Lesen: 71 Baruch


Buch 71 (DAS BUCH BARUCH)


1

1 Dies ist der Inhalt des Buches, das Baruch, der Sohn Nerijas, des Sohnes Machsejas, des Sohnes Zedekias, des Sohnes Hasadjas, des Sohnes Hilkijas, niedergeschrieben hat in Babel Jer 36,4)

2 im fŸnften Jahr, am siebenten Tage des Monats, in dem die ChaldŠer Jerusalem erobert und mit Feuer verbrannt hatten. 2.Kšn 25,8.9)

3 (Die Geldsammlung der Juden und ihr Brief nach Jerusalem) Und Baruch las dies Buch vor den Ohren Jechonjas,* des Sohnes Jojakims, des Kšnigs von Juda, und vor den Ohren des ganzen Volks, das dazukam, (3 und 4) 2.Kšn 24,6.10-16) (*Jechonja = Jojachin (2. Kšn 24,6).)

4 und vor den Ohren der Oberen und der Sšhne der Kšnige und vor den €ltesten und vor dem ganzen Volk, klein und gro§, das in Babel am Flu§ Sud wohnte.

5 Und sie weinten, fasteten und beteten vor dem Herrn

6 und legten Geld zusammen, soviel wie jeder vermochte,

7 und sandten es hin nach Jerusalem zu dem Priester Jojakim, dem Sohn Hilkijas, des Sohnes Schallums, und zu den andern Priestern und zu dem ganzen Volk, das bei ihm in Jerusalem war.

8 Das geschah, nachdem Baruch am zehnten Tag des Monats Siwan die GefŠ§e des Hauses des Herrn, die aus dem Tempel weggenommen worden waren, empfangen hatte, damit sie wieder ins Land Juda gebracht wŸrden: nŠmlich die silbernen GefŠ§e, die Zedekia, der Kšnig von Juda, der Sohn des Josia, hatte machen lassen, 2.Kšn 24,17)

9 als Nebukadnezar, der Kšnig von Babel, den Jechonja und die Oberen und die Schmiede und die MŠchtigen und das Volk des Landes aus Jerusalem weggefŸhrt und sie nach Babel gebracht hatte.

10 Und sie schrieben ihnen: Siehe, wir senden euch Geld; dafŸr kauft Brandopfer, SŸndopfer und Weihrauch und richtet Speisopfer zu und opfert auf dem Altar des Herrn, unseres Gottes.

11 Und betet fŸr das Leben Nebukadnezars, des Kšnigs von Babel, und fŸr das Leben Belsazars, seines Sohnes, da§ ihre Tage seien wie die Tage des Himmels Ÿber der Erde. (11 und 12) 1.Tim 2,1.2, Jer 29,7, Dan 5,1.2)

12 So wird der Herr uns Kraft geben und unsere Augen hell machen, und wir werden leben unter dem Schatten Nebukadnezars, des Kšnigs von Babel, und unter dem Schatten Belsazars, seines Sohnes, und ihnen lange Zeit dienen und Gnade vor ihnen finden.

13 Betet auch fŸr uns zu dem Herrn, unserm Gott; denn wir haben uns versŸndigt an dem Herrn, unserm Gott, und sein Grimm und Zorn hat sich nicht von uns gewandt bis auf den heutigen Tag. Jak 5,14-16)

14 Und lest dies Buch vor; denn wir haben es darum zu euch gesandt, damit ihr's im Hause des Herrn vorlesen sollt am Feiertag und an andern Festtagen,

15 und sprecht:

(Bu§gebet) (vgl. Dan 9,4-19) Der Herr, unser Gott, ist gerecht; wir aber tragen heute mit Recht unsre Schande, wir, die MŠnner von Juda und die Einwohner von Jerusalem

16 und unsre Kšnige, unsre Oberen, unsre Priester, unsre Propheten und unsre VŠter,

17 weil wir vor dem Herrn gesŸndigt und ihm nicht geglaubt haben

18 und nicht gehorcht der Stimme des Herrn, unsres Gottes, nach seinen Geboten zu leben, die er uns gegeben hat.

19 Ja, von der Zeit an, da der Herr unsre VŠter aus €gyptenland gefŸhrt hat, bis auf den heutigen Tag sind wir dem Herrn, unserm Gott, ungehorsam gewesen und haben es verachtet, seiner Stimme zu gehorchen. Ps 106,6-43)

20 Darum sind nun Ÿber uns die Strafe und der Fluch gekommen, die der Herr durch Mose, seinen Knecht, angekŸndigt hat, als der Herr unsre VŠter aus €gyptenland fŸhrte, um uns ein Land zu geben, in dem Milch und Honig flie§t. 5.Mose 28,15-68)

21 Und wir gehorchten nicht der Stimme des Herrn, unsres Gottes, wie sie uns die Propheten sagten, die er zu uns sandte; Jer 25,4)

22 sondern jeder trieb es weiter nach den Gedanken seines bšsen Herzens, und wir dienten fremden Gšttern und taten, was bšse war vor dem Herrn, unserm Gott. Jer 11,8)


2

1 Und der Herr hat sein Wort gehalten, das er gegen uns geredet hat und gegen unsre Richter, Kšnige und Obere, die Israel regierten, und gegen Israel und Juda,

2 und er hat eine so gro§e Strafe Ÿber uns ergehen lassen, da§ unter dem ganzen Himmel nie geschehen ist, was Ÿber Jerusalem ergangen ist, wie geschrieben steht im Gesetz des Mose, (2 und 3) 5.Mose 28,53)

3 da§ jeder von uns das Fleisch seines Sohnes und seiner Tochter essen soll.

4 Und er machte sie zu Sklaven in allen Kšnigreichen ringsumher, zur Schmach und zum Fluch bei allen Všlkern um uns, unter die sie der Herr zerstreut hat.

5 Und sie werden immer unterdrŸckt und kšnnen nicht mehr hochkommen; denn wir haben uns versŸndigt an dem Herrn, unserm Gott, indem wir seiner Stimme nicht gehorcht haben.

6 Der Herr, unser Gott, ist gerecht; wir aber und unsre VŠter tragen heute mit Recht unsre Schande.

7 Alles UnglŸck, das der Herr gegen uns geredet hat, ist Ÿber uns gekommen.

8 Wir haben ja auch nicht gefleht zu dem Herrn, da§ sich jeder abgewandt hŠtte von den Gedanken seines bšsen Herzens.

9 Doch der Herr hat dies UnglŸck gewollt und hat's Ÿber uns kommen lassen. Denn der Herr ist gerecht in allen seinen Werken, die er uns geboten hat; Jer 44,27)

10 wir aber gehorchten seiner Stimme nicht und lebten nicht nach den Geboten des Herrn, die er uns gegeben hat.

11 Und nun, Herr, Gott Israels, der du dein Volk aus €gyptenland gefŸhrt hast mit starker Hand, durch Zeichen und Wunder, mit gro§er Macht und hoher Gewalt, und dir einen Namen gemacht hast, so wie es heute ist:

12 Ach Herr, unser Gott, wir haben ja gesŸndigt und sind gottlos gewesen und haben Unrecht getan gegen alle deine Gebote.

13 La§ ab von deinem Grimm Ÿber uns; denn nur noch wenige von uns sind Ÿbriggeblieben unter den Heiden, unter die du uns zerstreut hast.

14 Erhšre, Herr, unser Gebet und unser Flehen und hilf uns um deinetwillen; la§ uns Gnade finden bei denen, die uns weggefŸhrt haben,

15 damit alle Welt erkennt, da§ du, Herr, unser Gott bist; denn Israel und seine Nachkommen sind ja nach dir genannt.

16 Sieh herab, Herr, von deinem heiligen Haus und denke doch an uns; neige, Herr, dein Ohr und hšre doch; 5.Mose 26,15)

17 tu deine Augen auf, Herr, und sieh doch! Denn nicht die Toten in der Unterwelt, deren Lebensodem aus ihrem Leibe gewichen ist, rŸhmen die Herrlichkeit und Gerechtigkeit des Herrn; Ps 6,6)

18 sondern die leben und sehr betrŸbt, gebeugt und schwach sind, mit ausgeweinten Augen und hungriger Seele, die rŸhmen, Herr, deine Herrlichkeit und Gerechtigkeit. Ps 74,21)

19 Und nun, Herr, unser Gott, liegen wir vor dir mit unserm Gebet, nicht wegen der Gerechtigkeit unsrer VŠter und unsrer Kšnige;

20 denn du hast deinen Grimm und Zorn Ÿber uns ergehen lassen, wie du geredet hast durch die Propheten, deine Knechte:

21 So spricht der Herr: Beugt eure Schultern und seid untertan dem Kšnig von Babel, so werdet ihr im Lande bleiben, das ich euren VŠtern gegeben habe; Jer 27,11.12)

22 wenn ihr aber der Stimme des Herrn nicht gehorchen und dem Kšnig von Babel nicht untertan sein werdet, (22 und 23) Jer 25,8-11)

23 so will ich von den StŠdten Judas und von Jerusalem den Jubel der Freude und Wonne und die Stimme des BrŠutigams und der Braut wegnehmen, und das ganze Land soll wŸst werden und niemand darin wohnen.

24 Wir aber gehorchten deiner Stimme nicht und wurden dem Kšnig von Babel nicht untertan. Darum hast du dein Wort gehalten, das du geredet hast durch die Propheten, deine Knechte, da§ man die Gebeine unsrer Kšnige und die Gebeine unsrer VŠter aus ihren GrŠbern geworfen und zerstreut hat, Jer 8,1.2)

25 so da§ sie am Tag in der Sonne und des Nachts im Tau gelegen haben. So sind sie jŠmmerlich umgekommen durch Hunger, Schwert und Pest.

26 Und um der Missetat willen des Hauses Israel und des Hauses Juda hast du dein Haus, das nach deinem Namen genannt war, so zerstšren lassen, wie es jetzt ist.

27 Und du, Herr, unser Gott, bist sehr gnŠdig und barmherzig mit uns umgegangen,

28 wie du durch Mose, deinen Knecht, geredet hast an dem Tag, als du ihm gebotest, dein Gesetz vor den Israeliten zu schreiben, und sprachst: (28-35) 5.Mose 31,24-29; 4,25-31; 30,1-6)

29 Wenn ihr meiner Stimme nicht gehorchen werdet, so wird gewi§ diese gro§e und zahlreiche Menge ganz klein werden unter den Heiden, unter die ich sie zerstreuen will.

30 Denn ich wei§ genau, da§ sie mir nicht gehorchen werden; denn esist ein halsstarriges Volk. Sie werden aber in dem Land, in dem sie gefangen sind, in sich gehen

31 und erkennen, da§ ich, der Herr, ihr Gott bin. Und ich will ihnen ein verstŠndiges Herz geben und Ohren, die hšren.

32 Dann werden sie mich preisen in dem Land, in dem sie gefangen sind, und an meinen Namen denken

33 und sich von ihrer HartnŠckigkeit und von ihren SŸnden abkehren. Denn sie werden daran denken, wie es ihren VŠtern ergangen ist, die vor dem Herrn sŸndigten.

34 Und ich will sie zurŸckbringen in das Land, das ich ihren VŠtern Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, und sie sollen darin herrschen, und ich will sie mehren und nicht mindern.

35 Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen aufrichten, da§ ich ihr Gott sein will und sie mein Volk; und ich will mein Volk Israel nicht mehr aus dem Land vertreiben, das ich ihnen gegeben habe. Jer 31,31-33)


3

1 AllmŠchtiger Herr, du Gott Israels, in Angst und Not schrei ich zu dir:

2 Hšre und sei gnŠdig, Herr; denn wir haben vor dir gesŸndigt!

3 Du regierst in Ewigkeit; wir aber vergehen fŸr immer.

4 AllmŠchtiger Herr, du Gott Israels, hšre nun das Gebet der Israeliten, die dem Tod im Rachen stecken, und das Gebet der Sšhne, die sich an dir versŸndigt und der Stimme des Herrn, ihres Gottes, nicht gehorcht haben; darum ist auch die Strafe stets hinter uns her gewesen.

5 Denke nicht an die Missetaten unsrer VŠter, sondern denke jetzt an die Taten deiner Hand und an deinen Namen!

6 Denn du bist ja der Herr, unser Gott; und wir wollen, Herr, dich loben.

7 Denn darum hast du die Furcht vor dir in unser Herz gegeben, damit wir deinen Namen anrufen und dich in unserer Gefangenschaft loben. Denn alle Missetaten unsrer VŠter, die vor dir gesŸndigt haben, haben wir aus unserm Herzen getilgt,

8 wir, die jetzt in Gefangenschaft sind, in die du uns versto§en hast zur Schmach, zum Fluch und zur Strafe fŸr alle Missetaten unsrer VŠter, die von dem Herrn, ihrem Gott, abgewichen sind.

9 (Umkehr zur Weisheit) Hšre, Israel, die Gebote des Lebens; achtet gut darauf, da§ ihr Klugheit lernt! (9-13) 5.Mose 30,15-20)

10 Wie kommt es, Israel, da§ du im Land deiner Feinde bist,

11 da§ du in einem fremden Land alt wirst, da§ du dich unrein machst unter den Toten, da§ du zu denen gerechnet wirst, die in die Grube fahren? 4.Mose 19,11)

12 Das ist die Ursache: weil du die Quelle der Weisheit verlassen hast. Sir 1,5; Spr 13,14; 14,27)

13 WŠrst du auf Gottes Weg geblieben, du hŠttest wohl immer im Frieden gewohnt.

14 So lerne nun, wo es rechte Weisheit, TŸchtigkeit und Einsicht gibt, damit du zugleich erfŠhrst, wo es langes Leben und GlŸck, leuchtende Augen und Frieden gibt.

15 Wer wei§, wo die Weisheit wohnt? Wer ist in ihre Schatzkammern gekommen? (15-23) Hiob 28)

16 Wo sind die FŸrsten der Všlker und die, die Ÿber die Tiere auf Erden herrschen,

17 die mit den Všgeln unter dem Himmel spielen, die Silber und Gold sammeln, worauf die Menschen ihr Vertrauen setzen und wovon sie nie genug haben kšnnen,

18 die das Silber bearbeiten und sich darum mŸhen und deren Werke nicht zu begreifen sind?

19 Sie sind verschwunden und zu den Toten gefahren, und andere sind an ihre Stelle getreten.

20 Die Nachkommen sahen zwar das Licht und wohnten auf dem Erdboden und fanden doch den Weg der Weisheit nicht

21 und erkannten die Pfade nicht, die zu ihr fŸhren; auch ihre Kinder erfa§ten sie nicht und sind irregegangen.

22 In Kanaan hšrte man nichts von ihr; in Teman sah man sie nicht. (22 und 23) Jer 49,7; Hiob 4,1)

23 Die Kinder Hagars forschten der irdischen Weisheit zwar nach, die Kaufleute von Midian und Teman dichteten zwar Fabeln und strebten nach Einsicht; aber sie fanden doch den Weg zur Weisheit nicht, und an ihre Pfade dachten sie nicht.

24 O Israel, wie gro§ ist das Haus Gottes! Wie weit ist die StŠtte, die er besitzt! Jes 66,1.2)

25 Sie ist gro§ und hat kein Ende und ist unerme§lich hoch.

26 Da waren vorzeiten Riesen, gro§e, berŸhmte Leute und gute Krieger; (26-28) 1.Mose 6,4; 5.Mose 2,10-12.20.21)

27 die hat der Herr nicht erwŠhlt noch ihnen den Weg der Erkenntnis offenbart.

28 Und weil sie die Weisheit nicht hatten, sind sie untergegangen in ihrer Torheit.

29 Wer ist zum Himmel gefahren und hat sie geholt und aus den Wolken herabgebracht? (29 und 30) 5.Mose 30,11-14)

30 Wer ist Ÿbers Meer gefahren und hat sie gefunden und fŸr kostbares Gold hergebracht?

31 Es gibt niemand, der den Weg wei§, wo man die Weisheit findet, noch Ÿber den Pfad zu ihr nachdenkt.

32 Der aber alle Dinge wei§, kennt die Weisheit und hat sie durch seinen Verstand gefunden, er, der die Erde auf ewige Zeit gegrŸndet und sie mit vielerlei Tieren erfŸllt hat, Jes 66,22)

33 der den Blitz sendet, und er fŠhrt dahin, und wenn er ihn zurŸckruft, so gehorcht er mit Zittern. (33-35) Hiob 38,35; Sir 43,9-11)

34 Die Sterne leuchten in ihrer Ordnung mit Freuden, und wenn er sie ruft, antworten sie:

35 Hier sind wir! und leuchten mit Freuden fŸr den, der sie geschaffen hat.

36 Das ist unser Gott, und keiner ist ihm zu vergleichen.

37 Er hat jeden Weg der Erkenntnis gefunden und hat sie Jakob, seinem Diener, und Israel, seinem Geliebten, gegeben.

38 Danach ist sie auf Erden erschienen und hat bei den Menschen gewohnt. Sir 24,7-13)


4

1 Diese Weisheit ist das Buch von den Geboten Gottes und das Gesetz, das ewig ist. Alle, die fest an ihr halten, werden leben; die sie aber verlassen, werden sterben. Sir 24,32-34; Ps 119,98, 3.Mose 18,5)

2 Kehre um, Jakob, und nimm sie an; geh in ihrem Licht, das dir entgegenleuchtet! Joh 8,12)

3 †berla§ nicht deine Ehre einem andern und deinen Schatz einem fremden Volk!

4 Selig sind wir, Israel! denn Gott hat uns seinen Willen offenbart. 5.Mose 4,8)

5 (Trost und Verhei§ung) Sei getrost, mein Volk: An Israel wird noch gedacht werden! Vers 27)

6 Ihr seid an die Heiden verkauft, doch nicht ganz zum Verderben. Weil ihr Gott erzŸrnt habt, seid ihr euren Feinden Ÿbergeben.

7 Denn ihr habt den, der euch erschaffen hat, dadurch zum Zorn gereizt, da§ ihr nicht Gott, sondern den Teufeln geopfert habt. 5.Mose 32,15-18)

8 Ihr habt den ewigen Gott vergessen, der euch ernŠhrt hat, und habt Jerusalem betrŸbt, das euch gro§gezogen hat.

9 Denn es hat den Zorn Gottes gesehen, der Ÿber euch gekommen ist, und hat gesagt: Hšrt zu, ihr Nachbarn Zions! Gott hat mir gro§es Leid geschickt;

10 denn ich habe die Gefangenschaft meiner Sšhne und Tšchter gesehen, die der Ewige Ÿber sie gebracht hat.

11 Ich habe sie mit Freuden gro§gezogen; mit Weinen aber und Herzeleid mu§te ich sie ziehen lassen.

12 Niemand mache sich lustig Ÿber mich, weil ich eine Witwe und von vielen verlassen bin; ich bin einsam geworden wegen der SŸnden meiner Kinder.

13 Denn sie sind vom Gesetz Gottes abgewichen und haben sich um seine Rechte nicht gekŸmmert; sie haben nicht nach Gottes Geboten gelebt und sind nicht auf den Pfaden der Zucht in seiner Gerechtigkeit gegangen.

14 Kommt her, ihr Nachbarn Zions, und denkt an die Gefangenschaft meiner Sšhne und Tšchter, in die der Ewige sie gebracht hat!

15 Denn er hat ein Volk von fern her Ÿber sie gebracht, ein freches Volk mit einer unbekannten Sprache, (15 und 16) 5.Mose 28,49.50)

16 die keine RŸcksicht auf die Alten nehmen noch sich der Kinder erbarmen; die haben die geliebten Sšhne der Witwe weggefŸhrt und die Einsame ihrer Tšchter beraubt.

17 Aber wie kann ich euch helfen?

18 Denn nur der dies UnglŸck Ÿber euch gebracht hat, wird euch aus der Hand eurer Feinde erretten. Hos 6,1)

19 Zieht hin, liebe Kinder, zieht hin! Ich aber bin verlassen und einsam.

20 Ich habe mein Freudenkleid ausgezogen und das Trauerkleid angezogen; ich will zu dem Ewigen schreien, solange ich lebe.

21 Seid getrost, Kinder! Schreit zu Gott, so wird er euch aus der Gewalt und Hand der Feinde erlšsen;

22 denn ich hoffe doch, da§ der Ewige euch helfen wird, und ich werde Freude von dem Heiligen empfangen wegen der Barmherzigkeit, die euch von unserm ewigen Helfer bald widerfahren wird.

23 Ich habe euch ziehen lassen mit Trauern und Weinen; Gott aber wird euch mir wiedergeben mit Wonne und Freude fŸr immer.

24 Denn wie die Nachbarn Zions nun eure Gefangenschaft gesehen haben, so werden sie auch bald die Hilfe eures Gottes sehen, die Ÿber euch kommen wird mit gro§er Herrlichkeit und dem Glanz des Ewigen.

25 Ihr Kinder, leidet geduldig den Zorn, der von Gott Ÿber euch kommt. Denn dein Feind hat dich verfolgt; aber du wirst in kurzem sein Verderben sehen, und auf seinen Nacken wirst du treten.

26 Meine zarten Kinder mu§ten auf rauhem Wege gehen; sie sind wie eine Herde weggefŸhrt, vom Feinde geraubt.

27 Seid getrost, ihr Kinder, und schreit zu Gott! denn der euch hat wegfŸhren lassen, wird euch nicht vergessen. Jes 54,7.8)

28 Denn wie ihr darauf aus wart, von Gott abzuweichen, so trachtet nun zehnmal mehr danach, ihn zu suchen. 5.Mose 4,29)

29 Denn der diese Strafe hat Ÿber euch kommen lassen, der wird euch helfen und erfreuen fŸr alle Zeit.

30 Jerusalem, sei getrost! Der wird dich tršsten, der dich mit Namen genannt hat. Jes 43,1)

31 UnglŸcklich sollen werden, die dir Leid angetan und sich Ÿber deinen Fall gefreut haben. Ps 137,7)

32 UnglŸcklich sollen die StŠdte werden, denen deine Kinder gedient haben, und unglŸcklich die Stadt, die deine Kinder gefangen hŠlt.

33 Denn wie sie Ÿber deinen Fall gejauchzt und Ÿber dein Verderben sich gefreut hat, so soll sie betrŸbt sein, wenn sie selbst verwŸstet wird.

34 Und ich will die Menge ihres Volkes, auf die sie stolz ist, wegnehmen und ihre Prahlerei in Klage verwandeln.

35 Denn ein Feuer wird von dem Ewigen Ÿber sie kommen viele Tage lang, und Teufel werden ihre Wohnung in ihr haben lange Zeit. Jes 34,12)

36 Sieh umher, Jerusalem, nach Osten und schaue den Trost, der dir von Gott kommt!

37 Siehe, deine Kinder kommen, die du hast ziehen lassen mŸssen! Ja, sie kommen versammelt vom Osten und vom Westen durch das Wort des Heiligen und freuen sich Ÿber Gottes Herrlichkeit. Jes 49,12.22)


5

1 Zieh dein Trauerkleid aus, Jerusalem, und zieh den herrlichen Schmuck von Gott an fŸr immer! Kap 4,20)

2 Zieh den Mantel der Gerechtigkeit Gottes an und setze die Krone der Herrlichkeit des Ewigen auf dein Haupt! Jes 61,10)

3 Gott wird deinen Glanz unter dem ganzen Himmel offenbaren;

4 denn dein Name wird von Gott genannt werden fŸr alle Zeit: ÈFriede der Gerechtigkeit; Lobpreis der FršmmigkeitÇ. Jes 61,3)

5 Mache dich auf, Jerusalem, und tritt auf die Hšhe und sieh umher nach Osten und schaue deine Kinder, die vom Westen und vom Osten versammelt sind durch das Wort des Heiligen und sich freuen, da§ Gott wieder an sie gedacht hat! Kap 4,5)

6 Sie zogen aus von dir zu Fu§, weggefŸhrt von den Feinden; Gott aber bringt sie zu dir, in Ehren getragen wie auf einem Kšnigsthron.

7 Denn Gott will alle hohen Berge und die ewigen HŸgel niedrig machen und die TŠler auffŸllen, damit das Land eben wird und Israel sicher heimziehen kann unter Gottes Herrlichkeit. Jes 40,3-5)

8 Die WŠlder aber und alle wohlriechenden BŠume werden Israel auf Gottes Befehl Schatten geben. Jes 55,12.13)

9 Denn Gott wird Israel zurŸckbringen mit Freuden im Licht seiner Herrlichkeit, mit seiner Barmherzigkeit und Gerechtigkeit.


6

1 (Der Brief des Jeremia) Dies ist die Abschrift des Briefes, den Jeremia an die gesandt hat, die von dem Kšnig von Babel nach Babel gefangen weggefŸhrt werden sollten, worin er ihnen verkŸndigte, wie es ihm Gott befohlen hatte.

2 Wegen eurer SŸnden, die ihr gegen Gott begangen habt, werdet ihr nach Babel gefangen weggefŸhrt werden von Nebukadnezar, dem Kšnig von Babel.

3 Und ihr werdet in Babel bleiben mŸssen viele Jahre und eine lange Zeit bis zum siebenten Geschlecht; danach will ich euch von dort wieder herausfŸhren mit Frieden. Jer 29,10)

4 Nun werdet ihr aber in Babel sehen, da§ man auf den Schultern die silbernen, goldenen und hšlzernen Gštzen tragen wird, vor denen sich die Heiden fŸrchten. Ps 115,4-8; Jes 40,18-20; 44,6-20; 46; Jer 10,1-16; Weish 13; 14; St zu Dan 2,1-21)

5 Darum seht euch vor, da§ ihr ihnen das nicht nachtut und den Heiden nicht gleich werdet und Furcht vor den Gštzen auch euch ergreift.

6 Und wenn ihr seht, wie das Volk vor und hinter den Gštzen hergeht und sie anbetet, so sprecht in eurem Herzen: Herr, dich soll man anbeten!

7 Denn mein Engel ist bei euch und will euer Leben erhalten. 2.Mose 23,20; Dan 3,28; 12,1)

8 Ihre Zunge ist vom KŸnstler fein gemacht; sie selbst sind mit Gold und Silber Ÿberzogen; aber sie sind Truggebilde und kšnnen nicht reden.

9 Sie schmŸcken sie mit Gold wie ein putzsŸchtiges MŠdchen und setzen ihnen Kronen aufs Haupt.

10 Es kommt aber auch vor, da§ die Priester das Gold und Silber von den Gštzen stehlen und es fŸr sich verwenden, ja sogar den Huren im Freudenhaus davon geben.

11 Und sie schmŸcken die silbernen, goldenen und hšlzernen Gštzen mit Kleidern, als wŠren's Menschen.

12 Die Gštzen kšnnen sich aber nicht vor Rost und Motten schŸtzen.

13 Und wenn man ihnen ein Purpurkleid anzieht, so mu§ man ihnen den Staub des Tempels vom Gesicht abwischen, der dick auf ihnen liegt.

14 Und der Gštze trŠgt ein Zepter in der Hand wie ein Kšnig und kann doch niemand bestrafen, der ihm ein Leid antut.

15 Er hat auch ein Schwert und eine Axt in der Hand; er kann sich aber des Kriegsvolks und der RŠuber nicht erwehren. Daran sieht man deutlich, da§ sie nicht Gštter sind. Darum fŸrchtet sie nicht! Vers 23.29.50.52.65)

16 Wie ein GefŠ§, das ein Mensch braucht, nutzlos ist, wenn es zerbrochen wird, so sind ihre Gštzen,

17 wenn man sie in ihre Tempel setzt. Ihre Augen werden voll Staub von den F٤en derer, die hineingehen.

18 Die Priester verwahren die Tempel der Gštzen mit TŸren, Schlšssern und Riegeln, damit sie von den RŠubern nicht gestohlen werden, so wie man einen gefangensetzt und verwahrt, der sich am Kšnig vergriffen hat und zum Tode verurteilt ist.

19 Sie zŸnden ihnen Lampen an, sogar mehr als fŸr sich selbst, von denen sie keine einzige sehen kšnnen.

20 Die Gštzen sind wie die Balken im Hause, deren Inneres, wie man sagt, herausgefressen wird; von den WŸrmern, die auf der Erde kriechen und sie und ihre Kleider fressen, fŸhlen sie nichts.

21 In ihrem Angesicht sind sie schwarz vom Rauch im Hause.

22 Und die FledermŠuse, Schwalben und andere Všgel setzen sich auf ihre Leiber und auf ihre Kšpfe, ebenso auch die Katzen.

23 Daran kšnnt ihr merken, da§ es nicht Gštter sind. Darum fŸrchtet sie nicht!

24 Das Gold, mit dem man sie behŠngt, um sie damit zu schmŸcken, glŠnzt nicht, wenn man den Rost nicht abwischt. Nicht einmal, als sie gegossen wurden, fŸhlten sie es.

25 FŸr teures Geld hat man sie gekauft, und es ist doch kein Leben in ihnen.

26 Weil sie nicht gehen kšnnen, mu§ man sie auf den Schultern tragen; daran kšnnen die Leute sehen, wie nichtig sie sind.

27 Es mŸssen sich auch die schŠmen, die ihnen dienen. Denn wenn die Gštter zu Boden fallen, mŸssen sie von ihnen wieder aufgerichtet werden; wenn man sie aufrecht hinsetzt, kšnnen sie sich nicht von selbst bewegen; wenn sie sich zur Seite geneigt haben, kšnnen sie sich nicht aufrichten. Und wie Toten setzt man ihnen die Gaben vor.

28 Was ihnen aber geopfert wird, das verkaufen und verbrauchen ihre Priester; Šhnlich handeln auch ihre Frauen: sie salzen davon ein und geben weder dem Armen noch dem Kranken etwas davon.

29 Unreine Frauen und Wšchnerinnen rŸhren ihre Opfer an. Daran kšnnt ihr merken, da§ es nicht Gštter sind. Darum fŸrchtet sie nicht! 3.Mose 12,2-5)

30 Denn woher sollen sie Gštter genannt werden? Denn Frauen setzen den silbernen, goldenen und hšlzernen Gštzen Speisen vor.

31 Und die Priester sitzen in ihren Tempeln mit zerrissenen GewŠndern, scheren den Bart ab und tragen Glatzen, sitzen da mit blo§en Kšpfen, 3.Mose 21,5)

32 heulen und schreien vor ihren Gštzen, wie es bei einem BegrŠbnis Sitte ist. 1.Kšn 18,28)

33 Die Priester stehlen ihnen die Kleider und kleiden ihre Frauen und Kinder damit.

34 Ob man ihnen Bšses oder Gutes tut, sie kšnnen es doch nicht vergelten. Sie kšnnen einen Kšnig weder einsetzen noch absetzen.

35 Ebenso kšnnen sie weder Geld noch Gut geben. Gelobt ihnen jemand etwas und hŠlt es nicht, so werden sie es gewi§ nicht einfordern. Mal 1,14)

36 Sie kšnnen einen Menschen vom Tod nicht erretten noch einen SchwŠcheren dem Starken entrei§en; (36 und 37) 5.Mose 32,37-39)

37 sie kšnnen keinen Blinden sehend machen; sie kšnnen einem Menschen in der Not nicht helfen;

38 sie erbarmen sich der Witwen nicht und tun den Waisen nichts Gutes. Ps 68,6)

39 Denn sie sind aus Holz, mit Gold und Silber Ÿberzogen, den Steinen gleich, die man aus dem Berg haut. Darum mŸssen, die ihnen dienen, zuschanden werden.

40 Wie soll man sie denn fŸr Gštter halten oder so nennen? Ja, selbst die ChaldŠer halten nichts von ihnen.

41 Wenn sie einen Stummen sehen, der nicht reden kann, bringen sie den Bel herbei und fordern vom Stummen, er sollte zu ihm schreien, als ob Bel das vernehmen kšnnte. Mk 7,32-37)

42 Und obwohl sie das wissen, vermšgen sie nicht, die Gštzen zu verlassen, die doch nichts vernehmen kšnnen.

43 Die Jungfrauen aber sitzen an den Wegen, mit Stricken umgŸrtet, und rŠuchern Kleie.

44 Und wenn jemand vorŸbergeht und eine von ihnen mitnimmt und bei ihr schlŠft, verspottet sie die andere, weil diese nicht so wert gewesen sei wie sie und ihr der GŸrtel nicht gelšst wurde.

45 Alles, was mit den Gštzen geschieht, ist nichts als Betrug. Wie soll man sie denn fŸr Gštter halten oder so nennen?

46 Von KŸnstlern und Goldschmieden sind sie gemacht; und was die Handwerker wollen, das mu§ daraus werden und nichts anderes.

47 Und die sie gemacht haben, leben nicht lange. Wie sollten denn das Gštter sein, die von ihnen gemacht worden sind?

48 Sie hinterlassen ja den Nachkommen nichts als Betrug und Spott.

49 Denn wenn Krieg oder sonst ein UnglŸck Ÿber sie kommt, beraten sich die Priester, wo sie sich zugleich mit den Gštzen verbergen kšnnen.

50 Wie sollte man da nicht merken, da§ es keine Gštter sind, wenn sie sich selber weder vor Krieg noch vor anderm UnglŸck schŸtzen kšnnen?

51 Denn da sie aus Holz und mit Gold und Silber Ÿberzogen sind, wird man zuletzt erkennen, da§ es Truggebilde sind; allen Heiden und Kšnigen wird offenbar werden, da§ sie nicht Gštter, sondern von MenschenhŠnden gemacht sind und da§ keine Gotteskraft in ihnen ist.

52 Darum kann jeder deutlich merken, da§ es nicht Gštter sind.

53 Denn sie erwecken keinen Kšnig Ÿber ein Land, sie geben den Menschen nicht Regen 1.Kšn 14,14, Jer 14,22)

54 und schaffen ihnen kein Recht, noch retten sie den, dem Unrecht geschieht; sie sind auch gar nicht dazu imstande, so wenig wie die KrŠhen, die in der Luft hin und her fliegen. Ps 103,6)

55 Wenn im Hause der hšlzernen, vergoldeten und versilberten Gštzen Feuer ausbricht, so laufen die Priester davon und retten sich; die Gštzen aber verbrennen wie Balken.

56 Sie kšnnen weder Kšnigen noch Feinden widerstehen. Wie soll man sie denn fŸr Gštter halten oder so nennen?

57 Die hšlzernen, versilberten und vergoldeten Gštzen kšnnen sich vor Dieben und RŠubern nicht schŸtzen.

58 Denn die sie in ihre Gewalt bekommen, die ziehen ihnen das Gold und Silber ab und das Gewand, mit dem sie bekleidet sind, und gehen damit fort; so kšnnen sie sich selber nicht helfen.

59 Darum ist's viel besser, ein Kšnig zu sein, der seine Macht beweisen kann, oder ein nŸtzlicher Hausrat zu sein, den der Besitzer gebrauchen kann, oder eine TŸr, die das Haus verwahrt, oder eine hšlzerne SŠule in einem kšniglichen Saal, als solche ohnmŠchtigen Gštzen.

60 Sonne, Mond und Sterne, die hell scheinen und nŸtzlich sein sollen, sind gehorsam. (60-63) Hiob 37)

61 Ebenso ist auch der Blitz, wenn er aufleuchtet, herrlich anzusehen; ebenso weht der Wind in jedem Land;

62 und die Wolken ziehen Ÿber die ganze Welt und tun, was Gott ihnen befiehlt.

63 Auch das Feuer, das von oben her gesandt ist, um Berge und WŠlder zu verzehren, tut, was ihm geboten ist.

64 Die Gštzen aber sind ihnen allen weder an Gestalt noch an KrŠften zu vergleichen. Darum soll man sie nicht fŸr Gštter halten oder so nennen; denn sie kšnnen weder strafen noch den Menschen helfen.

65 Weil ihr also wi§t, da§ es nicht Gštter sind, so fŸrchtet euch nicht vor ihnen.

66 Denn sie kšnnen Kšnige weder verfluchen noch segnen.

67 Sie kšnnen auch keine Zeichen am Himmel den Heiden geben; sie kšnnen es nicht hell machen wie die Sonne noch einen Schein geben wie der Mond. Jes 7,11; Am 8,9; Lk 21,25.26)

68 Die unvernŸnftigen Tiere sind besser daran als sie; die kšnnen doch in eine Hšhle fliehen und sich selber helfen.

69 Darum ist uns auf jede Weise offenbar geworden, da§ sie keine Gštter sind. Darum fŸrchtet sie nicht!

70 Denn wie eine Vogelscheuche, die im Garten nichts bewachen kann, so sind auch ihre hšlzernen, vergoldeten und versilberten Gštzen.

71 Und wie eine Hecke im Garten ist, auf die sich mancherlei Všgel setzen, oder wie ein Toter, der im Grabe liegt, so sind ihre hšlzernen, vergoldeten und versilberten Gštzen.

72 Auch daran kann man es merken, da§ sie nicht Gštter sind: der Scharlach und die kostbare Leinwand, die sie umhaben, werden zerfallen und sie selbst endlich auch dazu, so da§ alle Ÿber sie spotten.

73 Wohl dem Menschen, der gerecht ist und keine Gštzen hat! Der wird nicht zu Spott.

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