Lesen: 66 Offenbarung


Buch 66 (DIE OFFENBARUNG DES JOHANNES)



1

1 Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in KŸrze geschehen soll; und er hat sie durch seinen Engel gesandt und seinem Knecht Johannes kundgetan,

2 der bezeugt hat das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesus Christus, alles, was er gesehen hat.

3 Selig ist, der da liest und die da hšren die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe. 1. Joh 1,1.2, Joh 21,24, Kap 22,10)

4 (Gru§ an die sieben Gemeinden) Johannes an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, 2. Mose 3,14.15, Kap 3,1; 5,6)

5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr Ÿber die Kšnige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlšst hat von unsern SŸnden mit seinem Blut Kap 3,14; Joh 18,37; 1. Tim 6,13, Kol 1,18)

6 und uns zu Kšnigen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Kap 5,10; 2. Mose 19,6; 1. Petr 2,5.9)

7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. Mt 24,30, Sach 12,10; Joh 19,37)

8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der AllmŠchtige. Kap 21,6; Jes 41,4, Kap 4,8)

9 (Der Auftrag an Johannes) Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der BedrŠngnis und am Reich und an der Geduld in Jesus, war auf der Insel, die Patmos hei§t, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses von Jesus.

10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hšrte hinter mir eine gro§e Stimme wie von einer Posaune,

11 die sprach: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea.

12 Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter

13 und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich, angetan mit einem langen Gewand und gegŸrtet um die Brust mit einem goldenen GŸrtel. Kap 2,1, Dan 7,13)

14 Sein Haupt aber und sein Haar war wei§ wie wei§e Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme Kap 2,18; 19,12)

15 und seine FŸ§e wie Golderz, das im Ofen glŸht, und seine Stimme wie gro§es Wasserrauschen;

16 und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht.

17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen FŸ§en wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: FŸrchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte Dan 8,18)

18 und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die SchlŸssel des Todes und der Hšlle.

19 Schreibe, was du gesehen hast und was ist und was geschehen soll danach.

20 Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und der sieben goldenen Leuchter ist dies: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.



2

1 (Die sieben Sendschreiben) Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Das sagt, der da hŠlt die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben goldenen Leuchtern: Apg 18,19)

2 Ich kenne deine Werke und deine MŸhsal und deine Geduld und wei§, da§ du die Bšsen nicht ertragen kannst; und du hast die geprŸft, die sagen, sie seien Apostel, und sind's nicht, und hast sie als LŸgner befunden, 1. Joh 4,1)

3 und hast Geduld und hast um meines Namens willen die Last getragen und bist nicht mŸde geworden.

4 Aber ich habe gegen dich, da§ du die erste Liebe verlŠ§t. 1. Tim 5,12)

5 So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Bu§e und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich Ÿber dich kommen und deinen Leuchter wegsto§en von seiner StŠtte - wenn du nicht Bu§e tust.

6 Aber das hast du fŸr dich, da§ du die Werke der Nikola•ten hassest, die ich auch hasse. Ps 139,21)

7 Wer Ohren hat, der hšre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer Ÿberwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist. Kap 22,2; 1. Mose 2,9)

8 Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden: Kap 1,11, Kap 1,18)

9 Ich kenne deine BedrŠngnis und deine Armut - du bist aber reich - und die LŠsterung von denen, die sagen, sie seien Juden, und sind's nicht, sondern sind die Synagoge des Satans. Jak 2,5, Kap 3,9)

10 FŸrchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins GefŠngnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in BedrŠngnis sein zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Mt 10,19.28, Kap 3,11; 2. Tim 4,8)

11 Wer Ohren hat, der hšre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer Ÿberwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tode. Kap 20,14)

12 Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert: Hebr 4,12)

13 Ich wei§, wo du wohnst: da, wo der Thron* des Satans ist; und du hŠltst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getštet wurde, da, wo der Satan wohnt. (*Siehe Sach- und WorterklŠrungen.)

14 Aber einiges habe ich gegen dich: du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, die Israeliten zu verfŸhren, vom Gštzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben. 4. Mose 31,16; 2. Petr 2,15; Jud 11)

15 So hast du auch Leute, die sich in gleicher Weise an die Lehre der Nikola•ten halten.

16 Tue Bu§e; wenn aber nicht, so werde ich bald Ÿber dich kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines Mundes.

17 Wer Ohren hat, der hšre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer Ÿberwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen wei§en Stein; und auf dem Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empfŠngt. Ps 78,24, Jes 62,2)

18 Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen, und seine F٤e sind wie Golderz: Apg 16,14, Kap 1,14.15)

19 Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Glauben und deinen Dienst und deine Geduld und wei§, da§ du je lŠnger je mehr tust.

20 Aber ich habe gegen dich, da§ du Isebel duldest, diese Frau, die sagt, sie sei eine Prophetin, und lehrt und verfŸhrt meine Knechte, Hurerei zu treiben und Gštzenopfer zu essen. 2. Kšn 9,22)

21 Und ich habe ihr Zeit gegeben, Bu§e zu tun, und sie will sich nicht bekehren von ihrer Hurerei.

22 Siehe, ich werfe sie aufs Bett, und die mit ihr die Ehe gebrochen haben in gro§e TrŸbsal, wenn sie sich nicht bekehren von ihren Werken,

23 und ihre Kinder will ich mit dem Tode schlagen. Und alle Gemeinden sollen erkennen, da§ ich es bin, der die Nieren und Herzen erforscht, und ich werde geben einem jeden von euch nach euren Werken. Ps 7,10; Jer 17,10)

24 Euch aber sage ich, den andern in Thyatira, die solche Lehre nicht haben und nicht erkannt haben die Tiefen* des Satans, wie sie sagen: Ich will nicht noch eine Last auf euch werfen; (*Siehe Sach- und WorterklŠrungen.)

25 doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme. Kap 3,11)

26 Und wer Ÿberwindet und hŠlt meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben Ÿber die Heiden,

27 und er soll sie weiden mit eisernem Stabe, und wie die GefŠ§e eines Tšpfers soll er sie zerschmei§en, (27 und 28) Ps 2,8.9)

28 wie auch ichMacht empfangen habe von meinem Vater; und ich will ihm geben den Morgenstern.

29 Wer Ohren hat, der hšre, was der Geist den Gemeinden sagt!



3

1 Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt, der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne: Ich kenne deine Werke: Du hast den Namen, da§ du lebst, und bist tot. Kap 1,4)

2 Werde wach und stŠrke das andre, das sterben will, denn ich habe deine Werke nicht als vollkommen befunden vor meinem Gott. Lk 22,32)

3 So denke nun daran, wie du empfangen und gehšrt hast, und halte es fest und tue Bu§e! Wenn du aber nicht wachen wirst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich Ÿber dich kommen werde. 1. Thess 5,2)

4 Aber du hast einige in Sardes, die ihre Kleider nicht besudelt haben; die werden mit mir einhergehen in wei§en Kleidern, denn sie sind's wert. Jud 23)

5 Wer Ÿberwindet, der soll mit wei§en Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. Kap 7,13, Mt 10,32; Lk 10,20)

6 Wer Ohren hat, der hšre, was der Geist den Gemeinden sagt!

7 Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den SchlŸssel Davids, der auftut, und niemand schlie§t zu, der zuschlie§t, und niemand tut auf: Jes 22,22)

8 Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine TŸr aufgetan, und niemand kann sie zuschlie§en; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.

9 Siehe, ich werde schicken einige aus der Synagoge des Satans, die sagen, sie seien Juden, und sind's nicht, sondern lŸgen; siehe, ich will sie dazu bringen, da§ sie kommen sollen und zu deinen FŸ§en niederfallen und erkennen, da§ ich dich geliebt habe. Kap 2,9, Jes 49,23; 60,14)

10 Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird Ÿber den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die auf Erden wohnen. Kap 14,12, Mt 6,13)

11 Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, da§ niemand deine Krone nehme! Kap 2,10)

12 Wer Ÿberwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen, und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen. Kap 14,1; 22,4, Kap 21,2)

13 Wer Ohren hat, der hšre, was der Geist den Gemeinden sagt!

14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen hei§t, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schšpfung Gottes: Kol 2,1; 4,13, 2. Kor 1,20, Kap 1,5, Kol 1,15)

15 Ich kenne deine Werke, da§ du weder kalt noch warm bist. Ach, da§ du kalt oder warm wŠrest!

16 Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.

17 Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts! und wei§t nicht, da§ du elend und jŠmmerlich bist, arm, blind und blo§. 1. Kor 3,18; 4,8)

18 Ich rate dir, da§ du Gold von mir kaufst, das im Feuer gelŠutert ist, damit du reich werdest, und wei§e Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blš§e nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mšgest.

19 Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und zŸchtige ich. So sei nun eifrig und tue Bu§e! Spr 3,12; 1. Kor 11,32; Hebr 12,6)

20 Siehe, ich stehe vor der TŸr und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hšren wird und die TŸr auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. Joh 14,23)

21 Wer Ÿberwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich Ÿberwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron. Mt 19,28)

22 Wer Ohren hat, der hšre, was der Geist den Gemeinden sagt!



4

1 (Vor dem Thron Gottes) Danach sah ich, und siehe, eine TŸr war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hšren wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll. Kap 1,10)

2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron sa§ einer. Ps 47,9; Jes 6,1; Hes 1,26-28)

3 Und der da sa§, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.

4 Und um den Thron waren vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen sa§en vierundzwanzig €lteste, mit wei§en Kleidern angetan, und hatten auf ihren HŠuptern goldene Kronen.

5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes. 2. Mose 19,16, Kap 1,4)

6 Und vor dem Thron war es wie ein glŠsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten. Hes 1,5.10.22)

7 Und die erste Gestalt war gleich einem Lšwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler. Hes 10,14)

8 Und eine jede der vier Gestalten hatte sechs FlŸgel, und sie waren au§en und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der AllmŠchtige, der da war und der da ist und der da kommt. Jes 6,2.3, 2. Mose 3,14)

9 Und wenn die Gestalten Preis und Ehre und Dank gaben dem, der auf dem Thron sa§, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit,

10 fielen die vierundzwanzig €ltesten nieder vor dem, der auf dem Thron sa§, und beteten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und legten ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprachen:

11 Herr, unser Gott, du bist wŸrdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.



5

1 (Das Buch mit den sieben Siegeln) Und ich sah in der rechten Hand dessen, der auf dem Thron sa§, ein Buch, beschrieben innen und au§en, versiegelt mit sieben Siegeln. Kap 4,2, Hes 2,9.10)

2 Und ich sah einen starken Engel, der rief mit gro§er Stimme: Wer ist wŸrdig, das Buch aufzutun und seine Siegel zu brechen?

3 Und niemand, weder im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde, konnte das Buch auftun und hineinsehen.

4 Und ich weinte sehr, weil niemand fŸr wŸrdig befunden wurde, das Buch aufzutun und hineinzusehen.

5 Und einer von den €ltesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat Ÿberwunden der Lšwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel. 1. Mose 49,9.10, Jes 11,1)

6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den €ltesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hšrner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande. Jes 53,7; Joh 1,29)

7 Und es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron sa§.

8 Und als es das Buch nahm, da fielen die vier Gestalten und die vierundzwanzig €ltesten nieder vor dem Lamm, und ein jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen voll RŠucherwerk, das sind die Gebete der Heiligen,

9 und sie sangen ein neues Lied: Du bist wŸrdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen fŸr Gott erkauft aus allen StŠmmen und Sprachen und Všlkern und Nationen Ps 33,3)

10 und hast sie unserm Gott zu Kšnigen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden. Kap 1,6; 2. Mose 19,6)

11 Und ich sah, und ich hšrte eine Stimme vieler Engel um den Thron und um die Gestalten und um die €ltesten her, und ihre Zahl war vieltausendmal tausend; Hebr 12,22)

12 die sprachen mit gro§er Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist wŸrdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und StŠrke und Ehre und Preis und Lob. (12 und 13) 1. Chr 29,11; Phil 2,9.10)

13 Und jedes Geschšpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles, was darin ist, hšrte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!

14 Und die vier Gestalten sprachen: Amen! Und die €ltesten fielen nieder und beteten an.



6

1 (Die …ffnung der ersten sechs Siegel) Und ich sah, da§ das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hšrte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!

2 Und ich sah, und siehe, ein wei§es Pferd. Und der darauf sa§, hatte einen Bogen, und ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog aus sieghaft und um zu siegen. (2-8) Sach 6,1-8)

3 Und als es das zweite Siegel auftat, hšrte ich die zweite Gestalt sagen: Komm!

4 Und es kam heraus ein zweites Pferd, das war feuerrot. Und dem, der darauf sa§, wurde Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, da§ sie sich untereinander umbrŠchten, und ihm wurde ein gro§es Schwert gegeben.

5 Und als es das dritte Siegel auftat, hšrte ich die dritte Gestalt sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd. Und der darauf sa§, hatte eine Waage in seiner Hand.

6 Und ich hšrte eine Stimme mitten unter den vier Gestalten sagen: Ein Ma§ Weizen fŸr einen Silbergroschen und drei Ma§ Gerste fŸr einen Silbergroschen; aber dem …l und Wein tu keinen Schaden!

7 Und als es das vierte Siegel auftat, hšrte ich die Stimme der vierten Gestalt sagen: Komm!

8 Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf sa§, dessen Name war: Der Tod, und die Hšlle folgte ihm nach. Und ihnen wurde Macht gegeben Ÿber den vierten Teil der Erde, zu tšten mit Schwert und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden. Hes 14,21)

9 Und als es das fŸnfte Siegel auftat, sah ich unten am Altar die Seelen derer, die umgebracht worden waren um des Wortes Gottes und um ihres Zeugnisses willen.

10 Und sie schrien mit lauter Stimme: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rŠchst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?

11 Und ihnen wurde gegeben einem jeden ein wei§es Gewand, und ihnen wurde gesagt, da§ sie ruhen mŸ§ten noch eine kleine Zeit, bis vollzŠhlig dazukŠmen ihre Mitknechte und BrŸder, die auch noch getštet werden sollten wie sie.

12 Und ich sah: als es das sechste Siegel auftat, da geschah ein gro§es Erdbeben, und die Sonne wurde finster wie ein schwarzer Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut, (12-17) Jes 24,21-23; Joel 3,3.4; Mt 24,29)

13 und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von starkem Wind bewegt wird.

14 Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden wegbewegt von ihrem Ort. Jes 34,4)

15 Und die Kšnige auf Erden und die Gro§en und die Obersten und die Reichen und die Gewaltigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den KlŸften und Felsen der Berge Jes 2,10.19)

16 und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt Ÿber uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Lk 23,30)

17 Denn es ist gekommen der gro§e Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen? Am 5,18; Ršm 2,5, Mal 3,2)



7

1 (Die Versiegelten) Danach sah ich vier Engel stehen an den vier Ecken der Erde, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind Ÿber die Erde blase noch Ÿber das Meer noch Ÿber irgendeinen Baum. Dan 7,2)

2 Und ich sah einen andern Engel aufsteigen vom Aufgang der Sonne her, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief mit gro§er Stimme zu den vier Engeln, denen Macht gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zu tun:

3 Tut der Erde und dem Meer und den BŠumen keinen Schaden, bis wir versiegeln die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen. Kap 9,4, Hes 9,4.6)

4 Und ich hšrte die Zahl derer, die versiegelt wurden: hundertvierundvierzigtausend, die versiegelt waren aus allen StŠmmen Israels: Kap 14,1.3)

5 aus dem Stamm Juda zwšlftausend versiegelt, aus dem Stamm Ruben zwšlftausend, aus dem Stamm Gad zwšlftausend,

6 aus dem Stamm Asser zwšlftausend, aus dem Stamm Naftali zwšlftausend, aus dem Stamm Manasse zwšlftausend,

7 aus dem Stamm Simeon zwšlftausend, aus dem Stamm Levi zwšlftausend, aus dem Stamm Issachar zwšlftausend,

8 aus dem Stamm Sebulon zwšlftausend, aus dem Stamm Josef zwšlftausend, aus dem Stamm Benjamin zwšlftausend versiegelt.

9 (Die gro§e Schar aus allen Všlkern) Danach sah ich, und siehe, eine gro§e Schar, die niemand zŠhlen konnte, aus allen Nationen und StŠmmen und Všlkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit wei§en Kleidern und mit Palmzweigen in ihren HŠnden,

10 und riefen mit gro§er Stimme: Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!

11 Und alle Engel standen rings um den Thron und um die €ltesten und um die vier Gestalten und fielen nieder vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an

12 und sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und StŠrke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

13 Und einer der €ltesten fing an und sprach zu mir: Wer sind diese, die mit den wei§en Kleidern angetan sind, und woher sind sie gekommen?

14 Und ich sprach zu ihm: Mein Herr, du wei§t es. Und er sprach zu mir: Diese sind's, die gekommen sind aus der gro§en TrŸbsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes. Mt 24,21, Kap 12,11)

15 Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird Ÿber ihnen wohnen.

16 Sie werden nicht mehr hungern noch dŸrsten; es wird auch nicht auf ihnen lasten die Sonne oder irgendeine Hitze; Jes 49,10)

17 denn das Lamm mitten auf dem Thron wird sie weiden und leiten zu den Quellen des lebendigen Wassers, und Gott wird abwischen alle TrŠnen von ihren Augen. Ps 23,2, Kap 21,4; Jes 25,8)



8

1 (Das siebente Siegel) Und als das Lamm das siebente Siegel auftat, entstand eine Stille im Himmel etwa eine halbe Stunde lang. Hab 2,20)

2 Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen, und ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. Mt 24,31)

3 Und ein anderer Engel kam und trat an den Altar und hatte ein goldenes RŠuchergefŠ§; und ihm wurde viel RŠucherwerk gegeben, da§ er es darbringe mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar vor dem Thron.

4 Und der Rauch des RŠucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen von der Hand des Engels hinauf vor Gott.

5 Und der Engel nahm das RŠuchergefŠ§ und fŸllte es mit Feuer vom Altar und schŸttete es auf die Erde. Und da geschahen Donner und Stimmen und Blitze und Erdbeben. Hes 10,2)

6 (Die ersten sechs Posaunen) Und die sieben Engel mit den sieben Posaunen hatten sich gerŸstet zu blasen.

7 Und der erste blies seine Posaune; und es kam Hagel und Feuer, mit Blut vermengt, und fiel auf die Erde; und der dritte Teil der Erde verbrannte, und der dritte Teil der BŠume verbrannte, und alles grŸne Gras verbrannte. 2. Mose 9,23-26)

8 Und der zweite Engel blies seine Posaune; und es stŸrzte etwas wie ein gro§er Berg mit Feuer brennend ins Meer, und der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut, 2. Mose 7,20.21)

9 und der dritte Teil der lebendigen Geschšpfe im Meer starb, und der dritte Teil der Schiffe wurde vernichtet.

10 Und der dritte Engel blies seine Posaune; und es fiel ein gro§er Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel und fiel auf den dritten Teil der Wasserstršme und auf die Wasserquellen. Jes 14,12)

11 Und der Name des Sterns hei§t Wermut. Und der dritte Teil der Wasser wurde zu Wermut, und viele Menschen starben von den Wassern, weil sie bitter geworden waren.

12 Und der vierte Engel blies seine Posaune; und es wurde geschlagen der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne, so da§ ihr dritter Teil verfinstert wurde und den dritten Teil des Tages das Licht nicht schien, und in der Nacht desgleichen. Kap 6,12, 2. Mose 10,21)

13 Und ich sah, und ich hšrte, wie ein Adler mitten durch den Himmel flog und sagte mit gro§er Stimme: Weh, weh, weh denen, die auf Erden wohnen wegen der anderen Posaunen der drei Engel, die noch blasen sollen!



9

1 Und der fŸnfte Engel blies seine Posaune; und ich sah einen Stern, gefallen vom Himmel auf die Erde; und ihm wurde der SchlŸssel zum Brunnen des Abgrunds gegeben.

2 Und er tat den Brunnen des Abgrunds auf, und es stieg auf ein Rauch aus dem Brunnen wie der Rauch eines gro§en Ofens, und es wurden verfinstert die Sonne und die Luft von dem Rauch des Brunnens. Joel 2,2.10)

3 Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken auf die Erde, und ihnen wurde Macht gegeben, wie die Skorpione auf Erden Macht haben.

4 Und es wurde ihnen gesagt, sie sollten nicht Schaden tun dem Gras auf Erden noch allem GrŸnen noch irgendeinem Baum, sondern allein den Menschen, die nicht das Siegel Gottes haben an ihren Stirnen. Kap 7,3)

5 Und ihnen wurde Macht gegeben, nicht da§ sie sie tšteten, sondern sie quŠlten fŸnf Monate lang; und ihre Qual war wie eine Qual von einem Skorpion, wenn er einen Menschen sticht.

6 Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und nicht finden, sie werden begehren zu sterben, und der Tod wird von ihnen fliehen. Kap 6,16)

7 Und die Heuschrecken sahen aus wie Rosse, die zum Krieg gerŸstet sind, und auf ihren Kšpfen war etwas wie goldene Kronen, und ihr Antlitz glich der Menschen Antlitz;

8 und sie hatten Haar wie Frauenhaar und ZŠhne wie LšwenzŠhne

9 und hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Rasseln ihrer FlŸgel war wie das Rasseln der Wagen vieler Rosse, die in den Krieg laufen,

10 und hatten SchwŠnze wie Skorpione und hatten Stacheln, und in ihren SchwŠnzen war ihre Kraft, Schaden zu tun den Menschen fŸnf Monate lang;

11 sie hatten Ÿber sich einen Kšnig, den Engel des Abgrunds; sein Name hei§t auf hebrŠisch Abaddon, und auf griechisch hat er den Namen Apollyon.

12 Das erste Wehe ist vorŸber; siehe, es kommen noch zwei Wehe danach.

13 Und der sechste Engel blies seine Posaune; und ich hšrte eine Stimme aus den vier Ecken des goldenen Altars vor Gott; Kap 8,3; 2. Mose 30,1-3)

14 die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: La§ los die vier Engel, die gebunden sind an dem gro§en Strom Euphrat. Kap 16,12)

15 Und es wurden losgelassen die vier Engel, die bereit waren fŸr die Stunde und den Tag und den Monat und das Jahr, zu tšten den dritten Teil der Menschen. Kap 8)

16 Und die Zahl des reitenden Heeres war vieltausendmal tausend; ich hšrte ihre Zahl.

17 Und so sah ich in dieser Erscheinung die Rosse und die darauf sa§en: Sie hatten feuerrote und blaue und schwefelgelbe Panzer, und die HŠupter der Rosse waren wie die HŠupter der Lšwen, und aus ihren MŠulern kam Feuer und Rauch und Schwefel.

18 Von diesen drei Plagen wurde getštet der dritte Teil der Menschen, von dem Feuer und Rauch und Schwefel, der aus ihren MŠulern kam.

19 Denn die Kraft der Rosse war in ihrem Maul und in ihren SchwŠnzen; denn ihre SchwŠnze waren den Schlangen gleich und hatten HŠupter, und mit denen taten sie Schaden.

20 Und die Ÿbrigen Leute, die nicht getštet wurden von diesen Plagen, bekehrten sich doch nicht von den Werken ihrer HŠnde, da§ sie nicht mehr anbeteten die bšsen Geister und die goldenen, silbernen, ehernen, steinernen und hšlzernen Gštzen, die weder sehen noch hšren noch gehen kšnnen, Kap 16,9)

21 und sie bekehrten sich auch nicht von ihren Morden, ihrer Zauberei, ihrer Unzucht und ihrer Dieberei.



10

1 (Der Engel mit dem BŸchlein) Und ich sah einen andern starken Engel vom Himmel herabkommen, mit einer Wolke bekleidet, und der Regenbogen auf seinem Haupt und sein Antlitz wie die Sonne und seine FŸ§e wie FeuersŠulen.

2 Und er hatte in seiner Hand ein BŸchlein, das war aufgetan. Und er setzte seinen rechten Fu§ auf das Meer und den linken auf die Erde,

3 und er schrie mit gro§er Stimme, wie ein Lšwe brŸllt. Und als er schrie, erhoben die sieben Donner ihre Stimme. Ps 29,3-9)

4 Und als die sieben Donner geredet hatten, wollte ich es aufschreiben. Da hšrte ich eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Versiegle, was die sieben Donner geredet haben, und schreib es nicht auf! Dan 12,4.9)

5 Und der Engel, den ich stehen sah auf dem Meer und auf der Erde, hob seine rechte Hand auf zum Himmel

6 und schwor bei dem, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darin ist, und das Meer und was darin ist: Es soll hinfort keine Zeit mehr sein, Dan 12,7)

7 sondern in den Tagen, wenn der siebente Engel seine Stimme erheben und seine Posaune blasen wird, dann ist vollendet das Geheimnis Gottes, wie er es verkŸndigt hat seinen Knechten, den Propheten. Kap 11,15, Apg 3,21)

8 Und die Stimme, die ich vom Himmel gehšrt hatte, redete abermals mit mir und sprach: Geh hin, nimm das offene BŸchlein aus der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde steht!

9 Und ich ging hin zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das BŸchlein! Und er sprach zu mir: Nimm und verschling's! Und es wird dir bitter im Magen sein, aber in deinem Mund wird's sŸ§ sein wie Honig. Hes 3,1-3)

10 Und ich nahm das BŸchlein aus der Hand des Engels und verschlang's. Und es war sŸ§ in meinem Mund wie Honig, und als ich's gegessen hatte, war es mir bitter im Magen.

11 Und mir wurde gesagt: Du mu§t abermals weissagen von Všlkern und Nationen und Sprachen und vielen Kšnigen. Jer 1,9.10)



11

1 (Die beiden Zeugen) Und es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Me§stab gleich, und mir wurde gesagt: Steh auf und mi§ den Tempel Gottes und den Altar und die dort anbeten. Hes 40,2; Sach 2,5.6, Hes 42,20)

2 Aber den Šu§eren Vorhof des Tempels la§ weg und mi§ ihn nicht, denn er ist den Heiden gegeben; und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate lang. Lk 21,24)

3 Und ich will meinen zwei Zeugen Macht geben, und sie sollen weissagen tausendzweihundertundsechzig Tage lang, angetan mit Trauerkleidern. Kap 12,6)

4 Diese sind die zwei …lbŠume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. Sach 4,3.11-14)

5 Und wenn ihnen jemand Schaden tun will, so kommt Feuer aus ihrem Mund und verzehrt ihre Feinde; und wenn ihnen jemand Schaden tun will, mu§ er so getštet werden.

6 Diese haben Macht, den Himmel zu verschlie§en, damit es nicht regne in den Tagen ihrer Weissagung, und haben Macht Ÿber die Wasser, sie in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit Plagen aller Art, sooft sie wollen. 1. Kšn 17,1, 2. Mose 7,19.20)

7 Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, so wird das Tier, das aus dem Abgrund aufsteigt, mit ihnen kŠmpfen und wird sie Ÿberwinden und wird sie tšten. Kap 13,1, Kap 13,7)

8 Und ihre Leichname werden liegen auf dem Marktplatz der gro§en Stadt, die hei§t geistlich: Sodom und €gypten, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde.

9 Und Menschen aus allen Všlkern und StŠmmen und Sprachen und Nationen sehen ihre Leichname drei Tage und einen halben und lassen nicht zu, da§ ihre Leichname ins Grab gelegt werden.

10 Und die auf Erden wohnen, freuen sich darŸber und sind fršhlich und werden einander Geschenke senden; denn diese zwei Propheten hatten gequŠlt, die auf Erden wohnten.

11 Und nach drei Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des Lebens von Gott, und sie stellten sich auf ihre FŸ§e; und eine gro§e Furcht fiel auf die, die sie sahen.

12 Und sie hšrten eine gro§e Stimme vom Himmel zu ihnen sagen: Steigt herauf! Und sie stiegen auf in den Himmel in einer Wolke, und es sahen sie ihre Feinde.

13 Und zu derselben Stunde geschah ein gro§es Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt stŸrzte ein; und es wurden getštet in dem Erdbeben siebentausend Menschen, und die andern erschraken und gaben dem Gott des Himmels die Ehre.

14 Das zweite Wehe ist vorŸber; siehe, das dritte Wehe kommt schnell. Kap 9,12)

15 (Die siebente Posaune) Und der siebente Engel blies seine Posaune; und es erhoben sich gro§e Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.

16 Und die vierundzwanzig €ltesten, die vor Gott auf ihren Thronen sa§en, fielen nieder auf ihr Angesicht und beteten Gott an Kap 4,4.10)

17 und sprachen: Wir danken dir, Herr, allmŠchtiger Gott, der du bist und der du warst, da§ du an dich genommen hast deine gro§e Macht und herrschest!

18 Und die Všlker sind zornig geworden; und es ist gekommen dein Zorn und die Zeit, die Toten zu richten und den Lohn zu geben deinen Knechten, den Propheten und den Heiligen und denen, die deinen Namen fŸrchten, den Kleinen und den Gro§en, und zu vernichten, die die Erde vernichten. Ps 2,1)

19 Und der Tempel Gottes im Himmel wurde aufgetan, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel sichtbar; und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und Erdbeben und ein gro§er Hagel. Kap 15,5)



12

1 (Die Frau und der Drache) Und es erschien ein gro§es Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren FŸ§en und auf ihrem Haupt eine Krone von zwšlf Sternen.

2 Und sie war schwanger und schrie in Kindsnšten und hatte gro§e Qual bei der Geburt.

3 Und es erschien ein anderes Zeichen am Himmel, und siehe, ein gro§er, roter Drache, der hatte sieben HŠupter und zehn Hšrner und auf seinen HŠuptern sieben Kronen,

4 und sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor die Frau, die gebŠren sollte, damit er, wenn sie geboren hŠtte, ihr Kind frŠ§e. Dan 8,10)

5 Und sie gebar einen Sohn, einen Knaben, der alle Všlker weiden sollte mit eisernem Stabe. Und ihr Kind wurde entrŸckt zu Gott und seinem Thron. Ps 2,9)

6 Und die Frau entfloh in die WŸste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, da§ sie dort ernŠhrt werde tausendzweihundertundsechzig Tage. Kap 11,3)

7 Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kŠmpften gegen den Drachen. Und der Drache kŠmpfte und seine Engel,

8 und sie siegten nicht, und ihre StŠtte wurde nicht mehr gefunden im Himmel.

9 Und es wurde hinausgeworfen der gro§e Drache, die alte Schlange, die da hei§t: Teufel und Satan, der die ganze Welt verfŸhrt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen. Kap 19,2; 1. Mose 3,1; Lk 10,18)

10 Und ich hšrte eine gro§e Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der VerklŠger unserer BrŸder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott. Kap 11,15)

11 Und sie haben ihn Ÿberwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt, bis hin zum Tod. Kap 7,14, Kap 6,9)

12 Darum freut euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen gro§en Zorn und wei§, da§ er wenig Zeit hat.

13 Und als der Drache sah, da§ er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte.

14 Und es wurden der Frau gegeben die zwei FlŸgel des gro§en Adlers, da§ sie in die WŸste flšge an ihren Ort, wo sie ernŠhrt werden sollte eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit fern von dem Angesicht der Schlange.

15 Und die Schlange stie§ aus ihrem Rachen Wasser aus wie einen Strom hinter der Frau her, um sie zu ersŠufen.

16 Aber die Erde half der Frau und tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache ausstie§ aus seinem Rachen.

17 Und der Drache wurde zornig Ÿber die Frau und ging hin, zu kŠmpfen gegen die Ÿbrigen von ihrem Geschlecht, die Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu.

18 Und er trat an den Strand des Meeres.



13

1 (Die beiden Tiere) Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hšrner und sieben HŠupter und auf seinen Hšrnern zehn Kronen und auf seinen HŠuptern lŠsterliche Namen. Dan 7,3-7)

2 Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine FŸ§e wie BŠrenfŸ§e und sein Rachen wie ein Lšwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und gro§e Macht.

3 Und ich sah eines seiner HŠupter, als wŠre es tšdlich verwundet, und seine tšdliche Wunde wurde heil. Und die ganze Erde wunderte sich Ÿber das Tier,

4 und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm kŠmpfen?

5 Und es wurde ihm ein Maul gegeben, zu reden gro§e Dinge und LŠsterungen, und ihm wurde Macht gegeben, es zu tun zweiundvierzig Monate lang. Kap 11,2)

6 Und es tat sein Maul auf zur LŠsterung gegen Gott, zu lŠstern seinen Namen und sein Haus und die im Himmel wohnen.

7 Und ihm wurde Macht gegeben, zu kŠmpfen mit den Heiligen und sie zu Ÿberwinden; und ihm wurde Macht gegeben Ÿber alle StŠmme und Všlker und Sprachen und Nationen. Kap 11,7; Dan 7,21)

8 Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht vom Anfang der Welt an geschrieben stehen in dem Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet ist.

9 Hat jemand Ohren, der hšre!

10 Wenn jemand ins GefŠngnis soll, dann wird er ins GefŠngnis kommen; wenn jemand mit dem Schwert getštet werden soll, dann wird er mit dem Schwert getštet werden. Hier ist Geduld und Glaube der Heiligen! 1. Mose 9,6; Mt 26,52, Kap 14,12)

11 Und ich sah ein zweites Tier aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei Hšrner wie ein Lamm und redete wie ein Drache.

12 Und es Ÿbt alle Macht des ersten Tieres aus vor seinen Augen, und es macht, da§ die Erde und die darauf wohnen, das erste Tier anbeten, dessen tšdliche Wunde heil geworden war.

13 Und es tut gro§e Zeichen, so da§ es auch Feuer vom Himmel auf die Erde fallen lŠ§t vor den Augen der Menschen; Mt 24,24; 2. Thess 2,9)

14 und es verfŸhrt, die auf Erden wohnen, durch die Zeichen, die zu tun vor den Augen des Tieres ihm Macht gegeben ist; und sagt denen, die auf Erden wohnen, da§ sie ein Bild machen sollen dem Tier, das die Wunde vom Schwert hatte und lebendig geworden war.

15 Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen kšnne, da§ alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getštet wŸrden.

16 Und es macht, da§ sie allesamt, die Kleinen und Gro§en, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, Kap 19,20)

17 und da§ niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nŠmlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.

18 Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der Ÿberlege die Zahl des Tieres; denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist sechshundertundsechsundsechzig. Kap 15,2)



14

1 (Das Lamm und die Seinen) Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm Hundertvierundvierzigtausend, die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben auf ihrer Stirn. Kap 7,4, Kap 3,12)

2 Und ich hšrte eine Stimme vom Himmel wie die Stimme eines gro§en Wassers und wie die Stimme eines gro§en Donners, und die Stimme, die ich hšrte, war wie von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen. Kap 1,15)

3 Und sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Gestalten und den €ltesten; und niemand konnte das Lied lernen au§er den Hundertvierundvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde.

4 Diese sind's, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfrŠulich; die folgen dem Lamm nach, wohin es geht. Diese sind erkauft aus den Menschen als Erstlinge fŸr Gott und das Lamm, 1. Kor 7,1.8)

5 und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind untadelig.

6 (Die Botschaft der drei Engel) Und ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkŸndigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und StŠmmen und Sprachen und Všlkern.

7 Und er sprach mit gro§er Stimme: FŸrchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!

8 Und ein zweiter Engel folgte, der sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die gro§e Stadt; denn sie hat mit dem Zorneswein ihrer Hurerei getrŠnkt alle Všlker. (8-10) Kap 18; Jes 21,9; Jer 25,15.16; 51,7)

9 Und ein dritter Engel folgte ihnen und sprach mit gro§er Stimme: Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand, Kap 13,12-17)

10 der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und er wird gequŠlt werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Ps 75,9)

11 Und der Rauch von ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild, und wer das Zeichen seines Namens annimmt.

12 Hier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus! Kap 13,10)

13 Und ich hšrte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer MŸhsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach. Phil 1,23, Jes 57,2; Hebr 4,10, 1. Tim 5,24.25)

14 (Ernte und Weinlese) Und ich sah, und siehe, eine wei§e Wolke. Und auf der Wolke sa§ einer, der gleich war einem Menschensohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel. Dan 7,13; Mk 13,26)

15 Und ein andrer Engel kam aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke sa§, mit gro§er Stimme zu: Setze deine Sichel an und ernte; denn die Zeit zu ernten ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist reif geworden. Joel 4,13, Mt 13,39)

16 Und der auf der Wolke sa§, setzte seine Sichel an die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.

17 Und ein andrer Engel kam aus dem Tempel im Himmel, der hatte ein scharfes Winzermesser.

18 Und ein andrer Engel kam vom Altar, der hatte Macht Ÿber das Feuer und rief dem, der das scharfe Messer hatte, mit gro§er Stimme zu: Setze dein scharfes Winzermesser an und schneide die Trauben am Weinstock der Erde, denn seine Beeren sind reif!

19 Und der Engel setzte sein Winzermesser an die Erde und schnitt die Trauben am Weinstock der Erde und warf sie in die gro§e Kelter des Zornes Gottes.

20 Und die Kelter wurde drau§en vor der Stadt getreten, und das Blut ging von der Kelter bis an die ZŠume der Pferde, tausendsechshundert Stadien weit. Jes 63,3)



15

1 (Das Lied der †berwinder) Und ich sah ein andres Zeichen am Himmel, das war gro§ und wunderbar: sieben Engel, die hatten die letzten sieben Plagen; denn mit ihnen ist vollendet der Zorn Gottes. Kap 16,1)

2 Und ich sah, und es war wie ein glŠsernes Meer, mit Feuer vermengt; und die den Sieg behalten hatten Ÿber das Tier und sein Bild und Ÿber die Zahl seines Namens, die standen an dem glŠsernen Meer und hatten Gottes Harfen Kap 4,6)

3 und sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes: Gro§ und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmŠchtiger Gott! c Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du Kšnig der Všlker. 2. Mose 15,1.11, Jer 10,6.7, 5. Mose 32,4; Ps 145,17)

4 Wer sollte dich, Herr, nicht fŸrchten und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig! Ja, alle Všlker werden kommen und anbeten vor dir, denn deine gerechten Gerichte sind offenbar geworden. Ps 86,9; Jer 16,19-21)

5 (Die Schalen des Zorns) Danach sah ich: es wurde aufgetan der Tempel, die StiftshŸtte im Himmel, Kap 11,19)

6 und aus dem Tempel kamen die sieben Engel, die die sieben Plagen hatten, angetan mit reinem, hellem Leinen und gegŸrtet um die Brust mit goldenen GŸrteln.

7 Und eine der vier Gestalten gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Kap 4,6-8, Kap 14,10)

8 Und der Tempel wurde voll Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft; und niemand konnte in den Tempel gehen, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren. Jes 6,4, 2. Mose 40,34; 1. Kšn 8,10.11; Hes 44,4)



16

1 Und ich hšrte eine gro§e Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den sieben Engeln: Geht hin und gie§t aus die sieben Schalen des Zornes Gottes auf die Erde!

2 Und der erste ging hin und go§ seine Schale aus auf die Erde; und es entstand ein bšses und schlimmes GeschwŸr an den Menschen, die das Zeichen des Tieres hatten und die sein Bild anbeteten. 2. Mose 9,10.11)

3 Und der zweite Engel go§ aus seine Schale ins Meer; und es wurde zu Blut wie von einem Toten, und alle lebendigen Wesen im Meer starben.

4 Und der dritte Engel go§ aus seine Schale in die Wasserstršme und in die Wasserquellen; und sie wurden zu Blut. 2. Mose 7,17-21)

5 Und ich hšrte den Engel der Wasser sagen: Gerecht bist du, der du bist und der du warst, du Heiliger, da§ du dieses Urteil gesprochen hast;

6 denn sie haben das Blut der Heiligen und der Propheten vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben; sie sind's wert. Weish 11,16)

7 Und ich hšrte den Altar sagen: Ja, Herr, allmŠchtiger Gott, deine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht. Kap 9,13, Kap 6,9.10)

8 Und der vierte Engel go§ aus seine Schale Ÿber die Sonne; und es wurde ihr Macht gegeben, die Menschen zu versengen mit Feuer.

9 Und die Menschen wurden versengt von der gro§en Hitze und lŠsterten den Namen Gottes, der Macht hat Ÿber diese Plagen, und bekehrten sich nicht, ihm die Ehre zu geben.

10 Und der fŸnfte Engel go§ aus seine Schale auf den Thron des Tieres; und sein Reich wurde verfinstert, und die Menschen zerbissen ihre Zungen vor Schmerzen

11 und lŠsterten Gott im Himmel wegen ihrer Schmerzen und wegen ihrer GeschwŸre und bekehrten sich nicht von ihren Werken.

12 Und der sechste Engel go§ aus seine Schale auf den gro§en Strom Euphrat; und sein Wasser trocknete aus, damit der Weg bereitet wŸrde den Kšnigen vom Aufgang der Sonne. Jes 11,15.16)

13 Und ich sah aus dem Rachen des Drachen und aus dem Rachen des Tieres und aus dem Munde des falschen Propheten drei unreine Geister kommen, gleich Fršschen; Kap 12,3)

14 es sind Geister von Teufeln, die tun Zeichen und gehen aus zu den Kšnigen der ganzen Welt, sie zu versammeln zum Kampf am gro§en Tag Gottes, des AllmŠchtigen. -

15 Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig ist, der da wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht nackt gehe und man seine Blš§e sehe. - 1. Thess 5,2)

16 Und er versammelte sie an einen Ort, der hei§t auf hebrŠisch Harmagedon.

17 Und der siebente Engel go§ aus seine Schale in die Luft; und es kam eine gro§e Stimme aus dem Tempel vom Thron, die sprach: Es ist geschehen!

18 Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner, und es geschah ein gro§es Erdbeben, wie es noch nicht gewesen ist, seit Menschen auf Erden sind - ein solches Erdbeben, so gro§.

19 Und aus der gro§en Stadt wurden drei Teile, und die StŠdte der Heiden stŸrzten ein. Und Babylon, der gro§en, wurde gedacht vor Gott, da§ ihr gegeben werde der Kelch mit dem Wein seines grimmigen Zorns. Kap 14,8-10)

20 Und alle Inseln verschwanden, und die Berge wurden nicht mehr gefunden. Kap 6,14)

21 Und ein gro§er Hagel wie Zentnergewichte fiel vom Himmel auf die Menschen; und die Menschen lŠsterten Gott wegen der Plage des Hagels; denn diese Plage ist sehr gro§. 2. Mose 9,23)



17

1 (Die gro§e Hure Babylon) Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir zeigen das Gericht Ÿber die gro§e Hure, die an vielen Wassern sitzt, Kap 15,1)

2 mit der die Kšnige auf Erden Hurerei getrieben haben; und die auf Erden wohnen, sind betrunken geworden von dem Wein ihrer Hurerei.

3 Und er brachte mich im Geist in die WŸste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das war voll lŠsterlicher Namen und hatte sieben HŠupter und zehn Hšrner.

4 Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmŸckt mit Gold und Edelsteinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll von Greuel und Unreinheit ihrer Hurerei, Jer 51,7)

5 und auf ihrer Stirn war geschrieben ein Name, ein Geheimnis: Das gro§eBabylon, die Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden.

6 Und ich sah die Frau, betrunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blut der Zeugen Jesu. Und ich wunderte mich sehr, als ich sie sah. Kap 18,24)

7 Und der Engel sprach zu mir: Warum wunderst du dich? Ich will dir sagen das Geheimnis der Frau und des Tieres, das sie trŠgt und sieben HŠupter und zehn Hšrner hat.

8 Das Tier, das du gesehen hast, ist gewesen und ist jetzt nicht und wird wieder aufsteigen aus dem Abgrund und wird in die Verdammnis fahren. Und es werden sich wundern, die auf Erden wohnen, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens vom Anfang der Welt an, wenn sie das Tier sehen, da§ es gewesen ist und jetzt nicht ist und wieder sein wird.

9 Hier ist Sinn, zu dem Weisheit gehšrt! Die sieben HŠupter sind sieben Berge, auf denen die Frau sitzt, und es sind sieben Kšnige. Kap 13,18)

10 FŸnf sind gefallen, einer ist da, der andre ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, mu§ er eine kleine Zeit bleiben.

11 Und das Tier, das gewesen ist und jetzt nicht ist, das ist der achte und ist einer von den sieben und fŠhrt in die Verdammnis.

12 Und die zehn Hšrner, die du gesehen hast, das sind zehn Kšnige, die ihr Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Kšnige werden sie fŸr eine Stunde Macht empfangen zusammen mit dem Tier. Kap 13,1)

13 Diese sind eines Sinnes und geben ihre Kraft und Macht dem Tier.

14 Die werden gegen das Lamm kŠmpfen, und das Lamm wird sie Ÿberwinden, denn es ist der Herr aller Herren und der Kšnig aller Kšnige, und die mit ihm sind, sind die Berufenen und AuserwŠhlten und GlŠubigen. Kap 19,16, Kap 19,14)

15 Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, an denen die Hure sitzt, sind Všlker und Scharen und Nationen und Sprachen. Jes 8,7; Jer 47,2)

16 Und die zehn Hšrner, die du gesehen hast, und das Tier, die werden die Hure hassen und werden sie ausplŸndern und entblš§en und werden ihr Fleisch essen und werden sie mit Feuer verbrennen.

17 Denn Gott hat's ihnen in ihr Herz gegeben, nach seinem Sinn zu handeln und eines Sinnes zu werden und ihr Reich dem Tier zu geben, bis vollendet werden die Worte Gottes.

18 Und die Frau, die du gesehen hast, ist die gro§e Stadt, die die Herrschaft hat Ÿber die Kšnige auf Erden. Kap 18,10)



18

1 (Der Untergang Babylons) Danach sah ich einen andern Engel herniederfahren vom Himmel, der hatte gro§e Macht, und die Erde wurde erleuchtet von seinem Glanz. Hes 43,2)

2 Und er rief mit mŠchtiger Stimme: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Gro§e, und ist eine Behausung der Teufel geworden und ein GefŠngnis aller unreinen Geister und ein GefŠngnis aller unreinen Všgel und ein GefŠngnis aller unreinen und verha§ten Tiere. Kap 14,8, Jer 50,39)

3 Denn von dem Zorneswein ihrer Hurerei haben alle Všlker getrunken, und die Kšnige auf Erden haben mit ihr Hurerei getrieben, und die Kaufleute auf Erden sind reich geworden von ihrer gro§en †ppigkeit. Jer 51,7, Nah 3,4)

4 Und ich hšrte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, da§ ihr nicht teilhabt an ihren SŸnden und nichts empfangt von ihren Plagen! Jes 48,20; Jer 50,8; 51,6.45; 2. Kor 6,17)

5 Denn ihre SŸnden reichen bis an den Himmel, und Gott denkt an ihren Frevel. 1. Mose 18,20.21; Jer 51,9)

6 Bezahlt ihr, wie sie bezahlt hat, und gebt ihr zweifach zurŸck nach ihren Werken! Und in den Kelch, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr zweifach ein! Ps 137,8; Jer 50,15.29; 2. Thess 1,6)

7 Wieviel Herrlichkeit und †ppigkeit sie gehabt hat, soviel Qual und Leid schenkt ihr ein! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne hier und bin eine Kšnigin und bin keine Witwe, und Leid werde ich nicht sehen. (7 und 8) Jes 47,7-9)

8 Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen, Tod, Leid und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richtet.

9 Und es werden sie beweinen und beklagen die Kšnige auf Erden, die mit ihr gehurt und gepra§t haben, wenn sie sehen werden den Rauch von ihrem Brand, in dem sie verbrennt.

10 Sie werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sprechen: Weh, weh, du gro§e Stadt Babylon, du starke Stadt, in einer Stunde ist dein Gericht gekommen! Jer 51,8)

11 Und die Kaufleute auf Erden werden weinen und Leid tragen um sie, weil ihre Ware niemand mehr kaufen wird:

12 Gold und Silber und Edelsteine und Perlen und feines Leinen und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei wohlriechende Hšlzer und allerlei GerŠt aus Elfenbein und allerlei GerŠt aus kostbarem Holz und Erz und Eisen und Marmor

13 und Zimt und Balsam und RŠucherwerk und Myrrhe und Weihrauch und Wein und …l und feinstes Mehl und Weizen und Vieh und Schafe und Pferde und Wagen und Leiber und Seelen von Menschen.

14 Und das Obst, an dem deine Seele Lust hatte, ist dahin; und alles, was glŠnzend und herrlich war, ist fŸr dich verloren, und man wird es nicht mehr finden.

15 Die Kaufleute, die durch diesen Handel mit ihr reich geworden sind, werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual, werden weinen und klagen:

16 Weh, weh, du gro§e Stadt, die bekleidet war mit feinem Leinen und Purpur und Scharlach und geschmŸckt war mit Gold und Edelsteinen und Perlen, Kap 17,4)

17 denn in einer Stunde ist verwŸstet solcher Reichtum! Und alle Schiffsherren und alle Steuerleute und die Seefahrer und die auf dem Meer arbeiten, standen fernab (17-19) Hes 27,27-36)

18 und schrien, als sie den Rauch von ihrem Brand sahen: Wer ist der gro§en Stadt gleich?

19 Und sie warfen Staub auf ihre HŠupter und schrien, weinten und klagten: Weh, weh, du gro§e Stadt, von deren †berflu§ reich geworden sind alle, die Schiffe auf dem Meer hatten; denn in einer Stunde ist sie verwŸstet!

20 Freue dich Ÿber sie, Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten! Denn Gott hat sie gerichtet um euretwillen. Jer 51,48)

21 Und ein starker Engel hob einen Stein auf, gro§ wie ein MŸhlstein, warf ihn ins Meer und sprach: So wird in einem Sturm niedergeworfen die gro§e Stadt Babylon und nicht mehr gefunden werden. Jer 51,63.64)

22 Und die Stimme der SŠnger und Saitenspieler, Flštenspieler und PosaunenblŠser soll nicht mehr in dir gehšrt werden, und kein Handwerker irgendeines Handwerks soll mehr in dir gefunden werden, und das GerŠusch der MŸhle soll nicht mehr in dir gehšrt werden, Jes 24,8; Hes 26,13)

23 und das Licht der Lampe soll nicht mehr in dir leuchten, und die Stimme des BrŠutigams und der Braut soll nicht mehr in dir gehšrt werden. Denn deine Kaufleute waren FŸrsten auf Erden, und durch deine Zauberei sind verfŸhrt worden alle Všlker; Jer 25,10, Jes 23,8)

24 und das Blut der Propheten und der Heiligen ist in ihr gefunden worden, und das Blut aller derer, die auf Erden umgebracht worden sind. Kap 6,10; 17,6)



19

1 (Jubel Ÿber den Untergang Babylons) Danach hšrte ich etwas wie eine gro§e Stimme einer gro§en Schar im Himmel, die sprach: Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Kraft sind unseres Gottes!

2 Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, da§ er die gro§e Hure verurteilt hat, die die Erde mit ihrer Hurerei verdorben hat, und hat das Blut seiner Knechte gerŠcht, das ihre Hand vergossen hat. Kap 6,10; 5. Mose 32,43)

3 Und sie sprachen zum zweitenmal: Halleluja! Und ihr Rauch steigt auf in Ewigkeit.

4 Und die vierundzwanzig €ltesten und die vier Gestalten fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron sa§, und sprachen: Amen, Halleluja! Kap 4,4; 5,11, Kap 4,6, Ps 106,48)

5 Und eine Stimme ging aus von dem Thron: Lobt unsern Gott, alle seine Knechte und die ihn fŸrchten, klein und gro§!

6 Und ich hšrte etwas wie eine Stimme einer gro§en Schar und wie eine Stimme gro§er Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der AllmŠchtige, hat das Reich eingenommen!

7 La§t uns freuen und fršhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet. Kap 21,9)

8 Und es wurde ihr gegeben, sich anzutun mit schšnem reinem Leinen. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Jes 61,10)

9 Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes. Lk 14,15)

10 Und ich fiel nieder zu seinen FŸ§en, ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Tu es nicht! Ich bin dein und deiner BrŸder Mitknecht, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung. Kap 22,8.9)

11 (Der Reiter auf dem wei§en Pferd) Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein wei§es Pferd. Und der darauf sa§, hie§: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kŠmpft mit Gerechtigkeit. (11-13) Mt 24,30, Kap 3,14, Jes 11,4.5)

12 Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen; und er trug einen Namen geschrieben, den niemand kannte als er selbst. Kap 1,14, Kap 3,12)

13 Und er war angetan mit einem Gewand, das mit Blut getrŠnkt war, und sein Name ist: Das Wort Gottes. Jes 63,1-3, Joh 1,1)

14 Und ihm folgte das Heer des Himmels auf wei§en Pferden, angetan mit wei§em, reinem Leinen. Kap 17,14)

15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, da§ er damit die Všlker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des AllmŠchtigen, Ps 2,9, Kap 14,19.20)

16 und trŠgt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner HŸfte: Kšnig aller Kšnige und Herr aller Herren. Kap 1,5; 1. Tim 6,15)

17 (Das Ende des Tieres und des falschen Propheten) Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit gro§er Stimme allen Všgeln zu, die hoch am Himmel fliegen: Kommt, versammelt euch zu dem gro§en Mahl Gottes Hes 39,4.17-20)

18 und e§t das Fleisch der Kšnige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller Freien und Sklaven, der Kleinen und der Gro§en!

19 Und ich sah das Tier und die Kšnige auf Erden und ihre Heere versammelt, Krieg zu fŸhren mit dem, der auf dem Pferd sa§, und mit seinem Heer. Kap 16,14.16)

20 Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der vor seinen Augen die Zeichen getan hatte, durch welche er die verfŸhrte, die das Zeichen des Tieres angenommen und das Bild des Tieres angebetet hatten. Lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. Kap 13,11-17, 2. Thess 2,8)

21 Und die andern wurden erschlagen mit dem Schwert, das aus dem Munde dessen ging, der auf dem Pferd sa§. Und alle Všgel wurden satt von ihrem Fleisch.



20

1 (Das tausendjŠhrige Reich) Und ich sah einen Engel vom Himmel herabfahren, der hatte den SchlŸssel zum Abgrund und eine gro§e Kette in seiner Hand. Kap 9,1)

2 Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel und der Satan, und fesselte ihn fŸr tausend Jahre, Kap 12,9)

3 und warf ihn in den Abgrund und verschlo§ ihn und setzte ein Siegel oben darauf, damit er die Všlker nicht mehr verfŸhren sollte, bis vollendet wŸrden die tausend Jahre. Danach mu§ er losgelassen werden eine kleine Zeit.

4 Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und ihnen wurde das Gericht Ÿbergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen, und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre. Kap 3,21; Mt 19,28, 1. Kor 6,2)

5 Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. 1. Thess 4,16)

6 Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. †ber diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.

7 (Der letzte Kampf) Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem GefŠngnis

8 und wird ausziehen, zu verfŸhren die Všlker an den vier Enden der Erde, Gog und Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer. Hes 38,2)

9 Und sie stiegen herauf auf die Ebene der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie.

10 Und der Teufel, der sie verfŸhrte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequŠlt werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Kap 19,20)

11 (Das Weltgericht) Und ich sah einen gro§en, wei§en Thron und den, der darauf sa§; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine StŠtte fŸr sie gefunden. Mt 25,31-46, 2. Petr 3,7.10.12)

12 Und ich sah die Toten, gro§ und klein, stehen vor dem Thron, und BŸcher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den BŸchern geschrieben steht, nach ihren Werken. Joh 5,28.29, Dan 7,16)

13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.

14 Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. 1. Kor 15,26.55)

15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.



21

1 (Das neue Jerusalem) Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Jes 65,17, 2. Petr 3,13)

2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmŸckte Braut fŸr ihren Mann. Gal 4,26; Hebr 12,22, Kap 19,7.8)

3 Und ich hšrte eine gro§e Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die HŸtte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 2. Mose 29,45, Jer 7,23)

4 und Gott wird abwischen alle TrŠnen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Kap 7,17; Jes 25,8, Jes 35,10; 65,19)

5 Und der auf dem Thron sa§, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewi§!

6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Kap 1,8; 22,13)

7 Wer Ÿberwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.

8 Die Feigen aber und UnglŠubigen und Frevler und Mšrder und UnzŸchtigen und Zauberer und Gštzendiener und alle LŸgner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes. Kap 15,1.6.7, Kap 19,7)

10 Und er fŸhrte mich hin im Geist auf einen gro§en und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott,

11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall;

12 sie hatte eine gro§e und hohe Mauer und hatte zwšlf Tore und auf den Toren zwšlf Engel und Namen darauf geschrieben, nŠmlich die Namen der zwšlf StŠmme der Israeliten: Hes 48,31-35)

13 von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von SŸden drei Tore, von Westen drei Tore.

14 Und die Mauer der Stadt hatte zwšlf Grundsteine und auf ihnen die zwšlf Namen der zwšlf Apostel des Lammes.

15 Und der mit mir redete, hatte einen (a) Me§stab, ein goldenes Rohr, um die Stadt zu messen und ihre Tore und ihre Mauer. Hes 40,3)

16 Und die Stadt ist viereckig angelegt, und ihre LŠnge ist so gro§ wie die Breite. Und er ma§ die Stadt mit dem Rohr: zwšlftausend Stadien. Die LŠnge und die Breite und die Hšhe der Stadt sind gleich.

17 Und er ma§ ihre Mauer: hundertvierundvierzig Ellen nach Menschenma§, das der Engel gebrauchte.

18 Und ihr Mauerwerk war aus Jaspis und die Stadt aus reinem Gold, gleich reinem Glas. (18-21) Jes 54,11.12)

19 Und die Grundsteine der Mauer um die Stadt waren geschmŸckt mit allerlei Edelsteinen. Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd,

20 der fŸnfte ein Sardonyx, der sechste ein Sarder, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwšlfte ein Amethyst.

21 Und die zwšlf Tore waren zwšlf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, und der Marktplatz der Stadt war aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas.

22 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmŠchtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm.

23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, da§ sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. (23-25) Jes 60,3.5.11.19.20)

24 Und die Všlker werden wandeln in ihrem Licht; und die Kšnige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen.

25 Und ihre Tore werden nicht verschlossen am Tage; denn da wird keine Nacht sein. Sach 14,7)

26 Und man wird die Pracht und den Reichtum der Všlker in sie bringen.

27 Und nichts Unreines wird hineinkommen und keiner, der Greuel tut und LŸge, sondern allein, die geschrieben stehen in dem Lebensbuch des Lammes.



22

1 Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes; (1 und 2) Hes 47,1.12; Sach 14,8; 1. Mose 2,9)

2 mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes BŠume des Lebens, die tragen zwšlfmal FrŸchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die BlŠtter der BŠume dienen zur Heilung der Všlker.

3 Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen Jos 7,11-13)

4 und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Kap 3,12)

5 Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedŸrfen keiner Leuchte und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.

6 (Der Herr kommt) Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewi§ und wahrhaftig; und der Herr, der Gott des Geistes der Propheten, hat seinen Engel gesandt, zu zeigen seinen Knechten, was bald geschehen mu§. Kap 1,1)

7 Siehe, ich komme bald. Selig ist, der die Worte der Weissagung in diesem Buch bewahrt.

8 Und ich, Johannes, bin es, der dies gehšrt und gesehen hat. Und als ich's gehšrt und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten zu den FŸ§en des Engels, der mir dies gezeigt hatte.

9 Und er spricht zu mir: Tu es nicht! Denn ich bin dein Mitknecht und der Mitknecht deiner BrŸder, der Propheten, und derer, die bewahren die Worte dieses Buches. Bete Gott an!

10 Und er spricht zu mir: Versiegle nicht die Worte der Weissagung in diesem Buch; denn die Zeit ist nahe! Kap 10,4, Kap 1,3)

11 Wer Bšses tut, der tue weiterhin Bšses, und wer unrein ist, der sei weiterhin unrein; aber wer gerecht ist, der Ÿbe weiterhin Gerechtigkeit, und wer heilig ist, der sei weiterhin heilig. Dan 12,10)

12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind.

13 Ich bin das und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Kap 1,8; Hebr 13,8)

14 Selig sind, die ihre Kleider waschen, da§ sie teilhaben an dem Baum des Lebens und zu den Toren hineingehen in die Stadt. Kap 7,14)

15 Drau§en sind die Hunde und die Zauberer und die UnzŸchtigen und die Mšrder und die Gštzendiener und alle, die die LŸge lieben und tun. Kap 21,8.27; 1. Kor 6,9.10)

16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen fŸr die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern. Jes 11,10, Lk 1,78)

17 Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hšrt, der spreche: Komm! Und wen dŸrstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. Jes 55,1; Joh 7,37)

18 Ich bezeuge allen, die da hšren die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand etwas hinzufŸgt, so wird Gott ihm die Plagen zufŸgen, die in diesem Buch geschrieben stehen. 5. Mose 4,2)

19 Und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott ihm seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben steht.

20 Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. - Amen, ja, komm, Herr Jesus! 1. Kor 16,22)

21 Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!

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