. 53 Und wenn er
ihnen verlesen wird, sagen sie: »Wir glauben an ihn. Es ist die Wahrheit von unserem Herrn. Wir
waren schon vor ihm gottergeben. 54 Diese erhalten ihren Lohn zweifach dafür, dass sie geduldig
waren. Und sie wehren das Böse mit dem Guten ab und spenden von dem, was Wir ihnen beschert
haben.
28:55 Und wenn sie unbedachte Rede hören, wenden sie sich davon ab und sagen: Wir haben unsere
Werke und ihr habt eure Werke (zu verantworten). Friede sei über euch! Wir suchen nicht den
Umgang mit den Törichten. 56 Du kannst nicht rechtleiten, wen du gern möchtest. Gott ist es, der
rechtleitet, wen Er will. Er weiß besser, wer der Rechtleitung folgt. 57 Und sie sagen: Wenn wir mit
dir der Rechtleitung folgen, werden wir von unserem Land weggerafft. Haben Wir ihnen denn nicht
als feste Stätte einen sicheren heiligen Bezirk gegeben, zu dem die verschiedenartigen Früchte
zusammengetragen werden als Versorgung von Uns her? Aber die meisten von ihnen wissen nicht
Bescheid. 58 Und wie manche Stadt, die sich maßlos ihres Lebensunterhaltes erfreute, haben Wir
verderben lassen! Da sind nun ihre Wohnungen, sie wurden nach ihnen nicht mehr bewohnt, bis auf
einige wenige. Und Wir sind es, die (alles) geerbt haben. 59 Und dein Herr hätte unmöglich die Städte
verderben lassen, ohne in ihrer Hauptstadt einen Gesandten erstehen zu lassen, der ihnen unsere
Zeichen verliest. Und Wir hätten die Städte nie verderben lassen, wenn ihre Bewohner nicht Unrecht
getan hätten.
28:60 Und was immer euch zuteil geworden ist, ist Nutznießung und Schmuck des diesseitigen Lebens.
Was aber bei Gott ist, ist besser und beständiger. Habt ihr denn keinen Verstand? 61 Ist denn der, dem
Wir ein schönes Versprechen gegeben haben und der es auch vorfinden wird, dem gleich, den Wir die
Nutznießung des diesseitigen Lebens genießen lassen, der aber am Tag der Auferstehung zu denen
gehören wird, die vorgeführt werden ? 62 Und am Tag, da Er sie ruft und spricht: »Wo sind meine
Teilhaber, die ihr immer wieder angegeben habt? 63 Diejenigen, gegen die der Spruch zu Recht fällig
geworden ist, sagen: Unser Herr, diese, die wir haben abirren lassen, haben wir abirren lassen, wie wir
selbst abgeirrt waren. (Von ihnen) sagen wir uns vor Dir los. Nicht uns verehrten sie ja. 64 Und es
wird gesprochen: Ruft eure Teilhaber. Sie rufen sie an, aber sie erhören sie nicht. Und sie sehen die
Pein. Wären sie doch der Rechtleitung gefolgt!
28:65 Und am Tag, da Er sie ruft und spricht: »Was habt ihr den Gesandten geantwortet? 66 An jenem
Tag ist ihnen entschwunden, was sie zu berichten haben, und sie befragen (auch) nicht einander. 67
Wer aber umkehrt und glaubt und Gutes tut, der möge zu denen gehören, denen es wohl ergeht. 68
Und dein Herr erschafft und wählt, was Er will. Sie aber haben nicht die Möglichkeit zu wählen. Preis
sei Gott! Und erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen. 69 Und dein Herr weiß, was ihre
Brust verhüllt und was sie offenlegen.
28:70 Und Er ist Gott. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Lob sei Ihm in der diesseitigen und der jenseitigen
Welt! Ihm gehört das Urteil, und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht.
28:71 Sprich: Was meint ihr? Würde Gott auf euch die Nacht als Dauerzustand legen bis zum Tag der
Auferstehung, welcher Gott außer Gott würde euch Licht bringen? Wollt ihr denn nicht hören? 72
Sprich: Was meint ihr? Würde Gott auf euch den Tag als Dauerzustand legen bis zum Tag der
Auferstehung, welcher Gott außer Gott würde euch eine Nacht bringen, in der ihr ruhen könnt? Wollt
ihr denn nicht einsichtig sein? 73 In seiner Barmherzigkeit hat Er euch die Nacht und den Tag
gemacht, damit ihr darin ruht und auch nach etwas von seiner Huld strebt, auf dass ihr dankbar seid.
74 Und am Tag, da Er sie ruft und spricht: »Wo sind denn meine Teilhaber, die ihr immer wieder
angegeben habt?
28:75 Und Wir ziehen aus jeder Gemeinschaft einen Zeugen heraus. Da sprechen Wir: Bringt her euren
Beweis. So wissen sie, dass die Wahrheit Gott gehört. Und entschwunden ist ihnen, was sie zu
erdichten pflegten. 76 Qarun gehörte zum Volk des Mose. Er behandelte sie mit ungerechter Gewalt.
Und Wir ließen ihm solche Schätze zukommen, dass deren Schlüssel eine schwere Last für eine Schar
kräftiger Männer gewesen wären. Als seine Leute zu ihm sagten: »Sei nicht so froh, Gott liebt die
nicht, die zu sehr froh sind. 77 Und strebe mit dem, was Gott dir zukommen ließ, nach der jenseitigen
Wohnstätte, und vergiß auch nicht deinen Anteil am Diesseits. Und tu Gutes, so wie Gott dir Gutes
getan hat. Und suche nicht das Unheil auf der Erde, Gott liebt ja nicht die Unheilstifter. 78 Er sagte:
Es ist mir zugekommen aufgrund von Wissen, das ich besitze. Wußte er denn nicht, dass Gott vor ihm
solche Generationen hat verderben lassen, die eine stärkere Kraft besaßen und mehr Reichtum
gesammelt hatten? Und die Übeltäter werden nicht nach ihren (einzelnen) Sünden gefragt. 79 Und er
kam zu seinem Volk in seinem Schmuck heraus. Diejenigen, die das diesseitige Leben begehrten,
sagten: »O hätten doch auch wir das gleiche wie das, was Qarun zugekommen ist! Er hat großes
Glück.
28:80 Und diejenigen, denen das Wissen zugekommen war, sagten: Wehe euch! Der Lohn Gottes ist
besser für den, der glaubt und Gutes tut. Und es wird nur den Geduldigen dargeboten. 81 Da ließen
Wir die Erde mit ihm und mit seiner Wohnstätte versinken. Und da hatte er keine Schar, die ihn
anstelle Gottes unterstützte, und er erfuhr auch selber keine Unterstützung.
28:82 Und diejenigen, die sich am Tag zuvor seine Stelle gewünscht hatten, fingen schon am Morgen an
zu sagen: »O weh, Gott teilt ja den Lebensunterhalt großzügig, wem von seinen Dienern Er will, und
auch bemessen zu. Hätte Gott uns nicht eine Wohltat erwiesen, so hätte Er uns versinken lassen. O
weh, den Ungläubigen ergeht es ja nicht wohl. 83 Das ist die jenseitige Wohnstätte. Wir bestimmen
sie für diejenigen, die nicht hohe Macht auf der Erde und nicht Unheil suchen. Und das Ende gehört
den Gottesfürchtigen. 84 Wer mit einer guten Tat kommt, erhält etwas Besseres als sie. Wenn aber
einer mit einer schlechten Tat kommt, so wird denen, die bösen Taten begehen, nur das vergolten,
was sie zu tun pflegten.
28:85 Der dir den Koran verpflichtend gemacht hat, wird dich zu einem Ort der Wiederkehr zurückkehren lassen.
Sprich: Mein Herr weiß besser, wer die Rechtleitung bringt und wer sich in einem offenkundigen Irrtum
befindet. 86 Und du hattest nicht erwartet, dass das Buch dir überbracht würde. Es ist nur aus Barmherzigkeit
von deinem Herrn. So leiste den Ungläubigen keinen Beistand. 87 Und sie sollen dich von den Zeichen Gottes
nicht abweisen, nachdem sie nun zu dir herabgesandt worden sind. Und ruf zu deinem Herrn, und sei nicht einer
der Polytheisten. 88 Und rufe neben Gott keinen anderen Gott an. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Alle Dinge
werden untergehen, nur sein Antlitz nicht. Ihm gehört das Urteil, und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht.


Sure: 29 Die Spinne (al-‘Ankabu,-t) zu Mekka, 69 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
29:1 Alif Lám Mim. 2 Meinen die Menschen, dass sie in Ruhe gelassen werden, nur weil sie sagen: »Wir
glauben« ohne dass sie der Versuchung ausgesetzt werden? 3 Wir haben schon diejenigen, die vor
ihnen lebten, der Versuchung ausgesetzt. Gott wird gewiß in Erfahrung bringen, wer die Wahrheit
sagt, und er wird gewiß in Erfahrung bringen, wer die Lügner sind. 4 Oder meinen diejenigen, die
schlechte Taten begehen, sie seien uns voraus? Schlecht ist ihr Urteil.
29:5 Wenn einer die Begegnung mit Gott erwartet, so wird die Frist Gottes sicher eintreffen. Und Er ist
der, der alles hört und weiß. 6 Und wer sich einsetzt, setzt sich ein zu seinem eigenen Vorteil. Gott ist
ja auf die Weltenbewohner nicht angewiesen. 7 Denjenigen, die glauben und die guten Werke tun,
werden Wir ihre Missetaten sühnen, und Wir werden ihnen das Beste vergelten von dem, was sie
taten. 8 Und Wir haben dem Menschen aufgetragen, seine Eltern gut zu behandeln. Wenn sie dich
aber bedrängen, Mir das beizugesellen, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht. Zu
Mir wird eure Rückkehr sein, da werde Ich euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet. 9 Diejenigen, die
glauben und die guten Werke tun, lassen Wir in die Reihe der Rechtschaffenen eingehen.
29:10 Und unter den Menschen ist manch einer, der sagt: »Wir glauben an Gott.« Wenn er aber um
Gottes willen etwas erleidet, setzt er die Anfechtung durch die Menschen der Pein Gottes gleich.
Wenn jedoch von deinem Herrn eine Unterstützung kommt, sagen sie bestimmt: »Wir sind doch mit
euch gewesen.« Weiß Gott denn nicht besser Bescheid über das, was im Inneren der Weltenbewohner
steckt? 11 Und Gott wird gewiß in Erfahrung bringen, wer glaubt, und Er wird gewiß in Erfahrung
bringen, wer die Heuchler sind. 12 Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen zu denen, die glauben:
»Folgt unserem Weg. Laßt uns eure Verfehlungen tragen. Tragen werden sie aber nichts von ihren
Verfehlungen. Sie sind ja Lügner. 13 Tragen werden sie ihre (eigenen) Lasten, und auch (weitere)
Lasten zu ihren eigenen Lasten hinzu. Und sie werden am Tag der Auferstehung zu verantworten
haben, was sie zu erdichten pflegten.
29:14 Und Wir sandten Noach zu seinem Volk . Er verweilte unter ihnen tausend Jahre weniger fünfzig
Jahre. Da ergriff sie die Flut, während sie Unrecht taten.
29:15 Und Wir retteten ihn und die Insassen des Schiffes, und Wir machten es zu einem Zeichen für die
Weltenbewohner.
29:16 Und (Wir sandten) Abraham . Als er zu seinem Volk sagte: »Dienet Gott und fürchtet Ihn. Das ist
besser für euch, so ihr Bescheid wisst. 17 Ihr dient anstelle Gottes Götzen und schafft (dabei) nur
Lüge. Die, denen ihr anstelle Gottes dient, können euch keinen Lebensunterhalt bringen. So sucht den
Lebensunterhalt bei Gott und dienet Ihm und danket Ihm. Zu Ihm werdet ihr zurückgebracht. 18 Und
wenn ihr (die Botschaft) für Lüge erklärt, so haben vor euch (manche) Gemeinschaften (sie) für Lüge
erklärt. Und dem Gesandten obliegt nur die deutliche Ausrichtung (der Botschaft). 19 Haben sie denn
nicht gesehen, wie Gott die Schöpfung am Anfang macht und sie dann wiederholt? Dies ist für Gott
ein leichtes.
29:20 Sprich: Geht auf der Erde umher und schaut, wie Er die Schöpfung am Anfang gemacht hat. Dann
läßt Gott die letzte Schöpfung entstehen. Gott hat Macht zu allen Dingen. 21 Er peinigt, wen Er will,
und Er erbarmt sich, wessen Er will. Und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht. 22 Und ihr könnt weder
auf der Erde noch im Himmel etwas vereiteln. Und ihr habt außer Gott weder Freund noch Helfer.
23 Und diejenigen, die die Zeichen Gottes und die Begegnung mit Ihm verleugnen, diese haben die
Hoffnung auf meine Barmherzigkeit verloren, und für sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt. 24 Die
Antwort seines Volkes war nur, dass sie sagten: »Tötet ihn oder verbrennt ihn. Da rettete ihn Gott
aus dem Feuer. Darin sind Zeichen für Leute, die glauben.
29:25 Und er sagte: Ihr habt euch ja anstelle Gottes Götzen genommen aus Liebe zueinander im
diesseitigen Leben. Aber dann, am Tag der Auferstehung verleugnet ihr einander und verflucht ihr
einander. Eure Heimstätte ist das Feuer, und ihr werdet keine Helfer haben. 26 Da glaubte Lot ihm
und sagte: Ich wandere zu meinem Herrn aus. Er ist der Mächtige, der Weise. 27 Und Wir schenkten
ihm Isaak und Jakob und ließen in seiner Nachkommenschaft die Prophetie und das Buch auftreten,
und Wir ließen ihm seinen Lohn im Diesseits zukommen. Und im Jenseits gehört er zu den
Rechtschaffenen. 28 Und (Wir sandten) Lot . Als er zu seinem Volk sagte: »Ihr begeht das
Schändliche, wie es vor euch keiner von den Weltenbewohnern getan hat. 29 Wollt ihr denn zu den
Männern gehen, den Weg zu Raubzwecken abschneiden und in eurer Versammlung das Verwerfliche
begehen? Die Antwort seines Volkes war nur, dass sie sagten: Bring uns doch die Pein Gottes her, so
du einer von denen bist, die die Wahrheit sagen.
29:30 Er sagte: Mein Herr, unterstütze mich gegen die Leute, die Unheil stiften. 31 Und als unsere Boten
zu Abraham mit der frohen Botschaft kamen, sagten sie: Wir werden die Bewohner dieser Stadt
verderben lassen. Ihre Bewohner tun ja Unrecht. 32 Er sagte: Aber Lot befindet sich in ihr. Sie sagten:
Wir wissen besser, wer sich in ihr befindet. Wir werden ihn gewiß erretten, ihn und seine
Angehörigen, außer seiner Frau. Sie gehört zu denen, die zurückbleiben und dem Verderben
anheimfallen. 33 Und als unsere Boten zu Lot kamen, geriet er ihretwegen in eine böse Lage und
wußte daraus keinen Ausweg. Sie sagten: Hab keine Angst und sei nicht betrübt. Wir werden dich
erretten, dich und deine Angehörigen, außer deiner Frau. Sie gehört zu denen, die zurückbleiben und
dem Verderben anheimfallen. 34 Wir werden über die Bewohner dieser Stadt ein Zorngericht vom
Himmel herabsenden dafür, dass sie gefrevelt haben.
29:35 Und Wir ließen von ihr ein offenkundiges Zeichen zurück für Leute, die Verstand haben. 36 Und
(Wir sandten) zu Madyan ihren Bruder Shu‘ayb . Er sagte: O mein Volk, dienet Gott, erwartet den
Jüngsten Tag und stiftet nicht Unheil auf der Erde. 37 Aber sie ziehen ihn der Lüge. Da ergriff sie das
Beben, und am Morgen lagen sie in ihrer Wohnstätte nieder. 38 Und (erwähne auch) die ‘Ad und die
Thamud . (Ihr Los) ist euch deutlich geworden an ihren Wohnungen. Der Satan machte ihnen ihre
Werke verlockend und wies sie so vom Weg ab, obwohl sie Einsicht besaßen. 39 Und Qarun und
Pharao und Haman. Mose kam zu ihnen mit den deutlichen Zeichen. Sie verhielten sich hochmütig
auf der Erde; sie konnten (Uns) aber nicht vorauseilen.
29:40 Einen jeden ergriffen Wir wegen seiner Sünde. So schickten Wir gegen einige von ihnen einen
Sandsturm, andere ergriff der Schrei, mit anderen ließen Wir die Erde versinken, andere ließen Wir
ertrinken. Bestimmt nicht Gott hat ihnen Unrecht getan, sondern sie haben sich selbst Unrecht getan.
41 Mit denen, die sich anstelle Gottes Freunde nehmen, ist es wie mit der Spinne, die sich ein Haus
genommen hat. Das schwächste Haus ist ja das Haus der Spinne, wenn sie es doch wüßten! 42 Gott
weiß all das, was sie an seiner Stelle anrufen. Und Er ist der Mächtige, der Weise. 43 Diese
Gleichnisse führen Wir den Menschen an. Aber nur die verstehen sie, die Wissen besitzen. 44 Gott
hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen. Darin ist ein Zeichen für die Gläubigen.
29:45 Verlies, was dir vom Buch offenbart wird, und verrichte das Gebet. Das Gebet verbietet das
Schändliche und das Verwerfliche. Und wahrlich, das Gedenken Gottes ist größer. Und Gott weiß,
was ihr macht. 46 Und streitet mit den Leuten des Buches nur auf die beste Art, mit Ausnahme derer
von ihnen, die Unrecht tun. Und sagt: »Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt und zu euch
herabgesandt wurde. Unser Gott und euer Gott ist einer. Und wir sind Ihm ergeben. 47 Und so haben
Wir das Buch zu dir hinabgesandt. Diejenigen, denen Wir das Buch haben zukommen lassen, glauben
daran. Und auch unter diesen da gibt es welche, die daran glauben. Und nur die Ungläubigen
verleugnen unsere Zeichen. 48 Und du hast vordem kein Buch verlesen und es auch nicht mit deiner
rechten Hand geschrieben. Sonst würden die zweifeln, die (es) für falsch erklären 49 Nein, es enthält
deutliche Zeichen in der Brust derer, denen das Wissen zugekommen ist. Und nur die, die Unrecht
tun, verleugnen unsere Zeichen.
29:50 Und sie sagen: »Wenn doch Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt würden! Sprich: Über
die Zeichen verfügt Gott. Ich aber bin nur ein deutlicher Warner. 51 Genügt es ihnen denn nicht, dass
Wir das Buch auf dich hinabgesandt haben, das ihnen verlesen wird? Darin ist eine Barmherzigkeit
und eine Ermahnung für Leute, die glauben. 52 Sprich: Gott genügt als Zeuge zwischen mir und euch.
Er weiß, was in den Himmeln und auf Erden ist. Und diejenigen, die an das Falsche glauben und Gott
verleugnen, das sind die Verlierer.
29:53 Und sie wünschen von dir, die Pein zu beschleunigen. Gäbe es nicht eine festgesetzte Frist, wäre
die Pein zu ihnen gekommen. Wahrlich, sie wird plötzlich über sie kommen, ohne dass sie es merken.
54 Sie wünschen von dir, die Pein zu beschleunigen. Wahrlich, die Hölle umfaßt die Ungläubigen.
29:55 Am Tag, da die Pein sie überdeckt von oben und von unter ihren Füßen her, und Er spricht:
»Kostet, was ihr zu tun pflegtet. 56 O ihr meine Diener, die ihr glaubt, meine Erde ist weit. Mir, ja
Mir sollt ihr dienen. 57 Jeder wird den Tod erleiden. Und dann werdet ihr zu Uns zurückgebracht. 58
Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, werden Wir im Paradies in Obergemächer
einweisen, unter denen Bäche fließen; darin werden sie ewig weilen. Vorzüglich ist der Lohn derer,
die (gut) handeln, 59 die geduldig sind und auf ihren Herrn vertrauen.
29:60 Und wie viele Tiere gibt es, die nicht ihren eigenen Unterhalt herbeitragen. Gott beschert ihnen und
euch den Unterhalt. Und Er ist der, der alles hört und weiß. 61 Und wenn du sie fragst, wer die
Himmel und die Erde erschaffen und die Sonne und den Mond dienstbar gemacht hat, sagen sie
bestimmt: »Gott.« Wie leicht lassen sie sich doch abwenden! 62 Gott teilt den Lebensunterhalt
großzügig, wem von seinen Dienern Er will, und teilt ihm auch bemessen zu. Gott weiß über alle
Dinge Bescheid. 63 Und wenn du sie fragst, wer Wasser vom Himmel herabkommen läßt und die
Erde damit nach ihrem Absterben belebt, sagen sie bestimmt: »Gott.« Sprich: Lob sei Gott! Aber die
meisten von ihnen haben keinen Verstand. 64 Das diesseitige Leben ist nur Zerstreuung und Spiel.
Die jenseitige Wohnstätte ist wahrlich das (eigentliche) Leben, wenn sie es nur wüßten!
29:65 Wenn sie in ein Schiff einsteigen, rufen sie Gott an, wobei sie Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion sind.
Kaum hat Er sie ans Land errettet, da gesellen sie (Ihm wieder andere) bei, 66 um sich undankbar zu zeigen für
das, was Wir ihnen haben zukommen lassen, und um zu genießen. Sie werden es noch zu wissen bekommen. 67
Haben sie denn nicht gesehen, dass Wir einen sicheren heiligen Bezirk gemacht haben, während um ihn die
Menschen weggerafft werden? Wollen sie denn an das Falsche glauben und die Gnade Gottes verleugnen?
68 Und wer ist ungerechter als der, der gegen Gott eine Lüge erdichtet oder die Wahrheit, als sie zu ihm kam,
für Lüge erklärt? Ist nicht in der Hölle eine Bleibe für die Ungläubigen? 69 Und diejenigen, die sich um
Unseretwillen einsetzen, werden Wir gewiß unsere Wege führen. Und Gott ist mit denen, die Gutes tun.


Sure: 30 Die Byzantiner (al-Ru,-m) zu Mekka, 60 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
30:1 Alif Lám Mim. 2 Die Byzantiner sind besiegt worden 3 im nächstliegenden Land. Aber sie werden
nach ihrer Niederlage selbst siegen, 4 in einigen Jahren . Gott gehört der Befehl vorher und nachher.
An jenem Tag werden die Gläubigen sich freuen
30:5 über die Unterstützung Gottes. Gott unterstützt, wen Er will. Und Er ist der Mächtige, der
Barmherzige.
30:6 Das ist ein Versprechen Gottes. Gott bricht sein Versprechen nicht. Aber die meisten Menschen
wissen nicht Bescheid. 7 Sie wissen nur das Äußere vom diesseitigen Leben. Das Jenseits aber lassen
sie unbeachtet. 8 Denken sie denn in ihrem Inneren nicht darüber nach? Gott hat die Himmel und die
Erde, und was dazwischen ist, nur in Wahrheit und auf eine festgesetzte Frist erschaffen. Aber viele
von den Menschen verleugnen die Begegnung mit ihrem Herrn. 9 Sind sie nicht auf der Erde
umhergegangen und haben geschaut, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Sie hatten eine
stärkere Kraft als sie, pflügten und bebauten das Land noch mehr, als sie es bebauten. Und ihre
Gesandten kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen. Nicht Gott hat ihnen Unrecht getan, sondern
sie haben sich selbst Unrecht getan.
30:10 Dann war das Ende derer, die Böses getan haben, das Schlechteste dafür, dass sie die Zeichen
Gottes für Lüge erklärt hatten und über sie zu spotten pflegten. 11 Gott macht die Schöpfung am
Anfang, und dann wiederholt Er sie. Dann werdet ihr zu Ihm zurückgebracht. 12 Und am Tag, da die
Stunde heraufkommt, werden die Übeltäter ganz verzweifelt sein. 13 Sie haben dann an ihren
Teilhabern keine Fürsprecher, und sie verleugnen ihre Teilhaber. 14 Am Tag, da die Stunde
heraufkommt, an jenem Tag werden sie sich in Gruppen teilen.
30:15 Was nun diejenigen betrifft, die geglaubt und die guten Werke getan haben, so wird ihnen in einem
Garten Freude bereitet. 16 Diejenigen aber, die ungläubig waren und unsere Zeichen und die
Begegnung mit dem Jenseits für Lüge erklärt haben, sie werden (zur Pein) vorgeführt.
30:17 Preis sei Gott, wenn ihr den Abend und wenn ihr den Morgen erreicht! 18 Und Lob sei Ihm in den
Himmeln und auf der Erde, am Abend, und wenn ihr den Mittag erreicht! 19 Er bringt das Lebendige
aus dem Toten, und Er bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor. Und Er belebt die Erde nach
ihrem Absterben. Und so werdet auch ihr hervorgebracht.
30:20 Und es gehört zu seinen Zeichen, dass Er euch aus Erde erschaffen hat, da waret ihr Menschen, die
sich ausbreiten. 21 Und es gehört zu seinen Zeichen, dass Er euch aus euch selbst Gattinnen
erschaffen hat, damit ihr bei ihnen wohnet. Und Er hat Liebe und Barmherzigkeit zwischen euch
gemacht. Darin sind Zeichen für Leute, die nachdenken. 22 Zu seinen Zeichen gehört die Erschaffung
der Himmel und der Erde, und auch die Verschiedenheit eurer Sprachen und Arten. Darin sind
Zeichen für die Wissenden. 23 Und zu seinen Zeichen gehört euer Schlaf, und auch euer Streben nach
etwas von seiner Huld, und (dies) in der Nacht und am Tag. Darin sind Zeichen für Leute, die hören.
24 Und es gehört zu seinen Zeichen, dass Er euch den Blitz als Grund zur Angst und zum Begehren
sehen läßt, und dass Er Wasser vom Himmel herabkommen läßt und damit die Erde nach ihrem
Absterben belebt. Darin sind Zeichen für Leute, die Verstand haben.
30:25 Und es gehört zu seinen Zeichen, dass der Himmel und die Erde durch seinen Befehl bestehen.
Dann, wenn Er euch mit einem Ruf aus der Erde ruft, da kommt ihr hervor.
30:26 Ihm gehört, wer in den Himmeln und auf der Erde ist. Alle sind Ihm demütig ergeben. 27 Er ist es,
der die Schöpfung am Anfang macht und sie dann wiederholt. Und das ist für Ihn noch leichter. Er
besitzt die höchste Eigenschaft in den Himmeln und auf der Erde, und Er ist der Mächtige, der Weise.
28 Er führt euch aus eurem Lebensbereich ein Gleichnis an. Habt ihr denn aus den Reihen derer, die
eure rechte Hand besitzt , welche, die an dem teilhaben, was Wir euch beschert haben, dass ihr darin
gleich wäret und ihr sie fürchten müßtet, wie ihr einander fürchtet? So legen Wir die Zeichen dar für
Leute, die Verstand haben. 29 Nein, diejenigen, die Unrecht tun, folgen ihren Neigungen ohne
(richtiges) Wissen. Wer kann den rechtleiten, den Gott irreführt? Und sie haben keine Helfer.
30:30 Und richte dein Gesicht auf die Religion als Anhänger des reinen Glaubens. Das ist die Schöpfung
Gottes, die Er für die Menschen festgelegt hat. Die Schöpfung Gottes kann nicht abgeändert werden.
Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid. 31 (Haltet daran
fest), indem ihr euch Ihm reumütig zuwendet, und fürchtet Ihn und verrichtet das Gebet. Und ihr sollt
nicht zu den Polytheisten gehören, 32 zu denen, die ihre Religion spalteten und zu Parteien wurden,
wobei jede Partei froh ist über das, was sie hat.
30:33 Und wenn ein Schaden die Menschen erfaßt, rufen sie zu ihrem Herrn, indem sie sich Ihm reumütig
zuwenden. Wenn Er sie dann eine Barmherzigkeit von sich kosten läßt, da ist gleich ein Teil von
ihnen dabei, ihrem Herrn (andere) beizugesellen, 34 um undankbar zu sein für das, was Wir ihnen
haben zukommen lassen. — Genießt nur, ihr werdet es noch zu wissen bekommen.
30:35 Oder haben Wir etwa auf sie eine Ermächtigung hinabgesandt, die über das geredet hätte, was sie
Ihm beigesellen? 36 Und wenn Wir die Menschen Barmherzigkeit kosten lassen, freuen sie sich
darüber. Wenn sie aber etwas Böses trifft für das, was ihre Hände vorausgeschickt haben, geben sie
gleich die Hoffnung auf. 37 Haben sie denn nicht gesehen, dass Gott den Lebensunterhalt großzügig
zuteilt, wem Er will, und auch bemessen? Darin sind Zeichen für Leute, die glauben.
30:38 Laß dem Verwandten sein Recht zukommen, ebenso dem Bedürftigen und dem Reisenden. Das ist
besser für die, die das Antlitz Gottes suchen. Das sind die, denen es wohl ergeht. 39 Und was ihr auf
Zins ausleiht, damit es sich aus dem Vermögen der Menschen vermehre, es vermehrt sich bei Gott
nicht. Und was ihr an Almosen gebt in der Suche nach dem Antlitz Gottes... — das sind die, die das
Doppelte erzielen.
30:40 Gott ist es, der euch erschafft und dann versorgt. Dann läßt Er euch sterben, dann macht Er euch
wieder lebendig. Gibt es unter euren Teilhabern einen, der überhaupt etwas von alledem tun kann?
Preis sei Ihm, und erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen. 41 Unheil ist auf dem Festland
und auf dem Meer erschienen aufgrund dessen, was die Hände der Menschen erworben haben. Er will
sie damit einiges kosten lassen von dem, was sie getan haben, auf dass sie (dann) umkehren. 42
Sprich: Geht auf der Erde umher und schaut, wie das Ende derer war, die früher lebten. Die meisten
von ihnen waren Polytheisten.
30:43 Richte nun dein Gesicht auf die richtige Religion, bevor ein Tag kommt, der von Gott nicht
zurückgewiesen wird. An jenem Tag werden sie sich (in Gruppen) spalten. 44 Wer ungläubig ist,
dessen Unglaube lastet auf ihm. Und diejenigen, die Gutes tun, bereiten sich selbst die Lagerstätte
vor,
30:45 dass Er denen, die glauben und die guten Werke tun, aus seiner Huld vergelte. Er liebt nicht die
Ungläubigen.
30:46 Und es gehört zu seinen Zeichen, dass Er die Winde als Freudenboten schickt, damit Er euch etwas
von seiner Barmherzigkeit kosten läßt, und damit die Schiffe auf seinen Befehl fahren, und damit ihr
nach etwas von seiner Huld strebt, auf dass ihr dankbar seid.
30:47 Und Wir haben schon vor dir Gesandte an ihr (jeweiliges) Volk geschickt. Sie kamen zu ihnen mit
den deutlichen Zeichen. Da rächten Wir uns an denen, die Übeltäter waren. Und es war für Uns eine
Verpflichtung, die Gläubigen zu unterstützen.
30:48 Gott ist es, der die Winde schickt, und sie wühlen die Wolken auf. Dann breitet Er sie im Himmel
aus, wie Er will, und macht sie zu Stücken. Da siehst du den Platzregen dazwischen heraus kommen.
Wenn Er damit die von seinen Dienern, die Er will, trifft, da sind sie froh, 49 obwohl sie vorher,
bevor auf sie herabgesandt wurde, ganz verzweifelt waren.
30:50 Schau auf die Spuren der Barmherzigkeit Gottes, wie Er die Erde nach ihrem Absterben wieder
belebt. Ein solcher (Gott) kann wahrlich (auch) die Toten wieder lebendig machen. Und Er hat Macht
zu allen Dingen. 51 Und wenn Wir einen Wind schickten und sie dann alles gelb werden sähen, sie
blieben trotzdem danach ungläubig. 52 Du kannst nicht die Toten hören lassen, und auch nicht die
Tauben den Zuruf hören lassen, wenn sie den Rücken kehren. 53 Und du kannst nicht die Blinden aus
ihrem Irrtum herausführen. Hören lassen kannst du nur die, die an unsere Zeichen glauben und somit
gottergeben sind.
30:54 Gott ist es, der euch (zuerst) schwach erschafft. Dann bringt Er nach der Schwäche Kraft. Dann
bringt Er nach der Kraft Schwäche und graues Haar. Er erschafft, was Er will. Und Er ist der, der alles
weiß und allmächtig ist.
30:55 Und am Tag, da die Stunde heraufkommt, schwören die Übeltäter, sie hätten nur eine Stunde
verweilt. So lassen sie sich immer wieder täuschen. 56 Und diejenigen, denen Wissen und Glauben
zugekommen sind, sagen: »Nach dem Buch Gottes habt ihr bis zum Tag der Auferweckung verweilt.
Und das ist der Tag der Auferweckung. Aber ihr wußtet es ja nicht. 57 An jenem Tag nützt denen, die
Unrecht taten, ihre Entschuldigung nicht, und es wird von ihnen keine entschuldigende Umkehr
(mehr) angenommen. 58 Und Wir haben den Menschen in diesem Koran verschiedene Gleichnisse
angeführt. Und wenn du zu ihnen mit einem Zeichen kommst, sagen diejenigen, die ungläubig sind,
bestimmt: »Ihr bringt nur Falsches. 59 So versiegelt Gott die Herzen derer, die nicht Bescheid wissen.
30:60 Sei nun geduldig. Das Versprechen Gottes ist wahr. Und diejenigen, die keine Gewißheit hegen, sollen dich
nicht abirren lassen.


Sure: 31 Luqma,-n zu Mekka, 34 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
31:1 Alif Lám Mim. 2 Dies sind die Zeichen des weisen Buches, 3 eine Rechtleitung und Barmherzigkeit
für die Rechtschaffenen, 4 die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, und die über das
Jenseits Gewißheit hegen.
31:5 Diese folgen einer Rechtleitung von ihrem Herrn, und das sind die, denen es wohl ergeht. 6 Unter
den Menschen gibt es manch einen, der ergötzende Unterhaltung einhandelt, um (die Menschen) vom
Weg Gottes ohne (rechtes) Wissen abirren zu lassen und ihn zum Gegenstand des Spottes zu nehmen.
Für solche ist eine schmähliche Pein bestimmt. 7 Und wenn ihm unsere Zeichen verlesen werden,
kehrt er sich hochmütig ab, als hätte er sie nicht gehört, als wäre eine Schwerhörigkeit in seinen
Ohren. So verkünde ihm eine schmerzhafte Pein. 8 Für diejenigen, die glauben und die guten Werke
tun, sind die Gärten der Wonne bestimmt; 9 darin werden sie ewig weilen. Dies ist das Versprechen
Gottes in Wahrheit. Und Er ist der Mächtige, der Weise.
31:10 Er hat die Himmel erschaffen ohne Stützen, die ihr sehen könntet. Und Er hat auf der Erde
festgegründete Berge gelegt, dass sie nicht mit euch schwanke. Und Er hat auf ihr allerlei Getier sich
ausbreiten lassen. Und Wir haben Wasser vom Himmel herabkommen und damit viele treffliche
Arten auf ihr wachsen lassen. 11 Das ist die Schöpfung Gottes. Zeigt mir nun, was die geschaffen
haben, die es außer Ihm geben soll. Nein, diejenigen, die Unrecht tun, befinden sich in einem
offenkundigen Irrtum.
31:12 Und Wir ließen den Luqman Weisheit zukommen: »Du sollst gegen Gott dankbar sein. Und wer
dankbar ist, ist dankbar zu seinem eigenen Vorteil. Und wenn einer undankbar ist, so ist Gott auf
niemanden angewiesen und des Lobes würdig. 13 Und als Luqman zu seinem Sohn sagte, indem er
ihn ermahnte: O mein lieber Sohn, geselle Gott nichts bei. Die Beigesellung ist ein gewaltiges
Unrecht.«
31:14 Und Wir haben dem Menschen aufgetragen, seine Eltern gut zu behandeln. Seine Mutter hat ihn ja
unter wiederholter Schwäche getragen. Und seine Entwöhnung erfolgt binnen zwei Jahren. — »Sei
dankbar Mir und deinen Eltern. Zu Mir führt der Lebensweg.
31:15 Wenn sie dich bedrängen, Mir das beizugesellen, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen
nicht. Und geh mit ihnen im Diesseits in rechtlicher Weise um. Und folge dem Weg derer, die sich
Mir reumütig zuwenden. Zu Mir wird dann eure Rückkehr sein, da werde Ich euch kundtun, was ihr
zu tun pflegtet. 16 O mein lieber Sohn, wäre es auch das Gewicht eines Senfkornes und befände es
sich in einem Felsen oder in den Himmeln oder auf der Erde, Gott bringt es bei. Gott ist feinfühlig
und hat Kenntnis von allem. 17 O mein lieber Sohn, verrichte das Gebet, gebiete das Rechte und
verbiete das Verwerfliche, ertrage geduldig, was dich trifft. Das gehört zur Entschlossenheit in den
Anliegen. 18 Und zeige den Menschen nicht hochnäsig die Wange, und schreite nicht unbekümmert
auf der Erde umher. Gott liebt niemanden, der eingebildet und prahlerisch ist. 19 Halte das rechte
Maß in deinem Gang. Und dämpfe deine Stimme. Die widerlichste unter den Stimmen ist die Stimme
der Esel.«
31:20 Habt ihr nicht gesehen, dass Gott euch das, was in den Himmeln und auf der Erde ist, dienstbar
gemacht hat, und dass Er über euch seine Gnade ausgegossen hat äußerlich und innerlich? Und unter
den Menschen gibt es welche, die über Gott streiten ohne (richtiges) Wissen, ohne Rechtleitung und
ohne erleuchtendes Buch. 21 Und wenn zu ihnen gesagt wird: »Folgt dem, was Gott herabgesandt
hat« sagen sie: »Wir folgen lieber dem, was wir bei unseren Vätern vorgefunden haben. Was denn,
auch wenn der Satan sie zur Pein des Feuerbrandes ruft? 22 Wer sich Gott völlig hingibt und dabei
rechtschaffen ist, der hält sich an der festesten Handhabe. Und zu Gott führt das Ende der
Angelegenheiten. 23 Und wer ungläubig ist, dessen Unglaube soll dich nicht betrüben. Zu Uns wird
ihre Rückkehr sein, da werden Wir ihnen kundtun, was sie taten. Gott weiß über das innere
Geheimnis Bescheid. 24 Wir lassen sie ein wenig genießen, alsdann zwingen Wir sie in eine schwere
Pein.
31:25 Und wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen hat, sagen sie bestimmt: »Gott.«
Sprich: Lob sei Gott! Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid. 26 Gott gehört, was in den
Himmeln und auf der Erde ist. Gott ist der, der auf niemanden angewiesen und des Lobes würdig ist.
27 Und wenn das, was es auf der Erde an Bäumen gibt, Schreibrohre wären, und das Meer (als Tinte)
bereits einmal leer gemacht wäre und noch sieben weitere Meere dazu erhielte, würden die Worte
Gottes nicht zu Ende gehen. Wahrlich, Gott ist mächtig und weise. 28 Euch (alle) erschaffen und
auferwecken ist nur so wie bei einem einzigen Menschen. Gott hört und sieht alles. 29 Hast du nicht
gesehen, dass Gott die Nacht in den Tag übergehen und den Tag in die Nacht übergehen läßt und die
Sonne und den Mond dienstbar gemacht hat, so dass jedes seinen Lauf zu einer festgelegten Frist
nimmt, und dass Gott Kenntnis hat von dem, was ihr tut?
31:30 Dies, weil Gott die Wahrheit ist und weil das, was sie an seiner Stelle anrufen, das Falsche ist, und
weil Gott der Erhabene und Große ist. 31 Hast du nicht gesehen, dass die Schiffe durch die Gnade
Gottes auf dem Meer fahren, damit Er euch etwas von seinen Zeichen sehen läßt? Darin sind wahrlich
Zeichen für jeden, der sehr geduldig und sehr dankbar ist. 32 Und wenn Wellen wie überschattende
Hüllen sie überdecken, rufen sie zu Gott, wobei sie Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion sind.
Wenn Er sie ans Land errettet, zeigen nur einige von ihnen einen maßvollen Wandel. Und nur der
verleugnet unsere Zeichen, der ganz treulos und sehr undankbar ist.
31:33 O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn und habt Angst vor einem Tag, an dem weder der Vater etwas für sein
Kind begleichen kann, noch das Kind für seinen Vater etwas begleichen kann. Das Versprechen Gottes ist wahr.
So soll euch das diesseitige Leben nicht betören. Und nicht betören soll euch in bezug auf Gott der Betörer. 34
Gott (allein) weiß über die Stunde Bescheid. Er läßt den Regen herabkommen. Und Er weiß, was im
Mutterschoß ist. Niemand weiß, was er morgen erwerben wird, und niemand weiß, in welchem Land er sterben
wird. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem.


Sure: 32 Die Anbetung (al-Sadjda) zu Mekka, 30 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
32:1 Alif Lám Mim. 2 Die Herabsendung des Buches — an ihm ist kein Zweifel möglich — ist vom
Herrn der Welten. 3 Oder sagen sie: »Er hat es erdichtet« Nein, es ist die Wahrheit vor deinem Herrn,
damit du Leute warnst, zu denen vor dir noch kein Warner gekommen ist, auf dass sie der
Rechtleitung folgen.
32:4 Gott ist es, der die Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, in sechs Tagen erschaffen und
sich dann auf dem Thron zurechtgesetzt hat. Ihr habt außer Ihm weder Freund noch Fürsprecher.
Wollt ihr es denn nicht bedenken?
32:5 Er regelt die Angelegenheit vom Himmel bis zur Erde. Dann steigt sie zu Ihm empor an einem Tag,
dessen Ausmaß nach eurer Berechnung tausend Jahre sind. 6 Jener ist der, der über das Unsichtbare
und das Offenbare Bescheid weiß, der Mächtige, der Barmherzige, 7 der alles, was Er erschaffen hat,
gut gemacht hat. Zuerst erschuf Er den Menschen aus Ton, 8 dann machte Er seine
Nachkommenschaft aus dem Erguß eines verächtlichen Wassers. 9 Dann formte Er ihn und blies ihm
von seinem Geist ein. Und Er machte euch Gehör, Augenlicht und Herz. Ihr seid aber wenig dankbar.
32:10 Und sie sagen: »Sollen wir, wenn wir uns in der Erde verirrt haben, wirklich wieder neu erschaffen
werden?« Nein, sie verleugnen die Begegnung mit ihren Herrn. 11 Sprich: Abberufen wird euch der
Engel des Todes, der mit euch betraut ist. Dann werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht. 12
Könntest du nur sehen, wenn die Übeltäter vor ihrem Herrn die Köpfe hängen lassen! »Unser Herr,
jetzt haben wir gesehen und gehört. Bring uns zurück, so wollen wir Gutes tun. Wir hegen nun
Gewißheit« 13 Und wenn Wir gewollt hätten, hätten Wir jedem Menschen seine Rechtleitung
zukommen lassen. Aber der Spruch von Mir ist zu Recht fällig geworden: »Füllen werde Ich die
Hölle mit den Djinn und den Menschen allen. 14 So kostet es dafür, dass ihr die Begegnung mit
diesem eurem Tag vergessen habt. Wir haben euch (auch) vergessen. Kostet die Pein der Ewigkeit für
das, was ihr zu tun pflegtet.
32:15 Nur die glauben an unsere Zeichen, die, wenn sie damit ermahnt werden, in Anbetung niederfallen
und das Lob ihres Herrn singen, und die nicht hochmütig sind. 16 Ihre Seiten halten sich fern von den
Schlafstätten. Sie rufen ihren Herrn in Furcht und Begehren an und spenden von dem, was Wir ihnen
beschert haben. 17 Und niemand weiß, welche Freuden für sie im Verborgenen bestimmt sind als
Lohn für das, was sie zu tun pflegten. 18 Ist denn derjenige, der gläubig ist, wie der, der ein Frevler
ist? Sie sind eben nicht gleich. 19 Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, erhalten die
Gärten der Heimstätte als Herberge für das, was sie zu tun pflegten.
32:20 Denjenigen aber, die freveln, dient das Feuer zur Heimstätte. Sooft sie aus ihm herauskommen
wollen, werden sie zu ihm zurückgebracht, und es wird zu ihnen gesagt: »Kostet die Pein des Feuers,
die ihr immer wieder für Lüge erklärt habt.« 21 Und Wir werden sie vor der größeren Pein etwas
von der diesseitigen Pein kosten lassen, auf dass sie dann umkehren. 22 Und wer ist ungerechter als
der, der mit den Zeichen seines Herrn ermahnt wird und sich dann von ihnen abwendet? Wir werden
uns an den Übeltätern rächen. 23 Und Wir haben Mose das Buch zukommen lassen. So sei nicht im
Zweifel über die Begegnung mit Ihm . Und Wir haben es zu einer Rechtleitung für die Kinder Israels
gemacht. 24 Und Wir haben aus ihren Reihen Vorbilder bestellt, die (sie) nach unserem Befehl
leiteten, als sie sich geduldig gezeigt hatten und über unsere Zeichen Gewißheit hegten.
32:25 Wahrlich, dein Herr wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen über das entscheiden, worüber
sie uneins waren.
32:26 Ist es ihnen nicht aufgegangen, wie viele Generationen, in deren Wohnungen sie nun schreiten, Wir
vor ihnen haben verderben lassen? Darin sind Zeichen. Wollen sie denn nicht hören? 27 Haben sie
nicht gesehen, dass Wir das Wasser zum dürren Land treiben und dadurch Getreide hervorbringen,
das ihr Vieh und sie selbst verzehren? Wollen sie denn nicht einsichtig sein? 28 Und sie sagen:
»Wann wird dieser Richterspruch eintreten, so ihr die Wahrheit sagt? 29 Sprich: Am Tag des
Richterspruchs wird denen, die ungläubig waren, ihr Glaube nicht (mehr) nützen. Und ihnen wird
kein Aufschub gewährt.
32:30 So wende dich ab von ihnen und warte ab. Sie warten auch selbst ab.


Sure: 33 Die Parteien (al-Ah,.za,-b) zu Medina, 73 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
33:1 O Prophet, fürchte Gott und gehorche nicht den Ungläubigen und den Heuchlern. Gott weiß
Bescheid und ist weise. 2 Und folge dem, was dir von deinem Herrn offenbart wird. Gott hat Kenntnis
von dem, was ihr tut. 3 Und vertrau auf Gott. Gott genügt als Sachwalter. 4 Gott hat keinem Mann
zwei Herzen in seinem Inneren gemacht. Und Er hat eure Gattinnen, von denen ihr euch durch den
Rückenspruch trennt, nicht (wirklich) zu euren Müttern gemacht. Und Er hat eure Adoptivsöhne
nicht (wirklich) zu euren Söhnen gemacht. Das ist eure Rede aus eurem Munde. Aber Gott sagt die
Wahrheit, und Er führt den (rechten) Weg.
33:5 Nennt sie nach ihren Vätern. Das ist gerechter in den Augen Gottes. Wenn ihr ihre Väter nicht kennt,
dann gelten sie als eure Brüder in der Religion und eure Schützlinge. Und es wird euch nicht als
Vergehen angerechnet, was ihr hier gefehlt habt, sondern was eure Herzen vorsätzlich anstreben. Und
Gott ist voller Vergebung und barmherzig.
33:6 Der Prophet hat eher Anspruch auf die Gläubigen als sie selbst. Und seine Gattinnen sind ihre
Mütter. Und die Blutsverwandten haben nach dem Buch Gottes eher Anspruch auf gegenseitige
Freundschaft als die Gläubigen und Ausgewanderten, es sei denn, ihr möchtet euren Freunden Gutes
tun. Dies ist im Buch Gottes zeilenweise niedergeschrieben.
33:7 Und als Wir von den Propheten ihre Verpflichtung entgegennahmen, und auch von dir und von
Noach, Abraham, Mose und Jesus, dem Sohn Marias. Wir nahmen von ihnen eine schwere
Verpflichtung entgegen. 8 Damit Er ja die Wahrhaftigen nach ihrem wahrhaftigen Wandel frage. Und
Er hat für die Ungläubigen eine schmerzhafte Pein bereitet.
33:9 O ihr, die ihr glaubt, gedenket der Gnade Gottes zu euch, als Truppen zu euch kamen . Da sandten
Wir gegen sie einen Wind und auch Truppen, die ihr nicht sehen konntet. Und Gott sieht wohl, was
ihr tut.
33:10 Als sie von oben und von unten her zu euch kamen, und als die Blicke wichen und die Herzen die
Kehle erreichten und ihr von Gott verschiedene Meinungen hattet. 11 Dort wurden die Gläubigen
geprüft, und sie wurden heftig hin und her geschüttelt. 12 Als die Heuchler und die, in deren Herzen
Krankheit ist, sagten: »Gott und sein Gesandter haben uns nur Trügerisches versprochen.« 13 Und als
eine Gruppe von ihnen sagte: »O ihr Leute von Yathrib , ihr könnt euch (hier) nicht aufhalten. Kehrt
zurück. Und ein Teil von ihnen bat den Propheten um Erlaubnis; sie sagten: Unsere Häuser sind ohne
Schutz, sie wollten nur Schutz.« Dabei waren sie nicht ohne Schutz, sie wollten nur fliehen. 14 Wäre
man darin von ihren verschiedenen Bezirken her zu ihnen eingedrungen, und wären sie dann
aufgefordert worden, der Versuchung nachzugeben , sie hätten es begangen, und sie hätten dabei nur
kurze Zeit gezögert.
33:15 Dabei hatten sie sich vorher Gott gegenüber verpflichtet, sie würden nicht den Rücken kehren.
Über die Verpflichtung Gott gegenüber wird Rechenschaft gefordert. 16 Sprich: Die Flucht wird euch
nicht nützen, wenn ihr davor flieht, zu sterben oder getötet zu werden. Und dann wird euch nur noch
ein wenig Nutznießung gewährt. 17 Sprich: Wer ist es denn, der euch vor Gott schützen könnte, wenn
Er euch Böses will oder wenn Er euch Barmherzigkeit (erweisen) will? Und sie werden für sich außer
Gott weder Freund noch Helfer finden. 18 Gott kennt wohl diejenigen von euch, die (die anderen)
behindern und die zu ihren Brüdern sagen: »Kommt her zu uns.« Und sie lassen sich nur wenig auf
den Kampf ein 19 und sind dabei geizig euch gegenüber. Wenn aber die Angst sich einstellt, siehst
du, wie sie zu dir mit kreisenden Augen blicken wie einer, der vor dem Tod ohnmächtig wird. Ist
dann die Angst vorüber, verbrühen sie euch mit scharfen Zungen aus Gier nach dem (erbeuteten) Gut.
Das sind keine Gläubigen. Gott macht ihre Werke wertlos. Und dies ist Gott ein leichtes.
33:20 Sie meinen, die Parteien seien nicht weggegangen. Und sollten die Parteien (wieder)kommen,
möchten sie gerne, sie wären in der Wüste unter den arabischen Beduinen und würden sich über euch
erkundigen. Und wenn sie in eurer Mitte wären, würden sie nur wenig kämpfen. 21 Ihr habt im
Gesandten Gottes ein schönes Vorbild, (und zwar) für jeden, der auf Gott und den Jüngsten Tag hofft
und Gottes viel gedenkt. 22 Und als die Gläubigen die Parteien sahen, sagten sie: »Das ist, was Gott
und sein Gesandter uns versprochen haben. Gott und sein Gesandter sagen die Wahrheit. Und es hat
ihren Glauben und ihre Ergebenheit nur vermehrt. 23 Unter den Gläubigen gibt es Männer, die das
wahr gemacht haben, wozu sie sich Gott gegenüber verpflichtet haben. Unter ihnen sind welche, die
ihre Lebensaufgabe erfüllt haben ; und unter ihnen sind welche, die noch warten müssen. Und sie
haben keine Änderung vorgenommen; 24 auf dass Gott die Wahrhaftigen für ihre Wahrhaftigkeit
entlohne und die Heuchler peinige, wenn Er will, oder sich ihnen (gnädig) zuwende. Gott ist voller
Vergebung und barmherzig.
33:25 Und Gott wies diejenigen, die ungläubig sind, mit ihrem Groll zurück, ohne dass sie etwas Gutes
erlangt hätten. Und Gott befreite die Gläubigen vom Kampf. Gott ist stark und mächtig. 26 Und Er
ließ diejenigen von den Leuten des Buches, die ihnen Beistand geleistet hatten, aus ihren Burgen
heruntersteigen. Und Er jagte ihren Herzen Schrecken ein, so dass ihr einen Teil (von ihnen) getötet
und einen Teil gefangengenommen habt. 27 Und Er gab euch zum Erbe ihr Land, ihre Wohnstätten
und ihren Besitz, und auch ein Land, das ihr (vorher) nicht betreten hattet. Und Gott hat Macht zu
allen Dingen.
33:28 O Prophet, sprich zu deinen Gattinnen: Wenn ihr das diesseitige Leben und seinen Schmuck
begehrt, dann kommt her, ich werde euch eine Versorgung sichern und euch auf eine schöne Weise
freilassen. 29 Und wenn ihr Gott und seinen Gesandten und die jenseitige Wohnstätte begehrt, so hat
Gott für die Rechtschaffenen von euch einen großartigen Lohn bereitet.
33:30 O ihr Frauen des Propheten, wenn eine von euch eine eindeutige Schandtat begeht, wird ihr die
Pein verdoppelt. Und das ist Gott ein leichtes. 31 Und wenn eine von euch Gott und seinem
Gesandten ergeben ist und Gutes tut, lassen Wir ihr ihren Lohn zweimal zukommen. Und Wir haben
für sie einen trefflichen Unterhalt bereitet. 32 O ihr Frauen des Propheten, ihr seid nicht wie
irgendeine von den Frauen. Wenn ihr gottesfürchtig seid, dann seid nicht unterwürfig im Reden,
damit nicht derjenige, in dessen Herzen Krankheit ist, sich Hoffnungen macht. Und sprecht
geziemende Worte. 33 Haltet euch in euren Häusern auf. Und stellt nicht euren Schmuck zur Schau
wie in der Zeit der früheren Unwissenheit. Verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe und
gehorcht Gott und seinem Gesandten. Gott will die Unreinheit von euch entfernen, ihr Leute des
Hauses, und euch völlig rein machen. 34 Und gedenkt dessen, was von den Zeichen Gottes und von
der Weisheit in euren Häusern verlesen wird. Gott ist feinfühlig und hat Kenntnis von allem.
33:35 Für die muslimischen Männer und Frauen, Männer und Frauen, die gläubig, ergeben, wahrhaftig,
geduldig, demütig sind, die Almosen geben, fasten, ihre Scham bewahren und Gottes viel gedenken
— für sie hat Gott Vergebung und einen großartigen Lohn bereitet. 36 Ein Gläubiger oder eine
Gläubige darf, wenn Gott und sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, nicht die
Möglichkeit haben, in ihrer Angelegenheit frei zu wählen. Und wer gegen Gott und seinen Gesandten
ungehorsam ist, der befindet sich in einem offenkundigen Irrtum. 37 Und als du zu dem, dem Gott
Gnade erwiesen hatte und dem auch du Gnade erwiesen hattest , sagtest: »Behalte deine Gattin für
dich und fürchte Gott« und in deinem Inneren geheimhieltest, was Gott doch offenlegt, und die
Menschen fürchtetest, während Gott eher darauf Anspruch hat, dass du Ihn fürchtest. Als dann Zayd
seinen Wunsch an ihr erfüllt hatte, gaben Wir sie dir zur Gattin, damit für die Gläubigen kein Grund
zur Bedrängnis bestehe in bezug auf die Gattinnen ihrer Adoptivsöhne, wenn diese ihren Wunsch an
ihnen erfüllt haben. Und der Befehl Gottes wird ausgeführt. 38 Es besteht für den Propheten kein
Grund zur Bedrängnis in dem, was Gott für ihn festgelegt hat. So war das beispielhafte Verhalten
Gottes mit denen, die vorher dahingegangen sind — und der Befehl Gottes ist ein fest gefaßter
Beschluß —, 39 die die Botschaft Gottes ausrichten, Ihn fürchten und niemanden fürchten außer Gott.
Und Gott genügt als der, der abrechnet.
33:40 Muhammad ist nicht der Vater irgendeines von euren Männern, sondern der Gesandte Gottes und
das Siegel der Propheten. Und Gott weiß über alle Dinge Bescheid. 41 O ihr, die ihr glaubt, gedenket
Gottes in häufigem Gedenken 42 und preiset Ihn morgens und abends. 43 Er ist es, der über euch den
Segen spricht — und auch seine Engel —, damit Er euch aus den Finsternissen ins Licht hinausführt.
Und Er ist barmherzig zu den Gläubigen. 44 Ihre Begrüßung am Tag, da sie Ihm begegnen, wird sein:
»Friede!« Und er hat für sie einen trefflichen Lohn bereitet.
33:45 O Prophet, Wir haben dich gesandt als Zeugen, als Freudenboten und als Warner, 46 und als einen,
der zu Gott mit seiner Erlaubnis ruft, und als eine helle Leuchte. 47 Und verkünde den Gläubigen,
dass für sie von Gott eine große Huld bestimmt ist. 48 Und gehorche nicht den Ungläubigen und den
Heuchlern. Kümmere dich nicht um das Leid, das sie dir zufügen, und vertrau auf Gott. Und Gott
genügt als Sachwalter.
33:49 O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr gläubige Frauen heiratet und sie hierauf entlaßt, bevor ihr sie berührt
habt, dann dürft ihr ihnen nicht eine von euch berechnete Wartezeit auferlegen. Sichert ihnen eine
Versorgung und laßt sie auf eine schöne Weise frei.
33:50 O Prophet, Wir haben dir für erlaubt erklärt zu heiraten: deine Gattinnen, denen du ihren Lohn hast
zukommen lassen; das, was deine rechte Hand besitzt von dem, was Gott dir als Beute zugeteilt hat;
die Töchter deines Onkels und die Töchter deiner Tanten väterlicherseits, die Töchter deines Onkels
und die Töchter deiner Tanten mütterlicherseits, welche mit dir ausgewandert sind; auch jede
gläubige Frau, wenn sie sich dem Propheten (ohne Gegenforderung) schenkt und falls der Prophet sie
heiraten will: Dies ist dir vorbehalten im Unterschied von den Gläubigen — Wir wissen wohl, was
Wir ihnen in bezug auf ihre Gattinnen und auf das, was ihre rechte Hand besitzt, verpflichtend
gemacht haben —, damit für dich kein Grund zur Bedrängnis bestehe. Und Gott ist voller Vergebung
und barmherzig. 51 Du darfst zurückstellen, wen von ihnen du willst, und du darfst bei dir
aufnehmen, wen du willst. Und wenn du doch eine von denen haben möchtest, die du abgewiesen
hast, dann ist das für dich kein Vergehen. Das bewirkt eher, dass sie frohen Mutes, nicht betrübt und
alle mit dem zufrieden sind, was du ihnen zukommen läßt. Gott weiß, was in euren Herzen ist. Gott
weiß Bescheid und ist langmütig. 52 Es ist dir danach nicht mehr erlaubt, Frauen zu heiraten und sie
gegen (andere) Gattinnen einzutauschen, auch wenn ihre Schönheit dir gefallen sollte, mit Ausnahme
dessen, was deine rechte Hand besitzt. Und Gott ist Wächter über alle Dinge.
33:53 O ihr, die ihr glaubt, tretet nicht in die Häuser des Propheten ein — es sei denn, das wird euch
erlaubt — zur Teilnahme an einem Essen, ohne auf die Essenszeit zu warten. Wenn ihr dann
hereingerufen werdet, dann tretet ein, und, wenn ihr gegessen habt, dann geht auseinander, und (dies)
ohne euch einer Unterhaltung hinzugeben. Damit fügt ihr dem Propheten Leid zu, aber er schämt sich
vor euch. Gott aber schämt sich nicht vor der Wahrheit. Und wenn ihr sie um einen Gegenstand
bittet, so bittet sie von hinter einem Vorhang. Das ist reiner für eure Herzen und ihre Herzen. Und es
steht euch nicht zu, dem Gesandten Gottes Leid zuzufügen, und auch nicht jemals seine Gattinnen
nach ihm zu heiraten. Das wäre bei Gott etwas Ungeheuerliches. 54 Ob ihr etwas offenlegt oder
geheimhaltet, Gott weiß über alle Dinge Bescheid.
33:55 Es besteht für sie kein Vergehen in bezug auf ihre Väter, ihre Söhne, ihre Brüder, die Söhne ihrer
Bruder, die Söhne ihrer Schwestern, ihre Frauen und die, die ihre rechte Hand besitzt. Und fürchtet
Gott . Gott ist Zeuge über alle Dinge. 56 Gott und seine Engel sprechen den Segen über den
Propheten. O ihr, die ihr glaubt, sprecht den Segen über ihn und grüßt ihn mit gehörigem Gruß.
57 Diejenigen, die Gott und seinem Gesandten Leid zufügen, verflucht Gott im Diesseits und Jenseits,
und für sie hat Er eine schmähliche Pein bereitet. 58 Und diejenigen, die den gläubigen Männern und
Frauen Leid zufügen für etwas, was sie nicht begangen haben, laden auf sich eine Verleumdung und
eine offenkundige Schuld. 59 O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen
der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen. Das bewirkt eher, dass
sie erkannt werden und dass sie nicht belästigt werden. Und Gott ist voller Vergebung und
barmherzig.
33:60 Wenn die Heuchler und diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und diejenigen, die
beunruhigende Falschmeldungen in der Stadt verbreiten, (damit) nicht aufhören, werden Wir dich
bestimmt gegen sie antreiben. Dann werden sie nur noch kurze Zeit in deiner Nachbarschaft darin
wohnen. 61 Verflucht sind sie. Wo immer man sie trifft, wird man sie ergreifen und unerbittlich töten.
62 So war das beispielhafte Verfahren Gottes mit denen, die vorher dahingegangen sind. Und du wirst
im Verfahren Gottes keine Veränderung finden. 63 Die Menschen fragen dich nach der Stunde.
Sprich: Nur Gott weiß über sie Bescheid. Woher willst du es wissen? Vielleicht steht die Stunde nahe
bevor. 64 Gott hat die Ungläubigen verflucht, und Er hat für sie einen Feuerbrand bereitet;
33:65 darin werden sie auf immer ewig weilen; und sie werden weder Freund noch Helfer finden. 66 Am
Tag, da ihre Gesichter im Feuer gewendet werden, sagen sie: »O hätten wir doch Gott gehorcht und
hätten wir doch dem Gesandten gehorcht!« 67 Und sie sagen: » 67 Und sie sagen: Unser Herr, wir
haben unseren Herrschern und den Großen unter uns gehorcht, da haben sie uns vom Weg abirren
lassen. 68 Unser Herr, laß ihnen ein Doppelmaß an Pein zukommen, und verfluche sie mit einem
großen Fluch.« 69 O ihr, die ihr glaubt, seid nicht wie diejenigen, die Mose Leid zugefügt haben ,
worauf Gott ihn freisprach von dem, was sie (über ihn) sagten. Er war bei Gott angesehen.
33:70 O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott und sprecht zutreffende Worte, 71 dann läßt Er eure Werke als gut gelten
und vergibt euch eure Sünden. Und wer Gott und seinem Gesandten gehorcht, der erringt einen großartigen
Erfolg. 72 Wir haben das Vertrauenspfand den Himmeln und der Erde und den Bergen angeboten, sie aber
weigerten sich, es zu tragen, sie waren erschrocken davor. Der Mensch trug es — er tut wirklich Unrecht und ist
sehr töricht. 73 So wird Gott nun die Heuchler, Männer und Frauen, und die Polytheisten, Männer und Frauen,
peinigen, und so wird Gott sich den Gläubigen, Männern und Frauen, zuwenden. Gott ist voller Vergebung und
barmherzig


Sure: 34 Saba’ zu Mekka, 54 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
34:1 Lob sei Gott, dem gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Lob sei Ihm im
Jenseits! Er ist der, der weise ist und Kenntnis von allem hat. 2 Er weiß, was in die Erde eingeht und
was aus ihr herauskommt, was vom Himmel herabkommt und was darin emporsteigt. Und Er ist der,
der barmherzig und voller Vergebung ist. 3 Diejenigen, die ungläubig sind, sagen: »Die Stunde
kommt nicht über uns. Sprich: Doch, sie kommt bestimmt über euch, bei meinem Herrn, der das
Unsichtbare weiß! Es entgeht Ihm nicht das Gewicht eines Stäubchens, weder in den Himmeln noch
auf der Erde. Und es gibt nichts, was kleiner ist als dies oder größer, das nicht in einem deutlichen
Buch stünde, 4 damit Er diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, entlohne. Bestimmt sind
für diese Vergebung und ein trefflicher Unterhalt.
34:5 Für diejenigen, die eifrig gegen unsere Zeichen vorgehen und ihnen Machtlosigkeit nachweisen
wollen, für die ist eine Pein durch ein schmerzhaftes Zorngericht bestimmt. 6 Und diejenigen, denen
das Wissen zugekommen ist, sehen, dass das, was zu dir von deinem Herrn herabgesandt worden ist,
die Wahrheit ist und zum Weg dessen führt, der mächtig und des Lobes würdig. 7 Und diejenigen, die
ungläubig sind, sagen: »Sollen wir euch auf einen Mann hinweisen, der euch kundtut, dass ihr, wenn
ihr in Stücke gerissen worden seid, doch neu erschaffen werdet? 8 Hat er gegen Gott eine Lüge
erdichtet, oder leidet er an Besessenheit?« Aber nein, diejenigen, die an das Jenseits nicht glauben,
stecken in der Pein und befinden sich im tiefen Irrtum. 9 Haben sie denn nicht auf das geschaut, was
vom Himmel und von der Aber nein, diejenigen, die an das Jenseits nicht glauben, stecken in der Pein
und befinden sich im tiefen Irrtum. 9 Haben sie denn nicht auf das geschaut, was vom Himmel und
von der Erde vor ihnen und was hinter ihnen ist? Wenn Wir wollen, lassen Wir die Erde vor ihnen
und was hinter ihnen ist? Wenn Wir wollen, lassen Wir die Erde versinken oder Stücke vom Himmel
auf sie herabfallen. Darin ist ein Zeichen für jeden Diener, der sich (Gott) reumütig zuwendet.
34:10 Und Wir ließen David eine Huld von Uns zukommen. — »Ihr Berge, singt Kehrverse mit ihm, und
auch ihr Vögel.« Und Wir machten für ihn das Eisen geschmeidig. 11 »Und Wir machten für ihn das
Eisen geschmeidig. Fertige Panzergewänder an und webe im richtigen Maß die Panzermaschen
aneinander. Und tut Gutes. Ich sehe wohl, was ihr tut.« 12 Und dem Salomo (machten Wir) den Wind
(dienstbar), dessen Morgenlauf einen Monat und dessen Abendlauf einen Monat dauert. Und Wir
ließen die Quelle des geschmolzenen Erzes für ihn fließen. Und unter den Djinn gab es welche, die
mit der Erlaubnis seines Herrn vor ihm tätig waren. Wer von ihnen von unserem Befehl abweicht, den
lassen Wir etwas von der Pein des Feuerbrandes kosten. 13 Sie machten ihm, was er wollte an
Heiligtümern, Bildwerken, Schüsseln wie Trögen und feststehenden Kesseln. — »Verrichtet, ihr
Sippe Davids, eure Arbeit in Dankbarkeit. Ja, nur wenige von meinen Dienern sind dankbar. 14 Und
als Wir für ihn den Tod bestimmt hatten, hat sie auf sein Ableben nur das Kriechtier der Erde
hingewiesen, das seinen Stab fraß. Als er nun zu Boden fiel, wurde den Djinn deutlich, dass sie, wenn
sie das Unsichtbare gewußt hätten, nicht (weiter) in der schmählichen Pein geblieben wären.
34:15 Die Saba’ hatten in ihrem Wohngebiet ein Zeichen: zwei Gärten zur Rechten und zur Linken. —
»Eßt von dem, was euer Herr beschert hat, und danket Ihm. Eine gute Ortschaft (ist es), und ein Herr
voller Vergebung. 16 Aber sie wandten sich ab. Da sandten Wir gegen sie die Flut des Staudammes,
und Wir vertauschten ihnen ihre zwei Gärten gegen zwei Gärten mit bitterem Ernteertrag und
Tamarisken und einigen wenigen Zizyphusbäumen. 17 Das haben Wir ihnen vergolten dafür, dass sie
undankbar waren. Vergelten Wir denn sonst jemandem anderem als dem Undankbaren? 18 Und Wir
legten zwischen ihnen und den Städten, die Wir gesegnet haben, sichtbare Städte an. Und Wir legten
das Maß der Reise zwischen ihnen fest: »Zieht in ihnen Nächte und Tage in Sicherheit umher. 19 Sie
aber sagten: »Unser Herr, lege größere Entfernungen zwischen unsere Reisen.« Sie taten sich selbst
Unrecht. So machten Wir sie zum Gegenstand von Geschichten. Und Wir zerrissen sie in Stücke.
Darin sind Zeichen für jeden, der sehr geduldig und sehr dankbar ist.
34:20 Wahrlich, Iblis fand seine Meinung von ihnen bestätigt. Sie folgten ihm, mit Ausnahme eines Teils
der Gläubigen. 21 Und er hatte keine Macht über sie. Es geschah nur, damit Wir feststellen, wer an
das Jenseits glaubt, und (ihn unterscheiden) von dem, der darüber Zweifel hegt. Dein Herr ist Hüter
aller Dinge. 22 Sprich: Ruft die an, die ihr anstelle Gottes angebt. Sie verfügen nicht einmal über das
Gewicht eines Stäubchens weder in den Himmeln noch auf der Erde. Und sie haben an ihnen beiden
keinen Anteil. Und Er hat unter ihnen keinen, der Ihm Beistand leisten könnte. 23 Auch nützt bei Ihm
die Fürsprache nicht, außer wenn Er es jemandem erlaubt. Wenn dann die Angst von ihren Herzen
entfernt worden ist, sagen sie: »Was hat euer Herr gesagt? Sie sagen: Die Wahrheit. Und Er ist der
Erhabene, der Große. 24 Sprich: Wer versorgt euch von den Himmeln und der Erde? Sprich: Gott.
Entweder wir folgen einer Rechtleitung oder ihr, oder wir befinden uns in einem offenkundigen
Irrtum oder ihr
34:25 Sprich: Ihr habt nicht zu verantworten, was wir verübt haben, und wir haben nicht zu verantworten,
was ihr tut. 26 Sprich: Zusammenbringen wird uns unser Herr. Dann richtet Er zwischen uns nach der
Wahrheit. Er ist der, der wahrhaft richtet und Bescheid weiß. 27 Sprich: Laßt mich die sehen, die ihr
Ihm als Teilhaber beigegeben habt. Nein, Er ist Gott, der Mächtige, der Weise. 28 Und Wir haben
dich für die Menschen allesamt nur als Freudenboten und Warner gesandt. Aber die meisten
Menschen wissen nicht Bescheid. 29 Und sie sagen: »Wann wird diese Androhung eintreten, so ihr
die Wahrheit sagt?
34:30 Sprich: Euch ist eine Verabredung auf einen Tag festgelegt, hinter dem ihr nicht einmal eine Stunde
zurückbleiben noch ihm vorausgehen könnt. 31 Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen: »Nie
werden wir an diesen Koran glauben, und auch nicht an das, was vor ihm vorhanden war. Könntest du
nur sehen, wenn die, die Unrecht tun, vor ihren Herrn gestellt werden und untereinander die Worte
wechseln! Diejenigen, die wie Schwache behandelt wurden, sagen zu denen, die sich hochmütig
verhielten: Wenn ihr nicht gewesen wäret, so wären wir gläubig gewesen. 32 Diejenigen, die sich
hochmütig verhielten, sagen zu denen, die wie Schwache behandelt wurden: Sind wir es gewesen, die
euch von der Rechtleitung abgewiesen haben, nachdem sie zu euch gekommen war? Nein, ihr wart
Übeltäter. 33 Diejenigen, die wie Schwache behandelt wurden, sagen zu denen, die sich hochmütig
verhielten: Es waren eher eure Ränke bei Nacht und bei Tag, da ihr uns befohlen habt, Gott zu
verleugnen und Ihm andere als Gegenpart zur Seite zu stellen. Und sie hegen insgeheim Reue, wenn
sie die Pein sehen. Und Wir bringen die Fesseln an den Hals derer an, die ungläubig waren. Wird
ihnen denn etwas anderes vergolten als das, was sie zu tun pflegten? 34 Und Wir haben in keine Stadt
einen Warner gesandt, ohne dass die, die in ihr üppig lebten, gesagt hätten: »Das, womit ihr gesandt
seid, das verleugnen wir.
34:35 Und sie sagen: Wir haben mehr Vermögen und Kinder. Und wir werden gewiß nicht gepeinigt
werden. 36 Sprich: Mein Herr teilt den Lebensunterhalt großzügig, wem Er will, und auch bemessen
zu. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid. 37 Es ist nicht euer Vermögen, und es sind
auch nicht eure Kinder, die euch Zutritt in unsere Nähe verschaffen, mit Ausnahme derer, die glauben
und Gutes tun. Diese erhalten einen doppelten Lohn für das, was sie getan haben, und sie werden in
den Obergemächern in Sicherheit sein. 38 Diejenigen aber, die eifrig gegen unsere Zeichen vorgehen
und ihnen Machtlosigkeit nachweisen wollen, werden zur Pein vorgeführt. 39 Sprich: Mein Herr teilt
den Lebensunterhalt großzügig, wem von seinen Dienern Er will, und auch bemessen zu. Und was ihr
auch immer spendet, Er wird es euch ersetzen. Er ist der beste der Versorger.
34:40 Und am Tag, da Er sie alle versammelt. Dann spricht Er zu den Engeln: »Diese da, pflegten sie
euch zu verehren? 41 Sie sagen: Preis sei Dir! Du bist unser Freund, nicht sie. Nein, sie verehrten die
Djinn. Die meisten von ihnen glauben an sie. 42 Heute könnt ihr einander weder Nutzen noch
Schaden bringen. Und Wir sprechen zu denen, die Unrecht getan haben: Kostet die Pein des Feuers,
das ihr immer wieder für Lüge erklärt habt.«
34:43 Und wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, sagen sie: »Dieser ist nur
ein Mann, der euch von dem abbringen will, was eure Väter verehrten. Und sie sagen: Das ist nichts
als eine erdichtete Lüge. Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen von der Wahrheit, als sie zu ihnen
kam: Das ist nichts als eine offenkundige Zauberei. 44 Und Wir haben ihnen keine Bücher zukommen
lassen, die sie hätten erforschen können. Und Wir haben vor dir keinen Warner zu ihnen gesandt.
34:45 Für Lüge haben es (auch) die erklärt, die vor ihnen lebten, wobei diese nicht einmal das Zehntel
dessen erreicht haben, was Wir jenen zukommen ließen. Sie haben meine Gesandten der Lüge
geziehen. Wie war aber dann meine Mißbilligung! 46 Sprich: Ich ermahne euch, eines (zu beachten):
dass ihr euch zu zweit und einzeln vor Gott hinstellt und dann nachdenkt. Euer Gefährte leidet nicht
an Besessenheit. Er ist euch nur ein Warner vor dem Eintreten einer harten Pein. 47 Was ich auch
immer an Lohn hätte verlangen können, das gehört euch. Mein Lohn obliegt Gott allein. Und er ist
Zeuge über alle Dinge. 48 Sprich: Mein Herr läßt die Wahrheit überbringen, Er, der die unsichtbaren
Dinge alle weiß. 49 Sprich: Die Wahrheit ist gekommen. Das Falsche kann weder etwas neu
erschaffen noch es wiederholen.
34:50 Sprich: Wenn ich irregehe, gehe ich irre zu meinem eigenen Schaden. Und wenn ich der
Rechtleitung folge, so ist es durch das, was mir mein Herr offenbart. Er hört alles und ist nahe.
34:51 Könntest du nur sehen, wenn sie erschrecken! Da gibt es kein Entrinnen, und sie werden aus einem
nahen Ort weggerafft. 52 Und sie sagen: »Wir glauben daran. Aber wie sollte es ihnen gelingen, ihn
aus einem fernen Ort zu erlangen, 53 Wo sie ihn doch vorher verleugnet haben? Und sie raten in
bezug auf das Unsichtbare herum aus einem fernen Ort . 54 Und es wird eine Trennung
vorgenommen zwischen ihnen und dem, was sie begehren, so wie es vorher mit ihresgleichen
gemacht wurde. Sie waren ja in einem starken Zweifel.


Sure: 35 Schöpfer (Fa,-t,.ir) zu Mekka, 45 Verse

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
35:1 Lob sei Gott, dem Schöpfer der Himmel und der Erde, der die Engel zu Boten gemacht hat mit
Flügeln, je zwei, drei und vier! Er fügt der Schöpfung hinzu, was Er will. Gott hat Macht zu allen
Dingen. 2 Was Gott den Menschen an Barmherzigkeit eröffnet, kann niemand zurückhalten. Und was
Er zurückhält, kann niemand nach Ihm zur Verfügung stellen. Und Er ist der Mächtige, der Weise. 3
O ihr Menschen, gedenket der Gnade Gottes zu euch. Gibt es denn einen anderen Schöpfer als Gott,
der euch vom Himmel und von der Erde versorgt? Es gibt keinen Gott außer Ihm. Wie leicht laßt ihr
euch doch abwenden! 4 Wenn sie dich der Lüge zeihen, so wurden vor dir Gesandte der Lüge
geziehen. Und zu Gott werden die Angelegenheiten zurückgebracht.
35:5 O ihr Menschen, das Versprechen Gottes ist wahr. So soll euch das diesseitige Leben nicht betören.
Und nicht betören soll euch in bezug auf Gott der Betörer. 6 Der Satan ist euch ein Feind. So nehmt
auch ihr ihn euch zum Feind. Er ruft ja seine Anhänger dazu, zu den Gefährten des Feuerbrandes zu
gehören. 7 Bestimmt ist für diejenigen, die ungläubig sind, eine harte Pein, und für diejenigen, die
glauben und die guten Werke tun, Vergebung und ein großer Lohn. 8 Soll der, dem sein böses Tun
verlockend gemacht worden ist und der es dann auch schön findet, (rechtgeleitet sein)? Gott führt irre,
wen Er will, und Er leitet recht, wen Er will. So soll deine Seele nicht über sie in Bedauern zergehen.
Gott weiß, was sie machen.
35:9 Und Gott ist es, der die Winde schickt, und sie wühlen die Wolken auf. Dann treiben Wir sie zu
einem abgestorbenen Land und beleben damit die Erde nach ihrem Absterben wieder. So ist es auch
mit der Auferstehung.
35:10 Wenn einer die Macht sucht, so gehört alle Macht Gott. Zu Ihm steigt das gefällige Wort, und die
gute Tat läßt Er (zu sich) aufsteigen. Und für die, die böse Ränke schmieden, ist eine harte Pein
bestimmt. Und ihre Ränke werden dem Verderben anheimfallen.
35:11 Und Gott hat euch aus Erde, dann aus einem Tropfen erschaffen und euch dann zu Paaren gemacht.
Kein Weib wird schwanger oder kommt nieder, es sei denn mit seinem Wissen. Und keinem, der alt
wird, wird das Altwerden oder eine Verkürzung seiner Lebenszeit zuteil, ohne dass es in einem Buch
stünde. Dies ist Gott ein leichtes. 12 Die zwei Meere sind nicht gleich. Das eine ist süß, erfrischend
und bekömmlich zu trinken; das andere ist salzig und bitter. Und aus beiden eßt ihr frisches Fleisch
und holt Schmuck heraus, den ihr anlegt. Und du siehst die Schiffe es durchspalten, damit ihr nach
etwas von seiner Huld strebt und auf dass ihr dankbar werdet. 13 Er läßt die Nacht in den Tag
übergehen, und den Tag in die Nacht. Und Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht, so dass
jedes seinen Lauf auf eine bestimmte Frist nimmt. So ist Gott, euer Herr. Ihm gehört die
Königsherrschaft. Die aber, die ihr an seiner Stelle anruft, verfügen nicht einmal über das Häutchen
eines Dattelkernes. 14 Wenn ihr sie anruft, hören sie euer Rufen nicht. Und würden sie (es) doch
hören, sie würden euch nicht erhören. Und am Tag der Auferstehung verleugnen sie eure
Beigesellung. Und niemand kann dir Kunde geben wie Einer, der Kenntnis von allem hat.
35:15 O ihr Menschen, ihr seid es, die Gottes bedürftig sind. Und Gott ist der, der auf niemanden
angewiesen und des Lobes würdig ist. 16 Wenn Er will, läßt Er euch fortgehen und eine neue
Schöpfung kommen. 17 Und dies fällt Gott nicht schwer.
35:18 Und keine lasttragende Seele trägt die Last einer anderen. Und wenn eine Schwerbeladene (zum
Mittragen) ihrer Last aufruft, wird nichts davon (für sie) getragen, und ginge es auch dabei um einen
Verwandten. Du kannst nur die warnen, die ihren Herrn im Verborgenen fürchten und das Gebet
verrichten. Und wer sich läutert, läutert sich zu seinem eigenen Vorteil. Und zu Gott führt der
Lebensweg. 19 Nicht gleich sind der Blinde und der Sehende,
35:20 noch die Finsternisse und das Licht, 21 noch der Schatten und die Sommerhitze. 22 Und nicht
gleich sind auch die Lebenden und die Toten. Gott läßt hören, wen Er will. Du bist es nicht, der die
hören läßt, die in den Gräbern sind. 23 Du bist nur ein Warner. 24 Wir haben dich mit der Wahrheit
gesandt als Freudenboten und als Warner. Und es gibt keine Gemeinschaft, bei der nicht früher ein
Warner aufgetreten wäre.
35:25 Und wenn sie dich der Lüge zeihen, so haben auch diejenigen, die vor ihnen lebten, (die
Gesandten) der Lüge geziehen. Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen und mit
den Schriften und dem erleuchtenden Buch. 26 Dann ergriff Ich die, die ungläubig waren. Und wie
war meine Mißbilligung!
35:27 Hast du nicht gesehen, dass Gott vom Himmel Wasser herabkommen läßt? Dann bringen Wir
dadurch Früchte von verschiedenen Arten hervor. Und bei den Bergen gibt es Züge von
verschiedenen Farben, weiße und rote und rabenschwarze. 28 Und bei den Menschen und den Tieren
und dem Vieh gibt es Arten von verschiedener Farbe. So ist es. Wahrlich, Gott fürchten unter seinen
Dienern eben die Gelehrten. Gott ist mächtig und voller Vergebung. 29 Diejenigen, die das Buch
Gottes verlesen, das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen beschert haben, geheim und offen
spenden, hoffen auf einen Handel, der niemals dem Verderben anheimfallen wird,
35:30 damit Er ihnen ihren Lohn voll erstatte und ihnen von seiner Huld noch mehr gebe. Er ist voller
Vergebung und zeigt sich erkenntlich.
35:31 Und was Wir dir vom Buch offenbart haben, ist die Wahrheit als Bestätigung dessen, was vor ihm
vorhanden war. Gott hat Kenntnis von seinen Dienern, und Er sieht sie wohl. 32 Dann haben Wir das
Buch denen von unseren Dienern, die Wir auserwählt haben, zum Erbe gegeben. Manch einer von
ihnen tut sich selbst Unrecht, manch anderer von ihnen zeigt einen maßvollen Wandel, und manch
anderer von ihnen ist (sogar) im Wettlauf nach den guten Dingen (den anderen) voraus mit der
Erlaubnis Gottes. Das ist die große Huld: 33 die Gärten von Eden, in die sie eingehen. Geschmückt
werden sie mit Armringen aus Gold und mit Perlen, und ihre Kleidung darin ist aus Seide. 34 Und sie
sagen: »Lob sei Gott, der die Betrübtheit von uns weggenommen hat! Unser Herr ist wahrlich voller
Vergebung und zeigt sich erkenntlich.
35:35 Er, der uns durch seine Huld in die Wohnstätte des (ewigen) Aufenthaltes versetzt hat, in der uns
keine Ermüdung befällt, und in der uns keine Ermattung befällt. 36 Für diejenigen, die ungläubig
sind, ist das Feuer der Hölle bestimmt. Darin wird mit ihnen kein Ende gemacht, so dass sie sterben,
und es wird ihnen auch seine Pein nicht erleichtert. So vergelten Wir jedem, der sehr ungläubig ist. 37
Und sie schreien darin: »Unser Herr, laß uns herauskommen, so werden wir Gutes tun und nicht das,
was wir zu tun pflegten.« »Haben Wir euch nicht so alt werden lassen, dass jeder, der es hätte
bedenken wollen, es hätte bedenken können? Und ist nicht der Warner zu euch gekommen? So kostet
(es) nun. Die, die Unrecht tun, haben keinen Helfer.«
35:38 Gott ist der, der das Unsichtbare der Himmel und der Erde weiß. Er weiß über das innere
Geheimnis Bescheid. 39 Er ist es, der euch zu aufeinanderfolgenden Generationen auf der Erde
gemacht hat. Wer nun ungläubig ist, dessen Unglaube lastet auf ihm. Und den Ungläubigen bringt ihr
Unglaube bei ihrem Herrn nur noch mehr Abscheu. Und den Ungläubigen bringt ihr Unglaube nur
noch mehr Verlust.
35:40 Sprich: Habt ihr eure Teilhaber gesehen, die ihr anstelle Gottes anruft? Zeigt mir doch, was sie von
der Erde erschaffen haben. Oder haben sie etwa einen Anteil an den Himmeln? Oder haben Wir ihnen
(sonst) ein Buch zukommen lassen, so dass sie von daher einen deutlichen Beweis hätten? Nein, die,
die Unrecht tun, versprechen einander nur Betörung. 41 Gott hält die Himmel und die Erde, dass sie
nicht vergehen. Würden sie vergehen, so könnte niemand nach Ihm sie festhalten. Er ist langmütig
und voller Vergebung.
35:42 Und sie haben bei Gott ihren eifrigsten Eid geschworen, sie würden, wenn ein Warner zu ihnen
käme, treuer der Rechtleitung folgen als irgendeine von den Gemeinschaften. Als dann aber ein
Warner zu ihnen kam, mehrte es in ihnen nur noch die Abneigung, 43 da sie sich auf der Erde
hochmütig verhielten und böse Ränke schmiedeten. Aber die bösen Ränke umschließen nur ihre
Urheber. Erwarten sie denn (für sich) etwas anderes als die Art, wie mit den Früheren verfahren
wurde? Du wirst bei dem Verfahren Gottes keine Veränderung finden, und du wirst bei dem
Verfahren Gottes keine Verwandlung finden. 44 Sind sie denn nicht auf der Erde umhergezogen und
haben geschaut, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Sie hatten eine stärkere Kraft als sie.
Und Gottes Wille wird durch nichts vereitelt weder in den Himmeln noch auf der Erde. Er weiß
Bescheid und ist mächtig.
35:45 Und wenn Gott die Menschen für das, was sie erworben haben, belangen wollte, würde Er auf ihrer
Oberfläche kein Tier übriglassen. Aber Er stellt sie zu einer bestimmten Frist zurück. Und wenn ihre
Frist kommt — wahrlich, Gott sieht wohl seine Diener.


Sure: 36 Ya,- Si,-n zu Mekka, 83 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
36:1 Ya,- Si,-n. 2 Beim weisen Koran, 3 du bist einer der Gesandten 4 auf einem geraden Weg. 5 Er ist
die Herabsendung des Mächtigen, des Barmherzigen, 6 damit du Leute warnst, deren Väter nicht
gewarnt wurden, so dass sie (alles) unbeachtet lassen. 7 Der Spruch ist über die meisten von ihnen
fällig geworden, so glauben sie nicht. 8 Wir haben an ihren Hals Fesseln angebracht, die bis zum
Kinn reichen, so dass sie den Kopf hochhalten müssen. 9 Und Wir haben vor ihnen eine Sperrmauer
und hinter ihnen eine Sperrmauer gemacht und sie umhüllt, so dass sie nicht sehen können.
36:10 Und es ist ihnen gleich, ob du sie warnst oder ob du sie nicht warnst; sie glauben nicht. 11 Du
kannst nur den warnen, der der Ermahnung folgt und den Erbarmer im Verborgenen fürchtet. So
verkünde ihm Vergebung und trefflichen Lohn. 12 Wir, ja Wir machen die Toten wieder lebendig.
Und Wir schreiben auf, was sie vorausgeschickt haben und auch ihre Spuren. Alle Dinge haben Wir
in einer deutlichen Anzeigeschrift erfaßt.
36:13 Und führe ihnen als Gleichnis die Leute der Stadt an, als die Gesandten zu ihr kamen. 14 Als Wir
zwei zu ihnen sandten, da ziehen sie beide der Lüge. Wir brachten durch einen dritten Verstärkung.
Sie sagten: »Wir sind zu euch gesandt.
36:15 Sie sagten: Ihr seid nur Menschen wie wir. Der Erbarmer hat nichts herabgesandt. Ihr lügt nur. 16
Sie sagten: Unser Herr weiß es, wir sind wirklich zu euch gesandt. 17 Und uns obliegt nur die
deutliche Ausrichtung (der Botschaft). 18 Sie sagten: Wir sehen in euch ein böses Omen. Wenn ihr
nicht aufhört, werden wir euch bestimmt steinigen, und euch wird bestimmt eine schmerzhafte Pein
von uns treffen. 19 Sie sagten: Euer Omen ist bei euch selbst. (Redet ihr denn so,) wenn ihr ermahnt
werdet? Nein, ihr seid eher maßlose Leute.
36:20 Und vom äußersten Ende der Stadt kam ein Mann gelaufen. Er sagte: O mein Volk, folgt den
Gesandten. 21 Folgt denen, die von euch keinen Lohn verlangen und der Rechtleitung folgen. 22 Und
warum sollte ich dem nicht dienen, der mich erschaffen hat, und zu dem ihr zurückgebracht werdet?
23 Soll ich mir etwa an seiner Stelle andere Götter nehmen, deren Fürbitte, falls der Erbarmer mir
Schaden zufügen will, mir nichts nützt, und die mich nicht retten können? 24 Ich würde mich in
einem offenkundigen Irrtum befinden.
36:25 Ich glaube an euren Herrn, so hört auf mich. 26 Es wurde (zu ihm) gesprochen: Geh ins Paradies
ein. Er sagte: O wüßte doch mein Volk davon, 27 dass mein Herr mir vergeben und mich zu denen
gestellt hat, die ehrenvoll behandelt werden! 28 Nach ihm sandten Wir kein Heer vom Himmel gegen
sein Volk herab; ja Wir sandten auch sonst nichts (gegen sie) herab. 29 Es genügte ein einziger
Schrei, da waren sie plötzlich ausgelöscht.
36:30 Schade um die Diener! Kein Gesandter kommt zu ihnen, ohne dass sie ihn verspotten würden. 31
Haben sie denn nicht gesehen, wie viele Generationen Wir vor ihnen haben verderben lassen, und
dass sie zu ihnen nicht zurückkehren? 32 Und sie werden unausweichlich alle insgesamt bei Uns
vorgeführt.
36:33 Und ein Zeichen ist für sie die abgestorbene Erde. Wir haben sie belebt und aus ihr Körner
hervorgebracht, von denen sie essen. 34 Und Wir haben auf ihr Gärten von Palmen und Weinstöcken
gelegt und durch sie Quellen hervorbrechen lassen,
36:35 damit sie von ihren Früchten essen können. Nicht ihre Hände haben sie geschaffen. Wollen sie
denn nicht dankbar sein? 36 Preis sei dem, der die Paare alle erschaffen hat: bei dem, was die Erde
wachsen läßt, bei ihnen selbst und bei dem, was sie nicht wissen! 37 Und ein Zeichen ist für sie die
Nacht. Wir ziehen von ihr den Tag weg, und schon befinden sie sich im Dunkeln. 38 Und die Sonne
läuft zu einem für sie bestimmten Aufenthaltsort. Das ist das Dekret dessen, der mächtig ist und
Bescheid weiß. 39 Und den Mond haben Wir in Stationen gemessen, bis er abnimmt und wie ein alter
Palmstiel wird.
36:40 Weder darf die Sonne den Mond einholen, noch kommt die Nacht dem Tag zuvor. Und jedes
Gestirn nimmt seinen Lauf in einer (eigenen) Sphäre. 41 Und ein Zeichen ist es für sie, dass Wir ihre
Nachkommenschaft auf dem vollbeladenen Schiff getragen haben. 42 Und Wir haben ihnen etwas
Gleiches geschaffen, was sie besteigen. 43 Und wenn Wir wollen, lassen Wir sie ertrinken, dann gibt
es niemanden, zu dem sie um Hilfe schreien könnten, und sie werden nicht gerettet, 44 es sei denn aus
Barmherzigkeit von Uns und zur Nutznießung für eine Weile.
36:45 Und wenn zu ihnen gesagt wird: »Hütet euch vor dem, was vor euch, und dem, was hinter euch ist,
auf dass ihr Erbarmen findet.«.. 46 Kein Zeichen von den Zeichen ihres Herrn kommt zu ihnen, ohne
dass sie sich davon abwenden. 47 Und wenn zu ihnen gesagt wird: »Spendet von dem, was Gott euch
beschert hat« sagen diejenigen, die ungläubig sind, zu denen, die glauben: »Sollen wir den ernähren,
den Gott, wenn Er wollte, ernähren würde? Ihr befindet euch in einem offenkundigen Irrtum.«
36:48 Und sie sagen: »Wann wird diese Androhung eintreten, so ihr die Wahrheit sagt? 49 Sie warten
wohl nur auf einen einzigen Schrei, der sie ergreift, während sie noch miteinander streiten.
36:50 Da werden sie kein Testament machen und auch nicht zu ihren Angehörigen zurückkehren können.
51 Es wird in die Trompete geblasen, und gleich eilen sie aus den Gräbern zu ihrem Herrn herbei. 52
Sie sagen: »O wehe uns! Wer hat uns von unserer Schlafstätte erweckt? Das ist, was der Erbarmer
versprochen hat, und die Gesandten haben die Wahrheit gesagt. 53 Es genügt nur ein einziger Schrei,
da werden sie allesamt bei Uns vorgeführt. 54 Heute wird niemandem irgendein Unrecht getan. Und
euch wird nur das vergolten, was ihr zu tun pflegtet.
36:55 Die Gefährten des Paradieses finden heute Beschäftigung und Wohlbehagen. 56 Sie und ihre
Gattinnen befinden sich im Schatten und lehnen sich auf Liegen. 57 Sie haben darin Früchte, und sie
haben, was sie für sich wünschen. 58 Friede!« als Anrede von einem barmherzigen Herrn. 59
»Scheidet euch heute (von den Gottesfürchtigen), ihr Übeltäter.
36:60 Habe Ich euch, o ihr Kinder Adams, nicht auferlegt, ihr sollt nicht dem Satan dienen, er ist euch ja
ein offenkundiger Feind —, 61 ihr sollt Mir dienen — das ist ein gerader Weg? 62 Er hat doch viele
Geschöpfe aus euren Reihen irregeführt. Hattet ihr denn keinen Verstand? 63 Das ist die Hölle, die
euch immer wieder angedroht wurde. 64 Ihr sollt heute darin brennen dafür, dass ihr ungläubig waret.
36:65 Heute versiegeln Wir ihnen den Mund. Ihre Hände werden zu Uns sprechen, und ihre Füße Zeugnis
ablegen über das, was sie erworben haben. 66 Und wenn Wir wollten, würden Wir ihre Augen
auswischen. Und sie eilen dann zum Weg um die Wette, aber wie könnte sie da sehen? 67 Wenn Wir
wollten, würden Wir sie an ihrem Ort verwandeln, so dass sie nicht mehr vorangehen können, und
auch nicht zurückkehren. 68 Wen Wir alt werden lassen, den lassen Wir in seiner körperlichen
Verfassung eine Kehrtwende machen. Haben sie denn keinen Verstand?
36:69 Und Wir haben ihn nicht das Dichten gelehrt, und es ziemt ihm nicht. Das ist doch nur eine
Ermahnung und ein deutlicher Koran,
36:70 damit er diejenigen warne, die (da) leben, und der Spruch fällig werde gegen die Ungläubigen.
36:71 Haben sie denn nicht gesehen, dass Wir ihnen unter dem, was unsere Hände gemacht haben,
Herdentiere erschaffen haben, über die sie verfügen? 72 Und Wir haben sie ihnen unterworfen. Einige
von ihnen dienen ihnen als Reittiere, von anderen können sie essen. 73 Und sie haben an ihnen allerlei
Nutzen und etwas zu trinken. Wollen sie denn nicht dankbar sein? 74 Und sie haben sich anstelle
Gottes Götter genommen, in der Hoffnung, Unterstützung zu finden.
36:75 Sie können doch ihnen keine Unterstützung gewähren, und sie sind für sie Truppen, die selbst
vorgeführt werden. 76 Ihre Worte sollen dich nicht betrüben. Wir wissen ja, was sie geheimhalten und
was sie offenlegen.
36:77 Hat denn der Mensch nicht gesehen, dass Wir ihn aus einem Tropfen erschaffen haben, und doch
ist er ein offenkundiger Widerstreiter. 78 Er führt Uns ein Gleichnis an und vergißt, dass er erschaffen
ist. Er sagt: »Wer macht diese Gebeine wieder lebendig, wenn sie auseinandergefallen sind? 79
Sprich: Wieder lebendig macht sie der, der sie das erste Mal hat entstehen lassen. Und Er weiß über
alle Geschöpfe Bescheid.
36:80 Er, der euch aus grünen Bäumen Feuer gemacht hat, so dass ihr gleich damit anzünden könnt. 81
Hat nicht der, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, auch Macht, ihresgleichen zu erschaffen?
Ja doch. Und Er ist der, der alles erschafft und Bescheid weiß. 82 Sein Befehl, wenn Er etwas will, ist,
dazu nur zu sagen: Sei!, und es ist. 83 Preis sei dem, in dessen Hand die Herrschaft über alle Dinge ist
und zu dem ihr zurückgebracht werdet!


Sure: 37 Die sich reihen (al-S,.a,-ffa,-t) zu Mekka, 182 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
37:1 Bei denen, die reihenweise sich reihen, 2 und denen, die einen Schelteschrei ausstoßen, 3 und denen,
die eine Ermahnung verlesen! 4 Euer Gott ist ein Einziger,
37:5 der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, und der Herr der östlichen
Gegenden. 6 Wir haben den untersten Himmel mit einem Schmuck geziert: mit den Sternen. 7 Und
dies zum Schutz vor jedem rebellischen Satan. 8 So können sie der obersten Ratsversammlung nicht
lauschen, und sie werden von allen Seiten beworfen, 9 damit sie zurückgestoßen werden — und für
sie ist eine ständige Pein bestimmt —,
37:10 außer dem, der etwas aufschnappt und den dann eine leuchtende Sternschnuppe verfolgt. 11 Frag
sie doch um ihre Meinung: Ist es etwa schwerer, sie zu erschaffen als die, die Wir (sonst) erschaffen
haben? Wir haben sie ja aus haftendem Ton erschaffen. 12 Nein, du wunderst dich , sie aber höhnen.
13 Und wenn sie ermahnt werden, bedenken sie es nicht. 14 Und wenn sie ein Zeichen sehen,
verhöhnen sie es miteinander.
37:15 Und sie sagen: »Das ist nur eine offenkundige Zauberei. 16 Wenn wir gestorben und Staub und
Knochen geworden sind, sollen wir dann wirklich auferweckt werden? 17 Und auch unsere Vorväter?
18 Sprich: Ja, und ihr werdet euch demütig verhalten. 19 Es genügt ein einziger Schelteschrei, da
schauen sie schon hin.
37:20 Und sie sagen: O weh uns! Das ist der Tag des Gerichtes! 21 Das ist der Tag der Scheidung, den ihr
für Lüge zu erklären pflegtet. 22 — Versammelt nun diejenigen, die Unrecht getan haben, ihre
Partner und das, was sie verehrten 23 anstelle Gottes. Dann führt sie zum Weg der Hölle 24 und stellt
sie auf, sie werden zur Verantwortung gezogen.
37:25 — Was ist mit euch, dass ihr nicht einander unterstützt? 26 Nein, heute ergeben sie sich. 27 Und sie
gehen aufeinander zu, um sich gegenseitig zu befragen. 28 Sie sagen: Ihr kamt doch von rechts her
zu uns. 29 Sie sagen: Nein, ihr waret ja nicht gläubig.
37:30 Wir aber hatten keine Macht über euch, sondern ihr waret Leute, die ein Übermaß an Frevel
zeigten. 31 So ist der Spruch unseres Herrn gegen uns zu Recht fällig geworden. Wir werden
bestimmt (die Pein) kosten. 32 Und so haben wir euch abirren lassen. Wir waren ja selbst abgeirrt. 33
An jenem Tag werden sie an derselben Pein teilhaben. 34 So verfahren Wir mit den Übeltätern.
37:35 Wenn zu ihnen gesagt wurde: »Es gibt keinen Gott außer Gott« verhielten sie sich hochmütig 36
und sagten: »Sollen wir denn unsere Götter verlassen wegen eines besessenen Dichters. 37 Aber nein,
er ist mit der Wahrheit gekommen und hat die Gesandten bestätigt. 38 Ihr werdet bestimmt die
schmerzhafte Pein kosten, 39 und euch wird nur für vergolten, was ihr zu tun pflegtet,
37:40 ausgenommen den auserwählten Dienern Gottes. 41 Für diese ist ein festgelegter Unterhalt
bestimmt: 42 Früchte, und sie werden ehrenvoll behandelt 43 in den Gärten der Wonne 44 auf Liegen,
einander gegenüber.
37:45 Dabei wird ihnen ein Becher aus einem Quell herumgereicht, 46 weiß, genußvoll für die, die
(daraus) trinken. 47 Darin steckt keine heimtückische Beeinträchtigung, und dadurch werden sie nicht
berauscht. 48 Und bei ihnen sind (Huri), die ihre Blicke zurückhalten und schöne, große Augen
haben, 49 als ob sie wohlverwahrte Eier wären.
37:50 Und sie gehen aufeinander zu, um sich gegenseitig zu befragen. 51 Ein Sprecher unter ihnen sagt:
»Ich hatte einen Gesellen, 52 der sagte: ›Gehörst du wirklich zu denen, die es für wahr halten? 53
Sollen wir, wenn wir gestorben und Staub und Knochen geworden sind, dann wirklich gerichtet
werden?‹« 54 Er sagt (weiter): »Wollt ihr denn hinabschauen?«
37:55 Er schaut selbst hinab und sieht ihn mitten in der Hölle. 56 Er sagt: »Bei Gott, beinahe hättest du
mich ins Verderben gestürzt. 57 Und ohne die Gnade meines Herrn würde ich nun zu denen gehören,
die vorgeführt werden. 58 Ist es nicht wirklich so, dass wir sterben 59 nur durch unseren ersten Tod,
und dass wir nicht gepeinigt werden?
37:60 Das ist doch der großartige Erfolg! 61 Für ein solches Ziel sollen diejenigen, die handeln, (ihre
Werke) tun.« 62 Ist dies als Herberge besser oder der Zaqqum-Baum? 63 Den haben Wir zu einer
Versuchung für die gemacht, die Unrecht tun. 64 Es ist ein Baum, der aus dem Grund der Hölle
herauskommt
37:65 und dessen Fruchtscheide so ist, als wären es Köpfe von Satanen. 66 Sie essen davon und füllen
sich die Bäuche. 67 Dann erhalten sie darauf eine Mischung von heißem Wasser. 68 Dann kehren sie
zur Hölle zurück. 69 Sie haben ihre Väter im Irrtum vorgefunden,
37:70 da werden sie auf ihren Spuren eilig getrieben. 71 Vor ihnen sind bereits die meisten unter den
Früheren abgeirrt, 72 und Wir haben unter sie Warner gesandt. 73 So schau, wie das Ende der
Gewarnten war, 74 ausgenommen der auserwählten Diener Gottes.
37:75 Und wahrlich, Noach rief Uns an — welch vorzüglicher Erhörer sind Wir! 76 Und Wir erretteten
ihn und seine Angehörigen aus der großen Drangsal 77 und machten seine Nachkommenschaft zu den
(einzig) Überlebenden. 78 Und Wir ließen seinen Ruf unter den späteren Generationen fortbestehen.
79 Friede sei über Noach unter den Weltenbewohnern!
37:80 So vergelten Wir den Rechtschaffenen. 81 Er gehört zu unseren gläubigen Dienern. 82 Dann ließen
Wir die anderen ertrinken.
37:83 Zu seiner Gemeinde gehört Abraham . 84 Als er mit gesundem Herzen zu seinem Herrn kam.
37:85 Als er zu seinem Vater und seinem Volk sagte: »Was verehrt ihr da? 86 Sucht ihr eine Lüge: Götter
anstelle Gottes? 87 Welche Meinung habt ihr denn vom Herrn der Welten? 88 Und er warf einen
Blick zu den Sternen 89 und sagte: Ich bin krank.
37:90 Da kehrten sie ihm den Rücken. 91 Nun schlich er sich zu ihren Göttern und sagte: Wollt ihr nicht
essen? 92 Was ist mit euch, dass ihr nicht redet? 93 Und er wandte sich und schlug auf sie mit der
Rechten ein. 94 Da kamen sie auf ihn zu geeilt.
37:95 Er sagte: Wie könnt ihr denn das verehren, was ihr selbst meißelt, 96 wo doch Gott euch und das,
was ihr tut, erschaffen hat? 97 Sie sagten: Baut für ihn einen Bau und werft ihn in die Hölle. 98 Sie
wollten gegen ihn mit einer List vorgehen. Da machten Wir sie zu den Unterlegenen. 99 Er sagte: Ich
gehe zu meinem Herrn, Er wird mich rechtleiten.
37:100 O mein Herr, schenk mir einen von den Rechtschaffenen. 101 Da verkündeten Wir ihm einen
langmütigen Knaben. 102 Als dieser das Alter erreichte, dass er mit ihm laufen konnte, sagte er: Mein
lieber Sohn, ich sehe im Schlaf, dass ich dich schlachte. Schau jetzt, was du meinst Er sagte: O mein
Vater, tu, was dir befohlen wird. Du wirst finden, so Gott will, dass ich zu den Standhaften gehöre.
103 Als sie sich beide ergeben gezeigt hatten und er ihn auf die Stirn niedergeworfen hatte, 104 da
riefen Wir ihm zu: O Abraham,
37:105 du hast das Traumgesicht wahr gemacht. So vergelten Wir den Rechtschaffenen. 106 Das ist die
offenkundige Prüfung. 107 Und Wir lösten ihn mit einem großen Schlachtopfer aus. 108 Und Wir
ließen seinen Ruf unter den späteren Generationen fortbestehen. 109 Friede sei über Abraham!
37:110 So vergelten Wir den Rechtschaffenen. 111 Er gehört zu unseren gläubigen Dienern. 112 Und Wir
verkündeten ihm Isaak als einen Propheten von den Rechtschaffenen. 113 Und Wir segneten ihn und
Isaak. Unter ihren Nachkommen gibt es welche, die rechtschaffen sind, und welche, die sich selbst
offenkundig Unrecht tun. 114 Und Wir erwiesen Mose und Aaron eine Wohltat
37:115 und erretteten sie beide und ihr Volk aus der großen Drangsal. 116 Und Wir unterstützten sie, da
waren sie es, die die Sieger wurden. 117 Und Wir ließen ihnen beiden das deutliche Buch zukommen
118 und führten sie den geraden Weg. 119 Und Wir ließen ihren Ruf unter den späteren Generationen
fortbestehen.
37:120 Friede sei über Mose und Aaron! 121 So vergelten Wir den Rechtschaffenen. 122 Sie beide
gehören zu unseren gläubigen Dienern.
37:123 Auch Elias war einer der Gesandten. 124 Als er zu seinem Volk sagte: »Wollt ihr nicht
gottesfürchtig sein?
37:125 Wie könnt ihr den Baal anrufen und den Besten der Schöpfer verlassen, 126 Gott, euren Herrn und
den Herrn eurer Vorväter? 127 Da ziehen sie ihn der Lüge. So werden sie gewiß vorgeführt werden,
128 ausgenommen die auserwählten Diener Gottes. 129 Und Wir ließen seinen Ruf unter den späteren
Generationen fortbestehen.
37:130 Friede sei über Elias! 131 So vergelten Wir den Rechtschaffenen. 132 Er gehört zu unseren
gläubigen Dienern. 133 Auch Lot war einer der Gesandten. 134 Als Wir ihn und alle seine
Angehörigen erretteten,
37:135 außer einer alten Frau unter denen, die zurückblieben und dem Verderben anheimfielen. 136 Dann
zerstörten Wir die anderen. 137 Ihr kommt ja an ihnen vorbei, am Morgen 138 und in der Nacht. Habt
ihr denn keinen Verstand? 139 Auch Jonas war einer der Gesandten.
37:140 Als er zum vollbeladenen Schiff davonlief. 141 Er warf Lose und wurde einer der Unterlegenen.
142 Der Fisch verschlang ihn, der sich Tadel zugezogen hatte. 143 Und wäre er nicht einer von denen
geworden, die (Gott) preisen, 144 wäre er in seinem Bauch geblieben bis zu dem Tag, an dem sie
auferweckt werden.
37:145 Da warfen Wir ihn auf das kahle Land; dabei war er krank. 146 Und Wir ließen eine Kürbisstaude
über ihm wachsen. 147 Und Wir sandten ihn zu Hunderttausend oder gar mehr. 148 Da glaubten sie.
Und Wir gewährten ihnen Nutznießung für eine Weile. 149 Frag sie um ihre Meinung: Gehören
deinem Herrn etwa die Töchter, und ihnen die Söhne?
37:150 Oder haben Wir die Engel als weibliche Wesen erschaffen, während sie zugegen waren? 151 Es
ist aus Lügenhaftigkeit, dass sie sagen: 152 »Gott hat gezeugt. Wahrlich, sie sind Lügner. 153 Hat Er
sich denn die Töchter vor den Söhnen auserwählt? 154 Was ist mit euch? Wie urteilt ihr nur?
37:155 Wollt ihr es nicht bedenken? 156 Oder habt ihr eine offenkundige Ermächtigung? 157 Dann bringt
euer Buch herbei, so ihr die Wahrheit sagt. 158 Und sie stellen zwischen Ihm und den Djinn eine
Verwandtschaft her. Aber die Djinn wissen, dass sie vorgeführt werden — 159 Preis sei Gott! (Er ist
erhaben) über das, was sie da schildern —,
37:160 ausgenommen die auserwählten Diener Gottes. 161 Ihr und das, was ihr verehrt, 162 könnt
niemanden gegen Ihn verführen, 163 außer dem, der in der Hölle brennen wird. 164 Und es gibt
niemanden von uns , der nicht einen gekennzeichneten Rang hätte.
37:165 Wahrlich, wir sind es, die reihenweise sich reihen, 166 und wahrlich, wir sind es, die lobpreisen.
167 Und sie pflegten zu sagen: 168 »Wenn wir nur eine Ermahnung gleich der der Früheren hätten,
169 dann wären wir die auserwählten Diener Gottes.
37:170 Und doch verleugnen sie Ihn. Aber sie werden es zu wissen bekommen. 171 Schon früher ist
unser Spruch an unsere gesandten Diener ergangen: 172 Sie sind es, die Unterstützung erfahren
werden. 173 Und unsere Heerscharen werden die Sieger sein. 174 So kehre dich für eine Weile von
ihnen ab
37:175 und schau auf sie. Auch sie werden es schauen. 176 Wünschen sie denn unsere Pein zu
beschleunigen? 177 Wenn sie sich aber in ihrem Gebiet niederläßt, dann wird der Morgen der
Gewarnten schlimm sein. 178 Und kehre dich für eine Weile von ihnen ab 179 und schau zu. Auch
sie werden es schauen.
37:180 Preis sei deinem Herrn, dem Herrn der Macht! (Er ist erhaben) über das, was sie schildern. 181 Und Friede
sei über den Gesandten! 182 Und Lob sei Gott, dem Herrn der Welten!


Sure: 38 Die Wahrheit (Sad) zu Mekka, 88 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
38:1 Sad. Beim Koran, der die Ermahnung enthält! 2 Nein, diejenigen, die ungläubig sind, zeigen Stolz
und befinden sich im Widerstreit. 3 Wie manche Generation haben Wir vor ihnen verderben lassen.
Sie riefen, da es doch keine Zeit mehr zum Entrinnen war. 4 Sie wundern sich darüber, dass ein
Warner aus ihrer Mitte zu ihnen gekommen ist. Die Ungläubigen sagen: »Dies ist ein Zauberer, der
lügt.
38:5 Will er denn die Götter zu einem einzigen Gott machen? Das ist eine verwunderliche Sache. 6 Und
die Vornehmen unter ihnen gingen fort: Geht hin und haltet an euren Göttern beharrlich fest. Das ist
eine Sache, die gefordert wird. 7 Wir haben nicht gehört, dass es bei der vorherigen
Religionsgemeinschaft so etwas gegeben hat. Das ist nur eine Erfindung. 8 Ist die Ermahnung
wirklich gerade auf ihn aus unserer Mitte herabgesandt worden? Nein, sie hegen über meine
Ermahnung Zweifel. Nein, sie haben eben meine Pein noch nicht gekostet. 9 Oder besitzen sie etwa
die Vorratskammern der Barmherzigkeit deines Herrn, des Mächtigen, des Freigebigen?
38:10 Oder gehört etwa ihnen die Königsherrschaft Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen
ist? So sollen sie doch in den Gängen emporsteigen. 11 Solch eine Heerschar von den Parteien , die
da geschlagen steht! 12 Der Lüge ziehen (ihre Gesandten) schon vor ihnen das Volk Noachs, die Ad
und Pharao , der Besitzer der Pfähle, 13 und die Thamud, das Volk Lots und die Leute des Waldes .
Das sind die Parteien. 14 Alle ausnahmslos ziehen die Propheten der Lüge, so wurde meine Strafe zu
Recht fällig.
38:15 Diese warten wohl nur auf einen einzigen Schrei, der keinen Aufschub duldet. 16 Und sie sagen:
»Unser Herr, laß unseren Anteil uns ereilen noch vor dem Tag der Abrechnung. 17 Ertrag mit Geduld,
was sie sagen. Und gedenke unseres Dieners David, des Kraftvollen. Er war bereit zur Umkehr. 18
Und Wir machten die Berge dienstbar, dass sie zusammen mit ihm am Abend und bei Sonnenaufgang
lobpreisen, 19 und auch die Vögel in Scharen. Alle waren bereit, zu Ihm umzukehren.
38:20 Und Wir festigten seine Königsherrschaft und ließen ihm die Weisheit und die Fähigkeit zu
entscheidendem Spruch zukommen. 21 Ist der Bericht über die Streitigkeiten zu dir gelangt ? Als sie
über die Mauern in die Räume einstiegen. 22 Als sie bei David eintraten. Da hatte er Angst vor ihnen.
Sie sagten: »Fürchte dich nicht. Wir sind zwei Streitparteien, von denen die eine gegen die andere
Übergriffe begangen hat. So urteile zwischen uns nach der Wahrheit, handle nicht ungerecht und
führe uns zum rechten Weg. 23 Dieser mein Bruder besitzt neunundneunzig Schafe, ich aber ein
einziges Schaf. Nun sagte er: „Vertraue es mir an“, und er setzte mich in der Rede unter Druck. 24 Er
sagte: Er hat dir Unrecht getan, dass er dein Schaf zu seinen Schafen hinzu verlangte. Viele von den
Partnern begehen gegeneinander Übergriffe, ausgenommen diejenigen, die glauben und die guten
Werke tun — und das sind nur wenige. Und David verstand, dass Wir ihn der Versuchung ausgesetzt
hatten. Da bat er seinen Herrn um Vergebung und warf sich in Verneigung nieder und wandte sich
(Ihm) reumütig zu.
38:25 Da vergaben Wir ihm dies. Bestimmt ist für ihn der Zutritt in unsere Nähe und eine schöne
Heimstatt. 26 O David, Wir haben dich zum Nachfolger auf der Erde bestellt. So urteile zwischen den
Menschen nach der Wahrheit und folge nicht der (eigenen) Neigung, dass sie dich nicht vom Weg
Gottes abirren läßt. Für diejenigen, die vom Weg Gottes abirren, ist eine harte Pein bestimmt dafür,
dass sie den Tag der Abrechnung vergessen haben. 27 Und Wir haben den Himmel und die Erde und
das, was dazwischen ist, nicht umsonst erschaffen. Das ist die Meinung derer, die ungläubig sind.
Wehe aber denen, die ungläubig sind, vor dem Feuer! 28 Oder sollen Wir etwa diejenigen, die
glauben und die guten Werke tun, den Unheilstiftern auf Erden gleichstellen, oder die
Gottesfürchtigen denen, die voller Laster sind? 29 Dies ist ein gesegnetes Buch, das Wir zu dir
hinabgesandt haben, damit sie seine Zeichen betrachten und damit die Einsichtigen es bedenken.
38:30 Und Wir schenkten David den Salomo. Welch trefflicher Diener! Er war immer bereit zur Umkehr.
31 Als ihm zur Abendzeit die auf drei Füßen stehenden, schnellen Pferde vorgeführt wurden. 32 Da
sagte er: »Ich habe mich der Liebe der (irdischen) Güter hingegeben und darüber übersehen, meines
Herrn zu gedenken, bis sie hinter dem Vorhang verschwand. 33 Bringt sie mir her. Da begann er,
ihnen über Beine und Hals zu streichen . 34 Und Wir unterwarfen Salomo der Versuchung und
setzten ein leibhaftiges Wesen auf seinen Stuhl. Dann bekehrte er sich.
38:35 Er sagte: »Mein Herr, vergib mir und schenke mir eine Königsherrschaft, wie sie keinem nach mir
geziemt. Du bist ja der Freigebige. 36 Da machten Wir ihm den Wind dienstbar, dass er nach seinem
Befehl sanft eilte, wohin er es für treffend hielt; 37 und auch die Satane, jeden Bauarbeiter und
Taucher, 38 und andere, in Ketten aneinandergebunden. 39 Das ist unsere Gabe. So sei wohltätig oder
zurückhaltend, und dies, ohne zu rechnen.
38:40 Bestimmt ist für ihn der Zutritt in unsere Nähe und eine schöne Heimstatt. 41 Und gedenke unseres
Dieners Ijob. Als er zu seinem Herrn rief: »Mich hat der Satan mit Mühsal und Pein berührt. 42 —
Stampfe mit dem Fuß. Das ist kühles Wasser zum Waschen und zum Trinken. 43 Und Wir schenkten
ihm seine Angehörigen (wieder) und noch einmal die gleiche Zahl dazu, aus Barmherzigkeit von Uns
und als Ermahnung für die Einsichtigen. 44 Und: Nimm in deine Hand ein Bündel (Zweige) und
schlag damit zu und sei nicht eidbrüchig. Wir fanden ihn geduldig. Welch trefflicher Diener! Er war
immer bereit zur Umkehr.
38:45 Und gedenke unserer Diener Abraham, Isaak und Jakob, die Kraft und Einsicht besaßen. 46 Wir
haben sie mit einer besonderen Erwählung ausgezeichnet, mit dem Gedenken an die (jenseitige)
Wohnstätte. 47 Sie gehören bei Uns zu den Auserwählten und Guten. 48 Und gedenke Ismaels,
Elischas und des Dhú l-Kifl. Alle gehören zu den Guten. 49 Dies ist eine Ermahnung. Für die
Gottesfürchtigen ist eine schöne Heimstatt bestimmt,
38:50 die Gärten von Eden, deren Tore ihnen geöffnet stehen. 51 Sie lehnen sich darin, und sie rufen
darin nach vielen Früchten und nach Getränk. 52 Und bei ihnen sind gleichaltrige (Huri), die ihre
Blicke zurückhalten. 53 Das ist, was euch für den Tag der Abrechnung verheißen ist. 54 Das ist
unsere Versorgung; sie geht nicht zu Ende.
38:55 So ist es. Für die, die ein Übermaß an Frevel zeigen, ist eine böse Heimstätte bestimmt, 56 die
Hölle, in der sie brennen. Welch schlimme Lagerstätte! 57 Das ist — sie sollen es kosten — heißes
Wasser und stinkender Eiter 58 und anderes dergleichen in verschiedenen Arten.
38:59 — »Da ist eine Schar, die sich mit euch hineinstürzt.« »Sie sind nicht willkommen. Sie werden im
Feuer brennen.
38:60 Sie sagen: Nein, ihr seid es, die ihr nicht willkommen seid. Das habt ihr uns doch verursacht — ein
schlimmer Aufenthalt. 61 Sie sagen: Unser Herr, mehre dem, der uns dies verursacht hat, die Pein,
eine doppelte (Pein) im Feuer. 62 Und sie sagen: Warum sehen wir nicht gewisse Männer, die wir zu
den Bösen zählten? 63 Haben wir sie (etwa zu Unrecht) zum Gegenstand des Spottes genommen?
Oder sind die Blicke von ihnen gewichen? 64 Das ist wahr, so streiten die Bewohner des Feuers
miteinander.
38:65 Sprich: Ich bin nur ein Warner. Und es gibt keinen Gott außer Gott, dem Einen, der bezwingende
Macht besitzt, 66 dem Herrn der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, dem
Mächtigen, der voller Vergebung ist. 67 Sprich: Das ist ein gewaltiger Bericht, 68 von dem ihr euch
abwendet. 69 Ich hatte kein Wissen über die oberste Ratsversammlung , als sie miteinander stritten.
38:70 Mir wird nur offenbart, dass ich ja ein offenkundiger Warner bin. 71 Als dein Herr zu den Engeln
sprach: »Ich werde einen Menschen aus Ton erschaffen. 72 Wenn Ich ihn geformt und ihm von
meinem Geist eingeblasen habe, dann fallt und werft euch vor ihm nieder. 73 Da warfen sich die
Engel alle zusammen nieder, 74 außer Iblis; er verhielt sich hochmütig und war einer der
Ungläubigen.
38:75 Er sprach: O Iblis, was hat dich daran gehindert, dich vor dem niederzuwerfen, was Ich mit meinen
Händen erschaffen habe? Verhältst du dich (jetzt) hochmütig, oder gehörst du etwa zu den
Ranghohen? 76 Er sagte: Ich bin besser als er. Mich hast Du aus Feuer erschaffen, ihn hast Du (nur)
aus Ton erschaffen. 77 Er sprach: Dann geh aus ihm. 86: die auf sich nehmen, was ihnen sonst nicht
zusteht) hinaus. Du bist der Steinigung würdig, 78 und auf dir liegt mein Fluch bis zum Tag des
Gerichtes. 79 Er sagte: Mein Herr, gewähre mir Aufschub bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden.
38:80 Er sprach: Siehe, du gehörst nun zu denen, denen Aufschub gewährt wird, 81 bis zum Tag der
bestimmten Zeit. 82 Er sagte: Bei deiner Macht, ich werde sie allesamt abirren lassen, 83 außer
deinen auserwählten Dienern unter ihnen. 84 Er sprach: Es ist die Wahrheit — und Ich sage ja die
Wahrheit;
38:85 Ich werde die Hölle füllen mit dir und mit all denen von ihnen, die dir folgen.« 86 Sprich: Ich verlange von
euch keinen Lohn dafür. Und ich gehöre nicht zu denen, die unbefugt handeln . 87 Es ist nur eine Ermahnung
für die Weltenbewohner. 88 Und ihr werdet den Bericht darüber nach einer Weile erfahren.


Sure: 39 Die Scharen (al-Zumar) zu Mekka, 75 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
39:1 Herabsendung des Buches von Gott, dem Mächtigen, dem Weisen. 2 Wir haben das Buch mit der
Wahrheit zu dir hinabgesandt. So diene Gott und sei Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion. 3
Wahrlich, Gott gehört die aufrichtige Religion. Und zwischen denen, die sich an seiner Stelle Freunde
nehmen — »Wir dienen ihnen nur« (sagen sie), »damit sie uns Zutritt in die Nähe Gottes
verschaffen«, wird Gott urteilen über das, worüber sie uneins sind. Gott leitet den nicht recht, der ein
Lügner und sehr ungläubig ist. 4 Hätte Gott sich ein Kind nehmen wollen, hätte Er aus dem, was Er
erschaffen hat, sich auserwählt, was Er will. Preis sei Ihm! »r ist Gott, der Eine, der bezwingende
Macht besitzt.
39:5 Er hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen. Er legt die Nacht über den Tag, und Er legt
den Tag über die Nacht. Und Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht — jedes läuft auf
eine bestimmte Frist. Siehe, Er ist der Mächtige, der voller Vergebung ist. 6 Er hat euch aus einem
einzigen Wesen erschaffen, dann machte Er aus ihm seine Gattin. Und Er hat für euch an Vieh acht
(Tiere) in Paaren herabgesandt. Er erschafft euch im Schoß eurer Mütter, eine Schöpfung nach der
anderen in dreifacher Finsternis. Das ist eben Gott, euer Herr. Ihm gehört die Königsherrschaft. Es
gibt keinen Gott außer Ihm. Wie leicht laßt ihr euch doch abbringen! 7 Wenn ihr ungläubig seid, so ist
Gott nicht auf euch angewiesen. Er findet kein Gefallen am Unglauben für seine Diener. Wenn ihr
dankbar seid, so findet Er daran Gefallen für euch. Und keine lasttragende (Seele) trägt die Last einer
anderen. Alsdann wird eure Rückkehr zu eurem Herrn sein. Dann wird Er euch kundtun, was ihr zu
tun pflegtet. Er weiß wohl über das innere Geheimnis Bescheid. 8 Und wenn ein Schaden den
Menschen trifft, ruft er zu seinem Herrn, indem er sich Ihm reumütig zuwendet. Wenn Er ihm Gnade
von sich gewährt, vergißt er, wofür er vorher gebetet hat, und er stellt Gott andere als Gegenpart zur
Seite, um (die Menschen) von seinem Weg abirren zu lassen. Sprich: Genieße deinen Unglauben ein
wenig; du gehörst zu den Gefährten des Feuers. 9 Ist etwa einer, der sich zu (verschiedenen)
Nachtzeiten in demütiger Andacht befindet, ob er sich niederwirft oder aufrecht steht, der sich vor
dem Jenseits in acht nimmt und die Barmherzigkeit seines Herrn erhofft...? — Sprich: Sind etwa
diejenigen, die wissen, und diejenigen, die nicht wissen, gleich? Doch bedenken es nur die
Einsichtigen.
39:10 Sprich: O meine Diener, die ihr gläubig seid, fürchtet euren Herrn. Diejenigen, die rechtschaffen
sind, erhalten hier im Diesseits Gutes. Und Gottes Erde ist weit. Den Geduldigen wird ihr Lohn voll
erstattet, ohne dass es (viel) gerechnet wird.
39:11 Sprich: Mir wurde befohlen, Gott zu dienen und dabei Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion zu
sein. 12 Und mir wurde befohlen, der erste der Gottergebenen zu sein. 13 Sprich: Ich fürchte, wenn
ich gegen meinen Herrn ungehorsam bin, die Pein eines gewaltigen Tages. 14 Sprich: Gott (allein)
diene ich, und ich bin dabei Ihm gegenüber aufrichtig in meiner Religion.
39:15 Ihr mögt auch an seiner Stelle verehren, was ihr wollt. Sprich: Die (wahren) Verlierer sind die, die
am Tag der Auferstehung sich selbst und ihre Angehörigen verlieren. Ja, das ist der offenkundige
Verlust. 16 Sie haben über sich schattenspendende Hüllen von Feuer und unter sich (ebensolche)
schattenspendende Hüllen. Damit macht Gott seinen Dienern angst: »O meine Diener, fürchtet Mich
also.«
39:17 Und denen, die die Götter meiden, um ihnen nicht zu dienen, und sich Gott reumütig zuwenden,
gilt die frohe Botschaft. So verkünde die frohe Botschaft meinen Dienern, 18 die auf das Wort hören
und dem Besten davon folgen. Das sind die, die Gott rechtleitet, und das sind die Einsichtigen. 19
Denjenigen, gegen den der Spruch der Pein zu Recht fällig geworden ist... — Willst du etwa den
retten, der im Feuer ist?
39:20 Aber für die, die ihren Herrn fürchten, sind Obergemächer bestimmt, über denen (andere)
Obergemächer aufgebaut sind, unter denen Bäche fließen. Das ist das Versprechen Gottes. Gott bricht
das Versprechen nicht.
39:21 Hast du denn nicht gesehen, dass Gott vom Himmel Wasser herabkommen und es als Quellen in
der Erde seine Bahn nehmen läßt? Dann bringt Er dadurch Getreide verschiedener Art hervor. Dann
verdorrt es, und du siehst es gelb werden. Dann macht Er es zu zermalmtem Zeug. Darin ist eine
Ermahnung für die Einsichtigen. 22 Ist denn der, dem Gott die Brust für den Islam weitet, so dass er
in einem Licht von seinem Herrn wandert, (einem Irrenden gleich)? So wehe denen, deren Herzen
gegen die Ermahnung Gottes verhärtet sind! Sie befinden sich in einem offenkundigen Irrtum.
39:23 Gott hat die beste Botschaft herabgesandt, ein Buch mit gleichartigen, sich wiederholenden Versen,
vor dem die Haut derer, die ihren Herrn fürchten, erschauert. Dann werden ihre Haut und ihr Herz
weich und neigen sich dem Gedenken Gottes zu. Das ist die Rechtleitung Gottes. Er leitet damit recht,
wen Er will. Und wen Gott irreführt, der hat niemanden, der ihn rechtleiten könnte. 24 Ist denn einer,
der sich mit seinem Gesicht vor der schlimmen Pein am Tag der Auferstehung hütet,... (einem
Unbekümmerten gleich)? Und es wird zu denen, die Unrecht tun, gesprochen: »Kostet, was ihr
erworben habt.
38:25 Für Lüge haben es diejenigen erklärt, die vor ihnen lebten. Da kam die Pein über sie, von wo sie es
nicht merkten. 26 Und Gott ließ sie im diesseitigen Leben die Schande erleiden. Aber die Pein des
Jenseits ist größer, wenn sie es nur wüßten! 27 Und Wir haben den Menschen in diesem Koran
allerlei Gleichnisse angeführt — auf dass sie es bedenken —, 28 als einem arabischen Koran, an dem
nichts Krummes ist, auf dass sie gottesfürchtig werden. 29 Gott führt als Gleichnis einen Mann an,
der Herren gehört, welche miteinander in Zank liegen, und einen Mann, der nur einem Herrn gehört.
Sind die beiden im Gleichnis etwa gleich? Lob sei Gott! Aber die meisten von ihnen wissen nicht
Bescheid.
39:30 Du wirst gewiß sterben, auch sie werden sterben. 31 Dann werdet ihr am Tag der Auferstehung bei
eurem Herrn miteinander streiten. 32 Wer ist denn ungerechter als der, der gegen Gott lügt und die
Wahrheit, als sie zu ihm kam, für Lüge erklärt? Ist nicht in der Hölle eine Bleibe für die
Ungläubigen? 33 Diejenigen aber, die mit der Wahrheit kommen und sie für wahr halten, das sind die
Gottesfürchtigen. 34 Sie haben bei ihrem Herrn, was sie wollen. Das ist der Lohn der
Rechtschaffenen,
39:35 auf dass Gott ihnen das Schlechteste von dem, was sie getan haben, sühne und ihnen ihren Lohn
vergelte für das Beste von dem, was sie taten. 36 Genügt Gott seinem Diener nicht? Und sie wollen
dir mit denen, die es außer Ihm geben soll, angst machen. Wen Gott irreführt, der hat niemanden, der
ihn rechtleiten könnte. 37 Und wen Gott rechtleitet, den kann niemand irreführen. Ist nicht Gott
mächtig, und übt Er nicht Rache?
39:38 Und wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen hat, sagen sie bestimmt: »Gott“.
Sprich: Habt ihr denn das, was ihr anstelle Gottes anruft, betrachtet? Wenn Gott für mich Schaden
will, können sie denn seinen Schaden beheben? Oder wenn Er für mich Barmherzigkeit will, könnten
sie seine Barmherzigkeit zurückhalten? Sprich: Mir genügt Gott. Auf Ihn vertrauen die, die
(überhaupt auf jemanden) vertrauen. 39 Sprich: O mein Volk, handelt nach eurem Standpunkt, ich
werde auch so handeln. Ihr werdet erfahren,
38:40 über wen eine Pein, die ihn zuschanden macht, kommen und auf den eine beständige Pein
niedergehen wird. 41 Wir haben für die Menschen das Buch mit der Wahrheit auf dich hinabgesandt.
Wer der Rechtleitung folgt, tut das zu seinem eigenen Vorteil. Wer irregeht, geht irre zu seinem
eigenen Schaden. Und du bist nicht ihr Sachwalter. 42 Gott beruft die Seelen zur Zeit ihres Todes ab,
und auch die, die nicht gestorben sind, während ihres Schlafs. Er hält die eine, für die Er den Tod
beschlossen hat, zurück, und Er läßt die andere auf eine bestimmte Frist laufen. Darin sind Zeichen
für Leute, die nachdenken. 43 Oder haben sie sich anstelle Gottes Fürsprecher genommen? Sprich:
Was denn, auch wenn sie über nichts verfügen und keinen Verstand haben? 44 Sprich: Alle
Fürsprache gehört Gott allein. Ihm gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde. Dann
werdet ihr zu Ihm zurückgebracht.
38:45 Und wenn Gott allein erwähnt wird, empfinden die Herzen derer, die nicht an das Jenseits glauben,
Abneigung. Und wenn die erwähnt werden, die es außer Ihm geben soll, da sind sie plötzlich froh. 46
Sprich: O mein Gott, Schöpfer der Himmel und der Erde, der über das Unsichtbare und das Offenbare
Bescheid weiß. Du wirst zwischen deinen Dienern urteilen über das, worüber sie uneins waren. 47
Wenn diejenigen, die Unrecht tun, alles hätten, was auf der Erde ist, und noch einmal das gleiche
dazu, sie würden sich damit von der schlimmen Pein am Tag der Auferstehung loskaufen. Ihnen wird
dann nämlich von Gott her klar, womit sie nicht gerechnet haben. 48 Und ihnen werden die
Missetaten, die sie erworben haben, klar, und es umschließt sie das, worüber sie spotteten.
39:49 Wenn ein Schaden den Menschen berührt, ruft er zu Uns. Wenn Wir ihm dann Gnade von Uns
gewähren, sagt er: »Es ist mir aufgrund von Wissen zugekommen. Nein, es ist eine Versuchung. Aber
die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid.
39:50 Das haben schon diejenigen, die vor ihnen lebten, gesagt. Aber nicht nützte ihnen, was sie zu
erwerben pflegten. 51 Und die Missetaten, die sie erworben hatten, trafen sie. Und auch diejenigen
unter diesen da, die Unrecht tun, werden die Missetaten, die sie erworben haben, treffen. Und sie
können es nicht vereiteln. 52 Wissen sie denn nicht, dass Gott den Lebensunterhalt großzügig zuteilt,
wem Er will, und auch bemessen? Darin sind Zeichen für Leute, die glauben.
39:53 Sprich: O meine Diener, die ihr gegen euch selbst Übertretungen begangen habt, gebt die Hoffnung
auf die Barmherzigkeit Gottes nicht auf. Gott vergibt die Sünden alle. Er ist ja der, der voller
Vergebung und barmherzig ist. 54 Und wendet euch eurem Herrn reumütig zu und seid Ihm ergeben,
bevor die Pein über euch kommt. Dann werdet ihr keine Unterstützung erfahren.
39:55 Und folgt dem Besten von dem, was zu euch von eurem Herrn herabgesandt worden ist, bevor die
Pein plötzlich über euch kommt, ohne dass ihr es merkt. 56 Sonst würde einer sagen: »Was für ein
Grund zum Bedauern ist es für mich, dass ich Gott wenig Beachtung schenkte. Ich gehörte ja zu den
Spöttern. 57 Oder er könnte sagen: Hätte Gott mich rechtgeleitet, wäre ich bestimmt einer der
Gottesfürchtigen. 58 Oder auch könnte er, wenn er die Pein sieht, sagen: Hätte ich doch eine
Möglichkeit zur Rückkehr, damit ich zu den Rechtschaffenen gehörte! 59 Aber meine Zeichen sind
doch zu dir gekommen. Da hast du sie für Lüge erklärt und dich hochmütig gezeigt, und du bist einer
der Ungläubigen gewesen.«
39:60 Und am Tag der Auferstehung siehst du die Gesichter derer, die gegen Gott gelogen haben,
schwarz werden. Ist nicht in der Hölle eine Bleibe für die Hochmütigen? 61 Und Gott errettet
diejenigen, die gottesfürchtig waren, indem Er sie entrinnen läßt. Das Böse wird sie nicht berühren,
und sie werden nicht traurig sein.
39:62 Gott ist der Schöpfer aller Dinge. Und Er ist der Sachwalter über alle Dinge. 63 Er hat die Schlüssel
der Himmel und der Erde. Diejenigen, die die Zeichen Gottes verleugnen, das sind die Verlierer. 64
Sprich: Wollt ihr mir wirklich befehlen, einem anderen als Gott zu dienen, ihr Törichten?
39:65 Dir und denen, die vor dir lebten, ist es offenbart worden: »Wenn du (Gott andere) beigesellst, ist
dein Werk wertlos und du gehörst zu den Verlierern. 66 Nein, Gott allein sollst du dienen und zu den
Dankbaren gehören.«
39:67 Und sie haben Gott nicht eingeschätzt, wie Er eingeschätzt werden soll. Die ganze Erde wird am
Tag der Auferstehung in seiner Hand gehalten, und auch die Himmel zusammengefaltet in seiner
Rechten. Preis sei Ihm, und erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen. 68 Und es wird in die
Trompete geblasen, und da stürzt, wie vom Blitz getroffen, wer in den Himmeln und wer auf der Erde
ist, außer denen, die Gott will. Dann wird ein zweites Mal hineingeblasen, und da stehen sie schon auf
und schauen hin. 69 Und die Erde erstrahlt im Lichte ihres Herrn. Das Buch wird hingelegt. Die
Propheten und die Zeugen werden herbeigebracht. Und es wird zwischen ihnen nach der Wahrheit
entschieden, und ihnen wird kein Unrecht getan.
39:70 Und jeder Seele wird voll zurückerstattet, was sie getan hat. Und Er weiß besser Bescheid über das,
was sie tun.
39:71 Und diejenigen, die ungläubig waren, werden in Scharen zur Hölle getrieben. Und wenn sie dort
ankommen, werden ihre Tore geöffnet. Und ihre Wärter sagen zu ihnen: »Sind nicht Gesandte aus
eurer Mitte zu euch gekommen, um euch die Zeichen eures Herrn zu verlesen und euch die
Begegnung mit diesem eurem Tag warnend zu verkünden? Sie sagen: Ja doch. Aber der Spruch der
Pein ist gegen die Ungläubigen zu Recht fällig geworden. 72 Es wird gesprochen: Betretet die Tore
der Hölle, darin werdet ihr ewig weilen. Wie schlimm ist die Bleibe der Hochmütigen! 73 Und
diejenigen, die ihren Herrn fürchteten, werden in Scharen ins Paradies geführt . Und wenn sie dort
ankommen, und seine Tore geöffnet werden und seine Wärter zu ihnen sagen: Friede sei über euch!
Gut wart ihr, so betretet es; darin werdet ihr ewig weilen.«.. 74 Und sie sagen: »Lob sei Gott, der sein
Versprechen an uns wahr gemacht und uns die Erde zum Erbe gegeben hat, so dass wir uns im
Paradies aufhalten können, wo wir wollen! Wie trefflich ist der Lohn derer, die (gut) handeln!
39:75 Und du siehst die Engel sich um den Thron hinstellen und das Lob ihres Herrn singen. Und es ist zwischen
ihnen nach der Wahrheit entschieden. Und es wird gesagt: »Lob sei Gott, dem Herrn der Welten!«


Sure: 40 Der vergibt (Gha,-fir) zu Mekka, 85 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
40:1 Ha Mim. 2 Herabsendung des Buches von Gott, dem Mächtigen, der Bescheid weiß, 3 der die Sünde
vergibt und die Reue annimmt, der strenge Strafe verhängt und dauernde Gnade besitzt. Es gibt
keinen Gott außer Ihm. Zu Ihm führt der Lebensweg.
40:4 Über die Zeichen Gottes streiten nur diejenigen, die ungläubig sind. Laß dich durch ihr Umherziehen
in den Landstrichen nicht betören.
40:5 Schon vor ihnen haben das Volk Noachs und nach diesen die Parteien (ihre Gesandten) der Lüge
geziehen. Jede Gemeinschaft war schon dabei, gegen ihren Gesandten vorzugehen, um ihn zu
ergreifen. Und sie stritten mit dem Falschen, um damit die Wahrheit zu widerlegen. Da habe Ich sie
ergriffen. Wie war da meine Strafe! 6 Und so wurde der Spruch deines Herrn gegen diejenigen, die
ungläubig sind, zu Recht fällig, nämlich dass sie Gefährten des Feuers sind.
40:7 Diejenigen, die den Thron tragen, und diejenigen, die um ihn stehen , singen das Lob ihres Herrn
und glauben an Ihn. Sie bitten um Vergebung für die, die glauben: »Unser Herr, Du umschließt alle
Dinge in deiner Barmherzigkeit und deinem Wissen. So vergib denen, die sich bekehrt haben und
deinem Weg gefolgt sind, und bewahre sie vor der Pein der Hölle. 8 Unser Herr, laß sie in die Gärten
Edens, die Du ihnen verheißen hast, eingehen, ebenso die Rechtschaffenen von ihren Vätern, ihren
Gattinnen und ihren Nachkommen, Du bist der Mächtige, der Weise. 9 Und bewahre sie vor den
Missetaten. An jenem Tag, wen Du vor den Missetaten bewahrst, dessen hast Du dich erbarmt, und
das ist der großartige Erfolg.«
40:10 Denen, die ungläubig waren, wird zugerufen: »Der Abscheu Gottes ist gewiß größer als euer
Abscheu vor euch selbst, da ihr zum Glauben aufgerufen worden, aber ungläubig geblieben seid. 11
Sie sagen: Unser Herr, Du hast uns zweimal sterben lassen und zweimal lebendig gemacht . So
bekennen wir unsere Sünden. Gibt es denn einen Weg, hier herauszukommen? 12 Dies ist so, weil ihr,
wenn immer Gott allein angerufen wurde, ungläubig geblieben seid, ihr aber, wenn Ihm (andere)
beigesellt wurden, geglaubt habt. Das Urteil gehört Gott, dem Erhabenen, dem Großen. 13 Er ist es,
der euch seine Zeichen sehen läßt und euch vom Himmel einen Lebensunterhalt herabsendet. Und
doch bedenkt es nur der, der zur Umkehr bereit ist. 14 So ruft Gott an, indem ihr Ihm gegenüber
aufrichtig in der Religion seid, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.
40:15 Er hat hohe Rangstufen und ist Herr des Thrones. Er legt den Geist von seinem Befehl, auf wen von
seinen Dienern Er will, damit er vor dem Tag der Begegnung warne, 16 dem Tag, an dem sie
vortreten, wobei nichts von ihnen vor Gott verborgen bleibt. — »Wem gehört heute die
Königsherrschaft?« Gott, dem Einen, der bezwingende Macht besitzt. 17 Heute wird jeder Seele
vergolten für das, was sie erworben hat. Heute geschieht kein Unrecht. Gott ist schnell im Abrechnen.
18 Und warne sie vor dem Tag der bevorstehenden Auferstehung, da die Herzen voller Gram die
Kehle erreichen. Die, die Unrecht tun, haben dann keinen warmherzigen Freund und keinen
Fürsprecher, dem man gehorchen würde.
40:19 Er weiß, was sich hinter den Augen an Verrat versteckt und was die Brust verbirgt.
40:20 Und Gott entscheidet nach der Wahrheit. Diejenigen aber, die sie an seiner Stelle anrufen,
entscheiden ohne jede Grundlage. Gott ist der, der alles hört und sieht. 21 Sind sie denn nicht auf der
Erde umhergegangen und haben geschaut, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Sie hatten
eine stärkere Kraft und hinterließen mehr Spuren auf der Erde als sie. Da ergriff sie Gott wegen ihrer
Sünden. Und es gab für sie niemanden, der sie vor Gott hätte schützen können. 22 Dies, weil ihre
Gesandten immer wieder mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kamen, sie aber ungläubig blieben. So
ergriff sie Gott. Er ist stark und verhängt eine harte Strafe.
40:23 Und Wir haben Mose gesandt mit unseren Zeichen und mit einer offenkundigen Ermächtigung 24
zu Pharao und Haman und Qarun . Sie aber sagten: »Ein Zauberer, der lügt.
40:25 Als er zu ihnen mit der Wahrheit von Uns kam, sagten sie: Tötet die Söhne derer, die mit ihm
glauben, und laßt ihre Frauen am Leben. Aber die List der Ungläubigen geht gewiß ins Leere. 26
Pharao sagte: Laßt mich Mose töten. Er soll seinen Herrn anrufen. Ich fürchte, er wird sonst eure
Religion abändern oder Unheil im Land hervorrufen. 27 Und Mose sagte: Ich suche Zuflucht bei
meinem Herrn und eurem Herrn vor jedem Hochmütigen, der nicht an den Tag der Abrechnung
glaubt.«
40:28 Ein gläubiger Mann von den Leuten des Pharao, der seinen Glauben verschwieg, sagte: »Wollt ihr
denn einen Mann töten, weil er sagt: ›Mein Herr ist Gott‹, wo er doch mit den deutlichen Zeichen von
eurem Herrn zu euch gekommen ist? Wenn er lügt, so gereicht ihm sein Lügen zum Schaden. Wenn
er aber die Wahrheit sagt, wird euch etwas von dem, was er euch androht, treffen. Gott leitet den nicht
recht, der maßlos und ein Lügner ist. 29 O mein Volk, zwar gehört euch heute die Herrschaft, und ihr
habt die Oberhand im Land. Wer wird uns aber gegen die Schlagkraft Gottes unterstützen, wenn sie
über uns kommt? Pharao sagte: »Ich zeige euch nur, was ich sehe, und ich weise euch nur den Weg
des rechten Wandels.«
40:30 Der, der glaubte, sagte: »O mein Volk, ich fürchte für euch etwas Ähnliches wie den Tag der
Parteien, 31 etwas Ähnliches wie das, was dem Volk Noachs, den ‘Ad, den Thamud und denen, die
nach ihnen lebten, widerfuhr. Und Gott will den Dienern kein Unrecht tun. 32 O mein Volk, ich
fürchte für euch den Tag des gegenseitigen Zurufens, 33 den Tag, an dem ihr den Rücken kehren
werdet. Dabei werdet ihr niemanden haben, der euch vor Gott schützen könnte. Und wen Gott
irreführt, der hat niemanden, der ihn rechtleiten könnte. 34 Früher kam Joseph zu euch mit den
deutlichen Zeichen. Ihr aber verharrtet in eurem Zweifel über das, was er euch gebracht hatte. Als er
dann starb, sagtet ihr: „Gott wird nach ihm keinen Gesandten mehr erstehen lassen.“ So führt Gott in
die Irre den, der maßlos und voller Zweifel ist.«
40:35 Diejenigen, die über die Zeichen Gottes streiten, ohne eine Ermächtigung erhalten zu haben,
erregen damit großen Abscheu bei Gott und bei denen, die gläubig sind. So versiegelt Gott das Herz
eines jeden, der hochmütig und gewalttätig ist. 36 Und Pharao sagte: »O Haman, errichte mir einen
offenen Hochbau, vielleicht kann ich die Gänge erreichen, 37 die Gänge der Himmel, dass ich zum
Gott des Mose emporsteige. Ich halte ihn ja für einen Lügner.« So wurde dem Pharao sein böses Tun
verlockend gemacht, und er wurde vom (rechten) Weg abgewiesen. Die List Pharaos ist dem
Verderben erlegen. 38 Derjenige, der gläubig war, sagte: »O mein Volk, folgt mir, dann weise ich
euch den Weg des rechten Wandels. 39 O mein Volk, dieses irdische Leben ist nur Nutznießung. Das
Jenseits aber ist die Wohnstätte zum Bleiben.
40:40 Wer etwas Schlechtes tut, dem wird gleichviel vergolten. Und diejenigen, die Gutes tun, ob Mann
oder Weib, und dabei gläubig sind, werden ins Paradies eingehen, wo ihnen Unterhalt beschert wird
ohne Abrechnung. 41 O mein Volk, wie kommt es, dass ich euch zur Rettung rufe, ihr aber mich zum
Feuer ruft? 42 Ihr ruft mich dazu auf, Gott zu verleugnen und Ihm das beizugesellen, wovon ich kein
Wissen habe. Ich aber rufe euch zum Mächtigen, der voller Vergebung ist. 43 Wahrlich, es steht dem,
zu dem ihr mich ruft, keine Anrufung zu, weder im Diesseits noch im Jenseits. Zu Gott werden wir ja
zurückgebracht. Die Maßlosen sind die Gefährten des Feuers. 44 Ihr werdet euch an das erinnern, was
ich euch sage. Ich überlasse Gott meine Angelegenheit. Gott sieht wohl die Diener.
40:45 So bewahrte ihn Gott vor ihrer bösen Arglist, und die Leute Pharaos umschloß die böse Pein, 46
das Feuer, dem sie morgens und abends vorgeführt werden. Und am Tag, da die Stunde heraufkommt
(heißt es): Laßt die Leute Pharaos in die härteste Pein eingehen.«
40:47 Wenn sie nun im Feuer miteinander streiten. Dann sagen die Schwachen zu denen, die sich
hochmütig verhielten: »Wir waren doch eure Gefolgsleute. Könnt ihr nun einen Teil des Feuers von
uns fernhalten?« 48 Diejenigen, die sich hochmütig verhielten, sagen: »Wir befinden uns doch alle
darin. Gott hat nun zwischen den Dienern geurteilt.« 49 Diejenigen, die sich im Feuer befinden, sagen
zu den Wärtern der Hölle: »Ruft zu eurem Herrn, dass Er uns einen Tag der Erleichterung von der
Pein gewähre.«
40:50 Sie sagen: »Sind nicht eure Gesandten immer wieder mit den deutlichen Zeichen zu euch
gekommen?« Sie sagen: »Doch.« Sie sagen: »So ruft ihr selbst.« Aber das Rufen der Ungläubigen
geht gewiß ins Leere. 51 Wahrlich, Wir unterstützen unsere Gesandten und diejenigen, die glauben,
im diesseitigen Leben und am Tag, da die Zeugen auftreten, 52 am Tag, da denen, die Unrecht tun,
ihre Entschuldigung nicht nützt. Sie werden den Fluch und sie werden eine schlimme Wohnstätte
erhalten. 53 Wir haben Mose die Rechtleitung zukommen und die Kinder Israels das Buch erben
lassen 54 als Rechtleitung und Ermahnung für die Einsichtigen.
40:55 So sei geduldig. Das Versprechen Gottes ist wahr. Und bitte um Vergebung für deine Sünde. Und
sing das Lob deines Herrn am Abend und am frühen Morgen. 56 Diejenigen, die über die Zeichen
Gottes streiten, ohne dass sie eine Ermächtigung erhalten hätten, haben in ihrer Brust nichts als
Überheblichkeit. Sie werden sie nicht befriedigen können. So suche Zuflucht bei Gott. Er ist der, der
alles hört und sieht. 57 Die Erschaffung der Himmel und der Erde ist wahrlich größer als die
Erschaffung der Menschen. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid. 58 Nicht gleich sind
der Blinde und der Sehende, und auch nicht diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, und der
Missetäter. Aber ihr bedenkt es wenig. 59 Die Stunde kommt bestimmt, an ihr ist kein Zweifel
möglich. Aber die meisten Menschen glauben nicht.
40:60 Euer Herr spricht: »Ruft zu Mir, so erhöre Ich euch. Diejenigen, die sich aus Hochmut weigern,
Mir zu dienen, werden in die Hölle als Gedemütigte eingehen.« 61 Gott ist es, der euch die Nacht
gemacht hat, damit ihr in ihr ruht, und den Tag, an dem man sehen kann. Gott ist voller Huld gegen
die Menschen. Aber die meisten Menschen sind nicht dankbar. 62 So ist Gott, euer Herr, der
Schöpfer aller Dinge. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Wie leicht laßt ihr euch doch abwenden! 63 Auf
diese Weise lassen sich abwenden, die die Zeichen Gottes zu verleugnen pflegen. 64 Gott ist es, der
euch die Erde zu einem festen Grund und den Himmel zu einem Bau gemacht, euch gestaltet und eure
Gestalten schön geformt und euch von den köstlichen Dingen beschert hat. So ist Gott, euer Herr.
Gesegnet sei Gott, der Herr der Welten!
40:65 Er ist der Lebendige. Es gibt keinen Gott außer Ihm. So ruft zu Ihm, indem ihr Ihm gegenüber
aufrichtig in der Religion seid. Lob sei Gott, dem Herrn der Welten! 66 Sprich: Mir wurde, als die
deutlichen Zeichen von meinem Herrn zu mir kamen, verboten, denen zu dienen, die ihr anstelle
Gottes anruft. Und mir wurde befohlen, mich dem Herrn der Welten zu ergeben. 67 Er ist es, der euch
aus Erde erschaffen hat, dann aus einem Tropfen, dann aus einem Embryo. Dann läßt Er euch als
Kind herauskommen. Dann (sorgt Er für euch), damit ihr eure Vollkraft erreicht und damit ihr dann
Greise werdet — unter euch sind (allerdings) einige, die Er vorher abberuft — und damit ihr eine
bestimmte Frist erreicht, auf dass ihr verständig werdet. 68 Er ist es, der lebendig macht und sterben
läßt. Und wenn Er eine Sache beschlossen hat, sagt Er zu ihr nur: »Sei!« und sie ist. 69 Hast du nicht
auf jene geschaut, die über die Zeichen Gottes streiten? Wie leicht lassen sie sich doch abbringen!
40:70 Sie, die das Buch und das, womit Wir unsere Gesandten geschickt haben, für Lüge erklären. Sie
werden es zu wissen bekommen, 71 wenn die Fesseln und die Ketten an ihrem Hals angebracht
werden und sie hineingezerrt werden 72 ins heiße Wasser und dann ins Feuer als Brennstoff geworfen
werden. 73 Dann wird zu ihnen gesagt: »Wo ist das, was ihr (Gott) beigesellt habt (und verehrt habt)
74 anstelle Gottes?« Sie sagen: »Sie sind uns entschwunden. Nein, wir riefen früher nichts an.« So
führt Gott die Ungläubigen in die Irre.
40:75 Dies, weil ihr euch auf der Erde zu Unrecht der Freude hinzugeben und unbekümmert zu leben
pflegtet. 76 Betretet nun die Tore der Hölle, darin werdet ihr ewig weilen. Schlimm ist die Bleibe der
Hochmütigen. 77 So sei geduldig. Das Versprechen Gottes ist wahr. Ob Wir dich einen Teil dessen,
was Wir ihnen androhen, sehen lassen oder dich abberufen, zu Uns werden sie (auf jeden Fall)
zurückgebracht. 78 Und Wir haben schon vor dir Gesandte geschickt. Unter ihnen sind manche, von
denen Wir dir erzählt haben, und unter ihnen sind manche, von denen Wir dir nicht erzählt haben.
Und kein Gesandter kann ein Zeichen bringen, außer mit der Erlaubnis Gottes. Wenn der Befehl
Gottes eintrifft, wird nach der Wahrheit entschieden, und dann haben diejenigen den Verlust, die (die
Botschaft) für falsch erklären. 79 Gott ist es, der für euch die Herdentiere bestellt hat, damit ihr auf
ihnen reiten könnt; und ihr könnt auch von ihnen essen.
40:80 An ihnen habt ihr sonst allerlei Nutzen. Und damit ihr, auf ihnen reitend, etwas, was ihr in eurer
Brust hegt und anstrebt, erreichen könnt. (Endlich) werdet ihr auf ihnen und auf den Schiffen
getragen. 81 Und Er zeigt euch seine Zeichen. Welches von den Zeichen Gottes wollt ihr nun
verleugnen? 82 Sind sie denn nicht auf der Erde umhergegangen und haben geschaut, wie das Ende
derer war, die vor ihnen lebten? Sie waren zahlreicher als sie, hatten eine stärkere Kraft und
hinterließen mehr Spuren auf der Erde. Und nicht nützte ihnen, was sie zu erwerben pflegten. 83 Als
nun ihre Gesandten mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kamen, freuten sie sich über das Wissen, das
sie besaßen. Und es umschloß sie das, worüber sie spotteten. 84 Als sie dann unsere Schlagkraft
sahen, sagten sie: »Wir glauben an Gott allein und verleugnen das, was wir Ihm beigesellten.«
40:85 Aber ihr Glaube konnte ihnen nicht nützen, als sie unsere Schlagkraft sahen — so ist Gott mit seinen Dienern
in der Vergangenheit verfahren. Den Verlust hatten da die Ungläubigen.


Sure: 41 Im einzelnen dargelegt (Fus,.s,.ilat) zu Mekka, 54 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
41:1 Ha Mim. 2 Herabsendung von dem Erbarmer, dem Barmherzigen, 3 ein Buch, dessen Zeichen im
einzelnen dargelegt sind, als arabischer Koran, für Leute, die Bescheid wissen, 4 als Freudenbote und
Warner. Aber die meisten von ihnen wenden sich ab, so dass sie nicht hören.
41:5 Sie sagen: »Unsere Herzen liegen vor dem, wozu du uns aufrufst, in Hüllen, und in unseren Ohren
ist Schwerhörigkeit, und zwischen uns und dir ist ein Vorhang. Handle also (wie du magst), wir
werden auch ebenfalls handeln.« 6 Sprich: Ich bin nur ein Mensch wie ihr; mir wird offenbart, dass
euer Gott ein einziger Gott ist. So verhaltet euch Ihm gegenüber recht und bittet Ihn um Vergebung.
Und wehe den Polytheisten, 7 die die Abgabe nicht entrichten und das Jenseits verleugnen. 8 Für die,
die glauben und die guten Werke tun, ist ein Lohn bestimmt, der nicht aufhört.
41:9 Sprich: Wollt ihr wirklich den verleugnen, der die Erde in zwei Tagen erschaffen hat, und Ihm
andere als Gegenpart zur Seite stellen? Das ist doch der Herr der Welten.
41:10 Er hat auf ihr festgegründete Berge gemacht, die über ihr aufragen, und Er hat sie gesegnet und in
ihr Nahrung nach Maß festgelegt — in vier Tagen — gleichmäßig für die, die danach verlangen. 11
Dann richtete Er sich zum Himmel auf, welcher noch aus Rauch bestand, und sprach zu ihm und zur
Erde: »Kommt her, freiwillig oder widerwillig.« Sie sagten: »Wir kommen freiwillig.« 12 So
gestaltete Er sie nach seiner Entscheidung zu sieben Himmeln in zwei Tagen und wies jedem Himmel
seine Aufgabe zu. Und Wir schmückten den untersten Himmel mit Leuchten, (die auch) zum Schutz
(dienen). Das ist die Bestimmung dessen, der mächtig ist und Bescheid weiß. 13 Wenn sie sich also
abwenden, dann sprich: Ich warne euch vor einem Donnerschlag gleich dem Donnerschlag der Ad
und der Thamud . 14 Als die Gesandten zu ihnen kamen von vorn und von hinten: »Dienet Gott
allein« sagten sie: »Wenn unser Herr gewollt hätte, hätte Er Engel herabgesandt. So verleugnen wir
das, womit ihr gesandt worden seid.«
41:15 Was die ‘Ad betrifft, so verhielten sie sich auf der Erde zu Unrecht hochmütig und sagten: »Wer
hat eine stärkere Kraft als wir?« Haben sie denn nicht gesehen, dass Gott, der sie erschaffen hat, eine
stärkere Kraft hat als sie? Aber sie verleugneten dauernd unsere Zeichen. 16 Da sandten Wir gegen
sie an unheilvollen Tagen einen eiskalten Wind, um sie die Pein der Schande im diesseitigen Leben
kosten zu lassen. Aber die Pein des Jenseits ist noch schändlicher. Und sie werden keine
Unterstützung erfahren. 17 Und was die Thamud betrifft, so wollten Wir sie rechtleiten, sie aber
zogen die Blindheit der Rechtleitung vor. Da ergriff sie der Donnerschlag der schändlichen Pein
wegen dessen, was sie zu erwerben pflegten. 18 Und Wir erretteten diejenigen, die glaubten und
gottesfürchtig waren.
41:19 Und am Tag, da die Feinde Gottes zum Feuer versammelt und in Abteilungen aufgestellt werden.
41:20 Wenn sie dann dort angekommen sind, legen ihr Gehör, ihre Augen und ihre Häute gegen sie
Zeugnis ab über das, was sie zu tun pflegten. 21 Sie sagen zu ihren Häuten: »Warum habt ihr gegen
uns Zeugnis abgelegt?« Sie sagen: »Gott, der alle Dinge reden läßt, hat uns reden lassen. Er ist es, der
euch das erste Mal erschaffen hat, und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht. 22 Und ihr pflegtet euch
nicht so zu verdecken, dass nicht euer Gehör, eure Augen und eure Häute Zeugnis wegen euch
ablegten. Aber ihr meintet, dass Gott nicht viel wisse von dem, was ihr tut. 23 Und diese eure
Meinung, die ihr von eurem Herrn hattet, hat euch ins Verderben gestürzt, so dass ihr jetzt zu den
Verlierern gehört.« 24 Wenn sie Geduld zeigen, so ist doch das Feuer ihre Bleibe. Und wenn sie eine
entschuldigende Umkehr zeigen, so werden sie doch nicht zu denen gehören, deren entschuldigende
Umkehr angenommen wird.
41:25 Und Wir haben für sie Gesellen abgestellt, die ihn n verlockend machten, was vor ihnen und was
hinter ihnen lag. Und fällig wurde der Spruch gegen sie, wie gegen Gemeinschaften von Djinn und
Menschen, die vor ihnen dahingegangen waren. Sie waren ja Verlierer.
41:26 Diejenigen, die ungläubig sind, sagen: »Hört nicht auf diesen Koran, und führt dazwischen
unbedachte Reden, auf dass ihr siegt.« 27 Wir werden diejenigen, die ungläubig sind, bestimmt eine
harte Pein kosten lassen, und Wir werden ihnen vergelten das Schlimmste von dem, was sie zu tun
pflegten. 28 Das ist der Lohn der Feinde Gottes: das Feuer, in dem sie eine ewige Wohnstätte haben
als Vergeltung dafür, dass sie unsere Zeichen immer wieder verleugnet haben. 29 Und diejenigen, die
ungläubig sind, sagen: »Unser Herr, laß uns die zwei Gruppen — von den Djinn und den Menschen
— sehen, die uns irregeführt haben, dass wir sie unter unsere Füße legen, damit sie zu den
Unterlegenen gehören.«
41:30 Auf diejenigen, die sagen: »Unser Herr ist Gott« und sich dann recht verhalten, kommen die Engel
herab: »Fürchtet euch nicht, seid nicht traurig und freut euch auf das Paradies, das euch immer wieder
versprochen wurde. 31 Wir sind eure Freunde im diesseitigen Leben und im Jenseits. Ihr habt darin,
was eure Seele begehrt, und ihr habt darin, was ihr beansprucht, 32 — eine Herberge von einem, der
voller Vergebung und barmherzig ist.« 33 Und wer spricht bessere Worte als der, der zu Gott ruft,
Gutes tut und sagt: »Ich gehöre zu den Gottergebenen« 34 Nicht gleich sind die gute und die
schlechte Tat. Wehre mit einer Tat, die besser ist, da wird der, zwischen dem und dir eine Feindschaft
besteht, so, als wäre er ein warmherziger Freund.
41:35 Aber dies wird nur denen verliehen, die geduldig sind, ja es wird nur dem verliehen, der ein
gewaltiges Glück hat. 36 Und wenn dich vom Satan ein Stachel aufstachelt, dann suche Zuflucht bei
Gott. Er ist der, der alles hört und weiß.
41:37 Und zu seinen Zeichen gehören die Nacht und der Tag, die Sonne und der Mond. Werft euch weder
vor der Sonne noch vor dem Mond nieder. Werft euch nieder vor Gott, der sie erschaffen hat, so ihr
Ihm dienen wollt. 38 Wenn sie sich hochmütig weigern — diejenigen, die bei deinem Herrn sind,
preisen Ihn doch Nacht und Tag, ohne Überdruß zu empfinden. 39 Zu seinen Zeichen gehört es, dass
du die Erde regungslos siehst. Wenn Wir aber Wasser auf sie herabkommen lassen, regt sie sich und
wächst zu. Der sie wieder belebt, wird die Toten wieder lebendig machen. Er hat Macht zu allen
Dingen.
35:40 Diejenigen, die über unsere Zeichen abwegig denken, sind Uns nicht verborgen. Ist der, der ins
Feuer geworfen wird, besser oder der, der am Tag der Auferstehung in Sicherheit herantritt. Tut, was
ihr wollt; Er sieht wohl, was ihr tut.
41:41 Diejenigen, die die Ermahnung verleugnen, nachdem sie zu ihnen gekommen ist... Es ist ein hehres
Buch, 42 an das das Falsche weder von vorn noch von hinten herankommt, eine Herabsendung von
einem, der weise und des Lobes würdig ist. 43 Es wird dir nur das gesagt, was schon den Gesandten
vor dir gesagt wurde. Dein Herr schenkt Vergebung und verhängt eine schmerzhafte Strafe. 44 Hätten
Wir ihn zu einem fremdsprachigen Koran gemacht, hätten sie gesagt: »Wären doch seine Zeichen im
einzelnen dargelegt worden! Wie, ein fremdsprachiger (Koran) und ein Araber!« Sprich: Er ist für
diejenigen, die glauben, eine Rechtleitung und eine Heilung. Diejenigen, die nicht glauben, haben
Schwerhörigkeit in ihren Ohren, und er ist ihrem Blick entzogen. Diese sind, als würde ihnen aus
einem fernen Ort zugerufen.
41:45 Und Wir ließen dem Mose das Buch zukommen. Da wurde man darüber uneins. Und gäbe es nicht
einen früher ergangenen Spruch von deinem Herrn, so wäre zwischen ihnen entschieden worden. Und
sie sind darüber in einem starken Zweifel.
41:46 Wer Gutes tut, tut es zu seinem eigenen Vorteil. Und wer Böses tut, tut es zu seinem eigenen
Schaden. Und dein Herr tut den Dienern kein Unrecht. 47 Ihm ist das Wissen um die Stunde (des
Gerichtes) anheimgestellt. Keine Früchte kommen aus ihren Hüllen hervor und kein Weib empfängt
und kommt nieder, es sei denn mit seinem Wissen. Und am Tag, da Er ihnen zuruft: »Wo sind denn
meine Teilhaber?« sagen sie: »Wir geben Dir bekannt, es gibt keinen unter uns, der davon zeugen
würde.« 48 Und ihnen ist entschwunden, was sie früher anzurufen pflegten, und sie erwarten, dass es
für sie kein Entrinnen gibt. 49 Der Mensch wird nicht überdrüssig, um das Gute zu bitten. Wenn das
Böse ihn berührt, dann ist er verzweifelt und gibt die Hoffnung auf.
41:50 Und wenn Wir ihn eine Barmherzigkeit von Uns kosten lassen, nachdem ihn ein Schaden berührt
hat, sagt er bestimmt: »Das steht mir zu. Und ich glaube nicht, dass die Stunde heraufkommen wird.
Und wenn ich zu meinem Herrn zurückgebracht werde, werde ich sicher das Beste bei Ihm erhalten.«
Doch Wir werden denen, die ungläubig sind, kundtun, was sie getan haben, und sie eine schwere Pein
kosten lassen. 51 Und wenn Wir dem Menschen Gnade erweisen, wendet er sich ab und entfernt sich
beiseite. Und wenn das Böse ihn berührt, ergeht er sich in ausführlichem Beten.
41:52 Sprich: Was meint ihr, wenn er doch von Gott stammt und ihr dann ihn doch verleugnet? Wer ist weiter
abgeirrt als der, der sich in einem tiefen Widerstreit befindet? 53 Wir werden sie an den Horizonten und in
ihnen selbst unsere Zeichen sehen lassen, bis es ihnen deutlich wird, dass es die Wahrheit ist. Genügt es denn
nicht, dass dein Herr Zeuge ist über alle Dinge? 54 Aber siehe, sie hegen Zweifel über die Begegnung mit ihrem
Herrn. Siehe, Er umfaßt doch alle Dinge.


Sure: 42 Die Beratung (al-Shu,-ra,-) zu Mekka, 53 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
42:1 Ha Mim. 2 ‘Ayn Sin Qaf. 3 So offenbart Gott dir, so wie (früher) denjenigen, die vor dir lebten, (Er),
der Mächtige, der Weise. 4 Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Er ist der
Erhabene, der Majestätische.
42:5 Die Himmel brechen bald auseinander von oben her. Und die Engel singen das Lob ihres Herrn und
bitten Ihn um Vergebung für die, die auf der Erde sind. Ja, Gott ist der, der voller Vergebung und
barmherzig ist. 6 Über diejenigen, die sich an seiner Stelle Freunde nehmen, ist Gott Hüter, und nicht
bist du ihr Sachwalter. 7 Und so haben Wir dir einen arabischen Koran offenbart, damit du die Mutter
der Städte und die Menschen in ihrer Umgebung warnest, und damit du vor dem Tag der
Versammlung warnest; an ihm ist kein Zweifel möglich. Ein Teil wird im Paradies sein und ein Teil
im Feuerbrand. 8 Und wenn Gott gewollt hätte, hätte Er sie zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht.
Aber Er läßt in seine Barmherzigkeit eingehen, wen Er will. Und die, die Unrecht tun, haben weder
Freund noch Helfer. 9 Oder haben sie sich an seiner Stelle Freunde genommen? Gott (allein) ist doch
der Freund. Er macht die Toten wieder lebendig, und Er hat Macht zu allen Dingen.
42:10 Und worüber ihr auch uneins seid, das Urteil darüber steht Gott (allein) zu. Das ist eben Gott, mein
Herr. Auf Ihn vertraue ich, und zu Ihm wende ich mich reumütig. 11 (Er ist) der Schöpfer der Himmel
und der Erde. Er hat euch aus euch selbst Gattinnen gemacht, und auch aus den Tieren Paare, so dass
Er euch dadurch vermehrt. Nichts ist Ihm gleich. Er ist der, der alles hört und sieht. 12 Er hat die
Schlüssel der Himmel und der Erde. Er teilt den Lebensunterhalt großzügig, wem Er will, und auch
bemessen zu. Siehe, Er weiß über alle Dinge Bescheid.
42:13 Er hat euch von der Religion verordnet, was Er Noach aufgetragen hat, und was Wir dir offenbart
haben, und was Wir Abraham, Mose und Jesus aufgetragen haben: Haltet die (Bestimmungen der)
Religion ein und bringt keine Spaltungen hinein. Den Polytheisten fällt das schwer, wozu du sie
aufrufst. Gott erwählt dazu, wen Er will, und Er führt dazu, wer sich (Ihm) reumütig zuwendet. 14
Und sie spalteten sich darin erst, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war, dies aus ungerechter
Auflehnung untereinander. Und gäbe es nicht einen früher ergangenen Spruch von deinem Herrn auf
eine bestimmte Frist, so wäre zwischen ihnen entschieden worden. Siehe, diejenigen, denen nach
ihnen das Buch zum Erbe übergeben wurde, hegen darüber starken Zweifel.
42:15 Darum rufe du auf und verhalte dich recht, wie dir befohlen worden ist. Und folge nicht ihren
Neigungen, sondern sprich: Ich glaube an das, was Gott an Büchern herabgesandt hat, und mir ist
befohlen worden, unter euch Gerechtigkeit zu üben. Gott ist unser Herr und euer Herr. Wir haben
unsere Werke, und ihr habt eure Werke (zu verantworten). Es gibt keinen Streitgrund zwischen uns
und euch. Gott wird uns zusammenbringen. Und zu Ihm führt der Lebensweg. 16 Diejenigen, die über
Gott streiten, nachdem auf Ihn gehört worden ist, deren Streitgrund wird bei ihrem Herrn widerlegt.
Auf ihnen liegt Zorn, und bestimmt ist für sie eine harte Pein.
42:17 Gott ist es, der das Buch mit der Wahrheit herabgesandt hat, und auch die Waage. Woher willst du
es wissen? Vielleicht steht die Stunde nahe bevor. 18 Diejenigen, die nicht an sie glauben, wünschen,
sie zu beschleunigen. Die aber, die glauben, sind erschrocken vor ihr und wissen, dass sie
Wirklichkeit ist. Aber diejenigen, die über die Stunde streiten, befinden sich in tiefem Irrtum. 19 Gott
ist feinfühlig zu seinen Dienern. Er beschert Lebensunterhalt, wem Er will. Und Er ist der Starke, der
Mächtige.
42:20 Wer die Saaternte des Jenseits haben will, dem mehren Wir noch seine Saaternte. Und wer die
Saaternte des Diesseits haben will, dem lassen Wir etwas davon zukommen, er erhält aber im Jenseits
keinen Anteil. 21 Oder haben sie etwa Teilhaber, die ihnen als Religion verordnet haben, was Gott
nicht erlaubt hat? Und gäbe es nicht den Urteilsspruch , wäre es zwischen ihnen entschieden worden.
Und für die, die Unrecht tun, ist eine schmerzhafte Pein bestimmt. 22 Du siehst dann die, die Unrecht
tun, erschrocken vor dem, was sie erworben haben, und es wird über sie hereinbrechen. Diejenigen
aber, die glauben und die guten Werke tun, befinden sich in den Gärten des Paradieses. Sie haben bei
ihrem Herrn, was sie wollen. Das ist die große Huld. 23 Das ist die Frohbotschaft, die Gott seinen
Dienern, die glauben und die guten Werke tun, verkündet. Sprich: Ich verlange von euch keinen Lohn
dafür, es sei denn die Liebe wie zu den Verwandten. Und wer ein gutes Werk tut, dem schenken Wir
dafür noch mehr Gutes. Gott ist voller Vergebung und zeigt sich erkenntlich. 24 Oder sagen sie etwa:
»Er hat eine Lüge gegen Gott erdichtet« Wenn nun Gott will, kann Er dir das Herz versiegeln. Und
Gott löscht das Falsche aus und bestätigt die Wahrheit mit seinen Worten. Er weiß über das innere
Geheimnis Bescheid.
42:25 Er ist es, der die Umkehr von seinen Dienern annimmt und die Missetaten verzeiht. Und Er weiß,
was ihr tut. 26 Und Er erhört diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, und gibt ihnen noch
mehr von seiner Huld. Für die Ungläubigen aber ist eine harte Pein bestimmt.
42:27 Und würde Gott seinen Dienern den Lebensunterhalt großzügig zuteilen, würden sie auf der Erde
Ungerechtigkeit verüben. Aber Gott läßt im richtigen Maße herabkommen, was Er will. Er hat
Kenntnis von seinen Dienern und sieht sie wohl. 28 Und Er ist es, der den Regen herabkommen läßt,
nachdem sie die Hoffnung aufgegeben haben, und der seine Barmherzigkeit ausbreitet. Und Er ist der
Freund und des Lobes würdig. 29 Und zu seinen Zeichen gehört es, dass Er die Himmel und die Erde
erschaffen hat und in ihnen beiden allerlei Getier sich ausbreiten läßt. Und Er hat die Macht, sie zu
versammeln, wenn Er will.
42:30 Und was immer euch an Unglück trifft, es ist für das, was eure Hände erworben haben. Und Er
übergeht wohl vieles. 31 Ihr könnt auf der Erde nichts vereiteln. Und ihr habt außer Gott weder
Freund noch Helfer. 32 Und zu seinen Zeichen gehören die Schiffe, die wie Berge auf dem Meer
fahren. 33 Wenn Er will, läßt Er den Wind sich legen, so dass sie nun bewegungslos auf der
Wasserfläche stehenbleiben. Darin sind Zeichen für jeden, der sehr geduldig und sehr dankbar ist. 34
Oder Er läßt sie untergehen für das, was sie erworben haben. Und Er übergeht wohl vieles.
42:35 Deshalb sollen diejenigen, die über unsere Zeichen streiten, wissen, dass es für sie kein Entrinnen
gibt.
42:36 Und was immer euch zuteil geworden ist, ist Nutznießung des diesseitigen Lebens. Was aber bei
Gott ist, ist besser und hat eher Bestand für die, die glauben und auf ihren Herrn vertrauen, 37 die die
schweren Sünden und die schändlichen Taten meiden und, wenn sie in Zorn geraten, (lieber)
vergeben, 38 und die auf ihren Herrn hören und das Gebet verrichten, ihre Angelegenheiten durch
Beratung regeln und von dem, was Wir ihnen beschert haben, spenden, 39 und die, wenn ihnen
Ungerechtigkeit widerfährt, sich selbst helfen.
42:40 Eine böse Tat soll mit etwas gleich Bösem vergolten werden. Wer aber verzeiht und Besserung
schafft, dessen Lohn obliegt Gott. Er liebt ja die nicht, die Unrecht tun. 41 Und die, die sich selbst
helfen, nachdem ihnen Unrecht getan wurde, können nicht belangt werden. 42 Belangt werden die,
die den Menschen Unrecht tun und auf der Erde unberechtigterweise ungerecht handeln. Für sie ist
eine schmerzhafte Pein bestimmt. 43 Wahrlich, wenn einer geduldig ist und vergibt, so gehört dies
zur Entschlossenheit in den Anliegen.
42:44 Wen Gott irreführt, der hat daraufhin keinen Freund. Und du siehst, wie die, die Unrecht tun, wenn
sie die Pein sehen, sagen: »Gibt es denn einen Weg, zurückzukehren?«
42:45 Und du siehst, wie sie ihm vorgeführt werden, demütig vor Erniedrigung und mit verstohlenen
Blicken dreinschauend. Und diejenigen, die glauben, sagen: »Die (wahren) Verlierer sind die, die am
Tag der Auferstehung sich selbst und ihre Angehörigen verlieren.« Ja, die, die Unrecht tun, befinden
sich in einer beständigen Pein. 46 Und sie haben keine Freunde, die sie anstelle Gottes unterstützen
könnten. Wen Gott irreführt, für den gibt es keinen Ausweg. 47 Hört auf euren Herrn, bevor ein Tag
kommt, der von seiten Gottes nicht zurückgewiesen wird. An jenem Tag habt ihr keinen Zufluchtsort
und keine Möglichkeit, (irgend etwas) abzustreiten. 48 Wenn sie sich abwenden, so haben Wir dich
nicht als Hüter über sie gesandt. Dir obliegt nur die Ausrichtung (der Botschaft). Und siehe, wenn Wir
den Menschen Barmherzigkeit von Uns kosten lassen, freut er sich darüber. Wenn aber etwas Böses
sie trifft für das, was ihre Hände vorausgeschickt haben, dann ist der Mensch sehr undankbar. 49 Gott
gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde. Er erschafft, was Er will. Er schenkt, wem Er
will, weibliche, und Er schenkt, wem Er will, männliche Nachkommen.
42:50 Oder Er schenkt beides, männliche und weibliche Nachkommen. Und Er macht, wen Er will,
unfruchtbar. Er weiß Bescheid und ist mächtig.
42:51 Und es steht keinem Menschen zu, dass Gott zu ihm spricht es sei denn durch Offenbarung oder hinter einem
Vorhang, oder indem Er einen Boten sendet, der (ihm) dann mit seiner Erlaubnis offenbart, was Er will. Er ist
erhaben und weise. 52 Und so haben Wir dir Geist von unserem Befehl offenbart. Du wußtest nicht (vorher),
was das Buch und was der Glaube ist. Und doch haben Wir es zu einem Licht gemacht, mit dem Wir rechtleiten,
wen von unseren Dienern Wir wollen. Und wahrlich, du führst zu einem geraden Weg, 53 dem Weg Gottes,
dem gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Ja, zu Gott gelangen die Angelegenheiten.


Sure: 43 Der Prunk (al-Zukhruf) zu Mekka, 89 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
43:1 Ha Mim. 2 Beim deutlichen Buch! 3 Wir haben es zu einem arabischen Koran gemacht, auf dass ihr
verständig werdet. 4 Er ist aufgezeichnet in der Urnorm des Buches bei Uns, erhaben und weise.
42:5 Sollen Wir denn euch die Ermahnung vorenthalten, wenn ihr maßlose Leute seid? 6 Und wie so
manchen Propheten haben Wir zu den früheren Generationen gesandt! 7 Und kein Gesandter kam zu
ihnen, ohne dass sie ihn verspottet hätten. 8 Und doch haben Wir solche verderben lassen, die eine
stärkere Gewalt besaßen als diese da. Und fest steht, wie an den Früheren gehandelt wurde .
43:9 Und wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen hat, sagen sie bestimmt:
»Erschaffen hat sie der Mächtige, der Bescheid weiß.«
43:10 Er, der euch die Erde zu einer Lagerstätte gemacht und euch auf ihr Wege gemacht hat, auf dass ihr
der Rechtleitung folget, 11 und der euch Wasser vom Himmel in einem bestimmten Maß
herabkommen läßt. Damit beleben Wir eine abgestorbene Ortschaft. Auf diese Weise werdet auch ihr
hervorgebracht werden. 12 Er, der die Paare alle erschaffen und euch Schiffe und Herdentiere
gemacht hat, auf die ihr steigen könnt, 13 damit ihr euch auf ihrem Rücken zurechtsetzt und dann,
wenn ihr euch darauf zurechtgesetzt habt, der Gnade eures Herrn gedenkt und sagt: »Preis sei dem,
der uns diese dienstbar gemacht hat! Wir hätten es allein gewiß nicht schaffen können. 14 Und wir
werden bestimmt zu unserem Herrn zurückkehren.«
43:15 Und sie schreiben Ihm einen Teil von seinen Dienern zu. Der Mensch ist ja offenkundig sehr
undankbar. 16 Oder hat Er sich etwa aus den Reihen seiner Geschöpfe Töchter genommen und für
euch die Söhne erwählt? 17 Wenn einem von ihnen verkündet wird, (ihm sei geboren), was er dem
Erbarmer zum Beispiel zuschreibt , bleibt sein Gesicht finster, und er ist voller Gram. 18 Wollen sie
denn wirklich solche (Gott zuschreiben), die im Schmuck aufgezogen werden und sich im Streit nicht
deutlich genug ausdrücken? 19 Und sie machen die Engel, welche ja die Diener des Erbarmers sind,
zu weiblichen Wesen. Waren sie denn bei ihrer Erschaffung zugegen? Ihr Zeugnis wird
aufgeschrieben, und sie werden zur Verantwortung gezogen.
43:20 Und sie sagen: »Wenn der Erbarmer gewollt hätte, hätten wir sie nicht verehrt.« Sie haben ja kein
Wissen darüber. Sie stellen nur Schätzungen an. 21 Oder haben Wir ihnen etwa vordem ein Buch
zukommen lassen, an dem sie sich festhalten könnten? 22 Nein, vielmehr sagen sie: »Wir haben bei
unseren Vätern eine bestimmte Glaubensrichtung vorgefunden, und in ihren Fußstapfen folgen wir
der Rechtleitung.« 23 So haben Wir auch vor dir in keine Stadt einen Warner gesandt, ohne dass die,
die in ihr üppig lebten, gesagt hätten: »Wir haben bei unseren Vätern eine bestimmte
Glaubensrichtung vorgefunden, und wir treten in ihre Fußstapfen.« 24 Er sagte: »Was denn, auch
wenn ich euch bringe, was eine bessere Rechtleitung beinhaltet als das, was ihr bei euren Vätern
vorgefunden habt?« Sie sagten: »Wir verleugnen das, womit ihr gesandt worden seid.«
43:25 Da rächten Wir uns an ihnen. So schau, wie das Ende derer war, die (die Gesandten) der Lüge
geziehen haben. 26 Und als Abraham zu seinem Vater und seinem Volk sagte: »Ich bin unschuldig an
dem, was ihr verehrt, 27 außer dem, der mich erschaffen hat; Er wird mich rechtleiten.« 28 Und er
machte es zu einem bleibenden Ausspruch unter denen, die nach ihm kommen sollten, auf dass sie
umkehren. 29 Nein, Ich habe diese da und ihre Väter genießen lassen, bis die Wahrheit und ein
offenkundiger Gesandter zu ihnen kamen.
43:30 Als nun die Wahrheit zu ihnen kam, sagten sie: »Das ist Zauberei; wir glauben nicht daran.« 31
Und sie sagen: »Wenn doch dieser Koran auf einen mächtigen Mann aus den zwei Städten
herabgesandt worden wäre!« 32 Sind sie es etwa, die die Barmherzigkeit deines Herrn verteilen? Wir
haben doch unter ihnen ihren Lebensunterhalt im diesseitigen Leben verteilt und die einen von ihnen
über die anderen um Rangstufen erhöht, damit die einen von ihnen die anderen in ihren Dienst
nehmen. Aber die Barmherzigkeit deines Herrn ist besser als das, was sie zusammentragen. 33 Und
wären nicht die Menschen eine einzige Gemeinschaft , hätten Wir denen, die den Erbarmer
verleugnen, Decken aus Silber für ihre Häuser gemacht, und auch Treppen, auf denen sie
hinaufsteigen können, 34 und Türen für ihre Häuser, und Betten, auf denen sie liegen können,
43:35 und weiteren Prunk. All das ist nichts als Nutznießung des diesseitigen Lebens. Das Jenseits bei
deinem Herrn ist aber für die Gottesfürchtigen bestimmt.
43:36 Wer sich gegenüber der Ermahnung des Erbarmers wie blind verhält, für den bestellen Wir einen
Satan, der ihm dann zum Gesellen wird. 37 Und siehe, sie weisen sie vom Weg ab, sie aber meinen,
sie würden der Rechtleitung folgen. 38 Wenn er schließlich zu Uns kommt, sagt er: »O wäre doch
zwischen mir und dir eine Entfernung wie zwischen Osten und Westen!« Welch schlimmer Geselle!
39 Heute, da ihr Unrecht getan habt, nützt euch nicht, dass ihr an derselben Pein teilhabt.
43:40 Willst du denn die Tauben hören lassen oder die Blinden und die, die sich in einem offenkundigen
Irrtum befinden, rechtleiten? 41 Sollten Wir dich fortnehmen, dann werden Wir uns an ihnen rächen.
42 Oder Wir lassen dich sehen, was Wir ihnen angedroht haben, denn Wir haben ja völlig Macht über
sie. 43 Halte nun fest an dem, was dir offenbart wurde; du befindest dich auf einem geraden Weg. 44
Das ist eine Ermahnung für dich und dein Volk. Und ihr werdet zur Verantwortung gezogen.
43:45 Und frage jene unserer Gesandten, die Wir vor dir gesandt haben, ob Wir anstelle des Erbarmers
(andere) Götter zum Gegenstand der Verehrung eingesetzt haben. 46 Und Wir haben Mose mit
unseren Zeichen zu Pharao und seinen Vornehmen gesandt. Er sagte: »Ich bin der Gesandte des Herrn
der Welten.« 47 Als er mit unseren Zeichen zu ihnen kam, da lachten sie gleich über sie. 48 Und Wir
zeigten ihnen kein Zeichen, das nicht größer gewesen wäre als das andere. Und Wir ergriffen sie mit
der Pein, auf dass sie umkehrten. 49 Und sie sagten: »O du Zauberer, rufe für uns deinen Herrn an
aufgrund seines Bundes mit dir, dann werden wir der Rechtleitung folgen.«
43:50 Als Wir dann die Pein von ihnen aufhoben, da brachen sie gleich ihr Wort. 51 Und Pharao ließ
unter seinem Volk ausrufen; er sagte: »O mein Volk, gehört mir nicht die Königsherrschaft Ägyptens,
und auch dieser Bäche, die unter mir fließen? Wollt ihr nicht einsichtig sein? 52 Oder bin ich nicht
besser als dieser da, der verächtlich ist und sich kaum deutlich ausdrückt? 53 Wären ihm doch
Armringe aus Gold überbracht worden, oder die Engel mit ihm als Begleitung gekommen!« 54 Er ließ
sein Volk abirren, und sie gehorchten ihm. Sie waren ja frevlerische Leute.
43:55 Als sie unseren Zorn erregten, rächten Wir uns an ihnen und ließen sie alle ertrinken. 56 Und Wir
machten sie zu einem dahingegangenen Volk und zu einem Beispiel für die anderen.
43:57 Und als der Sohn Marias als Beispiel angeführt wurde, da erging sich dein Volk gleich in lautem
Spott. 58 Und sie sagten: »Wer ist besser, unsere Götter oder er?« Sie führten ihn dir nur zum Streiten
an. Nein, sie sind streitsüchtige Leute. 59 Er ist nichts als ein Diener, den Wir begnadet und zu einem
Beispiel für die Kinder Israels gemacht haben.
43:60 Und wenn Wir wollten, könnten Wir aus euren Reihen Engel bestellen, die als (eure) Nachfolger
auf der Erde leben würden. 61 Und er ist ein Erkennungszeichen für die Stunde (des Gerichtes). So
hegt keine Zweifel über sie und folgt mir. Das ist ein gerader Weg. 62 Und der Satan soll euch nicht
abweisen. Er ist euch ein offenkundiger Feind. 63 Und als Jesus mit den deutlichen Zeichen kam,
sagte er: »Ich komme zu euch mit der Weisheit, und um euch einiges von dem, worüber ihr uneins
seid, deutlich zu machen. So fürchtet Gott und gehorcht mir. 64 Gott ist mein Herr und euer Herr. So
dienet Ihm. Das ist ein gerader Weg.«
43:65 Dann wurden die Parteien untereinander uneins. Wehe denen, die Unrecht tun, vor der Pein eines
schmerzhaften Tages! 66 Erwarten sie denn etwas anderes, als dass die Stunde plötzlich über sie
kommt, ohne dass sie es merken? 67 Vertraute werden an jenem Tag einer des anderen Feind sein,
außer den Gottesfürchtigen. 68 »O meine Diener, ihr habt heute nichts zu befürchten, und ihr werdet
nicht traurig sein. 69 Ihr, die ihr an unsere Zeichen glaubtet und gottergeben waret.
43:70 Geht ins Paradies ein, ihr und eure Gattinnen, euch wird Freude bereitet.« 71 Es werden ihnen
Schüsseln aus Gold und Becher herumgereicht. Und darin gibt es, was die Seele begehrt und für die
Augen eine Wonne ist. Und ihr werdet darin ewig weilen 72 Das ist das Paradies, das euch zum Erbe
gegeben worden ist für das, was ihr zu tun pflegtet. 73 Darin sind viele Früchte für euch, von denen
ihr essen könnt. 74 Die Übeltäter aber werden in der Pein der Hölle ewig weilen.
43:75 Es wird ihnen keine Erleichterung gewährt, und sie werden darin voller Verzweiflung sein. 76 Und
nicht Wir haben ihnen Unrecht getan, sondern sie sind es, die Unrecht getan haben. 77 Und sie rufen:
»O Ma,-lik, dein Herr soll mit uns ein Ende machen.« Er sagt: »Ihr werdet (hier) bleiben.«
43:78 Wir haben euch die Wahrheit gebracht. Aber die meisten von euch verabscheuen die Wahrheit. 79
Oder haben sie Ränke geschmiedet? Auch Wir können ebensolche schmieden.
43:80 Oder meinen sie, Wir würden nicht hören, was sie insgeheim und in vertraulichem Gespräch sagen?
Doch, und auch unsere Boten schreiben bei ihnen (alles) auf.
43:81 Sprich: Wenn der Erbarmer ein Kind hätte, wäre ich der erste derer, die (es) anbeten. 82 Preis sei
dem Herrn der Himmel und der Erde, dem Herrn des Thrones! (Erhaben ist Er) über das, was sie da
schildern. 83 Laß sie schweifende Reden halten und ihr Spiel treiben, bis sie ihrem Tag begegnen, der
ihnen angedroht ist. 84 Er ist Gott im Himmel und Gott auf der Erde. Er ist der, der weise ist und
Bescheid weiß.
43:85 Und gesegnet sei der, dem die Königsherrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was
dazwischen ist, gehört, der das Wissen über die Stunde besitzt und zu dem ihr zurückgebracht werdet!
86 Und diejenigen, die sie an seiner Stelle anrufen, verfügen nicht darüber, Fürsprache einzulegen,
ausgenommen die, welche die Wahrheit bezeugen und die Bescheid wissen. 87 Wenn du sie fragst,
wer sie erschaffen hat, sagen sie bestimmt: »Gott« Wie leicht lassen sie sich doch abwenden! 88 Und
bei seinem Ausspruch: »O mein Herr, das sind Leute, die nicht glauben.« 89 Übe Nachsicht mit ihnen
und sprich: »Frieden!« Sie werden es noch zu wissen bekommen.


Sure: 44 Der Rauch (al-Dukha,-n) zu Mekka, 59 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
44:1 Ha Mim. 2 Beim deutlichen Buch! 3 Wir haben es in einer gesegneten Nacht hinabgesandt. Wir
haben ja (die Menschen) immer wieder gewarnt —, 4 in der jede weise Angelegenheit einzeln
entschieden wird
44:5 als eine Angelegenheit von unserer Seite — ja, Wir haben immer wieder (Warner) gesandt —, 6 als
eine Barmherzigkeit von deinem Herrn — Er ist der, der alles hört und weiß —, 7 dem Herrn der
Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, so ihr Gewißheit hegt. 8 Es gibt keinen Gott
außer Ihm. Er macht lebendig und läßt sterben, (Er), euer Herr und der Herr eurer Vorväter.
44:9 Aber nein, sie hegen Zweifel und treiben ihr Spiel.
44:10 Erwarte nun den Tag, an dem der Himmel einen offenkundigen Rauch herabkommen läßt, 11 der
die Menschen überdecken wird. Das ist eine schmerzhafte Pein. 12 »Unser Herr, hebe die Pein von
uns auf. Wir wollen gläubig sein. 13 Wie soll ihnen da die Ermahnung nützen, wo doch ein
offenkundiger Gesandter zu ihnen kam, 14 sie sich aber von ihm abkehrten und sagten: »Einer, den
ein anderer belehrt, ein Besessener.«
44:15 Wir werden die Pein ein wenig aufheben. Ihr aber werdet rückfällig werden. 16 Am Tag, da Wir
mit großer Gewalt zugreifen werden, da werden Wir uns rächen. 17 Und Wir haben schon vor ihnen
das Volk des Pharao der Versuchung ausgesetzt . Zu ihnen kam ein edler Gesandter: 18 Ȇbergebt
mir die Diener Gottes. Ich bin euch ein treuer Gesandter. 19 Und zeigt euch Gott gegenüber nicht
überheblich. Ich komme zu euch mit einer offenkundigen Ermächtigung.
44:20 Und ich suche Zuflucht bei meinem Herrn und eurem Herrn davor, dass ihr mich steinigt. 21 Und
wenn ihr mir nicht glaubt, dann haltet euch fern von mir.« 22 Da rief er zu seinem Herrn: »Das sind
Leute, die Übeltäter sind.« 23 — Zieh bei Nacht mit meinen Dienern fort; ihr werdet da verfolgt
werden. 24 Und verlaß das Meer als ruhige breite Bahn. Siehe, sie sind ein Heer, das ertränkt werden
soll.
44:25 Wie viele Gärten und Quellen ließen sie zurück, 26 und Saatfelder und eine treffliche Stätte, 27
und ein angenehmes Leben, in dem sie es sich wohl sein ließen! 28 So war es. Und Wir gaben es
anderen Leuten zum Erbe. 29 Weder der Himmel noch die Erde weinte über sie. Und ihnen wurde
kein Aufschub gewährt.
44:30 Und Wir erretteten die Kinder Israels von der schmählichen Pein, 31 von Pharao. Er hatte hohe
Gewalt und war einer der Maßlosen. 32 Und Wir erwählten sie aufgrund von Wissen vor den
Weltenbewohnern 33 und ließen ihnen von den Zeichen solche zukommen, die eine offenkundige
Prüfung enthielten.
44:34 Wahrlich, diese da sagen:
44:35 »Es gibt nur unseren ersten Tod. Und wir werden nicht wiedererweckt werden. 36 Bringt doch
unsere Väter herbei, so ihr die Wahrheit sagt. 37 Sind sie etwa besser, oder das Volk des Tubba und
jene, die vor ihnen lebten? Wir haben sie verderben lassen, denn sie waren Übeltäter. 38 Und Wir
haben die Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, nicht zum Zeitvertreib erschaffen.
39 Wir haben sie in Wahrheit erschaffen. Aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid.
44:40 Der Tag der Scheidung ist der Termin für sie alle, 41 der Tag, an dem kein Schutzherr seinem
Schützling etwas nützen kann und sie keine Unterstützung erfahren werden, 42 ausgenommen wessen
sich Gott erbarmt. Er ist der Mächtige, der Barmherzige. 43 Der Zaqqu,-m-Baum 44 ist die Speise des
Sünders;
44:45 wie geschmolzenes Erz kocht er in den Bäuchen, 46 wie das heiße Wasser kocht. 47 »Nehmt ihn
und zerrt ihn mitten in die Hölle. 48 Dann gießt über seinen Kopf etwas von der Pein des heißen
Wassers. 49 Koste es. Du bist doch der Mächtige, der Treffliche!
44:50 Das ist, worüber ihr Zweifel hegtet. 51 Die Gottesfürchtigen befinden sich an einer sicheren Stätte,
52 in Gärten und an Quellen. 53 Sie tragen Gewänder aus Seide und Brokat, und (sie liegen) einander
gegenüber. 54 So ist es. Und Wir geben ihnen als Gattinnen Huri mit schönen, großen Augen.
44:55 Sie rufen darin nach Früchten jeder Art (und leben) in Sicherheit. 56 Sie erleiden darin nicht den
Tod, außer dem ersten Tod. Und Er hütet sie vor der Pein der Hölle, 57 als Huld von deinem Herrn.
Das ist der großartige Erfolg.
44:58 Wir haben ihn durch deine Zunge leicht gemacht, auf dass sie es bedenken. 59 Warte nun ab; auch sie
warten ab.


Sure: 45 Die auf den Knien sitzt (al-Dja,-thiya) zu Mekka, 37 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
45:1 Ha Mim. 2 Herabsendung des Buches von Gott, dem Mächtigen, dem Weisen. 3 In den Himmeln
und auf der Erde sind Zeichen für die Gläubigen. 4 Und in eurer Erschaffung und in dem, was Er an
Getier sich ausbreiten läßt, sind Zeichen für Leute, die Gewißheit hegen.
45:5 Und auch im Aufeinanderfolgen von Nacht und Tag und in dem, was Gott an Lebensunterhalt vom
Himmel herabkommen läßt und dadurch die Erde nach ihrem Absterben belebt, und im Wechsel der
Winde sind Zeichen für Leute, die Verstand haben. 6 Dies sind die Zeichen Gottes. Wir verlesen sie
dir der Wahrheit entsprechend. An welche Botschaft, nachdem Gott und seine Zeichen kundgetan
worden sind, wollen sie denn sonst glauben?
45:7 Wehe jedem Lügner und Sünder, 8 der hört, wie ihm die Zeichen Gottes verlesen werden, und dann
hochmütig (in seinem Unglauben) verharrt, als hätte er sie nie gehört! Verkünde ihm eine
schmerzhafte Pein. 9 Und wenn er etwas von unseren Zeichen erfährt, nimmt er es zum Gegenstand
des Spottes. Für solche Leute ist eine schmähliche Pein bestimmt.
45:10 Hinterdrein steht für sie die Hölle bereit. Und es nützt ihnen nichts, was sie erworben und was sie
sich anstelle Gottes zu Freunden genommen haben. Für sie ist eine gewaltige Pein bestimmt.
45:11 Dies ist die Rechtleitung. Für diejenigen aber, die die Zeichen ihres Herrn verleugnen, ist eine Pein
durch ein schmerzhaftes Zorngericht bestimmt.
45:12 Gott ist es, der euch das Meer dienstbar gemacht hat, dass die Schiffe nach seinem Befehl darauf
fahren, dass ihr nach etwas von seiner Huld strebt und dass ihr dankbar werdet. 13 Und Er hat euch
von sich aus alles dienstbar gemacht, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Darin sind
Zeichen für Leute, die nachdenken.
45:14 Sag denen, die glauben, sie sollen denen vergeben, die nicht erwarten, die Tage Gottes zu erleben,
auf dass Er den Leuten vergelte für das, was sie erworben haben.
45:15 Wer Gutes tut, tut es zu seinem eigenen Vorteil. Und wer Böses tut, tut es zu seinem eigenen
Schaden. Zu eurem Herrn werdet ihr dann zurückgebracht.
45:16 Und Wir haben den Kindern Israels das Buch, die Urteilsvollmacht und die Prophetie zukommen
lassen und ihnen allerlei köstliche Dinge beschert und sie bevorzugt vor den Weltenbewohnern. 17
Und Wir haben ihnen in der Angelegenheit (der Religion) deutliche Beweise zukommen lassen. Sie
wurden aber erst uneins, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war, dies aus ungerechter
Auflehnung untereinander. Dein Herr wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen über das
entscheiden, worüber sie uneins waren. 18 Dann stellten Wir für dich eine Richtung in der
Angelegenheit (der Religion) fest. So folge ihr und folge nicht den Neigungen derer, die nicht
Bescheid wissen. 19 Sie können dir vor Gott nichts nützen. Diejenigen, die Unrecht tun, sind
untereinander Freunde. Gott aber ist der Freund der Gottesfürchtigen.
45:20 Dies sind einsichtbringende Zeichen für die Menschen und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit
für Leute, die Gewißheit hegen.
45:21 Oder meinen diejenigen, die die Missetaten verüben, dass Wir sie denen, die glauben und die guten
Werke tun, gleichstellen sowohl in ihrem Leben als in ihrem Sterben? Schlimm ist es, wie sie urteilen.
22 Gott hat die Himmel und die Erde der Wahrheit entsprechend erschaffen. Und jeder Seele soll
vergolten werden für das, was sie erworben hat. Und ihnen wird nicht Unrecht getan.
45:23 Hast du den gesehen, der sich zu seinem Gott seine Neigung gemacht hat, den Gott aufgrund von
Wissen irregeführt, dem Er das Gehör und das Herz versiegelt und auf dessen Augenlicht eine Hülle
gelegt hat? Wer nach Gott könnte ihn rechtleiten? Wollt ihr es nicht bedenken? 24 Und sie sagen: »Es
gibt nur unser diesseitiges Leben. Wir sterben und leben (hier), und nur die Zeit läßt uns verderben.«
Sie haben doch kein Wissen darüber, sie stellen nur Mutmaßungen an.
45:25 Und wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, führen sie kein anderes
Argument an, als nur zu sagen: »Bringt unsere Väter herbei, wenn ihr die Wahrheit sagt.« 26 Sprich:
Gott macht euch lebendig und läßt euch dann sterben. Dann versammelt Er euch zum Tag der
Auferstehung, an dem kein Zweifel möglich ist. Aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid.
27 Gott gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde. Und am Tag, da die Stunde
heraufkommt, an jenem Tag werden die verlieren, die (die Botschaft) für falsch erklären. 28 Und du
siehst jede Gemeinschaft auf den Knien sitzen. Jede Gemeinschaft wird zu ihrem Buch gerufen:
»Heute wird euch das vergolten, was ihr zu tun pflegtet. 29 Dies ist unser Buch. Es spricht die
Wahrheit gegen euch aus. Wir ließen aufschreiben, was ihr zu tun pflegtet.«
45:30 Diejenigen, die geglaubt und die guten Werke getan haben, läßt ihr Herr in seine Barmherzigkeit
eingehen. Das ist der offenkundige Erfolg. 31 Diejenigen aber, die ungläubig waren, (bekommen zu
hören): »Sind euch nicht meine Zeichen immer wieder verlesen worden? Ihr aber habt euch
hochmütig verhalten und seid Leute gewesen, die Übeltäter waren. 32 Und wenn gesagt wurde: ›Das
Versprechen Gottes ist wahr, und an der Stunde ist kein Zweifel möglich‹, sagtet ihr: ›Wir wissen
nicht, was überhaupt die Stunde ist. Wir stellen nur Mutmaßungen an und hegen darüber keine
Gewißheit.‹« 33 Und ihnen werden ihre Missetaten, die sie begangen haben, klar, und es umschließt
sie das, worüber sie spotteten. 34 Und es wird gesprochen: »Heute werden Wir euch vergessen, wie
ihr die Begegnung mit diesem eurem Tag vergessen habt. Eure Heimstätte ist das Feuer, und ihr habt
keine Helfer.
45:35 Dies dafür, dass ihr die Zeichen Gottes zum Gegenstand des Spottes genommen habt und dass euch
das diesseitige Leben betört hat. Heute werden sie nicht mehr daraus herausgebracht, und es wird von
ihnen keine entschuldigende Umkehr mehr angenommen.« 36 Lob sei nun Gott, dem Herrn der
Himmel und dem Herrn der Erde, dem Herrn der Welten! 37 Ihm gehört die Hoheit in den Himmeln
und auf der Erde. Er ist der Mächtige, der Weise.


Sure: 46 Die Dünen (al-Ah,.qa,-f) zu Mekka, 35 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
46:1 Ha Min. 2 Herabsendung des Buches von Gott, dem Mächtigen, dem Weisen. 3 Wir haben die
Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, nur in Wahrheit und auf eine festgesetzte Frist
erschaffen. Aber diejenigen, die ungläubig sind, wenden sich von der Warnung, die sie erhielten, ab. 4
Sprich: Was meint ihr von dem, was ihr anstelle Gottes anruft? Zeigt mir, was sie von der Erde
erschaffen haben. Oder haben sie etwa einen Anteil an den Himmeln? Bringt mir doch ein Buch her,
das vor diesem wäre, oder auch nur eine Spur von Wissen, so ihr die Wahrheit sagt.
46:5 Und wer ist weiter abgeirrt als der, der anstelle Gottes solche anruft, die ihn bis zum Tag der
Auferstehung nicht erhören, ihr Rufen nicht beachten 6 und, wenn die Menschen versammelt
werden, ihnen feind sind und ihre Verehrung verleugnen?
46:7 Und wenn ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die
ungläubig sind, von der Wahrheit, als sie zu ihnen kam: »Das ist offenkundige Zauberei.« 8 Oder
sagen sie wohl: »Er hat ihn erdichtet.« Sprich: Wenn ich ihn erdichtet habe, dann könnt ihr mir vor
Gott keinen Nutzen bringen. Er weiß besser, womit ihr euch ausgiebig beschäftigt. Er genügt als
Zeuge zwischen mir und euch. Und Er ist der, der voller Vergebung und barmherzig ist. 9 Sprich: Ich
bin keine Neuerscheinung unter den Gesandten. Und ich weiß nicht, was mit mir, und auch nicht, was
mit euch geschehen wird. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird. Und ich bin nur ein deutlicher
Warner.
46:10 Sprich: Was meint ihr, wenn er doch von Gott stammt und ihr ihn aber verleugnet, während ein
Zeuge von den Kindern Israels etwas bezeugt, was ihm gleich ist, und nunmehr an ihn glaubt,
während ihr euch hochmütig zeigt? Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht. 11 Und diejenigen,
die ungläubig sind, sagen von denen, die glauben: »Wäre er etwas Gutes, hätten sie ihn nicht vor uns
erlangt.« Und da sie sich nicht durch ihn rechtleiten lassen, werden sie ja sagen: »Das ist eine alte
Lüge.« 12 Und ihm ging das Buch des Mose als Vorbild und Barmherzigkeit voraus. Und dies ist ein
Buch zur Bestätigung in arabischer Sprache, um diejenigen, die Unrecht tun, zu warnen, und als
Botschaft für die Rechtschaffenen. 13 Diejenigen, die sagen: »Unser Herr ist Gott«, und sich dann
recht verhalten, haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein. 14 Das sind die
Gefährten des Paradieses; darin werden sie ewig weilen als Lohn für das, was sie zu tun pflegten.»
46:15 Und Wir haben dem Menschen aufgetragen, seine Eltern gut zu behandeln. Seine Mutter hat ihn
unter widrigen Umständen getragen und unter widrigen Umständen geboren. Die Zeit von der
Schwangerschaft bis zur Entwöhnung beträgt dreißig Monate. Wenn er dann seine Vollkraft erreicht
hat und (auch) das Alter von vierzig Jahren erreicht hat, sagt er: »Mein Herr, gib mir ein, für deine
Gnade zu danken, mit der Du mich und meine Eltern begnadet hast, und etwas Gutes zu tun, was Dir
wohlgefällt. Und schenke mir Gutes in meiner Nachkommenschaft. Ich wende mich Dir zu, und ich
gehöre zu denen, die sich (Dir) ergeben.« 16 Das sind die, von denen Wir das Beste von dem, was sie
getan haben, annehmen und deren Missetaten Wir übergehen, unter den Gefährten des Paradieses.
Dies ist das wahrhaftige Versprechen, das ihnen immer wieder gegeben wurde. 17 Und der, der zu
seinen Eltern sagt: »Pfui über euch! Wollt ihr denn mir versprechen, ich würde hervorgebracht
werden, wo vor mir Generationen dahingegangen sind?«... Sie aber bitten Gott um Hilfe: »Wehe dir,
glaube doch. Das Versprechen Gottes ist wahr.« Da sagt er: »Das sind nichts als die Fabeln der
Früheren.« 18 Das sind die, gegen die der Spruch fällig wird, wie gegen Gemeinschaften von Djinn
und Menschen, die vor ihnen dahingegangen sind. Sie sind ja die Verlierer. 19 Für alle sind
Rangstufen bestimmt für das, was sie getan haben, und dies, damit Er ihnen ihre Taten voll erstatte.
Und ihnen wird nicht Unrecht getan.
46:20 Und am Tag, da diejenigen, die ungläubig sind, dem Feuer vorgeführt werden: »Ihr habt eure
köstlichen Dinge im diesseitigen Leben aufgezehrt und genossen. Heute wird euch mit der
schmählichen Pein vergolten dafür, dass ihr euch auf der Erde immer wieder zu Unrecht hochmütig
verhalten und dass ihr immer wieder gefrevelt habt.«
46:21 Und gedenke des Bruders der ‘Ad , als er bei den Dünen sein Volk warnte — Warner gab es vor
ihm und nach ihm -: »Ihr sollt Gott allein dienen. Ich fürchte für euch die Pein eines gewaltigen
Tages. 22 Sie sagten: Bist du gekommen, um uns von unseren Göttern abzuwenden? Bring uns doch
her, was du uns androhst, so du zu denen gehörst, die die Wahrheit sagen. 23 Er sagte: Nur Gott weiß
darüber Bescheid. Ich aber richte euch das aus, womit ich gesandt worden bin. Aber ich sehe, dass ihr
Leute seid, die töricht sind. 24 Als sie es als heraufziehende Wolke sahen, die sich ihren Tälern
näherte, sagten sie: Das ist eine heraufziehende Wolke, die uns Regen bringt.« »Nein, vielmehr ist
das, was ihr zu beschleunigen gewünscht habt, ein Wind, der eine schmerzhafte Pein birgt,
46:25 der auf den Befehl seines Herrn alles zerstört. Am Morgen waren sie so, dass man nur noch ihre
Wohnungen sah. So vergelten Wir den Leuten, die Übeltäter sind. 26 Und Wir hatten ihnen doch eine
angesehene Stellung verliehen, die Wir euch nicht verliehen haben. Und Wir haben ihnen Gehör,
Augenlicht und Herz gegeben. Aber ihr Gehör, ihr Augenlicht und ihr Herz nützten ihnen nichts, da
sie die Zeichen Gottes verleugneten. Und es umschloß sie, worüber sie spotteten. 27 Und Wir haben
die Städte rings um euch auch verderben lassen. Und Wir haben verschiedene Zeichen dargelegt, auf
dass sie umkehren. 28 Hätten ihnen doch diejenigen Unterstützung geleistet, die sie sich anstelle
Gottes zu Göttern nahmen, (angeblich) um sich Zutritt in seine Nähe zu verschaffen! Nein, sie sind
ihnen entschwunden. Das ist ihre Lüge und das, was sie zu erdichten pflegten.
46:29 Und als Wir eine Schar Djinn veranlaßten, sich dir zuzuwenden und dem Koran zuzuhören. Als sie
eingetroffen waren, sagten sie: »Schweigt und hört zu. Als er zu Ende war, kehrten sie zu ihrem
Volk zurück, um sie zu warnen.
46:30 Sie sagten: »O unser Volk, wir haben ein Buch gehört, das nach Mose herabgesandt wurde, zu
bestätigen, was vor ihm vorhanden war, und das zur Wahrheit führt und zu einem geraden Weg. 31 O
unser Volk, hört auf den Rufer Gottes und glaubt an ihn, so vergibt Er euch etwas von euren Sünden
und schützt euch vor einer schmerzhaften Pein. 32 Wer auf den Rufer Gottes nicht hört, kann doch
(seinen Willen) auf der Erde nicht vereiteln, und er hat außer Ihm keine Freunde. Solche befinden
sich in einem offenkundigen Irrtum.
46:33 Haben sie denn nicht gesehen, dass Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen hat und bei ihrer
Erschaffung nicht überfordert war, auch die Macht hat, die Toten wieder lebendig zu machen? Ja, Er
hat Macht zu allen Dingen. 34 Und am Tag, da diejenigen, die ungläubig sind, dem Feuer vorgeführt
werden: »Ist dies nicht die Wahrheit?« Sie sagen: »Doch, bei unserem Herrn! Dann kostet die Pein
dafür, dass ihr ungläubig waret.« Er spricht: »Dann kostet die Pein dafür, dass ihr ungläubig waret.«
46:35 Sei nun geduldig, wie diejenigen unter den Gesandten, die Entschlossenheit besaßen, geduldig
waren. Und wünsche nichts gegen sie zu beschleunigen. Am Tag, da sie sehen, was ihnen angedroht
wird, wird ihnen sein, als hätten sie nur eine Stunde vom Tag verweilt. Hiermit wird die Botschaft
ausgerichtet. Wird denn jemand anderes ins Verderben gestürzt als die frevlerischen Leute?


Sure: 47 Muh,.ammad zu Medina, 38 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
47:1 Denen, die ungläubig sind und vom Weg Gottes abweisen, läßt Er ihre Werke fehlgehen. 2 Denen
aber, die glauben und die guten Werke tun und an das glauben, was auf Muhammad herabgesandt
worden ist — es ist ja die Wahrheit von ihrem Herrn —, denen sühnt Er ihre Missetaten und bringt
ihre Angelegenheiten in Ordnung. 3 Dies, weil die, die ungläubig sind, dem Falschen folgen, und die,
die glauben, der Wahrheit von ihrem Herrn folgen. Auf diese Weise legt Gott den Menschen ihren
Zustand in Gleichnissen dar.
47:4 Wenn ihr auf die, die ungläubig sind, trefft, dann schlagt (ihnen) auf die Nacken. Wenn ihr sie
schließlich schwer niedergekämpft habt, dann schnürt (ihnen) die Fesseln fest. Danach gilt es, sie aus
Gnade oder gegen Lösegeld zu entlassen. (Handelt so), bis der Krieg seine Waffenlasten ablegt. So ist
es. Und wenn Gott wollte, würde Er sie selbst strafen. Aber Er möchte die einen von euch durch die
anderen prüfen. Denen, die auf dem Weg Gottes getötet werden, läßt Er ihre Werke niemals
fehlgehen.
47:5 Er wird sie rechtleiten und ihre Angelegenheiten in Ordnung bringen, 6 sie ins Paradies eingehen
lassen, das Er ihnen zu erkennen gegeben hat.
47:7 O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Gott unterstützt, unterstützt Er euch und festigt eure Schritte . 8 Was
aber diejenigen betrifft, die ungläubig sind, so wehe ihnen! Und Er wird ihre Werke fehlgehen lassen.
9 Dies, weil sie verabscheuen, was Gott herabgesandt hat. So macht Er ihre Werke wertlos.
47:10 Sind sie denn nicht auf der Erde umhergezogen und haben geschaut, wie das Ende derer war, die
vor ihnen lebten? Gott hat über sie Zerstörung gebracht. Den Ungläubigen wird etwas Ähnliches
widerfahren. 11 Dies, weil Gott der Schutzherr derer ist, die glauben, und weil die Ungläubigen
keinen Schutzherrn haben.
47:12 Gott läßt diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, in Gärten eingehen, unter denen Bäche
fließen. Diejenigen aber, die ungläubig sind, genießen und essen, wie das Vieh frißt; das Feuer ist ihre
Bleibe.
47:13 Und wie manche Stadt, die eine stärkere Kraft hatte als deine Stadt, die dich vertrieben hat, haben
Wir verderben lassen; und sie hatten keine Helfer.
47:14 Ist denn der, der einen deutlichen Beweis von seinem Herrn hat, denen gleich, denen ihr böses Tun
verlockend gemacht wird und die ihren Neigungen folgen?
47:15 Mit dem Paradies, das den Gottesfürchtigen versprochen ist, ist es wie folgt: Darin sind Bäche mit
Wasser, das nicht faul ist, und Bäche mit Milch, deren Geschmack sich nicht ändert, und Bäche mit
Wein, der genußvoll ist für die, die davon trinken, und Bäche mit gefiltertem Honig. Und sie haben
darin allerlei Früchte und Vergebung von ihrem Herrn. (Sind diese etwa) denen gleich, die im Feuer
ewig weilen und heißes Wasser zu trinken bekommen, das ihre Eingeweide zerreißt?
47:16 Und unter ihnen gibt es welche, die dir zuhören. Wenn sie aber dann von dir weggehen, sagen sie
zu denen, denen das Wissen zugekommen ist: »Was hat er soeben gesagt? Das sind die, deren Herzen
Gott versiegelt hat und die ihren Neigungen folgen. 17 Und diejenigen, die der Rechtleitung folgen,
läßt Er in der Rechtleitung zunehmen, und Er verleiht ihnen ihre Gottesfurcht. 18 Erwarten sie denn
etwas anderes, als dass die Stunde plötzlich über sie kommt? Ihre Voraussetzungen sind bereits
eingetroffen. Wenn sie über sie kommt, was nützt ihnen dann noch ihre Ermahnung? 19 Wisse nun,
dass es keinen Gott gibt außer Gott. Und bitte um Vergebung für deine Sünde und für die gläubigen
Männer und die gläubigen Frauen. Gott weiß, wo ihr umherzieht und wo ihr bleibt.
47:20 Und diejenigen, die glauben, sagen: »Wäre doch eine Sure herabgesandt worden! Wenn aber eine
eindeutige Sure herabgesandt wird und darin vom Kampf die Rede ist, siehst du diejenigen, in deren
Herzen Krankheit ist, zu dir schauen, wie einer schaut, der vor dem Tod ohnmächtig wird. Recht
geschieht ihnen. 21 Gehorchen (sollen sie) ungeziemende Worte sagen. Wenn die Sache beschlossen
ist, dann wäre es besser für sie, sie würden Gott gegenüber aufrichtig sein. 22 Ob ihr wohl, wenn ihr
euch abkehrt, auf der Erde Unheil stiftet und die Verwandtschaftsbande zerreißt? 23 Das sind die, die
Gott verflucht: Er macht sie somit taub und läßt ihr Augenlicht erblinden. 24 Betrachten sie denn
nicht sorgfältig den Koran? Oder sind an ihren Herzen Verriegelungen angebracht?
47:25 Denen, die den Rücken kehren, nachdem ihnen die Rechtleitung deutlich geworden ist, hat der
Satan etwas eingeredet und Hoffnung auf Aufschub gemacht . 26 Dies, weil sie zu denen, die
verabscheuen, was Gott herabgesandt hat, sagen: »Wir werden euch in einigen Angelegenheiten
gehorchen. Aber Gott weiß, was sie im geheimen reden. 27 Wie wird es wohl sein, wenn die Engel
sie abberufen und sie dabei ins Gesicht und auf den Rücken schlagen? 28 Dies, weil sie dem folgen,
was Gott erzürnt, und sein Wohlgefallen verabscheuen. So macht Er ihre Werke wertlos. 29 Oder
meinen diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, Gott würde ihren Groll nicht ans Licht bringen?
47:30 Und wenn Wir wollten, würden Wir sie dir zeigen, so dass du sie an ihrem Merkmal erkennst. Und
du wirst sie bestimmt an ihrer falschen Art zu sprechen erkennen. Und Gott weiß über eure Werke
Bescheid. 31 Und Wir werden euch bestimmt prüfen, bis Wir feststellen, welche von euch sich
einsetzen und standhaft sind, und bis Wir die Berichte über euch prüfen. 32 Diejenigen, die ungläubig
sind, vom Weg Gottes abweisen und sich dem Gesandten widersetzen, nachdem ihnen die
Rechtleitung deutlich geworden ist, können Gott nichts schaden. Und Er wird ihre Werke wertlos
machen. 33 O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Gott und gehorcht dem Gesandten und laßt eure Werke
nicht fehlgehen. 34 Denen, die ungläubig sind und vom Weg Gottes abweisen und dann als
Ungläubige sterben, wird Gott niemals vergeben.
47:35 So erlahmt nicht und ruft nicht zum Frieden, wo ihr die Oberhand haben werdet. Und Gott ist mit
euch, und Er wird euch eure Werke niemals schmälern. 36 Das diesseitige Leben ist nur Spiel und
Zerstreuung. Wenn ihr glaubt und gottesfürchtig seid, läßt Er euch euren Lohn zukommen und
verlangt von euch nicht euer Vermögen. 37 Würde Er es von euch verlangen und euch drängen, ihr
würdet damit geizen, und Er würde euren Groll ans Licht bringen. 38 Siehe, ihr werdet aufgerufen,
auf dem Weg Gottes zu spenden. Jedoch gibt es unter euch welche, die sich geizig zeigen. Wer sich
aber geizig zeigt, ist geizig gegen sich selbst. Gott ist der, der auf niemanden angewiesen ist, ihr aber
seid die Armen. Wenn ihr euch abkehrt, nimmt Er an eurer Stelle ein anderes Volk, und sie werden
dann nicht so sein wie ihr.


Sure 48 Der Erfolg (al-Fath,.) zu Medina, 29 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
48:1 Wir haben dir einen offenkundigen Erfolg verliehen, 2 damit Gott dir deine Sünden vergebe, die
früheren und die späteren, und damit Er seine Gnade an dir vollende und dich einen geraden Weg
führe, 3 und damit Gott dich mit einem mächtigen Beistand unterstütze. 4 Er ist es, der die Ruhe
spendende Gegenwart in die Herzen der Gläubigen herabgesandt hat, dass sie in ihrem Glauben noch
an Glauben zunehmen. Und Gott gehören die Heerscharen der Himmel und der Erde. Und Gott weiß
Bescheid und ist weise.
48:5 Dies, damit Er die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen in Gärten eingehen lasse, unter
denen Bäche fließen — darin werden sie ewig weilen — und ihnen ihre Missetaten sühne. Und das ist
bei Gott ein großartiger Erfolg. 6 Und damit Er die Heuchler, Männer und Frauen, und die
Polytheisten, Männer und Frauen, peinige, die von Gott eine schlechte Meinung haben. Über sie
kommt die böse Schicksalswendung. Gott zürnt ihnen, verflucht sie und bereitet ihnen die Hölle —
welch schlimmes Ende! 7 Und Gott gehören die Heerscharen der Himmel und der Erde. Und Gott ist
mächtig und weise.
48:8 Wir haben dich als Zeugen, als Freudenboten und als Warner gesandt, 9 damit ihr an Gott und seinen
Gesandten glaubt, ihm beisteht und ihn ehrt, und (damit ihr) Ihn preist morgens und abends.
48:10 Diejenigen, die dir Treue geloben, geloben Gott Treue. Gottes Hand liegt über ihren Händen. Wer
nun (sein Wort) bricht, bricht es zu seinem eigenen Schaden. Und wer das erfüllt, wozu er sich Gott
gegenüber verpflichtet hat, dem läßt Er einen großartigen Lohn zukommen.
48:11 Die Zurückgelassenen unter den arabischen Beduinen werden zu dir sagen: »Unser Vermögen und
unsere Angehörigen haben uns zu sehr in Anspruch genommen. So bitte für uns um Vergebung. Sie
sagen mit ihrer Zunge, was nicht in ihrem Herzen ist. Sprich: Wer kann für euch vor Gott überhaupt
etwas bewirken, wenn Er euch schaden will oder wenn Er euch nützen will? Nein, Gott hat Kenntnis
von dem, was ihr tut. 12 Nein, ihr meintet, dass der Gesandte und die Gläubigen nie mehr zu ihren
Angehörigen heimkehren würden, und das ist euch in euren Herzen verlockend gemacht worden. Und
ihr hattet eine schlechte Meinung und waret ein verlorenes Volk. 13 Und wenn einer an Gott und
seinen Gesandten nicht glaubt, so haben Wir für die Ungläubigen einen Feuerbrand bereitet. 14 Und
Gott gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde. Er vergibt, wem Er will, und Er peinigt,
wen Er will. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig.
48:15 Die Zurückgelassenen werden, wenn ihr auszieht, um Beute zu machen, sagen: »Laßt uns euch
folgen. Sie möchten gern die Worte Gottes abändern. Sprich: Ihr dürft uns nicht folgen. So hat Gott
schon vorher gesprochen. Sie werden sagen: Nein, aber ihr hegt Neid uns gegenüber. Nein, sie
begreifen ja nur wenig. 16 Sprich zu den Zurückgelassenen unter den arabischen Beduinen: Ihr
werdet dazu aufgerufen, gegen Leute, die eine starke Schlagkraft besitzen, zu kämpfen, es sei denn,
sie ergeben sich. Wenn ihr gehorcht, läßt Gott euch einen schönen Lohn zukommen. Wenn ihr euch
aber abkehrt, wie ihr euch vorher abgekehrt habt, dann peinigt Er euch mit einer schmerzhaften Pein.
17 Es gibt keinen Grund zur Bedrängnis für den Blinden; es gibt keinen Grund zur Bedrängnis für den
Krüppel; es gibt keinen Grund zur Bedrängnis für den Kranken . Wer Gott und seinem Gesandten
gehorcht, den läßt Er in Gärten eingehen, unter denen Bäche fließen. Und wer sich abkehrt, den
peinigt Er mit einer schmerzhaften Pein. 18 Gott hat an den Gläubigen Wohlgefallen gefunden, als
sie dir unter dem Baum Treue gelobten. Da wußte Er, was in ihren Herzen war, und Er sandte die
Ruhe spendende Gegenwart auf sie herab und schenkte ihnen als Lohn einen nahen Erfolg 19 und
viel Beute, die sie nehmen würden. Und Gott ist mächtig und weise.
48:20 Gott hat euch versprochen, dass ihr viel Beute machen würdet. So hat Er euch erst diese eilig
zufallen lassen und die Hände der Menschen von euch zurückgehalten. Dies, damit es ein Zeichen für
die Gläubigen sei und Er euch einen geraden Weg führe. 21 Auch eine andere (Beute), die ihr nicht zu
erreichen vermochtet, hat Gott schon umfangen. Gott hat Macht zu allen Dingen. 22 Und hätten
diejenigen, die ungläubig sind, gegen euch gekämpft, sie hätten den Rücken gekehrt. Und dann finden
sie weder Freund noch Helfer. 23 So war das beispielhafte Verfahren Gottes, das früher angewandt
wurde. Und du wirst im Verfahren Gottes keine Veränderung finden. 24 Und Er ist es, der im Tal von
Mekka ihre Hände von euch und eure Hände von ihnen zurückgehalten hat, nachdem Er euch den
Sieg über sie verliehen hatte. Und Gott sieht wohl, was ihr tut.
48:25 Sie sind es, die ungläubig sind und euch von der heiligen Moschee abgewiesen und verhindert
haben, dass die Opfertiere ihren Schlachtort erreichen. Und hätte es nicht gläubige Männer und
gläubige Frauen gegeben , die ihr nicht kanntet, derentwegen aber euch verwehrt wurde, sie
niederzutreten und dadurch unwissentlich ihretwegen Schuld auf euch zu laden... Dies, damit Gott in
seine Barmherzigkeit eingehen läßt, wen Er will. Wenn diese sich abgesetzt hätten, hätten Wir
diejenigen von ihnen, die ungläubig sind, mit einer schmerzhaften Pein gepeinigt. 26 Als diejenigen,
die ungläubig sind, in ihren Herzen den Verbandsgeist entfachten — den Verbandsgeist der Zeit der
Unwissenheit —, worauf Gott seine Ruhe spendende Gegenwart auf seinen Gesandten und auf die
Gläubigen herabsandte und sie auf das Wort der Gottesfurcht verpflichtete. Sie hatten ja eher den
berechtigten Anspruch darauf und waren seiner würdig. Und Gott weiß über alle Dinge Bescheid.
48:27 Gott hat seinem Gesandten das Traumgesicht der Wahrheit entsprechend wahr gemacht: Ihr werdet
gewiß, wenn Gott will, die heilige Moschee betreten in Sicherheit, sowohl mit geschorenem Kopf als
auch mit gestutztem Haar, und ohne Angst zu haben. Und Er wußte, was ihr nicht wisst, und Er
bestimmte (für euch) außerdem einen nahen Erfolg. 28 Er ist es, der seinen Gesandten mit der
Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand zu verleihen über alle
Religion. Und Gott genügt als Zeuge.
48:29 Muhammad ist der Gesandte Gottes. Und diejenigen, die mit ihm sind, sind den Ungläubigen
gegenüber heftig, gegeneinander aber barmherzig. Du siehst, wie sie sich verneigen und niederwerfen
im Streben nach Gottes Huld und Wohlgefallen. Ihr Merkmal steht auf ihrem Gesicht als Spur der
Niederwerfung. Das ist ihre Beschreibung in der Tora. Beschrieben werden sie im Evangelium wie
ein Saatfeld, das seine Triebe hervorbringt und stärker werden läßt, so dass sie verdicken und auf den
Halmen stehen, zum Gefallen derer, die gesät haben. (Dies), damit Er die Ungläubigen durch sie in
Wut versetze. Gott hat diejenigen von ihnen, die glauben und die guten Werke tun, Vergebung und
großartigen Lohn versprochen.


Sure: 49 Die Gemächer (al-H,.udjura,-t) zu Medina, 18 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
49:1 O ihr, die ihr glaubt, kommt nicht Gott und seinem Gesandten zuvor und fürchtet Gott. Gott hört und
weiß alles. 2 O ihr, die ihr glaubt, erhebt nicht eure Stimme über die Stimme des Propheten, und
sprecht nicht so laut zu ihm, wie ihr laut zueinander sprecht, damit nicht eure Werke wertlos werden,
ohne dass ihr es merkt. 3 Diejenigen, die ihre Stimme bei dem Gesandten Gottes dämpfen, das sind
die, deren Herzen Gott auf die Gottesfurcht geprüft hat. Bestimmt ist für sie Vergebung und
großartiger Lohn. 4 Von denen, die dich rufen, während du dich in den Gemächern aufhältst, haben
die meisten keinen Verstand.
49:5 Würden sie sich gedulden, bis du zu ihnen herauskommst, wäre es besser für sie. Und Gott ist voller
Vergebung und barmherzig. 6 O ihr, die ihr glaubt, wenn ein Frevler mit einer Nachricht zu euch
kommt, so stellt es eindeutig fest, damit ihr nicht (einigen) Leuten in Unwissenheit etwas antut und
dann bereuen müßt, was ihr getan habt. 7 Und wisst, dass der Gesandte Gottes unter euch weilt.
Würde er in vielen Angelegenheiten euch gehorchen, würdet ihr in Bedrängnis geraten. Aber Gott hat
euch den Glauben lieb und in euren Herzen anziehend gemacht, und Er hat euch den Unglauben, den
Frevel und den Ungehorsam verabscheuen lassen. Das sind die, die den rechten Wandel zeigen. 8
Dies als Huld und Gnade von Gott. Und Gott weiß Bescheid und ist weise.
49:9 Und wenn zwei Gruppen von den Gläubigen einander bekämpfen, so stiftet Frieden zwischen ihnen.
Wenn die eine von ihnen gegen die andere in ungerechter Weise vorgeht, dann kämpft gegen
diejenige, die in ungerechter Weise vorgeht, bis sie zum Befehl Gottes umkehrt. Wenn sie umkehrt,
dann stiftet Frieden zwischen ihnen nach Gerechtigkeit und handelt dabei gerecht. Gott liebt die, die
gerecht handeln.
49:10 Die Gläubigen sind ja Brüder. So stiftet Frieden zwischen euren beiden Brüdern und fürchtet Gott,
auf dass ihr Erbarmen findet.
49:11 O ihr, die ihr glaubt, die einen sollen nicht die anderen verhöhnen, vielleicht sind diese eben besser
als sie. Auch sollen nicht Frauen andere Frauen verhöhnen, vielleicht sind diese eben besser als sie.
Und nörgelt nicht untereinander und gebt einander keine Schimpfnamen. Welch schlimmer Name, der
des Frevels, nach der Annahme des Glaubens! Diejenigen, die nicht umkehren, sind die, die Unrecht
tun.
49:12 O ihr, die ihr glaubt, meidet viel von den Mutmaßungen. Manche Mutmaßung ist Sünde. Spioniert
nicht und führt nicht üble Nachrede übereinander. Möchte denn einer von euch das Fleisch seines
Bruders, wenn er tot ist, essen? Es wäre euch doch zuwider. Fürchtet Gott. Gott wendet sich gnädig
zu und ist barmherzig.
49:13 O ihr Menschen, Wir haben euch von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen,
und Wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Der
Angesehenste von euch bei Gott, das ist der Gottesfürchtigste von euch. Gott weiß Bescheid und hat
Kenntnis von allem. 14 Die arabischen Beduinen sagen: »Wir glauben.« Sprich: Ihr glaubt nicht
(wirklich). Sagt vielmehr: Wir sind Muslime geworden . Der Glaube ist ja noch nicht in eure Herzen
gedrungen. Wenn ihr aber Gott und seinem Gesandten gehorcht, verringert Er euch nichts von euren
Werken. Gott ist voller Vergebung und barmherzig.
49:15 Die Gläubigen, das sind diejenigen, die an Gott und seinen Gesandten glauben und dann nicht
zweifeln und sich mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person auf dem Weg Gottes einsetzen.
Das sind die Wahrhaftigen. 16 Sprich: Wollt ihr denn Gott über eure Religion belehren, wo Gott
weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist? Und Gott weiß über alle Dinge Bescheid. 17 Sie
halten es für eine Wohltat gegen dich, dass sie Muslime geworden sind. Sprich: Haltet nicht eure
Annahme des Islams für eine Wohltat gegen mich. Nein, Gott hat euch eine Wohltat erwiesen
dadurch, dass Er euch zum Glauben geführt hat, wenn ihr wahrhaftig seid. 18 Gott kennt das
Unsichtbare der Himmel und der Erde. Und Gott sieht wohl, was ihr tut.


Sure: 50 Qa,-f zu Mekka, 45 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
50:1 Qa,-f. Beim glorreichen Koran! 2 Aber nein, sie wundern sich darüber, dass ein Warner aus ihrer
Mitte zu ihnen kam. Da sagen die Ungläubigen: »Das ist eine verwunderliche Sache. 3 Sollen wir
wirklich, wenn wir gestorben und zu Staub geworden sind...? Das ist doch eine Rückkehr von weiter
Entfernung.« 4 Wir wissen wohl, was die Erde von ihnen aufzehrt. Und bei Uns ist ein Buch, das alles
aufbewahrt.
50:5 Aber nein, für Lüge erklärten sie die Wahrheit, als sie zu ihnen kam, und so befinden sie sich in
einer verworrenen Lage. 6 Haben sie nicht zum Himmel über ihnen emporgeschaut, wie Wir ihn
aufgebaut und geschmückt haben, und dass er keine Risse aufweist? 7 Auch die Erde haben Wir
ausgebreitet und auf ihr festgegründete Berge angebracht, und Wir haben auf ihr verschiedene
erfreuliche Pflanzenarten wachsen lassen, 8 um Einsicht zu bringen und als Ermahnung für jeden
Diener, der sich (Gott) reumütig zuwendet. 9 Und Wir haben vom Himmel gesegnetes Wasser
herabkommen und damit Gärten und Korn für die Ernte wachsen lassen, 50:10 und Palmen,
hochragend und mit übereinander gereihten Blütenscheiden, 11 als Lebensunterhalt für die Diener .
Und Wir haben damit abgestorbene Ortschaften wieder belebt. So erfolgt auch das Herauskommen .
50:12 Der Lüge ziehen (ihre Gesandten) schon vor ihnen das Volk Noachs, die Leute des Brunnens und
die Thamud, 13 und die ‘Ad, Pharao und die Brüder Lots, 14 die Leute des Waldes und das Volk des
Tubba. Alle haben die Gesandten der Lüge geziehen, so ist meine Androhung zu Recht fällig
geworden .
50:15 Waren Wir denn mit der ersten Schöpfung überfordert? Nein, sie aber sind im unklaren über eine
neue Schöpfung . 16 Wir haben doch den Menschen erschaffen und wissen, was ihm seine Seele
einflüstert. Und Wir sind ihm näher als die Halsschlagader. 17 Wenn die beiden , die
entgegenzunehmen haben, entgegennehmen, zur Rechten und zur Linken sitzend, 18 wird er kein
Wort sprechen, ohne dass bei ihm ein Bewacher bereitstünde. 19 Und die Trunkenheit des Todes
bringt die Wahrheit: »Das ist das, wovor du auszuweichen pflegtest.«
50:20 Und es wird in die Trompete geblasen. Das ist der angedrohte Tag. 21 Und jede Seele kommt, und
mit ihr ein Treiber und ein Zeuge. 22 Du hast dies unbeachtet gelassen. Nun haben Wir deine Decke
von dir weggezogen, so dass dein Augenlicht heute scharf ist. 23 Und sein Geselle sagt: »Das ist,
was bei mir bereitliegt.« 24 — »Werft, ihr beide, in die Hölle jeden, der sehr ungläubig und
widerspenstig ist,
50:25 das Gute verweigert, Übertretungen begeht und Zweifel hegt, 26 und der Gott einen anderen Gott
zur Seite stellt. So werft ihn in die harte Pein.« 27 Sein Geselle sagt: »Unser Herr, ich habe ihn nicht
zu übermäßigem Frevel verleitet, sondern er befand sich selbst in tiefem Irrtum.« 28 Er spricht:
»Streitet euch nicht vor Mir, wo Ich euch die Androhung vorausgeschickt habe. 29 Der Spruch wird
bei Mir nicht abgeändert. Und Ich tue den Dienern kein Unrecht.«
50:30 (Dies) am Tag, da Wir zur Hölle sprechen: »Bist du bereits voll?« und sie sagt: »Gibt es noch
mehr?« 31 Und das Paradies wird an die Gottesfürchtigen herangebracht, nicht weit entfernt: 32 »Das
ist, was euch versprochen worden ist für jeden, der bereit zur Umkehr ist und sich selbst hütet, 33 der
den Erbarmer im verborgenen fürchtet und mit reumütigem Herzen (zu Ihm) kommt. 34 Geht hinein
in Frieden. Das ist der Tag der Ewigkeit.«
50:35 Sie haben darin, was sie wollen. Und bei Uns steht noch mehr. 36 Wie viele Generationen haben
Wir vor ihnen verderben lassen, die eine stärkere Gewalt besaßen als sie und in den Ländern
umherzogen! Gibt es ein Entrinnen? 37 Darin ist eine Ermahnung für den, der Herz hat oder hinhört,
während er zugegen ist. 38 Und Wir haben die Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, in
sechs Tagen erschaffen. Und dabei hat Uns keine Ermattung befallen. 39 So ertrage mit Geduld, was
sie sagen. Und singe das Lob deines Herrn vor dem Aufgang der Sonne und vor dem Untergang,
50: 40 und preise Ihn in der Nacht und jeweils am Ende der Niederwerfung. 41 Und höre zu am Tag, da
der Rufer aus einem nahen Ort ruft, 42 am Tag, da sie den Schrei in Wahrheit hören. Das ist der Tag
des Herauskommens . 43 Wahrlich, Wir allein machen wieder lebendig und lassen sterben. Und zu
Uns führt der Lebensweg. 44 Am Tag, da die Erde sich vor ihnen spaltet und sie eilig
(hervorkommen), das ist ein Versammeln, das Uns ein leichtes ist.
50:45 Wir wissen besser, was sie sagen. Und du bist nicht ein Zwingherr über sie. Ermahne nur mit dem
Koran die, welche meine Drohung fürchten.


Sure: 51 Die aufwirbeln (al-Dha,-riya,-t) zu Mekka, 60 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
51:1 Bei denen, die heftig aufwirbeln, 2 bei denen, die eine Last tragen, 3 bei denen, die leicht
dahinziehen, 4 bei denen, die verschiedene Befehle ausführen,
51:5 siehe, was euch angedroht ist, ist wahr, 6 und das Gericht wird eintreffen. 7 Beim Himmel voller
Adern, 8 ihr haltet unterschiedliche Reden. 9 Der wird davon abwendig gemacht, wer sich abwenden
läßt.
51:10 Dem Tod geweiht seien die, die nur Schätzungen anstellen, 11 die sich in abgründiger
Achtlosigkeit befinden. 12 Sie fragen: »Wann wird denn der Tag des Gerichtes sein?« 13 — »Am
Tag, da sie im Feuer geprüft werden. 14 Kostet nun eure Prüfung. Das ist es, was ihr zu
beschleunigen wünschtet.«
51:15 Die Gottesfürchtigen aber werden in Gärten und an Quellen sein, 16 sie nehmen, was ihr Herr
ihnen zukommen läßt. Sie waren ja vordem rechtschaffen. 17 Nur ein wenig schliefen sie in der
Nacht, 18 und in der Morgendämmerung baten sie um Vergebung, 19 und sie räumten dem Bettler
und dem Unbemittelten ein Recht auf ihr Vermögen ein.
51:20 Und auf der Erde gibt es Zeichen für die, die Gewißheit hegen, 21 und auch in euch selbst. Wollt
ihr denn nicht sehen? 22 Und im Himmel ist euer Lebensunterhalt und das, was euch versprochen
wird. 23 Beim Herrn des Himmels und der Erde, das ist so wahr, wie ihr reden könnt.
51:24 Ist denn die Geschichte von den geehrten Gästen Abrahams zu dir gelangt?
51:25 Als sie bei ihm eintraten und sagten: »Friede!« Er sagte: »Friede! Lauter unbekannte Leute.« 26 Er
schlich sich zu seinen Angehörigen. Er brachte ein (gebratenes) Mastkalb herbei 27 und setzte es
ihnen vor. Er sagte: »Wollt ihr nicht essen?« 28 Er empfand Angst vor ihnen. Sie sagten: »Hab keine
Angst.« Und sie verkündeten ihm einen klugen Knaben. 29 Da kam seine Frau schreiend herbei. Sie
schlug sich ins Gesicht und sagte: »Eine unfruchtbare alte Frau!«
51:30 Sie sagten: »So hat dein Herr gesprochen. Er ist der, der weise ist und Bescheid weiß.« 31 Er sagte:
»Was ist euer Anliegen, ihr Boten?« 32 Sie sagten: »Wir sind gesandt zu Leuten, die Übeltäter sind,
33 um über sie Steine aus Ton niederkommen zu lassen, 34 die bei deinem Herrn gekennzeichnet sind
für die Maßlosen.«
51:35 Und Wir brachten die, die in ihr gläubig waren, hinaus. 36 Aber Wir fanden in ihr nur ein
(einziges) Haus von Gottergebenen. 37 Und Wir hinterließen in ihr ein Zeichen für diejenigen, die die
schmerzhafte Pein fürchten. 38 (Ein Zeichen ist) auch in Mose , als Wir ihn mit einer offenkundigen
Ermächtigung zu Pharao sandten. 39 Der kehrte sich ab samt seiner Streitmacht und sagte: »Ein
Zauberer oder ein Besessener.«
51:40 Da ergriffen Wir ihn und seine Truppen und warfen sie ins Meer. Er hatte sich Tadel zugezogen. 41
Und auch in den ‘Ad , als Wir über sie den lebensfeindlichen Wind sandten, 42 der nichts von allem,
worüber er kam, übrigließ, ohne es werden zu lassen wie etwas, was auseinanderfällt. 43 Und auch in
den Thamud , als zu ihnen gesprochen wurde: »Genießt für eine Weile.« 44 Sie rebellierten gegen
den Befehl ihres Herrn. Da ergriff sie der Donnerschlag, während sie hinschauten,
51:45 und sie konnten sich nicht mehr aufrichten und erfuhren keine Unterstützung mehr. 46 (Verderben
ließen Wir) früher auch das Volk Noachs . Das waren frevlerische Leute. 47 Und den Himmel haben
Wir mit Kraft aufgebaut. Und Wir verfügen über breite Möglichkeiten. 48 Und die Erde haben Wir
ausgebreitet. Wie trefflich haben Wir sie geebnet! 49 Und von allem haben Wir ein Paar erschaffen,
auf dass ihr es bedenket.
51:50 Flüchtet nun zu Gott. Ich bin euch von Ihm ein deutlicher Warner. 51 Und setzt nicht Gott einen
anderen Gott zur Seite. Ich bin euch von Ihm ein deutlicher Warner. 52 So ist auch zu denen, die vor
ihnen lebten, kein Gesandter gekommen, ohne dass sie gesagt hätten: »Ein Zauberer oder ein
Besessener.« 53 Haben sie es denn einander (als Vermächtnis) aufgetragen? Nein, sie sind Leute, die
ein Übermaß an Frevel zeigen. 54 So kehre dich von ihnen ab. Du ziehst dir damit keinen Tadel zu.
51:55 Und ermahne, denn die Ermahnung nützt den Gläubigen. 56 Und Ich habe die Djinn und die
Menschen nur dazu erschaffen, dass sie Mir dienen. 57 Ich will von ihnen keinen Unterhalt, und Ich
will nicht, dass sie Mir zu essen geben. 58 Gott ist es, der Unterhalt beschert und Kraft und Festigkeit
besitzt. 59 Für diejenigen, die Unrecht tun, ist ein Los bestimmt wie das Los ihrer Gefährten. So
sollen sie Mich nicht um Beschleunigung bitten.
51:60 Wehe denen, die ungläubig sind, vor ihrem Tag, der ihnen angedroht ist!


Sure: 52 Der Berg (al-T,.u,-r) zu Mekka, 49 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
52:1 Beim Berg ; 2 bei einem Buch, das zeilenweise niedergeschrieben ist 3 auf ausgebreitetem
Pergament; 4 bei dem (zur Pilgerzeit) besuchten Haus
52:5 und bei der hochgezogenen Decke, 6 und beim angefüllten Meer! 7 Die Pein deines Herrn wird
eintreffen. 8 Es gibt niemanden, der sie abwehren könnte. 9 Am Tag, da der Himmel in heftiges
Schwanken gerät
52:10 und die Berge sich fortbewegen, 11 wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) für Lüge
erklären, 12 die in ausschweifenden Reden ihr Spiel treiben! 13 Am Tag, da sie unerbittlich ins Feuer
der Hölle gestoßen werden: 14 »Das ist das Feuer, das ihr immer wieder für Lüge erklärt habt.
52:15 Ist dies nun Zauberei, oder könnt ihr nicht sehen? 16 Ihr sollt darin brennen. Es ist für euch gleich,
ob ihr es geduldig ertragt oder nicht. Euch wird das vergolten, was ihr zu tun pflegtet.« 17 Die
Gottesfürchtigen befinden sich in Gärten und Wonne. 18 Sie empfinden Wohlbehagen an dem, was
ihnen ihr Herr zukommen läßt. Und ihr Herr bewahrt sie vor der Pein der Hölle. 19 Eßt und trinkt zu
eurem Wohl für das, was ihr zu tun pflegtet.
52:20 Sie lehnen sich auf gereihten Betten. Und Wir vermählen sie mit großäugigen Huri. 21 Und zu
denen, die glauben und denen ihre Nachkommenschaft im Glauben folgt, lassen Wir ihre
Nachkommenschaft stoßen. Und Wir verringern ihnen nichts von ihren Werken. Ein jeder haftet für
das, was er erworben hat. 22 Und Wir versorgen sie mit Früchten und Fleisch von dem, was sie
begehren. 23 Darin greifen sie untereinander nach einem Becher, der nicht zu unbedachter Rede
verleitet und in dem nichts Sündhaftes steckt. 24 Und unter ihnen machen die Runde Jünglinge, die zu
ihnen gehören, als wären sie wohlverwahrte Perlen.
52:25 Und sie treten aneinander heran und fragen sich gegenseitig. 26 Sie sagen: »Früher waren wir
inmitten unserer Angehörigen erschrocken. 27 Da erwies Gott uns eine Wohltat und bewahrte uns vor
der Pein des glühenden Windes. 28 Früher pflegten wir Ihn anzurufen. Er ist der, der gütig und
barmherzig ist.«
52:29 Ermahne nun; du bist dank der Gnade deines Herrn weder ein Wahrsager noch ein Besessener.
52:30 Oder sagen sie etwa: »Ein Dichter. Wir warten ab, was für ein Unheil das Schicksal ihm bringen
wird.« 31 Sprich: Wartet ab, ich gehöre mit euch zu denen, die abwarten. 32 Oder befiehlt ihnen etwa
ihr Verstand dies, oder sind sie vielmehr Leute, die ein Übermaß an Frevel zeigen? 33 Oder sagen sie:
»Er hat ihn sich selbst in den Mund gelegt.« Nein, vielmehr glauben sie nicht. 34 Sie sollen doch eine
Botschaft gleicher Art beibringen, so sie die Wahrheit sagen.
52:35 Oder sind sie aus etwas anderem erschaffen worden, oder sind sie gar selbst die Schöpfer? 36 Oder
haben sie etwa die Himmel und die Erde erschaffen? Nein, vielmehr hegen sie keine Gewißheit. 37
Oder besitzen sie etwa die Vorratskammern deines Herrn, oder sind sie es, die alles fest in der Hand
haben? 38 Oder haben sie eine Leiter, auf der sie (emporsteigen und) lauschen können? Dann soll
doch ihr Lauscher eine offenkundige Ermächtigung beibringen. 39 Oder sind für Ihn die Töchter und
für euch die Söhne bestimmt?
52:40 Oder verlangst du etwa einen Lohn von ihnen, so dass sie mit Schulden belastet wären? 41 Oder
liegt ihnen das Unsichtbare vor, so dass sie (es) aufschreiben? 42 Oder wollen sie arglistig handeln?
Diejenigen, die ungläubig sind, sind es, die der List erliegen. 43 Oder haben sie einen anderen Gott
als Gott? Preis sei Gott! (Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) beigesellen. 44 Und sähen sie ein
Stück vom Himmel herabfallen, sie würden sagen: »Eine aufgeschichtete Wolke.«
52:45 Laß sie nur, bis sie ihrem Tag begegnen, an dem sie vom Donnerschlag getroffen werden, 46 dem
Tag, da ihre List ihnen nichts nützt und sie keine Unterstützung erfahren. 47 Für diejenigen, die
Unrecht tun, ist eine Pein außer dieser bestimmt, aber die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid.
48 Sei geduldig, bis dein Herr sein Urteil fällt. Du stehst vor unseren Augen. Und sing das Lob deines
Herrn, wenn du dich hinstellst . 49 Und preise Ihn in der Nacht und beim Schwinden der Sterne.


Sure: 53 Der Stern (al-Nadjm) zu Mekka, 62 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
53:1 Beim Stern, wenn er fällt! 2 Euer Gefährte geht nicht irre und ist nicht einem Irrtum erlegen, 3 und
er redet nicht aus eigener Neigung. 4 Es ist nichts anderes als eine Offenbarung, die offenbart wird.
53:5 Belehrt hat ihn einer, der starke Kräfte hat, 6 der Macht besitzt. Er stand aufrecht da, 7 am obersten
Horizont. 8 Dann kam er näher und stieg nach unten, 9 so dass er (nur) zwei Bogenlängen entfernt
war oder noch näher.
53:10 Da offenbarte Er seinem Diener, was Er offenbarte. 11 Sein Herz hat nicht gelogen, was er sah. 12
Wollt ihr denn mit ihm streiten über das, was er sieht?
53:13 Und er sah ihn ein anderes Mal herabkommen, 14 beim Zyziphusbaum am Ende des Weges,
53:15 bei dem der Garten der Heimstätte ist. 16 Als den Zyziphusbaum bedeckte, was (ihn) bedeckte, 17
da wich der Blick nicht ab, und er überschritt das Maß nicht. 18 Wahrlich, er sah etwas von den
größten Zeichen seines Herrn.
53:19 Habt ihr Lat und ‘Uzza gesehen,
53:20 und auch Manat , diese andere, die dritte? 21 Ist denn für euch das, was männlich ist, und für Ihn
das, was weiblich ist, bestimmt? 22 Das wäre dann eine ungerechte Verteilung. 23 Das sind nur
Namen, die ihr genannt habt, ihr und eure Väter, für die Gott aber keine Ermächtigung herabgesandt
hat. Sie folgen nur Vermutungen und dem, wozu ihre Seelen neigen, wo doch die Rechtleitung von
ihrem Herrn zu ihnen gekommen ist. 24 Oder kann denn der Mensch haben, was er wünscht?
53:25 Ja, Gott gehört das Jenseits und das Diesseits.
53:26 Und wie manche Engel gibt es in den Himmeln, deren Fürsprache nichts nützt, außer nachdem Gott
es erlaubt hat, wem Er will und wer sein Gefallen hat. 27 Diejenigen, die an das Jenseits nicht
glauben, geben den Engeln Namen, wie man sie weiblichen Wesen gibt. 28 Sie haben jedoch kein
Wissen darüber... Sie folgen nur Vermutungen. Aber die Vermutungen nützen in bezug auf die
Wahrheit nichts. 29 Wende dich nun ab von dem, der sich von unserer Ermahnung abkehrt und nur
das diesseitige Leben will.
53:30 Das ist, was sie vom Wissen erreicht haben. Dein Herr weiß besser, wer von seinem Weg abirrt,
und Er weiß besser, wer der Rechtleitung folgt.
53:31 Gott gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, auf dass Er denen, die Böses tun,
vergelte für das, was sie tun, und dass Er denen, die Gutes tun, mit dem Allerbesten vergelte . 32
Diejenigen, die die schweren Sünden und die schändlichen Taten meiden, abgesehen von leichten
Verfehlungen... Wahrlich, dein Herr hat eine umfassende Vergebung. Er weiß besser über euch
Bescheid, als Er euch aus der Erde entstehen ließ und als ihr Embryos im Leib eurer Mütter waret. So
erklärt nicht euch selbst für rein. Er weiß besser, wer gottesfürchtig ist.
53:33 Hast du den gesehen, der sich abkehrt 34 und nur wenig gibt und dann (auch) aufhört?
53:35 Hat er etwa Wissen über das Unsichtbare, dass er (es) sehen könnte? 36 Oder wurde ihm nicht
verkündet, was da steht in den Blättern des Mose 37 und des Abraham , der (seine Pflichten) erfüllte?
38 (Nämlich), dass keine lasttragende (Seele) die Last einer anderen tragen wird. 39 Dass für den
Menschen nur das bestimmt ist, wonach er strebt,
53:40 dass sein Streben sichtbar werden wird 41 und dass ihm hierauf voll dafür vergolten wird. 42 Dass
das Ende des Weges zu Gott führt, 43 dass Er lachen und weinen läßt 44 und dass Er sterben läßt und
wieder lebendig macht.
53:45 Dass Er beide Geschlechter, das männliche und das weibliche, erschafft 46 aus einem
Samentropfen, wenn er sich ergießt, 47 und dass Ihm die zweite Schöpfung obliegt. 48 Dass Er reich
macht und Besitz schenkt, 49 und dass Er der Herr des Sirius ist.
53:50 Und dass Er die ‘Ad , die damals lebten, verderben ließ, 51 und auch die Thamud , wobei Er
nichts übrigließ, 52 und vorher das Volk Noachs — sie waren ja Leute, die noch mehr Unrecht taten
und das Übermaß ihres Frevels noch steigerten. 53 Und dass Er die verschwundene Stadt stürzen
ließ, 54 so dass sie bedeckte, was (sie dann) bedeckte.
53:55 Welche der Wohltaten deines Herrn willst du nun bestreiten?
53:56 Das ist ein Warner nach Art der früheren Warner. 57 Die nahende Stunde steht bevor. 58
Niemand außer Gott kann sie beheben. 59 Wundert ihr euch denn über diese Botschaft
53:60 und lacht, statt zu weinen, 61 während ihr euch mit etwas anderem beschäftigt? 62 Werft euch doch
vor Gott nieder und dienet (Ihm).



Sure: 54 Der Mond (al-Qamar) zu Mekka, 55 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
54:1 Nahegerückt ist die Stunde , und gespalten hat sich der Mond. 2 Und wenn sie ein Zeichen sehen,
wenden sie sich ab und sagen: »Eine ständige Zauberei.« 3 Und sie erklären (es) für Lüge und folgen
ihren Neigungen. Doch jede Angelegenheit wird bestätigt . 4 Zu ihnen ist doch von den Berichten
gekommen, was eine Zurechtweisung enthält,
54:5 eine triftige Weisheit. Aber da nützen die Warnungen nicht. 6 So kehre dich von ihnen ab. Am Tag,
da der Rufer zu etwas Unangenehmem ruft 7 und sie aus den Gräbern wie ausschwärmende
Heuschrecken herauskommen, mit gesenkten Blicken, 8 den Hals nach dem Rufer gereckt, da sagen
die Ungläubigen: »Das ist ein schwerer Tag.«
54:9 Schon vor ihnen hat das Volk Noachs (ihren Gesandten) der Lüge geziehen . Sie ziehen unseren
Diener der Lüge und sagten: »Ein Besessener.« Und er wurde (von ihnen) zurechtgewiesen.
54:10 Da rief er zu seinem Herrn: »Ich bin unterlegen, so unterstütze Du (mich).« 11 Da öffneten Wir die
Tore des Himmels durch ein niederströmendes Wasser 12 und ließen aus der Erde Quellen
hervorbrechen. Und das Wasser traf zusammen nach festgelegtem Befehl. 13 Und Wir trugen ihn auf
einem Schiff mit Planken und Nägeln, 14 das vor unseren Augen dahinfuhr. Dies als Lohn für den,
der Verleugnung erfahren hatte.
54.15 Und Wir ließen es als Zeichen zurück. Aber gibt es denn jemanden, der es bedenkt? 16 Und wie
waren dann meine Pein und meine Warnungen! 17 Und Wir haben den Koran leicht zu bedenken
gemacht. Aber gibt es denn jemanden, der es bedenkt?
54:18 Die ‘Ad haben (ihren Gesandten) der Lüge geziehen . Und wie waren dann meine Pein und meine
Warnungen! 19 Wir sandten gegen sie an einem langwährenden unheilvollen Tag einen eiskalten
Wind,
54:20 der die Menschen fortriß, als wären sie Stämme entwurzelter Palmen. 21 Wie waren dann meine
Pein und meine Warnungen! 22 Und Wir haben den Koran leicht zu bedenken gemacht. Aber gibt es
denn jemanden, der es bedenkt? 23 Die Thamud haben die Warner der Lüge geziehen . 24 Sie sagten:
»Sollen wir denn einem Menschen aus unseren Reihen, der allein dasteht, folgen? Dann befänden wir
uns im Irrtum und litten an Wahnsinn.
54:25 Ist die Ermahnung wirklich gerade ihm aus unserer Mitte überbracht worden? Nein, vielmehr ist er
ein überheblicher Lügner.« 26 Morgen werden sie zu wissen bekommen, wer der überhebliche
Lügner ist. 27 Wir werden die Kamelstute schicken als Versuchung für sie. So beobachte sie und sei
geduldig. 28 Und gib ihnen kund, dass das Wasser zwischen ihnen zu teilen ist. Jede Trinkzeit soll
(dann abwechselnd) wahrgenommen werden. 29 Sie aber riefen ihren Gefährten her. Er griff zu und
schnitt (der Kamelstute) die Flechsen durch und stach sie.
54:30 Wie waren dann meine Pein und meine Warnungen! 31 Wir sandten über sie einen einzigen Schrei,
da waren sie plötzlich wie das dürre Zeug dessen, der Tiergehege baut. 32 Und Wir haben den Koran
leicht zu bedenken gemacht. Aber gibt es denn jemanden, der es bedenkt?
54:33 Das Volk Lots hat die Warner der Lüge geziehen . 34 Wir sandten einen Steinregen über sie,
ausgenommen die Angehörigen Lots. Wir erretteten sie im Morgengrauen,
54:35 aus Gnade von Uns. So entlohnen Wir den, der dankbar ist. 36 Er hatte sie vor unserem gewaltigen
Zugriff gewarnt. Aber sie bestritten die Warnungen. 37 Sie versuchten ihn in bezug auf seine Gäste zu
überreden. Da wischten Wir ihre Augen aus. »Kostet nun meine Pein und meine Warnungen. 38 Und
am Morgen ereilte sie eine beständige Pein. 39 Kostet nun meine Pein und meine Warnungen.
54:40 Und Wir haben den Koran leicht zu bedenken gemacht. Aber gibt es denn jemanden, der es
bedenkt? 41 Und (auch) zu den Leuten Pharaos kamen die Warnungen . 42 Aber sie erklärten alle
unsere Zeichen für Lüge. Da ergriffen Wir sie, wie ein Starker und Mächtiger ergreift. 43 Sind etwa
eure Ungläubigen besser als jene? Oder habt ihr einen Freispruch in den Schriften? 44 Oder sagen sie:
»Wir sind eine Schar, die siegen wird.«
54:45 Die Schar wird in die Flucht geschlagen werden, und sie werden den Rücken kehren. 46 Nein, die
Stunde ist ihre Verabredungszeit. Und die Stunde ist noch unheilvoller und bitterer. 47 Die Übeltäter
befinden sich im Irrtum und leiden an Wahnsinn. 48 Am Tag, da sie auf ihren Gesichtern ins Feuer
hineingezerrt werden: »Kostet die Berührung des Höllenbrandes.« 49 Wir haben alle Dinge nach Maß
erschaffen.
54:50 Und unser Befehl ist ein einziges Wort, gleich einem schnellen Blick. 51 Und Wir haben doch
(früher) euresgleichen verderben lassen. Gibt es denn jemanden, der es bedenkt? 52 Alles, was sie
getan haben, steht in den Schriften. 53 Alles, ob klein oder groß, ist zeilenweise niedergeschrieben. 54
Die Rechtschaffenen werden in Gärten und an Bächen sein,
54:55 auf einem wahrhaftigen Sitzplatz, bei einem mächtigen König.


Sure: 55 Der Erbarmer (al-Rah,.ma,-n) zu Mekka, 78 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
55:1 Der Erbarmer 2 hat den Koran gelehrt. 3 Er hat den Menschen erschaffen. 4 Er hat ihn deutliche
Rede gelehrt.
55:5 Die Sonne und der Mond laufen nach Berechnung. 6 Der Stern und die Bäume werfen sich nieder. 7
Den Himmel hat Er emporgehoben und die Waage aufgestellt. 8 Ihr sollt beim Wägen nicht das Maß
überschreiten, 9 das Gewicht nach Gerechtigkeit messen und beim Wägen nicht weniger geben.
55:10 Und die Erde hat Er für die Geschöpfe gelegt; 11 auf ihr gibt es Früchte, Palmen mit
Blütenscheiden, 12 Korn auf Halmen und duftende Pflanzen. 13 Welche der Wohltaten eures Herrn
wollt ihr beide für Lüge erklären? 14 Er hat den Menschen aus einer Trockenmasse wie dem
Töpferton erschaffen.
55:15 Und Er hat die Djinn aus einer Feuerflamme erschaffen. 16 Welche der Wohltaten eures Herrn
wollt ihr beide für Lüge erklären? 17 (Er ist) der Herr der beiden Gegenden des Ostens und der Herr
der beiden Gegenden des Westens. 18 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge
erklären? 19 Er hat die beiden Meere zugleich entstehen lassen, die zusammentreffen,
55:20 zwischen denen aber eine Schranke steht, dass sie nicht überlaufen. 21 Welche der Wohltaten eures
Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 22 Aus ihnen beiden kommen Perlen und Korallen hervor.
23 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 24 Ihm gehören die gebauten
Schiffe, die wie Berge auf dem Meer fahren.
55:25 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 26 Alle, die auf ihr sind,
werden vergehen; 27 bleiben wird nur das Antlitz deines Herrn, das erhabene und ehrwürdige. 28
Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 29 Ihn bitten diejenigen, die in
den Himmeln und auf der Erde sind. Jeden Tag hat Er mit einem Anliegen zu tun.
55:30 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären?
55:31 Wir werden Uns mit euch befassen, ihr beiden Machtbereiche . 32 Welche der Wohltaten eures
Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 33 O ihr Verband der Djinn und der Menschen, wenn ihr aus
den Regionen der Himmel und der Erde herauskommen könnt, so kommt doch heraus. Ihr werdet
nicht herauskommen, außer mit einer Ermächtigung. 34 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr
beide für Lüge erklären?
55:35 Über euch beide wird eine Feuerflamme und Qualm geschickt, und ihr werdet euch selbst nicht
helfen können. 36 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 37 Wenn der
Himmel sich spaltet und rosig wie rotes Leder wird 38 — welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr
beide für Lüge erklären? —, 39 an jenem Tag werden weder die Menschen noch die Djinn nach ihren
(einzelnen) Sünden gefragt .
55:40 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 41 Die Übeltäter werden an
ihrem Merkmal erkannt und dann am Schopf und an den Füßen gepackt. 42 Welche der Wohltaten
eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 43 Das ist die Hölle, die die Übeltäter für Lüge
erklären. 44 Sie machen zwischen ihr und kochend heißem Wasser die Runde.
55:45 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr für Lüge erklären?
55:46 Für den, der den Stand seines Herrn fürchtet, sind zwei Gärten bestimmt 47 — welche der
Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? —,48 die Zweige haben. 49 Welche der
Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären?
55:50 Darin fließen zwei Quellen. 51 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge
erklären? 52 Darin gibt es von jeder Frucht ein Paar. 53 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr
beide für Lüge erklären? 54 Sie lehnen sich auf Unterlagen, deren Futter aus Brokat sind. Und die
Ernte der beiden Gärten hängt herab.
55:55 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 56 Darin sind (Frauen), die
ihre Blicke zurückhalten, die vor ihnen weder Mensch noch Djinn beschlafen hat — 57 welche der
Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? —, 58 als wären sie Hyazinth und Korallen.
59 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären?
55:60 Kann einer, der Gutes tut, anders entlohnt werden als dadurch, dass ihm Gutes getan wird? 61
Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären?
55:62 Außer ihnen beiden gibt es zwei andere Gärten 63 — welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr
beide für Lüge erklären? —, 64 dunkelgrüne.
55:65 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 66 Darin sind zwei ergiebig
sprudelnde Quellen. 67 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 68
Darin sind Früchte und Palmen und Granatapfelbäume. 69 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt
ihr beide für Lüge erklären?
55:70 Darin sind gute und schöne Frauen 71 — welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für
Lüge erklären? —, 72 Huri, die in den Zelten zurückgezogen wohnen. 73 Welche der Wohltaten eures
Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 74 Vor ihnen hat sie weder Mensch noch Djinn beschlafen.
55:75 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für Lüge erklären? 76 Sie lehnen sich auf
grünen Decken und schönen Teppichen. 77 Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide für
Lüge erklären? 78 Gesegnet sei der Name deines Herrn, des Erhabenen und Ehrwürdigen!


Sure: 56 Die eintreffen wird (al-Wa,-qi‘a) zu Mekka, 96 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
56:1 Wenn die (Stunde) eintrifft, die eintreffen wird 2 — es gibt niemanden, der ihr Eintreffen leugnen
könnte —, 3 wird sie einiges niedrig machen und einiges erhöhen. 4 Wenn die Erde heftig geschüttelt
wird
56:5 und die Berge völlig zertrümmert werden, 6 und zu verstreutem Staub werden, 7 und in drei
Gruppen aufgeteilt werden.
56:8 Die von der rechten Seite — was sind die von der rechten Seite? 9 Und die von der unglückseligen
Seite — was sind die von der unglückseligen Seite?
56:10 Und die Allerersten, ja sie werden die Allerersten sein. 11 Das sind die, die in die Nähe (Gottes)
zugelassen werden, 12 in den Gärten der Wonne. 13 Eine große Schar von den früheren 14 und
wenige von den Späteren.
56:15 Auf durchwobenen Betten 16 lehnen sie sich einander gegenüber. 17 Unter ihnen machen ewig
junge Knaben die Runde 18 mit Humpen und Krügen und einem Becher aus einem Quell, 19 von dem
sie weder Kopfweh bekommen noch sich berauschen,
56:20 und mit Früchten von dem, was sie sich auswählen, 21 und Fleisch von Geflügel von dem, was sie
begehren. 22 Und (darin sind) großäugige H,.u,-ri,-, 23 gleich wohlverwahrten Perlen. 24 (Dies) als
Lohn für das, was sie zu tun pflegten.
56:25 Sie hören darin keine unbedachte Rede und nichts Sündhaftes, 26 sondern nur das Wort: »Friede!
Friede!« 27 Die von der rechten Seite — was sind die von der rechten Seite? 28 Sie sind unter
Zyziphusbäumen ohne Dornen 29 und übereinandergereihten Bananen
56:30 und ausgestrecktem Schatten, 31 an Wasser, das sich ergießt, 32 mit vielen Früchten, 33 die weder
aufhören noch verwehrt sind, 34 und auf erhöhten Unterlagen.
56:35 Wir haben sie eigens entstehen lassen 36 und sie zu Jungfrauen gemacht, 37 liebevoll und
gleichaltrig, 38 für die von der rechten Seite. 39 Eine große Schar von den Früheren,
56:40 und eine große Schar von den Späteren.
56:41 Und die von der linken Seite — was sind die von der linken Seite? 42 Sie sind in glühendem Wind
und heißem Wasser, 43 und in Schatten aus schwarzem Rauch, 44 der weder kühl noch trefflich ist.
56:45 Sie lebten ja vordem üppig 46 und verharrten in der gewaltigen Untreue. 47 Und sie sagten: »Wenn
wir gestorben und zu Staub und Knochen geworden sind, sollen wir dann wirklich auferweckt
werden? 48 Und auch unsere Vorväter?« 49 Sprich: Die Früheren und die Späteren
56:50 werden versammelt zum Termin eines bestimmten Tages. 51 Dann werdet ihr, die ihr irregeht und
(die Botschaft) für Lüge erklärt, 52 von Zaqqu,-m-Bäumen essen 53 und davon die Bäuche füllen, 54
und darauf heißes Wasser trinken;
56:55 trinken werdet ihr, wie durstkranke Kamele trinken. 56 Das ist ihre Bewirtung am Tag des
Gerichtes. 57 Wir sind es doch, die euch erschaffen haben. Würdet ihr es doch für wahr halten! 58
Habt ihr gesehen, was (für einen Samen) ihr zum Erguß bringt? 59 Seid ihr es, die ihn erschaffen oder
sind nicht vielmehr Wir es, die (ihn) erschaffen?
56:60 Wir haben für euch den Tod festgelegt. Und niemand kann Uns voraus sein (und abwenden), 61
dass Wir (gegen euch) euresgleichen eintauschen und euch in einen Zustand entstehen lassen, den ihr
nicht kennt. 62 Ihr wisst doch um die erste Schöpfung. Würdet ihr es doch bedenken! 63 Habt ihr
gesehen, was ihr (an Feldern) bestellt? 64 Sät ihr darin, oder sind nicht vielmehr Wir es, die säen?
56:65 Wenn Wir wollten, Wir könnten es zu zermalmtem Zeug machen, und ihr würdet verwundert
darüber reden: 66 »Wir sind mit Schulden belastet. 67 Nein, wir entbehren vielmehr alles.« 68 Habt
ihr denn das Wasser gesehen, das ihr trinkt? 69 Habt ihr es von den Wolken herabkommen lassen,
oder sind nicht vielmehr Wir es, die (es) herabkommen lassen?
56:70 Wenn Wir wollten, Wir könnten es bitter machen. Würdet ihr doch dankbar sein! 71 Habt ihr denn
das Feuer gesehen, das ihr zündet? 72 Habt ihr etwa den dazu nötigen Baum entstehen lassen, oder
sind nicht vielmehr Wir es, die (ihn) entstehen lassen? 73 Wir haben es zur Ermahnung und zur
Nutznießung für die Wüstenwanderer gemacht. 74 So preise den Namen deines majestätischen Herrn.
56:75 Nein, Ich schwöre bei den Niedergangsorten der Sterne 76 — das ist, wenn ihr es nur wüßtet, ein
gewaltiger Schwur: 77 Das ist wahrlich ein trefflicher Koran 78 in einem wohlverwahrten Buch, 79
das nur die berühren dürfen, die rein gemacht worden sind;
56:80 Herabsendung vom Herrn der Welten.
56:81 Wollt ihr denn über diese Botschaft nur schöne Worte machen 82 und es zu eurer täglichen
Beschäftigung machen, sie für Lüge zu erklären? 83 Könntet ihr denn, wenn die Seele die Kehle
erreicht, 84 während ihr da zuschaut
56:85 und Wir ihm näher sind als ihr — aber ihr könnt es nicht sehen —, 86 könntet ihr denn, wenn ihr
doch nicht dem Gericht unterzogen werden sollt, 87 sie zurückbringen, so ihr die Wahrheit sagt? 88
Wenn er nun zu denen gehört, die in die Nähe Gottes zugelassen werden, 89 dann sind für ihn (bereit)
eine angenehme Brise, duftende Pflanzen und Gärten der Wonne.
56:90 Und wenn er zu denen von der rechten Seite gehört, 91 dann wird er mit »Friede sei dir! begrüßt
von denen, die von der rechten Seite sind. 92 Wenn er aber zu denen gehört, die (die Botschaft) für
Lüge erklären und irregehen, 93 dann wird ihm eine Bewirtung aus heißem Wasser (zuteil), 94 und
das Erleiden des Höllenbrandes.
56:95 Wahrlich, dies ist die Wahrheit, die gewiß ist. 96 So preise den Namen deines majestätischen
Herrn.


Sure: 57 Das Eisen (al-H,.adi,-d) zu Medina, 29 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
57:1 Gott preist, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Und Er ist der Mächtige, der Weise. 2 Ihm
gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde. Er macht lebendig und läßt sterben. Und Er
hat Macht zu allen Dingen. 3 Er ist der Erste und der Letzte, der Sichtbare und der Verborgene. Und
Er weiß über alle Dinge Bescheid. 4 Er ist es, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf
und sich dann auf dem Thron zurechtsetzte. Er weiß, was in die Erde eingeht und was aus ihr
herauskommt, was vom Himmel herabkommt und was darin emporsteigt. Und Er ist mit euch, wo
immer ihr auch seid. Und Gott sieht wohl, was ihr tut.
57:5 Ihm gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde. Und zu Gott werden die
Angelegenheiten zurückgebracht. 6 Er läßt die Nacht in den Tag übergehen, und Er läßt den Tag in
die Nacht übergehen. Und Er weiß über das innere Geheimnis Bescheid.
57:7 Glaubt an Gott und seinen Gesandten und spendet von dem, worüber Er euch zu Nachfolgern
eingesetzt hat. Für diejenigen von euch, die glauben und spenden, ist ein großer Lohn bestimmt. 8
Warum wollt ihr denn nicht an Gott glauben, wo doch der Gesandte euch dazu aufruft, an euren Herrn
zu glauben, und wo Er eure Verpflichtungen entgegengenommen hat, so ihr gläubig seid? 9 Er ist es,
der deutliche Zeichen auf seinen Diener herabsendet, um euch aus den Finsternissen ins Licht
hinauszuführen. Und Gott hat Mitleid mit euch und ist barmherzig.
57:10 Warum wollt ihr nicht auf dem Weg Gottes spenden, wo doch das Erbe der Himmel und der Erde
Gott gehört. Diejenigen von euch, die vor dem Erfolg gespendet und gekämpft haben, sind (den
anderen) nicht gleichzusetzen. Diese haben eine höhere Rangstufe als die, die erst nachher gespendet
und gekämpft haben. Allen aber hat Gott das Beste versprochen. Und Gott hat Kenntnis von dem, was
ihr tut. 11 Wer ist es, der Gott ein schönes Darlehen leiht? Er wird es ihm vervielfachen. Und
bestimmt ist für ihn ein trefflicher Lohn.
57:12 Am Tag, da du siehst, wie den gläubigen Männern und den gläubigen Frauen ihr Licht vor ihnen
und zu ihrer Rechten eilt: »Eine frohe Botschaft für euch heute: Gärten, unter denen Bäche fließen;
darin werdet ihr ewig weilen. Das ist der großartige Erfolg.« 13 Am Tag, da die Heuchler und die
Heuchlerinnen zu denen, die glauben, sagen: »Wartet auf uns, dass wir Licht von eurem Licht
nehmen.« Es wird (zu ihnen) gesagt: »Geht doch nach hinten zurück und sucht dort nach Licht.« Da
wird zwischen ihnen eine Mauer errichtet mit einem Tor. Nach innen ist die Barmherzigkeit und nach
außen, davor, ist die Pein. 14 Sie rufen ihnen zu: »Waren wir nicht auf eurer Seite?« Sie sagen:
»Doch, aber ihr habt euch selbst der Versuchung ausgesetzt, ihr habt abgewartet und gezweifelt, und
die (eitlen) Wünsche haben euch betört, bis der Befehl Gottes kam. Und betört hat euch in bezug auf
Gott der Betörer.
57:15 Heute wird weder von euch noch von denen, die ungläubig sind, ein Lösegeld angenommen. Eure
Heimstätte ist das Feuer. Es ist euer Schutzherr — welch schlimmes Ende! 16 Ist es nicht für die, die
glauben, Zeit, dass ihre Herzen demütig werden vor der Ermahnung Gottes und vor dem, was von der
Wahrheit herabgekommen ist, und dass sie sich nicht wie diejenigen verhalten, denen früher das Buch
zugekommen ist, es aber zu lang gedauert hat, so dass ihre Herzen sich verhärtet haben und viele von
ihnen Frevler wurden? 17 Wisst, dass Gott die Erde nach ihrem Absterben wieder belebt. Wir machen
euch die Zeichen deutlich, auf dass ihr verständig seid.
57:18 Denen, Männern und Frauen, die Almosen geben und damit Gott ein schönes Darlehen leihen, wird
Er es vervielfachen. Und bestimmt ist für sie ein trefflicher Lohn. 19 Diejenigen, die an Gott und
seine Gesandten glauben, das sind die Wahrhaftigen und die Zeugen vor ihrem Herrn. Sie erhalten
ihren Lohn und ihr Licht. Und diejenigen, die ungläubig sind und unsere Zeichen für Lüge erklären,
das sind die Gefährten der Hölle.
57:20 Wisst, dass das diesseitige Leben nur Spiel und Zerstreuung ist, Schmuck und Prahlerei unter euch
und Wetteifern nach mehr Vermögen und Kindern. Es ist wie mit einem Regen, der durch die (von
ihm hervorgebrachten) Pflanzen den Ungläubigen gefällt. Dann aber verdorren sie, und du siehst, wie
sie gelb werden. Dann wird alles zu zermalmtem Zeug. Im Jenseits gibt es eine harte Pein, und auch
Vergebung von Gott und Wohlgefallen. Und das diesseitige Leben ist nur betörende Nutznießung. 21
Eilt zu einer Vergebung von eurem Herrn um die Wette und zu einem Garten, der so breit ist wie der
Himmel und die Erde, und der für die bereitet ist, die an Gott und seine Gesandten glauben. Das ist
die Huld Gottes, Er läßt sie zukommen, wem Er will. Und Gott besitzt große Huld.
57:22 Kein Unglück trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst, ohne dass es in einem Buch stünde, bevor
Wir es erschaffen. Dies ist Gott ein leichtes. 23 (Dies), damit ihr nicht traurig seid über das, was euch
entgangen ist, und euch nicht (zu sehr) der Freude hingebt über das, was Er euch hat zukommen
lassen. Und Gott liebt niemanden, der eingebildet und prahlerisch ist, 24 die, die geizen und den
Menschen befehlen, geizig zu sein. Und wenn einer sich abkehrt, so ist Gott der, der auf niemanden
angewiesen und des Lobes würdig ist.
57:25 Wir haben unsere Gesandten mit den deutlichen Zeichen gesandt und mit ihnen das Buch und die
Waage herabkommen lassen, damit die Menschen für die Gerechtigkeit eintreten. Und Wir haben das
Eisen herabkommen lassen. In ihm ist heftige Schlagkraft und vielerlei Nutzen für die Menschen.
Gott wollte feststellen, wer Ihn und seine Gesandten unterstützt, auch in Abwesenheit. Gott ist stark
und mächtig. 26 Und Wir sandten Noach und Abraham und ließen in ihrer Nachkommenschaft die
Prophetie und das Buch auftreten. Einige von ihnen folgten der Rechtleitung, und viele von ihnen
waren Frevler. 27 Dann ließen Wir nach ihnen unsere Gesandten folgen. Und Wir ließen Jesus, den
Sohn Marias, folgen und ihm das Evangelium zukommen. Und Wir setzten in die Herzen derer, die
ihm folgten, Mitleid und Barmherzigkeit, und auch Mönchtum, das sie erfanden — Wir haben es
ihnen nicht vorgeschrieben —, dies nur im Trachten nach dem Wohlgefallen Gottes. Sie beobachteten
es jedoch nicht in der rechten Weise. Und so ließen Wir diejenigen von ihnen, die glaubten, ihren
Lohn zukommen. Aber viele von ihnen waren Frevler.
57:28 O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott und glaubt an seinen Gesandten, dann läßt Er euch einen
doppelten Anteil an seiner Barmherzigkeit zukommen, macht euch ein Licht, in dem ihr wandeln
könnt, und vergibt euch. Gott ist voller Vergebung und barmherzig. 29 Die Leute des Buches sollen
nun wissen, dass sie über nichts von der Huld Gottes verfügen, sondern dass die Huld in der Hand
Gottes liegt. Er läßt sie zukommen, wem Er will. Und Gott besitzt große Huld.


Sure: 58 Der Streit (al-Mudja,-dala) zu Medina, 22 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
58:1 Gehört hat Gott die Aussage jener, die mit dir über ihren Gatten streitet und bei Gott Klage erhebt.
Gott hört euren Wortwechsel. Gott hört und sieht alles. 2 Für diejenigen von euch, die sich von ihren
Frauen durch den Rückenspruch scheiden... Sie sind doch nicht ihre Mütter. Ihre Mütter sind die, die
sie geboren haben. Sie sagen da ein verwerfliches Wort und etwas Falsches. Und Gott ist voller
Verzeihung und Vergebung. 3 Diejenigen, die sich von ihren Frauen durch den Rückenspruch
scheiden und dann doch zu dem zurückkehren, wovon sie reden haben einen Sklaven freizulassen,
bevor sie beide einander berühren. Damit werdet ihr ermahnt. Und Gott hat Kenntnis von dem, was
ihr tut. 4 Wer es nicht vermag, der hat zwei Monate hintereinander zu fasten, bevor sie beide einander
berühren. Wer es nicht vermag, der hat sechzig Bedürftige zu beköstigen. Dies, damit ihr an Gott und
seinen Gesandten glaubt. Das sind die Rechtsbestimmungen Gottes. Für die Ungläubigen ist eine
schmerzhafte Pein bestimmt.
58:5 Diejenigen, die sich Gott und seinem Gesandten widersetzen, werden niedergeworfen, wie die
niedergeworfen wurden, die vor ihnen lebten. Wir haben doch deutliche Zeichen hinabgesandt. Und
für die Ungläubigen ist eine schmähliche Pein bestimmt. 6 Am Tag, da Gott sie alle auferweckt und
ihnen kundtut, was sie getan haben. Gott hat es erfaßt, während sie es vergessen haben. Und Gott ist
Zeuge über alle Dinge.
58:7 Hast du nicht gesehen, dass Gott weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist? Es gibt kein
vertrauliches Gespräch zwischen dreien, ohne dass Er der vierte in ihrer Runde wäre, und keines
zwischen fünfen, ohne dass Er der Sechste in ihrer Runde wäre, und auch nicht zwischen weniger
oder mehr als dieser (Zahl), ohne dass Er mit ihnen wäre, wo immer sie sein mögen. Dann tut Er
ihnen am Tag der Auferstehung kund, was sie getan haben. Gott weiß über alle Dinge Bescheid.
8 Hast du nicht auf jene geschaut, denen verboten wurde, vertrauliche Gespräche zu führen, die aber
dann zurückkehren zu dem, was ihnen verboten wurde und miteinander über Sünde, Übertretung und
Ungehorsam gegen den Gesandten vertraulich sprechen? Und wenn sie zu dir kommen, grüßen sie
dich, wie nicht einmal Gott dich grüßt, und sagen bei sich: »Könnte Gott uns nur peinigen für das,
was wir sagen!« Ihnen genügt doch die Hölle, in der sie brennen werden — welch schlimmes Ende! 9
O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr vertraulich miteinander sprecht, dann sprecht nicht vertraulich
miteinander über Sünde, Übertretung und Ungehorsam gegen den Gesandten, sondern sprecht
vertraulich miteinander über Frömmigkeit und Gottesfurcht. Und fürchtet Gott, zu dem ihr
versammelt werdet.
58:10 Vertrauliche Gespräche sind vom Satan, der damit die betrüben will, die gläubig sind. Aber er kann
ihnen keinen Schaden zufügen, außer mit der Erlaubnis Gottes. Auf Gott sollen die Gläubigen
vertrauen.
58:11 O ihr, die ihr glaubt, wenn zu euch gesagt wird: »Macht Platz in den Versammlungen«, dann macht
Platz, so macht auch Gott euch Platz. Und wenn gesagt wird: »Erhebt euch.« dann erhebt euch eben,
so erhöht auch Gott diejenigen von euch, die glauben, und die, denen das Wissen zugekommen ist,
um Rangstufen. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut. 12 O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr mit
dem Gesandten vertraulich sprechen wollt, dann gebt vor eurem vertraulichen Gespräch im voraus ein
Almosen. Das ist besser und reiner für euch. Wenn ihr es nicht vermögt, dann ist Gott voller
Vergebung und barmherzig. 13 Seid ihr erschrocken davor, dass ihr vor eurem vertraulichen Gespräch
im voraus Almosen geben sollt? Nun, wenn ihr es nicht tut und Gott sich euch wieder gnädig
zuwendet, dann verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe, und gehorcht Gott und seinem
Gesandten. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut.
58:14 Hast du nicht auf jene geschaut, die sich Leute zu Freunden nehmen, auf die Gott zornig ist? Sie
gehören nicht zu euch, und auch nicht zu ihnen. Und sie leisten wissentlich falsche Eide.
58:15 Gott hat für sie eine harte Pein bereitet. Schlimm ist das, was sie zu tun pflegen. 16 Sie haben sich
ihre Eide zu einem Schutzschild genommen und so (die Menschen) vom Weg Gottes abgewiesen.
Bestimmt ist für sie eine schmähliche Pein. 17 Ihr Vermögen und ihre Kinder werden ihnen vor Gott
nichts nützen. Das sind die Gefährten des Feuers; darin werden sie ewig weilen. 18 Am Tag, da Gott
sie alle auferweckt. Da werden sie Ihm schwören, wie sie euch schwören, und meinen, sie hätten nun
eine Grundlage. Siehe, sie sind ja doch Lügner. 19 Der Satan hat von ihnen Besitz ergriffen und sie
die Ermahnung Gottes vergessen lassen. Sie sind die Partei des Satans. Siehe, die Partei des Satans
sind ja doch die Verlierer.
58:20 Diejenigen, die sich Gott und seinem Gesandten widersetzen, die gehören zu den Niedrigsten. 21
Gott hat vorgeschrieben: »Siegen werde Ich, Ich und meine Gesandten.« Gott ist stark und mächtig.
22 Du wirst nicht feststellen, dass Leute, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben, denen Liebe
zeigen, die sich Gott und seinem Gesandten widersetzen, auch wenn sie ihre Väter wären oder ihre
Söhne, ihre Brüder oder ihre Sippenmitglieder. In deren Herzen hat Er den Glauben geschrieben und
sie mit einem Geist von sich gestärkt. Er wird sie in Gärten eingehen lassen, unter denen Bäche
fließen; darin werden sie ewig weilen. Gott hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen
an Ihm. Sie sind die Partei Gottes. Siehe, die Partei Gottes sind die, denen es wohl ergeht.


Sure: 59 Die Versammlung (al-H,.ashr) zu Medina, 24 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
59:1 Gott preist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Er ist der Mächtige, der Weise. 2 Er
ist es, der diejenigen von den Leuten des Buches, die ungläubig sind, aus ihren Wohnstätten zur ersten
Versammlung vertrieben hat . Ihr habt nicht geglaubt, dass sie fortziehen würden; auch sie meinten,
ihre Festungen würden sie vor Gott schützen. Da kam Gott über sie, von wo sie nicht damit rechneten,
und jagten ihren Herzen Schrecken ein, so dass sie ihre Häuser mit ihren eigenen Händen und durch
die Hände der Gläubigen zerstörten. Zieht nun die Lehre daraus, ihr Einsichtigen. 3 Und hätte Gott
ihnen nicht die Verbannung vorgeschrieben, Er hätte sie im Diesseits gepeinigt. Im Jenseits aber
erhalten sie die Pein des Feuers. 4 Dies dafür, dass sie sich Gott und seinem Gesandten widersetzen.
Und wenn jemand sich Gott widersetzt, so verhängt Gott eine harte Strafe.
59:5 Was ihr an Palmen umgehauen habt oder auf ihrem Stamm habt stehenlassen, es geschah mit der
Erlaubnis Gottes, auch damit Er die Frevler zuschanden mache. 6 Und für das, was Gott seinem
Gesandten von ihnen als Beute zugeteilt hat, habt ihr weder Pferde noch Kamele anspornen müssen.
Gott verleiht vielmehr seinen Gesandten Gewalt, über wen Er will. Und Gott hat Macht zu allen
Dingen. 7 Was Gott seinem Gesandten von den Bewohnern der Städte als Beute zugeteilt hat, gehört
Gott und seinem Gesandten, und den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen, dem Reisenden.
Dies, damit es nicht eben unter den Reichen von euch die Runde macht. Und was der Gesandte euch
zukommen läßt, das sollt ihr nehmen. Und was er euch verwehrt, davon sollt ihr euch fernhalten. Und
fürchtet Gott. Gott verhängt eine harte Strafe. 8 (Das gehört) den armen Auswanderern, die aus ihren
Wohnstätten und von ihrem Besitz vertrieben wurden, die nach Gottes Huld und Wohlgefallen
streben und Gott und seinen Gesandten unterstützen Das sind die Wahrhaftigen. 9 Und diejenigen, die
vor ihnen in der Wohnstätte und im Glauben zu Hause waren , lieben die, die zu ihnen ausgewandert
sind; sie empfinden in ihrem Inneren kein Bedürfnis für das, was diesen zugekommen ist, und sie
bevorzugen sie vor sich selbst, auch wenn sie selbst Not leiden. Und diejenigen, die vor ihrer eigenen
Habsucht bewahrt bleiben, sind die, denen es wohl ergeht.
59:10 Und diejenigen, die nach ihnen gekommen sind, sagen: »Unser Herr, vergib uns und unseren
Brüdern, die uns im Glauben vorangegangen sind. Und setze in unsere Herzen keinen Groll gegen
die, die glauben. Unser Herr, du hast Mitleid und bist barmherzig.«
59:11 Hast du nicht auf jene geschaut, die Heuchler sind? Sie sagen zu ihren Brüdern von den Leuten der
Schrift, welche ungläubig sind: »Wenn ihr vertrieben werdet, werden wir mit euch fortziehen. Und
wir werden niemals jemandem gegen euch gehorchen. Und wenn gegen euch gekämpft wird, dann
werden wir euch bestimmt unterstützen.« Und Gott bezeugt, dass sie ja lügen. 12 Wenn sie vertrieben
werden, werden sie nicht mit ihnen fortziehen. Und wenn gegen sie gekämpft wird, werden sie sie
nicht unterstützen. Und sollten sie sie unterstützen, dann werden sie den Rücken kehren, und dann
werden sie selbst keine Unterstützung erfahren. 13 Ihr flößt ihnen mehr Angst ein als Gott. Dies, weil
sie Leute sind, die nicht begreifen. 14 Sie kämpfen nicht alle zusammen gegen euch, es sei denn in
befestigten Städten oder hinter Mauern. Ihre Schlagkraft ist untereinander gewaltig. Du meinst, sie
bilden eine Einheit, aber ihre Herzen sind geteilt. Dies, weil sie Leute sind, die keinen Verstand
haben.
59:15 Es ist wie mit denen, die es kurz vor ihnen erlebten . Sie erlitten die schweren Folgen ihres
Verhaltens, und für sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt. 16 Es ist wie mit dem Satan, als er zum
Menschen sagte: »Sei ungläubig.« Als er ungläubig wurde, sagte er: »Ich bin unschuldig an dir. Ich
fürchte Gott, den Herrn der Welten.« 17 Das Ende von beiden war, dass sie nun im Feuer sind; darin
werden sie ewig weilen. Und das ist die Vergeltung für die, die Unrecht tun. 18 O ihr, die ihr glaubt,
fürchtet Gott. Und jeder schaue, was er für morgen vorausschickt. Und fürchtet Gott. Gott hat
Kenntnis von dem, was ihr tut. 19 Und seid nicht wie diejenigen, die Gott vergessen haben und die Er
dann sich selbst vergessen ließ. Das sind die Frevler.
59:20 Nicht gleich sind die Gefährten des Feuers und die Gefährten des Paradieses. Die Gefährten des
Paradieses sind es, die den Erfolg erzielen. 21 Hätten Wir diesen Koran auf einen Berg hinabgesandt,
du hättest gesehen, wie er aus Furcht vor Gott demütig innehält und sich spaltet. Diese Gleichnisse
führen Wir den Menschen an, auf dass sie nachdenken.
59:22 Er ist Gott, außer dem es keinen Gott gibt, der über das Unsichtbare und das Offenbare Bescheid
weiß. Er ist der Erbarmer, der Barmherzige. 23 Er ist Gott, außer dem es keinen Gott gibt, der König,
der Heilige, der Inbegriff des Friedens, der Stifter der Sicherheit, der alles fest in der Hand hat, der
Mächtige, der Gewaltige, der Stolze. Preis sei Gott! (Er ist erhaben) über das, was sie (Ihm)
beigesellen. 24 Er ist Gott, der Schöpfer, der Erschaffer, der Bildner. Sein sind die schönsten Namen.
Ihn preist, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Und Er ist der Mächtige, der Weise.


Sure: 60 Die Prüfung (al-Mumtah,.ina) zu Medina, 13 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
60:1 O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht meine Feinde und eure Feinde zu Freunden, indem ihr ihnen
Liebe entgegenbringt, wo sie doch das verleugnen, was von der Wahrheit zu euch gekommen ist, und
den Gesandten und euch selbst vertreiben, weil ihr an Gott, euren Herrn, glaubt. (Haltet euch daran),
wenn ihr wirklich ausgezogen seid zum Einsatz auf meinem Weg und im Streben nach meinem
Wohlgefallen. Ihr zeigt ihnen heimlich Liebe, wo Ich doch besser weiß, was ihr verbergt und was ihr
offenlegt. Und wer von euch das tut, der ist vom rechten Weg abgeirrt. 2 Wenn sie euch treffen, sind
sie euch feind und strecken gegen euch ihre Hände und ihre Zungen zum Bösen aus. Sie wünschten,
ihr wäret ungläubig. 3 Weder eure Verwandtschaftsbande noch eure Kinder werden euch nützen. Am
Tag der Auferstehung wird Gott zwischen euch entscheiden. Und Gott sieht wohl, was ihr tut.
60:4 Ihr habt doch ein schönes Beispiel in Abraham und denen, die mit ihm waren, als sie zu ihrem Volk
sagten: »Wir sind unschuldig an euch und an dem, was ihr anstelle Gottes verehrt. Wir verleugnen
euch. Und zwischen uns und euch sind Feindschaft und Haß auf immer sichtbar geworden, bis ihr an
Gott allein glaubt.« Dies, bis auf das Wort Abrahams zu seinem Vater: »Ich werde für dich um
Vergebung bitten . Und ich kann dir vor Gott keinen Nutzen bringen. Unser Herr, auf Dich vertrauen
wir, und Dir wenden wir uns reumütig zu. Und zu Dir führt der Lebensweg.
60:5 Unser Herr, mach uns nicht zu einer Versuchung für die, die ungläubig sind. Und vergib uns, unser
Herr. Du bist der Mächtige, der Weise.« 6 Ihr habt in ihnen ein schönes Beispiel, und zwar jeder, der
auf Gott hofft und den Jüngsten Tag erwartet. Wenn einer sich abkehrt, so ist Gott der, der auf
niemanden angewiesen und des Lobes würdig ist. 7 Möge Gott zwischen euch und die von ihnen, mit
denen ihr verfeindet seid, Liebe setzen! Und Gott ist mächtig. Und Gott ist voller Vergebung und
barmherzig. 8 Gott verbietet euch nicht, denen, die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft
und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, Pietät zu zeigen und Gerechtigkeit
angedeihen zu lassen. Gott liebt ja die, die gerecht handeln. 9 Er verbietet Euch, die, die gegen euch
der Religion wegen gekämpft und euch aus euren Wohnstätten vertrieben und zu eurer Vertreibung
Beistand geleistet haben, zu Freunden zu nehmen. Diejenigen, die sie zu Freunden nehmen, das sind
die, die Unrecht tun.
60:10 O ihr, die ihr glaubt, wenn gläubige Frauen als Auswanderer zu euch kommen, dann prüft sie. Gott
weiß besser über ihren Glauben Bescheid. Wenn ihr feststellt, dass sie gläubig sind, dann schickt sie
nicht zu den Ungläubigen zurück. Zur Ehe sind weder diese Frauen ihnen erlaubt, noch sind sie
diesen Frauen erlaubt. Und laßt ihnen jedoch zukommen, was sie (seinerzeit für diese Frauen)
ausgegeben haben. Es ist für euch kein Vergehen, sie zu heiraten, wenn ihr ihnen ihren Lohn
zukommen laßt. Und haltet nicht am Eheband mit den ungläubigen Frauen fest, und fordert, was ihr
(bei der Eheschließung) ausgegeben habt, zurück. Auch sie sollen zurückfordern, was sie ausgegeben
haben. Das ist das Urteil Gottes; Er urteilt zwischen euch. Und Gott weiß Bescheid und ist weise. 11
Und wenn euch etwas von euren Gattinnen an die Ungläubigen abhanden kommt und ihr nach einer
Strafaktion Beute macht, dann laßt denen, deren Gattinnen fortgegangen sind, soviel zukommen, wie
sie ausgegeben haben. Und fürchtet Gott, an den ihr glaubt.
60:12 O Prophet, wenn gläubige Frauen zu dir kommen, um dir Treue zu geloben, dass sie Gott nichts
beigesellen, nicht stehlen, keinen Ehebruch begehen, ihre Kinder nicht töten, keine Verleumdung
vorbringen, die sie vor ihren eigenen Händen und Füßen erdichten, und gegen dich nicht ungehorsam
sind in dem, was recht ist, dann nimm ihr Treueversprechen an und bitte Gott für sie um Vergebung.
Gott ist voller Vergebung und barmherzig.
60:13 O ihr, die ihr glaubt, nehmt nicht Leute zu Freunden, auf die Gott zornig ist. Sie haben die
Hoffnung auf das Jenseits aufgegeben, so wie die Ungläubigen die Hoffnung aufgegeben haben in
bezug auf die (Toten) in den Gräbern.


Sure: 61 Die Reihe (al-S,.aff) zu Medina, 14 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
61:1 Gott preist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Er ist der Mächtige, der Weise. 2 O
ihr, die ihr glaubt, warum sagt ihr, was ihr nicht tut? 3 Großen Abscheu erregt es bei Gott, dass ihr
sagt, was ihr nicht tut. 4 Gott liebt die, die auf seinem Weg kämpfen in einer Reihe, als wären sie ein
festgefügter Bau.
61:5 Und als Mose zu seinem Volk sagte: »O mein Volk, warum fügt ihr mir Leid zu, wo ihr doch wisst,
dass ich der Gesandte Gottes an euch bin?« Als sie nun abwichen, ließ Gott ihre Herzen abweichen.
Und Gott leitet die frevlerischen Leute nicht recht. 6 Und als Jesus, der Sohn Marias, sagte: »O
Kinder Israels, ich bin der Gesandte Gottes an euch, um zu bestätigen, was von der Tora vor mir
vorhanden war, und einen Gesandten zu verkünden, der nach mir kommt: sein Name ist Ahmad.«
Als er nun mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kam, sagten sie: »Das ist eine offenkundige
Zauberei.« 7 Und wer ist ungerechter als der, der gegen Gott Lügen erdichtet, während er zur
Gottergebenheit aufgerufen wird? Und Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht. 8 Sie wollen das
Licht Gottes mit ihrem Mund auslöschen. Aber Gott wird sein Licht vollenden, auch wenn es den
Ungläubigen zuwider ist. 9 Er ist es, der seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der
Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand zu verleihen über alle Religion, auch wenn es den
Polytheisten zuwider ist.
61:10 O ihr, die ihr glaubt, soll ich euch auf einen Handel hinweisen, der euch vor einer schmerzhaften
Pein rettet? 11 Ihr sollt an Gott und seinen Gesandten glauben, euch auf dem Weg Gottes mit eurem
Vermögen und mit eigener Person einsetzen — das ist besser für euch, so ihr Bescheid wisst —, 12
dann wird Er euch eure Sünden vergeben und euch eingehen lassen in Gärten, unter denen Bäche
fließen, und in angenehme Wohnungen in den Gärten von Eden. Das ist der großartige Erfolg. 13 Und
noch eine andere (Huld), die ihr liebt, (steht bereit): eine Unterstützung von Gott und ein naher
Erfolg. Verkünde den Gläubigen eine Frohbotschaft.
61:14 O ihr, die ihr glaubt, seid die Helfer Gottes, so wie Jesus, der Sohn Marias, zu den Jüngern gesagt
hat: »Wer sind meine Helfer (auf dem Weg) zu Gott hin?« Die Jünger sagten: »Wir sind die Helfer
Gottes.« Eine Gruppe der Kinder Israels glaubte, und eine (andere) Gruppe war ungläubig. Da
stärkten Wir diejenigen, die glaubten, gegen ihre Feinde, und sie bekamen die Oberhand.


Sure: 62 Der Freitag (al-Djumu’a) zu Medina, 11 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
62:1 Gott preist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, (Ihn), den König, den Heiligen, den
Mächtigen, den Weisen. 2 Er ist es, der unter den Ungelehrten einen Gesandten aus ihrer Mitte hat
erstehen lassen, der ihnen seine Zeichen verliest, sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt
— sie befanden sich ja zuvor in einem offenkundigen Irrtum —, 3 (sie) und andere vor ihnen, die sie
noch nicht eingeholt haben. Und Er ist der Mächtige, der Weise. 4 Das ist die Huld Gottes. Er läßt sie
zukommen, wem Er will. Und Gott besitzt große Huld.
62:5 Es ist mit denen, denen die Tora auferlegt worden ist, die sie aber dann doch nicht getragen haben,
wie mit einem Esel, der Bücher trägt. Schlimm ist es mit den Leuten, die die Zeichen Gottes für Lüge
erklären. Und Gott leitet die ungerechten Leute nicht recht. 6 Sprich: O ihr, die ihr Juden seid, wenn
ihr behauptet, ihr seid die Freunde Gottes unter Ausschluß der anderen Menschen, dann wünscht euch
den Tod, so ihr die Wahrheit sagt. 7 Aber niemals werden sie ihn sich wünschen wegen dessen, was
ihre Hände vorausgeschickt haben. Und Gott weiß über die, die Unrecht tun, Bescheid. 8 Sprich: Der
Tod, vor dem ihr flieht, wird euch erreichen. Dann werdet ihr zu dem, der das Unsichtbare und das
Offenbare kennt, zurückgebracht, und Er wird euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.
62:9 O ihr, die ihr glaubt, wenn am Freitag zum Gebet gerufen wird, dann eilt zum Gedenken Gottes und
laßt das Kaufgeschäft ruhen. Das ist besser für euch, so ihr Bescheid wisst.
62:10 Wenn das Gebet beendet ist, dann breitet euch im Land aus und strebt nach etwas von der Huld
Gottes. Und gedenkt Gottes viel, auf dass es euch wohl ergehe. 11 Und wenn sie einen Handel oder
eine Gelegenheit zur Zerstreuung sehen, laufen sie hin und lassen dich stehen. Sprich: Was bei Gott
ist, ist doch besser als Zerstreuung und Handel. Und Gott ist der beste Versorger.


Sure: 63 Die Heuchler (al-Muna,-fiqu,-n) zu Medina, 11 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
63:1 Wenn die Heuchler zu dir kommen, sagen sie: »Wir bezeugen, dass du der Gesandte Gottes bist.«
Gott weiß wohl, dass du sein Gesandter bist. Und Gott bezeugt, dass die Heuchler doch lügen. 2 Sie
nehmen sich ihre Eide zu einem Schutzschild und weisen so (die Menschen) vom Wege Gottes ab.
Schlimm ist das, was sie zu tun pflegen. 3 Dies, weil sie erst gläubig waren, dann aber ungläubig
wurden. Da wurden ihre Herzen versiegelt, so dass sie nicht begreifen. 4 Und wenn du sie siehst,
gefallen dir ihre Gestalten. Und wenn sie sprechen, hörst du ihren Worten zu. Sie sind wie angelehnte
Bretter. Sie meinen, jeder Schrei sei gegen sie gerichtet. Sie sind die (wahren) Feinde. Nimm dich vor
ihnen in acht. Gott bekämpfe sie! Wie leicht lassen sie sich doch abwenden!
63:5 Und wenn zu ihnen gesagt wird: »Kommt her, dass der Gesandte Gottes für euch um Vergebung
bittet« wenden sie den Kopf zur Seite, und du siehst, wie sie sich in Hochmut abwenden. 6 Für sie ist
es gleich, ob du für sie um Vergebung bittest oder nicht bittest. Gott wird ihnen nicht vergeben. Gott
leitet die frevlerischen Leute nicht recht. 7 Sie sind e», die sagen: »Spendet nicht für diejenigen, die
beim Gesandten Gottes sind, bis sie davoneilen.« Doch Gott gehören die Vorratskammern der
Himmel und der Erde. Aber die Heuchler begreifen es nicht. 8 Sie sagen: »Wenn wir nach Medina
zurückkehren, werden sicher die Mächtigen die Schwächeren aus ihr vertreiben.« Doch Gott gehört
die Macht, und auch seinem Gesandten und den Gläubigen. Aber die Heuchler wissen nicht Bescheid.
9 O ihr, die ihr glaubt, euer Vermögen und eure Kinder sollen euch nicht vom Gedenken Gottes
ablenken. Diejenigen, die dies tun, das sind die Verlierer.
63:10 Und spendet von dem, was Wir euch beschert haben, bevor der Tod einen von euch ereilt und er
dann sagt: »Mein Herr, könntest Du mich doch auf eine kurze Frist zurückstellen! Ich würde Almosen
geben und einer der Rechtschaffenen sein.« 11 Gott wird aber niemanden zurückstellen, wenn seine
Frist kommt. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut.


Sure: 64 Die Übervorteilung (al-Tagha,-bun) zu Medina, 18 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
64:1 Gott preist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Ihm gehört die Königsherrschaft, und Lob
sei Ihm! Er hat Macht zu allen Dingen. 2 Er ist es, der euch erschaffen hat. Die einen von euch sind
ungläubig, die anderen gläubig. Und Gott sieht wohl, was ihr tut. 3 Er hat die Himmel und die Erde in
Wahrheit erschaffen, und Er hat euch gestaltet und eure Gestalten schön gemacht. Und zu Ihm führt
der Lebensweg. 4 Er weiß, was in den Himmeln und auf der Erde ist, und Er weiß, was ihr im
geheimen redet und was ihr offenlegt. Und Gott weiß über das innere Geheimnis Bescheid.
64:5 Ist denn nicht der Bericht über die, die zuvor ungläubig waren, zu euch gelangt? Sie erlitten die
schweren Folgen ihres Verhaltens, und bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein. 6 Dies, weil ihre
Gesandten mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kamen, sie aber sagten: »Sollen etwa Menschen uns
rechtleiten?« Da wurden sie ungläubig und kehrten sich ab. Doch Gott bedurfte ihrer nicht. Gott ist
auf niemanden angewiesen und des Lobes würdig. 7 Diejenigen, die ungläubig sind, behaupten, dass
sie nicht auferweckt werden. Doch, bei meinem Herrn, ihr werdet auferweckt werden. Dann wird
euch das kundgetan, was ihr getan habt. Und dies ist Gott ein leichtes. 8 Darum glaubt an Gott und
seinen Gesandten und das Licht, das Wir hinabgesandt haben. Und Gott hat Kenntnis von dem, was
ihr tut.
64:9 Am Tag, da Er euch zum Tag der Versammlung versammelt. Das ist der Tag der Übervorteilung .
Wer an Gott glaubt und Gutes tut, dem sühnt Er seine Missetaten, und den läßt Er in Gärten eingehen,
unter denen Bäche fließen; darin werden sie auf immer ewig weilen. Das ist der großartige Erfolg.
64:10 Und diejenigen, die ungläubig sind und unsere Zeichen für Lüge erklären, das sind die Gefährten
des Feuers; darin werden sie ewig weilen — welch schlimmes Ende!
64:11 Kein Unglück trifft (jemanden), es sei denn mit der Erlaubnis Gottes. Und wer an Gott glaubt,
dessen Herz leitet Er recht. Und Gott weiß über alle Dinge Bescheid. 12 Und gehorcht Gott und
gehorcht dem Gesandten. Wenn ihr euch abkehrt, so obliegt unserem Gesandten nur die deutliche
Ausrichtung (der Botschaft). 13 Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm. Auf Gott sollen die Gläubigen
vertrauen.
64:14 O ihr, die ihr glaubt, unter euren Gattinnen und euren Kindern sind welche, die euch feind sind. So
nehmt euch vor ihnen in acht. Wenn ihr verzeiht, nachsichtig seid und vergebt, so ist Gott voller
Vergebung und barmherzig.
64:15 Euer Vermögen und eure Kinder sind eine Versuchung. Aber Gott hält einen großartigen Lohn
bereit. 16 Fürchtet nun Gott, soviel ihr eben könnt. Und hört zu und gehorcht. Und spendet: Es ist
besser für euch. Und diejenigen, die vor ihrer eigenen Habsucht bewahrt bleiben, das sind die, denen
es wohl ergeht. 17 Wenn ihr Gott ein schönes Darlehen leiht, wird Er es euch vervielfachen und euch
vergeben. Und Gott zeigt sich erkenntlich und ist langmütig. 18 (Er), der über das Unsichtbare und
das Offenbare Bescheid weiß, der Mächtige, der Weise.


Sure: 65 Die Entlassung (al-T,.ala,-q) zu Medina, 12 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
65:1 O Prophet, wenn ihr die Frauen entlaßt, dann entlaßt sie unter Beachtung ihrer Wartezeit, und
berechnet die Wartezeit (sorgfältig). Und fürchtet Gott, euren Herrn. Weiset sie nicht aus ihren
Häusern aus. Sie sollen auch nicht selbst ausziehen, es sei denn, sie begehen eine offenkundige
schändliche Tat. Das sind die Rechtsbestimmungen Gottes. Wer die Rechtsbestimmungen Gottes
übertritt, der tut sich selbst Unrecht. Du weißt nicht, ob nicht Gott vielleicht danach eine neue Lage
herbeiführt. 2 Wenn sie das Ende ihrer Frist erreichen, dann behaltet sie in rechtlicher Weise oder
trennt euch von ihnen in rechtlicher Weise. Und nehmt zwei gerechte Leute von euch zu Zeugen, und
erhaltet das Zeugnis Gottes aufrecht. Damit wird derjenige ermahnt, der an Gott und den Jüngsten
Tag glaubt. Und wer Gott fürchtet, dem schafft Er einen Ausweg 3 und beschert Unterhalt, von wo er
damit nicht rechnet. Und wer auf Gott vertraut, dem genügt Er. Gott erzielt sein Anliegen. Gott legt
für jede Sache ein Maß fest. 4 Und für die von euren Frauen, die keine Menstruation mehr erwarten,
falls ihr da Zweifel hegt, gilt eine Wartezeit von drei Monaten. Und ebenso für die, die keine
Menstruation haben. Für die, die schwanger sind, ist die Frist erreicht, wenn sie gebären, was sie (in
ihrem Leib) tragen. Und wer Gott fürchtet, dem schafft Er Erleichterung in seiner Angelegenheit.
65:5 Das ist die Anordnung Gottes, die Er zu euch herabgesandt hat. Und wer Gott fürchtet, dem sühnt Er
seine Missetaten und dem verleiht Er einen großartigen Lohn. 6 Laßt sie dort wohnen, wo ihr selbst
wohnt, euren Möglichkeiten entsprechend. Und fügt ihnen keinen Schaden zu, um sie in Bedrängnis
zu bringen. Und wenn sie schwanger sind, dann übernehmt für sie die nötigen Aufwendungen, bis sie
gebären, was sie (in ihrem Leib) tragen. Wenn sie für euch das Kind stillen, dann laßt ihnen ihren
Lohn zukommen, und beratet euch untereinander (darüber) in rechtlicher Weise. Und wenn ihr euch
schwer einigen könnt, dann wird wohl eine andere (das Kind) für ihn stillen. 7 Der Wohlhabende soll
entsprechend seinem Vermögen die Aufwendungen gestalten. Und wem der Unterhalt bemessen
zugeteilt wurde, der soll von dem ausgeben, was Gott ihm hat zukommen lassen. Gott fordert von
einem nur das, was Er ihm hat zukommen lassen. Gott wird nach der schwierigen Lage Erleichterung
schaffen.
65:8 Und wie manche Stadt rebellierte gegen den Befehl ihres Herrn und seiner Gesandten, worauf Wir
sie einer harten Abrechnung unterzogen und mit einer entsetzlichen Pein peinigten. 9 Da erlitt sie die
schweren Folgen ihres Verhaltens. Und das Ende ihres Verhaltens war (nur) Verlust.
65:10 Gott hat für sie eine harte Pein bereitet. So fürchtet Gott, ihr Einsichtigen, die ihr glaubt. Gott hat
zu euch eine Ermahnung herabgesandt, 11 einen Gesandten, der euch die Zeichen Gottes, die alles
deutlich machen, verliest, um die, die glauben und die guten Werke tun, aus den Finsternissen ins
Licht hinauszuführen. Und wer an Gott glaubt und Gutes tut, den wird Er in Gärten eingehen lassen,
unter denen Bäche fließen; darin werden sie auf immer ewig weilen. Gott hat ihm (damit) einen
schönen Unterhalt gewährt. 12 Gott ist es, der sieben Himmel erschaffen hat, und von der Erde gleich
viel. Der Befehl (Gottes) kommt zwischen ihnen herab, damit ihr wisst, dass Gott Macht hat zu allen
Dingen und dass Gott alle Dinge mit seinem Wissen umfaßt.


Sure: 66 Das Verbot (al-T,.ahri,-m) zu Medina, 12 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
66:1 O Prophet, warum erklärst du für verboten, was Gott dir erlaubt hat, im Streben danach, deinen
Gattinnen zu gefallen ? Gott ist voller Vergebung und barmherzig. 2 Gott hat für euch festgelegt, wie
eure Eide zu lösen sind. Und Gott ist euer Schutzherr, und Er ist der, der Bescheid weiß und weise ist.
66:3 Als der Prophet einer seiner Gattinnen einige Worte im geheimen anvertraute. Als sie sie dann
mitteilte und Gott ihm darüber Auskunft gab, gab er einen Teil davon bekannt und überging einen
anderen Teil. Als er es ihr nun mitteilte, sagte sie: »Wer hat dir das kundgetan?« Er sagte:
»Kundgetan hat (es) mir der, der Bescheid weiß und Kenntnis (von allem) hat. 4 Wenn ihr beide zu
Gott umkehrt — eure Herzen waren ja dem Gerede zugeneigt —... Und wenn ihr einander gegen ihn
Beistand leistet, so ist Gott sein Schutzherr, und Gabriel, die Rechtschaffenen von den Gläubigen und
außerdem die Engel werden (ihm) Beistand leisten.
66:5 Möge sein Herr ihm, wenn er euch (alle) entläßt, zum Tausch andere Gattinnen geben, die besser
sind als ihr: muslimische Frauen, die gläubig und demütig ergeben sind, bereit zur Umkehr sind,
(Gott) dienen und umherziehen , ob sie früher verheiratet waren oder Jungfrauen sind.
66:6 O ihr, die ihr glaubt, hütet euch selbst und eure Angehörigen vor einem Feuer, dessen Brennstoff
Menschen und Steine sind und über das hartherzige und strenge Engel gesetzt sind, die gegen Gott
nicht ungehorsam sind in dem, was Er ihnen befiehlt, sondern tun, was ihnen befohlen wird. 7 O ihr,
die ihr ungläubig seid, entschuldigt euch heute nicht. Euch wird nur das vergolten, was ihr zu tun
pflegtet. 8 O ihr, die ihr glaubt, kehrt zu Gott um in aufrichtiger Umkehr. Möge Gott euch eure
Missetaten sühnen und euch in Gärten eingehen lassen, unter denen Bäche fließen, am Tag, da Gott
den Propheten und die, die mit ihm gläubig sind, nicht zuschanden macht! Ihr Licht eilt vor ihnen und
zu ihrer Rechten her. Sie sagen: »Unser Herr, vollende für uns unser Licht und vergib uns. Du hast
Macht zu allen Dingen.«
66:9 O Prophet, setze dich gegen die Ungläubigen und die Heuchler ein und fasse sie hart an. Ihre
Heimstätte ist die Hölle — welch schlimmes Ende!
66:10 Gott hat für die, die ungläubig sind, die Frau Noachs und die Frau Lots als Beispiel angeführt. Sie
beide unterstanden zwei Dienern von unseren rechtschaffenen Dienern. Aber sie waren treulos zu
ihnen, so konnten ihnen diese vor Gott nichts nützen. Und es wurde gesagt: »Geht ins Feuer ein mit
denen, die hineingehen.« 11 Und Gott hat für die, die glauben, die Frau des Pharao als Beispiel
angeführt. Als sie sagte: »Mein Herr, baue mir ein Haus bei Dir im Paradies, und errette mich von
Pharao und seinem Handeln, und errette mich von den Leuten, die Unrecht tun.« 12 Und (auch)
Maria , die Tochter Imrans, die ihre Scham unter Schutz stellte, worauf Wir in sie von unserem Geist
bliesen. Und sie hielt die Worte ihres Herrn und seine Bücher für wahr und gehörte zu denen, die
(Gott) demütig ergeben sind.


Sure: 67 Die Königsherrschaft (al-Mulk) zu Mekka, 30 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
67:1 Gesegnet sei der Herr, in dessen Hand die Königsherrschaft ist! Und Er hat Macht zu allen Dingen. 2
(Er), der den Tod und das Leben erschaffen hat, um euch zu prüfen (und festzustellen), wer von euch
am besten handelt. Und Er ist der, der mächtig und voller Vergebung ist. 3 (Er), der sieben Himmel in
Schichten erschaffen hat. Und du kannst an der Schöpfung des Erbarmers kein Mißverhältnis sehen.
Wende deinen Blick zurück: Siehst du irgendeinen Mangel? 4 Dann wende deinen Blick zweimal
zurück. Dein Blick kehrt zu dir beschämt und ermüdet zurück.
67:5 Und Wir haben den untersten Himmel mit Leuchten geschmückt und haben sie zu Wurfsteinen
gegen die Satane gemacht. Und Wir haben für sie die Pein des Feuerbrandes bereitet. 6 Und bestimmt
ist für die, die ihren Herrn verleugnen, die Pein der Hölle — welch schlimmes Ende! 7 Wenn sie
hineingeworfen werden, hören sie sie aufheulen, während sie brodelt, 8 als würde sie bald vor Wut
platzen. Sooft eine Schar hineingeworfen wird, werden ihre Wärter sie fragen: »Ist denn kein Warner
zu euch gekommen?« 9 Sie sagen: »Doch, ein Warner ist zu uns gekommen. Aber wir haben (ihn) der
Lüge geziehen und gesagt: ›Gott hat nichts herabgesandt; ihr befindet euch ja in großem Irrtum.‹«
67:10 Und sie sagen: »Hätten wir nur gehört und Verstand gehabt, wären wir nun nicht unter den
Gefährten des Höllenbrandes. 11 Und sie bekennen ihre Schuld. Weg mit den Gefährten des
Höllenbrandes!« 12 Für diejenigen, die ihren Herrn im Verborgenen fürchten, ist Vergebung und ein
großer Lohn bestimmt. 13 Ihr mögt eure Worte im geheimen sprechen oder offen äußern, Er weiß
über das innere Geheimnis Bescheid. 14 Sollte Er denn nicht über die Bescheid wissen, die Er
erschaffen hat? Und Er ist der Feinfühlige, der Kenntnis von allem hat.
67:15 Er ist es, der euch die Erde gefügig gemacht hat. So schreitet auf ihrem Rücken umher und eßt von
dem, was Er (euch) beschert. Und zu Ihm führt die Auferstehung. 16 Wähnt ihr euch denn in
Sicherheit davor, dass der, der im Himmel ist, die Erde mit euch versinken läßt, so dass sie ins
Schwanken gerät? 17 Oder wähnt ihr euch in Sicherheit davor, dass der, der im Himmel ist, einen
Sandsturm gegen euch schickt? Da werdet ihr erfahren, wie seine Warnung ist.
67:18 Auch diejenigen, die vor ihnen lebten, haben (die Gesandten) der Lüge geziehen. Und wie war
meine Mißbilligung! 19 Haben sie nicht auf die Vögel über ihnen geschaut, wie sie ihre Flügel
ausbreiten und einziehen? Nur der Erbarmer hält sie. Er sieht wohl alle Dinge.
67:20 Oder wer ist anstelle des Erbarmers derjenige, der euch eine Heerschar wäre, die euch unterstützen
könnte? Die Ungläubigen fallen nur der Betörung anheim. 21 Oder wer ist denn der, der euch
Lebensunterhalt bescheren könnte, wenn Er seine Versorgung zurückhält? Aber nein, sie verharren in
Rebellion und Abneigung. 22 Folgt denn einer, der, auf sein Gesicht gestürzt, umherschreitet, eher der
Rechtleitung, oder einer, der aufrecht auf einem geraden Weg umherschreitet? 23 Sprich: Er ist es,
der euch entstehen ließ und euch Gehör, Augenlicht und Herz machte. Ihr seid aber wenig dankbar.
24 Sprich: Er ist es, der euch auf der Erde vermehrte. Und zu Ihm werdet ihr versammelt werden.
67:25 Und sie sagen: »Wann wird diese Androhung eintreffen, so ihr die Wahrheit sagt?« 26 Sprich: Nur
Gott weiß darüber Bescheid. Und ich bin ein deutlicher Warner. 27 Wenn sie es aber aus der Nähe
sehen, dann werden die Gesichter derer, die ungläubig sind, schlimm betroffen. Und es wird
gesprochen: »Das ist das, was ihr herbeizurufen suchtet.«
67:28 Sprich: Was meint ihr, wenn Gott mich und die, die mit mir sind, verderben lassen oder wenn Er
sich unser erbarmen sollte, wer wird dann die Ungläubigen schützen vor einer schmerzhaften Pein?
29 Sprich: Er ist der Erbarmer. An Ihn glauben Wir, und auf Ihn vertrauen wir. Ihr werdet noch
erfahren, wer sich im offenkundigen Irrtum befindet.
67:30 Sprich: Was meint ihr, wenn euer Wasser versiegen sollte, wer könnte euch sprudelndes Wasser
bringen?


Sure: 68 Das Schreibrohr (al-Qalam) zu Mekka, 52 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
68:1 Nun. Beim Schreibrohr und dem, was sie zeilenweise niederschreiben. 2 Du bist dank der Gnade
deines Herrn kein Besessener. 3 Bestimmt ist für dich ein Lohn, der nicht aufhört. 4 Und du besitzt
großartige Charakterzüge.
68:5 Du wirst schauen, und auch sie werden schauen, 6 wer von euch der Versuchung ausgesetzt ist. 7
Dein Herr weiß besser, wer von seinem Weg abirrt, und Er weiß besser, wer die sind, die der
Rechtleitung folgen. 8 So gehorche nicht denen, die (die Botschaft) für Lüge erklären. 9 Sie möchten
gern, dass du nur schöne Worte machst, so dass auch sie schöne Worte machen können.
68:10 Und gehorche niemandem, der dauernd schwört und verächtlich dasteht, 11 der ständig stichelt und
Verleumdungen verbreitet, 12 der das Gute verweigert, Übertretungen begeht und Schuld auf sich
lädt, 13 der außerdem grobes Benehmen zeigt und ein Eindringling ist, 14 auch wenn er Vermögen
und Söhne hat.
68:15 Wenn ihm unsere Zeichen verlesen werden, sagt er: »Die Fabeln der Früheren.« 16 Wir werden ihn
auf der Nase mit einem Merkmal brandmarken. 17 Wir haben sie Prüfungen unterworfen, wie Wir die
Besitzer des Gartens Prüfungen unterworfen haben, als sie schworen, sie würden ihn am Morgen
abernten, 18 ohne einen Vorbehalt zu machen . 19 Da machte darin eine verheerende Erscheinung
von deinem Herrn die Runde, während sie schliefen,
68:20 und er war am Morgen wie abgeerntet. 21 Da riefen sie am Morgen einander zu: 22 »Geht in der
Frühe zu eurem Saatfeld, wenn ihr ernten wollt.« 23 Sie machten sich auf den Weg und flüsterten
dabei einander zu: 24 »Heute darf kein Bedürftiger zu euch hereinkommen.«
68:25 Und sie gingen hin in der Frühe in der Meinung, sie könnten (den Armen ihren Anteil) verwehren.
26 Als sie ihn aber sahen, sagten sie: »Wir befinden uns im Irrtum.« 27 Nein, wir entbehren vielmehr
alles. 28 Derjenige von ihnen, der in der Mitte stand , sagte: »Habe ich nicht zu euch gesagt: Würdet
ihr doch Gott preisen!« 29 Sie sagten: »Preis sei unserem Herrn! Wir haben gewiß Unrecht getan.«
68:30 Da gingen sie aufeinander zu und machten sich gegenseitig Vorwürfe. 31 Sie sagten: »O wehe uns!
Wir haben ein Übermaß an Frevel gezeigt. 32 Möge unser Herr uns zum Tausch dafür einen besseren
(Garten) als ihn geben! Auf Gott richten wir unsere Wünsche.« 33 So ist die Pein. Doch die Pein des
Jenseits ist größer, wenn sie es nur wüßten! 34 Für die Gottesfürchtigen sind bei ihrem Herrn Gärten
der Wonne bestimmt.
68:35 Sollen Wir etwa die Gottergebenen den Übeltätern gleichsetzen? 36 Was ist mit euch? Wie urteilt
ihr nur? 37 Oder habt ihr ein Buch, in dem ihr nachforschen (und finden) könnt, 38 dass euch
bestimmt ist, was ihr euch auswählt? 39 Oder haben Wir uns euch gegenüber eidlich verpflichtet bis
zum Tag der Auferstehung, dass ihr bekommt, was ihr entscheidet?
68:40 Frage sie, wer von ihnen dafür bürgt. 41 Oder haben sie etwa Teilhaber? Sie sollen doch ihre
Teilhaber herbeibringen, so sie die Wahrheit sagen. 42 Am Tag, da die Angelegenheit ernst wird und
sie aufgerufen werden, sich in Anbetung niederzuwerfen, sie aber es nicht vermögen, 43 während ihre
Blicke gesenkt sind und Erniedrigung auf ihnen schwer lastet. Dabei wurden sie doch aufgefordert,
sich in Anbetung niederzuwerfen, als sie gesund waren.
68:44 Laß Mich in Ruhe mit denen, die diese Botschaft für Lüge erklären. Wir werden sie nach und nach
kommen lassen , von wo sie es nicht wissen.
68:45 Und Ich gewähre ihnen Aufschub. Meine List ist fest. 46 Oder verlangst du etwa einen Lohn von
ihnen, so dass sie mit Schulden belastet würden? 47 Oder liegt ihnen das Unsichtbare vor, so dass sie
(es) aufschreiben? 48 So sei geduldig, bis das Urteil deines Herrn eintrifft. Und sei nicht wie der mit
dem Fisch , als er voller Gram (zu Gott) rief. 49 Und hätte ihn nicht eine Gnade von seinem Herrn
rechtzeitig erreicht, wäre er auf das kahle Land geworfen worden und hätte sich Tadel zugezogen.
68:50 Da erwählte ihn sein Herr und machte ihn zu einem der Rechtschaffenen. 51 Diejenigen, die
ungläubig sind, würden dich, wenn sie die Ermahnung hören, mit ihren Blicken beinahe ins
Straucheln bringen. Und sie sagen: »Er ist ja ein Besessener.« 52 Doch es ist nichts als eine
Ermahnung für die Weltenbewohner.


Sure: 69 Die fällig wird (al-H,.a,-qqa) zu Mekka, 52 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen. 69:1 Die fällig wird , 2 was ist die, die fällig wird?
3 Woher sollst du wissen, was die ist, die fällig wird? 4 Die Thamud und die Ad erklärten die
Katastrophe für Lüge.
69:5 Die Thamud nun wurden durch den hereinbrechenden Schrei vernichtet. 6 Die ‘Ad aber wurden
durch einen gewaltigen eiskalten Wind vernichtet, 7 den Er sieben Nächte und acht Tage lang immer
wieder gegen sie einsetzte. Da hättest du sehen können, wie die Leute dort auf dem Boden lagen, als
wären sie Stämme hohler Palmen. 8 Kannst du denn etwas sehen, was von ihnen übriggeblieben
wäre? 9 Und Pharao und diejenigen, die vor ihm lebten, und die verschwundenen Städte zeigten
sündiges Verhalten.
69:10 Sie waren gegen den Gesandten ihres Herrn ungehorsam. Da ergriff Er sie mit einem sich
steigernden heftigen Griff. 11 Als das Wasser (alles) überflutete, trugen Wir euch auf dem
dahinfahrenden (Schiff), 12 um es für euch zu einer Erinnerung zu machen, und damit es von jedem
aufnahmefähigen Ohr aufgenommen wird.
69:13 Und wenn in die Trompete nur einmal geblasen wird 14 und Erde und Berge gehoben und auf
einem Schlag zu Staub gemacht werden,
69:15 an jenem Tag trifft (die Stunde) ein, die eintreffen wird, 16 und der Himmel spaltet sich, so dass er
an jenem Tag brüchig wird, 17 und die Engel stehen an seinem Rand. Über ihnen tragen an jenem
Tag acht den Thron deines Herrn. 18 An jenem Tag werdet ihr vorgeführt, und nichts von euch bleibt
verborgen. 19 Wem dann sein Buch in seine Rechte gereicht wird, der sagt: »Nehmt und lest mein
Buch.
69:20 Ich rechnete ja damit, dass ich meiner Abrechnung begegnen werde.« 21 Er befindet sich da in
einem zufriedenen Leben, 22 in einem hochgelegenen Garten, 23 dessen Früchte herabhängen. 24 Eßt
und trinkt zu eurem Wohl für das, was ihr früher in den vergangenen Tagen getan habt.
69:25 Wem aber sein Buch in seine Linke gereicht wird, der sagt:» O wäre mir doch mein Buch nicht
gereicht worden! 26 Und hätte ich doch nicht erfahren, wie meine Abrechnung aussieht! 27 O wäre
dies nur das Ende! 28 Nicht nützt mir mein Vermögen. 29 Vernichtet ist meine Machtfülle.«
69:30 »Nehmt ihn und fesselt ihn. 31 Dann laßt ihn in der Hölle brennen. 32 Dann legt ihn in eine Kette,
deren Länge siebzig Ellen ist. 33 Er glaubte nämlich nicht an Gott, den Majestätischen, 34 und er hielt
nicht zur Speisung des Bedürftigen an.
69:35 Hier hat er heute keinen warmherzigen Freund, 36 und auch keine Speise außer Eiterflüssigkeit, 37
die nur die Sünder essen.«
69:38 O nein, Ich schwöre bei dem, was ihr erblickt, 39 und dem, was ihr nicht erblickt.
68:40 Das ist die Rede eines edlen Gesandten, 41 das ist nicht die Rede eines Dichters. Aber ihr seid ja so
wenig gläubig. 42 Das ist auch nicht die Rede eines Wahrsagers. Aber ihr bedenkt es ja so wenig. 43
Es ist eine Herabsendung vom Herrn der Welten. 44 Und hätte er sich gegen Uns einige Äußerungen
selbst in den Mund gelegt,
69:45 Wir hätten ihn gewiß an der Rechten gefaßt 46 und ihm dann die Herzader durchschnitten, 47 und
keiner von euch hätte (Uns) von ihm abhalten können. 48 Wahrlich, es ist eine Erinnerung für die
Gottesfürchtigen. 49 Und wahrlich, Wir wissen, dass einige von euch (es) für Lüge erklären.
69:50 Und wahrlich, es ist ein Grund zum Bedauern für die Ungläubigen. 51 Und wahrlich, es ist die
Wahrheit, die gewiß ist. 52 So preise den Namen deines Herrn, des Majestätischen.


Sure 70 Die Himmelsleiter (al-Ma’a,-ridj) zu Mekka, 44 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
70:1 Ein Fragesteller fragt nach einer Pein, die eintreffen wird 2 für die Ungläubigen, die niemand
abwehren kann, 3 von Gott her, dem Herrn der Himmelsleiter. 4 Die Engel und der Geist steigen zu
Ihm empor an einem Tag, dessen Ausmaß fünfzigtausend Jahre sind.
70:5 Übe darum schöne Geduld. 6 Sie sehen sie weit entfernt, 7 Wir aber sehen sie nahe.
70:8 Am Tag, da der Himmel wie geschmolzenes Erz 9 und die Berge wie Wolleflocken sein werden,
70:10 und kein warmherziger Freund seinen Freund (nach seinem Befinden) fragt. 11 Sie werden sie
gewiß zu sehen bekommen. Der Übeltäter möchte sich gern von der Pein jenes Tages loskaufen mit
seinen Söhnen 12 und seiner Gefährtin und seinem Bruder 13 und seiner Sippe, die ihm eine
Heimstätte bietet, 14 und allen, die auf der Erde sind. Er wünscht, dies möge ihn dann retten.
70:15 Aber nein, es ist ein loderndes Feuer, 16 das die Gliedmaßen wegnimmt , 17 das den ruft, der den
Rücken kehrt und fortgeht, 18 (Vermögen) zusammenträgt und in Behältern hortet.
70:19 Der Mensch ist als kleinmütig erschaffen.
70:20 Wenn das Böse ihn trifft, ist er sehr mutlos; 21 und wenn ihm Gutes widerfährt, verweigert er es
anderen. 22 Ausgenommen sind die, die beten 23 und in ihrem Gebet beharrlich sind, 24 und die ein
bestimmtes Recht auf ihr Vermögen einräumen
70:25 dem Bettler und den Unbemittelten, 26 und die den Tag des Gerichtes für wahr halten, 27 und die
vor der Pein ihres Herrn erschrocken sind 28 — vor der Pein ihres Herrn befindet sich niemand in
Sicherheit —, 29 und die ihre Scham bewahren,
70:30 außer gegenüber ihren Gattinnen, oder was ihre Rechte (an Sklavinnen) besitzt — dann sind sie
nicht zu tadeln; 31 diejenigen aber, die darüber hinaus (andere) begehren, das sind die, die
Übertretungen begehen —, 32 und die auf das ihnen Anvertraute und ihre Verpflichtung achtgeben 33
und die ihr Zeugnis ablegen, 34 und die ihr Gebet einhalten.
70:35 Diese befinden sich in Gärten und werden (darin) ehrenvoll behandelt.
70:36 Was ist mit denen, die ungläubig sind, dass sie den Hals nach dir recken 37 von rechts und von
links, in Gruppen aufgeteilt? 38 Erhofft (wirklich) jeder von ihnen, in einen Garten der Wonne
eingehen zu können? 39 Aber nein, Wir haben sie doch aus dem erschaffen, was sie wissen .
70:40 Nein, Ich schwöre beim Herrn der östlichen und der westlichen Gegenden, Wir haben dazu die
Macht, 41 sie durch andere zu ersetzen, die besser sind als sie. Und niemand kann Uns voraus sein. 42
So laß sie ausschweifende Reden halten und ihr Spiel treiben, bis sie ihrem Tag begegnen, der ihnen
angedroht ist, 43 dem Tag, da sie aus den Gräbern hastig herauskommen, als würden sie zu den
Opfersteinen eilen, 44 während ihre Blicke gesenkt sind und Erniedrigung auf ihnen schwer lastet.
Das ist der Tag, der ihnen immer wieder angedroht wurde.


Sure: 71 Noach (Nu,-h,.) zu Mekka, 28 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
71:1 Wir haben Noach zu seinem Volk gesandt: »Warne dein Volk, bevor eine schmerzhafte Pein über
sie kommt.« 2 Er sagte: »O mein Volk, ich bin euch ein deutlicher Warner: 3 Dienet Gott und fürchtet
Ihn, und gehorchet mir, 4 dann vergibt Er euch etwas von euren Sünden und stellt euch zu einer
bestimmten Frist zurück. Die Frist Gottes, wenn sie eintrifft, kann nicht aufgeschoben werden, wenn
ihr es nur wüßtet!«
71:5 Er sagte: »Mein Herr, ich habe mein Volk bei Nacht und bei Tag gerufen. 6 Mein Rufen hat sie aber
nur in ihrer Flucht bestärkt. 7 Sooft ich sie rief, damit Du ihnen vergibst, steckten sie ihre Finger in
die Ohren, hüllten sich in Gewänder, blieben verstockt und verhielten sich sehr hochmütig. 8 Dann
richtete ich an sie den Ruf öffentlich. 9 Dann sprach ich zu ihnen offen und im geheimen.
71:10 Ich sagte: Bittet euren Herrn um Vergebung — Er vergibt ja viel — , 11 dann wird Er den Himmel
über euch ergiebig regnen lassen 12 und euch mit Vermögen und Söhnen beistehen, für euch Gärten
machen und für euch Bäche machen. 13 Was ist mit euch, dass ihr nicht von Gott erwartet, dass Er
würdevoll handelt, 14 wo Er euch doch in Phasen erschaffen hat?
71:15 Habt ihr nicht gesehen, wie Gott sieben Himmel in Schichten erschaffen hat, 16 den Mond darin zu
einem Licht gemacht und die Sonne zu einer Leuchte gemacht hat? 17 Gott hat euch aus der Erde wie
Pflanzen wachsen lassen. 18 Dann wird Er euch zu ihr zurückkehren lassen und (wieder aus ihr)
hervorbringen. 19 Und Gott hat euch die Erde zu einer ausgebreiteten Unterlage gemacht,
71:20 damit ihr auf ihr Wege als breite Durchgänge begehen könnt.« 21 Noach sagte: »Mein Herr, sie
sind gegen mich ungehorsam geworden und sind einem gefolgt, der durch sein Vermögen und seine
Kinder nur noch größeren Verlust hat. 22 Und sie haben ungeheure Ränke geschmiedet. 23 Und sie
sagen: ›Verlaßt doch nicht eure Götter. Verlaßt doch nicht Wadd, noch Suwa‹, noch Yaghuth, und
auch nicht Ya‘uq und Nasr. 24 Sie haben viele irregeführt. So laß die, die Unrecht tun, noch tiefer in
die Irre gehen.«
71:25 Wegen ihrer Sünden wurden sie ertränkt und in ein Feuer geführt. Da fanden sie für sich außer Gott
keine Helfer. 26 Und Noach sagte: »Mein Herr, laß keinen von den Ungläubigen weiter auf der Erde
wohnen. 27 Wenn Du sie (leben) läßt, führen sie deine Diener irre und bringen zur Welt nur solche,
die voller Laster und sehr ungläubig sind. 28 Mein Herr, vergib mir und meinen Eltern und dem, der
als Gläubiger mein Haus betritt, und den gläubigen Männern und den gläubigen Frauen. Und stürze
die, die Unrecht tun, noch tiefer ins Verderben.«


Sure: 72 Die Djinn (al-Djinn) zu Mekka, 28 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
72:1 Sprich: Mir ist offenbart worden, dass eine Schar Djinn zuhörte. Sie sagten: »Wir haben einen
erstaunlichen Koran gehört, 2 der zum rechten Wandel leitet. So haben wir an ihn geglaubt. Und wir
werden unserem Herrn niemanden beigesellen. 3 Und erhaben ist die Majestät unseres Herrn. Er hat
sich weder eine Gefährtin noch ein Kind genommen. 4 Und der Tor unter uns pflegte gegen Gott
etwas Abwegiges zu sagen.
72:5 Und wir meinten, dass weder die Menschen noch die Djinn gegen Gott eine Lüge sagen würden. 6
Und einige Männer unter den Menschen suchten Zuflucht bei einigen Männern unter den Djinn und
mehrten somit bei ihnen ihre Gewalttätigkeit. 7 Und sie meinten, wie ihr ja meint, dass Gott
niemanden auferwecken würde. 8 Und wir haben den Himmel abgesucht und festgestellt, dass er mit
starken Wächtern und Sternschnuppen voll ist. 9 Und wir pflegten uns an verschiedenen Stellen von
ihm zu setzen, um zu lauschen. Wer aber jetzt horcht, der findet, dass eine Sternschnuppe auf ihn
lauert.
72:10 Und wir wissen nicht, ob für die Bewohner der Erde Böses vorgesehen ist, oder ob ihr Herr vorhat,
sie zum guten Wandel zu führen. 11 Und unter uns gibt es Rechtschaffene; und unter uns gibt es
solche, die es nicht sind. Wir folgten getrennten Wegen. 12 Und wir meinen, dass wir auf der Erde
Gottes Willen nicht vereiteln können, und dass wir ihn nicht durch Flucht vereiteln können. 13 Und
als wir die Rechtleitung hörten, glaubten wir an sie. Wer an seinen Herrn glaubt, der befürchtet keinen
Lohnabzug und keine Gewaltanwendung. 14 Und unter uns gibt es solche, die gottergeben sind; und
unter uns gibt es solche, die dem Falschen zuneigen. Diejenigen nun, die gottergeben sind, bemühen
sich um den rechten Wandel.
72:15 Diejenigen aber, die dem Falschen zuneigen, werden Brennholz für die Hölle sein. 16 Und würden
sie den rechten Weg einschlagen, würden Wir ihnen reichlich Wasser zu trinken geben, 17 um sie
dadurch der Versuchung auszusetzen. Und wer sich von der Ermahnung seines Herrn abwendet, den
wird Er in eine überwältigende Pein eingehen lassen. 18 Und die Anbetungsstätten gehören Gott; so
ruft neben Gott niemanden an. 19 Und als der Diener Gottes aufstand, um Ihn anzurufen, hätten sie
ihn im Gedränge fast erdrückt.«
72:20 Sprich: Ich rufe meinen Herrn an, und ich geselle Ihm niemanden bei. 21 Sprich: Ich verfüge für
euch weder über Schaden noch über die rechte Unterweisung. 22 Sprich: Niemand kann mich gegen
Gott schützen, und ich kann außer bei Ihm keinen Ort finden, wohin ich mich begeben könnte. 23 Ich
habe nur etwas auszurichten von Gott und seinen Botschaften. Und für diejenigen, die gegen Gott und
seinen Gesandten ungehorsam sind, ist das Feuer der Hölle bestimmt; darin werden sie auf immer
ewig weilen. 24 Wenn sie dann sehen, was ihnen angedroht ist, werden sie wissen, wer die
schwächeren Helfer und die geringere Zahl hat.
72:25 Sprich: Ich weiß nicht, ob das, was euch angedroht ist, nahe ist, oder ob mein Herr ihm noch eine
Frist setzt, 26 (Er), der über das Unsichtbare Bescheid weiß und niemandem über das, was bei Ihm
verborgen ist, Auskunft gibt, 27 außer dem Gesandten, der Ihm genehm ist; dann läßt Er vor ihm und
hinter ihm Wächter gehen, die ihn belauern, 28 um festzustellen, ob sie die Botschaften ihres Herrn
ausgerichtet haben. Er umfaßt, was bei ihnen ist, und Er erfaßt die Zahl aller Dinge.


Sure 73 Der sich eingehüllt hat (al-Muzzammil) zu Mekka, 20 Verse

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
73:1 Der du dich eingehüllt hast, 2 steh auf (zum Gebet) die ganze Nacht, bis auf einen kleinen Teil, 3 die
halbe Nacht, oder verringere sie um einen kleinen Teil, 4 oder füge etwas hinzu. Und trage den Koran
Abschnitt für Abschnitt vor.
73:5 Wir werden dir Worte auferlegen, die schwer zu tragen sind. 6 Das Aufstehen in der Nacht hinterläßt
einen stärkeren Eindruck und läßt eher die rechten Worte finden. 7 Du wirst am Tag lange
beansprucht. 8 Und so gedenke des Namens deines Herrn und widme dich Ihm allein. 9 (Er ist) der
Herr des Ostens und des Westens. Es gibt keinen Gott außer Ihm. So nimm Ihn dir zum Sachwalter.
73:10 Und ertrage mit Geduld, was sie sagen. Und entferne dich auf schöne Weise von ihnen.
73:11 Laß Mich in Ruhe mit denen, die (die Botschaft) für Lüge erklären und die ein angenehmes Leben
haben. Und gewähre ihnen noch eine kurze Frist. 12 Bei Uns stehen schwere Fesseln und eine Hölle
bereit, 13 und auch eine Speise, die im Hals steckenbleibt, und eine schmerzhafte Pein, 14 am Tag, da
die Erde und die Berge beben und die Berge (wie) ein zerrinnender Sandhaufen sein werden.
73:15 Wir haben zu euch einen Gesandten als Zeugen über euch geschickt, so wie Wir zu Pharao einen
Gesandten geschickt haben. 16 Pharao war aber ungehorsam gegen den Gesandten. Da ergriffen Wir
ihn mit einem harten Griff. 17 Wie wollt ihr, wenn ihr ungläubig seid, euch vor einem Tag hüten, der
die Kinder zu Greisen werden läßt? 18 Der Himmel wird sich an ihm spalten. Seine Drohung wird
ausgeführt. 19 Dies ist nur eine Erinnerung. Wer nun will, schlägt einen Weg zu seinem Herrn ein.
73:20 Dein Herr weiß, dass du (zum Gebet) aufstehst beinahe zwei Drittel der Nacht oder die Hälfte oder
ein Drittel davon, und ebenso eine Gruppe von denen, die mit dir sind. Und Gott bestimmt das Maß
der Nacht und des Tages. Er weiß, dass ihr es nicht (selbst) würdet erfassen können. Da wandte Er
sich euch zu. So verlest aus dem Koran, was leicht (zu bewältigen) ist. Er weiß, dass es unter euch
Kranke geben würde, und andere, die im Land herumwandern im Streben nach der Huld Gottes, und
(wieder) andere, die auf dem Weg Gottes kämpfen. Verlest also daraus, was leicht (zu bewältigen) ist,
und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe und leiht Gott ein schönes Darlehen. Und was ihr
für euch selbst an Gutem vorausschickt, das werdet ihr bei Gott vorfinden als noch besser und
großartiger belohnt. Und bittet Gott um Vergebung. Gott ist ja voller Vergebung und barmherzig.


Sure: 74 Der sich zugedeckt hat (al-Muddaththir) zu Mekka, 56 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
74:1 Der du dich zugedeckt hast, 2 steh auf und warne, 3 und preise die Größe deines Herrn, 4 und reinige
deine Kleider,
74:5 und entferne dich von der Unreinheit (des Götzendienstes), 6 und poch nicht auf dein Verdienst, um
mehr zu erhalten, 7 und sei geduldig, bis dein Herr sein Urteil fällt. 8 Wenn dann in das Horn
gestoßen wird, 9 dann ist es an jenem Tag ein schwerer Tag,
74:10 für die Ungläubigen nicht leicht. 11 Laß Mich in Ruhe mit dem, den Ich allein erschaffen habe, 12
und dem Ich ausgedehntes Vermögen verliehen habe, 13 und auch Söhne, die als Zeugen da sind, 14
und dem Ich alles schön geebnet habe,
74:15 der aber erhofft, dass Ich (ihm) noch mehr gebe. 16 Nein, er zeigte sich widerspenstig gegen meine
Zeichen. 17 Ich werde Mühsal auf ihm schwer lasten lassen. 18 Er dachte nach und wog ab. 19 Dem
Tod geweiht sei er, wie seine Abwägung war!
74:20 Noch einmal: Dem Tod geweiht sei er, wie seine Abwägung war! 21 Dann schaute er, 22 dann
runzelte er die Stirn und zeigte Widerwillen, 23 dann kehrte er den Rücken und verhielt sich
hochmütig, 24 und er sagte: »Das ist doch nur eine Zauberei, die (sonst) überliefert wird.
74:25 Das sind nur die Worte von Menschen.« 26 Ich werde ihn im Höllenfeuer brennen lassen. 27
Woher sollst du wissen, was das Höllenfeuer ist? 28 Es läßt keinen Rest bestehen, und es läßt nichts
übrigbleiben. 29 Es versengt die Haut.
74:30 Es hat über sich neunzehn (Wächter). 31 Als Wächter des Feuers haben Wir nur Engel eingesetzt.
Und ihre Zahl haben Wir zu einer Versuchung gemacht für die, die ungläubig sind, damit diejenigen
Gewißheit erlangen, denen das Buch zugekommen ist, und damit diejenigen, die glauben, an Glauben
zunehmen, und damit diejenigen, denen das Buch zugekommen ist, und auch die Gläubigen keinen
Zweifel hegen, und damit diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und (auch) die Ungläubigen
sagen: »Was will denn Gott mit einem solchen Gleichnis?« Auf diese Weise führt Gott irre, wen Er
will, und leitet recht, wen Er will. Und über die Heerscharen deines Herrn weiß nur Er Bescheid. Und
es ist nur eine Ermahnung für die Menschen. 32 Nein, beim Mond, 33 bei der Nacht, wenn sie den
Rücken kehrt, 34 beim Morgen, wenn er anbricht,
74:35 siehe, sie ist eine der größten (Gestalten des Verderbens), 36 zur Warnung für die Menschen, 37
für jeden von euch, der vorankommen oder zurückbleiben will. 38 Ein jeder haftet für das, was er
erworben hat, 39 ausgenommen die von der Rechten;
74:40 sie befinden sich in Gärten, und sie fragen einander 41 nach den Übeltätern: 42 »Was hat euch ins
Höllenfeuer getrieben?« 43 Sie sagen: »Wir gehörten nicht zu denen, die beteten, 44 und wir pflegten
nicht den Bedürftigen zu speisen,
74:45 und wir gingen auf ausschweifende Reden ein mit denen, die solche hielten, 46 und wir erklärten
den Tag des Gerichtes für Lüge, 47 bis das sichere Ende uns ereilte.« 48 Nun nützt ihnen die
Fürsprache der Fürsprechenden nicht. 49 Was ist mit ihnen, dass sie sich von der Ermahnung
abwenden,
74:50 als wären sie aufgeschreckte Wildesel, 51 die vor einem jagenden Löwen fliehen? 52 Aber nein,
jeder von ihnen will, dass ihm aufgeschlagene Blätter zukommen. 53 Nein, sie fürchten sich nicht
vor dem Jenseits. 54 Nein, er ist eine Erinnerung.
74:55 Wer will, gedenkt seiner. 56 Sie werden aber (seiner) nicht gedenken, es sei denn, Gott will es. Ihm
gebührt, dass man Ihn fürchtet, und Ihm gebührt zu vergeben.


Sure: 75 Die Auferstehung (al-Qiya,-ma) zu Mekka, 40 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
75:1 Nein, Ich schwöre beim Tag der Auferstehung. 2 Nein, Ich schwöre bei der Seele, die sich selbst
Tadel ausspricht. 3 Meint denn der Mensch, dass Wir seine Gebeine nicht zusammenfügen werden? 4
Ja doch, Wir sind imstande, seine Fingerspitzen zurechtzubilden.
75:5 Doch der Mensch will voller Laster sein, sein Leben lang. 6 Er fragt: »Wann wird der Tag der
Auferstehung sein?« 7 Wenn dann das Augenlicht geblendet ist 8 und der Mond sich verfinstert 9 und
Sonne und Mond miteinander vereinigt werden,
75:10 an jenem Tag sagt der Mensch: »Wohin nun fliehen?« 11 Nein, es gibt keine Zuflucht. 12 Zu
deinem Herrn führt an jenem Tag der Weg zum Aufenthaltsort. 13 An jenem Tag wird dem Menschen
kundgetan, was er vorausgeschickt und zurückgestellt hat. 14 Nein, der Mensch bringt einsichtige
Beweise gegen sich selbst,
75:15 auch wenn er seine Entschuldigungen vorbringt. 16 Bewege deine Zunge nicht damit , um dich
damit zu übereilen. 17 Uns obliegt es, ihn zusammenzustellen und ihn vorzulesen. 18 Und (erst) wenn
Wir ihn vorgelesen haben, dann folge du der Art, ihn vorzulesen. 19 Dann obliegt es Uns, ihn zu
erläutern.
75:20 Aber nein, ihr liebt eher das, was schnell eintrifft , 21 und vernachlässigt das Jenseits. 22 An jenem
Tag gibt es strahlende Gesichter, 23 die zu ihrem Herrn schauen. 24 Und es gibt an jenem Tag
finstere Gesichter;
75:25 du möchtest meinen , es widerfahre ihnen ein das Rückgrat brechendes Unglück. 26 Nein, wenn
sie das Schlüsselbein erreicht 27 und gesagt wird: »Wer kann als Beschwörer auftreten?« 28 und
wenn er meint, es sei (jetzt) der Abschied, 29 und wenn (bei ihm) das eine Bein auf das andere trifft,
75:30 an jenem Tag wird er zu deinem Herrn getrieben. 31 Denn er hielt nicht (die Botschaft) für wahr,
und er betete nicht, 32 sondern er erklärte (sie) für Lüge, und er kehrte sich ab. 33 Dann ging er zu
seinen Angehörigen mit stolzen Schritten. 34 — »Recht geschieht dir, ja recht geschieht es.
75:35 Noch einmal: Recht geschieht dir, ja recht geschieht es.« 36 Meint denn der Mensch, dass er
unbeachtet gelassen wird? 37 Ist er nicht ein Samentropfen, der sich ergießt, 38 dann ein Embryo
gewesen? Da hat Er erschaffen und gebildet, 39 und daraus das Paar gemacht: den Mann und das
Weib.
75:40 Ist ein solcher (Gott) denn nicht imstande, die Toten wieder lebendig zu machen?


Sure: 76 Der Mensch (al-Insa,-n) zu Medina